
„Mindestalter und Steuern rauf!“ Was sagen die wissenschaftlichen Fakten?
Das von mir so genannte Alkoholparadox geht in die nächste Runde: Obwohl die Menschen in Deutschland und vielen anderen Ländern immer weniger Alkohol trinken, warnen Fachleute und Fachgesellschaften – oder diejenigen, die sich dafür halten – immer lautstärker vor dessen Risiken. Es scheint so, als würde das jahrtausendealte Genussmittel desto gefährlicher, je weniger wir davon trinken.

Beschreibung: Noch Mitte der 1970er-Jahre tranken die Deutschen ab 15 Jahren durchschnittlich 16,8 Liter reinen Alkohol pro Jahr. Das entspräche einer Menge von 336 Litern Bier (5 Prozent Alk.) beziehungsweise 140 Litern Wein (12 Prozent Alk.). Seitdem ist der Pro-Kopf-Konsum um 38 Prozent auf nur noch 10,5 Liter reinen Alkohol (210 Liter Bier beziehungsweise 88 Liter Wein) gesunken. Der Trend zeigt weiter nach unten. Datenquellen: vor 2010 Alkoholatlas, ab 2010 Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen/Destatis
Ab den 1990ern bis vor wenigen Jahren hieß es noch, Frauen könnten mit durchschnittlich 15 Millilitern reinem Alkohol – entsprechend einem Glas Bier mit 300 Millilitern – am Tag „risikoarm“ konsumieren. Für Männer galt die doppelte Menge. Damit kämen Frauen auf 5,5 und Männer auf 11,0 Liter reinen Alkohol pro Jahr. Zum Vergleich: In den 1980er-Jahren gab es noch die Empfehlung, nicht mehr als zwei Liter Bier am Tag zu trinken, also gut dreimal so viel!
Die auf der Abbildung dargestellten Pro-Kopf-Werte werden aus den Verkaufszahlen errechnet und lassen sich darum nicht per Geschlecht unterscheiden. Da Frauen (vor allem Wein und Sekt) im Schnitt aber weniger trinken als Männer (vor allem Bier), senkt ihr Konsumverhalten den landesweiten Durchschnitt; und es gibt natürlich auch Nichttrinker. Das heißt, obwohl der Durchschnittswert pro Kopf nahe bei der Grenze der „risikoarmen Menge“ liegt, trinken viele mehr als das.
Laut dem Alkoholatlas des Deutschen Krebsforschungszentrums von 2022 waren das im Jahr 2021 jeweils rund 15 Prozent der Frauen und Männer. Auch diese Werte sind in den letzten Jahrzehnten stetig gesunken. Bei Frauen war der höhere, „riskante“ Alkoholkonsum übrigens im Süden der Bundesrepublik am häufigsten, nämlich in Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg. Bei den Männern war das tendenziell im Osten häufiger der Fall, vor allem in Sachsen. Allerdings folgte darauf mit kurzem Abstand Bremen und war der „riskante“ Konsum dafür in Berlin unterdurchschnittlich häufig.
Alles neu macht die Weltgesundheitsorganisation
Die letzten Abschnitte bezogen sich, wie gesagt, auf die inzwischen veralteten Empfehlungen. Anfang 2023, passend zum Social Media-Phänomen des „Dry January“, veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation eine neue Leitlinie unter der Überschrift: „No level of alcohol consumption is safe for our health“. Ins Deutsche übersetzte man das etwas umständlicher mit: „Beim Alkoholkonsum gibt es keine gesundheitlich unbedenkliche Menge„.
Man könnte sagen, dass diese Schlussfolgerung eigentlich schon in der alten Bezeichnung „risikoarm“ steckte. Jetzt drehten Gesundheitswissenschaftler die Kommunikation aber in die Richtung, dass wir alle am besten gar keinen Alkohol mehr trinken sollen. Nebenbei bemerkt: Nichts im Leben ist risikofrei, auch nicht Fahrrad- oder Autofahren oder der Austausch einer Lampe.
Binnen weniger Jahre sprang die Mehrheit der Fachleute und -gesellschaften auf diese Kommunikationsstrategie auf. Ein Schelm, wer denkt, dass man für die Aufmerksamkeit der Medien und für das Einwerben von Forschungsgeldern eine neue und griffige Botschaft brauchte. Dann das, was alle schon wissen, ist langweilig.
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen passte schon 2023 ihre Empfehlung an: „Ergebnisse der Wissenschaft zeigen, dass es keinen potenziell gesundheitsförderlichen und keinen sicheren Alkoholkonsum gibt.“ Etwas später folgte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung mit dem griffigen Slogan: „Am besten null Promille„. Als „risikoarm“ gelten dort nur noch ein bis zwei kleine Gläser Wein beziehungsweise ein bis zwei kleine Flaschen Bier pro Woche.
Damit senkte man, wohlgemerkt, die Empfehlung auf einen Schlag auf nur noch ein Siebtel im Vergleich zu den zwanzig Jahren davor! Mit dem Befolgen der alten Richtlinien fällt man jetzt schon in die höchste Risikokategorie, nämlich ab 0,8 Litern Wein oder zwei Litern Bier pro Woche.
Was war die Rechtfertigung für diesen meilenweiten Umschwung?
Wissenschaftlicher Durchbruch?
Laut einer alten Faustregel bedürfen starke wissenschaftliche Aussagen auch starker wissenschaftlicher Daten. Ob es so etwas im Bereich der Ernährungswissenschaften überhaupt gibt, ist aber fraglich. Wissenschaftstheoretisch gilt, dass man zur Entdeckung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen unter kontrollierten Bedingungen – idealerweise im Labor – intervenieren muss.
So würde man zum Beispiel eine Anzahl von Versuchspersonen nach dem Zufallsprinzip auf zwei (oder mehr) Gruppen verteilen: In einer Gruppe würden die Teilnehmenden gar keinen Alkohol trinken, in einer anderen etwas und in einer dritten etwas mehr. Die Personen dürften sich in keinen anderen Faktoren voneinander unterscheiden, insbesondere nicht im gesunden Lebensstil; und man würde den tatsächlichen Alkoholkonsum unabhängig kontrollieren.
Die epidemiologischen Auswertungen in den Ernährungs- und Gesundheitswissenschaften erfüllen in der Regel gar keine dieser Anforderungen. Stattdessen befragt man Personen nach ihrem Alkoholkonsum und erhebt dann weitere Daten zum Lebensstil und der Gesundheit. Aufgrund dieser Selbstangaben und mehr oder weniger objektiver Daten zur Demografie und Gesundheit errechnet man dann, wie stark der Alkoholkonsum und bestimmte Erkrankungen gemeinsam auftreten.
Für den Umschwung im Jahr 2023 gab es gar keine neuen Untersuchungen, sondern nur eine andere Art der Auswertung. Über Jahrzehnte galt die J- oder Hockeyschläger-Kurve in der Epidemiologie des Alkoholkonsums als Konsens. Das heißt, bei moderatem Konsum im Vergleich zur völligen Abstinenz waren die Personen sogar etwas gesünder. Das war sozusagen die Delle nach unten im J oder Schläger. Erst ab höheren Mengen nahmen die Krankheitsrisiken zu.
Forschende aus dem Bereich der Gesundheitswissenschaften im englischsprachigen Raum werteten die bekannten Daten dann anders aus. Dafür entfernten sie aus der Gruppe der Abstinenten diejenigen Personen, die vorher viel Alkohol getrunken und krank geworden waren. Allein durch diese Maßnahme verschwand das J- oder Hockeyschläger-Muster und kam man auf eine steigende Linie der Krankheitsrisiken, mit der sich jetzt behaupten lässt: Es gibt keinen risikofreien Konsum, das Krankheitsrisiko steigt mit jedem Tropfen Alkohol!
Darauf, wie ehrlich diese Form der Kommunikation ist, komme ich am Schluss zurück. Erst will ich auf die gesellschaftlichen Folgen der neuen Empfehlungen eingehen.
Politischer Umschwung
Die neue Botschaft wird nicht im luftleeren Raum verbreitet. Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten zur Aufbesserung der Staatsfinanzen werden immer wieder auch Konsumsteuern erhöht. Genussmittel wie Alkohol und Tabak sind hierfür beliebte Ziele. Wenn die Wissenschaft immer wieder auf deren Gesundheitsrisiken hinweist, lassen sich damit Steuererhöhungen begründen: Man wolle nur die Bürgerinnen und Bürger vor sich selbst schützen.
Auch hier gibt es eine gewisse Paradoxie: Wenn nämlich der (angeblich) gesundheitsfördernde Effekt eintritt und tatsächlich weniger Menschen die Mittel kaufen, fallen auch weniger Steuern an. Die Kalkulation geht aber insbesondere dann nach hinten los, wenn durch zu hohe Preise der Schmuggel zunimmt. Das ist jetzt schon in manchen Ländern bei Zigaretten der Fall. Anstatt die Staatsfinanzen zu verbessern, fallen dann im Gegenteil höhere Kosten für Zollkontrollen, Gerichtsverfahren und Gefängnisstrafen an. Geschmuggelt wird übrigens trotzdem, solange das finanziell lukrativ genug ist. Dazu ein anderes Mal mehr. Bleiben wir hier beim Alkohol.
Laut Medienberichten ist es für Deutschland jetzt eine ausgemachte Sache, dass das für Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren sogenannte „begleitete Trinken“ verboten wird. Hierüber gibt es viele Missverständnisse. Man liest häufig, Jugendliche dürften erst ab 16 Jahren alkoholhaltige Getränke kaufen und trinken, Letzteres unter Aufsicht der Erziehungsberechtigten aber schon ab 14 Jahren.
- 9 im Jugendschutzgesetz regelt aber nur die Abgabe und den Konsum alkoholischer Getränke „in Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit“ (Absatz 1). Meines Wissens ist der Konsum alkoholischer Getränke unter 16 Jahren im Privaten in Deutschland gar nicht geregelt. Das heißt, der Umgang mit Alkohol obliegt dann der elterlichen Fürsorgepflicht.
Wenn jetzt zum Beispiel neben vielen anderen Medien Tagesschau.de (12.08.2026) vom seit Generationen üblichen „Glas Sekt für den Enkel bei Opas rundem Geburtstag oder auch ein Bier bei der Jugendweihe“ berichtet, das laut Kabinettsbeschluss abgeschafft werden solle, verfehlt das schlicht das Ziel. Schon die Überschrift „Kein Alkohol mehr für 14- und 15-Jährige“ verrät mangelnden Sachverstand in der Redaktion.
Sinn oder Unsinn?
Schon am 26. September 2025 hatte der Bundesrat auf Initiative der Landesgesundheitsminister die Abschaffung der genannten Ausnahme im Jugendschutzgesetz gefordert. Wenn das Bundeskabinett und schließlich der Bundestag dem folgt, wird das aber am Trinken im familiären Kreis nichts ändern. Insofern sind zahlreiche Medienberichte irreführend, die ein Verbot des Alkoholkonsums unter 16 Jahren beschreiben.
Wenn das Gesetz aber ein großer Wurf mit einem allgemeinen Verbot werden sollte, handelt sich der Gesetzgeber ein neues Durchsetzungsproblem ein. Sollen dann Kontrolleure der Gesundheitsministerien oder besser gleich die Polizei Stichproben auf Familienfeiern vornehmen, um den Alkoholpegel Jugendlicher festzustellen? Das dürfte dem Verhältnis von Staat und Bürgern kaum förderlich sein.
Doch auch hier gibt es ein Alkohol-Paradox: Der Konsum des Genussmittels ist nämlich auch bei Jugendlichen zunehmend „out“. Hatten, so der Alkoholatlas, im Jahr 2001 noch 84 Prozent der zwölf- bis 15-jährigen Jungen und 80 Prozent der Mädchen schon einmal Alkohol getrunken, waren es zwanzig Jahre später nur noch 44 beziehungsweise 40 Prozent. Das heißt, in nur einer Generation hat sich der Konsum auch ohne Gesetzesänderung halbiert.
Der Verweis auf die angeblichen Gefahren für die Gehirnentwicklung ist unglaubwürdig. Würde ein gelegentlicher Konsum von geringen Mengen Alkohols das Gehirn kaputtmachen, dann wären wir Menschen schon vor Jahrtausenden ausgestorben. Übrigens enthalten auch reife Früchte geringe Mengen des „Nervengifts“. Sollen Kinder und Jugendliche darum auf Obst verzichten?
Somit weckt die geplante Gesetzesänderung schon auf der Begründungsebene erhebliche Zweifel. Mit Blick auf die zu erwartenden Folgen sieht das Bild aber noch schlechter aus. Ein Blick ins Nachbarland Niederlande, wo gerade beim Jugendschutz schon länger strengere Regeln gelten, macht das deutlich. Damit und den inneren Widersprüchen der Gesundheitswissenschaften beschäftigen wir uns im zweiten Teil.
Der Artikel wurde zuerst auf dem Blog „Menschen-Bilder“ des Autors veröffentlicht. Von Stephan Schleim ist im hogrefe-Verlag das Buch „Zwischen Norm und Neuron. Altersgrenzen, Verantwortlichkeit und das Gehirn in rechtlichen Kontexten“ erschienen.
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Ist doch bei Kinderpornografie genauso. Die BRD hat immer weniger Kinder, aber es gibt immer mehr Kinderschützer, die sich berufen fühlen.
Es gibt immer weniger Alkoholkonsum. Dafür dann immer mehr Antialkoholiker. Wir war das eigentlich mit dem Rauchverbot? Sanken da die Verkäufe nicht auch schon vorher.
„Ist doch bei Kinderpornografie genauso. Die BRD hat immer weniger Kinder, aber es gibt immer mehr Kinderschützer, die sich berufen fühlen.“
So what? Sind Kinder diesen Schutz deiner Meinung nach nicht wert? Plappern um des plapperns willen? Wen willst du mit diesem Statement eigentlich beeindrucken? Wen ausser den kranken Tätern? Na?!
@Theo Noestonto: In dieser „Demokratie“ muss man schon fragen dürfen: Geht es allen „Kinderschützern“ tatsächlich um das Wohl von Kinder und Jugendlichen❓
Wenn mir das Wohl von Kindern und Jugendlichen am Herzen liegen würde, dann würde ich
✚ in gute Bildung investieren, mehr Geld für gute Schulen und gute Lehrer ausgeben und weniger Geld für Kampfpanzer, Kampfdrohnen und Raketen.
✚ mehr gegen den Klimawandel unternehmen.
✚ Werbung für zuckerhaltige Schokolade, Schokoriegel, Schokokekse, schokolierte Erdnüsse, Gummibärchen, Fruchtgummi und andere extrem zuckerhaltige Süßwaren nur zwischen 23:00 und 05:00 Uhr erlauben.
✚ mehr Sportunterricht in der Schule machen.
✚ wissenschaftlich untersuchen, ob es sinnvoll war, Kinder jahrelang mit Masken vor dem Gesicht zu quälen.
✚ allen Kindern das Schwimmen beibringen.
✚ die Mehrwertsteuer für Kinderfahrräder auf Null senken.
✚ mehr Aufklärung über den zügellosen Kapitalismus und seine Fehler und Schattenseiten machen.
✚ die junge Generation nicht gegen die Alten aufhetzen.
✚ Kinder und Jugendliche zu regierungskritischen Bürgern und nicht zu opportunistischen Untertanen erziehen.
✚ Kinder und Jugendliche über das terroristische deutsche Regime des Dritten Reiches aufklären.
✚ …
✚ …
✚ …
Bin absolut d’accord mit deinen Punkten; vielleicht mit Ausnahme der Formulierung „Wenn mir das Wohl von Kindern und Jugendlichen am Herzen liegen würde…“
Aber sei es drum; ich gehe mal davon aus, das es das tut bzw. dir daran liegt. Mir ist auch bewusst, das fast alle Massnahmen seitens unserer Regierungen mittlerweile nur noch Vorwände sind, „1984“, „Schöne Neue Welt“ oder gar noch üblere Kontrollinstanzen zu rechtfertigen.
Das ändert jedoch nichts am tatsächlich notwendigen Schutz von Kindern vor kranken Hirnen und deren Zulieferern, wie Teilen der Pornoindustrie und dem Menschenhandel an sich (der sich nicht nur auf Kinder beschränkt).
P.S.: Von deiner Seite habe ich auch noch keine derartig formulierten Kommentare wahrgenommen, wie jenen unsäglichen, den ich ursprünglich angegangen bin. LG, 😉
Ich verstehe nicht, wie jemand auf den Gedanken kommen kann, 1) die freiwillige Entscheidung eines Menschen für den Konsum eines Genussmittels mit 2) schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern zu vergleichen; und, ehrlich gesagt, will ich es auch gar nicht verstehen.
Danke – meine Rede! Zur Vervollständigung der 💯 nochmal Ihr Text:
„Ich verstehe nicht, wie jemand auf den Gedanken kommen kann, 1) die freiwillige Entscheidung eines Menschen für den Konsum eines Genussmittels mit 2) schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern zu vergleichen; und, ehrlich gesagt, will ich es auch gar nicht verstehen.“
Ganz einfach. Es geht um die Korrelation von Rückgang von A und umso mehr Gegnern von A. Kommt mir immer vor wir billiges moralisches Posieren.
Das heißt nicht daß ich gegen Kinderschutz wäre, aber es ist, finde ich, auffällig, daß bei immer weniger Kindern immer mehr Kinderschützer auftauchen. Genauso wie jetzt immer mehr Alkoholgegener auftauchen obwohl schon seit vielen Jahren der Alkoholverbrauch sinkt und sinkt und die Brauereien, Winzer und Schnapsbrennerei wirtschaftliche Probleme deswegen haben.
Vielleicht bin ich auch einfach Zensursula geschädigt und stelle deswegen erst einmal jede solche Aktion unter Verdacht anderer Motive als der vorgeschützten. Mittlerweile hat von der ähm Leyen janihre Chatkontrolle bekommen, aber ich glaube der Fraubjicjt, das sie der Schutz anderer Leute Kinder wirklich kümmert. Außerdem ist bei sinkender Zahl das moralische Posieren besonders einfach. Jeder ist doch für Kinderschutz, und das Rauchen und Alkohol ungesund sind weiss auch jeder. So kann man sehr einfach sich als guter Mensch darstellen.
Vielleicht bin ich auch zu zynisch, was die eigneltichen Absichten von Menschen betrifft.
Ich bin jetzt 77 Jahre, trinke seit meinem 25 Lebensjahr fast täglich 1,2 Bier. Oder ehrlicher, von 365 Tagen 250 Tage. Es könnte passieren, dass ich nur noch 5-6-7 Jahre lebe, oder mehr, oder weniger. Was mach ich denn jetzt? Soll ich kein Bier mehr trinken? Ach so, ich habe nie anderen Alkohol getrunken. Nur Bier. Aber ich fühle mich wohl und ohne meine 3-4 Bier 0,33l werde ich bestimmt krank.
Aber hier gehts ja um Jugendliche und die sollten besser die Finger vom Stoff lassen. Wollte nur mal kurz meinen Senf dazu geben.
Der Bierkonsum geht laut Statistik zurück was liegt da näher als die Steuern zu erhöhen?
Irgend woher muss das Geld ja herkommen. Die Gesundheitsdebatte darum ist eine Propagandamasche für Verblödete.
Der Mensch wir immer mehr in eine Zwangsjacke gepresst bis er letztendlich erstickt.
Das hat nichts mit Freiheit oder Demokratie zu tun.
Man sollte sich von dem ganzen Palaver nicht verückt machen lassen und seinen Stremel wie gehabt konsequent weiter durchziehen.
Wer Alkohol trinken will soll das tun, wer rauchen will soll das auch tun, wer all das nicht will muss es nicht tun sollte aber anderen die Freiheit lassen über sich selbst zu bestimmen. Der Staat hat kein Recht so extrem in die Freiheitsrechte des Bürgers einzugreifen!
Nur zur Sicherheit im Straßenverkehr???
https://www.golem.de/news/reform-der-nachrichtendienste-bnd-soll-zugriff-auf-autodaten-und-schwachstellen-erhalten-2608-211852.html
@Stephan Schleim
In einem Punkt hätte der Kommentator Alfred Nonym durchaus Recht, wenn der Schutz der Kinder vor Kinderpornografie bzw. sexuellem Missbrauch nur ein Vorwand der Politik wäre, um Zensur durch die Hintertür ein- und durchzuführen, kritische Bürger zu identifieren und diese Meinungen zu eleminieren.
Für einen Externen ist das schwierig zu beweisen, da bräuchte es schon einen mutigen Whistleblower. Aber ausschließen kann man es auch nicht. Man darf die Regierung nicht unterschätzen, manche Politiker sind nicht so dumm, wie sich in der Öffentlichkeit stellen.
Nicht schlecht, das Nervengift im Obst gegen Ende war aber kein wirklich überzeugender Bringer.
Was fehlt, ist die Korrelation von Konsum zur Abhängigkeit. Bedeutet weniger Alkoholkonsum grundsätzlich eine geringere Ausbildung zur Alkoholkrankheit
im Alters-, und Bevölkerungsdurchschnitt ? Rein rechnerisch ja, sozialisationsbedingt nein. Wer es sich leisten kann, säuft nicht, bzw. weniger oder teurer. Dann fehlt die Konsumverschiebung Jugendlicher vom Alkohol zu anderen Substanzen. Wenn Alkohol „uncool“ ist, sind dann Speed, Chrys, und Keta cooler, oder what ?
Ich finde es leichtsinnig Jugendliche als
Saubermänner darzustellen. Die verschwinden vielleicht zunehmend aus der Alkoholstatistik, tauchen aber anschließend woanders auf, die kleinen Racker.
Wenigstens wurden die 8 Tonnen Koks
in Wilhelmshaven auf ihrem Weg nach Berlin beschlagnahmt. Wir befänden uns sonst bereits im dritten Weltkrieg.
„Wenigstens wurden die 8 Tonnen Koks
in Wilhelmshaven auf ihrem Weg nach Berlin beschlagnahmt. Wir befänden uns sonst bereits im dritten Weltkrieg.“
Bullshit! Die Nachfrage nach Koks wird in jedem Fall gedeckt. Dem User ist es egal, ob es ihn nun über Wilhelmshaven oder einer anderen Route erreicht. Und was hat nun dein prognostizierter 3. Weltkrieg mit diesem Thema zu schaffen?
Die allermeisten Menschen, die Alkohol konsumieren, tun das vernünftig und werden nicht abhängig. Was soll der Vergleich?
Und diejenigen, die schwere psychosoziale Probleme haben und in die Drogenabhängigkeit geraten, wird man wohl nicht mit auf die Massen gerichteten Maßnahmen wie Preiserhöhungen oder Werbeverbote erreichen.
Zu dem Jugendbeispiel folgt mehr in Teil 2. Einige halten Bier & Wein jetzt für Gift, ja, haben Designerdrogen genommen – und sind gestorben. Gut gemacht, „Alkoholaufklärer“!
Die Kinder und Jugendlichen werden dafür zunehmend mit Phamaprodukten zugedröhnt. Und das ganz offiziell und auf Rezept. Allein wie die ADHS-„Diagnosen“ zugenommen haben……
Ja stimmt, wer z.B. Meth-Derivate gegen ADHS nimmt, trinkt keinen Alkohol, wiel sich dss nicht zusammen verträgt. Zumindest sollte man es nicht. Neurodivergenz ist eigentlich keine Krankheit. Unsere Gesellschaft ist krank, und dieser Umstand löst bei Neurodivergenten Symptome aus.
Nach 65 Jahren Pfeierauchen in Erfüllung der Prophezeiung meines Vaters (Wer 100 Jahre Pfeife raucht, wird alt), mit 2 Jahren Unterbrechung, die nach angeblich tödlicher Diagnose angesichts täglich morgendlicher Entsorgung der Toten der Nacht zu Ende ging, kann ich nur sagen: Leckt mich!
Vielen, vielen Dank, Herr Oberst! Diesen miesen Typen, die aber auch rein alles, was den Bürger betrifft. Regeln und bestimmen wollen, müsste man Dringlichkeit das Handwerk legen.
Der Krieg gegen den „Erzfeind“ Russland steht vor der Haustür. Da braucht die deutsche Führung viele junge und gesunde Soldatinnen und Soldaten. Mit einer alkoholbedingten Fettleber, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, eingeschränkter Reaktionsfähigkeit und einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten, Totgeburten und Frühgeburten wird das nichts.
Versierte Steuerexperten und Historiker wissen außerdem, dass 1902 in Deutschland einmal die Schaumweinsteuer aka „Sektsteuer“ eingeführt wurde, um die kaiserlichen Kriegsflotte mit zu finanzieren. Man sollte allerdings auch hinzufügen, dass „Schaumwein“ damals ein Luxusgetränk der besserverdienenden Oberschicht, der Reichen und Supereichen war. Der amtierende „König von Bayern“, Markus Söder würde wahrscheinlich sagen: Das war eine Neidsteuer.
Das ist heute 2026 im „christlichen“ Deutschland (Bayern inklusive) anders. Die Alkoholsteuer ist eine Verbrauchssteuer für alle Konsumenten, sie trifft den besserverdienden Zahnarzt mit dem teuren Weinbrand 🥃 , den Millardär mit dem noch teureren Schampus 🍾 🍸 ebenso wie den kleinen Facharbeiter, der gelegentlich einen „Willy“ 🍐 trinkt.
Das „soziale“ Prinzip von 1902 hat sich allerdings ins Gegenteil verkehrt: Die Alkoholsteuer trifft den Geringverdiener 🪙 2026 wesentlich härter als den Einkommensmillionär 💰 💰 und den „superreichen“ Multimilliardär 💰💰 💰. Aber das ist von der deutschen Regierung und dem deutschen Gesetzgeber so gewollt, schließlich leben wir in einem „demokratischen und sozialen Bundesstaat“ (Art. 20 Grundgesetz von 1949), in dem „Eigentum verpflichtet“ und sein Gebrauch „zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“ soll (Art 14,2 GG).
„Der Krieg gegen den „Erzfeind“ Russland steht vor der Haustür. Da braucht die deutsche Führung viele junge und gesunde Soldatinnen und Soldaten. Mit einer alkoholbedingten Fettleber, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, eingeschränkter Reaktionsfähigkeit und einem erhöhten Risiko für Fehlgeburten, Totgeburten und Frühgeburten wird das nichts.
Dann hätten sie nicht die ganze Belegschaft „gegen Corona impfen“ dürfen… Seitdem ist der Krankenstand in der BW enorm in die Höhe geschnellt, und andauernd hat jemand – bitte gut festhalten – Corona! Das ist nämlich mit Abstand die häufigste „Nebenwirkung“ der Spritze.
Die Statistik ist da eindeutig:
2020 gab es in der BW rund 1000 Coronafälle
2021 3000
2022 über 90.000…..
Ja, ich denke auch, das: „Der Krieg gegen den „Erzfeind“ Russland steht vor der Haustür. Da braucht die deutsche Führung viele junge und gesunde Soldatinnen und Soldaten. Mit einer alkoholbedingten Fettleber, Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, eingeschränkter Reaktionsfähigkeit […] wird das nichts“ bringt es auf den Punkt.
Wie schon sicher mal erwähnt, werden die uns alles nehmen.
Das Fleisch, den Individualverkehr, das Reisen, jetzt den Alkohol und morgen selbst das Wasser.
Sie wollen die Prohibition. Ein dreistufiges Verfahren aus Verteufelung, Verteuerung und Verbot. Die ersten beiden Stufen sind längst in vollem Einsatz, die Verbote kommen noch. Warum? Wir sollen stattdessen Pharmaprodukte konsumieren. Wie das aussieht, kann man heute schon in Rumänien beobachten. Jedes fünfte Haus in Sibiu (Herrmannstadt) ist eine Apotheke. Eine größere Dichte als früher die Kneipen.
Die gibt es nur noch dort, wo Touris sind. Wie bei uns wird dicht gemacht, wenn die Essenszeit vorbei ist. Das ist halt der Unterschied zu früher. Wenn man rauchen und Bier trinken darf, ist das kommunikativ. Darüber hinaus sind dabei in den Tavernen die Vereine, die Parteien und die Genossenschaften gegründet worden. Und es wurden dort Kundgebungen und Demonstrationen geplant. Geht das etwa auch mit Abstinenzlern? Die Antwort ist ein klares Nein. Ist es das, was die Prohibition bewirken soll? Meiner Meinung nach ja.
Das allgemeine Desinteresse an Naturwissenschaft, Musik, Dichtung und Malerei wird allenthalben beklagt. Ja was habt ihr denn erwartet? Die Volksweisheit wusste immer, dass mit Abstinenzlern nichts anzufangen ist. Riesenüberraschung, dass das stimmt.
Immer wieder haben sie versucht, auf alle möglichen Arten die Prohibition einzuführen. Aber vergangene Generationen wussten sich zu wehren. Unsere nicht.
@ Stephan Schleim
Es tut mir leid nicht angemessen antworten zu können.
Hier verschwinden Kommentare.
….und sollte der Karlatan wirklich WHO-Chef werden, kommt neben Alkohol und Zucker auch noch Salz auf die Liste der Gifte. Dafür gibt es eine Empfehlung für pflanzliche Fette und Strafsteuern auf tierische – mit freundlicher Unterstützung von Mazola.
Bier und Wein gehören zur Menscheitskultur.
Die Ägypter begannen schon mit Bierbrauen,griechische Antike ohne Wein nicht denkbar.
Ausserdem sind Wein und Bier vollwertige Getränke im Gegensatz
zu red bull und coca cola und andere sogenannte Softdrinks mit viel Zucker und Phosphorsäure.
Interessant wäre mal eine Verbrauchskurve dieser Softdrinks.
Ich tippe auf eine gegenläufige Kurve.
Um den „wissenschaftlichen Umschwung“ nochmal genauer zu erklären:
Die „Empfehlung der WHO“ beruht primär auf einer „Studie“ des „Canadian Institute for Substance Use Research“, geleitet von 2004 bis 2010 von dem kanadischen Wissenschaftler Dr. Tim Stockwell, seither von seinem Nachfolger Dr. Tim Naimi. (die „Forschende aus dem Bereich der Gesundheitswissenschaften im englischsprachigen Raum“)
Beide sind Mitglieder der Guttempler-Sekte (nennen sich neuerdings Movendi International), einer Abstinenzler-Bewegung, die bereits an der Einführung der Prohibition in den USA führend beteiligt war.
Die „Untersuchung“ der Guttempler, das wurde bereits benannt, wurde mit manipulierten Daten erstellt.
Wie man zu einer Berücksichtigung der eigenen Position bei der WHO kommt ist auch bekannt: die sind nämlich notorisch klamm (wer zahlt gleich nochmal seine Beiträge nicht?), man kann also durch „Spenden“ durchaus auf die WHO Einfluss nehmen.
Fehlt eigentlich nur noch der letzte Teil der Story: warum die „Empfehlung“ der WHO solche Wellen schlägt.
Gute Frage.
Wahrscheinlich, weil keiner mehr die Lust oder/und die Fähigkeit hat, selbstständig zu recherchieren. Es ist halt einfacher, die Verlautbarungen der Obrigkeit (die WHO ist in diesem Sinne eine solche) widerzukäuen.
Zumal, wenn das Ergebnis zum Zeitgeist der neuen Askese passt.
PS:
Das Thema ist i.Ü. von diversen interessierten Menschen bereits aufgearbeitet worden, in D z.B. von Felix Bodmann et. al., von mainzund.de, cicero.de, mpib-berlin.mpg.de usw. usf.
Es ist deprimierend.
Danke für den Hinweis auf Movendi. Ich fand diesen kurzen Podcast mit Dr. Tim Stockwell, in dem er selbst erklärt, wie winzig die Risiken bei moderatem Alkoholkonsum sind; und am Ende räumt er sogar ein, dass Menschen dadurch fröhlicher und netter werden: https://www.youtube.com/watch?v=aBJ_wEv3ZdI
In der Podcastbeschreibung ist trotzdem von „erschütternden“ Todesrisiken die Rede.
Und zu den Wissenschaftlern und Medien: Die brauchen halt alle zehn bis 20 Jahre wieder eine neue Story, um Aufmerksamkeit (und Fördermittel) zu bekommen; der Konkurrenz- und Karrieredruck ist ja enorm.
Danke.
Ein wirklich lesenswerter Artikel zum Abspeichern.
—
Und nun geh ich in die Küche und gönn mir noch ein zweites Glas Bier.
Prost, Herr Schleim!
(Ich meine es ehrlich, ohne jede Ironie!)
Kein Problem. Ich gehe standardmäßig von guten Absichten aus. Prost zurück, auch wenn ich meinen Gin Tonic schon vor längerer Zeit hatte – und es dabei belasse.
Normalerweise hat jeder das Recht, die Drogen zu konsumieren, die er oder sie möchte, und den Staat geht es einen Schei…eck an.
Die ganze Drogenprohibition ist nichts als willkürliche Verlogenheit und hat mit Sorge um die Gesundheit der Konsumenten nichts, aber auch rein gar nichts zu tun, denn die Illegalität von Drogen fördert nur Elend, Gewalt, Kriminalität und Tod, was ja insbesondere beim Alkohol die Prohibitionsjahre in den USA eindrucksvoll demonstriert haben.
Dass ausgerechnet jetzt die legale deutsche Volksdroge Nummer 1, nämlich der Alkohol, in die Schusslinie gerät, ist doch kein Zufall.
Da hat man doch eine neue Kuh, die man steuerlich ordentlich melken kann, um z.B. weiter den Krieg gegen Russland anzuheizen und die Aufrüstung zu pimpen, und obendrein kann sich dieses System, dem es ansonsten sch…egal, ob man etwa in Armut und Obdachlosigkeit dahinsiecht, arbeiten muss bis zum Tod, weil die Rente nicht reicht, oder angesichts der Klimakatastrophe in nicht klimatisierten Pflgeheimen und Krankenhäusern verstirbt oder im Krieg verheizt wird etc., als rührende Institution präsentieren, das sich ja ach so große Sorgen um das „Wohlbefinden“ der Menschen macht, abgesehen davon, dass bei keinem der verantwortlichen politischen Protagonisten mal der Gedanke aufkeimt, dass Menschen diese ganzen kapitalistischen Unverschämtheiten und Zumutungen sowie seine politischen Vertreter ohne psychoaktive Substanzen nicht mehr ertragen können!!
@jemp1965 „Normalerweise hat jeder das Recht, die Drogen zu konsumieren, die er oder sie möchte …“
Ich würde das allerdings schon etwas kritischer sehen 👀 vor allem dann, wenn es um sogenannte harte Drogen geht und insofern zwischen DrogenKONSUM und DrogenMISSBRAUCH unterscheiden. Nicht jeder Konsum ist ein Missbrauch, das Problem ist der (schleichende) Übergang vom Konsum zum Missbrauch.
Wer Drogen konsumiert und genießt, hat die Droge unter Kontrolle. Ich zum Beispiel trinke im Sommer fast keinen Alkohol, das Glas 🍷 zur Pizza und das alkoholfreie 🍺 am Wochenende zähle ich nicht dazu. Im Winter trinke ich am Abend aber gerne mal einen Brandy oder ein Gläschen guten Rum 🥃. Ich saufe am Oktoberfest aber in zwei Stunden keine fünf oder sechs Maß Bier und kotze dann hinter das Bierzelt.
Ein Drogenabhängiger/Süchtiger hat die Droge, egal welche, nicht mehr unter Kontrolle. Nicht er kontrolliert die Droge, sondern die Droge kontrolliert ihn. Jeder Drogenabhängige belügt sich selbst, weil der glaubt, das wäre nicht so.
Hinzukommen persönliche Folgen wie
− gesundheitliche Schäden und andere psychische Probleme
− körperliche Erkrankungen und Organschäden
− Abhängigkeit und Kontrollverlust
− Probleme in der Familie und im sozialen Umfeld
− schlechtere Leistungen in Schule oder Ausbildung
− Schwierigkeiten im Berufsleben und Arbeitslosigkeit
− finanzielle Probleme und Verschuldung
− ggf. Konflikte mit dem Gesetz und
− erhöhtes Risiko für Unfälle, Überdosierung und 💀
aber auch gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Folgen:
− Kosten für Behandlung, Entzug und Rehabilitation
− Kosten durch Notfälle, Unfälle und Folgeerkrankungen
− Produktivitätsverluste durch Fehlzeiten und Arbeitsunfähigkeit
− Kosten für Polizei, Justiz und Strafvollzug (Beschaffungskriminalität)
− Belastung des Sozial- und Gesundheitssystems
− langfristige wirtschaftliche Schäden durch Berufs-/Erwerbsfähigkeit.
In einen Punkt stimme ich Ihnen zu. Wichtig ist die Antwort auf die Frage, warum jemand Alkohol konsumiert bzw. missbraucht. Wenn man am Abend ein Glas Brandy oder was auch immer trinkt, weil es schmeckt, das ist das eine. Das andere ist, wenn man Alkohol missbraucht, um damit Probleme zu „lösen“ wie z. B. Stress im Job, andere berufliche, private und finanzielle Probleme. Diese Probleme löst man nicht durch Alkohol. Diese Probleme werden mit Alkohol in der Regel aber noch viel schlimmer.
Im Tierreich wird auch den überreifen Früchten zugesprochen, um den Rausch zu erfahren- ohne Statistik. Das passiert aber eher in den regelmäßig warmen Gegenden, da wird zugegriffen und dann umgekippt. MeToo, höre ich schon die Tiere rufen, die rund um Merz und Söder leben.
Aus meiner Sicht ist Alkohol in erster Linie ein chemisches Lösungsmittel und schmeckt auch so. Mit Genuss hat das nur sehr bedingt zu tun, eher mit Überwindung, oder dem Erfolgserlebnis, einen Weg gefunden zu haben, das Zeugs konsumieren zu können, ohne dass einem die Gesichtszüge entgleisen oder man sich gar übergeben muss. Da ist man dann mächtig stolz drauf, und dieses Männlichkeitsbild ist offensichtlich in der Trinkkultur besonders stark ausgeprägt. Das geht auch so weit, dass selbst Suchtkranke, die eigentlich schon verloren haben, darauf bestehen, sich der Machtillusion hingeben, ihren Konsum kontrollieren zu können.
Was Kultur/Tradition anbelangt – weil oft damit argumentiert wird – biegt man sich die Geschichte gern zurecht. Entgegen dem Klischee war Alkohol selbst im Mittelalter kein Lebensmittel, das der Allgemeinheit zur Verfügung stand. Alkohol musste man sich leisten können. Auch hier spielt Macht wieder eine Rolle.
Etwas pointiert ausgedrückt: Saufen dient als Ausdruck von Macht.
„Aus meiner Sicht ist Alkohol in erster Linie ein chemisches Lösungsmittel und schmeckt auch so.“
Aus meiner Sicht gibt es schon einen Unterschied zwischen einer leckeren handgemachten heißen Pizza mit Knusperrand vom kroatischen Italiener und einer Fleischkonserve aus der Dose, einer Gewürzgurke und zwei Scheiben Toastbrot. Beides besteht am Ende aus „Chemie“, die im Magen-Darmtrakt aufgelöst werden.
Oha, diskutieren wir dann als nächstes wieder darüber, ob Zigaretten Krebs verursachen? Alkohol ist ein Nervengift, die schädliche Wirkung ist lange erwiesen. Da gibt es nichts dran zu rütteln.
Ich bin dabei, wenn es um Kritik an Erziehungspolitik geht oder wenn Gesundheit als Ausrede für die Aufbesserung des Staatshaushalts herhalten muss oder wenn Missionare schädliches Verhalten verbieten wollen, das nur den Konsumenten selbst trifft.
Aber oft genug trifft es aber auch andere: Kosten für Entzug, Arbeitsausfall auf Kosten des Sozialstaates, Unfälle, Schlägereien, verdreckte U-Bahnen und öffentliche Räume, …
An der Empfehlung, auf Alkohol zu verzichten und ihn von Kindern fernzuhalten, weil er nun mal gesundheitsschädlich ist, kann ich aber wirklich kein Problem erkennen.
Ab einer gewissen Menge bringt einen alles um, sogar Wasser und Zucker.
So weit war man vor Jahrhunderten schon.
Moderater Alkoholkonsum passt zu einem gesunden Lebensstil. Dem widersprechen auch die neuen Studien nicht. Diese ignorieren aber durch die Bank die positiven psychosozialen Faktoren dieses Lebensstils. Und das ist ideologisch und unwissenschaftlich.
So ehrlich sollte man schon sein.
@Heribert Wannsieder
1. Im dem Artikel geht es primär nicht darum, Alkohol von Kindern fernzuhalten.
2. Das, was Sie beschreiben (Kosten für Entzug, Arbeitsausfall usw.), sind die Folgen von Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit. Hier wird/wurde der Alkohol in der Regel missbraucht, um berufliche, private und/oder finanzielle Probleme zu „lösen“, die selbstverständlich dadurch nicht gelöst werden, sondern meistens nur verschlimmert werden.
3. Wenn es um den Schutz vor gesundheitlichen „Schäden“ geht, dann muss man konsequenterweise auch auf Kampfpanzer, Kampfdrohnen und andere militärische Flugkörper und Lenkwaffen verzichten bzw. diese verbieten, denn in jedem Krieg wurden bislang auch Kinder getötet. Das ist im Gaza so, das war vor kurzem im Irak so, das ist in der Ukraine so und das war im letzten Weltkrieg so.
4. Das gilt dann anlog auch für zivile Flugzeuge, Autos, Motorräder, Fahrräder. Auch dabei kommen Menschen zu Schaden, wenn sie nicht mit dem Gerät bzw. Fortbewegungsmittel umgehen können (das nennt man dann „menschliches Versagen“). Sogar beim Wandern in den Alpen sind schon Wanderer tödlich „verunglückt“, weil sie sich überschätzt und die Gefahren im Gebirge unterschätzt haben. Und es sollen schon Fußgänger gestürzt sein, weil sie „schicke“ aber wenig zweckmäßige Schuhe getragen haben.
5. Konsequent zu Ende gedacht, müsste man dann auf alles verzichten oder es verbieten, was Genuss bringt, aber die Gesundheit beeinträchtigt und/oder das Leben verkürzt.
Auch Armut beeinträchtigt die Gesundheit und verkürzt nachweislich das Leben. Nur wenige kritisieren das, denn wenn man fragt, warum „Superreiche“ wie Susanne Klatten und Elon Musk immer noch reicher werden müssen, dann kommt sofort der Ministerpräsident von Bayern, Markus Söder, und ruft laut: Neiddebatte! Neiddebatte! Neiddebatte! Wer über Neid redet, der muss auch über die Gier reden, sonst argumentiert man unredlich.
Alkohol und Nikotin rafft die halbe Menschheit hin: Doch nach gutem alten Brauch stirbt die andere Hälfte auch 🙂
Des kleinen Mannes Sonnenschein ist vögeln und besoffen sein.
Die scheinheilge Debatte um die Gesundheit wird doch nur geführt um mehr Steuern zu bekommen und dem kleinen Mann oder der kleinen Frau jedmögliche Freude zu vermiesen.
Wehre dich kleiner Mann, wehre dich kleine Frau, sonst machen sie uns alle zur Sau!
Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 22%
https://x.com/ArnoGottschalk/status/2089743978966970601
https://www.welt.de/wirtschaft/article6a842d6e9fcb5798aae3a589/top-oekonom-will-mehrwertsteuer-von-19-auf-22-prozent-anheben-und-kuendigungsschutz-lockern.html
Die Abwägung individueller Lebensrisiken mit den damit verbundenen Chancen und Vorteilen gehört zu den Grundfähigkeiten einer gelungenen Lebensgestaltung. Dazu gehören Drogen aller Art, die entweder den Erfolg erstrebenswert machen (solche Drogen sind z.B. Reichtum, Sex, soziales Prestige in Form von dicken Autos, überdimensionierten Villen oder Himalayaexpeditionen zum Preis von Jahresgehältern etc.), oder Drogen, die über Misserfolg, Frustration und Kränkung (deren letzte und existenziellste der Tod und das Wissen um seine Unausweichlichkeit ist) hinweg trösten.
Die Erfolgsdrogen werden allerdings nie in Frage gestellt, weil sie den Kapitalismus am Laufen halten. Die Trostdrogen dagegen sind subversiv und systemfeindlich, müssen daher kontrolliert und bekämpft werden.
Um Gesundheit geht es unseren Neo-Prohibitionisten und Volkserziehern so wenig wie den amerikanischen Prohibitionisten der 1920er Jahre. Es geht um Systemkontrolle, Macht und Steuern. Damit es aber besser aussieht, packt man das Ganze in Geschenkpapier und schreibt „Longeyity“ und „Jugendschutz“ drauf.
Guten Tag,
ich habe den Beitrag mit Interesse gelesen.
Sie verweisen ja gleich auf die machtgeile WHO….. – ansonsten arbeitslose Gesellen, wie der ehemalige Gesundheitsminister, saugen sich mögliche Gefahren aus den Fingern, mit denen sie die Bevölkerung ängstigen/bespielen/ablenken/spalten können.
Es wäre wirklich dringend erforderlich, solchen Institutionen endlich die „rote Karte“ zu zeigen…., insbesondere
nach der C-Erfahrung…..
Alkohol ist soziales Schmiermittel.
In Deutschland/ Europa ist Bier/Wein/Schnaps mir mehr als nur ein Getränk. Dieses „out sein“ in der gesellschaft ist Folge des demographischen Wandels. Alte trinken nicht mehr so viel wie Junge. Und Junge kommen auch aus orientalischen Umfeld, die diese Trinkkultur nicht haben.
Diese analogen sozialen Anlaufstellen, wie Feiern, Feste oder Vereinstreffen wird damit ein Verbindungsmittel genommen.
Natürlich ist das heutigen Technokraten ein Dorn im Auge.
In der späten Sowjetunion gab es auch eine Anti-Alkoholkampagne. Chefsache von Gorbatschow persönlich gefördert. Dessen Fotos bei der stolzen Zerstörung von alten Weinbergen (Wodka wird aus Weizen gemacht) sind heute in Russland symbolisch.
Mein Kampf mit dieser Politik, besteht darin, das man die eigene Kultur verneint.
Der Kampf gegen die Drogen wurde legalisiert, da gewisse Unternehmen daran verdienen.
Wer für die Gesundheit,real gesehen eintritt, der sollte aus gesundheitlichen Gründen, diese Kaste der Ideologie abschaffen.
Da weder Alkohol oder die „Drogen“ abgeschafft werden kann.
Damals hatte eine politische Fraktion ein riesen Staat mit Drogen versucht zu bekämpfen, um sich heute vor diesem Staat gebiert, er solle doch seine Produkte nicht dorthin bringen, um „IHM“ zu schaden.
Das westliche mediale Geplänkel erreicht Spitzenwerte für ihre Propagandaschau, die Frage die bleibt ist:
Welcher Teil auf dieser Welt diese Zirkusnummer als ernst oder kabarettistische Aufführung wahrnimmt.
Es ist einzig und allein des Menschenwillen überlassen, was er mit seiner Gesundheit macht.
Die Umerziehung geht soweit, jedem alles vorzuschreiben und das tut diese Umerziehung, seit ihr Wesen sich damit beschäftigt hatte. Wohl eine geraume Zeit lang…
Ein Trinker, nehme ich stark an, versucht Alkohol schönzureden… die schlimmste Droge überhaupt… klar klappt jeder Abhängige zusammen, wenn er andauernd unter die Nase gerieben bekommt dass es schädlich ist, was genau stimmt… Alkohol ist der Niedergang Deutschlands, aber glücklicherweise haben Jugendliche die schnauze voll von versoffenen Menschen und distanzieren sich… warum hier in Deutschland mit der Ausrede trinken, dass es ein soziales Schmiermittel sei ist klar, wer ein Stock im arsch hat und ohne Alkohol nicht aus sich herausgehen kann verteidigt Alkohol vehement… armselig, wie sich fast 95% der Kommentare ähneln und Alkohol verteidigen und dem Author bereitwillig zustimmen…
Ein Trinker, nehme ich stark an, versucht Alkohol schönzureden… die schlimmste Droge überhaupt… klar klappt jeder Abhängige zusammen, wenn er andauernd unter die Nase gerieben bekommt dass es schädlich ist, was genau stimmt… Alkohol ist der Niedergang Deutschlands, aber glücklicherweise haben Jugendliche die schnauze voll von versoffenen Menschen und distanzieren sich… warum hier in Deutschland mit der Ausrede trinken, dass es ein soziales Schmiermittel sei ist klar, wer ein Stock im arsch hat und ohne Alkohol nicht aus sich herausgehen kann verteidigt Alkohol vehement… armselig, wie sich fast 95% der Kommentare ähneln und Alkohol verteidigen und dem Author bereitwillig zustimmen…