Gedenken und Anti-Gedenken

Screenshot von der Videodokumentation der „Gemeinsamen israelisch-palästinensischen Gedenkzeremonie“.

In Israel fand diese Woche die 2006 ins Leben gerufene „Gemeinsame israelisch-palästinensische Gedenkzeremonie” statt. Ein Hoffnungsschimmer?

Zwischen dem Pessach-Fest und dem Unabhängigkeitstag gibt es in Israel zwei Gedenktage – den Holocaust-Gedenktag und den Gedenktag für die gefallenen Soldaten. Es ist schon in der Vergangenheit von unterschiedlichen Autoren behauptet worden, dass die Abfolge von Pessach-Fest, Holocaust-Gedenken, Soldaten-Gedenken und Unabhängigkeitstag ein bewusst konstruiertes Narrativ bildet.

Pessach ist das Fest zum Andenken an den biblischen Exodus der Israeliten aus Ägypten, dem Land, in dem sie als Sklaven lebten und von Moses, mit Gottes Hilfe, durch die Sinai-Wüste in das gelobte Land Kanaan, dem heutigen Israel, geführt wurden. Es ist ein Fest der Freiheit. Der Holocaust-Gedenktag wurde bereits 1953, fünf Jahre nach Gründung des Staates Israel, gesetzlich thematisiert, aber erst 1959 unter seinem heutigen Namen („Erinnerungstag an die Shoah und den Heldenmut“) gesetzlich festgelegt. Bezeichnend ist, dass man neben der Katastrophe (Shoah) auch den „Heldenmut“ meinte, in den Namen einfügen zu sollen, nicht zuletzt um anzuzeigen, dass es auch einen jüdischen Widerstand (in den Ghettos) gegen die Nazibarbarei gegeben hat. 1963 wurde das Gesetz zum Gedenktag für die Gefallenen der israelischen Kriege verabschiedet, der allerdings diesen endgültigen Namen erst später erhielt, auch diese Fassung wurde dann abermals modifiziert und lautet heute „Gedenktag für die Gefallenen der israelischen Kriege und die Opfer von Terroranschlägen”. Die Hinzufügung war insofern beredt, als der Gedenktag sich nunmehr auch auf Zivilisten bezog. Der Unabhängigkeitstag wurde kurz vor dem einjährigen Bestehen des Staates Israel im Jahre 1949 gesetzlich festgelegt. Der als nationaler Festtag bestimmte Termin richtet sich nach dem hebräischen Datum der Ausrufung des Staates im Jahr 1948. Er wird immer nach dem Gedenktag für die Gefallenen begangen.

Die Aneinanderreihung diese Feier- und Gedenktage in einem Zeitraum von ca. 3 Wochen ergibt ein Narrativ, das einen Telos suggeriert – von der Befreiung aus der Sklaverei bis zur Ankunft im verheißenen Land, welche aber nur als eine Zwischenstufe zu sehen ist, denn es folgt ein 2000jähriges Exil, das im Holocaust kulminiert. Aber gerade er führt (so nimmt sich das im Zionismus aus) zur Gründung eines jüdischen Staates, dessen Unabhängigkeit man gebührend feiert, ohne aber zu vergessen, zu welchem Preis sie erkauft worden ist; daher die terminliche Verzahnung der Erinnerung an die gefallenen Soldaten und die Befeierung der nationalen Souveränität des Judenstaates. Dieses teleologische Narrativ korrespondiert mit dem Slogan „Von der Katastrophe zur Auferstehung“ (mi’schoah le’tekuma), den man nach dem Holocaust und der Gründung des Staates Israel prägte, wobei man die altertümliche Ursprungskatastrophe (Sklaverei in Ägypten) gleich miteinbezog, um den biblisch erzählten Anspruch der Israeliten/Juden auf das Heilige Land in die moderne nationale Chronik zu integrieren.

Von selbst versteht sich, dass der historische Preis, den die Palästinenser für die Errichtung des zionistischen Staates zu zahlen hatten, unerwähnt blieb. Nicht etwa, weil die Feinde des jüdischen Volkes, aus deren Fängen man sich zu retten hatte, im Narrativ ausgespart werden – ganz im Gegenteil werden sowohl in der Pessach-Geschichte als auch beim Holocaust die Feinde bzw. die von ihnen begangenen Verbrechen ausführlich thematisiert. Bei der Nakba der Palästinenser geht das aber nicht, denn die Opfer-Täter-Konstellation hat sich umgekehrt: Historische Täter waren die Israelis, die Palästinenser ihre Opfer, was sich bis zum heutigen Tag nicht geändert hat. Zudem ist der Konflikt mit den Palästinensern noch lange nicht beendet. Nicht zuletzt deshalb wird man „die Opfer von Terroranschlägen” dem “Gedenktag für die Gefallenen der israelischen Kriege” beigefügt haben. Die bewusste Unterschlagung des palästinensischen Leids zieht sich schon seit Jahren; die schiere Erwähung der Nakba gilt als ein Frevel, der in der öffentlichen Meinung geahndet wird.

Es gab einen erwähnenswerten Versuch, diesem Zustand abzuhelfen. Im Jahr 2000, während der Amtszeit von Bildungsminister Yossi Sarid in der Regierung Ehud Baraks, wurde vom Bildungsministerium die Verwendung des Begriffs „Nakba“ in einem Geschichtsschulbuch im arabischen Bildungssystem genehmigt. Es handelte sich hauptsächlich um Schulbücher für arabische Schüler, in denen der Krieg von 1948 auch aus palästinensischer Perspektive dargestellt wurde, einschließlich der Verwendung des Begriffs „Nakba“. Es ging also nicht um Änderung des gesamten israelischen Lehrplans, sondern um die Genehmigung von Inhalten in einem bestimmten Schulbuch im arabischen Sektor, und zwar im Rahmen einer breiteren Politik der Anpassung von Lehrmaterialien an den jeweiligen Sektor. Dennoch war die öffentliche Kritik an dem Schritt von Yossi Sarid relativ scharf; sie kam vor allem aus dem rechten politischen Lager, von Elternorganisationen und anderen Teilen der jüdischen Öffentlichkeit. Man behauptete, dass die Übernahme der palästinensischen Narration auf Kosten der zionistischen eine Delegitimierung des Zionismus, mithin eine Schädigung der Legitimität des Staates Israel in den Augen der Schüler bedeute, und dass die Staatsgründung Israels als Katastrophe statt als historischer Erfolg dargestellt würde. Man monierte auch die Politisierung der Bildung, um linke politische Positionen zu fördern, und befürchtete die Unterwanderung des nationalen Konsenses. Darüber hinaus äußerte man die Sorge, dass die Verwendung des Begriffs „Nakba“ ein Gefühl der Entfremdung gegenüber dem Staat verstärken sowie die Vorstellung fördern könnte, Israel sei ein Staat, der auf einem Unrecht gegründet wurde. Trotz einiger Stimmen, die Sarids Unterfangen unterstützten, scheiterte letztlich sein Versuch: Im Jahr 2009, unter dem neuerlich amtierenden Premier Benjamin Natanjahu, beschloß Bildungsminister Gideon Sa’ar, den Begriff „Nakba“ aus dem offiziellen Lehrplan zu entfernen.

Nun sind Leiderfahrungen von Menschen, die Familienangehörige in Kriegen und anderen feindlichen Gewaltereignissen verloren haben, universell. Zuallermeist ist dies allerdings hasserfüllt verfeindeten Kollektiven nur schwer beizubringen – die eigenen Toten zählen, die der anderen sind zu ignorieren. Die Trauer um die selbst erbrachten Opfer bedarf, zumindest im öffentlichen Raum und erst recht auf der nationalen Ebene, der Exklusivität bzw. der kollektiv begründbaren Rechtfertigung, die dem Tod des geliebten Familienangehörigen im Krieg einen Zweck, ja einen (patriotisch gefestigten) moralischen Sinn verleiht. Da haben die Leiderfahrungen der Feinde nichts zu suchen. Was im Privaten noch nachvollziehbar wäre, gerinnt bei dem im öffentlichen Raum national Zelebrierten notwendig zum Politikum.

Umso erstaunlicher, ja bewundernswerter ist die von isrealischen Friedensaktivisten (unter ihnen sticht Buma Inbar hervor, der selbst seinen Sohn während dessen Militärdienstes im Libanon verloren hat) im Jahre 2006 erstmals durchgeführte „Gemeinsame israelisch-palästinensische Gedenkzeremonie“ (Joint Memorial Day Ceremony). Organisiert wurde die Veranstaltung u.a. von den Organisationen „Combatants for Peace“ und „Parents Circle – Families Forum“. Sie findet jedes Jahr am Vorabend des israelischen Gedenktages statt. Es handelt sich um die größte gemeinsame israelisch-palästinensische Gedenkveranstaltung, bei der Angehörige beider Seiten ihrer Toten gedenken. Die Zeremonie entstand als alternative bzw. ergänzende Gedenkform zum offiziellen israelischen Gedenktag, um eben auch palästinensische Opfer einzubeziehen. Seit 2006 ist die Veranstaltung jedes Jahr gewachsen und wird heute von Tausenden vor Ort und Hunderttausenden online (weltweit) verfolgt. Der normale Veranstaltungsort war in der Vergangenheit meist das Charles Bronfman Auditorium (Teil des Tel Aviv Performing Arts Centers). Es gab Jahre, in denen die Veranstaltung im öffentlichen Raum wie dem Habima-Platz (dem Platz am isrealischen Nationaltheater, mitten in Tel Aviv) abgehalten wurde; später aber wurde sie in geschlossene Säle verlegt. Zugleich wurden/werden lokale Gedenkveranstaltungen in Israel und in den palästinensischen Gebieten abgehalten.

Das hat sich dieses Jahr gründlich geändert. Wie Bar Peleg am 20.4.2026 in „Haaretz“ berichtete, fand die gemeinsame israelisch-palästinensische Gedenkzeremonie „an einem geheim gehaltenen Ort in Tel Aviv“ statt, und zwar „um die Sicherheit der Teilnehmenden zu gewährleisten“. Die Orte der Übertragungen seien „aus Angst vor Gewalt und Versuchen, die Vorführungen zu verhindern“ nicht öffentlich bekannt gegeben worden. Dennoch sei es Dutzenden rechter Aktivisten, darunter Mordechai David und Shafi Paz, gelungen, einen der Vorführorte im Süden Tel Avivs ausfindig zu machen. Zunächst spielten sie laute Musik in der Nähe der Vorführung ab, später riefen sie Hassparolen wie „Tod den Linken“ und verwendeten noch ganz andere Ausdrücke der Besudelung. Einige von ihnen belästigten außerdem Zuschauer der Zeremonie beim Verlassen des Veranstaltungsortes und folgten ihnen durch die umliegenden Straßen. Israels Kommunikationsminister Shlomo Karhi trug das seine dazu bei, die Veranstaltung zu unterwandern und forderte drohend den ihm unterstellten öffentlichen Rundfunk dazu auf, die Existenz der Zeremonie nicht zu veröffentlichen: Ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk dürfe nicht zur Bühne für eine Botschaft werden, „die in ihrer Gesamtheit Provokation im Gewand der Versöhnung“ sei.

Es seien hier die Worte dreier Rednerinnen bei der Veranstaltung wörtlich zitiert. Ayala Metzger, die Schwiegertochter von Yoram Metzger, der am 7. Oktober aus Nir Oz entführt und in Gefangenschaft ermordet wurde, sagte: „Damit sein Tod nicht umsonst war, werde ich dafür kämpfen, hier eine Realität zu schaffen, die allen ein sicheres Leben ermöglicht. Ich habe mich entschieden, dem israelisch-palästinensischen Forum der Hinterbliebenenfamilien beizutreten, aus dem Wunsch heraus, dass kein Mensch den Schmerz erlebt, den wir durchgemacht haben, und aus der Erkenntnis, dass Partnerschaft die Antwort auf den gewalttätigen Diskurs und den Hass um uns herum ist. Ich stelle mir vor, dass auf diesem Land, vom Meer bis zum Jordan, Kinder beider Völker gesund, glücklich, frei und sicher aufwachsen werden und jeden Menschen respektieren. Das ist kein fernes Bild, sondern ein erreichbares Ziel, und jeder von uns hat die Kraft, es zu erreichen.“

Nahil Hanuna, eine Bewohnerin des Gazastreifens, die viele Familienmitglieder und ihr Zuhause im Krieg verloren hat, hielt ebenfalls eine bewegende Rede. „Wir Palästinenser sind Menschen genau wie alle anderen. Wir wollen in Frieden und Freiheit leben. Wir wurden nicht erschaffen, um unser Leben in Krieg, Feindseligkeit und Vertreibung zu verbringen. Wir wurden nicht erschaffen, um jeden Tag von unseren Geliebten getrennt zu sein. Wir wollen unsere Kinder in Sicherheit großziehen und sie ohne Angst aufwachsen sehen. Das ist mein Traum – eines Tages aufzuwachen, ohne Granaten zu hören, mein Land frei von Besatzung zu sehen und in Liebe zu ihm zu leben.“

Auch Liora Ilon, deren Sohn Tal am 7. Oktober in Kfar Aza ermordet wurde, sprach bei der Zeremonie. „Heute bin ich hier, weil hier der Ort der Hoffnung ist. Hier finde ich die Kraft zu glauben, dass wir eines Tages sprechen werden – und dass es enden wird. Hier lebe ich die Partnerschaft, die ich mir zwischen unseren beiden Völkern wünsche. Eine Partnerschaft, durch die ich vielleicht eines Tages am Grab meines geliebten Sohnes Tal sitzen und dem kalten Stein zuflüstern kann: ‚Hörst du mich, mein Sohn? Es ist geschehen. Wir sprechen und leben gemeinsam in Partnerschaft und Gleichheit, und auch wir waren Teil dieser Veränderung.‘“

So bewegend und inspirierend diese Botschaften der Hoffnung tatsächlich sind, muss man sich vor Augen halten, dass es sich bei ihren Trägern um eine verschwindende Minderheit in der israelischen (und vermutlich auch in der palästinensischen) Bevölkerung handelt. Ihre Aktivität wird im besten Fall als absonderlich eingestuft, im eher gängigen Fall gilt sie den meisten jüdischen BürgeInnen Israels als unfassbarer Verrat am Gedenken der israelischen Gefallenen: „Es ist einfach unbegreiflich, dass wir immer noch in diesem Horrorszenario leben, in dem versucht wird, einen Vergleich zwischen beiden Seiten herzustellen – zwischen der israelischen Opferseite und denen, die uns ermorden“, rief die Moderatorin Tal Meir im TV-Kanal 14. Es handelt sich um einen rechtsradikalen Kanal, der zumeist auch nicht vor faschistischen Botschaften zurückscheut. Aber der Ausruf von Tal Meir dürfte dem Gros der israelischen Bevölkerung aus dem Herzen sprechen.

Die Bevölkerung ist dabei zweifellos von der Schockerfahrung des 7. Oktobers angetrieben, aber es tritt hier auch ein seit jeher bestehender Bodensatz des Hasses gegen „die Araber“ und eine rassistische Einstellung zu den „Palästinensern“ zutage. Der 7. Oktober hat gleichsam nur bestätigt, was man schon immer über sie dachte. Während sich aber zumindest der Teil der Bevölkerung, der sich selbst für liberal-aufgeklärt erachtet, politisch-korrekt hütete, seinem latenten Rassismus und den faschistoiden Tendenzen Ausdruck zu verleihen, sind jetzt alle Dämme gebrochen. Die offizielle Politik und die Medien achten darauf, dass nichts von der Gaza-Hölle und der barbarischen Praxis im Westjordanland thematisiert bzw. auch nur gezeigt werde. Viele TeilnehmerInnen am öffentlichen Diskurs halten sich etwas darauf zugute, kein Fünkchen Empathie für die Leiderfahrung der Gazabewohner entfaltet zu haben: Alle Menschen im Gazastreifen seien monströse Hamas-Anhänger; sie selbst hätten das Unglück über sich gebracht; ihnen seien ihre toten Kinder doch gleich, was sich daran erweise, dass sie sich gegen die Hamas nicht empört hätten – und dergleichen mehr perfide Rationalisierungen des eigenen Unvermögens, den 7. Oktober als das Resultat einer Politik, die man über Jahre und Jahrzehnte zugelassen bzw. befürwortet hat, zu reflektieren.

Man darf, so besehen, in der gemeinsamen israelisch-palästinensischen Gedenkzeremonie einen Hoffnungsschimmer gewahren. Man muss aber auch gerade in ihr ein Kennzeichen der objektiven Sackgasse erkennen, in die der israelisch-palästinensische Konflikt geraten ist, mithin die gegenwärtig fortwährende und sich strukturell stetig verschärfende Aussichtslosigkeit, dem humanen Impuls der an der Zeremonie jährlich Teilnehmenden eine politisch realistische Grundlage zu verschaffen. Dies darf man nicht verkennen, wenn man die Hoffnung wahren will.

Moshe Zuckermann

Moshe Zuckermann wuchs als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Tel Aviv auf. Seine Eltern emigrierten 1960 nach Frankfurt am Main. Nach seiner Rückkehr nach Israel im Jahr 1970 studierte er an der Universität Tel Aviv, wo er am Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas lehrte und das Institut für deutsche Geschichte leitete. 2018 wurde er emeritiert. Sein Buch In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Florian Rötzer geschrieben hat, erscheint demnächst.
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6 Kommentare

  1. Herzlichen Dank, Moshe Zuckermann, für Ihren Bericht zum gemeinsamen israelisch-palästinensischen Gedenktag. Ohne Sie hätten wir nie davon erfahren. Und Sie haben Recht: Es ist ein Hoffnungsschimmer, wie es auch ein Hoffnungsschimmer war, als 2021 beim Tode von Theodorakis am Fuße der Akropolis ihm zu Ehren sein Canto Général gespielt wurde.
    Alle gut gesinnten Menschen sind an der Seite des Forums.
    Schalom!

  2. „Ein kleiner Funke ist nichts gegen den Waldbrand, den jedoch oft ein kleiner Funke entfacht hatte. Ein kleiner Funke ist viel gegenüber dem Waldbrand, denn er könnte diesen zum Erlöschen bringen.“

    Viele Imperien sind gekommen und verschwanden wieder. Oft auf der Höhe ihrer Macht zeichnete sich ihr Untergang an. Assur eroberte ein Weltreich, wurde zum Weltreich, doch verlor alles. Rom eroberte Europa, Kleinasien und Nordafrika, doch es verloren alles. Dschingis Khan eroberte die Welt, doch er verlor letztendlich alles. Napoleon besetzte Moskau, doch verlor den Krieg und seine Macht. Hitler besetzte Stalingrad, doch er verlor den Krieg und seine Macht. Die Geschichte wiederholt sich immer und immer wieder. Wo ist das riesige britische Imperium geblieben. Und wo das französische und spanische? Werden die USA das gleiche erleben?
    Auf der Höhe der Macht an einem Funken scheitern? Und wie ist es mit Israel? Wann hat Gott sich von ihm abgewandt? Als Gott sah, dass Israel nicht seinen Geboten folgte. Als es versuchte, Weltmacht zu werden. Und heute? Ist Israel nicht wieder auf dem falschen Weg? Wo sind heute die Propheten? Sind sie in den Gefängnissen, oder gar ermordet? Doch Gottes Stimme wird nicht verstummen. Und sie wird die Herzen der Menschen von ihren Verhärtungen befreien. Dessen bin ich sicher. Und Israel wird auch wieder geheilt werden. Auch wenn wir das nicht sehen. Die kleinen Funken sind da, die zum positiven Flächenbrand werden können, vielleicht ist das Gedenken ja letztlich der Katalysator dazu, dass man den Hass überwindet?

  3. Nun habn die Araber 1948 einen Angriffskrieg gegen Israel verloren. Einen völkerrechtswidrigen, denn Israel war durch den Völkerbund legitimiert. Da haben sie dann verloren und es kam zu Vertreibungen der Angreifer, hauptsächlich Kombattanten. Ein Vorfall, der an jedem anderen Ort der Welt längst vergessen wäre. Aber es geht gegen Juden und da kann man dann ein weltweites Jammerorchester entfachen, das nun schon 76 Jahre andauert. Womit man den dummen Westlern die Milliarden aus der Tasche ziehen kann, mit denen man Raketen und Terrortunnels finanziert. Und die Führung zu Milliardären macht. Und als Israeli soll man da jetzt mitjammern? Bisschen viel verlangt.
    Man könnte das Ganze ja mal im Gazastreifen veranstalten. Da würden die Unterschiede deutlich. Ein Jude im Gaza wird den Abend des Tages nicht erleben, denn dort regiert die Waffen-SS. Sagt unser Moshe nicht. Das will die Gemeinde nicht hören.

    1. @ Artur
      Du schreibst zu dem Thema viel Unfug, um es höflich auszudrücken. Aber der Post geht noch ein Stück darüber hinaus.

      Da haben sie dann verloren und es kam zu Vertreibungen der Angreifer, hauptsächlich Kombattanten. Ein Vorfall, der an jedem anderen Ort der Welt längst vergessen wäre.

      Wenn man eine solche Vertriebung so leicht vergessen könnte, wäre man nie in die Situation gekommen, dass es überhaupt solcher Art Konflikte in Palästina gibt. Das Judentum hat die Vertreibung 2000 Jahre lang nicht vergessen!

      1. Mehr oder weniger vergessen wurde die Verttreibung von 12 Millionen Deutschen im selben Jahr. Grund ist derselbe, die Niederlage nach einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Aber warum durften die nicht jammern? Warum werden die nicht 78 Jahre von der UNO als Flüchtlinge durchgefüttert? Warum haben sie keinen Pfennig bekommen? Und warum machen die keinen Terror?
        Das zur Einordnung.

  4. Wenn man sich als ein von Gott auserwähltes Volk begreift, deutet man Unrecht und Verbrechen dem Begriffe nach auch nur als Unrecht und Verbrechen gegen das eigene Volk. Man könnte also vermuten, dass der Holocaust, für Israelis, auch nur deshalb ein Verbrechen war, weil es an Juden begangen wurde. Ausgestattet mit der nötigen Portion Zynismus könnte man es auch so formulieren: Wären es Palästinenser gewesen, die in deutschen Gaskammern verendeten, würde man es begrüßen, dass das 3. Reich für Israel die Drecksarbeit übernommen hat. Dererlei Zynismus ist aber verwerflich und sollte keinen Anklang finden.
    Es ging einfach wieder mal mit mir durch.

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