Deckerinnerung als Politpraxis

IDF Selbstdarstellung

Was sich in Israel in den letzten drei Jahren zugetragen hat, wird von der Bevölkerung kaum noch diskutiert. Wie erklärt sich das?

 

Der Begriff Deckerinnerung stammt aus der Psychoanalyse, besonders aus den Arbeiten von Sigmund Freud. Er beschreibt eine scheinbar unwichtige oder banale Erinnerung aus der Kindheit, die tatsächlich eine andere, emotional bedeutsame oder verdrängte Erinnerung “verdeckt”. Verdeckt werden soll die bedeutsame Erinnerung wegen ihres dem Erinnernden unangenehmen bzw. unerträglichen Inhalts.

Der Begriff lässt sich nicht ohne weiteres auf kollektive Erinnerungen übertragen, und doch kann man Verdeckungspraktiken auch bei Kollektiven nachweisen. In der Soziologie hat sich dafür der Begriff der Ideologie etabliert, welcher in der marxistischen Tradition auch mit dessen negativer Deutung als “falsches Bewusstsein” einhergehen mag. Dabei kann Ideologie als bewusste, aber auch als eine sich gleichsam “von selbst” ergebende Manipulation des Bewusstseins wirken; beide sind mit den Kategorien der Rationalisierung, der Schutzbehauptung und der Rechtfertigung verschwistert. Ziel ist dabei das Verdrängen bzw. das Vergessen des Unangenehmen oder auch narzisstisch Kränkenden, wobei Manipulierende und Manipulierte sich wechselseitig beeinflussen.

Denkt man etwa an das erste Jahrzehnt der alten Bundesrepublik, so stach das Beschweigen des Zweiten Weltkriegs, mithin der Shoah, hervor. Sich in der wirtschaftswunderlichen Normalität schnell einlebend, konnte man allerlei deckerinnernde Narrative annehmen, sprach bald vom “anderen Deutschland”, apostrophierte die NS-Zeit als geschichtlichen “Betriebsunfall” oder gab schlicht vor, von nichts gewusst zu haben. Verdeckt wurde dabei, Margarete und Alexander Mitscherlich zufolge, die sogenannte Unfähigkeit (der Deutschen) zu trauern, was – entgegen dem common sense – die Unfähigkeit, sich vom Faschismus zu verabschieden meinte, der bei sehr vielen innerlich noch nachwirkte, äußerlich jedoch illegitim und politisch inakzeptabel war.

Von Bedeutung war in diesem Zusammenhang die geopolitische Situation der BRD in jener Zeit. Nicht nur brauchten die USA im Rahmen des bereits wütenden kalten Krieges den Wiederaufbau Westdeutschlands zwecks Errichtung einer kapitalistischen Bastion gegen die “Bedrohung des Kommunismus” aus dem Osten, sondern man befleißigte sich auch nahezu pauschaler “Entnazifizierung”, die es Teilen der ehemaligen NS-Eliten ermöglichte, sich in Westdeutschland wieder zu etablieren.

Parallel dazu herrschte auch, zumindest in den israelischen Lebenswelten, ein weitgehendes Beschweigen der Shoah. Zwar wurde ein Shoah-Gedenktag ausgerufen und die Gedenkstätte Yad Vashem errichtet, es wurden auch Orte und Institutionen nach Helden des jüdischen Widerstands gegen die Nazis benannt. Aber man darf behaupten, dass erst mit dem Eichmann-Prozess im Jahr 1961 der öffentliche Auftritt von Überlebenden auf dem Zeugenstand die Öffentlichkeit des zionistischen Staates aufrüttelte und sich eine erste publike “Anbindung” an die Katastrophe ermöglichte.

Der Grund für das Beschweigen lag zweifellos auch im Bedürfnis vieler Shoah-Überlebender, sich mit dem neuen Leben im jüngst gegründeten Staat vom Horror des Erlebten abzusetzen (es war wohl noch psychisch zu früh für eine wirkliche Aufarbeitung). Aber der eigentliche Grund für die Verdrängung lag in der Politik bzw. der Ideologie des zionistischen Staates: Die Überlebenden, die für ihren Zustand keine Empathie seitens der Öffentlichkeit, geschweige denn seitens des Staates erwarten durften, verkörperten in ihrer Gebrochenheit und als Opfer all das, was der Ideologie des Zionismus entgegenstand. Sie galten zum allergrößten Teil eben nicht als der wehrhafte, dem Pionierleben verpflichtete, aufrecht-stolze “neue Juden”, sondern eher als Manifestation des “diasporischen Juden”, den es ja zu überwinden galt. Die Deckerinnerung, wenn man so will, drückte sich im ideologisch gestählten Slogan des Landes “Vom Untergang zur Auferstehung” (mi’shoah le’tkumah), was implizit eine zionistische Teleologie der Shoah ergab, mithin die Shoah zum Argument des Zionismus verkommen ließ.

Der Gazakrieg fungiert als Deckpraxis, um die gegen Netanjahu gerichteten Schuldanwürfe abzuwehren

Eine eklatante Deckerinerungspraxis ist im gegenwärtigen Krieg Israels gegen den Iran zu beobachten. Erinnert sei zunächst an den Januar 2023, als die gerade gebildete Koalition Netanjahus die sogenannte “Justizreform” der Öffentlichkeit präsentierte. Sie lief auf eine dezidierte Beschränkung der israelischen Justiz bzw. der Judikative hinaus, mithin auf eine antidemokratische Erschütterung der parlamentarischen Gewaltenteilung hinaus.

Ein persönliches Interesse daran hatte Netanjahu selbst, der mit dieser Maßnahme sowohl die Macht des Obersten Gerichtshofes um die Erweiterung der Handlungsfreiheit der Exekutive zu beschränken als auch politischen Einfluss auf den Fortgang seines Prozesses wegen Korruption, Betrugs und Veruntreuung zu nehmen trachtete. Dieser die formale Demokratie Israels bewusst unterwandernde “Reformakt” rief damals viele Netanjahu verabscheuende Teile der israelischen Gesellschaft auf den Plan. Es entstand eine beeindruckende, kreativ fungierende Protest- und Demonstrationsbewegung, die neun Monate lang, besonders an Wochenenden, gegen das Ansinnen der Regierungskoalition agierte und nicht zur Ruhe kam.

Und dann kam der 7. Oktober. Hauptschuld an der Katastrophe und die Verantwortung für sie trugen Netanjahu und seine Regierungskoalition nebst dem Militär und den Geheimdiensten, die kläglich versagt hatten. Aber schon wenige Tage, nachdem man sich “gefangen” hatte, begannen Netanjahu und seine Minister ein Decknarrativ in die Medien einzuschleusen: Schuld seien einzig das Militär und die Geheimdienste, der Premier sei nicht rechtzeitig über die Gefahr unterrichtet worden. Alsbald kursierte die (ihm und seinem agitatorischen Umfeld zugeschriebene) Konspirationstheorie, man habe ihn gar hintergangen, um ihn zu stürzen. Und als dann der Gazakrieg ausbrach, erlangte Netanjahu eine Art Medienmonopol, um seine verlogene Behauptungen ungestört weiterhin zu kolportieren, während sich die Medien eine Selbstzensur auferlegten: In Kriegszeiten hält man sich mit aller Kritik an den Regierenden zurück.

Schnell genug erlahmte die Demonstrationsbewegung fast vollkommen; man wurde nun, gesteigerter als sonst, patriotisch. War man es aber nicht und leistete sich Kritik, wurde man vonseiten der Regierungstreuen in den sozialen Medien als Verräter in Kriegszeiten abgeschmettert. So diente der Gazakrieg als Deckpraxis, um die gegen Netanjahu und seine Koalitionspartner gerichteten Schuldanwürfe abzuwehren – eine Funktion, die eine besondere Bedeutung erlangte, als die Forderung in der Bevölkerung erklag, eine vom Staat eingesetzte Untersuchungskommission über das Desaster des 7. Oktobers nach dem Krieg zu nominieren.

Netanjahu, der sich gegen eine solche Möglichkeit vehement wehrt, wusste auch dies perfide abzufangen, indem er eine ihm genehme Kommission zur Disposition stellte. Die Kritik daran erlahmte auch schnell, denn der Krieg nahm Ausmaße an, mit denen man gar nicht gerechnet hatte. Die einzige Demonstrationspraxis, die noch zugelassen wurde, war die der Angehörigen der Geiseln in Hamas-Gefangenschaft und der sich mit ihnen Solidarisierenden, und selbst sie wurde von den Netanjahu dienenden sozialen Medien manipulativ besudelt, gar des Verrats bezichtigt. Die Demonstrationswelle des Jahres 2023 war nunmehr fast völlig vergessen – die ideologische Deckerinnerung des Gazakrieges hat sie außer Kraft gesetzt.

Die Frage ist nicht, ob der Krieg gegen den Iran hätte vermieden werden können, sondern ob man ihn überhaupt vermeiden wollte

Und nun befindet sich Israel wieder im Krieg. Es handelt sich um einen von Netanjahu und Trump initiierten Krieg. Seine offizielle Begründung ist schwer anzugeben – bei Trump wechseln die Kriegsziele unentwegt, zuweilen von einem Tag auf den anderen; und auch Netanjahu ist versatil in dieser Hinsicht. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Sowohl der US-Präsident als auch der israelische Premierminister brauchen den Krieg aus politischen Gründen im besten Fall und aus rein persönlichen Interessen im eher anzunehmenden.

Die politischen Gründe sind die in Israel dieses Jahr anstehenden Parlamentswahlen und die midterm-Wahlen in den USA. Die persönlichen Gründe haben bei Netanjahu mit dem Versuch, seinen Prozess zu annullieren, zu tun, bei Trump mit dem Bestreben, von der Krise der für ihn zunehmend bedrohlicheren Veröffentlichungen aus den Epstein-Akten abzulenken.

Nun mag man sich fragen: Ist es wirklich plausibel, dass ein Krieg solchen Ausmaßes aus solch fremdbestimmten Gründen vom Zaun gebrochen wird? Die Antwort darauf lautet: Nicht nur aus diesen Gründen, aber durchaus mit ihnen als gewichtige, wenn nicht gar entscheidende Erwägung. Denn was man jetzt als Gründe angibt, sind Ziele, die man im letzten Jahr (nach dem 12-Tage-Krieg gegen den Iran im Juni) bereits großmäulig für erreicht und erledigt erklärt hat. Und auch der Krieg im letzten Jahr hätte vermieden werden können, wenn Trump nicht (auf Netanjahus Betreiben hin) das Abkommen, das Barack Obama seinerzeit mit den Iranern abgeschlossen hatte, mutwillig aufgelöst hätte.

Zwar stimmt es, dass das Mullah-Regime grausam ist, Iran mithin ein Staat ist, der Israel erklärtermaßen vernichten will. Aber kann er das auch? Und kann er es, ohne Gefahr zu laufen, selbst zerstört zu werden? Ein Iran ohne Atombombe ist zweifellos besser (für die gesamte Region) als ein nuklearisierter Iran. Aber ist wirklich davon auszugehen, dass ein Iran im Besitz der Atombombe Israel angreifen würde? Die Iraner seien irrational, bekommt man in Israel zur Antwort auf diese Frage. Aber inwiefern ist Israel rationaler als die politische Spitze des Iran? Was berechtigt zu dieser Behauptung – in den letzten Jahren der vermehrten Faschisierung und Theokratisierung des zionistischen Staates zumal?

Die Frage ist nicht, ob der Krieg hätte vermieden werden können, sondern ob man ihn überhaupt vermeiden wollte. Und die Antwort darauf lautet (zumindest für Israel): Nein, man wollte ihn nicht vermeiden, man wollte den Krieg. Das Erstaunliche dabei ist, dass die israelische Bevölkerung sich einem euphorisch-nationalistischen Taumel hingibt: Zwei Jahre Gazakrieg haben offenbar nicht ausgereicht, um eine ernstzunehmende Atempause anzustreben und Waffenruhe zu verlangen.

Die offizielle Erklärung des Weißen Hauses, man habe vor der unmittelbaren Gefahr eines Angriffs des Iran auf die USA gestanden, kann man nur sarkastisch belächeln. So schwer es fällt, dies in der Trump-Ära noch zu glauben, aber so viel common sense dürfte die US-Bevölkerung noch aufbringen können, um diese Erklärung zu verwerfen. Die offiziellen Erklärungen in Israel waren nichts anderes, als das leidige Hochkochen der von Netanjahu schon seit über 20 Jahren perpetuierten Rhetorik über die vom Iran ausgehende Bedrohung der Existenz Israels.

Wie erklärt sich also das an serviler Obödienz kaum zur überbietende Verhalten der israelischen Bürger und Bürgerinnen, die den Zustand eines Alltags, an dem man 5-8mal am Tag (und in der Nacht) in den Luftschutzbunker stürzt, die Bildungsstätten und Kultureinrichtungen geschlossen und große Bereiche der Wirtschaft lahmgelegt sind, der Luftverkehr stillsteht und ein Ende von alledem nicht abzusehen ist, als Hinzunehmendes akzeptieren?

Die an dieser Stelle anzuführende Sozialpsychologie, welche dies zu erklären vermöchte, sei übergangen. Worum es hier geht, ist die Wirkung der ideologisierenden Deckerinnerung. Denn um die vergangenen drei Jahre, welche es dringend aufzuarbeiten gelte, zu verdrängen, bedarf es einer effizienten Sensation in der Gegenwart, und was bietet sich dafür besser an, als ein Krieg, den man der Masse nur angemessen zu verkaufen braucht. Und man kann sich sogar das Verkaufen ersparen – der Krieg selbst mit all seinen Gefahren, Leidmomenten und aktuellen Anforderungen gerinnt gleichsam zur Deckerinnerung.

Niemand in Israel redet noch von den großen Demonstrationen des Jahres 2023, der 7. Oktober ist kaum noch Thema, der horrende Gazakrieg, den man beging, um den “totalen Sieg” zu erringen, ist völlig in den Hintergrund getreten, mit ihm auch die fremdbestimmte Handhabung der Geiselfrage sowie das anstehende Problem der zu nominierenden staatlichen Untersuchungskommission zur Aufarbeitung des Gaza-Fiaskos. Man steht fassungslos vor so viel Verdrängung, Verblendung und Fügsamkeit, vor so viel Lüge, Verruchtheit und Manipulation. Vor allem aber fragt man sich bestürzt, mit wem, wenn überhaupt, in Zukunft eine Wende zu Besseren angetrieben werden soll.

Moshe Zuckermann

Moshe Zuckermann wuchs als Sohn polnisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Tel Aviv auf. Seine Eltern emigrierten 1960 nach Frankfurt am Main. Nach seiner Rückkehr nach Israel im Jahr 1970 studierte er an der Universität Tel Aviv, wo er am Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas lehrte und das Institut für deutsche Geschichte leitete. 2018 wurde er emeritiert. Sein Buch In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Florian Rötzer geschrieben hat, erscheint demnächst.
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104 Kommentare

  1. Wollen sie jetzt die Israelis psychologisch verschwurbelt in Schutz nehmen. oder worauf läuft dieser Artikel hinaus?
    Schön wäre es gewesen, etwas über den mysteriösen Tod von Fefe zu schreiben, der bereits auf den 1. März datiert ist, aber mit den Zionisten in Israel hätte ich nun wirklich kein Mitleid.
    Es gab doch auch einen Themenbaum zu, wenn ich mich recht erinnere.

      1. Ist das auch eine Deckerinnerung, Felix von Leitner und seinen Blog, einen Leuchtturm liberalen Geplappers Deiner Richtung, zu verdrängen? Ex und hopp?
        Dass er tot sein soll, ist mir aber auch neu. Das jüngste Gerücht.

        1. Ja. Auch noch nicht gehört. Bisher war mein Stand, daß er lange im Krankenhaus und dann in der Reha war. Und bisher offenbar noch nicht gesund genug um seinen Blog oder seine Firma weiterzuführen. Einen Eintrag gab es am 6. Dezember 2025 zum Kauf von Warner Brothers durch Netflix. Seitdem nichts.

          Sein 0815 linksliberales Gerede war auch nie meines, aber es sammelten sich immer wieder lustige Verschwörungslinks bei ihm und seine Aussagen zu Programmieren und Datenschutz und solche Computerthemen waren eigentlich meist ganz vernünftige. Obwohl auch die eher linken Parteien durchaus Kritik von ihm abbekamen.

    1. Man hätte auch aus aktuellem Anlass einen Artikel über die stabilisierende Wirkung neurotischer Zwangshandlungen und die Auswirkungen auf den Betroffenen bei Wegfall gewohnter Rahmenbedingungen durch Entscheidungen einer Forums-Moderation eines Online-Magazins schreiben können.

      1. Sie sind wirklich witzig, auch wenn sie nicht einmal wissen wer Fefe war.
        Denn das gehört eigentlich zur Grundausbildung eines potentiellen Widerstandskämpfers.

    2. »Fefe« ist der Spitzname eines bekannten Programmierers, Experten für IT-Sicherheit und Internet-Bloggers. Der Klarname lautet Felix von Leitner.

      Der jüngst (am 1. März) nach langer Krankheit verstorbene Programmierer und Experte für IT-Sicherheit heißt hingegen Felix Lindner.

  2. Hm, ich bin irritiert: ein Text von Florian Rötzer oder nicht doch von Zuckermann, dessen Ausdrucksweise und Argumentation hier erkennbar ist?! Und sein Platz ist es auch.

    1. Ich habe leider beim Anlegen des Artikels die Voreinstellung des Autors nicht verändert. Daher versehentlich mein Name als Autor. Ist mittlerweile verbessert.

    1. Ich schliesse nicht aus, dass Florian Rötzer Inhalte wiedergibt, die Moshe Zuckermann aus Gründen der Kriegszensur und zunehmenden Repression nicht unter seinem Namen veröffentlichen will.

  3. Deckerinnerung? Das klingt ein wenig konstruiert.
    Nennen wir es mal schlich Ablenkungsmanöver.
    Unter der medialen Ablenkung des Angriffs auf den Iran, nimmt der Völkermord an den Palästinensern gerade wieder so richtig Fahrt auf.

    P.S.:
    Ja, denke auch, das ist Zuckermann Schreibe.

    1. Deckerinnerung ist ein Ablenkungsmanöver. Den Begriff finde ich eigentlich ganz gut gewählt. Mit dem hochhalten einer bestimmten Erinnerung wird alles andere zugedeckt.

  4. Das Fiasko von Gaza scheint bisher vor allem das Fiasko der Palästinenser zu sein, die nach wie vor trotz großmäuligem Waffentillstand ermordet werden, wieder verstärkt durch Hunger und den Verlust der Hilfe durch die Hilfsorganisationen. Offenbar sehen die jüdischen Israelis bisher vor allem den Gewinn, nämlich an dem geraubten Land rundrum, das sie dann, wenn ihr Feldzug beendet sei, zum Erblühen bringen würden, wie ihre Propaganda ja schon früher lautete, zum Preis einer eben nicht an die geographischen Verhältnisse angepassten Landwirtschaft, was dann Wassermangel und Zerstörung der Böden zu Folge hat.
    Tja, irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie doch sehr ‚deutsch‘ sind, wenn man sich ihren Raub-und Vernichtungswillen anschaut und daher rührte wohl auch schon die damalige hiesige Begeisterung für die „tapferen und strategisch klugen Israelis“ im 7 Tage-Krieg, wie ein jüdischer Zwilling zu den frühen deutschen Eroberungserfolgen.
    Aber auch sie werden sich dann dem stellen müssen, was sie an Anderen und an sich selbst verbrochen haben.

    1. Andere Nachbarstämme haben wir Menschen schon in der Steinzeit ausgerottet. Sogar Schimpansen tun dies ihren Nachbarschimpansen an. Das ist nicht spezifisch deutsch.

      Karma kommt irgendwann für jeden. Fragt sich nur ob für die Verantwortlichen selbst oder für deren Nachfahren oder Untergebenen.

  5. Es stellen sich folgende Fragen:

    Lebt Moshe Zuckermann noch? Der Iran hat, genauso wie es die Israelis im Libanon tun, die Bewohner von Tel Avis in Handymitteilungen auf Hebräisch, zur Evakuierung der Stadt aufgefordert. Mehrmals ist der Strom und Tel Aviv ausgefallen, folglich auch das Netzt zusammengebrochen.

    Ist es überhaupt noch möglich infolge von Stromausfällen und der israelischen Militärzensur Artikel aus Israel herauszuschmuggeln?

    Jetzt wird auch auf rt, die bisher sehr zurückhaltend berichtet haben, gemeldet die israelische Luftsbwehr sei zusammengebrochen.

    https://rtnewsde.online/der-nahe-osten/273154-top-us-experte-iranische-raketen/

      1. Das habe ich mich auch schon gefragt. Sein Bruder scheint tot zu sein
        Die berechtigten Vergeltungsschläge des Iran heute Nacht gegen das zionistische, völkermordende Terroregime scheinen sehr schwer gewesen zu sein

        1. Netanjahu in seiner Fernsehansprache am 13.3. (bei rt gelesen)
          „Wir werden das Königreich erreichen. Wir werden die Wiederkehr des Messias erleben. Wir werden es bis zur Wiederkehr des Messias schaffen – aber das wird nicht nächsten Donnerstag geschehen.“
          Der Typ sieht sich als Messias…..😇
          allerdings denke ich, wird Netanjahu die Juden in die Verbannung führen…..!

            1. @Arthur Dent

              KI oder nicht KI das ist mir egal.

              Es gibt Hinweise darauf, auch etliche aus Zeiten vor Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten, schon, dass Benjamin Nethanjahu ein religiöser rechtsextremer Fanatiker ist, ebenso wie große Teile seiner Regierung, und in den USA bei Trump sieht es auch nicht besser aus, die Evangelikalen dort in der Regierung träumen auch schon seit Jahren von der Niederkunft des Messias durch eine Apocalypse – herbeigeführt durch einen Angriff auf den Iran, wie gesagt seit Jahren träumt Nethanjahu schon von so einem Szenario.

              Was mich trifft, solche Spinner in den USA und in Israel an der Macht, und wo bleibt der Aufschrei des säkularen Europa dagegen?

              Ich meine nicht EUEuropa sondern das komplette Europa – bis zum Ural.

              Wir sind immerhin aufgeklärter als dieser religiös-fanatische Mist in Israel und in Washington D.C. , und allein das sollte die Massen gegen diesen Krieg auf die Beine treiben – zum Frieden demonstrieren, und gegen religiösen Fanatismus der Evangelikalen und der israelischen Theokraten (= religiösen Diktatoren in Israel).

              Säkularer Gruß
              Bernie

              1. Ich beuweifele, daß Netanjahu allzu gläubig ist. Das messianische Gerede passt ihm aber gut in den Kram. Er ist meiner Meinung nach Zionist, also ein Atheist, der glaubt YHWH habe ihm das heilige Land versprochen. Aber außer für die Optik wird der nicht in die Synagoge gehen.

          1. @Rubis

            Ich wies hier auch schon darauf hin, und es ist überaus schade, dass dieser Spinner Israel regiert während die israelische, säkulare „Linke“, zu der auch Moshe Zuckermann gehört, keine gesellschaftlich relevante Stimme mehr in Israel ist – seit dem Genozid in Gaza, d.h. eigentlich sogar vorher schon.

            Die säkulare jüdisch-amerikanische Autorin Deborah Feldman, Autorin von „Unorthodox“, schrieb schon vor Jahren, nach einem sie persönlich enttäuschenden Aufenthalt in Israel von einer jüdischen Theokratie (= religiösen Diktatur). Auch heutige Stimmen aus Israel bezeichnen die rechtsextreme jüdische Regierung unter Benjamin Nethanjahu als Theokratie.

            Man frägt sich warum der „Wertewesten“ zu solchen Spinnereien aus Jerusalem schweigt – wo bleibt der Aufschrei der säkularen Welt? Also ich hab keinen Bock drauf für eine ominöse Märchenfigur namens „Messias“ draufzugehen.

            Säkulare Grüße
            Bernie

          2. @Rubis

            Das Judentum erwartet den Messias, von Wiederkehr kann keine Rede sein.

            Und Netanjanhu kann sich entsprechend der jüdisch-religiösen Erwartung auch nicht als Messias ausgeben noch fühlen.

            1. das ist mir bewusst, dass die Juden auf ihren „Messias“ warten, Netanhahu fühlt sich aber wie der „Messias“ und er wird versuchen das Land für die Juden, das „Gott ihnen in der Bibel“ versprochen hat, wieder zu erobern.
              Ich bin da eher bei Bernie, Netanhaju ist ein Machtmensch und ein Fanatiker, die säkularen
              Juden müssten alle aufstehen und ihn aus dem „Tempel“ jagen und seine Minister gleich mit.
              War denn Jesus zu Lebzeiten schon der „Messias“?
              Nein war er nicht! Er wurde viel später dazu gemacht.

              1. Ich vermute, dass die Rede nicht korrekt übersetzt wurde.

                Was Nethanjahu und die anderen religiösen Fanatiker machen ist, sich auf die Ankunft des Messias vorzubereiten und entsprechend den religiösen Prophezeiungen die dafür notwendigen Maßnahmen umzusetzen, wie beispielsweise den Bau des dritten Tempels voranzutreiben und die Inbesitznahme des gelobten Landes und die Eliminierung aller Nichtjuden dort. Kein Jude fühlt sich als Messias. Insofern würde der Massenmörder N. von seinen religiös-fanatischen Kumpels nicht ernst genommen.

  6. Amis drehen frei und attackieren iranische Ölexportinsel. Das Dumme: Nun hat Iran keinen Anreiz mehr, die Straße von Hormus nicht komplett zu verminen. (Nein, eine Marine ist dafür nicht notwendig.)

  7. Ich brauche derartiges psychologiesierendes Geschwafel nicht, um zu sehen, das Israel zu einem staatsterrorristischen kriminellen Gebilde mutiert ist, sich mit einem eben solchen anderen Gebilde, den USA, zusammen tut, um Verbrechen gegen den Frieden und gegen die Menschlichkeit zu begehen!
    Mir sind keine Grossdemonstrationen in besagten Ländern dagegen erinnerlich!
    Ein Land wie Deutschland, das aktiv mit Waffenlieferungen und diplomatischer Unterstützung an der Seite dieser Länder steht, leistet Beihilfe!
    So einfach ist das!
    Soll ich jetzt vielleicht die armen Israelis bedauern?
    Was soll mir dieser Artikel?
    Jeder auf der Welt kann sehen, täglich sehen, wie diese Staaten Menschen töten und sich auch noch damit brüsten!
    Der Motonome hat einfach nur recht gehabt, wenn er wieder und wieder sagte, das es keinen Frieden geben wird, solange dieser Staat existiert.
    Und nein, ich bin kein Antisemit!
    Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun!
    Und die Rolle der EU, vor allem unseres Landes, ist einfach nur erbärmlich zu nennen!
    Ich bin einfach nur zornig und fassungslos!

    1. @Wallenstein
      „… Soll ich jetzt vielleicht die armen Israelis bedauern?“
      —-
      Wieso „die armen“ Israelis? Sollte
      man nicht jeden Armen bedauern?
      Wenn Du sagst „die (armen) Israelis, meinst Du jeden Einzelnen damit. Eine recht zynische Bemerkung.
      —-
      „… Der Motonome hat einfach nur recht gehabt, wenn er wieder und wieder sagte, das es keinen Frieden geben wird, solange dieser Staat existiert…“
      —-
      Soweit ich mich erinnere, war der Motonome allerdings gegen jeden Staat. 😂
      Wo ist die originelle Type überhaupt?

      1. Er heisst jetzt „Arthur Dent“ und tut so als sei er es nicht, damit er sich selber lobpreisen kann („der Typ mit dem GTI hatte doch immer recht..“) Noch nicht gemerkt? Offensichtlich wurde er hier gesperrt.. und trägt womöglich jetzt 24/7 vorsorglich einen Bademantel.

  8. Zwei Anmerkungen zum Text des Autors:
    „In Kriegszeiten hält man sich mit aller Kritik an den Regierenden zurück.“ Danch sind wir, was die öffentlichen Mainstreammedien betrifft, ganz offiziell im Krieg. Die minimal verbreitete Kritik an einzelnen Personen und Entscheidungen wird in der Regel im nächsten Moment mit gegenteiliger Argumentation mindestens neutralisiert. Nur allgemeiner Munitionsmangel führt dazu, dass es hier noch nirgends geraucht hat.
    „Ein Iran ohne Atombombe ist zweifellos besser (für die gesamte Region) als ein nuklearisierter Iran.“
    Nun, das sehen einige, auch Gelehrte, anders. Ein Iran mit Atombombe hätte diesen Krieg und den damit verbundenen Absturz verhindert, an Nordkorea traut sich ja auch niemand ran. Und der Wunsch des Iran, Israel zu beseitigen, könnte eventuell mit den israelischen Aktivitäten der letzten Jahrzehnte zu tun haben.
    Wie dem auch sei, der Vernichtungswunsch betreffs Israel, ob er denn wirklich existierte oder nur eine westliche Erfindung war, wird nun durch die demokratische Bombardierung erst recht gefördert. Ich glaube nicht, dass der Iran untergeht.

  9. Wie wäre es „mit dem Messias“ seiner „bevorstehenden Wiederkunft“ ?

    Das sind nicht meine Worte sondern die von Israels obersten Chef Benjamin Netanjahu bei einer in Israel landesweit in der letzten Woche ausgestrahlten Fernsehansprache.

    Er redete „vom letzten Gefecht“ mit dem Iran der der Apocalypse vorausgeht…

    Die säkulare jüdisch-amerikanische Deborah Feldman, Autorin „Unorthodox“, hatte völlig Recht als sie – nach einem früheren Besuch im Israel – von einer „Theokratie“ in Israel sprach.

    Den wenigsten im Wertewesten dürfte dies bewusst sein.

    Auch hier gilt wohl „Gleich und Gleich Gesellt sich gerne“ – auch im Krieg gegeneinander – auch der Iran ist ja eine Theokratie – eine religiöse Mullah-Diktatur.

    Säkulare Grüße
    Bernie

    1. Sind nicht auch die Golfdiktaturen religiöse Staaten ohne Frauenrechte?
      Leben diese Golfdiktaturen nicht von der brutalen Ausbeutung von Arbeitssklaven aus aller Welt?
      Haben diese Golfdiktaturen nicht ihre Souveränität an die Amis verkauft und müssen dies jetzt nicht teuer bezahlen?

      Ich frage Euch verwirrte Liberale, welche Diktatur ist schlimmer, die Golfmonarchien oder der schiitische Iran?

      Ihr aber ergreift infolge der Propaganda hier einseitig Partei für die Golfdiktaturen und betreibt Doppelmoral

  10. @Naomi

    Alles richtig was Sie schreiben, aber was haben die geschilderten Tatsachen aus Israel mit Doppelmoral und Propaganda zu tun?

    Kapier ich ehrlich gesagt nicht 😉

    Oder haben Sie Lust wegen den komplett durchgedrehten religiösen Fundamentalisten in der US-Regierung sowie in Israel und dem Iran draufzugehen? 🙄

    Also ich nicht, und schon gar nicht wegen einer religiösen Märchenfigur namens „Messias“.☺️😉

    Säkulare Grüße
    Bernie

    1. Niemand von den Liberalen kritisiert die Golfdiktaturen aber auf den Iran, der einen legitimen Selbstverteidigungkrieg führt, schlagen sie ein. Das ist doch sehr simpel und sehr leicht erkennbar, wenn man über ein freies Gehirn, das logisch denken kann, verfügt

      1. @Naomi

        Ich bin ja bei Ihnen, aber Sie lenken vom Thema ab, denn auch mir geht’s nicht um den Iran, der völkerrechtswidrig angegriffen wurde, da bin ich einig mit Ihnen.

        Mir geht’s mehr um die Gefahr des religiösen Fanatismus in Israel und den USA – darauf wollte ich hinaus, und nicht „ihren“ Iran anzugreifen, zu dem wir ähnliche Ansichten haben.

        Noch einmal gefragt:

        Haben Sie Bock von religiösen Fanatikern in „die Apocalypse“ getrieben zu werden? Warten Sie auf die ominöse Märchenfigur „Messias“ die „der(angebliche) Zionist“ Nethanjahu hervorbeschwören will?

        Also ich für meinen Teil bleib dabei – ich habe darauf keinen Bock, und bitte lenken Sie nicht vom Thema ab…..wie schon gesagt beim Thema Iran sehe ich es ähnlich wie Sie, aber das ist ein anderes Thema, dass ich nicht weiter vertiefen will….

        Mir geht es – wie bereits mehrfach erwähnt – um den religösen Fanatismus der Angreifer – der Iran verteidigt sich ja zu recht, als völkerrechtswidrig angegriffener Staat.

        Tipp:

        Sie sollten mal Deborah Feldman lesen, oder die israelische Opposition anhören, die von einer „Theokratie“ (= religösen Diktatur) in Israel spricht, da erklärt sich der Angriff der US-Evangelikalen, und der israelischen Theokraen von selbst auf den Iran…..die sind absolut durchgedreht, und es ist schade, dass säkulare Juden, wie auch Moshe Zuckermann einer sein dürfte, keine gesellschaftlich relevante Stimme mehr in Israel haben.

        Wir hören hier nur die Stimmen der rechtsextremen Nethanjahu-Regierung, und deren theokratischer Anhänger in Israel….aber die israelische „Linke“? Die ist wohl ebenso mausetot wie „die Linke“ im „Wertewesten“ 🙁

        Säkularer Gruß
        Bernie

        1. Deborah Feldmann, Judenfetisch und Überbitten habe ich bereits im letzten oder vorletzten Jahr gelesen, habe mich geduldig durch die interessanten 700 Seiten Überbitten durchgekämpft. Judenfetisch liest man schnell.
          Aber den Erkenntnisgewinn habe ich schon abgehackt.
          Wir stehen vor existenzielleren Problemen, vor einen langen Krieg und einer Kriegsinflation.
          Der westliche Niedergang wird durch diesen Krieg beschleunigt .
          Sollte dennIran der Verlust des Krieges drohen, muß Russland offen einschreiten, die Drecksarbeit für China leisten. China wird sich bedeckt halten, macht gerade sein Land, kriegs-, atomkriegssicher. Wir hier haben schlechte Aussichten, leider

            1. Hallo Bernie
              auch ich möchte nicht von den
              religiösen Fanatikern mein Leben verlieren aber ich sehe leider auch niemanden weit und breit, der sich gegen diese Fanatiker erhebt, ausser den „üblichen Verdächtigen“ und die werden bald zensiert.

              1. @Rubis

                Muss Ihnen wohl leider Recht geben, und hoffe dennoch, dass wir säkularen Menschen noch einmal Glück 🍀 haben.

                Optimistische Grüße
                Bernie

  11. Sollte Moshe Zuckermann verletzt, tot oder nur mundtot zu sein so stellt sich für mich die Frage warum hat Rötzer seinen antizionistischen Freund nicht aus Israel herausgeholt als dies noch möglich war?. Diese Entwicklung war doch absehbar!
    Noch lebt es sich in Frankfurt sicherer als in Tel Aviv, aber der Flughafen Ben Gurion liegt unter Beschuss, nur reichen Israelis gelingt noch die Flucht.

    1. @Naomi
      Louis Ferdinand Celine ist ein Autor,
      dessen Werke ich außerordentlich schätze, aber dessen antisemitische Einstellung ich nicht teilen will.
      Ich will damit nicht sagen, dass Dir die gleiche Radikalität anhaftet, aber manchmal scheinst Du auf dem besten Weg dahin zu sein.

      1. Warum sollte ich Antisemitin sein, wenn ich den Völkermord des Staates Israel verurteile?
        Du bist noch zu sehr im westlichen, proisraelischen Denken verfangen und kannst deshalb die Realität nicht richtig wahrnehmen.
        Die zionistische Staatsgründung, die Josef W. Stalin unterstützte, war ein Fehler!
        Israel ist derzeit der größte Störenfried des Weltfriedens, das kannst du doch nicht abstreiten

        1. @Naomi
          „… Du bist noch zu sehr im westlichen, proisraelischen Denken verfangen und kannst deshalb die Realität nicht richtig wahrnehmen…“
          —-
          Ich staune immer wieder darüber, wie gut Du mich doch kennst.
          —-
          „… Ich will damit nicht sagen, dass Dir die gleiche Radikalität anhaftet,..“
          —-
          Allzuoft wird man ganz schnell als Antisemit bezeichnet, wenn man mit der israelischen Politik nicht einverstanden ist. Selbst in Israel. Dagegen setzt Du Dich zu Recht zur Wehr.
          Ich glaube auch nicht, dass Du eine Antisemitin bist. Der Vergleich mit Celine war also überzogen. Das habe ich aber mit meinem obigen Satz auch zu relativieren versucht.
          —-
          „… Meine Hoffnung ist…Israel wird bis an den Rand des Untergangs geschwächt…“
          —-
          Dieses Zitat steht zwar in einem weiteren Kommentar von Dir, könnte aber auch so gedeutet werden, wie ich es
          zuvor gesagt habe: „… aber manchmal scheinst Du auf dem besten Weg dahin zu sein…“

  12. Eigentlich ein guter Text, vielleicht einfach zu lang. Worum es geht, wird erst ganz am Schluss klar, man sollte die letzten 4 Absätze zuerst lesen. Und der Begriff „Deckerinnerung“ erscheint mir verfehlt, der neue Irankrieg läuft jetzt, möglicherweise wird eine solche Erinnerung gerade geschaffen, bzw. es wird versucht. Es geht darum, warum der israelische Bürger einen Alltag akzeptiert „… an dem man 5-8mal am Tag (und in der Nacht) in den Luftschutzbunker stürzt, …“, was erst im viertletzten Absatz thematisiert wird.

    Vielleicht sollte man solchen Texten eine Art Abstract voranstellen, wie es in der Wissenschaft üblich ist. Der einleitende Satz „Was sich in Israel in den letzten drei Jahren zugetragen hat, wird von der Bevölkerung kaum noch diskutiert. Wie erklärt sich das?“ ist viel zu allgemein verfasst, als dass er den Leser darauf vorbereiten könnte, worum es geht.

  13. Fällt mir die aktuelle „kollektive Deckerinnerung“ hierzulande ein, muss ich unwillkürlich an den staatsterroristischen wie tödlichen Feldzug gegen die „Seuche“ denken.

  14. Einige von euch haben noch die proisraelische, zionistische Brille auf und können deshalb nicht klar sehen. Hierzulande unterliegen wir auch der Zensur, denn der Mainstream, selbst einige alternative Medien, berichten proisraelisch.

    Fakt ist der asymmetrische Krieg der völkerrechtswidrigen, brutalen Angreifer läuft für diese schlecht. In seinen legitimen Selbstverteidigungskrieg greift der Iran unablässig die US-Stützpunkte in den Golfdiktaturen an und hat auch einige wichtige Radaranlagen ausgeschaltet.

    Durch den irakischen Widerstand hat die US ein Tankflugzeug verloren, 6 Tote. Dies wird als Unfall dargestellt.

    Mehrmals fiel in Israel der Strom aus, das Internet brach zusammen.
    Heute Nacht gab es besonders schwere Vergeltungsschläge gegen Tel Aviv.

    Die westlich Wirtschaft ist schwer getroffen. Eine Kriegsinflation von ca. 6% wird erwartet. Nicht nur Öllieferungen, sondern auch die Lieferung von Kunstdünger ist gefährtet. Der Öl- und Gasmarkt scheint sich in eine westliche und östliche Variante mit unterschiedlichen Bezahlsystemen aufzuspalten,,was die Herrschaft des Dollars schwächt

    https://rtnewsde.online/wirtschaft/273200-angriffe-ukraine-auf-turkstream-pipeline/

    Dies wird wahrscheinlich ein langer Krieg.
    Meine Hoffnung ist, die USA müssen ihre Stützpunkte in den Golfdiktaturen aufgeben und Israel wird bis an den Rand des Untergangs geschwächt. Wenn die Amis weg sind und die Zionisten am Boden liegen wird mit chinesischer Hilfe Middle East wiederaufgebaut und der Westen bleibt geschwächt zurück.

    1. „Meine Hoffnung ist, …“
      Hoffen wir, dass du richtig liegst. Und hoffen wir dass die Zionisten in ihrer Verzweiflung nicht der Idee verfallen, Atombomben einzusetzen, denn deine Analyse ist absolut korrekt. Wer’s nicht glaubt, dem sei dieser Diskurs zwischen den „schwergewichtigen“ Analysten John Mearsheimer und Glenn Diesen empfohlen:

      „USA hat den Iran-Krieg schon verloren – kein Ausweg in Sicht“
      https://www.youtube.com/watch?v=SNg6FSEHgcI

  15. Scheinbar fehlt es der israelischen Bevölkerung, zumindest dem Großteil, an dem politischen Bewusstsein eines Herrn Rötzer.
    Schuld daran ist offensichtlich die Deckerinnerung. Ein Begriff, der Eingangs erstmal einer ausführlichen Erklärung bedurfte,
    damit der werte Leser auch begreift, wie kompliziert es eigentlich um die Sache steht. Deckerinnerung mit Ablenkung gleichzusetzen wäre wahrlich zu profan.
    „… der Krieg selbst mit all seinen Gefahren, Leidmomenten und aktuellen Anforderungen gerinnt gleichsam zur Deckerinnerung…“

    Bisher dachte ich immer, dass das Leiden das Denken nach sich zieht,
    es stärker aktiviert, ihm geradezu den richtigen Schub verleiht. Da habe ich mich wohl geirrt. Leiden bringt die Menschen nicht zum Nachdenken, wäre da nicht die vermaledeite Deckerinnerung.

    Dennoch stellt der Artikel die wahren politischen Hintergründe und die persönlichen Motive der Politiker, die einen Krieg herbeiführen, gut heraus.

  16. Trotz zionistischer Medienzensur in Israel und Deutschland dürften objektive Nachrichten dank Funkamateure auch aus Israel den Weg nach draussen finden. Diese Nachrichten gilt es aufzufangen und durch alternative Medien zu verbreiten. Moshe Zuckermann wird sich in einem der zahlreichen Bunker in Israel aufhalten und er wird auch nicht so verrückt sein, seinen Aufenhaltsort zu verraten. Möglicherweise hat er sich auch noch aus dem faschistischen Israel in ein anderes Land gerettet. Um ihn mache ich mir die wenigsten Sorgen.

    Das Kalkül von Trump geht aber auf, beschert er doch den US-amerikanischen Öl- bzw. Gaskonzernen sowie deren Zuhältern BlackRock, Vangard oder BlackStone traumhafte Gewinnmargen. Nach Corona, Ukraine kommt jetzt die dritte Teuerungswelle in diesem Jahrzehnt ins Rollen. Kapitalismus kennt nur Wirtschaftskrisen, Faschismus und Kriege. Wer das nicht will, muß den Kapitalismus konsequent abschaffen anstatt ihn dauernd zu renovieren.

    1. Ja, das gute, alte Amateuerfunken. Ist das überhaupt noch erlaubt? Überhaupt noch möglich angesichts 34567G und sonstigem Strahlungswirrwarr? Hin und wieder sehe ich noch Funkamateur-Antennen auf Häusern. Aber die können auch einfach übrig geblieben sein. In der Zeit des Kalten Krieges – und lange vor dem Internet – wurde Funken noch als eine wertvolle Kommunikationsform im Falle globaler Notfälle angesehen. Aber heute?

      1. Selbstverständlich gibt es noch Amateurfunk. Der Mobilfunk stört überhaupt nicht, das sind ganz andere Frequenzen. Überhaupt, beim Thema 5G scheinen sehr viele unwissenheitsinduzierte Legenden im Umlauf zu sein.

    2. Politische Themen sind im Amateurfunk streng untersagt, bei den Verbindungen geht es üblicherweise nur um den Standort, die Empfangsqualität und die Technik. Bei Notlagen sind Hilferufe natürlich erlaubt. Anders stellt sich das natürlich beim CB-Funk („Jedermannsfunk“) dar. Aber der reicht, aufgrund der verwendeten Frequenzen und der geringen Leistung nicht weit, bestenfalls ca. 50 km unter idealen Bedingungen. Die Antennen, die man hie und da noch auf Hausdächern sieht, sind für diesen Funk ausgelegt. Für „echten“ Amateurfunk sind ganz andere Antennen erforderlich.

    3. „Das Kalkül von Trump geht aber auf, ….“.

      Die beiden Worte „Trump“ und „Kalkül“ sollte man tunlichst nicht in einen Zusammenhang stellen, denn dies suggeriert, dass Trump zu irgendeiner Form von Planung fähig sei.
      Dass diie klingelnden Kassen der Ölindustrie gut beim Wähler ankommen, darf man getrost verneinen. Die drohende Entmachtung Trumps bei den „midterms“ dürfte jedoch nicht seinem „Kalkül“ entsprechen.

  17. „Wie erklärt sich also das an serviler Obödienz kaum zur überbietende Verhalten der israelischen Bürger und Bürgerinnen …“

    Falls Obödienz sowas wie „freiwillige Verblödung“ bedeutet: Vielleicht Weltuntergangs-eschatologisch?

    Aber da viele Israelis sekular sind, wird es mehr an der verbreiteten Propaganda und Fehlinformation durch Regierung und einflussreiche Kreise liegen.

    Und eines wirkt immer: sorge dafür, dass Menschen bedroht werden und sie werden enger zusammenrücken und hinter die lautstärksten Führer sich versammeln. Egal, dass die für das ganze Schlamassel verantwortlich sind.

  18. Jetzt hat also Herr Rötzer den Artikel „enttarnt“ und Moshe Zuckermann als Autor angegeben.
    Das ist schon etwas seltsam.

    Der Artikel selbst liest sich wie aus der Zeit gefallen, scheint älteren Datums zu sein. Jetzt auch nur an Wahlen in Israel zu denken, ist völlig abwegig, denn es wird diese Wahlen nicht geben. In Israel herrscht Kriegsrecht und der Ausnahmezustand. Wie in der Ukraine, unter solchen Verhältnissen sind Wahlen undenkbar. Nebenbei, Wahlen in Israel waren niemals demokratisch, weil große Teile der palästinensischen Urbevölkerung nicht wählen durften.

    Deshalb frage ich mich weiterhin:
    Lebt Moshe Zuckermann noch?
    Warum hat ihn sein Freund Rötzer nicht aus Israel herausgeholt, als dies nich möglich war?
    Diese Entwicklung war doch vorhersehbar!
    Oder haben proisraelische, zionistische Illusionen den Verstand vernebelt?
    Diese Illusionen zerplatzen jetzt unter iranischen Raketenbeschuss!

    1. @Naomi
      „… Jetzt hat also Herr Rötzer den Artikel „enttarnt“ und Moshe Zuckermann als Autor angegeben.
      Das ist schon etwas seltsam.
      —-
      😂😂😂😂 👍
      Das war gut!
      Ich gestehe, ich hab‘s erfunden.
      Beide sehen sich aber auch zum Verwechseln ähnlich. 😂

    2. „Lebt Moshe Zuckermann noch?“
      „Oder haben proisraelische, zionistische Illusionen den Verstand vernebelt?“
      „Warum hat ihn sein Freund Rötzer nicht aus Israel herausgeholt…?“

      Lebt Naomi (Bella) überhaupt noch?
      Nebel oder Hirntot?
      Wer holt sie da endlich raus?

  19. Herr Rötzer versucht sich in Psychologie, aber ohne sich explizit mit dieser beschäftigt zu haben, so dass der Erkenntnisgewinn am Ende irgendwie ausbleibt.

    Ist die „Nachkriegsverdrängung“ (nenn ich sie mal) vergleichbar mit den abgewürgten Demontrationen in Israel? Erkennbar nicht, beide Ereignisse folgen ganz unterschiedlichen Regeln. Was sich viel stärker ähnelt, ist die verschleppte Corona-Aufarbeitung und die Nachkriegsverdrängung.

    Genauer ziselieren will ich das jetzt nicht, ich bin ja selbst kein Psychologe, so grob basiert das m.W. jedenfalls auf einer Verdrängung der Geschehnisse ins Unterbewusste (Freud nennt es das „Es“, Jung den „Schatten“), m.E. passiert das oft auf Täter und auf Opferseite (nicht bei allen, aber bei vielen) und dürfte ein Überlebensimpuls sein, man will die schlechte, wirre Zeit abstreifen und endlich sein Leben wieder normal leben… man stabilisiert seine Psyche für den Alltag, um den Preis, dass man neurotisch werden kann (erhöhte emotionale Instabilität, Ängstlichkeit, Unsicherheit und Stressanfälligkeit), weil die Mustererkennung natürlich ständig auf der Suche nach äußeren Gefahren ist und durch die Geschehnisse und ihre mangelnde Verarbeitung durcheinander ist und daher gelegentlich „Amok läuft“ (PTBS dürfte auch da drunter fallen).

    Sprich: man verweigert die intellektuelle und emotionale Aufarbeitung, die extrem anstrengend und schmerzhaft sein kann, teilweise Hilfe von außen benötigen würde, zugunsten des reinen Überlebens. Unser Geist kann halt sehr leicht und weit in die Irre geleitet werden und allein mit dem Glauben „das Richtige zu tun“ werden immer wieder unglaubliche Verbrechen gerechtfertigt (einer der Gründe, weshalb Gewalt, außer zur reinen Selbstverteidigung, rigoros abzulehnen ist, ganz egal gegen wen).

    Man sollte in diesem Bereich also nicht zu sehr mit Vorwürfen arbeiten, sondern sich der Sache vorsichtig und verständnisvoll annähern (was bei einer Täter-Opfer-Konstellation immer eine sehr schwierige Sache ist und auch erst greifen kann, wenn der entsprechende Konflikt ausgestanden ist). Vorbildlich waren da m.E. die
    https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheits-_und_Vers%C3%B6hnungskommission
    in Südafrika. Das Thema am köcheln halten, sich zuerst schrittweise der Wahrheit annähern (die nämlich i.d.R. von beiden Seiten aus sehr unterschiedlich wahrgenommen wird, besonders wenn Desinformation und Propaganda im Spiel waren), die Ängste und Emotionen der Gegenseite kennen lernen und dabei evtl. auch eigene Übertreibungen und Fehleinschätzungen verstehen und einordnen zu können.

    Wenn man das weiß, versteht man auch, weshalb wir das „dritte Reich“ eben erkennbar nicht nutzbringend aufgearbeitet haben und aktuell fast die selben Fehler wieder machen, diesmal die Kinder- und Enkelgeneration, oft sogar in dem Versuch sich von der „Schuld“ ihrer Ahnen reinzuwaschen (was nicht funktioniert, sondern letztendlich nur destruktives, neurotisches Verhalten ist, leider sind die alten Generationen mittlerweile fast komplett unter der Erde, was uns zu besonders genauem und unvoreingenommenem Quellenstudium zwingt).

  20. „[…] Warum reagiert Russland auf den Angriff der USA und Israels auf den Iran so sanft?

    14. März 2026 Von: Stefano di Lorenzo in Geschichte, Medienkritik, Militär, Politik

    (Red.) Russland hat für den Krieg in der Ukraine auch Drohnen und vielleicht auch andere Waffen aus dem Iran bezogen. Jetzt aber scheinen seine Reaktionen auf den Angriffskrieg der USA und Israels gegen den Iran eher zurückhaltend zu sein. Geht es darum, Donald Trump nicht zu sehr zu verärgern? Ein Thema, das Globalbridge beschäftigt. Eine erste kurze Stellungnahme liegt vor: ein Gespräch mit dem russischen Nahost-Experten Artyom Kirpitschenok. (cm)

    In den ersten Tagen nach dem jüngsten Angriff der USA und Israels auf den Iran gab es eine Flut von Berichten darüber, dass die Enthauptung der islamischen Regierung im Iran, ähnlich wie die Ereignisse in Syrien und Venezuela, eine außenpolitische Demütigung für Russland darstelle. Kaja Kallas, die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außenpolitik (die „Außenministerin“der EU), implizierte genau das, in ihrem charakteristisch unverblümten Stil, mit sanfter Stimme und einem unschuldigen Lächeln. Aber der Ton hat sich bereits geändert. Jetzt wird Russland trotz des Verlusts eines Verbündeten im Nahen Osten als einer der ersten Gewinner dieses Konflikts dargestellt, vor allem wegen der Auswirkungen des Krieges auf den globalen Markt für natürliche Ressourcen, über die Russland reichlich verfügt.

    Darüber hinaus behauptet eine neue Reihe von Berichten, dass Russland keineswegs passiv zusieht, während ein Verbündeter angegriffen wird: Russlands Geheimdienste sollen möglicherweise Informationen über US-Ziele an den Iran weitergeben. Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran könnte sich als viel schwieriger erweisen, als Netanjahu und das US-Kriegsministerium geplant hatten. Um diesen Krieg aus der Sicht Russlands besser zu verstehen, sprach Globalbridge mit dem russischen Professor und Nahost-Experten Artyom Kirpitschenok vom Zentrum für arabisch-eurasische Studien, einem unabhängigen russisch-ägyptischen Think Tank. […]“

    Quelle und kompletter Text:

    https://globalbridge.ch/warum-reagiert-russland-auf-den-angriff-der-usa-und-israels-auf-den-iran-so-sanft/

    Ohne weiteren Kommentar von mir dazu 😉

    Gruß
    Bernie

    1. Russland und auch China begucken sich das Geschehen sehr genau. Die Russen waren immer schon zurückhaltend mit politischen Bewertungen von Aktionen aus dem „Westen“, das war schon zu Sowjetzeiten so. Sie liefern jetzt Drohnen und die Chinesen Satellitenaufklärung. Und darüber sowie über Geheimdienstkooperation redet man nicht. Das macht man im Geheimen.

  21. „[…]Sektenblog

    Die Islamisten lassen sich nicht mit Bomben besiegen

    Der kriegerische Angriff von den USA und Israel zeigt, dass sich islamistische Regimes nicht mit Gewalt in die Knie zwingen lassen.

    Alle Religionen und Glaubensgemeinschaften tragen ein Absolutismus-Gen in sich. Deshalb besteht stets die latente Gefahr der Radikalisierung. Wenn der Glaube den Alltag bestimmt und auch die sozialen und politischen Normen prägt, können Gläubige fanatisiert werden.

    Ein aktueller Blick nach Osten zeigt, wie verhängnisvoll sich ein religiöser Fanatismus auswirken kann. Denn er führt zwangsläufig zu einem politischen Machtanspruch. Und zum Ziel, einen Gottesstaat einzurichten, wie die islamistischen Regimes in manchen Ländern demonstrieren. […]“

    Quelle und kompletter Text:

    https://www.watson.ch/blogs/sektenblog/889750758-iran-krieg-usa-und-israel-koennen-islamisten-nicht-mit-bomben-besiegen

    Ohne weiteren Kommentar von mir dazu 😉

    Säkulare Grüße
    Bernie

    1. Ich glaube, Sie sollten dazu eher mal diesen Text lesen, der erscheint mir plausibler als alles auf die Religion zu schieben.
      https://globalbridge.ch/warum-der-iran-den-krieg-bereits-gewonnen-hat/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_source_platform=mailpoet&utm_campaign=globalbridge-updates-3
      „Es gibt ihn, den Schweizer Wissenschaftler, der den Iran und seine über tausendjährige Geschichte wirklich kennt und versteht – und der zu Recht darüber besorgt ist, dass in der internationalen Politik Leute entscheiden, die vom wahren Charakter des Iran keine Ahnung haben – nicht zuletzt natürlich die US-Amerikaner. Im hier folgenden, ausführlichen Text erklärt er, warum Israel und die USA ihren Krieg gegen den Iran nicht gewinnen werden, auch mit andauernden Bombenangriffen nicht. In Anbetracht des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Israels und der USA, der (negative) Auswirkungen auf fast die ganze Welt haben wird, lohnt es sich, die Ausführungen des Iran-Spezialisten Patrick Ringgenberg aufmerksam zu lesen. (cm)“

      1. @A. F.

        Danke für den Hinweis 😉

        Ich kenne den Text bereits, aber den Einfluss der Fundamentalisten – aller Seiten – sollte Mensch nicht unterschätzen, daher habe ich auch den Text von Hugo Stamm verlinkt, der auf die Sinnlosigkeit von völkerrechtswidrigen militärischen bzw. kriegerischen Maßnahmen gegen islamistische, oder sonstige, Fundamentalisten hinweist.

        Haben Sie den ganzen verlinkten Text von Hugo Stamm, dem Sektenblog, nicht gelesen?

        Sollten Sie mal nachholen wenn Sie es nicht getan haben – Herr Stamm redet von ALLEN Fundamentalisten – ergo auch den Evangelikalen um Trump & Konsorten, und beim Thema Islamisten zeigt er anhand des Beispiels Afghanistan Taliban, und des Irak, wie sinnlos Kriege gegen Islamisten sind, die im Endeffekt diese nur stärker machen als vorher – am Beispiel der Taliban ja gut zu sehen, die in Sandalen die US-Armee aus Kabul….. 😉

        Gruß
        Bernie

    2. Der Glaube tritt sofort in den Hintergrund, wenn es wirklich ans Eingemachte (auch des Alltags) geht.
      Die Iraner haben sich im 12-Tage-Krieg teilweise demütigen lassen, um durch die so gewonnenen Erkenntnisse und die Aufsparung wichtiger Ressourcen strategisch und fulminant antworten zu können. Dies wird dazu führen, dass dieses „Mullah-Regime“ die wichtigsten Anstöße dazu liefert, dass sich die vermeintliche Demokratie Israels zivilisiert. In einer Woche versteht man den Sinn dieses Gedankens wesentlich besser als noch heute.
      Der Kollateralnutzen wird dabei sein, dass der Westen und seine praktizierten Werte, welche unzweideutig aus der Kiste mit den niederen Beweggründen entstammen, vielleicht doch noch zur Besinnung kommt und sich an Lessing oder anderen humanitär gesinnten Aufklärern ein Beispiel nimmt. Jeder andere Weg wird über kurz oder lang in die Katastrophe führen. Zumindest die Machteliten des Westens samt ihre Mitläufer und Speichellecker hätten sich eine solche in den meisten Fällen aber redlich verdient.

  22. Ein Teil der Kommentare ist keine Diskussion über den Text des Autors und schon gar nicht argumentierend, den Aussagen des Autors antwortend entgegenhaltend, sondern Fortsetzung der bisherigen Angriffe auf ihn. Billig und primitiv.

  23. Der Glaube tritt sofort in den Hintergrund, wenn es wirklich ans Eingemachte (auch des Alltags) geht.
    Die Iraner haben sich im 12-Tage-Krieg teilweise demütigen lassen, um durch die so gewonnenen Erkenntnisse und die Aufsparung wichtiger Ressourcen strategisch und fulminant antworten zu können. Dies wird dazu führen, dass dieses „Mullah-Regime“ die wichtigsten Anstöße dazu liefert, dass sich die vermeintliche Demokratie Israels zivilisiert. In einer Woche versteht man den Sinn dieses Gedankens wesentlich besser als noch heute.
    Der Kollateralnutzen wird dabei sein, dass der Westen und seine praktizierten Werte, welche unzweideutig aus der Kiste mit den niederen Beweggründen entstammen, vielleicht doch noch zur Besinnung kommt und sich an Lessing oder anderen humanitär gesinnten Aufklärern ein Beispiel nimmt. Jeder andere Weg wird über kurz oder lang in die Katastrophe führen. Zumindest die Machteliten des Westens samt ihre Mitläufer und Speichellecker hätten sich eine solche in den

  24. Ein gelungener Artikel Herr Zuckermann.
    Wenn ich all die Lieferungen an militärischen Bedarf, an die Ukraine besinnen mit all ihren roten Linien, dann fällt mir eines auf:
    Wo erhält das US Militär ihre extrem superiorer Waffenarsenal?
    Das ist durch die EU und Freunde inklusive USA doch angeblich verschrottet.
    Fragen über Fragen der Potenz einiger Akteure.
    Oder wie Herr Moshe einleitend begann, der endlosen psychioso der Narrative…

  25. Ich bin mir nicht so sicher, ob ein Iran ohne Atomwaffen wirklich „zweifellos besser“ wäre, da ich nämlich folgende Entwicklung befürchte: Israel und USA gehen die Luftabwehrraketen aus, während der Iran immer noch in der Lage ist, weiterhin Raketen und Drohnen abzufeuern, die dann ohne jegliche Gegenwehr einschlagen.

    Das könnte dann für Israel so existentiell werden, dass sie selbst als erste eine Atomwaffe einsetzen. In dem Fall sollte man sich dann nicht wundern, wenn der Iran tatsächlich seine 450kg auf 60% angereichertes Uranhexeflourid innerhalb von ein paar Monaten weiter anreichert und zu funktionsfähigen Atomsprengköpfen verbaut, die dann Richtung Israel geschickt werden – selbsterfüllende Prophezeiung.

    Hätten sie bereits vorher eine Atombombe gehabt, hätte es auch diesen Krieg nicht gegeben und wir würden diesem Potentiellen Eskalationspunkt nicht näher kommen. Davon, dass der Iran tatsächlich Israel zuerst nuklear angreifen würde, bin ich nicht wirklich überzeugt. Die „Bombe“ ist immer noch „haram“ und man würde damit auch das land der Palästinenser verstrahlen. Auch halte ich diese „Vernichtungsrhetorik“ vor allem für solche – hauptsächlich Rhetorik. Das was von Israel stellenweise gegenüber Iran kommt, ist a auch nicht gerade sonderlich besser. Israel muss sich da auch an die eigene Nase fassen – das kommt nicht von ungefähr, sondern ist m.E. auch zum großen Teil durch israelische Handlungen verursacht (ungelöster Palästinenserkonflikt und ausschließlich militärische statt diplomatische Lösungen) und deren Unwillen, es zur Abwechslung auch mal mit friedlichem Zusammenleben mit den Völkern der Region zu versuchen.

    Das gesagt muss ich aber auch anmerken, dass ich es auch für besser halte, wenn es so wenig Länder wie möglich ohne Atomwaffen gibt. Je weniger, um so geringer die Wahrscheinlichkeit dass irgendein Gezänk nuklear eskaliert. In dieser Region geht das aber auf Israels Kappe, mit den Atomwaffen, die sie sich zugelegt haben. Die eigene Sicherheit auf Kosten anderer Staaten auszubauen war schon immer ein Treiber für Instabilität. Meiner Meinung nach hat diese Entscheidung der Sicherheit Israels eher geschadet.

    1. Deshalb muß Israel entwaffnet werden, seine Atomwaffen abrüsten.
      Erst dann ist Friede in Middle East möglich.
      Israel ist derzeit die größte Bedrohung für den Weltfrieden und hat die USA in diesen Krieg hineingezogen

  26. Aha, „das Mullah-Regime ist grausam“ Dem Zuckermann ist wirklich nicht zu helfen. Erstens übernimmt er die Diktion des difamierenden Westens. Es gibt kein ‚Mullah-Regime‘, sondern eine anerkannte iranische Regierung, zweitens fällt er eben mal ein moralisches Urteil. Wie äussert sich den diese angebliche Grausamkeit? Was an all dem, was, speziell in der Regierungszeit des Perserfressers Tronald, im Iran politisch geschehen ist, ist nicht tief beeinflusst vom westlichen Hass, jahrzehntelangen Wirtschaftskrieg, Wortbruch, Mordattacken, Sabotage, nun offenen Krieg? Ein Israeli, was immer seine politschen Standpunkte, hat einfach kein Recht sich derart über den Iran zu äussern. Wenn er es anders nicht kann, soll er doch bitte den Mund halten.

  27. Die große Mehrheit der Israelis hat Freudentänze ob der ermordeten Frauen und Kinder in Gaza aufgeführt. Die israelische Bevölkerung entmenschlicht systematisch Nichtjuden. Ob in Israel selbst oder aber auch weltweit. Nicht nur Araber und Iraner. Die israelische Bevölkerung toleriert oder begrüßt die Verbrechen der israelischen Wehrpflichtarmee. Die israelische Bevölkerung wählt mehrheitlich die faschistisch- rassistischen Politiker in Israel. Das der zionistische Staat seine faschistische Fratze so offen zeigt, das ist der Wille der großen Mehrheit der israelischen Bevölkerung.
    Und die israelische Bevölkerung will den Krieg gegen die Nachbarn. Der Hass ist schier grenzenlos. Inzwischen reden israelische Politiker und Medien davon, nach dem Iran auch die Türkei als Staat auszulöschen.
    Die zionistische Bevölkerung Israels wird den Staat selbst vernichten. Denn wenn es keine Völker mehr gibt, die sie ausradieren können, werden sie sich selbst auslöschen…
    Und Herr Zuckermann hat nicht verstanden, das der Zionismus den Faschismus in sich trägt, wie die Wolke den Regen. Wer etwas für Israel tun will, muss den Zionismus bekämpfen. Und nein, es gibt keinen „guten“, keinen „linken“, keinen „humanen“ Zionismus.

    1. Der Zionismus ist nur ein problematischer Aspekt eines Volkes, das sich als „Volk Gottes“ betrachtet und angeblich einen göttlichen Auftrag zu erfüllen hätte.

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