Der planetarische Schädling homo non sapiens

Bild: Nasa/Artemis II

Die Tatsache, dass Menschen, die sich homo sapiens nennen, den Planeten überstrapazieren, ist bei offenem Verstand nicht zu übersehen. Der Klimawandel ist nur ein Symptom von vielen. Aber gerade, weil die Änderung des Klimas so deutlich geworden ist, wird immer mehr mentale Energie aufgewandt, die Aufmerksamkeit von dieser Realität abzulenken.

Der Kampf um die Aufmerksamkeit

Die größte mediale Aufmerksamkeit erregen Katastrophen und Kriege. Doch Katastrophen, wie Erdbeben, kann man nicht herbeireden, Kriege aber wohl und noch einfacher ist es, einen bereits bestehenden Krieg, jetzt den in der Ukraine, immer weiter zu finanzieren, anzutreiben und in die Länge zu ziehen und dann, mit dem Medienstar Wolodymyr Selenskyj, von einem Sieg über Russland zu phantasieren. Das können auch drittklassige und völlig unfähige Politikerinnen und Politiker, so wie alle banalen Schwätzer der Spezies homo non sapiens.

Trotz aller Ablenkungsmanöver durch Kriegsgeschrei ist, rein quantitativ, schon erkennbar, dass eine Population, welche die Erde so dominiert wie der Mensch zum größten Schädling für das System des Lebens wird oder schon geworden ist, es sei denn, sein Einwirken oder die Zahl werden deutlich reduziert.

Da der Mensch die Erde fast völlig beherrscht, kann es nur so geschehen, dass die Menschheit sich selbst, aus rationaler Einsicht, entweder einschränkt, oder aber, dass sie sich gegenseitig auslöscht, beispielsweise in einem globalen Atomkrieg.

Wo bleibt die höhere Intelligenz?

Diese Lösung der Selbstvernichtung, durch den totalen Krieg, wird offenbar von westlichen Regierungen und Organisationen, wie Nato und EU favorisiert, mit großem Einsatz von Geld und Medienmassage. Wie das mit der höheren Intelligenz, welche die Menschen sich selber zuschreiben, vereinbar ist, müssen uns diejenigen erklären, die täglich an der Rüstungsschraube drehen und mit ihrer Rhetorik nichts als Feindschaft und den Willen zum Krieg propagieren.

Absurdes Feindbild, absurdes Negieren

Die Kriegshetzer benutzen dazu das Feindbild Russland und behaupten, dass Russland sich demnächst mit militärischer Gewalt nach Westen ausdehnen werde. Dieser Gedanke ist, auch wenn er ständig repetiert wird, völlig absurd. Russland ist bereits das größte Land der Erde und Moskau hat, erst im Dezember 1991, die viel größere Sowjetunion aufgelöst, wobei der jetzige Staat Ukraine entstanden ist, mit der uralten, von Russen gegründeten Hauptstadt Kiew. Aber zu Russland gehören immer noch die riesigen Kältegebiete Sibiriens, größer als ganz Westeuropa, wo die globale Erderwärmung neue Möglichkeiten der Entwicklung und Besiedlung bietet.

Hier dagegen droht uns, wegen der zunehmenden Trockenperioden, jetzt auch mit Gewittern, fast ohne Regen, ein Zusammenbruch der Landwirtschaft. Die allgemeine Uneinsichtigkeit und Impertinenz geht so weit, dass Autofahrer in ihren schwarzen Limosinen, mit Klimaanlage, oder Biker mit laut knatternden Motoren, über die Straßen jagen, um der Hitze durch mehr Gas geben zu entkommen, anstatt endlich Energie einzusparen und die Erhitzung der Umwelt zu reduzieren.

Eskalation statt Reduktion

Es wäre Aufgabe europäischer und deutscher Wirtschaftspolitik und ein Thema der großen Medien, sich mit der konkreten Bedrohung durch Energie, Klima und Luftverschmutzung auseinanderzusetzen. Statt dessen konzentriert man sich ganz offiziell auf die Produktion weitreichender Drohnen, um von der Ukraine aus Infrastrukturen im Westen Russlands zu zerstören, bis irgendwann eine Gegenangriff kommt, beispielsweise auf entsprechende Industrieanlagen in Deutschland oder auf Transportwege in Polen.

Eine solche Eskalation wird von der deutschen Regierung und von der EU-Kommission ganz massiv provoziert. Wenn Russland dann, wie es Hardliner in Moskau, denen Putin viel zu milde ist, schon lange fordern, energisch zurückschlägt, hat man zwar wieder das Argument vom unprovozierten russischen Angriffskrieg zur Hand, aber was hilft das gegen einen real entfesselten Atomkrieg? Die westlichen Kriegstreiber treiben uns in Richtung der Selbstvernichtung.

Full Spectrum Dominance der USA

Ursprünglich gehen nahezu alle Trends, welche die Welt bedrohen, vom militärisch-industriellen Finanzkomplex der USA aus. Das US-Verteidigungsministerium propagierte noch 2020 die Full Spectrum Dominance, das heißt, die Forderung, auf dem Land, zur See, in der Luft, im Weltraum und im Bereich der Information, allen anderen Nationen überlegen zu sein. Auch die Russland zugeschriebenen Gelüste zur Expansion hat nicht Moskau, sondern der amerikanische Präsident Donald Trump ins Spiel gebracht. Er wollte Grönland annektieren und Kanada in die USA holen.

Diese spontanen Ideen basieren auf der richtigen Erkenntnis, dass die Verschuldung der USA für die Regierung in Washington unerträglich ist, weil sie bereits eine Billion Dollar Zinszahlungen pro Jahr erfordert. Eine unvorstellbare Größe, aber sie ist Realität. Das Finanzsystem der USA ist nämlich so strukturiert, dass die Staatsschulden, seit mehr als 100 Jahren, immer weiter ansteigen, weil es keine Tilgung der Schulden, sondern nur Zinszahlungen gibt. Das ist die Falle, in der auch Donlald Trump steckt.

Unprovozierte Angriffskriege, Expansionismus, Bedrohung schwächerer Länder, aggressive Militärpolitik, alles, was man Russland nachsagt, ist auf Seiten der USA längst Realität. Doch die in den Medien maßgebenden Politikerinnen und Politiker Europas und Deutschlands beharren auf dem traditionellen Feindbild der Atlantiker.

Lebendige Zukunft statt todbringende Kriege

Die Kriegshysterie kommt aus einem Kreis von engstirnigen der Finanzwelt, der Rüstungsindustrie und dem Militär eng verbundenen Propagandisten. Sie verhindert das Nachdenken, Diskutieren und Planen für eine lebendige Zukunft des homo sapiens, innerhalb der unterschiedlichen Staaten und Systeme, auf dem gemeinsamen Planeten.

Für den Lebensraum auf der Erde ist der dominierende homo non sapiens überflüssig und ebenso für die große Mehrheit der normalen Menschen. Das Fatale an der jetzigen Lage ist, dass der uneinsichtige homo non sapiens in den maßgebenden Ländern der Westlichen Welt die Politik beherrscht und die Machtpositionen besetzt hält.

Die Zusammenhänge zwischen Finanzmacht und Kriegstreiberei sind in dem neuen Buch von Rob Kenius deutlich und ausführlich dargestellt: Unbegrenzt und Expansiv !!! Finanzmacht treibt uns in den Krieg.

Rob Kenius

Rob Kenius kam während des Studiums der Physik zur Publizistik und wurde Chefredakteur der Studentenzeitung. Nach dem Diplom ging er in die wissenschaftliche Redaktion des WDR-Fernsehens. Die strenge Hierarchie des Senders war jedoch nicht seine Welt. Er arbeitete kurz für Reaktorsicherheit, als man ihn an das Innenministerium vermitteln wollte, um Argumente der Aromkraftgegner zu widerlegen, kündigte er. Seitdem ist er selbständig, als freier Publizist und im Musikgeschäft.

Rob Kenius übt auf seiner Webseite kritlit.de harte Systemkritk. Er schrieb für telepolis und war 2020 ein erster Gegner der Corona-Maßnahmen. Die politische Situation hat sich inzwischen enorm verschlechtert. Rob Kenius schreibt dagegen an, und wegen der Kommentare, besonders gerne für Krass&Konkret.
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12 Kommentare

  1. Es gibt keinen Klimawandel, es gibt nur ein veränderte Wetter, das menschengemacht ist indem es Geoengineering betreibt.
    Das ist auch schon alles.

    1. Der Unterschied zwischen Wetter und Klima ist etwas schwer verständlich, aber mathematisch einfach. Es gelten die gleichen Kriterien wie Temperatur, Windverhältnisse, Bewölkung, Luftfeuchtigkeit und Niederschläge (Regen, Schnee, Hagel). Aber Wetter und Klima spielen sich in einer völlig anderen Zeitdimension ab. Das Wetter ändert sich täglich, das Klima ändert sich in 30 Jahren. Dazwischen ist ein Faktor von 10.000.

      Wer das Wetter des Tages mit dem Smartphone erforscht, kann das Klima nicht beurteilen. Wer sich aber an das Wetter vor 30, 40 oder 50 Jahren erinnert, hat den Klimawandel selber erlebt. Diejenigen, die den Klimawandel bestreiten, tun dies entweder aus einem taktischen Kalkül oder einer modischen Attitüde heraus oder sie sind einfach zu jung, um die Zeitdimension von 10.000 Tagen zu erfassen.

      Grundsätzlich muss man genau unterscheiden, ob jemand vom Klima redet und das Wetter meint oder vom Wetter redet und daraus Schlüsse auf das Klima ziehen will. Bei einer solchen Ungenauigkeit der Begriffe gibt es keine Verständigung.

      Rob Kenius
      https://kritlit.de

  2. Es gibt Tage, da ist man des omnipräsenten Geflennes und Selbstmitleids überdrüssig. Krebs in einem Organismus ist ein Schädling, doch selbst wenn Krebs einen IQ von 2.500 hätte, würde er das vermutlich anders sehen. Alles eine Frage der Perspektive.

    Reptilien werden bezüglich ihrer kognitiven Fähigkeiten nahezu vollständig geboren, Kopffüßler auch. Vögel und Säugetiere sind strunzdumm, wenn sie das Licht der Welt erblicken. Bis sie eine annähernde kognitive Vollständigkeit wie ein Krake entwickeln, kann eine Menge schief gehen – und das passiert auch (vor allem beim Menschen, der nicht nur geistig besonders unfähig oder hilfsbedürftig ist bei seinem ersten Auftritt).

    Der Spitzenreiter, was die Ausrottung anderer Lebensformen angeht, ist zweifellos jene Cyanobakterie, die als erste O2 produzierte. Ich wüsste jetzt nicht, warum es mich persönlich beleidigen sollte, dass meine Spezies diese Topplazierung streitig macht. Konkurrenz ist toll, wird allseits goutiert und „The winner takes ist all“ ist ein suprakulturelles Mantra. Dass The Winner auch himself taken wird – was soll’s, Hauptsache Sieger.

    Am Ende wird auch der Mensch nicht jegliches Leben beenden.

    ”Ging er mit einem Wimmern oder mit einem Knall? Man weiß es nicht, aber der Mensch ging bewusst, wissend, sehend sowie mit Absicht und mit einer Krone.
    Masel tov.“

  3. Das Problem, wenn man den Menschen als „Schädling“ sieht, ist doch folgendes:

    Da könnte man doch glatt auf die Idee kommen, diese Schädlinge ausrotten zu wollen.

    Vielleicht mit einer Giftspritze ☠️💉, die man als „Impfung“ tarnt.

    Sorry, manchmal kommen mir komische Gedanken …

  4. Ah, der planetare Schädling Mensch. Was macht man mit Schädlingen? Genau. Und genau daran wird seit 2020 intensiviert gearbeitet. Ist vermutlich Teil der Engführung das zu ignorieren. Einfach zuviel Population, wen kratzt da ein Aufkommens- und Verteilungsmodus beim Zerstörungswerk, oder sowas wie die zugrundeliegnden systemischen Voraussetzungen. Etwas Kosmetik und schon wird das.

    Irgendwie entgeht mir, daß der Klimaveränderung wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Viel mehr wird viel Energie darauf verwandt, die Aufmerksamkeit dahin zu lenken und diese Monokausalität an einer weiteren Monokausalität festzumachen. Was dabei aber nicht so wichtig zu sein scheint, ist das Emissionsverhalten der größten Verursacher.

    Egal. Wachsen muß alles, jetzt eben greengewashed, ein greengewashtes Militär geht zwar nicht, vlt. geht das aber noch über Zertifikateverschiebung.

    Wen kratzt es wenn Gigatonnen von Waren über die Ozeane geschippert werden? Ramsch der nicht schnell genug veralten und kaputt gehen kann? Verseuchung von Gewässern und Böden? Wenn Böden veröden und versiegelt werden? Die Abholzung von Wäldern? Sinnfreie gewerbliche Immobilien en masse? Ein sinnfreies Personentransportwesen? Etc.. Und das alles weil jeder gegen jeden agiert und zuviel nie genug ist.

    Vlt. mal ein ganz banales und kleines Bsp. wie absurd das Ganze ist:

    Eco-warrior Leonardo DiCaprio was cruising around Ibiza with his girlfriend Vittoria Cerreti and pal Tobey Maguire aboard a lavish 1,300-ton superyacht owned by Zara’s billionaire founder. Spread across three decks, the 226-foot-long vessel charters for $650,000 a week.
    by Neha Tandon Sharma

    https://luxurylaunches.com/celebrities/leonardo-di-caprio-on-zara-founder-superyacht.php

    Oh, was wäre das Geheule groß wenn man bei den Bevölkerungsreduktionsschreiern beginnen würde die Population zu verringern. Vermutlich ebenso groß wie bei den Kriegsschreiern wenn sie selbst in den Unterstand müßten.

  5. Der Mensch ist Teil des Planeten Erde, des Sonnensystems, Universums.
    Da kann er ja schlecht ein Schädling sein, denn wir (Menschen) machen die Erde ja nicht kaputt (schaden ihr). Wir verändern sie möglicherweise.

  6. „Diese Lösung der Selbstvernichtung, durch den totalen Krieg, wird offenbar von westlichen Regierungen und Organisationen, wie Nato und EU favorisiert, mit großem Einsatz von Geld und Medienmassage.“

    Ja, mit Geld, welches sie nicht haben und folglich horrende Kredite benötigen, welche sie für andere, positive Dinge nicht bekommen würden.

    Motto: „Gib, gib, gib“! 🤑 Konsequenzen? Scheissegal, solange „Sondervermögen“ locken!
    💸💸💸💸💸💸

  7. Fein, dass es neben mir noch andere gibt, die anerkennen, dass die spezifisch menschliche Weise auf die vorhandene Umwelt zu reagieren, weder vom `lieben Gott´ noch von „Mutter Erde“ anerkannt wird. Menschen sind NICHT schlauer als anderes Getier. Sie haben es nur noch nicht gemerkt. Ist bei der bisher relativ kurzen Verweildauer auf diesem Planeten auch weiter nicht verwunderlich.

  8. Wie schnell selbst hier im Forum die Mehrheit weichgespült wurde, ist wirklich beachtlich…

    Im Vergleich zu euch ist selbst die Berliner Zeitung geradezu aufrührerisch und das ohne sich als Gegenpol zum Mainstream darstellen zu wollen. Ihr seit überflüssig geworden, wie vorher schon Telepolis. Es mag überzogen klingen, aber wundert sich tatsächlich noch jemand über die zunehmende Kinderlosigkeit? Ich nicht, denn wer will grosse Teile seines Lebens ausschliesslich für absehbares Kanonenfutter aufwenden? Für Nachwuchs braucht es in unseren Breiten Aussicht auf dauerhaften Frieden und nicht die Bundeswehr bereits in den Schulen zwecks Rekrutierung…

    Da lernen die Kinder schneller, wer „die Bösen“ sind als das sie auch nur ausreichende Schrift- und Rechenkenntnisse erwerben; und hier im Forum schaut’s mittlerweile genauso aus, nämlich kriegerisch…

  9. Innerhalb der westlichen Blase mag es so aussehen, als ob der Mensch die Erde verwüstet. Es ist aber der kapitalistische Mensch, der die Natur und seinesgleichen ausbeutet und verwüstet. Und da der Kapitalismus inzwischen die gesamte Erde beherrscht, sieht es entsprechend wüst aus.

    Im Kapitalismus (zumal im liberalen) handelt der Mensch zwangsläufig im Interesse des Kapitals und nicht im Sinne von Weisheit. Und natürlich handeln auch die Politiker im Interesse des Kapitals, das ist Staatsräson jeder bürgerlichen Demokratie. Da bleibt die Weisheit natürlich auf der Strecke. Sie wird sogar verteufelt als autoritär. Dann ist die Weisheit eben autoritär.

    Das Fatale an der jetzigen Lage ist, dass der uneinsichtige homo non sapiens in den maßgebenden Ländern der Westlichen Welt die Politik beherrscht und die Machtpositionen besetzt hält.

    Aber da gibt es doch Hoffnung. Dafür müsste man nur die westliche Blase verlassen. Der Kapitalismus (hier Google und IT) hat den Menschen doch neue Möglichkeiten zu Erkenntnissen zu kommen, erbracht. Und damit auch neue Potentiale für Freiheit eröffnet. (Mit Google meine ich die automatische Browser-Übersetzung von „exotischen“ Webseiten.)

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