Die Geopolitik der Abhängigkeit

Bild: Tim Reckmann/ccnull.de/CC BY-2.0

Die Globalisierung sollte Wohlstand schaffen und Konflikte entschärfen. Doch wachsende Rivalitäten machen wirtschaftliche Verflechtungen zu strategischen Machtressourcen – mit schwerwiegenden Folgen für Politik, Wirtschaft und Sicherheit.

Die Globalisierung versprach weltweit wachsende Verflechtung. Handel sollte Grenzen relativieren, wirtschaftliche Kooperation politische Konflikte entschärfen und gegenseitige Abhängigkeiten Stabilität schaffen. Über Jahrzehnte prägte diese Einstellung die wirtschaftspolitischen Konzepte sowie das außenpolitische Denken westlicher Staaten. In Europa herrschte die Überzeugung, dass ökonomische Integration mehr sei als ein Instrument zur Steigerung des Wohlstands. Sie galt als Basis einer friedlicheren internationalen Ordnung.

Diese Gewissheit wirkt vermehrt brüchig. Die vergangenen Krisenjahre haben einen Perspektivwechsel ausgelöst, dessen politische Tragweite unterschätzt wird. Wirtschaftliche Abhängigkeiten gelten weniger als Ausdruck einer eng vernetzten Weltwirtschaft. Sie werden als strategische Verwundbarkeiten betrachtet. Lieferketten, Rohstoffe, Energieversorgung und digitale Infrastruktur sind zu Gegenständen geopolitischer Kalkulation geworden.

Deutlich zeigte sich dieser Wandel im Zusammenhang mit dem russischen Angriff auf die Ukraine. Die Energiebeziehungen zwischen Europa und Russland galten als Musterbeispiel, wie wirtschaftliche Verflechtung zwischenstaatliche Stabilität fördern könne. Mit dem Ukraine-Krieg zerbrach diese Logik. Was als gegenseitige Verflechtung verstanden wurde, erschien plötzlich als einseitige Verwundbarkeit.

Die daraus resultierende Energiekrise zeigte, dass wirtschaftliche Abhängigkeiten politische Macht erzeugen können. Wer über kritische Ressourcen verfügt, besitzt die Möglichkeit, Druck auszuüben. Diese Erkenntnis ist mitnichten neu. Neu ist vielmehr, mit welcher Intensität sie die gesellschaftlichen Diskurse westlicher Demokratien dominiert.

Wenn Wirtschaft zur Sicherheitsfrage wird

Längst geht es um mehr als Energie. Die Verschiebung betrifft das Verhältnis von Wirtschaft und Sicherheit insgesamt. Über Jahrzehnte wurden beide Bereiche weitgehend getrennt gedacht. Sicherheitspolitik war mit Militär, Bündnissen und Abschreckung verbunden. Wirtschaftspolitik diente Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Diese Trennung ist zunehmend bedeutungslos.

Der Konflikt zwischen den USA und China veranschaulicht dies eindrücklich. Dort wird nicht allein um Märkte oder Handelsüberschüsse gerungen. Im Vordergrund steht die Kontrolle über Technologien, Produktionskapazitäten und strategische Infrastrukturen. Halbleiter sind dafür das sichtbarste Exempel. Sie bilden das Fundament moderner Volkswirtschaften und militärischer Fähigkeiten. Wer den Zugang zu ihnen kontrolliert, verfügt über einen erheblichen Machtfaktor.

Die amerikanischen Exportbeschränkungen gegenüber China oder die milliardenschweren Investitionen in die heimische Chipproduktion zeigen, wie intensiv ökonomische Mechanismen sicherheitspolitisch begründet werden. Umgekehrt verfolgt China eine Strategie technologischer Eigenständigkeit, die wirtschaftlichen Erfolg und nationale Sicherheit enger miteinander verknüpft. Die Grenze zwischen Geoökonomie und Geopolitik wird unscharf.

Europa befindet sich in einer äußerst widersprüchlichen Position

Die europäische Wirtschaft ist auf offene Märkte und internationale Arbeitsteilung angewiesen. Aber es wächst die Erkenntnis, dass ökonomische Abhängigkeiten politisch riskant sind. Die Debatten über kritische Rohstoffe, digitale Infrastruktur, Halbleiter oder Lieferketten spiegeln dieses Spannungsverhältnis wider.

Der aktuelle Prozess markiert weit mehr als eine Anpassung wirtschaftspolitischer Strategien. Sie verweist auf eine tiefe Veränderung der internationalen Ordnung. Die Globalisierung verschwindet keinesfalls. Jedoch verliert sie ihren selbstverständlichen Charakter als Friedensprojekt. An ihre Stelle tritt eine Welt, in der wirtschaftliche Beziehungen unter Gesichtspunkten der Machtausübung bewertet werden.

Die eigentliche Zäsur ist nicht, dass Staaten wieder geopolitisch denken. Sie besteht darin, dass wirtschaftliche Strukturen zu geopolitischen Räumen geworden sind. Häfen, Lieferketten, Rechenzentren, Rohstoffvorkommen und Produktionsanlagen mutieren zu Orten strategischer Konkurrenz. Sicherheitspolitik beginnt selten an Grenzen oder in Militärbündnissen. Fortan fängt sie an, wo Gesellschaften von kritischen Ressourcen, Technologien und Infrastrukturen abhängig werden.

Die Konflikte des 21. Jahrhunderts werden nie ausschließlich auf diplomatischem oder militärischem Terrain ausgetragen. Vielmehr verlaufen sie durch alle Netzwerke der Weltwirtschaft. Das ist der Preis den Europa für die neue Geopolitik der Abhängigkeit zahlt.

Julia Engels

Julia Engels ist Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Sicherheits- und Abrüstungspolitik und promoviert an der RWTH Aachen zur nuklearen Abschreckung in der Internationalen Politik. Sie veröffentlicht regelmäßig Beiträge u. a. in Telepolis, Frankfurter Rundschau und der taz.
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18 Kommentare

  1. Die Energiebeziehungen zwischen Europa und Russland galten als Musterbeispiel, wie wirtschaftliche Verflechtung zwischenstaatliche Stabilität fördern könne. Mit dem Ukraine-Krieg zerbrach diese Logik. Was als gegenseitige Verflechtung verstanden wurde, erschien plötzlich als einseitige Verwundbarkeit.

    Eine kleine Korrektur: Der Ukraine-Krieg wurde ausgelöst durch westliche Überheblichkeit (an Moral und Geld). Daraufhin wurde der Energie- und Rohstoff-Handel vom Westen als Waffe instrumentalisiert – inkaufnehmend, dass man sich selbst schadet. Das Problem war und ist nicht die „gegenseitige Verflechtung“, sondern die westliche Überheblichkeit, die das Problem erst schuf. Die Probleme werden auch nicht verschwinden solange die westliche Hybris andauert.

    Wer über kritische Ressourcen verfügt, besitzt die Möglichkeit, Druck auszuüben. Diese Erkenntnis ist mitnichten neu. Neu ist vielmehr, mit welcher Intensität sie die gesellschaftlichen Diskurse westlicher Demokratien dominiert.

    „Westliche Demokratien“ konnten bisher mit ihrem Kapital „dominieren“, das hat sich nun geändert und die Welt hat nun die Möglichkeit „westliche Demokratien“ in die Schranken weisen.

    1. „Das Problem war und ist nicht die „gegenseitige Verflechtung“, sondern die westliche Überheblichkeit, die das Problem erst schuf.“

      Unsere Sanktionen gegen Russland beruhen ja auf dem Wissen der „gegenseitigen Verflechtung“. Damit wollte man Russland ruinieren (A. Baerbock). Diese Wissen war Teil der Strategie – man hat bloß nicht bedacht, dass diese Strategie eine Kehrseite hat, die einen selber trifft.

      Unschuldig war man nicht. Die Autorin kann aber so tun, als wären wir in etwas hineingeraten, weil sie das Zustandekommen des „russischen Angriffs“ verklärt.

    2. @garno
      Gegen Moral ist nichts einzuwenden.
      Deshalb unterscheidet Michael Lüders auch zwischen Moral und Moralismus.
      Das finde ich auf jeden Fall zielgerichteter.

      Zivilschutz soll jetzt in Schulen als Unterrichtsfach eingerichtet werden.
      Was kommt als Nächstes?
      Wehrkundeunterricht inkl. Waffenkunde???

      1. Jedenfalls wird an den Schulen nichts gelehrt werden, was sich auch nur in der Nähe der Fähigkeit, notwendige Fragen stellen zu können, befindet. Sie sollen nicht für eine Zukunft lernen – die ist aus dem mittelbaren Sortiment der Persönlichkeitsrechte gestrichen –, sondern lernen, „verwertbar“ zu sein, für’s Kapital, für die Front, für den Strich, also irgendwie Fleisch zu sein.

        Btw. »Zivilschutz« könnte vom Wort her die Bedeutung haben, Kriegstreiber zu neutralisieren.
        Ok, nur so eine Idee…

        1. So ändern sich die Zeiten.
          Wollte man in der DDR noch die „allseits gebildete sozialistische Persönlichkeit“ bei den Heranwachsenden erwecken, so braucht die BRD die allseits verwertbare Arbeits- und Kampfperson.

  2. Die vergangenen Krisenjahre haben einen Perspektivwechsel ausgelöst, dessen politische Tragweite unterschätzt wird. Wirtschaftliche Abhängigkeiten gelten weniger als Ausdruck einer eng vernetzten Weltwirtschaft. Sie werden als strategische Verwundbarkeiten betrachtet.

    Nein, man wollte imperiale und neokoloniale Politik realisieren und Russland und den anderen globalen Hungerleidern zeiigen, wo der Bartl den Moscht holt. Hat nicht ganz funktioniert, und mit den Sanktionen hat man sich dann selbst in den Fuss geschossen. Da fielen keine Krisenjahre vom Himmel, sondern man hat die Krisen selbst ausgelöst.

    1. gamo, Gilbert, nun mal nicht so streng.
      Die Realität ist derzeit nicht en vouge. Reale Zusammenhänge und Ursache-Wirkungsbeziehungen nicht überbewerten ! Wichtig ist doch die Haltung, das Gefühl.

  3. Die Frage die sich stellt ist doch, ob wirtschaftliche Unabhängig unter der Zielsetzung der „Wohlstandsmaximierung“, denn vor allem durch diese können sich die Regierenden legitimieren, möglich ist. Das bedeutet doch, dass die Außenpolitik im Grundsatz immer auf Frieden und offene Märkte ausgerichtet sein muss. Anders gesagt, eine auf Konflikte ausgerichtete Politik, z.B. auf Werte mit missionarischem Eifer, führt zu Wohlstandsverlusten.

  4. Wirtschaftliche Abhängigkeiten durch Monopolstellungen wurden schon immer ausgenutzt, um politischen Druck auszuüben. Zum Kalten Krieg nannte sich das z.B. Cocom-Liste (heute Waasenaar-Abkommen).
    Das einzig Neue ist, dass das Erpressungspotential nicht mehr ausschließlich beim Westen liegt.
    Die Chinesischen Exportbeschränkungen sind übrigens alle als Reaktion auf vorausgehende westliche Blockaden erlassen worden.

    Jetzt jammern die Lappen herum. Das ist einfach nur peinlich.

  5. „Die Globalisierung versprach weltweit wachsende Verflechtung. Handel sollte Grenzen relativieren, wirtschaftliche Kooperation politische Konflikte entschärfen und gegenseitige Abhängigkeiten Stabilität schaffen. “
    Das glaubt doch heute niemand mehr, oder doch?
    Es ging und geht immer um die besten Verwertungsbedingungen des Kapitals. Das Trickel-down- Versprechen ist lediglich auf das Stillhalten der Bevölkerung gerichtet, klappt immer.
    Eine Zeit lang bleiben für den Pöbel ein paar unverdaute Getreidekörner übrig, doch bald ist auch damit Sense, jetzt ist dafür wieder Zeit. Die Arbeitslosen sind für die Arbeitslosigkeit verantwortlich, die Rentner dafür, dass sie nicht arbeiten, die Mütter auch, und plündern die Arbeitsergebnisse der Jüngeren.
    Jetzt kann man die Arbeitslosengelder restriktrieren, zur unbezahlten Arbeit zwingen, die Löhne drücken und Kranke die Behandlung selbst zahlen lassen.
    Alles zum Wohle der Kapitaleigner.
    Und sogar angeblich Linke werben für das Geschäft der Versicherungen. Stimmts, Gregor? Lohnt es sich?

  6. Dazu habe ich gerade folgende Arbeit gelesen:

    https://worldlinesletter.substack.com/p/multipolarity-in-a-multilayered-cage

    Die Abhängigkeiten werden in einem weit aus größeren Kontext des Übergangs von der unipolaren zur multipolaren Ordnung gesetzt, wobei die Einordung der Multipolarität interessant ist, weil es da wohl mehrere Ausprägungen geben kann, sowohl auch der Alternativen, was nicht so viel Hoffnung macht, so mal in Richtung Systemfrage gesprochen.

    Doch warten wir hier erstmal Teil zwei ab …

  7. Das Ziel wirtschaftlicher Tätigkeit ist in unserem, global vorhandenem Wirtschaftssystem die Maximierung des Gewinns. Dieses Ziel allein bestimmte den Weg Globalisierung. Wohlstandssteigerungen waren, soweit überhaupt vorhanden gewissermaßen ein Abfallprodukt.

    Niemand mit Verstand hat an die friedenssichernde Wirkung der globalen Verflechtungen geglaubt. Der Umkehrschluss ist absolut zulässig. Zwar ist dem einzelnen Idealkapitalisten egal wo und wie er seinen Gewinn erzielt. Nur ist dieser Idealkapitalist eingebunden in ein Netz von gigantischen ökonomischen Mächten, die sich Staaten nennen. Staaten streben nach innen und außen ein maximales Wachstum an. Das ist eine inerte, im Grunde nicht veränderbare Eigenschaft des Systems Staat. Staaten konkurrieren untereinander und agieren immer agressiv, nach innen wie nach außen. Einzige Bremse ist die eigene Potenz.

    Niemand mit Verstand glaubt an das Fruedensprojekt EU. Aus Konkurrenz werden zwischen europäischen Staaten wieder Kriege erwachsen. Niemals wird es die Vereinigten Staaten von Europa geben.

    Selbstschädigendes Verhalten von Staaten entsteht immer dann, wenn das Überleben dieses Staates gefährdet ist, oder wenn der Staat glaubt einem anderen Staat durch dieses Verhalten nich mehr Schaden zufügen zu können, als er selbst ertragen muss. Und da sind wir nun und bewegen uns auf den Zusammenbruch des Systems zu. Die Staatslandschaften werden neu zusammengestellt mit Krieg und Leiden. So war es dutzende Male und so wird es wieder sein. Zeit, in dee Wirklichkeit anzukommen.

  8. Ich lese diesen Text als typische Propaganda. Propaganda zeichnet sich dadurch aus, dass sie Akteure und Interessen verschweigt, ihre Sätze benutzen oft die Passivvariante, worin Prozesse scheinbar Naturgesetzen folgend, geschehen. Sie nutzen gerne auch die Erfindung von Subjekten, also Handelnden, die es nicht gibt.

    Schon im ersten Satz beginnt es mit dem Subjekt „Globalisierung“, die uns etwas versprach, dann folgt der „Handel“, die „wirtschaftliche Kooperation“ und „gegenseitige Abhängigkeit“ – alles Akteure, die irgendwas tun.

    Im zweiten Absatz wirkt die „Gewissheit“ brüchig und „die Krisenjahre“ lösen einen Perspektivwechsel aus. „Deutlich wiegt sich der Wandel im Zusammenhang mit dem russischen Angriff auf die Ukraine“, heißt es dann. Die ehemals mustergültige Zusammenarbeit mit Russland, „erschien plötzlich als einseitige Verwundbarkeit.“

    Dies alles erklärt nichts, weil es die Akteure nicht erwähnt.

    Heiner Flassbeck hat auf Overton vor langer Zeit erklärt, dass die US-Feindschaft gegen China allein darin gründet, dass Chinas BIP das BIP der USA demnächst übersteigen wird. Mit anderen Worten, so seine Erklärung, die US-Eliten wollen den Reichtum des durchschnittlichen Chinesen auf ein Viertel des durchschnittlichen Amerikaners begrenzen, weil ab diesem Punkt die chinesischen Eliten die größeren ökonomischen Machtmittel besitzen. Dies sei eine Gefahr für die US-Dominanz und darum müsse man zum Krieg blasen.

    Genau das ist die Logik des westlichen Denkens und eine Erklärung für die Folgen des geostrategischen Handelns. Als der Westen die Russen zum Angriff auf die Ukraine brachte, war er sich der einseitigen Abhängigkeit der Russen von der übermächtigen Ökonomie der NATO-Staaten wohl bewusst. Am gleichen Tag, an dem Putin den Kriegseintritt bekannt gab, verkündete das Weiße Haus die westlichen Sanktionen. Ausschluss aus dem SWIFT-Bankensystem und Boykott russischer Energie- und Rohstoffe.

    Mehrere Jahre bildeten sich die Europäer ein, die Sanktionen wirkten nur auf der russischen Seite, inzwischen weiß man, dass man sich in einer geostrategischen Welt mit Sanktionen auch selbst trifft. Man erkennt in Europa inzwischen auch, dass man in einer geostrategischen Welt längst nicht mehr über alle chinesischen Rohstoffe verfügen kann.

    Wie sollte es auch anders sein? Eine geostrategische Welt ist eine Welt der destruktiven Aggressionen und darin ist man zwangsläufig auf sich selbst gestellt – finanziell, ökonomisch, militärisch und personell. Die USA waren immer schon Bewohner dieser Welt, die Europäer wollen mit ihrer Aufrüstung nun auch in diese destruktive Welt eintreten.

    „Häfen, Lieferketten, Rechenzentren, Rohstoffvorkommen und Produktionsanlagen“ waren für die USA schon immer „Orte der strategischen Konkurrenz“. Das ist nicht neu, man denke an die Nordstream II, und die Versuche R. Grenells diese zu verhindern. Oder man erinnere auch das erfolgreiche Attentat der Amerikaner auf die sowjetische Gaspipeline.

    Die Europäer sind keineswegs unschuldig in einer aggressiven, geostrategischen Welt aufgewacht, sondern sie haben fleißig an einer Eskalation in dieser mitgewirkt und sich entschlossen nun auch militärisch mitzutun.

  9. Wenn wirtschaftlicher Verstand durch Ideologie und Hass ersetzt wird muss es bergab gehen.
    Wie es aussieht wollen viele Politiker vermutlich genau das um die Bevölkerung gefügig zu machen

    Selbst die Linke macht mit beim Hass auf Russland, vermutlich auch um eine spätere Zusammenarbeit unmöglich zu machen.

    Was für ein Irrsinn das ist wird sich schon Ende 2026 zeigen

    „Russenhass mit links
    Die Sowjetischen Ehrenmale Berlins sind seit den Zeiten des Kalten Kriegs für die Frontstadtparteien ein Ärgernis. Nun läuft die Fraktion der Partei „Die Linke“ im Berliner Abgeordnetenhaus zu diesen Anführern des Russenhasses in der BRD über. Die „Welt am Sonntag“ (WamS) zitiert die Fraktionsvorsitzende Anne Helm mit der Lüge: „Russland missbraucht seit Jahren die Feierlichkeiten um den Tag der Befreiung für seine Kriegspropaganda.“ Dem folgt der Satz: „Wir stellen uns jeder Form der revisionistischen Vereinnahmung entgegen.“ Man werde dem Antrag der Grünen im Abgeordnetenhaus „Sowjetische Ehrenmale in Berlin geschichtlich einordnen und vor politischer Instrumentalisierung schützen“ zustimmen.“
    Quelle: unsere zeit

  10. @Frau Engels
    Schon der erste Satz ist falsch:
    „Die Globalisierung sollte Wohlstand schaffen und Konflikte entschärfen.“
    Die Globalisierung sollte die Reichen noch reicher machen, indem man zuhause die Löhne kürzt und Asiaten fast umsonst schuften lässt. Nichts andres war beabsichtigt und das funktionierte ja auch erst einmal bestens.
    Da eine Neoliberale Wirtschaftsordnung aber nicht auf Dauer funktionieren kann, wechselt man jetzt kurzerhand wieder auf die alten Rezepte des Imperialismus.

    1. Beiträge für Frankfurter Rundschau und Taz. Mehr muss man nicht wissen. Das schließt einen Bezug zur Realität weitgehend aus.

  11. Wer hat denn den Unfrieden in den Welthandel gebracht? Wohl der Westen im Jahr 2022, als er zu umfassendem Boykott Russlands aufrief. Bis hin zu Sekundärsanktionen, womit gesagt wurde, dass Länder entweder mit uns oder mit Russland Handel treiben dürfen oder mit uns. Das nun hat bewirkt, dass sich immer mehr Länder für Russland entscheiden. Der Wirtschaftsgipfel in Sankt Petersburg zeigt es.
    https://www.fr.de/politik/der-seite-russlands-putins-verbuendete-diese-laender-stehen-im-ukraine-krieg-an-zr-93907380.html
    „Neben deutschen Unternehmen reist auch eine vierköpfige Delegation der AfD an: die Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier, Steffen Kotré, Jörg Urban und Petr Bystron. Kotré und Urban kündigten an, sich demonstrativ von der Russlandpolitik der Bundesregierung absetzen zu wollen: „Wir stehen für Zusammenarbeit mit Russland, Beendigung der Sanktionen, keine weitere Militärhilfe für die Ukraine und stattdessen Friedensdiplomatie“, sagte Kotré im Podcast Playbook. Ein Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion erklärte, es sei „sinnvoll, Kontakte mit allen Seiten zu pflegen sowie Gesprächskanäle offenzuhalten“.“

    Dass man der AfD dieses Alleinstellungsmerkmal überlässt, erklärt meiner Meinung nach ihre derzeitigen Wahlerfolge. Das ist zumindest ein Mosaikstein. Und ich verstehe diese Leute.

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