Das Wachstum der Demokratie

CDU-Wahlkampfplakat 1953, Symbolbild Propaganda
Autor/-in unbekanntUnknown author, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons

Die Wirtschaftselite verkaufte ihre Werte und Perspektiven erfolgreich an den Rest der Gesellschaft – sie hat damit die Demokratien untergraben.

Zwischen 1880 und 1920 hatte sich der Anteil der wahlberechtigten Bevölkerung in den großen westlichen Gesellschaften etwa verdreifacht. Damit gewannen die Überzeugungen und Meinungen der weniger privilegierten Mehrheit in diesen Gesellschaften eine ganz neue Bedeutung und einen neuen Wert (Lippman).

Bereits 1909 erkannten führende Demokratieforscher in Großbritannien und den USA – namentlich Professor Graham Wallas von der London School of Economics und A. L. Lowell, Präsident der Harvard University – in dieser neuen Situation einige bedeutsame Konsequenzen für die traditionellen Machthaber. Wallas stellte fest:

»Volkswahlen können recht gut funktionieren, solange jene Fragen ausgespart bleiben, die die Besitzer von Reichtum und wirtschaftlicher Macht veranlassen, ihre Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Aber wenn die Reichen in irgendeinem modernen Staat es für lohnenswert hielten … ein Drittel ihres Einkommens in einen politischen Fonds einzuzahlen, würde kein noch so ausgeklügeltes Korruptionsgesetz sie daran hindern, es dafür auszugeben. Wenn sie dies täten, könnten sie sich damit ungeheuer viel Sachverstand erkaufen; und die Kunst, Sachverstand für die Erzeugung von Emotionen und Meinungen zu nutzen, ist bereits so weit fortgeschritten, dass sich der gesamte Charakter des politischen Wettbewerbs in der Zukunft verändern würde.« (Lowell)

Beispiellose Beunruhigung

In den USA stimmte Lowell dem weitgehend zu: »Graham Wallas«, schrieb er, »hat wahrscheinlich Recht, wenn er meint, dass der Besitz [wenn er in einer für ihn wichtigen Angelegenheit herausgefordert wird], nicht auf gewaltsamen Widerstand, sondern auf die Korrumpierung der Wählerschaft zurückgreifen würde« (ebd.).

Der wichtigste Punkt, den ich hier festhalten möchte, ist, dass die rasche Ausweitung des demokratischen Wahlrechts in den letzten hundert Jahren zu einer beispiellosen Beunruhigung bei denjenigen geführt hat, die die Ressourcen kontrollieren. Statt sich gegen die Ausweitung des Wahlrechts zu wehren, korrumpierten die Unternehmen die Wählerschaft, um sich vor den Bürgerinnen und Bürgern zu schützen. Und die Methode für diese Korrumpierung war der Einsatz von Techniken zur Manipulation der öffentlichen Meinung – also Propaganda.

Wie in den vorhergehenden Kapiteln beschrieben, gab es in den letzten hundert Jahren ein bemerkenswertes Wachstum großer Konzerne mit einer entsprechenden Zunahme von Propagandatechniken. Einige statistische Angaben sollen einen Überblick verschaffen. Im Jahr 1870 gab es in den USA nur drei private Unternehmen mit mehr als 1 000 Beschäftigten. 1914 waren es bereits 557. 1973 stellte ein UN-Bericht fest, dass viele multinationale Konzerne wie AT & T, Standard Oil und United Fruit »größer sind als eine beträchtliche Anzahl ganzer Volkswirtschaften«, zum Beispiel Chile, Madagaskar, Haiti oder Fidschi (Carroll).

Die Zunahme der Propaganda

Mit dem Wachstum der Konzerne und der Demokratie nahm auch die Konzernpropaganda als Mittel zur Verteidigung der Konzerninteressen gegen die Demokratie stark zu. »In dem Maße, in dem die wirtschaftliche Macht wuchs«, schreibt V. o. Key, »wurde eine bewusste Politik der Manipulation der öffentlichen Meinung betrieben, um diese Macht zu erhalten.« Abgesehen von der Großen Depression gab es drei Anlässe, bei denen diese Politik in großem Umfang zum Tragen kam. Es ist erforderlich, den Kontext dieser Anlässe zu erläutern.

Größere Kriege stellen die Verfechter der bestehenden Ordnung stets vor erhebliche Probleme. Denn moderne Kriege erfordern die Unterstützung aller; und so idealisiert die Kriegspropaganda den humanen, egalitären, demokratischen Charakter der je eigenen Gesellschaft in einer Weise, die keine Elite und kein Unternehmensinteresse wirklich zulassen will. Infolgedessen gibt es am Ende größerer Kriege eine öffentliche Stimmung, die Reformen in Richtung der demokratischen und egalitären Ideale erwartet, für die die Menschen angeblich geopfert und gelitten haben.

Dies war die Situation in den USA am Ende des Ersten Weltkriegs 1918, des Zweiten Weltkriegs 1945 und (auf komplexe Weise) des Vietnamkriegs 1975. In allen diesen Fällen wurde eine massive Unternehmenspropaganda betrieben, die darauf abzielte, Angst vor einer kommunistischen Bedrohung zu schüren und dabei liberale und demokratische Kritiker von Geschäfts- und Unternehmensinteressen zu diskreditieren. In jedem dieser Fälle kam es zu einer erfolgreichen Indoktrination der Gesellschaft – erfolgreich im Sinne der Ausschaltung eines weit verbreiteten kritischen Bewusstseins und der Marginalisierung liberalen und demokratischen Denkens. So folgte in jeder dieser Perioden innerhalb von zwei oder drei Jahren eine dramatische Verschiebung der öffentlichen Meinung in Richtung Konservatismus, Chauvinismus und/oder eine Verschärfung des Antikommunismus des Kalten Krieges. So gab es von 1919 bis 1921 und ab 1948 McCarthy-Perioden und nach 1976 eine plötzliche Wende zum Konservatismus, der in der Präsidentschaft von Ronald Reagan und der Politik des Kalten Krieges gipfelte (Carey).

Techniken der Ideenkommunikation

In Kapitel 5 habe ich die Zunahme der von der Wirtschaft finanzierten Propaganda als Mittel zur Steuerung der Demokratie dokumentiert, bis zu dem Zeitpunkt, da sie um 1950 zu einem bedeutenden amerikanischen Wirtschaftszweig wurde. Um Anzeichen ideologischer Abweichung frühzeitig erkennen zu können, verknüpfte dieser Wirtschaftszweig die intensive Beobachtung der öffentlichen Meinung mit der Beschäftigung einer großen Zahl von Experten aus allen sozialwissenschaftlichen Berufen, die an der Verfeinerung und Verbreitung korrigierender Überzeugungen in allen Medien und allen Teilen der Gesellschaft arbeiteten. Das Programm war relativ simpel: Wenn die Öffentlichkeit beginnt, ihre eigenen Interessen als verschieden von den Unternehmensinteressen zu erkennen, dann überschwemmt man die Medien mit korrigierender Propaganda, bis die Öffentlichkeit ihr kollektives Bewusstsein ändert. Die Große Depression mit ihren Millionen von Hungernden und Arbeitslosen führte beispielsweise zu einer verbreiteten Ablehnungshaltung und einer beträchtlichen Schwächung der ideologischen Kontrolle der Wirtschaft. Die NAM-Kampagne, die 1934 gestartet wurde, um die amerikanischen Bürger für die Wirtschaft zurückzugewinnen, wurde während des Krieges 1939–1945 weitestgehend ausgesetzt, aber unmittelbar nach Kriegsende in noch größerem Umfang wieder aufgenommen. »Der Apparat selbst ist ungeheuerlich … der Ausstoß schwindelerregend«, schrieb der Soziologe Daniel Bell, der vom Ausmaß des bewusstseinsverändernden Programms, das von 1945 bis 1953 andauerte, sichtlich beeindruckt war. Es brachte, wie Professor Key feststellt, »eine geradewegs überwältigende Propaganda für die herrschende Lehrmeinung« hervor.

Der Einfluss der Sozialwissenschaften lässt sich anhand der Arbeit des Psychologen Dr. Henry C. Link veranschaulichen. Link war Leiter einer Organisation mit dem bezeichnenden Namen »The Psychological Corporation«, die ab 1932 die öffentliche Meinung im Auftrag der Konzerne beobachtete und die Wirksamkeit alternativer Methoden zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch deren Propagandasystem testete.

Wie Link darlegt, wurde 1945 eine Reihe groß angelegter »Experimente zu den ›Techniken der Ideenkommunikation‹« von zehn führenden Unternehmen des Landes gesponsert. Die Experimente zeigten, dass die konservative Vision des »freien Unternehmertums« dem amerikanischen Volk nicht über seine eigenen Werte und Eigenheiten verkauft werden konnte, sondern indem diese mit dem »Amerikanismus« identifiziert und die Politik des New Deal mit »Unamerikanismus« in Verbindung gebracht wurde. Im folgenden Jahr (1946) verteilte die US-Handelskammer landesweit eine Million Exemplare einer 50-seitigen Broschüre mit dem Titel »Kommunistische Infiltration in den USA«. Im Jahr 1947 wurde eine ähnliche Broschüre mit dem Titel »Communists Within the Government« (d. h. in der Truman-Regierung) in Umlauf gebracht.

Orwells Warnungen wurden falsch verstanden

Drei Jahre nach 1984 liegt es meines Erachtens auf der Hand, dass George Orwells Warnungen vor künftigen Bedrohungen der liberalen Demokratien weitgehend, ja sogar in gefährlicher Weise, falsch verstanden wurden. Beeinflusst von Orwells irrigen Ansichten hat sich im Bewusstsein der Bevölkerung die Erwartung festgesetzt, dass die subversive Linke, unterstützt durch Einflüsse von »außen«, dabei ist, das öffentliche und individuelle Denken zu kontrollieren. (Dies ist das von den Konzernen geförderte Narrativ, das die Rechtfertigung für die Lenkung der Demokratie im Interesse der Wirtschaft liefert.) Unterdessen verläuft der eigentliche Angriff in krassem Gegensatz zu Orwells Erwartungen. Er geht seit fast einem Jahrhundert von der respektablen Rechten aus. Aber diese tatsächliche Bedrohung wird von der Gemeinschaft mehr oder weniger ignoriert, denn sie ist überaus raffiniert, scheint keinen Zwang auszuüben, bleibt aber den Interessen der Unternehmen verpflichtet.

Was auch immer Orwells Absichten gewesen sein mögen, sein Werk wurde missbraucht, um die Öffentlichkeit in die Irre zu führen und zu verwirren, damit sie an den falschen Stellen nach der »Gehirnwäsche« sucht, die viele instinktiv spüren. Nach dem Ersten Weltkrieg hat dieses Phänomen die Öffentlichkeit dermaßen irregeführt oder eingeschüchtert, dass nur wenige Schriftsteller und Sozialwissenschaftler versucht haben, unsere Welt klar zu sehen oder sie in ihren politisch-wirtschaftlichen Dimensionen zu erfassen. Fast vierzig Jahre nachdem Orwell das Buch 1984 schrieb, hat kein Schriftsteller versucht, es zu aktualisieren, um die Tragweite von Orwells Irrweg für die demokratischen Gesellschaften herauszustellen. Schlimmer noch: Im Namen des freien Unternehmertums und des Antikommunismus setzen sich zahlreiche von Konzernen gesponserte Sozialwissenschaftler bereitwillig dafür ein, Orwells These durch eine von Unternehmen gelenkte Demokratie zu fördern.

Alex Carey

Alex Carey (1922 – 1987) war ein australischer Schriftsteller und Sozialpsychologe und lehrte an der University of South Wales. Seine Forschung zu Unternehmenspropaganda („corporate propaganda“) gilt als Pionierarbeit. Nicht zuletzt deswegen widmeten ihm Noam Chomsky und Edward S. Herman ihr Magnum Opus Manufacturing Consent. Careys Buch Taking the risk out of democracy, das posthum erschien, zählt heute zu den bedeutendsten Titeln in seinem Feld.
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45 Kommentare

  1. Eigentlich lässt sich der Artikel (und die Misere, in der wir stecken) mit einem großartigen Zitat von Alex Carey zusammenfassen:

    „Das zwanzigste Jahrhundert war durch drei Entwicklungen von großer politischer Bedeutung gekennzeichnet: das Wachstum der Demokratie, das Wachstum der Unternehmensmacht und das Wachstum der Unternehmenspropaganda als Mittel zum Schutz der Unternehmensmacht vor der Demokratie.“

    Alex Carey beging übrigens 1987 Suizid.

    1. Eine kurze Geschichte: Zwei junge Fische schwimmen im Meer zusammen in eine Richtung. Da treffen sie zufällig einen älteren Fisch, der ihnen zunickt und sie fragt: „Na Jungs, wie ist das Wasser?“ Die beiden jungen Fische reagieren nicht darauf und schwimmen weiter. Nach einer Weile fragt der eine den anderen: „Was um alles in der Welt ist Wasser?“

      Soweit die Fabel des amerikanischen Schriftstellers David Foster Wallace

      Und genauso ist es mit der heutigen Propaganda, sie umgibt uns wie das Wasser, wir nehmen sie gar nicht mehr wahr, geschweige denn sind wir ihrer bewusst. Und sie durchdringt uns täglich wie das Wasser die Fische.

      Rainer Mausfeld hat behauptet, dass nach dem zweiten Weltkrieg mehr staatliche (und private) Gelder in die Psychologie – und Sozialwissenschaften geflossen sind wie in die Rüstung. Das lässt das Ausmaß des Wissens und der Manipulation der Menschen durch deren Eliten nur erahnen.

      Die 10 Strategien der Manipulation nach Noam Chomsky

      1) Kehre die Aufmerksamkeit um

      – eine der allerwichtigsten Strategien der Manipulateure und die auch am häufigsten angewandt wird

      Ablenken von den wirklich wichtigen Themen. Lenke den Blick auf banale und unwichtige Themen um den Verstand der Menschen mit unwesentlichem zu beschäftigen, zum Beispiel mit Sport (Fussball), Stars, Prominenten, mit Shows usw.

      2) Erzeuge die Probleme und liefere dafür die Lösung

      – nur die externe Lösung ist die einzige und wird dann direkt „von oben“ angeboten. Diese Manipulationen werden dann den Menschen als Lösungen angeboten die eigentlich unpopulär sind, wie z.B. mehr Digitalisierung, mehr Überwachung, mehr Impfung, die Bargeldloswende usw.

      Wie einer der schlimmsten Menschenverächter Deutschlands, Undemokrat Wolfgang Schäuble dazu sagte: „Jetzt können wir endlich Entwicklungen durchbringen, die sonst keine Akzeptanz in der Bevölkerung hätten.“

      3) Die Salamitaktik

      – Man tut gut daran Maßnahmen Schritt für Schritt einzuführen, weil sie sonst nicht akzeptiert würden. Erst ein befristeter Lockdown („nur ein paar Wochen“), dann ein Wellenbrecher-Lockdwown, dann ein unbefristeter Lockdown usw.

      Wie Trunkenbold Jean-Claude Juncker es formulierte: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

      4) Der Aufschub von Änderungen

      – Die Gesellschaft soll glauben, das Maßnahmen ergriffen werden die zwar für eine gewisse Zeit einen Schaden mit sich bringen werden, aber letzendlich für das Wohl der Allgemeinheit auf lange Sicht förderlich sein werden.

      Sie werden als schmerzhaft aber notwendig dargestellt.

      Das Ziel: Die Menschen sollen sich nach und nach an diese Maßnahmen gewöhnen, wie der Frosch im kochenden Wasser, dass nach und nach heißer wird.

      Wenn wir jetzt noch ein mal brav sind, wenn wir jetzt noch einmal diese Opfer bringen usw., dann wird alles gut am Ende…

      5) Sprich zu der Masse wie zu kleinen Kindern

      – Vieles was wir täglich aus der Politik oder z.B. aus der Werbung hören, ist in kindlicher Sprache verfasst. So wirkt es, dass wir nicht in der Lage sind bestimmte Ideen zu verstehen, oder wir eben nicht in der Lage sind uns eigenverantwortlich und selbstständig zu verhalten bzw. zu handeln.

      Das sollen dann unsere Führer für und übernehmen.

      Dies ist z.B. ein kernfaschistisches Element der neoliberalen Ideologie.

      Damit wird ebenfalls das kritische Denken neutralisiert.

      6) Konzentriere dich auf die Emotionen und nicht auf die Ratio

      – Man steuert, indem man das Gefühl anspricht und nicht den Verstand

      7) Versuche, die Ignoranz der Gesellschaft aufrechtzuerhalten

      – Das Unwissen der Gesellschaft aufrechtzuerhalten, ist das Ziel der eigentlichen Zentren der Macht. Und eben ihnen nicht die Werkzeuge zur Verfügung zu stellen – Wissen, Information, aber eben vor allem Bildung – mit denen sie die Dinge, die um sie herum geschehen, objektiv analysieren könnten.

      Und das ist eigentlich in unserer vermeintlichen Wissensgesellschaft, mit der sehr schnellen und globalen Verfügbarkeit von Informationen, ein Paradox.

      Noam Chomsyk hat es so formuliert: „Wie kann es sein, dass wir über so viel Informationen verfügen, aber so wenig wissen?“

      8) Lasst die Leute glauben das sie nur durchschnittlich sind

      – Politiker, Think Tanks und Regierungsmedien erzeugen Moden und Trends und steuern uns dahin, wo die Propaganda uns haben will und sagt ihnen, dass das alles gut sei was die Masse tut.

      Wer sich dagegen wehrt, wird wahlweise als Antisemit, Verschwörungstheoretiker, Querfrontler oder schlimmerem tituliert und wenn das immer noch nicht hilft (mund)tot gemacht oder es wird die berufliche Existenz zerstört – je nach Macht und Dringlichkeit der betreffenden Person.

      Dies führt direkt zum nächsten Punkt:

      9) Wandle Widerstand in das Gefühl schlechten Gewissens um

      – Es soll den Menschen eingeredet werden, dass sie an allen Problemen schuld sind, dass sie verantwortlich sind, ihr Nonkonformismus, ihr Ungehorsam, ihr Regel brechen, ja sogar ihre Kritik und ihre Skepsis und sogar ihr Wille sich uneinvorgenommen zu informieren.

      Das alles soll Schuld daran sein das wir in dieser Situation sind. Wir wären längst in einer utopischen Gesellschaft, wenn sich nur alle an diese, von uns aufgestellten Regeln halten würden.

      Seit Füg- und Gehorsam lautet die Botschaft.

      Das ist ein weiters faschistisches Element der neoliberalen Ideologie.

      10) Lerne den Menschen besser kennen, als er sich selbst kennt

      – Durch die vielen Forschungen und Feldversuche auf den Feldern der Psychologie, Biologie, Soziologie usw. haben die Eliten ein unglaubliches Wissen über den Menschen erlangt. Wie Bilder wirken, wie sich Sprache manipulieren lässt, wie unser Unterbewusstsein funktioniert und wie es sich steuern lässt usw. usf.

      Rainer Mausfeld hat darüber sehr viel informatives Wissen in seinen Vorträgen präsentiert, wie die Eliten sich dieses Wissen über uns zunutze machen und uns steuern und manipulieren – extrem empfehlenswert sich das mal anzuschauen.

      „All diese Strategien der Manipulation der Gesellschaft zielen darauf ab, die Welt so zu gestalten, wie es den Mächtigsten der Mächtigen passt, und die kritische Denkweise sowie die Autonomie der meisten Menschen auszuschalten. Doch es hängt auch von uns ab, passiv über uns bestimmen zu lassen oder aber uns so weit es möglich ist, dagegen zu wehren.“

      – Noam Chomsky –

      https://gedankenwelt.de/die-10-strategien-der-manipulation-nach-noam-chomsky/

      Hier ein (kurzes) Video zu all diesen Punkten nur etwas ausführlicher

      https://hinter-den-schlagzeilen.de/gunnar-kaiser-die-10-strategien-der-manipulation

      Liest man sich all diese Punkte in Ruhe durch und denkt darüber nach, so wird man feststellen, dass all diese Punkte von unseren Herrschaftsmedien Tag für Tag gehorsam befolgt werden.

      In der größten globalen Krise der Menschheitsgeschichte, verkommt ein Großteil der Mainstream-Journalisten zu Abnickern und Befehlsempfängern der politischen Elite.

      Neutrale Berichterstattung spielt keine Rolle mehr, kritische Fragen gibt es kaum.
      Viele Nachrichtensendungen fungieren in erster Linie als Wiederholungsschleife des Regierungsnarrativs, bei denen die angebliche Alternativlosigkeit (TINA) der politischen Entscheidungen beschworen wird.

      An dem Gründer von Wikileaks wurde ein Exempel statuiert, um allen kritischen Geistern eine klare Nachricht zu übermitteln: Passt auf, ihr könntet die nächsten sein.

      1. Chomsky, ist ja auch nichts weiter als ein Verräter, seidem er forderte, Ungeipften das Essen zu verweigern.
        Ich habe den nie gemocht und seit 9/11 war er eh bei mir durch.

  2. Wie hoch sind eigentlich die Aufwendungen für die Propaganda zur Demokratiesteuerung? Was muss man alles dazu rechnen? Parteispenden, Massenmedien, Stiftungen, NGOs ….
    Hat das jemand mal aufsummiert? Mittlerweile dürfte da ein gigantischer Apparat entstanden sein und das meiste davon dürfte der Steuerzahler auch noch selbst bezahlen. Man denke nur an die Parteienfinanzierung, die vielen Stiftungen zur Demokratieförerung und Faktenchecker oder die Öffentlich Rechtlichen Medien.

    1. Alles wird vom sog. Steuerzahler bezahlt. Bei allgemeinnützlichen Angelegenheiten wird, von denen die die Hand darauf haben, ziemlich geknappst und natürlich lukrativ umgeleitet. Den größten Batzen, beim Abgriff des Mehrwerts, macht die leistungslose Rente (firmierend unter verschiedenen Einnahmemodellen) für die großen Kapitalbesitzer aus. Und ein Stück der Beute wird eben, in die Indoktrination zur Bewirkung einer „freiwilligen“ Selbstausbeutung reinvestiert.

      Wie hat es der Genosse der Bosse festgestellt, „BILD und Glotze.“ Es ist eine Kollaboration zwischen privat und Staat, im Grunde zwischen privat und privat, angesichts dessen wie munter die jeweiligen Akteure bei ihren Schiebereien hin und her wechseln.

      1. ÖR sollte ein Gegengewicht sein, aber wenn die nicht spuren, werden sie von BILD und Konsorten aufs Korn genommen bis sie wieder auf Kurs sind.

        Die Medien der Milliardäre bestimmen, wo’s lang geht.
        In den etwas finanzschwächeren Ostprovinzen Europas, reichen oft schon die West-NGOs, um Regierungen und Wahlen massiv unter Druck zu bringen. Die letzten Jahre: Ukraine (bspw. 5 Mrd Dollar von Frau Nuland), Moldau, Georgien, Serbien.

        Dass Trump USAID zusammengestrichen hat, hat vermutlich ein ziemlich dickes Loch im Propaganda-Netz gerissen. Wenn unsere Hauptmedien auf USAID zu sprechen kommen, zeigen sie als Beispiele allerdings nur so Sachen wie Nahrungs- und Medikamenten-Programme als Beispiel.
        Dass Real- und Digital-Zeitungen und Medien plötzlich stark unterfinanziert waren, erfuhr man nur am Rande.

        Bei uns ist das Klassenbewustsein der Reichen so tief im Medien- und Bevölkerungsbewusstsein verankert, dass vermutlich nur ein totaler Zusammenbruch erst wieder demokratische Freiräume schaffen kann. Weil internationale Firmen in armen oder verarmenden Ländern noch leichteres Spiel haben, müsste der Zusammenbruch hemisphärenweit sein.

    2. Schau mal nach den Umsätzen der längst schon weltweit agierenden PR-Unternehmen (Edelmann, …). Die dürften durchaus in Größenordnungen liegen wie weltweit operierende Anwaltsfirmen – und die kann man eigentlich ruhig dazurechnen. Denn ein Großteil derer Arbeit ist auch PR.

    3. Bezahlen tun das am Ende die Werktätigen mit ihrem Mehrwert den sie leisten und den die Eigentümer der Produktionsmittel unentgeltlich abgreifen.

    1. Sieht man ja wie die Brd faschistische Länder finanziert und bewaffnet. Wer das macht ist selbst Faschist und die Regimepresse sowieso.

  3. Da findet mal wieder jemand Demokratie „an sich“ ganz toll, aber natürlich nicht die real existierende Demokratie. Die ist ja nicht so, wie sie „eigentlich“ ist.

    Wann lernt ihr es endlich?

    Demokratie ist eine Herrschaftsform.

      1. Es ist schon eigenartig, dass die übliche Kritik an den politischen Verhältnissen immerzu die Realität an ihrem Ideal blamieren will. Und wann immer ich nachgefragt habe, wo denn das Ideal verwirklicht sei, wo es denn die Verhältnisse gäbe, die man sich unter „Demokratie“ vorstellt, ich habe nie eine Antwort erhalten.

        Demokratie ist eine Herrschaftsform, und der Bürger möchte immer daran festhalten, dass es „das Volk“ ist, dass herrscht, auch wenn davon vorne und hinten nichts zu bemerken ist.

        Herrschaftsform meint hier: die Art und Weise wie das Herrschaftspersonal bestellt wird, ist demokratisch. Das Volk darf(!) gelegentlich abstimmen, von wem es denn am liebsten regiert werden will. Über Inhalte wird in der Regel nicht abgestimmt, der gewählte Abgeordnete ist dann nur seinem Gewissen verantwortlich – und nicht etwa dem Wähler. Wahlversprechen heißen so, weil sie nicht einklagbar sind, und lediglich gegeben werden um das „Wahlvieh“ auf sich vereinen.

        Bislang hat noch jede Regierung in ähnlicher Art und Weise ihre „Verantwortung“ für den Standort und die Nation wahrgenommen. Wachstum ist eine Notwendigkeit, deshalb müssen die Bürger „den Gürtel enger schnallen“, damit der Reichtum, auf den es ankommt sich bei den Leuten vermehrt die man „die Wirtschaft“ nennt.
        Kurz: das Wählen kann man sich sparen.

        1. Ja, stimmt. Darauf habe ich selbst oft genug hingewiesen.

          Eine Demokratie die diese Bezeichnung auch verdiente, ist in unserer Zeit nicht umgesetzt. Es existiert lediglich der Mißbrauch des Wortes zu Bevölkerungskontrollzwecken. Periodische Wahlen, im Zusammenschluß mit von oben vorselektierten „Vertretern,“ dient der Demokratieabwehr. Was man da von Rainer Mausfeld erfahren konnte, der es seinerseits von andren erfuhr, kommt einem Ausdruck des Wortes wesentlich näher. Ich denke unter uns* dürfte das mittlerweile weithin die Runde gemacht haben.

          Ich finde es wenig sinnstiftend diesem Mißbrauch zu folgen. Sinnstiftender ist es auf den Mißbrauch hinzuweisen, über die tatsächliche Funktion, zugehörige Mechanismen aufzuklären und damit hinzuwirken auf die Einsetzung einer tatsächlich demokratischen Verfasstheit der Gesellschaft.

          *ja klar, irgendein elektronischer Spion ist immer zugegen

          1. Eine Demokratie die diese Bezeichnung auch verdiente, ist in unserer Zeit nicht umgesetzt. Es existiert lediglich der Mißbrauch des Wortes zu Bevölkerungskontrollzwecken.

            Genau das ist der Blödsinn, den ich meine. Anstatt zur Kenntnis zu nehmen, dass Demokratie genau das ist, was man vorfindet, wird ein Ideal propagiert, dass aber leider nicht existiert. Die existierende Demokratie „missbraucht“ den guten Ruf der Demokratie, die eigentlich ganz was anderes ist.

            Nein! Wie ich ja schon schrieb: Demokratie ist eine Herrschaftsform und soll nichts weiter organisieren als die Bestallung des Herrschaftspersonals.

            Demokratie ist die perfekte Herrschaftsform, weil sich die Beherrschten auch noch positiv zur Herrschaft stellen. Zwar dauernd über die Politiker schimpfen, aber weiterhin brav zur Wahl gehen.

            1. Nun, da kommen wir nicht zusammen. Ich gebrauche Worte nach ihrem Sinninhalt und nicht nach dem was in ihrer orwellschen Verdrehung durch die Machteliten bezweckt werden soll. Nämlich die Erzeugung einer falschen Vorstellung davon, was eine demokratische Organisationsform beinhaltet. Dies dient der Stabilisierung ihrer Herrschaft, indem tatsächlich demokratische Mechanismen unsichtbar gemacht werden.

              Soll Sprache ihrem ureigentlichen Zweck, der Kommunikation, dem Austausch über konkrete Sachverhalte und schließlich einem Lösungsansatz für unsere Probleme, die letztendlich an einem enormen Mangel an demokratischer Verfasstheit resultieren, dienen, macht es nur so Sinn.

              Ansonsten ist Sprache nur ein weiteres Kampfmittel im Dienst der Herrschenden zur Verwirrung und Fehlleitung der Beherrschten.

              Es gibt eine Menge zutreffender Bezeichnungen für die real existierenden Organisationsformen. Darüber thronend der globalisierte Kapitalismus, der gleich mal demokratische Organisationformen ausschließt. Der mit dem Kapitalismus verheiratete Liberalismus, ein weiteres Elitenkonzept. Subbiotope wie Neoliberalismus und Faschismus, gerne auch zusammen. Der Faschismus dabei als Vorzugsprojekt für Krisenbedingungen. Elitenwahloligarchie, auch passend zum Kreutzchen setzen. Etc. … etc..

              Eine echte Demokratie beeinhaltet geeignete Mechanismen der Einbeziehung des gesammten Verfassungsvolkes und die Verfassung dazu hat man sich auch selbst gegeben. Bereits die Festlegung der Mechanismen ist Teil des demokratischen Prozesses.

              Die Bsp. aus der Geschichte sind mannigfaltig und wurden und werden natürlich auf’s Schärste von den jeweiligen Elitengruppierungen bekämpft.

                1. Im Wilden Westen der Usa im 19. Jhrds gabs in weiten Teilen keinen Staat. Dafür die geringste Demokratie. Der reichste Rancher kaufte sich also die meisten Revolverschützen und herrschte.
                  Daher: Unlogischer Blödsinn was du hier faselst.

              1. Sie kritisieren die Demokratie dafür, dass sie nicht das ist, was Sie sich darunter vorstellen. Das ist nicht besonders sinnvoll.

                Besser wäre es, sich anzuschauen, was Demokratie ist und sich dann zu fragen, ob das nicht auch der Begriff der Sache ist.

                Oder als Einstieg hier:
                https://www.youtube.com/watch?v=CGO6kM2hIy4 (Peter Decker vom GSP auf 99zueins)

                Und wo wir schon dabei sind: Volk ist auch ein ziemlich übler Begriff.

                1. Falsch, es wird nicht die Demokratie kritisiert, es wird ihre Abstinenz kritisiert.

                  Im Vertrauen gesagt, das Einzige was nun geweckt ist, ist mein Mißtrauen.

                  Alle menschlich möglichen Organisationsformen bewegen sich im Spannungsverhältnis zwischen den möglichen Polen Demokratie und Diktatur.

                  Wie wäre es mal mit ein paar konkreten Nennungen über deine Vorstellungen, wie Menschen sich organisieren mögen?

    1. „Da findet mal wieder jemand…“

      Was heisst denn hier „jemand“? Klingt so, also ob es um Einzelfälle gehen würde. Das gilt für die gesamte bürgerliche Gesellschaft. Aus der grundsätzlichen Dualität von Allem und aller Grössen -aus dem dualistisch antagonistischen Materialismus- aus dem dualen Charakter der Ware (use value vs. exchange/market value), des Lohns (Einkommen für den einen vs. Kosten für anderen), Geld (nur Tauschmittel für den einen vs. das Mittel schlechthin, in dem sich der Markterfolg und auch die soziale Stellung des anderen ausdrückt), Kredit (Glück für den einen, weil er an das Kapital rangekommen ist, das er nicht hat, vs. nightmare für den anderen, weil er permanent den Kreditausfall fürchten muss) etc pp folgt ZWANGSLÄUFIG die Dualität der Psychologie des bürgerlichen Individuums. Dort existiert der Liberalismus als Herrschaftsform doppelt : als seine Wirklichkeit und als seine Utopie.. Und der Differenzbetrag, das ist der permanete Vorwurf an das System, das die wegen des grundsätzlichen Dualismus von allem unerfüllbare Utopie des Liberalismus unerfüllt bleibt Das Element der Wirklichkeit extiert in der Tat in der Psychologie des bürgerlichen Individuums, allerdings NICHT, um die Wirklichkeit zu verstehen, sondern um sie nur funktional in Anschlag zur Utopie zu bringen, um zu „kritisieren“, dass die Utopie (noch nicht) zur Wirklichkeit geworden ist und den Differenzbetrag als (angebliche) „Missstände“, „Unterlassung“,“ falsches Handeln“ etc. auszuweisen Das können Sie am besten bei jedem Massenentlassungs-Ritual der Pseudo-Gewerkschaften sehen: wenn die Gewerschaftsbonzen da stehen und die dämliche Arbeiterklasse vor ihnen trälllert und pfieft, da heisst es NICHT: unsere Arbeitskraft als Handelsware im (Arbeits-) Markt ist zu teuer geworden und als Resultat wir rausfliegen müssen, sondern alle sind sich in der Sache einig, dass sie „Spitzenprodukte für den Weltmarkt“ herstellen und dabei den Gürtel ganz eng tragen und bloss der immer „unfähige“ Vorstand seine „Hausaufgaben“ nicht gemacht habe. Es habe schon seit Jahren Missstände und eine unfähige Leitungsebene gegeben -schreien sie gemeinsam…. Ja, im Liberalismus blamiert sich andauernd seine Utopie vor seiner Wirklichkeit. Und psychologisch auf der Ebene des Einzelnen als Resultat? Na die permanente kognitive Dissonanz.

    2. Fazit: Mit einem kapitalistischen System kann es keine Demokratie(=Volksherrschaft=Diktatur des Proletariats) geben, sondern nur eine Diktatur der Bourgeoisie(=der 0,1%)

  4. „Bereits 1909 erkannten führende Demokratieforscher in Großbritannien und den USA …“

    Tja, und heute über 100 Jahre später, sind wir schon viel, viel, viel, viel weiter …

    Nur wollen das die Leute nicht wahrhaben – wie man auf diesen Overton-Seiten – Artikel und Kommentare – auch immer wieder hervorragend vorgeführt bekommt …

    Armselig ist, wenn man alles zigmal schon gesagt und vorgeführt bekommen hat – und trotzdem es nicht wahrhaben will.

    Um mich zu wiederholen: 50% der Autoren hier sind klandestine und perfide Agenten, und über 50% der Kommentare hier stammen aus fremd-kontrollierten Quellen. Und genau dieses Mischung macht es: wie auch Lügen am besten wirken wenn sie geschickt zwischen (weitgehend bedeutungslosen) Wahrheiten versteckt werden.

    Und die bei skeptischen Menschen am besten manipulativ wirksamen Agenten sind die, die sich geschickt ein kritisches und „alternatives“ Mäntelchen umhängen können.

    1. Sie sind doch meist auch nur Opfer der Hirnwäsche die schon in der Schule beginnt, oder gleich durch die Eltern. Weiter gehts mit TV und MSM-Verblödung.
      Und so merken sie ihren Irrtum nicht mal.

      Pepe Mujica: Der schlimmste Feind eines armen Menschen ist ein anderer armer Mensch, der diejenigen verteidigt die sie beide arm machen.

  5. „Wie in den vorhergehenden Kapiteln beschrieben, gab es in den letzten hundert Jahren ein bemerkenswertes Wachstum großer Konzerne mit einer entsprechenden Zunahme von Propagandatechniken.“

    Tja, und heute ist die Entwicklung, dass sogar theoretisch gegeneinander konkurrierenden Unternehmen und Konzerne unter einem Dach sind! Nämlich jeweils unter den Dächern von Blackrock, Vanguard, State Street und Co. – die wiederum auch wieder von wenigen übergeordneten Stellen koordiniert werden können).

    Die Koordination der ganz großen und auch großen Wirtschaftsfaktoren ist weitgehend monopolar!

    Weil diese Entwicklung unterschlagen wird kann straflos auf so eine alte (veraltete) Veröffentlichung hingewiesen werden – zumal die ganze Wahrheit sowieso nicht in den PR-vernagelten Köpfen ankommen kann.

    1. Und jetzt denk mal weiter: WER hat bei diesen Finanzkonzernen das Sagen? Doch wohl einige wenige Superreiche.
      Doch das ist der natürliche Verlauf des Kapitalismus. Einige Konzerne wachsen auf Kosten der Konkurrenz, der Umwelt, der Ausbeutung der Werktätigen inkl Sklavenarbeit im Ausland, durch Korruption der Politik die dafür mit Subventionen o. Aufträgen hilft usw.
      Wer Konzerne hat, der hat das Geld und damit die Macht sich Politik und Gesetze zu kaufen.

      Kommst du von selbst drauf was also für eine echte Demokratie nötig wäre?

  6. Nochmal für alle.
    Es hat nie, nirgendwo auf der Welt jemals eine Demokratie gegeben.
    Außerdem hat die Elite keine Werte, außer Profit und Wachstum.

    1. Falsch. Demokratie=Volksherrschaft=Diktatur des Proletariats, also der Herrschaft der ca 90% des Volks. Und wenn die Bourgeoisie resozialisiert ist sind es 100% des Volks.
      Demokratie kann es nur im Sozialismus geben.

  7. Und auch hier muss ein krasse Lüge eingebaut werden um an die Öffentlichkeit dringen zu dürfen: die angebliche ausschließliche Bipolarität des Politischen ausschließlich nur zwischen einem „Links“ und einem „Rechts“ und die damit verhinderte Denkblockade die sich dann in Sätzen wie

    „Unterdessen verläuft der eigentliche Angriff in krassem Gegensatz zu Orwells Erwartungen. Er geht seit fast einem Jahrhundert von der respektablen Rechten aus. “

    manifestieren darf.

    Es ist eine erfolgreichste Gehirnwaschmethode und damit Machterhalts-Strategie der Herrschenden seit über hundert Jahren, das Denken der Menschen auf ausschließlich „Kommunismus“ versus „Faschismus“, auf „links“ versus „rechts“ manipulativ gezielt zu reduzieren.

    ich paraphrasiere:
    „Was auch immer Alex Careys Absichten gewesen sein mögen, sein Werk wurde missbraucht, um die Öffentlichkeit in die Irre zu führen und zu verwirren, damit sie an den falschen Stellen nach der »Gehirnwäsche« sucht, die viele instinktiv spüren.“ Dieser Satz ist der Kern. Ihn (nur) auf Orwell zu beziehen, die Lüge.

  8. @Gracchus Babeuf

    Falsch, es wird nicht die Demokratie kritisiert, es wird ihre Abstinenz kritisiert.

    Und genau das ist eben keine Bestimmung der Sache. Die Feststellung, dass ein Hund keine Katze ist, ist keine Bestimmung des Hundes. Die Feststellung, dass die hiesige Herrschaftsform nicht das ist, was Sie sich unter Demokratie vorstellen, ist keine Bestinnung der hiesigen Herrschaftsform.

    Alle menschlich möglichen Organisationsformen bewegen sich im Spannungsverhältnis zwischen den möglichen Polen Demokratie und Diktatur.

    Und da scheinen Sie die Demokratie zu bevorzugen? Warum eigentlich? Die Frage scheint nur provokativ, sie soll aber zum Nachdenken anregen. Sie definieren keinen einzigen gesellschaftlichen Zweck, möchten aber eine Organisationsform. Als wäre das Verfahren, wie Herrschaft ausgeübt wird, wie Entscheidungen zustande kommen ausschlaggebend für das, was entschieden wird.

    Wie wäre es mal mit ein paar konkreten Nennungen über deine Vorstellungen, wie Menschen sich organisieren mögen?

    Mir geht es nicht um das „wie“ sondern um das „was“.

    1. „Alle menschlich möglichen Organisationsformen bewegen sich im Spannungsverhältnis zwischen den möglichen Polen Demokratie und Diktatur.“

      Das halte ich für ebenso denkblockiert. Was ist zB mit Anarchie? Was ist mit selbstgewählter Diktatur, etwa ein Stamm der sich einem Häuptling/Führer unterwirft, zumindest zeitweilig, etwa in Krisenzeiten?

      Das Problem ist doch immer und überall, dass irgendwelche Leute EIN ENGES KONZEPT allen anderen überstülpen wollen. Genau die Stelle ist der Knackpunkt, das Ende der Freiheit, die Unterdrückung der freien Wahl, also das Ende der Demokratie. Ob das Konzept von einem Duce stammt oder von einem Marx, von einem Hayek oder Keynes, …

      1. „Alle menschlich möglichen Organisationsformen bewegen sich im Spannungsverhältnis zwischen den möglichen Polen Demokratie und Diktatur.“

        Das war ein Zitat – allerdings falsch formatiert.

        Genau die Stelle ist der Knackpunkt, das Ende der Freiheit, die Unterdrückung der freien Wahl, also das Ende der Demokratie. Ob das Konzept von einem Duce stammt oder von einem Marx, von einem Hayek oder Keynes, …

        Demokratie ist also „Freiheit“? Immerhin trägt die ja die Herrschaft schon im Namen (kratie).

      2. Danke für den Hinweise auf die Denkblockade. Der Hinwurf eines Phrase, am Bsp. der Anarchie, zur Verleugnung von Demokratie, wohlwissend daß die genannte Anarchie Strukturen beinhaltet, auf die sich mehrere Menschen verständigt haben zeugt eher von einer Denkblockade, denn als was sonst sollte man diese dann anders als demokratisch bezeichnen. Warum in Krisenzeiten ein Diktator vonnöten sein sollte erschließt sich mir nicht, denn Krisenmechanismen lässen sich gleichfalls demokratisch instituionalisieren und dann auch zur Anwendung bringen. Es ist eine Binse, daß gerade Krisen, gerne auch künstlich erzeugt, genutzt werden um dauerhafte autoritäre Elemente in die Verfasstheit der Gesellschfat einzufügen. Ich denke der Erfahrungsschatz ist hier reichhaltig genug. „Im vertrauen gesagt“ verbuche ich unter gebuchtem Geldknecht, dich allerdings nicht.

        1. Ach so. Und warum heißt dann „Anarchie“ „Anarchie“ und nicht „Demokratie“? Wegen dem „~kratie“? Ach gottchen Wegen einem Wortteil also? Also wie das fein aufgedröselt wird, dieser Unterschied interessiert mich tatsächlich überhauot gar nicht. Weil üblicherweise blablablablab

          Und es gibt ausreichend viel historische Beispiele, und insbesondere auch aus der Anthropologie bzw Ethnologie wie Gesellschaften zwischen demokratischen Formen in ruhigen Zeiten und quasi Diktaturen ins Krisenzeiten hin- und herschalten können.

          Ich sage aber auch nicht, dass das so gut und richtig wäre. Ich habe aber auf die Denkverengung von Schwafelkopf hingewiesen, der behauptet, alles ließe sich im Spannungsfeld zwischen Demokratie und Diktatur einordnen – eine Superlüge die genau parallel zur Superlüge geht, dass alles Politische sich im Spannungsfeld zwischen einzig nur „links“ und „rechts“ einordnen ließe.

          Eine Denkverblödung die uns seit Jahrzehnten, ja seit mindestens einem Jahrhundert, mindestens seit Marx, gezielt eingehämmert wird um jede Emanzipation im Denken zu verhindern.

          1. Danke für den Schwafelkopf, weißt du, bei Trollen ist mir das egal. Aber wenn ihr das auch nicht zustande bringt, zu konkretisieren was ihr meint, dann ist das schon etwas bedauerlich. Das nennt man dann wohl eher Geschwafel, wenn die demokratischen Elemente einer anarchen Gesellschaft verleugnet werden.

          2. Ja Schwafelkopf, mal wieder vor dem Spiegel getippt. Weißt du bei Trollen ist das einfach egal, die sind darauf gebucht, bei dir ist das peinlich wenn es dir nicht gelingt zu konkretisieren was du meinst, Phrasen drischt und nebenbei nicht das demokratische Wesen einer Anarchie erkennst.

            Und wenn du meinst eine ernstzunehmende zielführende Debatte sei mit einer durch „blumige“ Anwürfe angereicherten Sprache zu bestreiten bestätigt das nur dein Unvermögen.

            Da das jetzt durch ist, darfst du mir den Arm aus der Sonne nehmen.

  9. 10 Fragen an die Demokratie (und jeweils die Antworten dazu)
    https://sascha313.wordpress.com/2018/01/13/10-fragen-an-die-demokratie
    1. Was ist Demokratie?
    2. Wer herrscht in unserem Land?
    3. Was ist eigentlich ein Staat?
    4. Welche Unterschiede gibt es zwischen den Staaten?
    5. Was ist Gewaltenteilung?
    6. Ist die BRD ein demokratischer Staat?
    7. Was ist eigentlich bürgerliche Demokratie? (Anm. bürgerlich=bourgeois)
    8. War die DDR ein Willkürstaat?
    9. Sind Armut und Reichtum vermeidbar?
    10. Gibt es einen demokratischen Sozialismus?
    Eine Zusatzfrage müssen wir hier doch noch stellen: Warum werden wir in der BRD über das Wesen der Demokratie so im unklaren gehalten?

  10. @Gracchus Babeuf

    nochmal ganz grundsätzlich gefragt: über wen soll denn „das Volk“ herrschen? Herrschaft unterstellt Beherrschte.
    Anhänger der Demokratie stellen sich unter der „eigentlichen“ Demokratie offenbar eine Gesellschaft vor, bei der die Organisation der Herrschaft gleichbedeutend mit dem eigenen Wohlergehen sein soll. So als wäre der Umstand dass abgestimmt wird wichtiger als die Frage worüber abgestimmt wird.

    1. Das imvertraeuengesagt sorgt mal wieder dafür, dass alles ins Verwaschene wandert.

      Wenn ich Herrschaft über mein Leben habe zB, gibt es deswegen nicht automatisch Beherrschte. Und in dem Sinn ist auch die „Volksherrschaft“ richtig gedacht gemeint: über sein Schicksal und Wohlergehen selbst bestimmen und da, wo sich Interessen überschneiden und Spannungen entstehen Konsens und Ausgleiche finden.

      imvertrauengesagt mausert sich zum Oberschwätzer und Oberverblöder des Kommentarbereichs.

      … um das mal ganz fettgedruckt klarzumachen!

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