
Wie weibliche Soldaten für die Bundeswehr und den geplanten Krieg gewonnen werden sollen.
Eine der seltsamsten Überschriften eines Zeitungsartikels des abgelaufenen Jahres konnte man Ende November lesen: „Frauen sterben gelassener als Männer“ stand da zum Beispiel in den Ausgaben des Stuttgarter Zeitungskartells, wahrscheinlich aber auch in anderen Blättern, denn der Text kam vom Evangelischen Pressedienst epd.
Diese Zeiten des Umbruchs, der Verwerfungen und ständigen Veränderungen, des Durcheinanders und der Willkürisierung bringen täglich aufs Neue Nachrichten hervor, die irgendwie nur noch irrsinnig genannt werden können. Doch sie folgen einer Logik. Kühl und analytisch betrachtet kommt dieses verbale Chaos daher, dass Taten und Worte, Pläne und Begründungen auseinanderfallen. Die politisch-mediale Nomenklatur kann ihre wahren Ziele und Absichten mit ihrer Sprache nur bedingt verklären, weil sie auf die Skepsis der Öffentlichkeit Rücksicht nehmen muss. Noch. Wer den Krieg gegen Russland organisiert, kann nicht sagen: „Wir bereiten den Angriff auf Moskau vor“, sondern muss schwurbeln: „Putin hat den Krieg gegen den Westen bereits begonnen“. Oder: „Sind wir kriegstüchtig?“ Und so weiter.
Die Aussage „Frauen sterben gelassener als Männer“ muss man einen Augenblick auf sich wirken lassen. Erste Reaktion: Handelt es sich nur um eine der Unsinnigkeiten des Systemfeminismus‘, der immerfort Frauen und Männer gegeneinander ausspielen muss? Selbst noch im Tod.
Der Inhalt des fraglichen Artikels ist zwar ein klein bisschen anders als besagte Überschrift, denn es geht im Text nicht darum, dass Frauen gelassener sterben, sondern dass Frauen anders mit dem Tod umgehen als Männer, gelassener. Und zwar weil Frauen es gewohnt seien, Abschied zu nehmen; weil sie sich auf ihren Tod vorbereiteten; weil sie genau hinschauen wollten, während Männer den Tod eher wegschieben würden; weil Frauen sich getrauten, ins Bestattungshaus zu kommen und gedanklich durchspielten, wie sie sterben und beerdigt werden wollten. Deshalb könnten sie auch besser loslassen und seien beim Sterben gelöster. Stichwortgeber ist das Buch der Bestatterin Hanna Roth mit dem Titel: „Sterben Frauen anders? Erfahrungen zwischen Empathie, Stärke und Schmerz“. Was die Autorin noch in Frageform kleidet, bejaht der Artikel dann ungeniert. „Erst im Tod sind alle gleich“, heißt es im Text dann noch, womit die angebliche Ungleichheit beim Sterben unterstrichen wird.
Zweite Reaktion: Man könnte die Frage gerade andersherum betrachten. Stirbt nicht derjenige gelassener, der nicht groß an seinen Tod denkt und alles Mögliche plant? Also die Männer. Doch auch mit dieser Perspektive würde man das gleiche schlechte Spiel betreiben, das da heißt: Frauen versus Männer. Was für eine Konstruktion. Beim Sterben keinerlei Unterschiede unter den Frauen wie unter den Männern. Aber ein prinzipieller und permanenter Unterschied zwischen jeder Frau und jedem Mann, als gäbe es ausnahmslos einen weiblichen und einen männlichen Tod und das Sterben der einen sei das bessere.
Warum dieses Spiel nicht bei anderen Differenzen? Bei Jungen und Alten, Zugewanderten und Einheimischen oder Religiösen und Gottlosen etwa? Sterben Alte gelassener als Junge? Alte Männer etwa gelassener als junge Frauen? Oder umgekehrt: Junge gelassener als Alte? Dann also junge Männer gelassener als alte Frauen? Sterben Christen gelassener als Atheisten? Und christliche Männer dann wiederum gelassener als atheistische Frauen. Wie gelassen stirbt man in Gaza bei Männern, Frauen und Kindern? Und so weiter.
Warum sieht man hier die Absurdität, aber nicht in der sogenannten Geschlechterperspektive?
Weil vernebelt werden soll, dass es wohlhabende Frauen gibt, die gesünder leben und später sterben als etwa sozial schwache und malochende Frauen. Und dass es Männer gibt, wie derzeit in der Ukraine, die jung an der Front sterben, während andere Männer sich vom Sterben freikaufen oder freidelegieren können. Dass das Sterben also weniger eine Geschlechterfrage als eine soziale Frage ist.
„Frauen sterben gelassener als Männer“ – dabei stimmt schon der Befund nicht, wie jeder weiß. Ich war mindestens einmal beim Sterben einer Frau dabei. Auch sterbende Frauen führen einen Todeskampf, können mal gelöst sein und mal verzweifelt. Eigentlich muss man das nicht betonen. Zu sagen, sie sterben gelassener, ist ein Missbrauch dieses höchst individuellen dramatischen Moments für eine politische Agenda. Außerdem haben auch Männer, die sich doch anscheinend nicht oder ungenügend fürs Sterben interessieren, viel Erfahrung mit Sterbenden und Toten. Etwa bei der Feuerwehr oder im Rettungsdienst. Und im Krieg.
Vielleicht kommen wir damit der Sache nun näher. Die Spaltung zwischen Männern und Frauen braucht man, wenn man die Gesellschaft politisch darauf vorbereiten möchte, dass bald über Maßen gestorben werden soll, weil man Krieg führen will. Dabei gibt es dann tatsächlich einen Unterschied zwischen Männern und Frauen, denn bei diesem inszenierten Krieg, den die Regierenden und Besitzenden für dieses Land bereit halten, werden zunächst (junge) Männer sterben – wieder einmal und nicht die Frauen. Die kommen womöglich später dran. Den Frauen wird vermittelt, sie sollen das kommende Sterben ihrer Männer und Söhne und Brüder ertragen, und sie könnten das auch, schließlich seien sie doch so cool gelassen und gewohnt, Abschied zu nehmen.
„Gewohnt, Abschied zu nehmen“ – das ist eine Aussage zum Sterben von Frauen versus Männern, die doppelt verdächtig ist. Genauso wie der Rat, den „Tod ins Leben zu holen“, so die Autorin des genannten Buches. Dieses „Memento mori“, den Tod bedenken, könne einem eine andere Leichtigkeit und Lebensfreude geben. Man werde sich bewusst, dass das Leben nicht unendlich ist und der Tod dazugehöre. Sätze wie Bausteine einer anderen Erzählung.
Den „Tod ins Leben holen“ – das können die Frauen aber nicht nur Zuhause in der Reihenhaussiedlung haben, sondern gerne auch weit weg an der Front. Dort kann man gelassene Tote auf Abruf, sprich: Soldaten sowie gebrauchen. Frauen mit ihren mannigfachen Todeserfahrungen bringen Ruhe ins Krepieren in den Schützengräben.
Da die Frauen allerdings bisher noch nicht überzeugt zu sein scheinen vom Kriegshandwerk, muss ein bisschen propagandistisch nachgeholfen werden. Derzeit sind lediglich etwa sieben Prozent der Bundeswehrsoldaten weiblich. So kann man den Hochruf „Frauen sterben gelassener als Männer“ zugleich verstehen als einen Aufruf an die Frauen, doch zusammen mit ihren Männern in den Krieg zu ziehen.
Man braucht die Frauen aber noch aus einem anderen Grund für die Männer, denn mit deren Kriegsertüchtigungswillen scheint es auch nicht sehr weit her zu sein. Es melden sich einfach nicht genügend Freiwillige. Übrigens auch unter jenen Politikern nicht, die ohne Ende fürs Soldatsein werben und verbieten lassen wollen, dass ukrainische Männer ihr Land verlassen, weil sie nicht an der Front sterben wollen. Und für ihre Frauen und Kinder auch nicht sollen. Und jetzt auch noch Proteste von Schülern, die gegen die Wehrpflicht demonstrieren und laut und direkt sagen, sie wollten noch eine Weile leben und nicht an der Front aufhören müssen zu leben.
Mit Frauen in der Armee soll Druck auf Männer gemacht werden, doch wieder zur Bundeswehr zu gehen.
Die Sendung Kulturzeit des öffentlich-rechtlichen Senders 3sat hat einmal einen TV-Beitrag unter die Überschrift gestellt: „Wehrpflicht-Debatte: Frauen an die Front?“ Die Moderatorin eröffnete den Beitrag mit folgenden Worten: „Falls die Wehrpflicht in Deutschland wieder zurückkommt, wird es dann viel Protest geben? Und wird sie auch für Frauen gelten oder ist am Kasernentor dann doch Schluss mit der Gleichberechtigung?“ Der Frauenbewegten schien nicht aufgefallen zu sein, dass sie ein Recht mit einer Pflicht verwechselte. Übersetzt sagte sie nämlich: „Haben Frauen auch das Recht, einer Wehrpflicht unterworfen zu werden?“ Ein neues politisches Paradigma hat das Denken der Kulturzeit-Redaktion offensichtlich inzwischen vollständig im Griff: ‚Wir brauchen Soldaten! Dazu zählen auch Frauen!‘
Das ist das Paradigma dieser Zeit: Gemeinsam in den Krieg. Aber natürlich nur die armen Frauen mit den armen Männern, die Namenlosen. Die reichen und einflussreichen Männer und Frauen mit den Namen Kiesewetter, Röttgen, Strack-Zimmermann oder Baerbock dürfen zuhause bleiben. Dort braucht man sie, um dann besorgte Heimatfront zu spielen und den Krieg am Brennen zu halten. Auch im Tod sind nicht alle gleich.
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Eine Statistik lässt keinen Rückschluss auf den Einzelfall zu. Andersrum wird eine Statistik nicht durch Einzelfälle widerlegt. In keinem Fall ist es Schuld einer Statistik, wie sie verwendet wird.
Dass „Frauen“ gelassener sterben als „Männer“, mag so sein oder auch nicht, sagt aber nichts darüber aus, ob ein konkreter Mensch entspannt stirbt, ist keine Rechtfertigung für Kriegsdienst und schon gar nicht für Krieg oder Menschenverachtung.
Wer das den Autoren einer Statistik oder gar denen, die darüber berichten, einfach mal pauschal unterstellt, weil er einen vermeintlichen Gegensatz als Aufhänger für seine eigene Meinung braucht, handelt unredlich. Ebenso, wer ein Thema nur aufgreift, um es auf sein eigenes Anliegen umzubiegen.
Danke, der Autor zeigt insbesondere seine Ahnungslosigkeit im Umgang mit Statistik.
Es ist einfach gruselig, mit welchen unterbelichteten Argumenten die mangelnde mathematische Bildung propagiert wird.
„Frauen sterben gelassener als Männer“ – diese Überschrift ist nicht nur schief, sie ist gefährlich. Sie verharmlost das Sterben und verschiebt den Blick weg vom eigentlichen Skandal: dass in Kriegen überhaupt gestorben wird. Ob Männer oder Frauen angeblich gelassener mit dem Tod umgehen, ist dabei völlig irrelevant. Krieg bleibt Krieg. Krieg ist eine Verschwendung von Menschenleben, Ressourcen und Zukunft.
Wer ernsthaft glaubt, das Sterben von Menschen lasse sich durch psychologische oder geschlechtsspezifische Zuschreibungen irgendwie sinnvoll einordnen oder aufwerten, betreibt eine moralische Vernebelung. Der Tod ist nicht gelassen, nicht heroisch, nicht sinnstiftend. Er ist endgültig. Wer tot ist, ist tot – heute, morgen und in tausend Jahren. Er kann nichts mehr bewirken, nichts mehr verändern und nichts mehr beitragen zu einer besseren Welt.
Besonders zynisch ist es, wenn solche Erzählungen in eine Zeit fallen, in der wieder offen über Kriegstüchtigkeit, Wehrpflicht und Frauen an die Front diskutiert wird. Hier wird Sprache benutzt, um das Unfassbare akzeptabel zu machen. Menschen sollen darauf vorbereitet werden, dass sie oder ihre Kinder geopfert werden. Als wäre das normal. Als wäre das notwendig.
Jedes Kind wird geboren, durch Krankheiten getragen, durch Jahre der Fürsorge und Bildung begleitet. Und dann soll dieses Leben am Ende an der Front enden, als Pflicht, als Ehre, als Verteidigung? Das ist kein Mut, kein Fortschritt und keine Gleichberechtigung. Das ist schlicht Schwachsinn.
Wenn jemand Krieg führen will, soll er ihn selbst führen, persönlich, ohne andere vorzuschicken. Krieg wird immer von denen entschieden, die nicht sterben, und von denen ausgetragen, die keine Wahl haben. Solange wir leben, können wir etwas verändern. Wer stirbt, kann nichts mehr tun. Deshalb ist es niemals sinnvoll, für einen Krieg zu sterben, egal ob als Mann oder als Frau.
Danke @Fank, genauso sehe ich es auch. Wie soll man denn gelassen sterben.
Nach dem Motto: Ach dann sterbe ich heute mal so hin…..dum… die …dum ?
Schwachsinn! Man stirbt nicht gelassen, schon gar nicht in einem Krieg.
Da stirbt man mit zerfetzten Gliedern und heraushängenden Gebärmen.
…war mein erster Gedanke. Lange nicht gehört.
BILD ist ja anscheinend heute in den meisten Redaktionen vertreten oder stilbildend.
Eine profane Perspektive hat Herr Moser bei seinen Betrachtung weggelassen: Wenn der Text vom »Evangelischen Pressedienst epd.« kam, ist es naheliegend, dass es eine Art Werbung für die Kirche war, der die Mitglieder & Mitgliederinnen weiterhin eklatant davonlaufen bzw. wegsterben.
Im Abendland ist es gemeinhin ein Reflex bzw. die Konditionierung, sich beim Thema Tod einer Religion zuzuwenden, da sich außer den Profis (Ärtzte, Pflege, Polizei, Bestatter etc.) niemand auf alltäglicher Basis damit auseinandersetzen mag oder soll, es konsumierte sich sonst nicht so schamlos, schlecht für die Wirtschaft bla bla.
Ein guter Artikel von Herrn Moser, der das ganze Tableau der Perversionen unserer politischen und medialen Eliten, Führung, Hirnis teils ironisch und immer mit richtigem Biss dechiffriert.
So, ich kaufe jetzt eine weiße Fahne und denke an den Tod der anderen, die leider erst einmal die falschen sein werden…
Wenn jemand Zeit hatte, sich auf seinen Tod vorzubereiten, im hohen Alter oder bei Krebserkrankungen, dann sind die allermeisten mit einer gewissen Gelassenheit gestorben. Das konnte ich im Hospiz oft beobachten, aber gerne gestorben ist niemand!
Wenn der Tod jemanden plötzlich ereilt, ist von Gelassenheit nichts zu spüren, ganz im Gegenteil, Furcht und Angst waren mit den Händen zu greifen!
So würde es auf dem Schlachtfeld aussehen, mit Gelassenheit ist da nicht zu rechnen, ganz im Gegenteil! Unterschiede zwischen Frauen und Männern sind in solchen Fällen nicht vorhanden, das ist totaler Blödsinn!
„Dulce et decorum est pro patria mori“ ist und war immer schon verlogener Schwachsinn, genauso wie der „In stolzer Trauer“-Unsinn.
Ich habe mal nen Bergmann auf der Intensivstation reinkommen sehen mit aufgerissenem Bauch, noch jung, voller Panik und Todesangst, der fast unmittelbar danach mit vollem Bewusstsein gestorben ist, auch ein 21jähriger mit gerissenem Aortenaneurysma, wo ich live und in Farbe daneben stand.
Nee,nee, das ist kein Spaß und das ganze theoretische Erörtern ist akademisch!
Sich vorzustellen, junge Menschen aufs Schlachtfeld zu schicken, wo sie Tod, Verstümmelung, Angst und Elend erwarten, hat nichts heroisches an sich!
Politiker, Wirtschaftsführer und Offiziere, die bereit sind Menschen in den Tod zu schicken, dies sogar bewusst herbei führen, sind für mich Verbrecher!
Nichts, aber auch gar nichts rechtfertigt solche Handlungsweisen!
Kriegsverhinderung muss daher der Primat jeder Politik sein!
Alles andere ist instituionelles Verbrechertum. Ein jeder, der sich aktiv an Kriegsvorbereitungen beteiligt, auch und gerade Journalisten, ist für mich kriminell.
Erich Maria Remarque lässt in seinem Roman „Der Weg zurück“ einen Protagonisten vor Gericht, an Staatsanwalt, Richter und Honoratioren gerichtet, ausrufen:
„Ihr habt den Krieg nur bis zum Bahnhof gesehen“
So ist das wohl, die Kriegsgeneration ist nicht mehr da, das Kroppzeug, das uns jetzt regiert, sieht den Krieg auch nur bis zum Bahnhof!
Es gibt kein politisches Prinzip, das es wert ist, Menschen in den Tod zu schicken!
Sterben ist kein Spaß, das kann ich jedem versichern!
+++
@Wallenstein: Ihre Schilderungen sind beeindruckend und bewegend.
Und wenn Sie so eindringlich die hässliche Fratze des Todes sowie die möglichen Qualen des Sterbens beschreiben und man dann in den immergleichen Talk-Runden das übliche Pack über Krieg und das Verheizen von Menschen im selben schwafeln hört, als würde es sich um einen völlig normalen Vorgang handeln, dann gehen einem Gedanken durch den Kopf, die leider unters StGB fallen…
Ich möchte noch etwas Generelles off topic hinzufügen: Ihre Kommentare gehören für mich mit zu den besten hier bei Overton. Das musste mal raus!
Schönen Dank für Ihre freundlichen Worte, macht mich ein wenig verlegen…..ich kann mich nur schwer so sehen, dafür habe ich hier schon Dinge gelesen, die mich sehr tief beeindruckt haben, dennoch Danke sehr!
@Wallenstein: Nicht dafür!
@jemp1965:
Dem stimme ich vorbehaltlos zu.
@Wallenstein: Deine persönliche Schilderung vor einiger Zeit über deinen biografischen Hintergrund lieferte mir (in my humble opinion) auch den erklärenden Zusammenhang für deine oft treffsicheren Kommentare, verkörperst Du doch in idealtypischer Weise all die positiven Werte, die das Ruhrgebiet und seine Menschen ausgezeichnet hat. Dieses Besondere ist ja seit ein paar Dekaden leider auf dem Rückzug, doch freut es sehr, wenn diese Menschlichkeit, der Zusammenhalt, die positiven Werte eines sozialen Miteinanders aufscheinen. Vielen Dank dafür.
(Ich hoffe, dass mir, einst geboren im ‚Knappschaftskrankenhaus Gelsenkirchen-Ückendorf‘, diese persönliche Bemerkung zugestanden sei;)
Einmal Nachts aufgewacht, keine Luft mehr bekommen..
In die Küche , an der Spüle rumgehupft und dann ruhig geworden mit dem Gedanken “ Das macht keinen Sinn, und wartete nur noch darauf das es dunkel wird um mich herum“ .
Da habe ich mich entspannt und auf einmal kam ein elender Brennender geschmack in den Mund, und ganz langsam spürte ich wieder wie die Atmung begann.. Dann erst begriff ich, mir war im Schlaf Magensäure in die Lunge..
Als endlich der eklige geschmack im Mund langsam verschwand, Computer an und mich Kundig gemacht internet, und da musste ich ersteinmal lesen wie viele Weltbekannte Künstler genau daran gestorben ist. Bei Ihnen hat das eben nur der Alkohol ausgelöst …
Ich habe mir im diesen Moment gesagt “ Du hast wenigstens fast das Alter dazu, andere bekommen nicht die Chance“ ..
Das ging mir da durch den Kopf, und daher wohl auch diese Gelassenheit dann o)))
In Phasen von Panik (Neurose) sah das aber schon wieder ganz anders aus, die soweit gingen das ich mir sogar gewünscht habe , es möge endlich vorbei sein. Diese Art Erniedrigung, da kommt in mir der Hass hoch o(
Niemand kann sagen wie das ausgeht bei Ihm …
Oma ist friedlich eingeschlafen nach OP, Opa wollte dann nicht mehr, verweigerte alles in Sachen Nahrung und verdurstete … freiwillig..
Ja, so etwas habe ich öfters gesehen.
Bei sehr langen Beziehungen stirbt der überlebende Partner meistens innerhalb eines Jahres.
Bei einigen Paaren habe ich das ebenfalls beobachtet!
Tut mir leid für Ihre Grosseltern und natürlich auch für Sie!
Ist auch kein Spaß!
Ich hatte mit 50 schwere Herzrhytmusstörungen. In der Nacht als ich ein Langzeit EKG trug,
hatte ich 8 Sek Kammerflimmern und dann 9 Sek Herzstillstand. Meine Katze hat mich
geweckt. Zwei Tage später im Krankenhaus wieder Herzstillstand. Ich bin vom Geräusch
des Devibrilators der reingerollt wurde wieder aufgewacht.
Wenn mein Herz jetzt immer wieder mal unruhig läuft, bekomme ich manchmal Panik. Ich werde
sicherlich nicht gelassen sterben.
das kannst so pauschal nicht abtun…
Wer mit soetwas zu tun hat, für den kann es auch für Hoffnung stehen, das dieses elend endlich mal vorbei ist ..
Wenn es rein psychomatisch ist, ich trinke dann Kakau (löslichen) wenn es mich wieder mal aus dem Bett treibt, nicht wegen Herz sondern weil es immer im Moment wo es zum Schlaf übergeht richtig knallt in der rübe und dann ist man putzmunter..
Das Lecithin das man nimmt für die Rohleitungssystem damit der zeug nicht in den Rohren verklebt , ein kleiner Rest bleibt immer im Kakau, hilft mir meist, und dann schlafe ich auch meist ein ohne Probleme !
Natürliche Medizin o)))
Fein….👍👍👍
Rien a ajouter diesmal im positiven Sinne.
++++
Danke!
Was hier gelassen stirbt ist die Intelligenz, möge sie in Frieden ruhen.
++
Was gestorben ist, kann nicht ruhen.
Denn Ruhe ist zum einen eine Folge, andererseits eine Voraussetzung lebendiger (!!!) Anstrengung.
„In Frieden ruhen“ hat einen religiösen Ursprung, da man in Vorzeiten annahm, die gestorbene Person würde in einem Jenseits weiterleben, dort „ruhend in Frieden“ frei von den Lasten und Qualen irdischen Daseins.
Diesen „religiösen Ursprung“ hab ich hier ausgeliehen in etwa so wie „ruhe gibt es nur auf dem Friedhof“, richtiger wäre tatsächlich gewesen: was hier gelassen stirbt ist die Menschlichkeit.
Die ist schon gestorben, seit längerem bereits!
Wer solch Journalismus betreibt , ist doch schon lange Tot , Sein Körper arbeitet nur weiter auch ohne Hirn o(
@kd: Ist aber doch irgendwie tröstlich, denn dann scheint’s doch ein Leben nach dem Tod zu geben, zumindest nach dem Hirntod. (*Zynismus off*)
Einige dürfen Hoffnung haben, andere weniger …o)
I
Andere Frage. *“Sterben Arme gelassener als Reiche?“*
kommt darauf an ob Sie Angst vor der Hölle haben o)))
Wenn man sich ansieht wie transhumanisten und Superreiche am Leben hängen dann beantwortet sich diese frage fast von selbst, Sie haben auch scheinbar „mehr“ zu verlieren und finden sich ungemein wichtig. Aber es muss auch angemerkt werden das die Diskussion darüber ziemlich widerlich ist (wer denn wohl als erstes Sterben sollte oder wem das leichter fällt, eine Verschiebung des Overton Fenster sozusagen)
Nein!
Die Frage war ja auch rein rhetorisch gemeint… 😉
@ Monotonomer: Reiche lassen sich einfrieren, weil sie die Hoffnung haben,
irgendwann, wenn es die Technik erlaubt, wieder aufzuwachen. Arme glauben
vielleicht noch an die Wiedergeburt. Nur als was wacht dann der Arme wieder auf?
„Die Letzten werden die Ersten sein.“ Heißt es.
Ja, ist mir bekannt, aber gestorben wird trotzdem… 😉
Irgendwie ist da schon wieder aus den Dichtern und Denken der Ära Schiller und Goethe ein Volk von im Moment noch nur Richtern, aber wenn es so weitergeht auch wieder Henker, geworden.
Und wenn es zu wenig männliches Kanonenfutter gibt, dann müssen eben die Frauen verheizt werden, alles für das heilige Kapital, damit es sich weiter fleißig in den Taschen weniger mehren kann. Dass sollten doch all die, die nicht der gesegneten Kaste derer denen alles gehört, angehören verstehen und sich mit Freuden verheizen lassen. Eben auch die Frauen.
Weil diese Frau aus einem Umstand eine Kernaussagen trifft, wäre es doch angebracht, diese zu verifizieren und bei der Autorin zu beginnen.
Man sollte dabei immer im Auge behalten: Es geht um wissenschaftliche Erkenntnisse und die sind. eben mit Mühen und Aufwendungen gepflastert und die Kosten sollten auch nicht vernachlässigt werden.
Diese Frau hat also eine Globalaussage getroffen.
Eine Verifizierung bei ihr würde also bedeuten, ihre Gelassenheit zu messen, nachdem sie begriffen hat, was man mit all den Vorrichtungen und Aktionen eigentlich zu tun gedenkt.
Dass dabei Kollateralschäden nicht auszuschließen sind, ist der Geschichte wissenschaftlicher Erkenntnis nur allzu vertraut. Darum sollte sie kein großes Getöse machen, wenn die experimentelle Feldstudie an ihr ganz vollzogen wird….
Übrigens könnte man dies relativierend zur Globalaussage als überprüfenden Felstest bezeichnen.
Leicht sterben meist jene, die sich für die Selbsttötung entschieden haben und solche, die schnell und ohne großen Schmerz entschlafen sowie die, welche sich mit ihrem Tod abgefunden haben. Körperliche Reflexe müssen das dabei nicht unbedingt unterstreichen.
Das Krepieren auf dem Schlachtfeld oder als ziviles Kollateralopfer ist meistens mit der schrecklichste Tod, weil sie von massiven Schmerzen oder Schockzuständen begleitet sind.
Eine zivile und lebensbejahende Sternekultur würde den Weg ins Jenseits so einfach und angstbefreit wie möglich gestalten.
Aber dafür fehlt sowohl eine angemessene Sinn-Interpretation des Lebens, welche beim irdischen Tod nicht enden muss, als auch die Befreiung von Ängsten, wenn dem Tod noch ein langer und nicht absehbarer Leidensprozess vorgeschaltet ist, dieser aber aus religiösen oder anderen Gründen an die eigentlich vorhandenen Wünsche der Sterbenden nicht angepasst werden darf.
Eine in den Zeitgeist passende Parole müsste lauten Männer sind kriegstüchtig, Frauen siegestüchtig. Wär was für die nächste Feministendemonsrration.
„Frauen sterben gelassener“ Lustmörder machen da sicher andere Erfahrungen.
„Und zwar weil Frauen es gewohnt seien, Abschied zu nehmen; “
Ja klar weil sie es gewohnt sind egal was für Kriege und Krisen, es sind normalerweise die Männer die drauf gehen, nicht sie selbst. Sie bekommen maximal einen neuen Mann und unfreiwilligen Sex.
Die Männer wurden getötet, die Frauen versklavt Das ist ein Stereotyp durch alle Zeiten und Kulturen, das nebenbei zeigt Krieg ist nicht primär ein politisches oder wirtschaftliches sondern ein sexuelles Phänomen, alles andere kommt dann sekundär dazu.
Heißt also, trotz aller woken Postmodernität: ihr Männer, reißt euch zusammen, oder wollt ihr bei den tapferen Frauen endgültig als Versager und Schlappschwänze dastehen? Jetzt aber schnell zum Wehrdienst gemeldet und an Front, marsch marsch.
Nee nee, wenn man auf Dauer die Bevölkerung reduzieren möchte, müssen auch die Frauen an die Front. Ein Mann kann in einem kurzen Fronturlaub zwar viele Kinder zeugen, aber eine Frau kein einziges zur Welt bringen. Deshalb hat es mit der Reduktion doch weder in WK1 noch WK2 so richtig geklappt. Man muß für einen Erfolg definitiv auch die Frauen mitverheizen. Und diese Vorbereitungen fangen medial gerade an, das Feld wird vorsichtig vorbereitet. Deshalb werden Frauen jetzt Soldateneigenschaften angedichtet die gar nicht vorhanden sind.
Ich wäre wirklich für einen Feldversuch an der Autorin dieser Hypothese und allen anderen Anhängern dieser. Netterweise läuft ja in der Nähe zufällig gerade so ein kleiner Krieg mit hoher Intensität, 3 Wochen auf dem nächsten AFU Truppenübungsplatz und ab an die Front. Das Ergebnis dauert dann nochmal vielleicht 4 Wochen und die Auswertung auch. Also kein sonderlich langer Zeitraum für einen belastbaren Feldtest zum Wohle der Jugend.
Was ist eigentlich mit dieser evangelischen Kirche los?
Die Atombombe segnen und die Menschen in den Kriegsdienst treiben.
Die Evangelien verklären, aber vom Wort Christi wohl noch nie etwas verstanden haben.
Kann man Christ sein und Mitglied in einer Kirche?
Ich frage für einen Freund.
Für die Evangelikalen in den Staaten kommt die Apokalypse einer Erlösung gleich.
Das ist jetzt aber blöd. Denn ich sterbe weder gelassen noch ungelassen für eine Riege psychopathischer Kapitalagent*Innen und geistesgestörte „Medienschaffende.“ Auch nicht wenn Leyen, Strack, Frau Merz und Co gefallen sind. Ich sammle auch hinterher keine Trümmer auf, sollte es überhaupt Trümmer geben, pflege keine Verletzten und schmiere auch keine Schnittchen.
Du meine Güte, vor 90 Jahren sind Frauen ja noch vergleichsweise gut weggekommen. Wenigstens gab’s das Mutterkreuz …äh ich meinte das gebärende Person 1 Kreuz für’s Produzieren von Jungs.
Das Deutsche Spiegelei in Gold gab es für den gesamten Wurf ab 10 sogar in Gold, da wurden dann auch Mädchen mitgezählt. Der BDM und die SS brauchten schließlich auch Arischen Nachschub zur Herstellung von neuem auch Arischen Kanonenfutter.
Da gab es doch noch diesen Inzuchtglauben an Inzuchteliten.
Die einzig mögliche Kosequenz aus diesem Artikel kann nur lauten: Frauen, und ausschließlich Frauen in den Wehr- bzw Arbeitsdienst und im Ernstfall dann ab mit ihnen an die Front!