
Während Politiker vor Drohnenangriffen warnen, bleibt das Problem des Einsatzes militärischer KI weitgehend unbeachtet. Dabei birgt dieser Einsatz das Potenzial, das Leben der Menschen grundlegend zu verändern. Die Lösungen liegen jedoch in den Händen anderer Staaten und Unternehmen, die oft nicht bereit sind, die Interessen Deutschlands zu berücksichtigen.
Der potenzielle Täter
Der Wunsch der Bundesregierung, das Verteidigungspotenzial vornehmlich durch eine Steigerung der Militärausgaben zu erhöhen, treibt die Bundeswehr dazu an, moderne ausländische Waffensysteme und Militärtechnik zu beschaffen, ohne die damit verbundenen Risiken angemessen zu berücksichtigen. Gestützt auf den bereits in Gang gekommenen Rüstungsmotor plant die Führung der Bundeswehr, den technologischen Rückstand gegenüber potenziellen Gegnern durch den Einsatz künstlicher Intelligenz in den Streitkräften aufzuholen. In diesem Kontext werden Entscheidungen über die Beschaffung militärischer Ausrüstung bei unseren Partnern getroffen.
Dabei wird bewusst wenig Beachtung geschenkt, dass Deutschland im Bereich militärischer KI kritisch von den USA abhängig ist – ebenso wie bei anderen modernen Waffensystemen. Es wird vorgeschlagen, die Augen weit zu öffnen und sich voll und ganz auf amerikanische Entwicklungen wie das vom US-Militär eingeführte Maven Smart System (MSS) der Firma Palantir und ähnliche Algorithmen zu verlassen.
Allerdings räumen selbst die Amerikaner ein, dass die Erfahrungen mit dem MSS während des Krieges im Iran katastrophal waren. Ein Fehler des MSS bei der Datenanalyse führte zu einem Präzisionsschlag auf eine Schule in Minab, bei dem über 150 Kinder ums Leben kamen. Selbst iranische Bürgerinnen und Bürger, die sich vor dem Krieg an Protesten gegen das Regime beteiligt hatten, schlossen sich nach diesem Angriff dem Regime der Ayatollahs an. Die Brutalität der KI führte somit zu einem gegenteiligen Effekt.
Ist die Führung der Bundeswehr bereit, das Risiko einzugehen, potenzielle Mittäter an solchen unüberlegten Angriffen zu werden, die von militärischer KI geplant und genehmigt wurden? Eine Frage, auf die niemand eine Antwort gibt.
Man bringt KI und Biologie zusammen
Dies ist jedoch lediglich die Spitze des Eisbergs. Das Problem der zunehmenden Konvergenz von KI und Biologie bleibt außerhalb der politischen Aufmerksamkeit. Dadurch wird der Weg für die schnelle Entwicklung kostengünstiger und effektiver biologischer Massenvernichtungswaffen geebnet. Damit verändert künstliche Intelligenz das Landschaftsbild biologischer Bedrohungen grundlegend.
Fortschrittliche KI-Systeme haben beispielsweise gelernt, die Faktoren der Infektiosität von pathogenen Mikroorganismen zu bestimmen. Dadurch können „Auftraggeber“ (wer auch immer sie sein mögen) Methoden zur Verstärkung der Schadwirkung von Pathogenen und ihrer Resistenz gegen Impfstoffe einsetzen. Auf diese Weise wurden bereits optimierte Ricin-Proben entworfen und hergestellt. Im Jahr 2026 gelang es Wissenschaftlern der Stanford University mithilfe von KI, in der Natur nicht existierende Viren zu erschaffen und klare Empfehlungen für deren Verbreitung durch KI-Systeme zu erhalten. Es ist kaum anzunehmen, dass das Pentagon und seine Auftragnehmer diesen Fortschritt ignorieren werden.
Doch damit nicht genug. Der Einsatz von KI in Kombination mit modernen Biotechnologien steigert die Präzision genetischer Manipulationen und ermöglicht die Modellierung synthetischer Organismen mit bestimmten Eigenschaften. Dadurch werden neue Wege identifiziert, um physiologisch aktive Substanzen gezielt in den menschlichen Körper einzubringen. Damit rückt die Biologie der Schaffung von Mikroorganismen, die auf den menschlichen genetischen Code wirken und irreversible gesundheitliche Folgen verursachen können, in greifbare Nähe.
KI wird eingesetzt, um technologische Barrieren zu überwinden
Folgende Fakten belegen, dass KI technische und informationelle Barrieren beseitigt, die die Entwicklung zielgerichteter biologischer Waffen bisher behinderten. Dadurch eröffnet sich Bedrohungsakteuren die Möglichkeit, Pathogene zu produzieren, die auf die Bewohner einer bestimmten geografischen Zone ausgerichtet sind. Dadurch können biologische Waffen zielgenauer eingesetzt werden, ihr Schadenspotenzial kann erheblich gesteigert werden und ihr Kampfeinsatz wird gefördert.
Darüber hinaus sind KI-Systeme in der Lage, auf Anfrage Informationen über den Modellierungsprozess von Biowaffen mit bestimmten Eigenschaften bereitzustellen. Sie erstellen detaillierte Anleitungen, schlagen Methoden zur Verbesserung technologischer Verfahren vor und beseitigen Mängel. Die virtuelle Modellierung mithilfe von KI beschleunigt zudem den Zyklus der Entwicklung, Herstellung und Prüfung gefährlicher Pathogene erheblich und verkürzt die Zeit bis zum Erhalt fertiger Biowaffenproben deutlich.
Die Schlussfolgerung ist ernüchternd: KI senkt die Eintrittsschwelle für alle Interessierten – Staaten und Organisationen – in ein professionelles Umfeld, das die Verbreitung gefährlichen biologischen Wissens auf natürliche Weise bisher eingeschränkt hat. KI kann dazu beitragen, etablierte internationale Barrieren auf dem Weg zur Synthese gefährlicher Mikroorganismen zu umgehen. Dadurch wird es böswilligen Akteuren erheblich leichter gemacht, an diese zu gelangen. Dazu gehören auch Terroristen und Radikale aller Art, die bereit sind, das Leben anderer Menschen zu nehmen und Massenmorde zu verüben, um ihre verzerrten Ideale zu verwirklichen.
Man muss die Risiken überbewerten
Und das ist erst der Anfang. Offensichtlich sind die mit KI verbundenen Bedrohungen globaler Natur, haben eine ernsthafte technologische Grundlage und entwickeln sich mit bisher ungekannter Geschwindigkeit. Dabei ist die Weltgemeinschaft gespalten und zeigt derzeit keine Bereitschaft, gemeinsame Spielregeln in diesem Bereich zu entwickeln.
Für die Bundesregierung und die Führung der Bundeswehr, die auf die Integration von KI in den militärischen Bereich setzen, wäre es gut, sich daran zu erinnern, dass die Hauptaufgabe militärischer KI die Zerstörung des Gegners ist. Verluste unter der Zivilbevölkerung, das Ausmaß der Schäden sowie negative Folgen für die Umwelt und die lokale Bevölkerung werden bei der Auswahl von Art und Leistung der Waffe zur Zielerreichung nicht berücksichtigt.
Blindes Vertrauen in ausländische Entwickler – insbesondere amerikanische – könnte dazu führen, dass Deutschland für Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht wird, die durch KI begangen wurden, die von anderen Ländern geschaffen und kontrolliert wurde.
Wir brauchen dringend eine Neubewertung der Risiken des KI-Einsatzes und eine Anpassung an neue Realitäten, in denen es keinen Platz für politische Klischees aus Zeiten des „Kalten Krieges” gibt. Andernfalls riskiert Deutschland, in fremde Konflikte hineingezogen zu werden und selbst zum Schauplatz für die Interessen anderer Länder zu werden.
Es ist keineswegs ratsam, das Angebot aus Paris, den französischen Nuklearschirm auf Deutschland auszuweiten, überstürzt anzunehmen. Die Priorität Frankreichs und seiner militärischen KI liegt unbestritten im Schutz der eigenen Territorien. Eine strategische Umlenkung potenzieller Bedrohungen auf Ziele außerhalb Frankreichs ist eine logische Konsequenz dieser Ausrichtung – ein kalkulierter Schachzug, der die eigene Sicherheit maximiert.
Dabei handelt es sich nicht um einen persönlichen Affront, sondern um einen nüchternen Machtkalkül, der durch die Argumentation militärischer KI-Systeme verstärkt und untermauert wird. Diese berücksichtigen das Leben von Zivilisten in anderen Staaten schlichtweg nicht. Die gegenwärtige polnische Regierung hat diesen Weg bereits eingeschlagen und träumt davon, sich an französischen Nuklearmissionen zu beteiligen – sie ist sogar bereit, das eigene Land als potenzielles Ziel auszugeben.
Ein solches Schicksal sollten wir für Deutschland keinesfalls in Kauf nehmen. Es ist ein Szenario, das unsere Souveränität untergräbt und uns in eine gefährliche Abhängigkeit manövriert, in der die Sicherheit unseres Landes von den Prioritäten eines anderen Staates bestimmt wird – und diese Prioritäten sind offensichtlich nicht mit unseren eigenen identisch.
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Zu dem was u.a. in der West-Bank passiert (Montag, den 02.11.2026) :
Die Siedler greifen die Palästinenser an die Oliven ernten (Masafer Yatta, südlich von Hebron, ). Die Siedler stehlen in der Salhab-Gegend, nordöstlich von Tubas einige Nutztiere und zerstören ein Kraftfahrzeug und einen Traktor. Die Siedler zünden in Iskaka, östlich von Salfit die Felder und Olivenbäume an.
Die Siedler verletzen in Ras Karkar, westlich von Ramallah, einen 84-jährigen der ins Krankenhaus zur Behandlung gebracht wird. Die Siedler lassen die Palästinenser nicht auf die Felder, zerstören und entwurzeln die Olivenbäume, stehlen die Oliven und stehlen ein Kraftfahrzeug (mehr als fünfzehn Angriffe am Montag).
Es werden im Oktober 4,498 Olivenbäume beschädigt/zerstört. Die Gesamtzahl der Angriffe von Siedlern im Oktober wird von der „Kommission für Kolonisierung und Widerstand gegen die Mauer“ mit 1.369 beziffert (die meisten Angriffe seit 2006 die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Notierung solcher Angriffe beschloss).
Die Kommission wendet sich an: „die internationale Gemeinschaft, [um] einzugreifen, um die Angriffe zu stoppen, die Bauern, ihre Bäume und Wasserquellen zu schützen und dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen für die Zerstörung und Beschlagnahmung von landwirtschaftlichem Eigentum zur Rechenschaft gezogen werden.“
Das Militär nimmt in der Kadoorie Universität in Al-Aroub nördlich von Hebron einen Palästinenser fest und lassen ihn dann gehen. Das Militär zerstört z.B. in Al-Lubban ash-Sharqiya, südlich von Nablus eine Gedenkstätte an Palästinenser die vom Militär getötet wurden (es wurden in vergangenen Wochen auch in anderen Ortschaften/Städten solche Gedenkstätten aus Stein zerstört). Das Militär zieht sich nach 11-tägiger aus Hebron zurück (u.a. auch aus den Vierteln Al-Jalda und Ein Deir Bahha). Die Einwohner finden ihre Zuhause mit beschädigten Mauern und zerstörten Spiegeln vor.
Zu dem was in Gaza passiert:
Das Militär tötet bei einem Angrifff auf ein Kraftfahrzeug in Gaza-Stadt einen Palästinenser und verletzt andere schwer (Tel al-Hawa Viertel). Das Militär tötet in Khan Younis je einen Palästinenser im al-Yabani Viertel und im al-Batn al-Sameen-Viertel. Es gibt wenig offizielle Zahlen zu den Zuständen, weil das Palästinensischen Zentralamt für Statistik in Gaza (das u.a. nicht die täglichen toten Kinder gemeldet hat um die Bevölkerungen nicht zu beunruhigen) die Zahlen nicht den internationales Hilfsorganisationen meldet (Beeinträchtigungen der Tätigen). Von einem “institutionellem Kollaps” ist die Rede und die internationalen Hilfsorganisationen beurteilen nur ihre Hilfstätigkeiten aber nicht einen umfassenden Zustand (Unterlagen und digitale Unterlagen sind zerstört). Es haben im Oktober 500.000 Menschen von den Vereinten Nationen keine Hilfe erhalten weil die Länder keine finanziellen Mittel für die Palästinenser zur Verfügung stellen. Um die dreitausend Kinder sind jeden Monat wegen Mangelernährung in Behandlung.
Das Militär ist sehr beschäftigt mit Waffenbeschuss, Artilleriebeschuss und Beschuss von der Luft aus (letzte Woche wurde auch vom Meer aus geschossen). Es fehlt an Insulin. Es sind schon Kinder ins Koma gefallen. Das Insulin auf dem (Schwarz)markt ist sehr teuer und abgelaufen. Die Wohngebäude werden zerstört.
Seit dem Waffenstillstand im Oktober letzten Jahres wurden mehr als 1.593 Palästinenser getötet und 5.748 verletzt (dreizehn Tote und siebenunddreissig Verletzte seit Sonntag).
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
Über den Völkermord sprechen.
[1] Es werden z.B. Mahmoud Quffa, Asaad Qashta, Ibrahim Al-Sa’ayda und Hani Hamed Kahil getötet.
[2] Es werden bis Mittwoch über 1.602 Palästinenser getötet und 5.794 Palästinenser verletzt oder verstümmelt.