„Das neue imperiale Zeitalter“

Trumps Groß-USA in Nordamerika
Trumps Groß-USA in Nordamerika. Bild: Janitoalevic/CC BY-SA-4.0

Trumps Expansionspolitik und die Folgen.

„Es ist dieser aus der Verabsolutierung der Macht sich konsequent ergebende Prozess einer unabsehbar fortschreitenden Machtakkumulation, welcher die Fortschrittsideologie des Groß und Größer, Weit und Weiter, Mächtig und Mächtiger im ausgehenden 19. Jahrhundert bestimmt und das Entstehen des Imperialismus begleitet.“ –  Hannah Arendt1   

 „In der Außenpolitik der USA hat es immer drei Tendenzen gegeben: neben dem Isolationismus die internationalistische Tradition … und … die imperialistische, mit der wir es zurzeit verstärkt zu tun haben.“ –Helmut Schmidt, 20032

„The united West is dead“ – Politico, 15.01.2026

1. „Das europäische Jahrhundert“ und der US-Parvenü

In seiner lesenswerten und kenntnisreichen Studie „The New Imperial Age“ hat Aroop Mukharji am 9. Januar 2026 in Foreign Affairs eine aufschlussreiche historische Parallele zwischen Trumps Amerika und dem Zeitalter des Imperialismus des 19. Jahrhunderts gezogen. Mit Bezug auf die Ereignisse um Venezuela weist er bereits im Untertitel darauf hin, dass Trump mit seiner Vorgehensweise an „eine jahrhundertealte Vision amerikanischer Macht“ (a Century-Old of American Power) anknüpft.

Folgt man dem Gedankengang des Verfassers, dann entpuppt sich gleich zu Beginn der Lektüre die in Erinnerung gerufene „Vision“ als eine Vision des US-amerikanischen Imperialismus. Die Kernthese der Studie lautet: Trump sei ein vehementer Verfechter der globalen Dominanz Amerikas und wolle in große Fußstapfen seiner „Idole“ – der US-Präsidenten, William McKinley (1897-1901) und Theodore Roosevelt (1901-1909) – treten.

„Gemeinsam führten McKinley und Roosevelt die Vereinigten Staaten in das American Century, eine Phase der globalen Dominanz der USA“ (Together, McKinley and Roosevelt ushered the United States into the American Century, a period of U.S. global dominance), verklärt Mukharji die Geschichte des US-amerikanischen Aufstiegs zu einer Weltmacht.

In seiner Inaugurationsrede hob Trump am 20. Januar 2025 tatsächlich McKinley und Roosevelt als Vorbilder für seine zukünftige US-Außenpolitik hervor:

„Präsident McKinley machte unser Land durch Zölle und durch Talente sehr reich; er war ein geborener Geschäftsmann und gab Teddy Roosevelt das Geld für viele seiner großen Projekte, darunter den Panamakanal“ (President McKinley made our country very rich through tariffs and through talent — he was a natural businessman — and gave Teddy Roosevelt the money for many of the great things he did, including the Panama Canal).

Bis zu dem „American Century“ und der „globalen Dominanz der USA“ war freilich um die Jahrhundertwende noch ein langer, sehr langer Weg. Erst 1941 rief der einflussreiche US-amerikanische Verleger, Henry Luce (1898-1967), das 20. Jahrhundert zum „amerikanischen Jahrhundert“ aus. Trumps „Idole“, McKinley und Roosevelt, sind vielmehr die Wegbereiter des US-amerikanischen Imperialismus, dessen Beginn der Verfasser mit dem Jahr 1898 datiert.

„Ein halbes Jahrhundert nach 1898 ging die Sonne über dem amerikanischen Empire nie unter“ (For half a century after 1898, the sun never set on the American empire), schreibt er voller Stolz und mit Begeisterung über das beginnende Zeitalter der US-amerikanischen Vormachtstellung.

Amerika war indes um die Jahrhundertwende noch ein Emporkömmling und kein Empire, über dem „die Sonne nie unterging“. Noch beherrschte ein anderes angelsächsisches Imperium – Great Britain – die Weltmeere und Ozeane.

„England ist die erste Macht, die sich … die Möglichkeit geschaffen hat, ein die Erde umspannendes Reich aufrechtzuerhalten; es ist ein ‚Venedig im Weltformat geworden, mit Ozeanen als Kanälen‘ (Seely)“3, schreibt der schwedische Gelehrte und Politiker, Johan Rudolf Kjellén (1864-1922), der den Begriff Geopolitik prägte, ehrfurchtsvoll in seinem berühmten, 1914 erschienenen Werk „Die Großmächte der Gegenwart“.

Begeistert fügt Kjellén an einer anderen Stelle hinzu: „Die Engländer sind ein Herrenvolk, ausgeprägter als irgendein anderes seit den Tagen der alten Römer, und für ihren Willen zur Macht existieren keine anderen Grenzen als die unseres Planeten.“4 Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert befinden wir uns im Zenit des „europäischen Jahrhunderts“5, dessen Blütezeit mit der Vorherrschaft des British Empire – „Tyrannen der Welt“ (Theodor Schiemann)6 – beginnt und mit dem „Zeitalter des europäischen Imperialismus“ (1882 – 1914/1918) endet. An dieses Zeitalter sucht der US-amerikanische Parvenü um die Jahrhundertwende einen Anschluss zu finden.

1898 markiert einen Wendepunkt. „Innerhalb von nur wenigen Monaten stürzten die USA ein europäisches Imperium, erwarben mehr als 7.000 Inseln über 7.000 Meilen von der kalifornischen Küste entfernt und wurden so zur Pazifikmacht. Nie wieder würde das US-Militär weniger als 100.000 Mann zählen“, schreibt Mukharji und zitiert anschließend Woodrow Wilson, der ein Jahrzehnt vor seiner eigenen Präsidentschaft feststellt: „Kein Krieg hat uns je so verändert, wie der Krieg mit Spanien uns verändert hat.  . . .  Wir haben eine neue Revolution erlebt“ (No war ever transformed us quite as the war with Spain transformed us.  . . .  We have witnessed a new revolution).

Die sog. „Revolution“ war der beginnende Aufstieg des US-Parvenüs zu einer neuen imperialistischen Macht. Im Ergebnis führte dieser Aufstieg zum Ende des „europäischen Jahrhunderts“ und zum Untergang des British Empire.

Dem „europäischen Jahrhundert“ und dem British Empire folgten sodann das „amerikanische Jahrhundert“ und die Pax Americana. Es fand mit anderen Worten der Übergang der Weltmacht eines Empire in die eines anderen innerhalb ein und derselben englischsprechenden Zivilisation statt. Ein einzigartiges Ereignis der Weltgeschichte!

Und so konnte Churchill in seiner berühmten Fulton-Rede vom 5. März 1946 in Anwesenheit des US-Präsidenten, Harry S. Truman (1945-1953), pathetisch ausrufen: Die „englischsprechenden Völker“ haben die verdammte Pflicht „ihr way of life wie ein Evangelium den anderen Völkern zu verkünden, damit diese die großen Vorzüge erkennen, die diese Lebensformen besitzen“.

Die Reaktion der sowjetischen Führung auf Churchills Rede ließ freilich nicht lange auf sich warten. Bereits eine Woche nach der Rede gab Stalin am 13. März 1946 der Prawda ein Interview, in dem er grimmig anmerkte, es sei doch nur ein geringer Unterschied, ob man, wie Hitler, die Hegemonie allein für die „arische Rasse“ oder für die „englischsprechenden Völker“ beanspruche.7

Und nun sieht es so aus, als würde die jahrhundertelange Vorherrschaft der „englischsprechenden Völker“ unwiderruflich und unaufhaltsam zu Ende gehen. Die anderen Völker und Zivilisationen sind jetzt an der Reihe, das Zepter in die Hand zu nehmen. „Sic transit gloria mundi“!

2. Trumps imperialistisches Abenteuer

Wir erleben zurzeit wahrlich eine welthistorische Zäsur, die das Ende der Pax Americana eingeläutet hat.  Und genau gegen diesen Niedergang stemmt sich Trumps Amerika im Glauben, das Rad der Geschichte doch noch zurückdrehen zu können. Trump fällt dabei nichts Besseres ein, als die Geister einer längst vergangenen Epoche zu rufen, die Amerika zu einer Wiedergewinnung seiner alten Stärke und Größe verhelfen sollten.

Nach dem Motto: „Vorwärts in die Vergangenheit“ kehrt Trump zu den gut 125 Jahre zurückliegenden Ursprüngen des US-amerikanischen Imperialismus zurück. „The 1898 era is back“! „Das Wachstum unseres Territoriums hat unsere Stärke und unseren Wohlstand enorm erhöht“, verkündete McKinley stolz 1899 vor einer Menge in Minneapolis, als er seine Erwerbungen im Pazifik mit dem Louisiana Purchase von 1803 verglich.

Die Annexion der Philippinen fügte den US-Besitzungen ein Land von der Größe Arizonas hinzu. Nach McKinleys Ansicht verschaffte dies den USA „Prestige und Respekt“. „Eines der besten Dinge, die wir je getan haben, war darauf zu bestehen, die Philippinen einzunehmen“, sagte er einmal zu einem Berater. „Und es ist so geworden, dass wir in wenigen Monaten zu einer Weltmacht aufgestiegen sind“ (And so it has come to pass that in a few short months we have become a world power).

Roosevelt ging mit dieser Überlegung noch einen Schritt weiter, schreibt Mukharji. McKinleys Besetzung Kubas und die Eroberung Puerto Ricos ermöglichten es Roosevelt, Lateinamerika als Teil der US-Einflusssphäre zu betrachten und Kuba in ein US-Protektorat zu verwandeln.

„McKinley und Roosevelt führten die USA ins amerikanische Jahrhundert“ (McKinley and Roosevelt ushered the United States into the American Century), frohlockt Mukharji erneut und will nicht wahrhaben, dass die Selbstzerstörung Europas durch die beiden Weltkriege die eigentliche Ursache für den Aufstieg des 20. Jahrhunderts zum „American Century“ waren.

Als wäre er aus der Zeit gefallen, sieht Trump heute, wie McKinley und Roosevelt damals, im „Wachstum unseres Territoriums“ (McKinley) die Stärke, den Wohlstand und die glorreiche Zukunft auf Amerika zukommen, die das „American Century“ perpetuieren sollten. Mit territorialer Eroberung und Erweiterung verbindet Trump also Prestige und die Größe Amerikas.

Was für einen Rückfall in die längst vergangen geglaubten Zeiten einer der dunkelsten Epochen der Menschheitsgeschichte. Nun ja, die Zeiten ändern sich und mit ihnen ändern sich auch die Wahn-, pardon: die „Wert“-Vorstellungen. „Geschichte als Sinngebung des Sinnlosen“, nannte Theodor Lessing (1872-1933) einst solche historischen Zäsuren in seinem gleichnamigen Werk.

Von seinen Amtsvorgängern, McKinley und Roosevelt, inspiriert, träumt Trump von Ruhm und Gloria der längst vergangenen Zeiten und diesen Traum von der Größe seines Amerikas hat er in der bereits erwähnten Inaugurationsrede klar und deutlich zum Ausdruck gebracht:

„The United States will once again consider itself a growing nation—one that increases our wealth, expands our territory, builds our cities, raises our expectations, and carries our flag into new and beautiful horizons“ (Die USA werden sich erneut als eine expandierende Nation positionieren – eine, die unseren Reichtum erhöht, unser Territorium erweitert, unsere Städte baut, unsere Erwartungen erhöht und unsere Flagge in neue und schöne Horizonte trägt).

Grönland erwerben zu wollen, ist, wie man sieht, keine Caprice, keine vorübergehende Laune eines alten Mannes, der weder senil noch verrückt oder unzurechnungsfähig ist. Das ist keine Laune, sondern ein längst angekündigtes Projekt, das nunmehr auf seine rasche Umsetzung pocht.

Die Ankündigung, „eine expandierende Nation“ (a growing nation) werden zu wollen, die auf territoriale Expansion („expands our territory“) ausgerichtet ist, setzt Trump nun konsequent um und ruft die Geister des US-Imperialismus auf, die er nicht mehr loswird. Expansion war das Schlüsselwort des „Zeitalters des europäischen Imperialismus“, den Trump nunmehr zu reanimieren sucht: „Expansion is everything. … I would annex the planets if I could“8, sagte einer der einflussreichen Protagonisten des britischen Imperialismus des 19. Jahrhunderts, Cecil Rhodes (1853-1902).

Als John A. Hobson (1858-1940) zu Beginn des 20. Jahrhunderts sein berühmtes Werk „Imperialism“ (1902) veröffentlichte, „da war eines seiner Argumente, dass die imperialistische Politik im Außenbereich zwangsläufig die Demokratie im Innern zerstöre.“ Der Imperialismus bedeutete für Hobson „die Ausbreitung für Unfreiheit und politische Despotie … Nach seiner Darstellung führt die Dominanz imperialer und außenpolitischer Fragen, die sich ihrer Natur nach der Kenntnis und der Kontrolle des Volkes entziehen, zu einer Unterordnung der Legislative unter die Exekutive und zu der ‚Konzentration exekutiver Gewalt in einer Autokratie‘.“9

Es ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen, dass Trump in seiner zweiten Präsidentschaft versucht, die Legislative der Exekutive unterzuordnen und damit die Gewaltenteilung auszuhöhlen.  Nur hat das nicht so sehr mit Trumps neoimperialistischem Abenteuer als vielmehr mit der Politik der sog. „einheitlichen Exekutive“ (unitary executive) zu tun.10

Dieser „einheitlichen Exekutive“ (unitary executive) liegt aus Trumps Sicht nicht die Verfassung, sondern die demokratische Legitimität der Präsidentschaft zugrunde, was Trump laut Noah Rosenblum (Prof. an der New York University School of Law) dazu verleitet, nach der Devise zu handeln: „Ich wurde von euch zum Anführer (demokratisch) gewählt, also habe ich das Sagen. Ich kann tun, was ich will“ (I was chosen by you to be the leader, so I’m in charge. I can do whatever I wan).11

Recht geht hier in Macht und Macht in Recht auf. Es ist darum nur konsequent, wenn die Trump-Administration auch offen damit droht, die Befugnisse der Gerichte zu ignorieren, die Handlungen der Regierung auf ihre Rechtmäßigkeit zu überprüfen, wie der US-Vizepräsident JD Vance Anfang Februar 2025 erklärte: „Richter dürfen die legitime Macht der Exekutive nicht kontrollieren“ (Judges aren’t allowed to control the executive branch’s legitimate power).12

Folgt man diesem Verfassungsverständnis, so handelt die Exekutive innen- wie außenpolitisch immer „verfassungskonform“, und zwar allein schon deswegen, weil sie demokratisch gewählt ist. Und „demokratisch“ ist alles, was Trump tut! Oder nicht?

3. Von der Nato-Expansion zu Trumps ökonomischen Expansionismus

Die Frage ist indes, welche Ziele Donald Trump mit seinem imperialistischen Abenteuer verfolgt. Will er tatsächlich wie die von ihm so bewunderten Amtsvorgänger die Stärke und den Wohlstand der amerikanischen Nation mit territorialen Erweiterungen erreichen? Oder verfolgt er ganz andere Ziele, die er hinter den hochtrabenden Ankündigungen und der Zuschaustellung seines expansionsgetriebenen Größenwahns verbirgt?

Die Beantwortung dieser Fragen hängt wiederum davon ab, ob sich Trumps aggressive Außenpolitik als Rettung oder Fluch für die abgewirtschaftete US-Hegemonie erweisen wird. Die in den Abwärtsstrudel geratene US-Vormachtstellung versucht Trump hastig und überstürzt noch zu retten, was zu retten ist.

Und das Zauberwort für seine Rettungsaktionen lautet eben: Expansion. Im Gegensatz zu der von der Clinton-Administration 1993/1994 in Gang gesetzte, geo- und sicherheitspolitisch induzierte Nato-Expansionspolitik13 macht Trump einen seinem Naturell als Geschäftsmann naheliegenderen ökonomisch getriebenen Expansionismus zum Leitmotiv seiner zweiten Präsidentschaft.

   Trump kam offenbar zur Überzeugung, dass die Nato-Osterweiterungspolitik ein schwerwiegender Fehler war, da sie letztlich zum schlimmsten Krieg in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges geführt hat, wohingegen der ökonomisch determinierte Expansionismus einerseits zur Einhegung des Krieges und andererseits zur Ankurblung der US-Wirtschaft führen sollte.

Trump geht es mit anderen Worten um eine ganz andere Art der Expansion als die bis jetzt von allen anderen US-Administrationen seit dem Ende des „Kalten Krieges“ praktizierte Expansionspolitik.

Als „beständiges und höchstes Ziel aller Politik“ ist Expansion laut Hannah Arendts Imperialismustheorie „die zentrale politische Idee des Imperialismus … Im rein ökonomischen Bereich hatte sich Expansion als ein angemessenes Prinzip bewährt.“14

Und in diesem Sinne war Trump seit eh und je Protagonist einer geoökonomisch geleiteten US-Außen- und Weltpolitik.15 Folgt man Hannah Arendts These, so entstand die sog. „Weltpolitik“ überhaupt erst im „Zeitalter des europäischen Imperialismus“ als Gegenstück zur Nationalstaatspolitik.16

   Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch Trumps Skepsis und seine Distanzierung von der Nato-Osterweiterung, die am Ende des Weges nichts als Krieg gebracht hat. Die Nato-Allianz ist, so gesehen, für Trumps Konzept eines ökonomischen Expansionismus störend, überholt und nach sechsundsiebzig Jahren ihrer Existenz unzeitgemäß.

Die Nato ist aus Sicht von Trumps Amerika sowohl sicherheitspolitisch nutzlos geworden, da sie den Krieg in Europa, der gegen die ukrainische Nato-Mitgliedschaft gerichtet ist, nicht abwenden konnte, als auch geopolitisch störend, da die Bindung an die Allianz, wie man mittlerweile im Falle Grönland sieht, die US-Handlungsfreiheit einschränkt.

Die ewige Allianz wird allmählich zum Problem für Trump, weil sie zum einen nur Kosten verursacht, ohne Profit abzuwerfen, zum zweiten die Handlungsfreiheit der auf Expansion ausgerichtete US-Weltpolitik einschränkt und schließlich zum dritten in einen europäischen Krieg gegen Russland hineinzuziehen droht, der die Existenz Amerikas gefährden kann. Der Krieg mit Russland ist wohl das Allerletzte, das sich Trump wünscht. Dieser schadet nur dem Geschäft und bedroht Amerikas Existenz. Trump ist ein Geschäftsmann, hemmungsloser und aggressiver Unilateralist17, aber eben kein Krieger.

Aus der Perspektive dieser drei Störfaktoren gesehen, hat sich die Allianz, welche Amerika in Friedenszeiten einging und als Bollwerk gegen den Sowjetkommunismus konzipiert wurde, nicht nur überlebt, sondern steht neuerdings auch Trumps ökonomischen Expansionismus im Wege. Sie ist aus seiner Sicht anachronistisch, sicherheitspolitisch nutzlos, und geoökonomisch störend.

Selbst ein tributpflichtiger Vasall wird irgendwann mehr zur Last als zum Nutzen und gefährdet dazu noch die Sicherheit Amerikas, sollten die Kriegsfalken diesseits und jenseits des Atlantiks ein waghalsiges militärisches Abenteuer gegen Russland provozieren. Trumps Amerika ist zwar aggressiv und geht über Leichen, ist aber kein Amokläufer und will auf keinem Falle eine nukleare Konfrontation mit Russland riskieren.

Die Nato-Allianz diente den USA zu Zeiten des „Kalten Krieges“ als Ergänzung der eigenen Macht gegenüber einer geglaubten übermächtigen Bedrohung. Heute sieht die geopolitische Großwetterlage ganz anderes aus. Ungeachtet des tobenden Krieges in der Ukraine sieht Trump in Russland keine Bedrohung mehr und will mit Russland Geschäfte machen, statt Krieg führen. Darin besteht ein grundlegender strategischer Dissens zwischen Trumps Amerika und EU-Europa.

Allianzen sind „nur so viel wert wie ihre Fähigkeit, ihren Zweck zu erfüllen. In diesem Sinne sind Allianzen identisch mit ihrer Strategie. … Die Frage nach der Allianzstrategie ist immer die Frage nach der Hierarchie der Sicherheitsinteressen und nach der Verteilung der Macht in einem Bündnis.“18

Die gemeinsame Allianzstrategie fehlt aber heute genauso, wie die einheitlichen Sicherheitsinteressen. Denn inmitten des Krieges an der Peripherie Europas wünscht sich Trump ein Ende des Krieges, um „Big Business“ mit Russland zu machen, muss aber feststellen, dass seine europäischen Bündnisgenossen nicht nur dagegen steuern, sondern verbissen und gehässig auch noch mehr Öl ins Feuer des Krieges gießen – in der Hoffnung, der Krieg werde sich auf wundersamer Weise in einen von ihnen diktierten Frieden verwandeln.

Die europäischen Bündnisgenossen denken und handeln getreu dem mittelalterlichen Glaubensbekenntnis: „Credo, quia absurdum est“ (Ich glaube, weil es absurd ist)! Das Bestehen der Allianz wird so ad absurdum geführt. Da Trumps Amerika mit seiner aggressiven Expansionspolitik einen Teil des Territoriums eines Allianzmitglieds annektieren will, wird die Nato-Allianz gänzlich zum Absurdistan.

„Bis in das letzte Viertel des 19. Jahrhunderts waren feste und zeitlich langfristige oder unbefristete Bündnisse zwischen den europäischen Staaten die seltene Ausnahme, eben weil das europäische Staatensystem auf der Beweglichkeit der Machtverteilung zwischen den Staaten, auf der Begrenzung und der Revision von Engagements, auf einem Wechselspiel der nationalen Interessen und auf leicht veränderlichen Konstellationen zwischen ihnen beruhte.“19

Im Zeitalter der ideologischen Systemkonfrontation zwischen den zwei bis auf die Zähne bewaffneten Militärblöcke des „Kalten Krieges“ war eine „Beweglichkeit der Machtverteilung zwischen den Staaten“, die „auf einem Wechselspiel der nationalen Interessen“ beruhte, undenkbar. Zu starr und festgeschnürt waren die jeweiligen Militärblöcke der Status-quo-Mächte und von „einem Wechselspiel der nationalen Interessen“, die durch ideologische Systeme substituiert wurden, konnte ebenfalls keine Rede sein.

Diese Erstarrung der Konfrontation wurde mit dem Ende des „Kalten Krieges“ nur vorübergehend durchbrochen, aber nicht beseitigt. Und es kam, wie es kommen musste, wenn man die überkommenen Machtstrukturen stilllegt, aber nicht überwindet. Mit der Nato-Osterweiterungspolitik kam die Konfrontation zurück20, die letztlich, wie nicht anderes zu erwarten war, in einem Krieg ausartete.

Und nun scheint mit Trumps zweiter Amtszeit eine nicht mehr für möglich gehaltene Bewegung in die starren Fronten gekommen zu sein. Mit Trumps ökonomischem Expansionismus und den daran geknüpften neoimperialistischen Allüren kommt auch die „Beweglichkeit der Machtverteilung zwischen den Staaten“ zurück, was Europa in Angst und Schrecken versetzt, geht doch diese Machtverteilung und -umverteilung zuallererst zu seinen Lasten.

Zumindest glauben das die immer noch in den Schützengräben des „Kalten Krieges“ verschanzten EU-Macht- und Funktionseliten. Sie weigern sich nach wie vor beharrlich von der seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges bestehenden Konfrontation mit Russland Abstand zu nehmen. Es ist aber längst überfällig, diese anachronistische Konfrontation ein für alle Mal hinter sich zu lassen, will man nicht in eine noch größere Konfrontation hineinschlittern.

Davon wollen sie aber immer noch nichts wissen, wodurch die geo- und sicherheitspolitische Lage für sie noch schlimmer wird. Sie führt nämlich dazu, dass Europa selbstverschuldet von den beiden Großmächten Russland und den USA in den Schwitzkasten genommen wird: Mal wird es von Trumps Amerika mit einem Zoll-Krieg, mal mit der Androhung der Besetzung eines Teils des europäischen Territoriums unter Druck gesetzt. Ein anderes Mal diktiert Russland ihm die Friedensbedingungen.

Und was kann Europa dagegen tun? Eigentlich nichts! Außer Scheinkämpfe gegen den eigenen Schatten, sprich Schattenboxen, kann Europa nichts ausrichten. Oder vielleicht doch? Ja, da gibt es in der Tat noch etwa: Die EU-Führungsspitze nimmt gerne und regelmäßig am Theaterfestival, genannt „Gipfeltreffen“, teil, führt intensive und geistreiche Selbstgespräche unter Gleichgesinnten, um anschließend hochtrabende, aber realitätsferne Entscheidungen zu verkünden, die nur einem einzigen Zweck dienen, vor das grelle Licht der Öffentlichkeit zu treten, Handlungsfähigkeit zu suggerieren, eskapistische Beschlüsse lautstark vorzutragen und den Fernsehzuschauern zu versichern, Russland eine „strategische Niederlage“ zufügen und die Ukraine „bis zum letzten Ukrainer“ verteidigen zu wollen.

Die erwählten EU-Staatenlenker müssen ja das Publikum nicht nur unterhalten, sondern ihm auch Rechenschaft abgeben und zeigen, dass sie von den europäischen Steuerzahlern nicht umsonst bezahlt werden. Und so inszenieren sie sich als Macher, verwechseln dabei aber ihr Rollenspiel mit einem Machtspiel.

Wer aber nur ein Rollenspieler ist, ohne die Macht realiter zu besitzen, täuscht nur das Publikum und führt es in die Irre, wie der Bundeskanzler Friedrich Merz es ständig lieb und gerne tut.21 Und wer hoch pokert, kann auch hoch verlieren und muss die Zeche zahlen, was Europa eigentlich nicht tun will, aber tun muss.

Wenn man sich vom „Daddy“ (Mark Rutte) aus Übersee treiben lässt, wird irgendwann auch zum Getriebenen. Und wenn an die Stelle der „herrschenden Wirklichkeit“ (Wolf-Dieter Narr) eine Ersatzwirklichkeit tritt und diese zur Grundlage politische Entscheidungen wird, dann führt dieser Eskapismus zur Machtverdummung, wie Nietzsche eins behauptete: „Es zahlt sich teuer, zur Macht zu kommen: die Macht verdummt …“22

Du armes Europa: handlungsunfähig, ohnmächtig und eskapistisch! Von Trump stets unter Druck gesetzt, von Selenskij permanent zur Kasse gebeten und von Putin militärisch vorgeführt. Europa ist aus dem Tritt geraten. Zu lange glaubte es mit dem ehem. Hohen Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell (2019-2024), im „Garten Eden“ zu leben.

Bei einer Veranstaltung des College of Europe im Oktober 2022 sagte Borrell: „Europe is a garden. We have built a garden. Everything works. … The rest of the world … is not exactly a garden. Most of the rest of the world is a jungle, and the jungle could invade the garden“ (Europa ist ein Garten. Wir haben einen Garten angelegt. Alles funktioniert. Der Rest der Welt ist nicht gerade ein Garten. Der größte Teil des Restes der Welt ist ein Dschungel, und der Dschungel könnte in den Garten eindringen).

Und heute? Europas „Garten Eden“ funktioniert nicht mehr. Trumps „Dschungel“ ist längst in den EU-Garten eingedrungen und treibt ungeniert sein Unwesen. Und was tut Europa? Es ist ratlos und weiß nicht, was es noch tun soll. Oder doch?

Vielleicht soll es seine versagten Machteliten zum Teufel jagen oder in die Wüste schicken.  Wenn es aber doch nicht möglich ist, dann sollten sie sich Trumps Amerika gleich ergeben und/oder – mit Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857) reimend – nach Amerika auswandern:

„Europa, du falsche Kreatur!
Man quält sich ab mit der Kultur,
Spannt vorn die Lokomotive an,
Gleich hängen sie hinten eine andre dran,
Die eine schiebt vorwärts, die andere retour,
So bleibt man stecken mit der ganzen Kultur,
Und Ärger hier, und Händel da
Und Prügel — Vivat Amerika.“

(Ein Auswanderer, 1837)

 

Anmerkungen
  1. Arendt, H., Die verborgene Tradition. Acht Essays. Frankfurt 1976, 23.
  2. Schmidt, H., „Das ist grober Unfug“, Spiegel-Gespräch 6/2003 (2.02.2003).
  3. Kjellén, R., Die Großmächte der Gegenwart. 51915, 88. Mit „Seely“ zitiert Kjellén den britischen Historiker John Robert Seeley (1834-1895), der sein Werk „The Expansion of England“ 1888 veröffentlicht hat.
  4. Kjellén (wie Anm. 3), 96.
  5. Lüthy, H., Das europäische Jahrhundert, in: ders., In Gegenwart der Geschichte (wie Anm. 23), 245-264.
  6. Zitiert nach Konrad Canis, Von Bismarck zur Weltpolitik. Deutsche Außenpolitik 1890 bis 1902. Berlin 1997, 228
  7. Zitiert nach Silnizki, M., Anti-Moderne. US-Welthegemonie auf Abwegen. Berlin 2021, 39 f.
  8. Zitiert nach Hannah Arendt, Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. München Zürich 1986, 218.
  9. Zitiert nach Schröder, H.-C., Imperialismus und antidemokratisches Denken. Wiesbaden 1978, 5.
  10. Näheres dazu Silnizki, M., „Von imperialer zu autoritärer Präsidentschaft“? Cheney, Trump und die Eigengesetzlichkeit des politischen Handelns. 16. November 2025, www.ontopraxiologie.de.
  11. Zitiert nach Jacob Knutson, What Is Unitary Executive Theory? How is Trump Using It to Push His Agenda? Democraty Docket, February 20, 2025.
  12. Zitiert nach Knutson (wie Anm. 11).
  13. Näheres dazu Silnizki, M., Dreißig Jahre Nato-Expansion. Zur Vorgeschichte des Ukrainekonflikts. 4. Oktober 2023, www.ontopraxiologie.de; des., Fluch oder Segen? Zur Diskussion über die NATO-Osterweiterung. 26. April 2022, www.ontopraxiologie.de.
  14. Arendt (wie Anm. 8), 221.
  15. Siehe dazu Silnizki, M., Geo-Bellizismus. Über den geoökonomischen Bellizismus der USA. 25. Oktober 2021, www.ontopraxiologie.de.
  16. Arendt (wie Anm. 14), 219.
  17. Silnizki, M., Die US-Außenpolitik des „aggressiven Unilateralismus“. Keith Kelloggs Strategiepapier zu Friedensverhandlungen. 14. Dezember 2024, www.ontopraxiologie.de.
  18. Ruehl, L., Machtpolitik und Friedensstrategie. Einführung General Steinhoff. Hamburg 1974, 105.
  19. Ruehl (wie Anm. 18), 100 f.
  20. Näheres dazu Silnizki (wie. Anm. 13).
  21. Näheres dazu, Silnizki, M., Friedrich Merz in seinem Element. Unterwegs mit einem außenpolitischen Abenteurer. 13. Juli 2025, www.ontopraxiologie.de.
  22. Nietzsche, F., Götzen-Dämmerung, in: Gesammelte Werke. Bindlach 2005, 1051-1101 (1075); siehe auch Silnizki, M., Rollenspiel im Machtspiel. Zur Rolle der Machteliten im Ukrainekonflikt. 2. November 2024, www.ontopraxiologie.de;
Michael Silnizki

Michael Silnizki (20. Juni 1957) immigrierter 1976 nach Israel aus der Sowjetunion, wo ich 6 Jahre verbrachte. Im Januar 1982 wanderte ich nach Deutschland ein. An der Uni. zu Köln absolvierte ich geisteswissenschaftliche Studien (Philosophie, gr. Philologie, kath. Theologie). 1987 und in den 1990er-Jahren arbeitete für Forschungsinstitute: BIOst (Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien) und Max-Planck-Institut f. Europäische Rechtsgeschichte. Ab Anfang des Jahrhunderts bin ich sozusagen ein Privatgelehrter und habe mehrere Bücher und zuletzt ca. 250 Studien geschrieben, die auf meiner Webseite: www.ontopraxiologie.de zu finden sind.
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9 Kommentare

  1. Wird alles nix, für ein Imperium braucht es funktionierende Infrastruktur, motivierte und ausgebildete Menschen und einen technologischen Vorsprung. Ist alles nicht mehr gegeben. In wenigen Jahren zerfällt erst die EU und anschließend die USA. Die können nicht Mal mehr ihre Atomwaffen modernisieren, weil ihnen das ausgebildete Personal fehlt.

    1. Die Ammis haben fast 120 Jahre von den gut ausgebildeten und innovativen
      Europäern, hauptsächlich von Frankreich, England und Deutschland provitiert.
      Endwerder haben sie die Erfindungen geklaut, oder gleich die Erfinder ins Land
      geholt. Das Silicon Valley würde heute ohne die Spezialisten aus Indien, China
      und noch ein paar aus Deutschland nicht existieren. Indien und China stehen aber
      bald nicht mehr zur Verfügung und aus Deutschland kommt nichts mehr mit brauchbarer
      Ausbildung. Zudem werden jetzt auch noch Einwanderer verfolgt und ausgewiesen.
      Statt zu denen die ihnen helfen nett zu sein, schickt Trump jetzt z.B. nach Minnesota
      die Army. Die Europäer sind zu blöd, jetzt die Chance zu nutzen und sich von den
      Ammis abzukoppeln. Statt jetzt auf die Drohung wegen der Haltung zur Grönland-
      anektion Zölle zu erheben, mit der Faust auf den Tisch zu klopfen und den Ammis die
      Stirn zu bieten, kneift man schnell wieder den Schwanz ein. Aber das war mit den
      von Ammiland dressierten Politikern auch nicht anders zu erwarten.

  2. Nein, das einzige wozu das führt sind, dass erfolgreiche Machteliten kommen. Besser ist es den Mist komplett kaputt gehen zu lassen.

  3. Einerseits finde ich es spannend und befriedigend zu sehen, wie sich alle Macht-und Geldgeilheitsapologeten à la Dagobert Trump gegenwärtig zerfleischen bis aufs Kriegsblut. – Mögen sie alle verrecken!

    Andererseits finde ich zutiefst deprimierend zu sehen, wie uneins, infantil, hilflos und salonbolschewikiesk Antikapitalisten und sog. ‚Linke‘ … agieren à la Die Linke … – Dass die Pazifisten auf der Strecke bleiben …

    Menschen, macht kaputt, was Euch kaputt macht!

  4. Das mit dem Auswandern der „EU-Eliten“ bzw. europäischen Machteliten, queerbeet durch alle Gesellschaftsschichten und Parteien, in die USA halte ich für keine so schlechte Idee – ist nur die Frage ob die freiwillig in die USA auswandern oder ob die von den EU-Mehrheitsbevölkerungen revolutionär ausgewandert werden und ob die Amis die auch haben wollen *grins* 😉

    Sarkastische Grüße
    Bernie

  5. Trump hat wenigstens noch wirtschaftlichen Spürsinn, mit dem er versucht, die USA zu retten. Ob es gelingt, darf angezweifelt werden, Innovation, Technologie, Produktivität und Bildung finden in Asien statt, in den USA nur marginal und an den Deep State gebunden. Aber zumindest hat er eine größere Chance, am Ball zu bleiben, als die Europäer. Die sind in ihrem Russenhass und der Banderaliebe so gefangen, dass sie nichts anderes mehr sehen können. Und alle, die den Lichtkegel etwas weiter stellen wollen, werden totgemacht. Es ist ein großes Chaos in Europa vorhanden, welches sich nicht mehr in Ordnung bringen lässt. Es ist ein ein komplett vermülltes Zimmer, da macht es keinen Sinn, am Boden zu wühlen um irgendwas aufzuräumen, weil dann gleich der nächste Müll vom Regal stürzt. Nur ein Komplettausräumen hilft, und dann wieder mit einer Strategie und Ordnung neu einräumen. Solange sich die Tür zum versifften Zimmer noch einen Spalt aufdrücken lässt, wiegen sich die Verantwortlichen in Sicherheit, wie Betrunkene mit eingeschränktem Sichtfeld.
    Ich sehe für Europa nur eine Zukunft, wenn es sich komplett ändert und sich komplett von den derzeitigen Herrschern befreit, ansonsten wird die Unordnung in allen Bereichen jegliches Leben ersticken.

  6. „Wir erleben zurzeit wahrlich eine welthistorische Zäsur, die das Ende der Pax Americana eingeläutet hat.“ Wie viel Millionen Tote gab es in dieser Pax Americana, von der der Autor halluziniert. Ich erwarte, dass Trump ein paartausend GIs nach Grönland schickt und ein paar Basen errichtet, wenn die Zölle nichts nützen, und behauptet dass das nur dem Schutz der Grönländer diene und keine Besetzung sei usw., und dass Dänemark und die EU dagegen protestieren, aber viel mehr wird nicht passieren

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