Das Agieren von Donald Trump und der USA aus klinischer Sicht

Donald Trump bei seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum
Donald Trump bei seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum. Screenshot von WEF-Video/CC BY-NC-ND–4.0

In der Regel lasse ich meine persönliche Betroffenheit beim Schreiben außen vor. Aber dieses Mal werde ich von dieser journalistischen Regel abweichen. Am Mittwoch, dem 21. Januar, hielt ich fast anderthalb Stunden lang die Rede von Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos aus, übertragen vom Sender CNN: eine echte Belastungsprobe, die bei mir immer wieder fast Erstickungsanfälle auslöste. Später fand ich eine Spur zur Erklärung dieser Erstickungsanfälle.

Schon der Anfang war schwindelerregend: „Ich bin mit wirklich phänomenalen Nachrichten aus Amerika …  gekommen. Gestern war der erste Jahrestag meiner Amtseinführung, und heute, nach 12 Monaten im Weißen Haus, boomt unsere Wirtschaft. Das Wachstum explodiert. Die Produktivität steigt. Die Investitionen steigen. Die Einkommen steigen. Die Inflation wurde besiegt.“. Dann: „Die Vereinigten Staaten befinden sich mitten in der schnellsten und dramatischsten wirtschaftlichen Wende in der Geschichte unseres Landes.“ Dann: „haben wir die größten Steuersenkungen in der Geschichte der USA verabschiedet.“ Dann: „haben wir die niedrigsten Kriminalitätszahlen, die wir jemals in der Geschichte des Landes hatten“. Dann: ¨vor uns liegen Chancen, die größer und grandioser sind als jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit.“ Dann: ¨Den Menschen geht es sehr gut. Sie sind sehr zufrieden mit mir.“ Natürlich alles gelogen. Die Psychiatrie nennt das „konfabulieren“, was bedeutet: „frei erfundene Geschichten erzählen“, garniert mit plötzlichen Anspielungen auf die Sonnenbrille des französischen Präsidenten oder Vorwürfen an die undankbaren Europäer.

Eine statistische Auswertung der Rede ergab: 408-mal das Wort „Ich“, 43-mal „mein“, 28-mal „großartig“. Einen Tag später fand ich dann eine Spur zur Erklärung meiner Reaktion: Das Erstickungsgefühl ließ die Erinnerung an einen jungen Patienten hochkommen, mit dem ich eine einzige Sitzung hatte. Er kam mit der Diagnose: ¨eine durch Drogenkonsum verschärfte Psychose“. In einem Wortschwall erzählte er von seiner Absicht, berühmtester Rapper Spaniens zu werden und dann von seiner Macht, mit seinen bloßen Augen die Sonne verschieben zu können.

Die Donald Trump gewöhnlich zugeschriebene Diagnose ist ja: „narzisstische Persönlichkeitsstörung“. Leider fällt dazu dem offiziellen „Disagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ (DSM) nicht viel mehr als die Abkürzung „NPS“ und eine Sammlung von Symptomen ein: Größengefühl, Fantasien, Einzigartigkeit, Bewunderungsdrang, Anspruchsdenken, Ausbeutung zwischenmenschlicher Beziehungen, Empathiemangel, Neid und Arroganz. Donald Trump kommt mühelos auf mindestens fünf dieser Symptome, die für die Diagnose NPS erforderlich sind. Die Abgrenzung von einer Psychose wie beim genannten Patienten ist oft schwierig, weil etwa in beiden Fällen oft die Krankheitseinsicht fehlt und die Wahrnehmung der Realität verzerrt ist.

Der Ansatz des französischen Psychoanalytikers Jaques Lacan kann hier weiterhelfen: Für ihn gibt es in der Entwicklung des Menschen einen entscheidenden Moment im ersten Lebensjahr, das sogenannte „Spiegelstadium“: das Baby steht auf dem Arm der Mutter vor einem Spiegel und die Mutter sagt ihm: „Das bist Du“. Seine Welt der Verschmelzung mit der Mutter („Alles ist Mutter“) bricht zusammen, und mit Hilfe der Mutter entdeckt es sich selbst als „großartige Ganzheit“: ein Bild, das sich als „Ideal-Ich“ im Narzissmus fixieren und verewigen kann, wenn die Mutter dem nicht Grenzen setzt und als Gegenpol für das Kind den „Anderen“ in Gestalt des Vaters ins Spiel bringt. Hier liegt für Lacan die Wurzel einer „Perversion“, einer ausbeuterischen Beziehung zu anderen Personen, mit einer sich dem Kind ausliefernden Mutter als Ausgangspunkt, als Komplizin, als erstes Ausbeutungsobjekt (s. mein Buch S. 27ff.) Diese ausbeuterische Beziehung von Trump zu anderen Personen, vor allem zu Frauen, ist ja gerichtsnotorisch. Darauf verweisen ebenfalls Berichte ehemaliger „Trump-Anhänger“, die von ihrer Beziehung zu ihm wie von einer Drogenabhängigkeit reden.

Ich gehe hier auf seine Beziehung zu anderen ein, weil sich im Fall von Donald Trump ja die Frage stellt: Wie ist es möglich, dass über 77 Millionen Amerikaner eine derart gestörte Person gewählt haben? Sigmund Freud beschäftigte sich zwar, von seiner Erfahrung mit der Wiener Gesellschaft ausgehend, mit dem Problem einer „neurotischen Kultur“ und als Ergebnis seiner Analyse mit der Unmöglichkeit, eine ganze Kultur „auf die Couch zu legen“.

Aber die „narzisstische Persönlichkeitsstörung“ von Donald Trump entzieht sich den Untersuchungen von Freud, etwa in seinem Werk „Das Unbehagen in der Kultur“, denn sie steht einer Psychose sehr viel näher als einer Neurose, ist kurz gesagt sehr viel „schlimmer“. Und die gestörte Wahrnehmung dieses „Präsidenten“ reicht ja über die USA hinaus, bis in die deutschen Qualitätsmedien hinein, wo in vielen Analysen und Kommentaren immer noch nach den rationalen Gründen seiner Politik gesucht wird. (Sie sind ja noch nicht einmal in der Lage, die Morde seiner ICE-Schergen beim Namen zu nennen). Wie im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ fehlt den Kollegen die Einsicht oder der Mut, einfach zu sagen: „Der Mann ist ein Fall für die Psychiatrie und entsprechend sollte mit ihm umgegangen werden.“

Eckart Leiser

Eckart Leiser, Prof. Dr., ist Privatdozent an der Freien Universität Berlin und arbeitet als Psychotherapeut in eigener Praxis in Saragossa (Spanien). Seine Arbeitsschwerpunkte sind die epistemologischen Grundlagen der Psychologie sowie strukturale Anthropologie und Psychoanalyse. Lehrtätigkeit in Frankfurt, Berlin, Mexiko-Stadt, Wien, Madrid, Saragossa und Buenos Aires.
http://userpage.fu-berlin.de/~leiser/
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24 Kommentare

    1. Vergewaltiger und Mörder – und das mit der gestörten Persöhnlichkeit ist wohl kaum ein Fehlurteil –
      aber das ist nur die Spitze des Eisbergs – darunter die westliche Dekadenz und ihre Überheblichkeit NUR LEIDER
      – ich bin ebenfalls Teil davon, daher hilft uns ein Wünschelrutengaenger vielleicht tatsächlich ?

  1. ja wessen wahrnehmung ist hier gestört? der präsident der mächtigsten, grössten, besten, überhaupt einzig wertvollen nation der welt, im geopolitischen rückbau, aber mit einem selbstvertrauen, dass er alles wieder gut machen wird und alles gut koimmt, auf das die wähler so hoffen? oder der herr im sessel mit brille und pfeife, der daraus sofort eine seelenstörung ableitet? beim „USA“ hat es ihn aber nicht geschaudert, oder? wie kommt man denn jetzt von dem angeblich so unheimlich wichtigen spiegel moment, das erste mal wo man merkt, dass man sich selbst anschauen kann, zu dem ganzn rest, der hier lediglich suggeriert wird? *grillen zirpen*

  2. Unterschiede Neurose – Psychose, ich weiß das ich einen an “ der Waffel“ habe, aber genau das bringt einen in modernen Gesellschaften in Schwierigkeiten , weil man sich einfach nichts mehr zutraut, was die Gegenseite natürlich anders sieht..
    Heute kommt man mit Psychose in Sachen Beruflichen Werdegang weiter … o(

  3. Peinlicher Artikel. Größenphantasien sind narzisstisch, aber nicht immer pathologisch. Laut DSM IV sind narzisstische Eigenschaften nur dann pathologisch, wenn sie funktionelle Beeinträchtigungen oder subjektives Leiden verursachen. Verlierer sind meistens Narzissten, weil sie Größenphantasien haben, aber nichts zustande bringen. Kann man von Trump wohl nicht behaupten, der Milliardär ist und es blieb, einen Stern auf dem walk of fame hat, und trotz gigantischer Widerstände zweimal zum Präsidenten gewählt wurde. Was Spießer wie Ihnen aufstößt, ist die Tatsache, dass er ständig Tabus bricht, aber das sind nur die Tabus der Spießerschicht. Bitte lesen sie die relevante Literatur, damit Sie nicht irgendwann einem hysterischen Erstickungsanfall erliegen.
    Übrigens sind die Wirtschaftsdaten der USA tatsächlich „großartig“. Jedenfalls kann man in Europa nur davon träumen. Wirtschftsdaten USA Aktuelle Dynamik:
    Q2 2025: 3,8 %, Q3 2025: reales Wachstum 4,4 %. Inflation: Die Kerninflation (PCE) wird für Ende 2026 auf etwa 2,1 % geschätzt – also nahe dem Fed-Ziel.

    1. es ist wohl eher umgekehrt: wenn man nichts zustande bringt, dann wird man über dieses urteil über sich selbst wütend und kompensiert sich das mit gediegenen einbildungen weg. dass nicht jeder die olympiade gewinnen kann, bzw. reich werden kann, ist denen gar nicht bewusst, die glauben sämtliche märchen von der leistungsgesellschaft, das gibt es sogar als organisierte religion, weiss jetzt aber nicht mehr wie die heisst, aber die gehen davon aus, dass gottgefälliges leben sich durch reichtum zeigt.

      1. Calvinismus. Übrigens ist das eine interessante These. Herzog oder König wurde man durch Gottes Gnade, aber Calvin behauptete, Gottes Gnade zeigt sich im Erwerb von Reichtum. Da hat er wohl recht.

          1. eigentlich zwar nicht wirklich, calvin predigte askese und leistung, die typen, die ich meine, die geben mit limos an und danken dabei gott, unverhohlen, und werden dafür von den armen schluckern noch gefeiert. ich suchs raus, echt dicke post.

    2. *umkipp *immernoch lach

      der nackte Kaiser ist der Irre, während die einstigen Jubelperser immernoch das potemkinsche, wertebasierte Kleid anbeten. wer ist hier der Irre, wa ?

    3. Peinlich ist dieses arrogant vorgetragene Unwissen, als gäbe es keine „erfolgreichen“ Narzissten a la Trump. Der Autor kommt jedenfalls auch bequem auf die 5 Merkmale für die Diagnose NPS.
      Nur ein Beispiel in Google:

      Welche Subtypen von Narzissmus gibt es?
      Offener, verdeckter und maligner Narzissmus
      Nach einer empirischen Studie von Russ und Kollegen (2008) kann man Narzissmus in drei Subtypen einteilen:

      exhibitionistischer Narzissmus
      grandios-maligner Narzissmus
      vulnerabel-fragiler Narzissmus
      Die meisten der Betroffenen erscheinen nicht durchgängig als jeweiliger Typus. So können beispielsweise Betroffene des grandiosen Typus in einem Moment sehr selbstbewusst und grandios wirken und kurz darauf Anzeichen von Depression und Ängstlichkeit zeigen.

      Was zeichnet den exhibitionistischen Narzissmus-Typus aus?
      arroganter Chef
      © cyrano / stock.adobe.com
      Der exhibitionistische Typus stellt seine Großartigkeit öffentlich heraus. Dieser Typus kann in einer wettbewerbsorientierten Welt sehr erfolgreich sein. Sein Auftreten wirkt sehr selbstbewusst. Ihren Mitmenschen gegenüber verhalten sich Menschen dieses Typus arrogant und kühl. Diese Form wird auch als offener Narzissmus bezeichnet.

      Was zeichnet den grandios-malignen Narzissmus-Typus aus?
      Maligner Narzissmus ist eine Kombination aus Narzissmus, Aggression, Paranoia und antisozialem Verhalten. Der Begriff Malignität wird in der Medizin für bösartige Krankheiten verwendet. Menschen dieses Typs sind von ihrer Großartigkeit überzeugt. Fühlen sie sich von anderen nicht angemessen wertgeschätzt, rächen sie sich ohne Reue, auch wenn die Ablehnung, die sie anderen unterstellen, nicht real sein muss.

      Was zeichnet den vulnerablen-fragilen Narzissmus-Typus aus?
      Menschen, die an einem vulnerablen Narzissmus leiden, werden meist nicht so schnell als Narzissten erkannt, da sie extrem verletzlich, schüchtern und hypersensibel sind. Man bezeichnet diese Form daher auch als verdeckten Narzissmus. Wie die anderen Typen auch, sind sie aber auf sich selbst fixiert und nicht imstande, anderen gegenüber echte Empathie zu empfinden. Kritik oder Zurückweisungen können in ihnen schwere Krisen auslösen, die sogar bis hin zum Suizid führen können.

      1. Trump ist größenwahnsinnig. Er bildet sich ein, Millardär zu sein, als Entertainer einen Stern auf dem walk of fame erworben zu haben, und gegen unglaubliche Widerstände zum zweiten Mal zum Präsidenten der USA gewählt worden zu sein.

  4. Der Text erzählt eine Menge vom institutionellen Irresein seines Autors und seiner Zunft, Letzteres insbesondere, indem er Lacan zum Zeugen oder gar Berufungsinstanz erhebt.
    [Eine Basis von Lacan’s Verrücktheit kommt zum darin zum Ausdruck, daß er Freud entweder nicht begreifen wollte, oder es nicht vermochte. Freud hat auf ein essentiell mechanistisches Konzept dessen, was er für Seele halten wollte, eine literarische (belletristische) Karriere gegründet. Eine wesentliche Inspirationsquelle des jungen Freud ist Ernst Mach gewesen, nicht etwa Wilhelm Dilthey, was nahe gelegen hätte.]

    Aber was ich „eigentlich“ sagen wollte:
    Das buchstäblich Luschtige an Trump ist doch bitte, daß er, wenn man die offensichtlich altersbedingte Schrumpfung in den Horizonten seiner Geistesgegenwart beiseite läßt, das klassische Bild einer „deformation professionelle“ darbietet: Er „ist“, was er sein Lebtag getan hat: Ein Spekulant in kommerzieller Führungsposition.
    Das „Rätsel“, wenn es denn eines zu lösen geben soll, besteht darin, daß eine schematische Hälfte der politischen Klasse der USA ihn mehr oder auch minder berechnend ins WH gehievt hat.

    1. Hab grad nachgeguckt, der Mann ist ’43 geboren und hat vor seiner Bekehrung zur „strukturalen Psychoanalyse“ Lacan’s am Holzkamp – Institut studiert / gearbeitet und auch einige Monographien mit mehr oder minder rationellen Ausgangspunkten veröffentlicht. Vor allem ist er wohl aus dem praktischen Geschäft. Jemand, der im Umgang mit seinen Patienten „Erstickungsanfälle“ bekommt, wäre ansonsten schnellstmöglich aus seiner Stellung zu entsorgen.

  5. Goldwater-Regel

    auch G-Regel, benannt nach dem US-Politiker B. M. Goldwater (1909–1998), der 1964 Präsidentschaftskandidat der Republikaner war.

    Das Magazin Fact veröffentlichte 1964 eine Umfrage, in der über 1000 Psychiater Goldwater für psychol. ungeeignet für das Präsidentenamt erklärten und ihm Paranoia, Narzissmus sowie eine schwere Persönlichkeitsstörung attestierten, Goldwater verlor die Wahl. Aus diesem Anlass hat die APA(American Psychiatric Association) 1973 die Goldwater-Regel in ihren Prinzipien der med. Ethik formuliert.

    Die Goldwater-Regel ist eine ethische Richtlinie, die besagt, dass Psychiater ihre Expertise über psychiatrische Probleme mit der Öffentlichkeit teilen können, wenn sie zu ihrer Meinung über Personen des öffentlichen Lebens gefragt werden. Es wird aber als unethisch angesehen, diese Aussagen ohne eine Untersuchung der betreffenden Person und ohne deren Zustimmung zu treffen. Die APA unterstützt dieses Vorgehen und empfiehlt ihren Mitgliedern, keine Diagnosen über Personen des öffentlichen Lebens zu erstellen, die man nicht psychodiagn. untersucht hat.

    https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/goldwater-regel

    Liebes Overton-Magazin,

    die Qualität der Artikel bestimmt die Häufigkeit der Empfehlungen eines Magazin und ist ursächlich (auch im Internet) für die Verbreitung desselben verantwortlich.

    Wollt ihr ewiges Nischendasein?

    Liebe Grüße
    Euer Dan

  6. Was haben alle nur dauernd mit Donald T. und seinen Diagnosen? Vorher hatten die einen „wohlmeinenden älteren Herren mit Gedächtnislücken“ zum Präsidenten. Als ob das soviel besser wäre.

  7. Hat der Autor eigentlich auch Biden analysiert? Anscheinend nicht. Wie sah es mit Bush jr. aus? Auch nix dazu gesagt???
    Was war mit Obama? Der Aufsteiger quasi aus dem Nichts? Mit dem faible für Bombardements von Hochzeitsgesellschaften? Auch nix analysiert?
    Jetzt frage ich mich doch, woher dieses geradezu zwanghafte Interesse an der gestörten Persönlichkeit eines Donald Trump kommt, wenn man weder die offensichtliche Demenz, noch den schwersten Alkoholismus, noch die krankhafte Machtgeilheitder der anderen, vorherigen Präsidenten unter die Lupe nahm.

    Trump reiht sich einfach perfekt in das kranke, perverse System der USA u. ihrer Präsidenten ein, so what?
    Wo liegt der Wert dieses Artikels? Was möchte der Autor uns mitteilen, außer daß er gut bezahlt wird für „genehmes“ Geschreibsel. Und ansonsten brav das Maul hält.

    Hält der uns für blöd?

  8. mir fällt da der Kommentar von Henrik Broder ein.
    „Trump ist verrückt ,aber nicht irre“
    Ein in der deutschen Sprache feiner aber klarer Unterschied.

  9. Es fällt auf, dass hier in letzter Zeit wieder mehr Trump-Verteidiger auftauchen – vermutlich ist der Aufwachprozess zu schmerzhaft und man klammert sich um so mehr an seinen Führer.
    Ja, Psychiater sollten sich Ferndiagnosen eigentlich verkneifen – deswegen werfe ich ein Zitat von Mausfeld aus „Hegemonie oder Untergang“ hier rein, welches sich einer Diagnose enthält, aber Offensichtliches gut beschreibt:

    „…Diese psychische Verfasstheit verkörpert Donald Trump, als US-Präsident Oberbefehlshaber des größten Gewalt- und Zerstörungsapparates der Geschichte, in einer bis zur Karikatur gesteigerten Form. Er scheint unfähig, die Dinge, über die er spricht, und die Wörter, mit denen ihn seine “Berater” versorgen, auch nur minimal zu durchdenken. Seine Wörter lassen keinen ernsthaften Kontakt zur Realität erkennen. Er scheint nicht einmal den Unterschied zwischen dem einen und dem anderen zu begreifen. Seine Sätze haben auch untereinander einen rationalen Bezug verloren und widersprechen sich fortlaufend. Selbst zur Lüge scheint er nicht fähig, da er den Unterschied von Lüge und Wahrheit nicht begreifen kann. Dieses moralische Defizit wird freilich in der politischen Klasse, sofern nur der notwendige Schein gewahrt bleibt, geradezu als Qualifikationsmerkmal für Führungspositionen angesehen. Trumps Wortäußerungen stehen ganz im Dienst archaischer Obsessionen. Sie kreisen um Macht, Kampf und Sieg. Sie sind Ausdruck ungehemmter Aggressionsbereitschaft und bestehen aus Kaskaden von Wortreflexen, die zwischen Drohungen, wüsten Drohungen und infantilen Siegerposen schwanken.”

    Mausfeld ist ja für sehr viele unantastbar. Ob das auch für die Trumpisten gilt?

  10. Das System Trump funktioniert perfekt, genau wie zuvor bei Biden. Während sich die europäische „Intelligenz“ verzweifelt an den zur Schau gestellten Sockenpuppen abarbeitet, wird im Hintergrund die Agenda abgearbeitet. Niemand stellt den Elefanten im Raum zur Rede, wer zur Hölle regiert die USA bzw. den Wertewesten® eigentlich seit über 5 Jahren?

  11. Ach wie Herrlich!

    fehlt den Kollegen die Einsicht oder der Mut, einfach zu sagen: „Der Mann ist ein Fall für die Psychiatrie und entsprechend sollte mit ihm umgegangen werden.“

    An Einsicht wird es „den Kollegen“ sicherlich nicht mangeln. An Mut allerdings schon.
    Ja es ist schon Scheiße ein Vasall zu sein und Souveränität sich einfach nicht leisten zu können.
    Die Kollegen bekommen was sie verdient haben – würde ich sagen.

  12. Eine recht interessante Analyse der Rede von Mark Carney, nach der die Rede vom GRÖPAZ offenbar noch umgeschrieben wurde, liefert die phööse Mainstreamerin Rachel Maddow:

    https://www.infosperber.ch/politik/wie-eine-brillante-rede-trumps-groenland-furor-stoppte/

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