Deckerinnerung als Politpraxis

IDF Selbstdarstellung

Was sich in Israel in den letzten drei Jahren zugetragen hat, wird von der Bevölkerung kaum noch diskutiert. Wie erklärt sich das?

 

Der Begriff Deckerinnerung stammt aus der Psychoanalyse, besonders aus den Arbeiten von Sigmund Freud. Er beschreibt eine scheinbar unwichtige oder banale Erinnerung aus der Kindheit, die tatsächlich eine andere, emotional bedeutsame oder verdrängte Erinnerung “verdeckt”. Verdeckt werden soll die bedeutsame Erinnerung wegen ihres dem Erinnernden unangenehmen bzw. unerträglichen Inhalts.

Der Begriff lässt sich nicht ohne weiteres auf kollektive Erinnerungen übertragen, und doch kann man Verdeckungspraktiken auch bei Kollektiven nachweisen. In der Soziologie hat sich dafür der Begriff der Ideologie etabliert, welcher in der marxistischen Tradition auch mit dessen negativen Deutung als “falsches Bewusstsein” einhergehen mag. Dabei kann Ideologie als bewusste, aber auch als eine sich gleichsam “von selbst” ergebende Manipulation des Bewusstseins wirken; beide sind mit den Kategorien der Rationalisierung, der Schutzbehauptung und der Rechtfertigung verschwistert. Ziel ist dabei das Verdrängen bzw. das Vergessen des Unangenehmen oder auch narzisstisch Kränkenden, wobei Manipulierende und Manipulierte sich wechselseitig beeinflussen.

Denkt man etwa an das erste Jahrzehnt der alten Bundesrepublik, so stach das Beschweigen des Zweiten Weltkriegs, mithin der Shoah, hervor. Sich in der wirtschftswunderlichen Normalität schnell einlebend, konnte man allerlei deckerinnernde Narrative annehmen, sprach bald vom “anderen Deutschland”, apostrophierte die NS-Zeit als geschichtlichen “Betriebsunfall” oder gab schlicht vor, von nichts gewusst zu haben. Verdeckt wurde dabei, Margarete und Alexander Mitscherlich zufolge, die sogenannte Unfähigkeit (der Deutschen) zu trauern, was – entgegen dem common sense – die Unfähigkeit, sich vom Faschismus zu verabschieden meinte, der bei sehr vielen innerlich noch nachwirkte, äußerlich jedoch illegitim und politisch inakzeptabel war.

Von Bedeutung war in diesem Zusammenhang die geopolitische Situation der BRD in jener Zeit. Nicht nur brauchten die USA im Rahmen des bereits wütenden kalten Krieges den Wiederaufbau Westdeutschlands zwecks Errichtung einer kapitalistischen Bastion gegen die “Bedrohung des Kommunismus” aus dem Osten, sondern man befleißigte sich auch nahezu pauschaler “Entnazifizierung”, die es Teilen der ehemaligen NS-Eliten ermöglichte, sich in Westdeutschland wieder zu etablieren.

Parallel dazu herrschte auch, zumindest in den israelischen Lebenswelten, ein weitgehendes Beschweigen der Shoah. Zwar wurde ein Shoah-Gedenktag ausgerufen und die Gedenkstätte Yad Vashem errichtet, es wurden auch Orte und Institutionen nach Helden des jüdischen Widerstands gegen die Nazis benannt. Aber man darf behaupten, dass erst mit dem Eichmann-Prozess im Jahr 1961 der öffentliche Auftritt von Überlebenden auf dem Zeugenstand die Öffentlichkeit des zionistischen Staates aufrüttelte und sich eine erste publike “Anbindung” an die Katastrophe ermöglichte.

Der Grund für das Beschweigen lag zweifellos auch im Bedürfnis vieler Shoah-Überlebender, sich mit dem neuen Leben im jüngst gegründeten Staat vom Horror des Erlebten abzusetzen (es war wohl noch psychisch zu früh für eine wirkliche Aufarbeitung). Aber der eigentliche Grund für die Verdrängung lag in der Politik bzw. der Ideologie des zionistischen Staates: Die Überlebenden, die für ihren Zustand keine Empathie seitens der Öffentlichkeit, gechweige denn seitens des Staates erwarten durften, verkörperten in ihrer Gebrochenheit und als Opfer all das, was der Ideologie des Zionismus entgegenstand. Sie galten zum allergrößten Teil eben nicht als der wehrhafte, dem Pionierleben verpflichtete, aufrecht-stolze “neue Juden”, sondern eher als Manifestation des “diasporischen Juden”, den es ja zu überwinden galt. Die Deckerinnerung, wenn man so will, drückte sich im ideologisch gestählten Slogan des Landes “Vom Untergang zur Auferstehung” (mi’shoah le’tkumah), was implizit eine zionistische Teleologie der Shoah ergab, mithin die Shoah zum Argument des Zionismus verkommen ließ.

Der Gazakrieg fungiert als Deckpraxis, um die gegen Netanjahu gerichteten Schuldanwürfe abzuwehren

Eine eklatante Deckerinerungspraxis ist im gegenwärtigen Krieg Israels gegen den Iran zu beobachten. Erinnert sei zunächst an den Januar 2003, als die gerade gebildete Koalition Netanjahus die sogenannte “Justizreform” der Öffentlichkeit präsentierte. Sie lief auf eine dezidierte Beschränkung der israelischen Justiz bzw. der Judikative hinaus, mithin auf eine antidemokratische Erschütterung der parlamentarischen Gewaltenteilung hinaus.

Ein persönliches Interesse daran hatte Netanjahu selbst, der mit dieser Maßnahme sowohl die Macht des Obersten Gerichtshofes um die Erweiterung der Handlungsfreiheit der Exekutive zu beschränken als auch politischen Einfluss auf den Fortgang seines Prozesses wegen Korruption, Betrugs und Veruntreuung zu nehmen trachtete. Dieser die formale Demokratie Israels bewusst unterwandernde “Reformakt” rief damals viele Netanjahu verabscheuende Teile der israelischen Gesellschaft auf den Plan. Es entstand eine beeindruckende, kreativ fungierende Protest- und Demonstrationsbewegung, die neun Monate lang, besonders an Wochenenden, gegen das Ansinnen der Regierungskoalition agierte und nicht zur Ruhe kam.

Und dann kam der 7. Oktober. Hauptschuld an der Katastrophe und die Verantwortung für sie trugen Netanjahu und seine Regierungskoalition nebst dem Militär und den Geheimdiensten, die kläglich versagt hatten. Aber schon wenige Tage, nachdem man sich “gefangen” hatte, begannen Netanjahu und seine Minister ein Decknarrativ in die Medien einzuschleusen: Schuld seien einzig das Militär und die Geheimdienste, der Premier sei nicht rechtzeitig über die Gefahr unterrichtet worden. Alsbald kursierte die (ihm und seinem agitatorischen Umfeld zugeschriebene) Konspirationstheorie, man habe ihn gar hintergangen, um ihn zu stürzen. Und als dann der Gazakrieg ausbrach, erlangte Netanjahu eine Art Medienmonopol, um seine verlogene Behauptungen ungestört weiterhin zu kolportieren, während sich die Medien eine Selbstzensur auferlegten: In Kriegszeiten hält man sich mit aller Kritik an den Regierenden zurück.

Schnell genug erlahmte die Demonstrationsbewegung fast vollkommen; man wurde nun, gesteigerter als sonst, patriotisch. War man es aber nicht und leistete sich Kritik, wurde man vonseiten der Regierungstreuen in den sozialen Medien als Verräter in Kriegszeiten abgeschmettert. So diente der Gazakrieg als Deckpraxis, um die gegen Netanjahu und seine Koalitionspartner gerichteten Schuldanwürfe abzuwehren – eine Funktion, die eine besondere Bedeutung erlangte, als die Forderung in der Bevölkerung erklag, eine vom Staat eingesetzte Untersuchungskommission über das Desaster des 7. Oktobers nach dem Krieg zu nominieren.

Netanjahu, der sich gegen eine solche Möglichkeit vehement wehrt, wusste auch dies perfide abzufangen, indem er eine ihm genehme Kommission zur Disposition stellte. Die Kritik daran erlahmte auch schnell, denn der Krieg nahm Ausmaße an, mit denen man gar nicht gerechnet hatte. Die einzige Demonstrationspraxis, die noch zugelassen wurde, war die der Angehörigen der Geiseln in Hamas-Gefangenschaft und der sich mit ihnen Solidarisierenden, und selbst sie wurde von den Netanjahu dienenden sozialen Medien manipulativ besudelt, gar des Verrats bezichtigt. Die Demonstrationswelle des Jahres 2023 war nunmehr fast völlig vergessen – die ideologische Deckerinnerung des Gazakrieges hat sie außer Kraft gesetzt.

Die Frage ist nicht, ob der Krieg gegen den Iran hätte vermieden werden können, sondern ob man ihn überhaupt vermeiden wollte

Und nun befindet sich Israel wieder im Krieg. Es handelt sich um einen von Netanjahu und Trump initiierten Krieg. Seine offizielle Begründung ist schwer anzugeben – bei Trump wechseln die Kriegsziele unentwegt, zuweilen von einem Tag auf den anderen; und auch Netanjahu ist versatil in dieser Hinsicht. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Sowohl der US-Präsident als auch der israelische Premierminister brauchen den Krieg aus politischen Gründen im besten Fall und aus rein persönlichen Interessen im eher anzunehmenden.

Die politischen Gründe sind die in Israel dieses Jahr anstehenden Parlamentswahlen und die midterm-Wahlen in den USA. Die persönlichen Gründe haben bei Netanjahu mit dem Versuch, seinen Prozess zu annullieren, zu tun, bei Trump mit dem Bestreben, von der Krise der für ihn zunehmend bedrohlicheren Veröffentlichungen aus den Epstein-Akten abzulenken.

Nun mag man sich fragen: Ist es wirklich plausibel, dass ein Krieg solchen Ausmaßes aus solch fremdbestimmten Gründen vom Zaun gebrochen wird? Die Antwort darauf lautet: Nicht nur aus diesen Gründen, aber durchaus mit ihnen als gewichtige, wenn nicht gar entscheidende Erwägung. Denn was man jetzt als Gründe angibt, sind Ziele, die man im letzten Jahr (nach dem 12-Tage-Krieg gegen den Iran im Juni) bereits großmäulig für erreicht und erledigt erklärt hat. Und auch der Krieg im letzten Jahr hätte vermieden werden können, wenn Trump nicht (auf Netanjahus Betreiben hin) das Abkommen, das Barack Obama seinerzeit mit den Iranern abgeschlossen hatte, mutwillig aufgelöst hätte.

Zwar stimmt es, dass das Mullah-Regime grausam ist, Iran mithin ein Staat ist, der Israel erklärtermaßen vernichten will. Aber kann er das auch? Und kann er es, ohne Gefahr zu laufen, selbst zerstört zu werden? Ein Iran ohne Atombombe ist zweifellos besser (für die gesamte Region) als ein nuklearisierter Iran. Aber ist wirklich davon auszugehen, dass ein Iran im Besitz der Atombombe Israel angreifen würde? Die Iraner seien irrational, bekommt man in Israel zur Antwort auf diese Frage. Aber inwiefern ist Israel rationaler als die politische Spitze des Iran? Was berechtigt zu dieser Behauptung – in den letzten Jahren der vermehrten Faschisierung und Theokratisierung des zionistischen Staates zumal?

Die Frage ist nicht, ob der Krieg hätte vermieden werden können, sondern ob man ihn überhaupt vermeiden wollte. Und die Antwort darauf lautet (zumindest für Israel): Nein, man wollte ihn nicht vermeiden, man wollte den Krieg. Das Erstaunliche dabei ist, dass die israelische Bevölkerung sich einem euphorisch-nationalistischen Taumel hingibt: Zwei Jahre Gazakrieg haben offenbar nicht ausgereicht, um eine ernstzunehmende Atempause anzustreben und Waffenruhe zu verlangen.

Die offizielle Erklärung des Weißen Hauses, man habe vor der unmittelbaren Gefahr eines Angriffs des Iran auf die USA gestanden, kann man nur sarkastisch belächeln. So schwer es fällt, dies in der Trump-Ära noch zu glauben, aber so viel common sense dürfte die US-Bevölkerung noch aufbringen können, um diese Erklärung zu verwerfen. Die offiziellen Erklärungen in Israel waren nichts anderes, als das leidige Hochkochen der von Netanjahu schon seit über 20 Jahren perpetuierten Rhetorik über die vom Iran ausgehende Bedrohung der Existenz Israels.

Wie erklärt sich also das an serviler Obödienz kaum zur überbietende Verhalten der israelischen Bürger und Bürgerinnen, die den Zustand eines Alltags, an dem man 5-8mal am Tag (und in der Nacht) in den Luftschutzbunker stürzt, die Bildungsstätten und Kultureinrichtungen geschlossen und große Bereiche der Wirtschaft lahmgelegt sind, der Luftverkehr stillsteht und ein Ende von alledem nicht abzusehen ist, als Hinzunehmendes akzeptieren?

Die an dieser Stelle anzuführende Sozialpsychologie, welche dies zu erklären vermöchte, sei übergangen. Worum es hier geht, ist die Wirkung der ideologisierenden Deckerinnerung. Denn um die vergangenen drei Jahre, welche es dringend aufzuarbeiten gelte, zu verdrängen, bedarf es einer effizienten Sensation in der Gegenwart, und was bietet sich dafür besser an, als ein Krieg, den man der Masse nur angemessen zu verkaufen braucht. Und man kann sich sogar das Verkaufen ersparen – der Krieg selbst mit all seinen Gefahren, Leidmomenten und aktuellen Anforderungen gerinnt gleichsam zur Deckerinnerung.

Niemand in Israel redet noch von den großen Demonstrationen des Jahres 2023, der 7. Oktober ist kaum noch Thema, der horrende Gazakrieg, den man beging, um den “totalen Sieg” zu erringen, ist völlig in den Hintergrund getreten, mit ihm auch die fremdbestimmte Handhabung der Geiselfrage sowie das anstehende Problem der zu nominierenden staatlichen Untersuchungskommission zur Aufarbeitung des Gaza-Fiaskos. Man steht fassungslos vor so viel Verdrängung, Verblendung und Fügsamkeit, vor so viel Lüge, Verruchtheit und Manipulation. Vor allem aber fragt man sich bestürzt, mit wem, wenn überhaupt, in Zukunft eine Wende zu Besseren angetrieben werden soll.

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher. In diesen Tagen erschien sein Buch In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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27 Kommentare

  1. Wollen sie jetzt die Israelis psychologisch verschwurbelt in Schutz nehmen. oder worauf läuft dieser Artikel hinaus?
    Schön wäre es gewesen, etwas über den mysteriösen Tod von Fefe zu schreiben, der bereits auf den 1. März datiert ist, aber mit den Zionisten in Israel hätte ich nun wirklich kein Mitleid.
    Es gab doch auch einen Themenbaum zu, wenn ich mich recht erinnere.

    1. Man hätte auch aus aktuellem Anlass einen Artikel über die stabilisierende Wirkung neurotischer Zwangshandlungen und die Auswirkungen auf den Betroffenen bei Wegfall gewohnter Rahmenbedingungen durch Entscheidungen einer Forums-Moderation eines Online-Magazins schreiben können.

      1. Sie sind wirklich witzig, auch wenn sie nicht einmal wissen wer Fefe war.
        Denn das gehört eigentlich zur Grundausbildung eines potentiellen Widerstandskämpfers.

  2. Hm, ich bin irritiert: ein Text von Florian Rötzer oder nicht doch von Zuckermann, dessen Ausdrucksweise und Argumentation hier erkennbar ist?! Und sein Platz ist es auch.

  3. Deckerinnerung? Das klingt ein wenig konstruiert.
    Nennen wir es mal schlich Ablenkungsmanöver.
    Unter der medialen Ablenkung des Angriffs auf den Iran, nimmt der Völkermord an den Palästinensern gerade wieder so richtig Fahrt auf.

    P.S.:
    Ja, denke auch, das ist Zuckermann Schreibe.

  4. Das Fiasko von Gaza scheint bisher vor allem das Fiasko der Palästinenser zu sein, die nach wie vor trotz großmäuligem Waffentillstand ermordet werden, wieder verstärkt durch Hunger und den Verlust der Hilfe durch die Hilfsorganisationen. Offenbar sehen die jüdischen Israelis bisher vor allem den Gewinn, nämlich an dem geraubten Land rundrum, das sie dann, wenn ihr Feldzug beendet sei, zum Erblühen bringen würden, wie ihre Propaganda ja schon früher lautete, zum Preis einer eben nicht an die geographischen Verhältnisse angepassten Landwirtschaft, was dann Wassermangel und Zerstörung der Böden zu Folge hat.
    Tja, irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie doch sehr ‚deutsch‘ sind, wenn man sich ihren Raub-und Vernichtungswillen anschaut und daher rührte wohl auch schon die damalige hiesige Begeisterung für die „tapferen und strategisch klugen Israelis“ im 7 Tage-Krieg, wie ein jüdischer Zwilling zu den frühen deutschen Eroberungserfolgen.
    Aber auch sie werden sich dann dem stellen müssen, was sie an Anderen und an sich selbst verbrochen haben.

  5. Es stellen sich folgende Fragen:

    Lebt Moshe Zuckermann noch? Der Iran hat, genauso wie es die Israelis im Libanon tun, die Bewohner von Tel Avis in Handymitteilungen auf Hebräisch, zur Evakuierung der Stadt aufgefordert. Mehrmals ist der Strom und Tel Aviv ausgefallen, folglich auch das Netzt zusammengebrochen.

    Ist es überhaupt noch möglich infolge von Stromausfällen und der israelischen Militärzensur Artikel aus Israel herauszuschmuggeln?

    Jetzt wird auch auf rt, die bisher sehr zurückhaltend berichtet haben, gemeldet die israelische Luftsbwehr sei zusammengebrochen.

    https://rtnewsde.online/der-nahe-osten/273154-top-us-experte-iranische-raketen/

      1. Das habe ich mich auch schon gefragt. Sein Bruder scheint tot zu sein
        Die berechtigten Vergeltungsschläge des Iran heute Nacht gegen das zionistische, völkermordende Terroregime scheinen sehr schwer gewesen zu sein

  6. Amis drehen frei und attackieren iranische Ölexportinsel. Das Dumme: Nun hat Iran keinen Anreiz mehr, die Straße von Hormus nicht komplett zu verminen. (Nein, eine Marine ist dafür nicht notwendig.)

  7. Ich brauche derartiges psychologiesierendes Geschwafel nicht, um zu sehen, das Israel zu einem staatsterrorristischen kriminellen Gebilde mutiert ist, sich mit einem eben solchen anderen Gebilde, den USA, zusammen tut, um Verbrechen gegen den Frieden und gegen die Menschlichkeit zu begehen!
    Mir sind keine Grossdemonstrationen in besagten Ländern dagegen erinnerlich!
    Ein Land wie Deutschland, das aktiv mit Waffenlieferungen und diplomatischer Unterstützung an der Seite dieser Länder steht, leistet Beihilfe!
    So einfach ist das!
    Soll ich jetzt vielleicht die armen Israelis bedauern?
    Was soll mir dieser Artikel?
    Jeder auf der Welt kann sehen, täglich sehen, wie diese Staaten Menschen töten und sich auch noch damit brüsten!
    Der Motonome hat einfach nur recht gehabt, wenn er wieder und wieder sagte, das es keinen Frieden geben wird, solange dieser Staat existiert.
    Und nein, ich bin kein Antisemit!
    Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun!
    Und die Rolle der EU, vor allem unseres Landes, ist einfach nur erbärmlich zu nennen!
    Ich bin einfach nur zornig und fassungslos!

  8. Zwei Anmerkungen zum Text des Autors:
    „In Kriegszeiten hält man sich mit aller Kritik an den Regierenden zurück.“ Danch sind wir, was die öffentlichen Mainstreammedien betrifft, ganz offiziell im Krieg. Die minimal verbreitete Kritik an einzelnen Personen und Entscheidungen wird in der Regel im nächsten Moment mit gegenteiliger Argumentation mindestens neutralisiert. Nur allgemeiner Munitionsmangel führt dazu, dass es hier noch nirgends geraucht hat.
    „Ein Iran ohne Atombombe ist zweifellos besser (für die gesamte Region) als ein nuklearisierter Iran.“
    Nun, das sehen einige, auch Gelehrte, anders. Ein Iran mit Atombombe hätte diesen Krieg und den damit verbundenen Absturz verhindert, an Nordkorea traut sich ja auch niemand ran. Und der Wunsch des Iran, Israel zu beseitigen, könnte eventuell mit den israelischen Aktivitäten der letzten Jahrzehnte zu tun haben.
    Wie dem auch sei, der Vernichtungswunsch betreffs Israel, ob er denn wirklich existierte oder nur eine westliche Erfindung war, wird nun durch die demokratische Bombardierung erst recht gefördert. Ich glaube nicht, dass der Iran untergeht.

  9. Wie wäre es „mit dem Messias“ seiner „bevorstehenden Wiederkunft“ ?

    Das sind nicht meine Worte sondern die von Israels obersten Chef Benjamin Netanjahu bei einer in Israel landesweit in der letzten Woche ausgestrahlten Fernsehansprache.

    Er redete „vom letzten Gefecht“ mit dem Iran der der Apocalypse vorausgeht…

    Die säkulare jüdisch-amerikanische Deborah Feldman, Autorin „Unorthodox“, hatte völlig Recht als sie – nach einem früheren Besuch im Israel – von einer „Theokratie“ in Israel sprach.

    Den wenigsten im Wertewesten dürfte dies bewusst sein.

    Auch hier gilt wohl „Gleich und Gleich Gesellt sich gerne“ – auch im Krieg gegeneinander – auch der Iran ist ja eine Theokratie – eine religiöse Mullah-Diktatur.

    Säkulare Grüße
    Bernie

    1. Sind nicht auch die Golfdiktaturen religiöse Staaten ohne Frauenrechte?
      Leben diese Golfdiktaturen nicht von der brutalen Ausbeutung von Arbeitssklaven aus aller Welt?
      Haben diese Golfdiktaturen nicht ihre Souveränität an die Amis verkauft und müssen dies jetzt nicht teuer bezahlen?

      Ich frage Euch verwirrte Liberale, welche Diktatur ist schlimmer, die Golfmonarchien oder der schiitische Iran?

      Ihr aber ergreift infolge der Propaganda hier einseitig Partei für die Golfdiktaturen und betreibt Doppelmoral

  10. @Naomi

    Alles richtig was Sie schreiben, aber was haben die geschilderten Tatsachen aus Israel mit Doppelmoral und Propaganda zu tun?

    Kapier ich ehrlich gesagt nicht 😉

    Oder haben Sie Lust wegen den komplett durchgedrehten religiösen Fundamentalisten in der US-Regierung sowie in Israel und dem Iran draufzugehen? 🙄

    Also ich nicht, und schon gar nicht wegen einer religiösen Märchenfigur namens „Messias“.☺️😉

    Säkulare Grüße
    Bernie

    1. Niemand von den Liberalen kritisiert die Golfdiktaturen aber auf den Iran, der einen legitimen Selbstverteidigungkrieg führt, schlagen sie ein. Das ist doch sehr simpel und sehr leicht erkennbar, wenn man über ein freies Gehirn, das logisch denken kann, verfügt

  11. Sollte Moshe Zuckermann verletzt, tot oder nur mundtot zu sein so stellt sich für mich die Frage warum hat Rötzer seinen antizionistischen Freund nicht aus Israel herausgeholt als dies noch möglich war?. Diese Entwicklung war doch absehbar!
    Noch lebt es sich in Frankfurt sicherer als in Tel Aviv, aber der Flughafen Ben Gurion liegt unter Beschuss, nur reichen Israelis gelingt noch die Flucht.

  12. Eigentlich ein guter Text, vielleicht einfach zu lang. Worum es geht, wird erst ganz am Schluss klar, man sollte die letzten 4 Absätze zuerst lesen. Und der Begriff „Deckerinnerung“ erscheint mir verfehlt, der neue Irankrieg läuft jetzt, möglicherweise wird eine solche Erinnerung gerade geschaffen, bzw. es wird versucht. Es geht darum, warum der israelische Bürger einen Alltag akzeptiert „… an dem man 5-8mal am Tag (und in der Nacht) in den Luftschutzbunker stürzt, …“, was erst im viertletzten Absatz thematisiert wird.

    Vielleicht sollte man solchen Texten eine Art Abstract voranstellen, wie es in der Wissenschaft üblich ist. Der einleitende Satz „Was sich in Israel in den letzten drei Jahren zugetragen hat, wird von der Bevölkerung kaum noch diskutiert. Wie erklärt sich das?“ ist viel zu allgemein verfasst, als dass er den Leser darauf vorbereiten könnte, worum es geht.

  13. Fällt mir die aktuelle „kollektive Deckerinnerung“ hierzulande ein, muss ich unwillkürlich an den staatsterroristischen wie tödlichen Feldzug gegen die „Seuche“ denken.

  14. Einige von euch haben noch die proisraelische, zionistische Brille auf und können deshalb nicht klar sehen. Hierzulande unterliegen wir auch der Zensur, denn der Mainstream, selbst einige alternative Medien, berichten proisraelisch.

    Fakt ist der asymmetrische Krieg der völkerrechtswidrigen, brutalen Angreifer läuft für diese schlecht. In seinen legitimen Selbstverteidigungskrieg greift der Iran unablässig die US-Stützpunkte in den Golfdiktaturen an und hat auch einige wichtige Radaranlagen ausgeschaltet.

    Durch den iranischen Widerstand hat die US ein Tankflugzeug verloren, 6 Tote. Dies wird als Unfall dargestellt.

    Mehrmals fiel in Israel der Strom aus, das Internet brach zusammen.
    Heute Nacht gab es besonders schwere Vergeltungsschläge gegen Tel Aviv.

    Die westlich Wirtschaft ist schwer getroffen. Eine Kriegsinflation von ca. 6% wird erwartet. Nicht nur Öllieferungen, sondern auch die Lieferung von Kunstdünger ist gefährtet. Der Öl- und Gasmarkt scheint sich in eine westliche und östliche Variante mit unterschiedlichen Bezahlsystemen aufzuspalten,,was die Herrschaft des Dollars schwächt

    https://rtnewsde.online/wirtschaft/273200-angriffe-ukraine-auf-turkstream-pipeline/

    Dies wird wahrscheinlich ein langer Krieg.
    Meine Hoffnung ist, die USA müssen ihre Stützpunkte in den Golfdiktaturen aufgeben und Israel wird bis an den Rand des Untergangs geschwächt. Wenn die Amis weg sind und die Zionisten am Boden liegen wird mit chinesischer Hilfe Middle East wiederaufgebaut und der Westen bleibt geschwächt zurück.

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