
In französischen Südwesten entwickelt sich die Lage fatal. Nun werden sogar Vororte der Großstadt Bordeaux in Sicherheit gebracht. Fast 200.000 Menschen wurden wegen Waldbränden evakuiert, die starker Wind in Richtung Innenstadt treibt. In Spanien ist derzeit vor allem die Hauptstadtregion von Großbränden betroffen. In Spanien sind bis Ende Juli schon 133.000 Hektar abgebrannt, deutlich mehr als in Frankreich und fünfmal so viel wie im Vorjahr. Die Zahl der sich schnell ausbreiteten Großfeuer hat sich verdreifacht.
Der französische Südwesten erlebt derzeit einen Feuer-Albtraum. Zwei beliebte Urlaubsregionen an der französischen Atlantikküste erleben mitten in der Ferienzeit ein Brand-Inferno. Die großen Waldbrände im Departement Gironde bei Bordeaux und bei Biscarrosse, etwas weiter südlich in den Landes de Gascogne, haben dazu geführt, dass knapp 200.000 Menschen – darunter Anwohner und Urlauber – evakuiert werden mussten. Ein Teil der Menschen musste auf dem Seeweg herausgeschafft werden, da die Straßen zum Teil gesperrt oder überlastet waren. Für die Evakuierungen wurden alle verfügbaren Fähren mobilisiert und private Boote requiriert.
„Wir fragen uns, ob das das Ende der Welt ist“, sagte eine Betroffene gegenüber dem Radiosender France Info. Es sieht um Biscarrosse aus, als wäre ein Krieg über die Region gefegt. Das zeigen aufgenommene Videos. Dichte Rauchschwaden durchziehen abgebrannte und verwüstete Häuser, man sieht brennende Campingplätze und unkontrolliert brennende Wälder. Es zeigen sich danteske Szenen, Pferde rannten im Galopp panisch über eine vom Rauch verdunkelte Straße. Sie wurden aus einem Reitzentrum in Biscarrosse freigelassen, da weder Zeit noch Mittel vorhanden waren, um ihre Evakuierung zu organisieren. Dazu sieht man überall Menschen, die wie Flüchtlinge ohne Hab und Gut geflohen sind.
Nach Angaben von Innenminister Laurent Núñez gibt es etwa drei Dutzend aktive Brände im Land. Seit Jahresbeginn sind hier fast 100.000 Hektar abgebrannt. Das ist dreimal so viel wie im gesamten Jahr 2025. Es wurde schon jetzt „ein neuer historischer Rekord“ aufgestellt, erklärt der Innenminister. Das ist ein sehr trauriger Rekord zumal neben den schweren Umweltschäden auch schon zwei Feuerwehrmänner am Flughafen bei Mérignac ihr Leben verloren, als sie von Flammen eingeschlossen worden waren. Allein hier im Südwesten ist mit 40.000 Hektar schon ein größeres Gebiet abgefackelt, als im gesamten Vorjahr in ganz Frankreich.
„Diese Brände sind die beiden Ungeheuer dieses Sommers“, sagt die Präfektin der Region Gironde, Sophie Brocas. Der Wind, der hier am Atlantik auch am Samstag wieder mit starken Böen weht, macht es fast unmöglich, die Brände real einzudämmen. Die Hoffnung ist, dass es vielleicht regnet und sich die Lage entspannt, bevor das Feuer sich in Richtung des Zentrums von Bordeaux weiterfrisst und auch in den Landes weitere schwere Schäden verursacht, wie Brocas erklärt.
Ausgelöst wurde der Brand hier von Menschen, allerdings „versehentlich“, meint die Staatsanwaltschaft. Ursache soll eine Unterholzrohdung durch Beschäftigte des französischen Stromnetzbetreibers Enedis sein. Obwohl sofort Alarm geschlagen wurde, konnte sich der Brand schnell ausbreiten. Das ist eine der stets vorhergesagten Charakteristiken im Rahmen des Klimawandels, der sehr deutlich und noch drastischer am Beispiel des spanischen Nachbarlandes sehen werden.
Die Temperaturen sind hier im französischen Südwesten nun zwar gesunken, es soll auch in den nächsten Tagen wieder eher normale Sommertemperaturen um die 25 Grad haben, bevor das Thermometer am Dienstag wieder auf untypische 34 und am Mittwoch sogar wieder auf 38 Grad steigen soll. In diesem Sommer wurde der neue Rekordwert am „kühlen“ Atlantik mit 43,8 Grad registriert. Um das baskische Biarritz hat sich das Meer schon auf den Rekordwert von 25,3 Grad enorm aufgeheizt. Der bisherige Rekord lag knapp ein Grad darunter. Üblich wären drei bis vier Grad weniger.

Angesichts der sich weiter ausbreitenden Brände hat Frankreich die Aktivierung des Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union beantragt, um die Löschmaßnahmen durch Luftfahrzeuge aus anderen Ländern zu verstärken. Präsident Emmanuel Macron hatte schon die Ankunft von zwei Löschflugzeugen auch Kroatien, zwei aus Portugal sowie zwei schweren Lösch-Hubschraubern aus der Tschechischen Republik und der Slowakei angekündigt. Die Lage sei, „besonders in der Gironde weiterhin äußerst angespannt“, twitterte er auf X. „Diese konkrete, schnelle und einsatzbereite Solidarität ist in dieser schweren Zeit eine wertvolle Stütze“, erklärte Macron und bedankte sich für die Solidarität. Erstaunlich ist, wie wir später an Spanien sehen werden, dass aus Deutschland statt konkrete Solidarität nur warme Luft zu spüren ist.
Für die Ökonomie der Region ist das neben der Umweltkatastrophe ein neuer schwerer Schlag, da die Region stark von den Urlaubern abhängig ist. „Für den Tourismus an unserer Atlantikküste ist dies erneut eine Katastrophe“, erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft Umih der Gironde. Er blickt dabei auf die schweren Brände im Sommer 2022, als etwa 30.000 Hektar Wald abbrannten. Schon damals mussten fast 40.000 Menschen evakuiert werden. Dies war die bis dahin schwerste Waldbrandkatastrophe Frankreichs seit Jahrzehnten. Die wird nun deutlich, erneut in der Gironde, übertroffen.
Die Gründe für die Brände in Südeuropa sind ganz ähnlich, darauf wird weiter unten am Beispiel Spaniens näher eingegangen. Es zeigt sich aber, dass schwere Brände nun auch weit nach Norden vordringen. So war kürzlich auch der Wald von Fontainebleau, südlich der Hauptstadt Paris, von einem Großbrand betroffen, der aber relativ schnell kontrolliert und gelöscht werden konnte. Abgebrannt sind im historischen Jagdrevier der französischen Könige vergleichsweise geringe 1900 Hektar Wald, gut ein Zehntel des ökologisch sehr wertvollen Gebiets. Trotz allem war das ein Großfeuer, da mehr als 500 Hektar betroffen waren.
Spanien ruft zum ersten Mal den nationalen Notstand wegen Bränden aus
Noch nie in der spanischen Geschichte wurde der „Notstand von nationalem Interesse“ wegen Waldbränden ausgerufen. Ohnehin geschah das bisher nur in zwei Fällen, zum ersten Mal überhaupt beim nationalen Blackout im April des vergangenen Jahres. Am Freitag wurde der Erlass im Gesetzesblatt veröffentlicht, der für die große Hauptstadtregion um Madrid und die angrenzende Provinz Avila in der Region Kastilien-Leon gilt. In beiden Gebieten ist die Brandlage völlig außer Kontrolle. Begründet wird der Erlass mit einer „besonders ernsten Lage“, da sich die Brände „schnell ausbreiten“. Es wird ein „gleichzeitiges Auftreten mehrerer aktiver Brandfronten, die Ausbreitung auf bewohnte Gebiete und die Gefahr für die Bevölkerung, die Infrastruktur und die Umwelt“ als Begründung angeführt.
Beantragt hatte den Notstand die rechte Regionalregierung der Hauptstadtregion. Der für Katastrophenschutz zuständige Minister für Umwelt und Landwirtschaft meint, der Brand habe seinen „Höhepunkt“ erreicht. Carlos Novillo fügte an, dass die Feuerfronten so schnell vorrückten, dass sie „alle Löschkapazitäten übersteigen“ würden. Mit dem Notstand ist die Brandbekämpfungs- Koordination in die Hände der sozialdemokratischen Zentralregierung gelegt worden, die sofort Unterstützung von der EU angefordert hat. Erwartet wird, dass vier Löschflugzeuge aus Griechenland und Italien eintreffen, um die spanischen Kräfte zu unterstützen.
Innenminister Fernando Grande Marlaska hatte am Freitag von einem „kritischen Tag“ gesprochen, an dem verhindert werden sollte, dass sich drei Großbrände zu einer riesigen „Monster“ vereinen. Wirklich verhindert werden konnte das nicht, weshalb neue Gemeinden evakuiert werden mussten. Fast 40.000 Menschen wurden bisher evakuiert und weitere 50.000 zum Verbleib in ihren Häusern aufgefordert. Zwei Großbrände westlich von Madrid sind längst verschmolzen. Nun geht es im Kampf der Brandbekämpfer unter Führung des Innenministers darum zu verhindern, dass sich dieses Großfeuer sich auch noch mit dem Brand in Avila vereinigt.
Für die Expertin Marta Corella hätte man es dann mit einem „Feuer-Tsunami” zu tun, der nur noch „sehr schwer zu stoppen” sei. Die Forstingenieurin spricht von einem „sich selbst versorgenden Monster.” Eine solche Vereinigung sei „besonders gewalttätig“, erklärt ihr Kollege José Ramón González Pan: „Durch das Zusammenfließen verschwinden die Flanken der einzelnen Brände, und die Brandfront wird enorm verstärkt.“ Derzeit bewegen sich die Feuerwalzen nicht aufeinander zu, was Hoffnung schafft. Allerdings wird eine Richtungsänderung des Windes prognostiziert, womit die Gefahr wieder steigen würde.
Hoffnung brachte zuvor, dass die dritte Hitzewelle im Juli mit Temperaturen bis zu 44 Grad gerade abklingt. In der Nacht zum Samstag wehte weniger Wind, die Temperaturen waren niedriger und die Luftfeuchtigkeit höher. So breiteten sich Brände nur langsamer aus. Andere Großbrände in der Region, im Nordosten von Madrid, die auch ein Viertel des Naturparks in der Sierra Norte de Guadalajara zerstört haben, konnten stabilisiert werden. Erwartet hatte auch der spanische Regierungschef für Samstag eine „komplexe Situation“ Lage, da wieder Wind aufkommen soll und die nächsten Hitzewellen werden erwartet. Allerdings wollte Pedro Sánchez im Zwangsoptimismus sogar ein „Zeitfenster“ sehen, um am Wochenende die Brände unter Kontrolle bringen zu können.
Waren es früher eher viele kleine Brände, ist eine Tendenz inzwischen sehr deutlich. Die Brände werden immer größer und breiten sich enorm schnell aus. Allein in Guadalajara sind gerade etwa 34.000 Hektar abgebrannt. Diese Fläche ist größer als die, die bei allen Bränden in ganz Spanien bis Ende Juli 2025 abgebrannt ist. Wurden im vergangenen Jahr bis Ende Juli neun Großbrände registriert, sind es bisher schon 29. Es sind schon 133.000 Hektar Land abgebrannt, mehr als fünfmal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Um eine Vorstellung zu haben. Abgebrannt ist bisher ziemlich genau die halbe Fläche des Saarlandes.
Das laufende Jahr hat das Zeug, den Rekord aus dem Jahr 1985 zu schleifen, als 484.000 Hektar in einer modernen Brandrohdung meist über Brandstiftung abgefackelt wurde, um Baugelände, Minen oder Platz für Eukalyptusplantagen zu schaffen. Diese Praxis ging noch lange Jahre weiter und keimte wieder auf, als die Hoffnung aufkam, dass die rechte Volkspartei (PP) das Berggesetz beseitigen könnte. Die Sozialdemokraten hatten nach der Übernahme der Regierung die Umwidmung von abgebrannten Flächen für 30 Jahre untersagt.
Wegen immer größerer Hitze, die auch immer früher die Iberische Halbinsel fest im Griff hat, brechen nun Großbrände früher aus. Die erste Hitzewelle mit bis zu 45 Grad wurde in diesem Jahr extrem früh schon ab dem 21. Juni registriert. Experten wie der Meteorologe Francisco Cacho warnen: „Uns steht noch der gesamte August bevor.” Das ist eigentlich der Monat der Großbrände. Die traurige Liste der größten Brände im Land führen drei Großfeuer im vergangenen Jahr im August in Galicien mit 45.000 Hektar, Zamora-Leon mit 41.000 Hektar und ein weiterer Großbrand in Zamora mit 38.000 Hektar an. Overton berichtete über den fatalen Brandsommer bei Rekordtemperaturen von über 45 Grad.
Mit 13 Todesopfern bei einem Großbrand in Andalusien ist 2026 bereits jetzt eine der tödlichsten Waldbrandsaisons seit Jahrzehnten. Das hat aber mit der Unfähigkeit der andalusischen Regionalregierung zu tun. Die Koalition aus PP und den Klimawandel-Leugnern der ultrarechten VOX-Partei hatten bei dem sich schnell ausbreitenden Großbrand keine allgemeine Warnung auf die Handys geschickt, die sich in der betroffenen Region befanden. Es verbrannten vor allem Touristen und in der Region lebende Ausländer. Es kamen sieben Briten, drei Belgier, eine Französin, eine US-Bürgerin und ein Spanier ums Leben. Ein „Es-Alert“ wurde bekanntlich auch bei der Flutkatastrophe im Oktober 2024 in Valencia erst verschickt, als die Mehrzahl der über 200 Menschen schon ertrunken waren. Verantwortlich war hier ebenfalls die rechte PP-Regionalregierung. Deren damaliger Regierungschef, der in den entscheidenden Stunden unauffindbar dinierte, wurde bis heute nicht zur Verantwortung gezogen.
Vor Bränden, die immer größer werden und sich extrem schnell ausbreiten, hatten Wissenschaftler im Rahmen der Klimakatastrophe stets gewarnt. Der Weltklimarat IPCC hatte vorhergesagt, dass die Lage besonders auf Iberischen Halbinsel auch wegen Dürreperioden immer explosiver werden würde. Öfter auftretende und stärkere Hitzewellen veränderten die „Feuchtigkeit in den Brennstoffen (Vegetation), was das Brandrisiko erhöht, die Brandsaison verlängert und die Wahrscheinlichkeit von Großbränden vervielfacht“, hatte der IPCC vor Jahren prognostiziert.
Die Klimaveränderungen sind aber nur ein Faktor. Experten der Umweltschutzorganisation WWF weisen neben langen Dürrejahren auch auf geschwächte Wälder hin. Zudem waren der Herbst und der Frühling außergewöhnlich regenreich, was erneut zu Überflutungen führte. Das hat zu starkem Pflanzenwachstum geführt. Diese vielfältige Vegetation ist durch die frühen Hitzewellen schnell ausgetrocknet und bietet nun viel Brennstoff und ist sehr leicht entzündlich. Wie in einem Feuer bei Madrid reichte der Funkenschlag einer Erntemaschine, um einen Großbrand auszulösen. Im zweiten Fall war ein brennendes Auto die Ursache und nur im dritten Fall wird Brandstiftung vermutet.
Dass sich Biomasse als Brandbeschleuniger anhäufen konnte, hat auch mit der Landflucht und fehlender Bewirtschaftung großer Gebiete zu tun. „Die Klimakrise in Verbindung mit der Landflucht und dem Verlust der Raumordnung führt dazu, dass die agroforstwirtschaftliche Landschaft gegenüber Bränden immer anfälliger wird“, erklärt Lourdes Hernández. Die WWF-Expertin in Spanien warnt vor Bränden der „sechsten Generation“, die regelrechte „Feuerstürme“ erzeugen könnten. Sie kritisiert die fehlende Prävention: „Wir brauchen einen Strategiewechsel, der über die Brandbekämpfung hinausgeht und eine ganzheitliche Bewirtschaftung anstrebt“. Es gebe nur „geringe Vorbeugungs-Investitionen“, 80 Prozent des Geldes würde für Brandbekämpfung ausgegeben, nur 12 Prozent für Prävention.
Mittel zur Brandbekämpfung und -prävention wurden von rechten Landesregierungen gekürzt
Wo die rechte PP mit der ultrarechten VOX regiert, wird sogar die Axt angesetzt. In Kastilien-Leon, wo im vergangenen Jahr zwei der schwersten Brände in der spanischen Geschichte wüteten, waren die Mittel für Prävention sogar um fast 90 Prozent gekürzt worden. In Andalusien, wo nun ebenfalls eine PP-VOX-Koalition regiert, wurde die ohnehin geringe Zahl von Einsatzkräften für Brandbekämpfung und -Prävention um weitere 14 Prozent von 698 auf 602 reduziert.
In Madrid, wo die Isabel Ayuso regiert, die kein Problem hat, „Faschistin“ genannt zu werden, hatten Feuerwehrleute schon im April gewarnt, dass die Brand-Vorbeugung um 50 Prozent reduziert worden sei. Es geht sogar noch schlimmer. 62 Feuerwehrleute berichten, trotz der Notlage nicht aktiviert worden zu sein. Die Regionalregierung rufe zwar den Staat zu Hilfe, „setzt aber nicht das gesamte Personal für die Waldbrandbekämpfung ein“, schreiben sie auf X. Sie hatten wegen prekärer Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung gestreikt, wegen der Großbrände aber ihren Einsatz beantragt. Sie haben nun mitgeteilt, sich auf eigene Faust mit eigenen Mitteln in die Brandregion zu begeben, um dort die Kollegen und Kolleginnen zu unterstützen.
Das Vorgehen hat auch zu einer scharfen Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der Regional- und der Zentralregierung gesorgt. So hatte der sozialdemokratische Verkehrsminister Oscar Puente die PP-Regionalregierungen scharf angegriffen, weil die Mittel für Brandbekämpfung zusammenstreichen, dann die Zentralregierung um Hilfe bitten, konkret den Einsatz der militärischen Notfalleinheit UME fordern. „Uns allen ist klar, dass die UME mittlerweile die neue Feuerwehr der von der PP regierten Regionen ist.“ Die sparten so viel Geld, das „über Steuersenkungen für Reiche“ ausgefallen ist „und bitten dann die Regierung, ihnen aus der Patsche zu helfen“.
Die PP-Regionalregierungschefin von Madrid schlug sofort zurück. Ohne Puente zu benennen, nannte sie ihn einen „Versager“, der die „Stimmung“ anheize. Ayuso fügte an, sie konzentriere sich dagegen darauf, „zu helfen“ und „die Zusammenarbeit aller zu suchen“. Jetzt müsse man sich „an die Arbeit machen und mit dem Blödsinn aufhören“. Danach könne man wieder zum gewohnten Schlagabtausch“ zurückkehren.
Da Ayuso gerne die Stimmung im Land anheizt und auch mit Fake polarisiert, schoss Puente wieder wenig elegant zurück, der auch gravierende offenen Flanken hat, wie die gravierenden Zugunfälle zeigen. Die Madrider Präsidentin lebe nur davon, die Stimmung aufzuheizen. „Jetzt bittest du genau jene Regierung um Hilfe, die du ständig beleidigst und herabwürdigst.“ Wenn es in Spanien eine Versagerin gäbe, dann sei sie es, schrieb der Verkehrsminister. Zielführend ist das aber nicht, sondern viel besser wäre gewesen, nach dem Brandsommer 2025 den Regionen gesetzliche Auflagen zur Brandbekämpfung und Prävention zu machen. Das geschieht allerdings nicht.
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