Der zwiespältige Glaube an einen Endsieg

Nach einem russischen Angriff bei Cherson.

Realität ist das Ende einer Ideologie und eine gekaufte Niederlage.

Wer Vernunft walten lässt und Entscheidungen der Regierung aus der gegebenen Distanz betrachtet, kann nur mit dem Kopf schütteln und man denkt sich, die sind wohl alle verrückt, von der Leyen, Kallas, Merz, Macron, Starmer, Pistorius, Rutte und viele andere, die im Schulterschluss mit den großen Medien Kriegsgeschrei erheben und den Krieg als Normalzustand darstellen. Es wird selbstverständlich auf Russland gezielt und auch Politiker und Millionen Menschen, die irgendwie links orientiert sind, folgen diesem Trend reaktionärer Vorstellungen und Machtpolitik.

Eine stumpfe Überzahl fährt auf diesem falschen Dampfer mit. Man kann die Leute nicht überzeugen, es sind zu viele, doch es hilft immer, das Denken der Mehrheit zu analysieren und dabei in die Tiefe zu gehen. Das ist der beste Ansatz für Kritik und Gegenbewegung, die irgendwann kommen muss, wenn die Hysterie vorbei ist.

Falsches Denken in verschiedenen Lagern

Das falsche Denken hat eine tiefe, psychologische Dimension, es handelt sich um den unausgesprochenen Glauben an einen Endsieg, genauer gesagt, spuken da zwei unterschiedliche Endsiege in den Köpfen herum, auf verschiedenen Schlachtfeldern.

Die einen glauben an einen Endsieg der Ukraine, zusammen mit all ihren Unterstützern, irgendwie doch noch über Russland. Die auf der linken Seite glauben noch an einen Endsieg des Marxismus über den westlichen Kapitalismus. Hier in Deutschland vermengen sich diese irren Vorstellungen zu einer zwiespältigen Meinung der Mehrheit, einem Glauben an zwei Endsiege, die sich nur schwach tangieren, doch vereint eine Mehrheit finden und in die Irre leiten.

Das zwiespältige Denken gipfelt in der Politik der sogenannten großen Koalition mit ihrer sehr knappen Mehrheit. Wäre die Partei BSW, für Vernunft und Gerechtigkeit, nicht abgeschmiert (worden), gäbe es keine Mehrheit für die CDU-SPD-Regierung und ein paar echt linke Positionen hätten Einfluss auf die Politik. Doch das ist nicht der Fall. Die Schizophrenie der Groko regiert, unangefochten von Medien und von der öffentlichen Meinung.

Chancen einer linken Politik

Linke Positionen sind einfache soziale Prinzipien: Niemand wird allein gelassen, Einkommen und Besitz sind nicht so extrem polarisiert, wie es jetzt der Fall ist. Man glaubt, dass der Mensch in einer egalitären Gesellschaft glücklicher ist und dass so ein linkes Modell mehr Kräfte entwickelt, als Unterdrückung von sozial Schwächeren, gepaart mit extremen Privilegien auf der anderen Seite. Die Kriegshysterie dient der Ablenkung von solch einer vernünftigen Perspektive.

Auf eine humane Position könnte man sich, ohne die Kriegs-Hysterie, demokratisch einigen und sie unter dem Etikett links oder sozialdemokratisch oder progressiv durchsetzen. Man hätte bald eine Mehrheit, auch weil Frauen ja mitdenken, mitwählen und mehr soziale Kompetenz besitzen. Die Unbeliebtheit von Friedrich Merz wächst. Eine demokratische, linke Mehrheit ist in Sicht. Doch unter denen, die linke Politik in der Öffentlichkeit anstreben und vertreten, existiert noch eine zu starke Fraktion von Altmarxisten.

Wenn es um konkrete Vorschläge geht, etwas zu verändern oder zu verbessern, sagen Marxisten immer noch das Gleiche: Da müsst ihr erst einmal den Kapitalismus abschaffen. Wie das heutzutage geht, sagen sie aber nicht und sie bleiben bei ihrem Feindbild, das Bild von Kapitalisten, welche die Wirtschaft steuern und die anderen nur ausbeuten wollen. Obwohl der Marxismus im real existierenden Sozialismus historisch gescheitert ist, glauben alte Marxisten noch an den Endsieg.

Diese Fraktion unter den links eingestellten Wählern und Politikern schwächt die Handlungsfähigkeit der Linken enorm, weil sie eine jetzt mögliche, starke linke Bewegung in der Mitte spaltet und weil der traditionelle Flügel in ideologischer Starre verharrt, was ja auch viel bequemer ist, als sich mit realistischen Verbesserungen für die große Mehrheit auseinander zu setzen.

Erfolge ohne Ideologie

Gegenbeispiel ist das neue China. Dort regiert eine Partei, die sich immer noch kommunistisch nennt, doch sie hat sich der Realität angepasst und man hat erkannt, dass viel von dem, was man als Kapitalismus angeprangert hatte, einfach ein funktionierendes Betriebssystem für Industrie, Wirtschaft und Gesellschaft ist. Man hat sich darauf konzentriert, die Armut abzuschaffen und breiten Wohlstand für eine Milliarde Menschen aufzubauen. Der Name der Partei ist geblieben, doch die Ideologie ist aus der praktischen Politik verschwunden.

Das Ergebnis ist eine allgemeine Zufriedenheit in der Volksrepublik, wie in keinem anderen großen Land und aus der Zufriedenheit mit dem System resultiert eine enorme wirtschaftliche Leistung. Aber wer an den Endsieg des Marxismus glaubt, verbaut den Weg linker Prinzipien in diese Realität, den die kommunistische Partei Chinas lange schon eingeschlagen hat. Der Glaube an den Endsieg des Marxismus verursacht eine dauerhafte Niederlage der Linken in Europa.

Der falsche, militärische Endsieg

Der Endsieg, den die Regierung Friedrich Merz, zusammen mit einigen anderen europäischen Regierungen und den Wortführern de EU anstrebt, ist völlig anders gelagert, aber genau so unmöglich. Es ist im Prinzip der Endsieg, den Hitler und sein Propagandist Joseph Goebbels verkündet haben. Sie predigten den militärischen Endsieg noch, als der Krieg in Russland, Ende 1943, schon verloren war.

Man hat die deutsche Niederlage im Zweiten Weltkrieg aber nicht voll verarbeitet. Eine Vorstellung von Revanche, mit der endgültigen Niederlage Moskaus, des Kremls oder Russlands, ist geblieben. Nur so ist das starke Engagement für die Ukraine zu erklären.

Wir unterstützen die Ukraine, weil sie gegen die Russen kämpft. Das wird nicht klar ausgesprochen und ist wohl zum Teil unterbewusst, doch für die CDU/CSU, welche unter der Führung von Friedrich Merz und Markus Söder die amtlichen Positionen artikuliert und öffentlich vertritt, ist der Revanchismus historisch bedingt und er hat sich in weiten Kreisen dieser Parteien immer noch erhalten.

Revanchismus der CDU/CSU

Die CDU wurde 1945 gegründet und hat ganz bewusst die ehemaligen Nazis aufgenommen, die bis zum Ende des Regimes eine Mehrheit in Deutschland hatten, besonders in Bayern. Nur so konnte Adenauer mit einer Stimme Mehrheit zum Bundeskanzler gewählt werden.

Dies war für die Nazis im christdemokratischen Gewand schon ein kleiner Schritt der Revanche. Erst einmal war es eine Revanche gegenüber der SPD, die der stärkste Gegner der NSDAP gewesen war und sie glaubte, jetzt an die Macht zu kommen. Der Revanchismus gegenüber den Kommunisten und den Russen wurde dadurch aktualisiert. Man muss sich nur Wahlplakate der CDU aus den 50er Jahren anschauen. Das hat, wie man sieht, bis heute überlebt, nicht nur bei einigen Parteiführern, sondern in einer breiten Schicht von konservativ und reaktionär eingestellten Christdemokraten.

Den Revanchismus und die Feindschaft gegenüber den Russen hat der Finanzfachmann Friedrich Merz, als Führer der CDU, mit einer Staatsschuld von mehr als einer halben Billion Euro finanziell auf die Beine gestellt. Ein Finanz-Coup von nie dagewesenem Ausmaß. Was da alles damit finanziert wird, ist noch nicht ausgekungelt, doch es sind an erster Stelle Rüstungsgüter und direkte Zahlungen an die Ukraine, die teils Kredite genannt werden. Es soll kein Ende nehmen. Doch das ist kein rationales Argument.

Es wird auch kein Geld zurückfließen; denn die Ukraine wird nach diesem Krieg zerstört am Boden liegen. Wenn sie dann auch noch in die EU aufgenommen wird, was Frau von der Leyen im Schilde führt, verteilt sich die Niederlage und der riesige finanzielle Verlust der Ukraine auf die Nettozahler der EU, Deutschland wieder an erster Stelle.

Diese Niederlage ist vielen Realisten, darunter hohen Militärs in den USA, in Deutschland und in der Schweiz, von Anfang an klar gewesen.

Der Schweizer Militärexperte Jaques Baud hat die Schizophrenie der Kriegstreiber auf den Punkt gebracht (sinngemäß zitiert): Erst hat man behauptet, Russland sei so schwach, dass die Ukraine siegen kann, dann haben die gleichen Leute behauptet, Russland sei so stark, nach der Ukraine noch Westeuropa und die Nato anzugreifen.

Wegen solcher, sehr logischen Erkenntnisse, die einfach nicht zu widerlegen sind, ist Jaques Baud von der EU sanktioniert worden: Kontosperrung, Reisebeschränkung, Kontakt- und Unterstützungsverbot. Der Grund: Jaques Baud hat seine fundierte Meinung öffentlich geäußert. Die EU, die wegen ihrer undemokratischen Struktur zu großen Entscheidungen unfähig ist, tobt sich in Verordnungen aus. Dazu gehört eine Unzahl von Sanktionen. Die Sanktionen sollen Russland bedrohen und einschüchtern, eine militärische Macht des Staatenverbandes existiert ja nicht.

Die gekaufte Niederlage

Friedrich Merz sieht die Lage völlig anders als die Realisten. Er hat wohl gedacht, wenn er nur genug Geld in die Hand bekommt, könnte er einen Endsieg der Ukraine und damit den Endsieg des deutschen Revanchismus über Russland, herbei finanzieren. Mit einer Billion Euro, die aus Deutschland in Richtung Ukraine geflossen ist, teils über die EU, teils in Form von Waffenlieferungen, versuchte er anscheinend einen Sieg der Ukraine über Russland zu kaufen, aber er kauft eine Niederlage. Dieses Vorgehen ist schwer nachvollziehbar, doch die Fakten, die Merz geschaffen hat, sind offensichtlich.

Das Schlimmste daran ist, dass es für die Allgemeinheit, für Deutschlands Zukunft und damit für die Jugend, keinen Endsieg, sondern eine zweite Niederlage bedeutet. Diese zweite Niederlage gegenüber Russland lässt sich direkt mit einer Zahl in der Größenordnung von einer Billion Euro bemessen.

Viel von dem, was die deutsche Wirtschaft in siebzig Jahren aufgebaut hat, wird langsam zerstört, weil es verfeuert wird, um Russland zu besiegen, zu schwächen oder zu ruinieren, wie Annalena Baerbock es formuliert hat, als sie unsere Chefdiplomatin war.

Der finanzielle Ruin steht jetzt vor der Tür, aber nicht in Moskau, sondern in Brüssel und Berlin.

Rob Kenius

Rob Kenius kam während des Studiums der Physik zur Publizistik und wurde Chefredakteur der Studentenzeitung. Nach dem Diplom ging er in die wissenschaftliche Redaktion des WDR-Fernsehens. Die strenge Hierarchie des Senders war jedoch nicht seine Welt. Er arbeitete kurz für Reaktorsicherheit, als man ihn an das Innenministerium vermitteln wollte, um Argumente der Aromkraftgegner zu widerlegen, kündigte er. Seitdem ist er selbständig, als freier Publizist und im Musikgeschäft.

Rob Kenius übt auf seiner Webseite kritlit.de harte Systemkritk. Er schrieb für telepolis und war 2020 ein erster Gegner der Corona-Maßnahmen. Die politische Situation hat sich inzwischen enorm verschlechtert. Rob Kenius schreibt dagegen an, und wegen der Kommentare, besonders gerne für Krass&Konkret.
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110 Kommentare

  1. Zu dem Artikel noch eine Ergänzung zur Verdeutlichung:

    Die unterschiedlichen Visionen von einem Endsieg führen zu einem gemeinsamen Ergebnis: Die Auseinandersetzung mit den wirklichen Problemen wird hinaus geschoben. Man muss erst diesen Sieg erringen, dann wird alles andere im Handumdrehen erledigt.

    Das führt dazu, dass Konservative wie Linke die akuten Probleme der Gegenwart nicht verfolgen, sondern verdrängen. Die wirklichen Probleme der Umwelt, der parlamentarischen Demokratie, der Parteien und der Medien bleiben liegen und man beschäftigt sich gemeinsam in Art einer Psychose, wie im Fall Corona, mit einem Phantom-Problem. Das ist jetzt die herbei phantasierte Gefahr eines russischen Angriffs auf den Westen Europas und auf die Nato.

    Und gerade weil das so unrealistisch ist, gibt es so viel Selbstbestätigung und Übertreibung von Leuten, die sich da hinein steigern. Das ist der tiefere Zusammenhang zwischen Endsieg-Phantasie und dem aktuellen Kriegsgeschrei, das alle anderen Themen verdrängt.

    Rob Kenius
    https://kritlit.de

    1. Ukraine Konflikt hat zu Verlusten für fast alle Seiten geführt. Das kann man heute schon so sagen bzw schreiben.
      Israels Expansions Politik wäre ohne Ukraine Konflikt auch nicht möglich gewesen.
      HIer von Sieg zu reden, kann also nur für Finanz Spekulanten Gültigkeit haben und diese sind global aufgestellt..

  2. „Mit einer Billion Euro, die aus Deutschland in Richtung Ukraine geflossen ist,“

    Sie sind psychisch krank @Kenius. Bloggen ist kein Therapieersatz.

    1. Finde erst mal einen geeigneten Therapeuten! (die meisten,
      die als solcherlei arbeiten haben zumeist selbst einen Dachschaden) –
      da finde ich ich eigenes Bloggen oder hier Forengerülpse von sich geben schon eine
      werte alternative Befreiung von den seelischen Qualen, die nichts anderes als
      Widerstand gegen die schlimmen Zustände um uns herum sind.

  3. Marschall Shukow: „Wir haben Europa vom Faschismus befreit, aber sie werden uns das nie verzeihen.“
    Leider blieben die Faschisten in Schland übrig und eine Entnazifizierung hat es nie gegeben. Die Nazis wren für die Amis zu wichtig.

    1. Vor allem die Ostpreußen, Schlesier und Pommern haben sich über die “ Befreiung vom Faschismus“ regelrecht zu Tode gefreut. Der Rest ist rasch in den Westen geeilt, um die frohe Botschaft der Befreiung zu überbringen. Warum sind sie eigentlich nicht in die befreiten Gebiete zurückgekehrt? Es hätte alles so schön sein können, unter der humanen Herrschaft des guten Onkel Josef.

      1. Sie wissen schon, dass die Nazis die rechtzeitige Evakuierung absichtlich nicht oder nur sehr spaet durchgefuehrt haben und die groessten Graeueltaten gegen die deutsche Zivilbevoelkerung nicht von der Roten Armee ausgingen?

      2. „Vor allem die Ostpreußen, Schlesier und Pommern haben sich über die “ Befreiung vom Faschismus“ regelrecht zu Tode gefreut.“
        Wollten die am Ende gar nicht befreit werden? Wenn man sich die Jubel-Bilder anschaut, wenn AH seinen Arm hob und gruesste, sahen die Menschen in den o.g. Regionen sehr freudig aus!

      3. Solange diese Leute noch in der Sowjetunion gemordet, gebranntschatzt und Vergewaltigt haben, hat die das auch nicht gestört. Das die Sowjetischen Soldaten nicht so nett zu den Nazideutschen waren, lag wohl daran das sie die Spuren der Deutschen Wehrmacht auf tausenden Quadratkilometern bei ihrem Vormarsch Richtung Westen bewundern durften und einfach nur das gleiche gemacht haben, was Wehrmacht und Co ihren Leuten angetan haben.
        Die Nazideutschen haben den Vernichtungskrieg angefangen und sollten nicht jammern nur weil sie ihre eigene Medizin schlucken mussten. Sie haben bekommen was sie so freigiebig an die Menschen in der Sowjetunion verteilt haben, nicht mehr.
        Nicht die Sowjetunion hat mindestens 27 Millionen ihrer Bürger getötet sondern Nazideutschland und Nazideutschland sollte froh sein dass es nicht Auge um Auge gegangen ist, sondern relativ wenig Deutsche von den Sowjets Ermordet wurden. Das mit dem Vergewaltigen war so üblich, da haben sich weder Amis noch Briten, weder Franzosen noch Polen sonderlich zurückgehalten. Auch wenn die Propaganda so tut als wäre es keine Vergewaltigung wenn der Frau danach eine Packung Kaugummi, oder Nylons, oder ein paar Konserven hingeworfen wurden.

        1. Man schaue sich mal die gezeugten Nachkommen (Besatzungskinder)an. Das ist eindeutig zu Gunsten der westlichen Besatzung. Vielleicht waren die Drei aus dem Westen auch nur potenter?😉

          Bei der Vertreibung waren auch die Polen sehr aktiv. Das ging sogar Josef auf den Senkel. Bei einem Tagesbefehl wurden den polnischen Verbänden (oftmals kurz vorher noch Hilfswillige der Wehrmacht) die Gräueltaten gegenüber den Deutschen untersagt. *
          Viele Gräuel in den Ostgebieten gingen auf das Konto von Marodeuren, davon hatte die rote Armee leider sehr viel.
          *mündlich von einem Zeitzeugen (leider schon mehrere Jahre tot)

    2. Das waren sie bereits für die Wallstreet und die US-Großindustrie vor und während des 2. Weltkriegs.
      Man muss immer bedenken, dass der Vormarsch Hitlers gegen den Klassenfeind in der Sowjetunion wohlwollend aus schon damals transatlantischen Netzwerken unterstützt und finanziert wurde.
      Das Eingreifen der Westmächte mit dem Landen in Nordafrika, Südeuropa und schließlich in der Normandie erfolgte nur, als man sah, dass Rommel kurz davon war, die Ölfelder in Arabien/Persien zu erreichen, bzw. als man sah, dass Stalin kurz davor stand, Deutschland zu erobern und die Wehrmacht für ihre Aufgabe nicht mehr tauglich war.
      Auch das Attentat auf Hitler war vom deutschen Widerstand schon sehr viel früher geplant, wurde aber von den unterstützenden Geheimdiensten der Westmächte immer wieder verschoben, da der Widerstand zu dieser Zeit noch „kommunistisch“ war und ein gelungenes Attentat mit einem Machtwechsel hin zum Kommunismus für die Westalliierten schlimmer war, als ein Nazi-Deutschland.
      Deja vu!

  4. […]Millionen Menschen, die irgendwie links orientiert sind, folgen diesem Trend reaktionärer Vorstellungen und Machtpolitik. Eine stumpfe Überzahl fährt auf diesem falschen Dampfer mit.[…]

    „Die Menschen urteilen im Allgemeinen nach dem Augenschein, nicht mit den Händen. Sehen
    nämlich kann jeder, verstehen können wenige. Jeder sieht, wie du dich gibst, wenige wissen,
    wie du bist. Und diese wenigen wagen es nicht, sich der Meinung der vielen entgegen zu
    stellen. Denn diese haben die Majestät des Staates zur Verteidigung ihres Standpunkts.“
    Niccolo Macchiavelli

    Gerade die „Majestät des Staates zur Verteidgung ihres Standpunktes“ wird von Vielen heute wieder sehr gerne genutzt. Wer sich auf Seiten der Autoritäten (nicht nur des Staates im engeren Sinne) fühlt, hat eine besonders große Klappe. Sah man bei Corona, sieht man bei der Ukraine und noch bei vielen anderen Themen.

  5. „[…]«Berechtigte Zweifel, dass Russland die Nato bedroht»

    upg. / 15.02.2026 Es werde Angst vor Russland geschürt, damit die Unterstützung der Ukraine nicht erlahmt, sagt Sicherheitsforscher Johannes Varwick.

    upg. Wegen der Bedrohung Russlands seien Rekordausgaben zum Aufrüsten «zwingend notwendig»: So der allgemeine Tenor.
    «Daran gibt es berechtigte Zweifel», meint Johannes Varwick* in seinem soeben erschienenen Buch «Stark für den Frieden – Was jetzt für eine rationale Sicherheitspolitik zu tun ist»**.
    Weil Stimmen, die das Aufstocken der Rüstungsausgaben in Frage stellen, wenig zu Wort kommen, übernehmen wir im Folgenden mit Einverständnis des Verlags einige Auszüge des Buches.
    Zwischentitel von der Redaktion.

    Der Kräftevergleich Nato-Russland

    «So dumm ist Putin nicht. Solange er davon ausgehen muss, dass die Nato auf einen Angriff militärisch reagiert, wird er nicht versuchen, sich Litauen oder andere baltische Staaten einzuverleiben – geschweige denn Deutschland anzugreifen. Für Hysterie besteht überhaupt kein Anlass.»

    Das sagte der Friedens- und Konfliktforscher Herbert Wulf.

    Michael Rühle, ein langjähriger deutscher Nato-Mitarbeiter, erklärte in «Cicero»:

    «Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein deutscher General, ein Militärhistoriker oder ein Politikprofessor mit sorgenvollem Stirnrunzeln seine Einschätzung zum bevorstehenden Angriff Russlands zum Besten gibt. In spätestens drei, vier oder fünf Jahren, so orakeln die Kassandras, könnte Russland in der Lage sein, die Nato anzugreifen.»[…]“

    Link:

    https://www.infosperber.ch/politik/welt/berechtigte-zweifel-dass-russland-die-nato-bedroht

    Eine ebenfalls vortreffliche nato-kritische Analyse der gegenwärtigen Situation 😉

    Gruß
    Bernie

  6. Die Ukraine ist nur der Rammbock. Russland wurde aufgrund der tief verwurzelten Russophobie des katholischen Westeuropas zum Feind auserkoren. Seit 1000 Jahren der Kampf Westroms gegen Ostrom. Und das nicht, weil Russland die EU oder NATO bedrohen würde. Sondern mit dem Feindbild Russland soll die systemische und zivilisatorische Krise des Westens verdecket werden. Und vor Allem die Tatsache, das die politischen „Eliten“ weder intellektuell noch moralisch noch sonstwie in der Lage sind, den von ihnen angerichteten Schaden zur Kenntnis zu nehmen. Ihre einzige Qualifikation ist es, den US- Eliten bedingungslos zu folgen. Strategisches Denken haben sie nie gelernt. War ja auch eher hinderlich.
    Eine Lösung kann es nur geben, wenn die bisherigen „Eliten“ abtreten und andere Kräfte das Ruder übernehmen. Entweder friedlich, indem oppositionelle Kräfte die Macht übernehmen. Oder nach einem „Endsieg“ wie 1945. Dann aber nicht freiwillig…So oder so. Die Zeit arbeitet gegen die bisherigen Machthaber und ihr System.

    1. Dein Ausflug in die Geschichte ist nicht nur peinlich, sondern auch noch dilettantisch.Lass es lieber und überlass dasLeuten, die davon etwas verstehen.

  7. Da es der übergroße Teil der Menschheit mit dem denken nicht so hat, kann man diese Leute immer wieder in beliebiger Anzahl für die eigenen Vorhaben verheizen kann. Ein wenig Lüge, egal wie dumm, dazu eine gute Portion Vorurteile und gewürzt mit dem Bessermenschsein und fertig ist die Einlage fürs Massengrab.

    1. 👍 Und die Menschheit lernt nix dazu🙄

      Es gab früher schon Verblendung bei Allianzen, und die Geschichte reimt sich, aber sie wiederholt sich nicht.

      Beispiel?

      Das faschistische Italien unter Mussolini Hitlers verblendete Verbündete bis 1943.
      Dann Sturz Mussolinis durch eigene Anhänger, und Frontwechsel zu den Angelsachsen und Amis.

      Ob so ein Frontwechsel der Verblendeten im Westen heute wieder möglich wäre?

      Diesmal von der Bandera-Ukraine zu den BRICS-Staaten? Oder gar zu Russland?🤔

      Fragt Bernie

    2. Genau, das sieht man ja an Putins Untertanen, die sich für Lügen verheizen lassen. Vor allem die versoffenen Idioten aus den mittelasiatischen Oblasten, lassen sich mit erlogenen Geldversprechen in die Massengräber für die „Spezialoperation“ locken.

          1. warum sollte ich das tun, ich halte mich an das was ich geschrieben habe,
            die Karte ist doch eindeutig!
            Und NEIN, Russland wird nicht balkanisiert, es gibt weder einen Endsieg der Ukraine, noch von EUropa.

      1. Zumindest dominieren diese „mittelasiatischen Oblasten“ die UFC… wohingegen mir kein einziger deutscher Volksgenosse des Dr. Klöbner einfällt, der auch nur dort teilnimmt… ^^ 😉
        um nur einen von vielen zu nennen: Khabib Nurmagomedov …

      2. Lool, warst du schon in den 50ern CDU Mitglied? Jedenfalls hört sich dein wiederkäuen der Propaganda aus dieser Zeit genau so an. Das erinnert mich echt an das geseier der ganzen Altnazis die sich nie an ihre Verbrechen erinnern konnten, aber jederzeit einen Vortrag über den jüdisch Bolschewistischen Untermenschen, der deutsche Maiden vergewaltigt hat, ablassen konnten.
        All die Mörder und Vergewaltiger von Wehrmacht, die SS Leute, die Deutschen Polizisten als Mörder und Faschisten, die Sondereinsatzgruppen von SD und Polizei, werden von so Leuten wie dir irgendwie immer ausgeblendet. Hauptsache das Feindbild Russland steht.

  8. Weil Frauen ja mitdenken…. da habe ich mit lesen aufgehört. Frauen sind die schlimmsten
    Kriegstreiber der EU. Fing schon mir Baerbock an, die Russland den Krieg erklärte, geht
    dann weiter zu v.d. Leichen, die wirklich über Leichen wandert, schon bei Corona und gipfelt
    bei der hirnbefreiten Kallas. Dann kommen auch noch die „denkenden“ Omas gegen rechts.
    Das Gehirn von Frauen soll ja schwerer sein, als das vom Manne. Wahrscheinlich kommt der
    Spruch „Masse statt Klasse“ daher.

    1. Du solltest die Worte des Autors nicht auf die goldwaage legen. Er erzählt bzw schreibt viel wenn der Tag lang ist.
      Generell würde ich Frauen weder besonders negativ noch besonders positiv einordnen.

      1. aber es ist doch schon sehr befremdlich, dass Frauen zu der Kriegstreiberfraktion in EUropa gehoeren.
        Das sage ich als Frau, bin einfach nur entsetzt ueber diese „Feministinnen“, die NICHT in meinem Namen aufruesten, Kriege befeuern und Genozide bejahen!

      2. Nein sollte man nicht. Aber was die Frage Frauen und Krieg an geht guckst Du hier:
        „Außerdem stellte man fest: Die Weibchen dieser aparten Primatenart stacheln nicht nur mit Zärtlichkeit, sondern auch durch Bisse die Männchen zum Kampf mit den Nachbarn an.“
        Der Ganze Artikel:
        https://hpd.de/artikel/deeskalation-den-makaken-15705

        Da die Biologen natürlich nicht dumm sind und ihre Kariere bzw ihren Job aufs Spiel setzen wollen, haben sie sich jedwede Analogieschlüsse zu Menschen verkniffen….

  9. Das Wörtchen gleichfalls würde ich nicht unterschreiben. Der Artikel vom Info Sperber ist um Klassen besser. Aber Varwick kam ja hier auch schon zu Wort.

  10. Es ist absoluter Schwachsinn zu behaupten, Kapitalismus sei in wesentlichen Aspekten ein funktionierendes Betriebssystem menschlichen Wirtschaftens. Wir sind in einer historischen Situation, die das Gegenteil beweist. Der aktuellen, auf die kapitalistischen System-Aporien zurückgehende Krise, wird mit forciertem Militär-Keynesianismus begegnet, was das Problem nicht löst, sondern in einen dritten Weltkrieg führt. Dass wir nicht mehr weit von einem ultimativen Crash entfernt sind, bezeugt ein Wert, bzw. dessen Entwicklung. Der Anteil des u.s.-amerikanischen Schuldendienstes an den u.s.-amerikanischen Staatseinnahmen betrug 2019 ca. 2 Prozent. Letztes Jahr ist er auf ca. 24 Prozent gestiegen, die Tendenz ist weiterhin stark steigend. Allerspätestens wenn der Schuldendienst die gesamten Staatseinnahmen frisst, ist Schicht im Schacht. In Wirklichkeit natürlich weit früher.

    1. Die Staatsschuld könnte durch eine Hyperinflation auf Null gesetzt werden. Vollkommen auszuschließen ist, dass sie jemals beglichen wird. Die USA könnten auch den Schulddienst einfach einstellen. Wer könnte sie zwingen, Zins und Tilgung zu zahlen? Niemand. Nicht zu Hause und nicht das Ausland. Eine solche Überlegung könnte auch ein weiterer Grund dafür sein, dass China sich permanent von US-Schuldtiteln trennt. Aber gut, das weiß ich natürlich nicht. Das ist pure Spekulation.
      Die US-Währung ist halt durch deren Militär gedeckt und das ist, so wie ich es verstehe, auch die einzige Deckung, die sie noch hat und damit ist auch das Problem klar, wenn „Schicht im Schacht“ ist. Die destruktiven Optionen sind gewaltig, die sich aus dieser Konstellation ergeben, Fast wünschte man sich, dass sie Grönland besetzen und eine riesige Goldlagerstätte finden.
      Im Prinzip haben das die deutschen Nazis auch gemacht. Sie haben die Staatsschuld unfassbar aufgebläht und damit die Rüstung finanziert. Ich weiß nicht, ob den damals Lebenden klar war, wohin das läuft. Die Nazis konnten und wollten das nicht „bezahlen“. Welche Vorstellungen sie hatten, sollte dann ab 1939 klar gewesen sein.
      Die Amis blasen ihren Rüstungshaushalt ebenso auf und haben sowenig wie die Nazis auch nur den Hauch einer Chance, die dafür aufgenommen Schulden abzuzahlen. Keine Ahnung, wie eine positive Lösung aussehen könnte, wenn es in Grönland doch das Gold nicht gibt.

      1. @1211

        Die Staatsschuld könnte durch eine Hyperinflation auf Null gesetzt werden.

        Das erscheint mir aktuell ähnlich realistisch, wie die im Artikel beschriebenen »Endsiege«.

        Die US sind bekanntlich eine sehr religiöse Gegend und jegliche Glaubensrichtung ist dort mit dem Glaube an den Doller verknüpft; der American Dream und The Pursuit of Happyness (was Dollar-Reichtum meint) ist Sakrament. Ein derartiger Kollaps, wie eine »Hyperinflation« mit anschließendem Reset, hätte weitreichendere und fundamentalere Auswirkungen als seinerzeit in Deutschland.

        Von daher denke ich, dass Ihr Vergleich mit dem (richtig benannten) fehlenden Rückzahlungsgedanken der Nazis so nicht angewendet werden kann. Die Inflation, als Werkzeug der Enteignung der Massen, wird sicherlich weiter anziehen, doch wird der Dollar nicht (auch nicht aus Notwehr) fallen gelassen werden.

        Das schließt den Kollaps des Dollars als Weltwährung nicht aus.

  11. Verzweifelte klammern sich an jeden Strohhalm. Es ist nicht unmöglich, dass Russland verliert. Trump oder Putin könnten schwer krank werden oder sterben, vielleicht schafft man es sogar Trump abzuknallen, was aber möglicherweise Bürgerkrieg bedeuten würde. China könnte seine Hilfe für Russland einstellen. China ist wirklich der springende Punkt. Ohne China ist Russland verloren. Man könnte notfalls China Taiwan anbieten, wenn es dafür die Unterstützung der Russen einstellt. Taiwan gegen Ukraine. Ein fairer Deal, oder? (Hoffentlich liest das der Merz nicht.) Und nicht zuletzt könnte die Nato unter einem Vorwand direkt in der Ukraine eingreifen.
    Was in den Köpfen unserer Desperados vorgeht, können wir leider nicht wissen. Aber sie schrecken vor nichts zurück.

    Und noch was zu den Kommunisten. Wenn der Westen verliert, ist dass die Chance für den Sozialismus, oder doch nicht???

  12. Abwarten … im Januar 2029 ist Trump weg vom Fenster, vielleicht ist Gavin Newsom dann der nächste demokratische Präsident. Da läßt sich auch ein eingefrorener Konflikt in der Ukraine wieder auftauen. In München waren genug bekannte amerikanische Kriegstreiber auf der „Sicherheitskonferenz“ …

  13. Wer ist den die marxistische Linke, die -ich übersetze das mal in die übliche Begrifflichkeit- noch immer auf die auf die historische Mission der Arbeiterklasse setzt? Jenseits des Internets oder kleinerer Zirkel, sehe ich sowas nicht. Schon garnicht bei politisch handelnden Personen von Relevanz.
    Nun bin ich sehr wohl der Meinung, und habe das hier auch schon gelegentlich vorgetragen, dass man nicht erfolgreich sein wird, mit 200 Jahre alten Texten, so klug die auch sein mögen, die heutige Zeit zu beschreiben. Ist viel geschehen in diesen Jahren und wie jede Theorie, hat sich auch Gesellschaftstheorie an der Realität zu messen.
    Aber, und das ist so ein verteufeltes Ding mit der Dialektik, scheint mir die Grablegung von Marx zu früh. Nicht, dass ich doch noch das kommunistische Arbeiterheer siegreich durchs Brandenburger Tor marschieren sehe. Das hat wohl auch Marx selbst zum Ende seines Schaffens nicht wirklich erwartet. Der Gegenstand seiner lebenslangen Arbeit war die bürgerliche Gesellschaft, die wir heute Kapitalismus nennen und anders als der Autor habe ich zunehmend den Eindruck, dass die nach den Gesetzen funktioniert, an deren Erkenntnis er arbeitete. Wie eine Gesellschaft „danach“ aussehen würde, wusste er nicht und hat auch kaum was dazu geschrieben. Da war die öde Apologetik im Staatssozialismus phantasievoller.
    Was Marx aber machte, und da sind wir dann eigentlich wieder beim hier vorliegenden Text, er hat sehr wohl die Option formuliert, dass die kämpfenden Klasen miteinander untergehen können. Die handelnden Personen, da teile ich die Meinung des Autoren, scheinen es genau darauf anzulegen.
    Unerfreulich.

    1. „und das ist so ein verteufeltes Ding mit der Dialektik, scheint mir die Grablegung von Marx zu früh. “

      ++

      Genau das..

      Ebstein ist ein gutes Beispiel dafür.
      Wenn man die wirklichen Täter vor ein Gericht stellen würde, würde das ein Erdbeben auslösen für die US Alterversorung und diese wäre für viele US Bürger dann in Gefahr. Warum wohl ?
      Moderne FInanzwirtschaft hätten Wir ohne Marx nicht , mit all Ihren Vor aber auch Nachteilen in Sachen progressive Entwicklung.

    2. „Wer ist den die marxistische Linke, die -ich übersetze das mal in die übliche Begrifflichkeit- noch immer auf die auf die historische Mission der Arbeiterklasse setzt? Jenseits des Internets oder kleinerer Zirkel, sehe ich sowas nicht. Schon garnicht bei politisch handelnden Personen von Relevanz.“

      Nun, tatsächlich gibt es, bis auf ein paar Promille als rühmliche Ausnahmen, innerhalb der „wertewestlichen“ Linken, tatsächlich & wenn man es ehrlich betrachtet, niemanden der „die Verhältnisse zum tanzen bringen will“.

      Alles andere ist nur „Kabuki“ und dergleichen… ist leider so, schadet aber auch nicht, sich dieses vor Augen zu führen.

      Das einzig positive, wenn mensch so will, ist dass die Vorstellung einer besseren Alternative weiterhin in der Gesellschaft erhalten bleibt, über die Zeiten gerettet wird. Immerhin auch etwas wert! 😉
      Grüße!

  14. Frauen wählen mit, das stimmt!
    Frauen denken mit, das stimmt auch, leider nur führt beides nicht zu anderen Wahlergebnissen, wie augenfällig.
    Das Frauen höhere soziale Kompetenzen haben, bestreite ich!
    Ansonsten finde ich im Artikel nichts, was mich vom Hocker reißt.
    In der Art hier alles schon gelesen, Plattitüden ohne Nährwert!

    1. Die Frauen, die in den letzten Jahren Spitzenfunktionen in der Nomenklatura errangen, sind ein überzeugendes Argument für die Gleichberechtigung. Sie sind genauso korrupt, arrogant, rücksichtslos, aggressiv und oft ungebildet wie die männliche Konkurenz. Wären sie tatsächlich mit höherer sozialer Kompetenz ausgestattet, würde sie dies ja für die Funktion disqualifizieren. Aber Gott sei Dank – du hast recht. Sind sie nicht. haben sie nicht, wollen sie nicht und brauchen sie nicht.

      1. @1211

        Ist »Gleichberechtigung« das richtige Wort? Ich würde es eher „Gleichwertigkeit“ nennen und diesen Frauen gerne, mit den anderen der »Nomenklatura«, jegliche politische (und kulturelle) Berechtigung entziehen. 😉

        1. Ja, passt besser.
          Aber bevor wir der Klasse irgendwelche Berechtigungen entziehen, werden die nicht zögern, uns jegliche Lebensberechtigung zu entziehen. Ich fürchte, die meinen es ernst und zwar Männer und Frauen mit gleicher Konsequenz.

          1. Ja, das wäre möglich, ich spüre den Blick auf mir als Nutzvieh.
            Vielleicht schaffe ich es auch noch zum Haustier, weil ich so putzig bin 😬

            Die Unfälle im Haushalt nehmen ja auch immer mehr zu…

                1. Nein nein, das ist nicht der Plan da irrst Du dich ganz gewaltig.
                  Die wahren Verantwortlichen leben schon soweit von der Masse entfernt, die bekommen normale, einfache Leute gar nicht mehr zu Gesicht.
                  Die brauchen nur noch einen kleinen Teil als Sklaven
                  Es geht bum die letzten Ressourcen und nur darum den die herrschende Klasse nicht mehr mit uns teilen möchte…einfach mal WEF lesen… und das sagen die schon seit Jahren „Human Resources“ na klingelts langsam.

                  1. hey hey, brrr…
                    noch zu früh für Schabernack?

                    Natürlich kenne ich diese Ausführungen und was das Klingeln angeht:
                    Habe mein Tinnitus gerade wieder im Griff 😉

  15. Die linke Politik, die unsere Misere grundsätzlich mitverschuldet hat, scheidet als Alternative zu den offensichtlich von allen guten Geistern verlassenen Endsieggläubigen ebenso aus.
    Wir befinden uns in einer Sackgasse, in der am Ende unglaubliches Chaos vollständig neues gebieren wird.
    Jenseits des ganzen intelligenzfreien Unfugs der letzten 150 Jahre.

    1. Woher weißt du das? Ich meine dass das Chaos Neues erschaffen wird?

      Ich frage nicht, wo du auch nur einen Hauch von ..linker“ Politik gesehen hast. Die Frage habe ich schon so oft gestellt und ich weiß, dass nie eine substanzielle Antwort kommt. Woher auch?

      1. Weil jeder in der aktuellen Politik das sieht, was er am meisten verabscheut. Und wenn diese dann mit dem Label „links“ verknüpft wird …

        1. Genau so ist es und das hat längst so paranoide Züge angenommen, wie der allgegenwärtige „Kampf gegen Rechts “
          Da sind geschlossene Wahnsysteme entstanden, die sich hermetisch gegen die Realität abschirmen. Vor Tagen las ich einen Text, dessen Autor von Merkel als einer Kaderkommunistin schrieb. Nichts scheint mehr zu doof, als dass man es nicht doch raushauen könnte.

          Nicht, dass es sowas in der Geschichte nicht schon immer gab. Aber ich kenne jetzt kein Beispiel, dass eine solche Mischung aus starrer Ideologie, Dummheit und maßloser Wut positive Folgen hatte.

    2. Was bitte, natürlich außer dem Framing ist an dieser Politik links? Rechte dem Faschismus zugeneigte Politik ist nicht links, oder so ausgedrückt, wenn es hier linke Politik gibt, war die NSDAP links und die KPD rechts.
      Wer den gelebten Faschismus für Links hält, sollte sich vielleicht mal ein Lexikon nehmen um die Begriffe Linkjs und Rechts auseinanderhalten zu können.
      Milliardäre und die Herrschaft des Geldes haben immer noch absolut nichts mit links zu tun, egal wie oft die Propagandaaffen diese Behauptung wiederholen.
      Faschismus, das ist die Einheit von Staat und Kapital!
      Benito Mussolini und der wird es wohl gewusst haben.
      Und diese Herrschaft als links zu bezeichnen, zeigt schon warum Propaganda dieser Despotie genauso wichtig ist wie allen totalitären Diktaturen dieser Welt.

  16. Interessant finde ich auch, dass Rob Kenius von einem „Glauben an den Endsieg“ unserer Machthaber („ja, ich weis sie nennen sich selber „Eliten“) spricht, denn der Wertewesten, und dessen Anhänger vertreten.

    Als generell nicht-gläubiger Mensch fiel mir sofort die Parallele auf die wir den Kriegstreibern entgegnen können:

    Jeder Glaube basiert auf einen „Endsieg“ – auch bei Religionen und Sekten, und auch hier wird den Menschen nach dem ominösen „Endsieg“, oder sogar eines Weltunterganges, ein ominöses sowie zeitlich weit entferntes „Paradies“ versprochen, dass irgendwann fern in der Zukunft ( meist nach dem Ableben der „Gläubigen“) eintreten soll – eine Erlösungs- und Endzeithoffnung auf die etliche Gläubige bis heute warten, die jedoch bis nie eintreffen wird.

    Na klingelt’s?

    Seht ihr die Parallelen auch, die der neoliberale Kriegskapitalismus zu den realen Religionen hat?

    Wäre es nicht für eine Friedensbewegung interessant diese Parallelen mehr in die Öffentlichkeit zu tragen um diese dann anzuprangern, und klar abzulehnen?

    Seit Pinoquets Chile wissen wir sogar, dass der neoliberale Kapitalismus eine mehr als bedenkliche Nähe zum Faschismus hat – dies galt lange vor dem Ukraine-Russland-Krieg, und ist die Ursünde des Neoliberalismus, die auch öfters als einmal an den Pranger gehört…lange vor der Bandera-Ukraine….

    Ja, ich weis, man wird ja noch träumen dürfen 😉

    Gruß
    Bernie

      1. @venice12

        Danke für den Hinweis *schäm*

        Bleibt dennoch zu fragen, warum dies niemand – in öffentlichen Reden sowie Auftritten bei Demos – in die Öffentlichkeit trägt? Oder will Mensch gar den „alten Religionen/Sekten“ nicht auf die Füße treten? Ist das der Grund warum Mensch lieber öffentlich schweigt als diese Tatsachen klar zu benennen?

        Davon profitiert eben diese neue Heils- und Glaubenslehre des Marktradikalismus – leider 🙁

        Gruß
        Bernie

  17. Wenn es auf der linken Seite Leute gibt, die noch an einen Endsieg des Marxismus über den westlichen Kapitalismus glauben, dann kann es sich höchstens um eine ganz kleine Minderheit handeln. Seit der Zeit der Weimarer Republik hatten die Marxisten in Deutschland keine Chance und selbst damals waren sie in der Minderheit.

  18. ……Die auf der linken Seite glauben an einen Endsieg des Marxismus über den westlichen Kapitalismus.“ ZITATENDE. Westlicher Kapitalismus ? ? Der geografische Begriff WESTEN ist klar, auch was mit KAPITA LISMUS gemeint ist. Aber was bloß meint der Autor mit Endsieg des MARXISMUS ? ………………. Welche marxistische Armee wird jetzt bald eingreifen und einen Endsieg erzielen ?

  19. Was den Irrglauben an den „Endsieg“ der Ukraine und ihrer westlichen Kriegstreiber angeht, stimme ich dem Artikel vollständig zu.

    Was den Glauben an den „Endsieg“ des Kommunismus über den Kapitalismus angeht, sowie auch die Vorstellung, erst müsse der Kapitalismus besiegt sein, bevor Frieden erreicht werden könne, sehe ich die Sachlage etwas anders.

    Es ist nur eine Minderheit des friedliebenden Spektrums, welche diese Vorstellung vertritt und sie ist auch bei weitem nicht die größte Bremse der Friedensbewegung.

    Viel gravierender wirkt sich aus, dass weite Teile der Friedensbewegung die spaltenden Vorgaben unsererRegierung übernehmen und sog „Rechte“, wie zB Leute aus der AfD ausschließen.

    Es wird Zeit, wirklich alle Kräfte, die Frieden mit Russland wollen, zu vereinen.
    Nur so kann eine mächtige Bewegung entstehen und können die Kriegspläne unserer Regierungsparteien verhindert werden.

    1. Nur, möchte die Afd eben keinen Frieden, das sind genauso die Feinde wie der ganze Rest.
      Die Afd möchte Law and Order und ungebremsten Liberalismus, und Sozialabbau, was noch schlimmer wäre als das, was wir jetzt haben

      1. Die AfD möchte die Wiederherstellng eines vernünftigen Verhältnisses zu Russland. Das sagt sie auch im Bundestag. Etliche AfD Abgeordnete sind nach Moskau gereist und haben dort mit Abgeordneten der Duma gesprochen. Während unsere anderen Parteien der „demokratischen Mitte“ davon reden, Russland zu ruinieren bzw Russland eine strategische Niederlage zufügen zu wollen und im dreistelligen Bereich Schulden aufnehmen, um Waffen in die Ukraine gegen Russland zu liefern.

        Die Gefahr eines Krieges mit Russland rückt wegen des größenwahnsinnigen Geredes und der massiv antirussischen Handlungen unserer politischen „Eliten“ immer näher.

        Ein solcher Krieg würde auch mit Atomwaffen geführt und am Ende nichts mehr von Deutschland übrig lassen.
        Da (über)lebe ich dann doch deutlich lieber mit einer Regierungsbeteiligung der AfD.

  20. Also ich kenne Niemand der noch an den Endsieg des Marxismus glaubt.
    Das ich eine Chimäre.
    Richtig ist, das der Kapitalismus und die herrschende Klasse samt ihrer Funktionselite beseitigt werden muss, als Voraussetzung, das es überhaupt besser werden könnte.
    Das hat aber nicht zur unbedingt Folge, das dann der alte Marxismus eingeführt wird, wie es Rob Kenius hier suggeriert.

    1. Bitte wo ist geschrieben das Marxismus für einen Endsieg steht ?

      Es gib da keinen Sieg oder Niederlage, nur richtig oder falsch . Und wenn ich mir Globalisierung ansehe, dann lag Marx doch völlig richtig, Sie haben Marx gelesen und verstanden ..
      Genau das ist diese dialektische Grütze , “ Endsieg Marxismus“ … warum die Menschen nicht verstehen können für was Marx eigentlich steht. Marx steht für Aufklärung, nicht für Endsieg..
      Gibt auch keinen Endsieg Einsteinismus .. o))))

      1. Marx steht nicht für „Aufklärung“, sondern für fatale Denkfehler. Die Fixierung auf den Zauzsel hat den Linken und ihrer Bodenständigkeit massiv geschadet und die Entwicklung machbarer Ideen immer nur behindert.

    2. Richtig ist, das der Kapitalismus und die herrschende Klasse samt ihrer Funktionselite beseitigt werden muss, als Voraussetzung, das es überhaupt besser werden könnte.

      Weder kannst du sie beseitigen (es rücken einfach neue nach und du würdest ihnen einen Anlass geben, mit maximaler Gewalt vorzugehen), noch kannst du Kapitalismus verhindern ohne ein autoritäres Regime aufzubauen (und dann hast du einfach nur ein anderes Problem). Die „Funktionselite“ hat den Namen übrigens daher, weil sie alles am Laufen hält, wenn du die beseitigt hast, dann kann es tatsächlich nur noch besser werden, denn dann ist die Gesellschaft ganz ganz unten angekommen (Stichwort „failed state“)…

  21. Der Artikel beschreibt einen gefährlichen „Endsieg-Glauben“ – militärisch wie ideologisch. Genau darin liegt der Kern des Problems. Sobald Politik in Kategorien von endgültigem Sieg oder totaler Niederlage denkt, verlässt sie den Raum nüchterner Interessenabwägung und bewegt sich in Richtung Eskalation.

    Geschichte zeigt, dass große Katastrophen nicht mit dem erklärten Ziel beginnen, alles zu zerstören. Sie entstehen aus einer Spirale aus Aufrüstung, gegenseitigem Misstrauen, moralischer Selbstgewissheit und der Überzeugung, im Recht zu sein. Jeder Schritt erscheint für sich genommen begründbar – in der Summe entsteht jedoch eine Dynamik, die kaum noch kontrollierbar ist.

    Wenn der öffentliche Diskurs fast nur noch von Durchhalteparolen, Milliardenpaketen und militärischer Stärke geprägt ist, während Verhandlungen als Schwäche gelten, dann bestätigt das genau die Warnung des Artikels. Eine solche Verengung des Denkens macht Kompromisse politisch riskant und Eskalation politisch bequem.

    Das eigentliche Risiko liegt nicht in einer einzelnen Entscheidung, sondern im kollektiven Glauben, man könne Sicherheit erzwingen oder politische Realitäten finanzieren. Wer nur noch in Endzuständen denkt, verliert den Blick für Auswege. Und wer immer weiter auf Konfrontation setzt, darf sich nicht wundern, wenn am Ende nicht Stabilität, sondern Verwüstung steht.

    Die entscheidende Frage ist nicht, wer moralisch im Recht ist. Die entscheidende Frage ist, ob noch genug Raum für Vernunft, Diplomatie und Selbstkorrektur bleibt, bevor die Dynamik unumkehrbar wird.

    1. Ihr letzer Satz ist der entscheidende Punkt. Ich sehe aber bei den Entscheidern im Westen und ihren schwachsinnigen Wählern keinen, der das auch nur ansatzweise versteht. Alle die das tun sind Randgruppen, marginalisiert, kaltgestellt, oder wie in der BRD. durch von der Justiz gedeckte Wahlfälschungen aus dem Parlament gedrängt.

    2. „….verlässt sie den Raum nüchterner Interessenabwägung und bewegt sich in Richtung Eskalation.“
      Ein weiterer Indikator für Irrationalität ist, wenn man anfängt nur um einem Anderen zu schaden für sich selbst Schäden in Kauf zu nehmen. (Mir ist natürlich bewusst, dass die Schäden erst mal nur Wahlidioten aber auch unschuldige Untertanen treffen, nicht die Eliten selber, es geht hier aber global um Schäden für das eigen Lager allgemein)
      Faszinierenderweise sind es gerade die meist konservativen, neoliberalen, wirtschaftsnahen die ihren Gegnern und Kritikern gerne Träumereien, und Emotionalität und mangelnde Vernunft vorwerfen und sich auf die strenge Rationalität ihrer eigenen Entscheidungen berufen, die selbst völlig irrational und emotional denken und handeln. Wobei Gier vermutlich eine ihrer stärksten Emotionen und damit Handlungsantriebe ist. Im Falle Russland kommt klar erkennbar noch Hass dazu.

  22. Weil es wichtig ist zum Verständnis hier noch mal für alle Frauen und Krieg an geht guckst Du hier:
    „Außerdem stellte man fest: Die Weibchen dieser aparten Primatenart stacheln nicht nur mit Zärtlichkeit, sondern auch durch Bisse die Männchen zum Kampf mit den Nachbarn an.“
    Der Ganze Artikel:
    https://hpd.de/artikel/deeskalation-den-makaken-15705

    Da die Biologen natürlich nicht dumm sind und ihre Kariere bzw ihren Job aufs Spiel setzen wollen, haben sie sich jedwede Analogieschlüsse zu Menschen verkniffen….

  23. „Sie predigten den militärischen Endsieg noch, als der Krieg in Russland, Ende 1943, schon verloren war.“
    Objektiv gesehen war er schon 1941 verloren. 1943 war die Niederlage von Stalingrad, die im deutschen Bewusstsein eine Rolle spielt, da propagandistisch sehr mit Aufmerksamkeit bedacht
    Interessanterweise haben Merz und all die mentalen Altnazis bei CDU/CSU /Grünen + Wählerschaft die Operation Bragation völlig aus dem Gedächtnis gestrichen wahrscheinlich eine kollektive generationenübergreifende Schockreaktion.
    Ich habe noch einen Zeit-Zeugen kennengelernt, der auf Wehrmachtseite dabei war. Er bestätigte das der russische Angriff alle Vorstellungen sprengte, wie ein Tsunami war, Die Wehrmacht wurde nicht besiegt sondern einfach weggefegt.
    Zitat Wickipedia:
    „Die Operation Bagration führte zum vollständigen Zusammenbruch der Heeresgruppe Mitte und dem Verlust von 28 Divisionen der Wehrmacht. Sie gilt als die schwerste und verlustreichste Niederlage der deutschen Militärgeschichte. “
    https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Bagration
    https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Bagration#/media/Datei:194407_abandoned_german_vehicles_belarus_(revised).jpg
    Das Jahr 1944 wird ja in der offiziellen also mit anderen Worten gefälschten Geschichtsschreibung mit der Landung der Westmächte fixiert. Die landeten damals in Frankreich an, weil sie in Panik waren. Denn ihr Plan, wir hetzen die bekannt doofen Deutschen gegen Russland, die machen für uns Russland kaputt und werden dabei selber ruiniert, war gescheitert.

    So sehr ich den Russen Frieden und eine Sieg wünsche, ich bin nicht so optimistisch wie viele hier,dass die Ukraine praktisch fertig hat. Als Gärtner rate ich den Russen: Unkraut bekämpft man nicht, in dem man die Blätter abzupft (Ukraine) sondern in dem man die Wurzeln ausreißt (D, F, GB , P usw.)

  24. Wir leben im Zeitalter jenseits der Ideologien und der politischen Religionen.

    Im Zeitalter des kalten Krieges war die Welt in zwei Lager geteilt, die wirtschaftlich und ideologisch getrennt waren. Dem kommunistischen Glauben – der schönsten weltlichen Religion der bisherigen Geschichte – stand der Glaube an die liberale Demokratie gegenüber. Die grausamste Form des Postliberalismus war der Faschismus. Alle drei Ideologien, selbst der Faschismus, kommen heutzutage abgehalftert daher und haben an Zugkraft verloren.

    Weltweit hat sich die Marktwirtschaft in verschiedenen Modellen durchgesetzt. Da gibt es das westliche Modell des umregulierten neoliberalen Kapitalismus. Dem steht das chinesische Modell eines staatlich streng regulierten Kapitalismus gegenüber. Diese Form des Kapitalismus hat in kürzester Zeit Millionen aus der Armut befreit und China an die Weltspitze gebracht. Die Welt ist global ökonomisch verflochten und kann sich im Grunde einen großen Krieg nicht mehr leisten. Das alte, marxistische Argument, die Rüstungsindustrie treibe zum Krieg, hat sich als falsch erwiesen. In der Realität kann der globale Kapitalismus nur gedeihen, wenn politische Stabilität herrscht, wenn die Profite berechenbar sind.

    Der schöne kommunistische Glaube ist weitgehend tot. Für den Liberalismus des Westens hat der Sterbeprozeß begonnen. Das wollen viele Leute hier noch nicht einsehen und können vom liberalen Glauben noch nicht Abschied nehmen.

    Kulturell ist der Teil der Welt, den man den Westen nennt in einen historischen Prozeß des Niedergangs, kulturell und wirtschaftlich! Asien mit China als Zentrum ist im Aufstieg. Während hier im Westen Depression herrscht,,ist für allen die Jugend in Asien von Optimismus getrieben, glaubt sie habe ihre Zukunft noch vor sich. Dieses Gefühl teilen viele Reisende, die den Flieger von Shanghai/Hongkong besteigen und ins alte, vergammelte Europa zurückfliegen müssen.

    Aufgabe der Linken wäre es die Leute davon zu überzeugen das wir in einer Abstiegsgesellschaft leben und diesen Abstiegsprozeß mit einer gewissen Demut ertragen müssen. Die wichtige Aufgabe der Linken wäre es aber diesen Abstieg so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.

    Die derzeitige Welt befindet sich in einen Übergangsstadium von der amerikanisch/europäischen Hegemonie zu einer multipolaren Weltordnung. Dieses Zeitalter ist sehr gefährlich. Es ist, wie Antonio Gramsci vor 100 Jahren sagte, das Zeitalter der Monster.

  25. Nicht die Rüstungsindustrie führt zu Krieg, sondern der Kapitalismus selbst treibt zyklisch in den Krieg, den der befeuert die Rüstungsindustrie.
    Das die westliche Welt sich derart von dem Wesen des Menschen entfremdet hat ist nur dem Kapitalismus zuzuschreiben.

    1. Ich verstehe dich, du kannst vom schönen, alten Glauben nicht ablassen, weil er so schön und einfach ist. Das geht vielen so, nicht nur dir allein. Es geht aber an der Realität vorbei

      1. Ich glaube nicht ich weiß es, weil ich die herrschende Klasse kenne seit 1974 weiß ich das.
        Seit über 50 Jahren bin ich subversiv tätig und kenne und kannte so viele wirklich reiche Leute und weiß ganz genau was die wollen und wie sie es jetzt durchsetzen werden.
        Das kann nur verhindert werden wenn der Kapitalismus Wachstum und Profit beseitigt wird.
        Was China da macht, funktioniert auch nur, da es auf kapitalistischen Spielregeln basiert.
        Die sind nur so weit gekommen, weil sie den Westen ausgetrickst haben und wer weiß was die noch vorhaben.

        1. Aus deinen Worten spricht der arrogante westliche Kolonialrassismus, der in deinen politischen Genen steckt. Du hoffst auf den Niedergang Chinas während deine eigene westliche Welt langsam zerfällt. Wenn es dir Spaß macht, wenn du es braucht, mach einfach weiter so, ist egal.
          Aber ich verlange zu viel, denn der Erkenntnisprozeß ist langwierig

          1. So´n Quatsch ich erkenne durchaus an, was die Chinesen geschafft haben und das sie tatsächlich das Leben ihres Volkes verbessern konnten und ich wünsch denen alles Gute für ihr weiterkommen.
            Aber ich traue denen auch nicht über den Weg weil sie bspw, immer noch die Klimaziele befürworten und sich wie die Russen auch immer noch nicht von der WHO und der UN verabschiedet haben.
            Und im Gegenteil, ich befürworte seit dem 12.4.2020 den Niedergang der westlichen Welt, allein schon weil sie es wirklich alle verdient haben.
            Ich bin Anarchist und fühle mich wohl wenn das Chaos einzieht und der Mob auf den Straßen die Reichen aus ihren Villen schleift. 😉

            1. Nur Reiche, abgehalfterte Adelige, die im Warmen sitzen und ihre Schäfchen im trockenen haben können sich das Chaos als Spielzeug leisten. Wenn du ein Berlin, wie 56.000 Menschen hier, keine Bleibe hast, dann sind dir solche Spinnereien egal.
              Laß gut sein

              1. Ich bin Adlig aber alles andere als Reich.
                Ich habe meine Wohnung, meine Jobs und fast alle meine Freunde und bekannten 2020 verloren.
                Ja, genau ich bin Wohnungslos….ich lebe nämlich das, was ich propagiere.
                Ich habe keine Krankenversicherung, keine Scheckkarten, kein Smartphone, und habe noch nie in meinem Leben eine Bewerbung geschrieben noch je einen Anzug getragen und noch so einiges mehr, ach, da wir grade dabei sind, auch noch nie eine Impfung bekommen, dafür hatte meine Mutter gesorgt, war im Übrigen auch noch nie wirklich krank… ♫
                Das solltest du aber mittlerweile wirklich wissen. 😉
                Und ja, ich hab es warm, weil ich mich tatsächlich noch auf ein paar Frauen verlassen kann aber das wars dann auch schon.

                1. Man müßte dich also resozialisieren?
                  Dazu gibt es in China die sog. Citymanager, die mit den letzten chinesischen Bettlern überlegen, wie man sie in Lohn und Brot bringen kann, indem man ihnen das Angeln lernt.
                  Obdachlosigkeit gibt es in China nicht, es stehen 60 Millionen Wohnungen leer und der Staat holt Wohnungssuchen von der Straße und vermittelt ihnen eine Unterkunft. Aber betteln darfst du, brauchst aber Handy und Alipay, ein Konto. Kein Problem in China, hier mittlerweile schon. Aber die Chinesen lassen einen wie dich nicht rein, selbst wenn du den Flug bezahlen könntest. Lebst im falschen Land im falschen Film

                  1. Ich möchte auch nicht unbedingt dorthin, ich sollte immer nach Nordkorea, ganz verstärkt im Frühjahr 2020, aber mit Resozialisierung hab ich´s nicht so, da bin ich lieber als Einzelkämpfer subversiv tätig.

  26. Nochmals zum Abschluss ein Wort zum Postkapitalismud/Sozialismus

    Dessen Scheitern habe ich selbst erlebt und überlebt. Jetzt sagen Restmarxisten, das war doch die DDR, das war nicht richtig gemacht, wir Schlaumeier machen das besser. Was aber genau sie besser machen wollen sagen sie nicht.
    Die Rechten predigen die Nation als Gegenmodell und kommen damit derzeit besser rüber als die Linken. Aber dies führt bei den Linken nicht zu Selbstkritik, Nachdenklichkeit, nein man will nur die Schlagzahl der alten Argumente erhöhen.

    In der DDR gab es unter Ulbricht Pläne für mehr marktwirtschaftliche Anzreize. Diese scheiterten am Widerstand Moskaus. Die DDR konnte nicht hinzulernen. China aber schon, denn es hat sich im kommunistischen Schisma von Moskau abgewendet und seinen eigenen Weg gefunden.

    1. Schon bei Ulbricht gab es Schritte in Richtung „Marktwirtschaft“. Bei Honecker kam dann noch eine bescheuerte Rücksichtnahme gegenüber Kontras hinzu. Der Menschheitsverbrecher Gorbatschow kam nicht aus dem Off, ihm wurde der Weg bereitet. Der Kommunismus kann nur siegen, wenn er siegen will!

      1. Die Sozialpolitik von Honnecker brachte uns in der DDR die „schönsten Jahre“. Aber sie war nicht durch die Produktivität der Volkswirtschaft gedeckt und führte zur Verschuldung der DDR in Devisen, die sie nicht erwirtschaften konnte.
        China ging einen umgekehrten Weg. Unter Deng wurde eine streng reguliertenMarktwirtschaft langsam und bedächtig eingeführt. Es kamen die harten Jahre der Wanderarbeiter, die mit ihrer harten Arbeit den Grundstein für das moderne China legten, das heute die „Fabrik der Welt“ ist. Die junge chinesische Generation ist ein wenig wie im Westen, will nicht mehr so hart wie ihre Eltern arbeiten und das Leben genießen. Es gab und gibt in China Jugendarbeitslosigkeit, aber chinesische Jugendliche sind optimistisch und finden eine Job, machen sich selbstständig, profitieren vom Tourismus, erfüllen sich ihren Traum, von dem sie nach Abschluss der Hochschule gar nicht wußten, das sie ihn hatten. Hier im Westen glauben die wenigsten noch an eine gute Zukunft. Soweit konnte sich die kleine, wirtschaftlich von Moskau abhängige DDR, nie entwickeln

  27. Die Ukrainer töten in Rußland (Belgorod) zivile Arbeiter und veröffentlichen das auch noch.

    https://ok.ru/video/11826820811392

    Solche Videos gab es schon viele, angegriffene Mähdrescher auf dem Feld, irgendwelche Lkw´s, Bushaltestellen usw.
    Was macht man denn nun mit so einem Terrorregime. Das hört ja nicht auf, wenn irgendwann der Krieg für beendet erklärt wird. Ich denke, die Ukraine muß komplett unter russische Kontrolle gebracht werden.

    1. @EU? Nein, danke!

      Haben die auch Flakgeschütze auf den russischen Feldern?

      Ihre Information erinnerte mich an Bilder aus dem 2. Weltkrieg aus der UDSSR als ich mal so ein Bild in einem historischen Buch über den deutsch-sowjetischen Krieg sah – eine Mähmaschine bewacht von Luftaufklärung und sowjetischer Flak auf russisch-sowjetischen Feldern bei der Ernte.

      Tja, die Banderisten (ASOW und Co.) in der Ukraine werden ihren Nazi-Vorbildern immer ähnlicher, und der Wertewesten, samt EU, ignoriert dies geflissentlich, oder, noch schlimmer, tut dies als „russische Propaganda“ ab.

      Gruß
      Bernie

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