Der smarte Kronprinz und die bösen Mullahs

Muhammad Bin Salman im November 2025 zu Besuch bei Donald Trump. Bild: Weißes Haus

 Der Krieg gegen den Iran und die Verblödung des Publikums.

 

Diese Tage war eine Sendung von Jan Böhmermanns „Magazin Royal“ Saudi-Arabien und seinem Herrscher Muhammad Bin Salman gewidmet. Eine gelungene Satire. Aufhänger war ein international besetztes „Comedy-Festival“ mit internationalen Comedy Stars, das in Riad stattfand: die Krönung einer „liberalen“ Öffnung dieser „absolutistischen Monarchie“ hin zu einem „land of progress“. Nach dem Aufstieg zur Fußball-Weltspitze mit dem Einkauf von Cristiano Ronaldo und der Ausrichtung der Fußball-WM im Jahr 2034 ein weiterer Schritt hin zum Vorzeigeland im Nahen Osten und, aktuell, zum positiven Gegenmodell zum Mullah-Regime im Iran – so wird der Welt weisgemacht.

Natürlich wird das Bild immer noch etwas von der von Böhmermann erwähnten Zerstückelung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi 2018 im Konsulat in Istanbul eingetrübt oder von der Verurteilung des saudischen Satirikers Abd al-Rahman zu 20 Jahren Haft oder des saudischen Wirtschaftswissenschaftlers Essam al-Zamil zu 15 Jahren Haft oder von dem Rekord von 356 Hinrichtungen im vergangenen Jahr, von dem Amnesty International berichtet.

Das wird mehr als wettgemacht durch neue Großzügigkeiten von Muhammad Bin Salman: Er gestattet seit einigen Jahren den Frauen, am Steuer eines Autos zu sitzen. Das ist allerdings kein neues Recht – Rechte gibt es in seiner absolutistischen Monarchie nicht, sondern ein jederzeit widerrufbares Geschenk des Herrschers an seine Untertanen. Um den Unterschied deutlich zu machen: Kurz vor diesem Geschenk endete der Versuch der saudischen Frauenrechtlerin Loujain al-Hathloul, dieses Recht zu erkämpfen, indem sie am Steuer eines Autos die Grenze von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Saudi-Arabien überquerte, mit einer Verurteilung zu sechs Jahren Haft. Hier Hintergrundinformationen zu den sogenannten „Reformen“ in Saudi-Arabien.

Aber was soll‘s: Seit der ersten Amtszeit von Donald Trump geben sich westliche Regierungen und Staatschefs in Riad die Türklinke in die Hand. Das Debut ging auch hier an Donald Trump, dessen ausgelassenes Tanzen bei einem Empfangsfest an der Seite von Muhammad Bin Salman sicher ein Höhepunkt seines Lebens bleiben wird.

Soweit zur Satire von Böhmermann. Und jetzt im negativen Kontrast dazu die „Islamische Republik Iran“: Eine in Blei gegossene Verfassung: an der Spitze ein gewählter „Wächterrat“, der den „Obersten Führer“ wählt. Darunter der in allgemeinen Wahlen gewählte Präsident – die Zulassung der Kandidaten wird allerdings vom Wächterrat entschieden – mit maximal zwei Amtszeiten von je vier Jahren – und darunter der vom Parlament gewählte Premierminister. Für das Parlament gilt das aktive und passive Wahlrecht für Frauen. Zwar sind im aktuellen iranischen Parlament („Beratungsversammlung“) nur 16 von 290 Abgeordneten weiblich. Dafür gibt es an iranischen Universitäten eine Quote für männliche Studenten, um das Übergewicht von Studentinnen (60 Prozent) zu korrigieren.

Alles in allem: Auch in der aktuellen schweren Krise des Landes und nach der Ermordung des Obersten Führers Chamenei durch Israel wird streng nach der Verfassung verfahren (in der Verfassung ist allerdings nicht vorgesehen, dass Donald Trump den neuen „Obersten Führer“ aussuchen darf).

Drängt sich die Frage auf: Was an der „Islamischen Republik Iran“ ist eigentlich so viel schlimmer als im absolutistischen „Königreich“ von Muhammad Bin Salman? Vielleicht die iranische Atombombe? Es gibt keinerlei Hinweise oder gar Beweise für die bevorstehende Entwicklung solcher Waffen. Die diesbezüglichen Behauptungen seitens Israel, über dessen existierende Nuklearwaffen und das Risiko ihres Einsatzes übrigens keiner redet (und gibt es etwas, das Netanyahu nicht zuzutrauen ist?), sind noch unglaubwürdiger als die seinerzeitigen erfundenen Beweise für die „Massenvernichtungswaffen“ Saddam Husseins im Irak.

Womit wieder einmal die Haltung der deutschen Regierung und die Berichterstattung der deutschen „Qualitätsmedien“ in den Fokus rückt. Um mit dem Aktuellsten anzufangen: dem jüngsten Auftritt des deutschen Kanzlers im Oval Office, wo er sich aufmerksam das „bashing“ von Donald Trump gegen den spanischen Regierungschef Pedro Sánchez anhörte, ohne jede Geste des Widerspruchs. Pedro Sánhez hatte doch tatsächlich den Überfall auf den Iran durch Israel und die USA als Verletzung des Völkerrechts bezeichnet, eine geradezu triviale Bewertung, und folgerichtig die Nutzung von US-Militärbasen in Spanien für diesen Krieg untersagt (groteske Bemerkung von Donald Trump vor seinem Gegenüber Friedrich Merz: keiner könne letztlich den USA verbieten, ihre Militärbasen in Spanien zu nutzen, wenn ihnen danach zumute ist – so etwas wie der Begriff „souveräner Staat“ hat offensichtlich im Gehirn dieses unter einer „narzisstischen Persönlichkeitsstörung“ leidenden Mannes keinen Platz). Kurz: noch ein erbärmlicher Auftritt des deutschen Bundeskanzlers.

Aber schon vor Beginn des neuesten Krieges löste die Berichterstattung „Hirnsausen“ aus. Da war von einer Anti-Mullah-Riesendemo auf der Theresienwiese in München die Rede, nach Polizeiangaben mit 250.000 Teilnehmern (fast so viel wie die historische bundesweite Nachrüstungs-Protestdemo im Bonner Hofgarten im Jahr 1981). Nach Untersuchung der SZ hatte die Polizei die Zahl, was selten vorkommt, mehr als verdoppelt. Starredner: der Sohn des verstorbenen autoritären iranischen Herrschers Schah Mohammad Reza Pahlevi, der durch einen von den USA organisierten Putsch gegen den Präsidenten Mohammad Mossadegh 1953 an die Macht gekommen war. Ausgerechnet dessen Sohn soll jetzt Iran in die Demokratie führen?

Was für eine Geschichtsvergessenheit: die Erinnerung an den Schah-Besuch in Berlin im Jahr 1967 mit massiven Protesten, bei denen Benno Ohnesorg erschossen wurde? Oder der von der SAVAK betriebene und über den Iran hinausreichende Repressionsapparat: SAVAK, nach dem Wort „Schah“ das zweite Wort, was einem in diesen Jahren zum Iran einfiel (wer wie der Autor in dieser Zeit den Iran besuchte, konnte das am eigenen Leib erleben und davon ein Lied singen). Kein Wort davon in den Medien.

Diese Ausführungen sind wohlgemerkt kein Plädoyer für das „Mullah-Regime“, sondern der Versuch, womöglich einige rationale Kriterien zur Einordnung der aktuellen Situation zurück zu gewinnen.

Eckart Leiser

Eckart Leiser, Prof. Dr., ist Privatdozent an der Freien Universität Berlin und arbeitet als Psychotherapeut in eigener Praxis in Saragossa (Spanien). Seine Arbeitsschwerpunkte sind die epistemologischen Grundlagen der Psychologie sowie strukturale Anthropologie und Psychoanalyse. Lehrtätigkeit in Frankfurt, Berlin, Mexiko-Stadt, Wien, Madrid, Saragossa und Buenos Aires.
http://userpage.fu-berlin.de/~leiser/
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73 Kommentare

  1. Die saudischen Shia (30% der Bevölkerung?) werden seit der Staatsgründung systematisch benachteiligt und haben im Moment die Armee in ihren unterentwickelten Städten stehen.

    1. In anderen Golfmonarchien ists noch schlimmer: In Bahrain stellten die Shias früher einmal die Mehrheit (55% in 1979, meint wikipedia).

      Die postmoderne Sklaverei wäre eine weitere herausragende Errungenschaft der Golfmonarchien.

    2. @emil
      30 % der Bevölkerung werden auch in Deutschland benachteiligt … Jeder, der offen für die AfD oder einfach nur gegen die Ukraine und für Russland ist …
      Die Armee ist in Deutschland unterentwickelt, darum kümmert sich die Geheimpolizei, auch Verfassungsschutz oder Staatsschutz genannt, um die Benachteiligten. Die Polizei hilft gerne morgens, diese Menschen zu wecken…..
      warum immer in die Ferne schweifen, wenn es doch vor der eigenen Haustür nicht viel anders aussieht …

  2. Der Mainstream ist halt so beruhigend. Wir haben alles im Griff. Wir sind die Guten.
    Deshalb dürfen Wir die Braunen und Schwarzen in die Steinzeit bomben, wenn es uns passt.
    Es ist schon eine prima Sache zur zivilisierten, weißen Herrenrasse zu gehören.

  3. Salman (…) gestattet seit einigen Jahren den Frauen, am Steuer eines Autos zu sitzen. Das ist allerdings kein neues Recht – Rechte gibt es in seiner absolutistischen Monarchie nicht, sondern ein jederzeit widerrufbares Geschenk des Herrschers an seine Untertanen.

    Wofür hält der Autor Rechte? Die sind GENAU DAS: widerrufbare Geschenke (eigentlich widerrufliche Lizenzen – bei Geschenken gilt immerhin „Wiederholen ist gestohlen“) der Herrschaft an die Untertanen.
    Auch sonst ist der Gehalt des Artikels mit „die Dinge sind gar nicht so, wie unsere Herrschaft und ihre Herolde sie darstellen“ erschöpfend beschrieben. Als Beispiel für die im Untertitel erwähnte „Verblödung des Publikums“ taugt er. (Ja, klingt nicht nett. Ist aber so.)

  4. Die Doppelmoral ist ein typisch westliches Prinzip in der Niedergangsphase dieses Kulturkreises….
    …..was der Artikel anhand eines eklatanten Beispiels gezeigt hat…q.e.d.

  5. Der Kollege Rechts sieht aus als käme er gerade von einer Prostatauntersuchung und der Kollege Links sieht aus als habe er sie durchgeführt…………….😂

    1. @notabene: Ja, der Kollege links vesteckt seinen immer noch dampfenden und stinkenden
      Mittelfinger der linken Hand. Der Kollege rechts kneift verbissen die Arschbacken und die
      Kiefer zusammen. An meinen Hintern lasse ich nur noch Klopapier, Wasser und Seife.

    2. Zwei, die so tun als ob sie lächeln würden, aber offensichtlich fällt es beiden schwer, weswegen es wie Maskerade aussieht, die überhaupt nicht „nett“ ist.

      Eher, als ob zwei Frankensteins „Lächelversuche“ machen würden.

  6. Worauf wirklich Verlass ist: wenn der Iran in die Kritik kommt, wird die Saudi-Kartre gespielt. Vom deutschen Fernsehen mit Böhmi. Und ganz sicher bei Overton.
    Könnte man dem Mann mal zuhören?
    https://x.com/SizweBansii/status/2027758957901861101

    Ich würde sagen, der hat mehr Durchblick als der ÖRR, die Medienblase und die linken Parteien. Der kapiert, was gespielt wird. Auch das mit der Atombombe. Von der israelischen fürchtet er sich nicht. Aber vor der iranischen. Weil allen klar ist, dass Israel sie nur defensiv nutzen wird. Der Iran halt nicht.
    Als die Huthis in Jemen an die Macht kamen, wusste er, was kommt. Er hat eine Koalition mit zehn anderen Staaten gebildet, denn es war klar, dass der Iran das nutzen würde, um sie zu beschießen. Natürlich ging das schnell zur Sache. Raketchen hier, Dröhnchen da. Natürlich will der Iran expandieren und er nutzt dazu seine Terroristen. Aufwachen!

    Nun war diese Koalition nicht in der Lage, die Huthis zu besiegen. Genau im Huthi-Gebiet gab es angeblich eine Hungesnot, genau dort, wo die Huthis ihre erstklassigen Waffen hinbrachten. Aber das deutsche Fernsehen voll auf Mullahkurs, machte Saudi-Arabien verantwortlich.

    Eben im Moment outen sich diese Mullah-Propagandisten. Das sind weit mehr als gedacht. Und den ÖRR haben sie voll unter Kontrolle.

    Ach ja, und Overton.

    1. @Artur_C
      Mal zu den Fakten: Im Iran gibt es 24 aktive Synagogen, nach der Verfassung werden die Rechte der Juden durch einen Abgeordneten im Parlament vertreten. In Saudi-Arabien gibt es keine Synagogen und keine Verfassung. Wie viele Präventivkriege hat Israel schon geführt, wie viel Terror hat es unter den Palästinensern angerichtet? Wie viele Kriege hat der Iran angefangen? Wer hat mehr Menschen auf dem Gewissen: Ayatollah Chomeini oder Ariel Sharon? Soviel mal zum Ländervergleich. Es gab großartige Israelis wie Abie Nathan, die ihr ganzes Leben dem Frieden gewidmet haben, aber die sind in Israel heute leider vergessen.

      Meine größte Sorge ist: In diesem Krieg werden die USA sich nicht einfach zurückziehen, wie in Vietnam, in diesem Fall könnten sie die H-Lösung wählen, H für Hiroshima. Zur Verteidigung Israels, na klar. Gegen die Bösen ist jedes Mittel recht. Der Iran hat bislang keine Atomwaffen – der Mann, den die USA ermordet haben, hatte von 30 Jahren eine Fatwa erlassen, die das untersagt. Aber Pakistan hat Atomwaffen. Und es ist durchaus möglich, dass die das Ende von Israel bedeuten könnten. Es sind genau Leute wie Sie, die Israel in tödliche Gefahr bringen. Rund 1.000 Israelis sind bei dem Überfall der Hamas ums Leben gekommen, rund 100.000 Palästinenser hat Israel seitdem umgebracht. Ein Verhältnis von 1:100 bei Strafexpeditionen, das kommt mir irgendwie bekannt vor. In welchem Kapitel des Geschichtsbuchs stand das noch mal? Vielleicht fällt es ihnen ja ein. Egal wie sie das in ihrem Paralleluniversum rechtfertigen mögen: Beliebt macht man sich damit nicht.

      1. @Stefan Nold: Das Vehältnis der Strafexpedition sieht noch schlechter aus, da von den
        etwa 1.130 beim „Hamasüberfall“ getöteten, ca. 600-700 von dem heranrückenden
        Millitär zusammengeschossen wurden, die mit Panzern in die Gebäude geschossen haben,
        in die die Festivallteilnehmer geflüchtet sind. Übrigens soll der Veranstaltungsort deshalb
        an die Grenze verlegt worden sein, weil des Festivall quasi ein Protest gegen das Netanjahu
        Regime sein sollte.

      2. Ach ja, halt das Immergleiche, das Du aus dem Fernsehen hast. Aber dieser MBS sagt nun etwas ganz anderes. Wird ignoriert.
        Nur mal zu den Synagogen. Die Mullahs wollen nicht Nazis genannt werden und sie haben hier ein wolfeiles Feigenblatt. Dieser Abgeordnete darf da sitzen, wenn er immer feste die Vernichtung Israels fordert. Überhaupt hat sich die Zahl der Juden in Iran von 80-100.000 auf ein Zehntel reduziert seit 1979. So doll ist das offenbar nicht.

        1. @Artur_C: Sie behaupten, ich hätte meine Informationen aus dem Fernsehen. Dabei sehe ich schon seit Jahren keine Fernsehnachrichten mehr. Was ist das? Telepathie? Ich kenne mich im Übersinnlichen nicht so aus.

          Aber jetzt mal im Ernst
          Israel und seine Lobbyisten haben es mit ihrer verbrecherischen Politik fertig gebracht, selbst ihre treuesten Unterstützer zu entschiedenen Gegnern zu machen, Leute wie Douglas Macgregor, die früher die IDF beraten haben und sich heute mit Abscheu von Israel abwenden – vom Rest der Welt ganz zu schweigen.

          Vor 60 Jahren, im 6-Tage-Krieg hatte Israel noch das David-Image und genoss trotz seiner terroristischen Anfänge große Sympathien. In den Augen der Welt war Israel damals das Land, das die Wüste zum blühen brachte, heute ist es das Land, das kleine Kinder qualvoll verhungern lässt. Abie Nathan hat damals einen anderen Weg gewiesen:

          https://globalbridge.ch/in-memoriam-abie-nathan/

    2. meinst du so defensiv (und möglicherweise präventiv) wie den krieg, den sie gerade vom stapel lassen? na dann hoffen wir besser mal, dass die angeblichen israelischen atombomben überhaupt nicht genutzt werden, nicht so präventiv und defensiv wie die von ihrem herrchen 1945.

    3. Stimmt, den ÖRR haben die Mullahs voll unter Kontrolle. Und vor den Israelis muss niemand Angst haben, die führen keine Angriffskriege, sondern bekämpfen nur Terroristen. In Beirut, Damaskus, Teheran… In den letzten Tagen war ich ein wenig ins Zweifeln gekommen, aber Artur hat mich wieder beruhigt.

    4. Es gibt keine iranische Atombombe.
      Warum wir Artur mit dem große C nicht gelöscht???
      Es verhält sich mittlerweile bei Overton wie auch in den Mainstreammedien.
      Diejenigen die Recht haben werden Zensiert und die Propagandisten dürfen weiter ihren Mist verbreiten.

    1. Aehm, dir ist aber schon klar, dass Israel seine A-Bomben auf U-Booten (aus D btw) durch die Gegend schippert – es also unmöglich ist deren Zweitschlagsfähigkeit auszuschalten.
      Ein Erstschlag würde also zu 100% zur Verwirklichung der Samson-Option führen und ist daher nicht nur aus moralischen Gründen strikt abzulehnen!

      1. Ist gelöscht, Roberto und Overton möchten es nicht wahr haben, das Israel uns alle in den 3 Weltkrieg führen wird und wir deshalb unbedingt präventiv vorgehen müssen.

  7. Herr Professor, der Iran ist unser Feind, ergo ist er der Hort des Bösen.

    Saudi-Arabien und die anderen Golfmonarchien dagegen sind unser Freund (woher sonst soll all das Gas und Öl noch her kommen?), daher ist da alles in bester Ordnung.

    Ich weiss, das ist für Jeden der in diesem Jahrhundert den Iran bereist hat unverständlich (gibt bestimmt auch massenhaft vlogs für die welche die nervenden vlogger aushalten), aber es ist tatsächlich so simpel. Jegliche Graustufen oder, Jehova bewahre, gar Kontext, stört bloss die Propaganda.

    Schauen Sie sich einfach einmal das Beispiel Syrien an. Die Regierung Assad war alles andere als in Ordnung (hochgradig korrupt, Folter, etc), aber das Land war säkular, inkl Frauenrechten oder Religionsfreiheit: Ein Hort des Bösen.
    Jetzt herrschen die Islamisten von Al-Qaida (HTS, ehemals al-Nusra, ehemals al-Qaida) zusammen mit anderen Warlords (die alle auch korrupt sind und foltern lassen), die Frauenrechte wurden eingeschränkt und die Religionsfreiheit ist dahin: Herausragende europäische ähm.. Intellektuelle wie Annalena Bärbock reisen dahin um al-Golani die Füsse zu küssen (Hände schütteln mit Frauen nicht erlaubt).

    Interessante Zeiten, wenn ganze Gesellschaften über die Möglichkeiten verfügen sich selbst zu informieren (in das Land reisen oder sich über verschiedene Quellen darüber schlau machen), aber es bevorzugen weiterhin den Pfaffen (gerne als „Journalisten“ verunglimpft) hinterher zu dackeln und sich dabei auch noch Überlegen fühlen.

  8. Böhmermann?
    Warum immer wieder und wieder und wieder dieselben Artikel, Trump, Merz, und haste inicht gesehen.
    Klar, der Ukrainekrieg, der Krieg gegen den Iran, Israel….alles wichtig!
    Aber was denn sonst noch?
    Zu wenig Sozaipolitik, zu wenig Wirtschaftspolitik, zu wenig echte Systemkritik, viele Glossen statt echter Artikel z.T. seltsame Interviewpartner ( z.b. Gloria Thurn-Taxis, häh?), kaum Tagespolitik!
    Wir hatten ne Wahl in BaWü, verdammt noch mal!
    Dann kommt Ihr hier mit so einem…..?
    Wofür bezahle ich hier eigentlich, muss ich mich langsam mal fragen!!!

  9. Israel vernichten? Die Bewohner natürlich nicht, aber den Staat in seiner Struktur , seit 1948 auf Vertreibung, Enteignung, Besatzung und Apartheid gegründet, lieber gestern als heute zerstören! Und das wichtigste : atomar entwaffnen, ehe Bibi in seiner Skrupellosigkeiti auf dumme Ideen kommt!

    1. Ich war schon immer dafür Israel auf deutschen Boden zu verschieben, die Palästinenser sind nur durch Deutschland zu Opfern geworden. Deshalb wäre ein Israel in Deutschland, finanziert von den Nachkommen der Oligarchen die sich damals am jüdischen Eigentum fett gefressen haben, wie Mohn, Klatten und so weiter die gerechteste Lösung. Dann kommen die Israelis nur als Touristen und Wallfahrer nach Palästina, werden nicht gehasst und ein dauerhafter frieden ist möglich.

    2. @Dr.E.Schneider: Der Staat und seine Struktur, werden aber von einem großen Teil
      der Israelis hofiert. Bei den Terroraktionen gegen die Gasabevölkerung, haben sehr
      viele Israelis über die Ermordung der vielen Palästinänserkinder gejubelt. Wahrscheinlich
      müßten die Menschen ersteinmal einer intensiven Gehirnwäsche unterzogen werden.

  10. Es ist alles vergleichbar:
    Iran & KSA? Klar, kein Problem.
    Mullahs & Könige? Jederzeit!

    Allerdings macht nicht jeder Vergleich Sinn.

    Doch gelegentlich erzeugt er eine Halluzination davon. Diese fabrizierte Wahnvorstellung wiederum kann mittelbar verwendet werden, z.B. um festzustellen, dass es doch etwas Unvergleichliches gibt: Die deutschen, resp. westlichen Massenmedien.

    Na, vielleicht können die MSM doch verglichen werden, bspw. mit einem »freien Fall«, einem »Unfall«, »Fallobst« oder auch nur Fallali & Fallala.
     
     
    Anm. an die Redaktion:
    Ich will die KI Bilder zurück, die sind zwar ärgerlich, aber mir wird davon nicht übel.
     
     
    Danke.

      1. @ bismark

        Nun, es war vorher auch schon ein Laufstall, ein sortiertes Gehege mit einem kleinen und gut kontrollierten Abenteuerspielplatz, und seit 2020(!) ist der satirische Wupp kassiert und es gilt die Käfighaltung, da stimme ich Ihnen zu.

        Edit:
        „satirischer Wupp“ ist etwas verengend. Bis 2020 konnten Missstände in fernen Ländern kritisiert werden und so lange die Grenzen zwischen „Die|Wir“ eingehalten wurden, war alles in Butter. Das hat sich geändert, jegliche Kritik muss durch den Kanon abgesegnet sein.

  11. Diese ganzen Rohstoff Oligarchen sollte man zusammen in Erdloch stecken und das Loch dann zu betonieren.

    In dem Loch können die sich dann gegenseitig verhauen.

    1. »Rohstoff Oligarchen«?
      Warum nicht alle Oligarchen?

      »betonieren«?

      Nönönö, schön offen lassen, mit Kameras und so.
      Dann schicke ich meinen Humanismus auf Weltreise und werde neben dem Loch ein Wettbüro eröffnen. So haben diese Figuren eine „anständige Anschlussverwendung“ und die Asche könnte gespendet werden…

        1. Ich sehe nicht, dass IT-, Rüstungs- und Medienoligarchen wie die, die Trolle von Typ Ceeh auf die Menschheit loslassen, weniger kriegsgeil sind. Eher im Gegenteil. Sicher sind die US-, britischen, französischen etc. Oligarchen nicht abgeneigt, die Rohstoffquellen zurückzurauben, die ihnen die Neger und Kameltreiber weggenommen haben.Andererseits missfällt es ihnen, wenn Netanjahu und Trump die zerkloppen. Es ist immer etwas jenseits des Abstraktionsvermögens von Achtgroschenjungen wie Ceeh.

        1. Oh nein, bitte kein Circus Maximus!

          So als Idee: Sie müssen ja nicht alle gleichzeitig „auftreten“. Die Zeitspanne der Olympiade wäre wohl auch nicht hinreichend (vielleicht aber die klassische Anzahl der Disziplinen). Man stelle sich da eine ganze Saison mit Hin- & Rückrunde vor. Und wer dann noch nicht genug gesehen hat, hat ein ganz anderes Problem.

  12. Die deutschen Mainstreammedien sind klassische Propagandatröten mehr nicht. Die dort beschäftigten Propagandafacharbeiter können sich noch so oft als Journalisten bezeichnen und es doch nie sein. Nicht nur ARD & ZDF haben als einziges wahres Vorbild nur die deutsche Wochenschau zwischen 33 und 45. Bei den Printmedien ist es für die einen (Axel Springer und so) der Stürmer und für die anderen (SZ, FAZ, ZEIT) mehr so der Völkische Beobachter, aber das mit der Berichterstattung können sie alle nicht.
    Deshalb sind diese Medien reine Zeit- und Ressourcenverschwendung, ein verschwinden würde nur die Müllflut verkleinern.

  13. Der Faschist und Rassist Böhmermann hat gerade noch gefehlt, wenn er in Herrenvolkpose „Satiren“ über die minderwertigen ziegenfickenden Rassen ausscheidet.

      1. Was dieser Böhm..ann auch immer ist: er ist ein Systemling, gehört darum zu den „Guten“, weswegen die Systemtoleranz ihm gegenüber sehr gross ist.

    1. @ aquadraht

      Der Faschist und Rassist Böhmermann…

      Nein. Pseudo-Idealist, selbstverliebter Egomane, dummdreister Zyniker, allzu selbstsicherer Schwachkopf.
      Aber kein Faschist oder Rassist.

      aquadraht, irgendwie hast du immer nur die gleichen zwei bis drei Ausdrücke zur Beschreibung der dir missliebigen Personen.

  14. Narzistische Persönlichkeitsstörung…. Also populistische Ferndiagnosen sind mir schon ziemlich suspekt. Aber es lässt sich wohl nicht übersehen, dass Donald Trump dem Benito Mussolini immer ähnlicher wird…

    1. Sicher, solche Ferndiagnosen sind Blödsinn. Aber man muss kein Psychiater oder Psychologe sein, um festzustellen, dass Trump strohdumm, laut und zunehmend irrational ist. Es mag auch mit dem, Alter zu tun haben, wie einige argwöhnen. Jedenfalls ist er offenbar ein Fall für Artikel 25,4 der US-Verfassung.

      Erschreckend ist auch sein Hofstaat, vor allem Hegseth und der tollwütige Graham.

      1. Die US-Verfassung gibts nur noch auf dem Papier. Je eher die aufhören dem Arschwisch nachzuweinen, desto eher raffen sie sich auf, etwas zu unternehmen. Sie brauchen halt eine neue Revolution, um diese Oligarchenparasiten loszuwerden.

  15. Der Shah, sein degenerierter Sohnemann und seine exil iranischen Anhänger im Westen sind den ukrainischen Banderistas und Rechter Sektor & Co Bazillen sehr ähnlich.

    Ein Haufen von naziähnlichen Rassisten die glauben sie wären die einzig wahren Nachkommen der ursprünglichen persischen Aryas, während die meisten Leute die heute tatsächlich im Iran leben minderwertig und genetisch verunreinigt durch niedere Rassen wie Araber and Türken sind.

    Ein bisserl wie die Ukronazis die glauben sie sind wahre Wikinger und nicht einmal richtige Slawen, geschweigeden verkappte Mongolen wie die Russkies.

    Ist natürlich ein totaler Haufen BS, zusammengeschustert aus pseudowissenschaftlichen, europäischen Rassentheorien des 19. Jahrhunderts, ohne jeden Bezug zu iranisch/persischer Geschichte, Kultur*, etc, auch nicht zu dem altiranischen „Arya“ Begriff.

    Viele hassen den Islam ganz allgemein, ja auch daran erkenntlich wie dem Pahlavi Junior das mit dem Kreuzzug den er sich herbei sehnt rausgerutscht ist.

    Jetzt bin ich persönlich ja kein Fan von irgendeiner abrahamischen Religion ganz allgemein und wenn wundersamerweise die Iraner kollektiv beschließen würden zum Zoroastrianismus zurück zukehren, der mir zugegebenermaßen beim Arsch sympathischer ist als Christentum, Islam und Judentum beim Gesicht, fände ich das durchaus erfreulich.

    Wird aber natürlich nicht passieren und das letzte was der Iran (und die Region und die Welt) gebrauchen könnte wäre diese schwerst gestörte Nazibaggage die versuchen irgendeine terroristische Säuberung/Kulturrevolution Anzeigetafeln während sie gleichzeitig Land und Leute bis hin zu deren Organen an den omnizidalen westlichen Gangsterkapitalismus verschachern.

    *Deutet auch nix darauf hin dass die damals eine solche Art von ethnozentrischer Blut und Boden Religion gehabt hätten.
    Jedenfalls steht nix dergleichen in den Gathas vom alten Zarathustra.

  16. Ein Problem bei Ferndiagnosen, wie sie Trump des Öfteren gestellt werden, ist, dass sie sein Handeln in gewisser Weise entschuldigen könnten – während sie gleichzeitig psychische Auffälligkeiten generell dämonisieren. Man trifft also genau die Falschen. Wenn man im „Fall“ Trump schon auf psychische Dispositionen hinweisen will, sollte man wenigstens klarstellen, dass sie von ihm gezielt als Teil einer strategischen Inszenierung genutzt werden. Ob sie echt sind oder nur gespielt, macht im Ergebnis keinen Unterschied.

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