
Kaum im Rahmen der Operation EUNAVFOR Aspides im Roten Meer angekommen, schoss die Fregatte zwei Huthi-Drohnen und fast eine amerikanische MQ-9-Drohne ab, die ohne Kennung und unabgesprochen unterwegs war.
Kriegstüchtig ist die Bundeswehr noch nicht, geschweige denn die deutsche Gesellschaft. Ein Vorfall im Roten Meer im Rahmen der Operation EUNAVFOR Aspides, an der Griechenland und Italien zusammen mit Deutschland, das die Fregatte Hessen stellt, teilnimmt, zeigt, dass nicht nur die Kooperation mit dem Pentagon nicht klappt, sondern dass die deutsche Marine auch Probleme hat, Drohnen zu erkennen und sie abzuschießen.
Die Fregatte sei „wegen ihrer weitreichenden Luftverteidigungsfähigkeiten zum Schutz von Schiffen gegen multidimensionale Angriffe geeignet“, heißt es bei der Bundeswehr. Ziele können bis zu einer Entfernung von 160 km angegriffen werden. Eingetroffen am Einsatzort ist die Fregatte zum vielleicht gefährlichsten Einsatz der Bundeswehr, wie es heißt, am Wochenende.
Zuerst berichtete die Bundeswehr den erfolgreichen Abschuss von zwei Huthi-Drohnen am Mittwoch. Eine wurde mit dem Bordgeschützt abgeschossen, die andere mit dem Rolling Airframe Missile-System (RAM). Das bedeutet, dass die Drohnen relativ nah der Fregatte geflogen sind. Das RAM hat eine Reichweite bis 10 km.
So weit so gut. Aber am Tag zuvor war ein Malheure passiert, das die Bundeswehr so beschönigend beschreibt:
„Bereits am 26. Februar 2024 wurde durch die Fregatte „Hessen“ eine Drohne mit Lenkflugkörpern bekämpft. Alle Kriterien für die Bekämpfung waren erfüllt. Die Drohne befand sich im direkten Anflug ohne Freund-Feind-Kennung. Die Entscheidung zur Bekämpfung erfolgte in enger Koordination mit den im Seegebiet stehenden verbündeten Einheiten und den entsprechenden Befehlsstellen. Die Flugkörper konnten nicht ins Ziel gebracht werden. Dies ist nach Erstbewertung auf einen technischen Fehler einer Radaranlage an Bord der Fregatte „Hessen“ zurückzuführen. Der Fehler wurde rasch identifiziert und konnte unmittelbar behoben werden. Defizite in der Wirkungskette des eingesetzten Waffensystems bestehen nicht.“
Wie sich herausstellte handelte es sich um eine amerikanische MQ-9-Drohne, die ohne eingeschalteten Transponder unterwegs war. Wenn tatsächlich der Abschussversuch in „enger Koordination“ mit den Verbündeten vor Ort, wozu auch die USA gehören sollte, geschehen ist, dann scheint das Pentagon die Verbündeten nicht über seine Drohnenmissionen zu informieren, was seltsam ist, wenn Europäer und Amerikaner dort gerade zum Zweck der Bekämpfung feindlicher Drohnen sind. Möglicherweise gibt es Unstimmigkeiten zwischen EUNAVFOR und der US-geführten Operation Prosperity Guardian.
Es könnte aber auch sein, dass die Drohne nicht im Rahmen von Prosperity Guardian unterwegs war, sondern von einem anderen Kommando. In der Region werden von CentCom auch immer wieder Tötungsmissionen mit Kampfdrohnen ausgeführt und damit auch die Huthis ausgespäht. Die konnten bislang zwei MQ-9-Drohnen abschießen. Seltsam ist, dass CentCom am 27. Februar meldete, ein „US-Kampflugzeug und ein Kriegsschiff der Koalition“ hätten an diesem Tag insgesamt 5 Huthi-Drohnen abgeschossen. Bei dem Kriegsschiff könnte es sich um die deutsche Fregatte gehandelt haben.
Angeblich soll ein Fehler einer Radaranlage die Ursache gewesen sein, dass zwei SM-2-Raketen die Drohne nicht getroffen haben, was aber nicht erklärt, warum nicht erkannt wurde, dass es sich um eine mit 20 Meter Spannweite nicht ganz kleine MQ-9-Drohne handelte, sondern um eine der weit fliegenden Huthi-Drohnen wie Samad, Shahed, Shibab oder Waeed, die deutlich anders aussehen und auch deutlich kleiner sind. Unklar ist auch, ob ein Radarfehler verantwortlich war, dass die Drohne nicht erkannt wurde oder dass sie nicht getroffen wurde. Michael Stempfle, der Sprecher der Bundeswehr, versuchte, aus dem Schlamassel einen Erfolg zu machen: „Der Fall hat sich insofern aufgelöst, als es keine Drohne war, die feindlich war, wie sich aber erst im Nachhinein herausgestellt hat.“
Der Inspekteur der Deutschen Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack, sieht im Abschussversuch bzw. im friendly fire kein Problem: „Da wurde wie im Lehrbuch vorgegangen. Die Drohne war eindeutig als feindlich klassifiziert. Ich hätte als Kommandant ganz genauso gehandelt.“ Das Problem muss denn auch nicht bei der deutschen Marine liegen, sondern auch beim amerikanischen Militär, das die Freund-Feind-Kennung abgeschaltet und keine Mitteilung über den Drohneneinsatz an die Verbündeten gegeben hat.
Kaack versicherte jetzt auch, es gebe genügend Munition für die Fregatte. Im Januar klang das noch anders: „Allein mit Blick auf die aktuellen Munitionsverbräuche unserer Partner bei der Operation ‚Prosperity Guardian‘ mache ich mir große Sorgen um die Durchhaltefähigkeit unserer Einheiten.“ Flottenadmiral Axel Schulz hatte allerdings erklärt, dass es von den drei Raketenarten an Bord nur für eine Nachschub aus deutschen Depots gebe: „Wir haben eine begrenzte Anzahl an Flugkörpern, sodass wir derzeit den Einsatz begehen können, aber irgendwann wird uns gerade die Hochwert-Munition auch ausgehen. Wenn wir irgendwann mal keine Munition mehr haben sollten, wenn wir alles verschossen haben, dann wird der Einsatz sowieso beendet sein für uns.“
Den Munitionsmangel hat auch der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Florian Hahn, bestätigt. Nach ihm werden die SM-2-Raketen nicht mehr produziert. Das sei dem Parlament mitgeteilt worden: „Das heißt, einmal verschossen kann nicht nachproduziert werden, weil es schlichtweg die industriellen Werkbänke nicht mehr gibt. Eine Folgelösung für dieses System ist aktuell technisch nicht nutzbar.“ Um die neueren Raketen des Typs SM-2 Block IIIC nutzen zu können, müsste das Kampfsystem der Fregatte wahrscheinlich umgerüstet werden. Neben dem Mangel an Munition, gibt es auch einen Mangel an Personal bei der Marine, beides auch sonst in der Bundeswehr.
Nett ist, dass die amerikanische Militärpublikation Stars & Stripes in dem Abschuss der Huthi-Drohnen „einen historischen Moment der Streitkräfte Berlins“ sieht. Das sei der erste bekannte Einsatz von Waffen der Marine seit dem Zweiten Weltkrieg. Von der amerikanischen Drohne ist hier nicht die Rede.
Die EurAsian Times spricht von einer „Hall of Shame“ und schreibt: „Dieser jüngste Vorfall wirft einen Schatten auf die militärische Bereitschaft Deutschlands und wirft ernsthafte Fragen über die Kompetenz und Effektivität seiner Marinefähigkeiten auf. Die Kritik hat sich weiter verschärft, insbesondere angesichts der Tatsache, dass der fragliche Raketentyp SM-2 nicht mehr hergestellt wird, was Bedenken hinsichtlich der Wiederauffüllung der Munitionsvorräte aufkommen lässt.“
Ähnliche Beiträge:
- Britische und amerikanische Luftangriffe auf Einrichtungen der Huthis im Jemen – Europa plant eine Alternative
- Keine Rückkehr der deutschen Kriegsschiffe durch das Rote Meer
- Eine Alternative zu den Luftangriffen auf die Huthis wird benötigt
- Auslandseinsätze der Bundeswehr: Verpflichtung im Rahmen der Bündnisfähigkeit Deutschlands oder Schwächung der Landesverteidigung?
- Einsatzfähigkeit und Einsatzwillen – zwei Seiten derselben Medaille



So weit sind wir schon, dass das US-Militär es nicht für nötig erachtet, seine Aktivitäten mit den Verbündeten abzuklären oder diese wenigstens zu informieren. Man stelle sich vor, die Drohne wäre so nahe gekommen, dass sie die Fregatte beschießen konnte, und dann wäre genau das passiert. Dann wäre das friendly fire im wahrsten Sinne des Wortes gewesen. Und zwar von US-Seite. Ich finde, die NATO gehört aufgelöst, bevor noch US-Streitkräfte durch friendly fire den 3. Weltkrieg auslöst.
@ Gunther
Sorry, ich verstehe den Kern dieser Aussage nicht. USA und Aktivitäten mit den Verbündeten abklären?
Seit wann haben die USA denn Verbündete?
Es gibt Opfer, Handlanger und Erfüllungsgehilfen, wie die NATO.
Was davon agiert denn auf Augenhöhe, wie ein Verbündeter?
Aktuell befinde ich mich mit einem Lachkrampf zwischen Tisch und Teppich -> …aber irgendwann wird uns gerade die Hochwert-Munition auch ausgehen… und bei der Bestückung der Fregatte haben sie direkt bemerkt, dass die V2 nicht mehr produziert wird und die vorhandenen Exemplare wegen Korrosion nach dem Abfeuern vom eigenen Radarsystem energetisch zerlegt werden. Wie in den historischen Lehrbüchern beschrieben. Wir sollten schleunigst Frau Klette fragen, ob sie mit den anderen beiden Kollegen nicht für Straffreiheit bereit wären in der GUS für Angst und Schrecken im Namen der BRD zu sorgen.
Paint it black.
„So weit sind wir schon, dass das US-Militär es nicht für nötig erachtet, seine Aktivitäten mit den Verbündeten abzuklären oder diese wenigstens zu informieren“
Ich glaube das war noch nie Standard.
„Man stelle sich vor, die Drohne wäre so nahe gekommen..“
Wäre doch der Idealfall gewesen. Technik und lebende Kraft der Nato zerstört ohne Russen oder andere Menschen zu gefährden.
Ja, wie immer, Inkompetenz gepaart mit Unfähigkeit.
Das können die Russen eindeutig besser… hoffentlich kommt Putin bald nach Berlin.
Putin hat genug in Russland zu tun.Hat er in seiner heutigen Rede angekündigt.Familien mit Kindern,Jugend,Bildung,Fachkräfte für die Zukunft,neue Ingenierschulen und Ausweitung des Programms für die Schaffung neuer Universitäten von 25 auf 40,Erhöhung der Lebensqualität der Menschen auch im Alter,Reduzierung der Armut von bisher etwa 8% der Bevölkerung(in De sind etwa 18% der Bevölkerung arm)…-
Also wenn sie Putin als Präsidenten wollen,dann müssen sie nach Russland auswandern!
Der wird wohl nicht kommen. Allenfalls ein paar Raketen (oder ganz ganz viele) schicken.
Wir werden den Schlammassel wohl aus eigener Kraft beenden müssen oder ausbaden müssen.
Klar, es steht schlimm um die Bundeswehr, man muss ganz dringend viel, viel mehr ausgeben, Sozialleistungen und anderes Gedöns soll jetzt mal Pause haben, jetzt muss Deutschland jwd verteidigt, Kriegstüchtigkeit erreicht werden. Um Denktüchtigkeit kümmern wir uns dann später.
Um Denktüchtigkeit wird sich auch in naher Zukunft überhaupt nicht gekümmert. Nachplappern der woken und Kriegsparolen ist angesagt, demnächst werden noch Virtual-Reality-Brillen verteilt, die die vorhandenen Dinge abwandeln, damit man nicht über Unrat stolpert oder in Schlaglöchern versinkt. Obdachlosenzelte werden durch die Brille mit KI in Freiheitsstatuen verwandelt, und außer Gemüse und Drogen wird es auch nichts mehr für das leibliche Wohl geben, das mentale ist unerwünscht und wird abgeschafft, zumindest bis wir das amerikanische Suizidniveau erreicht haben. Und ja, die meisten wollen das so.
Was hat die Bunte Wehr eigentlich da unten verloren? Meines Wissens ist die BRD Nord- und Ostseeanrainer.Bisher ist mir nicht bekannt,das sich die deutsche Küstenlinie auch auf das Rote Meer,die Arabische See und den persischen Golf erstreckt.Evtl sollte den Grünen und den Sozen mal etwas Geographie-Nachhilfe erteilt werden…
Ach Gottchen. Hindukusch und so.
Schon vergessen?
GG ist ja sowas von Oldschool.
Dieser Kommentar wurde auf Wunsch des Autors gelöscht.
Ich habe hier eine Liste zur Entwicklung 2014-2022, auch inflationsbereinigt, da kommt D auf 32% Zuwachs, noch besser finde ich allerdings die „armen“ Griechen, die steigerten sich um 78%. Die wahren Musterschüler sind aber die Balten und auch Orban hat mehr als 130% draufgepackt. Da können sich die Amis sich beruhigt zurücklehen – „nur“ knapp 10% Steigerung, so dass sogar der BIP-Anteil von 3,7% auf 3,5% sank.
Dieser Kommentar wurde auf Wunsch des Autors gelöscht.
»Bei der europäischen Souveränität geht es darum, selbst die Verantwortung für das zu übernehmen, was für uns lebenswichtig, ja sogar existenziell ist.« Ursula von der Leyen (AP/gestern)
D.h. es ist wichtig das die iPhones für die Kids Ostern pünktlich ankommen, während Äygpten droht das Camp-David-Abkommen (1978) einseitig zu beeden und mon Amis in erster Linie versuchen die Huthis zurück in die Steinzeit zu bombardieren.
Die Hessen ist nicht die einzige Fregatte, die an Aspides (Schild) beteiligt ist, sie soll die Schifffahrt sichern und das Vertrauen in die Route durchs Rote Meer wiederherstellen, ähnlich wie bei der Mission gegen Piraten in Somalia. Ob das gelingt bleibt fraglich.
Danke für den IMI Link.
betreffs der kriegstüchtigkeit… sehe ich mir so die woke generation z an, frage ich mich besorgt, wie sie das kriegsgeschehen, das abschlachten und zerfetzen von menschen in ihre work & life balance so unterbringen. gehört das erschießen anderer menschen jetzt zu work oder eher zu life? und wie gendere ich leutnant? bevor er /sie mir den angriffsbefehl gibt, der mich ein bein und ein arm kosten wird? ich hörte unlängst zwei männern zu (klassische klischees) die jeweils kinderwagen schoben. sie unterhielten sich über windeln. das gibt hoffnung, ich kann mir sie nicht beim nachladen von granatwerfern vorstellen! oder die helikoptereltern. ein mordsspaß, wenn ich sehe, wie sie ihr eines kind aufs schlachtfeld jagen! auf, dass es zerstückelt werden möge. dafür lohnt sich doch eine aufzucht, deren prämisse darin lag, gespräche mit einem dreijährigen zu führen, die darin gipfeln, dass das dreijährige bestimmt, was am wochenende getan oder gelassen wird. kriegstüchtigkeit? obwohl die hiesige propaganda nichts weiter tut, als die vorlagen görings zu erfüllen: (aus gesprächsnotizen eines englischen journalisten kurz vor der dem tod görings) tja … niemals zieht der deutsche bauer in den krieg – ausser man erklärt ihm, dass jemand kommen wird, ihm die scholle stehlen und frau und tochter vergewaltigen wird. und? was hören wir TÄGLICH in den hetzmedien? was wird nun gewinnen? es treffen gerade zwei prinzipien (jede künstlich gepampert) die wokeness und kriegstüchtigkeit aufeinander. ich amüsiere mich köstlich bei den versuchen, eine zu präferieren. oder ist beides elegant unter einen hut zu kriegen?
https://www.youtube.com/watch?v=BUNt1pHhhA4
https://youtu.be/be93vSnGKMY
Jetzt weiß ich, warum man Silvesterfeuerwerke in D verbieten will.
Aber auch nur, weil Afghanistan keine Küste hat.
Welche Raketen hatte die Hessen verwendet?
Waren es amerikanische, wäre es denkbar, das die amerikanische Flugkörper einfach nicht abschießen können, ohne das dies von US Seite autorisiert wurde.
VRIM-116 und SM-2, vermutlich nicht, die MQ hat elektronische Gegenmassnahmen an Bord, ist wesentlich plausibler, dass die Drohne deshalb nicht erfolgreich bekämpft wurde.
Die Neofaschisten in der Regierung in Teuschland verteidigen den Massenmord und Genozid von Israel an den Palästinensern und bombardieren den Jemen, welcher die Einhaltung des Völkerrecht fordert von Israel!
Währenddessen in Israel: „Das israelische Militär eröffnete das Feuer auf eine Menschenmenge, die auf die Ausgabe von Hilfsgütern wartete. Dabei wurden mindestens 104 Menschen getötet und über 760 verletzt. Das Weiße Haus fordert einen Waffenstillstand. Die deutsche Außenministerin äußerte sich bisher nicht. “
Komische geisteskranke, womöglich Gen manipulierte westliche Zombi-Logik:
— Westlicher Völkermord an Palästinensern um Land zu annektieren => gut
— Schiffe angreifend und beschädigen, die Waren an westliche Völkermord-Staaten liefern => böse
Aber vermutlich muss das faschistische Regime in „de“ mit Atombomben beseitigt werden. Nach 40 Millionen Toten werden die Ziele der UN/WEF-Agenda zur Erreichung der Bevölkerungs-Reduktion erfüllt sein und das Teusch-Regime feiert den Sieg!
Ach lasst doch die Hessen noch ein paar US-Drohnen abschießen, sozusagen als „friedenssichernde Maßnahme“. Die Amis werden uns schon nicht den Krieg erklären, die sind ja schon hier. Die Munition der Hessen wird inzwischen zumindest zum Teil nicht mehr industriell hergestellt, also laßt die Leute noch etwas Spaß haben auch wenn der „Spaß“ auf Kosten der Amis geht. Wenn die keine Munition mehr haben können ja dann auch wieder nach Hause kommen …
Unterdessen wies der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Florian Hahn (CSU), auf ein mögliches Munitionsproblem der Hessen hin. „Wir haben jetzt erst auf Nachfrage erfahren, dass offensichtlich ein Teil der Munition der Fregatte Hessen nicht mehr nachzubeschaffen ist, weil es die entsprechende industrielle Kapazität nicht mehr gibt“, sagte Hahn am Mittwoch der Zeitung „Welt“.
„Wenn die Bestände also leer geschossen sind, kann die Marine sie nicht mehr nachfüllen – und muss die Fregatte abziehen“, fügte Hahn hinzu.
https://www.faz.net/aktuell/politik/warum-die-fregatte-hessen-auf-eine-verbuendete-drohne-schoss-19551934.html
via
http://blog.fefe.de/?ts=9b21a5dc
Ein Bisschen seltsam, dass der „Goldstandard der Marine“ (gemäss der Marine, wahrscheinlich auch Kritiker des Kreditgeldes… ;)), ein auf Luftverteidigung spezialisiertes Super-Kriegsschiff, eine riesige Reaper Drohne, die direkt auf das Schiff zufliegt, nicht erkennen kann und dann auch noch 2 Raketen abfeuert, die beide einen „technischen Defekt“ erleiden. Man wundert sich wieviele Raketen wohl für die beiden erfolgreich versenkten Huthi-Kamikaze Drohnen, die weitaus kleiner als die Reaper-Drohnen sind, nötig waren? Ein Schiff notabene, das gleichzeitig 4000 Ziele erfassen und verfolgen und ballistische Geschosse abschiessen können soll, scheitert also daran eine amerikanische Aufklärungsdrohne zu treffen, bei der komischerweise das Freund/Feid Erkennungssystem abgeschalten war. Hmm! Andererseits: Glück gehabt, hätten sie die amerikanische 30 Millionen-Drohne tatsächlich abgeschossen, was wäre dann los gewesen? Gratulationen der Amerikaner bezüglich der Kompetenz, oder vielleicht eher ein Platzverweis?
Die alte Fregatte zieht aber eine Dreckwolke hinter sich her. Die sehen die Huthis schon von weiden.
Vielleicht brauchen die mal ein Radar mit einer Google App zur Drohnen-Erkennung. 😎
Könnte Deutschland Krieg gegen die USA führen?
Die Frage erscheint abwegig, aber mir geht es weder um die Gewinnchance oder um irgendwelche Bündnisse. Inzwischen scheint es keine Tabus mehr zu geben, da offen diskutiert wird einen Krieg mit Russland zu führen, was ebenso aussichtslos erscheint und das, wo Deutschland für weitaus mehr tote Russen als US Amerikaner verantwortlich ist.
Aber die Frage hat keinen moralischen Hintergrund. Wäre die vorhandene Waffentechnik in der Lage gegen die USA zu kämpfen?
Ein Land ist nur souverän, wenn es gegen jeden Krieg führen kann. Kann es nur mit Erlaubnis Krieg führen, dann führt es nicht die eigenen Kriege, sondern ist Bestandteil einer Sklavenarmee, die für fremde Interessen kämpfen muss.
Moderne Waffen lassen sich abschalten, insbesondere im Falklandkrieg würde das deutliche, da die Argentinier französische Marschflugkörper hatten, gegen die England nichts machen konnte und die ihnen schwere Verluste zufügten. England hatte Frankreich mit Krieg gedroht, wenn sie nicht den Killcode rausrücken würden, mit dem die Marschflugkörper abgeschaltet werden können. Daraufhin hatte Frankreich den Code geliefert und England konnte den Krieg gewinnen.
Kauft Deutschland jetzt in den USA Waffen, stellt sich die Frage, ob diese Waffen einen Killcode haben und ob wir gerade dessen praktische Anwendung gesehen haben.
Die MQ-Serie ist aufgrund ihrer Modularität auch eine Überwachungs- und Aufklärungsdrohne die nicht FAA (see and avoid) zertifiziert ist. D.h. sie darf bzw. sollte nicht in der Nähe von zivilen Lufträumen eingesetzt werden. Wer diesen Fakt berücksichtigt versteht auch, warum sie ohne Kennung (IFF) eingesetzt wurde.
Wäre es ein Radarfehler, wäre die Drohne nicht als Ziel erkennbar gewesen, deshalb vermute ich, die Radarsignatur der Drohne war der Besatzung oder den Bordsystemen der Hessen nicht bekannt. Deshalb wurde beschlossen sie zu bekämpfen, der Einsatz von Raketen anstatt der Bordkanone spricht dafür, dass sie von der Hessen als Bedrohung klassifiziert wurde.
Der interessanteste Fakt ist, dass weder auf der Seite der Bundeswehr, des Verteidigungsministeriums noch in der Tagesschau dieser Vorfall Beachtung fand, dort wurde nur von zwei bekämpften Drohnen gesprochen.
Dass die Kommunikation und Koordination zwischen den Missionen nicht auf Anhieb funktioniert, war zu erwarten, mich überrascht dieser Vorfall nicht, ganz im Gegenteil die Besatzung der Hessen hat ihre Regeln was sie im Rahmen ihres Auftrags bekämpfen darf und soll und die Drohnen sind seit geraumer Zeit in dem Gebiet im Einsatz.
Vielleicht beschießen die demnächst ein Ami-Flugzeugträger weil er im nicht justierten Radar so klein war wie ein Schiff von somalischen Schmugglern.
Dann schafft es die Marine in die Tagesschau.
Das ist das bekannte Muster. Erst mal wird so getan, als sei es nicht passiert. Wenn dann doch was durchsickert oder über andere Quellen bekannt wird, entscheidet man „operativ“ ob man es als „feindliche Propaganda“ diffamiert oder ob man es relativiert. Auf einen ist in dem Spiel jedenfalls Verlaß: auf die „Qualitätsmedien“.
Nicaragua verklagt Deutschland vor dem IGH wegen Beihilfe zum Völkermord. Israel wird vorgeworfen, Genozid an den Palästinensern zu begehen. Deutschland unterstützt Israel finanziell und mit Waffen. Damit klebt seit langem wieder das Völkermordpickerl an Deutschlands Politik. Diesesmal hält nur aus der 2. Reihe. Bravo Ampel.