Es gibt kein Rechts-Links in Israel

Ein Poster auf Israels Straßen hebt die politische Aufteilung in Rechts und Links auf. Was hat es damit auf sich?

 

Israels Straßen sind zur Zeit mit Parolen zur Stärkung der nationalen Moral angefüllt. Es ist nicht immer ausgemacht, wer sie initiiert – die Regierung oder gerade regierungskritische Institutionen der Zivilgesellschaft. Wer immer die Initiatoren sein mögen, es geht ihnen primär um Einheit. Neben Slogans wie “Zusammen werden wir siegen”, “Zusammen sind wir stark” und dergleichen mehr fällt ein Poster besonders auf. Er wurde in den ersten Kriegstagen von der mächtigen Werbegesellschaft Adler-Chomsky als Teil einer größeren Kampagne produziert. Sein Text lautet: “Es gibt kein Rechts-Links. Man wird uns nicht mehr auseinanderbringen.”

Der Spruch bezieht sich primär wohl auf die Aktivität der Protestbewegung, die in den langen Monaten vor Ausbruch des Krieges am 7. Oktober gegen die von der rechtsradikalen Netanjahu-Koalition angestoßene “Justizreform” (welche auf einen Staatsstreich hinauslief) ausdauernd und in bemerkenswerter Emphase demonstrierte. Der Poster, auf dem die Photos “repräsentativer” Gestaltentypen der israelischen Gesellschaft zu sehen sind, ist perfide, enthält aber zugleich – unbeabsichtigt – ein Wahrheitsmoment.

Perfide, weil in ihm eine Einheit beschworen wird, die in der israelischen Gesellschaft nie existiert hat, sich aber stets in Notstandssituationen (d.h., in Kriegszeiten) zwangsweise einstellte, um sich bald nach Überwindung der aktuellen Gefahr wieder aufzulösen. Dass es stets der Bedrohung von außen bedurfte, um die (temporäre) innere Einheit herzustellen, ist wohlbekannt. Der Sarkasmus des israelischen Politdiskurses kennt die These, dass wenn innere Konflikte und Zerrissenheiten den Regierenden (im Hinblick auf anstehende Wahlen etwa) allzu prekär erscheinen, schnell mal auch ein “Sicherheitsproblem” kreiiert wird.

Manipulativ ist der Slogan auch, weil von einem Wir die Rede ist, bei dem nicht klar ist, wer sein Subjekt sein soll. Wohl sind die jüdischen Bürger des Landes gemeint, aber welche sollen es sein: Religiöse, Säkulare, aschkenasische Juden, orientalische Juden, obere und untere Klassen, Neueinwanderer, Alteingesessene – alle? Aber das sind doch jene, die sich in “Normalzeiten” fetzen, miteinander kollidieren, sich oft genug auch gegenseitig zutiefst hassen. Sie alle sind jetzt ein einziges Wir, das sich nie wieder auseinanderreißen lassen soll? Es gibt politischen Kitsch, der selbst noch dem einfältigsten Israeli lächerlich vorkommt. Dies umso mehr, als viele in Israel sich zur Zeit, gerade in der Notsituation, vom Staat verlassen fühlen.

Und doch enthält, wie gesagt, die Parole dieses Posters objektiv ein Wahrheitsmoment. In der Tat gibt es in Israel kein Rechts-Links mehr. Israel ist ein über Jahrzehnte nach rechts gerücktes Land, das die Reste seines ehemaligen linken Zionismus losgeworden ist. Von einer sozialen Linken kann schon seit langem keine Rede sein. Aber auch das, was in Israel “politische Linke” genannt wurde, die Friedensbewegten, die nicht zuletzt der Zweistaatenlösung das Wort redeten, sind längst erlahmt und verstummt. Das war nicht zuletzt das Ergebnis demagogischer Giftkampagnen aus dem Umfeld Netanjahus (und unter seiner Leitung), die den Begriff “smol” (“links” auf Hebräisch) zum politischen Schmähwort haben verkommen lassen, zu einem Unwort, das mit Verrat, Abtrünnigkeit und Antipatriotismus assoziiert wird (in der politischen Kultur Deutschlands pflegte man im 19. Jahrhundert von “vaterlandslosen Gesellen” zu sprechen).

Auch die Anti-Netanjahu-Proteste im Jahr 2021 bezogen sich in erster Linie auf den Premierminister als korrupte Person, dem der Prozess gemacht wird, es ging ihnen vor allem um eine liberal-moralische Hygiene des öffentlichen Lebens, nicht um gestandene Positionen linker Gesinnung. So auch die Proteste gegen die “Justizreform” in diesem Jahr. Da war nun eine genuine massive Protestbewegung spontan entstanden, die sich gegen den bedrohlichen Versuch eines ins Diktatorische gehenden Staatsstreichs stellte, mit dem erklärten Ziel, die israelische Demokratie retten zu wollen.

Einige der Demonstrierenden haben frühzeitig erkannt, dass man keine Demokratie retten kann, die keine ist, solange sie ein brutales Okkupationsregime gegen die Palästinenser unterhält. Als sie aber versuchten, dies innerhalb der Protestbewegung (performativ) zu thematisieren, stießen sie auf vehementen Widerstand, vor allem seitens einer Gruppe von Demonstrierenden, die sich “Waffenbrüder” nennt. Ironie der inneren Politdynamik Israels: Die Gruppe der “Waffenbrüder” wurde von Netanjahus Umfeld besonders heftig attackiert (sie seien verräterischer “Aussatz” der israelischen Gesellschaft, der Israel durch seinen Protest schwächt). Es sind aber auch nicht zuletzt die “Waffenbrüder”, die sich nun als Gruppe organisiert haben, um die Defizite der dysfunktionalen israelischen Regierung in der notleidenden Zivilgesellschaft durch aktive, wohlorganisierte Hilfe zu beheben. Die in den letzten Monaten Geschmähten erwiesen sich als patriotischer, als so mancher der überflüssigen Minister in Netanjahus Koalition, ja, als Netanjahu selbst. Der Premier, von dem jeder weiß, dass ihn nur sein Privatinteresse umtreibt, mithin sein Bestreben, einer Verurteilung in seinem Prozess zu entkommen und seine Herrschaft zu erhalten, hat bis jetzt noch nichts zu seiner persönlichen Schuld und Verantwortung am Debakel des 7. Oktobers öffentlich geäußert. Im Gegenteil, er arbeitet jetzt schon an der Schuldverschiebung aufs Militär.

Aber der Hass auf Netanjahu, so gerechtfertigt er subjektiv sein mag, ist keine politische Position. Vor allem ist er keine linke politische Position. Netanjahu gehört von seinem Premierposten verjagt, und mit ihm seine gesamte Regierungskoalition. Das wird wohl auch geschehen. Nach dem militärischen und politischen Fiasko des 7. Oktobers wird kaum einer der Verantwortlichen ungeschoren davonkommen. Aber wenn das zentrale Problem, das nicht zuletzt die Katastrophe der Hamas-Attacke generiert hat – die Okkupation! –, nach der Abwahl der jetzigen Koalition unberührt bleibt wird; wenn es keine Initiative zur Lösung des Konflikts mit den Palästinensern geben wird, dann wird nur eine rechte politische Formation die jetzt noch regierende ersetzen. Zu befürchten steht, dass dem so sein wird, mithin die Abwahl Netanjahus als essentieller Neubeginn angesehen werden wird.

Es gibt heute in der politischen Sphäre Israels, aber auch in der Sphäre der außerparlamentarischen Zivilgesellschaft kein Anzeichen für einen radikalen Wandel der Realitätswahrnehmung hinsichtlich des zentralen Problems Israels in der Region, in der es gegründet worden ist. Es gibt kein Rechts-Links, weil man dieses Problem nicht als solches anzuerkennen vermag. Und das geht über Netanjahu hinaus.

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78 Kommentare

    1. „Die Hamas ist eine Tochter der Muslimbrüder, die wegen ihres Fanatismus und ihrer Grausamkeit sogar in arabischen Ländern verboten sind, in Saudi-Arabien, den Vereinigten Emiraten oder Ägypten.“

      Das ist eine ganz und gar nicht kosmopolitische Lüge. Wer das prüfen will, lese:
      https://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_Brotherhood
      https://en.wikipedia.org/wiki/Salafi_movement

      Kurzfassung:
      Der historische, und was Ägypten anbelangt, auch aktuelle Kern der Muslimbrüderschaft hat mit politischem Islam nix am Hut!
      Doch ein Teil der Muslimbrüder wandte sich in den Unruhen und Kämpfen gegen die britische Kolonialmacht dem Salafismus zu, der eine übergeordnete Bewegung im sunnitischen Islam war.
      Briten und Ägypter haben mit brutalster Verfolgung und Vertreibung der bekennenden Muslimbrüder und ihrer Familien ein Schisma zwischen ihrem ursprünglichen völkischen Kern und den Salafis erzwungen, deren Hauptmasse nach Jordanien, Syrien und ins KSA exiliert wurden.

      Hamas hingegen hat mit der salafischen Tradition innerhalb der Muslimbruderschaft, die einerseits ihre Bekämpfung, andererseits ihre Instrumentalisierung durch den amerikanischen und britischen Imperialismus, sowie den türkischen Nationalismus motiviert bzw. möglich gemacht hat, rein gar nichts zu tun.
      Dafür stehen die Biographien ihrer Gründer,
      https://en.wikipedia.org/wiki/Ahmed_Yassin
      https://en.wikipedia.org/wiki/Abdel_Aziz_al-Rantisi
      Das ist eine nationalreligiöse Bewegung gegen die säkulare, zeitweise sozialistisch beeinflusste PLO gewesen und geblieben – ihre Mitglieder streben keine Abkehr von bürgerlichem Recht zugunsten eines religiösen Rechtes, geschweige der Scharia an.

      Stopft der Hasbara ihre Lügenpropaganda ins Maul zurück!

      1. Hallo TomGard,
        ich meinte die „Smol Waffenbrüder“ nicht die „Muslimbrüder“

        Gruß der Tanzenden Derwisch und Halbgott Prepperoni!

    1. Wer hat den Palistinensern das Land gestohlen die Israelis.Man musste immer beide Seiten sehen und jetzt wollen sie auch noch den Gasastreifen haben.Und wir stehen wie immer nur auf einer Seite.

    2. Zumindest ist es nach dem Husarenstreich der Hamas ruhiger geworden um die kriminellen und demokratiefeindlichen Aktivitäten der israelischen Regierung . Inwieweit die israelische Bevölkerung da tatsächlich auf Linie gebracht ist oder nur in den deutschen Hofmedien mal wieder ein Thema wie durch Zauberhand abgeschaltet wurde ? Jedenfalls etwas Ruhe vor Kritik scheint die Regierung da tatsächlich zu haben, da ja nun die Endlösung der Palästinenserfrage oben auf der Tagesordnung zu stehen scheint.

  1. Zum Trost für Moshe!

    Überall auf der Welt kann die jüdische Diaspora eine ruhigeres, besseres Leben führen als in Israel selbst. Amerikanische Juden, kanadische Juden, können ein ruhiges und gutes Leben führen und haben Zeit und Muße kritisch die Welt zu reflektieren. Das tun sie und demonstrieren gegen den geplanten Genozid am palästinensischen Volk. Selbst in Deutschland ist der Antisemitismus viel geringer als die Muslimfeindlichkeit. Das in Deutschland lebende Araber Israel hassen liegt daran, das sie nicht ertragen können, daß ihre Familien in Palästina von Israelis abgeschlachtet wurden und werden. Das ist kein Antisemitismus sondern die logische Folge der Gewalt gegen sie. Der Antisemitismus ist eine direkte Folge der christlichen Religion. Diese hassen die Juden, weil sie diese für die Kreuzigung von Jesu Christ verantwortlich machen. Später kam simpler Futterneid hinzu, weil Juden erfolgreich Geldgeschäfte betreiben konnten, die Christen verboten waren.

    Der Antisemitismus ist eine europäische Erscheinung. Arabische Kulturen waren immer viel toleranter gegenüber Juden und auch heute gibt es in allen arabischen Ländern jüdische Gemeinden, die ein ruhiges Leben führen können.

    Mein Fazit, vielleicht hat die Tora doch recht und die jüdische Existenzform ist die Diaspora. Vielleicht wird der derzeitige Staat Israel durch die Mehrheit der Menschheit so verkleinert werden müssen – Grenzen vor den 6-Tage-Krieg – das sich viele Israelis überlegen wieder in ihre Herkunftsländer, in eine ruhige und friedlich Diaspora, zurück zu kehren.

    Dann würde sich der jüdische Kreislauf -The Cycle of jewish life – vielleicht schließen…..wer weiß?…..dann könnte auch der Messias kommen und die Judenheit erlösen??? …..ein wenig schmunzel…..

    PS.: Wer erlöst die Christen, deren Hauptgott es duldete, das sein eigener Sohn am Kreuz zu Tode gefoltert wurde? Bringt eine solche auf Folter begründete Religion nicht immer Gewalt hervor…….Fragen einer Sakularen!

    1. „Der Antisemitismus ist eine direkte Folge der christlichen Religion. Diese hassen die Juden, weil sie diese für die Kreuzigung von Jesu Christ verantwortlich machen.“

      Ich hatte mir das immer so vorgestellt, dass das nicht Christen an und für sich sind, sondern im Geiste Rechte, die zufällig, aus Karrieregründen oder was auch immer mit Bibelforschung in Kontakt kommen, ihrem natürlichen Impuls folgen und die Passionsgeschichte für sich so sinnhaftig machten, dass durch die Entscheidung Weniger (Barabbas frei, Jesus ans Kreuz) eine Glaubenserbschuld besteht.

      Solche Passagen des neuen Testaments verstehe ich eher als frühe Formen des Humanismus und der Staatslehre. Hier konkret: ein Moralstück gegen spontane Volksentscheide, wenn es um elementare Güter wie Menschenleben geht, und für kodifiziertes Recht.

      Im weiteren Verlauf der Erzählung ist der Hauptgott zwar da, greift aber nicht ein, kommt also dem vom schlechten Regenten zum Tode verurteilten nicht zu Hilfe, was im Gegensatz dazu bei griechischen Erzählungen (Apollon, Ares…) oder alttestamentarischen (Abraham/Isaak) gerne mal der Fall ist. Die Moral von der Geschicht: Der Mensch darf sich, was öffentliche Belange angeht, nicht auf Spontanität oder Gott verlassen, sondern muss selber dafür sorgen, dass ein integres und menschenfreundliches Recht zur Anwendung kommt.

      Wie schon von anderen gesagt: Sozialismus ist Christentum ohne Gott.
      Wobei sich das Christentum zwar auf die Entstehungsgeschichte des alten Testaments stützt, aber das – in anderen Religionen – Großthema Gott mit einem passiven Beobachtergott, einem ans Kreuz geschlagenen Namensgebergott und einem völlig vergeistigten…Geistgott abhandelt. Der übergroße Rest in den Evangelien ist gegenseitiges Verständnis und Menschenkümmerei.

  2. Mann, wie simpel ist das!
    Ich habe schon einmal Kissinger zitiert: Israel treibt keine Innenpolitik, nur Außenpolitik, weil seine Außenpolitik Innenpolitik ist, und Kissinger, maßgeblich verantwortlich für das „Projekt Israel“ nach 1967 und dessen heutigem Stand, hat alles dazu getan, daß es so kam und blieb.

  3. Wieso fällt mir zu Israels 9/11 nur der (zugegeben zynische) Spruch ein „Wenn Zwei sich streiten freut sich der Dritte?“ – Ganz abseits von (üblichen, üblen) Verschwörungstheorien.

    Könnte der 7. Oktober 2023 genau deswegen so schrecklich passiert sein?

    Interessante Fragen, die Mensch aber sicher nicht von der Hand zu weisen zu sein scheint, wenn man den obigen Text von Moshe Zuckermann, und seine darin geäußerten Ansichten, aufmerksam durchliest….die Proteste gegen die Nethanjahu-Regierung lenkten eben vom Thema „Besatzung“ und „Hamas“ bzw. „Terrorismus“ ab, dass sich dann eben auf diese schreckliche Weise wieder in die Weltöffentlichkeit zurückgemeldet hat….

    Eine interessante, leider untergangen Analsyse dazu findet sich auch beim Humanistischen Pressedienst (hpd.de):

    „[….]Ihr habt dieses Land auseinandergerissen“: Der Zorn Israels bahnt sich seinen Weg nach Hause[…]“ von Adrian Beck

    Link:

    https://hpd.de/artikel/ihr-habt-land-auseinandergerissen-zorn-israels-bahnt-sich-seinen-weg-nach-hause-21673

    ….ganz ohne Verschwörungstheorien – es könnte eben auch an oben geschildertem liegen, „das Auge“ (um es mal mit einem Zitat aus Tolkiens „Herrn der Ringe“ auzusprechen) hat eben nicht auf Gaza geblickt, sondern sich mit innerisraelischen Problemen – auf Kosten der eigenen Sicherheit – beschäftigt 🙁 😉

    Gruß
    Bernie

    1. Das Datum wurde vermutlich gewählt weil es ein Feiertag war. Der Termin des Festivals (in der Wüste) war bekannt und die zeitliche Nähe zum Jom Kippur-Krieg legen Nahe das Hamas und Islamischer Staat kompartmentalisierend (need to know) geplant haben. Der Zeitpunkt war oppurtun¹.

      Es ist seit den 1950er Jahren evident, informelle nachrichtendienstliche Struktueren erlauben es den politischen Repräsentanten, Informationen plausibel abzustreiten. Es werden, vermutlich niemals, Beweise existieren, wer zu welchem Zeitpunkt etwas wusste, deshalb gilt die Unschuldsvermtung weiterhin.

      Mittlerweile, 21 Tage später, sind genug Fakten geschaffen, alle Beteiligten billigen Verstöße gegen das internationale Vökerrecht, mit Betonung auf alle Beteiligten.

      ¹) https://de.wikipedia.org/wiki/Opportunismus

      TL;DR: Warum bemühst Du Verschwörungserzählungen?

      1. @Elfriede

        Danke für die Antwort – tja, warum ich vor Verschwörungserzählungen warne? Es gibt bereits solche z.B. die das Nethanjahu die Hamas dazu angestiftet hat, oder sie einfacht hat machen lassen – daran glaube ich nicht. Ich denke der Artikel des Humanistischen Pressedienstes bringt es wohl daher wohl eher auf den Punkt – im alten Sprichwort kurz ausgedrückt „Wen sich 2 streiten freut sich der 3te“ – ich denke nichts anderes hat die Terror-Attacke der Hamas-Terroristen ermöglicht, da die Grenze ja freigelegt war weil die Grenztruppen wo anders – zum Schutz israelischer Siedler im Westjordanland – eingesetzt waren, und weil sich eben die israelische Opposition mit den Ultra-Orthodoxen um Netanjahu „geprügelt hat“ – fatal, und tragisch ist, dass vor allem israelische „Friedensschwurbler“ (so würden die wohl bei uns in Ampel-Deutschland heißen wären die hier zu Hause) zu den Opfern des Hamas-Terror zählen……da könnte man jetzt auch denken, dass das ja dem Herrn Netanjahu und seiner (rechtsextremen) israelischen Regierung gerade recht käme, aber das halte ich sogar selber für eine VT…..

        Gruß
        Bernie

  4. Furchtbar! Moshe, das sind jetzt alles Zionisten, sag ich Dir. Bis auf Dich! Bleib standhaft!

    Die sehen das so, dass sich der 7. Oktober jederzeit wiederholen kann, solang die Hamas im Gazastreifen regiert. Und diesmal könnten sie weiter kommen als damals. Dann hat diese Nazi-Gretl tatsächlich „Yalla Intifada“ geschrieben. Ein Aufruf, der nichts anderes bedeutet, als die Aufforderung, jüdische Zivilisten umzubringen. Auch das könnte ernst werden.
    Die meinen zu wissen, dass sie jetzt um ihr Leben kämpfen müssen, auch das unseres Moshe. Welcher zähneknirschend schon zugeben musste, dass er jetzt hoffen muss, dass die Zionisten alle Raketen abfangen, die auf ihn gerichtet sind. Schluss mit der Dämonisierung des Zionismus. Jetzt sind wir wieder auf dem Boden der Tatsachen. Der Zionismus ist ganz einfach das, was den in Israel lebenden Juden ihre Existenz gesichert hat. Der ganz überwiegende Teil von ihnen wäre ohne Zionismus nicht mehr am Leben. Er ist eine Schutztruppe gegen die Arschlöcher des gesamten Planeten. Um es mal auf den Punkt zu bringen.

    Unsere Bella meint, die Juden könnten doch wegziehen. Eine Freundlichkeit in diesen Tagen, denn wenn es nach dieser Gretl geht, erübrigt sich das Wegziehen. Da, in den arabischen Ländern, da sei es doch gemütlich, meint Bella. Schauen wir uns das an:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Vertreibung_von_Juden_aus_arabischen_und_islamischen_L%C3%A4ndern

    Es gab eine jüdische Nakba, was aber völlig unbekannt ist, weil diese Nakba-Opfer dürfen natürlich nicht jammern. Jammern dürfen nur die Palästinenser.
    Weil es hier auch immer Irrtümer gibt: die Vertreibung begann nach dem gewonnenen Krieg Israels gegen fünf arabische Staaten, die das Land 1948 völkerrechtswidrig angegriffen hatten. Riesen Demütigung für diese, dass sie gegen diesen Zwerg verloren hatten. Musste mit Pogromen und Ausweisungen gerächt werden. Weiß Bella natürlich nicht.

    Dann habe ich ja schon die Liste der Terroranschläge in USA verlinkt gehabt, wovon die Hälfte antisemitisch motiviert ist. Das ist sie, die von Bella gemeinte Gemütlichkeit. Noch eins: dass Juden in anderen Ländern halbwegs friedlich leben können, liegt auf daran, dass Israel sie zumindest diplomatisch schützt. Das entfällt dann auch.

    Ja, wo kann denn unser Moshe hin, wenn Bellas Vorschlag umgesetzt wird? Wieder nach Deutschland?

    Ich muss definitiv abraten.

    1. Die in Deutschland gab es vor der Shoa mehr als 500.000 Juden. Jetzt leben 95.000 Juden in Deutschland, ziemlich unbehelligt, sie werden durch die deutsche Staatsräson stark geschützt, stärker als Palästinenser. Einige Israelis sind nach Berlin ausgewandert, wohnen in Neukölln, weil sie das Klima in Israel nicht mehr ertragen konnten. Sie freundeten sich mit Palästinensern an, führten Streitgespräche, aber sie respektierten sich. Daran kann sich die durch ihre Regierung verhetzte deutsche Bevölkerung ein Beispiel nehmen!
      Sollten im größeren Umfang Israelis wünschen nach Deutschland zurück zu kehren, müßten Eigentumsfragen diskutiert und geklärt werden. Bisher hat die BRD jüdischen Shoa-Opfern aus formaljuristischen Gründen die Rückgabe des Eigentums ihrer ermordeten Vorfahren verweigert.

      Sollten also viele Israelis wünschen nach Deutschland zurückzuführen kehren, dann hat dieses Deutschland – das gerade von links bis rechts gehen Geflüchtete hetzt – ein neues Flüchtlingsproblem mit viel mehr moralischer Schlagkraft!

      1. Nichts zu Deiner Falschinformation über Juden in Arabien? Okay, zu Deiner Entlastung: Du teilst dieses Nichtwissen mit 99,9 Prozent der deutschen Bevölkerung. Ebenso diese Greta: diese jungen Leute hören nichts anderes mehr. Die Nazis haben den Informationskrieg gewonnen.
        Also aus Neukölln werden 65 verletzte Polizisten gemeldet, bei einer pro-palästinensischen Demonstration. Da soll unser Moshe hin?
        Wenn nun das Thema wäre, dass Deutschland Mecklenburg-Vorpommern freiräumt, darüber ließe sich reden. Wir hätten seit Jahrzehnten wieder die ersten Intellektuellen. Und die Landesverteidigung wäre gesichert.

        1. Der Gedanke, man selbst gehöre irgendwie zu den erleuchteten 0,1% ist natürlich reizvoll, geht aber an der Realität ziemlich vorbei. Die Sichtweise wie von dir beschrieben ist absolut verbreitet. Sie wird einem auch immer wieder so vorgekaut. Dafür sorgen schon prozionistische Hetzblätter wie die Bild-Zeitung.

    2. Wenn Moshe Zuckermann nach Frankfurt zurückkehren will, werden ihr uns schützend vor sein Haus stellen, sollte er bedroht werden!
      Werden Sie auch mitmachen, den Juden Moshe Zuckermann zu beschützen?

      1. Nee, du und dein völkisch-nationalistisches Propagandakorps bekommt das schon ganz gut alleine hin. Einfach kräftig im Chor blöken, das kennt und könnt ihr doch.

      2. Wir sollen euch vor Moshes Haus stellen? Als menschliche Schutzschilde? Bella, wo denkst Du hin?
        Ob ich selbst dort als Wache fungieren würde? Warum nicht.

        Mal ein persönlicher Eindruck: ich war in Israel. Das sind durchweg friedliche und freundliche Menschen. Aber halt ein wenig harmlos. Ich kann mir vorstellen, wie das im Dritten Reich war: die waren dem perfiden Nazi nicht gewachsen. Mir passiert das nicht. Ich weiß, wie man mit dem Nazi spricht.

        Ich habe übrigens nur urdeutsche Vorfahren. Was ja sicher für manche wichtig ist.

    3. Arthur_C will partout nicht begreifen, dass das Leben der Juden nirgendwo auf dem Planeten angenehmer wird, solange der Nahe Osten nicht befriedet ist, weder in Israel noch in der Diaspora. Das gegenwärtige Verhalten der Regierung Netanjahu ist ja geradezu eine Steilvorlage für alle Antisemiten. Israel bekommt seine Rache und Gerechtigkeit und bezahlt dafür mit mehr globalem Antisemitismus. Man kann das für clever halten. Ich sehe das anders.

      1. Einspruch Eurer Ehren!

        Der Antisemitismus ist eine rein europäische Geschichte, die sich im Christentum begründet!

        Einen ähnlichen Antisemitismus gibt es in der arabischen Kultur NICHT. Es gibt viele historische Beispiele, wo Juden in den Ländern der Muslime ein friedliches Leben führen konnten, siehe die maurische Besetzung Spaniens.
        Es gibt aber unter der 1 Milliarde Muslime großen Haß gegen Israel und aus Wut setzt man Israel mit den Weltjudentum gleich. Dieser Haß entspringt überwiegend der zionistischen Besetzung Palästinas und der damit verbunden Greueltaten. Wäre die zionistische Staatsgründung anders verlaufen, gäbe es diesen Hass nicht.

        Außerdem muß man unterscheiden zwischen Antisemitismus, Antizionismus und Kritik an der israelischen Staatspolitik. Jeder Staat – China und Israel, die USA gleichermaßen – muß sich dieser Kritik stellen. Der Antizionismus ist die Kritik an einer nationalen Ideologie, die auf Theodor Herzl zurück geht. Die schärfte Kritiker des Zionismus sind Juden, religiöse Juden aber auch linke Juden.

        Der Antisemitismus in Europa geht aber auf tiefverwurzelte Vorurteile gegen Juden zurück, die man als Mörder Christ und unlautere Geldmacher in Europa schon seit 200 Jahren pflegt. Die Shoa wurde rein rassistisch, antisemitisch von den deutschen Nazis begründet und ein Großteil des deutschen Volkes widersprach den Nazis nicht…

        1. In dem Moment, wo berechtigte Wut auf den Staat Israel auf das „Weltjudentum“ umschlägt, ist es halt per Definition Antisemitismus. Braucht man nicht zu romantisieren, auch wenn natürlich die israelische Politik eine wesentliche Mitschult trägt.

          Juden in aller Welt distanzieren sich gerade in Scharen von dem Apartheidsstaat, der in ihrem Namen sprechen will. Und mir tut es in der Seele weh, wenn das nicht gesehen wird.

          Die Zeiten, als die Sephardim in den Orient geflohen sind, sind halt auch schon ein paar Jahrhunderte her.

          1. „ In dem Moment, wo berechtigte Wut auf den Staat Israel auf das „Weltjudentum“ umschlägt, ist es halt per Definition Antisemitismus. Braucht man nicht zu romantisieren, auch wenn natürlich die israelische Politik eine wesentliche Mitschult trägt.“
            Dieser Definition stimme ich nicht zu. Wenn das „Weltjudentum“ wegen der israelischen Barbarei gehaßt wird, ist das KEIN Antisemitusmus, sondern „normaler Haß“, was natürlich sehr unschön ist.
            Aber…
            Der Mensch ist ein emotionales Tier und wird zu 80% von Emotionen bestimmt. Dazu gehören Haß und Liebe. Ohne Liebe kein Haß und umgekehrt! Haß an sich ist auch nicht schlimm, sondern eine normale menschliche Emotion. Erst wenn Haß in Gewalt umschlägt wird er gefährlich.
            Araber, die Juden wegen des Palästinakonfliktes hassen, tun diesen nicht notwendigerweise Gewalt an oder diskriminiertes sie. Ein paar harte Worte und Beschimpfungen muß man schon aushalten können. In Deutschland ist aber schon jeder Antisemit, der einen Juden beschimpft. Manchmal beschimpften auch Ehefrauen, wie ich, ihre Männer…..der Mensch ist eben eine Fehlentwicklung der Evolution, was diese gerade korrigiert!…..lach, lach….

            1. Da will ich auch entschieden widersprechen.

              Problematisch wird Hass nicht da, wo er in Gewalt umschlägt, sondern da, wo indefferenziert Sippenhaftung angewandt wird. Wie eben, wenn alle Juden in Mithaftung genommen werden für eine Kolonialherrschaft, die nie von allen Juden unterstützt wurde. Da geht es auch nicht darum, wie schwerwiegend die Anfeindungen im Einzelnen sind, sondern darum, dass es von Anfang an Unschuldige trifft. Sippenhaft widerspicht jeder entwickelten Moral.

              Umgekehrt ist die Tabuisierung von „Gewalt“ einfach ein Produkt der Untertanenmentalität. Es wird akzeptiert, dass die Gewalt von der Herrschaft monopolisiert und institutionalisiert wird, und dann nennt man sie auch nicht mehr „Gewalt“, sondern Exekutive etc. Dem Untertanen dagegen steht keine Gewaltanwendung zu.

              Eine leichte Abwandlung findet anlässlich solcher bewaffneter Konflikte statt: Verdachtsfälle sind ständig aufgefordert, sich ritualisiert von der Gewalt der einen Seite zu distanzieren, die Gewalt der anderen Seite wird nicht thematisiert. Letzlich wird da auch abgefragt, ob denn eine brave Untertanenmentalität vorhanden ist.

              1. Sie verlangen also von den Unterdrückten, von den Vertriebenen, von den Müttern, deren Kinder die Zionisten ermordet haben, daß sie in „gute Juden“ und „böse Juden“ unterscheiden? Ist das nicht ein bisschen zuviel verlangt von einen westlichen Sesselsitzer, der sich aus seiner bequemen und warmen Wohnung anmaßt den Elenden schlaue moralische Ratschläge zu erteilen?
                Natürlich muß man differenzieren und das tun auch die Palästinenser auch. Aber die Rechtsradikalen der israelischen Regierung bezeichnen die Palästinenser als Tiere und schlachten sie ab.
                Ich fordere sich hiermit auf, sich klar und unmißverständlich von diesen zionistischen Terror zu distanzieren….Mörder darf man hassen ohne Unterscheid!

                1. Sie verlangen also von den Unterdrückten, von den Vertriebenen, von den Müttern, deren Kinder die Zionisten ermordet haben, daß sie in „gute Juden“ und „böse Juden“ unterscheiden?

                  Es wird hier immer skurriler! Diese bösartige Verdrehung von Aussagen anderer, damit man umso hemmungsloser draufhauen kann, ist eine rechte Spezialität unabhängig davon, für wie links sich ein Rechter selber hält.

                  @Sikkimoto und auch andere hier, z. B. @Artur_c oder meine Wenigkeit, erwarten, dass man nach Tätern und Opfern unterscheidet. Und wir sehen, dass keineswegs alle in Israel lebenden Menschen Täter sind.
                  Alle in Gaza lebenden Menschen übrigens auch nicht.

                  Von „guten Juden“ und „bösen Juden“ ist da nirgendwo die Rede gewesen, außer bei Ihnen, verehrte Bella!

                  Übrigens: Die Menschen, die in Israel leben, sind Israelis, nicht zwingend Juden. Den Raketen, die nach wie vor aus dem Gazastreifen nach Israel geschossen werden, ist das egal, und den Typen, die diese Raketen abfeuern auch. Diese Raketen können jeden treffen, der sich in Israel aufhält, egal ob Jude, Moslem, Christ, Hindu oder Anhänger des fliegenden Spagettimonsters.

                  Und nochmal übrigens: Wie benutzen Sie denn eigentlich den Begriff »Jude«? Die Frage geht auch an andere der hier versammelten ach so aufgeklärten Hamasversteher. Meinen Sie das bezogen auf die Religion, die von jemandem praktiziert wird oder ist das mehr so was scheingenetisches, also Rassismus?

        2. Danke Bella. Damit bin ich durchaus einig. Nur eben, den Nationalsozialismus hatten eir noch nicht. Dazu schreibe ich einen Hauptbeitrag.

          Da meinen einige wirklich, die Juden könnten jetzt in die alten europäischen Länder zurück, weil der Netanyahu und der Zionismus verschwunden sind. Muss ich das wirklich kommentieren?

        3. Bullshit, meine Liebe – die jüdische Diaspora hat eine lange und komplizierte Geschichte, auch ausserhalb von Europa, wäre schön wenn Du endlich aufhören würdest dein Halbwissen zu verbreiten: https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Juden_in_Russland

          Deine »Vorurteile« sind dem Brauchtum (Geboten) anderer Religionen geschuldet, Christen und Muslimen war es (lange Zeit) nicht gestattet Zinsgeschäfte abzuwickeln, Juden teilten und teilen mit anderen Menschen eigene Stadtteile: https://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto

          Der Antijudaismus, Abgrenzung der Christen und des Islam: https://de.wikipedia.org/wiki/Antijudaismus

          Antisemitismus ist verhältnismässig neu: (19. Jh.): https://de.wikipedia.org/wiki/Antisemitismus

          Es besteht ethisch (in der Ethik) und rechtlich (im Gesetz) keine Verpflichtung sein Leben (im Rahmen von Hilfeleistung) für einen anderen Menschen zu riskieren oder aufzugeben, deshalb https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand_gegen_den_Nationalsozialismus und https://de.wikipedia.org/wiki/Zustimmung_zum_Nationalsozialismus

          Ich kann aus meinen eigenen Recherchen, Menschen die zu der Zeit Widerstand geleistet haben oder darüber nachgedacht haben, bestätigen dass sie ein Problem damit hatten gegen das Nicht-Tötungsgebot zu verstossen, sie Angst vor Denunziation hatten oder wie Satre und de Beauvoir unfähig waren (Bomben zu bauen).

          TL;DR: Bullshit, Bullshit und Bullshit: Die wichtigsten Motive, das NS Regime hinzunehmen, Furcht vor Terror, dazu Opportunismus (etwa in beruflicher Hinsicht), politisches Desinteresse oder der Glaube an die Propaganda, … die Unzufriedenheit mit der Weimarer Republik und eine latente Angst vor dem Bolschewismus …

    4. Der Zionismus ist ganz einfach das, was den in Israel lebenden Juden ihre Existenz gesichert hat. Der ganz überwiegende Teil von ihnen wäre ohne Zionismus nicht mehr am Leben.

      Der Zionismus ist ganz einfach das, was den Palästinensern zuerst mal das Land wegnehmen musste (unter Beihilfe der britischen Besatzer und deren kolonialistische Ideologie), damit die Neuankömmlinge dort siedeln konnten, und der dann damit fortfuhr, bis heute.
      Vielleicht hätte es eine Möglichkeit zur Versöhnung gegeben, aber Rabin wurde ermordet, damit war der Friedensprozess vom Tisch, und das Überleben der Israelis ohne Zionismus wurde dann nie erprobt – was Jahrhunderte vorher geklappt hatte und funktional war, das mehr oder weniger friedliche Zusammenleben der verschiedenen Stämme und Religionen nämlich, konnte und kann mit dem Zionismus niemals mehr funktionieren. Keine Fatah, keine Intifada, keine Hamas – ohne den Zionismus und zionistische Gewalt.
      Solange Du Ursache und Wirkung verwechselst, wirst Du einfach nicht zum Kern des Problems durchdringen können, der Fehler in der Denke versperrt den Weg zur Erkenntnis.

      1. Ömm, den vertriebenen Juden in Arabien wurde kein Land weggenommen? Aber darüber ist die Aufregung exakt gleich null. Hingegen der Palästinenser darf Jahrzehnte später noch täglich jammern.

        Wenn Du das erklären kannst, bist Du auf dem richtigen Weg.

    5. Nach diesem Kommentar von Artur_C ist klar, das er ein Zionist ist und er erklärt den Lesern , daß die Zionisten den Juden ein ‚leben ermöglichen‘!
      Alter alder da ist de Bub doch sichtlich uffm falschen Dampfer.

    6. „https://de.wikipedia.org/wiki/Vertreibung_von_Juden_aus_arabischen_und_islamischen_L%C3%A4ndern

      Es gab eine jüdische Nakba, was aber völlig unbekannt ist, weil diese Nakba-Opfer dürfen natürlich nicht jammern. Jammern dürfen nur die Palästinenser.“ (Artur_C)

      Was die deutsch-zionistische Wikipedia „Vertreibung von Juden aus den arabischen Ländern“ nennt, heißt bei der englischsprachigen Wikipedia offenbar nicht ohne Grund „Jewish exodus from the Muslim world“. Also „Auszug der Juden aus der muslimischen Welt“.
      https://en.wikipedia.org/wiki/Jewish_exodus_from_the_Muslim_world

      Der Unterschied wird klar, wenn man folgendes Zitat aus Devorah Hakohens „Immigrants in Turmoil: Mass Immigration to Israel and Its Repercussions in the 1950s and After“ zur Kenntnis nimmt:

      „After independence, the government presented the Knesset with a plan to double the Jewish population within four years. This meant bringing in 600,000 immigrants in a four-year period. or 150,000 per year. Absorbing 150,000 newcomers annually under the trying conditions facing the new state was a heavy burden indeed. Opponents in the Jewish Agency and the government of mass immigration argued that there was no justification for organizing large-scale emigration among Jews _whose lives were not in danger, particularly when the desire and motivation were not their own_.“
      https://en.wikipedia.org/wiki/Jewish_exodus_from_the_Muslim_world#cite_note-hokohen-6

      Alles klar oder muss man’s Ihnen übersetzen?

  5. Wie wäre wohl die Geschichte verlaufen , wenn Yzhak Rabin in den 90ern nicht ermordet worden wäre? Damals sah es doch ganz gut aus. War selber mal dort damals, diese Mauern gab es noch nicht, und alles schien lösbar. Wieso muss Geschichte immer nur von der schlechtestmöglichen Position aus betrachtet werden- was dann passierte sind natürlich reale Geschehnisse, aber gedanklich kann man an einen Punkt zurückgehen, als es noch andere Optionen gab. Lese grad: ‚Die Welt von gestern‘ , Stefan Zweig. Da geht es um die Zeit vor WK1, und man fragt sich wie Zivilisationen derart abgleiten können in die Barbarei- sehenden Auges, und plötzlich ist das freie Wort verboten, Propaganda dominiert, überall Misstrauen, es werden Leute interniert, verheizt zu Millionen, und man fragt sich: das kann doch alles nicht wahr sein? Ist es aber. Genauso bei WK2. Leute herrschten, die da gar nichts zu suchen gehabt hätten, die durch Tricks auf diese Posten kamen- wäre es mit rechten Dingen zugegangen, hätten auch schon in der Geschichte nicht wenige dauerhaft hinter Schloss und Riegel gehört. Und wenn man sich heute mal so umkuckt beim politischen Personal, ist es wohl ähnlich. Jede Menge hirnloser Ideen und Berge von Leichen blieben der Menschheit erspart, würde sie sich der schlimmsten Soziopathen in den obersten Etagen entledigen können.

    1. In einer Demokratie könnte das Schlimmste verhindert werden, wenn die Journalisten den Soziopathen in den obersten Etagen das Leben schwer machen würden. Leider ist die Medienbranche dazu nicht mehr in der Lage, weil sie selber von Soziopathen beherrscht wird. So schaukeln sich die Soziopathen gegenseitig hoch und vergiften den Zeitgeist, indem sie die Massen permanent belügen und für dumm verkaufen. Allen geht es nur um Karrieren, Macht und Geld. So etwas wie Verantwortungsgefühl ist den skrupellosen Opportunisten fremd. An die Spitze schafft man es in dieser dysfunktionalen Gesellschaft nur noch, wenn man der König der Soziopathen ist.

      1. Was Sie beschreiben, sind einige sehr toxische Kreisläufe und Interaktionen. Mir macht Sorge die zu beobachtende Unfähigkeit, tatsächlich nach ethischen Gesichtspunkten entscheiden zu können, bei vielen Menschen, wo man denkt: He, es sind doch alle Informationen zugänglich. Ein krasser Einschnitt war für viele wohl der Beginn der Corona-Politik. Vor knapp vier Jahren begann man zu ahnen, dass Unverhältnismässiges beschlossen werden würde, gegen das ankommen zu können sich als sinnlos herausstellen sollte. Die ganzen Kids mit all ihren Plänen wurden jäh gebremst, alles wurde von Angstthemen überlagert bis hin zur Hysterie, dann die ewigen Diskussionen um den Impfzwang mit einer Impfen, die offenkundig nur bedingt zum propagierten Schutz beitrug. Letztlich haben etliche sich dauerhaft aus diesen Apellen zum Schutz der Gemeinwesen ausgeklinkt, da sie erstmal sich selber retten müssen. Schaut man heute auf diese Politik, kann man sich des Eindrucks nicht ganz erwehren, dass die Leute quasi mental zugeritten wurden in Richtung Medienhörigkeit, Akzeptanz von Zensur, der Unmöglichkeit etwas zu hinterfragen. Immer gleich: das ist rechts! Das ist nicht correct! Du bist raus aus der Debatte mit nur einer missverstandenen Formulierung! Totschlagargumente haben Hochkonjunktur. Die Frage ist nun, ob das rund um den Globus genauso ist. Während der Pandemie& Lockdown sah ich Sachen von NYC, wo auf den Gehsteigen Pop-Up-Restaurants aufploppten, Bücherläden geöffnet hatten, was hier als undenkbar galt. Also: gestärkte Eigenverantwortung, statt Pauschalverboten. Man sollten den Menschen das Denken können schon noch zugestehen. So als Grundvoraussetzung der Demokratie, und auch in Hinblick auf die Wahrnehmung der gegenwärtigen Krisen und Kriege.

        1. Danke für euren (Guido, Jane) Beitrag. Israel glaubt tatsächlich, sie könnten Gaza abklemmen, die Fahrzeuge arabischer Journalisten verbrennen, Journalisten töten und damit durchkommen. Jürgen (Hübschen) hat vor kurzem den Begriff Ghetto ins Spiel gebracht. Nunja, Israel ist das Ghetto (baulich oder durch Segregation abgesodert) um die Enklave (vom eigenen Staatsgebiet umschlossener Teil eines fremden Staates) Gaza.

          https://de.wikipedia.org/wiki/Ghetto (Geschichtliche Einordnung)

          https://www.dwds.de/wb/Enklave (Definition)

      2. Leider ist die Medienbranche dazu nicht mehr in der Lage, weil sie selber von Soziopathen beherrscht wird.

        Nun, wenn die Medienbranche demokratisch kontrolliert würde, wäre sie vielleicht in der Lage.
        Aber sie ist privat, und damit greift Demokratie nicht mehr. Wovon hier alle träumen (ohne es zu sagen oder auch nur zu verstehen), sind vergesellschaftete Kommunikationsmittel, und da ist der Kapitalismus mit seinem Herrschaftsgefüge davor.

        Mit Soziopathie hat das nichts zu tun (wenngleich sie sehr behilflich sein kann…)

        1. Entweder Chomskys Manufactoring Consent oder »Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.« – Paul Sethe, SPIEGEL, 5. Mai 1965

          1. Ja. Zwei Seiten einer Medaille, Kopf oder Zahl. Manufacturing Consent ist die Methode, um die Meinung der 200 möglichst unbemerkt auch zur Meinung der restlichen 82 Mio zu machen.

  6. Merkel hatte vor Jahren den links/rechts Mythos als Mitte erklärt…
    Auch die israelische Feststellung von Herr Moshe, ist auf viele andere Staaten übertragbar.
    Wenn man Merkels Aussage enger nimmt, dann ist der Zeitenwandel seit Jahren aktiv an seiner Umsetzung über zig Staaten daran beteiligt. Dadurch wird Merkels bzw. ursprünglich Thatchers Aussage von TINA omnipresent : There is no alternativ!
    Nur wozu haben die Staaten Demokratien oder sonstige Wahlveranstaltungen, wenn alles von langer Hand im Untergrund geplant und vollzogen wird?
    Simulanten simulieren die Simulation und der Plebs geht sich an den Kragen.

  7. Hässlich hässlich. Da triumphiert einer, dass die faschistische Rechnung wieder einmal aufgegangen ist. Einfach brutalen Druck ausüben, irgendwann kommt die Reaktion und die können wir dann als Rechtfertigung nutzen, weiter aufzudrehen. Diesmal bis ins Genozidale. Hässlich hässlich Artur C.

  8. Eine der kleinsten Religionsgemeinschaft erfährt die höchste Aufmerksamkeit.
    Ein wunderbares Beispiel wie verblendet die Menschen sind, aufgrund von Propaganda. Diese Propaganda wird soweit manipuliert, das die schreibende Zunft, genau den vorgegebenen Vorgaben zu folgen haben.
    Entschuldigung liebe Leute, daß hat nichts mit Meinungsbildung zu tun, sondern ist faschistisches Grundvokabular. Das Appartheit Regime wird seine Faschisten im Militär aussondieren und letztlich einen ‚bitteren‘ Kompropmiss eingehen müssen. Ihre Wirtschaft wird gerade zerstört und ihr Big Brother steht selbst vor Ruinen und Gott Kapital wird neu ausgerichtet, gen Osten.
    Vor ein paar Jahren sprachen christliche Organisationen davon, das das letzte Tor von Jerusalem gen Osten geöffnet wird.

    1. „Diese Propaganda wird soweit manipuliert, das die schreibende Zunft, genau den vorgegebenen Vorgaben zu folgen haben.“

      Nicht nur die schreibende Zunft.

      Ebenda:
      ht*ps://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/231027-Glossar_Berichterstattun-gNahostkonflikt.pdf

      Anderes Beispiel: in Bezug auf Gott-sei-bei-uns-Russland gibt es die neue Wortschöpfung „Brutalerangriffskrieg“ (1 Wort), die aber in keinem Satz weniger als 4mal vorkommen darf. Für andere, wertebasierte Staaten heißt das dann (von anderen provozierte) „Reaktion“. Es war ja für Politik und Hämorrhoidal-Medien auch nie ein Krieg, an dem Deutschland in Afghanistan teilnahm. es war halt „Verteidigung der deutschen Demokratie am Hindukusch“.

      Wir haben ja auch gelernt, dass Israel keine Angriffsarmee oder so hat. Das ist immer und überall reine Verteidigung – wie uns der offizielle Begriff „IDF (Israel Defense Forces)“ eindeutig beweist. Also alles in Ordnung.

      Wie harmlos waren da die alten propagandistischen Wortschöpfungen wie – je nach Sicht und Autobahnwegweisern hüben und einstmals drüben:

      „Berlin“
      „Berlin (West)“
      „Westberlin“
      „Berlin (Hauptstadt der DDR)“
      Und manchmal gab es auch „Berlin-O“

  9. In der Not rückt ein Volk zusammen und wird zur Schicksalsgemeinschaft. So soll es ja auch sein in einer Nation und Israel spürt ja auch, wie feindlich ihm all diese antisemitischen Diktaturen auf der Welt gesonnen sind. Zum Glück für Israel kann es sich noch auf die USA verlassen und auf einige wenige Länder mit Anstand, die meisten Staaten sind ja längst in der Gewalt von Kommunisten. Und was das Wort einer deutschen Regierung wert ist konnte man diese Woche wieder bewundern als die UNO auch den letzten Funken an Legitimität verlor.

  10. Es gibt schon noch Linke in Israel. Hadash, die von Maki (isr. komm. Partei) angeführte linke Verbindung, sitzt mit 4 Abgeordneten in der Knesset. Verstummt sind sie anscheinend auch nicht, denn der Hadash-Abgeordnete Ofer Cassif wurde gerade für 45 Tage aus der Knesset ausgeschlossen, weil er, zufällig im Ausland weilend, eben nicht geschwiegen, sondern medial sowohl das Gemetzel der Hamas als auch die Schlächterei in Gaza verurteilt hatte. Interview:
    https://twitter.com/dancohen3000/status/1714229860397142281

    Cassif machte am 17.10. darauf aufmerksam, dass nach seinen Informationen mehr als 100 israelische Bürger, zumeist Araber, jüngst verhaftet oder von der Polizei vorgeladen wurden, weil sie Sympathie mit den Bewohnern von Gaza zum Ausdruck gebracht hatten. Er verwies auch auf kleinere Demonstrationen gegen den Krieg in Gaza, die in Tel Aviv stattfanden.
    Sieh man sich die Bilder an so handelte es sich eher um Mahnwachen.
    https://zoha.org.il/124547/

    Die Forderung bestand wohl vor allem in „Prisoner exchange now“, also dem auch von Hamas erhofften Austausch von Gefangenen. Die Mahnwache wurde von Schlägern angegriffen.

    In Haifa forderten ebenfalls eine handvoll Demonstranten einen Gefangenenaustausch und erklärten die Notwendigkeit der Solidarität von Juden und Arabern. Ihre Transparente wurden beschlagnahmt.
    https://haipo.co.il/item/479438

    Der Chef der israelischen Polizei Kobi Shabtai hielt es vor über einer Woche für nötig, öffentlich zu erklären, dass er „Zero Tolerance“ gegenüber AntiKriegs-Protestierenden üben werde und drohte, sie in Bussen nach Gaza zu deportieren.
    https://www.aljazeera.com/news/2023/10/19/israel-police-boss-threatens-to-send-anti-war-protesters-to-gaza-on-buses

    Das Haus eines israelischen Journalisten namens Israel Frey, der für die Kinder von Gaza gebetet hatte (und dies anscheinend online gestellt hatte), wurde von einem Lynchmob belagert. Er musste untertauchen und nahm anschließend per Video Stellung.
    https://www.youtube.com/watch?v=zMKyH4jCnTE.

  11. Das Ganze (mangelnder Friedenswille, Bombardierung von Palästinensern) mitgetragen von einer deutschen Staatsraison, die bekanntlich Kritik an israelischer Politik mit Antisemitismus gleichsetzt; damit selbigen und durch ihn motivierte Verbrechen durch Ermordung u. A. 6,5 Mio. Juden relativiert und verharmlost.

    Passend dazu die Werte, für die wir mangels Friedens- und diplomatischen Willen – durch stetige Waffenlieferungen kriegsverlängernd – zu tausenden Ukrainer abschlachten lassen.

    Mir fehlen da schlicht und ergreifend die Worte…

  12. https://www.berliner-zeitung.de/open-source/wird-der-mann-aus-gaza-noch-mit-mir-in-neukoelln-backgammon-spielen-li.2152853

    Ein Israeli, der Autor Mati Shemoelof, in Berlin zitiert diesen palästinensischen Dichter

    „Meine Gedanken kreisen um die Verzweiflung und Kurzsichtigkeit in jenen Tagen. Der palästinensisch-israelische Dichter schrieb über die Sinnlosigkeit der Rache.
    Rache

    Taha Muhammad Ali

    Manchmal … wünsche ich mir,
    ich könnte in einem Duell den Mann treffen,
    der meinen Vater getötet
    und unser Haus zerstörte,
    mich vertrieben hat
    in
    ein enges Land.

    Und wenn er mich tötet,
    würde ich endlich ruhen,
    und wenn ich bereit wäre –
    würde ich mich rächen!

    *

    Aber wenn es ans Licht käme,
    als mein Rivale auftauchte,
    dass er eine Mutter hat,
    die auf ihn wartet,
    oder einen Vater,
    der die seine rechte Hand
    über den Platz des Herzens in seiner Brust,
    wenn sein Sohn zu spät kam,
    auch nur um eine Viertelstunde zu einem Treffen,
    das sie vereinbart hatten –
    dann würde ich ihn nicht töten,
    selbst wenn ich es könnte. (…)

    *

    Nazareth
    15. April 2006
    Konnte ich wirklich mit dem Anstand dieses Schriftstellers mithalten?“
    Der ganze Text ist sehr berührend und unbedingt lesenswert.

  13. Den religiös motivierten Antisemitismus hatten wir oben schon. Wie stets endet die Debatte hier. Aber war denn Adolf Hitler als Katholik unterwegs? Ganz sicher nicht.

    Der Antisemitismus der Nazis unterscheidet sich fundamental vom religiösen. Was der Jude glaubt, ist dem Nazi egal. Seine Rasse ist wichtig und die kann er nicht ändern. Er mit seiner Destruktivität ist schuld an Börsencrashs und Inflation, ohne ihm würde der Kapitalismus wie am Schnürchen funktionieren. Welcher natürlich dadurch exkulptiert wird, parallel dazu wird der Marxismus „ausgerottet“. Der Schuldige ist gefunden!
    Zentrales Werk der Nazis und gewissermaßen ihre Bibel sind die „Protokolle der Weisen von Zion“.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Protokolle_der_Weisen_von_Zion

    Mühelos als Fälschung erkennbar und schon in den 20-ern als solche enttarnt, unter anderem von der Frankfurter Allgemeinen. Die Bürgerlichen dachten, die Sache sei damit erledigt. Falsch, nach der Machtergreifung machten die Nazis ernst. Die Protokolle wurden im Unterricht verwendet und die Behauptung, sie seien eine Fälschung, wurde unter Strafe gestellt.

    Die Wirkung des Machwerks ist überall gleich: dort, wo sie gelesen und geglaubt werden, hat man kurz darauf völlig durchgeknallte Gewalttäter. Exakt zu diesem Zweck werden sie eingesetzt.

    Das ist nun halt der Punkt: der Antisemitismus im Nahen Osten lässt sich mitnichten aus dem Koran erklären. Jetzt schauen wir mal, wo wir die Kernthesen des Nazitums finden: im Iran, welcher zu diesem Zweck die Nazis aus aller Welt zu Konferenzen nach Teheran ruft. Die Hisbollah, die die Protokolle zeitweise als Fortsetzungsroman auf Al Manar sendete. Und die Hamas, die Naziideologie und Protokolle schon in der Gründungsakte verwendet.

    In maßloser Naivität nennt das deutsche Fernsehen diese „Radikalkislamisten“. Nein, bitte nicht. Das sind Nazis. Nein, Deutschland sollte keinen Schuldkult betreiben, aber wenigstens bei diesem Thema Wissen beisteuern können. Der Weltmeister der Aufarbeitung sollte das wenigstens in homöopathischen Dosen besitzen. Er besitzt es nicht.

    Das erklärt die ungeheure Naivität, mit der versucht wird, mit den Palästinensern einen Kompromiss zu finden. Die wollen keinen Kompromiss. Die wollen den Holocaust vollenden.

    Vielleicht jetzt, wo alles nochmal durchdiskutiert wird, ist nicht ausgeschlossen, dass fundamentalstes Basiswissen doch noch eine Chance hat. Man soll die Hoffnung nie aufgeben.

    1. Die Weisen von Zion sind doch ein uraltes Machwerk der Geheimpolizei des russischen Zaren!
      Der Antisemitismus vor also vor Hitler in Europa radikal und präsent und auch im zaristischen Russland christlich motiviert.

    2. Arthur_C halluziniert sich Dinge zusammen, eine Ideoloie (Weltanschauung) kann man nicht ausrotten, es ist eine Idee. Luther hat die Juden verteidigt, ist gescheitert. Die römisch-katholische Kirche hat den Faschismus gebilligt, und die jüdische Diaspora in einigen Klostern versteckt, darauf hingewiesen diese Gebäude seien sarkosant, vor Angriffen zu schützen (Eigeninteresse). Der Holocaust (Shoa) wurde von den Allierten beendet, sein Geschichtsverständnis ist mehr als unvollständig, es ist nicht mal mangelhaft.

      Die Kernthesen das Faschismus (Gattungsbegriff) sind ganz unterschiedlich. Primär, für den deutschen Nationalsozialismus eine antisemitische, rassistische, ultranationalistische, völkische, sozialdarwinistische, antikommunistische, antidemokratische und antipluralistische Ideologie. Seine Wurzeln liegen zu Beginn der 1880er Jahre im deutschen Kaiserreich.

      Viele Deutschen haben ihre Geschichte nicht verstanden, Arthur_C ist einer davon.

      1. Klar, alles wieder weglabern. Dass hier eine weit gefährlichere Form des Antisemitismus als jede frühere Form, och muss man nicht unterscheiden. Bisschen was vom Faschismus erzählen, um die Kontur zu verwischen.

        1. Ich denke ebenfalls, du erfindest Argumente nach politischem Bedarf.
          Der aktuelle politische Bedarf rechter Pro-Israelis ist offensichtlich, in irgendeiner Form einen Angriffskrieg gegen den Iran zu legitimieren.

          Im Iran – also bei den von dir als „Nazis“ titulierten – leben ca. 10.000 iranischen Juden. Laut Wikipedia (Judentum im Iran), handelt es sich um „eine anerkannte religiöse Minderheit in der Islamischen Republik Iran und haben deshalb laut Verfassung das Recht, ihre Religion frei auszuüben.“
          Für eine „Weltzentrale des Nazitums“ ist das eher ungewöhnlich.
          Gelinde gesagt.

          Wie wäre es mit einer weniger manichäischen, dafür aber faktenbasierten Sicht auf die Welt?

        2. Ich möchte es nicht weglabern, sondern einordnen: Antisemitismus ist nach Kulturepoche unterschiedlich ausgeprägt. Für jemand der tief im Thema steckt, sind aussagen wie „jüdische Nakba“ s. https://de.wikipedia.org/wiki/Nakba für „Katastrophe“ oder „Unglück“ der Araber, es hat einen arabischen Kontext, widersprüchlich wie eine „gerade Kurve“. https://de.wikipedia.org/wiki/Shoa für „die Katastrophe“, „das große Unglück/Unheil“ der Juden, auch Holocause während des deutschen Nationalsozialismus.

          Ich stimmte zu, es wirkt natürlich so als würde ich es verkleinern, weil zwischen arabischen Antisemitismus und unterschiedlichen Antisemitismen unterscheiden wird. Es hlift zu verstehen das Antisemitismus einen kulturgeschichtlichen Hintergrund (als Antijudaismus, bei Matrin Luther z.B.) hat.

  14. Wie Moshe Zuckermann richtig feststellt – der Mangel an Realitätswahrnehmung – ist der Kern/die Basis der jahrzehntelangen Konflikte. Schon das Bestreben Ben Gurions, 80% der Bevölkerung Israels müßten Zionisten sein, die Nakba, die im Mai 1948 begann und ca.700.000 Palästinenser unter grausamsten Umständen aus ihrer Heimat vertrieb, die vielen folgenden Kriege – inclusive der Besetzung des Westjordanlandes – die Apartheidpolitik gegen die weiterhin in Israel lebenden Palästinenser, die man durchaus als faschistisch sehen sollte, sind zu einem gesellschaftlichen Desaster geworden, das mir nahezu unlösbar erscheint. Sicher gibt es viele jüdische Gruppen, die um Verständigung und Gerechtigkeit bemüht sind, ob das reichen wird, ich hab kaum mehr Hoffnung darauf

  15. @TomGard
    Iranische Quellen berichten, die Amis seien bereits mit 3 Brigaden und 5000 Man an der israelischen Bodenoffensive beteiligt.
    Gaza ist abgeschaltet, damit niemand die Schlächterei beobachten kann.
    Erleben wir bald die Wiedergeburt des islamistischen Terrorismus – als Rache für Gaza – überall im Westen?

  16. Ein Aufschrei:
    https://antikrieg.com/aktuell/2023_10_28_sowarauch.htm
    „Nun, bis zu einem gewissen Grad geschieht dies wieder im Gazastreifen, wo 2,3 Millionen Menschen seit drei Wochen unter ständigem, wahllosem Bombardement und einer totalen Blockade von Wasser, Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Gütern stehen.

    Und es ist beschämend und unglaublich, dass die Welt dies zulässt – schon wieder. Diesmal können wir uns nicht auf die mildernde Ausrede der Unwissenheit und des Informationsmangels aufgrund veralteter Kommunikationssysteme berufen. Der Massenmord in Gaza läuft zur besten Sendezeit im Fernsehen.

    Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen scheint nicht in der Lage zu sein, eine Resolution zu verabschieden, in der ein sofortiger Waffenstillstand und die dringende Entsendung von Hilfslieferungen in den Gazastreifen gefordert werden. Drei Wochen lang wurde das Massaker an der Zivilbevölkerung, die in einem Küstengebiet eingeschlossen ist, das als größtes Freiluft-Konzentrationslager der Welt bezeichnet wird, fortgesetzt, während der UN-Sicherheitsrat um diplomatische Resolutionen ringt.

    Bei dem Tempo, mit dem die israelischen Streitkräfte töten, wird die Zahl der Toten in Gaza bald 10.000 erreichen, mit einem Vielfachen davon an Verletzten. Das sind nur die durch Gewalt getöteten Opfer. Da es kein Wasser und keine Nahrungsmittel gibt und die Krankenhäuser wegen Treibstoffmangels geschlossen sind, wird die Zahl der Toten wahrscheinlich noch höher sein. Bei den meisten Toten und Verletzten handelt es sich um Frauen und Kinder, die nichts mit den Morden der militanten Hamas aus dem Gazastreifen am 7. Oktober zu tun haben, bei denen 1.400 Israelis um ihr Leben kamen.

    Das Grauen in Gaza ist vergleichbar mit der Brutalität der Nazis im Warschauer Ghetto, als in den vier Wochen von April bis Mai 1943 über 10.000 jüdische Zivilisten als Vergeltung für einen bewaffneten Aufstand von Widerstandskämpfern getötet wurden.
    Viele Menschen auf der ganzen Welt sind zu Recht empört über den israelischen Völkermord an den Palästinensern in Gaza. Große öffentliche Proteste in arabischen Ländern sowie in Europa und Nordamerika, die die israelischen Kriegsverbrechen verurteilen, sind ein Zeichen für die kollektive Abscheu über das tägliche Massaker und den Hunger.
    Der jahrzehntelange israelisch-palästinensische Konflikt scheint nun an einem historischen Wendepunkt angelangt zu sein.
    Zu viele Jahrzehnte lang ist das israelische Regime mit Massenmord und krimineller Besatzung gegen die Palästinenser davongekommen. Ein Teil dieses Freibriefs war auf die Verwirrung in der Weltöffentlichkeit zurückzuführen, die durch die zionistische Verdrehung der Geschichte im Zusammenhang mit dem Nazi-Holocaust verursacht wurde.“
    Oder man denke an die Hungerblockade von Leningrad.

      1. Wieviel von dem, was wirklich passiert, kriegen Sie mit? Wenn es praktisch kaum noch Kommunikation mit Gaza gibt? Und vor allem hierzulande nur auf die Verlautbarungen Israels verwiesen wird, die natürlich absolut glaubhaft sind, so wie die der USA in ihren Demokratiebefreiungskriegen im nahen Osten früher in Asien?!

        Übrigens in Leningrad hatten sie wenigstens Wasser, wie lange können Menschen ohne Wasser leben?!

        1. Zur Einrodnung: Sobald ich Leid in intensiver Darstellung rezipiere, stellt sich bei mir nach geraumer Zeit ein Gefühl ein, dieses Leid wäre nicht real. An diesem Punkt erkenne ich, ich bin nicht mehr in der Lage, die notwendigen Verknüpfung oder Assoziationen herzustellen: Ein schmutziger Mensch liegt auf einen schmutzigen Fussboden, eine medizinische Fachkraft bringt einen Kanüle an. In diesem Moment wird diese Situation für einen Moment unreal (Denial, Weigerung). Nach kurzer Reflektion und Introspektion kann ich schlussfolgern, meine Vorstellungskraft ist von dem Bewegbild überfordert, denn Menschen in einer Notsituaiton gehören auf eine Liege oder Sitz (Wishful thinking, Wunschdenken). Dann stezt Erkenntnis über den Umfang der Situation, der Aufnahmebereich ist vermutlich überfüllt, komplexe Krisensituaiton usw. ein.

          Daher meine Frage, nutzen Sie den historischen Kontext zur Verstärkung (beim Lesenden) oder hat es eine Schutz- oder Resilienzfunktion (für sie, in Form von Relativierung)?

          Über Antwort würde ich mich freuen.

  17. Artur_C schreibt:

    „ Das erklärt die ungeheure Naivität, mit der versucht wird, mit den Palästinensern einen Kompromiss zu finden. Die wollen keinen Kompromiss. Die wollen den Holocaust vollenden.“

    Ist das nicht Rassismus in seiner übelsten Form? Ist das nicht eine besondere Form der Verharmlosung des Holocaust? Wie kann man bei 1500 getöteten Israelis von Holocaust sprechen? Dabei verschweigt dieser Typ, daß Israel mindestens 8000 Palästinenser abgeschlachtet hat, darunter 3000 Kinder. Die UN und 120 Staaten haben dieses Massaker verurteilt, aber rassistische Deutsche leugnen diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

    Noch mehr verwundert mich, das bisher noch niemand von euch hier gegen die ungeheuren Behauptungen dieses Artur_C protestiert hat!

    1. Warum empörst Du, Bella, dich über jemanden, der von Geschichte noch weniger versteht, verstanden hat? Du solltest dazu in der Lage sein, semantische Fehlleistungen zu erkennen, zu beschreiben: Der Holocaust (Shoa) war Antisemitismus, nicht Rassismus. Beim Genozid (Vökermord), ist die Quantität nicht entscheidend, und mindestens eine Deutsche leugnet die Situation in Gaza nicht, ganz im Gegenteil. Warum klagst Du an, wenn Du klar Stellung beziehen oder seine Aussagen falsifizieren könntest? Warum forderst oder erwartest Du etwas, anstatt es zu tun?

      https://de.wikipedia.org/wiki/Genozid https://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus https://de.wikipedia.org/wiki/Demozid und https://de.wikipedia.org/wiki/Synchronität#Gegenteil (Begriffserklärungen).

      TL;DR: Alles weitere steht in meinem Beitrag, oben. Sorry, Du bist nicht mal in der Lage auf den Antwort-Link zu klicken und Argumente anzubringen. Weiter oben findest Du weitere Hinweise von mir.

  18. Der religiöse Wahn, der im Forum eingezogen ist, läßt sich geradezu furchtbar leicht erklären.

    Für jedes Massaker, das ihr in drei Generationen seit dem WK2 zur Kenntnis genommen habt, einschließlich einiger der voran gegangenen, kennt ihr euer „Weiß warum“. Ich denke nicht daran, sie aufzuzählen, erinnere nur an diejenigen „Weiß warums“, die in den Kommentaren zum Russlandkrieg die prominenteste Rolle gespielt haben. „Rohstoffe“, „Gier“, „Weltherrschaft“, die Kabbale der Reichesten und Mächtigsten, und über allem die Klammer: AMERRRIKAANER!

    Und die Weiß Warums, laufen auf einen Erklärungshorizont zu: Natur. Kannmannixmachen. Isthaltso. Schwäche, Unzulänglichkeit, Verworfenheit der menschlichen Natur, „oben“ wie „unten“.

    Aber sie „passen“ in eurem Geiste nicht auf Israel und die Taten der Zionisten.
    Die tun etwas, was ihnen gemäß eurer politmoralischen Lebensweisheit „nicht zusteht“.
    Es stimmt ja insofern, als der in Israel zur Staatsmacht und Staatsraison erhobene Zionismus ein Archaismus und Anachronismus in der imperialistischen Welt ist, ich habe das in einigen Kommentaren heraus zu arbeiten versucht. Aber er ist halt offenkundig zugleich eine „Dissipationsstruktur“ derselben „modernen“ imperialen Welt, und das könnt und wollt ihr jetzt, für den Moment, mental nicht dulden, nicht in der Weise, wie ihr in den letzten eineinhalb Generationen die Massaker im Irak, in Jugoslawien, in Afrika, wiederum im Irak, in Afghanistan, in Libyen, in Syrien, in der Türkei (wo mehrere kurdische Städte so platt gemacht wurden, wie jetzt Gaza platt gemacht wird) mental geduldet, nämlich „verarbeitet“ habt. Eingeschlossen die ritualisierten Massaker auf der Weltbank und im Gaza (die Amerikaner, na klar!), die euch jetzt „klein“ erscheinen wollen, gegen das, was geschieht.

    Das ist nicht alles, aber der gleichsam „subdurale“ Kern davon. Das „Gazabluten“ drückt auf eure verschissene, quasireligiöse Hirnverschaltung.

    1. Unnötig zu erwähnen, Religion ist eine milde Psychose (Hallzination, Realitätsverlust, Wahnvorstellung), so wie das Internet eine kollektive Halluziniation ist. Krieg ist Wunschdenken, eine Problemlösung für etwas das vom Krieg verursacht wurde. Ergo, Istrael zerbombt Gaza in eine Zeltstadt, damit ähnlich wie in den Ländern die genannt wurden, eine terroristische Verinung 5 bis 10 Jahre braucht um sich zu konsolidieren.

  19. Ergänzend: Das Blamegame, Schuldzuweisungen zum Militär sind naheliegend, Hamas und Islamischer Jihad hatten am 7. Oktober das Überraschungsmoment, auch weil jedwede Eigeninitative des Militärs als Coup d’Etat gewertet werden könnte (Mitgleider der Nachrichtendieste, des Militärs und Reservisten demonstrierten). Es war ein Feiertag, Feiertage sind wirklich kritisch für die Verteidigung Israels. Die Soldat:innen der IDF, die im Einsatz waren, wurden überwältigt, gefangengenommen oder waren mit der Sitaution initial überfordert. Der Oberkommandierende oder sein diensthabender Stellvertreter hat versagt und nachrichtendienstliche Erkenntnisse wurden falsch eingeordnet. Im Anschlus wurden 300.000 Reservisten reaktiviert, die seit 3 Wochen, Gaza umstellt, bomardiert und beschossen haben.

    Verzweifelte Angehörige von Geiseln (mit zweiter, nicht-israelischer Staatsbürgerschaft) wenden sich mittlerweile an die Politik in der EU (u.a. an Spanien und Frankreich). Die fortlaufenden Bombardierungen und Bodeneinsätze gefährden die Sicherheit der Geiseln, aller Zivilisten, Berichterstattern, Hilfsorganisation und Personal der UN. Katar berichtet, man stehe bei den Verhandlungen mit den Geiselnehmern vor einem Durchbruch. Während die UN eine Resolution beschliesst, die Israels bisherige Massnahmen verurteilt, Waffenstillstand fordert, fällt in Gaza Internet und Telefonie aus und die IDF weitet ihre Angriffe aus, berichtet die ARD.

    Bemerkenswert am Gruppenbild (oben) ist, dass kein orthodoxer Jude abgebildet ist, keine Kippa, vermutlich ein Bestandsfoto (Stockphoto) einer Bildagentur. Die Kampagne versucht sehr krampfig Solidarität an die Zivilgesellschaft vermitteln. Es fehlt, für den Kontext, die Abbildung einer Soldatin (Frauen wirken weniger bedrohlich). Das Militär, dass gerade das grösste Risiko, die grösste Verantwortung für die Gesellschaft übernimmt, Menschen die bereit sind, das grösste Opfer zu bringen, werden nicht thematisiert. Der Davidstern, der über dem Gesicht einer Person liegt (da war kein Profi am Werk, 5 Frauen, 6 Männer, 1 gesichtslose Person), ist um 45° gedreht, wirkt gegeneinander, keine gute Bildsprache. Die Menschen stehen beieinander, nicht miteinader oder zueinander und wirken teilnahmslos. Vermutlich sind keine Palästinenser:innen im Bild, der Davidstern legt das nahe. Also, für eine Top-Werbeagentur in Isreal, war das eher schwach.

    Kriegspropaganda, im historischen Vergleich: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Wir_haben_alle_nur_einen_Willen.jpg (1942) oder etwas aktueller https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:DDRPlakat.jpg (1985) Bilder müssen die Menschen ansprechen, motivieren und auf das Schlimmste, was noch kommen mag vorbereiten. In Krisen- und Ausnahmesituationen wird unser Mitgefühl aktiviert und Soldiarität gefordert. Die Interesseneigner werden nicht müde werden, uns emotional anzusprechen und mitzuteilen wie schrecklich die Verbrechen waren, und sein werden. Kriegs- und Hasspropganda ist im Völkerrecht übrigens verboten (Artikel 20).

    Der ÖRM ist auf Antisemitismus, das Stigma der Deutschen oder den importierten Antisemisus der Anderen (vorwiegend gegen Muslime) geframed. Achja, der Menschen (fka Gastarbyter) die zu unserem Wohlstand beitragen. Der gemeinsame Aktionismus von Teilen der jüdischen und muslimischen Diaspora, gegenseitige Besuche, wirken ähnlich verkrampft. Joe Biden, vertraut den Zahlen des Gesundheitsministeriums in Gaza nicht, bekommt nun lange Listen mit den Namen der Opfer.

    Der ARD framed die Rede der Delegierten (VSA) von vor der Abstimmung so, als würde sie die Resolution, Top 5 A/ES10/L.25, nach der Abstimmung verurteilen. Weil die Resolution keine H-Worte enthält, die Teil des Zusatz (Addendum, von Canada) zur Resolution waren. Für die in der ersten Abstimmung nicht genug Deligierte gestimmt haben. In der UN General Assembly wird über den jeweiligen Zusatz (Addendum) zur Resolution, vor der Abstimmung der eigentlichen Resolution abgestimmt.

    Deutschland hat sich in der finalen Abstimmung enthalten (Abstention). Deutschland hat sich zur einer Resolution die den Schutz von Zivilisten und Einhaltung der Obligationen (Verpflichtlungen) aus dem internationalen Völkerrecht enthalten. Zum Verständnis, der Delegierte (FRG) hat sich zu einer Resolution die fordert Zivilisten, Personal von Hilfsorganisationen, humanitäre Einrichtungen zu schützen, Geiseln zu entlassen enthalten. Die VSA sind dagegen (Against). Achja, Russland ist dafür (In Favor). Okay, Russland, vermint alles – unnötig zu erwähnen Minen sind, könnt ihr euch sicher denken, geächtet (Ottawa Konvention), wie Streumunition.

    Achja, habe ich vergessen: Die Resolution ist nicht bindend. Das bedeutet, es kostet den Steuerzahler nicht einen Pfennig, darauf hinzuweisen, dass ein Kriegsgebiet kein rechtsfreier Raum ist. Es ist eine Geste. Israel war dagegen (Against). Ich frage mich gerade wo die Staatsräson geblieben ist? Ist es nicht geboten, Israel zu unterstützen? Und wenn ja, wobei? Gilt der Eventualvorsatz (Billigung), und was billigen wir genau und warum grenzt sich niemand gegen Kriegsverbrechen ab? Oder ist die Enthaltung als ein „Wir wissen es noch nicht so genau“ oder „Können uns nicht entscheiden“ zu verstehen? Liegt es daran, das Jordanien, und unsere arabischen Freunde, Energiepartner die Resolution eingebracht haben? Wir haben den letzten 21 Tagen, ständig gesagt bekommen… ihr wisst schon…

    Mich würde interessieren, was die Interessenverbände der jüdischen Diaspora in Deutschland (Werteinitative, Zentralrat) dazu sagen? Menschen, die in den letzten drei Wochen gefordert haben, die Kriegsverbrechen zu verurteilen. Mich würde auch interssieren was der PEN Deutschland, der hessische Antismeitismusbeauftrage, der Slavoj Žižek (auf der Buchmesse) ausgebuht hat, oder was Ron Prosor, Richard David Precht, Florian Rötzer oder Jürgen Hübschen dazu sagen. Ehrlich, sich zu empören (cf. Stephane Hessel) ist nicht mehr genug.

    Wir sollten auch unsere neuen Arrow 3 an Israel zurückgeben. Ich vermute die IDF könnte die Raktenabwehr brauchen. Und wo wir dabei sind, das Krankenhaus Al-Shifa hat eine Einladung ausgesprochen. Kann da mal wer vorbeisehen? Jemand? Hauptsache vertrauenswürdig. Ob da Tunnel sind? Achja, und warum echauffieren sich alle über Tunnel? Tunnel sind fester Bestandteil unserer Geschichte:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Fluchttunnel_in_Berlin_während_der_deutschen_Teilung

    Hier die Ergebnisse, der finalen Abstimmung der UN, der Link stammt aus dem Link darunter:

    https://pbs.twimg.com/media/F9eI7BYWAAAy7nT?format=jpg Abstimmungsergebnis aus

    http://news.un-org/en/story/2023/10/1142932.html Neuigkeiten der Vereinten Nationen (en), enthält den Link darüber zur Nachricht der UN auf X. Kompliziert, I know, tut mir leid, es ist kompliziert, lang und weilig.

    TL;DR: Ich schäme mich für diese Regierung, in erster Linie in Anwesneheit meiner Freunde. Gestern gab es Zopfbrot mit Butter (nicht kosher) Pflaumenmus (selbst gemacht, nicht kosher), Baklava (vom Türken) und Pfefferminztee (Lidl). Wir haben gemeinsam Aljazeera geschaut, weil die ÖRM die Reden der Delegierten nicht übertragen haben. Aljazeera framed wirklich gut, die Rede der Delegierten der VSA auf der einen Seite, die Bombenangriffe auf Gaza auf der anderen Seite, zwischendurch ein junger Reporter. In Schutzweste mit Helm. Während die elektronischen Gegenmassnahmen (ECM) der IDF Gaza von der Welt abgeklemmt haben, hatte er noch einen Uplink. Er hat darauf hingewiesen, das er den Newsroom nicht erreichen kann, und das Gaza abgeklemmt wurde. „Sendet das!“ sagt, er.

    Wie gehts euch damit, das eure Regierung, vermutlich Kriegsverbrechen billigt oder billigend in Kauf nimmt? Ich bin auf jeden Fall dagegen, sich zu enthalten oder dagegen zu sein.

    1. Ich bin extrem wütend!

      Der deutschen Regierung vertraue ich nicht, die Grünen sind für mich die schlimmsten Friedensfeinde, die ich am meisten hasse…leider ist der Mensch ein emotionales Tier, eine Fehlentwicklung der Evolution, die sich gerade selbst dezimiert!
      Man könnte als Säkulare wieder religiös werden, obwohl ich natürlich weiß, daß das auch Scheiße ist, keine Lösung!
      Vernichtet sich gerade Israel nicht selbst, weil es vom Weg der Tora abgekommen ist? Ist nicht die Diapora die ideale jüdische Existenzform…..Fragen über Fragen und keine Antwort……Verzweiflung….

      Aber vielleicht ist die „übergeordnete Antwort“, die westliche Welt liegt im Sterben vergleichbar den Untergang Westroms. Wir erleben das Chaos als die Geburtswehen einer neuen Weltordnung.
      Ich tröste mich ein wenig mit meiner „Lieblingsjüdin“ Rosa Luxemburg die schon vor 100 Jahren sagte „Vorwärts zum Sozialismus oder Rückfall in die Barbarei“……aber an den Sozialismus glaube ich nicht mehr!

  20. Moshe Zuckermann möge mir verzeihen, wenn ich vier Sätze aus seinem Artikel abgeändert zitiere, um das auch in diesem Land hier Vorsichgehende zu verdeutlichen:

    „In der Tat gibt es in Deutschland kein Rechts-Links mehr. Deutschland ist ein über Jahrzehnte nach rechts gerücktes Land, das die Reste seines ehemaligen demokratischen Bestrebens losgeworden ist. Von einer sozialen Linken kann schon seit langem keine Rede sein. Aber auch das, was in Deutschland “politische Linke” genannt wurde, die Friedensbewegten, die nicht zuletzt der Abrüstung das Wort redeten, sind längst erlahmt und verstummt.“

    1. Dir ist, wie den meisten Kommentierenden hier, und ich schliesse Moshe explizit ein, nicht bewusst: Links und Rechts sind relative Positionsangaben. Ohne einen Standpunkt einzunehmen, gegen Kriegsverbrecher, ist es nur eine Richtungsangabe für orientierungslose Menschen.

        1. Die Menschenrechte, die Charta der VN, die FDGO¹ – im Kern ist das Gemeinwesen² Orientierung. Sollte das „Gemeinwesen“ (s.u.) ein wenig zu rechts, zu spiessig, zu pupsig und nach Dorf klingen, ist okay – ich wirke oft anders, liegt daran dass Du nicht siehst wie ich mit den Augen rolle, dich anlache und statuiere das Thema ist mir wichtig Bella, lies diese sehr vielen Wikipedia Links über den Widerstand und die Nazis, die Deutschen.

          Achja (Bezug auf oben), Wut ist der Energydrink unter den Gefühlen.

          Das Lob gebührt Ohein, er war sozusagen der Katalysator. Moshe (Prof. em Zimmermann) hat Ohein einen Denkanstoss gegeben, und sein Kommentar hat anschliessend 2h später meinen Zusatz produziert, ich würde jetzt allerdings:

          »…gegen Kriegsverbrecher:innen…« oder »…gegen Kriegsverbrechen…«

          ¹) https://de.wikipedia.org/wiki/Freiheitliche_demokratische_Grundordnung

          ²) https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwesen

  21. Ich denke, dass es diese Form des Forums, besser gesagt der Kommentare, nicht mehr lange beim OTM geben wird.

    Bei TP wurde ich kürzlich enttarnt. Man hatte dort, wie auch immer, festgestellt, dass ich mich angeblich im Jahr 2011 „unter Angabe eines falschen oder unvollständigen Namens angemeldet“ habe. Der Account wurde bis zur Eingabe der „tatsächliche Identität“ gesperrt.

    1. Da ich auf TP manchmal deine Beiträge kommentiert habe, und du meine, möchte ich deinen Beitrag hier nicht unkommentiert lassen.

      Für mich bist du Forist/Foristin/Foristende (was auch immer) „Naturzucker“. Aus deinen Kommentaren (hier wie dort) ging hervor, dass du weder Troll noch Bot bist. Und mehr muss man nicht wissen. Sagen wir so: ein Nickname steht für eine (Gedanken-) Figur, als virtuelle Repräsentanz eines Menschen resp. als eine virtuelle Varianz dieses Menschen. Mit dem Nickname haben Leseronen der Beiträge eine Art Adresse, auf die sie nachfolgend Bezug nehmen können, die sie zitieren können. Im Vordergrund steht der Text des Beitrags/Kommentars des Foristen (etc.), der Ausgangspunkt weiterer Diskussionen sein kann (ich meine den Text, nicht den Foristeronen als Ausgangspunkt). Dazu muss man die „wahre Identität“ der postenden Person nicht kennen.
      Ob du also „tatsächlich“/„in der Realität“ zufälligerweise Johannes Heesters, Hildegard Knef oder Romy Haag heißt, spielt keine Rolle (natürlich würde es im Forum für ein großes Hallo sorgen, wenn dein „wahrer“ Name Olaf Scholz, Angela Merkel oder Schnurstracks-Immerzu sein sollte).
      [Kommender Artikel im Overton-Magazin: „James Bond nicht gestorben, sondern nun hier als Forist No. 007 alive“.]

      Meine Sperre bei TP erfolgte ohne Begründung – ein pauschaler Hinweis auf Verstoß gegen Forenregeln ist keine Begründung für eine komplette, unbefristete Sperrung. Selbstverständlich habe ich dazu Stellungnahmen eingefordert, und, zumindest partiell erhalten. „Partiell“, weil ich nach wie vor keine Begründung erhielt, jedoch die Information, dass die Zensur auf TP (dort wird das „Moderation“ genannt) extern erfolgt. Nicht nur TP-extern, sondern sogar Heise-extern, soweit ich mich erinnere.

      Dein „Fall“ erinnert mich an einen Vorgang in einem gänzlich anderen Forum, bei dem ein ebenfalls extern eingesetztes Moderationsteam sich die Mühe machte, sämtliche verfügbaren Datenverbindungen des Postenden zum Server des Forenbetreibers mit Datenverbindungen aller Postenden abzugleichen (so in etwa). Um dann eine Sperrung aufgrund einer abstrusen „Beweisführung“ vorzunehmen. In diesem Fall konnte ich die dabei aktiven Personen dieses „Moderationsteams“ bestimmen, weiß also, wer das war.

      Falls du Näheres über die aktiven Betreiber deiner „Enttarnung“ in Erfahrung bringen solltest, wäre es freundlich von dir, das hier zu veröffentlichen.

      Dein Bedenken
      „Ich denke, dass es diese Form des Forums, besser gesagt der Kommentare, nicht mehr lange beim OTM geben wird.“
      teile ich, jedoch nicht so oder aus diesem Grund.

      Noch können sich alle Foristeronen hier frei äußern. Und die Bestrebung des Overton-Magazins ist, dies zu ermöglichen und zu gewährleisten. Jedoch nimmt der politische Druck, jegliche Meinungsfreiheit einzuschränken, immer weiter zu. Kann also sein, dass es dieses Forum nicht mehr geben wird, weil es das Overton-Magazin nicht mehr geben wird. Es gibt Gegenwehr, allerdings keinen breiten Widerstand gegen die Abschaffung der Grundrechte.

  22. Die Rechten beseitigen Bedrohungen die von den Linken geschaffen werden. Immer wenn es eng wird und wenn die Linken den Schaden den sie angerichtet haben nicht mehr kontrollieren können schlüpfen sie unter den Schutzschirm der Rechten. Das war schon immer so. Rechte erbauen, Linke machen kaputt, dann fangen die Rechten wieder an zu bauen und sobald aus den Trümmern wieder etwas erwächst fangen die Linken wieder mit ihren Hirngespinsten an.

      1. @ Naturzucker:

        Das war ein Bruderzwist. Aus meiner Sicht schreibt man Nazis ja NationalSOZIALISTEN. Die ersten Toten waren welche aus den eigenen Reihen und von der ptentiellen Reaktion, siehe Schleicher oder Röhm. Man sang ja nicht umsonst: „Kameraden, die Rotfront und Reaktion erschossen“ Man beachte das UND. Hitler war kein Reaktionär, sondern Revolutionär. Der Kaiser konnte bleiben wo er war, im niederländischen Exil.

        Mir ist klar, daß ich eine Minderheitsmeinung vertrete und gegen eine Wand schreibe, aber Hitler war nicht reaktionär, nicht demokratisch, auch nicht wirklich faschistisch, denn er wollte ja schließlich einen einheitlichen nationalsozialistischen Menschentyp schaffen und keine hierarchischen Klassen. Hitler war im eigentlichen Sinne nicht einmal Nationalist, Nationalisten bringen nämlich nicht das eigene Volk um, zu dem ja auch eindeutig die Juden zählten.

        Das Ganze war natürlich an vielen Stellen unausgegoren und Hitler ist ja nie über den gesellschaftlichen Rohbau hinausgekommen, aber wen sowas interessiert der lese zum Beispiel mal Hitlers Rede vor der Reichswehr.

        https://www.1000dokumente.de/index.html?c=dokument_de&dokument=0109_hrw&object=translation&l=de

        Hitler wollte zwar den Marxismus ausmerzen, aber dennoch weder eine Standesgesellschaft etablieren, noch ein westlich geprägtes Demokratiemodell. Im Grunde helfen links vs. rechts Denken beim Verständnis von Hitler nicht weiter. Dessen Nationalsozialismus enthielt divers Elemente aus anderen Ideologien, war in seiner Mischung aber etwas völlig Neues und in seiner Ausprägung sehr speziell, ein richtiges Unikat.

        Und es ist kein Zufall, daß die NSDAP quasi die erste Volkspartei war, die in vielen Stukturen und Elementen sowohl für die CDU wie auch für die SED Pate stand.

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