Erstes „sicheres“ Cannabis in den Niederlanden, in Deutschland mehrt sich Widerstand

Gesundheitsminister und Medizinprofessor Ernst J. Kuipers eröffnet Verkauf von erstem “sicheren Cannabis” in den Niederlanden.

 

Am 15. Dezember reiste Minister Kuipers persönlich in die Stadt Breda im Süden der Niederlande. Dort registrierte er mit einem Handscanner die erste Lieferung von legal angebautem Cannabis für den Verkauf als Genussmittel.

Ein historischer Moment: Zum ersten Mal überhaupt in Europa werde die psychoaktive Substanz so zum Verkauf angeboten. Bisher fristete sie ein Schattendasein als verbotenes Mittel, das bestenfalls toleriert wurde, schlimmstenfalls den Weg in die Organisierte Kriminalität und ins Gefängnis ebnete.

Die beiden Städte Breda und Tilburg werden nun als erste von lizenzierten Züchtern beliefert. Das ist Teil des seit Jahren geplanten Cannabisexperiments (Niederl. wietexperiment). Doch auch bei vielen anderen Städten und Gemeinden ist das Interesse groß, den janusköpfigen Status quo zu ändern: Konsumenten können in den Coffeeshops zwar geringe Mengen straffrei kaufen; die Geschäfte selbst hatten bisher aber keine legale Bezugsquelle.

Dieser Zustand herrschte seit den frühen 1970ern: Während andere Länder mit Polizeitruppen die Cannabisproduktion und den Vertrieb lahmlegten wollten, entschied man sich in den Niederlanden für die Duldung. Dem allgemeinen Vernehmen nach nutzten Kriminelle aber die Gelegenheit, den finanziell lukrativen Markt zu beliefern. Über die Jahrzehnte hinweg konnte sie so ihre Strukturen aufbauen.

Da international allerdings auch die Drogenverbote nicht funktionierten, sind inzwischen einige Staaten Amerikas drogenpolitisch liberaler als die Niederlande. Das gilt sogar für die USA, die die harten Verbote im 20. Jahrhundert überhaupt erst durchgesetzt haben. Mit dem “wietexperiment” wollen die Niederlande jetzt vielleicht an die alte Vorreiterrolle anknüpfen. Für Europa ist ihnen das gelungen.

Wichtiger Unterschied

Nach der öffentlichkeitswirksamen Aktion des Ministers höchstpersönlich, stellte er sich den Fragen der Journalisten. Was sei der Unterschied zwischen den bisherigen und neuen Cannabisprodukten?

“Es wird sehr gut kontrolliert. Das bedeutet, wenn sich Konsumenten für den Kauf entscheiden, mit all der dazugehörigen Information, dann wissen sie, dass es vollständig kontrolliert ist. Dass also keine Pestizide darin enthalten sind. Dass darin beispielsweise auch keine Verunreinigungen mit synthetischen Drogen enthalten sind, wie das regelmäßig vorkommt. Jetzt ist auch ein Beipackzettel mit der passenden Information dabei.”

Gesundheitsminister Ernst Kuipers am 15.12.2023 in Breda

Auf die Frage, ob er es als Gesundheitsminister nicht komisch finde, ein solches Produkt zu bewerben, antwortete er:

“Ehrlich gesagt nein. Überhaupt nicht. Das hört sich vielleicht komisch an, entstammt aber schlicht der Einsicht, dass Cannabis trotzdem verwendet wird. Nicht erst seit heute oder gestern, sondern seit Jahrzehnten. Übrigens bleibt der Konsum in den Niederlanden seit Langem ziemlich stabil. Aus Sicht der öffentlichen Gesundheit finde ich, dass wir den Konsumenten unter diesen Umständen ein Produkt anbieten müssen, das nicht verunreinigt ist, das wir gut kontrollieren können und bei dem die richtige Information mitgeliefert wird.”

Gesundheitsminister Ernst Kuipers am 15.12.2023 in Breda

Aber Cannabis bleibe doch ein Gesundheitsrisiko?

“Natürlich wollen wir aus der Perspektive der öffentlichen Gesundheit den Konsum so gut wie möglich begrenzen. Aber mit Blick auf die Realität, dass es doch konsumiert wird, finde ich es wichtig, dass es ein sicheres Produkt ist.”

Gesundheitsminister Ernst Kuipers am 15.12.2023 in Breda

Und in Deutschland?

Derweilen schiebt die Bundesregierung ihr Gesetz zur Entkriminalisierung immer weiter vor sich heraus. Der SPD-Innenpolitiker und Bundestagsabgeordnete Sebastian Fiedler, Kriminalhauptkommissar und früher Vorsitzender des Bunds deutscher Kriminalbeamter, greift die Liberalisierung der Cannabisgesetzgebung jetzt aus den eigenen Reihen an. Er drohte am 5. Dezember sogar damit, gegen die Initiative seiner Fraktion zu stimmen. Anfang 2024 soll es zur nächsten Lesung im Bundestag kommen. Wird es die endgültige sein?

Auch im konservativen Bayern wehrt man sich gegen die Pläne: Gesundheitsminister Klaus Holetscheck (CSU) stellte zuvor ein Gutachten des Rechtswissenschaftlers Bernhard Wegener vor, Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg. Demnach seien die Pläne nicht mit Völker- und EU-Recht vereinbar (dem widersprachen kürzlich allerdings niederländische Jura-Profs in einer angesehenen rechtswissenschaftlichen Zeitschrift). Und laut dem Minister ist Cannabis sowieso zu gefährlich.

Doch dem widersprechen internationale Suchtmediziner schon lange – und jetzt auch ihre deutschen Kollegen. Gemäß ihrer Untersuchung ist das Gefahrenpotenzial von Cannabis mit dem von Zigaretten (Nikotin) vergleichbar und liegt weit hinter dem von Alkohol. Ich will ergänzen: Das hängt auch von der Art des Konsums ab; zum Vergleich dienen solche Berechnungen aber allemal.
Archivbild
Somit bleibt die Frage: Warum diese Panikmache? Warum sind konservative Kräfte so vehement gegen die Lockerung von Verboten, die von Anfang an inhaltlich fehlerhaft waren? Warum wollen sogar christlich-soziale Gesundheitsminister ihre Bevölkerung weiterhin unnötigen Gesundheitsrisiken und kriminellen Machenschaften ausliefern?

Es darf spekuliert werden, beispielsweise hier im Forum.

Der Artikel wurde dem Blog „Menschen-Bilder“ des Autors entnommen. Stephan Schleim ist studierter Philosoph und promovierter Kognitionswissenschaftler. Seit 2009 ist er an der Universität Groningen in den Niederlanden tätig, zurzeit als Assoziierter Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie.

 

Stephan Schleim

Stephan Schleim ist studierter Philosoph und promovierter Kognitionswissenschaftler. Seit 2009 ist er an der Universität Groningen in den Niederlanden tätig, zurzeit als Assoziierter Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie. Sein Schwerpunkt liegt in der Erforschung von Wissenschaftsproduktion und –kommunikation. Schleim ist Autor mehrerer Bücher zu Neurowissenschaften, Psychologie und Philosophie.
Bild: Elsbeth Hoekstra
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22 Kommentare

  1. Ich glaube nicht, dass mehr dahinter ist, als die tiefsitzende Wirkung jahrzehntelanger Antipropaganda. Diese Leute sind überzeugt, jahrzehntelang das Richtige gedacht zu haben, nämlich Tabak und Alkohol seien Genussmittel, alles andere Drogen, ein Framing, das impliziert, dass es sich bei letzteren samt und sondern um äusserst gefährliche Substanzen handle. Eine solche Überzeugung lässt sich nicht einfach von schlichten Tatsachen umhauen, sie hat sich längst in eine Art Glaube verwandelt.

    Noch banaler – es fällt jedem Menschen ausserordentlich schwer vor sich selbst und der Welt zuzugeben, sich lange Zeit geirrt zu haben, lieber klammert man sich an Andere, denen es genauso geht.

    1. Und zugeben, dass man nur ein Büttel ist, tut man erst recht nicht.

      Sieht so Souveränität aus? Man folgt den USA auf Schritt und Tritt……Wahnsinn!

  2. Es wusste schon Paracelsus, alias Bombast (prima Name, gell?) von Hohenheim, daß die Dosis das Gift macht. Hinzuzufügen ist die körperliche Gewöhnung, die wiederum entscheidend für den gelungenen Rausch, ob Alk oder Hanf, ist. Der Unterschied in der richtigen persönlichen Dosierung dürfte sein, daß Alkohol industriell normiert ist. Der kontrollierte, mehr oder weniger natürliche Hanfanbau hat mit Bestimmtheit eine größere Schwankungsbreite in der Wirkung. Der Widerstand aus dem erklärten Bierland Bayern wurde des öfteren mit der Konkurrenz von Hanf und Bier erklärt. Also ein rein wirtschaftliches Interesse. Der Hopfen gehört übrigens auch zur gleichen Pflanzenfamilie der Cannabaceae wie der Hanf. Zur weiteren mancher politischen (nicht nur bayerischen?) Hanf-Aversion gehören noch der Glaube von der Einstiegsdroge für die härteren Drogen oder auch die Henne-Ei-Logik der hanfinduzierten Psychosen und die dauerhafte geistige Schädigung. Dies ist zwar möglich, aber gewiss nicht die Regel. Wer das Risiko scheut soll’s eben bleiben lassen. Gesünder ist das Leben ohne Alk, Hanf, Tabak, Cola, Fastfood und sonstige Drogen allemal. Als interessante, weiterführende Drogenlektüre, zur Nachahmung nur bedingt, sind die Werke des seeligen Christian Raetsch empfehlenswert.

  3. – Warum diese Panikmache? Warum sind konservative Kräfte so vehement gegen die Lockerung von Verboten, die von Anfang an inhaltlich fehlerhaft waren –
    Eventuell sind Hanfjünger nicht so Konsum versessen und wirtschaftlich nicht so verwertbar.
    Eventuell sind Hanfjünger nicht so Kriegsgeil und weniger manipulierbar.
    Eventuell wird mit der Legalisierung ein wichtiger (legal, illegal,scheißegal) Wirtschaftszweig geschädigt.

    1. Die Konservativen haben jahrzehntelang Hanf schlecht geredet. Da kann man nicht so einfach zugeben, daß man falsch lag und der Propaganda von Baumwoll- und chemischer Industrie aufgesessen ist.

  4. Was nie jemand fragt: diese 70 Schadstoffe im Tabakrauch, sind die nicht auch im Cannabis? Ja freilich, es sind die allerselben. Warum wird da nicht gewarnt? Um es kurz zu sagen: diese Stoffe sind nur schädlich, wenn sie von der Tabakundustrie kommen. Von der Pharma sind sie gesund.
    Denn das Cannabis ist jetzt ein Pharmaprodukt. Die Pharma kontrolliert die Qualität und die Verträglichkeit. Sie hat den Kampf gegen die Tabakindustrie gewonnen und das schafft eine äußerst komfortable Situation: sie, die Pharma stellt 70 Prozent der Werbegelder in den Medien zur Verfügung. Niemand kann sich Pharmakritik erlauben, denn das würde die Werbeeinnahmen reduzieren.
    Seit dem Werbeverbot für Tabak ist Pharmakritik quasi ausgestorben. Das (unter anderem) war der Grund für die Massenhysterie gegen den Tabak. Mit Sicherheit nicht unsere Gesundheit.

    1. Moin Artur

      Der Hinweis auf die Schadstoffe ist berechtigt.
      Nur hat das nichts mit Tabak oder Mario&Hanna zu tun.
      Die entstehen auch beim rauchen einer Würzmischung für Gänsebraten, was an und für sich harmloser sein sollte ohne die Zusatzstoffe in Tabak und meist auch Gras, von Haschisch nicht zu reden.

      Gruß

      1. Wer glaubt, dass es gesund ist, sich heißen Rauch in die Lunge zu ziehen, der liegt sicher falsch.
        Doch nur Menschen die keinen Zugang zu Cannabis Produkten/Konsumenten haben, denken man müsste das Material rauchen , um in den Genuss der Wirkung zu kommen.
        Weit gefehlt.
        Das beste für Cannabis und für die Bürger ist, wie bei den meisten Dingen, wenn der Staat sich heraushält. Denn dann regelt sich alles zur Zufriedenheit der Interessierten fast von selber und die nicht interessierten sollten einfach den Mund halten und sich um ihre Angelegenheiten kümmern.

        1. Moin

          Dann back dir halt Kekse mit dem chemisch bzw falsch (Pilze) getrockneten Zeug von der Straße.
          Es hat nicht jeder die Möglichkeit, an Bioqualität zu kommen oder selbst anzubauen.🙄

          1. Auf der Straße würde ich nie etwas kaufen, dazu hat man Freunde, wenn man nicht selber anbaut. Heute kann jeder selber anbauen, dazu braucht es keinen Garten oder Balkon, nur einen Quadratmeter Platz und Strom, wer da noch auf der Straße kauft, ist hat keine Freunde oder ist schlicht selber Schuld.
            Wer staatliche Kontrollen heute noch gut findet , hat den Schuss nicht gehört.
            Grasskekse sind sehr lecker und zum Gebrauch gut zu dosieren.
            Bio ist doch auch so ein beklopptes Mäusefängerwort.

  5. Ist das nicht wunderbar das das rauchen sicher sei?
    Wieviele der Altgeneration hing am Qualm oder anderer berauschenden Stoffe?
    Die neue Generation scheint zu wissen, über welche Gifte nu verträglich oder nicht sind.

    Aber jede Droge besaß ihre eigenen Erkenntnisse, Grüsse von Koka Kola.

    1. @ Altlandrebell
      Zum Schweinefleischverbot der mosaischen Religionen Islam und Judentum. Der verstorbene Marvin Harris, Anthropologe seines Zeichens, hat sich im Rahmen seiner Forschungsarbeiten zu Nahrungsmittel-Tabus damit befasst. In den Wuesten- und Halbwüstenregionen verdirbt durch die hohen Temperaturen Schweinefleisch sehr schnell. Auch gibt es das Problem mit Trichinen. Da Sie anscheinend nicht in einem klassischen dörflichen Raum aufgewachsen sind, dürften Sie auch nicht wissen, daß die Hausschlachtungen ohne geeignete Kühlgeräte und fehlender Einhaltung der Kühlkette früher immer zur kalten Jahreszeit vorgenommen wurden. Mit dem Einzug der Moderne (Kühlung)
      konnten so die gewerbsmäßigen Metzgereien ihr Wurst- und Fleischangebot ganzjährig erweitern und vermarkten.

        1. @ Altlandrebell
          Nun ja. Ihre Ausführungen in allen Ehren und als solche akzeptiert. In meinem familiären Umfeld geschah es in meiner Kindheit wie von mir beschrieben. Im übrigen sind Schweine, auch anatomisch, wie Menschen Allesfresser. Im Spaetling wurden die Schweine früher in den Wald getrieben um sie mit Eicheln und Bucheckern zu maesten. Auch Pilze scheinen sie zu moegen. Nicht umsonst hießen bei pazifischen Kannibalen der zum Verzehr vorbereitete Mensch Langschwein, so es denn stimmt.

  6. Da gibt’s nicht viel zu spekulieren. Würde man sich an die Realität halten und keinen „Reefer Madness“ veranstalten, sähe mal wieder alles andere aus. Der empirische Nachweis wurde auch bereits öfters erbracht (Holland, Portugal, USA, Canada, Israel,…). Ein Wissenschaftler in Israel musste AFAIK erst in den 90’ern den Wirkstoff isolieren, weil Forschung=Verrboten, seitdem sind die Senioren entspannter, während International (noch?) Cannabis in Cat.\Sched.1 neben Heroin einsortiert wird.

    Gutes Thema das nicht viel Einlesen braucht um zu erkennen, wer Unsinn\Propaganda verzapft und wer ein Wendehals ist (SPD hatte ‚legalize it‘ schon in den 90’ern mal im Programm)

    z.B. 2018 Debatte im Bundestag zur Legalisierung https://www.youtube.com/watch?v=1ZzwWDyHkSY

    AFD: „Öffnen Sie nicht die Büchse der Pandora“
    Huh?? so wie in Holland mit niedrigeren Drogentoten per Capita?, auf den Rest lohnt sich nicht einzugehen. Die allgemeine Kompetenz abgesehen von Dogmatismus ist bei denen zu erkennen, als ein „BKA-Leiter mit 30 Jahren „Berufserfahrung““ aufsteht (hab damals die ganze Debatte gesehen, k.a. ob auch im yt-link oben enthalten) und aussagt das sei schlimme/werde schlimmer, weil bei C-Konsumenten immer öfter Crystal Meth gefunden wird – hätten wir kompetente Leute wüsste er dass es andersrum ist … „runterrauchen“ … (ahja Pervitin: https://de.wikipedia.org/wiki/Methamphetamin#Verwendung_im_Zweiten_Weltkrieg)

    CxU: Auszugsweise „…hab mich in USA mit unterhalten, „Ausflug in Milleu“ gemacht…Geruch nach Urin und Marijuana…“
    Mit wem der sich wohl Unterhalten hat? in Texas? („Marij(h)uana“ kommt noch aus den (noch rassistischeren)
    60’ern, siehe das Cliche vom ungewaschenem, dummen, stinkenden, fetten, kriminellen, bärtigen Mexikaner…)

    immer noch CxU: „Canabiskonsum macht Dumm“
    vielleicht sollte er die Capris Studie lesen, die dies nicht bestätigt, wurde schließlich vom „Staat“ bezahlt
    https://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/BfArM/Publikationen/Bundesgesundheitsblatt/2019-07-Hoch_Friemel.html

    Geistig-moralische Totalschäden wie die „Drogenministerin“ deren Namen ich verdrängt hab, die ~2017 in ’nem Interview gefragt wurde was sie von Portugal hält (hatten damals alle Drogen Entkriminalisiert), antwortete mit einem Blick der sagt – halt meinen Kopf an dein Ohr, du hörst das Meer rauschen – „was meinen Sie, Fußball oderwie?“, als sie dann aufgeklärt wurde „neinnein, kommt garnichtinfrage“, Argumente brauchen echte Minister schließlich nicht (böse Zungen bezeichneten sie als Doppelagentin, weil soviel Unsinn verzapft, dass es jedem auffällt).

    Ein weiteres Beispiel wär vor ein paar Jahren die USA gewesen; ein Ereignis wurde natürlich gleich propagandistisch ausgeschlachtet: „Konsumverdoppelung einer Schule“, Info die fehlte: In diesem Jahr (2017??) wurde Cannabis zum ersten mal im Jahresbericht erwähnt, weil getrennt aufgeschlüsselt: von Null im Vorjahr auf 1
    Während in den Shops Geldautomaten installiert werden mussten (2014 rum‘)…

    Fakt ist aber ich warte immer noch auf Sodom&Gomorrah, das untrennbar mit Legalisierung zu verbunden sein scheint…

    Fuck https://en.wikipedia.org/wiki/Harry_J._Anslinger

  7. Moin

    „Sicherheit und Ordnung“ – sollte man immer vorbringen, wenn nach besonderen Merkmalen der deutschen Kultur gefragt wird – also die Forderung nach Sicherheit für sich selbst und das einhalten von allen möglichen Ordnungen für den Rest.
    Da verbieten sich Experimente von selbst. Wird etwas angeordnet ist hingegen alles in Ordnung, auch wenn Querquengler darin Experimente sehen – pfui Deibel.

    Zystizerkose und der Zappelwurm im Bauch könnten ein Grund für das streichen vom Schwein von der Karte sein. Es gibt Zubereitungen, da schwitzt die Finne nur etwas, weshalb hier der Krustenbraten erfunden wurde.

    Grüße

  8. 1. Wahlpoliitik und Timing
    Das Legalisierungsversprechen war ein Faktor, der die aktuelle Regierung legitimiert hat. Als Dankeschön kurz mal ein 9EUR Ticket – und jetzt kommt der Legalisierus Interruptus bis kurz vor der nächsten Wahl. Wieder 4 Jahre verzögert.

    2. Handhabe gegen Unerwünschte (Meinungen)
    Wer Cannabis konsumiert, der ist auch gegen … Vieles, was die Politiker, die gegen Legalisierung sind, sonst noch so wollen und machen. Die Strafbewährung (inkl. Führerscheinentzug et. al.) ist doch ein handy Mittel, eine im Raum stehende Bedrohung, um Unerwünschte(s) zu sanktionieren.

    1. @ Arno Nym
      Zu Punkt 1.
      Die grünen Ratten haben diese Nummer schon des öfteren durchgezogen. Bei dauerhaftem Hanfkonsum soll ja das Gedächtnis leiden. Da wunderts nicht, daß der bekiffte Wahlesel regelmäßig hinter der oliv-gruenen Hanf-Karotte dreintrottelt.

      Zu Punkt 2.
      Der illegale Hanfgenuss nebst Drumherum ist ein prima Repressions-, Einkommens-, Beschaeftigungs- und Machtmittel des staatlichen Apparats..

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