Der Krieg des 21. Jahrhunderts

Ukrainische Soldaten mit Kamikazedrohnen. Bild: @DefenceU

Zwischen nuklearer Abschreckung und digitaler Kriegsführung.

 

  „In allen Konflikten muss man zwischen der Prüfung der Kräfte (trial of force) und der Prüfung des Willens (test of will) unterscheiden. Diese Dualität fand in der berühmten Formulierung ‚Nur derjenige ist besiegt, der zugibt, besiegt zu sein.‘“ –  Raymond Aron, 19681

 

1. Der Atomkrieg ist tot, es lebe der Drohnenkrieg?

    „Atomkrieg oder Frieden – das ist die große Frage unserer Zeit. Deshalb ist es auch wichtiger zu begreifen, was sich in den Köpfen der ‚Kalten Krieger‘ in Washington abspielt“, schreibt Jürgen Bruhn 1983 und fragt inmitten der Nachrüstungsdebatte und der Furcht vor nuklearem Inferno: „Warum ist es in Europa zur akuten Atomkriegsgefahr, zur Nachrüstung gekommen?“2

   Das ist lange her. Die Nachrüstungsdebatte ist längst Geschichte und die Furcht vor einem Atomkrieg ist weitgehend verflogen. Die EU-Europäer haben vor nuklearem Inferno keine Angst mehr. Sie reden sich ein, die „Vogelscheuche“ Putin werde sich nie trauen, einen Atomkrieg vom Zaun zu brechen. Die atomare Bedrohung sei überholt, gehöre dem 20. Jahrhundert an und sei keine „große Frage unserer Zeit“ mehr.

Was zurzeit des „Kalten Krieges“ undenkbar war, ist heute Realität. Die nukleare Abschreckung ist in Frage gestellt und massiv geschwächt. Im Proxykrieg gegen Russland in der Ukraine setzen die EU-Europäer folgerichtig umso mehr bedenken- und furchtlos auf Eskalation und Konfrontation, ohne anscheinend Angst zu haben, nuklear angegriffen zu werden, als wäre Russland eine Bananenrepublik und keine nukleare Supermacht.

Dass der „Kalte Krieg“ auch „kalt“ geblieben und es nicht zu einer nuklearen Apokalypse gekommen ist, verdankt die Generation des „Kalten Krieges“ der nuklearen Abschreckung. Heute ist sie nur noch ein Schatten seiner selbst und daran ist allein schuld laut einem der renommiertesten außenpolitischen Experten Russlands, Dmitrij Trenin, das „Verschwinden der Angst“.

Bereits kurz nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine wies Trenin am 23. September 2022 auf das „Verschwinden der Angst“ (страх исчез) und deren Folgen hin. „Ich habe den Eindruck“ – meinte er in einem Interview, „dass wir zumindest in Europa Menschen sehen, die mit geschlossenen Augen auf den Abgrund zusteuern. Und das ist in der Tat äußerst gefährlich. Darauf gibt es nur eine Antwort: Holen Sie die Angst zurück!“3

In seiner umfangreichen, am 1. Mai 2026 in Russia in Global Affairs erschienenen Studie „Облик и характер войн новой эпохи“ (Form und Charakter der Kriege in der neuen Epoche) beklagte er sich erneut darüber.

Der Eindruck täuscht nicht, wenn man feststellt, dass Trenin und die anderen russischen Warner vor einer nuklearen Apokalypse gegen eine Wand rennen. Unbekümmert finanziert die EU den Ukrainekrieg und liefert dem Kiewer Regime mit einem illegitimen Staatspräsidenten an der Spitze, dessen Amtszeit bereits vor zwei Jahren abgelaufen ist, beinahe alle Waffen, die sie zur Hand hat.

Man fragt sich verwundert, wie viel Russenhass man haben muss, um furchtlos auf den Abgrund zuzusteuern. Ist es aber vielleicht etwas ganz anderes als nur Furchtlosigkeit, sondern einfach eine Selbstüberschätzung des eigenen militärischen Potenzials und eine Fehleinschätzung der tatsächlichen Lage an der „Ostfront“?

Wenn man in der letzten Zeit die Überschriften der Zeitungsartikel liest, so erwecken sie den Eindruck, als würden die ukrainischen Truppen beinahe vor den Toren Moskaus stehen. „Kiews Truppen gewinnen im Krieg die Oberhand“, liest man einen solchen propagandistischen Wochenendartikel im Handelsblatt von 29./31. Mai 2026, S. 6 f.

Und den Hauptgrund dieses vermeintlichen ukrainischen Siegesfeldzugs sehen die Autoren in den neuen Militärtechnologien. „Ukraine hat einen Vorteil bei Drohnen“, frohlocken sie und sehen darin Allheilmittel gegen die russischen Invasoren.

„Der Einsatz von Millionen Drohnen auf beiden Seiten hat dazu geführt, dass entlang der Front eine 30 Kilometer breite ‚Kill Zone‘ entstanden ist, in der jeder Infanterievorstoß umgehend gestoppt wird. Die Front bewegt sich daher kaum“, beteuern die Handelsblätter antifaktisch.

Die Realität an der Front sieht allerdings anderes aus. Wie der russische Generalstabschef Valery Gerasimov bereits am 21.  April 2026 erklärte, haben die russischen Streitkräfte zwischen dem 1. Januar und dem 21. April 2026 ca. 1.700 Quadratkilometer ukrainischen Territoriums erobert und die ukrainischen Truppen im Donbass weiter zurückgedrängt. Russen rücken in Richtung Slavjansk, Kramatorsk und Konstantinowka vor.

„Seit Beginn dieses Jahres sind mehr als 80 Siedlungen und über 1.700 Quadratkilometer Gebiet unter unsere Kontrolle gekommen“, berichtete Gerasimow. Russland kontrolliert nach Moskaus Angaben etwa 90 % des Donbass, rund 75 % der Regionen Saporischschja und Cherson sowie Teile der Regionen Charkow, Sumy, Mykolajiw und Dnipropetrowsk.4

Und es gibt keinen Grund, an diesen Angaben zu zweifeln. In Anbetracht neuer Militärtechnologien glauben die EU-Europäer oder tun so, als würden sie daran fest glauben, dass die „Kiews Truppen im Krieg die Oberhand (gewinnen)“. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und deswegen blicken die EU-Matadoren hoffnungsvoll und furchtlos in die Zukunft, ohne Angst vor russischen Warnungen zu haben. Ob sie sich da nicht irren?

2. Der „digitale Krieg“

    Die EU-Europäer haben dessen ungeachtet eine ganz andere Angst – die Angst davor, dass sie auf einen Krieg des 21. Jahrhunderts gar nicht vorbereitet sind. Und wenn schon die US-Amerikaner im Irankrieg gezeigt haben, dass sie auf einen solchen Krieg eher schlecht als recht vorbereitet waren5, was kann man da von Europa erwarten?

Wie der Ukraine- und Irankrieg zeigen, vollzieht sich vor unseren Augen ein Wandel von der Kriegsführung mit Kampfplattformen, die das 20. Jahrhundert prägte, hin zu einer Kriegsführung mit Softwarelösungen. Das neue Zeitalter der Informationssysteme hat dazu geführt, dass die Integration von Aufklärung, Zielerfassung, Zielzuweisung und Bekämpfungsfunktionen in Echtzeit auf dem Schlachtfeld entscheidend geworden ist.

Diese umwälzenden Veränderungen wurden von zwei russischen Militärexperten bereits vor einem halben Jahr theoretisch reflektiert und eingehend analysiert. Am 29. Oktober 2025 veröffentlichten der ehem. russische Generalstabschef Juri Balujewski (2004-2008) und der Direktor des Zentrums für Strategie- und Technologieanalyse Ruslan Pukhov in Russia in Global Affairs eine Analyse des Ukrainekrieges mit dem Titel „‘Цифровая война‘ – новая реальность“ (Digitaler Krieg – eine neue Realität).

Die Autoren sprechen in diesem Zusammenhang von einer „digitalen Kriegsrevolution“. Das auffälligste Phänomen ist dabei die sog. Drohnenrevolution, die die Formen der Kriegsführung grundlegend verändert hat. Alles spricht dafür, dass sich dieser Prozess weiter ausdehnen und vertiefen wird, da die Fähigkeit zur Eskalation des „Drohnenkriegs“ die Fähigkeit zur effektiven Abwehr dieser Waffensysteme übersteigt.

Das Entstehen einer breiten Zone totaler Zerstörung (20–30 km) von der Kontaktlinie entfernt, in der jeder Ausrüstungsteil und jeder einzelne Soldat durch FPV- Drohnen garantiert vernichtet werden kann, untergräbt das wichtigste taktische Prinzip: die Konzentration der Streitkräfte zum Angriff auf den Feind mit dem Ziel, die Front zu durchbrechen.

Stattdessen gilt die Zersplitterung der Streitkräfte; der Manöverkrieg mit Panzerdurchbrüchen weicht der Infiltration kleiner Gruppen (zwei oder drei Mann), um den Feind aus seinen Stellungen zu vertreiben. Die sog. Kontaktlinie ist in Wirklichkeit eine „Grauzone“ des Kampfes, in der die Gegner in unregelmäßigen Streifen positioniert sind. Belagerungen kleiner befestigter Städte dauern unter solchen Bedingungen monatelang. Das erklärt auch das langsame Vorgehen der russischen Streitkräfte.

Drohnenschwärme mit einer Reichweite von bis zu 100–300 km verwandeln das Operationsgebiet der gegnerischen Seiten in eine Zone ständiger Gefahr.

Die Miniaturisierung und Kostensenkung von Komponenten sowie die Entwicklung vernetzter Lösungen führen dazu, dass Kampfeinsätze von regelrechten Drohnenschwärmen unterschiedlichster Typen, Formen, Größen und Zwecke dominiert werden. Diese Drohnen werden immer kleiner und kostengünstiger, gleichzeitig aber immer größer in ihrer Reichweite und autonomer und vereinen Aufklärungs- und Angriffsfähigkeiten.

Das taktische Schlachtfeld und die rückwärtigen Gebiete (dutzende Kilometer von der Frontlinie entfernt) werden im Wesentlichen zu einer „Kill-Zone“. Ihre Bekämpfung wird daher die primäre Aufgabe sein. Bewaffnete Konflikte werden damit primär zu einem Kampf um die Lufthoheit durch Drohnen und die Streitkräfteorganisation muss sich folglich den Zielen und Vorgaben dieses Kampfes um die Luft- und Weltraumüberlegenheit anpassen.

Hinzu kommt eine der wichtigsten Folgen dieser Revolution: die Transparenz des Schlachtfelds, die beinahe zur vollständigen Auflösung des „Nebels des Krieges“ führt. Eine bedeutende Folge dieser „Transparenz“ ist die hohe Streuung und extrem geringe Dichte der Streitkräfte und ihrer Kampfformationen.

Die nahezu vollständige Transparenz des Operationsgebietes macht die Anwendung eines weiteren entscheidenden taktischen Prinzips – des Überraschungseffekts – fast unmöglich. Der berüchtigte „Nebel des Krieges“ hat sich praktisch aufgelöst. Unbemannte Luftfahrzeuge mit einer Reichweite von Hunderten Kilometern ermöglichen Angriffe auf Ziele tief hinter den feindlichen Linien, die zuvor nur mit Langstreckenraketen angegriffen werden konnten.

Infolge dieser Revolution hat die Rolle traditioneller Kampfsysteme deutlich an Bedeutung verloren oder sich grundlegend verändert. Ursprünglich für den Frontdurchbruch und den direkten Beschuss konzipiert, sind Panzer heute überholt und werden nun als selbstfahrende Artillerie eingesetzt.

Darüber hinaus sind sie selbst zu Zielen geworden, die aus großer Entfernung bekämpft werden können. Artillerie (insbesondere solche mit präzisionsgelenkter Munition) ist zwar weiterhin im Einsatz, aber hinsichtlich der Kosteneffizienz Drohnen deutlich unterlegen. Anstelle von Luftkämpfen konkurrieren Luftverteidigungssysteme mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern; Kriegsschiffe werden von unbemannten Booten (Marinedrohnen) angegriffen.

Die drastisch verbesserten Fähigkeiten zur Aufklärung, Zielerfassung, Zielzuweisung und präzisen Bekämpfung erhöhen die Verwundbarkeit von Truppen (von taktischen Einheiten bis hin zu operativen und taktischen Verbänden) sowie einzelner militärischer Ausrüstung erheblich. Dies macht es unmöglich, Streitkräfte und Ressourcen verdeckt in den Haupteinsatzgebieten zu verlegen und zu konzentrieren, wodurch sich die Philosophie des Truppeneinsatzes grundlegend verändert.

Die Informationsrevolution, die mit dem weitverbreiteten Einsatz des Starlink-Internets zusammen hängt, verändert ebenfalls Form und Charakter des Kampfes. Transparenz auf dem Schlachtfeld und die Zielzuweisung in Echtzeit machen ein direktes Feuer zugunsten eines indirekten Feuers überflüssig. Jahrhundertelang bildete direktes Feuer die Grundlage der Zerstörung und die Taktiken basierten im Wesentlichen darauf, dessen Effektivität zu gewährleisten. Heute ist es nicht mehr notwendig, den Feind direkt vor sich zu sehen.

Ziele können von jeder Entfernung erfasst und mit Präzisionswaffen (vorwiegend Drohnen) bekämpft werden, die außerhalb der Sichtlinie des Feindes eingesetzt werden. Die Überlebensfähigkeit und Kampfstabilität von ferngesteuerten, dezentralen indirekten Feuerwaffen und ihren Besatzungen sind jeder direkten Sichtwaffe weit überlegen. Dies führt zu einem grundlegenden Wandel in der Planung des gesamten Systems zur Bekämpfung des Feindes.

Drohnen haben somit einen wahrhaft revolutionären Einfluss auf die Militärwissenschaft. Einerseits beeinflussen sie einen Schlüsselfaktor wie die Konzentration von Streitkräften und Ressourcen, andererseits machen sie taktische Manöver zur Zerstörung von Zielen im Wesentlichen überflüssig. Diese grundlegenden Veränderungen in Taktik und Einsatzführung führen somit zu einer Überprüfung nicht nur der Kampfmodi, sondern auch der Truppenstruktur.

3. Eine Kriegsführungsrevolution

    Der Ukrainekrieg markiert das Ende einer fast hundertjährigen Ära, in der die mechanisierte Kriegsführung, wie sie für Industriegesellschaften charakteristisch war, vorherrschte. In diesem Sinne wird der Ukrainekonflikt zu einem ersten umfassenden bewaffneten Konflikt des 21. Jahrhunderts und kennzeichnet die vollendete Revolution in der Militärgeschichte – den Übergang zur „digitalen Kriegsführung“. Alle bereits deutlich erkennbaren oder sich abzeichnenden Trends werden sich im kommenden Jahrzehnt voraussichtlich weiterentwickeln und die Militärlandschaft nachhaltig verändern.

Der Versuch, die Realitäten des Übergangs zur „digitalen“ und „Drohnenkriegsführung“ mit den Bedingungen der mechanisierten Kriegsführung in Einklang zu bringen, beispielsweise unter Beibehaltung der bisherigen Rolle von Panzern und Panzereinheiten, wird lediglich zu einer Verringerung der Effektivität der Streitkräfte, ihrer Unzulänglichkeit für die neuen Kampfbedingungen sowie zu unnötigen Kosten und Verlusten führen.

Heute erreicht die Beschaffung von FPV-Drohnen auf beiden Seiten monatlich Hunderttausende Einheiten und ist damit vergleichbar mit der Produktionsmenge von Artilleriegeschossen. FPV -Drohnen, die buchstäblich in Schwärmen gegen jegliches sichtbare Militärpersonal vorgehen, haben sich zur primären Waffe entwickelt, um nicht nur Ausrüstung, sondern auch Personal zu zerstören.

Laut russischen Statistiken wurden Drohnen bis Anfang 2025 für über 70 Prozent der Abschüsse von Kampftruppen verantwortlich sein. Ihre Einsatzreichweite wächst stetig und übersteigt bereits mehrere zehn Kilometer, wodurch sie sich für die Bekämpfung von Artillerie, die Unterbrechung von Kommunikationsverbindungen, die Zerstörung der zweiten feindlichen Ebene und die Isolierung von Kampfzonen eignen. Zukünftig ist mit einer Verlagerung hin zu Gruppen- und Schwarmlösungen zu rechnen.

Es gibt drei Schlüsselfaktoren im Drohnenkrieg bezüglich ihrer Auswirkung auf die Organisation und den Kampfeinsatz der Truppen: (1) die Notwendigkeit einer extremen Streuung der Streitkräfte und Ressourcen bei sehr geringer Kampfformationsdichte; (2) eine drastische Zunahme der Zerstörungstiefe. „Totale Vernichtungszonen“, die mittlerweile dutzende Kilometer umfassen, machen es unmöglich, Truppen selbst innerhalb der operativen Tiefe zu manövrieren und zu konzentrieren.  (3) Der Drohnenkrieg erschwert die Truppenversorgung, die auf verwundbare Transportfahrzeuge angewiesen ist und relativ leicht angegriffen werden kann.

Diese drei Schlüsselfaktoren verlangsamen zwangsläufig den Vormarsch der Infanterie auf dem Schlachtfeld, was zur Veränderung des Kampfmitteleinsatzes führt. Je nach Situation werden Fußsoldaten, Motorräder und leichte Transportfahrzeuge ebenso wie gepanzerte Fahrzeuge und hochgeschützte Schützenpanzer mit hoher Feuerkraft eingesetzt.

Zwar sind auch schwere Schützenpanzer mit dem Gewicht von Kampfpanzern möglich; deren hohes Gewicht und die damit verbundenen Kosten sprechen aber für „Kompromissfahrzeuge“ mittleren Gewichts (30–40 Tonnen), wie z. B. den M2 Bradley, der sich im Ukrainekrieg als ideales Fahrzeug erwiesen hat.

Die Ausstattung solcher Fahrzeuge mit Drohnenabwehrfähigkeiten erhöht die Überlebenschance auf dem Schlachtfeld selbst in einem „Drohnenkrieg“. Die Armee der Zukunft wird daher nicht starr in verschiedene Teilstreitkräfte unterteilt sein, sondern eine maximal einheitliche, integrierte, multifunktionale Streitmacht darstellen, die in der Lage ist, unter allen modernen Kriegsbedingungen zu operieren.

Vier Schlüsselaspekte der taktischen Veränderungen bei der Anpassung der Truppentaktiken an die Erfordernisse der Drohnenkriegsführung werden dabei auf russischer Seite hervorgehoben:

(1) Der verstärkte Einsatz bodengestützter Robotersysteme, Loitering Munitions und schwerer FPV-Systeme zur „Robotisierung bestimmter Kampfprozesse“. Derzeit gibt es Bestrebungen, die Aufgaben von Angriffsoperationen und Feuerunterstützung vollständig auf Drohnen zu verlagern, um die Entdeckung von Angriffsgruppen zu verhindern.

(2) Der Übergang zu Aktionen durch eine große Anzahl von „verstreuten“ Gruppen minimaler Größe, bestehend aus nur 2 bis 4 Personen.

(3) Minimierung von Feuergefechten und Frontalangriffen auf Stellungen und generelle Reduzierung der Infanterieeinsätze gegen den Feind, wobei die Hauptrolle der Feuerunterstützung für Angriffsflugzeuge auf Drohnen verlagert wird.

   (4) Ein umfangreicher Einsatz von langsamen und schleichenden Infiltrationstaktiken durch kleine Gruppen, einschließlich der Verwendung von Tarnkleidung (Mäntel, Umhänge usw.), um so tief wie möglich ins Hinterland vorzudringen und die Drohnenbediener, Mörserbesatzungen usw. aufzuspüren und zu neutralisieren.

Die Zeit der „großen Bataillone“ ist mit anderen Worten vorbei. Ein Land, das diese Anforderungen nicht erfüllen kann, ist dazu verdammt, militärisch ins Hintertreffen zu geraten. Der Übergang zur „digitalen Kriegsführung“ zeigt, resümieren die Autoren der Studie, dass in diesem Jahrhundert der Schlüsselfaktor für die Entwicklung militärischer Fähigkeiten die Verbesserung der Rechenleistung ist. Die Entwicklung und Produktion von Rechenleistung und nicht territoriale oder Ressourcenkontrolle werden maßgeblich den Krieg des 21. Jahrhunderts prägen.

Die Entwicklung von Rechenleistung und der (auch weltraumgestützten) Netzwerke für Steuerung, Aufklärung, Zielerfassung und Datenübertragung wird die Schaffung globaler, automatisierter Aufklärungs-, Angriffs- und Verteidigungssysteme von enormer Dichte und Effektivität ermöglichen.

Insbesondere die Fähigkeit zur Abwehr herkömmlicher nuklearer Raketenangriffe könnte sich qualitativ verbessern, wodurch Raketenabwehrsysteme ein neues Niveau erreichen. Dies birgt wiederum das Risiko einer Entwertung von Atomwaffen und damit die oben angesprochene Schwächung der nuklearen Abschreckung.

4. Die denkbaren Kriege der Zukunft

„Die Kriege unserer Zeit spiegeln die Krise der amerikanisch zentrierten Weltordnung wider, die nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Ende von fünf Jahrhunderten westlicher Weltherrschaft entstanden ist“, schreibt Dmitrij Trenin in seiner oben genannten Studie „Form und Charakter der Kriege in der neuen Epoche“.

In Anbetracht dieser Krise ist es nur folgerichtig, wenn die Trump-Administration die Zeit zurückdrehen will und seit Beginn des Jahres 2026 fieberhaft versucht, die US-Hegemonie mit brachialer Gewalt aufrechtzuerhalten. Anders als bei der US-Hegemonie des „liberalen Internationalismus“ strebt Trump nicht an, eine ideologisch fundierte Weltordnung unter US-Führung zu etablieren, sondern ein „informal empire“ durch die Reanimierung des US-Imperialismus auf die Beine zu stellen6.

Anstelle der Ideologie des „liberalen Internationalismus“ tritt eine revitalisierte Expansionspolitik des US-Imperialismus des beginnenden 20. Jahrhunderts, dessen Credo man in einer prägnanten Formulierung eines der prominentesten Verfechter des britischen Imperialismus, Cecil Rhodes (1853-1902), wiederfindet: „Expansion is everything. … I would annex the planets if I could.“7

Im Gegensatz zu Trumps postmodernen Imperialismus und anders als während des „Kalten Krieges“ sind die geopolitischen Kontrahenten – Russland, China, Iran und Nordkorea – derzeit (noch) nicht geneigt, ein Militärbündnis zu bilden, um den USA koordiniert entgegenzutreten.

Moskau, Peking und Teheran sind bereit, nur ihre eigenen Interessen zu verfolgen und haben keinerlei Absicht, sich (zumindest direkt) in die Kriege anderer Länder einzumischen. Allein zwischen Russland und Belarus sowie Russland und Nordkorea gibt es Militärbündnisse. Zwischen Moskau und Peking besteht eine enge strategische Partnerschaft, wohingegen Indien eine dezidiert neutrale Haltung wahrt und es sich mit keinem verderben will. Da sind noch die Relikte der Vergangenheit spürbar, die auf die Bewegung der Blockfreien Staaten des „Kalten Krieges“ zurückgehen.

Das Irritierende an der derzeitigen weltpolitischen Lage ist, dass Krieg und Frieden, worauf Trenin hinweist, sozusagen gleichzeitig am selben Ort und zur selben Zeit stattfinden.  Während man im „Kalten Krieg“ davon ausging, dass ein Angriff unter dem Deckmantel von Militärübungen erfolgen könnte, werden heute Kriege, wie die Luftkriege gegen den Iran 2025 und 2026 zeigen, unter dem Deckmantel von Friedensverhandlungen begonnen.

Die Dynamiken der geopolitischen und geoökonomischen Veränderungen deuten darauf hin, dass die Chancen auf den Weltfrieden eher abnehmen, wohingegen die eines globalen Krieges eher zunehmen. Die Gefahr eines direkten Zusammenstoßes zwischen Russland und Europa nimmt zu. Gleichzeitig verabschieden sich die Nato-Länder von der Illusion einer garantierten US-Militärunterstützung im Konfliktfall mit Russland.

Um eine militärische Konfrontation mit Russland zu vermeiden, schiebt die Trump-Administration die Verantwortung für Europas Sicherheit auf die europäischen Länder ab.

Statt zu deeskalieren, setzen die EU-Matadoren nichtsdestotrotz bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf Eskalation. Zuletzt haben sich von der Leyen und Co. am 29. Mai 2026 theatralisch über den Drohnenabsturz unbekannter Herkunft in ein Gebäude in Rumänien empört und Russland beschuldigt, das EU-Land angegriffen zu haben, ohne freilich vorab eine Untersuchung unternommen zu haben.

Das hat den Krawall-Liebhaber, den Ex-Präsidenten Dmitrij Medwedew, auf den Plan gerufen und zur entsprechenden Reaktion veranlasst. Medwedew riet nämlich den EU-Führung, „den Mund zu halten“, und fügte hinzu, dass sich die Bürger der EU-Länder auf ähnliche Vorfälle einstellen müssten.

„Sollen sie sich nur bereit machen: Das wird so weitergehen. Es herrscht Krieg! Und die Bürger der EU-Länder werden, genau wie die Bevölkerung der Kriegsparteien, nicht ruhig schlafen können. Besonders dort, wo Drohnenproduktionsstätten für Banderas Truppen stehen. Also haltet den Mund. Das ist erst der Anfang!“, schrieb Medwedew.

Die EU solle die Diskussion über dieses Thema einstellen, da die EU-Länder „direkt am Krieg mit Russland beteiligt“ seien und der Ukraine Drohnen, Ersatzteile und Geheimdienstinformationen, die die ukrainischen Streitkräfte täglich für Angriffe auf russische Gebiete einsetzen, liefern.

   Medwedew betonte zugleich, dass auch die europäischen Staats- und Regierungschefs für den Terroranschlag in Starobilsk verantwortlich seien, wo 21 Teenager durch einen gezielten Angriff der ukrainischen Soldateska mit Drohnen getötet wurden.

Auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, warf der EU vor, den „Hype um die Drohne“ in Rumänien zu nutzen, um vom Angriff auf Starobilsk abzulenken. Wie man sieht, die verbale Eskalation zwischen Russland und Europa nimmt an Schärfe zu.

Russland kämpft zwar direkt gegen die Ukraine, der Krieg findet aber in Wirklichkeit zwischen Russland und der aus den 54 Ländern bestehenden Anti-Rissland-Koalition statt.

„Die Kriege unserer Zeit spiegeln die Krise der Weltordnung wider“, schreibt Trenin. „Das Entstehen oder die Wiederherstellung neuer Machtzentren auf globaler oder regionaler Ebene provoziert unweigerlich Versuche ehemaliger Hegemonialmächte, deren Aufstieg einzudämmen und ihre eigene Position zu stärken.

Die Kriegsgefahren, denen Russland ausgesetzt ist, sind vielfältig, doch ihr allgemeiner Charakter ist für die absehbare Zukunft klar. Sie stellen einen direkten oder indirekten Kampf gegen die Versuche westlicher Länder dar, Russland zu schwächen und, falls nötig, zu zerstören.“

Die größte Gefahr besteht mit anderen Worten in einem militärischen Konflikt zwischen Russland und der Nato-Allianz. Dieser könnte künftig in der Ukraine, im Baltikum oder in der Arktis ausbrechen. Erstmals seit dem Ende des Zweiten Krieges entwickelt sich Europa zur Hauptquelle militärischer Gefahren und konkreter Bedrohungen.

Sollte die Ukraine ein unabhängiger Staat bleiben, könnte Kiew einen solchen Krieg auslösen und aktiv daran teilnehmen. Auch die Gefahr einer Eskalation des langjährigen Konflikts in Transnistrien ist akut. Zu Russlands potenziellen Gegnern zählen laut Trenin Deutschland, Polen, Großbritannien, die baltischen und skandinavischen Länder, Finnland und möglicherweise Rumänien, wohingegen die USA sich voraussichtlich im Hintergrund halten, den EU-Europäern aber umfangreiche Hilfe und Unterstützung leisten werden.

Moskaus Gegner werden darüber hinaus versuchen, neue Fronten gegen Russland zu eröffnen und dabei Widersprüche und Spannungen mit seinen südlichen Nachbarn auszunutzen. In Asien besteht die Gefahr, dass Russland in den eskalierenden Konflikt zwischen China einerseits und den USA und ihren Verbündeten andererseits hineingezogen wird.

Im Falle eines Konflikts auf der koreanischen Halbinsel ist Moskau gegenüber Pjöngjang zur militärischen Unterstützung verpflichtet. Die Möglichkeit eines separaten direkten Zusammenstoßes zwischen Russland und Japan ist nicht ausgeschlossen, aber gering.

Die größte Gefahr für Russland und die gesamte Welt wäre jedoch ein militärischer Konflikt in Ostasien, an dem die USA, China, Japan und die beiden koreanischen Staaten beteiligt wären und in den auch Russland hineingezogen werden könnte. Viele würden jedoch versuchen, einen solchen katastrophalen Konflikt zu vermeiden.

Kurzum: Der Weltfrieden wird immer fragiler, der „lange Frieden“ (John Lewis Gaddis) in Europa ist akut gefährdet und wir sehen uns weltweit womöglich mit einer Epoche der neuen und langandauernden Kriege mit Friedenspausen dazwischen konfrontiert.

Ob all das eintritt, steht freilich in den Sternen. Es gibt nichts Undankbareres als Zukunftsprognosen. Denn sie sind nichts anderes als eine in die Zukunft projizierte Gegenwart. Und „Prognosen über die Zukunft könnte es nur geben, wenn es keine Zukunft mehr gäbe“8, sondern einzig und allein eine immerwährende Gegenwart.

 

Anmerkungen

 

  1. Aron, R., Zur Entwicklung des strategischen Denkens (1945-1968), in: des., Zwischen Macht und Ideologie. Kräfte der Gegenwart. Wien 1972, 341-374 (354).
  2. Bruhn, J., Schlachtfeld Europa oder Amerikas letztes Gefecht. Gewalt und Wirtschaftsimperialismus in der US-Außenpolitik seit 1840. Bonn 1983, 7.
  3. Zitiert nach Silnizki, M., „Strategischer Parasitismus“ oder verantwortungslose Strategie? Zur Frage nach Angstlosigkeit und Nuklearhysterie. 18. Oktober 2022, www.ontopraxiologie.de.
  4. Zitiert nach Silnizki, M., Der Kampf um die Ukraine. Gestern und heute. 5. Mai 2026, www.ontopraxiologie.de.
  5. Näheres dazu Silnizki, M., Die aktuelle Situation im und um den Iran. Weder Krieg noch Frieden. 17. Mai 2026, www.ontopraxiologie.de.
  6. Näheres dazu Silnizki, M., Trumps „Big Stick“-Diplomatie. Auf dem Wege zum postmodernen Imperialismus? 26. März 2026, www.ontopraxiologie.de.
  7. Zitiert nach Hannah Arendt, Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. München Zürich 1967, 218.
  8. Junker, D., Power und Mission. Was Amerika antreibt. Freiburg im Breisgau 2003, 174.
Michael Silnizki

Michael Silnizki (20. Juni 1957) immigrierter 1976 nach Israel aus der Sowjetunion, wo ich 6 Jahre verbrachte. Im Januar 1982 wanderte ich nach Deutschland ein. An der Uni. zu Köln absolvierte ich geisteswissenschaftliche Studien (Philosophie, gr. Philologie, kath. Theologie). 1987 und in den 1990er-Jahren arbeitete für Forschungsinstitute: BIOst (Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien) und Max-Planck-Institut f. Europäische Rechtsgeschichte. Ab Anfang des Jahrhunderts bin ich sozusagen ein Privatgelehrter und habe mehrere Bücher und zuletzt ca. 250 Studien geschrieben, die auf meiner Webseite: www.ontopraxiologie.de zu finden sind.
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28 Kommentare

  1. Die Position des Atomkriegs hat sich nicht geändert. Sie ist weiter die der letzten Eskalation. Bisher hat noch keine Atommacht den Einsatz taktischer Atomwaffen offiziell befohlen. Die meisten Leute wissen weiters nicht, dass es Atombomben grob in zwei Grössen gibt: in der Grösse, wie sie die Militärs gerne einsetzen würden – in etwa so gross wie Hiroshima oder Nagasaki. Und in der Grösse der Wasserstoffbombe, die alleine dem Drohszenario der vollständigen Vernichtung dient. Statt Zahlen hier ein etwas eindrücklicherer Vergleich: eine Wasserstoffbombe verwendet eine Hiroshima-Bombe als Zünder. Entsteht nur die Sprengkraft der Hiroshima-Bombe, dann war es ein Blindgänger. Die grosse Bombe haben alle fünf ständigen Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates – weshalb sie das Vetorecht haben (sie haben es de facto ja sowieso). Alle anderen Atommächte und Nicht-Atommächte sind dem untergeordnet. Russland, China, USA, UK, Frankreich.

    1. „Bisher hat noch keine Atommacht den Einsatz taktischer Atomwaffen offiziell befohlen.”
      Naja, Sie nennen in Ihrem Text ja selbst: den bisher einzigen kriegerischen Einsatz in Hiroshima und Nagasaki, – offiziell befohlen von Harry S. Truman, 33. Präsident der USA.

  2. Der moderne konventionelle Krieg (ohne den Einsatz von Massenvernichtungswaffen) ist dem des ersten Weltkrieges ähnlich. Es handelt sich um einen Stellungskrieg, der als Abnutzungskrieg geführt wird. Der Bewegungskrieg, wie ihn die Wehrmacht zu Beginn des zweiten Weltkrieges wieder eingeführt hatte, ist zuende – es besteht heute vollständige Gefechtsfeldtransparenz auf beiden Seiten, und den Drohnen entkommt keiner. Es sterben jedoch wie im ersten Weltkrieg (und den meisten anderen modernen Kriegen auch) die meisten Soldaten durch Artilleriefeuer. Der Abnutzungskrieg besteht heute aus dem Frontlinien-Halten durch Kanonenfutter, und der teilautomatisierter Gefechtsführung mit den beweglichen Elementen der Mittel- und Langstreckenwaffen für Angriffe hinter die Linie, sowie der Spezialeinheiten zum Abschlachten des Kanonenfutters, um durch zu brechen und die Frontlinie zu verschieben. Letztere sind im Wesentlichen eine auf allen Seiten gepflegte Weiterentwicklung der Sturm-Bataillone. Der Blitzkrieg ist längst zuende.

  3. St. Petersburg wurde von NATO-Gebiet aus angegriffen. Um das zu belegen, genügt ein Blick auf die Landkarte. Der Angriff ist vergleichsweise klein, eher ein Nadelstich. Die EU-Führung möchte den Dritten Weltkrieg provozieren, und hofft, dass Russland endlich gegen ein NATO-Land zurück schlägt. Das wäre zwar legitim (immerhin wird Russland von dort aus angegriffen), aber die Massenmedien der EU warten nur darauf, ihre Kriegshetze ins Maximum zu drehen, und zu verkünden, dass seit 5:45 wieder zurück geschossen werde. Die angeblichen “Journalisten” dort stehen Gewehr bei Fuss, um ihre Kriegslügen zu komplettieren. Russland weiss das. Die russische Regierung steht innenpolitisch immer mehr unter Druck, vor allem seit die ukrainische Armee eine russische Schule angegriffen und die Schüler dort absichtlich abgeschlachtet hat, um den Krieg endlich eskaliert zu bekommen. Die Ukraine muss so vorgehen, denn zwar kann sie im Stellungskrieg bisher die Front halten, auch gehen ihr bisher nicht die Munition und der sonstige Nachschub aus, schliesslich sind sie die Fronttruppen der EU (vormals der ganzen NATO), und werden dort in beliebiger Höhe mit beliebigen Schäden für die Volkswirtschaften der EU-Länder beliefert, die im Kriegszustand regiert werden. Jedoch geht der Ukraine das Kanonenfutter aus. Es läuft nicht mehr so gut, im Zweifel einfach Truppen auszuheben, indem man auf offener Strasse Männer entführt. Auch der Nachschub mit Ausländern ist langsam ausgespielt, denn die meisten Freiwilligen aus NATO-Ländern sind nun tot. Südamerika und Afrika sollen es nun als Menschenreservoir richten, man will nun neben den eigenen Waffen-SS-Fans und Neonazis direkt “People of Color” abschlachten lassen, als Kameraden. Die Woke-Sektenideologie soll es richten. In wieweit das klappt, wird den Krieg entscheiden. Denn geht der Ukraine schneller als dem um ein Vielfaches grösseren Russland das Kanonenfutter aus, hat Russland den Stellungskrieg gewonnen. Entwicklungen wie die Diskussion in Deutschland, dass man nun Männer aus der Ukraine aus der EU direkt an die Front verfrachten will, zeigen, das Problem ist nicht unerheblich. Da Russland auch nicht weiterkommt, wäre es ein geschickter Zeitpunkt für Friedensverhandlungen. Nur leider wollen die Deutschen Revanche für die zwei verlorenen Weltkriege und wollen Moskau endlich brennen sehen. Entsprechend werden zunächst keine ernstzunehmenden Friedensgespräche stattfinden. Die Kriegsgeilheit in der EU ist noch viel zu gross. Man bereitet hier ja vor, den Dritten Weltkrieg als erneut totalen Krieg gestartet zu kriegen. Es lohnt, einfach mal Strack-Rheinmetall oder ihrem CDU-“Wollt Ihr den totalen Krieg”-Pendant Kiesewetter zuzuhören, dann bekommt man schnell einen Eindruck, was im deutschen Fernsehen lanzt.

    1. „Nur leider wollen die Deutschen Revanche für die zwei verlorenen Weltkriege und wollen Moskau endlich brennen sehen.”
      Das mag ja sein, – möglicherweise einen Kiesewetter, eine Strack-Zimmermann oder eine Göring-Eckardt in ihrem völkischen Unterbewusstsein motivieren, aber die Franzosen und die Engländer waren einst zusammen mit Amerikanern und Russen alliierte im Kampf gegen den deutschen Faschismus.
      Sollten sie sich nun freiwillig einem deutschen imperialistischen Vorhaben unterwerfen wollen?
      Warum?
      Ist die „Nachkriegsgeschichte” eventuell gar keine Nachkriegsgeschichte sondern nur ein taktischer relativ friedlicher Intervall innerhalb einer sehr langatmigen (ca. 112 Jahre) Strategie Russland zu unterwerfen?

      1. It’s the economy, stupid.
        Das wertewestlich-finanzkapitalistische Betrugs- und Ausbeutersystem ist an sein Ende gelangt (es lebe die e-Funktion).
        Um es noch ein paar Jahre weiter betreiben zu können, überfällt das Zentrum des Bösen Venezuela, Iran und hat Kuba und Venezuala, sowie ganz Mittel- und Südamerika im Visier.
        Israhell möchte sich den ungehinderten Zugriff auf die Bodenschätze seiner Nachbarn zusammenrauben, vor Gaza liegt ganz zufällig das größte Erdgasfeld des gesamten Mittelmeerraums.
        Und die EU, als Nachfolgeorganisation des 3.Reichs meldet ganz offen ihre Ansprüche auf die Reichtümer Russlands an.
        Dass dabei die Eingeborenen stören oder allenfalls noch in geringer Zahl als Sklaven für die Drecksarbeit benötigt werden, ist Genozid oder sog. Kollateralschäden für die milliardenschwere Psychopathenmafia ein höchst willkommener Nebeneffekt.

    2. „schliesslich sind sie (die Ukrainer) die Fronttruppen der EU (vormals der ganzen NATO)“

      Es sollte besser heißen „die Fronttruppen der Nato und mittlerweile auch der EU“. Der Krieg gegen Russland ist zu allererst ein US-amerikanischer Krieg. Das war von Anfang an so und hat sich bis heute nicht geändert. Das einzige was heute anders als am Anfang ist, dass US-Amerika der EU mit der Machtübernahme des Trump-Regimes eine aktivere und „eigenständigere“ Rolle anbefohlen hat.

      „Da Russland auch nicht weiterkommt,“

      Ist das so? Ich meine, können Sie das wirklich beurteilen? Wissen Sie was tagtäglich auf beiden Seiten zerstört und getötet wird? Kennen Sie die Kriegsziele und die Kalkulationen der russischen Führung in ihrer Gesamtheit? Wenn ja, dann wären Sie hier im Forum wohl der einzige…

      „wäre es ein geschickter Zeitpunkt für Friedensverhandlungen.“

      Wer bitte, soll denn Ihrer Meinung nach verhandeln und worüber? So wie der Westblock aufgestellt ist, werden Verhandlungen erst dann zu einem Ergebnis führen können, wenn die Zelenskyy-Chunta bereit ist, zu kapitulieren und der Westblock es ihr auch erlaubt. Oder wenn Russland bereit ist zu kapitulieren. Meine Prognose dabei ist, dass es sich mehr lohnen dürfte auf ersteres zu warten anstatt auf letzeres.

      Alles andere was Sie schreiben hat wie ich finde Hand und Fuß.

  4. „St. Petersburg wurde von NATO-Gebiet aus angegriffen. Um das zu belegen, genügt ein Blick auf die Landkarte.“

    Welche Landkarte soll das sein?

    1. @ Vende 20 Uhr 59 : Welcher Atlas ? Es reicht ein gewöhnlicherAtlas mit Ostsee-Anrainer, Osteuropa, Europa bis zum Ural usw.

      1. Europa bis zum Ural reicht nicht, gestern oder vorgestern hat jemand in einer Erdölraffinerie hinter dem Ural mal wieder ne Kippe geraucht.

        Kennt man ja, mal eben schnell ne Kippe und schnupps brennt die ganze Erdölraffinerie.

  5. Tatsächlich war der Atomkrieg nie näher. Ich gehe davon aus, dass es demnächst knallen wird, die Frage ist nur, ob in Form eines Tests, eines EMP-Angriffs oder doch eines (oder mehrerer) echten Atomschlags.

  6. „Anstelle der Ideologie des „liberalen Internationalismus“ tritt eine revitalisierte Expansionspolitik des US-Imperialismus“

    Ich glaube, es ist einfach zu teuer, Gebiete zu besetzen und auch zu halten

    Das US-Imperium nutzt andere Mittel um Kontrolle auszuüben, wie SWIFT, Dollar, Sanktionen, Stellvertreter
    Es wir der Begriff „Strukturelle Abhängigkeit“ eingeführt.
    Sehr interessante Arbeit dazu, lesenswert: https://worldlinesletter.substack.com/p/multipolarity-in-a-multilayered-cage

    1. Interessant ist, dass SWIFT ein europäisches System ist. Nichts da mit „US-Vasallen“. Die stehen ganz vorn in der Etappe.

      1. Europa respektive die EU _ist_ jedoch ein Vasall…
        ..und auch einfacher zu kontrollieren durch
        seine entdemokratisierten, zentralistischen Institutionen IMHO.

  7. Was einen zutiefst stutzig machen sollte ist, dass es im Falle Irans als Katastrophe gilt, wenn er ein halbes Dutzend Atombomben baut, und im Falle Russlands, das 6.000 davon besitzt, so getan wird, als seien diese nichtexistent.
    Das Problem hier ist, dass es sich bei den Europäern um absolute Laien in Sachen geopolitischer Atompolitik handelt. Nicht, dass sie während des Kalten Krieges nicht gefährdet waren – ganz im Gegenteil. Aber sie waren nie in den Entscheidungen involviert (das gilt übrigens auch für Frankreich und England). Während die Hauptkontrahenten mit der Zeit wussten, wie sie mit Signalen und Gefährdungen umzugehen hatten, gar eine ganze Wissenschaft drum herum entwickelt haben (die Spieltheorie), ist die EU blind und taub gegenüber jeglicher atomarer Gefahrenlage.
    Absolute Atomlaien provozieren also unentwegt die größte Atommacht. Ein explosiveres Rezept für einen Atomkrieg kann es nicht geben.

    1. Im Prinzip gebe ich Dir Recht, jedoch ist _auch das_ Teil der Kalkulation
      der Atommacht im Hintergrund (USA):

      Die Provokationen werden scheinbar nur durch die Stellvertreter
      – Ukraine und jetzt immer mehr EU – durchgeführt.
      Damit nimmt man sich selbst aus der Schusslinie, wenn es knallt.
      Das ist auch der Grund, warum Trump – ergebnislose – Gespräche
      in Anchorage hat veranstalten lassen. Plausible Abstreitbarkeit,
      sähen von Zweifel, Zerstreuung des Gegners. Und mit Erfolg:
      Es fanden mehrfach Angriffe auf die russische, atomare Triade statt
      ohne eine atomare Antwort, die Russen sind uneins…

  8. Den Drohnenkrieg gibt es nicht nur an der Front, sondern auch hinter der Front, wo Städte mit Drohnen angegriffen werden. Anscheinend werden die meisten dieser Drohnen abgeschossen. Auch wenn Raffinerien und Öldepots angegriffen werden, werden sie meist nicht vollständig sondern nur teilweise zerstört. Allerdings kommt es dabei zu Bränden, die sich propagandistisch gut ausschlachten lassen.
    Ich verstehe nicht, dass Truppenverbände nicht in der Lage seien, sich gegen Drohnenschwärme zu verteidigen, zumal sie im Gegensatz zu Städten beweglich sind, also auch die Möglichkeit haben, auszuweichen. Jedenfalls werden weiterhin Panzer und gepanzerte Fahrzeuge eingesetzt. Z. B. meldet RTDE der Truppenverband Süd habe zwei Kampfpanzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 17 Autos und drei Geschütze eliminiert. usw.
    Es gibt noch andere Punkte, die für den Laien unverständlich sind. Z. B. könnte Russland von Belarus aus hinter die beanspruchten Gebiete gelangen und sie einkesseln.
    Anscheinend hat Putin wirklich Angst vor einem Panzerkrieg mit der NATO, und will für diesen Zweck Kriegsgerät zurück halten.
    Auffällig ist auch, dass Selenskyj sich anscheinend doch ernsthaft um Frieden bemüht und versucht, die Europäer zur Unterstützung zu gewinnen. Vielleicht befürchtet er, dass die Front zusammenbricht.

  9. Ich denke, das Wall-E irgendwann die Reste der Zivilisation beseitigen wird.
    Und das ist dann schon die gute Nachricht.

  10. Für Russland ist es nicht Vorteilhaft schnelle Geländegewinne zu machen.
    Den Krieg kann ohnehin nur die NATO beenden, indem sie ihre Erweiterungspläne aufgibt.
    Die Gefahr, dass russische Atombomben zum Einsatz kommen ist sehr real.
    Russland ist der NATO konventionell weit unterlegen und kann sich auf keinen direkten Schlagabtausch einlassen, Das weiß die NATO sehr genau und sie eskaliert deshalb schon seit 4 Jahren immer weiter. Was dazu führt, dass, falls Russland die vielen Angriffe auf sein Hinterland nicht mehr ausreichend abwehren kann, die Antwort dann logische Weise gleich atomar sein wird, um jede weitere konventionell Eskalation von Seiten des Westens konsequent ausschließen zu können.
    Wir werden also solange keinen russischen Vergeltungsangriff sehen können, bis es dann auch schon zu spät ist, um noch irgend etwas zu bereuen oder gar revidieren zu können. Es wird dann ein paar Europäische Städte und Staaten plötzlich nicht mehr geben und es wird dann Friede herrschen. Friedhofs-Frieden. Merz sprach schon davon.

      1. Analyse […] zu so früher Morgenstunde

        Ihr positiver Ansatz ist zu begrüßen, doch @Vendes Hinterlassenschaft sieht doch eher aus wie:
        „Was vom Wochenende übrig blieb…“

  11. Der Ukraine-Krieg ist nichts anderes als die Osterweiterung der Nato mit militärischen Mitteln.

    Diese wurde von langer Hand vorbereitet.
    Seit mind. 20 Jahren wird Russland im Westen umfassend dämonisiert. Gleichzeitig wurde in den USA eine Strategie entwickelt, um Russland ins Schwanken zu bringen und seinen Einfluß weltweit zu schwächen (RAND Paper 2019).

    Mit der letzten, noch von allen Ukrainern (2010) gewählten Regierung Janukowitsch hätte sich der Plan, die Ukraine als Rammbock gegen Russland zu verwenden, niemals umsetzen lassen. Desshalb wurde vom Westen das Wiederaufleben der alten NS-Bandera-Ideologie in der Ukraine und der gewaltsame Putsch 2014 in Kiew gefördert, der diese Ideologie an die Macht brachte. Die Nach-Putsch Regierungen in Kiew haben dann die Menschen im Donbass, welche den Putsch nicht anerkennen wollten, mit militärischen Angriffen überzogen und so einen Bürgerkrieg in der Ukraine begonnen. Der auch von Kiew unterzeichnete Minsk II Friedensplan sollte diesen Bürgerkrieg beenden, wurde aber von Kiew nie umgesetzt. Nachdem sich die Zahl der Im Donbass Getöteten häufte (ca 14.000) und die selbsterklärten Volksrepubliken LVR und DVR einen massiven militärischen Angriff Kiews befürchteten, hat Russland diese beiden Republiken anekannt, ist deren Bitte um militärische Hilfe nachgekommn und ist in die Ukraine einmarschiert.

    Von Anfang an ging es dem Westen nicht um den Schutz der ukrainischen Bevölkerung, sondern darum, mit der militärischen Unterstützung der Ukraine Russland mit diesem Krieg möglichst stark zu schwächen. So zB der US Verteidigungsminister Austin beim ersten Ukraine-Treffen der Nato in Ramstein.
    Anfangs leistete der Westen nur militärische Unterstützung, spätestens seit Frühjahr 2022, als der Westen Selensky aufforderte die Friedensverhandlungen mit Russland abzubrechen, war es aber ein Stellvertreterkrieg der Nato, in welchen die Ukraine geschickt wurde. Inzwischen ist es ein Krieg der Nato von ukrainischem Boden aus gegen Russland, die mit ihren Langstreckenwaffen, mit ihrer Zielauswahl und Zielführung Angriffe weit im russischen Hinterland ausführt.

    Es war wohl die anfänglich zögerliche Haltung Russlands, die im Westen zu der Vorstellung führte, dieser Krieg sei für den Westen zu gewinnen.
    Bei weiteren Angriffen mit Nato-Waffen ins russische Hinterland müssen wir nun mit russischen Vergeltungsschlägen, möglicherweise sogar nuklear, zB auch gegen ukrainisch-deutsche Drohnenfabriken in Deutschland rechnen.

    Die Geduld der Russen ist allmählich aufgebraucht.
    Einzig Putin steht im russischen Machtapparat noch auf der Bremse bzgl. Vergeltungsschläge auf die europäischen Nato-Einrichtungen. Wer wissen will, wie andere weite Kreise in Russland denken, der sehe sich das Interview mit Solowjow in der Weltwoche (2 Teile) an, oder zB das Interview mit Karaganow bei Glenn Diesen. Auch der US Politologe John Mearsheimer sieht russische Vergeltungsschläge auf Nato-Europa unmittelbar bevorstehen (ebenfalls Interview bei Glenn Diesen).

    Soll keiner sagen, er habe von nichts gewusst.
    Natürlich werden unsere Medien dann nicht von russischer Vergeltung, sondern von „unprovozierten Angriffen“ Russlands reden.

    Durch die Dämonisierung und die völlige Missachtung russischer Sicherheitsinteressen haben der Westen, insbesondere die europäischen Nato-Staaten, Russland jeden Respekt versagt.
    Nun befindet sich Russland in der Lage, Respekt durch massive Warnungen / Drohungen und Furcht erzeugen zu müssen.
    Eine denkbar dumme, geradezu suizidale Politik der europäischen Nato gegenüber der stärksten Atommacht der Welt.

  12. Der Autor übersieht einige Punkte.

    – die vom Westen gefeierte ukrainische Überlegenheit per Drohnen findet nicht an der Kontaktlinie oder im militärischen Kontaktfeld statt, sondern weit im Hinterland bei Angriffen auf Raffinerien und Fahrzeuge etc. Das machen die Russen schon lange. Es gibt keine Überlegenheit seitens der Ukrainer und darum unterbleibt ihr Vormarsch – bis auf vereinzelte Vorstösse

    – die Ukraine hat diesen Krieg vor langer Zeit verloren. Sie ist zum Kampf nur noch fähig, weil sie von den NATO-Staaten Geld, Waffen, Nahrung und Informationen gepampert wird. Sie führt diesen Krieg gewissermaßen aus der NATO-Hängematte. Die NATO-Staaten werden bei einem Kriegseintritt nicht gepampert werden. Wir werden auf dem Boden der Tatsachen landen, auch ohne Atombombe. Wenn wir hier Kriegszerstörungen bekommen, werden die erstmal längere Zeit bestehen bleiben. Beispiel Ahrtal.

    Die europäischen Gesellschaften sind keineswegs resilient, wir haben keinen Zivilschutz, keine Notfallsysteme für das Internet oder Stromausfälle etc. pp. Bei Bonn ist aktuelle eine Rheinbrücke gesperrt, was regionale eine große Katastrophe ist. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, haben sich viele Bewohner mit ihren Datschas durchgebracht, sie haben im Wald Pilze gesammelt oder geangelt. Können wir Europäer das auch? Die gewöhnliche Europäer legt von der Hand in den Mund und hat nicht mal Vorräte. Früher hatte man zum Winter den Vorratskeller voll, heute wird man dumm gucken, wenn der Kühlschrank und die Supermärkte leer sind, weil Straßen- und Bahninfrastruktur zerstört sind.

    – die Drohnenmacht gilt nur solange es kein Gegenmittel gibt. Da wird schon was kommen. Die Russen können angeblich ja schon fremde Drohnen übernehmen und selbst steuern. An Antidrohnen-Drohnen basteln alle. Und der digitale Krieg gründet auf der digitalen Infrastruktur – Satelliten, Funk, Kabel, Radar, Flugzeuge etc. Das Internet ist nicht per Zufall eine Entwicklung des amerikanischen Militärs. Aber auch das kann zerstört und abgeschaltet werden und dann wird der ursprüngliche Panzerkrieg mit massiven Infanterieangriffen wieder möglich.

    – der Autor hat schon recht, wenn er auf die immer stärkere Rolle der Fernwaffen hinweist. Mit der Präzision steigt aber auch die Fähigkeit nicht bloß den einfachen Zivilisten oder den unbedeutenden Soldaten ins Visier zu nehmen, sondern bei entsprechender Aufklärung, auch die Generäle und politischen Entscheidungsträger. Das wird nicht nur im Iran so sein und dies wird nicht nur der Westen können. Spätestens dann, wenn es die NATO-Staaten getroffen hat, werden sich unser Kriegstreiber dieses neuen Umstands bewusst werden.

  13. Der digitale Krieg, mit all den Grössen aus der USA suggerieren ihre Plattformen seien neutral, aber ‚alle‘ arbeiten mit dem Pentagon. Die Konliktherde der heutigen Zeit werden über diese ’neutralen Grössen mit allem möglichen Daten versorgt.
    Da sind Drohnen nicht das grösste Problem, das Problem liegt darin, das z. B der Iran rechenzentren auf den US Auslandbasen angegriffen hatte. Solch ein Angriff auf ein Rechenzentrum besitzt fatale Folgen für die Zivilgesellschaften!
    Heute wird gerne über Souveränität geredet, aber wie soll ein Staat Souveränität vollziehen, wenn die wenigen Anbieter mit Methoden arbeiten, die eben die praktizierten Doppelstandards ausführen.
    Auf der einen Seite sind ‚wir’s die Guten, um aber unsere Techgiganten Kriege führen zu lassen.
    Das Zeitalter der Digitalisierung besitzt guten nutzen, aber kann die goldene Milliarde ohne Energie und Rohstoffe in die Steinzeit versetzen. Weil alles was heute geschieht über das Netz vollzogen wird.

  14. Im Krieg der Zukunft bzw. der aktuellen Gegenwart geht es dank Drohnen nicht mehr ums kämpfen, sondern nur noch ums töten. Wer kämpft hat eine Chance, wer nur noch dem Getötet-werden ausweicht, hat kaum eine. Der Krieg wird abstrakter, ferner und gleichzeitig totaler und näher – paradox!

  15. WAS IST DENN HEUTE WIEDER LOS ?
    VOLLMOND ? DASS EIN KOMMENTAR NACH DEM ANDEREN IM ORKUS VERSCHWINDET ? UND DIESE DÄM-
    LICHE 100ER REGEL ?!?!?!?

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