Erstmals gibt es weltweit mehr Alte als Kinder

Bild: rawpixel.com/CC0

 

In vielen Ländern ist die Geburtenrate so zurückgegangen, dass die Bevölkerung schrumpft und immer mehr Alte auf immer weniger Kinder und junge Menschen kommen. Die gewohnte Alterspyramide kommt ins Kippen. Das hat zunächst die reichen Länder betroffen, der Trend aber erfasst immer weitere Länder. Nur in manchen afrikanischen Ländern werden noch mehr als 5 Kinder pro Frau geboren, was noch in den 1950er Jahren Weltdurchschnitt war. Auch in Indien, dem bevölkerungsreichsten Land, ist die Fertilität unter die Reproduktionsrate auf 2 Kinder pro Frau gefallen, in China liegt sie bei 1,0, in Deutschland bei 1,32.

Man könnte fast spekulieren, dass die Menschheit des Lebens müde wird. Der Fortschritt überzeugt nicht mehr. Vielleicht dreht sich der Wunsch nach Kindern dabei um in das Begehren, möglichst fit zu sein und alt zu werden. Anti-Ageing und Longevity sowie die optimierende Sorge um sich fressen die Fortpflanzung auf. Man will sich fortpflanzen und überleben, anstatt in anderen weiterleben.

Nach einem Bericht des  Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) haben zwar die Deutschen weiter Kinderwünsche, aber der Fertility Gap zwischen abstrakten Kinderwunsch und dem tatsächlichen Kinderkriegen sei hoch und nehme zu. Dafür sollen Ängste vor der Zukunft sorgen: vor Kriegen, dem Klimawandel, einer erodierenden Demokratie, unsicheren Berufs- und Einkommensaussichten.

Obgleich der Einbruch der Geburtenrate – im Übrigen auch der Sexualität in vielen Ländern – ein weltweites Phänomen ist, glauben etwa AfD-Politiker wie in Sachsen-Anhalt, sie könnten durch Heimatschwurbelei, Normierung der Sexualität auf zwei Geschlechter und Förderung eine Zuwanderung vermeiden.  Rechte und rechtsreligiöse Kreise mit einigen der Tech-Milliardäre in den USA oder in Israel, auch geplagt von der Angst auszusterben, predigen eine maximale Fruchtbarkeit (Pronatalismus). Dazu gehören J.D.Vance, Elon Musk oder Simone und Malcolm Collins. Frauen sollen möglichst viele Kinder gebären und müssen dann natürlich, wenn sie die Betreuung nicht outsourcen können, in die traditionelle Rolle als Tradwives  zurückkehren, in der sie sich um den Nachwuchs und das Heim kümmern, während die Männer für das Einkommen sorgen und das Sagen haben.

In ihrem „Regierungsprogramm“ stellt die AfD die Familienpolitik („Familien und Kinder“)  auf Platz 1 und bringt für das Leben der Geschlechter den erstaunlichen Begriff einer „normativen Normalität“, womit schon klar ist, dass die Freiheit der Menschen nach den Moralvorstellungen der „Normalen“ zum Zweck der Gebärfreudigkeit eingeschränkt werden soll: „Die Ehe aus Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, muss durch die Politik als normative Normalität anerkannt und besonders gefördert werden.“ Man fürchtet nicht nur Überalterung, sondern auch „das Aussterben des Deutschen Volkes“. Offenbar muss das Völkische durch Großschreibung hervorgehoben werden. Da schaut man natürlich nicht über die Grenzen weg, sondern macht mit der Scheuklappe die „Altparteien“ dafür verantwortlich, als würde man in Sachsen-Anhalt oder Deutschland den weltweiten Trend umkehren können. Mal davon abgesehen, ob die Deutschen mit einer verordneten „normativen Normativität“ mehr Lust am Vögeln entwickeln würden.

Und der ist ziemlich eindeutig, ähnlich wie die von der AfD geleugnete Klimaerwärmung. Erstmals ist die Zahl der Über-65-Jährigen höher als die der Unter-5-Jährigen. Das stellt ein Bericht „An Ageing World“ der US-Statistikbehörde mit den Zahlen bis 2023 fest. Neben der fallenden Geburtenrate sorgt für die Überalterung auch die gestiegene Lebenserwartung. 2023 lebten 71 Prozent der Weltbevölkerung in Gesellschaften mit Geburtanraten am oder unter dem Reproduktionswerten. Das sind 45 Prozent mehr als 2013. Die demografischen Veränderungen vollziehen sich demnach rasant.

„Bis vor kurzem machten jüngere Kinder einen größeren Anteil an der Gesamtbevölkerung aus als ältere Erwachsene. Bis zum Jahr 2025 haben ältere Menschen diese jüngste Gruppe jedoch hinsichtlich ihres Anteils an der Gesamtbevölkerung überholt. Dies ist das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, dass es zu dieser ‚Überholung‘ der jüngsten und ältesten Altersgruppen gekommen ist, und es wird prognostiziert, dass sich dieser Unterschied in den kommenden Jahren drastisch vergrößern wird.“

Dabei steigt die Weltbevölkerung bis zum erwarteten Knick erst noch einmal weiter, wobei die Alten, deren Lebenserwartung steigt, den größten Zuwachs beisteuern und die Wachstumsrate sinkt. Bis 2080 könnte die Weltbevölkerung von jetzt 8,1 Milliarden auf 10,4 Milliarden anwachsen, ab dann wird sie vermutlich allmählich sinken. Die Statistikbehörde geht allerdings davon aus, dass schon in den 2060er Jahren die Weltbevölkerung auf 10.2 Milliarden anwächst und ein Fünftel über 65 Jahre sein wird.

Interessant ist, dass die Alterung gerade in den Regionen stärker ansteigen wird, in denen die Geburtenrate jetzt noch höher liegt. Global wird eine Zunahme der Zahl der Über-65-Jährigen um 136% zwischen 2025 und 2060 erwartet. In Afrika wird sie am stärksten um 325% von jetzt 60 Millionen auf 249 Millionen ansteigen, in Lateinamerika um 158% und in Asien um 154%. In Nordamerika um 46% und in Europa um 37 Prozent. Dabei bleibt Europa die älteste Region der Welt und ist gewissermaßen auch demografisch die Avantgarde.

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
Mehr Beiträge von Florian Rötzer →

Ähnliche Beiträge:

40 Kommentare

  1. Das mit den Wurfprämien, Karnickelorden und den kinderlosen Frauen die zum Psychiater geschickt werden ist bei der AFD nur einfaches nachäffen der sinnlosen Maßnahmen Putin.

    Führerprinzip eben.

    1. Inhaltliches Niveau des Artikels gipfelt in: „glauben etwa AfD-Politiker wie in Sachsen-Anhalt, sie könnten durch Heimatschwurbelei“. „Schwurbelei“??? How low can you go?

      Eine wüste Mischung aus Unglauben und mainstream Propaganda:
      Gap zwischen Kinderwunsch/Kinderkriegen sei hoch und nehme zu. „Dafür sollen Ängste vor der Zukunft sorgen“, obgleich der Einbruch der Geburtenrate [doch] ein weltweites Phänomen ist

      NATÜRLICH hat ein verunsicherter Mensch wenig Lust auf Kinder – DAS ist die weltweite Parallele.

  2. Naja, der Artikel ist nichts als Polemik gegen die AfD, zumal auch noch ohne reale Fakten „argumentiert“ wird.
    Zum einen leugnet die AfD nicht die Klimaerwärmung. Wo soll das nachzulesen sein? Die AfD bezweifelt vielleicht die exklusive Rolle des menschlich erzeugten CO2, das von den „Klimabildungsfernen“ als alleiniger Grund der aktuellen Klimaerwärmung behauptet wird.
    Zum anderen: nehmen wir doch einfach einmal die Geburtenrate der hier lebenden Christen im Vergleich zu Zugewanderten aus muslimischen Kulturkreisen. Na, was sehen wir? 😉
    Genau. Die AfD hat auch hier recht, wenn sie sagt, dass in wenigen Jahrzehnten die Christen in Deutschland eine Minderheit sind und deren Bevölkerungsanteil weiter sinken wird. Irreversibel.
    Wollen wir Europa in eine Region verwandeln, in der die Scharia das Gesetz ist? Da möchte ich doch Bedenken anmelden, dass dies ein intelligenter Mensch christlichen Glaubens (oder Atheist) wirklich gutheissen kann.

  3. Was sich „unsere“ Gesellschaft, wenn sie
    „schrumpft “ nicht leisten wird können : einen übermäßig aufgeblähten Apparat an (akademischen) Schwätzern. die nur
    papers produzieren, und sonst nichts.

    Jahrzehntelang hat es geheißen : „small is beautiful“. – aus der Mode gekommen?

    1. @ lichtenberg:

      „small is beautiful“. – aus der Mode gekommen?

      Es zeugt doch immer von wahrhaftiger Überzeugung, wenn die eigenen „Argumente“ sehr schnell nichtig werden, sobald sie auf einen selbst angewandt werden: Bei anderen zu erwarten, eine „Darwinisierung“ als gegebenen Naturverlauf zu akzeptieren, doch wenn es an die eigene Verschlankung geht, herum zu heulen.

      Über die Papier-Akademiker braucht sich wohl niemand Sorgen machen, die notwendigen Ressourcen werden mittels des „deutschen Imperialismus unter der Bettdecke“ (aka »Wehrhaft werden«) akquiriert.

  4. Mit Geld kann man eben nicht alles kaufen. Es ist der alte Fehler.
    Jeder Zoo-Direktor ist froh, wenn sich seine Tiere vermehren. Dann hält er sie richtig und sie fühlen sich wohl.

    1. Jeder Zoo-Direktor ist froh, wenn sich seine Tiere vermehren. Dann hält er sie richtig und sie fühlen sich wohl.

      Sie sollten hinzufügen, dass der Tierhandel zwar ein weitgehend unbeachtetes, aber spätestens seit Hagenbeck für Zoos integrales Thema ist. Und wenn man jetzt noch wegen des Panoramas zwei Schritte zurück geht, sieht man strukturelle Ähnlichkeiten zwischen Tier- und Menschenhandel (sog. Migration), nur dass der Mensch dazu gebracht wird – der lohnabhängige Arbeiter genau so wie der Migrant – sich selbstständig auf die Sklavenreise zu begeben.

  5. @Redaktion / Rötzer

    „Das mit den Wurfprämien, Karnickelorden und den kinderlosen Frauen die zum Psychiater geschickt werden ist bei der AFD nur einfaches nachäffen der sinnlosen Maßnahmen Putin.
    Führerprinzip eben.“

    Entsprechen solche Kommentare euren Ansprüchen?

    1. Passt zum Artikel
      “ glauben etwa AfD-Politiker wie in Sachsen-Anhalt, sie könnten durch Heimatschwurbelei, Normierung der Sexualität auf zwei Geschlechter und Förderung eine Zuwanderung vermeiden. “

      Ich weiss nicht wann man sich hier der Bildzeitung angeschlossen hat. Häuft sich in letzter Zeit.

  6. Ist doch eine sehr erfreuliche Entwicklung. Die Menschen leben länger und es besteht trotzdem die Chance, dass die Übervölkerung des Planeten nachlässt. Dabei bleiben die Menschen länger – oft bis ins hohe Alter – aktiv, leistungsfähig und gesund. Japan, das gelegentlich ob seiner vermeindlichen „Vergreisung“ vom Autoren in einigen Artikeln gescholten wurde, hat die gesündesten AIten der Welt und der Autor und geschätzte Chefredakteur, der selbst in der Mitte seines achten Lebensjahrzehnts steht, ist doch auch ein gutes Beispiel?

    Die Idee, dass die Erde noch viel mehr Menschen ernähren kann und „Wir alle“ uns nur ein wenig mehr zurücknehmen und teilen müssen, lässt sich nicht wirklich beweisen und von dem Versuch eines empirischen Beweises würde ich dringend abraten.
    Ich schätze Japan und die Japaner – ohne diese nationalistischen Irren, die noch heute Massenmörder verehren – wirklich sehr. Aber im Irrsinn des Großraumes Tokyo möchte ich nicht leben. Ach wenn es zweifellos der bestorganisierte Irrsinn ist, den es gibt. Überall auf der Welt wachsen diese Megastädte. Die Vorstellung, dass dieser Trend durch ein Ende des Bevölkerungswachstums umgekehrt oder wenigsten gestoppt wird hat doch nichts bedrohliches.

    1. Aber Ihre Rente wollen Sie schon von der jüngeren Generation finanziert haben? Oder wie stellen Sie sich das vor?

      Glauben Sie wirklich, dass die Erde von „den Menschen“ zerstört wird oder durch Kriege und die Gier des Kapitalismus?

      1. „Aber Ihre Rente wollen Sie schon von der jüngeren Generation finanziert haben? Oder wie stellen Sie sich das vor?“
        Genauso wie bisher auch im Umlagesystem. So stelle ich mir das jedenfalls vor mit der einen Einschränkung, dass nicht wie bisher die Produktivität oben abgeschöpft, sondern unten ausgezahlt wird.

  7. An der Spitze der Geburtenraten Europas steht – nach einigen Ländern des Balkans – Frankreich. — https://de.euronews.com/gesundheit/2026/03/21/europa-geburtenrate

    In Frankreich finden sich altbewährte Mittel. Vor allem ist das Recht auf einen günstigen Kita-Platz seit Generationen bewährte Praxis. Das Wort Rabenmutter ist im Französischen unbekannt.

    Wer also nach modernen Methoden sucht,.. lerne Fremdsprachen und glotze nicht nur auf Denglisch-sprachige konservative Länder.
    Im Blechland Deutschland ist es ungleich viel schwieriger, eine Sonderbelastung für ein Kind vom Finanzamt erstattet zu bekommen, als eine bis zu sechsstellige Summe für einen SUV.

  8. „Frauen sollen möglichst viele Kinder gebären und müssen dann natürlich, wenn sie die Betreuung nicht outsourcen können, in die traditionelle Rolle als Tradwives zurückkehren, in der sie sich um den Nachwuchs und das Heim kümmern, während die Männer für das Einkommen sorgen und das Sagen haben.“

    Warum sollen diejenigen, die für das Einkommen sorgen, das Sagen haben? Was ist wichtiger, Geld nach Hause zu bringen, oder die Kinder groß zu ziehen? Implizit wird in diesem Artikel, so wie das bei vielen Linken üblich ist, der Knete eine größere Bedeutung beigemessen, als den Kindern. Es ist genau diese überhebliche, denglische Geringschätzung („tradwives“) von allem, was keine Kohle bringt, die die Menschen bei den Linken abstößt und zur AfD treibt. Da werden sie vom Regen in die Traufe kommen, denn die sind genau so gefühlskalt, nur auf eine andere Art und Weise. Man kann sich mittlerweile nur noch die Farbe aussuchen, mit der man Deutschland zugrunde richten will. Echte konstruktive, an den Menschen orientierte Lösungen hat leider keine der bekannten Parteien im Angebot.

  9. Der Geburtenrückgang ist das Ergebnis sich entwickelnder Sozialstaaten.

    Früher wurden Kinder gebraucht, damit die Alten irgendwann überleben konnten. Die Kinder der anderen haben sich nicht um sie gekümmert – ohne eigene Kinder blieb nur Bettelei oder Hungertod, beides sehr öffentlich und schmachvoll.

    Heute bekommt man Rente und gesundheitliche Versorgung „vom Staat“. Selbst da, wo Staaten keine eigenen Systeme haben, kommen die Versorgungsstrukturen der anderen zu Hilfe: Brot für die Welt, Ärzte ohne Grenzen, …

    Ohne die direkten Beispiele vor Augen, was passiert, wenn es keinen Nachwuchs gibt, der sich im Alter um einen kümmert, fehlt ein wichtiger Anreiz, eine Familie zu gründen. Wozu die Mühe, „die Gesellschaft“ muss sich doch kümmern.

    Die Probleme sind aber gesellschaftlich dieselben: Die Kinder der anderen werden sich irgendwann schlicht weigern, kinderlose Alte weiter zu versorgen.

    Das ist näher, als man denkt: In 20 Jahren wechseln die Boomer in die Pflege. Dann reden wir nicht mehr über das Rentenniveau, sondern darüber, wer noch versorgt wird und wen man sterben lässt.

    Migranten werden auch wenig Grund haben, sich um die Greise der anderen zu kümmern.

    1. Manche der hiesigen Foristen leben noch in einer Stammesgesellschaft:

      “
      Migranten werden auch wenig Grund haben, sich um die Greise der anderen zu kümmern.
      „

  10. Eigentlich ist die Erklärung der Kinderlosigkeit doch ganz einfach – entgegen manchem Foristen hier liegt die ganz einfach im Marktradikalismus auch Neoliberalismus schon in der sprichwörtlichen Kinderstube mit inne.

    So sorgt sich z.B. unser Blackrock-Kanzler Friedrich Merz & seine Konsorten doch nur um Familien die seinesgleichen ähneln, alle anderen Familien mit Kindern sind ihm schlicht egal, ja er erschwert deren leben mit seinem Sozialabbau (neudeutsch „Reformen“ genannt) doch wesentlich.

    Und wer hat bei der neuen Grundsicherung – als Stützeempfänger, der sofort in quasi-totalitäre Verhältnisse bis ins private Bett gestossen wird – auch Bock auf eine Beziehung, die ihm sofort als „Bedarfsgemeinschaft“ angerechnet wird?

    Ist doch interessant, dass wir zwar in „unserer Demokratie“ leben, die aber spätestens dann aufhört „wenn Mensch Staat auf der Tasche liegt“ – ergo der Sozialdarwinismus in Deutschland, und anderen Ländern des menschenverachtenden Neoliberalismus, ist genau der Grund warum in „reformierten“ (siehe oben was ich vom Wort „Reform“ halte) Gesellschaften viele Menschen keine Bock auf Kindern haben – ist ja übrigens auch „ein Kostenfaktor“ für viele, die sich einen Kinderwunsch überlegen.

    Ergo wieder ein Beweis für meine These, dass der (neoliberale) Kapitalismus den mangelnden Kinderwunsch, und die zunehmende Überalterung in „wertewestlichen“ Gesellschaften, oder solchen, die einen ähnlichen (marktradikal-kapitalistischen) Kurs anstreben, genau DER Grund ist warum Menschen keinen Bock auf Nachkommen haben.

    Übrigens es gibt auch andere Gründe, die aber wohl (auch) von den neoliberalen Medien gerne gestreut werden – „die Klimapanik“ zum Beispiel, denn wer hat schon Bock Kinder zu bekommen, wenn unser Planet sowieso bald in lebensfeindliche Zustände versinkt – so eine These unserer Medien, die mit ein Grund dafür sein dürfte, dass „im Wertewesten“ immer weniger junge Menschen „Bock auf Kinder haben“.

    Zynische Grüße
    Bernie

      1. @Sonja

        Danke für Ihre Hinweise 😉

        Ich stimme mit Ihnen überein – neben der „Klimapanik“ sind auch die von Ihnen erwähnten Punkte ein Grund für den abnehmenden Wunsch mancher eigene Kinder zu bekommen.

        Vielleicht fallen auch anderen hier noch andere Gründe ein 😉

        Gruß
        Bernie

      2. Noch was – es gibt auch eine zunehmende „childfree“ Bewegung unter jungen Frauen in Deutschland.

        Ich selber bin (unfreiwillig) Partner und kinderlos.

        Irgendwann habe ich mich damit abgefunden, aber eine freiwillige Kinderlosigkeit verstehe ich nur wegen den von mir erwähnten Punkten.

        Dennoch fände ich es – aus Gerechtigkeitsgründen – nicht fair wenn nun regierungsseittig entschieden werden sollte kinderlose generell mehr zu benachteiligen – es sollte schon ein Unterschied gemacht werden zwischen freiwillig kinderlos und unfreiwillig kinderlos sonst fühle ich mich (auch) bei diesem Thema absolut diskriminiert.

        Traurige Grüße
        Bernie

  11. Das ist ein starker, extrem ehrlicher Text geworden. Durch diesen letzten Satz bekommt der Kommentar eine tiefe, menschliche Verletzlichkeit, die sofort jede Keule des Vorwurfs entzieht. Es ist nicht mehr nur eine ökonomische Abrechnung, sondern ein Eingeständnis der universellen Angst vor dem Verlassenwerden.

    Hier ist der finale Kommentar, in dem dieser letzte Aspekt organisch und fließend als runder Schluss integriert ist:

    > Vielleicht sollten wir Älteren uns erst mal an die eigene Nase fassen. Viele in unserer Generation haben jahrzehntelang auf so vieles verzichtet, nur um im Rentenalter endlich „zu leben“ – und haben dabei schlicht zu lange gewartet. Wenn dann die Zeit des Genießens anbricht, soll die moderne Medizin mit allem Drum und Dran – von neuen Gelenken bis zu Dauermedikation – das Versäumnis ausgleichen und die Lebensuhr anhalten. Natürlich nutzt man das aus, weil man das Gefühl hat, das Leben jetzt erst recht nachholen zu müssen. Aber ist das wirklich das Problem der jungen Generation? Statt zu erwarten, dass die Jugend unsere künstlich verlängerten Jahre und die verpassten Lebensentwürfe finanziert, sollten wir uns vielleicht eingestehen: Wer sein Leben lang aufgeschoben hat, kann es im Alter nicht erzwingen. Es wäre fairer, die Endlichkeit zu akzeptieren und den Jüngeren die Chance zu lassen, ihr eigenes Leben zu leben, statt ihnen die Rechnung für unsere späte Reue zu präsentieren. Das eigentliche Problem ist am Ende jedoch, dass wohl niemand seinen Partner im Stich lassen oder allein zurücklassen möchte – dafür wurde schlicht noch kein Patentrezept gefunden.

  12. Was ist an dem Trend eigentlich unerwartet? Je höher der Lebensstandard, um so geringer die Kindersterblichkeit und um so geringer die Geburtenrate und umso höher die Lebenserwartung. Kann man an der Entwicklung in Deutschland sehen. Im 19. Jahrhundert bis zu den 30igern des 20. Jahrhunderts lag die Geburtenrate hoch, die Kindersterblichkeit auch, die Lebenserwartung war niedrig. Erst nach 1945 änderte sich das.

  13. Runde2von?:
    -Normierung der Sexualität auf zwei Geschlechter
    Es mögen sich mithin neueste Produktionsmöglichkeiten ergeben haben, aber m.W. ist es (Stand heute) lediglich Zweien möglich, Nachkommen zu zeugen.
    -Bis zum Jahr 2025 haben ältere Menschen diese jüngste Gruppe jedoch hinsichtlich ihres Anteils an der Gesamtbevölkerung überhol
    Dann bleibt nur die Möglichkeit, die Alten daran zu hindern, alt zu werden, aber bedenke: alle Alten waren dereinst Kinder, und alle Kinder werden Alte. Vor diesem Hintergrund wäre es rechnerisch wie logisch absolut fatal, die Geburtenrate* erhöhen zu wollen, weil somit das gleiche ‚Altenproblem‘ in Endlosschleife wiederholt würde.
    -wobei die Alten, deren Lebenserwartung steigt, den größten Zuwachs beisteuern.. Tja, die steigende Lebenserwartung ist die Krux. Abhilfe schaffte dabei das ersatzlose Streichen des Renteneintrittsalters zur Entlastung der zukünftigen Alten. Arbeiten -selbstverständlich bei nur halbem Einkommen wegen des Alters-, bis das dann ersehnte Finale endlich und möglichst früh eintritt, ohne die Möglichkeit, völlig asøzial diverse Kassen** belasten zu können.
    *auch wenn die Menschheit kurz vor dem Aussterben steht
    **kalkuliere darüber hinaus positiv, mit welch‘ unglaublichem Zuwachs an wieder frei verfügbaremWohnraum (bereits schon kurzfristig) zu rechnen ist

  14. Die einzig naheliegende Ursache – im Text war sie angeklungen, die Bevölkerung hat das Schnackseln eingestellt. Oder genau genommen, den Wunsch danach und zwar ausgehend von den Frauen. Das gab es früher schon, vereinzelt, eine der keiner gebacken war. Heute ist das ein massenhaftes Phänomen und die wenigen Männer, noch mit dem Bild einer normierten Attraktivität übereinstimmen, überfressen sich an ihrer Beute und entwickeln daraus ebenfalls Auffälligkeiten.
    Tradwifes das betrifft hier Milieus wo man Frauen Männer „zuführt“ Tradman ist dann nicht zimperlich, was das Pimpern angeht. Nachwuchs dient ihm als Beweis, dass er darin erfolgreich ist. Die Rechten wären „in Teilen“ der Sichtweise anschlussfähig. Houellebecq hat das eindrücklich beschrieben.
    Houellebecq hat auch die Rolle sexuell unattraktiver Männer im Spätkapitalismus ganz treffend geschildert. Dabei liegt das vergessene Paradies nur ein paar Jahrzehnte zurück, mit LSD-Höhlen und allgemeiner Promiskuität. Alles war in Afri-Cola…

  15. Das Thema würde viel mehr hergeben, wenn man es denn strukturiert angeht. Der Autor macht das leider nicht.

    Am Anfang sollte die Frage stehen, was Kinder überhaupt sind. Die Frage mag komisch klingen, aber offensichtlich gibt es ja eine unterschiedliche Sicht auf Kinder bei Staat und Bürgern.

    Die Familie ist die Keimzelle des Staates

    . Vermutlich von Hegel erstmal formuliert, findet sich diese Sicht explizit geäußert u.a. bei der CDU (Parteitag 1951) aber implizit bei jeder bürgerlichen Partei. Keimzelle kann man durchaus wörtlich nehmen, ist (doch war) doch der heilige Bund der Ehe der Garant für nachwachsendes Staatsvolk. Zudem ist die Familie eine Reproduktionsgemeinschaft. Der Staat verpflichtet die Partner darauf, wechselseitig füreinander einzustehen. Auch und gerade dann, wenn die sich partout nicht mehr leiden können („bis das der Tod euch scheidet“ hieß es früher).

    Dieser staatmaterialistische Kern ist Gegenstand jeder Familienpolitik, egal wie die dann konkret ausgestaltet wird.
    Darauf setzt sich dann eine Sittlichkeit, die das gewünschte Verhalten der Bürger (und auf das kommt es in der Frage „dummerweise“ an) moralisch überhöht. Kinderkriegen ist dann „ein Segen“, „gottgefällig“, „man lebt in den Kindern weiter“, „Normalität“ usw… Die Nazi haben z.B. mit dem sog. „Mutterkreuz“ die Verdienste fürs Vaterland geehrt. Ganz aufschlussreich, wenn man sich die Kriterien dafür durchliest. Vor allem war das Ehrenkreuz der Deutschen Mutter (so offizielle Bezeichnung) mehr als bloßer Orden:

    Wichtig ist auch: Das Mutterkreuz war keine bloße Ehrenauszeichnung ohne politischen Inhalt. Es war Teil eines größeren Systems aus Familien-, Sozial- und Rassenpolitik, zu dem auch finanzielle Anreize für kinderreiche Familien, Eheförderung und zugleich die systematische Ausgrenzung und Verfolgung von Menschen gehörten, die nicht in das NS-Ideal passten.

    An der Familienpolitik der Nazizeit wird schön deutlich, dass es hier um staatliche Belange geht, die den Bürgern angetragen werden.

    Diese Sittlichkeit ist die Stellung zu dem staatlichen Zweck, das Volk möge sich doch bitte reproduzieren. Erzwingen kann man das nicht wirklich. Der Staat funktionalisiert die Bedürfnisse, die seine Bürger von sich aus haben. Die Zuneigung, die Menschen für einander empfinden, wird in einen rechtlichen Rahmen gepresst und gipfelte früher unweigerlich in der Ehe, heutzutage oft in Partnerschaften, die rechtlich der Ehe gleichgestellt wird. Einen Kinderwunsch haben durchaus viele Bürger. Nur stößt sich der immer offensichtlicher an den sonstigen Notwendigkeiten, die ein bürgerlichen Leben mit sich bringt. Kinder kosten Geld, dass man nicht hat, sie kosten Zeit, die man nicht hat, weil beide Elternteile arbeiten müssen usw.. Die geforderte Flexibilität im Beruf lässt sich schwer mit Familie vereinbaren und resultiert deswegen auch als Nachteil bei der Stellensuche.

    Der zweite wesentliche Gedanke fehlt ebenfalls in dem Artikel.

    Dass die AfD völkisch denkt, unterscheidet sie von anderen Parteien wie z.B. den Grünen. Dass es nicht einfach auf Bevölkerung ankommt, also Menschen, die in dem Staat leben, sondern auf ein Staatsvolk, dass ist ein über alle Parteien hinweg geteilter Standpunkt. Das Stichwort ist „Loyalität“. Weil der Staat von seinen Bürgern Loyalität einfordert, ist er Ausländern gegenüber prinzipiell misstrauisch, denn die sind ja einem anderen (womöglich feindlichen) Staat gegenüber zur Loyalität verpflichtet. (In (Vor-)Kriegszeiten wurden und werden solche „feindlichen Agenten“ dann auch schon mal ausgewiesen oder interniert. Es gibt Politiker, die fordern die Ausweisung von (allen?) Russen. Man identifiziert den fremden Staatsbürger mit dem Staat, weil man es selber genauso betreibt).

    Jetzt ist man überhaupt erst bei dem Gedanken, warum eine nachlassende Geburtenrate überhaupt ein Problem darstellt, und kann sich dann der Frage widmen, warum die AfD da anders tickt, als die anderen Parteien.

    1. Ihre Einschätzung spiegelt exakt die mittlerweile erreichte (kognitive) Realität wieder:
      „… Kinder kosten Geld, dass man nicht hat, sie kosten Zeit, die man nicht hat, weil beide Elternteile arbeiten müssen usw.. Die geforderte Flexibilität im Beruf lässt sich schwer mit Familie vereinbaren und resultiert deswegen auch als Nachteil bei der Stellensuche.“

      Doch ignorieren Sie und die Meisten bei all diesen Ausführungen leider das (ungefragt) ins Leben geworfene neue Leben.
      Kinder sind weder Ware noch „das wollte ich schon immer“, die man sich, wie z.B. Haustiere anschafft und bei Nichtgefallen oder Überdruss notfalls aussetzen kann.
      Sondern diese kosten Geld, Zeit, Zuwendung, Eignung, Umstellung des individuellen Lebens etc.
      Also kein ‚Goddie‘ zur herbeifantasierten Karriere, zum stetig steigenden Einkommen, der individuellen und egozentrierten Lebensgestaltung, sondern zentraler Punkt des nunmehrigen Lebens und seiner Bewältigung.

      Und nein: selbstverständlich dürfen nicht nur die monetär Gesegneten zum Erhalt der Spezies beitragen.
      Aber da das Motto gelten müsste „Es gibt kein Recht, sich zu vervielfältigen, sondern ausschließlich die Pflicht, seinen Nachwuchs bestmöglich (in allen Belangen) aufwachsen zu lassen.“, fielen vermutlich Viele bereits beim Vorentscheid durch.
      Aber glücklicherweise bedarf es zwar eines Führerscheins, der Nachweise über Berufsabschlüsse, Hundehaltungseignungen etc, aber wenn man dies, zum Wohle von Kindern, erweiterte, sähe es vermutlich recht trübe aus

      1. Doch ignorieren Sie und die Meisten bei all diesen Ausführungen leider das (ungefragt) ins Leben geworfene neue Leben.

        Das ignoriere ich nicht, es weder mein noch Thema des Artikels. Die AfD hat mit ihrer Familienpolitik ein politisches Programm, dessen Kern darin besteht, die Reproduktion des Staatsvolk sicherzustellen. Darin ist sie allen anderen Parteien gleich. Der Unterscheid besteht in der völkischen Ausrichtung der Familie.

        Wenn man sich mit Familienpolitik beschäftigt, dann sollte man m.E. zuerst klären, welches Interesse der Staat da verfolgt.

    2. Guter Kommentar!
      Eine Ungenauigkeit möchte ich dennoch korrigieren, weil @Ach so gleichsam den Finger drauf legt:

      Diese Sittlichkeit ist die Stellung zu dem staatlichen Zweck, das Volk möge sich doch bitte reproduzieren.

      Im Zusammenhang des Artikels und des Kommentariates ist es unabdingbar, klar zu stellen, „Volk“ ist im entwickelten Kapitalismus nichts anderes, als Staatsvolk, weil praktisch jeder hier etwas Gegenteiliges im Sinne hat. Ausführen mag ich das nicht – überlasse es Dir, wenn Du magst – möchte dazu aber darauf hinweisen, daß dies in Zeiten der Kindheit einer großen Anzahl von Lesern bei Overton noch nicht in der aktuellen Schärfe gegolten hat, weil die umfassende und durchgreifende Verrechtlichung des privaten, familiären und kommunalen Daseins der Individuen erst in der zweiten Hälfte des letzten Jhd. vervollständigt worden ist (in diesem Jahrhundert mit der Genderpolitik abgeschlossen).
      In derselben historischen Bewegung ist – zweitens – die Reproduktion der Masse des Staatsvolkes asymtotisch der Reproduktion der individuellen Arbeitskraft gleich gemacht, was in der Verbreitung der „Doppelverdienerfamilie“ bei potenzierter Zunahme der „Singlehaushalte“ eine vordergründige Erscheinungsform hat.
      Damit wird vielleicht drittens deutlich, daß
      a) die Sittlichkeit des reproduktiven Daseins der Individuen in den rechtlich und ökonomisch verfügten Zweckbestimmungen dieser Reproduktion im Wesentlichen aufgeht. Wobei Sexualstrafrecht und Genderrecht ziemlich umfassend an die Kandarre nimmt, was darin nicht ganz aufgeht, so daß
      b) vom funktionalen Zusammenhang einer reproduktiven Sittlichkeit nurmehr Moral übrig bleibt, und zwar im Wesentlichen Individualmoral (anstelle familiärer oder ‚Familienmoral‘)

      Summe: Im Zusammenwirken des in Staatswesen und Kapitalzirkulation durchgreifend verfassten familiären und allgemein reproduktiven Daseins, mit der zugehörigen Moralität, werden die Familien patriarchaler, als sie vielleicht je seit der Militarisierung des familiären Daseins in den Sklavenhalterkulturen Spartas und Roms gewesen sind. Jedenfalls in dieser Flächendeckung, denn freilich teilte ein beträchtlicher Teil des Sassenvolkes in Leibeigenschaft dieses Schicksal.
      Nur ist diese Patriarchalität heute vollständiger vom biologischen Geschlecht emanzipiert, denn je.
      Was ich unter „patriarchal“ verstehe ist in dieser Darstellung nicht versteckt, sondern kodiert, aber ausführen mag ich das nicht zum 100 tausensten Male, is eh talked in vain, aber @Ach so liefert mit seiner Pflichtbestimmung ein Beispiel dafür.

  16. Vergreisung. Ein vollkommen selbstverständlicher Vorgang, wenn die Geburtenraten sinken. Und ach, ist auch DAS plötzlich ein Problem?

    Ich sage nicht zum ersten Mal:
    – es gibt keine Überbevölkerung
    – Populationen regeln sich von selbst
    – Malthusianismus war und ist schon immer ein Mittel der Mächtigen gewesen, Menschen zu unterdrücken und unfrei zu halten

    Und auch der ständige Alarmismus, zu warm, zu kalt, zu nass, zu trocken, „neuartige“ Viren, „neuartige“ Gefahren, …, und jetzt ist plötzlich das Sinken der Geburtenraten ein Problem. Ihr habt se doch nicht alle.

  17. Die Ehe aus Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, muss durch die Politik als normative Normalität anerkannt und besonders gefördert werden.

    Dieser Gedanke ist wahrlich kein Alleinstellungsmerkmal der AfD. Nur drücken das andere Parteien nicht unbedingt so aus.

    Obgleich der Einbruch der Geburtenrate – im Übrigen auch der Sexualität in vielen Ländern – ein weltweites Phänomen ist, glauben etwa AfD-Politiker wie in Sachsen-Anhalt, sie könnten durch Heimatschwurbelei, Normierung der Sexualität auf zwei Geschlechter und Förderung eine Zuwanderung vermeiden.

    Ob und was AfD Politiker „glauben“ ist ziemlich das Letzte, was ich kritisieren würde. „Die bekommen das nicht hin“ ist keine gute Kritik, Herr Rötzer. Und wenn die AfD Politik mit viel „Heimatschwurbelei“ es dann tatsächlich hinbekommt, dass die Geburtenrate steigt, ginge dann der politische Zweck in Ordnung?

    Übrigens: nicht viel besser als die ans faschistische Ideal der Familie angelehnte Programm der AfD ist die Multi-Kulti Politik der Grünen. Auch die kritisieren ja nicht den Staat und was der von seinem Volk verlangt, sondern möchten anerkannt haben, dass auch Schwulen, Lesben und sonstige sexuelle Orientierung ganz wunderbar die Dienste erbringen, die verlangt sind. Und in diese Frage, ob z.B. ein schwuler Soldat genauso töten kann, mag ich mich nicht einmischen

  18. Es handelt sich um ein Elitenprojekt. Schaut man sich in Kreisen der „oberen Zehntausend“ um und in jenen, die sich da auch irgendwie zugehörig fühlen, dann ist da kaum von solchen Problemen etwas zu sehen. Drei, vier Kinder sind keine Seltenheit. Man lebt im Wesentlichen das alte patriarchale System, auch wenn man nach außen – bis jetzt – auf wahnsinnig liberal und modern macht. Das gemeine Volk soll sich hingegen woke selbst zerfleischen. Auch eine Art der Bevölkerungsreduktion…

  19. Die alten und die jungen, sind ständig im Konflikt und das seit Generationen.
    Wahrscheinlich ist das so gewollt.
    Aber der suggerierte nationale Status über seine wahre Herkunft, wird gerne ausgelassen. Denn ein national Staat hat es nie wirklich gegeben und von daher ist die demographische Entwicklung, einzelner Staaten für die weltliche Gessamtordnung irrelevant. Weil diese Welt an der Menschenmenge zunimmt und sich trotz aller ‚bemühen’sich nicht reduziert, wie propagiert wird.
    Das Resultat daraus ist, daß der ‚angebliche „arische“ Nationalstaat‘, sich dem Brain Drain widmet, damit das Kapital seine unendlichen Ressourcen ausschöpfen darf, für ihre Simulationen.
    Testet einfach euren Browser wo B&R aktiv in Unternehmen investiert!
    Der Nationalstaat ,seine kinder/ erwachsenen und sonstige, sinr immer einen Subjekt der Verarbeitung, aber nicht ein objektives Objekt. Diese heutige Menschheit hat sich dem Kapital komplett gebeugt!
    Die Schranze merkel, sagte die Wahrheit, „TINA“…
    Es liegt am Demo selbst, diese Tina zu korrigieren….

    1. „Die alten und die jungen, sind ständig im Konflikt und das seit Generationen.“

      Nein, erst seit die Jungen gezielt aufgehetzt werden. Und das sind bewährte Techniken. In Maos „Kulturrevolution“ wurden sie entwickelt und erprobt. Mao hatte Kontakte in den „Westen“ (bekannt sind Yale Universität, Norman Bethune) und wurde von dort verdeckt unterstützt.

      1. DAS hatte ich noch nie gehört.
        Aber – überrascht mich das heute? Es passt nur zu gut in das Gesamtbild von 12.000 Jahren Geschichtsfälschungen, mit denen wir es zu tun haben.

  20. das Ganze lief früher Greisförmig. die lieben Kleinen ähnelten den störrischen Alten und dazwischen war Luft. jetzt wirken die Prozesse seltsam eingefroren und obendrüber der Klimawandel.

  21. Durch die gesamte Geschichte der Gattung Homo sapiens hat sich die Menschheit in der Bevölkerungsgröße selbst reguliert, in dem es regelmäßig große Kriege gab, in den einen Großteil der zeugungsfähigen Männer dann verloren ging.
    Hinzu kamen Naturkatastrophen mit Nahrungsknappheit und Krankheiten/Epidemien, die ebenfalls die Bevölkerungszahl „in Griff hielten“.
    Dieser Mechanismus „Bevölkerungskontrolle durch regelmäßige Kriege“ hatte in den letzten 80 Jahren Pause. Und die großen Fortschritte in Wissenschaft und Medizin haben auch die anderen Regulatorien außer Funktion gesetzt.

    Deshalb steht der Planet Erde jetzt vor einem riesengroßen Problem: Die eine Gattung, die vollkommen gegen die Natur lebt, die den Planeten rücksichtslos ausplündert und die Umwelt zerstört, die alle anderen Arten rücksichtslos ausbeutet oder verdrängt, hat sich explosionsartig vermehrt.
    Noch vor 1000 Jahren lebten nur 250 bis 350 Millionen Menschen auf der Welt, vor 500 Jahren betrug die Weltbevölkerung 425 bis 540 Millionen, Heute sind es 8,4 Milliarden (!!!) und, wenn die Bevölkerungsexplosion so weitergeht, werden noch in diesem Jahrhundert mehr als 10 Milliarden Menschen auf der Welt sein. Das kann und wird der Planet Erde nicht verkraften. Die benötigten Ressourcen reichen bei weitem nicht mehr für alle lebenden Menschen.

    Einen großen Weltkrieg, der die Bevölkerungszahl deutlich reduziert, kann sich nun wirklich niemand wünschen – auch wenn unsere Politiker da offenbar gezielt drauf hinarbeiten. Von daher ist es doch wohl nur sehr, sehr zu begrüßen, wenn die Weltbevölkerung sich auf natürlichem Wege wieder reduziert, sprich durch weniger Nachwuchs und in Folge eine temporäre Phase der überalterten Gesellschaft, die dann irgendwann natürlich wegstirbt, weniger wird.

    Also eigentlich ist die Situation „mehr Alte als Kinder“ für den Planeten Erde eine wirklich frohe Botschaft, die ein wenig hoffen lässt. Aber wie erwähnt: So wie es derzeitig aussieht, wollen unsere Politiker das Problem lieber traditionell mit einem schönen großen Weltkrieg lösen. An der Eskalation dazu wird ja gerade mit viel Engagement gearbeitet.

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen