Der vergessene Beginn eines Vernichtungskriegs

Drei Männer begraben während der Belagerung von Leningrad Hungertote auf dem Wolkowo-Friedhof in den Tagen des Massensterbens, Oktober 1942. Bild: Ria Novosti Archiv/CC BY-SA-3.0

Deutschland erinnert nur dann an die Opfer der eigenen Verbrechen in der Vergangenheit, wenn es daraus Kapital für seine Politik in der Gegenwart und Zukunft schlagen kann. Sowjetische Opfer haben in der BRD nie gezählt.

 Am 22. Juni 1941 marschierte die deutsche Wehrmacht in die Sowjetunion ein. Es war der Beginn eines Vernichtungskriegs gegen die Bevölkerung der Sowjetunion. Der Historiker Dietrich Eichholtz fasste die mörderischen Folgen so zusammen: „Der Rassismus in seiner brutalsten und umfassendsten Form diente als ‚Begründung‘ für die Ermordung und Aushungerung von Millionen und für die Vertreibung (‚Aussiedlung‘) von Dutzenden Millionen Slawen und Juden, schließlich auch für die Ausbeutung von Millionen verschleppter Männer und Frauen als Arbeitssklaven in Deutschland und innerhalb der Wehrmacht.“

Die Aushungerung der Bevölkerung in der Sowjetunion war eine zentrale Strategie der NS-Planer. Die Blockade Leningrads war ein bewusster Hungerkrieg gegen eine Millionenstadt. Auch die Ermordung hunderttausender sowjetischer Kriegsgefangener durch Verhungernlassen oder Erschießen war Teil dieses deutschen Mordprogramms.  Mit dem berüchtigten Kommissarbefehl sollte die Liquidierung der sowjetischen Führungskräfte auf allen Ebenen vorangetrieben werden.

Daher müsste man denken, dass für den selbsternannten Aufarbeitungsweltmeister Deutschland dieser 22. Juni 1941 ein wichtiger Tag der Erinnerung und des Gedenkens ist. Schließlich verbinden sich mit diesen Tag alle Verbrechen des deutschen NS-Faschismus: dazu gehörten der eliminatorische Antisemitismus, ein mörderischer Antikommunismus, der in der NS-Sprache zum jüdisch-bolschewistischen Feind wurde, und ein Rassismus gegen die slawische Bevölkerung. Die Kombination aus den unterschiedlichen Versatzstücken des NS-Ideologie sorgte dafür, dass es genügend willige Vollstrecker in der Wehrmacht und ihren Verbündeten gegeben hat, die erst dafür sorgten, dass die mörderischen Pläne zur Vernichtung von Millionen Menschen umgesetzt werden konnten. Eine Erinnerungspolitik müsste daher diesem 22. Juni 1941 eine zentrale Bedeutung beimessen. Doch die Realität rund um den 22. Juni 2026 sieht ganz anders aus.

Vom Sinn der deutschen Erinnerungspolitik 

Es gibt weder Sondersitzungen im Bundestag, es gibt keine Ansprachen der letzten Überlebenden der SS-Mordpläne oder von deren Angehörigen. Auch in den Medien spielte der 85. Jahrestag des Beginns des Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion keine Rolle. Es gab im Deutschlandfunk zumindest an prominenter Stelle keine Sendung dazu. Dafür erinnerten einen Tag später gleich mehrere Beiträge an den 10ten Jahrestag der Abstimmung über den Brexit in Großbritannien. Da wird deutlich, wo die Prioritäten liegen.

Die Frage, warum der selbsternannte Gedenkweltmeister Deutschland so wenig Wert auf Erinnerungen an den 22. Juni 1941 legt, ist schnell beantwortet. Deutschland erinnert nur dann an die Oper der eigenen Verbrechen in der Vergangenheit, wenn es darauf Kapital schlagen kann für seine Politik in der Gegenwart und Zukunft. Sowjetische Opfer haben in der BRD nie gezählt und zählen schon gar nicht, wenn es heute gilt, wieder kriegsfähig gegen Russland zu werden.

Schwarzer Rauch über Moskau: Revanche für die Niederlage am 9. Mai 1945

So inspizierte Bundeskriegsminister Pistorius, der anders als sein Kollege in den USA noch unter der irreführenden Bezeichnung Verteidigungsminister am 22. Juni 2026 die erste größere Übung der Bundeswehr-Panzerbrigade im Osten Litauens, also  auf ehemaligen sowjetischen Gebiet nahe an der Grenze zu Russland.  85 Jahre nach dem mörderischen Überfalls Deutschlands und anderer Hilfswilliger ist dieser Besuch eine Kampfansage. Deutschland rückt vor auf ehemaliges sowjetisches Gebiet und zeigt mit dem Datum, dass es auf historische Empfindsamkeiten keine Rücksicht mehr nehmen braucht.

Der deutsche Imperialismus wird von den Nachfolgeorganisationen jener Hilfswilligen gestützt, die bereits 1941 zu Unterstützern des deutschen Drangs nach Osten wurden. Es waren Nationalisten aus den baltischen Staaten ebenso wie aus der Ukraine, die sich zeitweise mit Hitlerdeutschland verbündeten, weil sie gemeinsame Gegner hatten, Juden, Russen und Kommunisten.  Mit dem Vormarsch der Roten Armee flohen diese Kräfte ins Deutsche Reich. Im Kalten Krieg wurden aus den Naziverbündeten schnell Kämpfer gegen Bolschewismus.

Mit dem Zerfall der Sowjetunion kam die Stunde dieser prodeutschen Nationalisten. In den baltischen Ländern hatten sie bald die Mehrheit. In der Ukraine dauerte der interne Machtkampf bis 2014. Bis dahin hatten sich die prorussische, neutralistische und prodeutsche bzw. EU-Fraktion Machtkämpfe geliefert. Mit dem Maidan-Umsturz 2014 setzte sich letztere mit kräftiger Unterstützung von Deutschland und anderen EU-Staaten durch.  Mit der Ausschaltung großer Teile ukrainischen Opposition wollten sie ihre Herrschaft stabilisieren. Hier wurden die Weichen gestellt für den Konflikt mit den russischen Nationalisten um Putin, der schließlich zum Einmarsch der russischen Armee und den aktuellen Krieg führte.

Diese Vorgeschichte ist notwendig, um den Konflikt zu verstehen, bedeutet allerdings keine Parteinahme auf einer Seite des Konflikts. Denn auf beiden Seiten stehen nationalistische Kräfte, die  viel von der Ehre des jeweiligen Volks schwadronieren, das sie real im Krieg verheizen, wie die immensen Opfer im russisch-ukrainischen Stellungskrieg auf beiden Seiten zeigen.

 Wie Deutschland seine Geschichte entsorgt

 So sehr es sich verbietet, sich in dem Konflikt zweier nationalistischer Bewegungen auf eine Seite zu stellen, so wichtig ist es aber zu benennen, wie Deutschland den Konflikt nutzt, um seine Geschichte zu entsorgen.  Gedenken an sowjetische Opfer des deutschen Vernichtungskriegs waren in der BRD schon immer ein Fall für den Verfassungsschutz wie die Initiative Blumen für Stuckenbrock, die sich um das Gedenken an die sowjetischen Kriegsgefangenen bemühte, die auf dem Platz in Ostwestfalen litten und starben.

Seit den 1980er Jahren gab es viele Geschichtsinitiativen von unten, die an vielen Orten auch den sowjetischen Opfern gedenken wollten. Sie wehrten sich dagegen, dass sie einfach alle unter dem Label „die Russen“ unsichtbar gemacht werden sollten. Sie erinnerten an den historischen Fakt, dass in der Roten Armee Menschen aus den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen kämpften, die in der Sowjetunion lebten. Eine wichtige Rolle nahmen dort die ukrainischen Soldaten ein, die auch eine wesentliche Rolle bei der Befreiung des Vernichtungslager Auschwitz spielten.

Spätestens nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine ging die Entsorgung der deutschen Verbrechensgeschichte mit Riesenschritten voran. Kaum jemand redet noch die über die multinational aufgestellte Rote Armee, jetzt waren es wieder die Russen und die waren schon lange das Feindbild. So ist es natürlich ein besonderer Triumph des deutschen Revanchismus, das Zeigen sowjetischer Symbole ausgerechnet rund um den 9. Mai zu verbieten

 Neuer deutscher Geschichtsrevisionismus

Wozu die Reste der deutschen Wehrmacht auch mit Hilfe des Wehrwolfs und der Hitlerjugend nicht mehr in der Lage war, erledigten jetzt deutsche Gerichte. Sowjetische Symbole sind am Tag der Befreiung  nicht erlaubt. Das ist eines von vielen Beispielen für den neuen deutschen Geschichtsrevisionismus. Wenn dann der ehemalige Neonazi und heutige Berater im ukrainischen Verteidigungsministerium Serhi Sternenko am 9. Mai 2026 auf seinem Telegram-Kanal kundtat, dass „Russen kein Recht auf Leben haben, sie Leiden und Tod verdient haben“, zeigt sich, dass hier Kräfte am Werk sind, die Rache nehmen wollen für die Niederlage vom 9. Mai 1945.  Dieser Prozess hat sich in den letzten Jahren so massiv beschleunigt, wie es auch die größten Pessimisten nach 1989 nicht für möglich gehalten wurde.

Dass in der Ukraine die NS-Verbündeten von einst wieder geehrt werden, die auch viele polnische Menschen ermordeten, führte zum Eklat zwischen dem polnischen und dem ukrainischen Präsidenten. In Deutschland aber wird jede Kritik daran in die Nähe von Landesverrat für Putin gerückt.  Denn längst ist das offizielle Credo ausgegeben: Deutschland wird in der Ukraine verteidigt. Jeder Treffer von ukrainischen Drohnen auf russischem Gebiet wird in den meisten deutschen Medien  gefeiert. Da geht es nicht nur um den militärischen Widerstand eines überfallenen Landes. In Deutschland zumal ist es auch ein Stück Revanche der Nachgeborenen im Spiel, die der Roten Armee, die in Westdeutschland immer nur die Russen genannt wurde, nie verziehen haben, dass sie am 9. Mai 1945 das NS-Regime zur bedingungslosen Kapitulation zwangen.

Was in der Ukraine an rechtem Nationalismus bis hin zum Faschismus längst wieder etabliert ist, kann als Pilotprojekt  für andere europäische Länder dienen. Auch Linksliberale, die in Deutschland so leidenschaftlich die Brandmauer gegen die AfD verteidigen, schweigen zu der Kooperation mit dem ukrainischen Ultrarechten oder verteidigen sie sogar offensiv. Dabei wäre eine Entnazifizierung in der Ukraine angebracht. Aber nicht im Sinne Putins und mit Waffen, sondern von einer Zivilgesellschaft, die beispielsweise das Gedenken an berüchtigte Antisemiten und Naziverbündete verhindern will.  Es stellt sich schon die Frage, warum selbst manche erklärte Linken nicht den Mut haben, die faschistischen Tendenzen in der Ukraine genau so klar zu benennen und zurückzuweisen wie bei allen anderen  Staaten.

„Russland ist nicht unser Feind“

Es gab kleine Initiativen, die am 85. Jahrestag des Beginns des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion erinnerten. Dazu gehörte eine Gedenkveranstaltung der Linksfraktion im Bundestag zum 85. Jahrestag oder am 20. Juni 2026 eine Kundgebung unter dem Motto „Russland ist nicht unser Feind“. Dort wurden, oft polemisch zugespitzt, einige Fakten benannt, die hierzulande reichen, um jemand als Putin-Freund abzustempeln.

Doch auf der Kundgebung wurde eine deutsch-russische Freundschaft beschworen, bei der ebenfalls die Geschichte geklittert wird. Auf einem Transparent stand die Parole „Wir vergessen nie – Russland ist unser Freund“ unter einem Foto, das sowjetische Soldaten mit der berühmten Gulaschkanone zeigte, aus der nach der Zerschlagung des NS 1945 die Berliner Bevölkerung verköstigt wird.  Hier wird die Rote Armee mit den Russen gleichgesetzt und damit unterschlagen, dass dort ganz unterschiedliche Bevölkerungsgruppen kämpften, die auf dem Boden der Sowjetunion lebten. Auf dem Foto als Grundlage für das Transparent könnten ukrainische Soldaten ebenso zu sehen sein wie aus vielen anderen Regionen. Viele Jahrzehnte versuchten progressive Initiativen, die Erzählung von den Russen, die 1945 Berlin eroberten, mit historischen Fakten zu widerlegen. Da ist es fatal, wenn jetzt auch manche, die sich der gesellschaftlichen Linken zurechnen, diesen Mythos bedienen.

Dagegen gilt es deutlich zu machen, dass das nationalistische Regime unter Putin nicht mit der Sowjetunion gleichzusetzen ist und  auch nicht mit der Roten Armee, die Hitler-Deutschland besiegte. Solche historische Mythologisierung erschwert Bündnisse mit emanzipatorischen Kräften in allen osteuropäischen Ländern und im Exil, die sich gegen Nationalismus, Antisemitismus und Militarismus auf allen Seiten engagieren. Die Initiative Post-sowjetische Linke, in der sich in Deutschland lebende Migranten aus verschiedenen osteuropäischen Ländern organisieren,  ist dafür ein gutes Beispiel.

Peter Nowak

Peter Nowak ist freier Journalist für verschiedene Zeitungen und dokumentiert sie auf seiner Homepage. Mit Clemens Heni und Gerald Grüneklee gab er im Juni 2022 das Buch „Nie wieder Krieg ohne uns … Deutschland und die Ukraine“ im Critic Verlag heraus.
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45 Kommentare

  1. Der Artikel trifft einen Punkt, der in der deutschen Erinnerungskultur gern unter den Teppich gekehrt wird. Meine eigenen Erfahrungen aus der Schulzeit in Westdeutschland waren jedenfalls genau so: Der Holocaust wurde behandelt — völlig zurecht und selbstverständlich. Aber der deutsche Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion? Die systematisch ermordeten, verhungerten, erschossenen und verschleppten Sowjetbürger? Das lief eher unter „ferner liefen“.
    Man lernte Jahreszahlen, Schlachten, Hitler, Stalingrad, Holocaust. Aber dass der Krieg im Osten nicht einfach nur ein militärischer Feldzug war, sondern ein rassistisch motivierter Vernichtungskrieg gegen ganze Bevölkerungen, wurde kaum mit der nötigen Klarheit vermittelt. Dass bei der Blockade von Leningrad unzählige Sowjetbürger gezielt dem Hunger überlassen wurden, habe ich in dieser Deutlichkeit erst vor wenigen Monaten gelernt. Das ist schon bemerkenswert für ein Land, das sich gern als Weltmeister der Vergangenheitsbewältigung inszeniert.
    Und bevor jetzt wieder jemand reflexartig „Relativierung!“ ruft: Nein. Das Gedenken an die sechs Millionen ermordeten Juden wird nicht kleiner, wenn man auch an die rund 20 Millionen getöteten Sowjetbürger erinnert. Erinnerung ist kein Kuchen, bei dem für die einen weniger übrig bleibt, wenn man auch der anderen gedenkt. Wer so denkt, hat Erinnerungskultur nicht verstanden, sondern betreibt moralische Buchhaltung.
    Gerade Deutschland müsste es besser wissen. Der Holocaust war ein singuläres Menschheitsverbrechen. Und zugleich war der Krieg gegen die Sowjetunion ein deutscher Vernichtungsfeldzug mit Millionen zivilen Opfern. Beides auszusprechen ist keine Relativierung, sondern historische Mindesthygiene.
    Was mich stört, ist diese selektive Schärfe: Bei bestimmten Verbrechen ist Deutschland zu Recht sehr genau. Bei anderen wird es plötzlich neblig, allgemein, abstrakt. Dann heißt es „Krieg“, „Opfer“, „Leid“ — aber selten klar genug: deutsche Täter, sowjetische Opfer, rassistische Vernichtungspolitik.
    Wenn „Nie wieder“ mehr sein soll als eine Sonntagsrede, dann darf Erinnerung nicht nach aktueller politischer Wetterlage sortiert werden. Die Opfer deutscher Verbrechen im Osten haben kein nachrangiges Gedenken verdient. Sie wurden nicht weniger ermordet, nicht weniger entrechtet, nicht weniger entmenschlicht.
    Eine ehrliche Erinnerungskultur müsste genau das aushalten: den Holocaust in seiner Einzigartigkeit benennen — und gleichzeitig die Millionen ermordeten Sowjetbürger nicht länger als historische Randnotiz behandeln. Alles andere ist kein Gedenken, sondern eine sehr bequeme Auswahl dessen, woran man sich erinnern möchte.

    1. Man sollte nicht vergessen, daß auch die Sowjets keinen Wert auf die Darstellung der Kriegsgreuel legten. Das hätte den Mythos des heldenhaften Kampfes beschädigt. Stalin hat von den Kriegsfotografen später die Fotos eingesammelt. Propaganda auch die Verlagerung ganzer Industrien hinter den Ural. Die Deutschen haben in den Industriebetrieben weiter produziert und gut verdient. Das wollten später weder die Russen noch die Deutschen wahrhaben. Die Wochenschauen zeigen immer nur Panzer in altertümlichen Dörfern mit Babuschkas mit Kopftuch. Aber die europäische SU war hochindustralisiert. Das sieht man nicht in den Filmen und die Russkis legten keinen Wert auf eine andere Darstellung. Die Amis haben denen den A….gerettet.

      1. Mit Verlaub, sie verbreiten Bullshit. Stalin ist seit 1953 Tod. Der Wiederaufbau des vollständig zerstörten Westteils der UdSSR dauerte bis in die 1960 er Jahre. Verzögert auch durch die forcierte Entwicklung von Kernwaffen und Raketentechnik, die der UdSSR zusätzliche Ressourcen kostete…Und natürlich konnten nicht alle Industriebetriebe in den Osten evakuiert werden. Es mangelte an Zeit, Transportmitteln, an Allem.
        Natürlich waren viele Kriegserinnerungen und offizielle Berichte politisch geprägt. Es gab aber auch andere Literatur. Im Übrigen hat ja die Propaganda der BRD über die „saubere, ritterliche“ Wehrmacht bis heute seine Wirkung. Erinnert sei nur an die Wehrmachtausstellung in den 1990er Jahren. Was war das für ein Shitsturm…
        Ihnen empfehle ich Elem Klimow „Komm und sieh“ , in der UdSSR 1983 bis 1985 gedreht Dieser Film beruht auf den Berichten von Überlebenden, die seit den 1960ern in der UdSSR erschienen: https://de.wikipedia.org/wiki/Chatyn

      2. Mit Verlaub, sie verbreiten Bullshit. Stalin ist seit 1953 Tod. Der Wiederaufbau des vollständig zerstörten Westteils der UdSSR dauerte bis in die 1960 er Jahre. Verzögert auch durch die forcierte Entwicklung von Kernwaffen und Raketentechnik, die der UdSSR zusätzliche Ressourcen kostete…Und natürlich konnten nicht alle Industriebetriebe in den Osten evakuiert werden. Es mangelte an Zeit, Transportmitteln, an Allem.
        Natürlich waren viele Kriegserinnerungen und offizielle Berichte politisch geprägt. Es gab aber auch andere Literatur. Im Übrigen hat ja die Propaganda der BRD über die „saubere, ritterliche“ Wehrmacht bis heute seine Wirkung. Erinnert sei nur an die Wehrmachtausstellung in den 1990er Jahren. Was war das für ein Shitsturm…
        Ihnen empfehle ich Elem Klimow „Komm und sieh“ , in der UdSSR 1983 bis 1985 gedreht Dieser Film beruht auf den Berichten von Überlebenden, die seit den 1960ern in der UdSSR erschienen: https://de.wikipedia.org/wiki/Chatyn

    2. „Der Holocaust war ein singuläres Menschheitsverbrechen. Und zugleich war der Krieg gegen die Sowjetunion ein deutscher Vernichtungsfeldzug mit Millionen zivilen Opfern. Beides auszusprechen ist keine Relativierung, sondern historische Mindesthygiene.“
      Es waren Verbrechen von den gleichen Tätern, die im gleichen Geist begangen wurden und überdies auch mit einander verwoben waren. So wurden auch massenweise sowjetische Kriegsgefangene in die Vernichtslager verbracht und dort umgebracht. Die Opfer der ersten Massenvergasungen in Auschwitz waren zum Großteil sowjetische Kriegsgefange.
      Auch im Vernichtungslager Sobibor wurde zahlreiche Russen ermordet. Der Aufstand von Sobibor wurde übrigens von dort gefangenen Soldaten der Roten Armee geplant und erfolgreich durchgeführt.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Aufstand_von_Sobib%C3%B3r

    3. Diese einseitige (Nicht-)Gedenkkultur zeigt bis heute ihre Wirkungen.

      Daß der „Ostfeldzug“ nicht nur militärischen Zeilen diente, sondern die Ausrottung ganzer Völker zum Ziel hatte, wird bis heute kaum oder gar nicht thematisiert. Und da ist Leningrad ja noch gar nicht das exemplarische Beispiel, da man die Belagerung der Stadt ja durchaus noch militärisch „begründen“ könnte. Nichts davon trifft aber auf das Wüten der Wehrmacht und nachrückender „Polizeieinheiten“ samt SS etwa in Weißrussland zu, wo hunderte Dörfer und Millionen Menschen der ethnischen Säuberung der Deutschen („zur Schaffung von Lebensraum im Osten“) zum Opfer fielen.

      Das zu thematisieren, ist heute immer noch schwer, wie exemplarisch ein binnen Minuten wieder gelöschter Artikel auf in der Wikipedia zum Massaker von Dremlowo zeigte. Das hat Wikihausen mal thematisiert:

      https://youtu.be/qDft2725JQ4

      Des Massakers von Oradur sur Glane in Frankreich wird heute noch angemessen gedacht. Daß es in der Sowjetunion, vor allem in Weißrussland mehrere hundert „Oradurs“ gab, wo auch die Täter von Oradur „ihr Handwerk gelernt“ hatten, ist im öffentlichen Bewußtsein der Deutschen nahezu ausgelöscht. Und weist man darauf hin, wird es zensiert. Pikanterweise im Fall der Wikipedia von Verantwortlichen, die sich selbst sogar im „linken Lager“ verorten.

  2. So multinational die Rote Armee aufgestellt gewesen sein mag, Rechtsnachfolger der Sowjetunion ist ja trotzdem genau Russland.
    Insofern ist es vielleicht nicht von zentraler Bedeutung, in jedem Zusammenhang die Andersnationalenden ausdrücklich sichtbar zu machen.

    1. Die russische Verfassung definiert präzise die rechtliche Bedeutung der Bezeichnung „Nachfolger der UdSSR“ für die moderne Russische Föderation: Die Russische Föderation ist innerhalb ihres eigenen Territoriums der Rechtsnachfolger der UdSSR sowie deren Rechtsnachfolger (Fortführungsstaat) hinsichtlich der Mitgliedschaft in internationalen Organisationen und deren Organen, der Teilnahme an internationalen Verträgen und der Verpflichtungen und Vermögenswerte der UdSSR aus internationalen Verträgen außerhalb des Territoriums der Russischen Föderation.

      Wie Sie sehen, lautet die Formulierung „innerhalb ihres eigenen Territoriums“.

      Ihre Behauptung, Russland sei „genau der Rechtsnachfolger“, ist schlichtweg falsch.

    2. Und Russland (also „die russländischische Föderation“) ist was?

      Ein multiethnischer Staat mit etwa hundert Völkern und praktisch allen Weltreligionen. Weshalb dort auch von Staats wegen konsequent gegen jede Art völkischen Rassismus und Religionsfeindlichkeit vorgegangen wird, damit daraus keine künstlichen Konflikte entstehen können. (Während im Westen genau diese Ansatzpunkte genutzt werden, um unter den Völkern Russlands Zwietracht zu säen)

      Vielleicht sollte man sich erst mal informieren, ehe man postet? Diese Blamage hättest du dir ersparen können.

  3. Schon seltsam dieser Nowak.

    Pöser, pöser Putin, gute Sowjetunion:
    „Auf einem Transparent stand die Parole „Wir vergessen nie – Russland ist unser Freund“ unter einem Foto, das sowjetische Soldaten mit der berühmten Gulaschkanone zeigte.“

    Es darf, laut Nowak, auf gar keinen Fall ein Russe sein. Das wäre Geschichtsklitterung sagt er.

    1. Naja die russische Föderation ist nicht identisch mit der Union der sozialistischen Sowjetrepubliken. Daß das schon immer vermischt wurde nervt mich auch. Es wurde ja immer gerufen „die Russen sind da“ von Meister Röhrich statt „die Sowjets“.

      Aber die USA setzen sich auch gerne mit Amerika gleich und die Europäische Union hält sich für Europa. Von daher ist dieses Verwechseln nichts neues. Es kann sich aber auf dem Foto mit der Gulaschkanone auch um Soldaten aus der russischen Sowjetrepublik hanedeln. Dann sind es doch Russen. 😉

    2. Ja, der Artikel kommt mir auch ein bisschen wie „nicht Fisch, nicht Fleisch“ vor. Da wird zum einen richtigerweise über die rassistisch motivierten Massenmorde des deutschen NS-Regimes während Unternehmen „Barbarossa“ hingewiesen, dann kommt zum Schluss die Bezeichnung „nationalistisches Regime“ für den aktuellen Präsidenten Putin und seine Regierung. Hört sich an, als käme letzteres direkt aus dem Propagandaministerium des Kiewer Regimes, das im Gegensatz zur Regierung Russlands tatsächlich ein national/sozial/istischesRegime ist.
      Natürlich bestand die „Rote Armee“ aus vielen verschiedenen Ethnien und Volksgruppen, wie auch die Wehrmacht und die Waffen-SS, wie auch die US-Armee usw. usf. Trotzdem zählt man nicht jedesmal jede noch so kleine Gruppierung auf, sondern spricht namentlich von der Armee, aus der sich der Großteil zusammensetzt, und das sind nun mal die Deutschen, die Russen, die Amerikaner….
      Also haben die Russen Auschwitz befreit und versorgten die Berliner mit Gulaschkanonen.

  4. Interessanter Tippfehler beim Teasertext auf der Startseite:

    Deutschland erinnert nur dann an die Oper der eigenen Verbrechen in der Vergangenheit…

    Manchmal mag man annehmen, dass das in gewissen traditionellen Kreisen so gesehen wird. Aber natürlich sollte die vollständige Falschschreibung heißen: „Deutschland erinnert nur dann mit einer Oper an die eigenen Verbrechen in der Vergangenheit…“
    Dem Westen ist nicht nur auf der Führungsebene das sapiens abhanden gekommen, in der Breite wird mit großem Verve das erectus demontiert, der „Smombie“ ist da nur die finale Visualisierung.

    Willkommen bei Freunden? Willkommen zuhause? Willkommen?
    Danke, aber: Nein danke.

    PS: Wieder so ein schönes Headerbild. Das ist wohl das obligatorische Bühnenbild dieser Oper.

    PS II: Ich werde den Artikel nicht gelesen haben, ich erwähnte es bereits.

  5. „Dagegen gilt es deutlich zu machen, dass das nationalistische Regime unter Putin nicht mit der Sowjetunion gleichzusetzen ist und  auch nicht mit der Roten Armee, die Hitler-Deutschland besiegte. “
    Woher nimmt der Autor diese Erkenntnis vom ’nationalistischen Regime unter Putin‘?
    Erzählen ihm das seine zum Schluß aufgeführten Freunde? Sind das vielleicht Nawalnys Nachfolger und von westlichen „NGO“ gesponsert?
    Zum ’nationalistischen Regime‘ müsste ja ein russischer Nationalismus gehören. Wo kann er den ausmachen?
    Bestenfalls im Kaffeesatz von Spiegel & Co.

    1. Ich habe manchmal den Eindruck, dass der Zensor in der Westpresse mit Sanktionen droht, wenn ein Autor nicht wenigstens ein paar Lippenbekenntnisse zur wertewestlichen Russlandhetze in einem veröffentlichten Artikel bringt. Das kann ja mittlerweile zu Kontensperrungen für die ganze Familie durch Uschis Reichskanzlei führen.

  6. Die werden uns dezimieren und krank halten .
    Das ist due Agenda der Reichen und Mächtigen!
    Und vergesst nicht, Google ist der Feind!

  7. Der Artikel von Herrn Nowak ist gut, aber am Ende kommt er mit „Putins nationalistischem Russland“ – schade, hier wäre eine reflektiertere – nämlich die Vorgeschichte des Einmarsches in die Ukraine – Bewertung angebracht! Nationalismus ist etwas anderes, als ein von Staaten, die einem nichts Gutes wollen hochgerüsteter Nachbarstaat, der acht Jahre lang Krieg gegen die überwiegend russisch-ethnischen Bevölkerung im Donbass geführt hat (ganz abzusehen von US-Biowaffen-Labors, NATO-Manöver unter Einbezug der Ukraine, Missachtung der Vereinbarung zu MINSK II) als Bedrohung der eigenen Sicherheit zu betrachten und darüber hinaus auch diesen schon genannten Bevölkerungsteil im Donbass schützen zu wollen (der in den Tagen vor dem Einmarsch intensiv von der westukrainischen Armee bombardiert wurde).

  8. Der Nowak erzählt gelegentlich etwas vom Pferd, ohne zu wissen, was das ist…😉
    Der 22. Juni ist keinesfalls bei allen Deutschen vergessen. Das Relotius- Magazin aus Hamburg hat sogar eine seiner Ausgaben mit „ Unser Krieg gegen Russland“ betitelt. Gut, das war nur der Titel. Im Text ging es um den 22.6.41 als quasi Beginn der Judenvernichtung: Vernichtungskrieg gegen die Juden, Aber nicht gegen die Slawen… Das Aushungern von Leningrad ist nur eine Randnotiz….kein Völkermord.
    Dann hat sich der Nachfahre baltischer Ostlandreiter, derzeit Botschafter der BRD in Moskau, herabgelassen, den „Barbaren“ in Russland ein Moralpredigt voller Hass und Verachtung zu halten.
    Allerdings ist das kein Ausrutscher. Der Herr Botschafter ist in Moskau für sein „undiplomatisches“ und arrogantes Herrenmenschen-Auftreten bekannt.
    Und was „Linke“ betrifft : was ist für den Herrn Nowak eigentlich „links“? Ist es der ehemalige Ministerpräsident von Thüringen, von vielen Einwohnern als Gauleiter betitelt, der noch im Sommer 2022 Zwangsimpfung für die gesamte Bevölkerung und Internierungslager für Impfverweigerer forderte? Wohlgemerkt zu einer Zeit, als Andernorts die Corona- Maßnahmen komplett aufgehoben wurden…

  9. Der Autor bezeichnet Litauen wiederholt als „ehemaliges Sowjetgebiet“. Tatsächlich ist Litauen jedoch ein unabhängiger Staat, der mehrere Jahrzehnte lang von der Sowjetunion besetzt war. Auch die litauische Gesellschaft hat „historische Empfindlichkeiten“.
    Es ist lobenswert, dass der Autor die Unterscheidung zwischen „sowjetisch“ und „russisch“ hervorhebt.

    1. „Sowjetrepubliken“ waren Russland, Armenien, Aserbaidschan, Estland, Georgien, Kasachstan, Kirgisien, Lettland, Litauen, Moldawien, Tadschikistan, Turkmenien/Turkmenistan, Ukraine, Usbekistan, Weißrussland/Belarus

      Zum Ostblock zählten die „Sowjetunion“, die Volksrepublik Polen, die Deutsche Demokratische Republik (DDR), die Tschechoslowakische Sozialistische Republik (ČSSR), die Volksrepublik Ungarn, die Volksrepublik Bulgarien und die Volksrepublik bzw. Sozialistische Republik Rumänien (SRR). Bis in die 1960er Jahre galt auch die Sozialistische Volksrepublik Albanien als Ostblockstaat.

      Können Sie das unterscheiden? Wenn nicht Wiki hilft!

  10. Am 5.2.2026 kam eine WDR-Monitor-Sendung:

    Thema: „Trumps Amerika: Ist das schon Faschismus?“

    https://www.ardmediathek.de/video/monitor/trumps-amerika-ist-das-schon-faschismus/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNDNjMDMyNDgtM2I3ZS00MmVkLTllNDEtNDc4N2Y1YWZkYzA2

    Ursprünglich sagte die Sprecherin bei Min. 10:20

    „Deutschland unter Hitler, befreit vor allem von den Amerikanern.“

    Wenig verwunderlich übler Geschichtsrevisionismus a la GEZ-Schrott. Also folgte Intervention….

    „vielen Dank für Ihre Zuschrift vom 15. Februar 2026 an den Rundfunkrat des WDR, die an die Publikumsstelle der Intendanz weitergeleitet wurde. Als zuständige Redaktion wurden wir gebeten, Ihnen zu antworten. (…)
    Wir können Ihre Kritik jedoch nachvollziehen und haben dementsprechend einen Hinweis auf den jeweiligen Beitragsseiten ergänzt und den Film entsprechend angepasst. Wir hoffen, dass Sie uns weiterhin gewogen bleiben und bedanken uns für Ihren kritischen und wertvollen Blick.
    Mit freundlichen Grüßen
    Die MONITOR-Redaktion“

    Bei Min. 10:20 kurze Sequenz neu eingesprochen – Bloß nichts gefallen lassen!

    1. Auf yt gibt es ein Filmchen von einer BPK. Die BR hatte in einer Erklärung zum Kriegsende 8.5.26 kein Mal die Wörter Sowjetunion oder auch Rußland benutzt. Ein Journalist fragte nach den Gründen. Auch auf Nachfragen bekam der Regierungssprecher diese bösen Wörter nicht über die Lippen. Die Vermeidung böser Wörter, z. B. Name des Donnergottes, kommt aus der Vorzeit, wo wir uns wieder drauf zu bewegen.

  11. Aus den Verbrechen der Deutschen in WK 2 eine Verpflichtung zum Stillhalten gegen den Diktator im Kreml herzuleiten ist nicht weniger heuchlerisch und menschenverachtend wie die jede andere faschistische, imperialistische Politik in der Vergangenheit.

    1. Werter Herr Ottona,

      wer vom Diktator im Kreml spricht, der muss dann auch über das reden, was dieser „lupenreine“ israelische „Demokrat“ im Gaza macht und mit Verteidigung hat das sicherlich nichts zu oder sehen Sie das anders?

      Wer vom Diktator im Kreml spricht, der muss dann auch über das reden, was der „lupenreine“ amerikanische „Demokrat“ in Washington D. C. mit dem Iran macht und mit Verteidigung hat das auch nichts zu tun oder?

      Wer vom Diktator im Kreml spricht, der muss auch darüber reden, dass der Krieg in der Ukraine nicht vom Himmel gefallen ist oder wollen Sie wie diese „Leute“, die sich selbst als „Journalisten“ bezeichnen, behaupten, dass der Krieg in der Ukraine vom Himmel gefallen ist? Wenn er vom Himmel gefallen ist, dann ist doch nicht Putin sondern Gott dafür verantwortlich oder etwa nicht?

      Wer vom Diktator im Kreml spricht, der muss dann auch fragen, warum Europa und vor allem die deutsche Führung Friedensverhandlungen torpediert?

      Wer vom Diktator im Kreml als „imperialistische“ Regierung spricht, der muss auch fragen, ob es nicht auch im Wertewesten Regierungen gibt, die eine „imperialistische“ Politik betreiben und damit ist nicht Kuba, Grönland oder Venezuela gemeint.

      Wer vom Diktator im Kreml als „imperialistische“ Regierung spricht, der muss auch darüber reden, warum der „lupenreine Demokrat“ aus Washington Jahr für Jahr eine Billion Dollar für das Millitär ausgibt und gleichzeitig eine Million obdachlose Bürger im eigenen Land auf der Straße verrecken lässt.

      Wenn man das nicht tut, dann argumentiert man ziemlich einseitig und das nennt man dann PROPAGANDA. Aber im Wertewesten gibt es doch keine Propaganda, im Wertewesten herrschen Wahrheit, Klarheit, politische Transparenz, Freiheit, soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaat, Demokratie (= die Herrschaft des Volkes) und der Geist der Aufklärung.

      Was in Deutschland los wäre, wenn in Deutschland Journalisten ohne rechtsstaatliche Anklage, öffentliche Verhandlung und Gerichtsurteil für vogelfrei erklärt werden. Da würden vermutlich sogar Markus Lanz, Markus Söder und Maybritt Illner mindestens vier Wochen lang am Brandenburger Tor demonstrieren. Warum fällt mir jetzt der Name Hüseyin Doğru ein?

      Warum fallen mir, wenn ich mir einmal im Monat diese „Tagesschau“ ansehe, Begriffe ein wie Ignoranz, Arroganz, Dekadenz, Doppelmoral, Scheinheiligkeit und Heuchelei ein?

      Können Sie mir das erklären, Herr Ottono? Das können Sie mir doch sicherlich erklären oder etwa nicht? Wenn man die Tagesschau fragt, dann bekommt man darauf keine Antwort.

  12. Hier ist Litauen gemeint:
    „Der deutsche Imperialismus wird von den Nachfolgeorganisationen jener Hilfswilligen gestützt, die bereits 1941 zu Unterstützern des deutschen Drangs nach Osten wurden.“

    Hat sich der Autor dabei keine Gedanken über den sowjetischen/russischen Imperialismus gemacht, dem die baltischen Staaten 1940 zum Opfer fielen?

    Er sollte mal die Litauer fragen wer tatsächlich willkommen geheißen wurde. Die sowjetischen Eroberer 1940 oder die Deutschen die heute für die Freiheit von Litauen eintreten.
    Einfach mal drüber nachdenken, wenn es nicht zu viel verlangt ist.

    1. Ihre Beitraege sind teilweise so (zensiert), dass sie auch schon wieder unfreiwillig komisch sind.
      Toller Sprung in der Geschichte, wenn sie zuerst von der russischen Eroberung 1940 sprechen und dann zur heutigen Zeit springen, aber 1941 und die (groesstenteils begruesste) Eroberung 1941 durch Hitler-Deutschland mit all der litaischen Kollaboration und eigenstaendigen Judenverfolgung ausklammern.

    2. Mit Ihrem Kommentar stechen Sie hier in ein Wespennetz. – Osteuropa war schon in den 30igern hochexplosiv. Das Kleinkleckerland Litauen hatte drei ungemütliche Nachbarn, die SU, das Deutsche Reich und Polen. Polen hatte sogar ein Drittel mit Wilna annektiert, obwohl die Alliierten es Litauen zugesprochen hatten. Hinzu kam die Weltwirtschaftskrise und der Einmarsch der Sowjets. Kein Wunder, wenn dann auch die einfachen Leute durchdrehen, und zwar schon vor dem Einmarsch der Deutschen. Sehr informativ ‚Bernd von Staden, Erinnerungen aus der Vorzeit‘ und für den Romanliebhaber ‚Sergiusz Piasecki, Der Geliebte der großen Bärin‘. Beide Bücher kosten heute richtiges Geld, ich habe sie vor Jahren für einen Euro gekauft. Wiki ist auch brauchbar.

    3. Klar, NS-Dtl. wollte Litauen ja auch die Freiheit bringen. Die Freiheit alles nicht litauische (ausgenommen Deutsche) u. jüdische zu erschlagen.

      1. @Fred
        Es gibt in Deutschland heute auch blaue Politiker einer blauen Partei, deren Namen ich hier nicht nennen möchte, die bezeichnen das braune deutsche Terror-Regime von 1933 bis Mitte 1945 inklusive Zweitem Weltkrieg, Holocaust, Endlösung, Endsieg, Euthanasie, Konzentrationslager usw. als „Vogelschiss“ der deutschen Geschichte. Ich würde das als riesengroßen braunen stinkenden Misthaufen bezeichnen und das ist doch wesentlich zutreffender.

        Und eines darf man dabei nie vergessen: Stalin wurde nie gewählt. Im März 1933 haben rund 44 Prozent der deutschen Wählerinnen und Wähler ihren eigenen Diktator gewählt. Aber 1945 konnte sich keiner mehr daran erinnern. Heute will sich keiner mehr an den Überfall auf Polen, Frankreich, Holland, Russland usw. und den „Endsieg“ in Stalingrad erinnern. Das könnte 2026 zu Verwirrung bei den deutschen Bürgern und Bürgerinnen führen und welche Regierung will schon verwirrte Bürgerinnen und Bürger, wenn es zum Endsieg nach Wolgograd geht oder?

  13. „Deutschland erinnert nur dann an die Opfer der eigenen Verbrechen in der Vergangenheit, wenn es darauf Kapital schlagen kann für seine Politik in der Gegenwart und Zukunft.“ Ja, da hat der Autor das Wesentliche auf den Punkt gebracht. In einem insgesamt lobenswerten Artikel.
    Nun hat man ebenso ein riesiges Holocaust-Denkmal errichten lassen, welkches de facto sagt, dass wir jetzt aber nie wieder so etwas wie Antisemitismus hören wollen. Auch nicht, wenn wie eben die Finanzierung der Muslimbruderschaft und somit des Terrors gegen Israel herauskommt. Und auch nicht, wenn Dienerchen gegenüber den islamischen Diktaturen Iran und Türkei gemacht werden. Nebst vorauseilender Wunscherfüllung.
    Polen hat es richtig erkannt. Die Ukraine hat sich nun offiziell zum Nazi-Staat gemacht, indem sie die Truppe der Kriegsverbrecher wieder aufgestellt hat. Wenigstens ein ganz kurzes Innehalten bei uns, mit der Überlegung, ob die Polen das nicht richtig sehen? Undenkbar.
    Die Ukraine ist damit tatsächlich ein Staat in der Tradition des Nazirassismus. Diese Kriegsverbrecher, die jetzt ausgebuddelt werden, sind seit Jahtren schon die, nach denen man Straßen und Plätze benennt. Und denen man gechmacklose Museen widemt, in denen diese Ganoven mit Wachsfiguren nachgebildet wurden. All das, um die Ukrainer endlich im Sinne des Faschismus gleich zu schalten. Die aber sind resistent. Sie wollen das nicht. Magere zwei Prozent wählen faschistiche Parteien.
    Was nun verallgemeinert heißt, dass Du im Jahr 2026 keinen Faschismus mit Zustimmung der Mehrheit aufziehen kannst. Erst mal ein gute Nachricht. Die schlechte ist, dass das Konstrukt dann mit äußerster Gewalt zusammengehalten wird. Was derzeit nur bei der „Bussifizierung“ zu sehen ist. In Wirklichkeit ist da mehr.

    1. das Konstrukt würde in sich zusammenfallen, wenn, ja wenn die EU-Staaten und insbesondere hier Deutschland sich wirklich entnazifiziert hätten, haben sie nicht und so wird in der Ukraine das toleriert was daheim nicht möglich war und ist.
      Und das alles, um Russland „endlich“ zu „besiegen“ ist das der feuchte Traum einer rechtsdrehenden, kriegsbesoffenen „Elite“?

  14. Wer wissen will, was unsere
    von „Intelligenz“ überschäumende „Elite“ heute so von sich gibt, wenn der Tag lang ist, der kann sich das mal durchlesen…..
    https://globalbridge.ch/collage-des-neuen-deutschen-groessenwahns-menschen-die-uns-regieren-menschen-die-uns-in-den-krieg-fuehren/
    Kostprobe Friedrich Merz:
    „Angesichts der russischen Bedrohung muss Deutschland eine ‚Sprache der Stärke‘ wählen.“ – „Wir haben Moskau ungeahnte Verluste und Kosten aufgezwungen.“ – „Wir sind nicht im Krieg, aber wir sind auch nicht mehr im Frieden.“ – „Nie wieder werden wir Deutsche allein gehen.“ (In einen Krieg.) – „Ich habe keine Veranlassung, Putin an irgendeiner Stelle Glauben zu schenken.“ – „Er ist ein Kriegsverbrecher. Es ist vielleicht der schwerste Kriegsverbrecher unserer Zeit, den wir zur Zeit im großen Maßstab sehen. Und wir müssen uns einfach darüber im Klaren sein, wie man mit Kriegsverbrechern umgeht. Da ist Nachgiebigkeit fehl am Platz.“ (Um Missverständnisse auszuschließen: Gemeint war der russische Präsident, nicht der Ministerpräsident eines befreundeten Landes im Nahen Osten!) – „Dieses Land befindet sich zur Zeit unter dieser Führung auf dem Tiefpunkt der tiefsten Barbarei.“ (Russland, nicht Deutschland!) – „Wenn Putin jetzt nicht gestoppt wird, dann macht er weiter. Und dann ist nicht nur die Ukraine in Gefahr.“ – „Wir stehen geschlossen hinter der Ukraine und unterstützen sie unerschütterlich bei der Verteidigung ihrer Freiheit, Souveränität und territorialen Integrität.“ – „Wir müssen den Druck auf Russland aufrechterhalten. Wir müssen ihn sogar erhöhen.“ – „Russland wird diesen Krieg nicht gewinnen.“
    Niemand aber auch wirklich niemand kann hinterher sagen
    Wir haben das nicht gewusst….!

  15. @Rubis 28. Juni 2026 um 8:55 Uhr
    Danke für den Link. Nachdem ich mich mühsam durch Novaks Artikel gekämpft habe – seine antideutschen Tiraden sind mir noch aus Telepolis-Zeiten vertraut –, brachte mich Ensels Artikel wieder auf den Boden der Tatsachen.

  16. Ukrainischer Oppositionspolitiker Dubinskyj warnt Trump: «Während Sie sich für Frieden einsetzen, arbeitet Selenskyj hinter Ihrem Rücken daran, ihn zu verhindern»

    https://weltwoche.ch/daily/ukrainischer-oppositionspolitiker-dubinskyi-warnt-trump-waehrend-sie-sich-fuer-frieden-einsetzen-arbeitet-selenskyj-hinter-ihrem-ruecken-daran-ihn-zu-verhindern/?

    Dieser offene Brief stammt vom ukrainischen Parlamentsabgeordneten Oleksandr Dubinskyj.

    Er richtet sich an US-Präsident Donald Trump und dessen Verhandlungsteam. Dubinskyj hat ihn auf der Plattform X veröffentlicht.

    Lassen Sie mich ganz offen sprechen: Diese Situation ist zum Teil das Ergebnis einer jahrelangen fehlgeleiteten US-Politik gegenüber der Ukraine, eines mangelnden Verständnisses der Vorgänge im Land und der Passivität der US-Botschaft.

    Gleichzeitig sind von Soros finanzierte Organisationen in der Ukraine erneut aktiv geworden.

    Ich mische mich nicht in die amerikanische Innenpolitik ein, aber selbst für mich ist es offensichtlich und klar, dass diese Gruppen kein Interesse daran haben, dass Präsident Trump den Krieg noch vor den US-Wahlen beendet.

    Amerikas Friedensbemühungen brauchen Verbündete und eine Stimme innerhalb der Ukraine. Wir sind bereit, diese Stimme zu sein. ALLES LESEN!!

  17. Eigentlich ein wichtiger Text, aber …

    Dagegen gilt es deutlich zu machen, dass das nationalistische Regime unter Putin nicht mit der Sowjetunion gleichzusetzen ist und auch nicht mit der Roten Armee, die Hitler-Deutschland besiegte.

    Das „nationalistische Regime unter Putin“, wie Herr Nowak sich ausdrückt, setzt sich doch auch selbst nicht gleich mit der Sowjetunion, obwohl es ja zumindest auf den juristischen Titel der Rechtsnachfolgerschaft verweisen könnte. Um sich diesbezüglich Klarheit zu verschaffen empfiehlt es sich beispielsweise die sehr kurze Rede Putins zum diesjährigen 9. Mai durchzulesen.
    Da hieß es u.a.: „Wir werden das Heldentum des sowjetischen Volkes (!) immer in Erinnerung behalten – dass es den entscheidenden Beitrag zur Zerschlagung des Nazismus leistete, sein Land rettete, die Welt rettete und dem totalen, gnadenlosen Bösen ein Ende setzte.“
    Und: „Die Nazisten griffen die Sowjetunion heimtückisch an und planten die Eroberung des Landes und seiner reichen Ressourcen, die vollständige Zerstörung unserer Kultur, unseres historischen Erbes und schließlich die Vernichtung, Versklavung und den Völkermord _am gesamten multinationalen sowjetischen Volk – nämlich allen Völkern, Nationen und ethnischen Gruppen der Sowjetunion_ (!).“

    D.h. die Putin-Administration tritt für Russland zunächst einmal einfach ihren Teil des historischen Erbes der SU an.
    Die gegenwärtig an der Macht befindlichen ukrainischen „Ethno-Nationalisten“ dagegen weisen dieses Erbe zurück. Deren offizielle völkische Geschichtserzählung (auch in den Schulbüchern) lautet etwa folgendermaßen: Wir, die Ukrainer, befanden uns damals unter einer Okkupation (im übrigen durch einen Bundesstaat, dessen Gründungsmitglied die Ukraine war und dessen höchste Positionen gerade auch Ukrainer besetzten), Die Deutschen haben mit den „Sowjets“ zwischen 1941 und 1944 einen Krieg geführt und „wir“ sind dabei zwischen die Fronten geraten. Die einen Ukrainer (mehrere Millionen) haben halt auf der einen Seite gekämpft und die anderen (mehrere Zehntausend) auf der anderen. Shit happens.
    Geehrt werden trotz in dieser sich „völkisch-zurückhaltend“ (Achtung: Oxymoron) gebenden Geschichtserzählung in der gegenwärtigen Ukraine nur die mehreren Zehntausend ukrainischen Faschisten, die mit den Nazis kollaborierten, woran man die Verlogenheit der Konstruktion, ihre Ausrichtung als Entschuldungserzählung für die ukr. Faschisten ablesen kann.

    Wenn Herr Nowak nun in seinem Artikel vom „Konflikt zweier nationalistischer Bewegungen“ etc. spricht setzt er (egal ob nun unbeabsichtigt) auch diese entgegengesetzten Haltungen zum Großen Vaterländischen Krieg einander – als gleichermaßen nationalistisch – gleich. Das ist offenkundig absurd.
    Ist es denn so schwer, gleichzeitig festzuhalten, dass die RF autoritär von einer kapitalistischen Oligarchie regiert wird UND zuzugeben, dass die „russischen Nationalisten um Putin“, wie Nowak sich ausdrückt, dennoch ungleich mehr für das Gedenken an die Rote Armee und den Erhalt der diesbezüglichen historischen Wahrheit tun, als all die „progressiven Initiativen“ in Deutschland, auf die Herr Nowak, der unbeirrt seinem „Zivilgesellschafts“-Fetisch huldigt, so gern verweist. Gerade wegen ihres Gedenkens an den Großen Vaterländischen Krieg muss sich doch die Putin-Administration beständig Vorwürfe des „Neo-Sowjetismus“ anhören.

    Abschließend kurz zum russischen Nationalismus. Natürlich wohnt jedem bürgerlichen Staat mehr oder weniger stark ausgeprägt ein Nationalismus inne. Aber, lieber Herr Nowak, wussten Sie, dass das Staatsvolk der RF nicht die Russen (russ.: Russkije) sind, so wie im Grundgesetz die Deutschen? Nein, es sind die „Rossijane“, was häufig übersetzt wird als „die Russländer“, also die Einwohner Russlands. Die Jelzin-Administration soll diesen Begriff eingeführt haben gerade um einen aufkommenden russ. Ethno-Nationalismus zu bändigen und die Minderheiten-Völker in der Föderation zu integrieren. Und daran wird, sehr zum Ärger der russ. Nationalisten, festgehalten – in allen staatlichen Dokumenten, Verlautbarungen usw. ist von Russländern die Rede und nicht von Russen.
    Wenig überraschend hat dieser furchbare Krieg dem russischen (Ethno-)Nationalismus Auftrieb gegeben, aber darüber werden heftige Debatten geführt. Hinsichtlich dieser Frage existiert noch eine „russische Zivilgesellschaft“ bzw. ist sie noch zugelassen.

    Grüsse

    1. Schade vielleicht, dass in anderen Nachfolgestaaten der UdSSR offenbar (oder gibt es dazu einfach keine Berichte, die es bis hierher schaffen?) wenig bis kein Bezug mehr auf die Geschichte und den Anteil an der Befreiung vom Faschismus genommen wird. Bzw.: Die Ukraine setzt da heute durchaus ganz andere Akzente, um es mal vorsichtig auszudrücken. Letzteres könnte natürlich auch eine Folge davon sein, dass Russland die Rote Armee ziemlich für sich vereinnahmt (hat) und man sich selbst davon eben abzugrenzen gezwungen sieht. Teils verständlich, traurig auf jeden Fall.

      Ein guter Artikel, auch mit der Kritik am der offiziell-russischen Geschichtsschreibung am Ende der Analyse.

      1. Schade vielleicht, dass in anderen Nachfolgestaaten der UdSSR offenbar (oder gibt es dazu einfach keine Berichte, die es bis hierher schaffen?) wenig bis kein Bezug mehr auf die Geschichte und den Anteil an der Befreiung vom Faschismus genommen wird.

        In so unterschiedlichen Staaten wie Belarus, Kasachstan, Aserbaidschan, Armenien, Georgien und den mittelasiatischen ehemaligen Sowjetrepubliken ist bis heute der 9. Mai als „Tag des Sieges“ ein gesetzlicher Feiertag. Dort finden zwar keine Paraden statt, aber die Menschen legen Blumen an den Gedenkstätten ab. Und die jeweiligen Präsidenten tauchen am 9. Mai gelegentlich in Moskau auf.
        Auch in der unabhängigen Ukraine wurde der 9. Mai bis 2014, also 22 Jahre lang, als „Tag des Sieges“ gesetzlich begangen. Im Jahre 2010 fand anlässlich des 65. Jahrestages in Kiew sogar ein Parade statt.
        https://www.youtube.com/watch?v=N1CW7OpCPSM

        Es kann also keine Rede davon sein, dass eine „russische Vereinnahmung“ andere Republiken am Gedenken gehindert hätte. Vielmehr sind durch den Maidan-Putsch in Kiew im Jahre 2014 die ideologischen Erben der westukrainischen Kollaborateure an die Macht gelangt. Die versuchten zunächst den 9. Mai als „Versöhnungstag“ zwischen westukr. Faschisten und Nachkommen der Soldaten der Roten Armee umzuwidmen. Hat nicht funktioniert – die Menschen legten weiter Blumen an den sowjetischen Gedenkestätten ab, auch wenn sie vom Wegesrad geschmäht wurden und ihnen rote Fahnen und dergleichen entrissen wurden.

        Im Jahre 2023 hat Selenski den Feiertag einfach abgeschafft. Nun wird am 9. Mai „Europas“ gedacht.

  18. „Es wird die Zeit kommen, da ein intelligenter Mensch nicht mehr sprechen kann, aus Angst, die Idioten zu beleidigen.“

    – Fjodor Dostojewski

  19. Die meisten Medien hierzulande sind da (erstaunlich) doppelzüngig: Setzt man die Sowjetunion von 1945 mit Russland gleich, ist die Richtung klar, da wird Geschichte „instrumentalisiert“. Dann gibt es auch den Turn auf die andere Seite: Da ja in der Roten Armee viele andere ‚ethnische Gruppen‘ (wie man die auch immer definiert) waren, kann man den russischen Anteil daran offenbar rausrechnen und den ukrainischen (der zweifellos nicht zu knapp existierte) hoch und gleichsam auch viel überstrahlend darstellend, damit es nicht so einseitig erscheint, dürfen auch noch Kirgisen oder Tadschiken dabeigewesen sein (Belarussen dann wiederum lieber nicht). Man nennt das Ganze aber am Besten gar nicht erst „Rote Armee“ sondern „alliierte Truppen“. Von da ist es dann nicht mehr allzu weit vom Geschichtsverständnis der EU-Außenbeauftragten.

  20. „Eine wichtige Rolle nahmen dort die ukrainischen Soldaten ein, die auch eine wesentliche Rolle bei der Befreiung des Vernichtungslager Auschwitz spielten.“

    Hr. Nowak will hier wieder den Humbug verbreiten das Auschwitz von Ukrainern befreit wurde nur weil die 60.Armee zur 1.Ukrainischen Front gehörte. Zur Bildung von Hr. Nowak ein Link zur 60.Armee(https://de.wikipedia.org/wiki/60._Armee_(Rote_Armee)) dort kann er auch erfahren das die 60.Armee bevor sie zur 1.Ukrainischen Front wurde zur Woronescher Front gehörte. Wurden alle Woronescher bei der Frontumbennung durch Ukrainer ersetzt(abgesehen davon das die Ukraine von Deutschland besetzt war)
    Aber vielleicht hat Hr. Nowak ja eine Liste der Soldaten der 60.Armee vom Zeitpunkt der Auschwitzbefreiung und kann sie mir zur Verfügung stellen so daß ich seine Behauptung überprüfen kann.
    Zum russischen Nationalismus hat ja Besdomny schon gute Informationen geliefert.

  21. Was bitte können aufgeklärte demokratische Bürger erwarten von einem Deutschland, in dem der Widerstandskämpfer Georg Elser, der 1939 mit seiner Bombe im Bürgerbräukeller den bislang größten deutschen Terroristen aller Zeiten in die Luft sprengen wollte, um den Zweiten Weltkrieg zu verhindern, rund vier Jahrzehnte lang totgeschwiegen wurde und das, obwohl sein Name nach seiner Verhaftung an der Schweizer Grenze 1939 in jeder deutschen Zeitung stand?

    Kein Problem hatten die Deutschen 1945 nach dem Krieg mit dem „Widerstandskämpfer“ Oberst Graf von Stauffenberg, der einen Eid auf den bislang größten deutschen Terroristen aller Zeiten leistete und jahrelang beim Krieg gegen Russland mitmachte bis er erkannte, das der bislang größte deutsche Terrorist aller Zeiten militärisch ein strategischer Versager war.

    Man sollte mal auf den Marienplatz in München (Bayern) gehen und 5.000 deutsche Bürgerinnen und deutsche Bürger mit deutscher Nationalität und deutschem Reisepass fragen, wer Georg Elser ist:

    1.933 antworten mit „nein“ und fragen, bei welchem Fußballverein der spielt,
    1.888 sagen, sie hätten keine Zeit, weil in ein paar Minuten im Fernsehen „Kuh sucht Ochse“ läuft,
    699 sagen, sie müssten ganz schnell nach Hause, weil der Russe vor der Tür steht, und
    466 verstehen die Frage nicht, weil sie kein deutsch können.
    1.933 +1.888 + 699 + 466 macht? Jedenfalls bleiben da nicht viele übrig.

    R.I.P.
    Georg Elser
    ermordet im April 1945 im KZ Dachau, Bayern

    PS: Fragen Sie mal einen Bekannten oder Verwandten, ob er weiß, wer Georg Elser war.

  22. Die „pösen“ Russen haben einem jungen, 19 jährigen deutschen Kriegsgefangenen 2x das Leben gerettet. Einmal war er bei der Arbeit im Steinbruch (am schwarzen Meer) fast erfroren. Eine russische Ärztin spendete ihm Blut!
    Das zweite Mal saß dieser Kriegsgefangene in der Ecke, nicht mehr fähig, aufzustehen, weil er die Ruhr hatte. Ein russischer Soldat „zwang“ ihn, starken schwarzen Tee zu trinken, Kaffeesatz zu essen und gab ihm trockenes Brot. Der Kriegsgefangene überlebte, verbrachte aber insgesamt 6 Jahre in Lagern am schwarzen Meer. Dieser Kriegsgefangene war mein Vater! Mein Vater schickte mich auf eine Spezialschule für Sprachen – speziell Russisch. Ich durfte die Mentalität dieser gastfreundlichen Menschen kennen lernen, lese große russische Literatur im Original… Auch diese Erlebnisse sollten wir erinnern!

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