
Donald Trump ist beleidigt, dass man ihm den Friedensnobelpreis nicht verliehen hat. Seine persönliche Befindlichkeit ist von politischer Relevanz.
Präsident Donald Trump hat dem norwegischen Premierminister Jonas Gahr Støre einen Brief geschickt, in dem er erklärte, die USA müssten die “vollständige und absolute Kontrolle” über Grönland besitzen, damit die Welt sicher bleibe. Dänemark könne dieses Gebiet nicht vor Russland oder China schützen. Überhaupt sei nicht einzusehen, welches „Eigentumsrecht“ Dänemark an Grönland beanspruchen darf? Es gebe keine schriftlichen Dokumente; der Anspruch beruhe lediglich darauf, daß vor Hunderten von Jahren ein Schiff dort angekommen sei – “und auch wir hatten Schiffe, die dort ankamen”.
Darüber hinaus schrieb der Präsident: “Da euer Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis nicht zu verleihen – obwohl ich acht Kriege und mehr beendet habe –, sehe ich mich nicht länger verpflichtet, ausschließlich in Begriffen des Friedens zu denken.” Auch wenn der Frieden immer die zentrale Erwägung bleiben werde, könne er nun darüber nachdenken, was gut und richtig für die Vereinigten Staaten von Amerika sei. “Ich habe mehr für die NATO getan als jeder andere Mensch seit der Gründung des Bündnisses, und nun muss die NATO etwas für die USA tun.”
In seinem sozialen Netzwerk Truth Social deklarierte Trump: “Unter meiner Führung wird niemand dieses heilige Stück Land anrühren.” Die Situation sei “äußerst gefährlich für den Frieden, die Sicherheit und das Überleben der Erde.” Vorher hatte Trump bereits angedeutet, er könne gegen Länder vorgehen, die sich der Übernahme Grönlands durch die USA widersetzen. Jede Lösung, die nicht die volle Übertragung Grönlands unter amerikanische Kontrolle beinhalte, sei “inakzeptabel”.
Es lässt sich fragen, warum der US-Präsident der Meinung ist, dass Grönland unter der absoluten Kontrolle der USA geschützter sei, als unter der (imaginierten) Russlands oder Chinas. Früher pflegte man auf eine solche Frage zu antworten, die USA seien im Gegensatz zu den anderen Mächten demokratischen Werten verpflichtet. Die Antwort war schon früher lediglich eine ideologische Rationalisierung der eigentlichen Machtinteressen der USA, aber unter Donald Trump hat sie selbst diese wacklige Triftigkeit bereits eingebüßt: Der Autokrat Trump mit den diktatorischen Allüren profiliert sich zunehmend als Zertrümmerer der formalen Demokratie der USA und als dezidierter Kämpfer gegen demokratische Kulturen in der Welt überhaupt. Seine Verbündeten sind “Demokraten” vom Schlage eines Viktor Orbán oder Benjamin Netanjahu.
Auch die Abweisung von Dänemarks Anspruch auf Grönland mit der Begründung, dass “vor Hunderten von Jahren ein Schiff dort angekommen” sei, hört sich aus dem Munde eines US-Präsidenten mehr als merkwürdig an. Offenbar hat er den symbolischen Stellenwert, den die Mayflower für den nationalen Gründungsmythos der USA hat, (wie so manches Andere) verdrängt. Zwar hatte die Mayflower keine direkte Verbindung zur späteren Staatsgründung 1776, der Mythos blendet zudem die Perspektive der indigenen Bevölkerung stark aus, und dennoch bleibt die Mayflower im kollektiven Gedächtnis der Amerikaner im Hinblick auf Freiheit, Selbstregierung und moralische Legitimation der Nation enorm wichtig.
Aber nicht um derlei rationale Klärungen und Faktenchecks soll es hier gehen. Die sind bei einem Donald Trump ohnehin sinnlos, weil sie sich vergeblich um etwas bemühen, das dem amerikanischen Herrscher als Großmeister der fake news längst egal geworden ist. In seinem Selbstverständnis kann nun mal einzig er “den Frieden, die Sicherheit und das Überleben der Erde” garantieren. Und er versteht es, gegen Länder vorzugehen, die sich seinem Willen (als dem Willen der USA) widersetzen. Wie friedlich es dabei zugeht, konnte man zuletzt bei dem Militärakt gegen Venezuela beobachten. Reflektiert sei hingegen sein Diktum im Brief an den norwegischen Premierminister: “Da euer Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis nicht zu verleihen – obwohl ich acht Kriege und mehr beendet habe –, sehe ich mich nicht länger verpflichtet, ausschließlich in Begriffen des Friedens zu denken.”
Unerörtert bleibe dabei, wo Trump meint, acht Kriege beendet zu haben – vor allem, was er unter “beendet” versteht (wenn man etwa bedenkt, was die IDF weiterhin in Gaza anrichten darf und was sich im Westjordanland zuträgt). Beachtenswert ist hingegen, wie sich ihm der Kausalnexus von Handlung/Haltung/Gesinnung und Reaktion/Entlohnung/Preis verkehrt hat: Damit er zu seinen (vermeintlichen) Friedensbestrebungen konsequent steht, beansprucht er den Friedensnobelpreis, andernfalls ist er nicht mehr verpflichtet, sich am Frieden als Zweck und Ziel zu orientieren.
Lobende Anerkennung als Vorbedingung für tugendhaftes Verhalten. Eltern pflegen zuweilen ihrem Kind eine begehrte Süßigkeit zu versprechen, wenn es sich artig benimmt. Bei der Interaktion mit einem Kind gilt dies als legitimer Deal: Die Eltern erstreben das artige Verhalten des Kindes, und das Kind will die Belohnung haben; es erlernt mithin den Zusammenhang von Verhalten und Prämie. Als Erwachsener wird es gleichwohl lernen müssen, dass das Leben das Verhalten nicht immer im angestrebten Sinne entlohnt, sondern uns im Gegenteil viel Schmerz und Frustration bereiten mag. Die Welt ist eben keine Kinderstube. Indes, wie heißt es so schön bei Freud: “Der Mensch bleibt gern ein Kind, er gibt die Illusionen der Kindheit nur widerwillig auf.”
Was aber bei Freud als Grundstruktur menschlichen Daseins formuliert wird, löst Entsetzen aus, wenn sich dieses infantile Moment im Verhalten eines Politikers manifestiert, der einer Weltmacht vorsteht, ausgestattet mit allen Mitteln der Herrschaft und der Macht, um seinen Willen durchzusetzen und seine (infantilen) Bedürfnisse zu befriedigen. Wir gehen zumeist davon aus, dass Machtmenschen sich an nachvollziehbaren geopolitischen Interessen und annehmbaren ideologischen Zielsetzungen zu bemessen seien. Wir halten uns daran, dass sie im Rahmen einer rationalen Infrastruktur (von Institutionen, Beratern, Oppositionsinstanzen etc.) handeln. Was nun aber, wenn der politische Machtmensch vom besagten infantilen Moment weit mehr beherrscht ist, als wir zuzugeben geneigt sind bzw. uns vor einer solchen Vorstellung schützen zu sollen meinen? Die Frage ist nicht gar so abwegig, wenn man bedenkt, was man bei Trump nach einem Jahr seiner zweiten Amtsperiode alles auf der Weltbühne zur Kenntnis nehmen muss.
In der Tat ist diese Fragestellung nicht neu. In seinem Buch “Kindheit und Gesellschaft” analysierte Erik H. Erikson in den 1950er Jahren Adolf Hitler nicht als klinischen Einzelfall, sondern psychosozial – als Extrembeispiel dafür, wie eine gestörte Identitätsentwicklung mit historischen Bedingungen zusammenwirken kann. Er beurteilte Hitlers Psyche als Produkt einer ungelösten Identitätsentwicklung, die sich in narzisstischer Grandiosität, Projektion und totalitärer Selbstdefinition äußerte – verstärkt und wirksam gemacht durch eine kollektive Identitätskrise.
Mit Bezug auf das Phänomen der Angst postulierte die Psychoanalytikerin Thea Bauriedl einen Zusammenhang zwischen der individuellen und der allgemein-politischen Dimension der Angst. Die Angst sei sowohl in der Politik als auch im persönlichen und psychotherapeutischen Rahmen immer dann “neurotisch” bzw. gefährlich, wenn sie verschoben ist, d.h., “wenn das als angstauslösend erlebte Objekt nur deshalb gefürchtet wird, weil man sich vor ihm scheinbar gefahrloser fürchtet als vor der eigentlichen Angstquelle”. Die eigentliche Angstquelle sei aber immer die zugrunde liegende Konfliktsituation. Für den neurotischen Vorgang der Verschiebung von Angst oder der Projektion von Gefährlichkeit gebe es sowohl in der Politik als auch in der Psychopathologie zahllose Beispiele. “Jeder Mensch manipuliert sich in größerem oder kleineren Ausmaß selbst, indem er seine Ängste verschiebt.”
Dies will wohlverstanden sein: Es geht hierbei nicht um die simple isomorphe Analogisierung von vermeintlich verschiedenen Sphären, sondern vielmehr um die Einsicht in die wesenhafte Verwurzelung des Kollektivpsychischen in der Psychologie des Einzelnen bzw. um das Postulat einer determinanten Wirkung der individuellen Triebdynamik auf die Kollektivsphäre, wie sie von Freud selber dargelegt wurde. Gerade deshalb sollte freilich eine Erörterung der Wechselwirkung von Individuell-Psychischem und Kollektiv-Politischem im Sinne des von Adorno seinerzeit gegen Arthur Koestler erhobenen Einwands eingeschränkt werden: “Es gibt keine ‘politische Neurose’, wohl aber beeinflussen psychische Deformationen das politische Verhalten, ohne doch dessen Deformation ganz zu erklären.” Auf einer solchen Grundlage konnte denn Adorno postulieren, die Struktur des Faschismus und die gesamte Technik faschistischer Demagogen sei autoritär, zugleich aber auch ausdrücklich hervorheben, dass “so gewiß der faschistische Agitator bestimmte innere Tendenzen derer aufgreift, an die er sich wendet, so tut er das doch als Agent mächtiger wirtschaftlicher und politischer Interessen”.

Wie verhält es sich da mit Donald Trump? Bereits 2017 veröffentlichte eine Gruppe von rund 27 US-Psychiatern, Psychologen und anderen psychischen Gesundheitsexperten ein Buch mit dem Titel “The Dangerous Case of Donald Trump: 27 Psychiatrists and Mental Health Experts Assess a President”. Sie wollten erklären, warum Trumps Verhalten, ihrer Meinung nach, nicht nur ungewöhnlich sei, sondern potenziell gefährlich für die Bevölkerung und für politische Institutionen. Viele fühlten sich verpflichtet, die Öffentlichkeit zu warnen.
Es sei vorangeschickt, dass sich nicht wenige FachkollegInnen von diesem Unterfangen distanziert haben. Sie bezogen sich dabei auf die sogenannte “Goldwater Rule”, einer ethischen Richtlinie der amerikanischen psychiatrischen Fachgesellschaft, die ausdrücklich Psychiatern verbietet, eine psychiatrische Diagnose über eine öffentliche Person zu stellen, ohne diese persönlich untersucht und die Zustimmung der Person erhalten zu haben. Besagte Gruppe von Psychiatern und Psychologen kann demnach nicht beanspruchen, eine im Sinne der verpflichtenden Ethikregeln offizielle klinische Diagnose nach professionellem Standard erstellt zu haben. Und doch lohnt es sich zur Kenntnis zu nehmen, was sie an Kennzeichen der Person des Präsidenten anführten: Einige der Experten beschrieben Trump als “malignen Narzissten”, also jemanden mit extremem Bedürfnis nach Bewunderung, fehlender Empathie und Egozentrik. Andere schrieben ihm die “Dunkle Triade” (Narzissmus, Psychpathie und Machiavellismus) zu, mithin Eigenschaften, die laut einigen Kritikern die politische Führung Trumps in gefährlicher Weise beeinflussten. Wieder andere Autoren sprachen über impulsive Wutreaktionen, Realitätsverlust, mangelnde Empathie sowie antisoziale Persönlichkeitszüge und Paranoia. Nach allem, was man seit 2017 bei Trump erlebt hat, bedarf es keiner besonderen professionellen Anstrengung, um die von den Experten beschriebenen Züge am US-Präsidenten zu erkennen. Der Mann spricht sozusagen für sich selbst.
Hält man sich aber an Adornos Einsicht, dass “der faschistische Agitator bestimmte innere Tendenzen derer aufgreift, an die er sich wendet”, so muss man sie variierend ergänzen: Der faschistische Agitator handelt so, weil er diese Tendenzen zunächst bei sich selbst verspürt und sich daher eines prästabilisiert begeisterten Zuspruchs seitens seiner Anhänger gewiss sein kann. Daß er das als “Agent mächtiger wirtschaftlicher und politischer Interessen” tut, steht dem nicht entgegen. Im Gegenteil darf behauptet werden, dass die “Legitimation” durch äußere Motivationen die Wirkmächtigkeit des inneren infantilen Impulses nur verstärkt. Es muss gar nicht entschieden werden, was von beiden Vorrang hat – beide sind miteinander zutiefst verschwistert. Was das aber über uns alle sagt, die dieses Phänomen des infantil eingeschnappten Staatsmannes auf der Weltbühne mehr oder minder machtlos, zuschauend registrieren, wäre gesondert zu erörtern.



Was ist das für eine Psychoanalytikerin (Bauriedel), die solch einen Mist verzapft?:
„wenn das als angstauslösend erlebte Objekt nur deshalb gefürchtet wird, weil man sich vor ihm scheinbar gefahrloser fürchtet als vor der eigentlichen Angstquelle”.
Wenn ein Objekt (z.B. Spinne) irrationale Angst auslöst, liegt es doch nicht daran, dass es „weniger gefürchtet wird, weil man sich vor ihm scheinbar gefahrloser fürchtet als vor der eigentlichen Angstquelle“, sondern daran, dass die eigentliche Angstquelle aufgrund von Eigenschaften, die dieses Objekt besitzt, an die eigentliche Angstquelle angebunden wird. Die verdrängte, angstauslösende Situation dringt zu einem gewissen Teil zur Realität durch und infiziert die Wahrnehmung.
Der Versuch, politische Entwicklungen auf persönliche Eigenarten der Machthabenden zu reduzieren, zeugt vom Unvermögen, politische Entwicklungen zu verstehen.
„Der Versuch, politische Entwicklungen auf persönliche Eigenarten der Machthabenden zu reduzieren, zeugt vom Unvermögen, politische Entwicklungen zu verstehen.“
Vorschlag:
Letzen Abschnitt noch mal lesen und besonders diesen Satz verstehen:
„Daß er das als “Agent mächtiger wirtschaftlicher und politischer Interessen” tut, steht dem nicht entgegen. Im Gegenteil darf behauptet werden, dass die “Legitimation” durch äußere Motivationen die Wirkmächtigkeit des inneren infantilen Impulses nur verstärkt.“
@Zebraherz
So herum (man will das Handeln der Person Trump verstehen) wäre nichts einzuwenden. Aber wen interresiert’s?
Der Gegensatz von Trump zu Biden ist augenfällig – man könnte jetzt eine Debatte über den Einfluss der Herrscherpersönlichkeit auf die Politik beginnen (eher Monarchien angemessen), oder, wieder anders herum, über ihre massenpsychologische Bedeutung nachdenken (Oligarchien mit angeschlossener Pseudodemokratie angemessen).
Aber: hilft uns das beim Verstehen der aktuellen Veränderungen wirklich weiter?
dieser Satz ist missraten und muss richtig so lauten:
Wenn ein Objekt (z.B. Spinne) irrationale Angst auslöst, liegt es doch nicht daran, dass es „weniger gefürchtet wird, weil man sich vor ihm scheinbar gefahrloser fürchtet als vor der eigentlichen Angstquelle“, sondern daran, dass das Objekt aufgrund von Eigenschaften, die es besitzt, an die eigentliche Angstquelle angebunden wird.
Nein. Es reicht eine assoziative oder symbolische Verbindung. Wichtig ist, dass das Ersatzojekt weniger bedrohlich erscheint, das die zugrunde liegende Angst entlastet werden soll.
Also ist inzwischen jeder 2e Artikel ein Trump abreaktions dingsbums, darauf glaube ich verzichten zu können.
Trump sorgt für Frieden!
Friedhofsruhe ist auch Frieden!
Also hat er den Friedensnobelpreis mehr als verdient.
@Wallenstein: Wenn Trump einen Nobelpreis bekommen soll, muß aber erst
eine Kategorie erfunden werden: Der Friedhofnobelpreis !!
Da haben sich vier Psychopathen gefunden: der Donald, der Wladimir, der Volodymyr und der Bibi.
Die ticken alle gleich. Fehlt bloß noch, dass die zusammen schafkopfen.
Ich würde den Wladimir hiervon explizit ausnehmen. Der ist doch im Vergleich eine Ausgeburt von Rationalität.
Putin passt aber so gar nicht in diesen Kreis. Er ist eigentlich sogar der völlig
gegenteilige Typ der anderen drei. Man könnte aber noch drei dazu nehmen: Marcon,
Starmer und Merz. Um der Emanzipation gerecht zu werden, sollte man auch
v.d. Leichen und Kallas noch hinzufügen.
Ich weise hier mal darauf hin: https://etosmedia.de/politik/verteidiger-der-ulm-5-fordern-sofortige-entlassung-aus-der-u-haft/
„Die Ulm 5 sind fünf junge Palästina-solidarische Aktivist:innen, die im Sommer 2025 eine gewaltfreie Aktion gegen den Rüstungskonzern Elbit Systems in Ulm durchgeführt haben und seitdem in Untersuchungshaft sitzen. Trotz geringfügiger Vorwürfe und ohne Personen verletzt zu haben, werden sie seit fast fünf Monaten unter verschärften Haftbedingungen festgehalten. Am Ende des Textes dokumentieren wir die aktuelle Pressemitteilung der Verteidiger:innen, die die sofortige Entlassung der Ulm 5 aus der U-Haft fordern und schwere Rechtsverstöße benennen. Roser Garí Pérez ordnet die PM politisch und juristisch ein und gibt ein Update zur aktuellen Lage der Ulm 5. Zuletzt hatte Roser am 14. Dezember an dieser Stelle über den Fall und die Haftbedingungen der Ulm 5 berichtet.
Die Palästina-Solidaritätsbewegung in Deutschland wird seit Jahrzehnten brutal unterdrückt und verfolgt, doch seit Oktober 2023 hat sich die physische, psychische und juristische Gewalt des Staates intensiviert.
Unter Berufung auf die deutsche Staatsräson (die unerschütterliche Verteidigung Israels, eines Landes also, das derzeit vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) wegen eines Lehrbuch-Genozids in Gaza angeklagt ist) hat die deutsche Polizei Tausende von Menschen festgenommen, und hunderte Fälle werden vor Strafgerichten im ganzen Land verhandelt. Die Berliner Polizei behauptet, allein in der Hauptstadt mehr als 11.000 Verfahren eingeleitet zu haben.
Personen, die wegen geringfügiger Vorwürfe wie Hausfriedensbruch, Sprechchören oder Symbolen strafrechtlich verfolgt werden, werden wie gefährliche Kriminelle behandelt, und ihre Fälle werden oft in Hochsicherheitssälen verhandelt. Während staatliche Gewalt von der politischen Elite und einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung weitgehend ignoriert oder sogar gefördert wird, werden Aktivisten, die sich gegen den Inbegriff dieser staatlichen Gewalt – Deutschlands Mitschuld am Völkermord am palästinensischen Volk – wehren, kriminalisiert und durch langwierige und erschöpfende Verfahren gezerrt. Nichts verdeutlicht diese gefährliche politische Verfolgung besser als der Fall der Ulm 5.“
Die Liste der Kommunikations- und Kontaktbeschränkungen ist lang, ebenso die ganz willkürlicher Schikanen.
Und wetten, all diese Verfahren werden als antisemitische Vorfälle gelistet, damit das permanente Geschrei vom angeblich überbordenden AS auch immer genug Nahrung erhält.
Auch in München sitzen einige Kurden ein, die die faschistoide CSU Justiz unter fadenscheinigen Gründen als angebliche PKK-Anhänger gefangen hält. CSU, Freie Wähler und AfD haben identische Parteiprogramme und sind sich in dieser Sache völlig einig. Dabei ging schon einmal das Unheil von Bayern aus. Jetzt verlangt Söder sogar die Einstellung des Länderfinanzausgleichs und frecherweise noch den Anschluß einiger SPD-regierter Länder an andere CDU-Länder. Schon Gustl Mollat, der in die Psychiatrie mußte, weil er Insiderwissen kungelnder bayrischer Politiker mit der Finanzindustrie aufdecken wollte und glücklicherweise noch von einem Juristen aus Norddeutschland aus der bayerischen Psychiatrie befreit wurde, hat gesagt, wenn Söder Bundeskanzler werden sollte, wandert er sofort aus Deutschland aus. Söder war damals Finanzminister in Bayern.
Die rigorose Kriminalisierung der Gegner der Politik Israels und des Ziofaschismus in Deutschland seitens der Poliziei und Staatsanwaltschaft ist wieder ein weiterer Schritt zum Faschismus. Den Kurden geht es nicht besser, der in Syrien regierende islamische Faschist Ahmed al-Scharaa , der z.Z. alle seine Gesinnungsgenossen aus kurdischen Gefängnissen befreit, wird hier in der BRD mit allen Ehren empfangen.
Noch eine Frage: Warum lassen z.B. die Anmelder kurdischer Demonstrationen eigentlich nicht die Fahnen anderer Parteien und Organisationen und nur ihre eigenen Fahnen zu?
Die Flut von Anti- Trump- Artikel sagt mehr über die Ängste der diversen Autoren aus als übe die Persönlichkeit eines Donald Trump.
Trump ist angetreten, das „ transatlantische Imperium“ aufzulösen. Um die USA als Nationalstaat zu erhalten. Ob es ihm gelingt, ist noch offen. Die Zionisten in Israel haben ebenso Angst, das de USA nicht mehr bereit sind, für sie die „ Drecksarbeit“ zu erledigen, um ihren kranken Hass auf die Araber, Iraner, Türken…auszuleben. Wie auch die EU-Europäer ihren Imperialismus gerne durch die US- Macht ermöglicht haben.
Die Pathologisierung von Trump erinnert mich irgendwie an die Kremlastrologie! Was bringt das? Lößt das ein reales Problem?
Fakt ist doch, wir leben im Zeitalter der Monster! Die alte Weltordnung zerbricht und die neue liegt noch in den Geburtswehen, frei nach den italienischen Marxisten Antonio. Gramsci. Bevor die neue Weltordnung Gestalt annimmt leben wir in einer gefährlichen Übergangszeit, die „Monster“ wie Trump hervorbringt. Nebenbei, das Trump gewählt wurde, hat er auch der christlich-zionistischen Israellobby in den USA zu verdanken. Dieser will er gefällig sein und auch deshalb bereitet er einen Angriff auf den Iran vor. Der aber könnte sein Ende sein, meinen jedenfalls amerikanische Analysten wie Larry Johnson
https://sonar21.com/three-scenarios-for-a-us-attack-on-iran/
Hier entwickelt Johnson drei mögliche Szenarien eines Angriffs auf den Iran und kommt zu den Schluß dies könnte das Ende der Präsidentschaft von Trump einleiten. Allerdings wäre dies nicht das Ende der MAGA-Politik, die dann andere fortsetzen könnten. Amerika hat seine globale Schwäche erkannt und zieht sich auf seine Hemisphäre zurück. Trump ist sozusagen der Manager des amerikanischen Abstiegs. So ähnlich hat es Daniel Marwecki in „Die Welt nach den Westen“ formuliert:
https://www.aufbau-verlage.de/ch-links-verlag/die-welt-nach-dem-westen/978-3-96289-239-5
Für Israel könnte der amerikanische Angriff auf den Iran gefährlich werden, den Teheran wird auch gegen die israelischen Unterstützer von Trump vorgehen. Tel Aviv könnte brennen. Würde ich dort leben, würde mir das schlaflose Nächte bereiten und ich würde ernsthaft ans auswandern denken. Die Psyche von Trump wäre mir egal!
Wenn Trump ein Monster ist, was war dann Biden? Ein Alp? Und was war Obama? Nicht ein Alp, aber ein Alptraum? Und was war Clinton? …
Fragen über Fragen.
Das ist eine Analogie um die Weltlage zu verdeutlichen, mehr nicht. Ist nicht wörtlich zu verstehen. Ich will einigen Naivlingen nur zeigen, ihre Welt und damit ihre Ideologie/Glauben zerbricht. Wer in Israel lebt, sollte praktische Konsequenzen ziehen
@ Naomi: „chistlich-zionistische Israellobby“ nee, iss klar……
Ein paar Auszüge aus dem „Diktat des Papstes“, Gregor VII. aus dem 11. Jahrhu dert:
-darf nur der Papst Bischöfe einsetzen oder berufen
-ist es niemandem erlaubt, mit einem vom Papst gebannten in einem Haus zu weilen
-darf nur der Papst neue Gesetze erlassen, neue Kirchen gründen, bestehende umwandeln, teilen und zusammenlegen
-kann der Spruch des Papstes von niemandem aufgehoben werden, er dagegen darf die aller anderen umstossen
-ist allein der Papst Erbe und Rechtsnachfolger der Apostel und deshalb Herr über alle Königreiche und Länder
-Der Papst allein darf die kaiserlichen Insignien führen und seine Füsse haben alle Fürsten zu küssen
-Der Papst darf die Kaiser absetzen
-Der Papst ist heilig, sobald er geweiht ist
-Die römische Kirche hat nie geirrt und wird in Ewigkeit nicht irren
Ich kann mir nicht erklären, weshalb mir das grade jetzt eingefallen ist!
Es tut mir daher wahnsinnig leid, das da überhaupt kein Zusammenhang mit dem Artikel besteht, sorry!
Vielleicht kann mir einer der werten Forenten mit einer Erklärung zu Diensten sein?
Ihre Liste ist unheimlich, zeigt sie doch die strukturelle Identität der Herrschaftsmechanismen zwischen dem kirchenchristlich dominierten Mittelalter und unserem MSM gleichgeschalteten Technikzeitalter auf.
Vermutlich hatten sie dabei an den neuen „Friedensrat“ des Auserwählten gedacht?
Prump ist König
Trump ist Papst
Trump ist Liebe
(P.S. wenn es letzthin einen „Epochenbruch“ gegeben hat, dann war es die viel zu geräuschlose Hinnahme dieser Monstrosität seiner Durchlaucht durch die Welt-„Gemeinschaft“ – ein wahrlich epochales Versagen).
“ ……die dieses Phänomen des infantil eingeschnappten Staatsmannes auf der Weltbühne mehr oder minder machtlos, zuschauend registrieren, wäre gesondert zu erörtern……“
Gerade das würde mich mal interessieren,
warum, weshalb und wieso die europäischen Regierungschefs so reagieren wie sie aktuell reagieren. Ukraine-Konflikt, Gaza Konflikt, Iran, Venezuela, Panama, Kuba…. sind die europäischen „Fürsten“ im Geheimen mit der „Drecksarbeit“ einverstanden, die Trump auch für sie macht sind sie etwa genau so infantil eingeschnappte Staatsmänner und -Frauen wie Trump???
Den „EU-Fürsten“ ist es doch scheissegal, was in Venezuela, Kuba, Panama……passiert
das muss dann im Zweifel genau analysiert werden, da es ja SOOOOO komplex ist.
Macron ist ein Paradebeispiel für einen
„infantil eingeschnappten Staatsmann“,
beleidigt weil seine Partei bei der Europawahl verloren hatte, setzte er Neuwahlen an, ohne Grund einfach so, weil er „sich persönlich beleidigt fühlte“ , dieses
Verhalten verstärkt sich seitdem……in ganz EUropa zu beobachten, zu dem Beleidigtsein kommt noch die Rache dazu…..!