Evangelische Kirchenleitung für „Kriegstüchtigkeit“

Friedensdekade 2914
Bild: Friedensdekade 2014, Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V. (AGDF)

Die Kritik am neuen staats- und militärnahen Kurs der EKD reißt nicht ab. – Ein Sammelband erschließt jetzt 35 Widerworte aus kirchlichen Initiativen, Publizistik, Friedensbewegung, Wissenschaft und christlicher Basis

Der Verfasser hat im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie eine Sammlung kritischer Stellungnahmen zum jüngsten EKD-Dokument über Krieg und Frieden herausgegeben. Diese „Umdenkschrift“ wird als freie Digitalversion und als illustrierter Buchband angeboten. Die nachfolgenden Ausführungen lehnen sich mit einigen Abschnitten an das Vorwort der Dokumentation an.

Die Evangelische Kirche in Deutschland präsentierte Anfang November 2025 der Öffentlichkeit eine Denkschrift „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick“ – als Positionierung „angesichts neuer Herausforderungen …“ Das Denkschrift-Lob der im bürgerlichen Diskurs als maßgeblich geltenden Medien fiel ziemlich einhellig aus: „Abschied vom Pazifismus … Im Rahmen der EKD-Synode veröffentlicht die Kirche ihre Friedensdenkschrift und bricht damit mit der Tradition der Friedensbewegung“ (ZDF heute, 10.11.2025). „Die Evangelische Kirche bricht mit ihrer Friedensethik. Laut einer neuen Denkschrift der EKD lässt sich der Pazifismus als generelle politische Ethik ‚ethisch nicht legitimieren‘. Das kommt einem Bruch mit bisherigen Positionen gleich“ (FAZ-online, 10.11.2025). Die ‚Berliner Zeitung‘ legte am gleichen Tag aber etwas Erstaunen an den Tag: „Evangelische Kirche überrascht mit Kurswechsel. – Atomwaffen sind ‚politisch notwendig‘. Die evangelische Kirche passt ihre Friedensdenkschrift an. Atomwaffen gelten nun als unverzichtbar für Sicherheit“ (BZ, 10.11.2025).

1. Warnung vor „unethischen“ Friedensverhandlungen

Viele Passagen der EKD-Schrift – insbesondere Teil 3 der Kursvorgabe „angesichts neuer Herausforderungen“ – lesen sich wie eine militärkirchliche Dienstleistung für den Staat, und das scheint überhaupt der eigentliche Kern des ganzen Dokumentes zu sein (Stichworte: Atombombenbesitz und -teilhabe, Glaube an Abschreckungssysteme, Waffenlieferungen / Waffenexporte, Aufrüstungspolitik, ‚präventive Defensivschläge‘, Militär- bzw. Kriegsdienst als wertgeschätzte Gemeinwesenarbeit [S. 133-134: bei Verpflichtung auch für Frauen!], Wertung bzw. Abwertung der Verweigerung). Allen Ernstes sind die Verfasser bemüht, dem Terminus „Kriegstüchtigkeit“ einen guten Sinn abzugewinnen (S. 64-65)! Von Militarismus und Militarisierung wollen sie nicht reden. Zur Billionenschweren Hochrüstung im Zuge des neuen deutschen Großmachtstrebens fällt der Kirchenleitung nur der pastorale Rat ein: „Aufrüstung allein ist kein Friedensgarant.“ (S. 77)

Passend zur deutschen Staatslinie predigt die EKD-Spitze, dass Friedensverhandlungen in einem heißen Konflikt „nur dann ethisch vertretbar“ seien, „wenn sie … dem Schutz der territorialen Unversehrtheit und Selbstbestimmung dienen“ (S. 75). Empathie angesichts des hundertausendfachen, völlig sinnlosen Sterbens junger zwangsrekrutierter Ukrainer – über Jahre hinweg – ist an dieser Stelle nicht erkennbar.

Jesus von Nazareth hat allerdings nie einem Staatsterritorium irgendeinen hohen Wert zugemessen und schon gar nicht gepredigt, man dürfe für den Staat (oder abstrakte Prinzipien) auch nur einziges Menschenleben (biblisch gesprochen: ein „Ebenbild Gottes“) opfern. Doch das scheint die EKD-Autoren nicht zu interessieren. Sie wollen eine „zeitgemäße“ Ethik mit Anschluss an die vorherrschenden Diskurse – und gehören selbst wohl auch kaum jener Klasse der Habenichtse an, die bei Kriegen für die Welt- oder Staatsordnung der Besitzenden stets den höchsten Blutzoll zu entrichten hat.

Im Übrigen: Wären die deutschen Großkirchen Anwälte der Soldaten (was man begrüßen müsste), so hätten sie ihre militärkirchliche Beteiligung an den „Brunnenbau“-Fiktionen zur Verklärung des Afghanistan-Kriegseinsatzes schon längst öffentlich bedauert und alle traumatisierten Veteranen, deren Leben durch die militärischen Gewaltexzesse am Hindukusch zerstört worden ist, für die Irreführung um Vergebung gebeten. Das Militärkirchenwesen ist von den sinnlosen Leiden der Kriegsdienstleistenden mit einiger Wahrscheinlichkeit gründlicher unterrichtet als jede andere Stelle, aber es lässt die Öffentlichkeit am diesbezüglichen Wissen nicht teilhaben.

Dick unterstrichen wird in der EKD-Denkschrift die Verantwortung zum Schutz vor Gewalt (vgl. z.B. S. 52-54, 117-121). Auch hier wahrt man das staatstragende Tabu und spricht nicht über die wirklichen Weltverhältnisse: Nach dem Völkermord in Ruanda 1994 gab es bei der UNO integre Persönlichkeiten, die die Entwicklung wirksamer (also nicht-militärischer) – präventiver – Strukturen zur Verhinderung von Völkermord auf den Weg bringen wollten. Die Idee einer „Responsibility to protect“ (R2P) wurde indessen frühzeitig durch die Militärideologen instrumentalisiert, missbraucht und verdorben. Während unentwegt Billionen den Rüstungsprofiteuren und Kriegswissenschaften zufließen, bleiben für das Feld von „R2P“ allenfalls Groschen aus der Portokasse übrig. Heute, mehr als drei Jahrzehnte nach Ruanda, verfügt die Weltgesellschaft über ebenso wenig Erkenntnisse, Mittel (Methoden), Akteure und materielle Grundlagen zur Verhinderung von Völkermord wie 1994. Von diesem Bankrott darf aber nicht geredet werden, weil sonst das ganze Kartenhaus des ideologischen Menschenschutz-Geredes zusammenfällt.

Gleichzeitig werden die ohnehin beschämend geringen Budgets für Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und nichtmilitärische Konfliktlösung gnadenlos zusammengestrichen. Die Schauplätze des Leidens sind Legion. Die unterlassene Hilfeleistung und das tatenlose Zuschauen sind permanent (und systemisch). Die EKD-Spitze glaubt aber offenbar unverdrossen an gutgesonnene Akteure in der Staatenwelt, deren ehrliches Bestreben es angeblich sein soll, Menschenleben auf dem Globus zu schützen und zu erhalten. Realistischer als das Nachplappern der militärideologischen Schutzparole (zugunsten von Rüstungsproduktion und Waffenlieferungen) wäre es, mit dem heiligen Augustinus die gesamte imperiale Staatenwelt als ein Gefüge von großen Räuberbanden zu identifizieren, denen das ‚Lebensrecht der anderen‘ rein gar nichts gilt. Etwas Mathematik beim Blick auf die realen Budget-Relationen würde schon helfen, klarer zu sehen.

Passend zu alldem schweigt sich die EKD-Denkschrift auch aus zu den ökonomischen und geostrategischen Zielvorgaben in den Militärdoktrinen der „eigenen Seite“ (einschließlich der militarisierten Abwehr von „unerwünschter Migration“).

Die überkommenen Kriterien der alten „Kriegsethik“ (bellum iustum) sollen jetzt Kriterien der kirchlichen „Friedensethik“ sein (S. 47-49). Wieso zieht man dann nicht wenigsten aus diesem Ansatz den naheliegendsten Schluss für gegenwärtige Schauplätze? Die klassische Lehre verlangt, dass – abgesehen von einer realistischen Einschätzung der Erfolgsaussichten – die Verhältnismäßigkeit der Mittel (proportionalitas in bello) und der Folgen (proportionalitas ad finem) gewahrt werden müsse. Die negativen Folgen einer militärischen Verteidigung dürfen nicht schlimmer sein als die Übel, die man abwehren bzw. beseitigen will. Man darf demnach ein Land wohl kaum mit Waffen so „(tot-)verteidigen“, dass Gräber von hunderttausenden Leichen, eine breite Verwüstung und am Ende ein faktischer Zusammenbruch die Folgen sind – oder (wie in Gaza): auf das Massaker einer Terrororganisation wissentlich mit der Tötung von zehntausenden Zivilisten antworten.

2. Die Evangelische Kirchenleitung will die Bombe nicht verteufeln

Schon 2023 habe ich in einem Overton-Beitrag darauf hingewiesen, dass die deutsche Politik aus dem evangelischen Militärkirchenwesen heraus geradezu ermutigt wird, dem 2017 beschlossenen, 2021 in Kraft getretenen Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) der Vereinten Nationen nicht Folge zu leisten. Solch eine Beratungslinie, die hierzulande Nuklearwaffen einer ethikfreien Imperialmacht mit Erstschlagdoktrin (!) betrifft, hat sich nun in der EKD durchgesetzt.

Die Journalistin und Schriftstellerin Bascha Mika merkt hierzu in der Frankfurter Rundschau an: „… die gefährliche Anbiederung an die Macht scheint kein Tabu mehr. Deutlich zeigt sich das in der Haltung zu Atomwaffen. Hier eiert die Denkschrift atemberaubend herum, um irgendwie christlich und dennoch staatsloyal daherzukommen … Statt Bewahrung der Schöpfung die mögliche Vernichtung der Welt als christliche Risikooption? … Wo bleibt die Verantwortung der Kirche als Gegenkraft, die es angesichts der fortschreitenden Militarisierung der Gesellschaft bräuchte? Wo ist der christlich-ideelle Überschuss für eine gewaltfreie Welt? Stattdessen legt der Rat ein Grundsatzpapier mit realpolitischem Visionsverlust vor. Und ein protestantisches Manifest, das die Kirche weiter in den selbstverschuldeten Bedeutungsschwund treibt“ (FR, 12.11.2025).

Den bislang überzeugendsten Kommentar zum kirchlichen Bomben-Votum hat kein „Revoluzzer“, sondern der evangelische Theologe Michael Trowitzsch (Jg. 1945) verfasst: „Wir Christen? Nach dieser Denkschrift sind wir dabei. Die Warnung des Apostels ‚Stellt euch nicht dieser Welt gleich‘ wird jetzt erneut ausgeschlagen. Praktiziert wird die reine Anpassung an den waffengläubigen Zeitgeist. … Uns Zweitschlag-Christen schreckt die Gefahr keineswegs, den Fortbestand aller Erdendinge aufs Spiel zu setzen. Die ganze Welt ins Unheil zu stürzen. Einen nuklearen Winter heraufzuführen, die Auslöschung allen Lebens auf der Erde. Falls es ‚schiefgeht‘, beim Versagen des Hasardspiels, wird es keiner von uns gewollt haben. Die eigentliche furchtbare Naivität? Sehenden Auges, hochmütig, irrsinnig das Weiterbestehen der Menschheit aufs Spiel zu setzen. ‚Abschreckung‘ als die in dieser Sache einzig gesellschaftlich akzeptierte Denkweise anzuerkennen. Den aberwitzigen Glauben an die Verlässlichkeit der Furcht und an den Terrorismus der gegenseitigen Ängstigung zu teilen. Die hysterische Tabuisierung der Möglichkeit ihres Versagens mitzumachen.“ (zeitzeichen. Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft Nr. 1/2026, S. 48.)

Nur so kann ein Christenmensch schreiben, der noch alle sieben Sinne beieinander hat und mit seinem geistigen Vermögen zumindest anfanghaft den Nuklearpazifismus von Denkern wie Albert Einstein oder Günther Anders nachzuvollziehen vermag.

3. Die Evangelische Kirchenleitung traut Jesu Bergpredigt von der Gewaltfreiheit nichts mehr zu

Die Berpredigt Jesu, die in den Kirchen als feierliches Evangelium verlesen wird, spiegelt das Programm des aktiven gewaltfreien Widerstehens gegen eine brutale imperiale Besatzungsmacht (Rom). Gerade sie – aktueller denn je seit ihrer Niederschrift – soll jetzt nach zwei Jahrtausenden nicht mehr zeitgemäß sein bzw. bestenfalls ein Rezept für den Hausgebrauch.

Der Konfliktforscher Markus Weingardt resümiert in seinem Beitrag zum EKD-Dokument: „Die große Schwäche der Friedens-Denkschrift … besteht darin, dass sie der Gewaltlosigkeit nicht traut. Das ist ebenso erschreckend wie traurig wie folgenreich …, denn indem die Idee und Praxis der Gewaltlosigkeit relativiert und marginalisiert wird, wird zugleich jener marginalisiert, der die Idee und Praxis der Gewaltlosigkeit lehrte und lebte, Jesus selbst … ‚Unerlöste Welt‘ hin oder her: Wer den Glauben an die Kraft der Gewaltlosigkeit aufgegeben hat, was bleibt dem noch? Hoffnungslosigkeit, Resignation? Der Glaube an den ‚Mythos von der erlösenden Gewalt‘? … Wenn Kirche in … einer ‚Welt in Unordnung‘ nicht anderes, nicht mehr zu sagen hat, dann … macht sie sich überflüssig.“

Bei einem kirchlichen Akademie-Studientag in Landau in der vergangenen Woche bedauerte Dr. Christoph Weller, Friedens- und Konfliktforscher an der Universität Augsburg, „dass in der Denkschrift nur der Sicherheitslogik etwas Positives abgewonnen werde, Friedenslogik aber kaum vorkomme“ (Pressemitteilung der Evangelischen Friedensarbeit im Raum der EKD, 31.01.2026).

Nicht einmal die beachtlichen Kompetenzen, die in Landeskirchen hinsichtlich der empirischen Überprüfung von nichtmilitärischer Verteidigung und gewaltfreiem Widerstand anzutreffen sind, werden von den militärgläubigen Machern des EKD-Papiers einbezogen.

(Eine Kirche, die der Aufrüstung assistiert, kann natürlich das Konzept der Sozialen Verteidigung nicht in den Vordergrund rücken. Derweil entzieht die Politik dem gesellschaftlichen und sozialen Gefüge Mittel in Billionenhöhe zugunsten des Militärs und der Rüstungskonzerne. Sie schwächt – unter autoritärer Bedrängung der Ärmsten – ausgerechnet jene Felder, die allein ein Gemeinwesen stark machen können wider Gewalt von innen und von außen. Auf solche Weise wird nicht zuletzt das Wachstum des „rechten Sektors“ im Lande weiter angeheizt.)

4. Konstantinisches Monopol in der Kirche statt Pluralismus

Die konstantinische Kirchenapparatur in Deutschland hat in der jüngeren Geschichte „geistliche Beihilfe“ für die Massenmordmaschinerie von zwei Weltkriegen geleistet. Der deutsche Protestantismus – nicht etwa nur die „Deutschen Christen“ – begleitete mit kriegstheologischen und militärkirchlichen Dienstleistungen für den NS-Staat den bislang unübertroffenen Völkermord im Zuge des sogenannten „Russlandfeldzuges“, dem mehr als 20 Millionen Menschen auf dem Gebiet der Sowjetunion zum Opfer fielen. Bis heute gibt es kein überzeugendes Schuldbekenntnis, das diesem Abgrund irgendwie gerecht würde, und erst recht fehlt eine theologische Klärung der Frage, was denn die massenmörderischen Predigtsalven 1939-1945 in dogmatischer Hinsicht für die „Lehre von der Kirche“ (Ekklesiologie) bedeuten. Das „konstantinische Monopol“ blieb auch nach 1945 in Westdeutschland erhalten. Durchgreifende systemische Veränderungen im Kirchenbau wurden nicht angegangen, denn viele Verantwortliche saßen nach wie vor auf dem „hohen Ross“.

Während uns für die ersten drei Jahrhunderte der Kirchengeschichte kein einziges theologisches Zeugnis zugunsten einer Mitwirkung der Getauften am politischen und militärischen Machtapparat des Staates vorliegt, verkehrten sich die Verhältnisse ab dem Soldatenkaiser Konstantin (Römischer Imperator 306-337 n.Chr.) geradezu ins Gegenteil. Die seit dem 4. Jahrhundert – unter staatlicher Lenkung – durchgesetzte neue konstantinische Richtung ist bis heute namentlich in den deutschen Großkirchen vorherrschend und Maß-gebend (unter Einschluss der alleinigen Verfügungsgewalt über die materiellen Machtmittel der kirchlichen Organisation, siehe Matthäus 6,24: Gott oder das Geld).

Ein besonders beschämendes Kapitel der jüngeren Kirchengeschichte führt uns vor Augen die regelrechte Abwicklung der einstigen „DDR-Kirchen“, soweit diese keinem konstantinischen Paradigma gefolgt waren, durch eine reiche westdeutsche Kirchenapparatur. (Die evangelische Kirche in der DDR lobte die Kriegsdienstverweigerung von Christen als das deutlichere Glaubenszeugnis [dagegen die Denkschrift, S. 124-125, 139], praktizierte nur eine staatsunabhängige Seelsorge für Soldaten und wäre nie auf die Idee gekommen, dem Fetisch der Atombombe eine geheimnisvolle Schutzmacht zuzuschreiben.)

Der überaus selbstherrliche konstantinische Monopol- und Unfehlbarkeitsanspruch gegenüber christlichen „Pazifistinnen und Pazifisten im Sinne der Bergpredigt“ hat in der EKD-Denkschrift „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick“ jetzt ein neues Spitzenniveau erreicht (vgl. z.B. S. 34-35: christlicher Pazifismus ethisch nicht begründbar; S. 127: verdeckter Drückeberger-Vorwurf).

Bei der friedensethischen Machtfrage will man das gegen autokratische Verhältnisse gerichtete ideale Lob von Pluralität und Pluralismus im eigenen Raum auf einmal nicht gelten lassen. (Pluralität und Pluralismus sind „Spitzen-Termini“ der EKD-Schrift: S. 8, 13, 18, 19, 36, 37, 41, 42, 43, 46, 49, 50, 51, 52, 54, 55, 60, 73, 87, 88, 93, 95, 99, 100, 131, 144.144, 146!) Ganz oben gilt nur das konstantinische Monopol! Alles andere wird als mystische Spielerei oder persönliche Frömmigkeitsmarotte abgetan.

Würde nun heute ein Bischof im Fernsehen selbstbewusst kundtun, dass unsere „Zivilisation“ allein auf jenem Weg der Gewaltfreiheit, den Jesus vor zwei Jahrtausenden gebahnt hat, dem Abgrund des Atomzeitalters noch entkommen kann, so müsste er sich wohl als Fundamentalist belächeln lassen – auch von vielen leitenden Kirchenfunktionären. So traurig steht es um die nahe Christenheit, die gleichwohl an Weihnachten von einem „Heiland aller Welt“ singt (bis die Augen feucht werden).

5. Verzicht auf Friedenstheologie

Seit den neoliberalen Jahrzehnten imponieren großkirchliche Räume in Deutschland zunehmend als theologiefreie Zonen, wobei sich auch das angewandte „Pastoral-Marketing“ durch eine erstaunliche Inhaltsleere auszeichnet. (Der Kontrast zu den zeugnisbereiten Kirchen in der DDR könnte größer nicht sein.) Der neuen EKD-Denkschrift, die sich selbst ausdrücklich als „Friedensethik“ vorstellt und das Feld der Friedenstheologie an keiner Stelle auch nur benennt, liegt ganz sicher kein theologischer Ansatz zugrunde. Das waltende Paradigma, welches die Bergpredigt aus dem politischen „Verantwortungsdiskurs“ verbannt, folgt nach wie vor dem nationalliberalen Soziologen Max Weber (1864–1920), einem Anhänger des militärisch potenten Machtstaates.

Umso erstaunlicher ist es, wie dem weithin säkularen Publikum an einigen Stellen doch eingestreute theologische Formeln bzw. Ornamente – von „Gottes Friedenshandeln“ bis hin zur „Auferstehung Christi“ – dargeboten werden und zwar so, als sei im Kontext eines von der Anlage her nicht-theologischen Ethik-Traktates eine Vermittlung bzw. Übersetzung für das Lesepublikum gar nicht vonnöten. In schneller Folge kommen dann „erlösungsbedürftige Welt“, „Sünde“ (also der korrumpierte Mensch) und ein Angewiesensein des „gerechten Friedens“ „auf menschliche Freiheit“ (d.i. für die Denkschrift eine von Gott geschenkte Freiheit, „die es zu nutzen und zu erhalten gilt“) zur Sprache (S. 142-143). Alles ist im Bauchladen vorrätig. Ja, was ist er denn nun, der Mensch, in Sünde (Unfreiheit) gefangen oder mit nutzbarer, zu erhaltender „Freiheit“ ausgestattet …? Wer hat solcherlei Mixturen gegengelesen? Wenn man keine Theologie angehen will, wäre es dann nicht besser, auch auf theologische Sprach-Einsprengsel ganz zu verzichten …

6. Militärische Heilslehre: ein Fall für den Sektenbeauftragten

Gleichwohl, man könnte auch im Rahmen von Ethik-Traktaten ein vordringliches Feld jeder biblisch inspirierten Theologie zum Zuge kommen lassen: die Religionskritik – d.h. die Entzauberung der falschen Götter. Wo hätte seit dem letzten Weltkrieg das Militär einen Schauplatz auf dem Globus aufgesucht und das dabei vorgetragene Versprechen einer „Problemlösung“ auch eingehalten? Wie viele Milliarden oder Billionen muss man investieren, um ein Land wie Afghanistan nach zwei Jahrzehnten trauriger zu hinterlassen als es zuvor war (und – ausgehend vom Irak – ganze Armeen von fundamentalistischen Gotteskriegern zu produzieren)? Wann hätte die Rüstungssparte des Konzerns Rheinmetall – um nur ein Beispiel zu nennen – je auch nur ein einziges Produkt hergestellt, das die Welt nachweislich zum Besseren und nicht zum Schlechteren hin verändert?

Jede produzierte Waffe macht die Welt unsicherer und ist ein Raub an den Armen; mit Rheinmetall-Aktien kann man nicht guten Gewissens in den Schlaf gehen – so die frühere Christenlehre. Jetzt aber sollen die profitablen Todesindustrien, die die Mittel so vieler Gesellschaften aufsaugen, und die öffentliche Kampagne zur Kriegsertüchtigung das hohe „Gut der Freiheit“ schützen („Freiheit“: 80 Nennungen in der EKD-Denkschrift). Die historische Rückschau würde uns indessen durchgehend zeigen, dass steigende Rüstungsprofite und Militärdenken mit freiheitlichen Verhältnissen schier unverträglich sind, vielmehr gesetzmäßig jeder Freiheit den Garaus machen.

Der bedeutsamste Motor hinein in eine totalitäre Zukunft sind neben dem politischen und massenkulturell verankerten Militarismus die technologischen Revolutionen der militärischen Beherrschungswissenschaften, von denen die EKD-Spitze naiv annimmt, man könne sie – wie bei den autonomen Totmachsystemen – noch durch Verbote einhegen.

In Auftrag gegeben und vom Staat mit den größten „Haushaltsposten“ finanziert werden Dinosaurier-Projekte der Rüstungsindustrie, die bei ihrem Abschluss ganz sicher schon überholt sind, wegen der astronomischen Investitionen auch bei Funktionsuntüchtigkeit produziert werden und zudem gegen jene oft angeführte Verwundbarkeit der Gesellschaft durch technische Stilllegung zentraler Infrastrukturen des Alltagslebens rein gar keinen Schutz bieten. (Die gleichen Politiker, die in Friedenszeiten nicht einmal das öffentliche Verkehrswesen funktionstüchtig halten können, versprechen aber wirksame Schutz- und Hilfsstrukturen für den Fall eines von ihnen herbeiprophezeiten großen Krieges).

Während die Parlamente weiter auf die Rüstungspropaganda des Gigantischen hereinfallen, ist es keineswegs unwahrscheinlich, dass Innovationen im Miniaturformat ungleich schrecklichere Zerstörungswerke entfesseln können. Kein Geheimpatent wird zudem dauerhaft zu halten sein. Es bleibt dabei: Jeder militärtechnologische „Fortschritt“ macht die Welt unsicherer.

Doch eine rationale Überprüfung („Evaluation“) der Phallus-Bomben und der Verheißungen, die die Religion von der erlösenden Militärgewalt uns Tag für Tag predigt, findet einfach nicht statt. Der Militärglaube gehört zur Matrix des modernen Staates und ist für jede politische Kraft jene Eintrittskarte, mit der allein sie als „regierungsfähig“ zertifiziert wird. Die militärische Heilslehre besteht aus lauter Fiktionen oder längst widerlegten Behauptungen, weshalb sie unbedingt ein Fall für den Sektenbeauftragten der Kirche wäre. Doch das bürgerliche Kirchentum zieht es stattdessen vor, unter Verzicht auf kritische Rationalität die irrationalen Predigten und Dogmen der Militärreligion wie Vernunfterkenntnisse oder Tatsachenwahrheiten zu referieren. Die jüngste Antidenk-Schrift der EKD führt uns das vor Augen.

7. Sündhafte, erlösungsbedürftige Welt?

Wiederholt ist im EKD-Dokument „Welt in Unordnung …“ die Rede von der erlösungsbedürftigen Welt (S. 19, 35, 56, 142, 144). Dieser betrübliche Zustand des Irdischen macht Militär und Rüstungswesen offenbar unbedingt notwendig … Gewiss, der Mensch – das zerbrechlichste, am meisten liebesbedürftige Wesen hienieden – ist aufgrund seiner geistigen Bewusstheit potentiell der „erste Ungeliebte“ der ganzen Schöpfung. Unter diesem Vorzeichen von Angst lauert wirklich das „Böse“ vor seiner Tür – bis hin zum Brudermord. Doch mit dem menschengemachten Programm des Krieges hat kein Schöpfergott die Gattung ausgestattet, sondern erst die Gottheit einer fünf Jahrtausende jungen, auf Herrschaft basierenden Zivilisationsmatrix (die von den Gnostikern intuitiv als Baumeister einer unerträglichen Fremde, d.h. als Urheber des Elends identifiziert wurde).

Die Geschichte des Lebens auf dieser wunderbaren Erde umfasst vier Milliarden Jahre. Seit angenommen 300 Millionen Jahren entwickeln sich die Säugetiere, und vielleicht vor 7 Millionen Jahren gab es bei den Primaten einen Scheideweg, der hin zu unserer Spezies, zum Menschen führt. Seit 300.000 Jahren ist der – außerordentlich zur Kooperation begabte und von Haus aus egalitär ausgerichtete – homo sapiens in seiner heutigen Gestalt auf der Bildfläche sichtbar. Eine Aufrüstung hin zu aggressiven, sehr zerstörerischen Großgebilden der Menschenwelt hat unter dem Vorzeichen einer männlich dominierten Zivilisationsentwicklung aber erst vor weniger als zehntausend Jahren eingesetzt (Stadtstaaten als Folgeerscheinung der landwirtschaftlichen Transformationsprozesse; noch später die Großreiche mit ihrem „Turmbau zu Babel“: Münze – Macht – Militär).

Alle Herrschaftsideologien, die den erst fünf Jahrtausende jungen Staatskomplexen bis heute schier unverzichtbar sind, proklamieren, der „Krieg“ habe zu jeder Zeit – immer – bestanden, sei eine ewige Naturtatsache und werde auch bis ans Ende aller Zeiten Bestand haben. Demgegenüber scheint in der biblischen (und außerkanonischen) Überlieferung des Judentums die – wissenschaftlich allein haltbare – Erkenntnis durch, dass systematische Waffenproduktion (Verarbeitung neuer Metalle) und Kriegskomplexe erst ab einem ganz bestimmten Zeitpunkt der zivilisatorischen Entwicklung zum Durchbruch kommen (Genesis 4,22) und die menschliche Gattung seitdem wie ein böser Fluch bedrücken (Äthiopisches Henochbuch, Jubiläenbuch).

Seit einem Jahrtausend exerziert nun die aggressivste Wirtschaftsweise (Kapitalismus und Vorformen) ihren Siegeszug in den Abgrund hinein. Noch nicht einmal 300 Jahre jung ist sodann die tiefgreifende Umwälzung (in einem Teil der Menschenwelt) aufgrund einer neuartigen Ausbeutung der in kürzester Zeit verpulverten fossilen Energieträger (Kohle, Öl, Gas) im Industrialismus – mit dramatischen Auswirkungen für den ganzen Lebensraum Erde und alle seine Bewohner, auch für die Tiere. Der qualitativ und quantitativ völlig neuartige „Industrielle Krieg“ der Moderne mit schließlich Abermillionen Toten in zwei Weltkriegen gehört erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts zur bedrückenden Last des Menschengeschlechts! Förmlich erst seit gestern (anno 1945) gibt es sodann die Methode der atomaren Massenvernichtung, durch welche die Menschheit – und fast alles Lebendige – erstmalig als Ganzes tötbar geworden ist (Günther Anders).

Wenigstens auf dem Niveau der historischen und anthropologischen Forschung des bürgerlichen Wissenschaftsbetriebs sollte sich eine EKD-Denkschrift bewegen, wenn sie salbungsvoll von einer sündigen „erlösungsbedürftigen Welt“ spricht. (Vgl. H. Meller / K. Michel / C. v. Schaik: Die Evolution der Gewalt. München 2024.) Im Übrigen geht es hinsichtlich der „Kulturerrungenschaft: Krieg“ um eine destruktive „erlösungsbedürftige Zivilisationsform“, die das „Militär als Institution“ und die planmäßige Massenproduktion von Mordwerkzeugen, die man gar nicht essen kann, überhaupt erst hervorgebracht hat. Sie ist weder „die Welt“ noch ein zeitloses Naturphänomen und könnte, nein muss – samt der Militärreligion – auch wieder verabschiedet werden.

8. Pazifismus im Ernstfall der Zivilisation

Die Friedensbotschaft der Propheten Israels (Jesaja 2,2-4; Micha 4,1-3) über ein künftiges Ende des Kriegs-Äons ist keine Weissagung für ein übernatürliches zweites Stockwerk über der Erdenwelt und auch kein vertröstender Verweis auf ein utopisches „Nirgendwo“, das als „Ideal“ irgendwie nützlich sein kann, ohne je Wirklichkeit zu werden. Die prophetische Botschaft galt und gilt vielmehr einer real existierenden Völkerwelt auf dem Erdkreis, d.h. der spätesten – womöglich letzten – Phase im kulturellen bzw. zivilisatorischen Werdegang des homo sapiens.

Die frühen Christen verstanden sich – wie Justin (gestorben 165) – unter Berufung auf das Prophetenwort nachweislich als Vorhut einer neuen Menschheit, die das Kriegshandwerk nicht mehr erlernt, Schwerter stattdessen zu Pflügen umschmiedet (Brot statt Bomben) und – jenseits der aggressiven „Globalisierung“ des Römischen Imperiums – den Weg findet zu einer wahrhaften, dem Leben dienenden Ökumene der Einen Menschheit (u.a. Globalisierung des Mitgefühls).

In nachaufklärerischer Zeit haben einige Denker die prophetische Vision des Völkerfriedens im Sinne von Kants „Ewigem Frieden“ mit einem säkularen Fortschrittsoptimismus verbunden, der angesichts der Weltwirklichkeit wenig überzeugt. Heute wäre es überlebenswichtig, sich an jenen Denkerinnen und Theologen zu orientieren, die das Prophetenwort auf den Ernstfall der Zivilisation beziehen: Ohne einen kulturellen Quantensprung hin zum Weltfrieden ist – zumal seit Zündung der ersten Atombombe – eine Zukunft der menschlichen Gattung gar nicht mehr vorstellbar. Die einzige Alternative zu Jesaja, Micha und Jesus von Nazareth bestünde in unermesslichen Leiden und einem künftigen Zeitalter der ‚Barbarei‘, das jedes Vorstellungsvermögen sprengt.

Aufgrund einer Kapitelüberschrift der EKD-Denkschrift könnte man einen Moment lang vermuten, die Autoren hätten wenigsten ansatzweise ein Verständnis für die Alternativlosigkeit eines „Pazifismus im Ernstfall der Zivilisation“ entwickelt: Die Überlebensnotwendigkeit von Kooperation: Klimafragen und Biodiversitätsverlust im Strudel ungelöster Konflikte.“ (S. 103) Alsbald folgt wieder ein Spitzensatz: „Nur wenn die Welt bewohnbar bleibt, ist menschliches Leben und damit Friedenshandeln in all seinen Dimensionen möglich.“ (S. 105) Wer hätte das gedacht! Der springende Punkt ist doch, dass eine weitere Bewohnbarkeit der Erde unter Beibehaltung der militärischen Heilslehre im atomaren Zeitalter auf Zukunft hin gar nicht mehr vorstellbar ist.

Bereits Entwicklung, Erprobung, Herstellung, Wartung und Trainingsnutzung der uferlosen Rüstungsproduktionen auf dem Erdkreis gehen mit ökologischen Verwerfungen sondergleichen einher und sind mit jedem glaubwürdigen Programm zur Abmilderung der menschengemachten Erderhitzung unvereinbar. Kommen die Waffentechnologien sodann auch zum scharfen Kriegseinsatz, sind der Zerstörung von Lebensgrundlagen keine Grenzen mehr gesetzt. Die globalen Ausgaben für die Erzeugnisse der Todesindustrien steigen nunmehr in Billionen-Schritten an und sie verunmöglichen die Bereitstellung angemessener Mittel für jene Vorhaben, die dem Leben dienen und deshalb unaufschiebbar sind. Da zudem in den Forschungslaboren und Denkräumen das Paradigma der militärischen Beherrschungswissenschaften alles dominiert, können sich die jenseits von Patenten und Profiten angesiedelten Wissenschaften, die auf einer Ehrfurcht vor dem Leben gründen, nicht entwickeln.

Der gravierendste Punkt ist freilich die neuerliche – rasante – Militarisierung der gesamten Weltgesellschaft unter den Vorzeichen von Konkurrenz und Dominanz. Zementiert wird mit den daraus folgenden Strukturen gegenwärtig das ultimative Gegenteil jenes kulturellen, dialogischen und organisatorischen Prozesses von Verbundenheit, in dem die menschliche Gattung sich als Schicksalsgemeinschaft zu verstehen lernt (Gemeinsam-Gewinnspiel) und auf dem ganzen bewohnten Erdkreis jene Kooperation angeht, die allein die ökologische Krise vielleicht noch abmildern und den kommenden Generationen Zukunftsperspektiven eröffnen kann.

Bezogen auf den zivilisatorischen Pazifismus haben die EKD-Kriegsertüchtiger, die sich selbst von der Möglichkeit eines nuklearen Gattungssuizids wenig beeindrucken lassen, wohl nicht gehört, was die Stunde geschlagen hat. Dass sie Weltkirche und globale ökumenische Zusammenarbeit nur in Nebensätzen berühren – bei völligem Desinteresse hinsichtlich einer gemeinsamen Offensive der Weltreligionen für das (Über-)Leben –, das sagt viel über ihren typisch deutschen (nationalprotestantischen) Kirchensinn aus.

9. Ausweg aus dem Imperium der Traurigkeit …

Einen Moment lang gab es die Versuchung, die im Auftrag der „Solidarischen Kirche im Rheinland“ und des „Instituts für Ökumenische Friedenstheologie“ bearbeitete Dokumentation zur neuen EKD-Denkschrift (s.u.) mit dem uns eingesandten Bild einer – von Raubvögeln oder Autoreifen – zerfetzten Taube zu illustrieren. Doch ein solches Bild würde in die Irre führen. Das neue Lesebuch zeigt ja gerade, wie lebendig der friedensbewegte Widerspruch in Kirchenraum und Gesellschaft ist – trotz alledem.

Die Pazifistin Hanna Jaskolski konfrontiert das Publikum gerne mit der provokativen Feststellung: „Millionen sagen: Da kann man nichts machen!“ Seit Veröffentlichung der EKD-Schrift „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick …“, die in das Konzert der täglichen Mantras zur Rüstung für einen dritten Weltkrieg einstimmt, gibt es hingegen unter unangepassten Frauen und Männern eine sehr mutmachende Erfahrung: „Wir sind ja gar nicht isoliert. Wir sind viel mehr als wir dachten. Wir verlernen die Klage ‚Da kann man nichts machen‘ und üben angesichts des Unerhörten in einem allerersten Schritt den Widerspruch ein …“

Wie wohl nie zu den Lebzeiten der meisten jetzt lebenden Menschen hat sich in diesen Tagen ein Gefühl von Vergeblichkeit – einhergehend mit Depression, unproduktivem Zorn oder Gleichgültigkeit – festgesetzt. Die Alten, so sie nachdenklich sind, können das Zeitliche nicht mehr getrost „segnen“, weil sie für die Nachkommenden Schlimmes befürchten. Dass jetzt selbst die Großkirchen ihre zaghaften Einsprüche von gestern beiseitelegen, wirkt auf viele niederschmetternd.

Ein Ausweg aus jenem Imperium der Traurigkeit, das die Menschenwelt mit Waffen und Geld regiert, ist aber ohne Kraftquellen der Freude nicht vorstellbar (das gilt gleichermaßen für fromme wie für nichtreligiöse Akteure des Widerstehens). Aus Verbitterung wird ein überzeugender Widerstand gegen das neue Kriegsdenken in Kirche und Gesellschaft jedenfalls nicht erwachsen. Wo wir das Leben und die Menschen lieben (oder wieder lieben lernen), kann die Revolte beginnen. Die militärnahe EKD-Denkschrift, Zeugnis eines denkbar freudlosen und sich selbst pulverisierenden Kirchentums, gehört schon jetzt zum „Alt-Eisen“.

Ausgaben & Inhalt der „Umdenk-Schrift“

Umdenkschrift zum Evangelischen Diskurs über Krieg und Frieden. Kritische Wortmeldungen aus der EKD-Kontroverse. – Eine Sammlung. Herausgegeben von Peter Bürger im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie (= edition pace Bd. 43). Hamburg: BoD 2026. (ISBN 978-3-6957-4347-6; Paperback; 300 Seiten; elf farbige Abbildungen; Preis 12,99 Euro)

Ausgabe zur freien Verbreitung ǀ Eine Digitalfassung des Bandes ohne Illustrationen ist aufrufbar bei der Solidarischen Kirche im Rheinland , beim Ökumenischen Institut für Friedenstheologie und beim Lebenshaus Schwäbische Alb.

Berücksichtigte Stellungnahmen aus Initiativen/ Gruppen ǀ Aktionsbündnis „Atomwaffenfrei jetzt“ – Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) – Bonhoeffer-Niemöller-Stiftung (Vorstand) – Bundesarbeitsgemeinschaft Linke Christ:innen – Dritte Friedenswerkstatt Bonn – Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) – Gewerkschaftliche Basisinitiative ‚Sagt Nein!‘ – ICAN Deutschland – Initiative Christlicher Friedensruf – Ökumenische Vernetzungsinitiative Casa Comun – Solidarische Kirche im Rheinland (SoKi).

Einzelbeiträge / Textdokumentation ǀ Manfred Alberti – Jakob Augstein – Leo Baeck – Andreas Buderus – Barbara Bürger – Dr. Eberhard Bürger – Peter Bürger – Dr. phil. Dr. theol. Friedrich Erich Dobberahn – Christa Dregger – Prof. em. Dr. Ulrich Duchrow – Dr. Matthias W. Engelke – Christoph Fleischmann – Gerhard Kern – Marcus Klöckner – Karl-W. Koch – Thomas Dietrich Lehmann – Ursula Mathern – Albert Ottenbreit – Dr. Uwe-Karsten Plisch – Clemens Ronnefeldt – Prof. Dr. Dr. Heinrich SchäferJohannes Schillo – Prof. em. Dr. Franz Segbers – Stefan Seidel – Prof. Dr. Egon Spiegel – Dr. Markus Weingardt – Dr. Theodor Ziegler. – Weitere Voten als Zitate in „Kastentexten“.

Peter Bürger

Peter Bürger (Jg. 1961), ist seit dem 18. Lebensjahr organisierter „Lumpenpazifist“ und versteht sich als christlicher Sozialist. Abgeschlossenes Hochschulstudium der katholischen Theologie (jedoch nie in bezahlten Kirchendiensten) und später Krankenpflege-Examen (1992). Nach psycho-sozialen Berufsjahren seit 2003 freier Publizist. Schwerpunkte seiner Forschungen/Veröffentlichungen: Westfälische Regionalgeschichte, Niederdeutsche Literatur (Rottendorf-Preis 2016), Krieg & Massenkultur (Bertha-von-Suttner-Preis 2006), Kriegsassistenz der staatlich subventionierten deutschen Großkirchen in Geschichte & Gegenwart, Friedenstheologie und Pazifismus, Imago der Einen Menschheit. – Leitbild für die eigene Schreibwerkstatt: Wer Quellen liest wird klüger; Mut zum Minderheitsvotum; keine Prostitutions-Dienstleistungen für den Medienapparat der Reichen und die militärische Heilslehre.
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25 Kommentare

  1. Seit 1974 bekunde ich, das diese Religionen verschwinden müssen.
    Die Religionen haben mehr Eid über die Welt gebracht als alle Kriege zusammen.

  2. Danke für den Artikel und die Textsammlung. Es ist die große Ausnahme.

    Es ist entsetzlich wie die Kirchen in Deutschland wiedereinmal ja zum Krieg sagen und das angeblich christliche Kirchenvolk widerspruchsfrei mitmacht.

  3. Haben die christlichen Kirchen nicht immer die Waffen ihrer Herrschenden gesegnet?

    Die Bergpredigt, die alte Friedensbewegung der BRD der 80er Jahre, waren ein Ausrutscher der jetzt korrigiert wird!

  4. Jeder möge sich seine eigene Meinung zu folgenden Dokumenten bilden

    RW, E-Mail 1 vom 21.04.2022:
    Betr.: „Ihr Interview im General-Anzeiger vom 16. / 17. April 2022: Friedensethik / Pazifismus
    Sehr geehrte Frau Ratsvorsitzende,
    verehrte Frau Kurschus,

    ich komme direkt zum Punkt: Die Lehre Jesu – ich spreche immer von der Philosophie Jesu, da ich Agnostiker bin – ist nicht verhandelbar! Ihre Antworten zu den Themenkreisen Waffenlieferungen und Friedensethik im o. g. GA haben mich sehr befremdet, weil Sie damit der Möglichkeit Raum geben bzw. selbige befördern, die Friedenslehre Jesu politisch-staatsutilitaristisch umdeuten / instrumentalisieren und so für Gewaltlegitimation / Durchsetzung egoistischer Partikular-Interessen für ‚Eliten‘ nutzbar zu machen zu können. Das geht gar nicht. Sie segnen damit ferner Waffenlieferungen ante festum. Das halte ich – u. a. die unrühmliche Geschichte der EKD zwischen 1933 & 1945 belegt das – für falsch, denn die Lehre Jesu ist doch deshalb stark und welt-zukunftweisend, mithin Leben bejahend, gerade weil sie sich ‚irdisch-menschlich-politischen‘ Kalkülen komplett entzieht, ja entziehen will! „Wer Dich auf die linke Wange …“ u. a. m. Das ist zwar UTOPIE pur; aber gerade deshalb doch genial!

    In anderen Zusammenhängen schrieb ich in diesen Tagen: „Wann begreift der Mensch, dass die schnellstmögliche Herbeiführung eines größtmöglichen Weltwohles Maßstab allen politischen Handels sein muss?“ Und genau darum geht es ebenso! Wenn der Homo sapiens weiter so handelt wie bisher nach 1945, dann fliegt ihm der Planet um die Ohren. So einfach ist das! Wollen wir das? Können mit Vernunft begabte Menschen das wollen und schweigend-widerstandslos goutieren? Wer schweigt, stimmt zu!“ – Ich schrieb hierzu in diesen Tagen ebenfalls: „Die Kriegsgeneration ist noch nicht ganz kalt, da giert die Enkelgeneration bereits wieder nach Krieg.“ Ja, wie geschichtsvergessen-dekadent ist das denn?

    In diesem Zusammenhang muss ich auf ein anderes Phänomen hinweisen, nämlich die in diesen Tagen erfolgten politischen Angriffe auf Pazifisten und Ostermarschierer seitens Politik: „Volksverhetzung im Jahre 2022 gegen Ostermarschierer / Pazifisten von Alexander Graf Lambsdorff ( MdB )“, nannte ich das. Lesen Sie insoweit bitte meine an den Herrn Alexander Graf Lambsdorff gerichtete E-Mail nebst Anlagen, wenn Sie überhaupt mögen. Man kann diesem Grafen / solchen Menschen doch diese perfiden Behauptungen nicht durchgehen lassen!!!

    Wie kaputt muss die Menschheit erst werden, bis sie offen ist für ein vollständiges Umdenken?

    Der Krieg in der Ukraine ein von USA, NATO, G7-Staaten und EU stillschweigend in Kauf genommener geostrategischer Kollateralschaden? Ich denke gewiss!

    In diesem Sinne hier etwas von einem genialen homo sapiens: https://www.youtube.com/watch?v=62fawgUUpg8 .

    Mit freundlichen Grüßen

    Roland Weinert [ drs. phil. ]
    Magister Artium ( Universität zu Köln, Köln, D )
    Master of Business Administration ( Universität St. Gallen, St. Gallen, CH )“

    *******************************************************************************
    Und hier die Antwort der EKD vom 10.05.2022:
    „Sehr geehrter Herr Weinert,

    vielen Dank für Ihre E-Mail an das Büro der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Dr. h.c. Annette Kurschus. Wir sind gebeten worden, Ihnen zu antworten. Bitte entschuldigen Sie die Verzögerung unserer Antwort. Aufgrund der Vielzahl eingehender Nachrichten können wir nicht immer so zeitnah reagieren, wie wir es uns wünschen würden.

    Der Krieg in der Ukraine ist erschreckend, wirft Fragen auf und hat alte Gewissheiten in Frage gestellt, denen sich auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) neu stellen muss.

    Die Grundhaltung christlicher Friedensethik, dass Waffen für Tod, Zerstörung und Leiden sorgen, sieht sich konfrontiert mit einem auf Präsident Putins Anordnung hin stattfindenden Angriffskrieg auf ein souveränes Land. Das ist ein schwerwiegender Völkerrechtsbruch.

    Die Ukraine wird mit Panzer- und Raketenangriffen überzogen. Menschen werden gejagt, gefoltert, vergewaltigt und auf offener Straße erschossen. Präsident Putin will das Land erobern und seinem Regime einverleiben. Die riesige Mehrheit der Ukrainer will sich wehren, auch mit militärischer Verteidigung und verlangt die Unterstützung der westlichen Nachbarn. Das ist die Situation.

    Der Konsens der Friedenskonsultationen der Synode 2019 (https://www.ekd.de/friedenskonsultation-37092.htm) ist nach den Erfahrungen seit dem Kriegsbeginn am 24. Februar 2022 so nicht mehr selbstverständlich aufrecht zu erhalten.

    Die Stimmen aus der Kirche, wie Deutschland sich dazu verhalten soll, sind vielfältig und konträr. Diese Lage ist ein Dilemma, denn es gibt keine Entscheidung, die allein richtig und nicht zugleich falsch ist. Wie man auch entscheidet, nimmt man hin, dass Menschen umgebracht werden, gefoltert werden, leiden. Auch wenn die Ukraine sich nicht wehrt und keine Waffenlieferungen erhält, wird es keinen Frieden geben. Es wird dann eine Besatzung des Landes und Rache- und Willküraktionen der Sieger geben, sowie ein jahre- oder gar jahrzehntelanges Unrechtsregime im Land.

    Neue Diskussionen werden geführt und werden weiter zu führen sein. Hierbei bleibt es nicht aus, in evangelischer Freiheit in diesem Prozess auch zu unterschiedlichen Bewertungen zu gelangen und diese tolerant aushalten zu müssen. Zudem wird es in unserer evangelischen Vielfalt immer Fragen geben, die im Detail nicht beantwortbar sind, weil es in laufenden Prozessen keine eindeutige Antwort geben kann.

    Sie sind herzlich eingeladen, sich auf der Themenseite http://www.ekd.de/ukraine tagesaktuell zu informieren.

    Die innere Zerrissenheit zwischen der Hoffnung auf eine gewaltfreie Lösung des Konfliktes und dem Impuls, Waffen in die Ukraine zu liefern, um schlimmeres Leid zu verhindern, wird auch in der Stellungnahme der Kirchenkonferenz vom 24.03.22 deutlich, in der die leitenden Geistlichen und Juristen aller Landeskirchen versammelt sind: https://www.ekd.de/www.ekd.de/kirchernkonferenz-betont-selbstverteidigungsrecht-ukraine-72502.htm.

    Auch möchten wir Sie auf die Internetseite der Evangelischen Friedensarbeit aufmerksam machen: https://www.evangelische-friedensarbeit.de/

    Lassen Sie uns vereint bleiben im Gebet um Frieden.

    Mit freundlichen Grüßen und guten Wünschen

    i.A. C. Kreuzburg

    Mitarbeiterin im Team Info-Service der evangelischen Kirche
    Tel. 0800-5040602, E-Mail: info@ekd.de
    facebook.com/ekd.de, twitter.com/EKD

    Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
    Kirchenamt – Stabsstelle Kommunikation
    Herrenhäuser Straße 12, 30419 Hannover
    http://www.ekd.de

  5. RW, E-Mail 2 vom 05.02.2025:

    Betr.: „Kirchen und Politik — EKD, Anna-Nicole Heinrich
    Sehr geehrte Staatsbürgerin Heinrich,

    ihr politisches Engagement im Amt ist dreist und geschichtsvergessen und erfolgt im Stile einer politischen Aktivistin.

    Nur so viel: Es gab Faschisten, Nationalsozialisten, und das alles gibt es auch in Neo / Light. Beweis: Die Relativierung demokratischer Grundsätze, die Verbreitung von Hass und Hetze wie auch Menschenverachtung gegen Andersdenkende auf den Demonstrationen Gegen Rechts. Mehr faschistoides Denken geht fast nicht. Lassen Sie sich getrost weiter vor diesen Karren spannen. Denn das ist wohlfeil.

    Ich schrieb u. a. an den sog. Bischof Jung folgendes, welches ich auch Ihnen und Ihrer Kirche ins Stammbuch schreibe:

    „Sehr geehrter Staatsbürger Jung,

    die beiden großen Kirchen, welche den Nationalsozialismus unglaublich gestützt haben unterm Strich, welche sich zwischen 1933 und 1945 an jüdischem Besitz bereichert haben ohne Ende – was haben sie eigentlich bis dato zurückgegeben? –, stellen sich nun in die Bütt, so auch Sie, greifen in den Wahlkampf ein usw., usw., usw.? Ja, wie perfide ist das denn?

    Und dann insbesondere Ihre Kirche, nach meiner Auffassung eine systemisch agierende, homosexualität- / queerfeindliche ( https://www.lsvd.de/de/ct/958-Vatikan-und-Papst-Katechismus-und-Position-der-roemisch-katholischen-Kirche-zu-Homosexualitaet ) Frauenunterdrückungs- und KinderschänderInnen-Organisation, psychopathologisch und mit mafiösen Zügen … ist gänzlich ungeeignet, irgendwem irgendwelche Ratschläge zu erteilen; insbesondere nicht dem Souverän.

    Kein Gruß […]“

    Zur EKD will ich noch auf Luthers Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ ( https://www.bavarikon.de/object/bav:BSB-CMS-0000000000001263 ) aufmerksam machen: mehr Antisemitismus ( Antijudaismus ) geht fast nicht. Diese Schrift war und ist u. a. eine Anleitung zum Verbrennen von Juden, ihren Kulturgütern u. a. m.

    Keine Grüße

    Roland Weinert [ drs. phil. ]
    Magister Artium ( Universität zu Köln, Köln, D )
    Master of Business Administration ( Universität St. Gallen, St. Gallen, CH )“

    *******************************************************************************
    Und hier die Antwort der EKD vom 17.02.2025:
    „Sehr geehrter Herr Weinert,

    vielen Dank für Ihre Nachricht an Frau Präses Anna-Nicole Heinrich. Sie hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.

    Frau Präses Heinrich versteht sich nicht als politische Aktivistin. Sie vertritt in ihren öffentlichen Äußerungen als Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Positionen und Beschlüsse, die in demokratisch legitimierten kirchlichen Gremien mit Mehrheit getroffen wurden.

    Gerade vor dem Hintergrund, dass sich der christliche Glaube dem Nationalsozialismus nur in wenigen Ausnahmefällen widerständig entgegengestellt hat, sieht es Frau Präses Heinrich als wichtig an, dass die evangelische Kirche sich in der Gegenwart klar und deutlich gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Gesellschaft und Kirche äußert.

    Die Synode der EKD, die Frau Heinrich leitet und nach außen vertritt, hat bereits mit einem Beschluss im November 2023 festgehalten, dass menschenverachtenden Haltungen und Äußerungen insbesondere der rechtsextremen Kräfte innerhalb der AfD mit den Grundsätzen des christlichen Glaubens in keiner Weise vereinbar sind. Völkisch-nationale Gesinnungen sowie demokratiefeindliche bzw. demokratiezersetzende Äußerungen und Verfahrensweisen weiter Teile der AfD stehen ebenfalls im Gegensatz zu zentralen christlichen Inhalten und sozialethischen Positionen der Evangelischen Kirche in Deutschland.

    Wie Sie richtigerweise hervorheben, haben Antijudaismus sowie Judenhass eine lange und unselige Geschichte in der Evangelischen Kirche. Infolge des Beschlusses „Christlicher Glaube und Antisemitismus sind unvereinbar“ der Synode der EKD wurde die Kampagne „Kirche gegen Antisemitismus“ gestartet. Informieren Sie sich gerne über die Aktion auf der Website: https://www.ekd.de/kirche-gegen-antisemitismus-84622.htm

    Kirchliche Äußerungen sind nicht parteipolitisch in dem Sinne, dass sie nur die Linie einer Partei oder eines Parteienspektrums vertreten, sondern dass sie an grundlegende Aspekte unseres gesellschaftlichen Miteinanders, wie Menschenwürde und rechtsstaatliche Standards, erinnern. Sie folgen hierbei nicht dem „Wählerwillen“ oder demoskopischen Erhebungen, sondern basieren auf verantwortungsvoller theologisch-ethischer Reflexion. Ein Beispiel ist hierfür das gemeinsame Wort der Deutschen Bischofskonferenz sowie des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland von 2021 „Migration menschenwürdig gestalten“.

    Der Streit ist für eine lebendige Demokratie essenziell. Deshalb ist es notwendig, sich im respektvollen Dialog mit unterschiedlichen Positionen auseinanderzusetzen. Pauschal Demonstrierende zu verunglimpfen oder Behauptungen aufzustellen, erachtet Frau Präses Heinrich als falsch.

    Frau Präses Heinrich wünscht Ihnen alles Gute und Gottes Segen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Kilian Deyerl

    Persönlicher Referent der Präses und des Präsidiums der Synode der EKD
    Kilian Deyerl

    Büro der Präses und des Präsidiums der Synode der EKD
    Gremienbüro
    T. +49 511 2796-8383
    M. +49 151 10619043
    kilian.deyerl@ekd.de

    Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) Kirchenamt
    Herrenhäuser Str. 12
    30419 Hannover

    http://www.ekd.de

    1. An dieser Stelle mal ein aufrichtiges und herzliches Dankeschön an Herrn Weinert, daß er sich die Mühe gemacht hat und vor allem den Mut hatte, seine Anfragen an die leitenden Stellen dieser „Christen“ zu schicken.

      Die Antworten sprechen Bände und haben nichts, aber auch gar nichts mit der christlichen Botschaft eines Jesus gemeinsam, die da lautet:

      LIEBET EURE FEINDE WIE EUCH SELBST! WENN EUCH JEMAND AUF DIE RECHTE WANGE SCHLÄGT, SO HALTET AUCH DIE LINKE HIN !

      Welch ein erbärmlicher Haufen von moralisierenden, windelweichen, angstversch.ssenen, heuchelnden Karrieristen.

      „Und Jesus ging in den Tempel und fing an, hinauszutreiben die Verkäufer und Käufer im Tempel; und die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler stieß er um  und ließ nicht zu, dass jemand etwas durch den Tempel trüge.  Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: »Mein Haus wird ein Bethaus heißen für ALLE VÖLKER“

  6. Stichwort „Lumpenpazifist“ ( El Hotzo? )

    Meine folgende Strafanzeige fand nirgendwo Beifall:

    Betr.: 1)“DIE ZEIT, Nr. 16, 13.04.2022, Seite 10″ / 2)“ANTRÄGE auf Vorermittlungen / Ermittlungen wegen Volksverhetzung gem. § 130 StGB und Verbreitung entsprechender Äußerungen

    ANTRÄGE auf Vorermittlungen / Ermittlungen wegen Volksverhetzung gem. § 130 StGB bzw. Verbreitung entsprechender Äußerungen sowie Beihilfe zur Verbreitung volksverhetzender Äußerungen

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ANTRÄGE

    Hiermit beantrage ich, Vorermittlungen / Ermittlungen einzuleiten gegen

    1. Herrn Alexander Graf Lambsdorff, https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Graf_Lambsdorff , Mitglied des Deutschen Bundestages,

    wegen des Verdachtes auf Volksverhetzung gem. § 130 StGB in einem besonders schweren Fall

    ( Siehe sämtliche Anlagen! und https://www.zeit.de/2022/16/frieden-demonstration-ostermarsch-ukraine-debatte ).

    und gegen

    2.1 Presseportal.de, news aktuell GmbH, Mittelweg 144, 20148 Hamburg
    Telefon: +49 (0)40 4113 32850
    Telefax: +49 (0)40 4113 32855
    Web: http://www.newsaktuell.de, https://www.newsaktuell.de/impressum/

    ( Siehe Anlagen, PDF-Dateien und JPG-Photo! und https://www.zeit.de/2022/16/frieden-demonstration-ostermarsch-ukraine-debatte ).

    wegen der Verbreitung und damit Beihilfe volksverhetzender Äußerungen des Herrn Alexander Graf Lambsdorff in einem besonders schweren Fall.

    sowie hilfsweise gegen

    2.2 DIE ZEIT, Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen, (Tel.: 040/3280-237, E-Mail: presse@zeit.de), Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell )

    wegen der Verbreitung und damit Beihilfe volksverhetzender Äußerungen des Herrn Alexander Graf Lambsdorff in einem besonders schweren Fall

    ( Siehe Anlagen! und https://www.zeit.de/2022/16/frieden-demonstration-ostermarsch-ukraine-debatte ) .

    SACHVERHALT

    Vorbemerkung
    Der innere Friede in der bundesdeutschen Gesellschaft ist ein hohes Gut und wird durch das Grundgesetz in besonderer Weise apostrophiert. Dies findet seinen Niederschlag u. a. im Strafgesetzbuch ( u. a. § 130 ).

    Die diesjährigen Ostermärsche standen bevor und standen in besonderer Weise im Lichte des Krieges in der Ukraine. In der Öffentlichkeit wurden und werden Maßnahmen, welche zu einer Befriedung der Ukraine führen könnten, heftig diskutiert.

    Tatvorwurf
    Nun behauptete Herr Graf Lambsdorff und ließ seit dem 12.04.2022 – 11:00 Uhr, DIE ZEIT , u. a. professionell auf höchstem Niveau auch in der Printausgabe von DIE ZEIT verbreiten:
    „Wenn Ostermarschierer jetzt Abrüstung fordern und in Interviews vorschlagen, die Ukraine ‚gewaltfrei zu unterstützen‘, spucken sie den Verteidigern Kiews und Charkiws ins Gesicht“, schreibt der Außenpolitiker in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung DIE ZEIT. „Sie traumatisieren die zu uns Geflüchteten ein zweites Mal, denn sie schützen die Mörder und Vergewaltiger von Butscha, Irpin und Mariupol.“ Er fährt fort: „Die Ostermarschierer sind die fünfte Kolonne Wladimir Putins, politisch und militärisch.“
    ( Siehe Anlagen, PDFs und JPG! )

    U. a. diese Äußerungen sind noch immer im WEB ( vgl. insoweit die ersten beiden PDF-Dateien ) zu finden.

    Ich forderte erfolglos DIE ZEIT auf, diese Äußerungen im WEB zu löschen ( vgl. Anlagen, die erste E-Mail ).

    Ich forderte erfolglos Herrn Graf Lambsorff auf, seine Äußerungen zurückzunehmen ( vgl. Anlagen, zweite E-Mail ). Den von mir genannten Termin ließ er fruchtlos verstreichen.

    Nach meiner Einschätzung erfüllen die von Alexander Graf Lambsdorff aufgestellten Behauptungen den Straftatbestand der Volksverhetzung in einem besonders schweren Fall. Denn man muss dabei natürlich wissen, dass es in Deutschland seit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg ‚gute‘ Tradition ist, Pazifisten zu jagen, zu verunglimpfen, zu verleumden und zu ermorden. Dass sich Herr Alexander Graf Lambsdorff ( MdB ) hinsichtlich seiner Terminologien und Aussagen in dieses unselige Fahrwasser der Vergangenheit bzw. damit der Nationalsozialisten begibt, ist evident. In diesem Kontext erinnere ich ‚nur‘ an den Friedensnobelpreisträger des Jahres 1936, Carl von Ossietzky ( 1889 – 1938 ), sowie den gegen ihn geführten Weltbühne-Prozess des Jahres 1931.

    Aus meiner Sicht stellen die Äußerungen des Herrn Alexander Graf Lambsdorff keine Meinungsäußerung dar, sondern sie zielen darauf ab, die bundesrepublikanische Öffentlichkeit gegen Pazifisten und Friedensdemonstranten usw. aufzuwiegeln bzw. aufzuhetzen. Er verunglimpft Menschen, die Angst vor Krieg haben und Frieden wollen, in verwerflicher Weise. Damit gefährdet Herr Lambsdorff den inneren Frieden der Bundesrepublik Deutschland und somit den Rechtsstaat im Kern seines demokratischen Selbstverständnisses.

    Insoweit bitte ich, Ermittlungen aufzunehmen und meinen Anträgen zu entsprechen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland Weinert[…]“

  7. Schlimm. Die EKD wendet sich von Bergpredigt und Bibel ab und ist nach der eigenen Zeitenwende nun ein geostrategisches Outlet der Transatlantiker geworden. Versteckt hinter dem „gerechten Frieden“ geht es um den Kampf für die scheinbare „regelbasierte Ordnung“, mit der man seine Macht verteidigen will.

    Aber wurden die Weichen dafür nicht schon vor Jahren gestellt, als dem Drohnenmordpräsidenten Obama auf dem Evangelischen Kirchentag gehuldigt wurde? Und der wunderbar neuzeitlich christliche Roderik Kiesewetter bekam letztes Jahr auch viel Beifall vom Kirchenvolk für seine Darstellungen.

  8. Wahrlich Wahrlich, im Namen Jesu verkündige ich Euch, nicht nur die Politiker sondern auch die Bischöfe sind den Einflüsterungen des Teufels erlegen. Tretet aus den Tempeln der Hölle aus und spendet eure Kirchensteuer einem guten Zweck, zum Beispiel der AfD, der Partei der Gerechten, die sich für Frieden mit Russland einsetzt, und auch die Kirchensteuer abschaffen will.

  9. Ich kann es nicht oft genug betonen jede monotheistische Religion bzw. religiöse Schrift (z.B. Koran, Bibel, Thora etc. usf) läßt sich, janusköpfig, für beides verwenden:

    Pazifismus ebenso wie für Kriegstreiberei.

    Hier mal was über Jesus Christus ganz ohne religiösen Kitsch:

    „[…]Sektenblog

    Jesus war ein Revolutionär, aber auch ein Eiferer

    Alle Glaubengemeinschaften tragen den Kern der Radikalisierung in sich.[…]“

    „[…]«Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.»
    (Mt 10,34-39)[…]“

    https://www.watson.ch/blogs/sektenblog/257064669-jesus-war-ein-revolutionaer-aber-auch-ein-eiferer

    Insbesonders die Zitate die die Evangelien im verlinkten Text Jesus zuschreiben sind mehr als entlarvend – die Bergpredigt war nur ein Teil von Jesus Worten (= der friedfertige Teil), aber ganz ohne religösen Kitsch hat Christus auch andere Zitate losgelassen, die jeder Kriegstreiber gerne verwendet hat – im Laufe des Bestehens des Christentums der letzten 2026 Jahre nach Christus – Januskopf eben….. 😉

    Übrigens der große britisch-walisische Schriftsteller und Philosoph Bertrand Russell war der Meinung, dass dem Christentum seit Anfang an der Hass auf die jüdischen Mitmenschen (= auch Antisemitismus genannt) innewohnt, aber das ist ein anderes, zugegeben nicht weniger Wichtiges, Thema der generellen Kritik an der christlichen Religion von Anfang an…..und allein schon ein Grund kein Christ mehr zu sein.

    Gruß
    Bernie

    1. Welche dem jeweiligen „Religionsgründer“ zugeschriebenen Aussagen wurden nicht über die Jahrhunderte falsch übersetzt, umgeschrieben, erfunden oder verleugnet?
      Esistieren irgendwelche Texte die eindeutig Jesus zgeschrieben werden können?

      Alles LÜGEN um das Dummvolk zu manipulieren!

      1. @Faber

        Mag schon sein, auch die Existenz einer Person namens Jesus Christus wurde nie reell fälschungssicher bewiesen, auch in außerchristlichen Texten , aber es bleibt dabei jede religiöse Schrift kann doppeldeutig – eben janusköpfig ausgelegt werden – je nach Belieben von Kriegstreibern, z.b. den christlichen Kreuzritter und mit Feuer und Schwert missionierenden spanischen Konquistatoren in Lateinamerika oder eben von überzeugten Pazifisten unserer, und längst vergangener, Zeiten.

        Soviel von mir dazu.

        Gruß
        Bernie

    2. Hier mal was über Jesus Christus ganz ohne religiösen Kitsch:

      „[…]«Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.»
      (Mt 10,34-39)

      Mit der Erwähung des Schwerts soll hier ausgedrückt werden, dass die Verbreitung der neuen Lehre natürlich zu Zwietracht führen musste, _weil_ sie sich in Gegensatz zu der damals im Umkreis der Handelnden Personen allgemein akzeptierten Sitte/Religion setzte, nämlich zum Judentum, dem ja auch Jesus und seine Jünger angehört hatten.

      Wenn man, wie’s dieser Sektenblogger tut, den unmittelbaren Kontext der Aussage unterschlägt, dann führt das natürlich zu Fehldeutungen. Wie lautet also der Kontext der Aussage über das Schwert?

      34 Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden
      auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern
      das Schwert.
      35 _Denn_ ich bin gekommen, den Menschen zu erregen gegen seinen
      Vater und die Tochter gegen ihre Mutter und die Schwiegertochter
      gegen ihre Schwiegermutter.
      36 Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen
      sein.
      37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht
      wert ; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist
      mein nicht wert.
      38 Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der
      ist mein nicht wert.
      … usw.

  10. Das ist bei den deutschen Kirchenfürsten historisch bedingt. Es ist ihr grundlegende Selbstverständnis. Die Amtskirche ist seit den frühen Tagen des Heiligen Römischen Reichs immer eine der tragenden Säule des Staatswesens gewesen. Dieses Selbstverständnis hat sich auch durch dessen Untergang und die Teilung in das preußisch- deutsche Deutschland, udn das habsurgerische Österreich, und der späteren Republik, über die Nazizeit bis heute nicht verändert. Man darf in dieser Hinsicht von der Amtskirche nichts anderes erwarten. Sie wird immer hinter der jeweiligen Machtstruktur stehen, egal wie sie aussieht.

  11. dreht diesen scheiß Kirchen endlich den Saft ab! Keine Kirchensteuern mehr, sollen sie doch Eintritt nehmen. Auch die Pfaffen dürfen nicht länger vom Staat bezahlt werden. Wollen wir mal sehen, wer die dann noch will….

  12. Heute ausnahmsweise ein Doppelposting, weil es mir als verdeckte Antwort an den Forenteilnehmer nicht genug war.

    Jetzt also als eigenständiger Beitrag damit es auch wirklich möglichst alle hier lesen:
    ___________

    An dieser Stelle mal ein aufrichtiges und herzliches Dankeschön an Herrn Weinert, daß er sich die Mühe gemacht hat und vor allem den Mut hatte, seine Anfragen an die leitenden Stellen dieser „Christen“ zu schicken.

    Die Antworten sprechen Bände und haben nichts, aber auch gar nichts mit der christlichen Botschaft eines Jesus gemeinsam, die da lautet:

    LIEBET EURE FEINDE WIE EUCH SELBST! WENN EUCH JEMAND AUF DIE RECHTE WANGE SCHLÄGT, SO HALTET AUCH DIE LINKE HIN !

    Welch ein erbärmlicher Haufen von moralisierenden, windelweichen, angstversch.ssenen, heuchelnden Karrieristen.

    „Und Jesus ging in den Tempel und fing an, hinauszutreiben die Verkäufer und Käufer im Tempel; und die Tische der Geldwechsler und die Stände der Taubenhändler stieß er um  und ließ nicht zu, dass jemand etwas durch den Tempel trüge.  Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: »Mein Haus wird ein Bethaus heißen für ALLE VÖLKER“
    _______________

  13. Nun, die Organisationen der Religionen werden weltweit praktiziert.
    Was mir auffällt mit dem ‚Christentum aus Europa“, ist, deren aktive politische Teilhabe.
    Hat was für sich selbst im Garten Eden der ‚ungläubigen‘,…
    Bei einer Sonntagsmesse fragte vor einigen Monaten der Prediger :
    Warum besitzen wir nicht eine Organisation für unseren Glauben?
    Die Antwort gab er nicht.
    Eine solche Antwort kann nur jeder selbst entscheiden, weil nicht der Glaube an einer Organisation davon abhängig ist, sondern vom Glauben eines jeden Menschen für sich selbst zu ‚Gott‘, von Bedeutung ist.
    Eine oder jegliche Organisation vom Glauben an Gott, hatte oder hat geschichtliche Auswirkungen in der Welt, ohne wirklich zu Wissen was „Gott“ von. uns erwartete…

  14. Laut einer neuen Denkschrift der EKD lassen sich die Lehren Jesu Christi als generelle politische Ethik ‚ethisch nicht legitimieren‘.

    😆

    (In Rom knallen vermutlich schon die Sektkorken)
    Mfg Makrovir

  15. Nichts gelernt aus der Geschichte!

    Sie sind wieder kurz davor, die Waffen zu segnen.
    Denn sie glauben, sie seien die Guten und „wir“ und unsere „Verbündeten“ bekämpften das Böse. Alle Indizien, die auf anderes hinweisen, werden achtlos beiseite geschoben.

    Die „Lehre Christi“ haben unsere Kirchenfürsten und -Innen längst schon vergessen.

  16. Die EKD-Spitze GLAUBT aber offenbar unverdrossen an gutgesonnene Akteure in der Staatenwelt, (…).

    Echt jetzt?!?
    Die wissen ganz genau, was für ein dummes Zeug sie schreiben. Und das tun sie, weil sie genau wissen, dass das auch ihre Aufgabe ist. Wer denen abnimmt, die würden ihr Machwerk selbst für korrekt erachten, ist ihnen bereits auf den Leim gegangen.

    Sprach der Fürst zum Bischof: „Halte du sie dumm, dann halte ich sie arm!“

    Die Regierungen tun, was sie tun können, und die Kirchen liefern ihnen zeitnah die Rechtfertigungen dafür! So einfach lässt sich der lange Text dort oben präzise zusammenfassen.

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