ESC: Wien versprach ein buntes Fest der Vielfalt, bei dem alle mitmachen dürfen

Eurovision 2026
Eurovision 2026. Bild: ImStevan/gemeinfrei

Die Stadt Wien bürdet sich gerade ein beachtliches Spardiktat auf und ist zugleich bereit, für den European Song Contest tief in die Tasche zu greifen. Die zahlreichen Widersprüche rund um die Show werden weggelächelt.

Das Örtchen Dull liegt in Schottland und hat 100 Einwohner. Die bekamen jüngst Post von der Stadt Wien. Das gesamte Dorf wird nämlich im Januar 2026 eingeladen Wien zu besuchen. 37 Einwohner nahmen das großzügige Angebot an. Ihre Aufgabe: Sie sollen sagen, warum Wien nicht Dull ist. Dull heißt auf Englisch nämlich „langweilig“.

Die geneigten Overton-Leserinnen und Leser werden nun sicherlich vor Lachen durch die Wohnung gekugelt sein. Warten wir deshalb einen Augenblick, bis alle wieder vor dem Bildschirm sitzen. … Die Dull-Aktion ist typisch für die Stadt Wien. Sie gibt wirklich viel Geld aus, um sich selbst zu bewerben.

Kennen Sie Wien?

Der tiefere Sinn solcher Aktionen ist nicht für alle Beobachter sofort nachvollziehbar. Wien ist fraglos eine der bekanntesten Städte der Welt und die Touristenströme sind gigantisch. Sollte es tatsächlich eine Person geben, die die Stadt Wien nicht kennt und erst durch den Dull-Werbeschmäh auf sie aufmerksam wurde, bitte unbedingt bei der Overton-Redaktion melden. Wir würden gerne mehr über die Lebensumstände dieser Person erfahren.

Wer genau nachrechnet – und das müssen in diesen Tagen viele in Wien – könnte zu dem Ergebnis kommen, dass sich der Flug von Schottland nach Wien und zurück sowie Kost und Logis für ein paar Tage in der österreichischen Hauptstadt für einen einzigen Reisenden schnell auf bis zu 1000 Euro summieren.

Hat die Stadt Wien also, über ihre Agentur Wien-Tourismus, mal eben 37.000 Euro ausgegeben, um sparsame Schotten einfliegen zu lassen? Wie lange könnte ein kleines Off-Theater eigentlich von dem Geld seinen Betrieb aufrechterhalten? Nur so als Beispiel mal gefragt.

Das Spardiktat und die Szene 

Millionen Euro müssen aktuell in Wien bei Kultur und Bildung eingespart werden. Für zahlreiche etablierte Institutionen ist dies existenzgefährdend. Deshalb ist die Stimmung in Wien gerade ziemlich im Keller.

Nun mag man den Stadträtinnen und Stadträten zugutehalten, dass sie gestalten möchten und da ist es tatsächlich irgendwie langweilig, in ewigwährenden Zeiten der Austerität, den altetablierten Institutionen immer wieder Geld zuzuschustern. Wie etwa dem seit 50 Jahren bestehenden Kulturzentrum Amerlinghaus oder dem seit 25 Jahren sendenden Freien Radio Wien.

Lieber denen einfach mal den Geldhahn zudrehen und stattdessen mal was „Innovatives“ fördern. Wie etwa den Eurovision Song Contest, der im Jahr 2026 übrigens sein 70jähriges Bestehen feiert.

Song Contest mit weltpolitischen Tretminen

Den Eurovision Song Contest (ESC) kann man nicht kaufen, den muss man gewinnen – so geschehen im Mai des Jahres 2025. Zuschlag für die Austragung in Österreich bekam letztlich wenig überraschend die einzige Großstadt des Landes. Wien versprach ein buntes Fest der Vielfalt zu feiern, bei dem alle mitmachen dürfen. Angesichts der Weltlage kann man diesen Satz nur mit gekrümmtem Gehirn gerade denken.

Der österreichische Gewinner JJ meinte nämlich bereits kurz nach der Entgegennahme der europäischen Sängerwettstreits-Trophäe, er fände es nicht gut, wenn Israel beim nächsten Mal mitmachen würde. Dafür konnte er eine Reihe Gründe anführen, die menschlich ehrenwert sind, denn die Verhältnisse in Gaza sind infernalisch. Niemand der noch ganz bei Trost ist, glaubt, dass dies die alleinige Schuld der Hamas sei. Zumal die mittlerweile ihre Geiseln freigab, die Bombardements des israelischen Militärs aber nicht endeten.

Zugleich tut man sich in Österreich aus gutem Grund schwer, ausgerechnet Israel auszuladen. Der Antisemitismus steigt rasant, Solidarität mit Israel wäre somit wichtig. Die für das Trump-Zeitalter allzu typische kognitive Dissonanz griff deshalb sogleich mächtig um sich. Und nicht nur in Wien. Anfang Dezember entschied die Generalversammlung der European Broadcasting Union in Genf dann letztlich, dass Israel trotz Bedenken teilnehmen darf.

Boykott den Boykottierenden

Der SWR sagte zuvor, für ihn käme kein Boykott in Frage, würde aber boykottieren, wenn Israel boykottiert würde, womit das diplomatische Versagen schön auf den Punkt gebracht wäre. Anscheinend wollen alle Seiten nur mehr Druck ausüben und folglich kann man sich auf keine gemeinsame Vorgehensweise mehr einigen. Was auch wiederum niemand wahrhaben will.

Der Wiener Bürgermeister Ludwig zeigte sich über das Ergebnis erfreut. Er sei „skeptisch, was den Boykott von Künstlerinnen und Künstlern angeht – insbesondere, wenn es ihre Herkunft betrifft“. Muss man den armen Mann noch groß nach Russland fragen oder ist bei diesem Aufruf zur Harmonie die neuronale Dissonanz schon mitgedacht?

Der russische Präsident hat schließlich eine Vorladung beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Die hat er sich mit seinem blutigen Angriffskrieg auf die Ukraine auch redlich verdient und folglich hat niemand Lust sich beim ESC russische Friedenslieder auf der elektronisch verzerrten Balalaika anhören zu müssen.

Blöd halt, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auch eine Vorladung nach Den Haag hat. Wer im Jahr 2025 Völkerverständigung will, auf internationales Recht pocht und sich die gewaltfreie Lösung von Konflikten wünscht, hat es wirklich nicht leicht. Aber genau das soll beim ESC abgefeiert werden.

Der ESC solle laut Leitung des Österreichischen Rundfunks das „Verbindende über das Trenneden stellen“ und „will Brücken bauen“. Nun, die Sendeanstalten aus Spanien, den Niederlanden, Slowenien, Irland und eventuell auch Island sehen das anders. Weil Israel mitmacht, sind sie draußen.

Der zarte Hinweis es sei ja ein europäischer Wettbewerb der Sendeanstalten und nicht der Staaten wurde dann noch einmal schön unterstrichen vom israelischen Präsidenten Izchak Herzog, der betonte „Israel verdient es, auf allen Bühnen der Welt vertreten zu sein“. Ihm muss dabei die wichtige Präzisierung „Der israelische Rundfunk verdient es … “ im Überschwang der Gefühle schlicht entfallen sein.

Strukturelles Missverständnis

Das Ausbleiben der boykottierenden Rundfunkanstalten bedeutend nun folglich, dass diese auch nicht für den Event mitzahlen werden. Danach befragt, gab sich der ORF-Generaldirektor Roland Weißmann generös. Stadt, Land und Sender werden die zusätzlichen Kosten sicherlich stemmen. Kommste übern Hund, kommste übern Schwanz.

Genau dieser unnachahmliche Spirit macht die Stadtregierung und die ORF-Sendeleitung in Wien gerade so besonders beliebt. Community-Radio? – Abschalten! Selbstverwaltetes Kulturzentrum? – Zusperren! Und während alle in der Stadt den letzten Groschen umdrehen sollen, um zu sparen, was geht, ist für den ESC-Ringelpiez den Verantwortlichen kein Preis zu hoch. Schließlich erwartet man sich einfach kolossale Werbewirkung. Außer vielleicht in Slowenien, der dortige Sender sagt was von 20.000 toten Kindern. Aber ach komm – Party on!!!

Es mag moralisch fragwürdig und kostenintensiv sein, solange es Aufmerksamkeit und „Wow-Faktor“ generiert, ist der Stadt nichts zu teuer. Sei es der Empfang der Schotten aus Dull, der ESC oder die sonstige Selbstanpreisung Wien. Nur leider unterliegt die Stadt hier einem strukturellen Missverständnis, denn sie will mit all dem selbst irgendwie „cool“ erscheinen.

Geld für Wiens Szene statt für Marketing

Das ist aber nicht Aufgabe einer Stadtregierung oder einer Stadtverwaltung. Sie müsste denjenigen die in der Stadt leben und arbeiten, oder die die Stadt besuchen um ihre jeweiligen Kunstdarbietungen abzuliefern, die Gelegenheit geben, „cool“ zu sein.

Sie müsste deren bunte Vielfalt unterstützen und deren Ideen befördern. Selbst wenn diese zuweilen auch mal so gringe und unausgegoren sind, wie jene von Wien-Tourismus. Genau dafür sollte Geld auch in Zeiten knapper Kassen da sein, denn damit zeigt die Stadt tatsächlich was sie draufhat. Dazu gehört es übrigens auch, die kreativen Widersprüche auszuhalten und nicht so zu tun, als seien alle einer Meinung.

Die Entwicklung geht zunehmend in die Richtung, dass sich die Stadt Kunst- und Kulturschaffende als Clowns zu halten gedenkt, die von dem wenigen, was an Förderung noch da ist, nur das erhalten, was im Sinne der Selbstdarstellung der Stadt als opportun gilt.

Damit erledigt man einen „Standort“, denn irgendwann wird die Szene nicht mehr überleben können und es ist fraglich, dass man das verlorene „Eigenkapital“ mit vollkommen austauschbaren Megaevents wie dem ESC wird ausgleichen können oder mit dem Einfliegen von schottischen Dörflern. So wenig „dull“ die auch sein mögen.

Frank Jödicke

Frank Jödicke, Autor und Journalist. Studium der Malerei & Grafik, sowie der Philosophie in Wien und London. Chefredakteur des Magazins skug. Schreibt für verschiedene österreichische und internationale Magazine. Im Bündnis alternativer Medien (BAM!) bemüht er sich um die Vernetzung unabhängiger Journalist*innen in Österreich. Als Herausgeber zuletzt: „Bürokratiepolitiken“, Sonderzahl; Wien 2021.
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94 Kommentare

    1. Mir wurde auch ganz warm beim lesen. Aber wahrscheinlich eher vom Kopfschütteln
      über so einen Schmarn. Ich mag die Östreicher auch nicht. Wir hatten ja schon mal einen…….

      1. @Träumer
        „Ich mag die Östreicher auch nicht. Wir hatten ja schon mal einen…“

        … dem ihr Deutschen fleissig hinterhergehüpft seid; im Gegensatz zu den Österreichern, die ihn dahin steckten, wo er hin gehörte: In den Knast! Aber was ist von dir schon anderes an Aussagen zu etwarten?

        1. Ach Sie armer Willy. Sie haben Ihren Kommentar stark begonnen, aber dann
          wieder schwach beendet. Was hat man Ihnen angetan, dass Sie immer so
          griesgrämig und persönlich sein müssen. Fangen sie wieder an zu rauchen
          wenn Sie dann wieder ausgeglichener sind.

          1. @Träumer

            Mich würde auch interessieren, „was von dir anderes zu erwarten wäre“. Nach deiner Selbsteinschätzung. Na❓

            Vielleicht ein einzigartig cleveres „Manamana… dubdudidudu… manamana… dubdudidu…“ ⁉️

      2. @Träumer

        Du scheinst hier der einzige Depp zu sein, der nicht einmal „Österreicher“ schreiben kann. Vom dämlichen Inhalt wollen wir gar nicht erst anfangen…

  1. Ein Artikel, der aus meiner Sicht völlig überflüssig und uninteressant ist.

    Welcher geistig reife Mensch interessiert sich denn überhaupt für dieses komische Musikfestival, bei dem es weder um musikalische Qualität oder künstlerisches Niveau noch überhaupt um Musik geht, sondern nur um irgendwelche obskuren Heiligen Kühe der „wohlgesinnten“ sowie „bunten“ und „vielfältigen“ Leutchen aus der „Moralbourgeoisie“ (Wendt)??

    Und wenn diese ohnehin umstrittene und dubiose Veranstaltung nun aus irgendwelchen Gründen Probleme bekommt, so registriere ich das lediglich ganz am Rande als einen der wenigen kleinen Lichtblicke der Gegenwart.

        1. ..ist schon ok so.
          @ aquadraht
          Ich gebe“ Wolfgang Wirth“ auch mit dem, was er hier schreibt absolut recht.
          Man sollte sich wirklich zu solchen Individuen wie „Toto Moaner“ deutlich abgrenzen.

          1. Die Kunst des Wissens besteht darin, zu wissen, was man ignorieren soll.
            (Rumi, persischer Sufi-Mystiker, 1207-1273)

            Wenn man sich daran hält und Trolle nicht füttert, verhungern sie.
            Meistens schaffe ich es, mich daran zu halten.
            Außer so ein Troll schafft es, sich selber ins Knie zu schießen.
            Dann kann auch ich nicht widerstehen. 😀

            1. Aber das tun unsere kleinen Trolle doch hier ständig, sich selber ins Knie schießen.
              Wer so übel und dazu noch ungekonnt und schlecht gezielt auf unterstem Niveau zwanghaft rumpöblet, leistet seiner Mission doch einen Bärendienst!

    1. @ Wolfi Wirth: nochmals lesen, vielleicht kapieren Sie dann den Sinn: Millionen für den Song Sing, nichts für Kunst und. Kultur und „Wir [!?]müssen sparen“ [ ?!?]

    2. @Toto Moaner

      Typische Aussage für jemanden, der @Trog als seinen Mentor ansieht. @Träumer wird’s zumindest auch gefallen haben…

      Bravissimo, du Cleverchen! 👏

      1. Ach Sie armer Willy. Jetzt nehmen Sie am Besten die ehemalige Bügelfalte
        ganz fest in den Arm und knuddeln ihn. Sie sitzen doch sicherlich im gleichen
        Zimmer.

    1. ps. Ich bin absolut gegen Antisemitismus, wie gegen jede andere Art von Rassismus auch. Aber 99 Prozent dessen, was mit diesem Attribut belegt wird, ist eben kein Antisemitismus!

      1. Was soll das sein: ein „Antisemitismus“?? Wenn man überhaupt den Begriff des „Semiten“ nutzen will (ich tue das nicht), dann sollte man wissen, dass die Mehrheit der „Semiten“ Araber sind, die Mehrheit der Juden aber keine „Semiten“. Ein „Antisemit“ wäre also dann jemand, der Araber ablehnt.
        Ich bezeichne mich deshalb als Antizionist und Judenkritiker.

        1. Es ist zwar richtig, dass Araber Semiten sind, jedoch hat sich der Begriff „Antisemitismus“ längst von diesem Grundbegriff gelöst, und als eigenständiger Begriff etabliert. Und zwar eben als rassistischer Hass explizit auf Juden – nicht auf andere Semiten.

          Und natürlich gibt es Antisemitismus! Nur hat sich der Begriff inzwischen auch als Totschlagargument verselbständigt, und wird in der Regel vor allem dazu mißbraucht, berechtigte Kritik an Israel, jüdischen Lobbygruppen und Zionisten zu unterbinden.

  2. Der österreichische Gewinner JJ meinte nämlich bereits kurz nach der Entgegennahme der europäischen Sängerwettstreits-Trophäe, er fände es nicht gut, wenn Israel beim nächsten Mal nicht mitmachen würde.
    ——————-
    Er fände es nicht gut, wenn Israel mitmachte, da oben ist ein „nicht“ zu viel..

    1. Die doppelte Negation wird uns alle ins semantische Elend stürzen.

      Angeblich wird die für Israel teilnehmende Gruppe ‚BIBI’s BLOODY BUTCHERs‘ heißen und auf der Bühne einen gewagten Schlachtermesser-Tanz aufführen (zu einer simplifizierten und verpoppten Version vom Säbeltanz, https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4beltanz_(Chatschaturjan) ).
      Kurze Zeit später: Germany zero points¹, Israel 666 points – And all the fucking money!

      ¹Nur Heino könnte 1-2 Punkte holen, mit ‚Kornblumen-Blau blüht der Fingerhut‘

  3. Der Artikel zeigt die Doppelmoral der wertewestlichen Welt am Beispiel des ESC auf, und es ist mindestens eine gute Nachricht, dass einige EU-Länder mit ihrem ESC-Boykott aus dieser ausscheren.

  4. Verheuchelter Drecksartikel.
    Alternativvorschlag an die Wiener Kulturbonzen:
    Organisierung eines Freikonzertes mit Kneecap und Bob Vylan in der Wiener Innenstadt.
    Inklusive ein Gastauftritt beim ESC (unter dem Banner: Death, death, to the IDF!).

  5. Im Grundsatz bin ich der meinung, dass Kunst und Politik nichts miteinander zu tun haben – zumindest solange die Kunst nicht meint, Politik machen zu müssen – wobei, dann ist sie ja auch nicht mehr Kunst, sondern Punst.
    Von daher sollen weder Israel noch Russland noch andere Länder vom ESC boykottiert werden.
    Allerdings:
    European Song Contest
    Seit wann befindet sich Israel denn in Europa?
    Mein bescheidenes Wissen sagt: Israel befand sich nie in Europa, wird sich auch nie – auch nicht bei all den hochfliegenden Plänen der EU-Weiber – in Europa befinden.
    Von daher gehört Israel auch nicht in den ESC.

    1. „Ein paar Groschen“, wie der Altlandrebell so schön schreibt. 😉

      „Kunst“ ist i.d.R. immer ein Spiegel der Gesellschaft.
      „Künstler“ sind im besten Fall die Avantgarde der Zivilisation.
      Nur, kann man sich nun wirklich fragen, ob ein derartiges Spektakel wie der ESC noch irgendetwas mit „Kunst“ zu tun hat, denn so etwas fällt bei mir unter Kommerz.

      1. Der ESC wurde mindestens seit 1982 (Nicole) politisch instrumentalisiert. Insofern stellt sich die Frage nach der Kunst überhaupt nicht. Und das ist auch die Antwort darauf, warum Israel daran teilnimmt.

    2. @ Enrico: Danke, endlich kommt jemand darauf, dass Israel nicht in Europa liegt.
      Es stört mich schon seit zig Jahren, dass sich Israel immer wieder in diese „Show“
      reindrängt. Warum werden / wurden noch nie Palästinänser eingeladen? Heute
      wird es wohl zu spät dafür sein, weil alle Talente von Israel abgeschlachtet wurden.

      1. Dabei waren zuletzt auch Armenien, Georgien, Aserbaidschan, AUSTRALIEN (LOL).
        Aber der „ESC“ war zuletzt glaub ich 2013 noch nicht zu einer dümmlichen Wokeness-Propaganda-Zirkusnummer degeneriert und seitdem schau ich mir den Müll auch nicht mehr an 😉

    3. Seit wann befindet sich Israel denn in Europa?

      Israel ist ja nicht nur beim ESC in Europa dabei, sondern z.B. auch bei der UEFA und somit der Fußballeuropameisterschaft – und wahrscheinlich noch bei vielen Anderen.
      Der Grund ist doch klar: Israel zählt sich selbst und wird von anderen auch zum „europäischen Kulturaum“ gezählt. Also wollen sie lieber in Europa mitmachen, als in Asien, wo sie, und das ist wohl mit ein Hauptgrund, praktisch noch nie einer leiden konnte. Die würden in Asien ja überall ausgebuht werden oder gar körperlich angegriffen.

  6. Falls der ESC doch noch kurzfristig ausfallen sollte, empfehle ich als Ersatz ein Hofkonzert der Wiener Philharmoniker für Europas Kaiserin Ursula die Erste, genannt „Uschi“, und ihre Entourage.

    Ach, und die müssen natürlich mit dem Fiaker vorfahren und das Ganze wird live per Eurovision in jeden gottverdammten Haushalt der westlichen Hemisphäre zwangsübertragen.

    Und falls das auch nichts wird, bleibt nur noch Stephan Sulke:

    https://www.youtube.com/watch?v=D2H7Ad3QshE

    1. Apropos Uschi von der Lügen – da fällt mir ein:
      Ein Mann und eine Frau wollen sich kennenlernen.
      Er: „Ich heisse Rolf, und Du ?“
      Sie, will seine Schlagfertigkeit und Intelligenz prüfen: „Ich heisse wie das weibliche Geschlechtsteil, aber ohne den ersten Buchstaben“.
      Er: „Hallo Otze“
      Was denn? Niemand lacht?
      Also ich finde den immer wieder lustig, und in gegeigneter feministischer Gesellschaft (m/w/d) ist er wie ein chinesischer Kracher auf dem Tisch.

      1. @Enrico: Also ich habe gelacht. Kannte den schon, aber irgendwie passt er in das
        Niveau des Artikels und der Kommentare. Man darf das alles wirklich nicht so
        verbissen sehen.

  7. Hallo Herr Jödicke.

    Schade ist, dass Sie sich die Mühe machen, den höhlenbewohnenden Overtonhomunculi so einen minimal anspruchsvollen Beitrag vorsetzten.
    (Sie hätten dies evtl. damit umgehen können, wenn Sie den Beitrag in einfacher Sprache publiziert hätten; besser noch in Bildern, mit singen und klatschen unterlegt) 🤣🤣🤣🤣🤣🤣

    1. Perlen vor die Kommentatoren!
      Übrigens müssen Homunculi keine Steuern zahlen, nur ihr Schöpfer. Ebenfalls sind Höhlen-Mieten sehr bescheiden und in einer viel besuchten Schauhöhle kann man sich prima von den Touristen ernähren¹.

      ¹Besser als zur Tafel gehen zu müssen

  8. Eine Ablehnung der menschenverachtenden rechtsradikalen israelischen Regierung mit Antisemitismus gleichzusetzen ist meiner Meinung nach höchst antisemitisch, denn das setzt ja implizit voraus, dass eben diese Regierung irgendwie das Judentum an sich repräsentieren würde, aso im Umkehrschluss das Judentum insgesamt ebenso „irgendwie“ für die Taten dieser Regierung verantwortlich wäre. Das ist nichts anderes als die alte „jüdische Weltverschwörung“-Leier, ein bisschen dezenter verpackt.

    1. „setzt ja implizit voraus“, „an sich“, „Umkehrschluss“
      Auf die Tour wollte ich einst einen schlagenden Gottesbeweis führen, aber die Theologie-Prüfer senkten nur entsetzt den Daumen nach unten und empfahlen: „Werden Sie lieber Punker oder Fernseh-Satiriker!“

      Politik/Medien = Logik-befreite Zone

  9. Der Antisemitismus steigt rasant, heißt es. Die Politik ist empört und ihr Wortgewal- tigster rückt mit Farbkübel und Maler- bürste und Kamera aus, um eine antisemi tische Schmiererei auf einer Hauswand zu übermalen. – Was dort steht ? DEATH TO ANTIZIONISM ! – wurscht, oder ?

  10. Der letztjährige Schweizer Gewinner will übrigens seine Trophäe zurückgeben.
    Könnte auch eine Anregung für so manchen Friedensnobelpreisträger sein….

    1. Obama hat seinen bestimmt festnageln lassen, damit ihm den keiner wieder
      weg nimmt. Mutter Theresa hätte es bestimmt getan und flucht jetzt auf ihrer
      Wolke das Halleluja vor sich hin. Lujja sag i……..

  11. Ich hab mir grade mal die Tourismus-Zahlen für Wien angesehen..

    Sieht nicht gut aus .. 😱

    Gegenüber 2019 sehe Ich da einen ca. 12,9% Rückgang bei den Übernachtungen. Vermutlich versucht man deswegen das tote Pferd ESC noch mal aufzusatteln..
    Da der Rückgang im Tourismus aber Global ist und die Touristen deswegen ausbleiben weil die Menschen kein Geld zum Reisen mehr haben wird das wohl wenig bringen, außer noch mehr Kosten und noch mehr Insolvenzen.

    Das liegt aber daran, dass das globale Bankensystem grade mal wieder durch eine selbstverschuldete Krise geht und wird sich nicht durch ein bourgeoises träller Event beseitigen lassen vor allem dann nicht , wenn die Musik (meistens) nicht sehr gut ist und die Preisvergabe (fast immer) fragwürdig..

    Der IMF lässt über 2025 verlauten..

    Financial stability risks remain elevated amid risks presented by stretched asset valuations, growing pressure in sovereign bond markets, and the increasing role of nonbank financial institutions.

    Despite its deep liquidity, the global foreign exchange market remains vulnerable to macrofinancial uncertainty.

    Anmerkung: Das Geld scheint also da zu sein (deep liquidity) aber es kommt halt nicht da hin wo es ökonomisch sinnvoll ist, sondern versandet ökonomisch neutral in den Taschen der Superreichen. Das ist halt die Auswirkung davon wenn es gewinnbringender ist einen Meme-Stock zu pushen als in echte Produktion und Arbeit zu investieren. Aber ohne billiges Geld funktionieren halt auch die Meme-Stocks nicht mehr..

    Shocks can raise funding costs, widen bid-ask spreads, and intensify excess exchange rate return volatility. These pressures are amplified by structural vulnerabilities including currency mismatches, concentrated dealer activity, and greater NBFI participation. Stress in foreign exchange markets can spill over other asset classes, tightening broader financial conditions.
    Increased local currency sovereign bond issuance and domestic absorption have supported emerging market resilience, but financial stability risks could arise from heavy borrowing, overreliance on narrow investor bases, and inadequate policy frameworks.

    IMF Global Financial Stability Report

    Sieht nicht gut aus und keine Besserung in Sicht.. 🙄

    Mfg Makrovir

    1. @ Makrovir

      Ich hab mir grade mal die Tourismus-Zahlen für Wien angesehen..

      Sieht nicht gut aus .. 😱

      Gegenüber 2019 sehe Ich da einen ca. 12,9% Rückgang bei den Übernachtungen. Vermutlich versucht man deswegen das tote Pferd ESC noch mal aufzusatteln..

      Ich weiß nicht wo du da geschaut hast, aber das stimmt offenbar nicht.
      Während Corona gabs (natürlich) einen Einbruch in den Übernachtungen, aber mittlerweile gibt es schon wieder mehr Übernachtungen als 2019!
      https://www.wko.at/wien/zahlen-daten-fakten/ankuenfte-und-naechtigungen-insgesamt1985-bis-2021.pdf

      1. Da ist der Link irgenwie kaputt gegangen..

        Meine Zahlen Stammen von:
        https://b2b.wien.info/de/statistik/daten/statistik-aktuell/ankuenfte-naechtigungen-339102

        Berechnet hatte Ich die Ankünfte nicht die Nächtigungen..
        2025 ist zwar noch nicht vorbei aber der größte Teil der Buchungen dürfte eigentlich schon durch sein..

        Da gibt es das kumulierte Spread Sheet von 2019 und 2025
        Ankünfte gesamt für 2019 7.926.768 Nächtigungen.. 17.604.573
        Ankünfte gesamt für 2025 (bis dato) 6.898.751 Nächtigungen.. 16.158.347

        womit sich für 2025 eine Differenz von 1.028.017 Ankünften bis dato ergibt.. (~12,9%)

        2024 waren es noch etwas mehr aber vergessen sie nicht das durch die Inflation ja auch die Kosten für die Unternehmen gestiegen sind somit müssen die jetzt mit weniger Gästen Gewinn machen..

        Der insolvenz Link war übrigens der hier:
        https://kurier.at/wirtschaft/bittere-pleite-einer-bekannten-wiener-hotel-ag/403040617

        Mfg Makrovir

        1. P.S
          12% ist schon etwas hoch gegriffen wenn man sich die anderen Jahre anschaut aber so 2-3% Rückgang könnten es 2025 schon werden..

          Schaun wir mal..
          Mfg Makrovir

          1. Ich bin gerne in Wien und die Stadt ist immer mit Touristen voll und gefühlt werden die Schlangen vor den Lokalen der Innenstadt von Jahr zu Jahr immer länger. Ich glaube nicht, dass Wien den ESC zur Tourismusförderung benötigt. Er passt aber gut zur aktuellen österreichischen Regierung und der Wiener Politik der letzten Jahre.

  12. @Artikel

    Wien? Ist nicht „Wien“ die Ellipse von „ Wie ein…“? Also als Beispiel:
    A: „Magst du die Hauptstadt von Österreich?“
    B: „Wie‘n kalten Kaffee.“

    Weiter würde ich „dull“ eher mit „stumpf(sinnig)“ übersetzen, also wird es für die Duller, Dullesen oder Dullestians nicht so einfach werden, den Unterschied zur Wiener Stadtverwaltung zu formulieren – also zum Begriff, nicht zu sich selbst.

    Abschließend wundert mich etwas die Diskussion im Forum, vielleicht wäre Samstag oder Sonntag ein besserer Termin für die VÖ gewesen. Da wäre sicher auch die hinter politischen und kulturellen Arabesken (oder Irrwegen) verborgen ironische Grundaussage des Artikels nicht verloren gegangen:

    „Den ESC braucht’s so sehr, Wien Ohr am Arsch.“

    Und überhaupt ist »ESC« die Taste oben links am Keyboard…

    1. Ausserdem sollte das eh GPdEVdlCh heissen, hat ja auch nichts mit Eishockey zu tun. Uns in Spanien bleibt das entwürdigende Spektakel diesmal wenigstens erspart.

    2. Ich war¹ mal im Besitz eines dicken Englisch-Englisch-Wörterbuchs², dem am Ende ein paar Karten der Kontinente hinzugefügt waren und als Hauptstadt von Austria hatten die tatsächlich ‚WINE‘ geschrieben: Freudscher Verdrucker oder Buchstaben-Dreher im 3/4-Takt?

      ¹Tragische Beziehung mit einer Parkbank
      ²US-Amerikanischer Verlag!

  13. Viele Menschen sind dem Irrtum verfallen, Wien habe irgendetwas mit Österreich zu tu. Nur weil es mal die Hauptstadt vom KuK -Staat war. Wien ist Balkan!
    Und ESC- wer tut sich den Dreck freiwillig an? Eine Beschäftigung damit ist vergeudete Lebenszeit.
    Ich war am Wochenende bei einem Adventskonzert in einer kleinen Dorfkirche. Der Orgel täte eine Grundüberholung gut. Und die Blechbläser zählen auch nicht zur internationalen Spitzenklasse. Aber sowohl Musikern als auch Zuhören ( und Mitsängern) hat es Riesen Spaß gemacht. Und bei mehr als einem Gast gabs am Ende ein Lächeln auf dem Nachhauseweg. Das ist mehr wert, als der ESC- Dreck…

    1. @Ronald

      … und mir sind Leute vom Balkan lieber als solche Arschlöcher, wie du dich hier präsentierst! Im übrigen must du dich ja nicht unbedingt in den Ecken Wiens rumtreiben, die du als Balkan bezeichnest; idealerweise bleibst Wien besser ganz fern und richtest dich samt deinem Lächeln in der Dorfkirche ein!

  14. „ein Lächeln auf dem Nachhauseweg“ [s.o Ronald]
    Obwohl damals starker Raucher, habe ich mal auf dem längeren Heimweg von einem auch sehr schönen Klein-Konzert (nach Hausmacherart) vergessen, mir eine Fluppe anzuzünden – Seinerzeit eigentlich ganz selbstverständlich, sobald Frischluft-Vergiftung drohte.
    Kommerz-Konzert nach Spätkapitalisten-Art: Auf den Eintrittskarten Werbung für einen auf Tinnitus spezialisierten HNO-Arzt.

  15. Mir ist zwar dieser Eurovision Song Contest auch zuwider, wegen dieser grausligen Mischung von LGBT-Gehabe und dem, was sich Musik nennt, aber sich hier derart über Wien aufzuplustern und als Hauptargument lächerliche 37.000 zu benennen, kann es ja wohl nicht sein. Lange Weile? Keine anderen Themen? Dann lieber mal ein paar Stunden nix schreiben, als solchen Mumpitz!

    1. @ Willy : es geht im Wesentlichen um
      Groß gegen Klein: Millionen für den esc
      Singsang Kommerz aber nix (mehr) für Kleinbühnen und Kultur. Weillllll*) „wir“
      müssen sparen.

      *) berümtes Meidlinger L, Wiener Bezirk

  16. Ich kann nicht umhin, den deutschen Teilnehmen an der freak schow meine tiefe Dankbarkeit dafür zu bekunden, dass sie seit Jahrzehnten alles in ihrer Macht stehende taten, damit der Endausscheid nicht in Deutschland ausgetragen werden muss.
    Ist eben nicht alles schlecht in Deutschland. Wäre doch ein schöner Einstieg in die nächste Sendung „Die 100“ oder wie die heißt? Party on. Da allerdings stellt sich die Frage, ob dieser Sängerwettstreit nicht doch das kleinere Übel wäre.

    Und ja, die lokale Kultur in Grund und Boden zu sparen, dass kriegen wir in Berlin auch hin. Darin sind wir sogar richtig gut. Vermutlich das Letzte, wo wir noch an der Weltspitze sind.

  17. “ Der Antisemitismus steigt rasant, Solidarität mit Israel wäre somit wichtig.“, Nein, lieber Frank, der Antisemitismus steigt nicht, er steigt nach den Maßstäben der Israel-Lobby. Du weißt schon, der „Israelbezogene Antisemitismus“ also Kritik an Israel ist usw. usf. Kurzum, es ist ein Skandal, dass Israel eingeladen ist, und Russland nicht. Viele europäische Länder nehmen nicht teil, das ist dir keine Zeile wert?

  18. „Der Antisemitismus steigt rasant, Solidarität mit Israel wäre somit wichtig“

    Das ist eine sehr unpassende Gleichsetzung von Kritik an Israel == Ablehnung von Juden.

    Gerade diese Gleichsetzung betreibt Israel als Instrument der Unterdrückung von Kritik. Wirklich viele Juden haben mit Israel als Staat nicht viel gemeinsam und wollen das auch nicht.

    Auch unter Juden gibt es sogar starke Kritik am Staat Israel, auch an der Vereinnahmung durch den Staat Israel.

    Es wäre schön, wenn man das mal endlich in die Birne kriegt, dass Staaten und Religionen 2 verschiedene Dinge sind. Klar eignen sich auch andere Staaten „ihr Volk“ an. Nicht jeder, der in Deutschland lebt, kann und will sich mit „dem Staat“ gemein machen. Aber was da Israel treibt ist schon eine besondere Blüte und ich finde, man sollte es dem israelischen Staat nicht durchgehen lassen.

    DIese Einschätzung ist sogar völlig unabhängig davon, ob man den israelischen Staat ansonsten kritisieren will, ganz auch ohne Krieg oder Besatzung.

  19. Wir dürfen nicht vergessen, dass auch wenn Israelis europäisch aussehen, dass es keine Europäer sind, jetzt im kulturellen Sinne, einen anderen Bezug zur Gewalt haben, einen anderen Bezug zum Tod haben.

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