Frieden ist unser Auftrag!  

Bild: Stefan Nold. Spruch auf einem Grabstein im Arheilger Friedhof.

Ihr Lieben! Ich habe Angst. Angst vor dem Krieg. Angst um die Kinder, die Enkel. Jesus sagt: „Selig sind, die Frieden stiften.“ (Mt 5,9)  Frieden ist unser Auftrag! Nach meiner Kenntnis ist das sofort, unverzüglich. [1]  Aber die evangelische Kirche hält Atomwaffen jetzt für eine „Übergangslösung.“ [2] Halt! Stehenbleiben! Nur das Gewissen eines einzelnen Menschen hat bei einem Fehlalarm im September 1983 unsere atomare Vernichtung verhindert. [3] Da war ich 24 und frisch verheiratet. Von jener tödlichen Gefahr wussten wir da nichts, das kam erst viele Jahre später heraus.

Über das Schicksal unserer Kinder und Enkel entscheidet demnächst eine KI, eine kalte Intelligenz. Die hat kein Gewissen und keine Angst. Auf 10% schätzen Fachleute die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschheit auf diese Weise ausgerottet werden wird. [4] Wir haben einen Revolver in der Hand. Die Trommel hat 10 Kammern und in einer davon steckt die Kugel. Weg damit und Jesus nach! Auf zum Frieden mit uns selbst!

Als unsere Kinder klein waren, haben sie aus dem Kindergarten der Michaelsgemeinde ein Tischgebet nach Hause gebracht: „Lieber Gott ich danke dir, dass du uns zu essen gibst.“ Das machen wir bis heute so, denn es erinnert uns daran, dass wir in Gottes Hand sind. Im Gemeindesaal haben wir damals mit der Initiative „Drogenfreier Herrngarten“ mit Junkies und der Sozialdezernentin um eine Lösung gerungen. Vorbei. Im Advent 2024 hat die Zeitung mit den fetten vier Buchstaben den Pfarrer gehetzt [5a], denn Mitfühlen mit Palästinensern ist heute Antisemitismus; Schweigen zu Israels Terror ist „Staatsräson.“

Nein! „Zerbrochene Herzen verbinden“, (Jes 61,1) „den Frieden ausbreiten wie einen Strom“ (Jes 66,12): Dafür sind wir da! Es gab Solidarität [5b], aber das Dekanat hat den Pfarrer abberufen und die Gemeinde aufgelöst. [5c] Ein guter Hirtendienst war das nicht. Auch unser Staat ist kein guter Hirte, der uns zu grünen Auen und frischem Wasser führt. (Psalm 23,2) Der Staat sieht in uns nur das Vieh, das brav die Milch liefert für seinen Krieg, bis die Euter leer gesaugt sind.

Während unseres Ferienaufenthalts Ende Juli 2023 in Allensbach ist dort gerade Dorffest, mit Gottesdienst im Freien. Eine Blaskapelle in Lederhosen macht die Musik. Der Pfarrer hat viele Glocken vor sich aufgebaut, bimmelt damit und fragt die vor ihm sitzenden Kinder nach der Bedeutung. Dann erzählt er von der Zeit, als in Deutschland die Glocken nicht mehr geläutet haben, weil man ihr Metall eingeschmolzen hat, um daraus Panzer und Granaten zu bauen. Da wird es still auf dem Dorffest am Bodensee. Solche Momente lassen hoffen.

„Nun aber.“ (1. Kor 13,13) So hat unser Pfarrer diesen Ostern die frohe Botschaft von Jesus eingeleitet. Mein „Nun aber“ Moment war im Februar 2021, ein Jahr vor Kriegsausbruch, als man bei uns rief: „Wir wollen einen Regimewechsel in Russland.“ [6] „Was haben wir da zu wollen?“ [7] Sind wir wieder die Guten? Das haben wir beim letzten Mal auch geglaubt. Wir sehen den Splitter im Auge des Bruders, den Balken im eigenen Auge (Mt 7,3) sieht meist erst die nächste Generation.

Mein Vater war Flakhelfer mit 16, Soldat an der Ostfront mit 18, 3 Jahre in Gefangenschaft. Seine Erfahrungen und Erzählungen haben mich durchtränkt und dauerhaft gegen den Krieg imprägniert. Auch für ihn stehe ich hier. Ich hoffe, dass ich euch erreicht habe, die Mauern und Denkverbote durchbrechen konnte, die die Rhetorik des Krieges überall errichtet hat.

Glauben, lieben, hoffen (1. Kor 13,13), mitleiden und vergeben, Frieden stiften und helfen: Das sind unsere sieben Aufgaben. Das ist unser Weg in eine friedliche und liebevolle Zukunft. Das ist unser Licht in dunkler Zeit. Im Vertrauen auf einen gnädigen Gott sprechen wir jetzt alle gemeinsam Vers 4 aus Psalm 23: „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“


Das war die Rede, mit der ich die Gemeinde der Kreuzkirche Darmstadt-Arheilgen samt Pfarrer am 10. Mai 2026 zum Ende des Gottesdienstes überrascht habe. „Das hat nicht jedem gefallen“ sagte mir hinterher jemand beim Kaffee und fügte dann hinzu: „Das müsste es viel öfter geben.“ „Ich bin nicht mit allem einverstanden, aber vielen Dank für ihre Courage“, meinte ein anderer. „Übergestülpt“ sei das gewesen, fand eine ältere Dame. „Was sollen wir jetzt machen?“, hörte ich eine andere fragen. Zurück zu Jesus. Zurück zur Bergpredigt. Das wäre ein guter Anfang.

Im Gottesdienst haben wir das Lied gesungen: „Wohl denen, die noch träumen.“ [8] Da heißt es: „Die noch Gefühle zeigen und gegen Unrecht sind, die an der Welt noch leiden und weinen wie ein Kind, die, guter Gott, lass nicht allein. Wir brauchen ihre Wärme. Lass sie uns Vorbild sein!” Das ist meine Hoffnung.

 

[1] Schabowski, Günter (9.11.1989) Pressekonferenz. Ost-Berlin. https://www.youtube.com/shorts/kt_c396euYc

[2] Evangelische Kirche Deutschland (2025) Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick. Evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen, Vorwort, S. 9. 2. Aufl.,  Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt. https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/denkschrift-welt-in-unordnung-EVA-2025.pdf

[3] Petrow, Stanislaw (18.02.2013). Der rote Knopf hat nie funktioniert. Interview, geführt von Stefan Locke. https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/offizier-petrow-im-gespraech-der-rote-knopf-hat-nie-funktioniert-12084911.html Frankfurter Allgemeine Zeitung: Frankfurt.

[4] Krueger, David Scott (Univ. of Montreal) (29.4.2026) „Most AI experts, publishing in the top AI news, think that there is at least a 10% chance of human extinction or something equivalent bad coming from AI.“ Panel Discussion: The Existential Threat of AI and the need for international cooperation mit Bernie Sanders, Max Tegmark (MIT), Xue Lan (Tsinghua Univ) und Zeng Yi (Beijing Inst. For AI Safety)

https://www.youtube.com/watch?v=wjBfS3AEk2c (ab Minute 23:00)

[5a] Detsch, Claudia (17.12.2024) Antisemitismus-Skandal in Darmstadt. Judenhass auf dem Kirchen-Weihnachtsmarkt. https://www.bild.de/regional/hessen/antisemitismus-in-darmstadt-judenhass-auf-dem-kirchen-weihnachtsmarkt-676161b7020f6f676c242829

[5b] Wilde Friedenskirche (März 2025 ) Solidarität mit den Veranstaltern „Anti-kolonialistischen FRIEDENSweihnachtsmarkts Michaelsgemeinde“ https://www.openpetition.de/petition/online/solidaritaet-mit-den-veranstaltern-anti-kolonialistischen-friedensweihnachtsmarkts-michaelsgemeinde

[5c] Stellungnahme der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau (17.12.2025)  https://www.ekhn.de/artikelvorschau/stellungnahme-weihnachtsmarkt-der-michaelsgemeinde

[6] Felbermayr, Gabriel (11.2.2021) im Gespräch mit Katharina Peetz. „Wir wollen nicht weniger als einen Regimewechsel in Russland.“ https://www.deutschlandfunk.de/neue-eu-sanktionen-gegen-russland-europa-allein-kann-nicht-100.html Audiomitschnitt ab 0:1:50. Deutschlandradio: Köln

[7] Nold, Stefan (24.3.2021) Mit friedlichen Grüßen. Zeitgeschehen im Fokus Jg 6, Nr 4/5- Dietlikon.

[8] Rahn, Uwe (2007) Wohl denen, die noch träumen. Melodie: Heinrich Schütz (1661). Lied Nr 41, Gesangbuch  Egplus (3. Auf.l 2017) Ev. Kirche in Hessen-Nassau und die Ev. Kirche Kurhessen-Waldeck.

Stefan Nold

Dr. Stefan Nold, Jahrgang 1959, 1x Ehemann, 3x Vater, 5x Großvater, studierte Elektrotechnik an der TH Darmstadt und promovierte dort über wissensbasierte Fehlerdiagnose. Er arbeitete zuerst einige Jahre als Entwicklungsingenieur bei KSB Pumpen in Frankenthal und gründete 1990 das Ingenieurbüro SOFT CONTROL in Darmstadt (Schwerpunkt: industrielle Bildverarbeitung), wo er bis heute tätig ist. Parallel war er Aktivist und Mitbegründer erfolgreicher lokaler Bürgerinitiativen (Bürgerinitiative BI ONO gegen die Nordostumgehung, “Mucken fürs Mühlchen” zum Erhalt eines Naturbadesees). Seit 2012 schreibt er Essays zu gesellschaftlich relevanten Themen (Humane Wirtschaft, Zeitgeschehen im Focus, overton, globalbridge, manova, u.a.)

Bücher: 2012: Beerdigung, Reifenwechsel, Hochzeit (2012) Justus von Liebig Verlag, Darmstadt. 2024: Kein Frieden – keine Zukunft. Schlagt Brücken und Versteht eure Feinde. Open Source. Download unter: https://overton-magazin.de/wp-content/uploads/2024/07/Nold-KeinFriedenKeineZukunft-24720sN.pdf
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18 Kommentare

  1. (Zitat aus Ihrem Text:) „Als unsere Kinder klein waren, haben sie aus dem Kindergarten der Michaelsgemeinde ein Tischgebet nach Hause gebracht: „Lieber Gott ich danke dir, dass du uns zu essen gibst.““

    Bei uns war es „Komm Herr Jesus, sei unser Gast, und segne, was du uns bescheret hast“.

    Die Gastlichkeit spüre ich bis heute noch als Bestandteil meiner „privaten Person“ 😉 Vielleicht nicht schlecht, sowas als mögliche Prägung schon früh anzubieten.
    Im Buddhismus kennt man das als erstrebenswertes Geistesmerkmal „Großzügigkeit“ …

    Vielen Dank, Herr Stefan Nold, für Ihre Beiträge hier!

  2. Ich konnte vor einiger Zeit einem christlichen Ritus beiwohnen, bei dem ein evangelikal verblendeter Verantwortlicher eine schräge kausale Linie von einem der wichtigsten Denker der Aufklärung und des Naturrechts zu einem der schlimmsten Schlächter des 20. Jahrhunderts zog. Details will ich hier nicht nennen. Da wusste ich wieder, warum ich aus dem Verein ausgetreten bin…

    1. @Schnickschnack Das, was die beschreiben und zurecht kritisieren, hat doch nichts mit Christus zu tun. Diese „christlichen“ Heilsprediger unterscheiden sich in keiner Weise von den Leuten, die sich selbst als „Demokraten“ bezeichnen und dann die Meinungsfreiheit bekämpfen und versuchen, den öffentlichen Diskurs in ihrem Sinne einzuschränken, um ihre Interessen durchzusetzen.

      Es gibt Parteien und Politiker (warum zum Teufel fallen mir jetzt die Namen Markus Söder und Friedrich Merz ein?), die sich als „christlich“ bezeichnen. Ob Jesus Christus Wasser in Wein verwandeln konnte, das kann man bezweifeln. Historisch, politisch und soziologisch betrachtet war dieser Christus ein pazifistischer, basisdemokratischer und kapitalismuskritischer Sozialrevolutionär. Was hat das mit der real existierenden Politik von „C“DU und „C“SU zu tun?

  3. Organisierte Religion(en) als Kontrapunkt zu Gefahr und Mißbrauch zu setzen, ist mit einem Wort krank …eine Verdrängung, Falschdarstellung und naive Sicht, leider noch sehr weit verbreitet. Exemplarisches zur Kenntnisnahme und Selbstanalyse:

    »Du sollst nicht töten«

    i)Die Zehn Gebote stehen in der Bibel, im Alten Testament.

    Doch diese haben nicht die universelle Bedeutung respektive Aussage, die insbesondere die Kirche ihnen propagandistisch unterstellt. Denn…

    [1] Jesus beschränkte seine Gruppe der Erretteten streng auf die Juden, in dieser Hinsicht stand er in der alttestamentlichen Tradition, eine andere kannte er nachweislich nicht. „Du sollst nicht töten“, bezog sich ausschließlich auf Juden. Es hieß vielmehr ganz gezielt: Du sollst keine Juden töten. Die gleiche Ausschließlichkeit beinhalten alle Gebote, in denen von deinem «nächsten« oder »deinem Nachbar« die Rede ist. »Nachbar« bedeutet Mitjude.

    [1] Der Gotteswahn von Richard Dawkins, Kapitel: Liebe deinen Nächsten, Seite 353

    „Gleich nachdem er den Israeliten gesagt hatte, sie sollen nicht töten, befahl er ihnen, zu töten. Die Israeliten sollten in den Krieg gegen die Kanaatiter ziehen um alle zu töten, „auch die Frauen und Kinder und auch das Vieh.

    Im Kontext heißt „Du sollst nicht töten“ folglich nur: „Du sollst keine Mitglieder deiner eigenen Sippe töten“. So hat das Gott damals gemeint, so hat er es praktiziert, mit der Versklavung und Ermordung von Nicht-Israeliten hatte er über die gesamte Bibel hinweg nie Probleme gehabt.

    Auch wenn beispielsweise heute Soldaten mit christlicher Begleitung respektive kirchlichen Segen in den Krieg ziehen um zu töten, gilt sie sollen nicht ihre “Glaubensbrüder” töten, den Feind schon.

    ii) Das erste Sklavenschiff hieß Jesus, der Reformator war ein Judenhasser, die Kirche unterstützte weltweit totalitäre Corona-Maßnahmen und den Nationalsozialismus… Die Tatsache, dass im 21. Jahrhundert Religion weltweit mächtig existiert ist eine klare Absage an die europäische Aufklärung.

    Schon der Kirchenvater Augustinus legitimierte die Gewalt zur Bekehrung von Ungläubigen. Die christlichen Kreuzfahrer wateten auf ihren Weg zum „Heiligen Land“ durch ein Meer von Blut der von ihnen erschlagenen Juden und Muslime. Die katholische Inquisition hat diejenigen, die ihr als Abweichler vom rechten Glauben erschienen, auf grausame Art ermorden lassen. Viele Frauen sind der von katholischen und protestantischen Geistlichen getragenen Hexenverfolgung zum Opfer gefallen. Zwischen Protestanten und Katholiken ist es zu grausamen Religionskriegen gekommen. Der Zerstörung der indianischen Hochkulturen in Südamerika, die im Namen des Christentums organisiert wurde, sind unzählige Indios zum Opfer gefallen. Noch im 20. Jahrhundert haben sich christliche Kirchen immer wieder mit antidemokratischen reaktionären und faschistischen Mächten verbündet.

    Sklaverei

    Die Kirche unterstützte von Anfang an die Sklaverei und verschärfte sie in vielerlei Hinsicht. Laut dem »heiligen«. Thomas von Aquin waren Sklaven »zweckdienlich«. Ein Sklave wurde wie ein Stück Vieh betrachtet. Papst Nikolaus V. legitimierte den Sklavenhandel in seiner Bulle Divino amore communiti (Aus göttlicher Liebe zur Gemeinschaft):

    Am 18.6.1452 legitimierte Papst Nikolaus V. den Sklavenhandel durch eine Bulle, indem er den portugiesischen König ermächtigte, … »die Länder der Ungläubigen zu erobern, ihre Bewohner zu vertreiben, zu unterjochen und in die ewige Knechtschaft zu zwingen«.

    Deshalb war der Sklavenhandel legal und verursachte bei den Beteiligten keinerlei Skrupel. Papst Gregor I. hielt Hunderte Sklaven auf seinen Gütern. Die Kirche behandelte Sklaven wie »Kirchengut« und dieses galt als unveräußerlich. Die Kirche schätzte den Wert von Kirchengütern manchmal nicht nach Geld, sondern nach Sklaven ein. Der »heilige« Martin von Tours (heute in vielen Kirchen abgebildet, wie er seinen Mantel teilt) hielt sich 20.000 Sklaven[3].

    Das erste englische Sklavenschiff hieß »Jesus«[2].

    [2]Weber Hartwig, Die Opfer des Kolumbus, 500 Jahre Gewalt und Hoffnung, Reinbek 1982
    Deschner Karlheinz, Kriminalgeschichte des Christentums, Bd. 3, Reinbek 1990 S.524 [3]

    1. In der frühen Christentumsgeschichte gab es mehrere einflussreiche Bewegungen, die den Gott des Alten Testaments (Hebräische Bibel) strikt von dem Gott des Neuen Testaments trennten.

      Sie sahen im Schöpfergott des Judentums als ein minderwertiges oder gar böses Wesen.

      Beispiele sind der Marcionismus (2. Jahrhundert), die Gnostizismus-Bewegungen (2. bis 4. Jahrhundert), der Manichäismus (3. bis 7. Jahrhundert) ….

      Ganz offensichtlich wird dies in der Bergpredigt Jesu, konkret in den ganz expliziert sogenannten Antithesen (Matthäus 5,21–48)
      ( „Ihr habt gehört, dass gesagt ist… Ich aber sage euch…“)

      Noch konkreter hier das Beispiel, das den Pazifismus quasi definiert :

      „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.
      Ich aber sage euch:
      Leistet dem, der euch Böses tut, keinen Widerstand, sondern wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, dem halte auch die andere hin! “

      Doch Jesus fordert nicht nur Pazifismus, sondern geht weit darüber hinaus: „Liebet Eure Feinde!“

      Was Kaiser Konstantin und seine Kirche daraus gemacht haben (Stichwort:Die Konstantinische Wende), steht auf einem vollkommen anderen Blatt und ist mehr als einer kritischen Betrachtung wert!

    2. In der frühen Christentumsgeschichte gab es mehrere einflussreiche Bewegungen, die den Gott des Alten Testaments (Hebräische Bibel) strikt von dem Gott des Neuen Testaments trennten.

      Sie sahen im Schöpfergott des Judentums als ein minderwertiges oder gar böses Wesen.

      Beispiele sind der Marcionismus (2. Jahrhundert), die Gnostizismus-Bewegungen (2. bis 4. Jahrhundert), der Manichäismus (3. bis 7. Jahrhundert) ….

      Ganz offensichtlich wird dies in der Bergpredigt Jesu, konkret in den ganz expliziert sogenannten Antithesen (Matthäus 5,21–48)
      ( „Ihr habt gehört, dass gesagt ist… Ich aber sage euch…“)

      Noch konkreter hier das Beispiel, das den Pazifismus quasi definiert :

      „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.
      Ich aber sage euch:
      Leistet dem, der euch Böses tut, keinen Widerstand, sondern wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, dem halte auch die andere hin! “

      Doch Jesus fordert nicht nur Pazifismus, sondern geht weit darüber hinaus: „Liebet Eure Feinde!“

      Was Kaiser Konstantin und seine Kirche daraus gemacht haben (Stichwort:Die Konstantinische Wende), steht auf einem vollkommen anderen Blatt und ist mehr als einer kritischen Betrachtung wert!

  4. Zunächst einmal wird KI weltweit für eine Zunahme der Arbeitslosigkeit, für eine weitere Entwertung des menschlichen Individuums bzw. der menschlichen Arbeit, für eine exorbitante Armut insbesondere in den gegenwärtigen Wohlstandsländern ’sorgen‘. In der Folge wird KI die Entfremdung des Homo Sapiens zur naturgegebenen Wirklichkeit und zu sich selbst Gewalt ‚fördern‘.

    Das Weitere wird sich selbstverständlich finden.

    Wie abgrundtief dumm muss man sein, neben dem Kapitalismus, nunmehr auch KI auf den Schild zu heben und vor sich her zu tragen.

    Wie gesagt, der Mensch ist die gefährlichste Fehlentwicklung der Evolution.

    P.S.
    „Bundeswirtschaftsministerin Reiche sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel für die Zukunft der deutschen Industrie. Sie warnt vor strengen EU-Regeln.“ ( https://www.wiwo.de/technologie/digitale-welt/kuenstliche-intelligenz-reiche-sieht-ki-als-ueberlebenschance-fuer-industrie/100218771.html ) – Geht es nicht noch das menschliche Leben verneinender?

    1. Armut ist sicherlich die eine Seite. Auf der anderen Seite wird die KI zu einem gigantischen Reichtum führen. Das Problem dabei ist, dass sich dieser gigantische Reichum nur auf extrem wenige Menschen konzentrieren wird, für die das Wort „Superreiche“ nicht mehr ausreicht. Das sind dann Supersupersupersupersuperreiche, denn das Adjektiv „super“ kann man nicht steigern.

      Die politischen und journalistischen Stiefellecker der Supersupersupersupersuperreichen wollen selbstverständlich auch davon profitieren. Denen ist es vollkommen egal, wie viele Menschen dabei draufgehen.

      Wenn man die Evolution historisch nüchtern und bei Lichte betrachtet, dann ist der Mensch nicht die Krönung der Schöpfung, sondern ein Irrläufer der Evolution.

      1. Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen! Ich sage: Der Homo Sapiens ist die gefährlichste Fehlentwicklung der Evolution!

  5. 10%, das sind 10% von was? Dass die demnächst stattfindende Ausrottung der Menschheit durch einen Atomkrieg stattfindet statt durch ökologisches Desaster, eine laborgezüchtete Pandemie oder einen Gammastrahlenblitz in der Milchstrasse, der zufällig in unsere Richtung zeigt? Oder die Gefahr einer Ausrottung gegenüber Weiterwursteln für ein Weilchen, bis die Evolution zuschlägt, weil wir das Denken an KIs outgesourced haben?

    Machen wir uns nichts vor, die Menschheit leidet unter Schwarmdummheit. Einzeln durchaus denkfähig, aber sobald einer zum Leitaffen aufsteigt, schrumpft der Denkapparat auf Gier und Machterhalt bei dem Leitaffen und Kadavergehorsam bei der Herde. Vielleicht sollten wir den Orang Utans stattdessen eine Chance lassen, die kriegen das bestimmt besser hin.

  6. Da will unser Leo versteckt seine Hamas-Propaganda unters Volk bringen. Das rote Dreieck ist nun eindeutig als Mordaufruf zu sehen, was gerichtlich festgestellt wurde. Aber das ist ja nur ein Schlüsselsanhängerchen. Och ganz harmlos. Sodann soll die Hamas „from the river to the sea“ von der Hamas regiert werden. Klasse. Wo es dann zugeht, wie am 7. Oktober. Ich bin hier ausnahmsweise aufseiten der Bildzeitung, deren Kommentar unter 5a abgedruckt ist.

    Wir werden von Kriegstreibern regiert und die Friedenstauben machen Propaganda für eine Terrororganisation. Na, da wird es ja richtig heftig knallen, schätze ich.

  7. Dem Mann, dem „Russen“, ohne dessen Mut und Entschlossenheit wir alle heute nicht mehr hier wären, gebührt sicherlich die Ehre, namentlich in Erinnerung zu bleiben!

    Es war der Offizier Stanislaw Petrow, der, als 1983 das satellitengestützte Frühwarnsystem der UdSSR 5 anfliegende US Atomraketen erkannte, dies nicht weitermeldete und so den atomaren „Zweitschlag“ verhinderte, den US als Erstschlag betrachtet hätten, denn die 5 anfliegenden Atomraketen waren nur Reflexionen von Sonnenlicht auf Wolken.
    Doch dies war kein Einzelfall!

    Eine Analyse der UNO – „Understanding Nuclear Weapon Risks“ – kam auf über 20 solcher Vorfälle, menschlichen oder technischen Versagens, die fast zu einem Atomkrieg geführt hätten!

    Wer Anbetracht dessen heute immer noch glaubt, Aufrüstung würde Frieden und Sicherheit garantieren, dem hoffe ich mit den folgenden Fällen helfen zu können, die Lügen einer durch Lobbyisten des militärisch-industriellen Komplexes gesteuerten Politik zu durchschauen:

    1962 – Die Kubakrise (B-59 U-Boot): Ein sowjetisches U-Boot wird von US-Zerstörern mit Übungs-Wasserbomben bedrängt. Der Kommandant glaubt, der Krieg habe begonnen, und will einen Nukleartorpedo abfeuern. Der Offizier Wassili Archipow verweigert als einziger die nötige Zustimmung und verhindert den Abschlag.

    1979 – Der NORAD-Computerfehler: Ein US-Frühwarnzentrum meldet einen massiven, vermeintlich sowjetischen Erstschlag mit Hunderten Raketen. Die Atombomber werden startbereit gemacht und Abfangjäger heben ab. Die Überprüfung zeigt: Jemand hatte versehentlich eine Test-Simulationssoftware in den Live-Computer eingespielt.1980 – Der defekte Computerchip: Erneut meldet das US-Militär einen sowjetischen Raketenangriff. Die Sicherheitsstufe wird erhöht und die Triebwerke der Präsidentenmaschine (Doomsday Plane) starten. Ursache war ein einziger defekter Mikrochip im Wert von unter 50 Cent, der Zufallszahlen in das System einspeiste.

    1983 – Das Able-Archer-Manöver: Ein NATO-Großmanöver simuliert den Übergang zu einem Atomkrieg so realistisch, dass die sowjetische Führung an einen echten, getarnten Erstschlag der USA glaubt. Die Sowjetunion versetzt ihre eigenen Nuklearstreitkräfte in höchste Gefechtsbereitschaft und lädt Atomwaffen auf Bomber.

    1995 – Der norwegische Raketen-Zwischenfall: Wissenschaftler starten eine Forschungsrakete zur Erforschung von Nordlichtern. Obwohl Norwegen die russischen Behörden vorab informierte, erreicht die Meldung nicht die Kommandozentrale. Präsident Boris Jelzin wird der Atomkoffer aktiviert übergeben, bevor die Rakete als harmlos erkannt wird.

  8. Lieber Herr Nold,

    vielen Dank für ihren berührenden Artikel, der den Kern der christlichen Botschaft von Jesus
    herausstellt.

    Leider bewegen sich unsere Kirchen wieder auf einer ganz ähnlichen Schiene wie vor und während des 2. Weltkriegs. Sie haben ihre damaligen Fehler nicht augfgearbeitet und schicken sich nun an, diesselben heute zu wiederholen.

    Solange es hierzulande noch Menschen wie Sie gibt, mit einem gewissen, wenn auch viel zu geringen Einfluß und solange solche Artikel noch veröffentlicht werden, besteht noch Hoffnung (wenn auch nur eine schwache) für unser Land.

    Ich bin entsetzt darüber, wie schnell es gegangen ist, dass in unserem Land wieder der alte Hass gegen Russland, verbunden mit dem alten Größenwahn, der Realitätsblindheit und schieren Dummheit, ausgebrochen ist.

    1. Dieser Größenwahn brach sich nach 1990 wieder offener Bahn, aber er war schon vorher latent vorhanden. Das beschleunigte sich mit dem Krieg gegen Rest-Jugoslawien 1999 und steigerte sich 2013/14 mit dem Maidanputsch und dem beginnenden Bürgerkrieg in der Ukraine exponentiell. Seit 2022 sind fast alle Dämme gebrochen und man propagiert ganz offen wieder „Kriegstüchtigkeit“ mit einem klar definierten Feindbild. Und die Kirchen marschieren wieder einmal fast widerspruchslos mit. Das einzige, was zu früher anders ist, ist dass deren Einfluss immer weiter schrumpft. Ihr anti-demokratisches und anti-aufklärerisches Gift verspritzen sie trotzdem, oder gerade deswegen, eilfertig, thumb und beschämend. Ein Abbild großer Teile der sedierten Bevölkerung.

  9. Mindestens die Hälfte der Menschen hängt wahnhaften Vorstellungen an. Das sind nicht nur Religion und Aberglauben, das menschliche Gehirn scheint ständig aus irgendwelchem Zeug Bedeutungen zuzumessen.
    Die Frage ist, was bewirkt es. Wenn sich Menschen von der Gestalt, die aus solchem Wahn hervortritt dazu aufgerufen fühlen, sich allen anderen gegenüber friedlich und freundlich gesonnen zu verhalten, kann man dies trotz der zugrundeliegenden Irrationalität mur begrüßen. Beispiele sind das Große Spagettimonster und der klassische Jesus, also der von der Bergpredigt.
    Wenn es aber der Geist des großen schwarzen Lastwagens ist, der dazu auffordert kleine rote Autos platt zu fahren oder irgend eine Gottheit die dazu aufruft Waffen zu horten, um damit möglichst viele verstümmeln und töten zu können und letztlich mit Atombomben zu werfen, gehört der jeweils Gläubige allerdings eingefangen und in die Klapse überführt.

  10. Vielen Dank für Ihre Kommentare, die ich wie immer beantworten möchte, weil zutiefst davon überzeugt bin, dass uns der Austausch von Gedanken weiter bringt.

    @Helgo, Coroner:
    Ihr persönlicher Zuspruch hat mir gut getan. Vielen lieben Dank.

    @Frank Herbert
    Gut, dass Sie in ihrem Kommentar Stanislaw Petrow und Wassili Archipow gewürdigt haben und all die anderen Fälle erwähnt haben, in denen wir knapp an der Katastrophe vorbeigeschrammt sind. Mir ging es in meiner knappen Redezeit darum, dass es eine menschliche Entscheidung war, die uns vor der Vernichtung bewahrt hat.

    @Roland Weinert. Sie treffen den Punkt: KI entfremdet den Menschen von der „naturgegebenen Wirklichkeit. und von sich selbst.“ Social Media helfen dabei.

    @Dirk Freyling
    Ihr Kommentar bzgl. Hexenverfolgung, Inquisition, Kreufahrern, etc. trifft zu. Das Bewusstsein, zu den „Guten“ zu gehören, hat leider zu den fürchterlichsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte verleitet und tut es weiterhin. Die Kirchen sind da an vorderster Front dabei. Da gibt es nichts zu beschönigen. Ihr Beitrag enthält aber auch mehrere sachliche Fehler:
    1. Als Moses mit den 10 Geboten vom Berg Sinai herunter kommt, stellt er fest, dass das Volk ums Goldene Kalb herum tanzt. Er wird darüber so wütend, dass er befiehlt, jeder sollen seinen Freund, Bruder und nächsten erschlagen. Dreitausend der eigenen Leute (2. Mose 32, 15-29) werden niedergemetzelt. Er missachtet also das Gebot, dass er gerade gegeben hat. Aber Aaron verschont er, der den Tanz ums Goldene Kalb erst angezettelt hat. Ihre Annahme, das Verbot zu töten beziehe sich nur auf die Angehörige des eigenen Volkes, trifft nicht zu. Das macht die Sache nicht besser.
    2. Sie sagen „Der Reformator war ein Judenhasser.“ Jein. Luther hatte den größten Teil seines Lebens nichts gegen Juden, sonst hätte er ja nicht in so kongenialer Weise das Alte Testament vom Hebräischen ins Deutsche übersetzen können und es finden sich beim ihm zu Beginn erst mal keine antisemitischen Äußerungen. Er hatte aber geglaubt, die Juden würden sich durch seine Erkenntnisse zu Jesus bekehren. Als das nicht passierte, war er gegen Ende seines Lebens so wütend und enttäuscht, dass er das widerlichste antisemitsche Zeug von sich gegeben hat, das man sich nur vorstellen kann. Das ist eine Erklärung, keine Entschuldigung. Aber sie zeigt, wie tief auch ein großer Mensch sinken kann.
    3. Sklaverei. Ja, Menschen aus Afrika wurden mit der Bibel in der Hand versklavt. Aber, viele wurden auch mit der Bibel in der Hand befreit. In England war es William Wilberforce, in den USA waren es viele Christen, die Abraham Lincoln dazu drängten, die Sklaverei abzuschaffen. Mit welcher Inbrunst das geschah, können sie hier anhand eines kleinen Beispiels nachlesen:

    https://overton-magazin.de/wp-content/uploads/2024/07/Nold-KeinFriedenKeineZukunft-24720sN.pdf (Seite 128, 2. Abschnitt)

    4. Sie sagen: „Jesus beschränkte seine Gruppe der Erretteten streng auf die Juden.“ Es gibt eine Stelle (Mt 15, 21-28) die das zu bestätigen scheint. Da sagt Jesus: „Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.“ Aber ähnlich wie Jesaja, der am Ende einen neuen Himmel und eine neue Erde für alle Völker verheißt, scheint Jesus im Laufe seiner Wanderschaft zur Erkenntnis gekommen zu sein, dass sich seine Botschaft an alle Menschen richtet. Auch dass er den Samariter (mit denen die Juden nichts zu tun habe wollten), als Vorbild nennt, deutet darauf hin. Der Missionsbefehl aus Mt 28,18 „Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker“ gibt aber vermutlich nur diese Idee wieder, dürfte aber kein O-Ton sein. Was das „gerettet werden “ angelangt :Mit dem Konzept habe ich generell Schwierigkeiten.

    @DirtyOperatingSystem
    Volle Zustimmung. Ich weiß nicht was nach dem Tode kommt. Ich weiß nur eines: Jesus war in der Entwicklung der Menschheit ein Quantensprung. Um es mit Rudi Dutschke zu sagen: „Jesus ist auferstanden, Freude und Dankbarkeit sind die Begleiter dieses Tages; die Revolution, die entscheidende Revolution der Weltgeschichte ist geschehen, die Revolution der Welt durch die alles überwindende Liebe. Nähmen die Menschen voll die offenbarte Liebe im Fürsich-Sein an, die Wirklichkeit des Jetzt, die Logik des Wahnsinns könnte nicht mehr weiter bestehen.“ (Tagebuch, Ostern 1964)

    @Schnickschnack. Zu ihrem 1. Kommentar: Ja, das mag sein. Aber das Angebot ist groß. „Prüfet alles und behaltet das Gute“ heißt es in 1. Thess 4,21.
    Zur ihrem 2. Kommentar, den Größenwahn betreffend: Genau so ist es!

    @Trilex: Teilweise Zustimmung. Meine Mutter hat immer gesagt: „Küsse, die man der ganzen Welt gibt, kosten nichts.“ Dennoch glaube ich, dass es uns weiter bringt, wenn wir an ein höheres Ideal glauben. Trotz allem.

    @pk „Schwarmdummheit“. Ein Wort, das es trifft. Wobei „Schwarm“ gerade auch die bürgerliche Gesellschaft ist. Leider halten die sich oft für besonders schlau, viel schlauer als die dumme Masse. John Pilger hat auf einem Cottage in Kenia irgendwann Leni Riefenstahl getroffen und sie gefragt ob ihre Propagandafilme auch für die liberale Bougeoisie gedacht gewesen seien. Riefenstahls Antwort: „Für genau die!“

    @Artur_C
    Das rote Dreieck ist Bestandteil der palästinensischen Fahne. Die gibt es schon viel länger als die Hamas. Ihre schwarz-weiße Sicht auf diesen Konflikt hilft niemanden und Israel schon gar nicht. Im Gegenteil.

    Vielleicht lesen sie ja mal folgenden Text zu dem Thema
    https://globalbridge.ch/in-memoriam-abie-nathan/

    bevor sie weiter immer in die gleiche Kerbe hauen.

    Ein Wort zum Schluss:
    Viele Friedensbewegte arbeiten sich an den Kriegstreibern ab. Dadurch gerät das Ziel, der Frieden, aus dem Blick. Mit diesem Beitrag wollte ich auf Basis der Bergpredigt einen positiven Kontrapunkt setzen. Seit meiner Aktion „Mit friedlichen Grüßen“ vom Februar 2021 (ist leider nicht mehr im Internet verfügbar) habe ich viel zum Thema Frieden geschrieben. Nun ist Zeit für eine Pause. Was gesät ist, muss nun wachsen. Das Gras wächst nicht schneller, wenn man an den Halmen zoppelt.

    1. If boss looking, simulate some work, if boss not looking, make a coffee brake.
      Die Existenz eines solchen Wesens vorausgesetzt, würde es dann nicht in noch viel perfekterem Maße seinen Ansprüchen entgegenkommen, wenn es gelänge, auch ganz ohne es, das Tun in seinem Sinne auszurichten.
      Ist es vielleicht so, dass die Imaginierung und Ansprache dieses Wesens jeweils ein soziales Bedürfnis erfüllt. Würde es dem Anliegen dieses Wesens nicht eher entprechen, dieses Bedürfnis zu gegenseitigem Nutzen innerhalb der menschlichen Gemeinschaft einzusetzen.
      Nicht, dass ich es irgendjemanden absprechen möchte, einem Folteropfer zu gedenken, auch wenn dieser gut dokumentierte Vorgang bereits 2000 Jahre zurückliegt. Linearität der Zeit ist ohnehin obsolet – wo soll vergangene Zeit denn hingekommen sein. Lediglich unser Bewusstsein bewegt sich auf einem Zeitstrahl. …und Quanten, die interagieren halt.

      1. Nach Amos liest Gott den Frommen die Leviten: „Ich bin euren Feiertagen gram, verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen… Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder, denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören. Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“ (Amos 5, 21-23).

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