
Der britische Channel 4 hat eine Umfrage über die britische Generation Z, die jetzt 13- bis 27-Jährigen, gemacht, deren Ergebnis beunruhigend ist, aber zum gegenwärtigen Trend nach rechts und starken Figuren und Führern passt. Die junge Generation hat das Vertrauen in die Demokratie und in die herkömmlichen Parteien und Politiker verloren und scheint nach anderen Wegen zu suchen, um bei der Akzeptanz von autoritären Regierungsformen zu landen. Am Donnerstag wird das Ergebnis veröffentlicht, die Times berichtete bereits vorweg.
Über die Hälfte der befragten 13- bis 27-jährigen Briten (52%) stimmt der Aussage zu, dass „Großbritannien ein besserer Ort wäre, wenn ein starker Führer im Amt wäre, der sich nicht mit dem Parlament und Wahlen beschäftigen müsste“. Dazu passt, dass ein Drittel der Meinung ist, die Armee sollte das Land regieren.
Revolutionär gestimmt sind die jungen Menschen nach der Umfrage immer noch. Nur scheint die Stimmung mit einer linken Politik nichts mehr zu tun zu haben. 47 Prozent stimmten dem Satz zu: „Die ganze Weise, wie unsere Gesellschaft organisiert ist, muss radikal durch eine Revolution verändert werden.“ Die soll dann wohl durch starke Führer wie Donald Trump, Benjamin Netanjahu, Xavier Milei oder Wladimir Putin – vielleicht auch durch Oligarchen wie Elon Musk oder Frauen wie Alice Weidel oder Marie LePen von oben angeführt werden, das Volk marschiert dann im militärischen Stil mit. Aber wahrscheinlich handelt es sich um unausgegorene Vorstellungen. Der Hang der jungen Menschen nach rechts war in Deutschland auch bei den letzten Wahlen zu erkennen (Was zieht die jungen Menschen zur AfD und nach rechts?).
Bei den 45- bis 65-Jährigen sind immerhin auch 33 Prozent für eine Revolution. Es gärt also in den westlichen Gesellschaften, die Unzufriedenheit ist hoch, subversiv sind nicht mehr die Linken, sondern die Rechtsextremen. Vermutlich geht es auch darum, der Unsicherheit durch ein festes Weltbild und eine stabile Ordnung zu entkommen.
Die Anti-Woke-Stimmung scheint groß zu sein, vor allem unter Männern, die um ihre Stellung fürchten und sich offenbar bedroht durch Frauen sehen, wenn die zu selbständig werden. 45 Prozent der jungen Männer meinen, die Förderung der Gleichstellung der Frauen sei zu weit gegangen, jetzt würden die Männer diskriminiert. Genauso viele stimmen der Aussage zu: „Wenn es darum geht, den Frauen gleiche Rechte zu geben, ist es weit genug gegangen.“ (Frauen und Männer driften politisch in unterschiedliche Richtungen)
Und das Vertrauen in die etablierten Medien sinkt. 58 Prozent sagen, sie würden Äußerungen von Freuen auf sozialen Medien ebenso oder mehr wie den Medien vertrauen. Bei den jungen Männern sagen 42 Prozent, sie würden Leuten wie den antifeministischen, frauenverachtenden und chauvinistischen Influencern Andre Tate oder Jordan Petersen aus der Manosphere ebenso vertrauen.
Die britische Times zitiert einen der befragten jungen Männer: „Ein 27-jähriger Mann aus Norwich sagte, er sei zwar ein Verfechter der politischen Korrektheit, aber ‚Wachsamkeit‘ dürfe nicht bedeuten, dass die Meinungsfreiheit eingeschränkt werde. ‚Jeder sollte das Recht haben, sich zu äußern, solange es sich nicht um Hassreden handelt‘, sagte er. ‚Das ist der Grund, warum viele junge Männer verwirrt sind. Das ist die Eintrittspforte in die extreme Rechte.‘“
Durchgeführt wurde die Umfrage von Craft, d.h. es dürfte eine Online-Umfrage unter 3000 Briten sein. Wie verlässlich und repräsentativ das Ergebnis ist, kann ich nicht beurteilen.
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Wenn den Abgehängten nichts mehr bleibt, (ihr werdet nichts mehr besitzen und Glücklich sein) ist eben Haß auf alles angesagt.
1984 hat das Ganze auch beschrieben mit Haßwoche und dem täglichen zwei Minuten Haß
Zitat: 1984 hat das Ganze auch beschrieben mit Haßwoche und dem täglichen zwei Minuten Haß
Orwell hat damit die Linken gemeint. Nennt sich heute Cancel Culture und Wokeism.
„Orwell hat damit die Linken gemeint. Nennt sich heute Cancel Culture und Wokeism.“
Sie meinen sicher so „Linke“ wie Angela Merkel, Friedrich Merz, Robert Habeck und Strack Zimmermann oder?
Dann erübrigen sich weitere Fragen, den aus der Perspektive des Führerbunkers erscheinen die alle ganz schön weit links.
Orwell hatte mit 1984, allerdings nicht nur die Linken gemeint sondern alle Totalitären ansich, besonders auch die Rechten und erstrecht die Nazis!
Antikommunistisch ist nur Animal Farm
😂 🤣 😂 🤣 😂 🤣 😂
Es ist höchst erheiternd zu lesen auf welche Albernheiten die Ideologen hier verfallen, nur um ihre Theorie zu retten…
Orwell war Sozialist..
Ich hatte auch den Eindruck, dass er die Tiere, die ihren Bauern aussperrten, sehr mochte. Er beschreibt dann, wie sich die Schweine langsam aber sicher zu neuen Ausbeutern wandeln.
Ich hatte immer Probleme, die Geschichte als eine Parabel auf den Stalinismus anzusehen, wie das allgemein getan wird. Die Sowjetunion hatte bis zur Auflösung in den frühen 90ern Probleme, die schiere Weite des Landes in den Griff zu bekommen. Alles, was auf diesem Weg an Wohlstandsgewinn anfiel, kam der Bevölkerung in so großem Maße zu Gute, wie das unter keinem Zar je denkbar gewesen wäre.
Unter Stalinismus versteht man allgemein die blutigen Säuberungen, die sehr viele Todesopfer unter echten oder vermuteten Gegnern Stalins forderten.
Stalin versuchte auf Biegen und Brechen, die Industrialisierung voranzubringen, was dann auch zu Unterversorgung der Bevölkerung führte. Bis 1945 dominiert – das gilt bis heute – für viele der vaterländische Krieg. Das war das Erscheinungsjahr von Animal Farm.
Die Geschichte der Animal Farm dreht sich im Kern um die gute Idee von Eber Old Major, die dann langsam von den Nachfolgern allein zu deren Nutzen und ruinös für harte Arbeiter zu einem neuen Ausbeutungssystem umgebaut wird.
Zudem hatte ich beim Lesen der durchnummerierten Regelliste viel mehr die Assoziation zu den 10 Geboten. Für mein Gefühl war das eher eine Mischung aus Christentum und kommunistischer Graswurzel-Revolution.
Frage mal die Kronstädter Matrosen nach Eber Old Major
Aus der Twilight Zone
https://youtu.be/05LaTuuKPlI?si=fiK799TLYxHHgIOT
Orwells Hasswochen betraf allerdings nur das dort beschriebene Führungsbeamtentum. Das Proletariat war explizit ausgenommen. Vielleicht sollte man den Roman erst mal lesen, bevor man sich drauf bezieht…
So wie man bei uns derzeit auch diese Schicht zu den wöchentlichen „Demos gegen Rächts“ heranzieht.
Briten waren schon mal grosse Anhänger von Hitler: „We are all cousins“. Auch haben betuchte Ladys den Adi finanziert (am Anfang). Die englische Mittelschicht ist ziemlich weggebrochen und seit Tony Blair ist die Labourparty ein Gemischtwarenladen.
So blöd wie deutsche Nazis werden sie nicht, nach meiner Erfahrung.
Das ist ihnen zu teuer, kommt zuwenig dabei heraus.
Wenn ich mir den fanatischen Hass der britischen Eliten auf Russland ansehe, dann habe ich an ihrer Aussage Zweifel. Der Durchschnittsbrite und die degenerierten Geldeliten sind zwei Paar Schuhe.
„Briten waren schon mal grosse Anhänger von Hitler: “We are all cousins”.
Nicht nur das, wenn man sich die Ideologie anguckt, die in „Mein Kampf“ verwurstet wird, dann ist das eigentlich nichts anderes als die Kolonialideologie, die in Westeuropa zu der aktuellen Zeit bei den Eliten in Frankreich, England und Belgien verbreitet war. Auch dieser Arierkult wurde nicht von den Nazis erfunden, sondern existierte bereits in den Köpfen der Gelehrten dieser Zeit bereits. In „Mein Kampf“ hat Hitler das ganze nur niedergeschrieben, zusammengefasst und kommentiert. Zu glauben, dass der Massenmörder Churchill, der sowohl im Iran als auch in Indien, Hungersnöte durch den Diebstahl von Getreide auslöste, bei denen viele Millionen Menschen umkamen, irgendwie besser war als Hitler, entbehrt jeder Grundlage. Seine Ideologie war ähnlich die der Nazis, was sich auch an vielen seiner Kommentare zeigt, „Ich hasse Inder. Sie sind ein abscheuliches Volk mit einer abscheulichen Religion.“
Die herrschende Klasse halt.
Rien a ajouter!
Und wahrscheinlich ist dieser Wunsch kein Resultat einer Manipulation, sondern ein echtes Aufbegehren gegen die Konventionen der älteren Generationen. Der Staat kann nicht die Vaterrolle übernehmen, es überfordert ihn.
Ich kenne die Fragen noch aus meinem politikwissenschaftlichen Studium, sie haben sich seit Jahrzehnten nicht geändert.
Mich würde folgende Änderung interessieren: 1) Ich wünsche mir eine Führerin, die endlich hart durchgreift. 2) Ich wünsche mir einen Führer, der endlich hart durchgreift.
Dann noch aufgeschlüsselt in Männlein und Weiblein. In den USA und ich glaube auch in UK könnte man jetzt noch weiter aufschlüsseln in Ethnien, in Deutschland* ist das verboten.
*Deutschland ist ein Land in Mitteleuropa. Da passiert momentan auch sehr viel.
Wer blöd fragt, bekommt ensprechende Antworten.
Ganz meine Rede.
Ob mehr feministische Aussenpolitik verhindern Rechts ist, wie im Artikel gesagt wird, ist fraglich.
Und das Hin und Her vor wahlen stärkt auch nicht gerade die Demokratie.
Zu viel im Artikel müsste deutlich präziesiert werden um was auszusagen.
Gibts auf der Affeninsel eigentlich niemand der als Beispiel für den starken Mann(innen) herhalten kann?
Und Korrektur lesen wäre dem Artikel auch gut bekommen.
Nigel Farrage von Reform UK…ist wohl gut vernetzt mit einem Teil der Brit. „Eliten“…
Der hat auch den „Brexit“ gemanagt. Diese Kreise wollen nicht mit der EU untergehen…
Es lässt sich schwer beurteilen. Farage wird von den englischen Medien so behandelt, wie Sahra und Weidel in DE…
Interessant aber war der Schwenk den nicht nur die Medien in den USA (ausser der New Yok Times natürlich!!!) sofort nach Trumps Wahl vollzogen haben, und auch Silicon Valley zog ganz schnell nach. Ob Farage tatsächlich in England etwas gewinnen kann, ist schwer zu beurteilen.
Aber „the elephant in the room“ ist ja wohl, dass in DE weit und breit keiner dafür zu sehen ist, was bedeutet, dass das bekannte Gesindel DE weiter mit Vollgas Richtung Abgrund fahren darf.
@“Nigel Farrage von Reform UK…ist wohl gut vernetzt mit einem Teil der Brit. „Eliten“…
Der hat auch den „Brexit“ gemanagt. Diese Kreise wollen nicht mit der EU untergehen…“
Sie treiben aber Rest-Europa zusammen mit den Amis in den Krieg mit Russland und fördern damit den Untergang. Offensichtlich fühlen sich die Briten immer noch als Weltmacht.
Deutschland ist bei denen genauso verhasst wie Russland aber am Liebsten hätten sie mit Hitler Russland bekämpft.
All das ist die Kolonial- und Herrenmenschen-Politik des Kapitalismus!
„Die Anti-Woke-Stimmung scheint groß zu sein, vor allem unter Männern, die um ihre Stellung fürchten und sich offenbar bedroht durch Frauen sehen, wenn die zu selbständig werden.“
Naja, die Jüngeren dürften mit Harry Potter groß geworden sein, dessen Schöpferin ja nun selbst zur Zielscheibe der Woken wurde. Vor der dürften sie wohl kaum Angst haben, wie überhaupt der klassische Feminismus eine große Erfolgsgeschichte war, die in keiner Weise auf Kosten der Männer ging, im Gegenteil, und das dürften auch junge Engländer wissen.
Mit dem woken Genderismus sieht das ganz anders aus. Dass man den mit „übertriebenem Feminismus“ assoziiert, kann ich verstehen. Und wenn das dann auch noch mit Links assoziiert wird, was ja leider nicht ganz falsch ist, dann bleibt für den Protest dagegen ja nur noch rechts. Und dann haben wir den Salat.
Von der Verächtlichmachung des Männlichen an sich mal abgesehen, auch sonst: „nein“.
„Wokeism“ ist die konsequente Fortsetzung des Feminismus durch Ausweitung auf andere Gruppen.
Die Revolution frisst ihre
KinderFrauen.Apropos Kinder: die mir damals bekannten Feministinnen hatten für Kinder bestenfalls Gleichgültigkeit übrig. In disfunktionalen Familien durfte es nur ein Opfer geben: die Frau. Die Frau ist nie, nie, nie für irgendwas verantwortlich, das ist immer der Mann, das Arschloch. Kinder kommen schon irgendwie zurecht, so what. Diesen Opfernarzissmus haben andere Gruppen dann für sich beansprucht.
Diesen Opfernarzissmus haben andere Gruppen dann für sich beansprucht.
Volle Zustimmung. Es geht den allermeisten innerhalb immer mehr Opfergruppen um Selbstüberhöhung in Herrenrasse Dimensionen.
„der klassische Feminismus eine große Erfolgsgeschichte war, die in keiner Weise auf Kosten der Männer ging“ – Selbstverständlich ging der Feminismus auf Kosten der Männer. Dafür sind die Frauen schließlich angetreten, um gleiche Chancen in der Konkurrenz. Wenn eine Frau, weil sie Frau ist einen Job bekommt, dann bekommt ein Mann den Job nicht, weil er Mann ist. Feministen sind schließlich Fans der Konkurrenz nur sollen die Männer die Aussortierten sein. Das ist Sexismus. Wer gegen die Konkurrenz im Kapitalismus nichts hat, der soll über die Ungleichbehandlung schweigen. Schließlich ist es der Zweck der Konkurrenz Verlierer zu produzieren. Das sind nicht die Männer. Nicht Männer sortieren. Die Konkurrenz sortiert.
“Die Anti-Woke-Stimmung scheint groß zu sein, vor allem unter Männern, die um ihre Stellung fürchten und sich offenbar bedroht durch Frauen sehen, wenn die zu selbständig werden.”
Totaler Quatsch!
Wo geht es denn bei den Woken tatsächlich um Frauenrechte und Gleichbehandlung?
Ausbeutung kommt bei den Woken überhaupt nicht zur Sprache.
Wer eine gute Erziehung hatte achtet jeden Menschen, ob, Frau, ob Mann, ob Kind, ob Schwuler, ob Trans, ob Russe, Afrikaner, Asiate, usw., usw., gleichermaßen!!!
Dafür brauchen wir keine Wokeschisten die andere Menschen drangsalieren und immer Toleranz fordern aber selbst nie tolerant sind.
Als studierter Politikwissenschaftler stieg in mir folgender Gedanke auf (Sorry, Gedanken sind ja – nach einer schönen mitteleuropäischen Volksweise – frei, ich kann also nichts dafür):
Ich sehnte mich urplötzlich nach einem starken Militär in Deutschland, analog zur Rolle des Militärs in der Türkei.
Der hoffentlich logische Gedankengang dahinter:
1) Der radikale Wokismus ist eine Pseudoreligion, die dem Nationalstaat Schaden zufügen kann.
2) Der Islam ist eine Religion und steht nationalstaatlichen Prinzipien ein wenig, naja, distanziert gegenüber.
3) Die türkischen Streitkräfte sehen sich seit der Gründung der Republik 1923 als Wächter der laizistischen Staatsordnung.
4) Deutschland bräuchte schon lange genau so einen wehrhaften Laizismus in Bezug auf die viele Pseudoreligionen seiner Geschichte.
Ich gehe einen Schritt weiter: Deshalb also haben wir die Amis im Haus und können uns selbst nur wenige Tage verteidigen!
Siehe 20. Juli 1944, oder Generalstabschef Ludwig Beck?
Das ist aber eine grandiose Fehlinterpretation!
Neenee, Ihre Gedanken sind zwar frei, aber Sie können sehr wohl etwas für das, was Sie hier schreiben. „Frei“ zu sein bedeutet doch nicht, dass man keine Verantwortung trägt für das, was man denkt (und äußert oder tut). Im Gegenteil!
Es denkt in mir, sorry.
Zitat: Die Anti-Woke-Stimmung scheint groß zu sein, vor allem unter Männern, die um ihre Stellung fürchten und sich offenbar bedroht durch Frauen sehen, wenn die zu selbständig werden
Ich fürchte mich nicht vor starken Frauen. Ich fürchte nicht um meine Stellung. Welche sollte das auch sein? Ich bin beleidigt durch offensichtlich dumme, emotional gesteuerten Rudelwesen. Und ich bin sauer, weil ich deren Emotionen finanziell ausbaden muss.
Welche starken Frauen gibt es denn so in der Politik? Eine Trampolin-Springerin, eine Frau die Deutschland abschaffen möchte, eine Panzerfahrerin die selbst nie im Panzer fahren wird?
Werter Herr Rötzer, von starken Frauen haben wir vor 30 Jahren geträumt und dabei vermutlich an Xena gedacht. Das was heute in Politik, Medien und Wirtschaft nach oben gespült wurde, sind keine starken Frauen.
👍
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Hahahaaaaa….. der Bericht ist der Knaller… 👍👍👍
Noch’n Gruß
Der Viewer
Hunger in den Alltag zurückgekehrt – Jedes fünfte Kind bekommt nicht genug Essen (2023)
https://www.welt.de/wirtschaft/article231340499/Ungleichheit-in-Grossbritannien-Jedes-fuenfte-Kind-bekommt-nicht-genug-Essen.html
Millionen Briten hungern bereits für den Lebensunterhalt (2022)
https://www.welt.de/wirtschaft/plus238648933/Grossbritannien-Millionen-Briten-hungern-bereits-fuer-den-Lebensunterhalt.html
Eins von 21 Kindern in London lebt in Notunterkünften, quasi eines pro Klassenzimmer. / Dort bekommen sie Krankheiten, die eigentlich der Vergangenheit angehören. (2025)
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/grossbritannien-armut-kinder-rachitis-100.html
Warum britische Kinder immer dicker und kleiner werden (2024)
https://www.welt.de/wirtschaft/article252122162/Uebergewicht-Warum-britische-Kinder-immer-dicker-und-kleiner-werden.html
Könnte bitte irgendwer so freundlich sein, mir diesen Satz ins Verständliche zu übersetzen:
„Bei den jungen Männern sagen 42 Prozent, sie würden Leuten wie den antifeministischen, frauenverachtenden und chauvinistischen Influencern Andre Tate oder Jordan Petersen aus der Manosphere.“
Zur Überbrückung der Wartezeit höre ich mir ein schönes Lied an:
https://www.youtube.com/watch?v=R7JKhGugS_A
Sollte es länger dauern, schaue ich mir diesen Film an:
https://www.youtube.com/watch?v=hSuFRJBPwvE
Warum gibt’s noch keine „YMCA“-Version von Manowar? Hallo?
Der Satz ist unvollständig, deshalb meine Empfehlung einer Korrekturlesung.
Vervollständigen muss den Satz der Autor.
Hoffentlich musstest du den Film nicht 10 x anschauen.
Und wieviel Prozent der jungen Frauen stimmten zu?
„…deren Ergebnis beunruhigend ist, …“
Wie kann man so einen Schwachsinn schreiben ?
Angesichts des letzten halben Dutzends an Premier Ministern die diese Generation miterleben musste, kann man doch nur jubeln, dass die anscheinend genügend Intelligenz haben um zu erkennen, dass die Demokratie, die der Werte Westen anzubieten hat, auf eine geradezu bösartige Weise lächerlich ist !
Von Trump wird das wohl, ausser den üblichen Verbohrten, niemand behaupten….
Dem Urteil, dass die „wertewestliche“ Demokratie zunehmend – na ja, ich würde nicht lächerlich sagen, sondern vielleicht „verlogen“, „dysfunktional“ oder „irreführend“ – ist, stimme ich ja zu.
Bedauerlich finde ich dann aber schon, dass die jüngeren unter uns zunehmend Abhilfe von der rechten Seite erwarten. Mit der von Ihnen postulierten Intelligenz scheint das nicht so sehr viel zu tun zu haben, denn wo genau haben denn in den letzten paar hundert Jahren ausgerechnet „starke Führer“ oder ähnliche Despoten eine Verbesserung für die Menschen gebracht, für die sie Verantwortung trugen?
Stimmt. Trump ist nicht „auf eine geradezu bösartige Weise lächerlich“, sondern auf eine lächerliche Weise bösartig. Er arbeitet vom ersten Tag seiner Amtszeit daran, den mittleren und unteren gesellschaftlichen Schichten das Leben schwer zu machen, um seinesgleichen (den HNWIs* und den UHNWIs*) das Leben zu verschönern.
Von einer skurrilen Witzigkeit ist in diesem Zusammenhang übrigens, dass unsere europäischen „demokratischen Führer“ laut zeternd deklamieren, dass der böse Russe uns demnächst überrennen werde, während sie gleichzeitig vornehm beschweigen. dass der US-amerikanische Obermotzer einem EU- und NATO-Staat allen Ernstes mit Gewalt droht, falls dieser nicht freiwillig eine riesengroße Insel an die USA abgeben will. „Ländergrenzen verschieben, das geht aber gar nicht“, oder wie?
* https://en.wikipedia.org/wiki/High-net-worth_individual
Es gäbe vieles, auch Gutes zu ihrem Kommentar zu sagen, aber manche ihrer grundsätzlich lachhaften Meinungen machen es zu zuviel Aufwand. Mit Putin zu Reden, wie die zB die AfD das will, das ist rechts? Während moralische Kriege zu führen links ist?
Nein, danke, für soviel Dummheit ist mir meine Zeit zu schade.,
Denken sie mal drüber nach, was sie so unter rechts und links verstehen….
Ich denke, der nächste große Führer wird eine, wie auch immer geartete KI sein.
Hinter der, dann wohl auch immer noch die herrschende Klasse steckt,
Das möchten sie uns doch jetzt so, oder so ähnlich weißmachen.
Ach, by the way, Wusstest ihr eigentlich, dass man in der Schweiz mit einem Tastenphone nicht mehr telephonieren kann?
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Das Aus für 2G
Hier: https://www.teltarif.de/schweiz-abschaltung-gsm/news/90706.html
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Wir brauchen ein Recht auf ein „analoges Leben“!
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Sie werden es nicht glauben, aber ich war immer sehr Umtriebig und dementsprechend eben auch viel unterwegs, 😉
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Ich bin neugierig
Warum eigentlich die Nachfrage gerade auf die Böttinger?
Es gibt ja noch ein paar mehr interessante Gestalten, denen ich im laufe meines Lebens begegnet bin..;.-)
Bonne nuit Monsieur
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Nicht nur Tastentelephone – Auch das analoge Radio wird in der Schweiz bald abgeschaltet. Zumindest die Öffentlich-Rechtlichen gibt es in der Schweiz bald nur noch in digital.
Der geschätzte Autor vermutet zu wissen, weshalb diese große Anzahl von Briten eine solche Aussage zur Stellung von Frauen in der Gesellschaft macht. Nun, vielleicht hat er ja Recht. Vielleicht auch nicht. Wir wissen es nicht, weil es im Text nicht steht.
Ich habe eine durchaus andere Überzeugung, die ich hier mehrfach schon vortragen konnte. Ich mache das jetzt nicht so umfangreich wie sonst, greife aber aus dem unerschöpflich großen Angebot an Irrsinn des Wokeschismus mal wieder zwei meiner Lieblingsthesen heraus. Die erste passt schon prima: wenn man die Ausbeuterin im Vorstand, die Millionärin, die Genderprofessorin zusammen mit der Ausgebeuteten, der prekär Beschäftigten usw.als Gemeinschaft phantasiert und deren Arbeitskollegen, den Vater und Bruder, den Partner zum geborenen Feind erklärt. Oder den weißen männlichen Obdachlosen als noch immer privilegiert auch gegen über dem schwarzen Showstar.
Ich weiß, dass man nicht so ohne weiteres alles, was einem nicht passt, patholgisieren darf. Aber mir fällt eine andere Erklärung als kollektiver Wahnsinn nicht mehr ein.
Aber ok, mag ich falsch liegen. Habe mich in meinem Leben oft genug geirrt. Aber auch das habe ich hier oft genug geschrieben, dass man, wenn man den alten weißen Mann zum Feind erklärt, keine Verwunderung entstehen sollte, wenn der dann auch zum Feind wird. Und der junge, wie ich dem Text entnehme, auch.
Ich finde, dass es verdammt an der Zeit wäre, zu verstehen, was auf dieser Welt gerade passiert und sich nicht permanent irgendwas auszudenken, warum das so ist.
Wokeschismus ist nicht emanzipatorisch, sonder klar das Gegenteil davon. Er verkleistert die Gehirne und verschleiert die tatsächlichen Gegensätze in der Gesellschaft. Deshalb konnten auch CEOs, Milliardäre, Politiker da bedenkenlos mitspielen, so wie sie ihn, und es sieht so aus als hätten sie damit schon begonnen, in die Tonne treten, wenn er dysfunktional wird.
Übrig bleiben dann ein paar Gläubige, die es nicht verstehen können.
Keimzeit:
„Irre ins Irrenhaus. die Schlauen ins Parlament.
Selber Schuld daran, wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt „
– Irre ins Irrenhaus. die Schlauen ins Parlament. –
Und wer entscheidet wer wozu gehört?
Wen ich Yt-Kommentare so betrachte, kommen wir mit deinem Rat noch nicht wirklich weiter.
Was ist Yt ?
Und ich fürchte, wir kommen auch ohne meinen Kommentar nicht weiter.
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„Linkende“ mal in die Suchmaschine eingegeben, et voilà : schwarze Designer Kunstleder Hosen für Frauen und LinkedIn zur Ansicht bekommen.
Ist das Desinformation oder soll ich doch lieber bei den heilenden Händen bleiben siehe hier : https://youtu.be/7TAGh4PEBXY?si=i088P6u5jcc0ht9Z
„Heutige „Linksradikale“ sind grosso modo verwöhnte Bürgerkinder, die sich „Antifa“, „Anarchist“ oder „Marxist“ nennen, aber mit echtem Antifaschismus, Anarchismus oder Marxismus so viel am Hut haben wie ein Zitronenfalter mit dem Falten von Zitronen“
Das ist schon seit x Jahrzehnten so.
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Natürlich werden sie Anarchisten nicht erkennen…. und die, die sie erkennen, werden keine Anarchisten sein. Anarchisten die sich zusammenschliessen und eine Gruppe mit Einfluss bilden, sind keine Anarchisten.
Anarchisten leben subversiv und unerkannt… und die Digitalsiierung ist ihr grosser Feind. Lassen sie sich mal einen Pass ausstellen, fliegen sie im Ausland herum. Bald wird man auch ohne „Smart“phone nicht mehr weit kommen…
Dafür gibt es akademische Klugschwätzer die behaupten, die Entwicklung der Menschen ginge Richtung Freiheit.
Rischtisch.
Bis zum 12.4.2020. lebte ich weitestgehend unerkannt.
Meine subversiven Aktionen, erledige ich seit etwa einer Dekade, mangels Personal weitestgehend alleine.
Das liegt einfach daran, das es mir mehr und mehr egal wird, weil ich halt schon alt bin und ich weiß, das die nächsten Jahrzehnte Siechtum und Armut bringen werden, wenn wir die Reichen nicht aus ihren Villen vertreiben.
Bezog sich auf Deutschland, die letzten 40 – 50 Jahre. Wollte aber nicht generell jeden aus bürgerlichen Ställen stammenden Menschen absprechen, redliche Marxisten und Anarchokommunisten zu sein (schließlich paukten die Anarchosyndikalisten der ersten Stunde alle Marx, die ersten Übersetzungen in mehrere europäische Sprachen lieferte kein Geringerer als Bakunin himself).
Die Erwähnung einer durch und durch korrupten und zwielichtigen Figur wie J. „Giftgas“ v. Aken in diesem Zusammenhang, erzeugt bei mir ausschließlich Brechreiz und Abscheu.
Bei folgender Frage: „… dass Großbritannien ein besserer Ort wäre, wenn ein starker Führer im Amt wäre, der sich nicht mit dem Parlament und Wahlen beschäftigen müsste“, kann man für UK auch Deutschland einsetzen, logisch.
Perplexity meint hierzu: „Es ist anzunehmen, dass die Frage nach einem starken Führer in verschiedenen Formen seit der Nachkriegszeit in der deutschen Sozialforschung präsent ist, insbesondere im Kontext der Untersuchung autoritärer Einstellungen.“ Davon gehe ich auch aus.
Für 2025 stellt sich die Frage, warum scheint hier das moralisierende, boomerhafte Raunen im Hintergrund – ganz nach dem Motto „entdecke den Nazi in dir, bzw. wir suchen nach den latent vorhandenen Nazis in der Bevölkerung“ – zu verblassen?
Ein Grund hierfür ist sicherlich der Globalismus, der seit vielleicht Ende der 90er das Zepter übernommen hat: Das Gesicht, die Aussagen, die Inszenierung rund um eine Führerpersönlichkeit (Beispiel Trump), die mir medial vertraut ist, wirkt attraktiver als etwa das abstrakte, anonyme Brüssel, WHO, UN, NATO oder auch Silicon Valley. Diese Anonymität, diese monströs-kafkaesken globalistischen Verwaltungsapparate gab es in der Frühzeit der Bundesrepublik in dieser Ausprägung noch nicht. Die neue Linke scheint sich leider in diesen Verwaltungsapparaten pudelwohl zu fühlen.
Ein weiterer Grund ist schlicht, dass die neue Linke ab 2020, vielleicht schon früher, dermaßen überzogen hat, dass sie, im Gegensatz zu einer personalen Führerpersönlichkeit, an Glaubwürdigkeit verloren hat.
Diese Reihe könnte man fortsetzen, es gibt noch viel mehr Ursachen. Wie wäre es, diese Irrwege der neuen Linken endlich aufzuarbeiten, auch bei Overton?
BTW, nur am Rande, mit den Marketing-Kampagnen rund um die „Führer“-Figur Habeck spielt die neue Linke mit genau denselben ästhetischen Mustern. Wo liegt der Unterschied zu Trump? Das alles passiert hier vor Ort, in Deutschland.
Sie beleidigen viele hier, wenn sie diese Kasperles als „Linke“ bezeichnen. Habeck ist der Prototyp des elitären Pinkels der sich ausschliesslich für Seinesgleichen engagiert und dem die eigentliche Klientel linker Politiker am Allerwerstesten vorbeigeht.
Sie sollten dringend versuchen aufzuwachen…
Was ist den das für eine Scheiße? Feier die da in Auschwitz eine Sektgala oder betrauern Sie das das Konzentrationslager befreit wurde? Was zum Teufel ist das für eine Beleuchtung? Und wieso zum Geier werden die Deutschen aber nicht die Befreier eingeladen? Sagt mal habt ihr se noch alle? Und glaubt ihr niemand merkt welche Clownshow ihr hier veranstaltet?
https://t.me/DDGeopolitics/137274
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Mir fällt einfach zu dem Ambiente nichts mehr ein. Sieht aus wie eine Galaveranstaltung mit Sekt Schampus und Kaviar anstatt einer Gedenkveranstaltung. Und ich halluziniere kein bisschen, ich weiß das diese fälschlichen Bilder von den Transatlantischen Inszenierern Haargenau so gewollt sind.
https://i.postimg.cc/wxDgQfcH/Trauerfeier.jpg
Und als ich Scholz, bei seiner Ankunft gesehen habe, wie er und seine bessere Hälfte da erstmal grinsend wie ein Honigkuchenpferd seine Transatlantischen Buddies begrüßt, hat es mir gereicht.
https://i.postimg.cc/MGkvGMzm/Trauerfeier2.jpg
Und das Sie Russland nicht eingeladen haben schlägt der ganzen Propagandashitshow vollends den Boden aus. Und das ganze während dieses Arschlöcher waschechte Nazis in der Ukraine unterstützen.
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Es waren…die Russen, die Auschiwtz befreit haben und deshalb hat sie niemand eingeladen. Nur die Guten dürfen kommen und nur die Guten sind Befreier.
Das müsste eigentlich Allen anderen sehr peinlich sein. Eigentlich.
Eine unglaubliche, schamlose Inszenierung. Eine spezielle Form von Kitsch, leider. „Saurer Kitsch“ trifft es auch nicht wirklich – wie wäre es mit „diabolischer Kitsch“?
„wie wäre es mit “diabolischer Kitsch”?“
++++ War genau mein Gedanke beim betrachten dieser Bilder. Wie Sie schon richtig sagten, die inszenieren da Ihre eigene seelische, moralische Abscheulichkeit und suhlen sich da medienwirksam wie fette und gemästete Schweine in ihrem eigenen verkommenen Dasein.
Ich hab mich schon genug über diese Verbrecher ausgelassen, aber eine Frage brennt mir immer und immer wieder seit Jahren/Jahrzehnten auf der Zunge:
Wer zum Teufel, glaubt Ihr liebe Schönwetterelite, kauft euch diese Bilder ab?
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Ich glaube auch, dass es ausreichend viele gibt, die diese schlecht gespielte Show kaufen. Man kann jetzt viele Überlegungen anstellen, wie es soweit kommen konnte. Ich mag das angesicht dieser schamlosen Inszenierung nicht mehr. Es schüttelt mich nur noch vor Ekel.
Vielleicht darf ich an dieser Stelle noch einmal daran erinnern, dass der antirussische Exorzismus keineswegs erst mit dem Krieg in der Ukraine begann. Schon unmittelbar nach dem Anschluss der DDR und dem Ende der Teilung Berlins begannen die Enkel der Schlächter von Ausschwitz mit der Neuordnung. Bei der Zusammenführung der Ehrenbürgerlisten wurde auch Marschall Konew, der mit seinen Truppen das Lager befreite, gestrichen. Er war mit seinen Truppen auch an der Einnahme Berlins beteiligt. Gestrichen wurde er, weil er sich nicht um Berlin verdient gemacht hätte, nichts für die Berliner Bevölkerung getan hat. Das war natürlich in Ordnung. Unter den wenigen tausend Juden, die das Lager lebend verließen, können nur noch wenige Berliner gewesen sein. Wenn überhaupt.
Gestrichen wurden auch die Namen der beiden Soldaten, die die role Fahne auf dem Reichstag hissten. Auch wenn es nachts und nicht wie in dem nachgestellten Propagandafilm am Tag war.
Einer der bei den Männer lebte damals noch, als man ihn strich.
Man konnte den Russen / der SU die Demütigung nicht so einfach durchgehen lassen.
Wie gut, dass wir im im anti faschistischten Deutschland aller Zeiten leben.
Ich lese ja gerne eure Beiträge @Overton und die Kommentare vieler Mitforisten. Gruß an @Altlandrebell an dieser Stelle für seine umfangreichen Posts, das gilt aber auch für viele andere hier, die ich jetzt nicht namentlich aufzählen will.
Aber mal ehrlich… wir haben doch keine Chance?!
Ich versuche seit Jahrzehnten jemanden in meinem Umfeld „für die Sache“ zu gewinnen.
Die Erfolgsquote liegt bei 0. In Worten: Null.
Es ist vollkommen sinnlos. Der Stacheldraht (Pispers) sitzt bombenfest. Ich habe auch immer weniger Lust, selbst etwas zu schreiben oder mit Leuten zu diskutieren. Man fängt im Prinzip jedes Mal von vorne an, und das macht einen echt depressiv. Zumal die gesellschaftlich induzierte Deprivation immer schwerer zu ertragen ist. Bin jetzt auch nicht mehr der Allerjüngste.
Was soll man tun? Wie packt ihr das?
Nachdenklicher Gruß vom Narf
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Wie schon mal erwähnt, müssen die herrschende Klasse und die kapitalistischen Strukturen vollends beseitigt werden, um überhaupt nur die Voraussetzung zu schaffen ein friedliches Miteinander sicherzustellen.
Die werden uns, in bewehrter Salamitaktik, alles nehmen, krank machen, krank halten und töten, das ist der Plan der herrschenden Klasse, weltweit und damit meine ich nicht den 3.Weltkrieg, der auch noch als Option denen zur Auswahl steht.
Entweder das oder ewiges Siechtum, totale Überwachung, Tod, und Sklaverei.
Der Krieg heißt „Reich gegen Arm“ und nicht anders.
Die brauchen uns nicht mehr und sie haben keine Lust die letzten Ressourcen, zukünftig weiter mit uns zu teilen.
Es geht ums Überleben!
Your choice!
Guten Abend Altlandrebell,
da stellt sich doch die Frage: Was würden Sie denn tun, wenn Sie einen Garten hätten oder eine Finca?
Würden Sie sich dann in der Tat darauf zurückziehen?
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Die Roseninsel haben die Italiener auch platt gemacht damals.
Für welche Gesellschaft möchtes du „was tun“ die der Corona Hetze oder die der Bellizisten oder die der Sozialenkälte?
Das einzige was bleibt ist die der Inneren Emigration und Kündigung
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„Für welche Gesellschaft möchtes du “was tun” die der Corona Hetze oder die der Bellizisten oder die der Sozialenkälte?“
Ich kann Ihren Punkt verstehen, die daraus resultierende Weigerung ist menschlich nachvollziehbar (wie du mir, so ich dir!) und dennoch möchte ich auch diese Leute nicht einfach als „böse Arschlöcher“ abtun, denn dann bin ich nicht anders als die. Außerdem halte ich die menschliche Psyche und damit verbunden auch unsere menschlichen Gesellschaften für deutlich komplexer, ein Sachverhalt, dem ein schlichtes und pauschales Aburteilen aller niemals gerecht werden kann.
Zumal ich vor 20 Jahren auch ein anderer Mensch war als heute: Ich hab mich damals auch fast nur um mich selbst geschert und habe mit Freu(n)den konsumiert, was die Geldbörse her gab. Sollte ich also diese Maßstäbe auf jeden Menschen anwenden, gleich seines Alters, seiner Herkunft oder seiner Biographie, ohne Hoffnung darauf, dass Menschen zum Lernen imstande sind? Dann bleibt eigentlich nur der Strick.
Ebenso wie viele nicht aus dem System raus können, so ist es Menschen wie mir nicht möglich, wieder dort rein zu wollen. Eine Frage des freien Willens vielleicht auch? Ich bezweifle oft, ob es den wirklich gibt.
„Das einzige was bleibt ist die der Inneren Emigration und Kündigung.“
Dieser Gedanke war Ausgangspunkt meines ersten Kommentars, denn in letzter Zeit überfällt mich vermehrt Resignation, die bisweilen in Suizidgedanken umschlägt. Aber damit möchte ich mich nicht abfinden, denn wir Menschen sind soziale Wesen. Wir BRAUCHEN einander, und das nicht nur in wirtschaftlichen Fragen.
Es muss doch noch einen dritten Weg geben als nur die Wahl zwischen Kapitulation und Kollaboration?!
Grüße vom Narf
Als Anarchist hat man es da weit besser, denn man hat keine Erwartungen. Weder an die Gegenwart, noch an die Zukunft. „You are alone, kid, always have been.“ singt sogar eine Taylor Swift.
Es gibt KEINE Staats- oder Gesellschafstform die postiv zum Einsteigen motivieren könnte. Wir sind im Grunde noch immer bei Stirner.
Was? Ihr ruiniert die Wirtzschaft? Was? Ihr seid, wenn „nötig“, sogar bereit für einen Atomkrieg?
Na, dann macht mal schön… und Tschüss!
das ist die Büchse der pandora, Verdummung durch Hoffnung!
@DasNarf:
Ergeht mir ähnlich. Auch die Kommentare hier drehen sich im Kreis und ermüden
mich. Okay, der Kapitalismus ist an allem schuld und muss weg (@Altlandrebell). Ja, die kapitalistischen Eliten wollen uns alle töten, darum müssen sie getötet werden (@Panicman). Ich sehe in solchen repetitiven Denkfiguren nichts anderes als Ratlosigkeit, Verdruss und Lebensmüdigkeit. Sie sind kraftlos und ändern NJCHTS am Lauf der Dinge. Somit komme ich zum Schluss. dass der Debattenraum hier genau genommen ein Therapieraum ist, der die Gefangenschaft in nihilistischen Denkfiguren erträglicher macht – frei nach dem Motto: Geteiltes Leid, halbes Leid.
Die Mächtigen haben gegen solche Therapieräume offenbar nichts einzuwenden. Sie stören nicht.
„Die Mächtigen haben gegen solche Therapieräume offenbar nichts einzuwenden. Sie stören nicht.“
Und warum wurden viel von Telepolis rausgeschmissen, wenn Sie nicht stören?
Das ist wohl der private Kreuzzug von Neuber. Wie alle Kreuzzügler ist auch der so ein bisschen arg, äh: religiös. Wer im Glauben fest steht an die Richtigkeit der eigenen Sache, der kommt auf solche Ideen.
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So ist es. Ich kenne das SPON-Forum noch als einen Ort, der dem hiesigen gar nicht so unähnlich war.
Die Schließung der Debattenräume hatte und hat aber auch viel mit dem aktuellen Finanzierungsmodell zu tun. Hier sind wir wieder beim guten, alten Kapitalismus.
Einfach erklärt:
Heutige Medien finanzieren sich über Paywalls. Die ganze „Plus“-Seuche, die inzwischen gang und gäbe ist.
Was liegt also näher, als die Forumsteilnahme ebenfalls an ein Abonnement zu koppeln, um den Marktwert des Abos zu erhöhen?
Nur die zahlende Elite darf jetzt noch diskutieren, schön unter sich, der Pöbel bleibt draußen.
Was das alles mit @Panicman zu tun hat, und warum er Recht hat, wenn er sagt, dass „die“ uns alles nehmen werden, erkläre ich ein anderes Mal.
Liebe Grüße
Ach ja, das dFc oder wie es hieß. Nicht vergessen habe ich die dortigen Wadenbeißerinnen und Wadenbeißer, die MAGDA bspw.! Die mit dem Anti-Jebsen-Hexenhammer, geradezu eine wandelnde Bluthundestaffel. Oder ein gewisser Saul Rednow, obwohl sowas wie der wie üblich selbsterkorene Chef-Troll irgendwann dann aber wohl, wie gut informierte Kreise mir zu stecken müssen glaubten, mal kurzfristig zurück ins Mutterhaus nach Tel A. berufen.
Es galt grundsätzlich , ab und an „bellte die Karawanen-Bubble, die Hunde zogen trotzdem weiter, nach getaner Arbeit“. So manch ein blogwart ließ die Rolläden runter, ge- und entnervt oder doch wg. diskreter Hinweise und Empfehlungen? Der „altemannb.“ (sein ursprünglich durchaus brauchbar, zum Ende unerträgliuch eingebläut). Beim PS-Projekt von DOC ging es ähnlich ab. Kaum war es dicht, war dann schon gleich die „reloaded version“ fällig. „Man“ könnte Spiegel-Bestseller schreiben. Von den SpOns, WOns und ZOns gäbe es auch reichliches zu vermelden, aber wen juckt das heute noch. Mich nicht!
Na ja, da ist was dran, aber ganz so weit würde ich nicht gehen. Tatsache ist aber doch, dass wir derzeit nicht gerade in revolutionären Zeiten leben. Andere haben ja schon geschrieben, was ich auch so erlebe: Wenn man auf die Missstände und mögliche Abhilfen zu sprechen kommt, dann wird bestenfalls abgewunken, wenn nicht gar aggressiv reagiert. Man will es einfach nicht wahrhaben, mit Betonung auf will nicht.
Noch(!) sind wir hier der stark privilegierte Teil der Weltbevölkerung. Wir sind satt und bestens mit Unterhaltungs-Blingbling versorgt. Warum also aufregen?
Die Wende wird nicht von unseren Kreisen eingeleitet werden. Der Druck ist anderswo sehr viel größer auf der Welt, nämlich da, wo wir uns seit Jahrhunderten satt machen auf Kosten der dort lebenden Artgenossen.
Uns hier bleibt nur, so gut es geht auf die vorhandenen Missstände und deren Ursachen hinzuweisen.
Diese Ursachen liegen nicht in der Existenz einzelner Personen, also nicht in Gates, Soros, Zuckerdings, Musk, Weidel, Scholz, Merz oder wem auch immer. Auch nicht bei den Juden, den „Zigeunern“, den Russen, den Amis, den Finanzheinis oder was weiß ich. Noch nicht einmal bei den Radfahrern (meinen persönlichen Lieblings-Hassobjekten).
Die Ursachen liegen im systemisch bedingten Fortschreiten unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, also dem, was z.B. Mumford „die Megamaschine“ getauft hat, um auszudrücken, dass dieses System unbeirrt seiner eigenen Dynamik folgt. Diese Ursachen müssen benannt und verstanden werden, was derzeit hierzulande nicht einmal „den Linken“ zu gelingen scheint.
So lange, wie ich diese systemischen Ursachen nicht verstehe, so lange stecke ich in der „Rechts-Falle“, auch als selbstmeinender Linker. So lange lande ich immer wieder bei Personen(gruppen) denen ich die Schuld zuschiebe für etwas, wofür sie in Wahrheit nur ein Symptom sind.
Immer wieder mein Buchtipp für das Verständnis dafür, was ich meine: Fabian Scheidler: Das Ende der Megamaschine. Ein wirklich guter Einstieg.
„den Radfahrern (meinen persönlichen Lieblings-Hassobjekten)“
Meine Worte. Ohne Radfahrer wäre die Welt perfekt.
„Diese Ursachen müssen benannt und verstanden werden, was derzeit hierzulande nicht einmal „den Linken“ zu gelingen scheint.“
Liegt der Erfolg der „Megamaschine“ wirklich am mangelnden Verständnis? Ich bin im Gegenteil überzeugt, dass die große Mehrheit der Menschen sehr gut versteht oder zumindest ahnt, warum es den Reichen gut geht und den anderen weniger gut, warum es die Vermögenden besser im Leben haben als die Proleten. Ist dieses Verständnis nicht der Grund, warum alle reich werden wollen (vielleicht mit Ausnahme von @Altlandrebell und @Panicman)? Die Mehrheit der Menschen versteht auch, dass es sich als Prolet besser lebt, wenn man sich im System anpasst und sich nicht in die Angelegenheiten der Reichen einmischt. Wer ein freches Maul hat und die Faust zur Revolution hebt, landet in der Regel auf der Straße, im Knast oder in der Klapse. Menschen wollen Familien gründen und zur Gesellschaft gehören. Mein Punkt ist: Es ist eine verständnisbasierte Entscheidung, Teil der „Megamaschine“ zu sein, weil sie die Komfortzone bietet, die man für sein passables Spießerleben braucht. Die Opposition gegen die „Megamaschine“ bietet vielleicht mehr Selbstachtung, ansonsten aber nur Chaos, Randständigkeit und Einsamkeit.
„Es ist eine verständnisbasierte Entscheidung, Teil der “Megamaschine” zu sein, weil sie die Komfortzone bietet“
Dafür braucht es keine irgendwie geartete Entscheidung, denn das ist bereits mit der Geburt entschieden, nämlich Teil einer reichen Gesellschaft zu sein. Eine Entscheidung treffen müssen Menschen aus armen Ländern, die in reiche Gesellschaften migrieren wollen. Auch die armen Osteuropäer hatten sich „entschieden“ Teil der reichen EU zu werden. Und die nach dem Krieg armen Westeuropäer hatten sich (wohl eher zwangsweise) „entschieden“ Teil der von den reichen USA geführten antikommunistischen Allianz zu werden. Hinter all diesen Entscheidungen wirkt immer ein einfaches Prinzip: Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Oder auch: das Sein bestimmt das Bewusstsein, die jeweiligen Umstände bestimmen die Art des Denkens.
Nicht vergessen sollte man, dass es sich im reichen Westen um Klassengesellschaften handelt, wo nicht alle in der „Komfortzone“ leben. Aber da ja in der liberalen Demokratie jeder seinen Glückes Schmied ist, ist auch jeder für sich selbst verantwortlich, so die Argumentation der Wohlhabenden, die möglichst alle glauben sollen. Und dieser Glauben ist auch weit verbreitet, der Logik folgend im wohlhabenden Westen mehr als im armen Osten.
Sie haben beide nicht unrecht.
Wieviel Entscheidungsmacht hat die einzelne Person in menschlichen Gesellschaften denn überhaupt? Vor allem, wenn man die globalisierte Welt als EINE Gesellschaft, respektive als EINEN Markt betrachtet, was sie genau genommen ist. Spätestens, seit ich mit dem Smartphone in jedes Land gucken kann, und es Schleuser gibt, die ihrerseits wieder ihren Lebensunterhalt bestreiten, indem sie mich als Menschen irgendwo hin schicken, wo mich ein besseres Leben erwartet.
Können Wirtschaftsflüchtlinge (ein schrecklicher Begriff, aber man weiß, was damit gemeint ist) mehr entscheiden als wir hierzulande?
Beiden Motiven immanent ist der Systemzwang: Man braucht halt Geld zum Leben, also geht man dahin, wo man am ehesten welches bekommt, und tut das, womit man welches bekommt. Die eigentliche Beschränkung ist nicht eine wie auch immer geartete Entscheidung, sondern die Möglichkeiten, die dem Individuum überhaupt zur Verfügung stehen. Darin drückt sich die Machtlosigkeit unsereins aus, was uns hintenrum als Chance zur Eigeninitiative verkauft werden soll.
Vom Tellerwäscher zum Geschirrspüler.
Also „Tod allen Radfahrern“ und hat den 🐟! 😉
Es gibt zwei Kategorien von Radfahrern (und innen 😉): die mit Führerschein & langjähriger (Auto,LKW) Fahrpraxis und die ‚ohne‘.
Radfahrer ‚ohne‘ nerven mich als Rad- und Autofahrer quasi zu gleichen Teilen.
Radfahrern ‚ohne‘ fehlt eine wichtige Perspektive; die Perspektive eines gegen Radler und Fußgänger gut abgeschirmten und geschützten Auto- und LKW-Fahrers (Rüstung hilft beim Drängeln). Insofern unterschätzen sie beständig die Gefahr und bringen nicht nur sich, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer in gefährliche Situationen, ohne es absichtlich ‚zu wollen‘. Schweißausbrüche der Autofahrer nach erfolgreicher Notbremsung zeugen davon 😰.
Radfahrer ‚ohne‘, jedoch mit Haltung (!) sind die allerschlimmsten, sie versuchen als Mücke einem Elefanten den Weg zu weisen 💀.
Radfahrer ‚mit‘ fahren defensiv & vorausschauend, nichtsdestotrotz schnell & sicher; und: so seltsam das klingt, unsichtbar für Autofahrer.
Mich als Profi-Fahrradfahrer habt ihr Autofahrer noch nie ‚gesehen‘ 😉
Mit freundlichen Grüßen
Euer Fahrradheini
(Dreijähriger Fahrradkurierprofi Mitte der 90er Jahre in Berlin … (Moskitos Fahrradkurier GmbH), über 20 Jahre ausschließlich per Rad unterwegs; – keinen Unfall, keinen Ärger, keine Schramme …)
Kapitalismus ist die Ursache.
Der Rest ist Wirkung.
Aber, um das Problem zu beseitigen, müssen die Eigentumsverhältnisse neu definiert werde und dazu muss die herrschende Klasse enteignet und eingesperrt werden!
Das sehe ich genau so, mit der Betonung auf: „dass dieses System unbeirrt seiner eigenen Dynamik folgt“. Denn es ist in der Tat mittlerweile ein Selbstläufer. Zwar von Menschen erdacht und initiiert, aber mittlerweile weiß kein Mensch mehr so richtig wie man es aufhalten kann. Es ist des Menschen Kontrolle entglitten. Es ist wie eine Lokomotive an der die Bremse zerbrochen ist und die anscheinend nur noch durch das Streckenende und den nächsten Fels oder den nächsten Abgrund gestoppt werden kann, mit all dem Schlimmen was darauf folgt.
PS: Was kann man nur gegen Radfahrer haben? Gibt es nicht bei jeden Verkehrsmittel einen Haufen Idioten, sogar bei den Fußgängern?
Nein, nein, nein, nein, Radfahrer sind per se an allem Schuld!
Diese Erkenntnis, lasse ich mir in meinem langem intellektuellen Dasein, auch nicht mehr nehmen.
Das darf auch nicht hinterfragt werden!!! 😉
Das gilt aber auch nur für die, die freiwillig einen Helm tragen.
Die anderen sind voll okay. 🙂
Gut beobachtet, Monsieur , aber die Taglichtfahrer sollten dabei nicht vergessen werden… 😉
Ja, das sind tatsächlich nicht die größten Leuchten. 😀
Ich bin ziemlich begeisterter Fußgänger und bewege mich üblicherweise als solcher durch meine Stadt. Versuchen Sie mal, den Standpunkt eines zu Fuß gehenden Stadtbewohners einzunehmen. Wenn’s Ihnen in der Fußgängerzone das Toupet vom Kopf weht, weil so ein Sportsfreund mit Affenzahn im Mini-Abstand an Ihnen vorbeiprescht und Sie ihn nicht einmal gehört haben, als er von hinten angebrettert kam.
Meine entsprechende Bemerkung war hier aber eher scherzhaft gemeint. Bezüglich des hier verhandelten Themas haben Radfahrer eine eher untergeordnete Relevanz. 🚳
Den besten Satz hörte ich einst von einer Bäuerin (neudeutsch: Landwirtin), als wir gerade an ihrem Haus vorbei liefen. Durch ihren Hof führt ein geteilter Fuß- und Radweg. Sie war gerade mit einem ihrer Pferde beschäftigt.
Von hinten kam ein Radfahrer angerast, so ein typischer, hechelnder Spacko in werbebedruckter Funktionskleidung mit strammen Waden, die wie eingenähte Tennisbälle aussehen, und klingelte uns wild von der Bahn.
Die Frau schrie ihm hinterher: „Bremse, net klingle!“
Fand ich gut, und das sagte ich ihr auch.
Da ich selbst ein eher entspannter Radfahrer bin, kann ich aber bestätigen: Es gibt auch vernünftige, die nicht den eigenen und den fremden Kopf und Kragen riskieren, bloß um noch ein paar Millisekunden für die persönliche Bestzeit heraus zu holen.
@umbhaki:
naja, wie schon gesagt Raser und Drängler gibt es zu Hauf auch unter Autofahrern, nur kommen die eher selten auf die Fußwege.
Ich weiß nicht wie es in Berlin, Köln oder Frankfurt ist (wo es wohl ein recht hohe Fahrraddichte gibt), aber hier in Aachen wird man in der Regel als Fußgänger nicht von Fahrradfahrern belästigt.
Von hinten heranbrettern und dann knapp überholen – das mache ich zwar nicht, aber es ist trotzdem oft die bessere und sicherere Taktik als vorher noch zu klingeln, denn A: hören das viele der deutlich Älteren schon nichte mehr, oder B: erschrecken sich die Fußgänger und machen dann unvorhersehbare Seitwärtsbewegungen.
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@Altlandrebell:
1) Wir befinden uns hier auch in einem Milieu. Man kommentiert nicht bei Overton, wenn man im Herzen kein Rebell ist (Ausnahmen bestätigen die Regel). Sie sagen ja selbst, dass die Systemkritiker ihr letztes Refugium in den Alterativmedien gefunden haben. Wer also im Overton den Widerstand besingt, singt im Chor von Gleichgesinnten. Das Problem: Die normopathische Gegenwartsgesellschaft sitzt nicht im Publikum. Der Widerstand verhallt ungehört. Das hat @DasNarf und mich nachdenklich gemacht …
2) Im Garten im Liegestuhl hockend Barrolo zu schlürfen, kann nur kraftspendend sein. Ist jedem zu empfehlen!
3) Sie haben recht: Widerspruch und Widerstand können für das persönliche Glück hilfreich sein. Ich würde jedoch davon abraten, sein Glück vom System abhängig zu machen. Man kann sein Glück nur in einer Umgebung finden, die man gestalten und verändern kann. Am besten fängt man bei sich selbst an. Also z.B. im Garten im Liegestuhl mit einer Flasche Barrolo … Das hat nichts mit Resignation zu tun, aber viel mit Weisheit. Probieren Sies aus!
4) Warum alle reich sein wollen? Schauen Sie doch mal ein paar Folgen der ZDF-Serie „Bares für Rares“ – und gucken Sie auf die Gesichter, wenn es um die Schätzungen und die erzielten Verkaufspreise geht. Wenn Geld nicht glücklich macht, fresse ich einen Besen!
5) Genosse @Panicman langweilt und ermüdet mich am meisten. Ich kann mit seinen Paranoia-Textbausteinen nichts anfangen. Widerstand kann auch entsetzlich plump sein.
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Zum Thema Glück:
Um unglücklichsten erscheinen mir stets die Menschen, die wohlhabend sind. Die jammern nämlich am meisten und sind in der Regel geizig. Sie haben auch am meisten zu verlieren, und das kann durchaus schlaflose Nächte bereiten. Verlustangst ist ein ständiger Wegbegleiter.
Von der vielen Zeit, die notwendig ist, um das Eigentum vor Einbruch, Beschädigung oder Entwendung zu sichern, zu verwalten, zu vermehren und zu pflegen mal ganz abgesehen. Wem das bewusst wird, der läuft Gefahr, die Sinnhaftigkeit dieses Tuns ernsthaft in Frage zu stellen. Deshalb wird das instinktiv vermieden.
Für Marx war die „disposable time“, also die Freizeit, der wahre Reichtum einer Gesellschaft. Komischerweise sorgt der Kapitalismus trotz seiner immensen Effizienzsteigerungen nicht für eine Entlastung und damit mehr Freizeit. Woran das wohl liegt? Rhetorische Frage. 😉
Aus der hinduistischen Lehre, der Advaita Vedanta, kann man folgende Erkenntnisse entnehmen:
Wenn das Glück in einem Ding enthalten wäre, wenn es also eine implizite Eigenschaft dieses Dinges wäre, würde dieses Ding jeden Menschen glücklich machen müssen. Dem ist nicht so. Der eine isst lieber Schokolade, der andere ein Schnitzel und ein Dritter macht sich nicht viel aus Essen. Ich mache mir zum Beispiel nicht viel aus Geld.
Daraus lässt sich schlussfolgern, dass das Glück bereits in dir wohnt. Das Glück verheißende Ding ist nur ein Auslöser, ein gesellschaftlich konditionierter Trigger. Man kann lernen, grundlos glücklich zu sein, wenn man verstanden hat, dass man diesen Trigger gar nicht benötigt.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Erkenntnis, dass Realität kein Zustand ist, den man festhalten kann. Alles was du hörst oder siehst, ist nur eine flüchtige Erfahrung, für die es ein Vehikel braucht, zB Augen und Ohren. Mit anderen Worten: eine Illusion deines Körpers und deines Bewusstseins. Wer meint, durch Illusionen Glück erfahren zu können, und sie in einer Welt, die dem stetigen Wandel, dem permanenten Fluss der Veränderung unterliegt, „besitzen“ oder „konservieren“ zu können, ist auf dem direkten Weg ins Unglück. Denn du wirst grundsätzlich immer mehr verlieren, als du behalten könntest. Alles was bleibt, sind Erinnerungen, und auch diese verblassen und sind letztlich nur ein Trugbild, eine Lüge. Das Loslassen macht frei. Das Loslassen können macht glücklich. Das Streben nach Glück, vor allem nach extrinsisch motiviertem Glück, macht unglücklich.
Ein anderer, artverwandter Ansatz ist ebenfalls ein phänomenologischer: Unsere Gesellschaft ist defizitär geprägt. Wir unterteilen in „gutes“ und „schlechtes“, in Glück und Unglück. Beides ist klar definiert und voneinander abgegrenzt.
Wer gesund ist, darf glücklich sein, wer krank ist, muss unglücklich sein. Wer reich ist, darf glücklich sein, wer arm ist, muss unglücklich sein und so weiter. Der normative Imperativ eben.
Wenn man es schafft, sich von diesen dialektischen Polen zu lösen, kann man sogar erkältet mit einem Grinsen im Bett liegen und auch aus vermeintlich negativen Dingen etwas Sinnhaftes schöpfen: Das einmalige Privileg, individuelle und einzigartige Erfahrungen machen zu dürfen, welches nur den Lebewesen vergönnt ist. Wenn du dem Tod ins Gesicht lachen kannst, verliert er seine Macht über dich. Wenn du meinst, gezählte Lebensjahre oder angesammelten Reichtum, also Quantität mit qualitativem Glück gleich setzen zu können, wird der Tod dich am Ende auslachen.
Nur mal so als Denkanstöße. Jetzt muss ich dringend ins Bett, sonst schreibe ich noch mehr Blödsinn.
Gute Nacht!
Ne das war kein Blödsinn. Mir hat es sehr gefallen, Narf, auch der Marc Aurel, mit dem Tod, der jeden von uns anlächelt und wo das einzige was uns bleibt das zurücklächeln ist.
„Für Marx war die “disposable time”, also die Freizeit, der wahre Reichtum einer Gesellschaft. Komischerweise sorgt der Kapitalismus trotz seiner immensen Effizienzsteigerungen nicht für eine Entlastung und damit mehr Freizeit. Woran das wohl liegt? Rhetorische Frage. 😉 “
ich machs mal „philosophisch“ : in der freizeit arbeite ich am effizientesten -absolut entlastend! :yes:
(das is die sache mit dem garten und mit „sozialen wesen“…wunderbar, daß es davon so viele „un-menschliche“ gibt….)
=
weg mit der lohnarbeit!
.
Na, denn wieder Nachtarbeit…mit dem Mausrad? 😉
Schade, hätte mir etwas mehr Unterstützung erhofft, als den Hinweis mich auf die Ignoreliste zu setzen.
Danke für nichts…
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@Altlandrebell:
Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte zwischen den Positionen. Weder der eigene Wille noch das System entscheiden exklusiv über die Lebensqualität und das biografische Schicksal. Entscheidend scheint mir vor allem die individuelle Fähigkeit, aus dem, was ist, das Beste zu machen. Mit „das Beste“ meine ich nicht die Veredelung der bürgerlichen Existenz, sondern das persönliche Wohlbefinden, das „Mit-sich-im-Reinen-Sein“, Lebensfreude.
Widerstand setzt einen starken Willen voraus. Wer dem System widersprechen und widerstehen will, muss an die eigenen Kräfte, an sich selbst glauben. Der eigene Wille ist immer die zentrale biografische Gestaltungsmacht, unabhängig vom System. Man kann auch WOLLEN, einer Konfrontation mit dem System aus dem Weg zu gehen – was nicht heisst, dass man sich ihm unterwirft. Es bedeutet lediglich, dass man seine Kräfte anderweitig einsetzt. Es gibt 1000 Möglichkeiten, seine Kräfte nach persönlichen Interessen einzusetzen und dafür Lebensfreude zu ernten. Das Geschäft der Revolution absorbiert so viel Energie – und welche Lebensfreude resultiert daraus? Widerstand gegen den globalisierten Kapitalismua ist eine Lebensaufgabe ohne Happy End, zumindest in meiner Vorstellung. Man lebt nur einmal und das nicht allzu lange, darum sollte man jede Chance nutzen, aus dem, was ist, das Beste zu machen. Was aus dem System wird, hat niemand in der Hand, der keine Macht hat.
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Danke für die eloquente Standpauke, werter
Altlandrebell. Wenn ich zu der Sorte Mitmenschen gehören würde, die Sie als „recht gefährlich“ einstufen, würde ich mich kaum im Overton aufhalten. Mit dieser Zuordnung schießen Sie daneben.
Ihr Plädoyer für aktiven Widerstand gegen das System finde ich richtig gut. Wenn sich genug Individuen finden, die sich Ihrer Meinung anschließen, wird das System irgendwann von Grund auf erneuert, vielleicht blutig, vielleicht friedlich.
Solange es die Mehrheit der Bürger vorzieht, den Besitzstand zu wahren, bleibt das System mit all seinen Fehlern und Krisen intakt. Widerstand mobilisiert sich in der Regel erst, wenn die Mehrheit der Bürger nichts mehr zu verlieren hat.
Davon ist unsere Gesellschaft noch meilenweit entfernt. Darum ziehe ich es vor, mein privates Habitat zu verschönern und mein Leben zu genießen, so gut es geht. Manchmal lese ich auch Kommentare von @Altlandrebell und @Panicman, wobei es mich zuweilen juckt, ihnen zu widersprechen. Das ist auch Teil meines vergnüglichen Lebensstils. Chacun à son goût.
@ Prosecco
Omen est nomen
Entkräften sie meinen Einwand, anstatt mir „plumpe Textbausteine“ vorzuwerfen!
„Bares für Rares“ genau das ist das Niveau von dem man ausgehen kann, das dieser Rezipient absolut nichts kapiert hat und sich dazu auch noch lernresistent präsentiert.
Die wollen uns töten, nichts weiter, wer den Schuss seit dem 12.4.2020 (bereits 20Millionen Tote) nicht gehört hat, muss in erst fühlen, wenn sie ihn dann holen kommen.
Geld macht nicht glücklich, (viel) Geld macht, im Sinne von Verfolgungswahn, paranoid.
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Ketzerische Frage: Wenn Geld nicht glücklich macht und der Kapitalismus das Geld von unten nach oben verteilt, wieso wollen denn diejenigen, die kein Geld haben, den Kapitalismus abschaffen? Man kann doch auch ohne Geld glücklich sein, oder nicht …?
Entweder macht Geld glücklich, oder der Kapitalismus ist für das Lebensglück irrelevant!
@ Prosecco:
Diejenigen, die kein Geld haben und den Kapitalismus abschaffen wollen, haben diesen Wunsch ja nicht immer aus den gleichen Gründen.
Sicher es gibt die Neider, die es nicht ertragen, wenn die anderen mehr haben und die deswegen jeder Sache zustimmen, die das ändert.
Es gibt aber auch die, die lieber in einer materiell gerechteren und egalitäreren Gesellschaft leben, die zudem weit weniger umweltzerstörend wäre, weil das einfach schöner und lebensfroher ist.
Diese Leute machen sich nichts aus besonderem Wohlstand.
Und Geld macht oftmals, meistens würde ich fast sagen, ab einer bestimmten, relativ geringen Menge schon, nicht mehr wirklich glücklich. Aber Viele glauben sie müssten sich glücklich schätzen können, wenn sie einen besonders wohlständigen Lebensstil pflegen können.
Die merken oft gar nicht mehr, dass sie nicht wirklich glücklich sind, sondern dass es nur ihr Ego ist, welches sie mit ihrem Wohlstand dahingehend täuschen konnten.
@Two Moon:
Dann ist also nicht das Geld / der Kapitalismus das Problem, sondern die menschliche Gier, die Geltungssucht, der Egoismus, der Neid?
Der Denkfehler von vielen Systemkritikern besteht darin, dass sie davon ausgehen, dass ein anderes System einen anderen Menschen und damit eine andere Gesellschaft produziert. Der Mensch ist eben auch gierig, geltungssüchtig, egoistisch und neidisch in einem System ohne Kapital. Es mag Evidenz geben, welche diese Aussage relativiert, aber sie wäre definitiv schwach. Geld und Kapital sind nur Werkzeuge. Menschen entscheiden, was sie damit anfangen. Und so lange Menschen Menschen sind, so lange werden sie damit Gutes und Schlechtes tun, wie mit allen Werkzeugen. Wer den Kapitalismus abschaffen will, schafft nur ein Werkzeug sb. Der Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen bleibt bestehen. Darum haben die meisten Revolutionen nur die Systemfassaden verändert, aber nie den Systemkern. Der Systemkern ist der unvollkommene Mensch, der das System nutzt, um für sich möglichst viele Vorteile herauszuschinden. Daher meine Konklusion: Revolutionen sind Druidentee. Es gibt nur ein System, das nachhaltige Veränderungen hervorbringt: die Evolution.
@Prosecco:
Bei „Revolutionen sind Druidentee“ stimme ich dir zu.
Evolution ist definitiv erfolgversprechender. Manchmal gibt es aber auch Systeme, die sind so innerlich faul, so ausgehölt sind, dass sie auf einmal von alleine kollabieren (siehe das Assad-System). Da braucht es dann keine Revolution mehr – was natürlich nicht immer heißt, dass es danach besser wird (siehe wiederum Syrien).
Doch, Geld und Kapitalismus sind auch Teil des Problems, großer Teil des Problems.
Im Kapitalismus ist das Geld zum obersten Ziel, quasi zu einem Ideal erhoben, dass man anstreben muss – und zwar über seinen eigentlichen Nutzen als Mittel für eine halbwegs angenehme und gesicherte Lebensführung hinaus. Es ist eine vollkommen abstrakte Überhöhung. Und somit bleibt Kapitalismus ein riesen Problem, weil es zu einem quasi nutz- und sinnlosen Ziel zwingt, weil die kapitalistische Mechanik so oder so die ganze Welt in massive Übernutzung und Umweltzerstörung zwingt und weil sie die Menschen schon von klein auf (@ Altlandrebell beschreibt das immer sehr gut) auf grausame Weise psychisch deformiert. Die kapitalistischen „Sachzwänge“ machen auf kurz oder lang alles nieder. Zähmen kann man dieses Monster nur teil- und zeitweise, aber am Ende geht die Zerstörung weiter.
Wo ich dir aber wiederum zustimme ist, dass ich auch nicht glaube, dass der Kapitalismus an allem schuld ist. Und dass, gelänge es ihn abzuschaffen, die Probleme der Welt ganz schnell gelöst wären.
Es ist nicht nur das System, denn Menschen haben es ja irgendwann initiiert und das hatte ja Gründe. So gesehen müsste sich also auch der Mensch erst ändern, bevor das System wieder abgeschafft werden kann, bevor – so glaube ich – man überhaupt erst den Weg erkennen kann wie man dieses mönströse System ändern kann ohne kastastrophale Zusammenbrüche zu erzeugen.
Menschen müssen zuerst in sich etwas Neues entdecken, eine neue Möglichkeit, dann kann es auch mit einer Systemabschaffung/änderung funktionieren.
Gier, Neid, Geltungssucht usw. sehe ich nicht so sehr wie du als gesetzte, negative Konstanten im menschlichen Wesen. Klar ihre Existenz wird nicht so einfach verschwinden, doch durch einen anderen gesellschaftlichen Umgang damit, können diese tendeziell negativen Eigenschaften einen Großteil ihrer negativen Wirkung verlieren.
@Two Moon:
Ich will die Exzesse des Kapitalismus nicht kleinreden oder gar verteidigen. Ich betone auch immer wieder, dass es Kapitalismus in Reinkultur gar nicht gibt. Eine Gesellschaft ist viel mehr als Kapitalismus. Einige Bereiche des Alltags sind der kapitalistischen Profitmaximierung auch weitgehend entzogen, z.B. bei Gütern des Gemeinwesens, wo viele Defizite „erwirtschaftet“ werden, die dann durch Steuergelder gedeckt werden (Schulen, Infrastruktur, Gesundheitswesen etc.). Hier wird immer vom Brutalo-Kapitalismus gesprochen, dabei sind alle westlichen Systeme in der Regel hybrid.
Es ist auch nicht so, dass jedes Unternehmen nur der Profitmaximierung gewidmet ist. Es gibt auch Unternehmen, die selbstkostendeckend arbeiten (NPOs), oder Familienbetriebe, wo die Stabilität und nicht das Wachstum im Vordergrund steht. Auch das ist Teil des Kapitalismus. Und so weiter.
Mir ist die pauschale Verteufelung des Systems zu billig. Das System ernährt Millionen von mehr oder weniger zufriedenen Menschen, und viele von ihnen genießen einen gewissen Wohlstand. Das System ist nicht die totale Hölle, wie sie von @Altlandrebell und @Panicman so wortreich dargestellt wird. Diese Herren wollen partout nicht wahrhaben, dass das System auch angenehme und vergnügliche Seiten hat, wenn man den Blickwinkel etwas erweitert. Wenn es die nicht gäbe, wäre es längst weg vom Fenster.
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Man könnte meinen, der Autor lebt in einer anderen Welt.
Aber nein, er ist einer von denen, die davon profitieren.
Das ist nämlich die einzige Erklärung die Sinn machen
Der Kapitalismus verändert andauernd, einfach weil er immer dem Mehrwert hinterherläuft.
Daher auch die Stilblüten.
Nur lommt es zyklisch dann immer zu Krieg und Zerstörung, weil der Fall der Profirate eben nur noch mit bpsw, einer Ausbremsung der Wirtschaft zu erreichen ist, wie im Falle der sogenannten Pandemie.
@Altlandrebell:
Ich muss Ihnen etwas Persönliches verraten. Meine Eltern waren Mitglieder einer Sekte, die für sich in Anspruch nahm, die einzige christliche Religionsgemeinschaft zu sein, welche die Bibel richtig auslegt. Diese Sekte praktizierte ihren Glauben sehr rigid. Jede andere Religionsgemeinschaft und alles Weltliche wurde als Satans Werk betrachtet und abgelehnt. Um ihren Glauben zu plausibilisieren, dokumentierten die Sektenmanager fein säuberlich alle Übel der Welt in ihren Publikationen und forderten die Gläubigen und Ungläubigen auf, diese Publikationen auf regelmäßiger Basis zu studieren. Wir mussten uns als Kinder also regelmäßig mit dem Übel der Welt befassen. So entstand mit der Zeit der bleibende Eindruck, dass die Welt nur schlecht sein kann.
Doch ich stellte als Teenager bald einmal fest, dass die schlechte Welt an vielen Stellen gar nicht so schlecht war. Im Gegenteil: Je intensiver ich mich mit der vermeintlich üblen Welt befasste, desto positiver nahm ich sie wahr.
Was ich damit sagen will: Wer in der Welt nur Übles finden will, findet nur Übles. Für meine Eltern war die üble Welt notwendig, um sich im Glauben „richtig“ zu fühlen.
Ich habe irgendwann gemerkt, dass es wichtiger ist, sich gut zu fühlen. Das hat meinen Blick geöffnet und mich mit der Welt versöhnt. Das Sektenleben habe ich ohne Reue hinter mir gelassen.
@ Prosecco:
Also bei diesem Post von dir kann ich dir eigentlich in keinem Punkt zustimmen. Habe des Rebellen Antwort noch nicht gelesen (mache ich gleich). Ich vermute er hat deinen Post schon genügend durch die Mangel gedreht.
Aber hier trotzdem noch ein paar Anmerkungen dazu:
Es gibt nicht DIE Exzesse des Kapitalismus, der Kapitalismus selbst ist der Exzess!
Natürlich waren viele Teile des Alltagslebens lange Zeit nicht oder nur wenig vom Kapitalismus eingenommen. Doch wie die letzten 30 Jahre (zumindest) eindrucksvoll gezeigt haben fräßt sich das System in immer mehr Bereiche des Lebens, selbst in jene, von denen man nie geglaubt hätte, dass es dort einmal auftauchen würde.
„Schulen, Infrastruktur, Gesundheitswesen“ ???
Also wirklich, gerade diese 3 Bereiche werden doch zur Zeit extrem von Kapitalismus erobert! (Die Schulen vor allem, weil sie so umgebaut wurden, dass sie geeignetes Menschenmaterial für das System liefern) Und viele Bereiche mehr ebenfalls.
Aber das sind doch aussterbende Arten! Stück für Stück fressen die großen Konzerne alles oder machen es vollkommen abhängig von sich.
Das „System“, da stimme ich dir einigermaßen zu, hat lange Zeit einen großen Teil der westlichen Gesellschaften halbwegs angenehm leben lassen, aber nur indem eine Riesenhypothek auf die Zukunft aufgenommen worden war und aus zwei anderen Gründen:
1. Weil es noch eine Armutsschicht in den westlichen Staaten für die ganz unangenehmen Aufgaben hatte.
2. Weil es haufenweise Entwicklungsländer und Kolonien gab, die man relativ schrankenlos ausbeuten konnte.
Also natürlich war und ist das System für viele nicht die Hölle. Für einige aber immer schon und für immer mehr mittlerweile schon. Und da die Hypothek auf die Zukunft nicht mehr ausgelöst werden kann, kann es ganz schnell für sehr sehr Viele zur Hölle werden.
Ja-Nein 😀
Nicht das System hat angenehme und vergnügliche Seiten, sondern das Leben selbst. Auch wenn man in der DDR lebte oder wahrscheinlich sogar in Nordkorea und auch, selbst aktuell, im Kongo.
Ein System hat doch keine „vergnügliche“ Seite, das ist keine Fähigkeit eines Systems 😉
So viel erst mal für jetzt.
@ Prosecco:
Jetrzt noch mal kurz zu deiner Antwort an den Rebellen. Etwas schwierig langsam mit der Übersicht hier in diesem Faden.
Wenn man deine Kindheit in einer dem Weltlichen nicht zugeneigten christlichen Sekte berücksichtigt, wird ja sehr schnell verständlich warum du dich einer „Verteufelung“ des Kapitalismus im Ganzen nicht so einfach anschließen kannst, denn für dich hängt Kapitalismus in einem wesentlichen Teil deiner entscheidenden jugendlichen Entwicklungsphase damit zusammen, sich endlich mal an den weltlichen Dinge vergnügen und erfreuen zu können. Das ist bei dir wohl eng mit einem Gefühl der Emazipation verknüpft – und sowas prägt natürlich ungemein.
Aber vielleicht, und das ist jetzt nur eine, möglicherweise fehl gehende, Vermutung von mir, vielleicht sind bei dir die Freude am Weltlichen und am Genuss auf eine Weise mit Kapitalismus verknüpft, die nicht ganz stimmig ist. Wo eine Differenzierung nötig wäre, die du aber aufgrund deiner starken emotionalen Emazipationserfahrung nie gemacht hast.
Logisch aber, dass dich solche, erst mal sehr abstrakte Revolutions-, Anachismus- und Systemsturz-Theorien nicht begeistern können.
Naja, vielleicht täusche ich mich auch und das war jetzt zu flach gedacht. Und ich entschuldige mich schon jetzt, falls ich da zu aufdringlich und zu leichtfertig über deine Psyche referiert habe, die mich ja, zumindest auf diese Distanz, gar nichts angeht.
@ Two Moon:
Du schätzt das schon einigermaßen richtig ein. Der Abschied von der Sekte war ein Akt der Emanzipation. Beim Kapitalismus sehe ich – im Gegensatz zur Mehrheit der Overton-Leser – einfach nicht nur Nachteile.
Auf die Evolution können wir nicht warten!
So ein Quatsch, hört sich an wie bei den Esoterikern und ihren Kristallkindern und den ganzen Bockmist, den die das so seit 3 Dekaden verzapfen.
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@ Altlandrebell:
An ihren richtigen Erläuterungen zu Syrien habe ich nichts auszusetzen, das sehe ich genauso. Mein Spruch zu Syrien war vielleicht ein wenig leichtfertig auf die Schnelle daher gesagt, so dass Sie sich zu ihrer Kritik oder besser gesagt Präszision veranlasst sahen.
„Einfach so“ ist das Assad-System natürlich nicht kollabiert. Aber implodieren kann natürlich nur etwas, was auch schon keinen festen Kern mehr hat. Das Assad-Regime war ja eben auch schon lange nur noch durch eine Art Exoskelett von Russland/Iran usw. gestützt. Als das in großen Teilen wegfiel, kam das Ende „ganz von alleine“.
Das Assad-Regime war nicht unbedingt das Schlimmste in der Region, aber eben schlimm genug, dass es die Bevölkerung nicht mehr genügend hinter sich hatte, um dem Druck stand zu halten. Es war dahingegend wirklich faul und ausgehöhlt. Was immer man auch zu seiner Verteidigung sagen mag. Und es ist ja richtig dass die Lage Syriens schwierig war und das Regime sich daher gezwungen sah brutal zu werden, was es ohne den äußeren Druck so sicher nicht geworden wäre. Das ändert aber nichts daran, dass es so auf Dauer faul werden musste.
Also der Mensch muss sich so ändern (nicht seine Natur!), dass er dem System die Stirn bieten kann. Das kann aber heute niemand, zumindest nicht halbwegs effektiv und daher muss man einen neuen Weg finden, auch vielleicht in ein anderes Bewusstsein hindurchbrechen.
Auch die Gebrochenen habe noch eine Möglichkeit hindurchzubrechen. Die Chance liegt in dem, was ich „die Wildnis“ nenne, in meiner persönlichen Terminologie.
Das System herrscht fast allumfassend, aber eben nur fast. Es gibt diesen Bereich menschlichen Daseins wo man in die Wildnis gehen kann. Damit meine ich nicht die echte Wildnis, Dschungel, Alaska oder so (wobei die durchaus helfen kann), sondern die Wildnis in der eigenen Psyche, wo man sich von den Fesseln der Zivilisation und Gesellschaft lösen kann, aber eben auch deren Schutz(!). Dahin kommt man erst vielleicht durch viele Leiden und auch ist man dann erst einmal quasi vogelfrei. Aber wenn man da ist, dann kann man selbst hier im systemischen Deutschland leben ohne vom System vergewaltigt zu werden. Darin liegt meine Hoffnung.
Und das ist nicht nur herbeifantasiert, sondern basiert auf Erfahrungen, die ich als junger Mann gemacht habe und die mich seither mein ganzes Leben lang antreiben.
Wie ich sehe haben Sie hier schon etwas Ähnliches geschrieben wie ich im Absatz hier drüber (zumindest deute ich es so).
Im Grunde: Ja! Das Neue, was ich meine, hat sicher auch sehr viel mit Altem zu tun, mit Verschüttetem, Unterdrücktem.
Wenn ich darüber nachdenke wie Menschen sein könnten, damit es gut wird, dann schaue ich auch nicht science-fiction-mäßig in die Zukunft, sondern fühle mich spontan von früheren Kulturen und auch heute noch wilden Völkern angezogen. Denn die hatten noch so Vieles, was uns schon lange veloren gegangen und geraubt worden ist. Das taugt mindestens zur Inspiration – aber Entwicklung geht immer nach vorne. Und um die eigene Authentizität wieder zu erlangen, so denke ich, muss man auch neue, unbekannte Wege finden, denn die Bekannten sind verschüttet oder eben so alt, dass sie aus der Zeit gefallen sind.
Leben, auch menschliches Leben, ist immer kreativ, solange es noch irgendwo lebendig ist. Und darin liegt die Chance auch bisher Unbekanntes und nicht für möglich Gehaltenes zu erreichen.
Aber schön, dass Sie mit Ihren Artikeln endlich wieder ein paar Stapelläufe feiern konnten. Freue mich schon darauf sie lesen zu können.
Mein Thema ist Geld, nicht Kapitalismus, da es irrelevant ist, wie man zu (viel) Geld kommt.
Um dieser Thematik gerecht zu werden, müsste ich an dieser Stelle weit ausgreifen, was ich mir aus Gründen (nicht nur mir) erspare.
Also nur kurz:
Viel Geld zu haben (wobei dies relativ zu sehen ist), bedeutet einen beständigen, letzten Endes einen panischen Abwehrkampf gegen alle von außen herangetragenen (gierigen) Wünschen, (maßlosen) Bedürfnissen und (berechtigten wie unberechtigten) Forderungen zu führen.
Angefangen von noch nie gehörten Cousinen 11. Grades aus Patagonien über Freunde und die, die es spontan sind oder werden wollen, über Nachbarn und Dorfbewohner, über Nacht plötzlich mutierte ‚Hungerleider’, über Bürgermeister, Hilfsorganisationen und ehrenamtlich tätige Personen gesellschafts- und sozialpolitischer Vereine bis hinein in den Familienkreis, den engsten und entfernten Familienmitgliedern, alle wollen etwas,- alle wollen nur mein Bestes! – etwas abhaben vom Kuchen.
Hatte nicht letztens schon der eigene Sohn so komisch geguckt, als ich ihm sein neu entdecktes Hobby bezüglich eines Maserati versuchte, auszureden? Hatte er nicht neulich erst, angeblich philosophisch inspirierte Betrachtungen über das Durchschnittsalter angestellt?
Warum wohl verschweigen 99,9% der ‚glücklichen‘ Lotto-Gewinner ihren Millionen € Segen? Einige selbst vor ihrer eigenen Gemahlin und ihren sehr wohlgeratenen Söhnen und Töchtern?
Die beständige Angst, das Geld (wieder) zu verlieren, macht tendenziell paranoid. Und das gilt auch, wenn nicht erst recht, für Milliardäre, da die Fallhöhe mit der Geldmenge wächst.
Es ist natürlich auf die eine Art sehr beruhigend, die hohe Stromrechnung begleichen zu können, aber auf der anderen, sehr beunruhigenden Art auch nur für einen klitzekleinen Augenblick zu spüren, es nicht (mehr) zu können.
–
Meiner bescheidenen Meinung nach ist das große Glück sowieso eine Illusion, und lässt sich weder an materiellen noch ideellen Dingen fest knüpfen (Religionen wie auch Ersatzreligionen sind Illusionen); das Glück besteht darin, lauter kleine Glücksmomente immer wieder und wieder, Tag für Tag neu zu erleben, neu zu fühlen: eine Blume zu betrachten, Kinder zu haben, ein Glas Wein zu genießen etc. Je mehr glückliche Momente, desto glücklicher.
@Dan:
Eine paar amüsante Überlegungen, die ich so vorbehaltlos unterschreiben würde. Da scheint einer im Kontext des Millionärsdaseins aus leidvoller Erfahrung zu sprechen … 😊
Nochmal, ich hatte nie Geld. ich habe meine materiellen Mittel immer in der Grauzone verdient.
Bis auf ein paar Jahre als Testfahrer und Enduroguide im Ausland, kamen meine Mittel durch Spenden von den bessergestellten Mitbürgern oder weil ich das System ausgespielt hatte, auch Arbeitslosenhilfe und Grundsicherung kamen dabei zum Einsatz.
Mehr kann ich hierüber auch, aus verständlichen Grüneden nicht schreiben. 😉
„Tja, bloß ist es eben noch kraftloser nur auf seinem Liegestuhl im Garten zu hocken, am Barrolo zu nippen und zu sagen „Ändern kann ich eh nix, also lass ich es bleiben“. Das ist dann einzig der Gipfel des Nichtändern(wollens). DAS ist Passivität und Ohnmacht in Reinkultur. DAS ist Verdruss und Lebensverneinung. Wer den Widerstand aufgibt, verfällt in Duldungsstarre. Wer den Widerstand aufgibt, stirbt ab.“
Mal wieder der zu erwartende Schwachsinn.
„Ohnmacht“, „Passivität“, „Lebensverneinung“…. wie erbärmlich. Sein Leben an „Kämpfe“, also Phrasendreschen zu verschwenden, DAS ist Lebensverneinung! Und Ausreden erfinden, um den Hintrern nicht bewegen zu müssen. Ihr seid keinen Furz besser als das System und ihr werdert mit mit untergehen.
Wer den Schwachfug eines Widerstandes gegen die Massen-Gesellschaft aufgibt, wer sich weigert Teil der einen oder anderen Seite zu sein, und sich aufmacht in irgendeine andere Welt, der „stirbt ab“ ????
Tot ist der, der permannet denselben, niemals zu gewinnenden Krieg gegen den jeweils augenblicklichen Status Quo kämpfen will, weil er sich dabei gleichzeitig toll und als Opfer fühlen darf. DAS ist nicht win/win, das ist loose/loose.
Nein, Neues anfangen, das hat was mit Leben zu tun! Sogar der alberne Hermann Hesse hat dazi ein grosses Gedicht geschrieben. Sollten einige heir mochmal durchlesen und drüber nachdenken „Hartzer“… sich an den den Rest der vom Staat zur Verfügung gestellten Bequemlichkeit klammern, aber grosse Worte dreschen….
Was euch passiert, das habt ihr euch redlich verdient!
Harte Worte, aber nicht unwahr.
Schon der große Paul Watzlawik sagte sinngemäß: „Wenn Menschen nicht weiter wissen, tun sie entweder MEHR oder WENIGER vom Selben.“
An der Stelle versagen wir Linken ein ums andere Mal.
Grüße vom Narf
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Guten Abend, lieber Rebell!
Verzeihen Sie mir bitte im Voraus, dass ich heute nicht die Zeit und auch nicht die Kraft habe, lange Texte zu schreiben. Ich hab eine lange Nacht und einen stressigen Tag hinter mir.
Daher in Kürze. Was ich aus dem Text heraus lese, sind folgende Stichpunkte:
„Neues anfangen, das hat was mit Leben zu tun!“
Gewalt ist eine Spirale. Die kann man nicht mit weiterer Gewalt brechen. Leben ist schöpferische Kraft. Gewalt ist Zerstörung des Lebens. Ich bin seit vielen Jahren dem Buddhismus/Hinduismus/der Lehre Jesu zugewandt, die in ihrem Kern alle die selbe Botschaft vermitteln, und das bin ich nicht aus religiösen Gründen. Ich bin Agnostiker, aber das nur am Rande. Dass Jesus und Buddha existiert haben, würde ich nicht bezweifeln. Jesus war wohl der berühmteste Linke der Weltgeschichte! Meine hauptsächlichen Beweggründe sind empirischer Natur, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass man ausschließlich mit Verständnis, Vertrauen, in der Verbindung und dem Angebot, Gespräche auf Augenhöhe zu führen, einen Streit dauerhaft beenden kann. Und ich habe sehr viel gestritten und gekämpft in meinem Leben. Ich war so gut darin, dass mich andere Menschen und ich mich selbst vor mir fürchtete!
Wir Linken machen meines Erachtens den Fehler, dass wir keine Alternative zum Kampf anbieten können. Ein Fehler, den meines Erachtens auch Marx machte. Wenn Menschen ans Kämpfen denken, sind sie sofort kognitiv im spieltheoretischen Kampfmodus. Das heißt, sie rechnen sich ihre Chancen aufs Gewinnen bzw. den damit verbundenen Profit aus, vergleichen dies mit dem Opfer, das sie damit riskieren würden, und entscheiden danach, ob sie den Kampf aufnehmen oder nicht. Da kann man auch gleich BWL studieren, damit kommt man leichter und sicherer ans Ziel, nämlich dem kurzfristigen Profit.
Den echten, ultimativen Kampf mit allen Konsequenzen führt kaum ein Linker. Wozu auch? Ich bin der Auffassung, dass viele Menschen intuitiv wissen, was Kämpfen bedeutet, und dass es im Grunde zwecklos ist. Mit Feigheit oder Faulheit hat das also nichts zu tun, eher mit Weisheit.
Daher stimmt das: „Ihr seid keinen Furz besser als das System und ihr werdert mit mit untergehen.“
Auch wenn ich es freundlicher formuliert hätte, und mit weniger Tippfehlern. 😀
Ein Freund von mir sagte mal etwas sehr weises: „Was bleibt uns anderes übrig, als in Konkurrenz zur Konkurrenz zu gehen?“
Über diesen Satz habe ich viele Jahre nachgedacht. Aber was ist denn die Konkurrenz der Konkurrenz? Diese Aussage klingt nach einem Paradoxon. Verstehen muss man darunter die Auflösung der Konkurrenz. Minus mal minus ergibt plus. Was wir brauchen, ist keine Revolution, sondern eine Evolution.
Und das ist für mich der zentrale Punkt. Den Kampf gegen die Mächtigen können wir nicht gewinnen, da wir nur Personen oder Positionen innerhalb dieses Gedankens angreifen würden, die sofort wieder ersetzt würden, und das hat nichts mit Aufgeben oder Resignation zu tun, sondern mit der Erkenntnis, wie Macht funktioniert. Selbst wenn wir gewinnen würden, schafften wir uns dadurch nur neue Feinde, die wiederum uns die Macht streitig machen wollen und werden. Dieser Teufelskreis läuft seit Jahrtausenden und wird stets aufs Neue gefüttert und aufrecht erhalten.
Ihr wollt den Kapitalismus los werden? Dann tut das Gegenteil, was der Kapitalismus verlangt!
Wenn wir „Macht“ abschaffen wollen, müssen wir das Prinzip IN UNS SELBST erkennen und überwinden, nur so wird ein Schuh draus. Nicht mehr mitmachen. Nicht mehr konsumieren. Dem System die Energie entziehen. Das eigene Ego ignorieren. Mit anderen Worten: Etwas Neues schaffen. Etwas, das ganz anders funktioniert. Im Sinne Hegels zum Beispiel bessere Menschen werden, deren Lebensmaxime die Liebe und die Gemeinschaft ist.
Das wäre eine echte EVOLUTION. Das wäre LINKS, so wie ich es verstehe. Wenn wir das nicht schaffen, werden wir den sinnlosen Kampf gegen uns selbst und gegen das Universum noch in 100 Jahren führen. Falls die Menschheit bis dahin nicht zugrunde gegangen ist.
Auch naturwissenschaftlich könnte ich jetzt zahlreiche Argumente anführen, warum der Kampf vermieden werden sollte, aber ich belasse es vorerst dabei.
Ich hoffe, ich konnte zumindest ansatzweise vermitteln, was ich meine.
Schläfrige Grüße vom Narf
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Ich sag es nochmal.
Die herrschende Klasse wird sich NICHT GEWALTLOS die Butter vom Brot nehmen lassen.
Dafür sind sie heutzutage viel zu gut organisiert.
Diese Chance, wenn es sie je gab, haben wir in den 70ern vertan.
Wenn wir denen ihre Reichtum lassen, werden sie weiterhin jeden damit kompromitieren, solange es den Kapitalismus gibt.
Man kann neben dem Kapitalismus keine anderen Strukturen verwirklichen, also wird es auch keine wie immer geartete Evolution geben.
Die werden uns holen kommen, wenn wir denen nicht zuvor kommen!
Zumal wir auch gar nicht die Zeit dazu haben „Jahrhunderte“ zu warten. 😉
Aha. Genosse @Altlandrebell lehnt Gewalt ab. Genosse @Panicman plädiert für Gewalt.
Situation Report: Eine gewaltbereite Widerstandsbewegung mit der kritischen Größe ist weit und breit nicht in Sicht. Eine pazifistische Widerstandsbewegung auch nicht.
Hm.
Es sieht ganz so aus, als müssten sich die Genossen gedulden, bis der Enteignungsprozess der Kapitalisten abgeschlossen ist und das Volk mangels Besitz verhungert. Spätestens dann erledigt sich der Kapitalismus von selbst.
Ein Prosit auf die Revolution!
@DasNarf:
Danke für diesen äusserst charmanten und klugen Kommentar!
Wie heißt es so schön: Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren, aber nichtsdestotrotz kann ich 100%ig nachvollziehen, wenn Menschen in diesem System keine Kraft mehr haben, resignieren und aufgeben.
So stellt sich für mich die Frage nicht: Es gibt starke und schwache Männer, Frauen, Hermaphroditen etc. Was zwischen ihnen allen gilt, ist im Idealfall das von einer Gesellschaft gemeinsam erarbeitete Recht. Ein solches – das ist meine Vermutung – würde nicht zulassen, dass z. B. ein starker Kerl der von sich behauptet eine Frau zu sein, mit dem Ziel eine gut trainierte Frau verdreschen. Deshalb gibt es im Sport Leistungsklassen – auch solche die das Geschlecht als Kriterium heranziehen, Qualifikationsausscheidungen und Schiedsrichter.
Vorausgesetzt, man erklärt sie nicht zum Non plus ultra sind Denkfiguren bei der Etablierung von Regeln sinnvoll und hilfreich. Wer seinem Denken keine Gestalt geben kann, kommt aus dem Meinungsaustausch auch zu keiner Annährung an optimierte Prolemlösungen. Gab mal einen Witz über Sozialpädagogen: „Ichweiß auch nicht, wo der Bahnhof ist, aber schön dass wir darüber gesprochen haben.“
Ich sage nur die Wahrheit, ™1974, die ihr wohl fast alle nicht wahrhaben wollt.
Es ist nichts wie es scheint!
Nichts wurde für das Wohl der Menschheit entwickelt in Gegenteil.
In den „Gen of Funktion“ Laboren wird geforscht, wie man Viren derartig verändern kann um den Gegner auslöschen.
Der Gegner sind aber wir!
Dafür gibt es auf militärischer Ebene Milliarden.
Denen haben wir die Spritzen zu verdanken, die ein Testversuch waren nichts weiter.
Diese so genannte Impfung ist ein versuchter weltweiter Genozid der mindestens 20 Millionen Menschen das Leben gekostet hat und das größte bisherige Verbrechen der gesamten Menschheitsgeschichte!
Die Maßnahmen nicht mitgerechnet.
Moderna war eine Militärfirma.
Die herrschende Klasse wollen uns alle loswerden, nur einen kleinen Teil versklaven, einfach, weil sie uns nicht mehr brauchen.
Nochmal! „DIE WOLLEN UNS TÖTEN“!
@Panicman:
Wen sollen denn die Herrschenden noch ausbeuten, wenn sie nur wenige Sklaven benötigen?
Du als Genosse solltest eigentlich dankbar sein, wenn sie uns alle töten, denn dann wird dem Kapitalismus der Sauerstoff (Beute) entzogen, und er krepiert. Dann herrscht endlich Kommunismus.
(Gibt es eigentlich ein Emoji für Kopfschütteln? Ach ja, hier: 🙂↔️)
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Wie schon erwähnt, brauchen die nur noch einen kleinen Teil von uns um ihn zu versklaven.
Die Ressourcen sind ziemlich am Ende.
Wir, respektive die Menschheit kann sowieso nicht so weitermachen.
Das hat die herrschende Klasse schon ganz richtig analysiert.
Die erwähnte Herrschaftsform wir dem Feudalismus ähneln, so wie sich das schon die ganze Zeit abzeichnet,
Nur, das es halt leinen König oder Kaiser gibt.
Ja, sie haben meine Gedanken gut erfasst. Danke!
Ich meine, es fühlt sich immerhin minimal besser an, zu wissen, dass da draußen wenigstens noch ein paar Menschen sind, die ähnlich ticken, als alleine in der Bude zu verrotten. Auch wenn die Gewissheit schwer wiegt, dass es zuwenige sind, um wirklich etwas zu verändern. So gesehen sind diese Therapieräume (sehr treffender Begriff!) durchaus wertvoll und ich bin dankbar dafür.
Dass wir nicht stören, glaube ich nur zum Teil.
Zum einen ist dieses Forum noch zu unbedeutend. Das wird sich in dem Moment ändern, in dem die Leserschaft plötzlich „viral“ wird, wie man neudeutsch zu sagen pflegt. Ein Schicksal, dem meiner Meinung nach Telepolis erlegen ist (der Hauptteil wird jedoch eher in wirtschaftlichen Gründen zu suchen sein: mit Linken macht man zuwenig Profit).
Zum anderen erfüllen wir sehr wohl einen Zweck für die Mächtigen. Wir sind die, auf die man zeigen kann, an denen man ein Feindbild aufbauen kann. Der Kapitalismus funktioniert nur mit Feindbildern. Das sind wahlweise Ausländer, Kommunisten, Hartzer, Klimarebellen usw, je nach Tageslage. Arschlöcher im Wandschrank, um den guten Herrn Pispers abermals zu bemühen. 😉
„Ich sehe in solchen repetitiven Denkfiguren nichts anderes als Ratlosigkeit, Verdruss und Lebensmüdigkeit. Sie sind kraftlos und ändern NICHTS am Lauf der Dinge.“
Wohl, weil es aktuell gefühlt der Wahrheit entspricht?
Liebe Grüße
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„Der britische Channel 4 hat eine Umfrage über die britische Generation Z, die jetzt 13- bis 27-Jährigen, gemacht, deren Ergebnis beunruhigend ist, aber zum gegenwärtigen Trend nach rechts und starken Figuren und Führern passt. Die junge Generation hat das Vertrauen in die Demokratie und in die herkömmlichen Parteien und Politiker verloren und scheint nach anderen Wegen zu suchen, um bei der Akzeptanz von autoritären Regierungsformen zu landen.“
Ich bezweifele das Ergebnis, sicher wieder eine verlogene Mainstreamumfrage, bei der „rechts“ mit „autoritär“, „links“ dagegen mit „liberal“, „gutmütig“, gar mit „demokratisch“ gleichgesetzt wird. Ich kann den selbstgerechten Blödsinn nicht mehr hören!
Die Menschen wollen einen Wandel! Es findet eine Linksflucht statt! Wollen sie „starke Führer“? Jein, nur insoweit, wie sie diese gegen linke (und migrantische) Übergriffigkeiten brauchen (gegen gleichgeschaltete linksextreme Massenmedien fühlt man sich nämlich reichlich wehrlos, ebenso gegen Messerschwinger und Mafiaclans), in Wirklichkeit wollen sie endlich eine Demokratie, die diesen Namen auch verdient und Medien, die nicht nur einseitige „Narrative“ bewerben, nicht selten mit Verleumdungen, Lügen und Auslassungen…
Wer immer behauptet, „Rechte“ seien autoritär und wollten gleichzeitig aber von starken Persönlichkeiten der Politik dominiert werden, hat nicht alle Tassen im Schrank! Linkes Zwidenken halt…
Da wir leider keine Demokratie haben, die diesen Namen verdient, bleibt ja gar nichts anderes übrig, als die wenigen Kampfsäue der Opposition, die sich nicht der linken Cancelkultur unterworfen haben, zu wählen. Mag ich Trump? Nein! Aber ich würde ihn trotzdem wählen! Genauso geht es mir mit der AfD!
Wären linke Parteien und Medien klug, würden sie Volksabstimmungen einführen, das würde sofort den gesamten Druck aus dem Kessel lassen, aber natürlich viele ihrer weltfremden Projekte und Sichtweisen ebenfalls unter sich begraben… schei** Rudeldenke!
Nochmal: Wahlen bringen nichts. die wollen uns töten!
Der wohlfeile, billige Anti-Trumpismus nervt.
Dass der Mann dazu neigt, Wahlversprechen in die Tat umzusetzen, muss die hiesigen Politiker-Darsteller in Panik versetzen. Sind sie es doch gewohnt, zu Wahlkampfzeiten unbekümmert und ungestraft, das Gegenteil ihrer politischen Praxis zu verkünden, ohne dass sie irgendwer darauf „festzunageln” auch nur versuchte. Dazu wäre freilich ein „vierte Gewalt” nötig, die den Namen verdiente.
Wokeness… Gleichstellung der Frau….. Im Kap. Verwurstungsapperat bewährte politische Mittel der Spaltung um geschaffene Gruppen gegeneinander aufzuhetzen.
Je größer die immanenten Krisen, desto doller und schriller wirds gerieben.
Ein belustigendes aber letztlich sinnbefreites für und wider, wo es doch nur um die besten Plätze unten auf der Galere an den Riemen geht und man sich auf den neuen Mann mit der Peitsche freut.
Ich mach mal neu auf, der Ursprungsthread ist nicht mehr überschaubar:
Mein Thema ist Geld, nicht Kapitalismus, da es irrelevant ist, wie man zu (viel) Geld kommt.
Um dieser Thematik gerecht zu werden, müsste ich an dieser Stelle weit ausgreifen, was ich mir aus Gründen (nicht nur mir) erspare.
Also nur kurz:
Viel Geld zu haben (wobei dies relativ zu sehen ist), bedeutet einen beständigen, letzten Endes einen panischen Abwehrkampf gegen alle von außen herangetragenen (gierigen) Wünschen, (maßlosen) Bedürfnissen und (berechtigten wie unberechtigten) Forderungen zu führen.
Angefangen von noch nie gehörten Cousinen 11. Grades aus Patagonien über Freunde und die, die es spontan sind oder werden wollen, über Nachbarn und Dorfbewohner, über Nacht plötzlich mutierte ‚Hungerleider’, über Bürgermeister, Hilfsorganisationen und ehrenamtlich tätige Personen gesellschafts- und sozialpolitischer Vereine bis hinein in den Familienkreis, den engsten und entfernten Familienmitgliedern, alle wollen etwas,- alle wollen nur mein Bestes! – etwas abhaben vom Kuchen.
Hatte nicht letztens schon der eigene Sohn so komisch geguckt, als ich ihm sein neu entdecktes Hobby bezüglich eines Maserati versuchte, auszureden? Hatte er nicht neulich erst, angeblich philosophisch inspirierte Betrachtungen über das Durchschnittsalter angestellt?
Warum wohl verschweigen 99,9% der ‚glücklichen‘ Lotto-Gewinner ihren Millionen € Segen? Einige selbst vor ihrer eigenen Gemahlin und ihren sehr wohlgeratenen Söhnen und Töchtern?
Die beständige Angst, das Geld (wieder) zu verlieren, macht tendenziell paranoid. Und das gilt auch, wenn nicht erst recht, für Milliardäre, da die Fallhöhe mit der Geldmenge wächst.
Es ist natürlich auf die eine Art sehr beruhigend, die hohe Stromrechnung begleichen zu können, aber auf der anderen, sehr beunruhigenden Art auch nur für einen klitzekleinen Augenblick zu spüren, es nicht (mehr) zu können.
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Meiner bescheidenen Meinung nach ist das große Glück sowieso eine Illusion, und lässt sich weder an materiellen noch ideellen Dingen fest knüpfen (Religionen wie auch Ersatzreligionen sind Illusionen); das Glück besteht darin, lauter kleine Glücksmomente immer wieder und wieder, Tag für Tag neu zu erleben, neu zu fühlen: eine Blume zu betrachten, Kinder zu haben, ein Glas Wein zu genießen etc. Je mehr glückliche Momente, desto glücklicher.