
War die schöne Helena, die Zeus-Tochter aus dem antiken Sparta, schwarz? Christopher Nolan, der Regisseur von „Oppenheimer“, hat in seiner Verfilmung der Odyssee, die im Juni ins Kino kommt, die Rolle der Frau, um die — angeblich — der Trojanische Krieg gefochten wurde, mit Lupita Nyong’o besetzt. Das ist eine in Mexiko geborene Kenianerin, also so ähnlich wie Barack Obama, bloß dass der in Hawaii geboren wurde und in Indonesien aufwuchs und nicht in Nairobi. Sie spielt Helena und deren ebenfalls schwarze Zwillingsschwester Klytemnestra.
Darf eine schwarze Frau die schönste Frau der damaligen Welt spielen? Wie man sich denken kann, ist in Amerika darüber der übliche Kulturkrieg ausgebrochen, geschürt davon, dass Elon Musk, selbst gebürtiger Afrikaner, auf Twitter Öl ins Feuer goss und forderte, dass die Helena blond und weißhäutig sein müsse.
Wenn Elon Musks Name genannt wird, dann fließen beim woken Amerikaner die Angriffssäfte, denn der frühere Trump-Freund und Elektroautobauer ist eine Art Voldemort der Westküste. Helena, sagen die Liberalen, könnte durchaus schwarz gewesen sein, denn das antike Griechenland trieb Handel mit Nordafrika. Zu den Glaubenssätzen der Amerikaner gehört es, dass ganz Afrika von Schwarzen besiedelt ist, außer, natürlich, Elon Musk. Nicht ganz klar, wie das auf eine Spartanerin abrubbeln würde, aber vielleicht greift ja die amerikanische one-drop-rule, wonach ein Tropfen schwarzen Bluts ausreicht, ganze Landstriche schwarz zu färben.
Es ist schade, dass Muammar Gaddafi nach seinem unrühmlichen Ableben (hust, Hillary, hust) so rasch in Vergessenheit geraten ist, andererseits würden die meisten Amerikaner Libyen wohl eher da verorten, wo Georgien ist, oder der Libanon.
Die echte Helena war wahrscheinlich schwarzhaarig, wie Elisabeth Taylor oder Carry Fischer. Und wer könnte sich Helena nicht in einem goldenen Bikini vorstellen? Homer beschreibt sie als „weißarmig“. Dazu meint der Spiegel beflissen, damit sei „aristokratische Herkunft“ gemeint. Vielleicht war sie ja gestreift wie ein Zebra.
Aber sind Griechen überhaupt weiß? Im Unterbewusstsein der Amerikaner verläuft eine gezackte Grenze durch Europa, die Weiße und Braune trennt. Südfranzosen sind weiß, Italiener nicht, Portugiesen sind weiß, Spanier nicht, wohl aber Pete Buttegieg, der einzige hierzulande bekannte Malteser. Ukrainer und Israelis sind, glaube ich, weiß, aber das kann sich stündlich ändern. Und die Griechen, ja, wer weiß das schon?
Die Iren, andererseits, waren früher mal schwarz und die Österreicher galten im Ersten Weltkrieg als nicht-ganz-weiß, da keltischen Ursprungs, was erstaunlich ist, denn bei den Nazis galten die Kelten als arisch. Vielleicht hätte die Nazis bei der Entwicklung ihrer Rassenlehre Twitter und Facebook zu Rate ziehen sollen.
Manche Liberale bestehen darauf, dass Helena ein mythischer Charakter war, der nie existiert hat. Also kann sie auch schwarz sein. Oder ukrainisch. Oder Sioux. Wahrscheinlich halten viele Amerikaner auch das antike Griechenland für einen Mythos, wie Atlantis oder den Obersalzberg, obwohl die Ruinen von Troja ja ausgegraben wurden, allerdings nicht von einem Amerikaner. Aber Troja ist weit weg, und wer weiß, ob außerhalb der USA wirklich etwas existiert.
Es gibt übrigens viele erfundene Charaktere in Filmen; Moses zum Beispiel — es gibt keinen Beweis dafür, dass er existiert hat —, Elsa und Anna von dem fiktionalen Frozenland Arendelle, Thor, der Comic-Gott von Marvel, die Black Panther von Wakanda, und, natürlich, Winnetou. Nur die Panther wurden mit schwarzen Schauspielern besetzt, darunter übrigens auch Nyong’o, die die Pantherin Nakia spielt. Könnte Nakia von einer Weißen besetzt werden? Tarzan ist ja weiß, auch Elon Musk, oder Gadaffi. Nein, sagte Nyong’o damals, das wäre eine kulturelle Verfälschung.
Columbia-Professor John McWorther und Hausschreiber der New York Times für schwarze Angelegenheiten findet wiederum, dass die schwarze Helena eine verdiente Entschädigung sei dafür, dass Afro-Amerikaner es in Hollywood immer schwer hatten. Also, hat sie die Rolle nun bekommen, weil sie so schön ist, oder war das bloß Affirmative Action? Dann hätte man auch Whoopi Goldberg nehmen können.
Außerdem, Nyong’o ist Mexikanerin, und dort wurde die Sklaverei schon weit vor dem Bürgerkrieg abgeschafft. Überhaupt, noch mehr vernachlässigt von Hollywood sind Indianer. Gibt es keine Frau aus dem Stamm der Comanchen, oder Apachen, oder Sioux, die Helena spielen könnte? Es handelt sich ja um eine fiktive Gestalt.
Und warum überhaupt eine heterosexuelle Cis-Frau? Wurde hier nicht eine Chance vertan, in Zeiten, in denen Transfrauen Schönheitswettbewerbe gewinnen und als Pin-Ups posieren? Dylan Mulvaney wurde noch keine tragende Rolle angeboten und er ist immerhin schwarzhaarig und selbst-identifiziert als Minderjährige, während Nyong’o schon 42 ist, zwei Jahre älter als Emilia Clarke, die Daenerys Stormborn Targaryen spielte, die Kahleesi, die etwas mehr so aussieht wie sich Elon Musk Helena vorstellt.
Was sagen denn die Griechen dazu? Eines haben linke und rechte Amerikaner gemeinsam, sie glauben, Amerika habe das Recht, die Welt kulturell auszuplündern, sie streiten sich nur über das Wie. Die Griechen aber sind not amused.
Die Zeitung Greek City Times schrieb: „Uns gibt es noch!“ Sie beschwerte sich, dass Nolan KEINEN EINZIGEN griechischen oder griechisch-stämmigen Schauspieler gecastet hatte, obwohl das Film größtenteils in Griechenland gedreht wurde, wobei seine Produktionsfirma happige Steuervergünstigungen in Anspruch genommen hat.
Die Website Cosmic Booknews hat es auf sich genommen, den gesamten Cast ethnisch zu sezieren. Odysseus wird von Matt Damon gespielt, der englische, schottische und finnische Vorfahren hat, und Agamemnon von Ben Safdie, ein syrisch-askenasischer Jude (Maseltoff!). Den Eumaeus spielt John Leguizamo, ein Nachfahre von Konquistadoren aus Kolumbien, der bisher stets betont hat, dass nur Latinos Latinos spielen dürfen. Ja, ich habe meins, und jetzt nehme ich deins.
Himesh Patel, ein britischer Inder, gibt den Eurylochus. Und die afrikanisch-deutsch-schottische Zendaya ist Pallas Athene, die quintessentielle griechische Göttin, nach der Athen benannt ist. War Jennifer Aniston nicht verfügbar? Tina Fey? Zach Galifianakis? Und Elliot Page, Hollywoods bekanntester Transmann, soll den Achilles spielen — heißt es (noch nicht bestätigt). Welch ein Aufstieg!
Die Linke in Amerika präsentiert Rassenblindheit als Antirassismus, aber nur, wenn es um Europäer geht. Nichtweiße haben eine kulturelle Identität, Weiße nicht. Weiße spiegeln den weiß-amerikanischen Schmelztiegel der Wurzellosen wieder, und dieser wird auch Europa übergestülpt: Das antike Griechenland als Mini-Amerika. Dass das imperialistisch ist, verstehen die Liberalen nicht, sie sind ja die Guten. Und die, die sich an einer ahistorischen Besetzung stören, sind die Rassisten.
Andererseits, Griechen sind in der Vorstellung von Amerikanern nicht richtig weiß, sollte für sie nicht das gleiche gelten wie für Wakanda? Wie kompliziert das ist, erlebten wir, als Rachel Zegler Schneewittchen spielte. Zeglers Eltern sind spanisch und polnisch mit Null Tropfen indianischen Bluts, oder, in anderen Worten, weiß. Gleichviel empörten sich die Rechten, dass eine Nicht-Weiße Schneewittchen spiele, während die Linke dies unter dem Banner von Multikulti verteidigten.
Und Hollywood? Hollywood will Geld verdienen. Mehr nicht-Weiße Charaktere bedeuten mehr Zuschauer über alle Ethnien hinweg, das ist die Kalkulation. Aber das könnte schiefgehen. Die Neuauflage der kleinen Meerjungfrau, mit der schwarzen Schauspielerin Halle Bailey konnte nicht das Ged zurückverdienen, was die Produktion und die Werbung gekostet hat. Und Dr. Who wurde mit Ncuti Gatwas, dem schwarzen schwulen Doktor unrettbar an die Wand gebrettert.
Daraufhin zog Disney schnöde den Stecker. Wie und ob es weitergeht, weiß keiner. Denn wenn kein Geld verdient wird, dann wird auch der wokeste Studio-Exekutive ganz schnell traditionell. Und schottisch.
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Wie eigentlich fast immer, sind solche Beiträge alles nur Ablenkung um uns das Wichtigste nicht sehen zu lassen.
Naja, Jesus wird in vielen Filmen etc. fälschlicherweise als Weißer dargestellt wird, obwohl er ein farbiger Kanake war. Einer – der laut Merz nicht ins Stadtbild passt.
Dann kann die Helena auch ruhig schwarz sein. Spielt doch eigtlich keine Rolle, oder? Mensch ist Mensch – egal welche Hautfarbe.
Ja und Säugetier ist Säugetier, man könnte die Rolle also auch ein Pferd spielen lassen. Ich finde es voll diskriminierend, diesen Speziesismus!1!!!
Jesus war übrigens jüdischer Abstammung, kein Araber. Bekanntermaßen sind die nicht nur eine Religion, sondern auch eine Abstammungsgemeinschaft.
Wie kommen Sie darauf, daß Jesus jüdischer Abstammung war ?
Jesus kam aus Indien und war Buddhist. Für dort lebende Menschen ist das kein Geheimnis.
In Sri Lanka gibt es ein Grabmal „Roza Bal“, wo ein Mann begraben ist, der Löcher in Händen
und Füßen hat. Wer das wohl gewesen sein mag ?
https://www.youtube.com/watch?v=1GOdBSF_Zag
Naja, die einzigen überlieferten wörtlichen Zitate aus seiner Muttersprache sind in Westaramäisch. Das würde bedeuten, er kam aus der Gegend.
Kleine Korrektur „Roza Bal“ ist in Kashmir/Srinagar
Haben Sie sich, das von mir angehängte Vido angesehen ?
Hier noch ein ergänzendes Video zu diesem Thema: Das Geheimnis des Turiner Grabtuchs:
Beweis für Jesus oder Fälschung?
https://www.youtube.com/watch?v=1yEtxoS_Nfo
Das Turiner Grabtuch ist – frei nach Murphy’s Law – ein Teebeutel:
„Alles, was passieren kann, wird irgendwann passieren.“
Man kann es auch mit Wahrscheinlichkeit versuchen:
Was ist wahrscheinlicher, dass ein Jesus in dem Tuch lag oder dass ein Teebeutel für Gottes Antlitz gehalten wird?
Die nächste 3. Reich Verfilmung sollte auf jeden Fall auch einen schwarzen Hitler beinhalten. Schließlich sind wir ja alle so schön divers, da spielen Fakten und Geschichte eh keine Rolle mehr. Der Hitler sollte auch standesgemäß aus Russland kommen und die Deutschen sollten die Rolle der Roten Armee stellen.
@PfefferundSalz
(von 14.29 Uhr)
Gut gewürzt! Bravo!
Mit diesem prächtigen Kommentar werden Sie nicht nur auf brillante Weise dem eigentlichen thematischen Hintergrund des Artikels gerecht, sondern Sie demonstrieren auch, dass Sie Ihren hiesigen Namen zurecht tragen.
So weit weg ist das nicht mehr. Wenn ich Qualitätsmedien rezipiere, dann wurde Ausschwitz von den “Alliierten” befreit. Den Krieg gewannen die Amerikaner. Die Waffen-SS kämpft heute noch auf der Seite der Guten in der Ukraine. Und “Slava Ukraine” (der “ukrainische Gruss”, vergleichbar mit dem “deutschen Gruss”) hört man wieder im Reichstag.
Hui, ein schwarzer Adolf Hitler. In Namibia soll einer existieren. Und zwar ein Lokalpolitiker der SWAPO mit diesem Namen.
Und nochmal hui, hier ein Originaldokument aus dem geheimsten Geheimarchiv des FBI, über ein phänomenales und äußerst militantes Beobachtungsobjekt aus den 70er Jahren: die „Black Gestapo“:
https://www.youtube.com/watch?v=mKWA4zcxTk8
Hm, Elliot Page mit 165 cm Körperlänge als Achilles? Da hätten die Bühnen- & Kameracrews aber einiges zu tun, um ihn immer aus dem passenden Blickwinkel herausragend zu inszenieren.
Ansonsten Lupita Nyong’o als Helena, warum nicht. Hoffentlich hat die Schauspielerin ihre Neigung zu schlimmen Kopfbedeckungen überwunden (siehe Foto) oder die Modeberatung gewechselt…
Warum schlimme Kopfbedeckung? Die sieht doch wirklich gut aus. Ich vermute,
dass dieser Schmuck auch noch etwas traditionelles hat. Da sind die KJopfbedeckungen
hier in Deutschland doch richtig gruselig. Am Schlimmsten diese Basecaps und dann noch
verkehrt herum. Noch schlimmer die Hüte der Adeligen in Europa.
Na, die Frau sieht so gut aus (also rein oberflächlich), dass sie alles tragen kann, keine Frage.
Aber eine Muschelmütze..? (Sind Muscheln nicht auch traditionelle Währungen, also ein Geld-Hut?) Ok, wer es mag; ist vielleicht auch nicht als casual gedacht, mehr so für den Termin beim Bank- oder Anlageberater..?
Aber Ihr genanntes Basecap (falsch herum, oder sogar schräg, und immer mit gedachtem Propeller oben) und der Schwarzwälder Bollenhut oder die diversen Publikums-Unfälle auf Pferderennbahnen (vorzugsweise in England) sind natürlich Totschlagargumente – das war ganz gemein fies von Ihnen!
😉
Die Muschelmütze?
Vielleicht ist sie ja mal nach Santiago de Compostela gepilgert?
Oder zu einem anderen Heiligtum?
Helena ist lediglich Objekt. Ein schöner Vorwand kollektiven Raubmord zu begehen. Das ist wie Mädchen befreien in Afghanistan. Jede rassistische Festlegung auf diesem Gebiet, könnte das Geschäftsmodell gefährden.
Anders verhält es sich bei Winnetou. Während durchaus vorstellbar ist, dass Helena durch eine Griechin verkörpert wird, ist es nahezu undenkbar, dass jemals ein waschechter Apache in die Rolle Winnetous schlüpft.
Echte Indianer als Indianer verkleidet, das hält Bad Sägeberg nicht aus. Da zerspringt die schöne Illusion wie eine Seifenblase.
intressant, intressant und amüsant. Aber:
dass es in den usa Linke gäbe, in der poli-
tischen Klasse, war mir neu. – Hieß es nicht, die usa würden von einer rechten Partei mit zwei konkurierenden Flügeln regiert, einmal dem und einmal dem an-
deren.
Also ich finde es lustig. Die Griechen der frühen europäischen Antike hinterließen der Welt ein literarisches Erbe, dass irgendwas um die 2.500 Jahre überdauerte. Musste erst mal bringen.
Wenn wir es durch göttlichen Beistand oder irgendeinen andern glücklichen Umstand schaffen, mehr als eine atomaren verseuchte Welt zu hinterlassen und dann noch lebende Menschen, also vielleicht 5.000 Jahre nach Homer, Zugriff auf unsere Überlegungen haben, wie sie uns die Autorin vorstellt, dann werden die sich vor Lachen auf dem Boden wälzen.
Ansonsten würde ich, wenn das nicht schon eine sehr fragliche Sache wäre, sagen, dass die Schauspielerin erkennbar stark aussieht und die Rolle mit ihr vielleicht gar nicht so falsch besetzt ist. Und überhaupt, Homer, wenn es ihn als einzelne Person überhaupt gab, soll blind gewesen sein. Dem sollte die Hautfarbe seiner Helden doch egal sein?
Die Griechen machten ganz großes Hollywood. Und Hollywood macht sich seine Griechen. Und ein Skandal gehört auch schon immer zum guten showbiz dazu.
Hmm, worum ging es jetzt genau, eigentlich? Disney? Reden wir hier ernsthaft über irgendwas, was bei Disney unter Disney-Regeln in den immer noch von latentem Rassismus triefenden USA produziert werden sollte? Der Antike war Hautfarbe übrigens grösstenteils ziemlich schnurz, soweit ich weiss, und Nordafrika war integraler Bestandteil der mediterranen Welt.
Doctor Who wurde auch nicht mit Ncuti Gatwa an die Wand gebrettert, sondern mit den zu einem grossen Teil extrem schwachen Drehbüchern für Jodie Whittaker’s Doktor (die als Schauspielerin eine wirklich gute Besetzung für die Rolle war), was stellenweise wie Pädagogik mit dem Zaunpfahl, gewinkt mithilfe eines Holzhammers, wirkte, sowie gegen Ende den ganzen Handlungsrahmen etwas zertrümmerte. Russell T Davies hat es dann mit einem neuen Konzept versucht zurückzuholen. Sexualität war bei Doctor Who nie so sonderlich im Mittelpunkt, da es in erster Linie für Kinder und Jugendliche konzipiert ist, mit Erwachsenen als Beifang. Da es sich hier ja um einen humanoiden Ausserirdischen handelt, sind all zu menschliche Kategorien angewandt auf diesen Charakter eh ein bisschen albern. Was bedeutet denn „schwul“ bei einem Ausserirdischen, der bei Regenerierung auch das Geschlecht wechseln kann? Wenn also in einer Fernsehserie mit der Offenheit des Publikums fúr leicht schräge Konzepte gespielt werden kann, dann ist Doctor Who genau der richtige Platz dafür. Mich hat da eher das fliegende Goblin-Schiff etwas irritiert, aber hey, ich finde Russel T Davies Klasse, und es knüpfte ein wenig an die „gotische“ Phase Mitte der 70er an. Eine Serie, die mit ein paar Pausen seit Anfang der 60er Jahre läuft, muss sich wohl mal hin und wieder etwas Neues einfallen lassen, und die Bedingungen bei der BBC sind mittlerweile auch nicht mehr so toll für nonkonformistische Sachen, könnte also wieder eine längere Pause geben.
Die google-KI sagt, Zitat:
Es wäre also zumindest eine Entstellung der Erzählung. Da ich diese Geschichten ohnehin für ziemlichen Quatsch halte, tangiert mich das nicht (ich würde sie eh nicht anschauen, umso woker, umso weniger). Viel ärgerlicher ist es, wenn historische Begebenheiten falsch erzählt und besetzt werden. Das halte ich sogar für gefährlich, weil es den nachwachsenden Generationen u.U. ein vollkommen falsches Bild der Vergangenheit vermittelt.
Frau Schweitzer fragt:
DARF eine schwarze Frau die schönste Frau der damaligen Welt spielen?
Falsche Frage!
Da wir in einer freien Welt leben, ist das einer schwarzen Frau natürlich nicht verboten.
Selbstverständlich kann und darf sie es im juristischen Sinne tun.
Und NUR so, also mit juristischem Bezug, kann hier das Verb „dürfen“ verwendet werden!
Frau Schweitzer hätte also ein anderes Verb nehmen sollen.
—
Die bessere Frage lautet daher:
SOLLTE eine schwarze Frau die schönste Frau der damaligen Welt spielen?
Die antike Helena dürfte ja mit recht großer Wahrscheinlichkeit nicht sehr viel anders ausgesehen haben als etwa Irene Papas oder Maria Callas – also nicht farbig.
Warum sollte es dann im Stück anders sein? Warum der fehlende Respekt vor der Tradition und vor Homers Werk? Warum Fälschung und Provokation?
Nun gut, man kann damit demonstrieren, dass man jeden Respekt vor Homer und vor der Tradition verloren hat.
Dann hätte die Aktion aber nur noch scheinbar und angeblich etwas Theater oder gar mit Kunst zu tun, sondern wäre in Wahrheit bloß politisch motivierter Aktionismus woker Kreise unter dem Deckmäntelchen der künstlerischen Freiheit.
Eine Aktion von Leuten, die aber selber wild empört aufschreien würden, wenn ein Regisseur in einem Film den Barack Obama oder Nelson Mandela durch einen weißen Schauspieler spielen lassen würde. Eine Aktion von Leuten, die schon einen auf empört machen, wenn man im Fasching als Indianer auftritt.
—
Die zweite Frage, die sich aufdrängt ist natürlich die, warum überhaupt irgendjemand auf diese Idee kommt??
Die ziemlich naheliegende Antwort dürfte sein: absichtliche Provokation und Machtdemonstration durch demonstrativ-mutwillige „kulturelle Aneignung“.
Die wahre Botschaft ist:
„Seht her, was WIR Woken heute machen können!! WIR können uns das herausnehmen, IHR aber nicht! Haha!“
—
Die dritte Frage ist die, warum sich Frau Schweitzer überhaupt auf die Anfangsfrage einlässt und das unpassende Verb „dürfen“ verwendet? Sie springt damit bereits – freiwillig oder ohne es zu merken – über das Stöckchen, das gewisse Kreise hochhalten. Ich glaube nicht, dass Frau Schweitzer den von mir angesprochenen „Elefanten im Raum“ übersehen hat – allein, sie möchte ihn nicht nicht nennen.
Schade!
Wir wissen nicht, wer in Epidaurus auf der Besetzungsliste stand.
Sicher dürfte sein, dass auch schon damals, der Skandal sich besser verkauft haben dürfte, als hölzerner Respekt. Theater und Kunst sind keine Gruft toter Verehrung.
Wahre Kunst ist immer eine Herausforderung, eine Provokation mit der Gewohnheit. Perspektiven wechseln, Dinge neu erleben, wahrnehmen.
Die Bühne auf der „die schönste Frau der Welt“ keine Aufregung hervorruft wäre jedenfalls eine überaus traurige Angelegenheit.
In Epidaurus könnte es eine Griechin gewesen sein. Dann wäre die Originalbesetzung vermutlich eine Mittelmeerschönheit gewesen – weder blond noch schwarz.
Im antiken Griechenland wurde alle Rollen – sowohl männliche als auch weibliche – ausschließlich von Männern gespielt. Frauen durften nicht als Schauspieler auftreten. Die weiblichen Figuren wurden von männlichen Schauspielern in Masken und Kostümen dargestellt.
Provokativ gesagt:
Helena war in Original eine aufgetakelte Transe gewesen. Es hätte wohl auch keinen Unterschied gemacht, wenn in dem Kostüm ein Nubier gesteckt hätte.
Genau. Eigentlich darf nur eine Transe Helena spielen. Also im Sinne einer klassischen Rezeption.
Wobei – das musste ich aber nachlesen, weil ich mir nicht sicher war – das erste Mal, dass man die Odyssee dramatiserte, war zweitausend Jahre nach Homer, im 16.Jahrhundert. Schätze, da durften Frauen doch schon auf die Bühne.
Und ja, Provokation, Perspektivwechsel, eine neue Sicht auf alte Texte oder neue Texte gegen alte Sichten sind Theater, sind geradezu existenziell dafür. Jedenfalls interpretiere ich deinen Kommentar so und stimme uneingeschränkt zu.
Ich habe mit Wokeschismus absolut nichts zu schaffen aber ob man nun über jedes Stöckchen springen muss, das sie einem vorhalten?
In den 70ern oder etwas später inszenierte Christoph Schroth in Schwerin Faust 1 und 2 in einer Aufführung. Da fuhr man nicht nur aus Berlin hin, um das zu sehen. Den Mephisto spielte eine Frau, deren Namen ich leider nicht mehr weiß. Warum, wurde er gefragt: weil sie für das, was ich im Mephisto sehe und zeigen will, einfach die Beste ist.
Eben Theater.
Die Schauspielerin in Schwerin hieß Lore Tappe.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lore_Tappe
Ich habe sie dort als Mephisto gesehen und fand sie großartig. Die Vorzeichen waren aber auch andere als heute. Zwar hat das Geschlechterthema dabei eine Rolle gespielt. Aber ich kann mich da an keinen Kulturkampf erinnern (medial hätte es ihn in der DDR eh nicht gegeben, aber auch privat erzeugte diese Besetzung nach meiner Erinnerung keine großartigen Streitereien).
Man könnte die Rolle der Helena auch mit Zwerg Nase besetzen. Zwerge sind auch diskriminiert benachteiligt, besonders was Filmrollen betrifft.
Kann eine schwarze Frau Helena spielen? Klar.
Kann man die Troja-Verfilmung dann noch erst nehmen? Nein, natürlich nicht.
Es gib Quellen, die sollte man nutzen, wenn man sie verfilm… man kann einen Stoff auch verfilmen, indem man dabei alle Quellen ignorieren, 80% der Handlung durch irgendetwas Marktoptimiertes ersetzen und auf jeden Fall einen Hauptcharakter politisch aufladen.
Allerdings sollte man sich dann nicht wundern, wenn der Film auf wenig Gegenliebe stößt.
Ich habe zum Beispiel mal eine Robin-Hood-Verfilmung gesehen mit Hochgeschwindigkeitsbögen, die wie Sturmgewehre eingesetzt wurden. Klar, kann man machen, man wird halt nur nicht ernst genommen.
Da gibt es Death in der Sandman-Serie… die ist im Comic weiß und nicht das übliche Schweinchenrosa für weiße Hautfarbe, sondern wirklich hart weiß.
Und was macht man in der Serie? Death ist ein recht gesund aussehendes schwarzes Mädchen.
Als Fan der Comics habe ich mir dann natürlich gleich die ganze Serie gespart, denn wer auf Quellen sch… (besonders bei meinen Lieblingswerken wie z.B. Homer…)
Aber hey, das mit dem „ernst nehmen“ war bei mir schon bei „Nolan“ wieder vorbei…
Einer seiner Badman-Filme war ganz gut, aber das lag nicht an Nolan, sondern am Joker (der erste war ok, der dritte eher nicht…).
Sein hoch gelobter Interstellar? Bitte…
Wer weiß: Schließlich war Helena keine reinrassig Spartanerin, sondern hatte bekanntlich Zeus zum Vater. Über dessen Hautfarbe ist wenig bekannt, sofern man nicht den Marmor, aus dem Zeus-Statuen hergestellt wurden, als 100% realistisch nehmen will.
Aber was – und vor allem wozu schreibe ich da? Der Artikel besteht doch aus nichts anderem, als gängige Klischees zu zitieren und dann einer Kritik zu unterziehen, aus der man auch nicht mehr erfährt. als was man sich vorher gedacht hat, nämlich dass es sich um Klischees handelt.
Aber eines kann man mit Sicherheit sagen: Weder in Sparta noch in Troja gab es Kauri-Kopfschmuck.
Zeus konnte jede Gestalt annehmen und hat eine Menge Kinder gezeugt. Weshalb sollte er keine nubische Tochter haben?
Wem gehört eigentlich Zeus?
Als Göttervater herrscht er über alles was keucht und fleucht, lange nicht so diktatorisch wie der monotheistische Gott, aber immerhin ist er universell für alles und jeden zuständig.
Und die Ilias. Dürfen nur Griechen sie erzählen oder sind ihre Geschichten nicht schon längst zum Gemeingut der Menschheit geworden.
Schaut euch lieber „Orfeu Negro“ (1959) von Marcel Camus an, als diesen Hollywoodfuck. Ist die bessere Wahl. Schon damals war die Hauptdarstellerin nicht nur schön anzuschauen, sondern schwarz, wie auch „Orfeu“.
Wirklich guter Film. Mich erstaunt übrigens, dass im Artikel überhaupt nicht das früher ziemloich verbreitete Schema des „Blackfacing“ erwähnt wird, mit dem nicht europäische Rollen mit weissen Schauspielern mit einer Menge dunkler Schminke im Gesicht und ziemlich stereotypen Darstellungen gefüllt wurden.
Falls Helena wirklich gelebt hat, war sie Griechin. Man fragt sich, ob jemand in dieser Diskussion schon einmal Griechenland oder ein anderes Mittelmeerland besucht hat. Jeder, der das gemacht hat, weiss, die Frauen dort können verdammt schön sein – aber blond sind sie meistens genauso wenig wie sie wie eine Nubierin aussehen. In der Ilias wird die Haarfarbe der Helena jedenfalls nicht erwähnt. Unser Bild von ihr stammt wohl aus Hollywood. Man wünscht sich die Antike zurück, bevor Rassismus aller Art so eine Relevanz bekam. Wobei die Griechen ja ihre eigenen Schönheitsvorstellungen hatten: kleine Penisse für Männer galten als besonders schön. Der beste Beweis, wie sich solche Vorstellungen im Laufe der Zeit wandeln.
Um was geht es bei Nolans Odyssee?
Eigentlich geht es um das Thema der Ilias.
Ein Mann – Nolan – versucht, den Oscar heimzuholen. Dafür muss er alle von der Academy of Motion Picture aufgestellten Bedingungen erfüllen und deshalb rekrutiert er eine Besetzungsliste nach deren Vorgaben.
A1. Lead or significant supporting actors from underrepresented racial or ethnic groups
At least one of the lead actors or significant supporting actors submitted for Oscar consideration is from an underrepresented racial or ethnic group in a specific country or territory of production.
A2. General ensemble cast
At least 30% of all actors not submitted for Oscar consideration are from at least two underrepresented groups which may include:
A3. Main storyline/subject matter
The main storyline(s), theme or narrative of the film is centered on an underrepresented group(s).
• Women
• Racial or ethnic group
• LGBTQ+
• People with cognitive or physical disabilities, or who are deaf or hard of hearing
https://www.oscars.org/awards/representation-and-inclusion-standards
Interessiert Nolan die Geschichte? Nein. Interessiert es ihn, dass seine Besetzung fragwürdig bis lächerlich ist? Nein.
Ihn interessieren garantiert nicht die sogenannten benachteiligten Gruppen oder die Schauspieler aus diesen Gruppen.
Damit ist er ja auch nicht allein, sondern in bester Gesellschaft.
Wenn wir wie Schauspieler oder andere Personen aus der Medienbranche sehen, die fragwürdige Erzeugnisse wie das Star-Trek-Debakel, das LOR-Fiasko oder die Schneewittchen-Katastrophe verteidigen, dann sehen wir Menschen, die sehr genau wissen, dass sie den Vorgaben der Marketingabteilung zu folgen haben, wenn sie je wieder ein Angebot erhalten wollen.
So wie das Marketing hinter den Oscar-Vergaberichtlinien steht, weil finanzstarke Investoren gerade eine „woke“ Phase haben und daher glauben, das von den Medien geschaffene Bild der extrem liberalen Gesellschaft entspreche der Wirklichkeit. Und sollte es nicht der Fall sein, so lässt sich die Schuld bestimmten Gruppen in der Gesellschaft zurechnen und etwaige Verluste steuermindernd geltend machen.
Er und die Produktions- und Vertriebsfirmen können davon ausgehen, dass mit genügend Marketingaufwand eine ausreichende Zuschaueranzahl erreicht werden kann. Die Zweitverwertung über die Mutter Comcast ist absolut sicher.
Dieser Film ist ein Block, ein Produkt, gemacht für die schulfreie Sommerzeit, ausgerichtet auf männliche amerikanische Teenager im geistigen Alter von 13. Das heißt Aktion, Aktion, kaum Dialoge, ohne jegliche Vorkenntnisse, hauptsache, etwas bewegt sich, am besten nackt. Wenn man dann noch für die selbsternannten Retter der Welt und Gutmenschen die Vorgaben erfüllt, umso besser.
Was wir auch nicht vergessen dürfen, sind Themen wie Gender, BLM, Minderheitendiskriminierung (real oder fiktiv), Migration und Ähnliches, Ablenkung von den wirklich relevanten Themen sind.
Und das ist immer die Frage nach dem Kapital, wer darüber verfügt und wie.
@omikron
Interessant zu lesen !
Einer der konstruktivsten und klügsten Beiträge zu diesem Artikel.
Diese erwähnten Vorgaben der „Academy of Motion Picture“ sind wirklich zum …
Diese Debatte hier erinnert mich an die Hysterien um Timmy den Wal. Hier stand etwas mehr als einen Monat eine Nation Kopf. Idiokratie Deutschland eben. Sas macht ‚und‘ keine nach!
Sas macht ‚und‘ keine nach! — *Das macht ‚uns‘ keiner nach!*
Auch fühle ich mich an die Diskussionen um den Film „Luther“ erinnert. Oh je! Düstere Wolken umziehen mein Haupt.
Schwierige Betrachtungen, mit guten Argumenten in die eine wie die andere Richtung. Meiner Meinung nach sollte allerdings nicht die Erwartungshaltung des Publikums die größte Rolle spielen, sondern ob die Hautfarbe selbst Teil der Erzählung und damit bedeutend ist.
Einen Nelson Mandela mit einem Weißen zu besetzen, wäre in diesem Sinne unpassend, da die Hautfarbe im Mittelpunkt der Handlung stünde.
Wenn Helena deshalb entführt worden wäre, weil sie eine Weiße war, dann wäre eine schwarze Schauspielerin offenkundig die falsche Wahl. Es ging in der Erzählung allerdings um eine vor allem schöne Frau. Und diese Eigenschaft erfüllt die Schauspielerin nun wirklich exzellent.
Ein Jammer … nur ist die angeblich Linke in US-Amerika so links wie die SPD sozialdemokratisch oder die seltsamerweise so benannte Partei Die Linke links. Nämlich überhaupt nicht. Die Grünen sind ja auch weder links noch grün. Etc.. Die Begriffsverdrehung zur Verwirrung der Rezipienten, neben dem permanenten Lügen, besonders vor dem Ankreuzspektakel, gerne begleitet vom Trommelfeuer der Mediensatrapen, sind ja mit das A und O der Bevölkerungskontrolle.
„Es gibt nur eine Partei in den Vereinigten Staaten, die Partei der Besitzenden. Und diese Partei hat zwei rechte Flügel. Die Republikaner und die Demokraten.“
―Gore Vidal
Und um den Schmonz rund zu machen, die politische Apathie weiter zu steigern, gibt es neben anderem Gesummse noch Ablenkthemen, die scheinbar irgendwas mit Gerechtigkeit zu tun haben sollen.
Jennifer Lawrence (Tribute von Panem), als Streiterin gegen Ungerechtigkeit, beklagte sich mal, daß sie weniger verdient als ihre männlichen Kollegen. Die Millionärin hat gewiss allen Grund zu klagen. Oben ist das Ziel, beileibe nicht unten.
Aber jetzt ist alles gut, die Einwohner von Ghettos und Zeltstädten haben eine schwarze Helena. Was bringt die Rolle ein? Was hat Barack Obama die Präsidentenrolle eingebracht? Und was hat es den Leibeigenen (schwarz oder weiß) eingebracht?
„Was ist denn ein Präsident? Er ist das Sprachrohr der Konzerne – und sonst gar nichts.“
―Gore Vidal
Ja, da will ich unbedingt zustimmen. Die Sorgen von Millionärinnen, in dieser ungerechten Welt leben zu müssen, in der sie weniger Millionen als Männer haben, werden viel zu wenig beachtet. Ist wirklich schlimm.
Ein andres ebenso schlimmes Problem, dem aber wenigstens in den sozialen Medien und im ÖR Aufmerksamkeit gewidmet wird, ist die ungleiche Bezahlung von Berufsfußballspielern und – Spielerinnen. Gut, das wäre zu lösen, wenn die eifrig klagenden Menschen am Wochenende in die Stadien gingen, die Devoltionalien kauften, Fersehabos abschlössen. Wenn wir das in den Griff bekommen haben. Wenn die Posten der Ausbeuter geschlechtsparitätisch besetzt sind. Wenn Frauen unsere Kinder in den Krieg führen können, dann ist es nur noch ein Kinderspiel, die restlichen Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Kann ja nicht mehr viel sein.
Das ist alles so komplett Gaga, daß es einem übel wird. Im hiesigen Landestheater hat es ein Regisseur bereits vor Jahren gewagt, den Hauptmann von Köpenick mit einem Schwarzen zu besetzen. Ein großer Erfolg!
Ist schon Sommerloch? Dann muss ich langsam Holz machen, sägen, hacken, stapeln. Denn: Winter is coming.
Meine Güte… merkt ihr es noch ?
Die Welt hat wirklich andere Sorgen…
Wie kann man sich nur über diese geqirlte Scheiße aus Hollywood echaufieren…
Ich hab neulich von einem Anthropologen erfahren, dass früher alle Menschen dunkelhäutig waren. Die helle Hautfarbe gibt es in Relation mit der Menschheitsgeschichte noch gar nicht so lange. Homo Sapiens breitete sich von Afrika aus. Die Helle Hautfarbe entstand erst als Homo Sapiens die nördlichsten Gebiete besiedelte. Wenn in weiter südlich gelegenen Gegenden die dunkle Hautfarbe von Vorteil gewesen ist (filtert besser UV), war sie im Norden eher unpraktisch (Vitamin D Mangel). Dunkle Haut ist also eher der Standard und helle Haut die sich viel später entwickelte Anpassung.
Das ganze „weiss“ ist sowieso hauptsächlich eine relativ neue Erscheinung: Auch die „Weissen“ verbrachten die grösste Zeit draussen und waren entsprechend wettergegerbt. Ötzi zb hat in fast allen Darstellungen eine quasi nordafrikanische Hautfarbe. Eine helle Haut musste man sich leisten können (sich drinnen im Palast oder im Schatten bedienen lassen), weshalb sie wie zb in Japan zum Schöhnheitsideal wurde.
Heute ist das ganze teils umgedreht, ein Teint gilt meist als schön in Ländern in denen die Mehrheit die Arbeit drinnen verrichtet.
Zum Film: Helena könnte auch vom Marsipulami gespielt werden. Wer sich immer noch den ganzen von „focusgroups“ weichgespülten, politisch überkorrekten Kommerz aus Hollywood reinzieht, dem kann man nicht mehr helfen.
Inzwischen weiß man es dank neuer Methoden in der Paleoanthropologie besser. Die weiße Hautfarbe ist offensichtlich ein Erbe der Neanderthaler, die mit ihre Hautfarbe weit länger in Europa wandelten, als die afrikanischen Einwanderer
Sobald Hollywood uns mal einen schwarzen Tarzan präsentiert ist alles vergeben und vergessen. Alleine die Vorstellung, dass sich ein Schwarzer an Lianen durch den Urwald schwingt, sprengt doch die Grenzen jeder Phantasie!
Natürlich kann eine Schwarze in einer Historienverfilmung (!!!) eine Weiße spielen. …wenn man sich denn mit aller Macht lächerlich machen will.
Den „woken“ Unsinn gibt es ja nun in den verschiedensten und idiotischsten Ausprägungen, die sich auch noch gegenseitig widersprechen. Den Oscar kann man ja auch nur noch bekommen, wenn auch die Filmcrews „ausgewogen“ besetzt sind, Zur Not muß dann schnell noch ein schwuler schwarz-Latino, der sich zum Frau-Sein bekennt und keine Arme hat, als Beleuchter mitarbeiten, damit die Quote stimmt.
Amazon hat 2021 „Inklusionsrichtlinien“ herausgegeben, denen zufolge Rollen auf der Leinwand nur noch mit Personen besetzt werden dürften, die auch im echten Leben dieser Rolle entsprächen. Wörtlich:
„Es sollen nur noch Schauspieler engagiert werden, deren Identität (Geschlecht, Geschlechtsidentität, Nationalität, Ethnizität, sexuelle Orientierung, Behinderung) mit den Figuren, die sie spielen, übereinstimmt.“
Wie das zu einer dunkehäutigen Königin von England (in einer Serie) oder schwarzen Adligen am Hofe Ludwigs des 14. paßt, wissen die Götter. Aber auch die entsprechen dem „woken“ Zeitgeist. Halt dem 180°-Wokismus.
Hat sich Helena als Mann gefühlt? Ich meine, da irgendeine Keilschrifttafel gelesen zu haben… mit Genderkeilchen!
Dann wirds aber eng für Lupita Nyong’o
> Darf eine schwarze Frau die schönste Frau der damaligen Welt spielen?
Was für eine Zuspitzung. Anders als über Zuspitzung ist die Position anscheinend nicht zu verteidigen.
Die Sache ist, es geht nicht um DIE eine Besetzung oder die eine Veränderung. Bei woke wird die gesamte Story umgemodelt. Von bösen weißen Männern und guten diversen Charakteren. Männer werden oft als dumm, gewaltätig oder wenn das nicht dann als schwach dargestellt. Zusammen mit gender und race swaps, Klimaideologie mit erhobenen Zeigefinger, usw.
Das geht den Leuten auf den Zeiger. Sicher nicht da spielt ein farbiger Schauspieler eine Rolle. Dieses Narrativ braucht man nur um die Leute zu Rassisten zu stempeln. Nur, es stimmt halt nicht.
Wobei… Rassisten? Der Rassismus wird doch bald abgeschafft!
So verstehe ich zumindest Bestrebungen von „woken“ Aktivisten, den Begriff „Rasse“ aus dem Grundgesetz zu tilgen. Wenn es aber keine Rassen mehr gibt, wie will man dann Rassismus als Begriff noch definieren?
In ihrem blinden Hass auf alles Althergebrachte schütten diese Leute nicht nur das sprichwörtliche Kind mit dem Bade aus, sie jagen gleich das ganze Bad in die Luft. Und übersehen dabei gekonnt, daß das Wort „Rasse“ nur an einer einzigen Stelle im GG überhaupt benutzt wird. Und zwar – bitte festhalten – im Gleichstellungs-Artikel 3! Also dort, wo eine Diskriminierung oder Bevorzugung (!!!) aufgrund nicht nur, aber eben auch der Rasse untersagt wird.
Naja laut der Legende war Jupiter/Zeus wohl geil auf Nemesis (Die nach manchen Erzählungen wohl Jupiters Tochter war). Nun war da aber noch sein Weib Hera und die sah das nun mal nicht so gerne wen ihr „Göttergatte“ fremd ging (Wenn man sich die Aufgaben der Hera so anschaut dann war die eher so ein „Trad-Wife“)..
Deshalb bat er Athene ihn in der Gestalt eines Adlers zu verfolgen und verwandelte sich selbst in einen Schwan. Als Schwan lies er sich dann in den Schoß von Nemesis fallen, die den Schwan dann beschützte und kurze Zeit später einschlief (Roofied?). Jupiter nutzte das Nickerchen dann um sich an der schlafenden Nemesis zu vergehen und selbige zu schwängern worauf diese dann nach kurzer Zeit ein Ei ! legte ( Nemesis war wohl irgendwie mit dem Geschlecht der Vögel verbandelt aber so genau hab Ich das auch nicht verstanden ).
Nunja.. Dieses Ei wurde dann von Merkur gestohlen der es der spartanischen Prinzessin Leda dann wohl einfach in den Schoß geworfen hat. Diese hat es dann ausgebrütet !? und heraus sprang Helena !
Da Homer selbst außer diesem „Hellarmig“ nicht viele details über Helenas aussehen berichtet hat (Er überlässt es hier der Leserin oder dem Leser sich die schönheit Helenas vorzustellen) ist es durchaus nicht unmöglich das Helena schwarz war, obwohl es auch viele Beispiele dafür gibt das sich grade die herrschende Klasse immer Mühe gab möglichst bleich auszusehen da man braunere Hauttöne öfters für ein Zeichen eines niedrigeren gesellschaflichen Ranges gesehen hat. Und der Meinung vieler Altertumsforscher nach kann dieses „Hellarmig“ halt auch einfach nur Adlig bedeuten..
Ihr seht also dass Helena der Sage nach die Tochter zweier Gottwesen war, teilweise in Tierform gezeugt wurde und aus einem Ei geschlüpft ist..
Ich würde da also nicht meine Hand dafür ins Feuer legen welchen Hautton diese Kombination wohl ergeben hat..
Warum sollte Helena also nicht von einer hübschen schwarzen mexikanischen Frau gespielt werden, immerhin sieht Sie ja mit der Kopfbedeckung auch ein wenig aus wie „Calimero“.. 😉
https://en.wikipedia.org/wiki/Calimero
Ansonsten glaube Ich das Hollywood und viele Spielefirmen mit solchen Dingen nur die MAGA Blase aufstacheln wollen und von den echten Problemen ablenken die uns grade alle bedrohen oder einfach nur den Werbeeffekt der Aufregung nutzen..
Mir ist das eigentlich eh Egal, da Ich mir kaum die zweihundertste Neuverfilmung der Illias ansehen werde Hollywood ist heutzutage einfach nur noch stupide, langweilig und einfallslos, aber trotzdem nett das wir mal darüber geredet haben..
Mfg Makrovir
P.S Quelle Sagen
https://topostext.org/work/207#2.8.1
Es ist nur Unterhaltung, also so etwas wie unten halten der Zuschauer. Und da kommt die woke Gehirnwäsche gerade recht. Ramstein hat schon eine schwarze Germania auftreten lassen, was soll’s ist kein Bildungsprogram. Aber die Autorin hat recht wenn sich den Mist zu wenige Leute reinziehen wird der Quatsch beendet weil die Kohle immer Ideologie schlägt.