
Der Text ist ein gekürztes Kapitel aus meinem Buch „Sein und Wohnen. Philosophische Streifzüge zur Geschichte und Bedeutung des Wohnens“ (Westend Verlag 2020), in dem ich vor Covid neben Seuchen auch den Einfluss des Luftkriegs auf Städtebau und Wohnen thematisiert hatte, was nun durch den russischen Krieg gegen die Ukraine wieder aktuell wurde. Zum Thema siehe auch: In Deutschland gibt es praktisch keine Schutzräume für die Zivilbevölkerung im Krieg.
In der Geschichte wurden nach Eroberung einer Stadt oder einer Festung oft die Gebäude innerhalb der nahezu obligatorischen Schutzmauern niedergebrannt. Die Erfindung der Schusswaffen in der Neuzeit, in diesem Fall der Kanonen oder der Artillerie, machte nicht nur die Festungsmauer obsolet, sondern ermöglichte auch die Zerstörung der Gebäude hinter den Mauern aus einer gewissen, wenn auch zunächst relativ geringen Entfernung vor der Stadt – und dies sehr effektiv. Moderne Artillerie kann mit Raketenwerfern u. ä. Ziele auch über Entfernungen von 50 km und beschießen und zerstören. Schon damals waren die räumlich verdichteten Städte wegen ihrer Baumaterialien im Grunde Scheiterhaufen, die leicht in Brand zu setzen waren, was auch außerhalb von Kriegen immer wieder zu großen Bränden geführt hat, bis Feuerschutzmaßnahmen und feuerbeständigere Baumaterialien die Gefahr verringerten und nicht mehr ganze Straßenzüge oder Viertel abbrennen.
Mit dem Luftkrieg wurde es dann möglich – und auch sofort praktiziert -, ganze Städte in Schutt und Asche zu legen, mit einer Atomwaffe, das haben die Amerikaner in Hiroshima und Nagasaki vorgeführt, reicht dazu auch eine einzige Bombe. In Hiroshima wurden durch den Abwurf der Atombombe „Little Boy“, die in 580 Meter Höhe über dem Zentrum von Hiroshima explodierte, 13 Quadratkilometer des Stadtgebiets und mehr als 60 Prozent aller Häuser zerstört, 250.000 Menschen starben. Der Luftkrieg war und ist ein tiefer Einschnitt in die Geschichte der Stadt und des Wohnens: „Bei der Vorbereitung und Durchführung von Siedlungsmaßnahmen im Sinne des Luftschutzes wurde sichtbar, daß die Städte in Zukunft ein anderes Bild zeigen mußten, als das vordem der Fall gewesen war“, so Erich Hampe in „Der Zivile Luftschutz im Zweiten Weltkrieg“. „Die Städte, meist aus Gründungen des Mittelalters entstanden, waren ehemals zu Festungen oder Verteidigungszwecken ausgebaut, die z. T. noch bis in die jüngere Zeit bei kriegerischen Verwicklungen die Aufgabe gehabt hatten, Angriffe in der Ebene abzuwehren und aufzuhalten. Die neuzeitliche Stadt mußte nunmehr so entwickelt werden, daß sie gegen Luftangriffe nicht leicht verletzbar war.“
Schon im Ersten Weltkrieg wurde der totale Krieg mit Massenschlächtereien praktiziert, aber er fand vorwiegend an der Front statt und noch vor allem mit Massenheeren, immer größeren Geschützen, Panzern, Maschinengewehren, Chemiewaffen und unterirdischen Anlagen. Allerdings kam es bereits zu ersten Luftangriffen auf Städte, meist auf Industrieanlagen und Nachschubwege, aber auch auf Wohngebiete, mit Bombern und Zeppelinen. Vermutlich spielte auch hier Deutschland eine Vorreiterrolle, da bereits 1914 erstmals ein deutscher Zeppelin Bomben auf Lüttich abwarf. Später wurden von allen Kontrahenten Flugzeuge und Bomber eingesetzt. Der Schaden für die Zivilbevölkerung war noch gering, aber die Angst vor der neuen Bedrohung war groß. Die Erweiterung der Stadt nach unten wurde wichtig, noch waren es in der Regel Keller, aber die militärischen Bunker oder entsprechend ausgerüstete unterirdische Räume zogen nun auch in das zivile Alltagsleben ein.
Im Zweiten Weltkrieg wurde in großem Stil fortgesetzt, auch Städte hinter der Front, die nicht direkt umkämpft waren, zu bombardieren, um durch die Zerstörung von Gebäuden und Infrastruktur und Massentötung von Zivilisten den Widerstand des gegnerischen Landes zu brechen. Zumindest symbolisch begonnen hatte dieser Luftkrieg gegen Städte 1937 als Übung für die deutsche Luftwaffe zur Unterstützung der Franco-Faschisten mit der Bombardierung der baskischen Stadt Durango und schließlich von Guernica. Eingesetzt wurden von den deutschen und italienischen Bombern, wie das auch später üblich war, ein die Zerstörung optimierender Mix aus Spreng-, Splitter- und Brandbomben. Guernica wurde fast völlig zerstört.
Gleich zu Beginn des Zweiten Weltkriegs flog die deutsche Luftwaffe Angriffe zunächst auf das polnische Städtchen Wieluń, das in Schutt und Asche gelegt wurde, um dann Ende September 1939 erstmals mit Warschau eine Großstadt zu bombardieren. 1940 folgten dann Rotterdam und schließlich London und andere britische Städte. 1941 starteten die Briten mit dem Bombardement deutscher Städte, unter Luftmarschall Arthur Harris („Bomber Harris“) wurden mit jeweils Hunderten und Tausenden von Bombern gezielt und systematisch Wohngebiete großflächig bombardiert, verstärkt durch amerikanische Bomber nach dem Kriegseintritt der USA. Allein die Briten warfen während des Kriegs fast eine Million Tonnen Bomben ab.
Den Zerstörungseffekt machte die Kombination von Spreng- und Brandbomben aus. Die Sprengbomben reißen Löcher in die Gebäude und öffnen sie damit für die Brandbomben, die den Rest in Flammen aufgehen lassen. Die vielen brennenden Gebäude bilden einen Flächenbrand, der anhaltende und gewaltige, Stockwerke hohe, extrem heiße Feuerstürme in den Straßenschluchten auslösen kann, die sich verbreiten und auf ihrem Weg alles, natürlich auch die Menschen, mit sich reißen oder vielmehr in sich hineinziehen.
Von Luft- zu Katastrophenschutzräumen und -wohnungen
In den 1920er Jahren setzten nach den Erfahrungen des Luftkriegs im Ersten Weltkrieg die Forderungen nach einem systematischen Luftschutz ein. Das Reichswehrministerium veröffentlichte 1925 Richtlinien zum Reichsluftschutz, 1930 war der Reichsluftschutzbund gegründet worden. Mit dem Beginn der Naziherrschaft und der Ausrichtung auf einen Krieg wurden Luftschutzmaßnahmen mit organisatorischen (Feuerwehr, Sanitäter, Luftschutzhauswart etc.) und baulichen Aspekten (Luftschutzräume, Bunker, Deckungsgräben, Verdunkelungsschutz etc.) zu einem wichtigen Thema.
Man sah die Wohnungen und Häuser als „luftempfindlich“ an. Das Wohnen in den vier Wänden war plötzlich von oben oder aus der Luft ungesichert. 1937 wurden im Vorlauf zum Krieg entsprechende Durchführungsverordnungen erlassen. In städtischen Neubauten mussten „gas-, trümmer- und splittersichere Luftschutzräume in endgültiger Bauweise“ eingebaut und in Altbauten zumindest „in behelfsmäßiger Ausführung“ oder außerhalb Schutzvorkehrungen geschaffen werden. Um Brandbomben weniger brennbares Material zu bieten, mussten Dachstühle und Höfe entrümpelt, aus letzteren Schuppen, Ställe etc. entfernt werden. Später im Krieg sollten in den Wohnungen Vorhänge und Teppiche entfernt werden und Sand und Wasser vorhanden sein.
Wenn die Wohnung keinen Schutz mehr bietet
Natürlich werden Häuser und Wohnungen auch im Hinblick auf in bestimmten Regionen potenziell drohende Naturkatastrophen so gebaut, wenn ausreichend Geld und Vorschriften vorhanden sind, dass sie und ihre Bewohner vor gewöhnlichen und wiederkehrenden Ereignissen geschützt sind. Überschwemmungen/Fluten, Vulkanausbrüche, (Wirbel)Stürme oder Erdbeben haben zu unterschiedlichen Anpassungsstrategien der Siedlungen und der einzelnen Gebäude geführt. Aber auch die bekannten Risiken werden oft verdrängt und nicht berücksichtigt, dazu kommen Katastrophen, die nicht vorhergesehen wurden oder als höchst unwahrscheinlich galten. Ein Beispiel für ein solches unwahrscheinliches Ereignis waren das Erdbeben und der Tsunami im Jahr 2011, die die die Atomkatastrophe von Fukushima verursachten. Die Vorkehrungen waren nicht ausreichend und die Schäden deswegen enorm gewesen. Zwar wurden die größeren Häuser möglichst erdbebensicher gebaut, Siedlungen erhöht errichtet und die Küsten durch teils 10 Meter hohe, kilometerlange Mauern und Fluttore geschützt. Das Erbeben zerstörte oder beschädigte dennoch Hunderttausende von Gebäuden, auch angeblich erdbebensichere Gebäude aus Stahlbeton, in der vor allem betroffenen Präfektur Miyagi im Osten Japans, die bis zu 30 Meter hohe Tsunami-Flutwelle schwappte über die Befestigungen, die sowieso schon den Küstenbewohner die Sicht auf das Meer versperren.
Nach 2011 wurden für viele Milliarden Hunderte von Kilometern neue Betonmauern bis zu 12 Meter hoch, manchmal mit Schlitzen zum Durchschauen, an den Küsten im Nordosten gebaut – die Beschützten wurden oft gar nicht gefragt und fühlen sich wie im Gefängnis lebend. Eine brutale Sicherheitsarchitektur zum Schutz der Gebäude, wie sie auch Israel zum Schutz vor den „Flüchtlingsströmen“ zum Westjordanland errichtet hat und Donald Trump sich an der Grenze zu Mexiko seit dem Wahlkampf 2016 erträumt. Eine „große, schöne, starke Mauer“ aus massivem Beton oder auch aus Stahllamellen, ein Objekt der Ästhetik der Erhabenheit, die indiziert, was aus der Heimat wird, wenn sie als Trutzburg verteidigt werden soll.
Naturkatastrophen können nicht nur immer die Vorrichtungen überwinden, die die Wohnenden schützen sollen, sie werden auch oft von menschlichen Eingriffen begünstigt, die mit dem Wirtschaften, dem Lebensstil und dem Wohnen der Menschen verbunden sind. Siedlungen werden zu nahe an Flüsse gebaut, die massiv im 19. Jahrhundert begradigt und kanalisiert wurden, mit Siedlungen und der Infrastruktur werden die Böden versiegelt, was Überschwemmungen begünstigt und künstliche Wärmeinseln schafft, oder Wälder für die Landwirtschaft gerodet, an Küsten werden zu nahe am Meer Gebäude errichtet, Städte gebaut und die Küstenvegetation entfernt, in Erdbebengebieten werden Hochhäuser hochgezogen – und überhaupt schafft die von Menschen aufgrund ihrer Lebensweise verursachte Klimaerwärmung, wozu auch das Wohnen vom Bau der Gebäude und der Versiegelung bis hin zur Heizung oder Kühlung erheblich beiträgt, noch unvorhersehbare Risiken für das Leben und Wohnen. Küstenstädte mögen die tief gelegenen Stadtteile zumindest eine Weile vor dem ansteigenden Meeresspiegel durch Deiche oder vor Extremwettereignisse wie Niederschläge, Hitzewellen und Stürme schützen können, aber das würde neben einer radikalen Umstellung der Lebensweise riesige Investitionen für den Umbau der Städte und der Gebäude erfordern, die bestenfalls für die reichen Wohngegenden erfolgen werden.
Man kann vielleicht erahnen, wie radikal die Maßnahmen zur Resilienz des Wohnens gegenüber den Klimarisiken ausfallen müssten, wenn man sich die Vorkehrungen ansieht, mit denen Menschen, Gebäude und Städte vor den Folgen von Kriegen geschützt wurden, wenn also die Wohnung im Luftkrieg als umbauter Raum, also als kleine Festung, keine Sicherheit mehr bietet und in den Untergrund als Bunker oder „bombensicheren Luftschutzraum“ oder erstaunlicherweise auch bis 1941 als Hoch- oder Luftschutzschutzbunker erweitert wird, ähnlich wie an der Küste Frankreich der „Atlantikwall“ mit Bunkern mit meterdicken Stahlbetonwänden gebaut wurde. Vor und während des Zweiten Weltkrieges wurden in Deutschland um die 3000 unterschiedlich große Luftschutzbunker mit bombensicheren Decken- und Außenwänden mit einer Dicke von mindestens 2 m gebaut, um den Menschen aus der Umgebung als Zuflucht zu dienen, die nicht in Luftschutzräume gehen können. Sie sollten nicht nur entsprechend in den Stadtvierteln verteilt sein, sondern sich auch ins Stadtbild fügen.
Da dies mittlerweile in Europa in Vergessenheit geraten ist, weil Kriege seit langem nur asymmetrisch mit totaler oder, wie im Fall des Kosovo- und Irak-Krieges, mit praktisch vollständiger Lufthoheit vom Westen oder auch von Russland in Tschetschenien oder in Syrien geführt wurden, aber Kriege bis hin zu einem nuklearen Schlagabtausch wieder wahrscheinlicher werden, ist der Blick in die gar nicht weit zurückliegende Vergangenheit des bedrohten Wohnens in Städten eigentlich ein Muss. Wir werden durch Aufnahmen aus den Kriegsgebieten oder durch nicht explodierte Bomben aus dem Krieg an die Gefährdungen erinnert, aber kaum beunruhigt, sieht man von manchen Superreichen oder Menschen ab, die (Bürger)Kriege oder Katastrophen erwarten, und sich davor zu wappnen suchen, wie dies die „Prepper“-Szene macht. Wir haben allerdings auch in letzter Zeit gesehen, wie systematisch Städte von Grosny über Falludscha bis Mosul, Raqqa oder Baghouz dem Erdboden gleichgemacht wurden – und die Gegner wie im „Kalifat“ des „Islamischen Staats“ die Städte mit unterirdischen und verzweigten Labyrinthen ausgestattet haben, um den Bomben und dem Blick der Überwachungsdrohnen zu entgehen.
Am 17. August 1939, also kurz vor dem deutschen Angriff auf Polen, wurde die Neunte Durchführungsverordnung zum Luftschutzgesetz (Behelfsmäßige Luftschutzmaßnahmen in bestehenden Gebäuden) erlassen. Vorgeschrieben war, dass für jede Person 3 Quadratmeter zur Verfügung stehen sollten. War nicht so viel Raum vorhanden, so musste eine künstliche Luftzufuhr gewährleistet sein. Um Verluste zu minimieren, sollten viele kleinere Luftschutzräume für bis zu 50 Menschen anstatt größere Räume vorhanden sein. Neben den Luftschutzräumen in den einzelnen Gebäuden mussten auch öffentliche Luftschutzräume an belebten Straßen und Plätzen zur Verfügung stehen. Das konnten ebenfalls Keller oder Bunker sein, Garagen oder Stollen.
Wichtig war bei den behelfsmäßigen Luftschutzkellerräumen die Stützung der Decke möglichst mit geschützten Eisen- oder besser noch mit Stahlträgern, Massivdecken gegen Brand und Trümmer/Last, die gas- und splitterdichte Schließung der Fenster in den Außenwänden etwa durch Sandsäcke oder einen Vorbau aus Erde oder Steinen, Gasschleusen, Notausstiege, Brandtüren und -mauern, (Brandmauer)Durchbrüche zum Keller des Nachbarhauses etc. Bei Neubauten setzte man auf neue Materialien, in den älteren Gebäuden gab es nicht einmal Brandschutzmauern. So hieß es 1939: „Es wird nicht möglich sein, alle bestehenden Häuser unverbrennlich zu machen, aber man kann doch durch Verwendung von Stein, Eisen und Beton viel ‚Unverbrennliches‘ schaffen.“ Dabei hielt im Krieg durchaus auch Holz manche Brandangriffe aus, das durch Feuerschutzmittel behandelt werden sollte, Holzdachböden sollten so durch „Schwerentflammbarmachung“ geschützt werden, während auch Steine, Eisen oder Beton sich erhitzen, ausdehnen oder schmelzen konnten, was zum Zusammenbruch der Gebäude führen kann. Aber sobald Holz etwa durch Minenbomben zersplittert wird, ist es auch leicht entflammbar (Erich Hampe, „Der Zivile Luftschutz im Zweiten Weltkrieg“ 1963.) Vorschriften für Schutzräume in der Gegenwart sind im wesentlichen dadurch ergänzt, dass sie auch Schutz vor radioaktiver Strahlungen bieten sollen (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Bautechnische Grundsätze für Hausschutzräume, 2011).
Auflockerung der Stadt für den Luftkrieg
Aber die Umgestaltung der Stadt zur Anpassung an den Luftangriff veränderte deren Struktur. Oberstes Gebot war die Auflockerung der Stadt, die Entdichtung, die Schaffung von Abständen zwischen den Gebäuden, um die Folgen einer Bombardierung zu reduzieren. Gleichzeitig ging es darum, den Stadtraum für den Auto- und Schienenverkehr und für die Durchlüftung und „Aufklärung“ zu öffnen. Schon lange vor dem Luftkrieg hatte Georges-Eugène Baron Haussmann hier entscheidende Vorarbeit geleistet, Paris wurde zum Vorbild anderer Städte und zur Blaupause zum Um- und Neubau von Städten.
Als Pionier der modernen Stadtplanung, die später direkt in die Umgestaltung der Städte zur größeren Resilienz gegen den Luftkrieg mündet, hatte er die Altstadt aufgeschnitten und große Schneisen in die dichte Bebauung geschlagen. Die Stadt wurde für den Verkehr durch breite Boulevards und Bahnhöfe erschlossen. Die Achsen ermöglichten einen besseren Überblick und Überwachung, es gab auch weniger Möglichkeiten für Aufständische, Barrikaden zu errichten und sich im dichten und dunklen urbanen Labyrinth zu verstecken, während größere Truppenverbände schnell vorstoßen konnten. Es kam Licht und Luft in die Städte, auch Grün zog in Form von Parks in sie ein, zudem fand eine Zerstörung der Elendsviertel statt, also eine erste massenhafte Gentrifizierung.
Parallel dazu entstand die Idee der Gartenstädte. Die modernen Verkehrs- und Kommunikationsmöglichkeiten erlaubten den Auszug aus den verdichteten, wenn auch teilweise schon aufgeschnittenen, im Smog der Industrie versinkenden Städte mit ihren Menschen- und Verkehrsmassen in übersichtliche und ruhige Vororte, die trotz Anbindung an die Städte ein romantisches Zurück in die Natur und die Gemeinschaft ermöglichten. Gartenstädte waren die Vorläufer der späteren Satelliten- oder Trabantenstädte für die ärmeren Schichten und erste Zeichen des Wucherns der Städte durch Suburbanisierung.
Die Stadtplaner für die Luftkriegsstadt fanden in Haussmanns Paris und in den Gartenstädten Vorbilder. Auch Le Corbusier hatte bereits nach dem Ersten Weltkrieg in seinem Buch „Urbanism“ (1925) den Architekten in Weiterführung von Haussmann als „Chirurgen“ gefeiert, der das städtische Gewebe der alten, langsamen und unübersichtlichen Stadt aufschneidet, um die schnelle, unabgelenkte und zielgerichtete Bewegung in der funktionalen Stadt zu ermöglichen. Walter Benjamin setzte dem das Bild des Flaneurs entgegen, aber nur als romantische Erinnerung an das Verhalten der Menschen in der verdichteten traditionellen Stadt.
Luftschutzgerecht war nun, wie Erich Hampe schreibt: „Auflockerung im großen und im kleinen. Dabei kam dem Luftschutzgedanken entgegen, daß die sozialen und hygienischen Forderungen des neuzeitlichen Städtebaues in ihren Ergebnissen sich mit den luftschutztechnischen Forderungen deckten. Der Luftschutz sowohl wie der Städtebau verlangten eine planvolle Verteilung und Trennung der Wohn-, Wirtschafts-, Verkehrs- und Industriegebiete, die durch große zusammenhängende Grün- und Wasserflächen aufgeteilt und von breiten Straßen und Verkehrsbändern durchzogen sein sollten.“ Wie Werner Durth zeigt, ging die von den Nationalsozialisten aufgegriffene Auflockerung oder Entdichtung der Stadt auch einher mit Vorstellungen, wie dadurch die Gemeinschaft und die „Liebe zur Heimat“ gefördert werden können. Eine „luftangriffssichere Gliederung“ ist auch dezentralisiert und ermöglicht eine „volksnahe Verwaltung“ sowie ein gesundes Leben, das wiederum die erwünschte Fortpflanzung garantiert.
1939 berichtete die Zeitschrift „Raumforschung und Raumordnung“ über eine Tagung zu den urbanistischen Folgen der „neueren Kriegstechnik“ von dem Konsens, dass „im Gegensatz zu der formbildenden Kraft der älteren Befestigungsarten … die moderne Kriegstechnik auflösend auf die bisherige städtebauliche Form“ einwirke. Vermieden werden sollten unter anderen „Industrieballungen“, wichtig war auch die funktionelle Trennung. Unter dem Eindruck der Folgen des Luftkriegs wurden von den Nationalsozialisten der Wiederaufbau der zerstörten Städte und der Neubau von Städten in eroberten Gebieten in „aufgelockerter“ Form nach dem funktionellen Konzept der Trennung von Wohnen, Arbeiten und Erholung mit Grünflächen und autogerechten Verkehrsachsen – „Stadt der Geschwindigkeit“ (Le Corbusier) – geplant, wie sie etwa auch in der Charta von Athen anvisiert wurde, die die Wohnung ins Zentrum des Stadtplaners stellte.
Hampe fast die urbanen Konzepte der Nazis so zusammen: „In den alten Städten sollten die vorhandenen schmalen licht- und sonnenlosen Gassen, die engen verbauten Innenhöfe, die ungesunden Hinterhäuser beseitigt und freigelegt werden. Das Ziel, vom Luftschutz erstrebt, war eine Neubebauung zu schaffen, die jeder Wohnung Licht, Luft und Sonne schenkte, wobei eine Auflockerung zusätzlich durch Gärten, Freiplätze und breite Straßenzüge weitgehend erzielt werden sollte.“
Genau das wurde in der Nachkriegszeit auch lange umgesetzt, also Auflockerung und Gliederung anstatt Verdichtung. Darin flossen viele Überlegungen ein, etwa durch Licht, Luft und Sonne für die Wohnungen die Gesundheit der Bewohner zu fördern, aber nicht zuletzt wird dadurch deutlich, dass Wohnen immer auch eine „Befestigung“ oder eine „Festung“ ist. Das nicht nur durch Anlegen von Bunkern und Luftschutzräumen sowie dem Einsatz von bestimmten Materialien, sondern auch durch eine paradoxe Anpassung des umbauten Raums an ein Schwarmverhalten, das den Angreifer durch räumliche Zerstreuung verwirren und vor allem Schäden minimieren soll. So können zwar einzelne Gebäude durch Bomben zerstört werden, aber die Zerstörung greift nicht direkt auf die Nachbargebäude über. Der Schutz kann mit dem umbauten Raum nicht in dauernder Bewegung wie im Schwarm realisiert werden, sondern eben durch Auflockerung, d.h. durch räumlichen Abstand, auch wenn die Wohnhäuser in die Höhe wuchsen. Die Verdichtung verschob sich also in die Höhe und ließ Platz für Grünraum und großzügigen Straßen, die neben Fahrbahnen und Parkraum für Fahrzeuge zugleich Brandschneisen sind.
Der soziale Wohnungsbau in den Nachkriegsjahren setzte diese Wohnvorstellungen noch unter Erinnerung an den Luftkrieg um, der aber trotz oder wegen der Drohung durch das nukleare Wettrüsten schnell verlorenging. Vor der Zerstörung durch Atombomben schützt die aufgelockerte und funktional gegliederte Stadt nicht, es wurden auch die zunächst angelegten Schutzräume aufgegeben, in die die Schutzsuchenden dann für lange Zeit eingeschlossen leben müssten. Die Ausgaben für den Zivilschutz gingen Jahr für Jahr zurück. Das Schutzbauprogramm für Neubauten wurde 1967 eingestellt.
Dennoch hieß es noch 1972 im „Bericht der Bundesregierung über das Konzept der zivilen Verteidigung und das Programm für die Zeit bis 1972“: „Schutzbauten sollten für die gesamte Bevölkerung in Stadt und Land vorhanden und schnell erreichbar sein. Sie sollten in Wohnhäusern, Krankenhäusern, Schulen, Arbeitsstätten jeder Art, an Verkehrsballungspunkten und sonstigen Plätzen, an denen sich Menschen gewöhnlich aufhalten, zur Verfügung stehen.“
Aber die Kosten waren der Bundesregierung zu hoch, die Bevölkerung übte keinen Druck aus, auch der Erhalt der bestehenden öffentlichen Schutzbauten schlief ein. 2016 erklärte das Bundesinnenministerium in der „Konzeption Zivile Verteidigung“ (Bundesinnenministerium, KZV, 24.8.2016,) zwar, dass Maßnahmen zur Härtung der Bausubstanz von Wohn-und Arbeitsgebäuden empfohlen, gefördert oder verpflichtend vorgegeben werden, aber letztlich hat man den Schutz für die breite Bevölkerung in umbauten Räumen aufgegeben: „Die flächendeckende Bereitstellung öffentlicher Schutzräume ist hingegen nicht realisierbar und in Anbetracht von Ereignissen mit kurzer oder fehlender Vorwarnzeit nur sehr eingeschränkt geeignet, ausreichende Schutzwirkung zu entfalten.“ Im Falle eines Krieges bleiben die Menschen also sich selbst überlassen, sind die Häuser keine Schutzburgen mehr.
Es blieben vereinzelte Personen, Familien und Gruppen, die Vorsorge für den Fall von Kriegen, inklusive Cyberwar und Stromausfall, Katastrophen, Krisen und Bürgerkriegen betreiben. Zuletzt wurden sie mit der Finanzkrise 2007/2008 und dem Rechtsruck bekannt als Prepper, die sich mit der Beschaffung von Lebensmitteln, Gold, Waffen, Generatoren etc., manchmal auch mit Schutzräumen oder Bunkern auf Gefahren vorbereiten, um sicher und abgeschlossen eine Zeitlang wohnen zu können. Man lebt also in seinem Haus wie in einem Boot, auf dem man ein Rettungsboot mitführt, das umso größer, sicherer und luxuriöser ist, desto mehr Geld die Ängstlichen zur Verfügung haben.
Ähnliche Beiträge:
- Stadt im Krieg
- Lehren für Luftkriegskonzepte aus dem Ukraine-Krieg
- In Deutschland gibt es praktisch keine Schutzräume für die Zivilbevölkerung im Krieg
Schutz eben nur für die Reichen, alles wie gehabt, denn die „Human Ressources“ werden ja auch nicht mehr gebraucht.
Nun hatte man im WK II mit Flächenbombardements zu rechnen. Wir in Mannheim haben noch eine Anzahl von Hochbunkern aus dieser Zeit, die man eben schlecht sprengen kann, ohne den Stadtteil ebenfalls platt zu machen. Da hatten sie die Idee, genau in einen dieser Bunker das Stadtmuseum zu legen. Das ging, er hat ein angenehmes Klima:
https://de.wikipedia.org/wiki/Ochsenpferchbunker
Aber eben damit ist jetzt nicht mehr zu rechnen. Bombardierungen in der Fläche wären militärisch völlig sinnlos. Wie auch der Bunker. Eine Hyperschallrakete stürzt sich mit großer Geschwindigkeit darauf und diese vervielfacht nochmal die Wirkung der Sprengladung. Der Bau von Bunkern wäre daher völlig sinnlos.
Auch von unterirdischen Bunkern übrigens. Denn alles, was man schützen wollte, tat man bisher tief unter die Erde. Munition oder auch die Kriegstreiber. Die sind nun im Hyperschallzeitalter auch nicht mehr sicher. Die Kinshal dringt tief in den Boden ein, auch dann, wenn da Beton sein sollte. Wenn das nicht reicht, kommt die nächste, denn angeblich trifft die Kinshal auf den Meter genau. Ist das eine Waffe, die das Führen von Kriegen unmöglich macht? Das wäre wünschenswert.
Jetzt wird es technisch. Wie haben die Russen denn diese riesigen Geschwindigkeiten erreicht? Antwort: mit Magnethydrodynamik, eine im Westen so gut wie vergessene Wissenschaft. Los ging es in der Sowjetunion mit einem MHD-Generator. Dazu wurde ein Brennstoff verbrannt und die Abgase bestanden dann aus Plasma, also positiven und negativen Ladungen. Dieses wurde durch ein senkrechtes Magnetfeld geführt, sodass sich die positiven Ionen nach links, die negativen nach rechts bewegten. Wo die Ladungen dann von Platten aufgefangen wurden. Genial, aber es hat ihnen halt die Platten zerschmolzen.
Dieses Verfahren ist die Grundlage für die Hyperschalltechnologie und das muss man wissen, wenn man diesen Artikel verstehen will:
https://www.achgut.com/artikel/der_beaengstigende_hyperschall_vorsprung_der_russen
Ja, ich lese auch rechte Blogs. Manchmal ist da eine Perle. Aber selten.
Glückwunsch! Das war der erste lesbare und gute Kommentar von Ihnen.
Dazu noch die kurze Erklärung zur Hyperschalltechnologie, danke.
Da gab es auch schon ein paar weitere die ganz erhellend waren. 😉
BTW
„4. Das elektromagnetische Feld rund um das Geschoss schützt es vor Laserstrahlen, die gegen das Geschoss zur Anwendung gebracht werden könnten.“
Genau die Dinger was die Amerikaner gerade testen.
https://t.me/myLordBebo/57979
Also sind die Russischen Waffen auch davor geschützt. Erstaunlich wenn ihr mich fragt.
Ja hab den Artikel (https://www.achgut.com/artikel/der_beaengstigende_hyperschall_vorsprung_der_russen) auch schon fleißig gelesen, alles absolut richtig was der Mann da schreibt, aber ich bin mir jetzt grad nicht sicher aber ich meine das Andrei Martjanov mal erwähnt hat (oder war es ein anderer Blogger?) das die Plasmablase sogar vor Radarerkennung schützen sollte da das Plasma die Radarstrahlen absorbiert oder so was ich bin nicht so in Plasmaphysik drin das ich da keine Qualifizierte 100% Aussage machen aber es klang schlüssig.
Aber dann meinten die wohl den Wiedereintritt, aber der Anflug oder der „Tanz auf der Atmosphäre“ sollte doch irgendwie detektierbar sein.
Also ich interessiere mich nur für die Technik und die Physik, Aufrüsten brauchen wir gar nicht erst Anfang. Wenn Selensky noch einen Krieg gegen Trump anfängt. Bricht eh die Hölle los. So wie es aussieht wird dem Selensky kein bald kein Cent mehr gezahlt. Den dürfen wir Europäer jetzt mit Geld und Waffen versorgen. Achja und wir müssen ja noch gegen die Russen und China aufrüsten und die USA in der NATO ersetzen.
Einer U.v.d.L würde ich gerne fragen. Saga mal, habt er se noch alle in eurem Palast?
Ist zuletzt auch egal. Irgendwann können die Amis das auch und die Lage ist dann noch gefährlicher. Wenn ein Bruchteil der menschlichen Intelligenz, die für die Entwicklung immer neuer Höllenmaschinen verschwendet wird, zum Nutzen der Menschheit ausgewendet würde, hätten wir das irdische Paradies.
Vielleicht kommt Mannheim im nächsten Krieg auch nochmal irgendwie davon. Im letzten wurde es als Industriestadt zwar heftig zerbombt, hatte aber Glück im Unglück. Mannheim war wie Berlin in der Diskussion als mögliches Ziel für den Abwurf der Atombomben. Der Krieg war dann aber schon vorbei, als die Bomben eingesetzt werden konnten und so nahm man Hiroshima und Nagasaki.
Wenn die BASF demnächst die Hufe hochnimmt, sollte Mannheim nicht mehr ganz oben auf der Liste von Zielen stehen. Die Amis sind auch eine Weile aus Käfertal fort. Fragt sich nur, ob das so gut ist, nicht zu den Ersten zu gehören, die getroffen werden. Ich wohne nicht weit vom Sitz unserer Regierung und darf hoffen, dass bei uns die ersten Treffer gesetzt werden.
@Artur_C
Danke für Ihre sachliche Darlegung dieser grausamen Technolgie.
Ich habe keine Ahnung davon und weiß nur, sie bedeuten nichts Gutes für die Menschen.
Die Gier nach immer mehr ruiniert uns.
Wieviel glücklicher könnte die Menschheit leben würden wir nicht Billionen für das gegenseitige Töten ausgeben?
Der Traum ist aus…aber
https://www.youtube.com/watch?v=5h9iulGiprw
Auch „Kapitalismus“ genannt!
Denn Gier funktioniert nur im Kapitalismus, denn der befördert erst derartige Triebe,
Wenn aber niemand mehr Reich werden kann, lohnt sich auch die Gier nicht mehr!
Don`t panic. Es sind anscheinend wieder vernünftige Leute im weißen Haus.
Habt ihr mitbekommen das TRUMP seinen schärfsten Kettenhund D.O.G.E. und Elon Musk auf die Federal Reserve losgelassen hat. Leute, alles gegen was ich schon seit 25 Jahren und wahrscheinlich ihr auch anschreibt passiert gerade anscheinend wirklich in den USA. Außerdem will er die Goldbestände in Fort Knox bei einem livestream begehen.
Ihr müsst euch das mal vorstellen, in den USA hängt ein Blutsauger und Zeckenapparat an diesem eigentlich bemitleidenswerten armen Staat USA, der völlig ausgesaugt und pleite ist und der jetzt ums überleben kämpft. Nein in den USA passiert gerade eine Revolution 2.0 (Wort des Jahres?)
Bei uns in der Politik sind die richtig irren. Die drehen ja durch wie aufgescheuchte Hühner in Brüssel und Berlin. So ganz ohne Gangsterchef im weißen Haus. Atomwaffen Uschi v.d.L?
Wir werden Zeuge wie Geschichte geschrieben wird. das ist euch doch klar oder?
https://youtu.be/GeKQ0-lEp9c
Wie kann man eigentlich nur diese absolut notwendigen Handlungen gegen diese Verbrecherbande verurteilen. Leute so was muss man Begrüßen und feiern.
Natürlich will ich nicht abstreiten das Trump und Musk (CBDC`s- oder irgend eine andere kranke Tec Scheiße es noch schlimmer machen könnten) aber dieser verfluchte deep state gehört wirklich in Ketten gelegt.
Falls die den wirklich in Ketten legen wollen und das alles keine Show ist.
@ Tommy
Der Schaum der europäischen Eliten erregt sich vielleicht nur so über die Aufdeckung der flächendeckenden US-Korruption, weil es auf EU-und Mitgliedsländerebene kein Haar besser sein könnte. So als Beispiel wurden gerade 320 verdiente Ampelparteimitglieder auf Lebenszeit verbeamtet und hunderte weitere, schon verbeamtete, noch schnell befördert. Und das sind mit ziemlicher Sicherheit nur die kleineren Korruptionsfälle. Beispiele:
Aufrüstung Ukraine, Impfdosenbeschaffung, Maskenhandel, CumEx, Hauptstadtflughafen, Stuttgart21…. und und und. Ohne unabhängige Judikative, Legislative und Exekutive wird das derzeit nichts.
Trump will abrüsten! Irgendwo hab ich gelesen er will die Atomwaffen halbieren. Aber wer weiß vielleicht will er gleich alle verschrotten?
https://t.me/DDGeopolitics/139396
Yeaaaaaahhhhhaaaaaaa!
@Tommy
Abwarten und Tee trinken. Bisher gibt es nur Ankündigungen und nichts weiter, also noch kein Grund zum Jubeln und Feiern!
„USA
Trotz der ruhigen Lage im Land nach den Wahlen und der verfassungsmäßigen Machtübergabe in den USA wird die Gefahr neuer Anschläge auf Trump bestehen bleiben.
Sein zweiter Einzug ins Weiße Haus wird keine radikalen Veränderungen in der amerikanischen Außenpolitik mit sich bringen. Trump wird die USA nicht aus der NATO austreten lassen (stattdessen wird er die Gebühren für die Mitgliedschaft der Europäer erhöhen), er wird sich nicht mit Moskau anfreunden, indem er den Abbruch der Beziehungen zu Peking zur Bedingung macht (der Kreml wird sich nicht darauf einlassen), und er wird nicht einmal die Ukraine aufgeben (er wird sie einfach in die Bilanz der EU übertragen).“
https://globalbridge.ch/so-werden-die-internationalen-beziehungen-im-jahr-2025-aussehen/
Ja, ich denke auch, dass es zu früh ist, zu hoffnungsvoll zu werden. Zum Einen sollte man die Möglichkeiten des Deep State nicht unterschätzen, auch wenn er im Moment von der Entschlossenheit der neuen Administration beeindruckt zu sein scheint. Zum Anderen bin ich mir längst noch nicht sicher, wie Trump sich auf längere Sicht verhalten wird, wenn er nicht vorher abgeräumt wird.
Aber ich gebe zu, dass ich seit Jahrzehnten nicht so viele vernünftige Dinge aus Amerika gehört habe. Und das von einem Mann, der uns medial als die die personifizierte Unvernunft dargestellt wird.
Doch bleiben wir bei den Fakten. Im Moment haben wir nicht mehr als ein Telefongespräch und ein Treffen in Saudi Arabien und in dieser Woche werden wieder Tausende im Donbass verreckt sein, während europäische Regierungen empört darüber sind, dass auf der Welt sowas wie Frieden gedacht wird. Rötzers Buch haben die nicht gelesen und wenn sie würden sie es lesen, verstünden sie es nicht.
Ich könnte auf meine alten Tage geradezu religiös werden und beten, dass Trumps Ankündigungen so gemeint sind, wie sie zu hören sind und dass der Herr sie gelingen lassen möge. Und wenn er grad dabei ist, sich um unsere irdischen Belange zu kümmern, möge er auch unbedingt unseren eigenen war pigs in den Arm fallen. Wir selber kriegen das nicht fertig, was wir am Sonntag wieder demonstrieren werden.
Der militärisch industrielle Komplex wird schon einen Weg finden das zu verhindern.
Es könnte ja noch der Frieden ausbrechen.
Mir machen eigentlich nicht die Großen wie die USA oder Russland sorgen bezüglich
eines Atomkrieges. Schlimmer wird es bei Psychopaten wie Netanjahu oder der Tommy
Stahmer. Keiner weiß genau auf wieviel Atombomben die Israelis sitzen. Sie haben sich auch
nie an Kontrollvereinbarungen beteiligt. Die Engländer sind kriegsgeile Kriegsprovoteure.
Sie haben schon immer andere zu Kriegshandlungen angestachelt und sich auf ihrer Insel
in Sicherheit geglaubt. Auch jetzt im Ukraine Krieg sind sie wieder mit großer Schnautze
dabei. Und sie stacheln auch jetzt, trotz der Verhandlungen von Russland und den USA
immer noch die anderen Europäischen Länder zum Verlängern des Krieges an. Verstecken
können sie sich aber vor den neuen Hyperschallwaffen nicht. Das haben die aber noch nicht
kapiert. Das es heute noch Bombardements auf Städte gibt, das haben die Israelis heute als
Alleinstellungsmerkmal.
Israel muss weg, nur so kann wieder Frieden geschaffen werden.
Die werden uns nämlich in den 3.Weltkrieg führen, das sagte ich schon als wir (Merkel)denen Atom U-boote zum Schnäppchenpreis lieferten. 🙁
Welche Atom U-Boote???
So weit ich das beurteilen kann haben wir derartige Boote noch nicht gebaut.
Stimmt es waren bislang glaube ich 6 Wasserstoff betriebenene U-Boote.
Und wir haben sie Israel geschenkt. Allerdings wurden sie dann entgegen
der Versprechen mit Atomwaffen bestückt.
@FlorianRötzer
Tippfehler: nicht 2014 sondern wahrscheinlich 1914 wurden Bomben auf Lüttich abgeworfen.
schönen dank, klar, das war 1914
In jedem Fall solltest du im Kriegsfall Gegenden weiträumig meiden, in denen sich Rüstungsindustrien, Truppenaufmarschgebiete oder sonstige Infrastrukturen befinden. Sieh einfach zu, dass du so schnell wie möglich von dort entkommst, bevor die Atomschläge beginnen. Die beste Fluchtrichtung ist immer rechtwinklig zur vorherrschenden Windrichtung. So entgehst du dem Fallout noch am ehesten. Schlägt zu Beispiel eine Atombombe nordöstlich von dir ein und der Wind weht ebenfalls aus dieser Richtung, fliehst du so lange nach Südosten oder Nordwesten, bis sich mit deinem Geigerzählrohr keine Radioaktivität in der Umgebung feststellen lässt. Dort schlägst du dann erst einmal ein Feldlager auf und erholst dich von den erlittenen Strapazen.
Hiervon abgesehen war Nazideutschland damals mutmaßlich besser mit Schutzräumen ausgestattet als gegenwärtig. Da man aber auch sehr dicke und extrem kostspielige Bretter bohren müsste, um die Zivilbevölkerung vor kriegerischen Handlungen mit dem derzeit verfügbaren Vernichtugspotential zu schützen, ist rechtzeitig abzuhauen, vielleicht die bessere Option, als einfach sitzenzubleiben und sich zerbomben zu lassen.
So einen Käse habe ich noch nie gelesen..
Stammt vermutlich noch aus den 50ziger Jahren wo auch die Aktentasche über dem Kopf schützen sollte.
@ Otto0815
HiHiHi…. Kleiner Link zur Begrifflichkeit des Grubenhundes
( = Satire, schwarzer Humor, blanker Sarkasmus, bzw. Zeitungs-Ente).
https://de.wikipedia.org/wiki/Grubenhund_(Zeitung)
Einfach sitzen bleiben und mich zerbomben lassen, wäre aber die Option, die ich für die bessere halte. Ich lege keinen Wert darauf, einen Atomkrieg zu überleben. Das, was dann noch übrig ist, können die Irren, die einen solchen Krieg für führbar halten, alles allein behalten.
Außerdem erspart es mir, wenn die war pigs aus den Bunkern gekrochen kommen, hören zu müssen, wie sie rumheulen: “ Wenn wir es doch nur gewusst hätten “
Nee, lieber vorher zerstäubt werden.
Nun, kriegstüchtig werden war auch in den Jahren 1933 bis 1939 in aller Munde und man bereitete sich auf einen kommenden, weil nach dem NS-Regime so gewollten Krieg vor. Wer erkennt die Parellelen zur aktuellen Propaganda, wir müssen kriegstüchtig werden?
Doch wenn man den Worten des Herrn Vance glaubt, ist doch die Bedrohung von uns Europäern gar nicht Russland oder China, oder sonst ein externer „Feind“. Richtig! Die Bedrohung für uns Europäer geht von den Autokraten an der Macht in Europa, allen voran in Brüssel aus. Da helfen auch keine Bunker oder Luftschutzräume, oder der Umbau von Städten, da hilft nur, diesen Kriegstreibern das Handwerk zu legen.
„Da dies mittlerweile in Europa in Vergessenheit geraten ist, weil Kriege seit langem nur asymmetrisch mit totaler oder, wie im Fall des Kosovo- und Irak-Krieges, mit praktisch vollständiger Lufthoheit vom Westen oder auch von Russland in Tschetschenien oder in Syrien geführt wurden, aber Kriege bis hin zu einem nuklearen Schlagabtausch wieder wahrscheinlicher werden, ist der Blick in die gar nicht weit zurückliegende Vergangenheit des bedrohten Wohnens in Städten eigentlich ein Muss.“
Sagen wir es mal so: wenn es zu einem nuklearen Schlagabtausch käme, wäre es völlig wumpe, wie unsere Städte aufgebaut sind oder ob es Bunker gibt. Dann gibt es nämlich weder ein Leben nach dem Tod, noch ein Leben bis zum Tod für diejenigen, die sich wünschen, sie wären schon tot.
Warum immer Guernica als angeblich erstes Opfer eines Bombenangriffs auf eine Stadt. Das schon fast 10 Jahre eher, die britische RAF Bombardements auf Zivilisten im Irak durchgeführt hat, als die Iraker ihre Britischen Besatzer in den 30 Jahren loswerden wollten, wird irgendwie nicht so gern erwähnt. Die Briten sind doch Demokraten und tun so etwas nicht scheint die Logik hinter solchen Dingen zu sein.
Irgendwie etwas zu sehr auf Europa fixiert, obwohl die Täter da auch Europäer waren. Die ersten Flächen Bombardements auf Nichtmilitärische Ziele wurden im Irak durch die britische RAF durchgeführt, waren ja nur „Sandnigger“ deshalb zählt das Anscheinend nicht in der auf die Goldene Milliarde zugeschnittenen Geschichte.
http://www.bbc.com/news/magazine-29441383