Dürre und Tourismus führen zum Wassernotstand

Stausee Sau in Katalonien im März 2023, als er noch zu 13 Prozent gefüllt war. Jetzt ist er nur noch zu 3,6 Prozent gefüllt. Bild: Amadalvarez/CC BY-SA-4.0

Katalonien hat angesichts der schweren Dürre viel zu spät den „Notstand“ ausgerufen, aber auch im südspanischen Andalusien ist die Lage schon extrem zugespitzt, wo für Großstädte wie Sevilla, schon damit gedroht wird, das Wasser zeitweise abzustellen. Einige Stauseen sind angesichts fehlender Niederschläge im Rahmen des Klimawandels schon völlig leer, doch die Notmaßnahmen fallen weiter eher unangemessen zaghaft aus.

Es sieht am größten spanischen Fluss derzeit nicht danach aus, dass das Land eine schwere Dürre durchleiden würde. Schaut man hier in Amposta auf den Ebro, stellt man tatsächlich fest, dass der Fluss hier in Katalonien an seiner Mündung ins Mittelmeer derzeit sogar ziemlich viel Wasser führt. Das hat damit zu tun, dass Regen- und viel Schmelzwasser – viel zu früh – aus den Pyrenäen herabgespült wird. Schleusen von Stauseen am Oberlauf des Ebro mussten zum Teil geöffnet werden, um ein Überlaufen zu verhindern. Dieses Wasser wird im Frühjahr, wenn es zur Aussaat gebraucht wird, fehlen.

Real spitzt sich der Wasser-Notstand in Spanien, in Katalonien besonders, weiter ungebremst zu. Regen ist weiter Mangelware auf der Iberischen Halbinsel. Größere Mengen sind weiter nicht in Sicht, obwohl das Frühjahr eigentlich die Zeit ist, in der sonst am meisten regnet. Regengüsse vor zwei Wochen, zum Teil sogar ausgiebig, waren aber nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Stauseen wurden darüber nicht gefüllt. Die Pegelstände sind seither sogar weiter gesunken. Zuletzt fielen sie vergangene Woche auch unter die Marke von 16 Prozent, an welcher zum vergangenen Wochenende der Notstand ausgerufen werden musste. Darüber sollen „Ressourcen effizienter genutzt werden“, kündigte der katalanische Präsident Pere Aragonés an.

Katalonien wird seit drei Jahren ganz besonders hart von der schweren Dürre betroffen, wie sie seit Beginn der Aufzeichnung von Daten 1916 noch nie verzeichnet wurde. Man durchlebe eine „so lange und intensive Dürre“ wie nie zuvor, erklärte Aragonés. Tatsächlich hat es seit drei Jahren deutlich weniger als im Durchschnitt geregnet. Die Lage ist inzwischen so dramatisch, dass die katalanische Regierung nun zähneknirschend auch zu Maßnahmen greifen musste, die auch die Metropole Barcelona und den Speckgürtel herum betreffen.

„Die Dürre wird überwunden werden“, predigte Aragonés der Bevölkerung aber weiter Hoffnung. Damit bestätigte der katalanische Präsident in einem Radiointerview genau das Prinzip Hoffnung, dass schon die bisherige Politik seiner sehr schwachen Minderheitsregierung leitet. Mit Schiffen soll nun Trinkwasser aus einer Meerwasserentsalzungsanlage in Valencia nach Barcelona befördert werden, um die Not zu lindern. Pro Schiff würde darüber aber nur acht Prozent des Wasserbedarfs der Metropole für einen Tag gedeckt. Man benötigte 12 Schiffe pro Tag, nur um den Bedarf Barcelonas zu decken, rechnet die katalanische Tageszeitung „La Vanguardia“ vor.

Obwohl er es noch verteidigt hatte, hat er nun dem Vorhaben plötzlich eine klare Absage erteilt, Ebro-Wasser nach Barcelona zu bringen. Der Empörungssturm aus dem Süden war enorm und einstimmig. Auch die eigenen Parteigänger lehnen den „Wasserraub“ ab. Dass das Thema definitiv vom Tisch ist, glaubt hier am Ebro aber niemand. Zu oft habe Aragonés und seine Partei schon versprechen gebrochen, sagen auch Anhänger oder ehemalige Anhänger der Partei und verweisen auf anstehende Wahlen.

Aragonés schwadroniert derweil davon, dass man sich in einer neuen Klimarealität befinde, „in der es wahrscheinlicher ist, dass es neue Dürren geben wird und dass diese intensiver sein werden“. Was daraus resultiert, sagte der Mann, der gewöhnlich sehr wachsweich bleibt, aber nicht. Er hielt sich auch in der Frage sehr zurück, was das für die Bevölkerung bedeuten wird, wie neue Preissteigerungen. Wasser aus Entsalzungsanlagen ist teuer. Trinkwasser per Schiff aus Valencia heranzuschaffen ist zudem vermutlich nicht einmal mittelfristig eine Lösung. Auch die Nachbarregion leidet unter der Dürre. Hält die an, wird die Region das Wasser aus seiner Entsalzungsanlage früher oder später selbst benötigen.

Nach der Notstands-Ankündigung wurde erneut auch in Deutschland breit über die Lage in Katalonien berichtet. „Es wird neue strenge Einschränkungen des Konsums geben“, verlautete es in etlichen Medien hier unkritisch, weil das so die Presseagentur DPA in Umlauf gebracht hatte. Allerdings kann von strengen Einschränkung für die breite Bevölkerung weiter keine Rede sein. Das ist schon deshalb ein reales Problem, da so kein reales Problembewusstsein für die fatale Lage geschaffen wird.

Katastrophe mit Ansage

Das war schon in der bisherigen Voralarmstufe der Fall, die seit einem Jahr gilt und hier im Süden Kataloniens weiter gilt, eben weil der Ebro noch viel Wasser führt. Hier darf jeder Einwohner weiterhin sogar 210 Liter Wasser pro Tag verbrauchen. In mehr als 200 Dörfern, Gemeinden und Städten wurde zum vergangenen Wochenende für 6 der 7,5 Millionen Einwohner mit der Ausrufung des „Notstands“ dieser Wert kosmetisch auf 200 Liter pro Tag gesenkt. Das ist aber noch immer ein stolzer Wert im europäischen Vergleich. Nach Angaben des Umweltbundesamts verbrauchen die Deutschen ohne Notstand nur knapp 130 Liter pro Tag.

Nun dürfen jedenfalls in Katalonien keine Gärten mehr bewässert, keine Autos mehr gewaschen und Schwimmbäder nicht mehr gefüllt werden. Die wurden allerdings im vergangenen Jahr fast alle noch gefüllt. Dass mit den neuen Notmaßnahmen der fatalen Lage begegnet werden kann, darf bezweifelt werden. Die Pegel in den Stauseen sind so niedrig wie nie zuvor. Die Staustufen, über die der Großraum Barcelona versorgt wird, sind nun nur noch zu gut 15 Prozent gefüllt. Im großen Sau-Stausee sind es gerade noch vier Prozent, der kleinere Siurana-See weiter im Süden in Tarragona, ist inzwischen komplett leer.

Es ist eine Katastrophe mit Ansage. Auf klare Warnhinweise seit Jahren haben die Verantwortlichen in der Politik völlig unzureichend reagiert. Weiterhin wird auch jetzt nur mit weitgehend zahnlosen Mitteln hantiert. Overton hatte schon vor fast einem Jahr berichtet, dass die Stauseen Siurana und Sau nur noch zu sieben Prozent gefüllt waren, wobei der heiße und trockene Sommer noch bevorstand. Die Wasserbehörde ACA sprach damals im Overton-Interview zwar von einem „Extremszenario“, notwendige Maßnahmen wurden aber nicht ergriffen. So wurden die Entsalzungskapazitäten nicht erhöht, obwohl sie verdoppelt werden sollten.

Das soll nun geschehen. Mit der Zentralregierung in Madrid wurde vereinbart, dass eine halbe Milliarde Euro in zwei Anlagen investiert werden. Bis 2029 sollen sie gebaut werden und im Jahr dann 80 Millionen Kubikmeter Süßwasser produzieren, teilte das spanische Umweltministerium in Madrid mit. Der Witz an dieser Ankündigung ist, dass die Entsalzungsanlagen in Tordera und Foix schon 2009 gebaut werden sollten und dann wieder auf Eis gelegt wurden.

Das ist aber eine teure und sehr energieintensive „Lösung“ und das fehlende Wasser erweist sich zudem immer stärker als Achillesferse der Wasserstoffstrategie der Bundesregierung, die auf große Lieferungen aus Spanien setzt. Aber auch über ein weiteres wichtiges Problem spricht man angesichts der Wasserknappheit in Spanien nicht gerne. Denn es geht viel Trinkwasser in maroden Rohrleitungen verloren. Im spanischen Durchschnitt soll ein Viertel des gesamten in die Leitungsnetze eingespeisten Wassers versickern, statt bei den Verbrauchern anzukommen. Dazu kommt ein guter und größer werdender Anteil, da immer mehr Wasser angesichts steigender Temperaturen verdunstet. Im viel zu warmen Januar wurden wieder etliche Hitzerekorde gebrochen. Mit fast 31 Grad gab es in Valencia einen neuen Allzeitrekord.

Drastische Einschränkungen, die angesichts der fatalen Lage notwendig wären, gibt es nur wenige. Sie treffen ausgerechnet vor allem produktive Bereiche im Land, wie die Landwirtschaft, die den Wasserverbrauch um 80 Prozent senken soll. Im vergangenen Jahr wurde zum Beispiel den Reisbauern im Ebro-Delta erst im April mitgeteilt, als die teure Aussaat schon ausgebracht war, dass sie nur die Hälfte der üblichen Wassermenge erhalten würden. Das Ergebnis war zu erwarten. Die Reisernte fiel fast 22 Prozent niedriger aus als im Durchschnitt der letzten vier Jahre zuvor. Die Vereinigung der Agrar-Kooperativen (FCAC) spricht von der schlechtesten Ernte in Jahrzehnten. Entsprechend sind die Preise explodiert. Viele Obstbauern mussten schon im vergangenen Jahr die Früchte von den Bäumen klopfen, um ihre Bäume zu retten, da ihnen das Wasser zum Teil fast ganz abgestellt wurde. Auch die Viehwirtschaft soll jetzt 50 Prozent einsparen, die Industrie 25 Prozent.

Touristen verbrauchen viel mehr Wasser als die Bewohner

Es ist offensichtlich, wo die regierende Republikanische Linke (ERC) von Aragonés ihre Prioritäten setzt. Dass der Wasserverbrauch für die Bewohner nicht deutlich eingeschränkt werden soll, ist einerseits dem Vorwahlkampf einer abstürzende Partei geschuldet, die in den vergangenen Jahren schon mehr als die Hälfte ihrer Wähler verloren hat. Sie kam zuletzt bei den spanischen Parlamentswahlen gerade noch auf 12 Prozent. Spätestens im kommenden Jahr finden katalanische Parlamentswahlen statt. Dass die Partei kürzlich schon frühzeitig Aragonés als Kandidat bestätigt hat, ist für viele Beobachter ein Zeichen, dass die Wahlen vermutlich vorgezogen werden. Wenn die Regierung keinen Haushalt für das laufende Jahr durchbringt, ist sie definitiv am Ende, nachdem sie zuvor schon alle Unterstützer verloren hat.

Die zaghaften Maßnahmen gegenüber der breiten Bevölkerung sind auch ein klares Zugeständnis an die Tourismusindustrie. Für viele im Land ist das angesichts der Tatsache, dass die Familie des Regierungschefs in der Branche heftig mitmischt, kein Zufall. Bauern hatten schon im letzten Jahr heftig kritisiert, dass Golfplätze weiter bewässert würden und die Tourismusindustrie weitgehend ungeschoren davonkomme, während ihnen das Wasser abgestellt wurde.

Es ist aber nicht so, dass die Katalanen wie verrückt Wasser verschwenden würden. Auch ein durchschnittlicher Bewohner in Barcelona verbraucht nur etwa 170 Liter pro Tag. Das Problem ist, und das gilt nicht nur für Katalonien, dass die vielen Touristen viel mehr Wasser als die Bewohner verbrauchen. Darauf hatte auch die Vereinigung kleiner und mittlerer Betriebe (Pimec) mit Blick auf „Studien“ hingewiesen. Darauf machen immer mehr Experten und Ökonomen wie Santiago Niño-Becerra aufmerksam. Er führt an, dass der „durchschnittliche Tourist fünfmal mehr Wasser verbraucht als der durchschnittliche Einwohner“. Das sei „seit vielen Jahren bekannt“. Er fragt rhetorisch, welche Maßnahmen auch angesichts der Tatsache ergriffen wurden, „dass Katalonien 1996 und 2008 zwei schwere Dürreperioden durchlebt hat?“ Die Antwort spart er sich, denn sie ist offensichtlich für die Mehrheit im Land.

Auf strukturelle Probleme weisen auch Experten wie Annelies Broekman seit vielen Jahren hin. Die Agrarwissenschaftlerin und Mitglied des Forschungszentrums für Ökologie und forstwirtschaftliche Anwendungen (CREAF) erklärt stets: „Wir erleben eine chronische Überbeanspruchung der Wasserressourcen.“ Das gelte sogar in Zeiten mit normalen Niederschlägen. Die Lage spitzt sich aber in Dürrejahren besonders deutlich zu. Die Nachfrage nach Wasser werde „zum Geldverdienen“ ständig erhöht. „Das ist ein Todesurteil.“

Für die Expertin Broekman ist klar, dass die Nachfrage reduziert werden muss. „Wir müssen von einer Mentalität, die davon ausgeht, dass man mit mehr Infrastruktur und Technologie die Verfügbarkeit von Wasser erhöhen und weiterwachsen kann, zu einer Mentalität übergehen, bei der man die Nachfrage steuert und entscheidet, wie viel man in jedem Gebiet verbrauchen kann.“

„Der massive Zustrom von Touristen ‚ist unvertretbar‘“

So wird ein „Erfolg“ der Tourismusindustrie im vergangenen Jahr schon jetzt zum Bumerang. Der starke Tourismus hat Spanien 2023 in der EU ein überdurchschnittliches Wachstum von zwei Prozent beschert. Dass Spanien im vergangenen Jahr ein Tourismus-Rekordjahr erlebte, hat aber den Wassernotstand enorm zugespitzt. Die Zahl internationaler Touristen, die das Land 2023 besucht haben, hat erstmals die Marke von 85 Millionen übersprungen. Sie war fast 19 Prozent höher als 2022 und fast zwei Prozent höher als 2019, dem bisherigen Referenzjahr vor der Corona-Pandemie.

Aus Sicht der Wasserreserven kann sich das Land die Wasserverschwendung über den Tourismus aber nicht leisten. Zudem bekommen wichtige produktive Sektoren zunehmend deswegen Probleme. Sogar die Wirtschaftszeitung „El Economista“ warnt angesichts der Rekordzahlen: „Der massive Zustrom von Touristen ‚ist unvertretbar‘“. Verwiesen wird darauf, dass „zwei Drittel des Wachstums der spanischen Wirtschaft“ dem Tourismus geschuldet waren.

Katalonien ist allerdings nur ein Beispiel. Im südspanischen Andalusien ist die Lage sehr ähnlich, in einigen Regionen ist sie sogar schon krasser. Stauseen in Almeria sind zum Beispiel nur noch zu knapp neun Prozent gefüllt, in Cádiz und Malaga zu gut 15 Prozent. Zwar wurde dort (noch) kein Notstand ausgerufen, aber die rechte Regionalregierung kündigt für Großstädte wie Sevilla, Malaga und Cordoba schon Abschaltungen an, sollte es nicht an „30 Tagen dauerhaft regnen“, sagte der Regionalpräsident Juan Manuel Moreno. Das ist seit 2010 nicht mehr geschehen.

Derlei Ankündigungen sind aber nicht geeignet, erneut eine Rekordzahl von Touristen in die Region zu locken. 35 Millionen Touristen reisten im vergangenen Jahr nach Andalusien. Wenig einladend ist auch, dass in Almeria, Cádiz und Malaga das Trinkwasser aus den Leitungen wegen erhöhter radioaktiver Belastung zum Teil nicht mehr genutzt werden kann. Auch in Andalusien wird über kurzfristige „Lösungen“ debattiert, wie den Import von Wasser aus Portugal, Schifflieferungen und ähnliches, die an die zentralen Probleme nicht herangehen. Es wird viel zu viel Wasser verschwendet, nicht nur auf Golfplätzen, sondern auch in der Intensivlandwirtschaft in der extrem heißen Region.

In der Kritik steht zum Beispiel auch der Erdbeeranbau in Huelva. Dort finden sich nicht nur sklavenähnliche Arbeitsbedingungen auf den Plantagen, sondern die rechte Regionalregierung ist im Bunde mit der ultrarechten VOX-Partei sogar dabei, das Weltkulturerbe des Naturparks Coto de Doñana komplett auszutrocknen und damit zu opfern. Sogar die EU hat schon mit Sanktionen gedroht, da illegale Brunnen legalisiert werden sollen. Eine „Amnestie für den Wasserraub käme einem Todesurteil gleich“, kritisieren Umweltschutzorganisationen eine extrem kurzsichtige Politik.

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39 Kommentare

      1. Ein „Leugner“
        ist jemand, der objektiv gesicherte Erkenntnisse wider besseren Wissens ignoriert.
        Eine Verhaltensweise, die ich eher bei Klimapanikern beobachte. Denn die tun genau das.

  1. Im semiariden Klima (Andalusien, Al Maria usw) Erdbeeren für ganz Europa anzubauen und den Grundwasserspiegel um damit zwanzig Meter abzusenken ist schon schön blöd. Das wird erst besser wenn die Produktion dort massiv runtergefahren wird.
    Ist ein gutes Beispiel, welche massiven Verheerungen falsche Förderanreize und Korruption verursachen.

    1. Ob es blöd ist, kann ich nicht beurteilen. Möglicherweise sind auch diejenigen blöd, die meinen, man bräuchte von Januar bis Dezember Erdbeeren.

      1. Ich will damit sagen, das die Gegend nicht für die Produktion dieser Produkte geeignet ist.
        Die wurde aber durch sogenannte Strukturförderung dort angesiedelt. Eine Mischung aus Korruption und Wahlkampfhilfe. Andere Produkte, wie extensive Fleischproduktion, die mit so einem Klima klarkommt aber weniger Beschäftigung zur Folge hat, wird dagegen aktuell aus ideologischen Gründen bekämpft. Jetzt ist der Brunnen trocken. Wurde schon ganz zu Anfang vorhergesagt und wie üblich wurde die Warnung als fortschrittsfeindlich abgetan.
        Jetzt sagt man, das ist der Klimawandel. Die ideale Ausrede für alles. Das heisst nicht, das ein Klimawandel nicht massive Probleme verursachen kann. Nur das die Probleme oft auf einer ganz anderen Ebene geschaffen werden.
        Generell wäre eine Verschiebung der Klimazonen kein Problem. Das passiert, betrachtet man das im erdgeschichtlichen Massstab, andauernd. Das Problem ist die Übernutzung und das Artensterben, so das die Ökosysteme sich nicht mehr an die Bedingungen anpassen können.
        Dem wird man allerdings nicht mit dem essen von Heuschrecken begegnen können.
        Ein notwendiger Umbau der Landwirtschaft geht nur mit und nicht gegen die Gärtner, Land- und Forstwirte. Die stecken allerdings mehrheitlich in einer Schuldenfalle und kämpfen mit existentiellen Problemen. Indooranbau von Kresse ist keine Landwirtschaft.
        Ansonsten erleben wir eventuell bald so ein Scenario wie der große Sprung nach von in China.

  2. Nicht der „ Klimawandel“ ist das Problem.Die Probleme in Spanien ist zum einen die Landlucht der letzten Jahrzehnte.Riesige Landschaften ehemaligen Ackerlandes liegen brach und versteppen.Eine nötige Aufforstung,um durch die entstehenden Wälder das Wasser im Boden zu speichern,interessiert niemanden.Dazu kommt,das mit Tourismus wesentlich mehr Geld verdient werden kann,als mit Landwirtschaft….Das Problem Spaniens sind nicht irgendein herbeiphantasierter „Klimawandel“.Es sind Gier und Gleichgültigkeit…

    1. Noch so ein Leugner…
      Obwohl Ihre Ausführungen donst weitgehend richtig sind.
      Zudem. Gier und Gleichgültigkeit treiben Klimawandel.

      1. Oh der amtlich bestellte „Leugner“-Ordenverteiler.

        PR-Tröten sind sowas von billig geworden. Werden die Gelder für die Lügenverbreitung gerade knapp?

  3. „angesichts fehlender Niederschläge im Rahmen des Klimawandels“
    ts-ts-ts

    Während es hierzulande pausenlos gießt. dieser Klimawandel ist schon ein Schurke. Sein Foto hängt in jeder Polizeidienststelle.

    Für Goldfische, bekannt für ihr Gedächtnis, hier kurz zusammengefasst:
    Klimawandel erfolgt auf der Erde pausenlos, seit Anbeginn ihrer Existenz. Wenn Politik, Propagandamedien, Presseabteilungen von Großkonzernen irgendwas äußern, in dem das Wort „Klimawandel“ vorkommt, dann meinen sie damit: „Her mit euerm Geld! Wir plündern euch alle. Wir überwachen euch total. Niemand entkommt unserer Schreckensherrschaft! Ihr müsst tun, was wir befehlen!“

    Und wie man sieht, Wissenschaft ist tot und out und weithin kriecht das Volk vor der Herrschaft, zahlt und schweigt.

    Dem Autor des Artikels sei zugute gehalten, dass er in dem Artikel unter seiner fatalen Untertitelzeile noch einige reale Gründe beschreibt, wie u. a. Raffgier, Ignoranz und Schlampigkeit.

      1. Mensch, das PR-Tröte kommt ja schon gar nicht mehr hinterher.

        „Oh, hunderttausende Leugner, nur ich alleine auf dem richtigen Weg!“ Wuhahahahaaa

  4. „wie den Import von Wasser aus Portugal“

    Die Jungs und Mädels dort haben schon abgewunken. Es wird nichts zukunftsweisendes getan, etwas zu ändern. In fünf Monaten sitzt Andalusien auf dem Trockenen. Und wie der Artikel beschreibt, wenn die heute anfangen Entsalzungsanlagen zu bauen, geben die 2029 Wasser. Dieses Jahr ist 2024. Das sind 5 Jahre, wenn die heute anfingen. Aber der Wassermangel kam ja überraschend. So wie Jahreszeiten, Weihnachten, plötzlich und unerwartet stand es vor der Tür. Da kann man nichts machen.

  5. Artikel nur überflogen, weil zuviel Klimagedöns. Wenn die Grüne Pest endlich aufhören würde ihre verdammten Avocados zu fressen als ob es kein Morgen gäbe, dann wäre in Katalonien und Andalusien kein Wassernotstand. Gleiches gilt für Erdbeeren. Fertig für heute!

    „Ein ökologischer Wahnsinn, braucht man für die Produktion von einem Kilo Erdbeeren laut WWF 300 Liter Wasser, für ein Kilo Avocado gar 1000 Liter Wasser. “
    https://www.ovb-heimatzeitungen.de/weltspiegel/2024/02/01/andalusien-katalonien-drehen-den-hahn-zu.ovb

      1. Was haben Flacherdler und Milliardärs-Leugner eigentlich nicht gemeinsam?

        De Flacherdler leugnet die sichtbare Krümmung der Erde, der Milliardärs-Leugner den sichtbaren und spürbaren, anitdemokratischen Einfluss von Milliardären allenthalben. Und dennoch sind beides ganz offensichtliche Tatsachen.

        Also wer ist hier der Realitäts-Leugner und „Flacherdler“?

      2. @Peter Schelm:
        Weshalb beschimpfst Du mich Flacherdler? Nenne ich Dich vielleicht gehirnamputierten, obrigkeitsgläubigen Schafskopf? Nein, siehste, tue ich nicht. Kannst Dir den Schaum vom Mund wischen.

        Tatsache ist u. bleibt daß gerade die Modefrucht der grünen Sekte nicht nur in Spanien dürre Böden u. massiven Wassermangel zur Folge hat. Das Problem ist weltweit bekannt , nur die grüne Sekte will nichts davon wissen und frißt schamlos weiter.

    1. Diese Vergleiche, wieviel Wasser man braucht sind Unsinn.

      Am Ende sind in einem Kilo Früchte nicht mehr als 1 Liter Wasser drin, es ist also kein Verbrauch, denn die 300 – 1000 Liter werden ja nicht mitexportiert.

      Problematischer ist die Veränderung der Wasserkreisläufe/des Grundwassers in eh schon trockenen Gegenden, und das ist am Ende wahrscheinlich der größte menschliche Beitrag zum Klimawandel, da Wasser und Wasserdampf viel relevanter für die Wärmeentwicklung sind als CO2.

      Wie soll es erst laufen, wenn man in solchen Gegenden Wasserstoff gewinnen will. Wo nimmt man dann das Wasser her? Da wird dann nämlich wirklich verbraucht

  6. In Europa werden jedes Jahr Hunderte Milliarden Euro in eine Industrie versenkt, die nichts anderes als Massenvernichtungswaffen produziert, und damit Tod und Verderben.
    Ziehen wir 90% davon ab, jagen Black-Rock und Co. in die Wüste, und genug Ressourcen werden frei zur Lösung drängendster Probleme.

  7. Hoffentlich wird im Text deutlichst darauf hingewiesen, dass solcher Wassernotstand nicht wegen „Klima“ sondern hauptsächlich (und vor allem leicht vermeidbar) wegen Profitgier (Gewächshaus-Tomatenplantagen, Industrieanlagen, …) und Luxus- und Ressorts-Wasserverbrauch wie durch Swimmingpools und Golfplätze bedingt sind.

    1. Immer wieder hübsch, wie auf der einen Seite Wasserwirtschaft z.B. die menschlichen Ursachen durchaus erkannt und anerkannt werden, aber die zumindest Mitverursachung durch menschliches Wirtschaften und Konsum der tierischen und pflanzlichen Umwelt am selbstverständlich stattfindenden Klimawandel rundweg geleugnet wird.
      Es lebt sich offenbar gut mit solch einer kognitiven Dissonanz, denn AUCH am eigenen Verhalten etwas zu ändern, iwoo, wo käme wir denn dahin?! Ein Affront gegen mein Menschenrecht auf unendlichen Konsum.

      1. Erstens ist die Behauptung, alle andere würden so wie das „A.F.“ auch verschwenderisch leben ein unsubstantiierter Affront. Und zweitens ist natürlich nicht MEIN individuelles Verhalten ausschlaggebend sondern das der Großverbraucher und der Industrie. Und zumindest ich brauche die allermeisten Produkte von denen nicht!

        Für angeblich globale Vorgänge einzelne Normal-Menschen in Haft nehmen zu wollen anstatt die tatsächlich verantwortlichen Regulierer und Ausnützer des Systems ist nachgerade lächerlich.

        PR-Geschwätz. Anitgreenwashing (jede Schuld auf die Verbraucher abwälzen) ist neben Greenwashing (Konzerne von jeder Schuld freisprechen) deren liebstes Geschäft.

  8. Au, da sind aber welche richtig früh aufgestanden. Klimawandel? Sofort abstreiten und das Thema doof finden. Vor zehn Jahren kamen da noch „wissenschaftliche“ Expertisen von EIKE, aber auch denen ist die Luft ausgegangen. EIKE wird jetzt nicht mehr erwähnt, wozu auch? Majestät wünscht nicht mit Fakten belästigt zu werden.

    Schon wahr, dass die Pflanzen CO2 zu ihrem Wachstum brauchen. Wenn es nun so wäre, dass da mehr Grün entsteht, dann könnte man sich ja zurücklehnen. Aber so ist es eben nicht, Spanien ist auf dem Weg, eine Wüste zu werden. Der Unterschied zu uns ist nur der, dass das alles ein paar Jahre früher passiert. Kein Unterschied hingegen bei den Rechten: diese Fox-Hooligans vernichten jetzt auch die letzten Ressourcen, um weiterlügen zu können. Exakt das wird die AfD ebenfalls tun. Das müsste das Hautthema sein, nicht die Migration. Das ist deren Thema, aber es ist nur zweitrangig. Entscheidend ist, dass sie exakt nichts gegen die Verwüstung des Planeten unternehmen werden und sie im Gegenteil noch befeuern.

    Das müsste Thema bei diesen riesigen Demos werden.

    1. Also endlich ist auch ArturderZeh wach. Wurde auch höchste Zeit hier mal zu zeigen wo der Bartel den Most holt. Für sowas muss der Semi-Profi nicht einmal erst in der Zentrale die offizielle Sprechregel nachfragen …

    2. Wenn sie kein Hasbara-Troll wären,dann würden sie erkennen,das das auf maximalen Profit ausgerichtete Neoliberale (angelsächsische)System des Kapitalismus die Ursache für die Probleme(nicht nur) Spaniens sind.Die Ursachen der Umweltprobleme den einfachen Menschen zuzuschieben und nicht der Profitgier der Akteure des Finanzkapitalismus,das zeigt ihre wahren Auftraggeber…

      1. Richtig. Punkt.

        Zum „Neoliberalismus“: in meinen Augen ein PR-Begriff der die wahre Natur der Verfechter und deren Methoden und Ziele verharmlosen soll. (Was ist daran „neo“, was „liberal“, also „frei“. Das Kapital? Das kauft sich auch ohne „neo“ und „liberal“ die Politik.)

        Ich halte es mit dem weniger verschleiernden und mMn treffenderen Begriff: Raubtierkapitalimus.

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