Die Eskalationsschraube dreht sich weiter

 

Streumunition explodiert über einem Ziel 14. September 2009 an einem unbekannten Ort. Bild: USAF

USA liefern Streumunition an die Ukraine. Die Inkonsequenz in der Reaktion der NATO-Verbündeten bis hin zur Scheinheiligkeit ist geradezu unerträglich.

 

Schlagzeile in der SZ von Samstag/Sonntag 08./09. Juli 2023: „USA liefern Ukraine Streumunition- Die NATO-Partner zeigen Verständnis, obwohl sie selbst den Einsatz verboten haben.“ In den Westfälischen Nachrichten vom Samstag 08.Juli 2023 heißt es auf der Seite 2: „USA liefern Streumunition an dem Ukraine- Berlin signalisiert Verständnis.“ Regierungssprecher Steffen Hebestreit am 07. Juli 2023 wörtlich: „Wir sind uns sicher, dass sich unsere US-Freunde die Entscheidung über eine Lieferung entsprechender Munition nicht leichtgemacht haben.“ Die Streumunition würde von der Ukraine in „einer besonderen Konstellation“ verwendet. „Die Ukraine setzt die Munition zum Schutz der eigenen Zivilbevölkerung ein. …“

In der New York Times vom 07.Juli 2023 lautet die Schlagzeile: “Biden Defends ‘Difficult’ Decision to Send Cluster Munitions to Ukraine.“ Und weiter: “With Ukraine burning through stockpiles of conventional artillery, President Biden concluded that he had little choice but to provide the weapons.”

Der Präsident wörtlich: “It was a difficult decision but the Ukrainians are running out of ammunition in the fight against Russian forces.”

Das Übereinkommen über Streumunition

Auf Wikipedia heißt es: „Das Übereinkommen über Streumunition, umgangssprachlich auch als Streubomben-Konvention bezeichnet, ist ein am 1. August 2010 in Kraft getretener völkerrechtlicher Vertrag über ein Verbot des Einsatzes, der Herstellung und der Weitergabe von bestimmten Typen von konventioneller Streumunition. Der Begriff Streu- oder Clustermunition bezeichnet Bomben, Granaten oder Gefechtsköpfe, die nicht als Ganzes explodieren, sondern eine Vielzahl an kleineren Sprengkörpern freisetzen. …

Neben den Verbotsbestimmungen enthält das Abkommen, das Teil des humanitären Völkerrechts und des internationalen Rüstungskontrollrechts ist, das Gebot zur Zerstörung von vorhandenen Beständen, zur Beseitigung von Rückständen aus eingesetzter Clustermunition sowie zur Unterstützung der Opfer von Streubomben. Die Konvention, die im Mai 2008 während einer diplomatischen Konferenz in Dublin ausgehandelt wurde, kann seit Dezember 2008 unterzeichnet werden. Am 28. Februar 2023 hat Nigeria als 111. Staat das Abkommen ratifiziert.“

Deutschland hatte das Ratifizierungsverfahren als elftes Land vollständig abgeschlossen und am 8. Juli 2009 seine Ratifikationsurkunde hinterlegt. Bei Unterzeichnung des Übereinkommens war Deutschland eines derjenigen Länder mit den größten Lagerbeständen an Streumunition, obwohl die Bundeswehr diese nie eingesetzt hatte. Bereits 2001 hatte Deutschland begonnen, die erheblichen Streumunitionsbestände der Bundeswehr zu vernichten. Die Vernichtung der deutschen Lagerbestände wurde am 25.11.2015, und somit zweieinhalb Jahre vor Ablauf der im Übereinkommen festgelegten Frist, abgeschlossen.

Die USA haben das Abkommen ebenso wenig unterzeichnet, wie die Vereinbarung über die Ächtung von chemischen Waffen und das Verbot von Anti-Personen-Minen. Auch der Atomwaffensperrvertrag wird von den USA nicht eingehalten. Die russische Position zu den genannten Abkommen ist identisch.

Streumunition (Cluster Bombs)

 Bei Streumunition handelt es sich um kleine Sprengkörper unterschiedlicher Art und Anzahl in Granaten oder Bomben, die entweder mit der Artillerie verschossen oder von Kampfflugzeugen abgeworfen werden. Bei den Artilleriegranaten handelt es sich in der Regel um das Kaliber 155mm, das in allen NATO Staaten hauptsächlich verwendet wird. Auch die von Deutschland an die Ukraine gelieferte „Panzerhaubitze 2.000“ hat das Kaliber 155mm.

Streumunition sind Sprengkörper, die nach ihrem Aufschlag am Boden oder aber auch schon in einer bestimmten Lufthöhe explodieren. Eine besondere Art ist die Cluster Bombs verwandte so genannte Lauermunition. Dabei handelt es sich um Sprengkörper mit einem Verzögerungszünder. Sie explodieren entweder erst, wenn Menschen – nicht nur Soldaten! – darauf treten oder Fahrzeuge darauf fahren oder aber erst zu einem späteren Zeitpunkt, je nachdem wie der Zünder eingestellt ist.

Streumunition wird schwerpunktmäßig gegen so genannte Flächenziele eingesetzt, also vor allem gegen Truppenansammlungen, die sarkastisch auch als „Weichziele“ bezeichnet werden. Mit Streumunition können Flächen in der Größe von mehreren Fußballfeldern gleichzeitig bekämpft werden.

Die USA haben diese Art von Waffen in allen Kriegen der letzten Jahrzehnte eingesetzt und damit in den betreffenden Ländern ganze Regionen für die Zivilbevölkerung unbrauchbar gemacht. Für die Menschen in diesen Ländern stellen vor allem die zahlreichen Blindgänger und die beschriebene Lauermunition eine besondere Gefährdung dar.

 Der Einsatz von Streumunition in der Ukraine

 Es ist davon auszugehen, dass die ukrainischen Streitkräfte die amerikanischen Cluster Bombs vor allem gegen die russischen Verteidigungsstellungen einsetzen werden. Dazu wird vornehmlich die Artillerie mit Kaliber 155mm zum Einsatz kommen, weil die USA wohl keine entsprechenden Bomben liefern werden, zumal die ukrainische Luftwaffe in und ans ihren Kampfflugzeugen auch keine Trägervorrichtungen hat, um diese abzuwerfen.

Wie das mit Hilfe dieser Waffen zurückeroberte Gelände im Anschluss an den Beschuss wieder genutzt werden könnte, bleibt unklar.

 Zusammenfassende Bewertung

 Die Begründung der USA für die Lieferung dieser Waffen kann nur als zynisch bezeichnet werden. Weil man der Ukraine nicht genügend „herkömmliche“ Artilleriegranaten zur Verfügung stellen kann, greift man auf eine Form der Munition zurück, die völkerrechtlich geächtet ist und für die Zivilbevölkerung unabsehbare Folgen hat. Die ukrainische Offensive muss endlich funktionieren, und deswegen spielt das Völkerrecht keine Rolle!

Die Inkonsequenz in der Reaktion der NATO-Verbündeten zu dieser Vorgehensweise bis hin zur Scheinheiligkeit ist geradezu unerträglich. Deutschland ist in puncto Doppelmoral einmal mehr der Spitzenreiter, auch, weil man noch nicht einmal darauf hingewiesen hat, dass die Bundesregierung nicht damit einverstanden ist, sollte die Ukraine diese Munition auch mit deutschen Waffensystemen einsetzen- unabhängig davon, dass es ja niemand kontrollieren könnte. . „Die Ukraine setzt die Munition zum Schutz der eigenen Zivilbevölkerung ein …“, sagte der Regierungssprecher. Das Gegenteil wird der Fall sein! (dazu siehe auch: USA schicken international geächtete Streumunition in die Ukraine, der „Wertegemeinschaft“ ist es recht).

Mit der Lieferung von Uran haltigen Granaten vom Kaliber 120mm durch Großbritannien,  die nicht nur vom britischen Kampfpanzer „Challenger“, sondern auch vom Kampfpanzer „Leopard“ verschossen werden können, hatte der Krieg bereits eine weitere Eskalation erfahren, die durch die Streumunition jetzt noch einmal deutlich verschärft wird.  Russland wird dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen. Es kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass Moskau bei einem Einsatz von Streumunition gegen die russischen Verteidigungsstellungen mit einem massiven Beschuss einer ukrainischen Großstadt – das muss nicht das durch eine Raketenabwehr teilweise geschützte Kiew sein -,  vielleicht sogar durch Mittelstreckenraketen reagiert.

Nach dem Ausbringen von Streumunition kann auch der Einsatz von chemischen Granaten nicht mehr ausgeschlossen werden. Wie hoch die Schwelle zum Einsatz von A-Waffen noch ist, sei dahingestellt.

In diesem Krieg geht es schon lange nicht mehr um die Ukraine und vor allem nicht um die dort lebenden Menschen, sondern darum, dass die USA diese Auseinandersetzung nicht verlieren dürfen, also um knallharte nationale Interessen Washingtons. Wann endlich begreifen das die Regierungen der westlichen Verbündeten und haben den Mut, Washington zu signalisieren, dass man die amerikanische Politik nicht mehr unterstützt und den eigenen Wählern einzugestehen, dass man sich in der Positionierung zum Ukrainekrieg fundamental geirrt hat.

Russland wird seine Truppen aus der Ukraine nicht abziehen, und die Ukraine wird diesen Krieg militärisch nicht gewinnen. Hier geht es nicht um Moral, sondern um Fakten, und deshalb muss verhandelt werden und zwar sofort!

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59 Kommentare

  1. Das Außenministerium sieht das ganz anders, Frieden schaffen mit Waffen!
    Ich möchte nochmals daran erinnern, Deutschland hat keinen Friedensvertrag!
    Alles was aus D kommt ist entweder ihre eigene Sprache vom Faschismus oder anderer.
    Die Situation in der Ukraine wurde durch einen ‘entweder oder Kasus’ 2014 entfacht!
    Seit dieser Zeit wurde alles unternommen um eine friedliche Lösung zu vermeiden.
    Merkel/Hollande und der Schokoladenprinz haben das öffentlich geäussert.
    Die “dumme” EU bzw. D Politik hat alles getan um sich zu entmartilisieren, freiwillig.
    Das was fehlt ist der demokratische Wille seitens der Bevölkerung, sich gegen diese Politik zu erheben.
    Was geschieht? Nichts!
    Die deutschen oder die EU steht da mit einem Nihilismus von nie dagewesenen Format. Das wird sogar noch mit dem ausgewählten ‘Fachpersonal’ intensiviert. Was auch immer geschehen wird, man bekommt das was man sich verdient.

  2. 1.
    https://overton-magazin.de/top-story/der-ukrainekrieg-und-das-problem-mit-der-wahrheit/#comment-47134
    2.

    Es ist davon auszugehen, dass die ukrainischen Streitkräfte die amerikanischen Cluster Bombs vor allem gegen die russischen Verteidigungsstellungen einsetzen werden.

    Das leuchtet mir taktisch nicht ein, aber es mag sein, daß ich einfach nicht Bescheid weiß. Diese Munition vermag nichts gegen befestigte Ziele(?) Logisch, in einem Stellungskrieg alter Prägung, in dem Verteidiger in Schützengräben ausharren, um ggf Vorstöße motorisierter und abgesessner Infanterie abzufangen, mag das Zeug sehr wirkungsvoll sein, aber just diese Situationen haben die Verteidiger nach westlicher (!) Darstellung bislang erfolgreich vermieden, indem sie die Angreifer in gestaffelten Verteidigungsanlagen, einschließlich tiefer Minenfelder, mit mobilen Einheiten Luftwaffe und konzentriertem Artilleriefeuer, einschließlich Streumunition (!), abfangen, bevor sie sich irgendwo zu wirksamen Vorstößen sammeln können.
    Streumunition ist doch wesentlich eine “denial of area” – Waffe gegen Infanterie und Stoß- Terrortrupps? Taktisch eine Verteidigungswaffe, namentlich für Truppen, die in der Minderzahl bzw. ohne ausreichende räumliche Deckung operieren?
    3. Die spekulative Ausdehnung der angeblichen oder scheinbaren Eskalationsstufe auf chemische und nukleare Waffen wäre umso alberner, je mehr der unter 2. gestellten Fragen mit “ja” beantwortet werden. Wie kommt ausgerechnet ein Militär darauf, moralische Haltungsnoten und -kriterien für militärisch auszugeben?
    4. Punkt 3. gilt natürlich nicht, wenn dem Autor eigentlich klar ist, daß mindestens starke Kräfte in der NATO es auf einen russischen Nukleareinsatz anlegen, weil das für sie einem militärpolitischen Kriegsgewinn gleich kommt, selbst wenn dabei NATO-Territorien in Polen und / oder Deutschland hops gehen, siehe Punkt 1., er sowas aber auf keinen Fall im Klartext hinsagen will!

    1. Oder es ist Punkt 6, man beteiligt sich freiwillig an einer Entmilitarisierung durch den Zug Waffen oder Munition oder Geräte vernichten zu lassen.
      Jede schizophrene Aktion, kann Sinn ergeben?
      Diese Möglichkeit wird leider kaum einer Betrachtung hinein bezogen.
      Tatsache ist jedoch, das die SMO dass von Anfang an mitteilte!

  3. Ja, Verhandlungen sofort. Aber wie holt man nun die Regierungsparteien von ihrem hohen Schlachtross, auf das sie sich gesetzt haben, wieder herunter? Wie kriegen diese Leute die rhetorische Kurve? Schwer vorstellbar.

    1. Aus meiner Sicht viel schwerwiegender: Wie können die Russen den USA und ihren Vasallen noch trauen, nachdem die USA Abkommen gebrochen (Atomabkommen mit Iran) bzw. “einseitig gekündigt” haben?

      1. Ohne eine entsprechende Revitalisierung zuständiger UN-Organisationen wird es sicher nicht gehen.
        Aber die Impulse dafür verspreche ich eher von den Befürwortern einer multipolaren Weltordnung, welche von Zusammenarbeit und Solidarität getragen ist.

  4. Die “normale” Munition ist alle, also muss das genommen werden, was noch da ist. Menschen spielen überhaupt keine Rolle. Wie geht es weiter, wenn auch diese Munition alle ist und nicht ausreichend schnell nachproduziert werden kann? Aber es gibt ja glücklicherweise noch ABC-Waffen. Bis in die USA werden die Wolken schon nicht ziehen, der Rest ist egal. Wo kann man die Drogen beziehen, mit der man das alles richtig findet, ich würde gern welche bestellen?

    1. Keine Sorge, die Russen werden schon dafür sorgen, dass ein paar Pilzwölkchen über den USA aufziehen. Die Zeiten wo, die sich auf ihrer Insel verstecken, konnten sind schon lange vorbei, nur bekommen, dass die Amis nicht mit – für die war ja auch der Irakkrieg ein echter Krieg und keine koloniale Polizeiaktion.

  5. Zu verlangen, dass sich von den Amis aufgepumpte Heißluftballons gegen ihre Herren und Gebieter mit drohender spitzer Nadel im Hintergrund stellen, ist sicher illusorisch. Das größere Übel aber ist eine speichelleckende Mainstreampresse, die ihnen kaum mehr den Spiegel vorhält. Sonst würden sie mit dieser ekelhaften Doppelmoral nicht durchkommen. Das deutsche Publikum ist – bis jetzt – apathisch, kriegsbesoffen sind allenfalls die, die Rheinmetall-Aktien halten oder durch “Programme” unserer “lieben Freunde” gehirngewaschen sind. Das macht Hoffnung, dass eine ECHTE politische Alternative bei einem relevanten Bevölkerungsanteil auf fruchtbaren Boden fallen würde. Der Alptraum für unsere Lakaien (und ihren “Gönnern”)… Wir müssen vom “Speck der Hoffnung” zehren 😉

  6. Frage:

    Ist irgendwo veröffentlich worden, welcher genaue Waffentyp (die M26-Familie – auch bekannt unter “steel rain” -von Lookheed Martin ?) von welchem Hersteller geliefert wird?

    Bisher habe ich nirgendwo dazu irgendetwas lesen können…

  7. Dank an Herrn Hübschen für die deutlichen Worte und seine zunehmende Dissidentenrolle zu seinem Dienstherren. Hoffentlich macht ihm nicht irgend ein Sesself*rzer Ärger wegen des beamtenrechtlichen Neutralitätsgebots; bei entsprechendem Willen lässt sich da vielleicht was konstruieren….

  8. Regierungssprecher Steffen Hebestreit wörtlich: „Wir sind uns sicher, dass sich unsere US-Freunde die Entscheidung über eine Lieferung entsprechender Munition nicht leichtgemacht haben.“

    Mehr kann man ja wohl nicht verkangen.

    1. Das erinnert mich sofort an den bekannten Spruch von Madeleine Albright, den diese 1996 unter sich machte.

      Sie wurde gefragt, ob der Preis der Sanktionen gegen den Irak, die unter anderem 500.000 irakischen Kindern das Leben gekostet haben, den damit erzielten Erfolg rechtfertigten. Die wörtliche Antwort:
      „I think that is a very hard choice, but the price, we think, the price is worth it“.
      („Ich denke, das ist eine sehr schwierige Entscheidung, aber der Preis ist es unserer Meinung nach wert.“)

      Diese großartige Logik hat Regierungssprecher Steffen Hebestreit wohl übernommen, und mit ihm die gesamte deutsche Regierung. Bekannt ist ja auch, dass unsere verehrte Frau Ministerin des Äußersten nach eigener Aussage „auf den Schultern von Joschka Fischer und Madeleine Albright“ steht.

      Passt doch alles. Bloß unsereiner, so als Bestandteil der hierzulande regierten deutschen Bevölkerung, hat irgendwie nix mehr damit zu tun, hängt aber trotzdem mit drin. Es ist halt auch „meine“ Regierung. Leider.

    2. Auch die Mafia, selbst Hitler und die NSDAP, haben sich viele Entscheidungen nicht leicht gemacht.
      Eine intellektuelle Nullnummer wie Hebestreit “argumentiert” dann eben dementsprechend und begreift sein Gesülze nicht einmal. Dass er damit aber dienstrechtlich Verfehlungen begeht, kann er nur so lange abstreiten, wie dies nicht geahndet wird. Eine völkerrechtlich anerkannte Konvention kann nicht nach Belieben interpretiert werden. Und ein funktionsfähiger Rechtsstaat würde dies sofort kassieren.
      Untreue kann man sich jetzt durchaus noch leisten. Aber es wird geahndet werden. Die Form und der Zeirpunkt stehen nur noch nicht fest.

  9. “Wann endlich begreifen das die Regierungen der westlichen Verbündeten und haben den Mut, Washington zu signalisieren, dass man die amerikanische Politik nicht mehr unterstützt und den eigenen Wählern einzugestehen, dass man sich in der Positionierung zum Ukrainekrieg fundamental geirrt hat.”

    Niemals. Es gibt keinen Weg zurück, es gibt keine Exit-Strategien, so sieht die Realität für mich aus. Ein zivilisatorischer Gesichtsverlust erscheint diesen Gestalten als die Schlimmere im Vergleich zur Option der Vernichtung von Hunderttausenden oder auch Millionen Menschenleben.

    Jetzt wären wir Bürger gefragt. Beim heutigen Rave Planet in Berlin wurden 300 000 Menschen erwartet. Von Massendemos gegen die Lieferung von Streumunition und/oder für ein sofortiges Ende des Krieges war dagegen nichts zu hören.

    1. Katla, bin ganz Deiner Meinung. 300.000 Durchgeknallten ist es wichtiger
      dass Resthirn auch noch wegzudröhnen, statt sich einmal mit dem wirklichen
      Leben zu beschäftigen. Wir leben in einer Spassgesellschaft und das nutzen
      die Mächtigen schamlos aus um ihre perversen Machtspiele auszuleben.
      Ich würde mich nicht wundern, wenn einmal herauskommt, dass die Musik
      der Raver aus spychodelischen Experimenten der CIA stammt. Es ist wohl
      schon alles was wir in den Medien präsentiert bekommen, auf Beeinlussung
      der Menschen ausgelegt. Dazu gehören auch Musiktrends. Das wichtige was
      geschieht, wird überlagert von einprägenden Bildern und Rhytmen.

      1. Aber, aber, das war doch eine Demo und sie hat schon eine Lösung präsentiert: Music is the Answer!
        Das waren lauter hochpolitisch Friedensbewegte!

    2. “Jetzt wären wir Bürger gefragt. Beim heutigen Rave Planet in Berlin wurden 300 000 Menschen erwartet. Von Massendemos gegen die Lieferung von Streumunition und/oder für ein sofortiges Ende des Krieges war dagegen nichts zu hören.”

      Genau so ist es, den Menschen ist nicht mehr zu helfen, habe durch Zufall in einer Stadt in Ostdeutschalnd ein paar hundert Leute demonstrieren sehen, für Frieden und Nato-Austritt., eine kleine Minderheit.
      Den oberen ist ein “Gesichtsverlust” oder Verlust ihrer Pfründe das schlimmere Übel als der Untergang der eigenen Zivilisation.
      Wie sollen Russland (und China ?) verhandeln mit einer Partei, die sich an keine Abmachung hält, prinzipiell falsch spielt. Da sind ja nicht mal die elementarsten Voraussetzungen gegeben, um irgendwie sinnvoll zu verhandeln. In einzelnen Punkten tut man es doch, wo immer es geht. Sicher mit dem Wissen, dass keine Vereinbarung auf Dauer wirklich belastbar ist.
      Es wird also wie vermutet weiter eskalieren bis zum Untergang einer oder beider Parteien.
      Hoffen wir, daß sich der Kernwaffeneinsatz in grenzen hält mehr ist nicht drin.
      Opposition von unten nicht mehr machbar mit dem in der Mehrheit völlig verblödeten Volk, siehe Zitat.
      Mit Menschen denen ihre Zukunft scheißegal ist, Hauptsache heute fun gehabt, kann man keine Zukunft aufbauen/sichern.
      Es ist furchtbar schwer unter diesen Umständen sich und die Seinen, so gut es bei beschränkten Mitteln geht auf das Kommende vorzubereiten.

  10. Ich denke, dass Biden vermutlich aus Demenz richtig festgestellt hat, dass sie nicht mehr viele andere Granaten zu liefern haben.

    Grundsätzlich unterscheiden sich die Clustergranaten nicht sehr von den bereits zum Einsatz gekommenen Fragmentladungen der ukrainischen Tochka-U-Raketen, ausser dass deren Kassetten viel grösser sind als die Bomblets, insofern in weniger einzelne Fragmente zerfallen. Natürlich sind es auch mehr Granaten, auch wenn der Gefechtskopf ein Zehntel der Masse des Tochka-Gefechtskopfs hat.

    Die Ukraine hat bereits Tochka-Raketen auf Wohngebiete in Donezk, Gorlowka und Kramatorsk abgefeuert, sie hat auch Tausende, wenn nicht Zehntausende geächtete Antipersonenminen (“Schmetterlingsminen”) auf deren Wohngebiete abgeworfen. Es ist bloss so, dass bei den Clustergranaten die Ausreden “das waren die Russen”, so absurd sie immer waren, nicht mehr möglich sind.

    Der operative, selbst taktische Nutzen dieser Waffen in den Kampfgebieten ist extrem beschränkt. Im Grunde bedeutet es einen Minentyp bzw. eine Fernverminung mehr, nichts weiter. Waffen mit Splitterwirkung kommen an der Frontlinie sowieso ständig zum Einsatz.

    Und die ukrainische Artillerie erlebt täglich Gemetzel. Direkt im Frontbereich meldet das russische Verteidigungsministerium täglich 15-30 abgeschossene ukrainische Geschütze im Antibatteriekampf (“Artillerieduellen”) und mit Drohnen, vor allem dem “Lancet”-Typ von Kalashnikow, dazu kommen über 120 Luft- und Raketenangriffe auf Artilleriestellungen.

    Die Wirkung dieser Waffen ist daher bescheiden, der PR-Schaden erheblich. Nicht zu unrecht schreiben russische Medien von einem Verzweiflungsakt.

  11. Kleiner Scherz am Rande:

    “Kiew: Gefangene Anführer des Nazi-Regiments Asow kehren aus der Türkei zurück”

    “Es wurde berichtet, dass die Asow-Mitglieder gemäß den Bedingungen des Austauschs bis zum Ende des Krieges in der Türkei bleiben sollten.”

    Naja, an Abmachungen und Verträge mit Russland braucht man sich eben nicht zu halten. Dass man Putin leicht vereimern kann, ist ja keine Neuigkeit. Dann bis zum nächsten Mal!

  12. Vor einigen Tagen machte die Meldung die Runde, dass die Ukrai bisher 13% der gelieferten Leos und 22% der Bradlays verloren hat. Dafür hat sie ca. 100-120 km² von 100.000 km² erobert. Leider habe ich im Augenblick die absoluten Zahlen nicht parat, sonst könnte ich noch ausrechnen, wie viele Panzer für die vollständige Eroberung erforderlich sind.
    Auf jeden Fall scheint Not am Mann zu sein zumal es mit einem “Vorfall” im AKW, den man den Russen in die Schuhe schieben kann auch nicht recht zu klappen scheint.

    1. “Dafür hat sie ca. 100-120 km² … erobert. ”
      – oder bezogen auf ca 1000km Frontlinie im Schnitt 100m-120m.

  13. Selenskyj und Biden = Wahnsinn trifft Demenz? Vielleicht könnten die Ukrainer die russischen Verteidigungslinien durchbrechen, aber nur wenn die Russen nicht ebenfalls Streumunition einsetzen. Der Einsatz russischer Streubomben würde der ukrainischen Gegenoffensive ein blutiges Ende bereiten. Denn die angreifenden Ukrainer sind schlechter geschützt, als die Russen sind in ihren Verteidigungslinien. Ganz abgesehen vom Imageverlust des Wertewestens. Außerdem frage ich mich, ob die BRD militärisch einen Staat unterstützen darf, der Streubomben einsetzt, wenn sie das Abkommen zur Ächtung solcher Waffen unterzeichnet hat. Vielleicht sucht Biden nach einer Möglichkeit, endlich zu einem Waffenstillstand zu kommen, indem er für das Scheitern der ukrainischen Gegenoffensive sorgt.

  14. Guter Artikel und fast alles nachvollziehbar.
    Das hier stimmt sicher so nicht: “in diesem Krieg geht es schon lange nicht mehr um die Ukraine und vor allem nicht um die dort lebenden Menschen, sondern darum, dass die USA diese Auseinandersetzung nicht verlieren dürfen, also um knallharte nationale Interessen Washingtons”
    1. Es ging nie darum, die Ukrainer zu schützen, sonst hätte man früh eingesteuert und Russland beruhigen können/müssen.
    2. Den USA ist es völlig egal, ob dieser Krieg “gewonnen” wird: Der Nutzen besteht in einer umfassenden Schwächung anderer Staaten. Russlands natürlich – aber auch die (ehemalige) Wirtschaftsmacht der EU wurde per sé erledigt. (Beweis: Die China-Politik seit Trump = ebenfalls ein reiner Wirtschaftskrieg.)

    1. Ja klar: ” Es ging nie darum, die Ukrainer zu schützen, sonst hätte man früh eingesteuert und Russland beruhigen können/müssen.” Schutz und Hilfe für die ukrainische Regierung und ihrer Bevölkerung ist die amtlich beglaubigte und völlig verheuchelte Formel für die westliche Intervention im Bandera-Land. Leicht zu erkennen. Okay. Aber: Sie ist die tausendfach vorgetragene Parole für das staatliche Handeln der Nato und ihrer Mitgliedsstaaten. Und, was noch viel schlimmer, sie wird tausendfach geglaubt! Die Leute übernehmen diese Lesart ihres Staates eins zu eins, machen es zu ihrem Interesse und radikalisieren sich darüber zu wehrhaften Staatsbürgern, die sogar am Blutvergießen nichts ungewöhnliches mehr entdecken, im Gegenteil, erleichtert Beifall klatschen, wenn sie an tote Russen denken. Mit anderen Worten, entweder die Leute täuschen sich über “ihren” Staat und sein Interventionsinteresse in der Causa Ukraine/Russland (also diese ja auch schon kommunizierte Schwächung der RF als definitves Kriegsziel) oder sie stellen sich obrigkeitsgläubig hinter “ihren” Staat, der zuschlagen soll, schließlich würde man selber als Kanzler die Leos sofort schussbereit an die Front schicken. Dieses gedankliche Abnicken staatlichen Handelns, dieses Ineinssetzen des eigenen Willen mit dem Allgemeinwillen entspringt einer soliden staatsbürgerlichen Gesinnung, die nunmal darin besteht, Differenzen zwischen der eigenen Beurteilung der Gegebenheiten und ihrer Deutung durch die öffentlich gemachte Staatsräson möglichst zum Verschwinden zu bringen. Genau dabei hilft die öffentliche Darlegung vom Sinn und Zweck des Ukraine-Kriegs. Sowohl dem schlicht gestrickten Gemüt als auch aufgeweckteren Geistern. Für letztere gibt es etwas mehr Unterfütterung aus dem Fundus der höchsten Werte und ihrer Verteidigung, bei den anderen reicht der Hinweis auf Ordnung muss sein, sonst haben Agressoren freie Hand. Beides funktioniert.
      Und für diejenigen, die sich mit der hoheitlichen Zweckbestimmung in Sachen Ukraine-Krieg nicht so einfach abfinden können gibt es ein paar Nachhilfestunden sowohl in Sachen Demokratie versus Despotie und im Ernstfall noch ein paar erzieherische Aufforderungen mit Verbotsandrohung.

  15. Die Streumunitions-Lieferung, die Reaktionen der Rest-Nato, ihrer Medien und Mainstream-Menschen ist ein Indiz für den absoluten Bankrott des “westlichen Wertesystems”.
    Nichts weniger.

  16. Das Bild habe ich direkt vor Augen:
    Biden warf sich auf den Boden, krümmte sich vor Schmerzen, ob der Unerträglichkeit der Last, über den Einsatz von Streumunition zu entscheiden. Er hat es sich nicht leicht gemacht. Nachfolgend warfen sich alle Nachrichtensprecher und -sprecherinnen auf den Boden, krümmten sich vor Schmerzen, weil sie mit Bidens Schmerzen mitlitten. Dann heulten sie noch 12 Liter Krokodilstränen in die Kamera und wechselten zum Wetter.

    Was ein Hohn!

    Streumunition trifft vor allem die Zivilbevölkerung und darunter mehrheitlich Kinder. So geht „Wertewesten“ und „regelbasierte Ordnung“.

  17. Deutschland gab auf, als alle seine Städte brannten, das brach den Willen zum Kampf. Erstaunlich das man in Kiew noch sein Handy benutzen kann wenn man im Cafe sitzt? Die Russen haben thermobarische Streubomben, sie könnten eine große Stadt einfach verbrennen. Eine Flucht der Millionen auslösen gegen Westen und die Kämpfer an der Front völlig demotivieren. Vieleicht führt die USA bald einen Krieg gegen Mexiko, wo sie von amerikanischen Waffen beschossen werden? Oder gibt es in diesem Land keinen denkenden Kopf mehr an der Spitze? Müssen ihre Banken erst zusammenbrechen das sie sich selbst zerfleischen?

    1. Niemand hat in Russland Interesse daran, Kiew zu verbrennen.
      Auch wenn man hier im im Westen so einen Käse verbreitet.
      Wenn, dann wäre das schon passiert.

      Russen und Ukrainer sind Brüdervölker, auch wenn die transtalantischen
      Architekten des Konfliktes anderen Dummfug verbreiten.

      1. Es hat auch niemand mal ukr Regierungsviertel in Kiew beschossen, AFAIK.

        Und ich vermute, Streumunition ist eher was fuer Gebiete, die man sowieso nicht erobern will, eigentlich weniger sinnvoll als Angriffswaffe.

  18. Und WER hat als erster die Ächtung dieser Waffe unterzeichnet — Großmaul Stoltenberg!!

    Als wenn die RU nicht noch grausamere Waffen hätten. Eskalation ist der Untergang !!
    Und ALLES was die Ukrainer verschießen Uran verseuchte Munition oder,oder – es bleibt auf ukrainischem Boden!!

    Sie vergiften selbst ihren eigenen Boden !!

    Ich sags immer wieder – ein saudummes Volk –

    1. „es bleibt auf ukrainischem Boden!!“

      Nach meiner Einschätzung geht es darum, einem siegreichen Russland möglichst hohe Folgekosten aufzudrücken. Zum Beispiel durch uranverseuchte Gebiete, in denen auch noch massenhaft Minen und Streumunitionsblindgänger herumliegen. Die Schwarzerden bekommt Russland sozusagen nicht lebend!

      1. Dem kann ich so nicht folgen.
        RU hat Gebiete eingenommen so Groß wie ca. Schweiz und Österreich zusammen. Über die Linien
        kommen solche Munitionen gar nicht hin.
        Diese Gebiete hat BlackRock aufgekauft – denen ist egal ob nutzbar oder Konkurrent weniger.

        Aber meine Frage ist – was bleibt dem ukrainischem Volk ???? NICHTS
        Oder nur Gebiete von den Minderheiten die im Land leben. Dann gibt es auch mit denen noch mehr
        Ärger.
        RU braucht diese Gebiete NICHT !!! Habe ich auch aus dem Verlauf des Krieges nicht entnehmen
        können.
        Aber kommen wir zu den Deutschen – USA hat seine Gelddruckmaschienen geschickt installiert
        Gasleitung sabotiert, Die Flüchtlinge aus seinen Kriegen der EU aufs Auge gedrückt- MILLIARDEN
        die über Ukraine in US-Taschen landen – also gesamt nicht nur die Ukrainer sind SAU DUMM !!!

        1. “Dem kann ich so nicht folgen.”

          Vielleicht lohnt sich ein Blick auf die Grenzverläufe der vier Oblaste(?), die aus russischer Sicht seit den Referenden im letzten Herbst zu Russland gehören und die laut Verfassung wie andere Staatsgebiete unter keinen Umständen abgetreten werden dürfen. Genau in diesen vier Gebieten finden die jetzigen Kämpfe statt! “Auf russischem Boden!”

          Ich halte die Gegenseite für ethisch absolut verkommen und rechne damit, dass alles getan wird, damit die neuen Gebiete eine möglichst hohe Belastung für Russland darstellen. Was mit dem Wasserkraftwerk passiert ist, passt hier ebenfalls ins Bild.

          1. “Dem kann ich nicht folgen” hab schon gedacht, wenn das Hirn nur darauf aus ist
            anderen Schaden zuzufügen. Das Gebiet wo gekämpft wird nennt man “Front”
            weder Gebiet des einen noch des anderen. Findet aber alles laut neuester Karte
            noch auf ukrainischem Gebiet statt. Die Nazis haben nicht mal die vorderste
            Verteidigungslinie erreicht.

  19. “es bleibt auf ukrainischem Boden!!”

    Nach meiner Einschätzung geht es darum, einem siegreichen Russland möglichst höhe Folgekosten aufzudrücken. Zum Beispiel durch uranverseuchte Gebiete, in denen auch noch massenhaft Minen und Streumunitionsblindgänger herumliegen. Die Schwarzerden bekommt Russland sozusagen nicht lebend!

  20. Sehr geehrter Herr Hüschen,

    Recep hat nichts gegen eine Aufnahme der UA in die Nato.
    Gab es da nicht ein Getreideabkommen?

    Sie glauben doch nicht, dass Russland noch Verhandlungen zustimmen wird, wenn Erdogan solche Äußerungen macht?

    Sind Sie als Ex-Bundeswehrangehöriger so naiv?

    1. yankee, verwechseln sie nicht EU mit NATO ???
      Erdogan ist sicherlich nicht so DUMM seine strategisch wichtige Stellung auf zu geben. Also keine Zustimmung
      seitens Erdogans auf NATO-Erweiterung in diesem Gebiet. Als aktiver auch nicht mehr drauf ??

  21. Grundsätzlich wurde entsprechende Munition in diesem Konflikt schon verwendet.
    Die Eskalation ist, das man jetzt das Zeug ganz offen liefert.
    Schlimmer als die Uranmunition (von der Langzeitwirkung; Uran strahlt und ist giftig) ist Streumunition nicht.
    Schädigt eher sofort und nicht schleichend über Jahrzehnte.
    Beides ist Teufelszeug und geeignet das Leben vieler Zivilisten negativ (vergiften, verstümmeln, töten, Flächen unnutzbar machen) zu beeinflussen.
    Ist schon bezeichnend, das die selbsternannten Guten, auf solche Mittel zurückgreifen.
    Verhandeln wollen die “Guten” offenkundig nicht.
    Es werden vermutlich mehr Russen getötet und verstümmelt. Allerdings wird kaum der Effekt eintreten, das damit die russischen Stellungen geknackt werden. Diese sind mit Unterständen und Bunkern ausgestattet die, je nach Bauart, effektiv schützen können.
    Die russische Seite wird ihrerseits noch mal aufdrehen und mit Sicherheit den Beschuss im Hinterland erhöhen um zu vermeiden, das das Zeug in nennenswerten Mengen an die Front kommt.
    Oder sie setzen jetzt selber das Zeug massiv ein. Eventuell bevor die westlichen Lieferungen die Ukrainer erreichen. Gibt es kaum noch ukrainischen Truppen, wird sich das Problem für die Russen in Grenzen halten.
    Ein Trauerspiel.

    1. “Allerdings wird kaum der Effekt eintreten, das damit die russischen Stellungen geknackt werden.”

      Ich gehe davon aus, dass zuerst einmal Wohngebiete in Donezk beschossen werden! Schon früher hat man ja gesehen, dass selbst, wenn die Ukros nur wenig Munition haben, für den Beschuss von Zivilisten immer etwas übrig ist!

      1. Daran habe ich auch gedacht, denn schon jetzt, zu einer Zeit wo die Ukrainer kaum noch konventionelle Granaten haben, beschiessen sie weiter die Zivilisten in dieser Großstadt. Diese sind laut ihrer offiziellen Meinung übrigens alles Ukrainer, die es zu befreien gilt.
        Das ganze passiert zudem ohne dass die westlichen Medien etwas davon mitbekommen.

        1. “Das ganze passiert zudem ohne dass die westlichen Medien etwas davon mitbekommen.”

          Das würde ich so nicht sagen …

          ‘Es ist ein neuer Tiefpunkt in der Berichterstattung der Tagesschau zum Ukraine-Krieg. Einen nachweislich ukrainischen Artillerieangriff auf einen Marktplatz der Hauptstadt der von Russland anerkannten „Volksrepublik Donezk“ mit mittlerweile vier Toten dreht die Tagesschau in ihrer Hauptnachrichtensendung um 20 Uhr in das Gegenteil und verkauft es ihren Zuschauern als „russischen Angriff“.’

          https://www.nachdenkseiten.de/?p=84804

  22. Die Offensive läuft schlecht für UA. Männer und Muni werden knapp. Die Geldgeber wollen Erfolge sehen, 2024 ist amerikanischer Wahlkampf, da kann Biden nen hängenden Krieg nicht brauchen.
    Die Streumuni soll russische Gräben freimachen.

    Allerdings: Wer Krieg Moralisch verkauft, Transzendentalie Gerechtigkeit, die Ruskis haben den Ukris Aua getan,
    der ist im Dschihad, da gibts keine Verhandlungen, nur Vernichtung des Bösen.

    Bis die Realität Vernunft erzwingt wirds noch dauern.

  23. Lieferung von Streumunition = Lehrbeispiel für die Anwendung der “REGELBASIERTEN ORDNUNG”.

    Der Rest der Welt wird dies interessiert zur Kenntnis nehmen…..

  24. “Wann endlich begreifen das die Regierungen der westlichen Verbündeten ….dass man sich in der Positionierung zum Ukrainekrieg fundamental geirrt hat.”

    Selbstkritik und Lernfähigkeit sind unseren politisch Handelnden nicht zuzumuten. Ebenso nicht den Amerikanern, und ihrer Neoton-Sekte, die überall angeblich für Menschenrechte, Demokratie und Völkerrecht zu den Waffen greifen, während sie gleichzeitig all diese Werte mit Füssen treten. Schließlich geht es ihnen um die Macht auf dem Planeten und da sind ein paar Kollateralschaden nicht so wichtig.

  25. “Wie das mit Hilfe dieser Waffen zurückeroberte Gelände im Anschluss an den Beschuss wieder genutzt werden könnte, bleibt unklar.”

    Gar nicht, genau so wenig wie die noch zu verursachende Strahlenwüste.
    Das ist auch nicht der Plan. Es geht um die Schwächung der Konkurrenz,
    respektive Europas, Russlands und Chinas. Alles Andere ist dabei völlig
    egal.

    Aber zu diesem Schluss kommt der Autor auch selbst am Ende.
    Die Frage nach einkehrender Vernunft am Schluss hätte ich weggelassen.
    Das wird nicht passieren. Die Lakaien in den europäischen
    Regierungen sind allesamt Agenten amerikanischer Interessen.

    Wenn das Bildungsniveau ansonsten auf dem unserer Praktikantin
    im Außenministerium liegt, hat man verstanden, dass man sich
    des Endes sicher sein kann. Dort, wo der Fanatismus nicht reicht,
    tut das Unwissen sein Werk.

  26. In diesem Krieg geht es schon lange nicht mehr um die Ukraine und vor allem nicht um die dort lebenden Menschen, sondern darum, dass die USA diese Auseinandersetzung nicht verlieren dürfen, also um knallharte nationale Interessen Washingtons. Wann endlich begreifen das die Regierungen der westlichen Verbündeten …

    Nochmal anders zu meinem “ceterum censeo”. Selbstredend geht es irgendwie um “nationale Interessen”, das sagt ja wirklich buchstäblich jeder Dödel, einschließlich der verantwortlichen Akteure, insbesondere auch uns “Bébé” Baerbock! Sie tritt doch nicht ALS moralische(s) Individuum / Person in einer “Rolle” als Staatsfrau auf, sondern in der Funktion der Staatsfrau tritt sie ALS moralisches Individuum auf, und das tut sie formell und nominell radikal (schaut man im Einzelnen hin, ist es mit der Radikalität nicht weit her)
    Aber welcher Art sind diese Interessen und wie geht es darum?
    Wenn die notorischen Neurechten behaupten, die “Alliierten” oder “Vasallen” der USA seien alle “bestochen” oder auf andere Weise korrupt und verkauften bzw. verrieten die nationalen Interessen Deutschlands und anderer Herkunftsstaaten, so ist doch bitteschön arschklar, daß sie selber nicht daran glauben! Es ist eine moralische Distinktion, nichts weiter.
    Die Neoreligiösen nehmen “das Böse” zu Hilfe, um sich, zum Beispiel, über die Nicklichkeit hinweg zu helfen, daß die Militärs der NATO-Mitgliedstaaten, mindestens die mittleren Ränge unter ihnen (nach dem Muster des Oberst Gaddafi, *grins*) schon spätestens im Herbst letzten Jahres hätten meutern und putschen müssen, oder sind die auch alle bestochen / korrupt? Wie ist es mit Jürgen Hübschen! Hat er nicht das Format und die Verbindungen zu einem Putschisten, zusammen mit etlichen Kollegen, die sich weitläufig ähnlich äußern, wie er?! Die Soldaten haben alle Mittel in der Hand, das vorgeblich gegen “die USA” stehende “nationale Interesse” ihrer Herkunftsstaaten zu bewahren / retten, warum rührt sich da (fast, von den subalternen Neofaschos in der Bundeswehr abgesehen) nichts?
    Die “Querdenker / – frontler” nehmen die Hilfskonstruktion “des Westens” in Anspruch, die noch nicht mal ihre eigene Hilfskonstruktion ist, es ist die offizielle Hilfskonstruktion, mit der die politischen Klassen aller imperialistischen Metropolen ansagen, sie verfolgten ihre nationalen Interessen als trans- und internationale Interessen! Diese “Kritiker” plappern also nur die offizielle Doktrin nach und versehen sie mit negativen Vorzeichen, c’est tout! Ein bißchen ärmlich, okay?
    Leute, die sich ganz schlau und informiert dünken, antworten:
    “Es geht um ‘den Dollar'”. Ersatzweise “um Rohstoffe”.
    Ich will durchaus nicht behaupten, das sei ganz und gar daneben, aber wenn die Behauptung zum Argument einer amerikanischen Vorherrschaft oder gar Hegemonie genommen wird, hält sie den simpelsten Einwänden nicht stand!
    Bei den “Rohstoffen” sowieso, damit mache ich mir keine Mühe, das kann sich jeder vorlegen, der für einen Moment von dem moralischen Titel abrückt, als der “Rohstoffe” da figuriert.
    Aber auch beim “Dollar” haut es schon deshalb nicht hin, weil “die Amerikaner” darauf kein Monopol haben! Die zählenden Dollares schwimmen allesamt auf den internationalen Märkten ‘rum, was man schon daran sieht, daß die US-Treasury notorisch “klamm” ist. “Die Amis” haben nichtmal ein Monopol auf Dollarschöpfung, nur auf Banknotenschöpfung, was bitteschön nicht dasselbe ist! Fast jede popelige Bank der Welt kann Dollares schöpfen, als Kredit- und Buchgeld auf der Basis amerikanischer Schuldverschreibungen, und wenn ihr das “Dollarrisiko” (hier das Risiko steigenden oder fallenden Dollarpreises, je nach Kreditziel) zu hoch ist, legt sie halt Eurobonds in beliebiger kursfähiger Währung auf, deren Kredit bei Bedarf in Dollares denominiert wird.

    Insofern und insoweit es um Dollares (und Euronen, das ist nicht dasselbe, aber das Gleiche) geht, geht es folglich um Staatskredit in einem abstrakt-allgemeinen Sinne, und begründet folglich “nationale Interessen” allenfalls mittelbar. Nix mit “Hegemonie” oder auch nur “Vorherrschaft”.
    Und ich will jetzt nicht zum x-ten Mal darauf deuten, daß das “nationale Interesse” der USA seit längerem das flüchtigste Wesen unter seinen Anverwandten ist, “die Amerikaner” wissen weit weniger, sind sich weniger einig, als ihre Kollegen, wo das eigentlich zu haben ist. Naja, außer dort, wo es alle imperialen Metropolen, neuerdings Japan eingeschlossen, verortet haben:
    In Brüssel. In der NATO-Zentrale.

    Jetzt derselbe Argumentkomplex von einer ganz anderen Seite.
    Es liegt in der Natur des Weltmarktes, der Abhängigkeit der Weltgeldproduktion auf einem nationalen / Staats- Territorium von der auf allen anderen Territorien, wenn auch mit krassen Unterschieden im jeweiligen Belang, daß “nationale Interessen”, im scharfen Gegensatz zur Lage vor den letzten beiden Weltkriegen, nicht allein, oder doch überwiegend allein, Gegenstand, sondern auch Produkt internationaler Konkurrenz ist, die deshalb nicht nur eine nahe Anverwandte der Sphären der Konkurrenz auf nationalen Territorien ist, sondern deren Fortsetzung – “mit anderen Mitteln”, gewissermaßen. Das Verhältnis ist ja glatt umgekehrt! Je geringer der Anteil einer Nation an der Weltgeldproduktion, desto hermetischer die Abhängigkeit aller seiner nationalen Konkurrenzfelder (bis hinein in die Geschlechterkonkurrenz!) von der transnationalen Konkurrenz.
    Mit dieser Vorbemerkung will ich auf einen Thread aus mehreren Fäden verweisen, Beteiligte Krim und ich unter Verweis auf drei andere, obwohl er wesentlich unergiebiger wurde, als ich das gehofft hatte, woran ich nicht ganz unschuldig bin. Das beginnt hier:
    https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/rechts-und-links-null/#comment-47217
    Und das Interface zum Thema hier ist dies:
    https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/rechts-und-links-null/#comment-47288

    Mein Darstellungsinteresse im hier vorliegenden Zusammenhang (ganz grob zusammen gefaßt):
    Die Ursachen und Gründe des laufenden Krieges, von G7 praktisch offiziell zum Weltkrieg erklärt, in dem es nun “ums Ganze” gehen soll, sodaß das sogenannte “amerikanische Imperium” nun auf dieselbe Weise zur Abwicklung ansteht, mit vergleichbaren katastrophischen Wirkungen, wie einst das “römische Imperium”, liegt ganz und gar in den objektiven, den sachlich institutionalisierten, (kapitalistisch) imperialistischen Verkehrsverhältnissen globaler ökonomischer Reproduktion.
    Aber das, was die Sache und ihren Verlauf so hermetisch, schicksalhaft, fatal erscheinen läßt PLUS tatsächlich macht, gehört ganz und gar den Subjekten an! Es ist ihr selbstbewußtes Dasein in allen Sphären der Konkurrenz, also “als” Konkurrenzsubjekte, was diese Wirkung zeitigt.

    1. Ick freue mir jedesmal, wenn du hier deine ausgedachten Märchenthesen in die Welten ballerst, dir von dir zum Glück so hochtrabend dämlich verpackt werden, dass sie niemand vom fünften Mal lesend kapieren kann.

      Als Bunkerbasicanmerkung dürfte dir auch aufgefallen sein, dass im politischen Deutschland der kleinste öffentliche Widerspruch und alle ausnahmslos öffentlich Widersprechenden gegen die transatlantische proxy-war Party im Bandera-Wunderland, gleich ob sie aus dem Militär, aus der Politik oder aus dem Kulturbereich stammten, kaltgestellt und politisch ausradiert wurden und dein dummes Gequatsche vom ausbleibenden Putsch der “mittleren Ebene” nur hohlste, kenntnislose Phrasen sind.

      Deine weitere Märchenerzählung, wonach die Vereinigten Staaten nur das Monopol auf die Banknotenneuschöpfung und ohne dessen Inhalt des dort verbrieften Dollars hätten, sollte wohl so ein Sonntagsextrabeitrag aus dem Märchenwald werden, weil die Kumpels in den Staaten auf dem virtuellen und druckenden Volkskopierer dort immer einer abstrakten, inhaltslosen Banknotenparty für das allgemeine Viereck feiern würden und die natürlich keene Ahnung hätten, worin deren ureigenstes, amerikanisch-nationales Interesse auf seinen weltweiten Partystützpunkten und dem von ihm weltweit, von Allen nur für Ihn, beanspruchten Surpuls liegen würde, und die natürlich, auch wenn die Jungs und Mädchen im US-Justizministerium, die den ganzen Tag nichts anderes Tun und Unterlassen, als ihren weltweiten justizellen Geltungsanspruch auf alles in der Welt in ihre amerikanischen Justzinormenparty zu pressen, auch keene Ahnung davon hätten, warum die weltweiten Volksgenossen nach amerikanischen Normen tanzen müssen, wa ?

      Deine nächste Märchenerzählung kannste vorher bitte ankündigen, damit man sich das Lesen deiner Zeilen gleich ersparen kann.

      1. Kaum spricht man vom Teufel, steht der Pudel vor der Tür.

        Ich denke, wenn jetzt eine vielversprechende Gestalt daher käme, die verkündete:

        “Und ich werrde die Amerrikaaner und den amerrikanischen Einflußß in diesem Lande bekämpfen, bis zum letzten degenerierten Rassehund, den sie im Tiergarten stolziierren, ausrrottten, so grrrüntlich … usw”

        Dann würde der Atze sagen: ‘Mann, der is ja echt herbe drauf, ganz sauber is der nich … aba recht hatta.’

        Egal! Das ist nicht mein Thema!!
        Denn hier haben wir es nicht mit einem Kinnbärtigen zu tun, sondern mit dem hochethischen Jürgen Hübschen, dem es in der Tat nie einfiele, irgendwas zu versprechen, außer, daß er ganz sicher ist, daß hier was “knallhartes” am Werke ist. Der einem Kinnbärtigen auf seinem, Hübschens Feld, eine Steilvorlage und Berufungsinstanz liefern könnte …. wenn denn so einer in Aussicht stünde.
        Tut er aber nicht.

        Warum nicht, der Erklärung habe ich immerhin eine Richtung gegeben.

      2. Übrigens “Weltgeld”, der a^2 mag ja nicht mehr pöbeln kommen.

        Nach der praktischen Ebene urteilend, könnte man sagen, die Masse Gold, die von dem umlaufenden und aufgeschatzten, nach meiner Redeweise als Weltgeld fungierenden Geldmengen gekauft werden könnte, wäre nach dem Urteil gewisser Kritiker und “Theoretiker” “ächtes” Weltgeld, vere?
        Warum soll dann aber nicht das umgekehrte gelten?! Was ist das für eine “Mathematik”?
        Die einfachste Antwort: Weil die Definitionsebene nicht taugt! Was Weltgeld ist, und was nicht, wird eben nicht auf der Distributionsebene entschieden, dort wird nur exekutiert, was sich auf anderen Ebenen herstellt.
        Fiel mir nur grad ein …

  27. “Die Taktik der verbrannten Erde kommt dann zur Anwendung, wenn entweder die sich zurückziehende Armee nicht damit rechnen kann, in nächster Zeit besetztes oder eigenes Gebiet zurückzuerobern, oder der Gegner Guerillataktik anwendet und auf die Unterstützung der Bevölkerung zählen kann.”

    (Wikipedia)

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