
Man erfährt hierzulande nicht so viel, wie die Situation in Israel nach vier Wochen Krieg gerade ist. Darf über Schäden durch die Raketen- und Drohnenangriffe eigentlich frei berichtet werden? Es scheint, als würde die Luftabwehr Israels löchriger werden. Wächst der Unmut über die Kriege gegen Iran und gleichzeitig gegen die Hisbollah bzw. die Schiiten im Libanon?
Moshe Zuckermann: Wir, in Tel Aviv, haben heute (26.3.) einen besonders heftigen Tag. Es ist erst 11.00 h und wir hatten bereits 8 oder 9 Luftalarme. So gedrängt und heftig ging es schon lange nicht mehr zu. Wer weiß, vielleicht kündigt sich gerade darin das “Finale” an. Offiziell darf in Israel nicht über die Schäden, vor allem aber die Orte, in denen sich ereignen, frei berichtet werden. Das hat nicht nur mit der Moral zu tun, sondern ist in Sicherheitserwägungen begründet. Aber im Zeitalter der sozialen Medien bleibt nichts wirklich verborgen. Wer Genaueres wissen will, kann es wissen. Es stimmt, dass die Luftabwehr nicht alles abfängt, und doch bewährt sich das Abwehrsystem im großen Ganzen. Man kann sich in dieser Hinsicht kaum beklagen. Vom nennenswerten Unmut über den Krieg weiß ich nichts. Die Kriegsgegner sind hier in der Minderheit, und man hat auch dafür gesorgt, dass die Kritiker als Verräter besudelt werden. Zugleich ist klar, dass die Bevölkerung bereits erschöpft ist. Aber das übersetzt sich vorläufig nicht in Demonstrationsaktivität – die würde auch von der Polizei ganz schnell zerschlagen werden.
Wie sieht man das in Israel? Haben Netanjahu und die Israel-Lobby Trump und die Amerikaner in den Krieg gedrängt, wie es zu Beginn auch aus dem Weißen Haus hieß und jetzt von MAGA-Anhängern gesagt wird? Oder bauen Trump und Co. nur schon mal vor, wem sie die Schuld bei einem Scheitern geben können?
Moshe Zuckermann: Es kommt darauf an, wen man fragt bzw. wer sich dazu äußert. Den Autoren in der liberalen und linksliberalen Presse Israels gilt es als sicher, dass Netanjahu Trump überredet hat, den Waffengang gegen den Iran zu beginnen. Trump selbst zeigte sich ursprünglich nicht allzu geneigt dazu. Nicht etwa, weil er der große Friedenspolitiker wäre, als den er sich darstellt, sondern weil ein Großteil seiner base nichts am Hut hat mit den Staaten im Nahen Osten, zumal sie seit jeher eher den Schlagworten des US-amerikanischen Isolationismus anhingen. Und jetzt, wo sich herausstellt, wie lange der Krieg dauert, vor allem aber, wie teuer er ist, sieht sich Trump gedrängt, den Waffengang zu beenden. Er weiß allerdings nicht, wie er das machen kann, ohne den definitiven Sieg errungen zu haben. Daher seine unbegründete Siegesrhetorik, und ja, vielleicht auch der Versuch, die „Schuld“ auf Netanjahu zu schieben. Man fragt sich allerdings – kann es wirklich sein, dass die Dinge so simpel auf der interpersonellen Ebene laufen? Bei jedem anderen US-Präsidenten hätte ich diese Frage verneint. Bei Trump möchte ich das nicht ausschließen.
Das Kriegsziel im Libanon klar zu sein scheint: die Auslöschung der Hisbollah und der Ausbau der „Sicherheitszone“ mindestens bis zum Fluss Litani, also wahrscheinlich Okkupation und eine Erweiterung von Großisrael. Aber was ist das Ziel im Iran? Wie stellt man sich vor, wenn das überhaupt gemacht wird, wäre der Iran nach dem Krieg, eventuell nach einem Regimewechsel?
Moshe Zuckermann: Man muss unterscheiden zwischen den gesetzten Zielen dieses Doppelkrieges und ihrer Machbarkeit bzw. der Praxis ihrer Verwirklichung. Es stimmt, dass man im Libanon ein Ziel vor Augen hat: die Hisbollah bis nördlich des Litani-Flusses zurückzudrängen. Aber das bedeutet nicht nur massiven Einsatz von Bodentruppen, sondern auch ein Verbleiben im Libanon, um das Erreichte zu sichern. Wenn man sich wirklich darauf einlässt, gerät man unweigerlich in den sogenannten „libanesischen Sumpf“, in den Israel nach dem Libanonkrieg von 1982 geriet. Es dauerte damals 19 Jahre, bis man sich wieder zurückzog, und zwar Hals über Kopf. Ich kann mir schlecht vorstellen, dass Israel sich erneut auf dieses geopolitische Abenteuer einlassen will. Aber bei der Koalition, die heute in Israel die Entscheidungen trifft, kann man einen solchen Wahnsinn nicht ausschließen.
Die Ziele im Iran sind ziemlich klar: Man will die iranische Atombombe verhindern, das Arsenal der ballistischen Langstreckenraketen entscheidend schmälern, die iranischen Proxys im sogenannten „Feuerring“ neutralisieren und ja, auch einen Regimewechsel bewirken. Schon nach dem Waffengang im Juni letzten Jahres hat man proklamiert, zumindest die ersten drei Ziele seien bereits erreicht worden. Es dauerte keine 8 Monate, bis man einen neuen Krieg vom Zaun brach, bei dem sich herausstellt, dass diese Ziele mitnichten bereits erreicht sind: Der Iran wahrt vorläufig noch sein nukleares Potenzial, die ballistische Kapazität ist zwar geschwächt, aber keinesfalls vernichtet worden, und der erhoffte Regimewechsel ist trotz der Liquidierung der politischen Spitze Irans nicht eingetreten. Fraglich, ob man ihn überhaupt erzwingen kann. Ganz gewiss kann man dies nicht „aus der Luft“ erreichen, aber selbst wenn die USA sich entschließen sollten, Bodentruppen einzusetzen, würde es für sie eher auf ein neues Vietnam hinauslaufen.
Man muss eigentlich damit rechnen, dass der Iran, gleich ob nach einem Regimewechsel, aber vor allem wenn der Machtapparat erhalten bleiben sollte, alles daran setzen wird, sich zum Schutz nun endgültig mit Atomwaffen auszurüsten. Das hatte Israel, das als einziges Land in der Region über Atomwaffen verfügt, ja schon im Irak und in Syrien unterbunden. Nordkorea, einst neben Iran und Irak zur „Achse des Bösen“ gehörend, hat gezeigt, wie das geht. Der Effekt des amerikanisch-israelischen Kriegs wird wohl sein, dass Länder der Region, aber auch weltweit überlegen werden, sich Atomwaffen anzuschaffen. Wird das für Israel, das sich wohl auch nicht auf eine ewige Unterstützung der USA verlassen kann, nicht zunehmend gefährlich?
Moshe Zuckermann: Ich bin schon vor Jahren davon ausgegangen, daß sich der Nahe Osten früher oder später nuklearisieren wird. Wer will das auch unterbinden? Man kann doch nicht jedesmal einen Krieg entfachen, wenn sich ein Land grundsätzlich mit Atomenergie, und ja, mit Atomwaffen ausrüsten will. Der einzige Weg, dem entgegenzuwirken, ist die Abrüstung. Wenn aber nicht alle abrüsten bzw. sich beschränken wollen, dann muss es zur vollen nuklearen Aufrüstung kommen, ob man‘s will oder nicht.
Ich war aber auch stets der Meinung, dass wenn alle die Atombombe haben, es viel wahrscheinlicher ist, dass es zu einem Gleichgewicht des Schreckens kommt, als zu einem Atomkrieg. Denn sollte der nuklear ausgerüstete Iran Israel nuklear angreifen wollen, dann wird auch nicht sehr viel von Iran übrigbleiben, wenn es zum Ernstfall kommt. Das weiß man in Teheran nicht weniger gut als in Tel Aviv. Man pflegte immer zu sagen, der Unterschied sei, dass der Mullahstaat fanatisch und irrational ist, während Israel, der westlichen Kultur verpflichtet, vernünftig handelt. Israel gehe mit dem Problem also verantwortungsvoller um. Ich habe das schon immer für baren Unsinn gehalten, aber jetzt, bei der jetzigen Regierungskoalition, wissen wir endgültig, dass der israelische Fundamentalismus viel eher mit dem iranischen verschwistert ist, als mit irgendeinem Staat im Westen. Israel zeichnet sich seit langem durch zunehmende Irrationalität aus, richtet sich mit ihr auch immer mehr zugrunde. Wenn der Iran keine Atomwaffen haben darf, darf es Israel ebenso wenig.
Seit vier Wochen geht der Krieg und die Menschen in Israel müssen täglich mitunter mehrmals in die Luftschutzkeller. Das normale Leben zerbricht. Wie passt man sich da an? Wie verhält man sich untereinander? Denken mehr Israelis ans Auswandern und wenn ja, wohin?
Moshe Zuckermann: Das Anpassen ist keine Entscheidungsfrage, es ergibt sich aus der Realität. Was will man auch tun, wenn man nicht gegen den Krieg ist? Und die allermeisten Israelis sind nicht gegen den Krieg. Das hat seine Gründe: Zum einen ist Iran in der Tat ein Staat, der in seiner Agenda die Vernichtung Israels hat. Ob er dieses Vorhaben auch verwirklichen kann, ist nicht relevant, denn die Angst vor der Drohung hat sich bei vielen etabliert.
Zum anderen hat man aber der israelischen Bevölkerung seit Jahrzehnten eingebläut, dass Iran sich nicht nuklearisieren dürfe, allen voran „Mister Sicherheit“ Benjamin Netanjahu, der damit schon seit vielen Jahren national und international Politik macht. Wenn man also den Krieg rechtfertigt, dann hat man keine große Wahl – man muss sich anpassen, mithin das Anormale normalisieren. So entsteht auch eine neue „Solidarität“: Alle rennen ja in den Luftschutzraum oder den Bunker, wenn die Sirenen heulen. Aber das war schon immer so: Es bedurfte stets einer Gefahr von außen, um die zutiefst zerrissene israelische Gesellschaft zu einen. Nach dem Krieg wird man sich wieder gegenseitig zerfleischen.
Der Krieg legt wohl auch Teile der Wirtschaft lahm. Jetzt können bis zu 400.000 Reservisten eingezogen werden, wurde gerade entschieden, was der Wirtschaft und dem Staat Arbeitskräfte entzieht. Der Krieg lässt die Rüstungsindustrie boomen, aber hat Israel bereits eine Kriegswirtschaft entwickelt, ist es ein auf Krieg angelegter Staat geworden? Die Verschuldung des Staates wird zunehmen. Was wird die Folge für die Gesellschaft in den nächsten Jahren sein? Und wie hängt damit die von der israelischen Regierung betriebene bzw. geförderte Landnahme (Gaza, Westjordanland, Südlibanon, möglicherweise Syrien) zusammen? Nur zionistisch-messianisch motiviert? Nazi-Deutschland hatte die Parole „Volk ohne Raum“.
Moshe Zuckermann: Das sind zwei verschiedene Fragen. Israel hat keine Kriegswirtschaft, und jetzt schon kann man daher voraussehen, dass die Wirtschaft in eine Krise geraten wird, denn die Verschuldung ist horrend. Schon während des Gazakrieges sind ganze Wirtschaftszweige kollabiert, ganze Bereiche des Tourismus, des Hotelwesens, bestimmte Teile der Gastronomie etc. Aber darum kümmert man sich nicht ernsthaft, denn der Charakter der Regierungskoalition bewirkt es, dass eher sektoral als national gerechnet und gehandelt wird. Viele Gelder, die heute in die Siedlungen im Westjordanland oder in Richtung der orthodoxen Parteien fließen, werden einfach nicht da sein, wenn man sich wird wieder erneuern wollen. Schon heute sind das Gesundheitswesen sowie die Kulturpraxis und die Erziehungsinstitutionen arg in Mitleidenschaft gezogen. Aber das bekümmert die Regierung (und ich meine damit auch die zuständigen MinisterInnen) herzlich wenig. Nicht von ungefähr wandern viele aus.
Die andere Frage belangt die territoriale Ausweitung. Sie hat weniger mit nationalökonomischen Koordinaten als vielmehr mit politischer Ideologie zu tun – eben die von Großisrael oder die der messianisch motivierten Besiedlung des von Gott verheißenen Landes. Der Zionismus war schon seit seinen Anfängen expansiv, und ist es heute durch die herrschende Regierungskoalition noch geschärfter. Die Idee von „Volk ohne Raum“ tangiert dies freilich nur, wenn man die klassische zionistische Parole ernst nimmt, dass ein Volk ohne Land in ein Land ohne Volk einzieht. Aber der dadurch entstandene Territorialkonflikt hat nicht direkt etwas mit der Nazi-Ideologie zu tun.
Israel führt mit mehr oder weniger langen Unterbrechungen ja immer wieder Krieg, zuletzt im Grunde seit vier Jahren. Es geht um das Töten und Vernichten von Menschen. Israel rühmt sich auch, gezielt politische und militärische Führer zu töten, aber die weiträumigen Bombardements wie in Gaza, jetzt in Iran und im Libanon töten auch viele Zivilisten direkt oder als „Kollateralschaden“. Sicher, Kriege werden immer als Verteidigung legitimiert, aber was macht ein letztlich permanenter, mit dem Tod und der Tötung verbundener Kriegszustand mit den Menschen und der Gesellschaft?
Moshe Zuckermann: Wenn man zur Beantwortung dieser Frage die historische Dimension einbringt, kann man die Affinität zur Gewaltanwendung auf das Verfolgtsein der Juden im Laufe der Geschichte zurückführen. Der Zionismus wollte dieses Schicksal ein für allemal aufheben, sich mithin vom diasporischen Juden verabschieden und den „neuen Juden“ heranziehen. Der moderne Antisemitismus, vor allem aber die Shoah, und die Sicherheitsfrage, mit der der Staat Israel von Anbeginn befasst war, standen Pate bei der Etablierung der Grundeinstellung, im Besitz der Rechts zu sein, sich mit allen Mitteln „verteidigen“ zu dürfen, selbst dann, wenn diese Mittel nichts mehr mit Verteidigung zu tun haben.
Etwas von diesem archaischen Moment ist bis zum heutigen Tag an der israelischen Gesellschaft haften geblieben. Allerdings hat sich dies mittlerweile zur Ideologie verfestigt, die sich der Leiden der Vergangenheit nur noch instrumentell als Argument bedient, sich „wehren“ zur dürfen. Denn der Zionismus war von Anfang an expansiv, hat mithin nie wirklich anerkannt, auf wessen Kosten er seinen Staat gründete und seine Gesellschaft entfaltete.
Hinzu kam ab einem bestimmten Zeitpunkt (1967 wäre da als Wendepunkt anzuzeigen) ein zusätzlicher Faktor, bei dem sich die nationale Koordinate mit der religiösen, die zionistische mit der messianischen verband, eine Konstellation, die dann die Expansion, das göttliche Recht auf das Land und die Palästinenser als zu bekämpfenden Erzfeind zur faschistischen Ideologie gerinnen ließ, welche sich dann nach und nach in eine Praxis der permanenten Gewaltanwendung verwandelte. Schon seit Jahren redet in Israel kaum noch jemand von Frieden und politischer Lösung des Konflikts, man frönt stattdessen dem Krieg als „Lösung“ des permanenten Konflikts, ist stolz auf militärische Erfolge und lässt sich kaum noch von globaler Kritik beirren. Diese Grundtendenz hat sich unter Netanjahu und seiner Koalition ins Extreme gesteigert. Und in Donald Trump, der offenbar eine Schwäche für ihn hat, hat er auch einen Verbündeten, der ihn in seinen verqueren Bestrebungen stützt. Was da zusammenkommt kann man täglich in den Medien verfolgen.
Der Krieg gegen den Iran begann wie oft mit einer Lüge. Angeblich waren die USA und Israel unmittelbar durch den Iran bedroht, was nicht zutrifft. Kritisiert wird deshalb zurecht, dass es sich um einen völkerrechtswidrigen Krieg handle. Aber das kümmert keinen der Verantwortlichen in Israel und den USA, auch nur wenige in Europa, wo man sich noch so angesichts des russischen Angriffskriegs entrüstet hat und durch die Unterstützung der Ukraine mehr oder weniger zur Kriegspartei wurde. Ist mit diesem Krieg endgültig das Völkerrecht, das auch eine Folge des brutal und massenmörderisch von Nazi-Deutschland geführten Zweiten Weltkriegs war, beerdigt und sind die Vereinten Nationen dadurch letztlich ausgehebelt worden?
Moshe Zuckermann: Erwähnt sei vorab, dass das iranische Regime sich bewusst als Feind Israels und der USA profiliert hat, mithin die Vernichtung Israels auf seine nationale Agenda gesetzt hat. Ob der Iran das vermag, sei dahingestellt, aber es ist klar, dass ein nuklearisierter Iran das Potenzial steigern würde, dieses Ziel zu verwirklichen. Das wiederum hat Netanjahu schon vor vielen Jahren zur Plattform seiner Politik gemacht. Als „Mister Sicherheit“ und „Meister der Terrorbekämpfung“ reüssierte er nicht nur in Israels Innenpolitik, sondern auch auf der internationalen Weltbühne. Es bedurfte dann nur der Verbindung zweier korrupter, verlogener und auf ihre (auch kriminellen) Privatinteressen bedachten Politiker, wie es Netanjahu und Trump sind, um besagte Lüge zur Legitimation eines Krieges werden zu lassen.
Es steht ganz außer Frage, dass der Angriff auf den Iran völkerrechtswidrig war, aber das ist eine Aussage, die insofern irrelevant ist, als Netanjahu und Trump sich einen Dreck um das Völkerrecht kümmern. Aber wer vermöchte heute noch, sie dieses Vergehens anzuklagen? Indes, wann war das Völkerrecht wirklich durchsetzungsfähig, wenn es die Großmächte nicht wollten. Auch zu der Zeit, als die Vereinten Nationen noch als Institution fungierten, hatten die Sowjetunion und die USA stets die Möglichkeit, Majoritätsbeschlüsse per Vetorecht zu neutralisieren. Mit diesem Krieg hat sich erwiesen, was schon lange in der Weltlage der Nachkriegszeit angelegt war. Das Völkerrecht war in der Tat eine der wichtigen Lehren, die man aus dem Krieg gegen Nazi-Deutschland gezogen hat. Aber letztlich sind die Staaten dieser Welt nie wirklich aus der Phase des „Naturzustands“ herausgetreten. Was man national weitgehend vermochte, ist international trotz zweier Weltkriege und aller aus ihnen gezogenen Lehren offenbar nicht wirklich gelungen.

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Das passierte in der West-Bank (Donnerstag den 26.03.2026):
Das Militär stürmt in Zita Jamma’in, südlich von Nablus ein Zuhause und evtl. Hausdurchsuchung (Möbel umgeworfen, alles umgeworfen und hingeworfen).
Die Siedler stellen in Beit Imerin, nördlich von Nablus, auf palästinensischem Land ein Zelt auf. Es kommt zu Zusammenstössen mit Palästinensern.
Die Siedler schlagen in Tayasir, in Tubas, einen älteren Palästinenser zusammen und dieser muss in ein Krankenhaus gebracht werden (ausserdem mehrere Verletze). Das Militär begibt sich nach Beit Furik, östlich von Nablus. Die Siedler greifen in der Al-Hamra-Gegend von Huwara, südlich von Nablus die Palästinenser an. Die Siedler greifen in Ramin, östlich von Tulkarm, die Palästinenser an, verletzen diese und stehlen die Schafe. Das Militär begibt sich nach Birzeit (Ramallah). Die Siedler greifen in Jannatah, in der Nähe von Betlehem, an und verletzten mehrere Palästinenser. Das Militär stürmt in Tayaseer, östlich von Tubas, die Zuhause von einigen Palästinensern.
Die Siedler eröffnen eine Siedlung in einem nicht dafür vorgesehenem Area A-Gebiet.
Die Siedler stellen in Wadi Tayasir, nordöstlich von Tubas, eine mobile Wohneinheit auf. Das Militär nimmt in Nablus-City einen Palästinenser fest. Eine Undercover Einheit in zivilem Kraftfahrzeug schiesst in ein Taxi und verletzt den Fahrer der blutend am Boden liegt und dann in Handschellen mitgenommen wird. Es greifen bewaffnete Siedler in Janata, im Süden Betlehems, eine palästinensische Familie an. Sie erschiessen Mohammad Faraj, 37, mit einem Schuss in den Kopf [1]. Sie verletzen seinen Bruder und schlagen mit Knüppeln seinen Vater der schwerverletzt ist.
Das Militär begibt sich in das Qalandia-Flüchtlingslager. Die Seidler greifen in Mukhmas, nordöstlich von Jerusalem die Palästinenser an. Es müssen fünf in das Krankenhaus gebracht werden. Die Siedler schlagen in Ramin, östlich von Tulkarm, die Schafhirten mit Stöcken und das palästinensische Rote Kreuz behandelt die drei Verletzten. Das Militär hat später auf das zu Hilfe eilende Rote Kreuz mit Krankenwagen und die Menschen geschossen.
Die Siedler haben am 15.03.2026 in Samra, im Jordan-Valley, eine schwangere Palästinenserin angegriffen und mit Pfeffer-Spray angesprüht und diese hat ihr Kind verloren. Das Militär hat drei palästinensische Brüder festgenommen die vorher von Siedlern geschlagen wurden. Die Familien haben die Gegend verlassen. Es haben die Bauarbeiten zu der „Crimson Thread“ Mauer angefangen (Jordan-Valley von der West-Bank trennen, 22 Km lang).
Die Siedler haben vergangenes Jahr das ganze Jahr über die Palästinenser angegriffen. Davor war lediglich die Olivenernte-Saison die Hauptzeit der Angriffe. Es wurde mehr Eigentum zerstört und so gilt 2025 als das bisher gewalttätigste Jahr. Mit ungefähr 3.000 Angriffen von Siedlern die Personenschäden und Sachschäden an historischen und religiösen Bauten sowie an Naturresourcen mit einschliessen.
Das passierte u.a. in Gaza:
Bei einem Luftangriff in der Nähe eines Flüchtlingslagers gab es einen Toten und mehrere Verletzte (Abdul Rahman Qanbour, 22, Mittwoch). Es werden mehrere Palästinenser in Gaza-Stadt (Al-Wehda Strasse) verletzt als eine Wand aufgrund von starkem Regen und Wind auf Zelte von Vertriebenen fällt. Schwerer Sturm und Regen führt zu Überschwemmungen wo die Zelte stehen. Mindestens einhundertzwanzig Familien wurden die Unterkünfte beschädigt, überflutet der zerstört. Bei einem Bombenangriff auf Beit Lahia, Gaza-Nord, werden eine Palästinenserin und ihr Kind verletzt.
Das Militär beschiesst das Halawa-Flüchtlingslager in Jabalia, Gaza-Nord, und fünf Palästinenser, darunter auch eine Frau und ein Kind werden verletzt. Das Militär beschiesst die östlichen Gegenden von Khan Younis (evtl. werden die Wohngebäude zerstört).
Es werden trotz Abmachung keine mobile Wohneinheit und Konstruktionsmaterial reingelassen. Die Vertriebenen wohnen in Zelten (mehrere Kleinkinder sind diesen Winter erfroren). Der Gaza-Landstrich in dem die Vertriebenen sind gehört mit 5829 Einwohnern pro Quadratkilometer zu den am dichtesten besiedelten Gegenden.
Über den Völkermord sprechen. Jede Stimme zählt.
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de
[1] Ein Bild von Mohammad Faraj: https://ibb.co/3mNXNH9H
Der Staat Israel verwüstet sich selbst, er mag durch die Medien stark erscheinen, aber ist vom Ausland abhängig.
Was auch immer bericht wird, diese Politik erwirtschaftet TOTE und keine Lösungen.
Diese Politik produziert Verachtung in allen religiösen, ideologischen Basen…
Eine gewollte Politik, für deren bestehen, mit all ihren bürokratischen Monster.
Um was geht diese praktizierte Politik?
Für ihren Erhalt über den Menschen!
Der Mensch ist einfach zu dumm, irgendetwas zu korrigieren…
und das ganze dreht sich fröhlich im Kreis. Denn der Antisemitismus der Nazis war ja keineswegs neu, sondern lediglich in seiner Ausprägung extrem, es gab ihn aber schon vorher, Pogrome gegen Juden sind schon aus dem Mittelalter bekannt. Wenn jetzt aber umgekehrt ein „jüdischer Staat“ (wir wissen alle, daß dies bereits gelogen ist) loszieht und sich mit „allen Mittel“ (Atomwaffen eingeschlossen) vor einer behaupteten Vernichtung schützen darf, wird das zweifellos bei anderen die Überzeugung stärken, oder auch erst hervorrufen, daß dieser Staat tatsächlich weg muß, ebenso mit allen Mitteln. Ist ja schön, wenn alle Seiten sich gegenseitig darin bestätigen, dringend beseitigt werden zu müssen, allerdings habe ich keinen Bedarf, da aktiv oder passiv dran zu partizipieren.
„… mithin die Vernichtung Israels auf seine nationale Agenda gesetzt hat. Ob der Iran das vermag, sei dahingestellt …“
Noch einer, der in den Gully floß, indem er sich zum oberlehrerhaften Partner der Militäraristokratie und Nutties persönlich macht. Die Agenda der iranischen Theokratie war und ist nicht eine „Vernichtung Israels“, sondern eine Erledigung der „zionistischen Entität“, und dies nicht militärisch, sondern politisch, mittels Stützung militanter Widerstandsbewegungen, welche das Staatswesen dieser „zionistischen Entität“ in der Region isolieren sollte.
Und dies Programm ist historisch seit spätestens 2003, nach der politisch folgenlos blutigen Niederschlagung der „Zweiten Intifada“, der Ermordung Arafats und der Vernichtung des Iraks als eines regionalen Players obsolet, war seither nurmehr ein politmoralischer Titel im Selbstbehauptungsringen der Theokratie.
Klasse, der Iran setzt überall seine Terroristen hin, um Israel POLITISCH auszuschalten. Wozu dann die 150.000 Raketen im Libanon, die die Bevölkerung Israels mehrfach auslöschen können? Lass doch den Quatsch, das sind Nazis, die das Werk Adolf Hitlers zu Ende führen wollen. Was Du natürlich ganz prächtig finden würdest.
Fang gar nicht erst an, dein künstlich aufgeblasenes Schwänzle an mir abzuwichsen. Was solls auch, kommt eh kein Goo mehr.
Vielleicht hatte Adolf ja Recht…schon mal daran gedacht…hm…?
Ich freue mich jedenfalls sehr auf den Niedergang Israels.
Ah, laut Moshe ist der Iran im Besitz von Nuklearwaffen.
Das wird auch von Rötzer als Faktotum auch nicht weier bezweifelt.
Fazit des Artikels, Moshe hatte auch keine Ahnung von Corona und anscheinend auch nicht allzuviel was in seinem Land wirklich vorgeht.
Er hätte auch mal hierauf hinweisen können.
Hinrichtung von Palästinensern nun per Gesetz in Israel erlaubt
Wir erinnern uns: Die Generalversammlung der UN hat in mehreren Resolutionen das Recht auf bewaffneten Widerstand von kolonial besetzten Ländern bestätigt und dabei auch Palästina ausdrücklich namentlich genannt. Trotzdem wird der Widerstand in westlichen Kolonialländer als Terrorismus dargestellt.
In Israel ist es seit Jahrzehnten üblich, tatsächliche oder angebliche Angreifer von Sicherheitskräften, welche durch Schüsse verletzt wurden, „ausbluten“ zu lassen. D.h. Ersthelfer werden mit Waffengewalt daran gehindert, den Verletzten zur Hilfe zu kommen, bis der vermutliche Tod eingetreten ist. Außerdem wird immer wieder berichtet, dass verletzte Palästinenser einen „Gnadenschuss“ erhalten, mindestens einmal auf Video festgehalten, und Ärzte sprechen von Kopf und Herzschüssen gegen Kinder. D.h. die Todesstrafe für Palästinenser wurde de facto schon lange praktiziert. Nun wird das ganze in der „einzigen Demokratie der Region“ auch per Gesetz offiziell ermöglicht.
Die Hinrichtung palästinensischer Gefangener wurde von der israelischen Knesset auf Grundlage eines Gesetzes ohne Berufungs- oder Kontrollmöglichkeit gebilligt und stellt somit ein Kriegsverbrechen dar. Richter können die Todesstrafe mit einfacher Mehrheit verhängen, ohne dass eine Strafmilderung möglich ist. Die Gefangenen werden in strenger Isolation gehalten, und Hinrichtungen können ohne Anwesenheit von Beamten oder Angehörigen erfolgen.
Das Gesetz sieht vor, dass die Todesstrafe auch ohne Antrag der Staatsanwaltschaft verhängt werden kann, dass die Verurteilten kein Recht auf Berufung oder Umwandlung der Strafe haben, dass die Hinrichtung innerhalb von 90 Tagen durch Strangulieren erfolgt, dass die Identität und Details geheim gehalten werden, dass weder die Verurteilten, noch die Angehörigen rechtlichen Rat erhalten, dass die Vollstreckung ohne Anwesenheit von Beamten oder Familienmitgliedern erfolgt.
Journalisten/Bloger oder weiß der Teufel
wer, der : die : das davon redet/schreibt, dass Israels (?) Ziel wäre, die Miliz/Wider
standskämpfer/Terroristen „auszuschalten“ der hat 1) sich die Sprache der Macht an geeignet 2) nie Karl Kraus gelesen und 3) soll sich seine zur Schau gestellte kritische Maske abschminken. Grauslich
Zuckermann: “ Das Ziel Israels im Krieg gegen Iran ist, die iranische Atombombe
zu verhindern“. ….. eeeecht jetzt ? Israel, nein, Netanjahu redet seit 30 (! ) Jahren davon, eine iranische Atombombe zu ver-
hindern. Realität ist, dass sich der Iran selbst aus Gründen der Religion verboten hat, eine Atombombe zu bauen. Diesen Mann, der das Verbot ausgesprochen hat, der Oberste Geistliche, genau diesen Mann hat Israel ermorden lassen !?!??
Dass man den Kriegsverbrecher und Psychopathen Netanjahu nicht ernst nehmen kann, ist evident . Aber Zucker mann ?
Irgendwie muss Israel ja anscheinend dafür sorgen, keine allzulange Existenz auf der Landkarte zu behalten. Der offene Faschismus der in Israel herrscht wird in den USA sehr schnell für eine Distanzierung sorgen, die ablehnung steigt in jedem Monat und hat gerade die 50% Marke überstiegen. Damit wird dem Pariastaat Israel über kurz oder lang das Geld für seine irre Machtprojektion fehlen. Was wohl eine relativ schnelle Errosion des gesamten Staates nach sich ziehen dürfte. Es ist ja jetzt schon wie damals nach 33 in Deutschland, das die vernünftigen Leute aus Israel Auswandern und nur die Fanatiker da bleiben. Ist so der übliche Größenwahn einer Gruppe Ehemaliger Opfer die schon längst die Position der damaligen Täter eingenommen hat aber sich immer noch für Opfer hält. Es wird ein schwieriges Erwachen, wenn überhaupt, für die dortige Appartheitsgesellschaft mit ihren Rechtsfreien Morden, Plünderungen, Diebstählen, Folter nd Vergewaltigungen. Die Zionisten sind die moderne SS und haben absolut nichts mit Recht, Gesetz, Demokratie oder Zivilisation zu tun.
Israel ein Pariastaat wie er im Buche steht, im Prinzip ein einziges Staatliches Verbrehen wie es das 3 Reich auch war. Ein Staat in dem Terroristen als Sicherheitskräfte bezeichnet werden die ein Baby mit brennenden Zigaretten foltern um dem Vater ein Geständnis zu Erpressen, steht ganz in Tradition zu Auschwitz und Baby Yar. Beide Orte stehen für das, für das Israel 2026 auch steht.
Israel kann inzwischen schon als KZ für Palästinenser bezeichnet werden.
Wären die USA eine Volksherrschaft (vulgo: Demokratie), dann wäre Ihnen wohl zuzustimmen.
So aber behaupte ich, dass die Ablehnung sogar auf 90% steigen könnte, und doch würde Israel nach wie vor durch die USA finanziert werden.
Auch hier bleibt Wesentliches unerwähnt :
“ Sollte ein nuklear aufgerüsteter Iran
Israel nuklear angreifen, ist klar, dass von
Iran auch nicht viel übrig bleiben würde“,
meint Moshe Zuckermann. Ein Blick auf eine Landkarte zeigt, Iran ist zirka 90 x so groß wie Israel. – Guten Morgen !
Nicht mehr ganz so unfair wie früher. Aber die dicken Lügen sind immer noch drin. Zum Libanon:
UNO-Resolution 1701 von 2006 fordert Entwaffnung der Hisbollah und Abzug Israels. Israel IST abgezogen, aber die Hisbollah hat keine Patrone auf den Tisch gelegt. Im Moment beschießt sie wieder massiv israelisches Gebiet, sodass wieder eine Evakuierung Nordisraels erwogen werden muss. Die libanesische Regierung hat der Hisbollah das untersagt, was diese natürlich nicht stört. Die UNIFIL, die die Entwaffnung überwachen soll, fungiert als Schuhputzer der Hisbollah. Da nun hat sich Israel zum Einmarsch entschlossen. Worauf Zuckermann natürlich sofort Expansionismus rufen muss.
So ging das nun über Jahrzehnte. Man konnte völlig ungestört Lügen über Israel verbreiten, ohne das jemand widersprach. Nur sind diese Zeiten jetzt vorbei.
“ Iran hat in seiner Agenda die Vernichtung Israels“ lässt uns Zuckermann wissen. ……
f a l s c h …… Es ist n i c h t die Vernichtung Israels, sondern die Beseitigung des israe lischen Regimes das die Palästinenser unter drückt, ausbeutet, erniedrigt, verstümmelt und ermordet.
„Der Zionismus und der Holocaust befördern die Haltung, sich mit allen Mitteln wehren zu dürfen“
Die Erfahrung aus dem Holocaust sollte das Menschsein fördern und nicht den Völkermord, das sollte die Lehre aus der Geschichte sein.
Apropos „Naturzustand“:
Gewährsleuten der AP zufolge haben israelische Truppen begonnen, Tyre mittels Weißem Phosphor zu räumen. Wenn das, und alles andere, was israelische Juden den Fremdrassigen auf und fern ihres Territoriums angetan haben, „Natur“gewalt wäre, dann WÄRE es dringend an der Zeit, sie auszurotten, wie einst Wölfe in Westeuropa ausgerottet worden sind.
Allein, es ist NICHT so … Auf dies Urteil halten übrigens religiöse Iraner strengstens, ebenso, wie die Hezbollah – Führung.
Trump verlängert Ultimatum um 10 Tage. Vermutlich benötigt er für den Truppenaufmarsch mehr Zeit, auch wenn er von angeblichen Gesprächen mit dem Iran in Pakistan schwurbelt die angeblich ausgerechnet von Witkoff geführt werden. Vielleicht läßt er auch nach seinem altbekannten Muster schon morgen oder übermorgen angreifen.
Zum verlogenen Prahlhans Witkoff hier noch etwas Interessantes, kein Land würde den noch als Verhandlungspartner akzeptieren.
Trump und Iran: Verhandlungen oder Vorbereitung auf einen Schlag? – Mate und Napolitano
https://www.youtube.com/watch?v=o79SEmJoG14
Chief of Staff warns: ‚The IDF is collapsing in on itself‘
The Chief of Staff warned of an unusual strain on the IDF and reserve soldiers in light of the numerous missions and the absence of a conscription law
Chief of Staff Eyal Zamir Wednesday night during a discussion in the Security Cabinet that the IDF is dealing with unusual pressure, even stating that he is „raising 10 red flags“ and that the army is „collapsing in on itself.“ His comments came against the backdrop of the multitude of tasks, the burden on reserve soldiers, the lack of progress in passing the conscription law, the extension of reserve duty, and, in the background, the establishment of new settlements.
https://www.i24news.tv/en/news/israel/politics/artc-chief-of-staff-warns-the-idf-is-collapsing-in-on-itself