Die dauerhafte Stationierung einer schweren deutsche Kampfbrigade in Litauen

Das litauische Verteidigungsministerium berichtete am 16. Mai: „Die Stationierung der deutschen Brigade in Litauen ist über den „Point of no Return“ hinaus, versichert der deutsche Bundesverteidigungsminister dem Minister L. Kasčiūnas. Bild: kam.lt

Es ist völlig unklar, was konkret zu der Zusage des deutschen Verteidigungsministers geführt hat, eine schwere deutsche Kampfbrigade dauerhaft in Litauen zu stationieren. Es gab dazu keinen Kabinettsbeschluss und vor allen Dingen auch kein Mandat des Deutschen Bundestages.

Deutschland ist nach den USA in jeder Hinsicht der mit Abstand größte und wichtigste Unterstützer der Ukraine, vor allem aber im militärischen Bereich. Aber das ist für die Sicherheit Europas aus Sicht von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius nicht genug

Deshalb hatte er im Sommer 2023 bei einem Besuch anlässlich der Übung GRIFFIN STORM in Litauen angekündigt, eine schwere deutsche Kampfbrigade dauerhaft in Litauen zu stationieren. In einem gemeinsamen Tagesbefehl vom 28. Juni 2023 hatten der Verteidigungsminister und Generalinspekteur Carsten Breuer dazu u.a. erklärt:

„Seit Jahrzehnten stehen unsere NATO-Partner verlässlich an unserer Seite. Gemeinsam verteidigen und schützen wir unsere Freiheit in Deutschland und Europa. Heute sind die baltischen Staaten und Polen entlang der NATO-Ostflanke besonders bedroht – und wir sind gefordert, für den Schutz des Bündnisgebietes mehr Verantwortung zu übernehmen. Diese Verantwortung drückt sich auch in verstärkter Präsenz aus. Wir haben daher unseren litauischen Amtskollegen gegenüber zum Ausdruck gebracht, dass wir bereit sind, unser Engagement im Rahmen der NATO mit der dauerhaften Stationierung einer Brigade in Litauen langfristig auszubauen.“

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob es sich bei dieser Ankündigung um einen politischen Schnellschuss oder um einen strategisch sinnvollen Schachzug handelt und ob dieser mit den Erfordernissen, die Defizite in der Landesverteidigung schnellstmöglich abzubauen, vereinbar ist.

Roda Map für die dauerhafte Stationierung

Am 18. Dezember 2023 wurde in Vilnius die sogenannte Road map für die dauerhafte Stationierung einer schweren deutschen Kampfbrigade in Litauen vom deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius und seinem litauischen Amtskollegen, Arvydas Anusauskas, unterzeichnet.

Damit wurde der Grundstein für die Stationierung von 4.800 Soldatinnen und Soldaten sowie 200 zivilen Mitarbeitenden der Bundeswehr in Litauen gelegt. Die offizielle Indienststellung soll mit Beginn der Truppenverlegung 2025 erfolgen, und die volle Einsatzbereitschaft soll bis Ende 2027 erreicht werden.

Nach einer Meldung des Bundesministeriums der Verteidigung ist ein Vorkommando mit etwa 20 Soldaten am 8. April in Litauen eingetroffen. Es besteht aus Spezialisten aus verschiedenen Bereichen und soll zum vierten Quartal 2024 auf einen Aufstellungsstab von rund 150 Männern und Frauen anwachsen. Soweit die offiziellen Verlautbarungen in den deutschen Medien. Ob es zu dem gesamten Vorhaben einen Kabinettsbeschluss gibt, ist nicht bekannt, und auch über eine Bundestagsdebatte zur Stationierung der Brigade wurde ebenfalls nichts berichtet.

Deshalb wird im Folgenden kurz dargestellt, was man unter dieser schweren Kampfbrigade konkret versteht und welche personellen, materiellen und auch finanziellen Maßnahmen mit diesem Vorhaben verbunden sind.

Neben den bereits angesprochenen 5000 Soldaten und Zivilbediensteten wird die Brigade über 2000 Militärfahrzeuge verfügen. Dazu gehören neben „Leopard“-Kampfpanzern und Schützenpanzern vom Typ „Puma“ auch Artilleriegeschütze, Pioniergerät und natürlich auch Versorgungs- und Sanitätskomponenten, ohne weiter ins Detail zu gehen. Zusätzlich zu den bereits jetzt in Litauen im Rahmen der NATO rotierend eingesetzten deutschen Soldaten werden das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach in Bayern und das Panzerbataillon 203 aus Augustdorf in Nordrhein-Westfalen auf Dauer nach Litauen verlegt.

Hinzu kommen umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen – und zwar nicht nur für die Stationierung der Brigade, sondern auch für die Unterbringung der Familienangehörigen der deutschen Soldaten und die damit verbundenen Einrichtungen wie Kitas, Schulen etc.

Nach bisherigen Schätzungen wird die Stationierung der Brigade insgesamt mit einem mehrstelligen Milliardenbetrag veranschlagt und für ihren Betrieb mit jährlichen Folgekosten von ca. 1 Milliarde. Ob diese Kosten aus dem Verteidigungshaushalt gedeckt werden müssen, ist bislang nicht geklärt.

Die geostrategische Lage der schweren deutschen Kampfbrigade

 Mit der Stationierung der Brigade in Litauen befinden sich deutsche Soldaten und ihre Familien zwischen Weißrussland und dem Kaliningrader Oblast. Die sogenannte „Suwalki-Lücke“ (benannt nach der polnischen Stadt Suwalki) stellt die einzige Landverbindung der baltischen Staaten mit Polen und damit dem einzigen anderen NATO-Land dar.

Durch Litauen selbst führen Transitverbindungen zwischen dem Kaliningrader Oblast und Weißrussland, um die russische Bevölkerung, ca. 1,1 Millionen Menschen, und auch die russischen Truppen in der Oblast zu versorgen.

Aus russischer Sicht stellt die dauerhafte Stationierung einer schweren deutschen Brigade nicht nur eine Bedrohung der Oblast dar, sondern auch einen Verstoß gegen die mit der deutschen Wiedervereinigung gemachten Zusage, in den Staaten und Republiken der ehemaligen Sowjetunion dauerhaft keine NATO-Truppen zu stationieren.

Sollte es zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen der NATO und Russland kommen, wäre die deutsche Brigade de facto auf sich allein gestellt, weil die Armeen der baltischen Staaten nur über eine sehr geringe Kampfkraft verfügen. Die möglichen Konsequenzen für die Familienangehörigen der deutschen Soldaten liegen damit auf der Hand.

Zusammenfassende Bewertung der dauerhaften Stationierung einer schweren deutschen Kampfbrigade in Litauen

Es ist völlig unklar, was konkret zu der Zusage des deutschen Verteidigungsministers geführt hat, eine schwere deutsche Kampfbrigade dauerhaft in Litauen zu stationieren. Es gab dazu keinen Kabinettsbeschluss und vor allen Dingen auch kein Mandat des Deutschen Bundestages. Da es sich bei der Bundeswehr um eine Parlamentsarmee handelt, ist für jeden Auslandseinsatz ein Mandat der Volksvertretung erforderlich. Bei den bisherigen Auslandseinsätzen, die immer zeitlich befristet waren, hatte das uneingeschränkt Gültigkeit. Das Argument, dass es sich bei der Kampfbrigade um die Verlegung von deutschen Soldaten in ein anderes NATO-Land handelt und deswegen eine Zustimmung des Bundestages nicht erforderlich sei, mag juristisch stichhaltig sein, ist aber unter dem Gesichtspunkt einer richtig verstandenen Demokratie, sprich der Beteiligung der Bevölkerung, nicht überzeugend.  Das gilt besonders deshalb, weil auch Familienangehörige der Soldaten von dieser Stationierung betroffen sind und es sich außerdem um ein NATO-Land in einer sehr exponierten geostrategischen Lage handelt. Wenn der Verteidigungsminister immer davon redet, dass die Bundeswehr kriegstüchtig werden müsse, ist damit vor allem eine mögliche militärische Auseinandersetzung mit Russland gemeint, und in einem solchen Fall läge die deutsche Brigade direkt an der Front.

Die Aufstellung der Brigade ist nur zu Lasten der deutschen Landesverteidigung zu leisten, und diese ist bereits jetzt nicht gewährleistet. Der Abzug von zwei gepanzerten Bataillonen von deutschem Territorium ist ein echter Aderlass, den die Bundeswehr auf Grund der Kampfkraft der beiden Verbände nicht kompensieren kann. Das gilt besonders auch unter dem Aspekt, dass bereits jetzt ein Großteil der militärischen Unterstützung der Ukraine nur noch aus dem Bestand der Streitkräfte geleistet werden kann. Hinzu kommt, dass es aktuell völlig unklar ist, wie die Bundeswehr die bis 2031 geplante Personalstärke von 203.000 Soldaten erreichen kann.

Und noch zwei Aspekte, die man nicht übersehen sollte: Für Oberviechtach und Augustdorf ist der Abzug der Verbände wirtschaftlich vermutlich nur schwer zu kompensieren und auch für die dortigen Kitas und Schulen sicherlich ein Problem. Für die Partner und Partnerinnen der Soldaten wird sich zudem die Frage stellen, ob sie überhaupt bereit sind, nach Litauen umzuziehen, weil es dort sicherlich keine vergleichbaren Arbeitsplätze geben wird.

Last but not least stellt sich auch die Frage, warum Deutschland sowohl in der militärischen Unterstützung der Ukraine und jetzt auch mit der Stärkung der NATO-Ostflanke eine europäische Führungsrolle übernehmen soll, die gleichzeitig aus russischer Sicht eine immer größer werdende Provokation darstellt. Hinzu kommt, dass niemand weiß, ob die USA an ihrer aktuellen Ukraine- und Russlandpolitik festhalten, sollte diese zu einem wahlentscheidenden Thema werden, ganz zu schweigen davon, wie die US-Außenpolitik aussähe, falls Donald Trump die Präsidentschaftswahlen gewinnen sollte.

Es ist innerhalb der NATO immer wieder von einem notwendigen Burden Sharing zwischen den USA und Europa die Rede. Das ist nachvollziehbar, vor allem in Bezug auf den Schutz Europas. Es stellt sich allerdings die Frage, warum ein solches Burden Sharing nicht auch innerhalb der europäischen NATO-Staaten gefordert und vor allem auch praktiziert wird. Es wird höchste Zeit, dass zu diesem Thema eine umfassende Bundestagsdebatte geführt wird. Dazu gehört auch, dass in der Diskussion militärische Stärke und kompetente Diplomatie eine gleichwertige Rolle spielen müssen.

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45 Kommentare

  1. Ich verstehe nicht das diese Dummen Politiker nicht begreifen wo dieses dauernde einmischen in andere Länder für uns hinführt Mensch haltet euch doch einfach mal raus aus anderer Leute Kriege oder verschwindet endlich von der Bildfläche.Ihr schadet uns nur noch man muss sich langsam schämen Deutscher zu sein.

        1. Im konkreten Fall will Pistorius vor den sich schutzbedürftig fühlenden Balten, weil sie ständig bemüht sind, sich als Russlands Wadenbeißer aufzuführen, den großen Maker raushängen lassen und verbrennt dabei Milliarden für Bling-Bling-Logistik, die folglich für keinen anderen BW-Blödsinn ausgegeben werden können.

          Weiter so. Russland wird das sicherlich mächtig beeindrucken und die Welt lernt nebenbei, wie es mit deutscher Vertragstreue aussieht.

      1. Oh ja, sie SIND DUMM und PRIMITIV, da sie die Tragweite ihrer -primitiven – Entscheidungen, nicht richtig einschätzen!! Sie leben in einer Fruchtblase, die sie mit einem ebenso wahr- wie nahrhaft toxischem Substrat ernährt – und dann wurde dieser kraftstrotzende Inkubus in die politische Welt geschissen.

        Der „Führer der Wehrsportgruppe Pi-SS-torius“, ist doch von der eigenen Be(deutungs)hoheit, völlig besudelt. Gut, für Adolf, wäre er zwar zu luschenhaft gewesen, aber für die beste Demokratie aller Zeiten, ist der kriegerische Mehlwurm, durchaus brauchbar. Schließlich ist es heute anders als beim „Gröfaz“, nur wichtig, um für „demokratische Werte“ , zu kämpfen. Lediglich in seiner verbissenen Endkampfrhetorik, hätte der Boris, des „Führers“ Wohlgefallen ausgelöst – und er hätte jenes Tätscheln auf die Wange erfahren, wie die braven HJ-Jungen, anno 45.

        1. Zustimmung. So gesehen sind sie trotz ihrer gerissenen hinterhältigen Schlauheit in dem Sinne dumm.
          Oder wie mal jemand sagte Intelligenz ohne Verstand ist völlig bedeutungslos.
          Da kann man mit einem IQ von 130 mehr Blödsinn verzapfen als jemand mit einem von 60.

  2. Ihr Politiker die gerne Krieg spielen wollt nehmt eine Waffe und geht an dieFront in der Ukraine da könnt ihr euch austoben aber ohne uns.Schluss mit der Ukraine Unterstützung.

    1. Ja, wenn diejenigen hier, die von den Rohstoffen und Weiten Russlands träumen, alle Richtung ukrainische Front verschwinden und dort „Demokratie“ und „Freiheit“ verteidigen würden, dann wäre ein sehr positiver Effekt, dass wir sie alle loswären.

    2. Nach Umfragen ist dieser Pisstaurus ja der beliebteste Politiker. ja ! nein ! doch ! oh!
      Man kann öffiziellen Umfragen zwar nur bedingt trauen, aber wenn man sich auf der Straße die Zombies alle ansieht kann es sogar stimmen….

    3. Richtig. Und wenn sie nicht die „Eier“ haben, für ihre Kriegstreiberei ganz persönlich, inklusive ihrer Angehöriger an der Front einzustehen, dann muss man sie dazu zwingen. Jeder einzelne hat dazu durchaus Möglichkeiten.
      Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt 😉

  3. Danke für den Beitrag – aus militärischer Sicht. Tja, was die Motivation des Kriegsministers Boris Pistorius ist weis wohl nur er selber?

    Übrigens, wie schon in einem anderen Artikel hier erwähnt, hätten wir kritische Mainstream-JournalistInnen würden die diese undemokratische Entscheidung hinterfragen, und diesen Skandal ausbreiten, aber so bleibt wenig Hoffnung für die berechtigte Kritik an dem Herrn „Verteidigungsminister“ der sich wohl eher als Kriegsminister gebärdet. Ob er höhere Ambitionen hat?

    Zum Beispiel der nächste Noske, äehm…:Bundeskanzler, zu werden?

    Wäre doch mal eine Frage wert, und ebenso wie dieser Herr sozialisiert wurde – bin sicher, da er „gedient“ hat, bei einer Bundeswehr, die immer wieder in Rechtsextremismusverdacht geriet – früher, wie heute – dass da so manch unangenehme Überraschung auf uns deutsche „Michels/Michelinnen“ wartet……die Motivation könnte ja seine „Begeisterung“ für alte – „kriegerische“ Zeiten sein?

    Oder eventuell sogar Finanzielles? Egal, wir werden es nie erfahren, da der kritische Mainstream-Journalismus in Deutschland ja mausetot zu sein scheint…..*augenroll*

    Übrigens, es war „ein Befehl“ diese Brigade nach Litauen zu verlegen? Ernsthaft? Sind wir wieder so weit, „dass es nur Befehle waren, die wir ausführten“?

    Wo sind die kritischen Stimmen aus der Bundeswehr selbst?

    Nicht nur von pensionierten Ex-Generälen, und sonstigen kritischen, pensionierten, Geistern der Bundeswehr…..

    Sarkastische Grüße
    Bernie

  4. Dieses ganze Unterfangen ist Quatsch! Der deutsche Kriegsminister ist seiner ureigensten bzw. westlichen bzw. US bzw. NATO Propaganda zum Opfer gefallen. Und das zum Preis von läppischen 11 Milliarden Euro Anlaufkosten!

  5. Point Alpha und Fulda Gap sind wieder da.

    Und wieder, der Unfug die Russen kommen, die sind schon längst da und zwar in Kaliningrad.
    Königsberg ist seit dem 9 Mai 1945 Russisches Territorium was auch durch Nuklear Waffen geschützt wird.

    Ein Point of no Return in der Russischen Nuklearstrategie!

  6. Auch wenn das Datum für den nächsten unprovozierten Angriffskrieg Putins noch nicht fest steht, klar für Deutschland muss sein, ab fünf Uhr fünfundvierzig wird wieder zurückgeschossen.
    Und weil Polen für einen deutschen Feldzug diesmal leider ausscheidet und 5 Uhr 45 auch für deutsche Soldaten recht früh ist, man möchte schließlich vorher noch eine Kaffee trinken, begibt man sich lieber gleich nach Litauen. Stell dir vor, der 3. Weltkrieg findet statt und Deutschland ist nicht dabei. Das wäre doch entsetzlich. Oder noch schlimmer, der 3. Weltkrieg fällt ganz aus weil Deutschland nicht bereit ist.
    Nicht auszudenken. Aber Gott sei Dank gibt es den heiligen Pistolius und der sorgt dafür, dass der Deutsche Lanzer pünktlich an der Front steht, damit Deutschland den Krieg nicht mehr verpassen kann. Da wollen wir nur noch hoffen, dass er sich nicht allzu sehr verspätet, der Krieg. Notfalls muss man da halt ein ganz klein wenig nachhelfen, damit der Putin natürlich völlig unprovoziert auch all das halten kann, was Pistolius verspricht.

  7. Ich denke, es war strategisch richtig, die viel zu weit vorgezogene, demokratische Verteidigungsfront vom Hindukusch geordnet zurückzuverlagern in einen relativ überschaubaren Raum.
    Und sollte das auch in die Hosen gehen, gilt immernoch; Versuch macht kluch.
    So geht’s mir aktuell auch beim Bau eines Schuppens … dieser Nachbar gibt jenen Tip, jener diesen dazu, und dann ist da auch noch eine mir rudimentär anmutende Aufbauanleitung. Nach Momenten der Verwirrung steht das Ding (also, der Schuppen) dann doch. Einziger Unterschied – ich mußte zur Schuppenertüchtigung keine Schulden, also kein Sondervermögen – meine ich, beanspruchen.

    Alles wird gut. Schönen Sonntag noch.

    1. „Bau eines Schuppens“
      Und noch ein Pro-Tipp: Nicht zu stabil oder dauerhaft bauen, sonst wird die Bundesgesellschaft für Endlagerung¹ ganz neidisch und versucht deinen schönen Schuppen zu enteignen:
      Billig und Hosen-voll ist es, fürs Nationale Begleitgremium¹ verstrahlt zu werden.

      ¹Diese und viele andere Perlen („Planungsbezogene Abwägungskriterien“) gibt es sogar umsonst: https://de.wikipedia.org/wiki/Endlagersuche_in_Deutschland

  8. Ich las dass Pistorius die Brigade mit 35 Leopard 2 ausstatten wollte.
    aber da reicht wohl das geld nicht.
    Das „sondervermögen “ ist wohl schon verbraucht.

    1. @ bert huber
      Die Leos dürften entweder offen als Schrott, versteckt in ukrainischen Schuppen oder als russische Trophäe in der östlichen Steppe vegetieren. Panzerbrigaden sind die Nachfolger der berittenen schweren Kavallerie, bzw. der Ritterheere. Infolgedessen in erster Linie Angriffs- und keine Verteidigungseinheiten. Der W15-BW-Chauffeur Pistolius glaubt wohl, daß er als Chefkutscher die nötige Fach- und Führungskompetenz zum Generalfeldherr erworben hat. Erinnert mich an die Sprechstundenhilfe des Zahnarztes, die dieser geehelicht hat und als solche dann mit Frau Doktor tituliert werden will.🥴

      1. „als solche dann mit Frau Doktor tituliert werden will“
        Erstaunlicherweise gibt es kaum verheiratete Frauen, die als ‚Frau Taschendieb‘, ‚Frau Bilanzfälscher‘ oder Frau ‚Zuhälter‘ bezeichnet werden möchten

  9. „Es ist innerhalb der NATO immer wieder von einem notwendigen Burden Sharing zwischen den USA und Europa die Rede.“

    Burden Sharing klingt immer so solidarisch und damit gut. Aber em soll denn dieses Burden Sharing dienen? Europa oder den USA? Was sind die Inhalte, die dieses „Burden Sharing“ angeblich erzwingen? Gilt es die Krawallmacher im Baltikum ruhig zu stellen? Oder will man Stärke gegen Russland demonstrieren? Oder geht es um die Interessen des Imperiums?

    Sollte es um Stärke demonstrieren gehen, würde ich den ganzen Bundeswehrhaufen ein wenig mit aktuellen Kriegsmaterial modernisieren. Da bräuchte man noch eine Horde FPV-Drohnenführer und jede Menge Spezialisten für elektronische Kriegsführung.

  10. Mir scheint, dass sich unser Kriegsminister in einer Tradition sieht, die zur Kapitulation und zur Zerstückelung Deutschlands geführt hat.

    Entweder glaubt er seine eigenen Propagandalügen oder er handelt aus Überzeugung.

  11. „L. Kasčiūnas [rechts im Bild, neben seinem väterlichen Freund]“
    Wahrscheinlich kann ich hier als einziger genug Litauisch, um ‚Kasčiūnas‘ zu übersetzen: ‚Sohn des Boris‘.

  12. Seit den Zeiten Gustav Noskes sorgt die SPD aber auch immer wieder zuverlässig für weitere Knallchargen. Die Truppe ist halt tief in der Tradition verhaftet.

    „Wir müssen kriegstüchtig werden“ und „Wir brauchen einen Mentalitätswechsel“, SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius will in Zeiten von Krieg und Krise einen Wandel in Deutschland sehen.

    Im Anbetracht dessen, dass die Bundeswehr Anfang der 1950er gezielt von überwiegend ehemaligen Hitleristen aufgebaut wurde, darf wohl etwas Nostalgie für die braunen Zeiten schon mal erlaubt sein.

    Es liegt wohl nahe, dass eben nicht nur die Bundeswehr, sondern „wir“ als deutsche Bevölkerung geeint wieder „Stärke“ zeigen sollen, wieder kriegstüchtig werden müssen. Für die unheilvollen imperialistischen Großmachtambitionen des deutschen Staats braucht es scheinbar auch eine total kriegsbegeisterte Bevölkerung, am besten zusammen gezurrt zu einer waffenstarrenden Nation und feindlich gesinnt gegenüber all jenen, die nicht in dieses Bild passen.

    Solch geistig unterbelichteten Polit-Freaks sollte man schnellstmöglich vom Hof jagen.

  13. Ich möchte den Artikel korrigieren: Da ist nicht unklar, was das deutsche Kriegsministerium antreibt,
    das liegt völlig auf der Hand: Man will Krieg und das hat man vorher per SMS von Sleepy J0e
    angesagt bekommen.

  14. Anscheinend traut man den Letten nicht zu den 3. Weltkrieg allein zu beginnen.
    Dazu muss Deutschland wieder ran. Deutschland hat da auch schon eine gewisse Übung und wie man so schön sagt. Alle guten Dinge sind eben drei.

  15. Pistorius ist auch so ein personifiziertes Brechmittel par excellence.

    Sollte dieser Wursti allen Ernstes einer der beliebtesten Politiker Deutschlands sein, wie es uns die MSM immer wieder verklickern, dann kann man wirklich nur noch sagen: Gute Nacht, Deutschland!

  16. „In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob es sich bei dieser Ankündigung um einen politischen Schnellschuss oder um einen strategisch sinnvollen Schachzug handelt und ob dieser mit den Erfordernissen, die Defizite in der Landesverteidigung schnellstmöglich abzubauen, vereinbar ist.“

    Existiert dieses ‚Erfordernis‘ wirklich? Ich würde das klar in Abrede stellen. Noch nie wurde Deutschland angegriffen (jedenfalls nicht ohne vorhergehende deutsche Aggression) und auch heute hat das weit und breit niemand vor.

  17. „Der Missionsbund LICHT IM OSTEN verbreitet in Zusammenarbeit mit östlichen Partnern das Evangelium unter den Völkern Russlands, Osteuropas und Zentralasiens …“

    Ostkolonisation: Kreuzzüge deutscher Ritter in den Osten, Heidenmission mit dem Schwert
    Deutschordensstaat 1230 bis 1525: Ostpreußen, Lettland, Estland
    Deutschbaltischer Adel: Das Hereinragen des Mittelalters in die Neuzeit bis 1918 (Werner Conze)
    Deutscher Grenzkolonialismus gegen „Fremdvölkische“ = Slawen
    „Die Mutter ist in Pommerland, Pommerland ist abgebrannt. Maikäfer, flieg.“
    Ostkolonisation der Nazis, Hitler über die Ostgebiete: „Die ‚Eingeborenen‘ (Slawen, Ukrainer) sollten nicht germanisiert, sondern auf den Zustand von Sklaven zurückgeführt werden.“

    Nach 1945 für die Orientierung Deutschlands nach Westeuropa: Norbert Elias „Der Prozess der Zivilisation“ –
    Und HEUTE Pistolius, der Ost-Django, der Revolverheld, der nix weiß, wieder auf dem Ritt in die Ostmission …

  18. Wie ccred bereits anmerkte, wurde dies beschlossen als McKinsey, ich mein natürlich die olle Zensursula, noch den Kriegsminister stellte. Der Drang nach Osten ist nichts neues im vierten Reich (siehe Jugoslawien 1999, Kündigung des ABM-Abkommens 2002).

    Ich find aber interessant wie effizient das alles ist. Vom Beschluss zur grosskotzigen Ankündigung dauerte es 8 Jahre, die Stationierung von 5000 Soldaten nochmal ganze 3 Jahre. Kostenpunkt, läppische 11 Mia, Unterhalt 1 Mia.
    Zum Vergleich, das Budget der Schweizer Armee über 200’000 Soldaten) betrug letztes Jahr 5,7 Mia. Und, falls ihr einem Wehrpflichtigen wie mir glaubt, Effizienz ist auch für die CH-Armee ein Fremdwort.

    Wenn das der Führer wüsste.. Pistolius würde sich sein behämmertes grinsen wohl verkneifen. Und all das dafür, dass die Brigade wenige Minuten nach Kriegsbeginn atomisiert wird. Ein zweistelliger Milliardenbereich für einen (hauptsächlich litauischen) PR-Stunt, ob der Rest der 100 Mia Sonderschulden ähnlich gut angelegt werden?

  19. Da wird der Pistolero aber schön dumm aus der Wäsche schauen wenn ihm die ersten Atombomben seine eh schon purpurfarbene Haut noch ein wenig weiter bräunen, noch bevor er die Motoren seiner Panzer angeschmissen hat. Die Knallcharge hat wohl noch nicht kapiert das Russland im Falle eines NATO-Kriegseintritts sich ganz sicher nicht mit irgendwelchen deutschen Kartoffelwürstchen in Wolgograd rumärgern, sondern gleich die dicken Knallfrösche auspacken und zuverlässig mittels Hyperschalllieferung dem Pistorius in fünf Minuten nach Hause zustellen wird.

    Wenn er sein eigenes Kriegsgeschwafel von wegen wieder „Zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl“ werden selber ernst nimmt, gehört der schlicht und ergreifend abgeholt und in die Klapsmühle eingeliefert.

    1. Zustimmung.
      Aber, es wird weiter gehen. Dieses Land besteht aus weit mehr als 6% psychopathischen Irren. Meistens sogar sichtbar leise freundliche und sogar Sympaticos. Die kochen vor Hass. KOCHEN!
      Und wieviel % es auch sein mögen, unter Polit-Pavianen, Journalisten, Psychologen … etc, ist der Anteil noch deutlich höher.
      It’s over.
      und ich habe keine Endzeitsehnsucht

  20. Es ist doch klar wohin die Reise geht: Deutschland soll mit aller Gewalt zur Kriegspartei gemacht werden, der russisch-ukrainische Konflikt soll ein europäischer werden. Darum werden jetzt der Großteil der Bundeswehr der NATO – sprich den Amis – unterstellt. Die dürfen dann sicher in Bälde als „Ausbilder“ in die Ukraine. Ja so ein schöner großer, europäischer Krieg wäre doch was. Konkurrent Deutschland zerstört, Feind Russland geschwächt und unsere selbstlosen „Freunde“ aus Amiland kommen dann zum Wiederaufbau und können sich daran noch ein bißchen gesundstoßen.

    1. Jep. Die denken wirklich sie können die ganze Scheiße ein drittes mal durchziehen und am Ende mit einem aus dem Flugzeug geworfenen Sack Rosinen, die Herzen der Menschen für sich wiedergewinnen. Wer weiß, vielleicht sind wir wirklich so blöd und haben es einfach nicht anders verdient.

  21. „… stellt sich auch die Frage, warum Deutschland sowohl in der militärischen Unterstützung der Ukraine und jetzt auch mit der Stärkung der NATO-Ostflanke eine europäische Führungsrolle übernehmen soll, …“

    Die Wehrmacht hatte ja auch die Führungsrolle damals bei der Eroberung der Ostgebiete. Nicht wenige Freiwillige aus dem besetzten Baltikum waren mit dabei. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zahlte Deutschland den alten Kameraden aus der SS dort Renten aus.

    Alte Tradition. Deutschland führt eben wieder.
    Wer Sarkasmus erkennt, liegt richtig.

    1. Manchmal finde ich hier Infos, die ich so nicht kannte.

      Also ehemalige SS-Leute bekamen Rente, aber Holocaust-Überlebende im Osten kriegten nichts?

      1. Ja, das war und ist so, für die noch lebenden SS Veteranen in Lettland. Lässt sich leicht ergoogeln. Auch die ARD brachte vor Jahren mal was dazu..

        In Lettland werden die damaligen Soldaten Nazi-Deutschlands inzwischen als Befreier gesehen. Sämtliche Denkmäler für sowjetische Soldaten zur Befreiung vom Faschismus sind geschleift. Es geht wieder (vorerst noch nur ideologisch) gemeinsam mit Deutschland gegen Russland,

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