Deutschland und Kuba: Peinlich

Kundgebung für die Regierung  am 22. Mai. Bild: Partido Comunista de Cuba

„Arte“ strahlte diese Tage ein Konzert der „Rolling Stones“ aus, das im Jahr 2016 in Havanna stattfand und das von Paul Dugdole unter dem Titel „Havana Moon“ verfilmt wurde. 1,2 Millionen begeisterte Kubaner nahmen daran teil, dicht gedrängt innerhalb und außerhalb der „Ciudad Deporte“ in Havanna, mitsingend und tanzend und die kubanische Flagge schwingend. Angesichts dieser „Power“ kann fast nachgefühlt werden, dass sich die US-Regierung von den Kubanern „bedroht“ fühlt…

Das alles ist gerade mal 10 Jahre her. Und heute? Donald Trump spricht von der bevorstehenden Machtübernahme in Kuba durch die USA, mit oder ohne Einsatz der US-Streitkräfte. Und der US-Außenminister Marco Rubio möchte möglichst ohne Militäreinsatz mit der kubanischen Regierung die Übergabebedingungen aushandeln. Man reibt sich die Augen. Und in Deutschland? Indifferenz und Schweigen. Solidarität und Protest gleich Null. Bestenfalls wird von einem letzten Scheitern des Sozialismus nach dem Untergang der Sowjetunion geredet. Vielleicht so nebenbei wird noch die Totalblockade von Öllieferungen erwähnt, allerdings ohne die Vorbereitung dieser Totalblockade, nämlich das Stoppen der Öllieferungen aus Venezuela nach dem kriminellen „Kidnapping“ ihres Regierungschefs Nicolás Maduro durch Donald Trump, auch nur anzudeuten.

Erinnerung an einen ersten Kubabesuch vor vielen Jahren: Untergebracht in einem Luxus-Resort, das – wie zu erfahren war – in Zeiten des Diktators Batista als Abtreibungsklinik für die kubanischen Mätressen US-amerikanischer Millionäre errichtet worden war. Im Zentrum von Havanna eine kleine Fabrik. Vor dem Erlauben des Zutritts führt der Arbeiter am Eingang ein kurzes Examen durch: wer war der kubanische Nationalheld José Martí? Examen bestanden.

Und die deutsche Politik sowie die deutschen Medien? In all den Jahren die gleiche Leier: Kuba eine sozialistische Diktatur, deren Bevölkerung nur durch massive Hilfslieferungen der Sowjetunion vor dem Hungertod bewahrt würde. Die Wirtschaftsblockade der USA, der sich die Bundesrepublik Deutschland in Vasallentreue angeschlossen hatte, wurde bestenfalls unter „Verschiedenes“ erwähnt, als wäre die Blockade des Landes nicht ausreichend, einen großen Teil seiner Probleme zu erklären: Kuba ein Land, das niemals die Chance hatte, sein politisches Projekt eines alternativen Gesellschaftsmodells als friedliches Mitglied der Völkerfamilie umzusetzen.

Einige Jahre später bei einem längeren Arbeitsaufenthalt in Mexiko-Stadt eine andere Erfahrung: Nicht nur Kollegen in der Universität träumten in einer damals von Slums eingekreisten Stadt, mit Massen von halbverhungerten kleinen Kindern mit ihren Müttern auf den Bürgersteigen liegend, von einem Leben wie in Kuba: vollständige Alphabetisierung, vorbildliches Gesundheitssystem, flächendeckende Grundversorgung der Bevölkerung mit Lebensmittelkarten usw. Immerhin ist Mexiko unter seiner gegenwärtigen Präsidentin Claudia Sheinbaum zur Zeit eines der wenigen Länder, das sich noch mit Kuba solidarisiert und ab und zu die Blockade durch Schiffe mit Hilfslieferungen durchbricht.

Und was macht Deutschland in der aktuellen Situation? Kein Wort der Regierung zur gnadenlosen Strangulierung des Landes und seiner Bevölkerung durch die USA. Aber auch im Spektrum alternativer Kräfte und linker Gruppen/Parteien reicht es noch nicht einmal zu einer öffentlich wirksamen und sichtbaren Solidaritätskampagne (wie etwa nach dem Putsch in Chile durch Pinochet, als viele Menschen mit Proteststicks am Hemd unterwegs waren). Allenfalls dürfte einige stören, dass ihre Urlaubspläne in Kuba geplatzt sind. Beschämend.

 

Eckart Leiser

Eckart Leiser, Prof. Dr., ist Privatdozent an der Freien Universität Berlin und arbeitet als Psychotherapeut in eigener Praxis in Saragossa (Spanien). Seine Arbeitsschwerpunkte sind die epistemologischen Grundlagen der Psychologie sowie strukturale Anthropologie und Psychoanalyse. Lehrtätigkeit in Frankfurt, Berlin, Mexiko-Stadt, Wien, Madrid, Saragossa und Buenos Aires.
http://userpage.fu-berlin.de/~leiser/
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36 Kommentare

  1. In der Corona Zeit, aber selbst jetzt noch, helfen ÄrztInnen aus Cuba in Italien, absoluter Respekt! Trump soll sein verdammtes Versprochen einlösen und in der Ukraine Friedensverhandlungen möglich machen und voranbringen!

  2. In der Corona Zeit, aber selbst jetzt noch, helfen ÄrztInnen aus Cuba in Italien, absoluter Respekt! Trump soll sein verdammtes Versprochen einlösen und in der Ukraine Friedensverhandlungen möglich machen und voranbringen!

  3. Und was macht Deutschland in der aktuellen Situation? Kein Wort der Regierung zur gnadenlosen Strangulierung des Landes und seiner Bevölkerung durch die USA.

    Aber ich bitte Sie! Das sind Kommunisten, Marxisten! Wusste schon die Adenauer-CDU: „Alle Wege des Marxismus führen nach Moskau!“. Pfui Deibel! Und das wird Reichskanzler Merz heute nicht anders sehen.

    Was die Linke angeht, gendern die Kubaner? Haben die eine Frauenquote? Queere und Schwule in der Regierung?

    1. Treffend auf den Punkt gebracht.
      Das „sozialistische Projekt“ Kuba wurde von den USA und ihren Vasallen mit allen Mitteln daran gehindert, erfolgreich werden zu können, das ist der Punkt. Es darf kein erfolgreiches konkurrierendes System neben dem Raubtier-Neoliberalen Kapitalismus geben, sonst könnten die Menschen in der „westlichen Wertegemeinschaft“ ja das denken anfangen…
      Und die sogenannte „Linke“ ist nur noch ein lächerliches Witzfigurenkabinett, das man keinesfalls noch ernst nehmen darf.

      Zum Glück ist Reichskanzler Merz mit seinem sogenannten Außenminister gestern mit einem Tritt in die Eier aus dem UN-Sicherheitsrat herauskomplimentiert worden 😉 . In Anbetracht der Ukraine- und Israelpolitik und das völlig zu recht.

    2. @Gilbert

      Queere und Schwule haben wenig gemeinsam; erstere wollen ihre Ideologie zum gesellschaftlichen Standard erheben und dies nötigenfalls gesetzlich verordnet, während zweitere lediglich andere sexuelle Vorlieben haben, wogegen nichts einzuwenden ist. Wer mit wem im Bett landet, betrifft mich eh nicht; ich bin ja nicht dabei! Genausowenig übrigens, ob sich jemand von einer Domina den Hintern versohlen oder sich poppen lässt. Ob es Schwule in der kubanischen Regierung gibt, geht uns genausowenig etwas an, wie bei anderen Regierungen. Queere hingegen, welche uns umerziehen wollen oder gar Kinder zum trans sein ermutigen wollen, sind eine ganz andere Geschichte; gleiches gilt für aufgezwungenes gendern! Und nein, in Kuba wird nicht gegendert; genausowenig wie im gesamten spanischen Sprachraum…

  4. Danke Herr Leiser, dass Sie an Kuba erinnern. Es ist, als sei unsere Gesellschaft lobotomisiert. Kollektiv überrumpelt.
    Die Gedächtnisse ausgeschaltet. Das Gewissen nicht mehr erreichbar.

  5. Die Regierung und die deutschen Mainstream-Propagada-Medien haben nur eine große Klappe, wenn es gegen Russland, gegen die Hamas, gegen den Iran geht und darum, Geringverdiener gegen Sozialhilfeempfänger aufzuhetzen, junge erwerbstätige Erwachsene gegen alte Rentnerinnen/Rentner aufzuwiegeln und den deutschen Angestellten und Arbeitern vorzuwerfen, sie wären zu faul und würden zu oft krank machen.

    Wenn der große weiße Imperator und „Freiheitskämpfer“ aus Washington D.C. Donald T. Zölle gegen die EU verhängt, Präsidenten unabhängiger Staaten kidnappen lässt und verschleppt, Grönland annektieren will, einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der israelischen Armee gegen den Iran unterstützt und ein Land wie Kuba einkesselt und deren Bürger stranguliert, dann heißt es: psst. Bist stad! Halt deinen Mund. Da darf man in Wertewestern-Germany nicht darüber reden, das darf man auch nicht kritisieren, sonst wird der große weiße Imperator und „Freiheitskämpfer“ der wertewestlichen Welt aus Washington D.C. böse.

    Make America Great Again, Germany small and Cuba smaller! Darauf einen Cuba Libre:

    1 Teelöffel Rohrzucker in ein Cocktail-Glas geben, den Saft einer halben Limette dazugeben, die andere Hälfte der Limette in Scheiben schneiden und in das Glas geben, 4 cl (weißen) kubanischen Rum hinzufügen, mit 150 ml eiskalter brauner Cola (falls möglich nicht aus den USA) auffüllen und ein paar Eiswürfel aus Grönland dazugeben.

    Salud! Aber in Maßen und nicht in Massen genießen und nicht weitersagen, sonst wird der große Imperator aus Washington D.C. böse.

  6. Was soll Kuba also machen, wenn es soweit ist.
    Kaempfen oder sich ergeben? Venezuela hat den kuerzeren Weg gewaehlt, Kuba wird wahrscheinlich kaempfen es
    wird ein Blutbad geben und es ist nicht ausgemacht, dass die Kubaner gewinnen werden.
    Danach gibt es zwei Optionen: entweder wird Kuba annektiert oder Rubio wird als Praesident Kuba nach amerikanischen Vorstellungen umpolen, das heisst alles wird privatisiert, es gibt KEINE kostenlose Bildung mehr, KEIN kostenloses Gesundheitssystem, KEINE flaechendeckende Grundversorgung der Bevoelkerung mehr!
    Apropos Rubio, seine Eltern sind damals noch unter dem Diktator Batista in die USA emigriert, das wird oft in den Medien falsch dargestellt wie immer, wie etwas das nicht sein kann, was nicht sein darf!

  7. „Und was macht Deutschland in der aktuellen Situation? “

    Unser rechtschaffender Aussenminister Johannes Wadephul ist aktuell bei der UNO unterwegs, um den Wiedereinzug Deutschlands in das wichtigste UN-Gremium zu organisieren. Denn Deutschland steht für die „regelbasierte Ordnung“, für Demokratie, Souveränität und ist ein Freund kleiner Länder und machtloser Völker. Selbst für Klimaschutz steht Deutschland. Mal gucken wie es ausgeht.

    1. Es ist schlecht ausgegangen, wie RT gerade berichtet. Nix mit UNO . Vielleicht war
      das Aufrüstungsgetöse von Merz und unserem Kriegsminister doch etwas zu erschreckend.
      Deutschland zur größten Millitärmacht Europas aufzublasen hat da doch wohl so manchen
      erschreckt. Außerdem gibt es ja schon die USA, die sich immer gegen Verurteilungen von
      israelischen Verbrechen sträubt, da muß ja nicht auch noch Deutschland seinen Senf dazu
      geben.

      1. Also ist es doch gut ausgegangen. Eine Quittung für die wertebasierte Doppelmoral. Selbst gegen Österreich konnte man sich nicht durchsetzen. Ob die Botschaft im Auswärtigen Amt ankommt? Wahrscheinlich nicht – ist eben wie beim ESC: Keiner kann uns leiden. Mit der Außenpolitik Deutschlands hat das natürlich gaaaar nix zu tun.

        1. „Keiner kann uns leiden.”
          Und das ganz zurecht! Das politische Personal ist halt keines mit dem man Sympathiepunkte sammeln könnte, aber es repräsentiert die Mehrheit der Insassen dieser Nation. Sie lassen wirklich leider so gar nichts aus in Punkto Fremdschämen.

  8. Weil aus „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ nichts wurde, sondern sich die Proletarier lieber im ersten Weltkrieg gegenseitig zerfleischten, ging Stalin zum Sozialismus in einem Land über. Nachdem auch das scheiterte, gehen die ganz eingefleischten Kommunisten als dritte Version zum Sozialismus in Kuba als einzigem Land über. Aber das funktioniert erstrecht nicht.
    Kuba definiert sich laut Verfassung als sozialistische Republik, in der der Sozialismus als irreversibel festgeschrieben ist. Die PCC ist die einzige legale Partei und gilt als „höchste Führungskraft“ von Staat und Gesellschaft. (Die Nationalversammlung ist das oberste Staatsorgan mit rund 600 Mitgliedern, die alle fünf Jahre gewählt werden. Sie verabschiedet Gesetze und wählt den Staatsrat.)
    Diese Karikatur des Sozialismus ist nicht nur wegen der amerikanischen Sanktionen zum Scheitern verurteilt. Ein Schaf unter Wölfen kann eben nicht überleben.
    Vielleicht sollten sich die Kubaner doch lieber den USA anschließen, und sich für Geld ausbeuten lassen.

    1. Ziemlicher Unsinn. Wichtig ist doch wohl nicht die Struktur von Organen eines Staates, sondern ihre Effizienz. Und die ist bei Kuba, wie im Artikel ausgeführt, sehr hoch. Man kann als weiteres Beispiel die Tatsache erwähnen, dass bei den häufig die Insel treffenden Hurrikans fast nie Tote zu beklagen, die Sicherheitsvorkehrungen vorbildlich sind. Müsste Kuba nicht seit 60 Jahren unter einem brutalen Embargo der benachbarten Grossmacht leben, wärs ein wohlhabender Staat, mit z. B. einem absolut kompetitiven Medizinsektor. Dass es ohne, bzw. viel zu wenig Energie nicht geht, versteht sich von selbst, das hat mit Kommunismus, Kapitalismus oder was auch immer nichts zu tun.

    2. „ Vielleicht sollten sich die Kubaner doch lieber den USA anschließen, und sich für Geld ausbeuten lassen.”
      Wie wir alle! We‘re all prostitudes!
      Kuba galt unter Batista als der „Puff” us-amerikanischer sexuell inkontinenter Psychopathen und die kubanische Revolution hat dem ein Ende bereitet. Ein Sieg der menschlichen Würde über ein durch und durch korruptes und widerliches Zuhälter-Regime, das wir als Beispiel dessen, was möglich ist, auf keine Fall vergessen sollten.
      Ein Rest aus der heute als Fantasterei abgetanen „Möglichkeit Mensch”.

      1. Die Revolution gegen das Battista-Regime war sehr erfolgreich. Aber in den neunziger Jahren gingen sehr viele Deutsche, die jetzt alt sind, wegen der Prostitution nach Kuba. Manche haben sogar im TV geschwärmt, wie toll die Frauen in Kuba sind. Damit in Kuba nicht wieder so ein Regime wie unter Battista entsteht, sollte sich Kuba am besten den USA anschließen, damit es den Schutz amerikanischer Institutionen genießt. Es ist dann Bestandteil einer wohlhabenden Siegernation. Man denke mal an Kalifornien und Texas, wo es den Menschen viel besser geht, als in Mexiko, wo es eine von „Slums eingekreisten Stadt, mit Massen von halbverhungerten kleinen Kindern mit ihren Müttern auf den Bürgersteigen liegend“ gibt. Auch die Flüchtlingsmassen, die die USA abwehren muss, sprechen dafür, dass dort ein Leben begehrenswert ist.

        1. Television ist dumm und war es damals schon („TV“ gibt es auch).
          Es gibt in Havanna Straßenprostitutierte, vor allem aber eine idiotische Sicht von einer Seite, die jede leicht gekleidete Frau für eine Nutte hält.
          Prostitution war und ist in Kuba verboten und das hat dort seine spezielle Geschichte. Wem Zuhälterei nachgewiesen werden kann, fährt für mindestens ein Jahrzehnt in den Knast ein. Insbesondere ist noch nie ein Pädo auf die
          die Idee gekommen sich nach Kuba zu verirren. Falls doch hat man ihn dort im Knast vergessen.
          Es gab ein Phänomen, das man erläutern sollte. Auf viele Mittel- und Südamerikanerinnen wirken hellhäutige (blonde, blauäugige) Männer attraktiv. Es war dergestalt also nicht schwierig eine Liebschaft einzugehen – meist mit Familienanschluss. Und natürlich ließen Besucher häufig auch Geld dort. Dies war der Herzlichkeit geschuldet, mit der man überall umgeben war.

          *Kritische, jüngere Stimmen bezeichnen dies mittlerweile als eine Form des Rassismus.

  9. @ Hinkender Torwächter 19 Uhr 13 : Kuba – ein Schaf? Unter Wölfen? ? Die Geschichte zeigt anderes. Kuba, ein Wolf
    unter Schafen.

  10. sorry…..aber das Scheitern Deutschlands in der UNO fuer einen Sitz im UN Sicherheitsrat ist auf das arrogante Auftreten
    Deutschlands, auf die Doppelmoral, das mit zweierlei Mass messen etc etc zurueckzufuehren.
    Das Scheitern im ersten Durchgang, Herrn Merz in Berlin klingelten wohl die Ohren und das Bild der Ex-Aussenleuchte
    Baerbock spricht Baende als sie das Auszaehlungsergebnis sah, Glueckwunsch an Portugal und Oesterreich!
    https://mf.b37mrtl.ru/deutsch/images/2026.06/article/6a2060f048fbef5b3c37313a.jpg

    1. Offenbar waltet selbst in der ziemlich auf den Hund gekommenen UN noch ein Rest des ursprünglichen Verantwortungsbewusstseins, wenn der Ober-Bock den Gärtner geben will. Das lässt hoffen.

    2. Ich weiß nicht, ob das Foto authentisch ist, doch halte ich es in diesem Kontext für plausibel (Wahlausgang & Mimik), insofern hat es mir ein Lächeln am Morgen ins Gesicht gezaubert.

      Danke!

      D. wurde also nicht gewählt, denn es ist offensichtlich unwählbar, selbst als Zaungast. Es scheint doch noch politische Vernunft zu geben auf diesem Globus. Und Platzanweisung vom Hegemon für den Vasallen natürlich auch.

  11. Das Ende wird dein, dass es keine noch so kleine Alternative zu diesem System mehr geben wird. Aber ihr könnt froh sein, dass der Sozialismus versagt hat. Dieses System schlägt alle. Nun ja. Bis es an seiner Hier zugrunde gehen wird. Doch glaubt mir nicht, dass dieses System kampflos aufgibt. 1945 lässt grüßen. Ich lebe nicht mehr lange, Doch eure Freude über den Untergang des Sozialismus wird nicht mal dieses Jahrhundert überleben. Sie wird in Grauen umschlagen. Dazu muss ich kein Hellseher sein. Die Anzeichen des Untergangs sind deutlich sichtbar.

  12. „Aber auch im Spektrum alternativer Kräfte und linker Gruppen/Parteien reicht es noch nicht einmal zu einer öffentlich wirksamen und sichtbaren Solidaritätskampagne”
    Es gibt schon lange keine Linke mehr in Deutschland. Die fehlende Solidarität mit Kuba ist ein aber guter Gradmesser des seit Jahrzehnten laufenden reaktionären Projekts der Liquidation linker Politik.

  13. Nun ist also die Ukraine – ähm Deutschland – vom UN-Sicherheitsrat abgewählt worden. Ob der ukrainische – ähm deutsche – Außenminister Wadepfuhl nun zurücktritt? 🤡

  14. Lang lebe die kubanische Revolution! Auf den heldenhaften Kampf der tapferen kubanischen Bevölkerung gegen den imperialistischen Moloch der USA! Venceremos!

  15. Na ja, Deutschland – oder besser Reichsprotektorat Tschörmänni – gestern noch verdient wähnend für den leeren Stuhl im Sicherheitsheitrat. Unser Chefdiplomat extra angereist, um auch einen extra-Empfang quasi ‚im Deutschen Haus‘ zu eröffnen, lustige bunte Tütchen an all die potentiellen Wähler zu verteilen, ihnen das Patschehändchen zu drücken so dass sie vor Stolz platzen. Die übliche Prognose: „Wir sind bester Zuversicht!“

    Und jetzt das! Österreich und Portugal stattdessen! Wenn da mal die ‚causa Cuba‘ nicht eine wichtige Rolle gespielt haben dürfte. Nun gut, zuhause können sie ja treiben was sie wollen und wie sie lustig sind, sie werden trotzdem immer wieder gewählt. Aber in der UN, da sind ja schließlich auch manche dabei, die dem Kant zu folgen vermögen und ihren Verstand zumindest gelegentlich zum Einsatz zu bringen vermögen. Dass sich ‚Böhrlinn‘ seit fünfzig Jahren i.S. Kuba nicht gerade mit Ruhm bekleckert, wie es bei Kleinen vielleicht angebracht und auch mal angesagt wäre, und dann in der bedrohlichen Situation, dass der Rumpelstilz im Oval Office sich bald eine andere Bühne für sein nächstes Tänzchen sucht, eines dass direkt vor seiner Nase zu Mar-al-lago liegt, sich nicht einmal aufraffen kann, auch was Nachdenkliches von sich zu geben, brauchen sich da die sich als Ost-Rom 2.0 Wähnenden wundern. Österreich is coming back, Portugal – die Alternativen, gingen die überhaupt, wo doch mutmaßlich nicht am East river präsen, nicht Lichtenstein, Luxemburg, Andorra oder San Marino? Was für eine Watsch’n. Nun denn, hoffen wir, dass es Havanna zu helfen vermag. Patria o muerte!

    andere

  16. Na ja, Deutschland – oder besser Reichsprotektorat Tschörmänni – gestern noch verdient wähnend für den leeren Stuhl im Sicherheitsheitrat. Unser Chefdiplomat extra angereist, um auch einen extra-Empfang quasi ‚im Deutschen Haus‘ zu eröffnen, lustige bunte Tütchen an all die potentiellen Wähler zu verteilen, ihnen das Patschehändchen zu drücken so dass sie vor Stolz platzen. Die übliche Prognose: „Wir sind bester Zuversicht!“

    Und jetzt das! Österreich und Portugal stattdessen! Wenn da mal die ‚causa Cuba‘ nicht eine wichtige Rolle gespielt haben dürfte. Nun gut, zuhause können sie ja treiben was sie wollen und wie sie lustig sind, sie werden trotzdem immer wieder gewählt. Aber in der UN, da sind ja schließlich auch manche dabei, die dem Kant zu folgen vermögen und ihren Verstand zumindest gelegentlich zum Einsatz zu bringen vermögen. Dass sich ‚Böhrlinn‘ seit fünfzig Jahren i.S. Kuba nicht gerade mit Ruhm bekleckert, wie es bei Kleinen vielleicht angebracht und auch mal angesagt wäre dürfte bekannt sein. Und dasi n der bedrohlichen aktuellen Situation, dass der Rumpelstilz im Oval Office sich bald eine andere Bühne für sein nächstes Tänzchen zu suchen hat , eines dass direkt vor seiner Nase zu Mar-al-lago liegt. Da hätte man sich doch einmal dazu aufraffen könn, auch was Nachdenkliches zu Kuba von sich zu geben, wenn man schon so tolle Intentionen hat. Brauchen sich da die sich als Ost-Rom 2.0 Wähnenden zu wundern. Austria is coming back – ausgerechnet, Portugal auch noch – ein Wink mit dem Zaunpfahkl? Die Alternativen, gingen die überhaupt, wo doch mutmaßlich nicht am East river präsent, nicht Lichtenstein, nicht Luxemburg, Andorra oder San Marino? Was für eine Watsch’n. Nun denn, hoffen wir, dass es Havanna zu helfen vermag. Patria o muerte!

  17. Bißchen enttäuschend der Bericht. Meine Erwartung an einen Prof Dr. psych. wäre, dass er das normale Miteinander der Menschen in diesem realen Sozialismus analysiert und das Maß an daraus resultierender Lebenszufriedenheit erfasst. Zumal solche Erhebung unter Umständen bald nicht mehr möglich sein wird.
    Bei der DDR hatte man es auch versäumt das konkret Soziale unter die Lupe zu nehmen – wäre auch nicht gut ausgegangen für den Kapitalismus, behaupte ich mal.
    Das mit dem überragenden Gesundheitssystem etc. wissen wir ja alle. Interessiert hätte das Maß an psychischer Gesundheit.

  18. Deutschland vs. Österreich & Portugal im Ukrainekrieg – dass mal keiner behauptet, sie verfeolgen die gleiche Politik.
    Das sagt Google:

    Militärische Unterstützung
    Deutschland: Liefert direkt schwere, technologische Waffensysteme und betreibt Instandsetzungszentren nahe der ukrainischen Grenze.
    Österreich & Portugal: Liefern keine strategischen Großwaffensysteme. Österreich schließt tödliche Rüstungsgüter verfassungsbedingt aus; Portugal verfügt über geringere materielle und finanzielle Militärkapazitäten.

    Finanzierung von Rüstungsgütern
    Deutschland: Finanziert bilaterale Rüstungspakete im zweistelligen Milliardenbereich und unterstützt die europäische Waffenfinanzierung.
    Österreich & Portugal: Beteiligen sich nicht an der direkten Rüstungsfinanzierung. Österreich nutzt die konstruktive Enthaltung, um EU-Mittel für die Ukraine auf humanitäre Hilfe zu beschränken; Portugal setzt enge Haushaltsgrenzen.

    Strategischer Fokus
    Deutschland: Priorisiert den Konflikt aufgrund der geografischen Lage in Mitteleuropa als zentrales Element der eigenen Sicherheitsarchitektur.
    Österreich & Portugal: Agieren unter anderen geografischen Rahmenbedingungen. Österreich ist von NATO-Staaten umgeben; Portugals sicherheitspolitischer Schwerpunkt liegt traditionell im südatlantischen Raum und in Nordafrika.

  19. Kein Genozid? Der Vorwurf wäre hier weit mehr gerechtfertigt. Das Embargo lässt absolut lebenswichtige Strukturen zusammenbrechen und ja, die Kubaner hungern. Während aus Gaza jeden Tag die Videos mit den partymachenden Dicken zu sehen sind.
    Das ist es ja: die Linke investiert alle Ressourcen in die Erhaltung einer der übelsten Diktaturen im Gaza. Aber für die einzige noch verbliebene Alternative zum Kapitalismus hat sie nichts übrig. Wenn Kuba weg ist, muss man jede Zumutung des kapitalistischen Systems hinnehmen. Es gibt keine Alternative mehr.

    Totalbversagen. Anders kann man es nicht sagen.

  20. Deutschland ist gefangen in seiner Unterwürfigkeit. (Nicht nur gegenüber den USA.)
    Heinrich Mann „Der Untertan“ gilt anscheinend auch für Staaten.

  21. Aha, sehe! Die Moderation hat wieder viel zu tun!

    Mein Beitrag von vor einer Stunde – oder so – braucht wohl noch. Für die jenigen, die nicht warten wollen, hatte nur einen Hinweis abgesetzt, dass der gemeine ‚Kubaner‘ durchaus der Menschheit auch zu helfen vermag. So hätten. bspw, all diejenigen, die zu lange der Kippe gefröhnt haben, durchaus Hilfe erfahren können. Auch hierzulande, wenn man denn gewollt hätte. Siehe hierzu da: https://www.counterpunch.org/2026/06/04/cubas-health-miracles-while-under-blockade/

    Was ich auch noch sehen durfte, ‚Ritter Artur‘ ist wohl in dieser Stunde – husch, husch die Waldfee – durchs Moderatorium gerauscht, war also auch schon hier. Dem Herrn vom „war-on-Hamas“ hätten die Nachdenkseiten von heute etwas anzubieten:
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=151491 – „Lavender“: Die KI-Maschine, die Israels Bombardements in Gaza steuert (Teil 1)“

  22. @“Deutschland und Kuba: Peinlich“
    Das ist doch kein Wunder denn bei jeder Schweinerei ist Deutschland mit dabei.
    Egal ob Gaza, West-Jordanland, Libanon, Iran oder Ukraine.
    Deutschland will ab 2027 junge Ukrainer zurück in die Ukraine als Selenskijs letztes Aufgebot in den sicheren Tod schicken und kommende junge Ukrainer direkt an der Grenze abweisen.

    Nach Kuba werden die Amis sich Nicaragua zuwenden.

    Vermutlich hat die Welt Deutschland auch bei der UN abblitzen lassen, zu recht übrigends!

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