
Wadephul trifft Lawrow am Rande der 81. Sitzung der UN-Generalversammlung in New York.
„Wo immer die vernünftigen Diplomaten hinkamen, bemühten sie sich …um ihr eigentliches Ziel, den Frieden … Die alte Diplomatie diente hauptsächlich der Pflege guter internationaler Beziehungen. Wenn die scheiterte, … zog sie sich zurück; denn der Krieg war in den meisten Fällen trotz und nicht wegen ihr gekommen.“ Lord Vansittart, The Decline of Diplomacy, 19501
1. Das Treffen
Johann Wadephul und Sergej Lawrow trafen sich am 26. September am Rande der 81. Sitzung der UN-Generalversammlung in New York. Laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, wurde das Treffen von deutscher Seite beantragt. Die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete, das Treffen habe „etwas mehr als 20 Minuten“ gedauert und die „bilateralen Beziehungen sowie die Lage in der Ukraine“ thematisiert.
Das letzte Treffen zwischen den Außenministern Russlands und Deutschlands fand am 18. Januar 2022 in Moskau statt. Damals leitete die grüne Bundesaußenministerin, Annalena Baerbock, das deutsche Auswärtige Amt. Ihr Besuch erfolgte vor dem Hintergrund einer zunehmenden Konzentration russischer Truppen an der Grenze zur Ukraine und Berichten der US-amerikanischen Geheimdienste über Russlands Vorbereitungen für einen Angriff auf den Nachbarn.
Wadephul äußerte sich gleich nach dem Treffen im ZDF dahingehend, dass es ihm wichtig war, der russischen Delegation unmissverständlich klarzumachen, dass Deutschland Aktionen wie den Drohnensabotageversuch am Flughafen Leipzig nicht toleriert. „Ich möchte auch nicht, dass wir Europäer den Amerikanern völlig freie Hand beim Dialog mit Russland lassen“, begründete er den Anlass des Treffens und fügte hinzu:
„Es bestehen in der Tat grundlegende Differenzen zwischen den Positionen unserer Regierungen, die ebenfalls angesprochen werden müssen. Während des Kalten Krieges gab es stets einen Austausch von Meinungen und Kontakte zwischen den Parteien. Und ich hielt es für richtig, jetzt die erste Gelegenheit für einen solchen Dialog zu nutzen.“
Wer glaubt, wird selig! Die ganze Zeit lehnte die Bundesregierung unter Kanzler Merz alle Gespräche mit der russischen Führung kategorisch ab. „Wenn es eine Chance gibt, mit Putin vernünftig zu reden, wenn es darum geht einen Waffenstillstand herbeizuführen, dann hat es zwei Bedingungen: Erstens muss es klar sein, dass es eine solche Richtung gibt und es geht nur mit den Ukrainern und nicht über die Köpfe der Ukrainer hinweg“, stellte Merz die Bedingungen für ein solches Treffen am 1. Juli 2025 in der TV-Sendung „Maischberger“ klar.
Die Bedingungen wurden nicht erfüllt und trotzdem traf sich Wadephul auf eigenen Wunsch mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow. Was ist passiert? Wo drückt denn der Bundesregierung der Schuh? Ist die Lage für die Ukraine an der Front derart dramatisch, dass die Bundesregierung sich gezwungen sah, das Gespräch mit dem Russen zu suchen? Oder war das Gespräch womöglich innenpolitisch motiviert, um den deutschen Wählern nach den katastrophalen Wahlergebnissen für die CDU zu zeigen, dass sich auch die Bundesregierung um einen Frieden in der Ukraine bemüht? Mitnichten!
Was die russische Seite betrifft, so konnte Lawrow seinen Ärger über das Treffen mit Wadephul kaum verbergen. Zuvor schrieb bereits Maria Sacharowa auf ihrem Telegram-Kanal, dass Wadephuls Mitarbeiter „verlangten, den Zugang für die Medien einzuschränken, keine Fragen zu stellen, seine Eröffnungsrede nicht aufzuzeichnen und ein Veto gegen die Veröffentlichung von Material zu verhängen“.
Offenbar war das Treffen für den „Diplomaten“ Wadephul derart unangenehm, dass er es am liebsten verbergen wollte? Wozu ist dann die ganze Show? Lawrow war jedenfalls, wie gesagt, sichtlich verärgert. Wadephul habe seinen Angaben zufolge die Notizen herausgeholt und Berlins übliche Position bekräftigt.
„Als wir uns trafen, bat ich ihn, mir kurz zu erklären, was er mitgebracht hat. Er zog einige Notizen hervor und verlas einen Text, der wortgetreu das wiedergab, was die deutsche Regierung täglich offiziell und öffentlich verkündet. … Ich habe nichts Neues daraus gelernt. Der Subtext war nämlich folgender: Ich bin zu Ihnen gekommen, ich habe mich herabgelassen, Sie zu kontaktieren“, berichtete Lawrow auf seiner Pressekonferenz.
Das nennt sich heute die deutsche Diplomatie. Wie peinlich! Statt Gespräche zu führen, liest der höchstrangige Diplomat der Republik seine vorbereitete Stellung vom Blatt ab, als würde er sich nicht trauen, seine Meinung im freien Gespräch zu äußern. In einem Punkt irrt sich Lawrow: Wadephul war nicht herablassend, sondern schüchtern. So sieht er auch aus wie graue Maus und ist als Außenminister eine absolute Fehlbesetzung in der Regierung Merz.
Nach Lawrows Angaben konfrontierte Wadephul ihn auch mit der in Leipzig entdeckten Drohne. Die deutsche Seite sei ohne Beweise für Moskau davon ausgegangen, dass sie russisch sei. „Sie sagten sofort, sie sei russisch, weil ‚höchstwahrscheinlich‘ die gängige Redewendung ist“, meinte Lawrow spöttisch.
Lawrow brachte diese Anschuldigungen im Zusammenhang mit der Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn. Seinen Angaben zufolge hätten mehrere Mitarbeiter des Konsulats Russlands Beteiligung an der Arbeit internationaler Organisationen in Bonn ermöglicht, darunter die Sekretariate der UN-Konventionen zum Klimawandel und zur Bekämpfung der Wüstenbildung. „Deutschland hat ein Gastlandabkommen unterzeichnet und sich darin verpflichtet, alles Mögliche zu tun, um das reibungslose Funktionieren dieser Sekretariate und der Vertreter der Mitgliedstaaten zu gewährleisten. Tja, das haben sie wohl vergessen“, fügte der Russe sarkastisch hinzu.
Wortbrüchig, unglaubwürdig und inkompetent ist heutzutage die deutsche Diplomatie, an deren Spitze der Nichtdiplomat Wadephul steht. Mit einem solchen Diplomaten kann die deutsche Außenpolitik heute keinen Blumentopf gewinnen.
2. Diplomatie ohne Diplomaten
Der französische Diplomat und Schriftsteller François de Callières (1645-1717) schrieb 1716: „Die Kunst der Verhandlung … ist so bedeutsam, dass das Schicksal selbst der mächtigsten Staaten oft davon abhängt, wie gut oder wie schlecht die Verhandlungen geführt werden und wie fähig der mit den Verhandlungen beauftragte Diplomat ist.“2
Heute stehen nicht so sehr die mächtigsten Staaten zur Disposition als vielmehr die Glaubwürdigkeit eines militärischen Bündnisses, deren Anführer fest daran glauben, dass es das mächtigste Bündnis aller Zeiten sei.
Um den Glauben an die eigene Unbesiegbarkeit geht es auch in den Verhandlungen zur Beilegung des Ukrainekonflikts. Das Problem dieser Verhandlungen ist, dass an ihnen viele Parteien mit völlig unterschiedlichen Machtinteressen, Zielsetzungen und Verhandlungstaktiken beteiligt sind.
Die Verhandlungstaktik der ukrainischen und europäischen Seite, die gemeinsam als eine Einheit auftritt, könnte man als eine Vernebelungstaktik charakterisieren, die eine Friedensbereitschaft signalisiert und einen Friedenswillen suggeriert, tatsächlich aber die Verhandlungen zwischen Russland und den USA torpediert und auf die Fortsetzung des Krieges setzt, solange die ukrainisch-europäischen Forderungen, die jenseits jeder Realität sind, nicht erfüllt werden.
Man könnte diese Verhandlungstaktik auch als die Kunst der Verschlagenheit bezeichnen, die viel Nebelschau betreibt und Sand in die Augen der Russen zu streuen versucht. Das stiftet zwangsläufig mehr Ärger als Klarheit, wozu auch gestreute Mediengerüchte und Desinformationen gehören. Ihr Ziel ist klar: Sie soll den Gegner verwirren, zermürben und gefügig machen. Mit einer solchen Verhandlungstaktik stößt man freilich bei Russen auf Granit.
Bei einem solch altgedienten und erfahrenen Diplomaten wie dem russischen Außenminister, Sergej Lawrow, ist eine derartige Nebelschau von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Lawrow ist ein zu harter Brocken, um mit ihm Schlitten zu fahren.
Verhandlungen mit den Russen waren immer schon ein schwieriges Unterfangen. Und sie werden noch dadurch verkompliziert, dass die Russen selbstbewusst aus der Position der Stärke verhandeln, zugleich aber ein tiefes Misstrauen zu ‚ihren‘ „westlichen Partnern“ hegen, da sie sich des Öfteren im Falle der Nato-Osterweiterung belogen und betrogen fühlen.
Darum lassen sie sich nicht von den taktischen Winkelzügen der EU-Europäer und/oder der Deutschen blenden. Russland beherrscht wie keine andere Großmacht die Kunst der Diplomatie, die im Land einen hohen Stellenwert genießt. Bereits das Zarenreich hatte der Diplomatie einen viel höheren Stellenwert eingeräumt als alle anderen Instrumente der Außenpolitik wie Krieg und Propaganda.
Im Gegensatz zum Zarenreich sah sich der junge Sowjetstaat in den ersten zehn Jahren seines Bestehens der Gefahr völliger diplomatischer Isolierung gegenüber. Er entzog sich dieser Gefahr, indem er England dazu brachte, in Verhandlungen über Handelsabkommen einzutreten, führte Verhandlungen mit Afghanistan, dem Mittleren Osten und Polen und nicht zuletzt Geheimverhandlungen mit Deutschland, die am 16. April 1922 in Rapallo zum Vertragsabschluss führte und am 24. April 1926 im Freundschaftsvertrag von Berlin bestätigt wurde.
„Erreicht wurden diese Erfolge zum überwiegenden Teil durch geduldige Verhandlungen und geschickte Anwendung der Methoden der klassischen Diplomatie, vor allem der Kunst, die Meinungsverschiedenheiten der anderen Mächte gegeneinander auszuspielen oder ihre Begierden und ihre Ängste herauszufordern. In der Anwendung der traditionellen Kunst des Feilschens erwiesen sich die sowjetischen Unterhändler zu dieser Zeit und später ihren Partnern – manchmal zu deren Überraschung – als ebenbürtig. Durch die sorgfältige Vorbereitung ihres Standpunktes noch vor Beginn der Verhandlungen … und durch taktisches Geschick … konnten sie oft in verwirrender Überlegenheit auftretten.“3
Über Molotows Gespräche in Berlin im November 1940 schreibt Paul Schmidt (Dolmetscher der deutschen Außenminister von Stresemann bis Ribbentrop, später auch von Hitler): „Auch in seiner Argumentation und Sprechweise hatte Molotow etwas mathematisch Präzises und unbeirrbar Logisches. Bei seiner diplomatischen Mathematik verzichtete er auf schmückende Wendungen und wandte sich wiederholt, als wenn er vor einer Klasse stünde, mit leichtem Tadel gegen die weit ausschweifenden und vagen Allgemeinheiten Ribbentrops und später Hitlers.“4
Bereits diese historische Skizze der russisch-sowjetischen Diplomatie zeigt, dass Russland heute auf eine reiche diplomatische Tradition zurückgreifen kann und sich verhandlungstaktisch und -strategisch eines Instrumentariums bedient, das in der Vergangenheit erfolgreich angewandt wurde und sich bewährt hat.
Unter Leitung eines altgedienten und erfahrenen Fuchses wie Sergej Lawrow, der Molotows „diplomatischer Mathematik“ mehr als ebenbürtig ist, wird die russische Diplomatie heute alles tun, um die angestrebten Kriegsziele lieber auf diplomatischem Wege zu erreichen und den Kriegshandlungen vorzuziehen. Andernfalls wird der Krieg unvermindert weitergehen und keiner wird daran etwas ändern können, vom Nichtdiplomaten Wadephul ganz zu schweigen.
Anmerkungen
- Lord Vansittart, The Decline of Diplomacy, Foreign Affairs, 1. Januar 1950.
- Zitiert nach Craig, G. A., Krieg, Politik und Diplomatie. Wien/Hamburg 1968, 280.
- Craig (wie Anm. 2), 307.
- Schmidt, P., Statist auf diplomatischer Bühne, 1923-1925, Bonn 1949, 516; zitiert nach Craig (wie Anm. 5),
307, FN 78.



Schon dumm, wenn man als Dummchen keine Frau ist. Dann hat man gar keine Unterstützer mehr. Deutschland hat sich mal wieder um 360° gedreht.
Ich sag es jetzt nochmal für alle.
Diese Kriege gehen letztendlich alle gegen UNS.
Das ist so gewollt und ist Teil der Agenda der herrschenden Klasse die von solchen Leuten der Funktionselite wie dieser ‚Wadephul“ erledigt wird.
die Nummer war doch an Lächerlichkeit nur schwer zu überbieten! Da wäre der Whatafool besser gleich zuhause geblieben.
Wann hat Putin das letzte mal „Alles nach Plan“ gesagt?
IMHO ist das schon ziemlich lange her, oder?
was hat das denn mit meinem Post zu tun?
Und wieder geht es an die Vervollständigung der 100 Zeichen
“
Während des Kalten Krieges gab es stets einen Austausch von Meinungen und Kontakte zwischen den Parteien. Und ich hielt es für richtig, jetzt die erste Gelegenheit für einen solchen Dialog zu nutzen.“
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Da wohl jemand den NATO-Doppelbeschluss vergessen.
Diplomatie setzt voraus, daß beide Seiten einander als Gleiche anerkennen und eigene Interessen verhandeln. Beides trifft auf den Westen derzeit nicht zu:
1. Wegen der völligen Unterordnung Europas unter US-Interessen haben die europäischen Länder keine eigenen Positionen über die sie verhandeln könnten.
2. Die USA sehen sich immer noch als Welthegemon, der keine Gleichen kennt und daher mit Verhandlungen nur prüft, unter welchen Bedingungen die andere Seite eventuell zur Unterwerfung bereit sein könnte.
Vor der Wende haben westdeutsche Politiker, bei aller grundsätzlichen Unterordnung unter US-Interessen, eigene Positionen entwickelt und vertreten. Da ergab es Sinn, wenn ein Genscher nicht aus seinem Flieger rausgekommen ist.
Als ich von der Sache gehört habe, war mir vollkommen klar, dass das seitens Wahdephul nur reine Show sein wird. So kann man sagen: „Wir haben des doch versucxht, aber Russland blockiert“. Aus meiner Sicht steckt kein ernsthafter Wille seitens der EU für einen dauerhaften Frieden dahinter.
Die EU hat ja noch nicht mal die Personalie für Verhandlungen geklärt. Es wurde mal kurz über einen Unterhändler der EU für Russland gesprochen, und als dann Moskau Gerhard Schröder vorschlug, wurde entrüstet abgelehnt. Und das Kallas nimmt ja außerhalb Brüssels eh keiner ernst. Als die mal nach Washington reiste, hatte der US-Außenminister plötzlich viel Wichtigeres zu tun und sagte den Termin ab. Die Liste ihrer Amtsreisen spricht Bände:
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_international_prime_ministerial_trips_made_by_Kaja_Kallas
Wenn ich mich nicht völlig verguckt habe, sind das ausschließlich EU- und NATO-Länder. Was für eine Diplomatin!
Wie so oft hat sich die Politik, hier die deutsche, hinreichend deutlich erklärt, warum sie ein derart überflüssiges Gespräch wollte: „Ich möchte auch nicht, dass wir Europäer den Amerikanern den kompletten Austausch mit Russland überlassen“. Angesichts von Präsident Trumps Vorstößen für trilaterale Friedensverhandlungen im Format USA, Russland, Ukraine sei es für Europa essenziell, außenpolitisch handlungsfähig zu bleiben und einen eigenen Platz am Verhandlungstisch zu sichern. Das wird die USA freuen!
Dass Wadepuhl als ‚Angebot‘ die bedingungslose Kapitualtion der RF einforderte, ist zwar im Sinne von Verhandlung wenig aussichtsreich, ist aber nun mal der Inhalt, mit dem allein die deutsche Staatsräson sich vorstellen kann, sich in das internationale Szenario als Macht mit Weltordnungskompetenz einzubringen. ‚Vernebelungstaktik‘ (Silnizki) ist da weniger zu erkennen, klarer kann man den ‚Friedenswillen‘ der europäischen Führungsmacht nicht aussprechen: Unterwerfung der RF im „Diktatfrieden“ (als Projektion auf den Feind mit seinen bösen Absichten werden solche Konzepte gerne wörtlich benannt!)
Ob man die Klugheit eines Außenministers Molotow gar so hoch hängen muss, weiß ich nicht, wenn ich auf die Ergebnisse blicke. Der Hinweis auf 1940 ist aber insofern sachdienlich, weil damit die gängige Auflösung derartiger Konstellationen im Raum steht. Wadepuhl und Konsorten wissen vielleicht selbst noch nicht so recht, wie sie den Widerspruch zwischen ihren sehr berechtigten Bedenken wegen eines ganz großen Krieges gegen ein sattes Nuklearpotential, ihren realen Mitteln und dem unbedingten Siegeswillen, der wohl nur militärisch zu realisieren ist, letztlich in eine aussichtsreiche Verlaufsform bringen wollen. Aber an der nötigen Kompormisslosigkeit fehlt es jedenfalls nicht. Schon das deutsche Gegenüber von Molotow war (als Porgnose fälschlich!) davon überzeugt, dass der entschlossene „rrrrrücksichtslose“ Vernichtungswillen die entscheidende Produktivkraft im Konflikt wäre.
„Wadephul trifft Lawrow“
Wadephul als Personalie steht exemplarisch für den Niedergang der CDU als Partei. Der Nichteinzug der CDU in den Landtag in MV erst kürzlich war auch eines von vielen Symptomen. Dass Wadephul für das Amt völlig ungeeignet ist, demonstrierte sich bereits in der herben Niederlage bei der Bewerbung Deutschlands um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Der Sitz im UN-Sicherheitsrat war eines der wichtigen aussenpolitischen Ziele Deutschlands, um angesichts der anhaltenden Kritik im Ausland an der deutschen „Israel-Politik“ das schwer angeschlagene Image Deutschlands etwas aufzupolieren. Nach Spielregeln in einer Demokratie Wadephul innerhalb von 48 Std danach zurücktreten müssen oder durch den Reichskanzler „zurükgetreten“ worden sein, denn das Scheitern dieses Projektes zeigte, dass Wadephul in diesem Amt keine aussenpolitsichen Erfolge erzielen kann. Für den Erfolg -und nicht für permanente Misserfolge- ist er in dieses Amt berufen worden. Der aktuelle Vorfall am Rande der Sitzung der UN-Generalversammlungist ist nur eine weitere Bestätigung seiner Inkompetenz. Lawrow stellte an diesem Tag in der Generalversammlung ganz klar, dass Russlands Krieg mit unverminderter Härte weitergehen und durch irgendwelche Verhandlungen, die womöglich andere gerne hätten, nicht unterbrochen werde. Es stellt sich daher die Frage, warum Wadephul dieses Treffen überhaupt suchte und was er sich von dieser Aktion versprach, nachdem Lawrow ihm auch noch eine Broschüre von Maria Sacharova mit russischer „Neuinterpretation von Butscha“ auf den „Verhandlungstisch“ legte. Selbst im Heute Journal gestern abend musste der Staatsfunk-Moderator im Inerview mit Wadephul schmunzeln, nachdem dieser sagte, dass er das Gespräch suchte, um Lawrow an Leipzig zu erinnern.
„Nach Lawrows Angaben konfrontierte Wadephul ihn auch mit der in Leipzig entdeckten Drohne. Die deutsche Seite sei ohne Beweise für Moskau davon ausgegangen, dass sie russisch sei. „Sie sagten sofort, sie sei russisch, weil ‚höchstwahrscheinlich‘ die gängige Redewendung ist“, meinte Lawrow spöttisch.“
Wörtlich sagte Lawrow übrigens „Highly likely“ – auf Englisch! Das ist in Russland mittlerweile ein geflügeltes Wort des Spottes über den Westen im Allgemeinen und die Briten im Speziellen. Der Ursprung liegt in den andauernden Vorwürfen der Briten, etwa im Fall Skripal. Da wurden ja auch nie Beweise oder wenigstens Belege vorgelegt, sondern alles war nur „highly likely“.
Wir erinnern uns an die Aussage der damaligen Premierministerin May, daß das Gift russisch sei, weil in der SU entwickelt, und daß daher die Russen binnen 48 Stunden erklären müßten, wie dieses „russische Gift“ nach England gekommen sei. Außer Russland könnte das ja keiner herstellen…. Nach den 48 Stunden wurden dann ohne weiteres Federlesen Dutzende russische Diplomaten aus Großbritannien und vielen EU-Staaten ausgewiesen. Ohne daß die Untersuchungen überhaupt nur angefangen hätten.
„Russland wird immer unser Feind sein“, so Wadephul.
Soll Russland mit so einem verhandeln der vor lauter Arroganz vermutlich nur die bedingungslose Kapitulationsurkunde im Gepäck hatte???
Das Treffen mit dem erzwungenen Händedruck für die westlichen MSM grenzt schon an …. (kann sich jeder selbst denken)
Gefordert sind Männer die etwas von Diplomatie verstehen und keine Feiglinge die sich aus Vassallentum hinter den USA verstecken aber sonst die große Klappe riskieren.
Merz und Wadephul können die Voraussetzung für Friedensgespräche und Frieden nicht schaffen, so Dohnanyi.
Das sege ich auch so, die wollen keinen Frieden, die wollen einen Sieg verkünden
„Deutsche Interessen? – Merz war empört!“ Max Otte im Gespräch mit Klaus von Dohnanyi
„Eine zentrale Frage zieht sich durch das Gespräch: Wie kann Frieden in Europa langfristig gesichert werden – und wer könnte in Deutschland die politischen Voraussetzungen dafür schaffen? Ein Gespräch über Frieden, Macht, nationale Interessen und die Zukunft Europas“
https://www.youtube.com/watch?v=-_HaDf-4nl4
Die vorgeschriebene Wirklichkeit ist: Wir sind die Guten und ihr die Bösen.
Fassbombe, MH-17, Butscha, Polonium, Nowitschok, unprovozierter völkerrechtswidriger Angriffskrieg, bla bla bla …
Was sollen die Russen denn machen, wenn der ganze Westen darauf beharrt, dass seine Propagandamärchen die Wirklichkeit wären?
Er ist Sozialrechtler ..
Was also soll Er hier bewegen können ?
Diplomatie zu Russland aber mit Milliarden Russlands Gegner unterstützen, was bitte soll da Diplomatie noch lösen können ?
Irgendwie tut Er mir da sogar leid, hätte Er auch Schwarze Meer Seeminengebiet baden können o))
Ich halte alles, was der Außenminister meines Landes tut und sagt für falsch. Aber ich bin weit davon entfernt, ihn für blöd zu halten. Deshalb habe ich keine Idee, was dieses Treffen bezweckt haben könnte. Die DPA versuchte schon mal, diese Clownshow umzudeuten und behauptete – was wirklich niemand überprüfen kann – Russland hätte das Treffen über einen ungenannten Drittstaat selbst angeregt und der Minister habe die Gelegenheit genutzt, den unerschutterlichen Standpunkt seiner Regierung deutlich zu machen. Sowas zu behaupten, war dem Minister immerhin zu blöd. Es ist wohl keine haltlose Spekulation, dass er beauftragt wurde. So hat er das dann auch abgewickelt. Gut, Mitleid mit ihm werden die Wenigsten der Leser haben. Aber dass es ihm ein Anliegen war, dem „Fachpublikum“ als Phrasendrescher präsentiert zu werden, glaube ich einfach nicht.
Dem Autoren des Textes glaube ich gern seinen Respekt vor Lawrow und das Personal, das auf „unserer“ Seite gegen ihn antritt, ist nur geeignet, das zu verstärken. Aber ehrlich, ich wünschte mir mehr professionelle Distanz statt einer solchen Eloge. Die Grenzen der Diplomatie sind auch am Wirken Litwinows, des bedeutendsten und fähigsten sowjetischen Diplomaten, aufzuzeigen. Er scheiterte mit seinen Versuchen, einen Ausgleich mit dem Westen gegen die aufkommende faschistische Gefahr zu finden. Diese Erkenntnis war keine Paranoia, sondern real und führte zu seiner Absetzung und zu Molotow. Das ist der Mann, mit dessen Namen für immer der Vertrag mit den Nazis Verbunden ist. Der ist zu recht immer kritisiert worden. Er ist aber ohne das Scheitern Litwinows am Widerstand und Hass des Westens gegen die SU einfach nicht vernünftig zu erklären.
Er war ein Bauernopfer von Merz Kapitalfraktion ..
Alles andere ergibt wirklich keinen Sinn, ihm fehlt jegliche Sensibilität in Sachen Russland , Harz4ler hätte da mehr erreichen können o))
„Ich halte alles, was der Außenminister meines Landes tut und sagt für falsch. Aber ich bin weit davon entfernt, ihn für blöd zu halten. Deshalb habe ich keine Idee, was dieses Treffen bezweckt haben könnte“
Es ging allein um Fotos und die Medien. Man wollte so tun, als sei man diplomatisch, und die Russen würden sich verweigern. Deshalb konnte Lawriw auch nicht ablehnen, obwohl er sicher ahnte, was (nicht) passieren würde. Er sollte Recht behalten . Und das hat er ja auch umgehend öffentlich gemacht. Die Zeit der diplomatischen Zurückhaltend ist lange schon vergangen. Zu oft hat man Russland betrogen. Wie das je wieder in Ordnung kommen soll, ist mir schleierhaft….
Um das peinliche Szenario gleich vor der Öffentlichkeit zu verbergen, hat die deutsche
Delegation vor dem Treffen verlangt, dass keine Presse zugelassen wird und es auch
keine Aufzeichnungen geben darf. So konnte Whatafool danach natürlich alles behaupten.
Allerdings: Dem glaubt auf diesen Planeten keiner mehr. Lawrow wird international von
Freund und Feind hoch geschätzt. Was der zum Gesprächsverlauf berichtete bleibt in der
Welt im Gedächnis. Am besten wäre, wenn sich Whatafool zu Amthor in den Strandkorb
setzt und die Sonnenuntergänge bis zu den hoffentlich bald kommenden Neuwahlen genießt.
Dann richtet er wenigstens keinen weiteren Schaden für Deutschland an.
Ich muss hier Silnizki widersprechen.
Fischer
Steinmeier
Westerwelle
Erneut Steinmeier
Gabriel
Maas
Baerbock
Wadepfuhl
Abgesehen von vielleicht Westerwelle (forderte Abzug der US-Atombomben aus DE) hat die Nicht-Diplomatie eine lange Tradition in DE. Das deutsche Auswärtige Amt war in diesem Jahrhundert nie was anderes als bloss eine weitere Pressestelle der USA.
Exakt!
Genscher noch dazu für die „Früher-war-alles-besser“-Typen. Der hat mit der Botha-Regierung noch Geschäfte einfädelte und hinterher behauptete, aber privat wäre er immer dagegen, gegen die Apartheid als Liberaler. Konnte er leider nichts machen als Regierungsmitglied. Der Baerbock kann man ohne Zweifel und leicht vorwerfen, dass sie nach oben gefallen ist. Aber der Genscher kam auch nur an den Posten, weil er der Chef der FDP war und der Juniorpartner der CDU. Dann kriegt man den Posten als Außenminister im Postenschacher. Das war schon damals ungeschriebenes Gesetz, was es eigentlich nicht gibt. Das haben die Grünen dann nur von ihren politischen Gegnern kopiert und gleich zwei Mal.
Außenminister muss man so auffassen: Als Chef-Staatsbeamter verkappter PR-Sprecher für deutsche Waffen- und Großindustrie. Dann passt es perfekt.
Putsch und Militärdiktatur in Ägypten durch General Sisi mit hunderten Todesstrafen für Regimegegner? = Großauftrag für Siemens
Genozid in Jemen? Perfekte Geschäftsgelegenheit mit Saudi Arabien! Kashoggi zersägt? Kleine Pause der Milliardengeschäfte und Umweg über „Drittstaaten“, also die anderen Ölscheichtümer.
Krieg in der Ukraine? Unsere Geschäfte mit Polen gehen hoch, Hurra! (und der Ukraine)
Genozid in Gaza? = Kooperation für Killerdrohnen mit Elbit, Hoffnung auf israelische Gasförderung vor Gaza.
usw.
Deutscher Außenminister ist nicht weit weg von israelischer Militärsprecher.
Wie war das noch? Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Prosit! Leider kann die Bundeswehr nicht mehr die moralischste Armee der Welt sein, denn das ist schon die IDF.
Liste der deutschen Chefdiplomaten dieses Jahrtausends: Westerwelle, Steinmeier, Gabriel, Maas, Bärenbock, Watepfuhl…
Man denkt immer, schlimmer geht nimmer. Und schon machen sie einem klar: schlimmer geht immer.
ich bin schon gespannt, wie sie den Aktuellen untertrumpfen. Phillip Amtor, Bernd Höcke?
Buchstaben.
Gilbert: Nun machen Sie uns nich noch Angst, dass es schlimmer werden könnte. Als
nächster segelt dann noch Anthor um die Welt. So wie er sein Büro ausgestattet hat,
könnte sein Dienstflieger bei Leuten wie Trump noch Neidgefühle erwecken.
Beim vorherigen Dingens scheint die „“menschliche““ KaahIiiih unter einem erneuten fatalErrorLössschZwang zu leiden.
Gut-neuer Versuch:
-Wat is’n Dampfmaschin? Da stellen wir uns mal janz dumm und sagen ’n Dampfmaschin, dat is e’ne jroße, runde, schwarze Raum.-
Es handelt sich -klar erkennbar- um eine (von vielen) PR-Aktion für einen Ergusss/Buch, der/das nicht speziell für dieses illustreMaaagaaazin kreiert wurde, aber wohlfeil angeboten wird.
Der hauptsächliche (aber konstant zunehmende klägliche)Rest an „“AufVerKlärung““ und seine Aus/Zielrichtung sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache, so man nicht auf beiden Augen taub ist.
Darum „“stellen““ wir uns auch heute mal janz dumm und fragen (!nicht!), wer für Inhalt/Kuaalität verantwortlich zeichnet, weil die Antwort evtl.irritieren könnte.Denn selbst die gescholtenen EmEsEm wären von allerhöchster und informativer Güte, könnten diese frei entscheiden, statt dass sich permanent, ungefragt und -gewollt die Falschen hineinzwängen und das UnterhaltungsLernProgramm „bestimmen“.
Aber wer wollte sehen, wenn es „e’ne jroße, runde, schwarze Raum“ gibt, in dem man sich denken kann, was je nach Tagesform oder -ausrichtung genehm ist.
„Russland wird immer unser Feind sein“, wer seinen Außenminister nach solch einer Aussage nicht aus dem Verkehr zieht, ist derselben Meinung. Das ist die Grundlage der Merz’schen Russlandpolitik! Vor diesem Hintergrund um ein Gespräch mit Lawrow zu bitten, verdeutlicht die Situation, in welcher sich die Regierung innenpolitisch befindet, in der die Russland- und Ukrainepolitik keine Mehrheit in Bevölkerung mehr hat. Die Regierung Merz steht und fällt mit dem Krieg in der Ukraine.
Lew: Es könnte viel schlimmer enden und Deutschland fällt mit dem Ukraineende.
Diese, unsere Regierenden haben sämtliche Hemmungen verloren. Die haben auch
nichts zu verlieren. Auch wenn sie alles in die Grütze gefahren haben, bekommen sie
immer noch ihre üppigen Pensionen. Da genügt ein Blick auf Merkel, die in Kolonne
mit 2 fetten Mercedecen kurz 600m zum Bäcker kutschiert wird und immer noch ein
riesiges Büro mit Angestellten im Kanzleramt hat.
Und das für mich erstaunliche ist, dass nach diesem ergebnislosen 20minütigen Diplomatietheater, ganz viele in den Medien, natürlich wieder auch im DLF, schnell ihre Antidiplomatieexperten vor die Mikrophone zerren. R. Kiesewetter hat schon gesagt, wofür er diesen Diplomatieausflug hält – eine gefährliche Entwicklung, die die Einheit des Westens in Frage stellt.
„Wo immer die vernünftigen Diplomaten hinkamen, bemühten sie sich …um ihr eigentliches Ziel, den Frieden … “
Ich verstehe, welcher professionelle Geist solche rundweg absurden Sätze produziert, aber ich begreife nicht, wie jemand, der außerhalb dieser spezifischen Geschäftswelt lebt, solchen Unsinn unkommentiert zum Motto nehmen kann.
Unterhandlungen beginnen dort, wo Verhandlungen aufgehört, oder von vorn herein keinen Platz haben, period.
Das Foto spricht auch Bände. Dem Fool springt die dummdreiste trotzige Frechheit aus dem Gesicht wie einem sonst stets unterlegenem Kind, die anderen der Delegation senken betreten und verschämt den Blick, vermutlich wohlwissend um die Unerträglichkeit des Ganzen. Und der Russ mag es kaum fassen. Und alle auf der teutschen Seite halten sich selbst die Hand. Bis auf den Fool. Die wollen alle 20 000 Meilen weit weg sein. An irgendeinem einsamen Strand wo niemand was wo diese Dumpfebackenrepublik überhaupt liegt.
In Deutschland regiert auf allen Ebenen die Unter-Mittelmässigkeit. In Unternehmen, in der Politik, in der Kultur.
Ich denke, wenn die russische Führung vertraut in kleiner Runde versammelt ist, laufen solche gemeingefährlichen Gernegroß wie Wadepfuhl und Merz unter dem Begriff „deutsche Nazis“.
9.7.2025:
„Merz erklärte heute im Bundestag im Hinblick auf den Ukraine-Konflikt, die diplomatischen Mittel zu seiner friedlichen Beilegung seien erschöpft“.
„Wir werden der Ukraine weiter helfen, auch gegen den Widerstand der politischen Linken und der russlandfreundlichen Rechten. Die Mittel der Diplomatie sind ausgeschöpft.“
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/bundestag-generaldebatte-132.html
Wie sollen die Russen mit der neuen „Herrenrasse“, die bereit ist, die eigene Bevölkerung ohne mit der Wimper zucken, zu verheizen, jemals Frieden schließen können?
@ 1211 um 13 Uhr 19 : In Österreich hat der Molotow einen besseren Ruf, nicht wegen des Cocktails, sondern wegen der Verhandlungen zum ö Staatsvertrag und dem Abzug der Sowjets