
Der Mensch scheint von allen guten Geistern verlassen zu sein: von seiner Aufklärung, Vernunft, Kultur, Zivilisation, Kunst und zuletzt auch von seinen Intellektuellen, die einmal zumindest den Eindruck erweckten, in unübersichtlichen Zeiten eine gewisse Orientierung zu bieten.
So hat auch der letzte Intellektuelle der Bundesrepublik, Jürgen Habermas, die liberale Demokratie des Westens, auf die er einmal so „stolz‟ war, mit ins Grab genommen. Aber dies war vorauszusehen, weil die öffentliche Meinung und die Vernunft, auf die er und die Modernen setzten, eben nichts anderes waren, als Verherrlichung jener glorreichen Demokratie, die sich inzwischen nur noch nackt präsentiert.
Alle materialistischen oder idealistischen Aufklärungs- oder Befreiungskonzepte, die den Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit (idealistisch) oder Knechtschaft (materialistisch) befreien sollten, sind inzwischen gegen die Wand gefahren. Eine Aufklärung, die bekanntlich ihrerseits befahl, Gott auf das Minimum zu reduzieren, damit der Mensch allen Platz und alles Recht an Welt und Geschichte ausüben konnte.
Die vormals hehren Worte und Formulierungen wie „feindlose Demokratie‟ (Ulrich Beck) oder „Obsoleszenz des Krieges‟ (Habermas) sind inzwischen durch Kugeln, Bomben und Drohnen widerlegt worden. Übrig ist uns nicht etwa ein „sprachloser Zusammenstoß von Welten‟ geblieben, sodass wir von den Bomben und Raketen wieder zu einer „gemeinsamen Sprache‟ zurückfinden müssten – wie sollte das auch gehen, wo doch unsere Zeit gerade das Ergebnis jener „gemeinsamen Sprache‟ ist, die einmal „Konsensdemokratie‟ oder „government by consent‟ hieß? Vielmehr nur noch die Raketen, Bomben, Drohnen und eine hochtoxische Sprache, die wiederum selbst zur Waffe geworden ist.
Ja, wir können heute nicht einmal mehr die alten ‚naturalistischen‛ Begriffe wie Barbarei, „Vertiertheit‟ oder „Verwolfung‟ des Menschen verwenden, da wir damit nur die Macht und Gewalt des Menschen verharmlosen würden – und damit die Tierwelt diskriminieren. Denn das Neue daran ist ja, dass alle diese Mittel (militärischer, ökonomischer, sprachliche oder politischer Art) auf der erhöhten historischen Stufenleiter sich befinden. Geschichte verläuft eben nicht vom Wilden zur Humanität, sondern von der Steinschleuder zu den Massenvernichtungswaffen und den KI-gesteuerten Drohnen. Es findet also nicht bloß eine Rückkehr zu den archaischen Zeiten statt, da die Mittel der Menschen inzwischen an Durchschlagskraft und Gewalt unendlich gewonnen haben, aber damit auch jene Humanität (die ja von Anfang an auch mit dieser „Steinschleuder‟ ebenso intendiert war) ganz zu negieren drohen.
Kurzum: Wir liegen mit uns selbst im Krieg. Auch die materialistische Dialektik, die von einem Ideal des „Sollens‟ nichts mehr wissen wollte (Marx), hat in Wahrheit das „Sollen‟ des archaischen Hausherrn schlicht übersehen, der das ‚Gesetz des Hauses‛ (Ökonomie) setzt.
So auch die vormals „feindlose Demokratie‟ (U. Beck), die das „Ende der Geschichte‟ (Fukuyama) dogmatisch verkündete und kultpraktisch im Weltmarkt konsumistisch feierte. Es war das postmoderne, zugleich „nüchterne‟ (profitrationale) und „trunkene‟ (ästhetische) Projekt des neoliberalen Kapitalismus und darin zugleich der säkularisierte, normative Gehalt des alten Monotheismus. Das heißt, die beiden Quellen des Westens (Sokrates und Moses/Christus), die Nietzsche bekämpfte, endeten im neoliberalen Weltmarkt, in der universalen Form der ökonomischen Bewirtschaftung und politischen Beherrschaftung (Demokratie mit universalem Anspruch). Und jene konservative Antithese der „vielen Götter‟ (Heidegger: „Nur noch ein Gott kann uns retten‟) sollte dann in Wirklichkeit der neue illiberale, autoritäre Kapitalismus sein. Auch das „humane Moment‟ als „Werden der Freiheit‟ (C. Menke), das in der schlechten Wirklichkeit des Neoliberalismus zugleich dialektisch als befreiende Möglichkeit gerettet werden sollte, sollte also in Wirklichkeit die Rearchaisierung alles Zivilisatorischen, Humanen, Kulturellen und Politischen sein: Rückkehr zum archaischen Befehlsgrund des despotischen Hausherrn.
Auch die „Demokratie‟ ist dann nicht mehr „im Kommen‟ (Derrida), vielmehr in der kriegstüchtigen und kriegssüchtigen Demokratie praktisch wie theoretisch angekommen. Demokratie, Autokratie, Islamismus, Messianismus – alle sind zu sich selbst, nämlich zu ihrem absolut Guten, Schönen und Wahren angekommen – auch der „Messias‟, so kommentiert zuletzt Moshe Zuckermann den nationalreligiösen ‚zionistischen Messianismus‛, „ist schon um die Ecke‟ (Overton). Eine „feindliche Demokratie‟, die vormals neoliberal als glorreiche Demokratie, als freier Weltmarkt zelebriert wurde, um darin den alten romantischen Universalismus („Seid umschlungen Millionen‟; Schiller) in den neoliberalen Weltmarkt zu übersetzen. Die Welt ist inzwischen vollkommen entformt, alle Institutionen, Kategorien, Gesetze, Verträge oder Begriffe sind zerfallen, zerstreut, disseminiert; Aufklärung, Kultur, Kunst, Bildung, Recht, Völkerrecht, Gerechtigkeit, Diplomatie, Medien – alle dienen nur noch als Fußmatte für den despotischen Hausherrn, der jener Entformung der Welt eine antagonistische, archaische, terroristische und kriegerische Form gibt.
Denn das, was als ungeschriebenes Gesetz im chaotischen, form- und gesetzlosen Zustand der Welt herrscht und feststeht, ist allein die imperative Befehlsgewalt des despotischen Hausherrn, der den Zerfall weltweit betreibt und ihn zugleich monarchisch (unipolare Welt) und polyarchisch (multipolare Welt) zusammenzuhalten versucht. Einer, der freilich inzwischen von der alten „Bewahrung der Schöpfung‟ nichts mehr weiß oder wissen will. Denn wir haben es hier nicht mehr, theologisch, mit der Schöpfung (creatio) und Erhaltung (conservatio) der Welt, oder mit der mythischen Kreisfigur einer „ewigen Wiederkehr des Neuen‟ zu tun. Der neue Schöpfer/Macher der Welt betreibt vielmehr mit seinen hochdynamischen, kriegstüchtigen und kriegssüchtigen Praktiken nur noch die Ausschöpfung der Schöpfung. Ökonomisch, wissenschaftlich, informatisch, kulturell, politisch oder technomathematisch ist es das menschliche und göttliche Projekt, das die Zeit immer mehr beschleunigt sowie den Raum zu einer punktuellen Nichtigkeit einschrumpfen ließ, um gerade in dieser Nichtigkeit (die zugleich die Fülle der despotischen Befehlsgewalt darstellt) auch noch die allerletzte atomare Option einzubauen.
Hatte es noch im Urchristentum Sinn und Verstand gehabt, den Glauben an den Untergang der Welt nicht als ein ‚Allerletztes‛ anzusehen, weil der Untergang nur der Durchgang zur höheren Stufe unausdenklicher Freuden sein sollte. So kennt die neue, säkularisierte, ökonomisch-politische Eschatologie nur noch die Apokalypse ohne Apokalypse, das Eschaton (Letztes) ohne Eschaton (Letztes). Waren einmal „Gaskrieg‟ und „Holocaust‟, die ersten, die das Ende aller Zivilisation und des humanen Denkens erprobten, so wurden die Mittel der Vernichtung (kultureller, technischer, militärischer oder politische Art) inzwischen noch tödlicher und steuern inzwischen auf eine allerletzte, atomare Option zu.
Daher meinen auch die Medien weder The Medium is the Message (McLuhan), noch The Medium is the Massage (Dieter Mersch). Sondern: The medium is under the archaic command. Also nicht „archi-ecriture‟ (Derrida), sondern archi-command. Der Ur-Ursprung als das Undeutbare, Unsagbare und Geheimnisvolle der Texte ist das archi-command. Es ist der ursprüngliche General, der von Anfang an seine Befehle erteilt und der inzwischen vor uns nur noch in seiner nackten, archaischen Gestalt auftritt. Eine westliche Demokratie (in Wahrheit eine imperiale Oligarchie-Plutokratie-Kryptokratie), die den Deckmantel von Liberalität, Freiheit oder westlichen Werten abgelegt hat. „Wir leben‟, so sagt unmissverständlich der US-Stabschef Stephen Miller, „in einer Welt, die von Stärke, Gewalt und Macht beherrscht wird. Das sind die ehernen Gesetze der Welt, die seit Anbeginn der Zeit gelten.‟
Wie recht er hat. Aber das Gegenargument lautet eben auch: Gewiss, die Begriffe wie Aufklärung, Vernunft, Kultur, Zivilisation, Humanität oder „zwangloser Zwang des besseren Arguments‟ waren doch immer auch heuchlerisch – insofern bilden auch „Heuchler‟ und „Leugner‟ nur die eine Figur; etwa die Klimaretter und die Klimaleugner. Sie deckten eben nur die archaische Gewalt zu, die unter diesen hehren Begriffen lag, und die nun der US-Stabschef ganz offen ausspricht. Dass in diesen hehren Idealen – so lautet das Argument – freilich auch ein „normativer Anspruch‟ steckt, übersieht hier allerdings das Entscheidende: dass der normative Anspruch von Anfang an in der Sprache als archaische Befehlsform (Imperativ) drinsteckt, aber verkehrt als Kultur, Zivilisation, Humanität oder eben Demokratie glorifiziert wird. Also gerade nicht in dieser strategischen, imperativen Befehlsform, sondern in der indikativen Wirklichkeitsform oder konjunktiven Möglichkeitsform auftritt – so vormals in der „feindlosen Demokratie‟ (U. Beck) oder in der „Konsensdemokratie‟ (Habermas).
Dass heute diese archaische Gewalt und dieser Irrsinn nun vollends zutage tritt und ganz offen zelebriert wird (wie etwa von Trump oder von den westlichen Machteliten in ihrem dionysischen Kriegsrausch), zeigt eben nur, dass der archaische Hausherr (Zivilisation, Vernunft, Kultur, Autonomie, Selbstkritik etc.) immer schon nackt war, aber mit jenen hehren metaphysischen Begriffen zugedeckt wurde.
Unmenschliche und menschliche Bedürfnisse
Die ‚Ökonomie des Kriegs‛ resultiert somit aus jener anfänglichen, strategischen Befehlsform, die freilich zivilisatorisch, fortschrittlich, kulturell, sprachlich oder neoliberal-demokratisch unsichtbar blieb oder bleiben sollte; etwa in den bürgerlichen Begriffen wie „antiautoritärer Charakter‟, „feindlose Demokratie‟, Freiheit, westliche Werte, oder eben sprachwissenschaftlich in der Linguistik. Freilich auch so, dass für einen historischen Augenblick dieses archaische Geheimnis, wie etwa in Chomskys Sprachwissenschaft, auch enthüllt wurde.
So konnten wir zuletzt erfahren, wie auch die linguistische Maschine Chomskys, die über Jahrzehnte hinweg weltweilt Aufmerksamkeit erzeugte, plötzlich kollabierte und unter ihrer Haube die unsichtbaren, ja unmenschlichen, archaischen Mächte und Bedürfnisse offengelegt wurden – der freilich, nach Auskunft seiner Frau, von den „kriminellen, unmenschlichen und perversen Handlungen‟ Epsteins nicht gewusst haben soll. Der Punkt ist hier aber ein anderer und in der Funktion der linguistischen Maschine selbst zu finden. „2019‟, so schreibt Christian Geyer in der FAZ, „bat Epstein Chomsky um Rat (…). Chomsky riet, gar nicht erst in Kommunikation mit den Vorhaltungen zu treten, die mediale Kritik zu ignorieren, vorderhand um die Angriffsfläche nicht zu vergrößern, womöglich aber auch aus tieferliegenden Gründen eines opaken Sprachverständnisses, wie es aus Chomskys Beschwörung des ‚Geheimnis‛-Charakters von Sprache spricht.‟
Der „Geheimnis-Charakter von Sprache‟ ist aber kein Wesen oder Sein, sondern der archaische, strategische Imperativ: Sei!, Werde!, Spreche! Jener Bereich also, wo Kapital als Form der ökonomischen Bewirtschaftung und Staat als Form der politischen Beherrschaftung in einem unsichtbaren Bereich koinzidieren, der freilich der Aufmerksamkeitsökonomie (Reckwitz) auch weitgehend sich entzieht; ein Bereich von privaten, geschlossenen Kreisen, der für die Öffentlichkeit unsichtbar bleibt und bleiben sollte. Eine sichtbare Ökonomie, die in ihrer Bewegung zuletzt auch ihr unsichtbares Geheimnis und das geheime Bedürfnis nach Macht, Herrschaft und Gewalt preisgab: das „Kriminelle, Unmenschliche und Perverse‟.
Auch Sprache ist eben nicht das Leben, sondern gibt dem Leben von Anfang an Befehle – so bereits die poetische Sprache eines Homer, die in der Ilias mit dem Befehl anfängt. Denn in der Sprache, im Denken, in der Praxis oder in den technomathematisch-algorithmischen KI-Medien nehme ich etwas in Gebrauch, was mir immer schon vorausgeht. Aber das, was mir vorausgeht, fängt mich auch strategisch ein, befiehlt mir im Namen der Kapitale (ökonomisch) und A-Kapitale (politisch) mich zu opfern. Das heißt, der Kommunikation ist die archaische Befehlsgewalt des Strategen eingeschrieben, der befiehlt, den Feind draußen und innen zu vernichten. Statt uns also heute ständig mit der Sprache der KI zu beschäftigen, sollten wir uns lieber mit der archaischen Sprache der Generäle, mit der Sprache der natürlichen Dummheit, mit der Sprache der Feindschaft, des Hasses und der Grausamkeit beschäftigen.
Die neue Chance des Politischen
Wenn nun auch die Begriffe wie Demokratie, Freiheit oder westliche Welt am Boden liegen und Demokratie nicht mehr „feindlos‟, sondern „feindlich“ sowie der Krieg nicht mehr „obsolet‟, sondern zum Normalzustand geworden ist. Dann „leben wir in der Tat in einer Welt, die von Stärke, Gewalt und Macht beherrscht wird‟. Eine, die damit jenseits der idealistischen und materialistischen Dialektik die „ehernen Gesetze der Welt‟ bestätigen, die „seit Anbeginn der Zeit‟ gelten. Auch die „Arbeiter‟ (Marx) des gesellschaftlichen Seins und die „Hüter‟ des ontologischen Seins (Heidegger) bilden dann nur die eine ontisch-ontologische, menschlich-göttliche Welt, die unter der Befehlsgewalt des despotischen Hausherrn (archōn) steht.
Es ist dann genau diese extreme, archaische Kriegssituation, die heute mit dem Ende der westlichen Wertewelt und der Offenlegung ihrer nackten, glorifizierten Gewalt zugleich das Politische wieder neu anfängt. Dass mit dem Ablegen der Masken von Demokratie und Freiheit auch eine neue, herrschaftsfreie (anarchische) Politik beginnt und die sowohl die „unipolare‟ als auch die „multipolare Welt‟ diagonal zerschneidet.
Die Entblößung des archaischen Generals ist somit zugleich die neue Chance, die uns heute gegeben ist, nachdem nämlich alle idealistischen, materialistischen, ökonomistischen, liberalistischen, diskursivistischen oder moralistischen Masken gefallen sind. Dass also mit dem Herunterfallen der demokratisch-kapitalistischen Masken auch eine neue Politik des Partikularen und Universalen wieder anfängt; ein Partikulares und Universales, die vormals, als ein individuell Allgemeines, im neoliberal-kapitalistischen Globalismus kriminell geworden sind und heute sich nun ganz offen terroristisch und kriegerisch zeigen.
Wenn der despotische Hausherr im europäischen und westlichen Denken, in der Sprache, in der Schrift, im Text, in der Sinnlichkeit, in den Aktionen von Praxis und Theorie immer schon präsent ist (verdeckt-liberal-progressiv oder offen-autoritär-regressiv). Dann gilt es, diesen Selbstverbrennungsprozess der Menschheit politisch unwirksam zum machen. Eine doppelte Politik, welche die zwei Optionen von Gewaltsamkeit gegenüber der strategischen Befehlsgewalt und Sanftheit, Gewaltlosigkeit gegenüber der Sache selbst meint (Humanität, Idee der Menschheit, Gerechtigkeit, gutes Leben). Denn die neue Politik ist nicht mehr ein Kampf um die Ersetzung einer ökonomisch-politischen Form durch eine andere. Vielmehr ein Kampf zwischen Ökonomie (kapitalistische Form der Bewirtschaftung) und Politik (politische Form der Beherrschaftung) einerseits, und Anökonomie (Zerstörung der ökonomischen Kreisfigur, die für die Ökonomie wesentlich ist) und humaner Politik (diejenige Widerstandskraft, die den despotischen Hausherr, der das ‚Gesetz des Hauses‛ setzt, entthront) andererseits.
Das „Politische liegt‟ in der Tat „auf der Straße‟ (O. Negt). Ja, aber als ein archaisches, autoritäres Verhältnis ist es eben auch kontaminiert. Deswegen muss es von den Imperativen des Inhumanen dekontaminiert werden, um endlich befreiend und heilsam wirken zu können. Womit wir zu brechen haben, ist die imperative Befehlsgewalt des archaischen Souveräns, der von Anfang an das ‚Gesetz des Hauses‛ setzt, um ohne den archaischen Befehlsgrund der Idee und dem Ruf des wahrhaft Humanen (der Idee der Menschheit) zu folgen. Und zwar durch eine ‚Politik des Opfers‛, die das archaische Befehlsverhältnis opfert, und so dem Politischen wieder seine unverdorbene Reinheit wiedergibt. Oder schlicht und einfach formuliert: Man will ja gar nichts anderes, als dass diese ganzen Institutionen, Wirtschaften, Techniken, Wissenschaften oder KI-Maschinen für den Menschen da sind, und nicht umgekehrt, die Menschen für sie, die sie doch als ökonomisch-politische Verhältnisse selber geschaffen haben, aber inzwischen nichts mehr davon wissen wollen, oder darin technomathematisch-algorithmisch sogar verschwinden wollen.
Es ist das wahre menschliche Bedürfnis, nach einer vom Krieg, Hass und Gewalt befreiten, versöhnten Welt. Denn wir sind nur, indem wir Frieden in uns haben; haben wir diesen nicht, so stehen wir mit uns selbst im Krieg.


Vielleicht wird die Welt nicht aus den Elfenbeintürmen der Universitäten gelenkt, sondern vom „World Economic Forum“, aus Bankenhochhäusern und Geheimdienstzentralen?
Frank Zappa bezeichnete Politik zynisch als „Unterhaltungsabteilung der Rüstungsindustrie“.
Nicht nur „vielleicht“!
The illusion of freedom will continue as long as it’s profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater.
Frank Zappa
Und in der allerchristlichsten Variante
https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/2025/02/establishment-of-the-white-house-faith-office/
hört sich das dann so an:
“Tuesday will be Power Plant Day, and Bridge Day, all wrapped up in one, in Iran. There will be nothing like it!!!
Open the F—n’ Strait, you crazy b—–ds, or you’ll be living in Hell – JUST WATCH!” he raged. “Praise be to Allah. President DONALD J. TRUMP”
https://www.thedailybeast.com/donald-trump-drops-f-bomb-in-unhinged-easter-morning-truth-social-rant/
> „Unterhaltungsabteilung der Rüstungsindustrie“
Ja, schon auffällig, wie abschüssig der Weg des Westens wurde nach 9/11, den dann aufgenommenen Krieg gegen den Terror, der bis heute anhält und schon nach wenigen Jahren zu Terrorkrieg gegen die eigene Bevölkerung wurde. In die USA kommt man nur noch mit Visa rein, wenn man überhaupt noch dahin will. Und in Europa hat man ab 2011 unübersehbar jeglichen ernsten Widerstand gegen die Richtung Russland ausgerichteten Hegemonialansprüche der USA aufgegeben.
@Artikel
Was hat das für eine Zielrichtung, philosophisch zu sein, ohne politisch gleichzuziehen?
Natürlich gibt es immer irgendwelche mächtigen Zeitgenossen, denen es einfacher vorkommt, die Sandburgen der anderen kaputt zu machen, als selber was Ansehnliches zustande zu bringen. Natürlich finden sich immer Geschäftemacher, die sich da gerne dranhängen. Aber wo sind die alternativen Wege. Wer soll die finden und beschreiben wenn nicht die Philosophen, die ihre Erkenntnisse an Beispielen konkreter Politik aufzeigen?
Für Leute wie Mearsheimer war die liberale Demokratie schon immer ein postkoloniales Mittel, um die Welt zu beherrschen. Die friedliche Version hatten wir in Europa, solange der Respekt vor der Sowjetunion da war. Als Russland sich dann erst selbst konsolidieren musste, begann sofort der US-Eroberungsdrang und die Nato definierte sich vom Verteidigungsbündnis zum Interventionsbündnis um. Der große Feind war weg, man definierte das als Sieg und die kleinen Feinde konnte man sich dann bequem einen nach dem anderen aussuche und vornehmen.
Der Kosovokrieg zeigte 1999, dass der Weg begonnen und der Westen bereit war, sich in größere Händel hinein und aus der Zivilisation herausziehen zu lassen. 9/11 war der Fehdehandschuh, den die böse beleidigt USA und ihre wackeren Helfershelfer gerne aufnahmen, als Afghanistan zum Ziel auserwählt und die Taliban auserkoren waren, die zuvor eh schon mit der Zerstörung der Buddhastatuen unangenehm aufgefallen waren. Es sollte ein Lehrbeispiele für modernes Untermenschentum, dem die liberalen Demokraten den gehörigen Platz anweisen…wollten.
Den Taliban die muslimische Sandburg 20 Jahre lang kaputt getrampelt. Am Ende steht sie doch wieder, kaum dass der letzte Soldatenfuß aus dem Land ist. Das Zuhause der liberalen Demokraten ist kaum noch liberal und schwebt ansonsten kurz vor dem erklärten Spannungsfall ganz ohne Demokratie.
Das was hier immer noch als Demokratie bezeichnet wird, hat sich schon längst zu Faschismus gewandelt. Aber was bitte sollte da auch anderes dabei herauskommen? Diese angeblche Demokratie hat nie auch nur für einen Moment den Willen besessen Fehler zu revidieren und vor allem keine Fehlbesetzungen zu korrigieren.
So konnte eine jede Verbrecherorganisation von Partei ihr eigenes, vor Recht und Gesetz geschütztes Süppchen kochen und daraus wurde der übliche totalitäre Staat einer jeden Diktatur die auf den Besitz aufbaut.
Wenn ich das Wort Rechtsstaat schon höre wird mir schlecht, einen solchen hat es nie gegeben und unter den herrschenden Umständen wird es ihn auch nie geben.
Dafür braucht es nämlich etwas mehr als die üblichen Parteisoldaten die sich ein Antikes Kostüm anziehen und ihre Willkür als Recht bezeichen.
Die klassische Mischung für die Rechtsfreiheit besteht aus kriminellen Parteisoldaten und kriminellen Oligarchen, wobei die Parteisoldaten für ein Kleingeld als Parteispende den Oligarchen und ihren Firmen die Plünderung der Staatlichen finanzen ermöglichen. Und eine Politische Unterschichtenjustiz schaut untätig dabei zu und leistet wenn gewünscht noch Handlangerdienste.
Weshalb dieser Staat natürlich keinen Schuß Pulver Wert ist und von seinen normalen Rechtlosen Insassen auch auf keinen Fall verteidigt werden sollte. Den Insassen kann es egal sein ob die Oligarchen denen sie gehören aus Deutschland, den USA, Russland oder China stammen, an der Unfreiheit ändert sich da nichts.
Deshalb sollte jeder Insasse schlicht und einfach versuchen so viel wie möglich dieses Staates zu Verkaufen, egal an wen auch immer. Für die Insassen gibt es nur einen Feind und der heißt Staat, mit all seinen Dysfunktionalen Ämtern und Behörden.
Patriotismus bedeutet hier diesen totalitären Verbrecherstaat Auflösen und gegen einen demokratischen Rechtsstaat ersetzen.
Hier, im Land des offenen Wahlbetrugs, dem korrupten Regime, den unfähigen Behörden und ihrer, aus dem 3 Reich stammenden Justiz, Verwaltung und Polizei, ist keine Reform mehr möglich, da braucht es die Abrißbirne und war gründlich.
Kapitalismus tendiert zyklisch immer irgendwann, wenn der Mehrwert nicht mehr erbracht werden kann zum Totalitarismus und Krieg.
Oh nein, der Tod ist schon wieder ein Meister aus Deutschland!
Ständig stirbt „das Völkerrecht“, wird bisweilen sogar „ermordet“.
Auch die Demokratie wird mindestens sooft beerdigt, wie sie sich anlässlich der folgenden Totsagung wieder exhumieren lässt.
Und jetzt war sogar die „liberale Demokratie“ dran, die sich von einem verblichenen vorgeblichen BRD-„Intellektuellen“, angeblich sogar „dem letzten“, ins gemeinsame Familiengrab hat einsperren lassen.
Durch ihn und mit ihm und in ihm ist dir,
Jü Habermurks, verfassungspatriotischer Vater,
in der Einheit der Heiligen Bundesrepublik
alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit.
Die frohe Botschaft:
Spätestens am dritten Tage wird die Demokratie, auch die liberale, auferstehen von den Toten, auffahren ins nächste konstruktiv-kritische Pamphlet und dort sitzenbleiben zum Zwecke der nächsten Grablegung. Und dann wird die Demokratie von dort wiederum kommen um zu dichten den Lamentierenden, auch den toten. Usw. usf.
Alle trauernd Hinterbliebenen, die so lang nicht warten wollen, können Habermurks bereits am Ostersonntag die letzte Messe und die Leviten lesen:
„Das Lebenswerk des Jürgen Habermas: Fundamentalkritische Affirmation von Gott und der Welt“
https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/juergen-habermas-werk
In der Tat, das Geschwafel von Gegenstandpunkt toppt „Habermurks“ um Längen. Soviel Unsinn schafft Habermas nicht.
Was ist denn falsch am GSP-Geschwafel bzgl. Habermurks?
Könnten Sie etwas Konkretes benennen? Gar den GSP widerlegen? Verstehen Sie den Gegenstandpunkt überhaupt? Ist immerhin leichtere Kost als der Habermurks.
Oder hatten Sie nur reflexartig reagiert, als Ihnen das Triggerwort „Gegenstandpunkt“ unterkam? Das würde dann in Richtung einer garno-Impulskontrollproblematik deuten.
Machen Sie eine Aussage mit einem Argument, dann werde ich darauf antworten. Bisher ist da von Ihnen nichts gekommen – außer, dass Sie auf „Gegenstandpunkt“ verweisen.
In diesem Fall hätte ich 2 Osterfilmtipps, beides hochkarätige Klassiker zur Impulskontrollproblematik:
1. „Ein Mann sieht rot“
2. „Falling Down – Ein ganz normaler Tag“
Außer Geschwafel kommt von Ihnen nichts. Vermutlich finden Sie das sogar noch geistreich.
Im Asbach Uralt ist der Geist des Weibes
@Ernst/@garno Der verlinkte Artikel ist gründlich, analytisch und nur etwas polemisch, nimmt H. ernst. Er trifft insb. das Hauptproblem: Was soll man unter einem herrschaftsfreien Diskurs verstehen, wenn es nicht der in einer Organisation neuen Typs wäre? Was bezweckt die Illusion, es könnte einen solchen in der bürgerlichen Gesellschaft geben?
Ganz besonders hat mir der Abschnitt zur Wissenschaft gefallen (Habermas vertritt die These es gäbe nur Interesse geleitete W., also keine objektive Wahrheit).
„der letzte Intellektuelle der Bundesrepublik“ – meine Güte, offenkundiger Unsinn!
Hat der Autor („Eine Aufklärung, die bekanntlich ihrerseits befahl, Gott auf das Minimum zu reduzieren, damit der Mensch allen Platz und alles Recht an Welt und Geschichte ausüben konnte“) da evtl. irgendetwas falsch verstanden?
Mit „wir“ meint er vermutlich die sich als links verstehenden Liberalen. Als ob ein Blinder etwas über Farben verstehen würde. Über Ostern hätte ich eigentlich mehr Substanz in den Texten erwartet, und nicht dieses Sammelsurium von Versatzstücken liberaler Geistesblitze. Was nur eine naive Ratlosigkeit ausdrückt.
ich habe mich durchgequält.
„Eine westliche Demokratie (in Wahrheit eine imperiale Oligarchie-Plutokratie-Kryptokratie), die den Deckmantel von Liberalität, Freiheit oder westlichen Werten abgelegt hat.“
da hat er die -kleptokratie- vergessen zu erwähnen. als ich es las, fühlte ich mich zurückversetzt in alte merve-verlag-zeiten. zurück zu deleuze, guattari, baudrillard, virilio und die anderen. aber wozu das ganze? für wen geschrieben? für ältere mitbürger wie mich, damit ich wehmütig meinem langsam verschwindendem verstand hinterherschauen kann? für jüngere die in der lage sind, diesem akademischen geschwurbel zu folgen? wozu? ganz einfach gesagt: der zug ist abgefahren, der hausherr hat die totale kontrolle übernommen.
„Wir leben‟, so sagt unmissverständlich der US-Stabschef Stephen Miller, „in einer Welt, die von Stärke, Gewalt und Macht beherrscht wird. Das sind die ehernen Gesetze der Welt, die seit Anbeginn der Zeit gelten.‟
Derartige Bekenntnisse zur Gewaltherrschaft kennen wir Deutschen. Schön das es nun raus ist. Gestern war es noch die Aufforderung zum Neokolonialismus. Die Maskerade der Demokratie und des Fortschritts wurde entsorgt. Auf Wiedersehen, da stehen die amerikanischen Geröllheimers mit ihren Keulen.
Das war doch spätestens (für die letzten Mohikaner) im Frühjahr 2020 alles schon geklärt…oder?
Ein kluger, unendlich trauriger Text.
Vollkommen zu recht stimmt er diesem amerikanischen Höllenfürsten zu, der nicht ohne offenkundigem Hohn zu den barbarischen Metzelein seines Landes erklärt, dass es eben schon immer so war. Übrigens auch nur in diesem historisch kurzen Zeitraum, in dem in unserem Teil der Welt die Illusion von gesellschaftlicher Teilhabe, von universellen Menschenrechten, von Frieden herrschte. Jenseits unserer „Insel“ galt das nie.
Nach dem letzten Krieg galt Auschwitz als “ Zivilisationsbruch“ Das aber stimmt nicht. Es war einer der Höhepunkte dessen, was wir als menschliche Zivilisation hinter uns haben. Nur eben mit den technischen Möglichkeiten der Moderne. Weder einzigartig noch unwiederholbar.
Schon damals übertroffen vom Verbrechen des Rasse – und Vernichtungskrieg gegen die SU und in Zukunft durch einen Krieg mit Kernwaffen.
Keine Ahnung, wie der Planet nach uns Menschen aussehen wird, nur es ist schwer vorstellbar, dass es schlimmer sein kann.
Ach du meine Güte, noch ein Nachruf! Der Osterhase in Gestalt der Redaktion des OM legt gleich zwei Überraschungseier ins Foristeronen-Nest. Wer beide Füllungen gelesen, also intus hat, sollte heute nicht mehr Auto fahrem. Das ist doch garantiert nicht jugendfrei, sowas. Die Schwadronerie als fünfte Teilstreitkraft der Bundeswehr?
Immerhin warnt der Autor vor (allerdings am Ende des Artikels), dass „uns“ die vom Osterhasen gebrachte Fülle wieder obenraus entfleucht – „Womit wir zu brechen haben“.
„und so dem Politischen wieder seine unverdorbene Reinheit wiedergibt“ – Himmel, hilf! Und das ist nur ein Teilsatz.
„Der Mensch scheint … verlassen zu sein …, zuletzt auch von seinen Intellektuellen, die einmal zumindest den Eindruck erweckten, in unübersichtlichen Zeiten eine gewisse Orientierung zu bieten. So hat auch der letzte Intellektuelle der Bundesrepublik .. die liberale Demokratie … mit ins Grab genommen.“ Ist Arthur Miller zurück mit „Tod eines Pharmareferenten“? Der „letzte Intellektuelle“ weg – na, da hatten „wir“ ja noch mal Schwein gehabt.
Wer ist eigentlich diese „Wir“-Horde, die durch viele Artikel tobt? Übergriffig, unsittlich, belästigend, wirr.
Bleibt „uns“ Foristeronen eigentlich nur noch das Stoßgebet:
„Lieber Altlandrebell, steh uns bei. Wir wollen auch nie wieder Schwachsinn verzapfen. Außer manchmal.“
„Lieber Altlandrebell, steh uns bei…..“
und ich will meinen alten Mischa wiederhaben.
@ Ohein
Habe nach Ihrem Hinweis nun doch mal den Artikel hier überflogen…
„Der“ Mensch… bitte bloß keine Debatte ohne reduktionistischen Biologismus!
Nicht eher die letzte Intellekt-Hülle?
Wer hat die denn abgefeuert? Oder sind die inzwischen autonom, völlig losgelöst
von der Erdedem normopathischen System?Meine Fresse, es gab im Westen niemals eine Konsensualdemokratie, simple as that. Davon abgesehen ist das Wort ein Widerspruch in sich. Entweder die Menschen entscheiden gemeinsam und regeln ihre Bedürfnisse und Themen autonom und so, dass keiner schlechtergestellt und zurückgelassen wird – dann braucht es keine Herrschaft und keine Gewalt. Oder es herrscht eben ein ominöser „Demos“ – der ist letztlich aber immer exklusiv und davon gekennzeichnet, dass eine bestimmte (große) Gruppe ihren Willen über andere Menschen(gruppen) erhebt und ihr oktroyiert was zu sein habe. Dass „für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam“ gefunden wird. Befehlen und Gehorsam klingen aber nicht sonderlich konsensual, außer man veräußert sich selbst. Frei ist man dann freilich nicht mehr.
Westliche Konsens- / Konsensualpraktiken versuchten freilich nie, Herrschaft abzuschaffen, sondern bloß die Härten der strukturell aristokratischen Regierungsform „Demokratie“ zu reduzieren. Damit hat sie das strukturelle Problem der Herrscherei aber nur sublimiert, nicht aufgelöst. Auch jede Demokratie definiert weiterhin ihr „Innen“ und ihr „Außen“ – also wer dazugehört und wer nicht („Ausländer“, „Kinder“, „pöse Verbrecher“, „Umnachtete“, „Ungeimpfte“…). Wer der Andere ist. Die Konsensfetischisten suchten bloß durch Induktion von Geschichten wie „breite Zustimmung“ oder „akzeptable Kompromisse“ das Herrschaftsmodell besser zu verkaufen. Ein Herrschen mit menschlichem Antlitz und süffiger Moral. Aber immer noch herrschen.
Was beim Teutates hat „Barbarei“ mit „Tierwelt“ zu tun?! Die „Bar-bar“-Sprecher waren ursprünglich Leute, die schlecht oder kein Griechisch sprachen. Mit Tieren war da nada niente.
Okay, ich bin raus, für solch biologistischen Unsinn ist es mir um halb Drei in der Früh einfach zu schad. Nur weil man in der westlichen Nekrophilie und Normopathie großgeworden ist, muss man dieses nicht für die ganze Welt und die ganze Menschheit zur Norm erklären. Und nur weil man aus Deutschland kommt, wo man sich in der Tat von germanischen Steinschleuderern über teutsche Landsknechte und arische MG-Schützen zu bundesdeutschen Taurus-Fetischisten entwickelte, muss man das nicht auf alle Völker projizieren. Genug „Wilde“ sind weitaus weniger „wild“ als so manche vollzeitdeutsche Furie. Lesen Sie es einfach bei Arno Gruen nach oder Erich Fromm. Der Text hier jedoch macht aus Gewalt einfach eine Art metaphysisches Schicksal – und das ist letztlich nichts als Selbstversklavung mit Kettenschönreden. Das ist genau die Art von zutiefst bürgerlichem Schicksalsdenken, mit dem sich Staat und Kapital tagein tagaus legitimieren. Und obendrein ist diese unterschwellige Liebe zum Nekrophilen, diese Faszination am Zerfall statt am Leben, die da durch die Zeilen sickert, einfach nur unglaublich schmerzhaft. Bah!
Die These, dass Macht, Krieg oder der „archaische Hausherr“ irgendeine Art Naturgesetz oder etwas „seit Anbeginn der Zeit in den Genen“ angelegtes seien, ist schlichter Unsinn. Es sind menschliche Erfindungen und Bräuche – und daher abschaffbar, überwindbar. Es gab und gibt etliche menschliche Gesellschaften, die in der Tat von Biophilie und Humanität geprägt waren / sind. Allein diese sind schon der Gegenbeweis für den obigen Sabbel. Gewalt dagegen ist erlernte Abspaltung vom eigenen Schmerz – und als solche eine Kernsignatur des destruktiven Westens. Ein Wesensmerkmal oder gar Schicksal des Menschen ist sie nicht.
Nein, einfach nein.
Da wettert man gegen Macht und Tyrannen und dann führt man eine alles generalisierende („wir“, „uns“, „bla“), autoritäre Sprachform ins Feld wie es die Rechte nicht besser könnte. Toll, danke für nichts. Der Autor versucht sich an der Entlarvung der Maske, um dann zu verkünden, dass die nackte Fratze dahinter ewig sei. So was ist keine Befreiung, das ist schlicht und ergreifend eine luzide Form von intellektueller Kapitulation. Mehr noch: Das ist offen ausgelebte Furcht, nein Flucht!, vor der Freiheit. Mit Anlauf in den Biedermeier, mit Anlauf in die Resignation, mit Anlauf in den Herdentrieb.
Und die Chomsky-Passage ist reiner Tratsch und Klatsch. Die persönliche Verknüpfung mit Epstein dient hier doch nur als ad hominem-Versuch, als reine Cancel Culture. Ob Chomsky mit Verbrechern redete oder nicht, ob er Verbrecher war oder nicht – ist für die Bewertung seines Werks völlig unerheblich. Ansonsten können „wir“ dann bei jedem Autor anfangen, erst mal nach Leichen im Keller zu schauen, bevor „wir“ „uns“ mit seinen Inhalten auseinandersetzen.
Na dann – viel Spaß dabei und bloß das Gendern vor dem Abschicken nicht vergessen. Und sich noch ordentlich mit Intellektualisierung und Fachsprech panzern – nicht, dass man am Ende noch bei echter Menschlichkeit, bei Verbundenheit oder gar einer Wiederherstellung des authentischen Selbst landete. Das wäre ja eine Wiederauferstehung – und die kann man nun so gar nicht gebrauchen, schon gar nicht an Ostern…
Ach, danke, lieber Altlandrebell, für Ihr Wort zu Ostern.
Was soll das philosophische Gerede. Es ist die Ökonomie, Stupid, in deren Interesse propagiert wird, dass Plutonium harmloser als CO² ist und dass Kernenergie klimaneutral ist, um sie wieder akzeptabel zu machen, um die Welt zu elektrifizieren. Genau demselben Zweck dienen die alternativer Energien. Es geht um die Elektrifizierung der Wirtschaft. Kernkraft und Wind- und Solarenergie sowie Elektromotoren sparen Arbeitskräfte ein. Die Elektrifizierung ist keine spinnerte Idee von mir, sondern läuft vor unseren Augen ab. Das lässt sich der Marionettenstaat etwas kosten und subventioniert zusätzlich auch Wärmepumpen und Elektroautos. Und weil der Wechsel von fossil zu elektrisch schnell gehen soll, muss der Staat immer faschistischer werden, um das durchzusetzen.
Auch hier, ist einzig und allein der „Kapitalismus“ die Ursache.
Sie wollen den großen Sprung machen. In Deutschland wird man lauter Windräder und Fabrikruinen sehen und Staus an Ladestationen.
Habermas? Pseudointellektülles Begleitsprech für Herrschaftliches:
Zeit der Verräter
Habermas heult mit den Wölfen
Autor: Uli Gellermann
Datum: 18.10.2021
(…)
Grundrechte in die Tonne quatschen
Nun ist es genau jene Stimme, die mit einem ihrer Herausgeber, Jürgen Habermas, die Grundrechte in die Tonne quatscht. Unter der Überschrift „Corona und der Schutz des Lebens“ weigert sich der Philosoph, getreu der Regierungslinie, Zweifel an der Pandemie-Legende auch nur zu erwägen. Zwar jongliert er mit dem Begriff der „Übersterblichkeit“, verifiziert ihn aber nirgends, um dann flugs mit einer wissenschaftlich nicht geklärten Kategorie über den Zwang zu „staatsbürgerlichen Solidarleistungen“ zu räsonieren, den er natürlich, wegen einer an die Wand gemalten tödlichen Bedrohung, durchaus befürwortet.
Muppet-Show der Demokratie
Im arabesken Aufsatz des Philosophen tauchen so niedre Worte wie Parma-Industrie oder Profit-Interessen natürlich nirgends auf. Der Leser wähnt sich im esoterischen Nirwana, frei von gesellschaftlicher Realität zelebriert Habermas eine Muppet-Show der Demokratie, um stilvoll die Flucht anzutreten. Habermas macht das, was wir heute in Serie bei einst linken Intellektuellen beobachten: Angesichts der tödlichen Bedrohung der Demokratie verraten sie die Demokraten, sich selbst und ihre alten Ziele.
Den Staat gegen Kritik schützen
Der Trick bei diesem Verrat ist immer derselbe: Man erklärt die Gesundheitserzählung eines Staates als wahr, um sich dann mit diesem Staat solidarisch zu erklären. Dass der Staat immer nur die Beute der jeweils herrschenden Klasse ist – wer will das wissen? Habermas & Co jedenfalls nicht. So, selbst blind gemacht, gelingt es ihnen zu glauben, dieser Staat sei ihr Staat, unser Staat gar. Und weil der „Staat“ uns gegen Corona schützt, müssen wir ihn gegen Kritik, Zweifel oder sogar Widerstand schützen.
https://www.rationalgalerie.de/home/zeit-der-verraeter
Die Methode „Habermas“ erläutert:
Rainer Mausfeld: Zum Handwerkszeug des Denkens gehören auch die in der Aufklärung verfeinerten Methoden, durch die sich unbewusste und oftmals tief verborgene politische Vorurteile aufdecken lassen. Somit gehört auch die Ideologiekritik zur Denkmethodologie. Politische Indoktrination zielt ja gerade darauf, in uns die Art von Vorurteilen zu erzeugen, die dazu beitragen, den Status der Machtausübenden zu stabilisieren. Da also Ideologiekritik stets Machtkritik ist, kann man nicht erwarten, dass dies bei den jeweils Mächtigen auf Begeisterung stößt.
Nun ist, wie der große Demokratietheoretiker Sheldon Wolin treffend feststellte, in unseren kapitalistischen Demokratien jede Form von Dissens erlaubt oder als Revolutionsprophylaxe sogar erwünscht, solange der Dissens politisch unwirksam bleibt. Zur Eingrenzung, Neutralisierung und Ächtung von unerwünschtem Dissens gibt es ein großes Spektrum an erprobten Möglichkeiten eines Dissensmanagements.
Methoden und Funktionsweisen eines Dissensmanagements können wir besser verstehen, wenn wir statt auf Personen auf seine strukturellen Eigenschaften fokussieren. Zu diesen gut untersuchten und seit langem bekannten strukturellen Eigenschaften gehört es, dass in allen Machtstrukturen besonders Journalisten, Intellektuelle und Wissenschaftler, die in gesellschaftsrelevanten Bereichen arbeiten, eine Tendenz aufweisen, sich wie Eisenspäne in den Kraftfeldern der Macht auszurichten.
Folglich finden sich in allen Machtstrukturen gerade unter Personen, die über besondere Möglichkeiten verfügen, sich in eine öffentliche Debatte einzubringen, bereitwillige Vertreter, die gleichsam als Bannwarte der Macht agieren und in vorauseilendem Opportunismus alles, was sie für einen unzulässigen Dissens halten, mit Diffamierungsbegriffen belegen.
Da sie auf diese Weise den in Politik und Medien Mächtigen bezeugen, dass sie die herrschende Ideologie tief internalisiert haben, werden sie dafür vor allem im journalistischen und akademischen Bereich oft mit entsprechenden Karrierechancen belohnt. Diese Mechanismen eines Dissensmanagements in kapitalistischen Demokratien sind seit langem wohlbekannt.
Aus:
„Wir leben in einer Zeit der Gegenaufklärung“
02. Oktober 2018 Paul Schreyer
Der Psychologe Rainer Mausfeld über die Illusion des Informiertseins, eine „Verachtung des Volkes“ und Journalisten und Intellektuelle, „die sich wie Eisenspäne in den Kraftfeldern der Macht ausrichten“
https://web.archive.org/web/20181002064803/https://www.heise.de/tp/features/Wir-leben-in-einer-Zeit-der-Gegenaufklaerung-4178715.html?seite=all
Und die sog. liberale Demokratie:
6.2 Demokratie im Liberalismus: Elitenkonkurrenz, Verachtung des Volkes und Zuschauerdemokratie
Indem der Liberalismus einen vorkapitalistischen Freiheitsbegriff auf neuartige kapitalistische Machtverhältnisse übertrug, für deren Begrenzung dieser Freiheitsbegriff gleichsam blind war, konnte er sich zur »liberalen Demokratie« wandeln, also zu einer Form von Demokratie, die dem Bereich der Wirtschaft von demokratischer Kontrolle ausklammert und somit kapitalistische Macht von jeder außerökonomischen Beschränkung befreit. Dabei wird die traditionelle Leitidee von Demokratie als radikale Vergesellschaftung von Herrschaft durch einen neuartigen Begriff von Demokratie ersetzt, der das ursprüngliche Konzept entleert und damit den mit ihm ursprünglich verbundenen Intentionen eines zivilisatorischen Schutzbalkens gegen eine Macht des Stärkeren zuwiderläuft. Mehr noch: »Charakteristisch für den Umgang der liberalen Demokratie mit dieser neuen Machtsphäre ist nicht, sie zu kontrollieren, sondern sie zu befreien.« Liberale Demokratie bedeutet eine höchst eingeschränkte Demokratie, da der Einfluss des Volkes konstitutionell eng begrenzt wird und zentrale Bereiche der Gesellschaft jeder demokratischen Willensbildung und Gestaltung entzogen sind. Durch den Liberalismus wurde die Bedeutung von ›Demokratie‹ neu gefasst als Sicherung »staatsfreier Zonen der Privatautonomie« für Besitzbürger sowie die Bereitstellung freier Wahlen von politischen Interessenvertretern aus einem vorgegebenen Elitenspektrum. Ellen Meiksins Wood stellt fest: »Die Demokratie ist vom Liberalismus übernommen worden.« Diese Verkürzung, Entleerung und Verzerrung des Demokratiebegriffs unter dem Einfluss von Liberalismus und Kapitalismus sind so tief im kollektivern Denken verankert worden, dass heute mit dem Wort ›Demokratie‹ fast nur noch die bürgerlichen Freiheiten – wie Schutz der Privatsphäre und des Privateigentums, Meinungsfreiheit, Presse- und Versammlungsfreiheit sowie Schutz und Anerkennung gesellschaftlicher, insbesondere diskriminierter Partikulargruppen – verbunden werden. Folglich erscheint heute der Ausdruck »liberale Demokratie« den meisten nahezu als Pleonasmus, während er de facto ein Widerspruch in sich ist.
(Rainer Mausfeld, Hybris und Nemesis – Wie uns die Entzivilisierung von Macht in den Abgrund führt – Einsichten aus 5000 Jahren, S. 391)
Das selbstgefällige Geschwätz unserer vielen, vielen Akademiker wird in Kürze vielleicht nicht mehr als eine verschrumpelte Kartoffel wert sein.
Nicht bildlich, sondern buchstäblich.
Was dann?
„Der letzte Intellektuelle Deutschlands“ Echt jetzt? Nun ja, eloquent war er ja wirklich, das muss man ihm lassen. Und er hat sie wohl alle gut gelesen. Heidegger, Popper, Hegel, Kant, Schopenhauer…Aber wohl offensichtlich nicht intelligent genug um den massenmedial orchestrierten, hochgepimpten Hoax über ein respiratorisches Virus mit einer IFR, die niemals höher war als die einer saisonalen Grippe zu durchschauen, dafür hat’s dann doch nicht gereicht. Das gleiche bei Chomsky, der sich gar in Holodomor-phantasien hineinsteigerte und Umgeimpfte so lange Zuhause einsperren wollte, bis sie die weiße Fahne schwenkend die Ärmchen für den Solidaritätspieks freimachen oder verhungern würden. Intellektuell ein bisschen schwach auf der Brust finde ich. Oder Intellektuelle haben irgendwie Probleme mit der nüchternen Analyse von Daten, denn jeder, der noch drei Groschen Verstand in der Birne hatte konnte schon Anfang 2020 erkennen, dass es kein Ebola-artiges „Supervirus“ war, sondern nur eine Geschäftsidee des Big Pharma & Big Vaxx Komplexes begleitet von entfesselten Machtsfantasien durchgeknallter Politiker. Wenn „intellektualitaet“ gleichbedeutend mit dem Verpacken von intelligenzbefreiten Phrasen in adrette Worthülsen sein soll, dann sind mir Nicht-Intellektuelle Leute, die einen Hoax erkennen können, tausend mal lieber, als Leute wie Habermas, Chomsky oder Precht.
„Der letzte Intellektuelle Deutschlands“ Echt jetzt? Nun ja, eloquent war er ja wirklich, das muss man ihm lassen. Und er hat sie wohl alle gut gelesen. Heidegger, Popper, Hegel, Kant, Schopenhauer…Aber wohl offensichtlich nicht intelligent genug um den massenmedial orchestrierten, hochgepimpten Hoax über ein respiratorisches Virus mit einer IFR, die niemals höher war als die einer saisonalen Grippe zu durchschauen, dafür hat’s dann doch nicht gereicht. Das gleiche bei Chomsky, der sich gar in Holodomor-phantasien hineinsteigerte und Umgeimpfte so lange Zuhause einsperren wollte, bis sie die weiße Fahne schwenkend die Ärmchen für den Solidaritätspieks freimachen oder verhungern würden. Intellektuell ein bisschen schwach auf der Brust finde ich. Oder Intellektuelle haben irgendwie Probleme mit der nüchternen Analyse von Daten, denn jeder, der noch drei Groschen Verstand in der Birne hatte konnte schon Anfang 2020 erkennen, dass es kein Ebola-artiges „Supervirus“ war, sondern nur eine Geschäftsidee des Big Pharma & Big Vaxx Komplexes begleitet von entfesselten Machtsfantasien durchgeknallter Politiker. Wenn „intellektualitaet“ gleichbedeutend mit dem Verpacken von intelligenzbefreiten Phrasen in adrette Worthülsen sein soll, dann sind mir Nicht-Intellektuelle Leute, die einen Hoax erkennen können, tausend mal lieber, als Leute wie Habermas, Chomsky oder Precht.
Ok, vielleicht ist es auch eine Frage des Alters, die Angst, an so einem Scheissvirus zu sterben?
Wenn es mittlerweile in bestimmten Kreisen auch schick ist, schon immer gewusst zu haben, dass es CoV2 gar nicht gab (so wie es HIV nicht gab und nicht gibt), war es zumindest bei mir anders. Ich vermutete aber durchaus, dass die Oligarchenknechte die Epidemie nutzen würden, so wie sie auch 9/11 genutzt hatten, um unser Leben zu zerstören. Ich versuchte alles, um unsere Bewegungsfreiheit und Abwehrfähigkeit aufrechtzuerhalten.
Wer die Haltung zu Corona unter normalen Menschen zu einem Ausschlusskriterium macht, ist in meinen Augen nichts als ein liederlicher Spaltpilz.
Da sucht er sich aber eine schlechte Ausrede. Denn die Chance sich durch die Injektion zu schädigen war schon immer größer als durch die Krankheit.
Ach so? Ich habe mich gerade gegen „Gürtelrose“ impfen lassen (lebe noch) und behaupte, dass die Pocken durch das Impfen ebenso verschwunden sind wie die Kinderlähmung (IPV/OPV).
Aber lassen wir das – mir geht es um einen ganz anderen Punkt: die spalterische Attitüde, die Leute wie Sie (auch Kukident, der bestimmt gleich um die Ecke kommt und einige andere) an den Tag legen und die dazu beiträgt, gutgesinnte Menschen gegeneinander aufzubringen – Spaltpilz eben, halte ich für kleingeistig, beckmesserisch, besserwisserisch, ganz einfach: für dumm.