Die Angst vor dem Frieden wird größer als die Angst vor Krieg

Wolodymyr Selenskij mit Ursula von der Leyen am 6. März in Brüssel. Bild: president.gov.ua/CC BY-NC-ND-4.0

Der Aufwand, der betrieben wird, den Krieg in der Ukraine zu verlängern, ist gewaltig, hier in Europa und ganz besonders in Deutschland. Es ist der psychologischen Kriegsführung sogar gelungen, den Frieden und das Wort Frieden zu diffamieren.

 

Wer hierzulande „Frieden“ sagt, wird so behandelt, als würde er für einen nicht provozierten Angriffskrieg Russlands auf ganz Europa und gegen die sogenannten westlichen Werte eintreten. Die Anti-Friedens-Propaganda hat das Ausmaß einer Psychose erreicht. Das ist psychologisch vielleicht erklärbar mit einer merkwürdigen Angst vor Frieden, eine Angst, die größer ist als Angst vor Krieg.

Die Angst vor dem Krieg ist deshalb gering, weil der Krieg auf die weit entfernte Ukraine begrenzt ist und die russischen Truppen dort nur sehr langsam vorrücken. Das Geschehen auf dem Schlachtfeld lässt sich in Deutschland und Westeuropa leicht verdrängen. Politik und Medien sind mental und verbal dabei, sie unterstützen die Ukraine mit viel Geld, Waffen und aggressiver Rhetorik.

Die Soldaten der Ukraine kämpfen für uns, für unsere Freiheit und unsere Zukunft, sagt man, aber sie sterben allein. Wir sind draußen und die sind drin.

Die Angst vor dem Frieden ist größer als die Angst vor dem begrenzten Krieg und sie hat viele Gründe, Angstgründe, die für einzelne Personen, Nationen, Parteien und Medien unterschiedlich sind.

Der Diener des Volkes

Eine sehr berechtigte Angst vor dem Frieden hat Wolodymyr Selenskij. Seine Präsidentschaft ist seit Mai 2023 abgelaufen. Dass er wiedergewählt wird, glaubt er selber wohl kaum. Die Wahl wird durch den Krieg bisher aufgeschoben. Sobald ein Friede geschlossen wird, ist das Spiel „Diener des Volkes“ beendet, das Selenskij, erst als Schauspieler und Produzent begann und dann als Präsident weltweit mit großem medialem Talent weiter inszeniert hat.

Viele in Europa halten Selenskij für einen großen Politiker und man hat ihm den Aachener Karlspreis verliehen, der für besondere Verdienste an der Europa-Idee vergeben wird. Das ist peinlich für die Stadt Aachen, aber nicht für Selenskij. Sein Verdienst bestand darin, gegen Russland zu mobilisieren, und er inszeniert sich perfekt als Kämpfer. Selenskij sieht immer so aus wie einer, der gerade von der Front kommt und sich nicht einmal die Zeit nahm, das Hemd zu wechseln. Dabei ist er wahrscheinlich nie an der Front und auch selten in Kiew, wo er sich mit Recht unsicher gegenüber den radikalen Nationalisten fühlt.

Sein Aktionsfeld ist die Weltbühne, dort ist er ein perfekter Darsteller und Akteur und sehr erfolgreich damit, Geld, Waffen und Unterstützung zu erheischen, in einem Krieg, der nicht zu gewinnen ist und der nicht hätte sein müssen. Es scheint, Selenskij ist auf dieses Spiel fixiert, für den Frieden in seinem Land hat er kein Programm.

Wolodymyr Selenskij wird in der Versenkung verschwinden und davor scheint er Angst zu haben. Es ist die Angst eines Medienstars vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit. Aber, wie die Panama-Papers schon vor Jahren offenlegten, werden Wolodymyr Selenskij und seine Frau Olena Selenska nicht am Hungertuch nagen. Sie haben, wie andere prominente Militärs und Oligarchen der Ukraine, genug Vermögen im Ausland gesichert.

Die sanft redende Ursula

Die Europäische Union wendet sich fast geschlossen gegen einen Frieden in der Ukraine. Ganz besonders engagiert sich dabei die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die sich wie eine Regentin der EU gebärdet. Doch ihre Position ist de jure von der einer Regentschaft sehr weit entfernt und sie hat keine demokratische Legitimation.

In der Öffentlichkeit erweckt die ehemalige deutsche Verteidigungsministerin den Eindruck, als könne, wolle und würde sie in Europa eine Armee gegen Russland aufstellen. Diese Idee ist sehr, sehr weit weg von der Realität in Europa.

Nicht einmal der Euro, die sogenannte Gemeinschaftswährung gilt für alle Mitgliedsländer. Finanzstarke Länder wie Schweden und Dänemark sind dem Euro ferngeblieben, auch Polen gehört nicht dazu, das zu den fünf bevölkerungsreichen Ländern gehört. Es ist den vier Gremien, welche die EU lenken, bisher nicht einmal gelungen, die Gemeinschaftswährung durch eine gemeinsame Finanz- und Sozialpolitik zu stützen und zu einem echten Faktor der Integration zu machen.

Von einer gemeinsamen und gemeinsam finanzierten europäischen Armee ist die EU in der Realität noch viel weiter entfernt als vom Traum eines europäischen Bundesstaates.

Ursula von der Leyen gehört zu den besonders Privilegierten. Ihr Vater Ernst Albrecht war Ministerpräsident in Niedersachsen und ein sympathischer CDU-Politiker, was in der, damals durch Helmut Kohl geprägten Ära, besonders hervorstach. Kohl diktierte zwanzig Jahre lang die CDU einschließlich seiner sechzehn Jahre Kanzlerschaft. Leider war er auch Chef der Wiedervereinigung, die er dermaßen vermasselt hat, dass es heute noch weh tut.

Ursula, die Tochter des Ministerpräsidenten Albrecht, der auch an der damaligen EWG aktiv war, wurde zufällig in Brüssel geboren, was ihr einen europäischen Touch verleiht. Sie ist nicht feige. Als Mutter von sieben Kindern hatte sie den Mut, Verteidigungsministerin zu werden und ist dann von Angela Merkel gegen alle Regeln der Demokratie zur Kommissionspräsidentin erhoben worden.

In Brüssel verkörpert sie all die großen Fehler der EU-Politik der letzten Jahre, wo es seit der Einführung des Euro 2001 nicht den geringsten Fortschritt bei der Integration gegeben hat.

Hat Europa eine Zukunft?

Die Struktur der EU ist ungeeignet für 27 Mitglieder. Von den vier Gremien, die sie steuern sollen, repräsentieren drei nur die nationalen Regierungen. Das Parlament ist zwar finanziell sehr gut ausgestattet, hat aber nicht das Recht, die EU zu lenken, insbesondere nicht das Initiativrecht, also Gesetze und Änderungen vorzuschlagen.

Ursula von der Leyen kann mit ihrer harmlosen Stimme wie eine Königin auftreten und in mehreren Sprachen Ungeheuerliches verkünden: Milliarden für sinnlose Impfdosen, noch mehr Milliarden für Wolodymyr Selenskij, Aufrüstung in einer Organisation, die gar nicht dazu berechtigt ist, eine Armee aufzustellen, und die nicht einmal in der Lage ist, die eigene Organisation zu strukturieren.

Hinzu kommt das Ansinnen, nach dem Krieg die kaputte Ukraine in die EU aufzunehmen.

Statt all dieser, von allem anderen ablenkenden Kriegs-Rhetorik, müsste folgendes geschehen: Die EU müsste mit aller Kraft demokratisiert und reformiert werden. Ursula von der Leyen repräsentiert und bewirkt aber genau das Gegenteil: der Versuch einer Art Monarchie.

Deshalb gebührt ihr auch wie dem Selenskij der Aachener Karlspreis, der nach Karl, dem ersten Alleinherrscher Westeuropas, benannt ist.

Die EU hat berechtigte Angst vor dem Kriegsende. Dann würden den zahlreichen Repräsentanten der 27 Regierungen unter der Regentin von der Leyen die Trümmer ihres Größenwahns auf den Kopf fallen, mit der Erkenntnis, dass die EU keine Weltmacht ist. Sie müssten nach Corona- und Russen-Psychose sich endlich auf sich selbst besinnen und grundsätzliche Fragen beantworten:

Auflösung oder Zusammenschluss der EU?

Die Frage, ob Europa eine Zukunft hat oder nicht, ließe sich ohne riesigen Aufwand, ohne Bürokraten und Lobbyisten, mit direkter Demokratie beantworten. Eine Frage vor allen anderen Fragen, an alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinschaft, in alle Sprachen übersetzt:

Wollt ihr, dass Europa ein Bundesstaat wird und dass euer Land dazu gehört? Ja oder nein?

Die Länder, in denen dann eine Mehrheit mit ja gestimmt hat, machen weiter, mit direkter Demokratie, genau wie die Schweiz vor 180 Jahren, die anderen diskutieren beliebig lange und können sich später in einem geregelten Verfahren noch anschließen.

Man könnte so eine Befragung auch inoffiziell, zum Test einmal online durchführen.

Keine Angst vor Stalingrad und Finanzverlust

Die deutschen Kriegstreiber, deren es so viele gibt, dass es langweilig wäre, sie namentlich aufzuzählen, haben allen Grund, Angst vor einem vorzeitigen Frieden in der Ukraine zu entwickeln, weshalb sie diese Angst mit ihrer aggressiven Rhetorik verdrängen müssen.

Ein erfolgreicher Russlandfeldzug, mehr als achtzig Jahre nach Stalingrad, mit der Unterstützung vieler europäischer Armeen und mit den USA im Rücken, wäre dann an ein paar Telefongesprächen gescheitert, noch ehe er überhaupt begonnen hat. Mit Sondervermögen und Kriegskrediten allein ist kein Sieg zu erringen, wenn der große Krieg gar nicht stattfindet.

Das lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die deutschen Kriegskredite bei der internationalen Finanzmacht, auf deren Seite sich Friedrich Merz mit seiner Schulden-Orgie geschlagen hat, noch ehe der gewählte Bundestag zusammengetreten ist. Diese Welt der Kreditgeber und Finanzverwalter gewinnt bei jedem Krieg, an dem sie beteiligt ist.

Die Finanzwelt muss aber im Gegensatz zu den Kriegstreibern keine Angst vor einem Frieden haben, weil dann, nach ihrer Logik, die natürlichen Reichtümer der hoch verschuldeten Ukraine in die Hände der Geldgeber fallen. Man kann dann nur hoffen, dass die Russen nicht ebenfalls so gierig sind. Es wird jedoch so sein, dass die USA dabei wesentlich besser als Europa abschneiden, weil sie seit zehn und mehr Jahren in der Ukraine engagiert sind. Schon der gescheiterte Präsident Joe Biden war dort durch seinen Sohn Hunter Biden im Geschäft.

Freie Meinung für alle

Vieles, was demokratisch möglich wäre, ist in Deutschland zur Zeit unmöglich, weil es keine freie Meinungsbildung gibt, sondern stattdessen einen Staatlich-Medialen Komplex, in dem das Fernsehen von ARD und ZDF die Leitmedien sind. In diesem Öffentlich-Rechtlichen Staatsfunk wird das verkündet, was die regierenden Parteien propagieren. Das ist nicht neu, denn die Anstalten sind intern noch genau so organisiert wie zur Zeit von Joseph Goebbels, nur dass es keine direkte Befehlsgewalt der Regierung über die Programmdirektoren mehr gibt.

In den Anstalten herrschen noch die gleichen Strukturen, wie sie im Zweiten Weltkrieg bestanden haben und schon so lange es den Rundfunk gibt. Es existiert eine steile Hierarchie: Mitarbeiter, Redakteure, Chefredakteure, Abteilungsleiter, Hauptabteilungsleiter, Direktoren, Intendantinnen und Intendanten. Die Intendanten unterstehen nicht der Regierung, aber sie wechseln ab und zu in das Amt eines Regierungssprechers oder, was schlimmer ist, auch wieder zurück aus dem Regierungsamt in die Hierarchie der Anstalten.

Die Regierung hat das Sagen im Fernsehen. Jeder konnte das in der Corona-Zeit und jetzt auch nachher deutlich erkennen.

Wenn der Krieg in der Ukraine beendet wird, wenn Russland mit seinen Sicherheitsinteressen als Verhandlungspartner ernst genommen wird, wenn die Hochrüstung als sinnlos erkannt wird, wenn Deutschland die Vision einer erneuten, siegreichen Militärmacht aufgibt, dann sieht es schlecht aus für den Öffentlich-Rechtlichen Staatsfunk. Man hat, mehr als drei Jahr lang, all die Gegenpositionen gegen eine friedliche Lösung vertreten und Kriegspropaganda betrieben.

Die gleichen Gesichter, die den Krieg propagiert haben, müssen uns dann in der Tagesschau und in den Talkrunden den Frieden verkünden. Das wird spannend und es macht vielen Angst, vielleicht ist man zu weit gegangen, man ist unbeliebt geworden und wird wohlmöglich ausgetauscht.

Krieg in den Medien ist einfach und verlockend. Krieg schlägt die meisten anderen Themen und seien sie noch so voller Action. Frieden ist kompliziert, wer kann ihn erklären und glaubhaft vertreten? Neue Gesichter? Leisere Stimmen? Mutige Kommentare? Diese Angst vor der misslichen Friedens-Situation ist verständlich und existiert mit Sicherheit auch in der völlig unsichtbaren Hierarchie der Anstalten.

Und dann, wenn Frieden ist, kommt die peinliche Frage: Sollten wir die Medien nicht irgendwie demokratisieren, damit so etwas nicht wieder passiert wie Corona-Konformismus ohne ernsthafte Krankheit und Kriegshetze ohne Kriegsbeteiligung?

Demokratie als Programm und im Programm

Ja, es gibt Möglichkeiten, die Macht der Hierarchie, der Regierung und der Parteien in den öffentlich-rechtlichen Medien zu brechen:

Abflachen der Hierarchie, demokratisch organisierte Programm-Redaktionen, ein mitentscheidender Beirat, aus dem Publikum, aus Rundfunkhörern und Fernsehzuschauern, nicht der aus den politischen Parteien, Interessengruppen und Kirchen. Außerdem Konkurrenz mit dem Internet, auch finanziell. Das ist kompliziert, aber machbar, denn das Internet ist verdammt billig.

Der Öffentlich-Rechtliche Staatsfunk ist finanziell überfüttert: Intendanten verdienen mehr als Minister. Die Pensionen sind höher als die von Staatsbeamten. Fest angestellte Mitarbeiter fungieren als Produzenten ihrer Show und verkaufen Sendungen an die Sender, um Honorarbeschränkungen zu umgehen. Und zuguterletzt, die Zwangsgebühren, wie sie unter Angela Merkel definiert wurden. Sie kommen sicherer herein als die Steuern des Staates. Das erzeugt Arroganz, Hybris und Respektlosigkeit gegenüber Kreativen und den Normalbürgern.

Wer hat Angst vor dem Frieden? Einfach alle, die am Krieg profitieren und das sind mehr als die hier schon Behandelten. Dazu gehört auch die Finanzmacht, die an jedem Krieg verdient, insbesondere an Kriegskrediten, Sondervermögen und Kriegsanleihen.

Aber auch, wer an erster Stelle immer nur an Geld denkt, kann sich auf den Frieden umstellen, wie man jetzt an dem Vorgehen der USA erkennt. Es liegt ein Plan vor, wie man die Investitionen in Waffen und Geld, welche in die Ukraine geflossen sind, wieder hereinholen kann, indem man das Land materiell völlig ausschlachtet. Dann werden auch die Menschen der Ukraine, die Überlebenden und Geflohenen, Angst vor dem Frieden bekommen.

Das zeigt uns, dass auch die Finanzmacht, mit ihrem riesigen Geldüberfluss und der Geldvermehrung durch Kredite und Staatskredite, so nicht weiter bestehen sollte.

Rob Kenius betreibt die systemkritische Webseite https://kritlit.de und den Podcast „9min Denksport“, der das Finanzsystem erklärt. Auf spotify: https://open.spotify.com/show/1l0nCpNcXZmfAIMjwB0tOK

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67 Kommentare

  1. „Ihr Vater Ernst Albrecht war Ministerpräsident in Niedersachsen und ein sympathischer CDU-Politiker,“

    Wie kommt der Autor auf diesen Trichter?
    Das kann man getrost unter der Rubrik Märchen verbuchen! Der Keksfabrikant-Direktor (Bahlsen), der sich gerne aus dem Hubschrauber ansah wie wehrlose Demonstranten zusmmengeschlagen wurden war weder symphatisch noch beliebt.

    „Der „Spiegel“ berichtete einst, dass Albrecht seine sechs Kinder zur Strafe für Aufmüpfigkeit in den Wald geschickt hätte. Und dort hätten sie mit bloßen Händen Brennnesseln pflücken müssen.“
    https://www.bunte.de/politik/von-der-leyen-hart-haerter-ursula-64497.html

    Vermutlich hat sie da schon einen mitbekommen.

    Das Albrechtlied
    http://www.swinging-mescalero.de/winnetou/sm_lang/sm1/sm1_albrechtlied.mp3

    1. @Otto0815:

      Mit dem „sympathisch“ war wohl Sarkasmus…
      Aus meinen sozial geprägtem niedersächsischen Elternhaus kam nur eines dem ehemaligen MP Albrecht entgegen: Abscheu und der Wunsch er möge in Celle eingesperrt werden.

      1. Den Eingang dazu hat er ja selber sprengen lassen… 😉

        Und „sympathisch“ muß man wohl im Kontext des noch unbeliebteren Helmut Kohl verstehen…

        1. @Elberadler
          STIMMT 🙂
          .Wie konnte ich das nur vergessen

          Ist vorher leider an der falschen Stelle gelandet und konnte dort nicht mehr gelöscht werden.

      1. Ich teile zwar die Einschätzung von Ursels Vater, aber ich halte politische Entscheidungen (hier für oder gegen Kernkraft und konkrete Anlagen) nicht für geeignet, diese zu untermauern. Es gab und gibt ja Leute, die den Betrieb von Grohnde zustimmend gegenüberstehen. Sinngemäß kann man im Zusammenhang mit einem Endlager im Salzstock Gorleben argumentieren.

        Ich hab ein besseres Beispiel, um den Charakter des Herrn A. zu illustrieren, das mir im Verlauf meines Berufslebens untergekommen ist.
        Bei praktisch allen kerntechnischen Anlagen, nicht nur in Deutschland, ist es üblich die Ortsdosisleistung am Begrenzungszaun rechtlich auf 1 Millisievert pro Jahr (mSv/a) zu begrenzen, unabhängig davon ob da überhaupt Strahlung aus dem Gelände entweicht. Das ist nicht viel und hat sich als gute wissenschaftliche Praxis etabliert.

        Herr A. hatte mal einem Journaillisten (damals möglicherweise sogar noch Journalisten) aus der hohlen Hand die Frage nach dem Grenzwert mit 0.3 mSv/a beantwortet. Um einen Fehler nicht zugeben zu müssen wurde darauf die Genehmigung für den Versuchsbetrieb entsprechend geändert.

          1. > Kernkraft ist ein geschöntes Wort für Atomkraft.
            Das zeugt von intensiver ideologischer Verwirrung.

            Fachlich zum Verständnis: Atomphysik ist die Physik der Atomhülle, da fällt etwa die ganze Chemie mit drunter, auch wenn Atomphysiker und Chemiker unterschiedliche Dinge erforschen.
            Kernenergie ist, wie die Begriffswahl andeutet, Energiefreisetzung aus Änderungen von Zuständen in Atom*kernen*, nicht aus Änderungen von Zuständen in der Atomhülle.
            Dementsprechend ists dem Wissenschaftler auch durchaus recht von „Kernwaffe“ statt Atombombe zu sprechen. Das ist präzise, zutiefst unideologische Sprache.

            Technisch geht „Bombe“ etwas einfacher als „Kraftwerk“, insbesondere bei Kernfusion, d.h. die Reihenfolge beim Argument „Umweg“ ist falsch und das Argument deshalb hinfällig.
            Ethisch entscheidet immer der Mensch, wozu etwas benutzt wird. Ob ein Gewehr eine Jagdbüchse, eine Sportwaffe, oder ein Mittel zum frühzeitigen Erben ist entscheidet weder das Gerät noch sein Konstrukteur oder Anfertiger.

            Ich hoffe, ich konnte etwas Aufklärung vermitteln. Die Leute, die „Atom“ als böses Wort zu etablieren suchten waren erstens Demagogen und zweitens naturwissenschaftlich ungebildete Idioten.

            1. @ arth : so kann mann hochwissenschaftlich danebenliegen: Kernobst steht für Gesundheit, für kernige. Deswegen wurde
              das „Atom“ in der pr zum „Kern“

              1. In irgendeinem Universum wird das sicher so sein. Tatsächlich benötigte man mit zunehmendem Verständnis der Struktur der Materie neue, passendere Begriffe.
                Ernest Rutherford war zunächst mal Experimentalphysiker der sich vor fast 130 Jahren für Phänomene im Zusammenhang mit ionisierender Strahlung interessierte. Da man zu diesem Zeitpunkt noch nicht so genau wusste wie ein Atom aufgebaut ist wären Begriffe wie Atomphysiker oder Kernphysiker nicht sinnvoll anzuwenden. Dennoch ist sein Streuversuch – Alphastrahlung an Atomkernen in einer sehr dünnen Goldfolie – frühe experimentelle Untersuchung der Eigenschaft von Atomkernen. Die aus dem Streuversuch gewonnenen Erkenntnisse reichen aus, um zwanglos, lange vor irgendeiner PR zur Kerntechnik, zivil oder militärisch, auf den Begriff des Atomkerns zu kommen.

    2. @ Ottoo815:
      Völlig korrekt!!
      Der, ansonsten lesbare Artikel, stellt sich durch: „Ihr Vater Ernst Albrecht war Ministerpräsident in Niedersachsen und ein sympathischer CDU-Politiker,“ selbst ins Abseits.
      Dieser Keks-Ahlbrecht war ein reaktionärer, faschistoider Zeit“genosse“. Ein Widerling, der seine Gesinnung im sog. „Celler Loch“ deutlich zum Ausdruck brachte.
      Sein „Röschen“ tritt in seine Fußstampfen. Diese Betonfrisur ist nicht nur Russlandhasserin, sondern dem Kapital hörig bis in die Fußspitzen.

      1. @KOBA
        Stimmt alles und in Schleswig „Holzbein“ gab es nch so einen unrühmlichen MP namens Stoltenberg (CDU) (Brockdorf und andere Affären)

        1. Von dem kursierte damals das Gerücht, dass er dem „Selbstmord“ von
          Barschel etwas nachgeholfen hat. Auch ein ganz symphatischer!

    3. Oh Gott… wo kommt nur der Faschismus her? Danke für die aufklärende Info.

      Ich glaube ja, dass das Preußentum ansich schwere Traumata an einem sehr großen Teil der Bevölkerung hinterlassen hat. Das verbinde ich mit derlei Gewalt und Psychopthentum…alles wird auf „Zucht und Ordnung“ bzw „Pflicht und Gehorsam“ getrimmt, alles Menschliche, das Menschsein rigoros abgetötet. Es ist wichtiger auf die Sekunde genau pünktlich zu sein als alles Andere.

      Nur das – ein schweres kollektives Trauma – erklärt, warum die Deutschen im 3. Reich so kollektiv pervers agiert haben, dabai so kalt waren (sind?), dass sie zu keinerlei Selbstreflexion in der Lage waren (sind?), weil das vermutlich den Schmerz hervorgeholt hätte, der ihrem Verhalten zugrunde lag (liegt?).

      Das Schlimme dabei ist: so etwas wird von Generation zu Generation weitergegeben.. Und da ich hier – wie gesagt – von einem kollektiven Trauma ausgehe, kommt erschwerend hinzu, dass ein Ausbrechen aus dieser Vorprägung besonders schwer fällt, weil einen das Umfeld immer wieder in die gleichen Denkmuster zurück holt. Die Schlimmsten von allen sind dabei die faschistischen Medien und Politiker, die den Menschen ihre individuelle Chance verbauen (wollen!) ihre Traumata aufzuatbeiten, ihnen als vermeintliche „Lösung“ ihrer Probleme permanent Feindbilder anbieten. Ja, man erklärt Dir sogar, dass Du ein ganz besonderer Widerling seist, wenn Du ihrem Hass auf Andere (was dem Einen (klassischen Rechten) Muslime, Flüchtlinge uvm sind dem Anderen (Neurechten?) Feminismus, also der Hass auf alles Mânnliche und Russland; natürlich gibt es auch Überschneidungen) nicht folgst….

      Mal eine Unvollständige Auflistung der roten Linie des Hasses, geschürt von Politik und Medien: 90er die „Asylanten“, mit in der Folge Pogromen und einigen Toten (diese Gewalt sieht der rechtsradikale Teil unserer Gesellschaft (Politik) freilich nicht, sie sieht sie immer nur auf der anderen Seite, bei Ausländern und Linken), die Lüge von Holocaust-ähnlichen Zuständen in Jugoslawien durch Scharping (schon damals hat man Anderen das eigene Verhalten angedichtet bzw die Deutschen zum Mitmachen bei der Gewaltorgie bewegt, indem man sie mit einem angeblichen Kampf gegen das Böse, wie sie es aus dem Geschichtsunterricht kannten, zu triggern versucht hat; ihr daraus resultierender Pazifismus sollte damals wie heute ganz besonders aufgebrochen werden), der Hass auf den Islam (und dessen Anhänger) ab 9/11 bzw im Besonderen ab 2003, ab 2007 (bzw 2009), dem Ausbruch der Finanzkrise, waren die angeblich „arbeitsfaulen“ Griechen Ziel des Hasses, zwischendrin bzw immer wieder mal waren es die Arbeitslosen, 2015 kam aus einer anderen Ecke (wurde von den Medien dann aber auch aufgenommen) der Hass auf Flüchtlinge, während 2014 der Hass auf Putin und Russland besondere Blüten zu tragen begann. Und dass sowieso an allem die (weißen) sog Hetero Cis Männer schuld sind, ist seit dem Feminismus auch klar, nennen wir es intergeschlechtlichen Hass.

      Ich glaube, dass eine Heilung der schwer traumatisierten deutschen Bevölkerung (das tritt übrigens vielfältig zutage, ua durch Obrigkeitsdenken, Neid, Missgunst, Intoleranz, ganz allgemein Überheblichkeit (sehe ich zB im Feminismus und in der Wokeness) etc) NUR durch eine gewisse Zuwanderung möglich ist. Nur so ist es möglich, dass die Menschen in Deutschland eine andere Perspektive auf das Leben erhalten und alte toxische Glaubenssätze ablegen können. Vor allem beim Obrigkeitsdenken können sich die „Bio“Deutschen einiges abschauen, eine Enissa Amani zB geht lieber ins Gefängnis als sich dem staatlichen Unrecht anzupassen und zu beugen. Derlei Revoluzzertum gefällt vielen Deutschen erwartbar natürlich nicht. Sie sind nicht nur von Haus aus rassistisch erzogen. Sie fürchten freilich das Gleiche wie zuvor schonmal beschrieben….anders denkende, anders gestrickte, anders sozialisierte Menschen stellen für sie eine Gefahr dar, weil sie ihren „Fehler im System“ (also das Traumata und den damit verbundenen Schmerz) spiegeln bzw zutage fördern. Besonders deutlich hat das der faschistische „Verfassungsschutz“ mit seinem NSU zum Ausdruck gebracht. Wenn der VS hinter dem NSU gesteckt hat (woran ich keine Zweifel habe), was hat er dann mit den Morden bezweckt? Zu was wollte er das Volk anstacheln? Dass sie sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, damit die Eliten ungehindert mit dem Raubbau fortahren können??? Das Berühmte Teile und Herrsche???

      Zurück zum Thema… wenn jetzt die von der Leiden alles auf die Russen projeziert, dann ist das womöglich – neben anderen Implikationen – nur das Ergebnis ihres Traumas, welches ihr gewalttätiger, psychisch gestörter (und vll selbst traumatisierter) Vater zugefügt hat. Das macht es natürlich nicht besser, denn sie ist ein erwachsener Mensch und der kann sich a) irgendwann nicht mehr rausreden (immerhin ist es auch ihre Politik, die am Tod von über einer Mio Ukrainer schuld ist) und b) der ist einfach dazu verpflichtet das eigene Verhalten zu reflektieren. Leider tummeln sich im Machtapparat (Politik, Medien, Institutionen) die Schlimmsten aller Gestalten, für die das Wort Selbstreflexion ein totales Fremdwort darstellt.

      1. „Nur das – ein schweres kollektives Trauma – erklärt, warum die Deutschen im 3. Reich so kollektiv pervers agiert haben, dabai so kalt waren (sind?), dass sie zu keinerlei Selbstreflexion in der Lage waren (sind?), weil das vermutlich den Schmerz hervorgeholt hätte, der ihrem Verhalten zugrunde lag (liegt?).“

        Nein, es handelt sich um unkritisches kollektives Gruppendenken und dem Nachrennen nach perfektionistisch-versponnenen Ideologien, davon abgesehen, dass das dritte Reich ab der Gleichschaltung eine brutale Diktatur war und es vergleichsweise wenige Möglichkeiten gab, der Propaganda zu entkommen.

        Da das nach dem Krieg nicht aufgearbeitet wurde, finden die selben psychologischen Mechanismen immer noch fruchtbarsten Boden in Deutschland, nur die Ideologien haben sich geändert. Jetzt will man seine Mitbürger halt zwangsimpfen, protestiert gegen die Opposition und ist bei Bedarf auch wieder für eine Ostfront, während man den Lügenmedien immer noch von den Lippen abliest. Es hat sich leider sehr wenig geändert, obwohl vom Preussentum rein gar nichts mehr übrig ist.

        Ich würde allen jungen Leuten daher strikt zu einer gewissen Demut gegenüber den eigenen Vorfahren raten, die Gnade der späten Geburt macht leider nicht automatisch schlauer und schon gar nicht selbstreflektierter…

        Mal eine Unvollständige Auflistung der roten Linie des Hasses, geschürt von Politik und Medien: 90er die „Asylanten“, mit in der Folge Pogromen und einigen Toten

        Blödsinn, die Medien sind xenophil, waren sie auch in den 90igern schon. „Pogrome“ ist außerdem vollkommen übertrieben, es war der Unmut in der ostdeutschen Provinz, der sich hin- und wieder entlud. Aus der Situation heraus war das durchaus verständlich, den Ostdeutschen ist alles weggebrochen, die Nachwendezeit war für viele wirtschaftlich sehr schwierig, wenn man dann auch noch Ausländer vor die Nase gesetzt bekommt (für die man dann auch noch zahlen soll), während die eigenen Kinder wegziehen oder arbeitslos sind, dann kann das für einen gewissen Unmut sorgen. Die Ostdeutschen hassen sich und ihre Kultur auch nicht so sehr wie die „reeducated“ Westdeutschen, die Lunte ist da deutlich kürzer, besonders wenn man sich bevormundet und übervorteilt sieht.

    4. Dass Ernst Albrecht ein sympathischer Politiker gewesen sein soll, ist mir sofort aufgefallen.

      Bei der Gelegenheit hätte der Autor auch die Celler Loch Affäre erwähnen können, die vom Verfassungsschutz organisiert worden ist und bei der ein Loch in die Wand einer Gefängnis in Celle gesprengt wurde, um sie der RAF in die Schuhe zu schieben, die aber aufgeflogen ist.

      Der Apfel fällt nicht weit von Stamm.

    5. Hallo Otto 0815,

      Ernst Albrecht wurde mit drei Stimmen der Gegenseite (Regierungkoalition) zum Ministerpräsidenten gewählt. Diesen Vorgang fand ich damals sympathisch, weil er meinem Demokratieverständnis entspricht und gegen den Koalitionszwang gerichtet ist. Das war möglich, weil anonym abgestimmt wurde. Bei der Abstimmung neulich für die Schuldenorgie hätte ich mir so etwas gewünscht, ist aber heute nicht mehr möglich.

      Die Sympathie für diesen demokratischen Akt habe ich dann, ohne genauere Kenntnis seiner Person, auf Albrecht projiziert, weil er mich auch weiter nicht interessiert hat. Niedersachsen ist nicht mein Bundesland und die CDU ist nicht meine Partei.

      1. @ Rob Kenius:
        Schön, dass Sie sich noch zu Wort melden. Das, was Sie auf diese Figur Albrecht – wie Sie es nennen – projizieren, einfach so, ohne Hintergrundwissen, nur aufgrund eines Abstimmungsverhalten, ist eines seriösen Journalisten unwürdig. Alles, was man über diese dubiose Figur – für mich ein faschistoider Handlanger des Kapitals, der damit seine eigene Interessen verfolgte und niemals die, der einfachen Bürger – wissen muss, kann der Interessierte nachlesen und googeln. Das hätte ich auch von Ihnen erwartet, Herr Kenius.
        Ihr Artikel ist lesenswert, gibt Denkanstöße, aber diese – auch wenn es versehentlich, also ohne tieferes Nachforschen geschah – kurze Lobhudelei auf diesen Keks Albrecht, dass entwertet die Kolumne doch um einiges. Ich dachte schon, Sie wären einer von dieser CDU-Bande, denn die war schon immer, seit Bestehen der BRD reaktionär.

        1. Mal sachte,
          ich habe keinen Artikel über Ernst Albrecht geschrieben, wichtig war mit nur, dass UvdL die Tochter eines Ministerpräsidenten ist, den ich nicht schlecht genug gemacht habe, weil er mich nicht interessiert, das ist ja reichlich nachgeholt worden.

          Es gab keinen Anlass für mich, über Ernst Albrecht zu recherchieren, ich hab aus der Erinnerung gesagt, dass mir dieser Vorgang damals sympathisch war, ich bin halt Demokrat und freue mich über alles, was in diese Richtung geht. Dazu gehören auch Kommentare. Selbst Helmut Kohl hat etwas für die Demokratie getan, er hat F.J. Strauß verhindert.

          Im Übrigen bin ich kein Journalist, sondern freier Publizist. Meine Spezialität ist der Überblick. Davon gibt es auf meiner Webseite eine ganze Menge: Klartext.

          https://kritlit.de/tdt/klar.htm

  2. Ein lesenswerter Text, in dem wirklich viele Dinge auf interessante Weise angesprochen werden.

    Etwas irritierend allerdings die zwischen den Zeilen durchschimmernde europapolitische Vorstellung des Autors, die mir naiv erscheint.
    Es ist doch eine realitätsferne Vorstellung, dass es zwischen einem europäischen „Bundesstaat“, der vermeintlich sogar eine „direkte Demokratie“ verwirklicht haben könnte und einem völligen Auseinanderfallen der EU („Auflösung“) nichts gäbe.
    Vom Konzept eines Europas der verbündeten souveränen Vaterländer (de Gaulle) scheint er nichts wissen zu wollen.
    vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Europa_der_Vaterl%C3%A4nder

    1. Ein Monarchist im anderen Gewand, es geht also lediglich um die Umwidmung der Souveränität des Adels:

      Warum bekämpften die französischen wie die US-amerikanischen Eliten den General Charles de Gaulle, den Exponenten des „Freien Frankreich“? Er kam doch aus dem hochbürgerlichen und adligen Milieu und war politisch rechts und antikommunistisch eingestellt?

      In gewissem Sinne hatten die USA und de Gaulle gleiche Interessen, nämlich den Vorrang des Privateigentums. Aber, was den USA überhaupt nicht passte: De Gaulle wollte Frankreich als unabhängige Nation erhalten, einschließlich seiner Kolonien. Er wollte auch keinen dominierenden Einfluss US-amerikanischer Banken und Konzerne.

      Die Amerikaner wollten auf keinen Fall, dass de Gaulle eine zukünftige französische Regierung führte. Sie schlossen ihn und seine Truppen 1942 von der Landung der alliierten Truppen in Nordafrika aus. Roosevelt und Churchill arbeiteten in den nordafrikanischen Kolonien Frankreichs lieber mit den antisemitischen und antikommunistischen Generälen zusammen.

      Mit de Gaulle traf die imperialistische US-Klasse aber zum ersten Mal auf eine politisch eigenständige Persönlichkeit, die großen Rückhalt in der Bevölkerung hatte, in Frankreich, aber auch in den asiatischen Kolonien Vietnam, Laos und Kambodscha. Die Erfahrung der USA bei ihren Eroberungen war ja bisher eine andere: Man herrscht umso wirkungsvoller, je mehr man sich auf einheimische Eliten stützt, die sich kompromittiert haben – sie sind in ihrem Volk verhasst, nach ihrer Niederlage von Strafe bedroht und müssen sich deshalb auf einen mächtigen Vormund stützen. Aber de Gaulle erkannte auch: Er kann nur mit den Eliten regieren, hinter denen die USA stehen.

      Wie ging de Gaulle mit der Résistance, der Linken, den Kommunisten um?

      Es ist ein Paradox. Er hatte als einziger hochrangiger Politiker und Militär 1940 sofort Nein gegen die deutsche Besatzung und gegen den Waffenstillstand gesagt. Da de Gaulle von den USA so weit wie möglich ausgeschaltet wurde, er aber die Geschicke Frankreichs bestimmen wollte, stützte er sich auf andere Kräfte, die er aber nicht mochte, erstens auf die Sowjetunion und deren vorrückende Rote Armee und zweitens auf die französische Résistance. Entgegen allem, was man erzählt, war die Résistance wesentlich eine der Arbeiter und der Kommunisten. Ich habe darüber viel geforscht. Zum Beispiel zeigen das die Wochen- und Zweimonatsberichte der Pariser Polizei 1941.

      Die französische Bevölkerung hasste und verachtete die deutschen Besatzer und die Vichy-Regierung, sodass de Gaulle durch einen sehr breiten Konsens getragen wurde, obwohl es ein brüchiger Konsens war. Die einzige feste Unterstützung de Gaulles in Frankreich waren die Kommunisten. Die sozialistische Partei SFIO war nach der Befreiung Frankreichs 1944 mehr von den USA abhängig als jede rechte Partei. Aber de Gaulle wollte nicht die kommunistische Unterstützung. Er war ein Mann der Privilegierten, aber in deren Kreisen ziemlich isoliert. (10)

      Annie Lacroix-Riz, geb. 1947, emeritierte Professorin für Geschichte der Gegenwart (Université Paris VII Denis Diderot). http://www.historiografie.info

      Aus:
      Wie Frankreichs Kapitaleliten im 2. Weltkrieg vom deutschen zum US-amerikanischen Schutzherrn wechselten
      Oben und unten im Imperialismus
      Werner Rügemer interviewt die französische Historikerin Annie Lacroix-Riz
      http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23018

      1. @ Gracchus Babeuf

        Durchaus interessant, was Sie hier auf angenehm sachliche Weise ausbreiten. Die Grundzüge waren mir bekannt, die Details weniger.

        Allerdings frage ich mich, was das nun mit meinem obigen Kommentar zu tun haben soll … ?

  3. U.v.d. L. hat sich vor ein paar Jahren bei einem Besuch in der Türkei von Erdogan an den Katzentisch setzen lassen, während ihr Vize Michel gönnerhaft neben dem Sultan sitzen durfte. Ein Affront, den sie über sich ergehen ließ, anstatt den Besuch entschlossen abzubrechen.
    Nein, auch sie gehört in die Galerie deutscher Feiglinge in der Politik!!

    1. wie bitte?

      Erdogan hat das Protokoll genau eingehalten! Michel stand diplomatisch höher als von der Leichen, die meines Wissens protokollarisch nur die Nummer 3 oder 4 der EU ist! So wie der Kanzler in Deutschland auch nur an dritter Stelle hinter Bundespräsident und Bundestagsprasident steht.

      Das hat die gefühlte „Königin Europas“ ja so in Rage versetzt, daß man sie auf den Platz setzte, der ihr zustand! Seitdem ist sie nur noch allein auf Reisen…

      In China ist ihr ähnliches widerfahren. Sie hängte sich an Macron dran, der sie mit ins Flugzeug nahm. In Peking musste sie sich dann aber über die hintere Treppe aus dem Flugzeug schleichen, weil die Chinesen darauf bestanden, dass das offiziell der französische Staatsbesuch war, und keiner der EU.

      Von der Leyen saß dann bei ihren Gesprächen übrigens an einem Tisch, der mit einem blauen Tuch bedeckt war. Sie mag das als EU-Symbolik mißverstanden haben. Aber eigentlich ust das in China die Farbe für ein Leichentuch…

    2. Bei Erdogan hat Ursula schon am „richtigen“ Platz gesessen. Denn sie war Gast im Hause Erdogan und da gilt die Meinung des Gastgebers; zudem kam Ursula als Diplomatin und Bittstellerin.

      In der Diplomatie (und Außenpolitik ist Diplomatie) darf man sich nicht von hochmütigen Gefühlen leiten lassen (wie Baerbock), sondern allein von den Interessen, die man zu vertreten hat. Denn wo die Diplomatie versagt, beginnt der Krieg (frei nach Clausewitz).

  4. Putins Herrschaft basiert mittlerweile auf der Aufrechterhaltung des Kriegszustandes. Große Teile der Industrie sind staatsfinanziert. Kriegswirtschaft wie aus dem Lehrbuch. Nicht marktgerechte Löhne und und eine ruinierte zivile Industrie machen ein Zurück ohne den wirtschaftlichen Zusammenbruch unmöglich. Dazu kämen hunderttausende Kriegsverwirrte Faschisten zurück nach Hause. Undenkbar für Putin. Die Frage lautet nur: wie lange reichen die Staatsfinanzen noch? Der Wohlstandsfonds ist geplündert, der Ölpreis im Keller. Bald werden die russischen „Bürger“ (=Faschisten) zur Kasse gebeten. Die erste Gesetze dazu hat die Duma schon „eingebracht“. Ich freue mich schon auf die neuen 90er in Russland!

    1. Na? Wie viel zahlt Chodorkowski denn für diese Lügen?

      Nur, falls es dir entgangen sein sollte: Die westlichen Sanktionen gegen Russland laufen deswegen ins Leere, weil die russische Wirtschaft radikal umgebaut wurde, und sich jetzt weitgehend selbst trägt.
      Der Ölsektor ist längst nicht mehr die Haupteinnahmequelle, und das Militär kostet nur, statt zu erwirtschaften. Und trotzdem bricht das Land nicht zusammen.

    2. @ Natur-Zucker:
      „Die Frage lautet nur: wie lange reichen die Staatsfinanzen noch?“
      Du musst dich nicht sorgen. Um der EU, und ganz besonders der BRD Paroli zu bieten, reicht das bisherige völlig aus. Es wird dich als ausgewiesenen Russlandhasser und NATO-Troll bis ins Mark treffen, aber Russland ist genauso wenig zu besiegen wie vormals die Sowjetunion. Also, zieh dich warm an, denn Typen wie du einer bist, werden schon jetzt an der Front in der Ukraine gebraucht. Nix wie hin. Hast doch wohl keine Angst, oder?

      1. Offenkundig länger als unsere.
        Mir ist nicht bekannt, das die russische Seite ein Sondervermögen (neudeutsch für Schulden) nach dem anderen aufnimmt.

    3. Welche russischen „Faschisten“ meinen Sie denn hier? Der 1. April ist doch schon vorbei! Wenn man hier schon die Bezeichnung „Faschisten“ bemühen musss, dann bitte ebenfalls im Zusammenhang mit den entsprechenden Tendenzen in der Europäischen Kommission, ganz zu schweigen von den Faschisten in der Ukraine…..

      Außerdem – will unsere Uschi nicht diesem Beispiel der „Kriegswirtschaft wie aus dem Lehrbuch“ nacheifern??!!!

      Zusammenfassend gesagt: ein völlig überflüssiger und faktisch falscher Kommentar!!!

    4. RU:
      Doch die Reform, von der vor der Präsidentschaftswahl im März keine Rede war, wirft ihre Planung nun über den Haufen: Denn das Renteneintrittsalter wird um fünf Jahre angehoben. Für Männer wie sie gilt der 65. Geburtstag als Beginn des Ruhestands, für Frauen der 60. Bereits ab nächstem Januar wird schrittweise angehoben. Es ist die größte Rentenreform seit den 1930er-Jahren. So hat es die Staatsduma am Donnerstag mit der klaren Mehrheit der Abgeordneten der Kreml-Partei Einiges Russland beschlossen.
      https://www.deutschlandfunk.de/russische-rentenreform-rueckhalt-der-regierung-putin-100.html

      (D)
      Außerdem passte die Rentenreform des Jahres 2012 das Regelrentenalter an, von 65 Jahren wird es schrittweise für Männer und Frauen auf 67 Jahre angehoben. Ab dem Jahrgang 1964 liegt das Renteneintrittsalter bei 67 Jahren.
      https://www.smart-rechner.de/rentenbeginn/ratgeber/renteneintrittsalter_tabelle.php

    5. Reisebüros bieten für 4200 Euro eine vierwöchige Rundreise durch Russland an. In dieser Reise erhalten sie auch Einblicke in Russlands Industrie, Löhne und Lebensbedingungen. Selber informieren ist immer besser als Propaganda zu inhalieren.

    6. Man soll zwar Trolle verhungern lassen, aber heute mal eine Ausnahme
      ich freue mich eher auf die 90er Jahre in Deutschland. Dort sind sie wahrscheinlicher.

    1. „Wer hat geputzt, gebügelt, gekocht und sich, wenn Mutter von der Leyen unabkömmlich war, um die Kinder gekümmert? Die Großeltern? Nicht verfügbar. Öffentliche Kinderbetreuung? In den USA? Kaum. Eher schon die „guten Geister“, neudeutsch die

      >>Super-Nannys, die sich, unendlich „belastbar“, mit zwei, drei und mehr Jobs über Wasser halten. Mütter meist, die „pragmatisch und organisiert“ ihre eigenen Kinder irgendwo abstellen, einsperren oder der Straße überlassen müssen, um das nötige Geld heranzuschaffen. „<<
      https://www.freitag.de/autoren/ulrike-baureithel/traum-von-super-nannys

      Frau von der Leyen wird ihre "Ausbeutung der Super Nannys" nicht an die grosse Glocke haengen, nehme ich mal an!

    2. Nur ne Frage des Geldes.
      Mit einigen Millionen in der Hinterhand schafft das jeder.
      Frau v. d. L. kann vermutlich nicht nachvollziehen, das nicht jeder so ein kleines Finanzpolster hat.
      🙂

  5. Im Grunde ist die Mehrheit der deutschen Bevölkerung kriegsmüde, traut es sich aber nicht dies laut zu sagen.
    Daran ist auch der mediale Komplex schuld, den der Autor geschildert hat. In gewisser Weise wirkt die Kriegspropaganda.

    Hinzu kommt, Kräfte, die früher einem progressiv und pazifistisch waren wie die Grünen, sind die schlimmsten Kriegstreiber geworden. Diese derzeitige grüne Generation und ihre Jugend kennt den Krieg nicht mehr aus eigenen erleben und die Kriegsgeneration, die über die Kriegsschrecken berichten konnte, ist ausgestorben. Viele dieser olivgrünen Krieger kennt das Militär nicht. Diese Typen müßten wahrscheinlich nach 2 Tagen militärischen Drill zum Psychiater.

    Es gibt viele Themen, die die Medien zur Ablenkung von den beiden Kriegen (es gibt auch noch den Krieg gegen die palästinensische Unabhängigkeit) predigen. Da ist der Umwelt- und Klimaschutz. Manche Leute haben mehr Angst vor den Klimawandel als vor Krieg. Dabei ist der Krieg der schlimmste Klimawandel, ausschließlich menschengemacht.

    Die Eliten, die Obrigkeit, hat sich völlig verrannt! Sie akzeptiert einfach noch nicht, das die Vorherrschaft des Westens vorbei ist, das eine multipolar Welt ohne amerikanische Weltpolizei entsteht. Trump hat das im Grunde erkannt und macht eine Frontbegradigung mit vielen Irrungen.

    Ein Problem ist außerdem, die Mehrheitslinke ist kriegsgeil geworden. Der alte Russenhaß wird wiederbelebt, von Gauck bis Gysi. Es gibt ernsthaft Leute die glauben die Russen wollen wieder in Brandenburg einrücken. Einzig die AfD lehnt konsequent den Ukrainekrieg als schädlich für deutsche Interessen ab.

    Fazit: neben einer kriegsgeilen Obrigkeit sind auch große Teile der niedergehenden Linken als Friedenskräfte ausgefallen. Das Ergebnis können wir täglich besichtigen.

    1. Wie glaubwürdig das bei den Granden der AfD, mit der höchsten Rüstungsforderung ist, steht auf einem anderen Blatt. In Anbetracht daß Russland eine Macht mit Nuklearwaffen ist, geht so ein Feldzug exakt bis zum ersten Silo und dann heißt es „use ‚em or lose ‚em.“ Also gegen wen, wollen die alle, inklusive AfD, rüsten?

      1. Warum spricht sich die Linkspartei nicht klar und deutlich gegen den Krieg aus?
        Die Landesregierungen mit linker Beteiligung haben doch ohne Not den neuen Kriegskrediten zugestimmt. Gauck, Ramelow und Gysi sind die schlimmsten Kriegstreiben.
        Da hat die AfD leichtes Spiel. Selber Schuld die Restlinke, die es immerhin auf jetzt 10% bringt, aber auch nur Krieg zu bieten hat.

        1. Das war keine Antwort, aber egal. Die sog. Partei ‚Die Linke‘ ist auch keine linke Kraft und somit besteht eine parlamentarische Restlinke auch nur als Mythos. Also passend zu den unters Volk gestreuten Demokratie-Mythen, die sich um den parlamentarischen Budenzauber, dieses Ausführorgan der Konzernlobby, ranken. Die sog. Partei ‚Die Linke‘ ist eine modernisierte Ersatz-SPD, die in entscheidenden Momenten, wenn sie mit an den Hebelchen sitzen dürfen, das in sie gesetzte Vertrauen gleichfalls verraten dürfen.

  6. @ Freedomofspeech
    2. April 2025 um 10:11 Uhr

    Da haben Sie die heutigen jungen und mittleren Jahrgänge gut skizziert

    „Diese derzeitige grüne Generation und ihre Jugend kennt den Krieg nicht mehr aus eigenem Erleben und die Kriegsgeneration, die über die Kriegsschrecken berichten konnte, ist ausgestorben. Viele dieser olivgrünen Krieger kennt das Militär nicht. Diese Typen müßten wahrscheinlich nach 2 Tagen militärischem Drill zum Psychiater.“

    1. Danke,
      hinzu kommt, was ich Umwertung oder Pervertierung der Werte nenne:
      Über die Kriege regen sich manche junge Eltern nicht auf, berücksichtigen nicht, daß ihre Kinder Kanonenfutter werden können. Statt dessen ist der Wille des Kindes Gesetz. Es wird nicht einfach ins Bett gesteckt sondern darf schreien bis die Eltern völlig entnervt sind. In Kindergärten müssen die Erzieherinnen das Kleinkind fragen, ob es gewickelt werden möchte (kein Witz, Realität). Wenn nicht, ist der rote Hintern und sonstige Krankheiten egal.
      Da ist doch was völlig aus den Gleichgewicht gekommen?
      Man könnte jetzt ironisch meinen, glücklicherweise ist mit dieser Generation kein Krieg zu machen.

      1. @Freedomofspeech

        Ich wundere mich auch immer, wenn im Fernsehen Kinder wie kleine Erwachsene dargestellt werden, die ihre Eltern zudem auch noch auf Augenhöhe beraten …
        Ja, Erziehung ist heute oft grotesk.

        Immerhin: „… glücklicherweise ist mit dieser Generation kein Krieg zu machen.“

  7. Helmut Kohl vermasselt die „Wiedervereinigung.“ Dabei wurde die Annektion der DDR doch unter Obhut seiner Kanzlerschaft exakt so bewerkstelligt, wie das im Interesse seiner Herrchen gewünscht war.

  8. mal ganz kurz zusammengefaßt: deutche Politik ist seit NATO Nachrüstungsbeschluss in den 70ern eine röchelnde beinahe-Totgeburt.
    Mit Wiedervereinigung und Jugoslawien-Angriffskrieg verkackt sie dann endgültig und ist nur noch ein ferngesteuerter (US- Demokraten-) Android

  9. Angst vor dem Frieden haben auch all diejenigen, die sich mit Aktien an der Rüstungsindustie beteiligt haben und damit auf fette Beute durch Kursgewinne und Dividenden spekulieren.
    Wie sind dabei unsere Politikvertreter, Journalisten und Experten involviert?
    Um Auskunft wird gebeten!

    1. Deutschland würde auch ohne Ukrainekrieg aufrüsten, man will wieder den starken Maxen spielen!
      Allerdings wird ein Großteil des Geldes in der deutschen Bürokratie versickern, aber Rheinmetall und Co werden gut verdienen. Rüstungsprofite werden zu Monopolpreisen erzielt.
      Wer nicht mitmachen will, darf sich auch kein ETF auf den DAX kaufen, denn die deutsche Rüstungsindustrie boomt. Putin wartet nur darauf teure deutsche Panzer mit preiswerten Drohnen zu eliminieren. Anschlußaufträge also gesichert!
      Wer Geld verlieren will, kann gerne Umweltaktien kaufen. Sie sind im Dauersinkflug.
      Das ganze nennt sich Kapitalismus

  10. Selenskyj und die EU weiter stramm auf Kriegskurs

    LIEBE EUROPÄER & BESONDERS DEUTSCHE DIE BEREITS IM 1. WK 36 MIO RUSSEN TÖTETEN

    1.) Vielleicht erklären Ihnen Ihre Berater mal, daß Ukraine 2014 den Krieg selber angezettelt hat, indem sie zivile Wohnviertel u.a. im Donbass unter Artillerie-Beschuß nahmen.

    1.1.) Auch der Maidan und Absetzung des pro-russischen Wiktor Janukowytsch 2014 waren US-ferngesteuert.

    2.) Ziel: Ermordung + Vertreibung der 7 Mio. ethnischen Russen; Verbot der russischen Sprache, Zerstörung auch der kirchlichen Kulturgüter.

    3.) 14.000 russische Zivilisten (Amnesty Int’l Report) haben die Bandera- und Asow-Nazis auf dem Gewissen unter Duldung Kiews und des Klitschko-Clans.

    4.) RUSSISCHES MILITÄR LEISTET NOTHILFE FÜR IHRE BEDRÄNGTEN LANDSLEUTE.

    Berlin und Brüssel verwechseln „ANGREIFER und OPFER“ !!

  11. Es geht eindeutig um NICHTS. Die „gesellschaftliche“ Matrix, in der wir uns weltweit befinden, ist fast ausnahmslos Verschwendung unserer individuellen Möglichkeiten. Kein Staat der Erde kann positiv seine verinnerlichten Ziele definieren. Es gibt nur Meme ohne Bedeutung.

    Die Geschwindigkeit unseres Denkens ist bereits seit Jahrtausenden künstlich herabgesetzt.
    Ohne jeden Zweifel.

  12. In Brüssel verkörpert sie all die großen Fehler der EU-Politik der letzten Jahre, wo es seit der Einführung des Euro 2001 nicht den geringsten Fortschritt bei der Integration gegeben hat.

    Bei der Integration ganz sicher nicht, sehr wohl aber beim Machtzuwachs der Kommission, insbesondere unter Ursula. Sie hat seit Corona ständig ihre Kompetenzen erweitert, ohne dass es dafür vertragliche Grundlagen gäbe.

  13. Wladimir Putin benennt nun endlich mal das Offensichtliche. Das Asow-Regiment und andere Nazitruppen haben in der Ukraine das Gewaltmonopol. Da darf man zwar ein Parlament wählen, das sich dann um das Unwichtige kümmert. Aber was gemacht wird, bestimmt Asow.
    Aus diesem Grund will er, dass die Ukraine kurzfristig von der UNO verwaltet wird, um faire Wahlen zu garantieren. Was der Westen natürlich ablehnt. Aber es könnte auch anders gehen.
    Es ist Asow, was da die jungen Männer kidnappt und dann an die Front wirft. Neulich sogar einen Mann mit einem Kind auf dem Arm. Illegal natürlich, aber Asow kann hier demonstrieren, dass ihnen Gestze egal sind und Polizei und Justiz sowieso. Aber was, wenn der Krieg zu Ende ist und die Soldaten von der Front zurückkehren? Dir wissen Bescheid und sie werden den Wunsch haben, mit Asow abzurechnen. Dass dem so ist, gibt Asow ganz offen zu. Man werde sich dann ins Ausland begeben und sich dort einer Kampfeinheit anschließen.
    Da ist richtg etwas los, wenn Asow weg ist. Dann öffnet sich eine Jauchegrube und alles, was dort seit 2014 passierte, kommt ans Tageslicht. Und unsere Führungsschicht kann nicht sagen, sie hätte nichts gewusst.
    Genau deswegen setzen sie auf Selenskij, weil es unter diesem keinen Waffenstillstand geben wird. Und genau deswegen werden jetzt diese Milliarden verpulvert. Nicht, weil die Russen kommen. Viel schlimmer, es kommt dann die Wahrheit.

  14. Und die Angst vor den AKW ist größer als die vor Atombomben, die vor der Erderwärmung größer als die vor dem Nuklearen Winter und die vor Covid-19 größer als die vor Cäsium-137. Das Schaf fürchtet den Fuchs eben mehr als den Metzger.

  15. Es ist einigermaßen dämlich, wenn Politik auf unterkomplexeste Art so runtergebrochen wird bzw. Aktionen zu Heldentaten erklärt werden, die für die handelnde Person ABSOLUT KEINE negativen Konsequenzen haben könnten.
    Beispiel: Die (Noch-) Außenministerin BIETET (BOT) DESPOTEN DIE STIRN … ja, sehr mutig, zumal als Vertreterin eines sehr (einfluss)reichen Staates, der über einige Druckmittel verfügt.
    Dann natürlich Frau Faeser mit ihrer Armbinde in Katar (wobei es da – Vorsicht, zu klassenkämpferisch – schon nicht mehr um die Arbeiter ging).
    Und dann so Sprüche wie „Ursula von der Leyen („Röschen“) lernte schon früh, sich gegen ihre großen Brüder zu behaupten. Deshalb kann sie auch heute unerschrocken den Autokraten die Meinung geigen und…“ (langsam ausble nden).
    Immer das Muster: „Starke Frau zeigt es der Macho-Bande.“
    Zufällig im Auftrag von EU, mindestens mit der Rückendeckung der deutschen Politik, die ja in Europa ordentlich das Sagen hat.
    Kommt sich als Freiheitskämpferin und Menschenrechtlerin vor, ist aber de facto nur eine Kolonialbeamtin.

    Pointe zum Schluss: Vielleicht ist der eine oder andere der geschmähten ‚Autokraten-Machos‘ gerade auch deswegen manchmal so pampig den erwähnten Damen gegenüber, weil der der Älteste von zahlreichen Kindern war und oft eine ganze Menge von anstrengenden kleinen Schwestern beaufsichtigen musste.

  16. Es ist einigermaßen dämlich, wenn Politik auf unterkomplexeste Art so runtergebrochen wird bzw. Aktionen zu Heldentaten erklärt werden, die für die handelnde Person ABSOLUT KEINE negativen Konsequenzen haben könnten.
    Beispiel: Die (Noch-) Außenministerin BIETET DESPOTEN DIE STIRN … ja, sehr mutig, zumal als Vertreterin eines sehr (einfluss)reichen Staates, der über einige Druckmittel verfügt.
    Dann natürlich Frau Faeser mit ihrer Armbinde in Katar (wobei es da – Vorsicht, zu klassenkämpferisch – schon nicht mehr um die Arbeiter ging).
    Und dann so Sprüche wie „Ursula von der Leyen („Röschen“) lernte schon früh, sich gegen ihre großen Brüder zu behaupten. Deshalb kann sie auch heute unerschrocken den Autokraten die Meinung geigen und…“ (langsam ausble nden).
    Immer das Muster: „Starke Frau zeigt es der Macho-Bande.“
    Zufällig im Auftrag von EU, mindestens mit der Rückendeckung der deutschen Politik, die ja in Europa ordentlich das Sagen hat.
    Kommt sich als Freiheitskämpferin und Menschenrechtlerin vor, ist aber de facto nur eine Kolonialbeamtin.

    Pointe zum Schluss: Vielleicht ist der eine oder andere der geschmähten ‚Autokraten-Machos‘ gerade auch deswegen manchmal so pampig den erwähnten Damen gegenüber, weil der der Älteste von zahlreichen Kindern war und oft eine ganze Menge von anstrengenden kleinen Schwestern beaufsichtigen musste.

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