Corona und Medien: „Wir wollten die Politik der Bundesregierung unterstützen“

Coronaprotestdemo in Berlin am 21. April 2021. Bild: Leonhard Lenz/CC0

Eine kontroverse und gut besuchte Diskussionsveranstaltung im Tübinger Club Voltaire zeigt, dass die angepassten,  regierungstreuen Journalisten in die Defensive geraten sind und die öffentliche Aufarbeitung der Corona-Zeit dringend notwendig ist.

 

Zum Corona-Regime gehörte, Widerspruch nicht zuzulassen und stattdessen abzuqualifizieren. Gegner und Befürworter der Corona-Maßnahmen trafen, wenn, dann höchstens auf der Straße aufeinander. Aber nicht in den Talkshows. Dort wurde drei Jahre lang über die Schmuddelkinder und „Querdenker“ geredet, aber kein einziges Mal mit ihnen. Ausgrenzung ist ein Merkmal totalitären Verhaltens, aber auch von Schwäche. Es führte dazu, dass beide Seiten in ihren Blasen gefangen sind. Und das gilt bis heute. Die offene, gleichberechtigte Kontroverse findet auf gesellschaftlicher Ebene nicht statt. Ein runder Corona-Tisch von Demonstranten, Bürgermeister und Gemeinderatsfraktionen, wie in einer baden-württembergischen Kleinstadt, blieb die Ausnahme. Die Treffen fanden allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und wurden bereits nach dem zweiten Mal wieder beendet.

Deshalb ist es eine Bemerkung Wert, dass es kürzlich in Tübingen zu einer weiteren solchen Ausnahme kam, wo Vertreter der beiden Seiten aufeinandertrafen. Der links-alternative Club Voltaire hatte vier Journalisten zu einer Diskussionsveranstaltung eingeladen, die voll besetzt war und live gestreamt wurde. Thema: „Die Funktionen der Medien in der Pandemie – Rückblick & Ausblick“.

Teilnehmer des Podiums waren: Sandra Müller, Leiterin des SWR-Studios in Tübingen. Im Herbst 2021 schmiss der Sender den SWR-Redakteur Ole Skambraks raus, nachdem der in einem Offenen Brief („Ich kann nicht mehr“) den einseitigen Umgang des SWR mit Corona kritisierte. Ein anderer SWR-Mitarbeiter zeigte sich entsetzt, wie falsch und tendenziös in seinem Sender über die Corona-Demonstrationen berichtet wurde und wurde ebenfalls freigestellt. (Der Transparenz wegen: Der Autor dieses Textes arbeitet seit vielen Jahren selber für die ARD und auch den SWR.)

Dann Oliver Stenzel von der taz-assoziierten Kontext-Wochenzeitung. Im Frühjahr 2020 hatte die Redaktion bei Arno Luik einen Text zu Corona bestellt, ihn dann aber, weil er zu differenziert ausfiel („Risiken und Nebenwirkungen“), abgelehnt. (Transparenz-Info: Der Autor dieses Textes hat auch einmal für Kontext gearbeitet, ehe das Magazin die NSU-Berichterstattung nicht mehr mittragen wollte.)

Eine Besonderheit in der Runde stellten die beiden Journalisten Ulrich Janßen und Volker Rekittke vom Schwäbisches Tagblatt dar. Janßen ist in der Redaktion für Wissenschaft zuständig und trug die Corona-Maßnahmen im wesentlichen mit. Rekittke entwickelte sich zum fundierten und qualifizierten Kritiker der Corona-Politik. Die beiden Kollegen stehen für konträre Positionen innerhalb eines Mediums und zeigen damit auch, dass dies möglich ist. Dem Anpassungsdruck auf den Einzelnen muss nicht wehrlos nachgegeben werden. Kontroversen ermöglichen einerseits, zu belastbareren Informationen zu kommen und nebenbei, sich seine eigene Position bewusster zu machen.

Insgesamt war das Podium also 3:1 besetzt, drei Mal pro Corona-Politik, einmal kontra. Das Publikum setzte sich – mindestens – im umgekehrten Verhältnis zusammen.

Unter anderem nach der nachhaltigsten Erfahrung aus der Pandemie gefragt, geben die Protagonisten Bekenntnisse ab, wie:

„Ein großes Staunen darüber, was alles geht, wenn es gehen muss. Die positive Erinnerung ist: Oh mein Gott, ich hätte nicht gedacht, dass so was alles schaffbar ist.“ (Müller)

„Ich habe mich gewundert, was Dank der Technik alles möglich ist. Die Erfahrung ist, dass es geht, dass es funktioniert.“ (Stenzel)

„Wir hatten natürlich zu Anfang vor allem eine Verantwortung. Man muss sich ja erinnern an die Zeit, als aus Bergamo die Bilder kamen, wo wir ja davon ausgehen mussten, dass es zu sehr sehr vielen Toten auch in Deutschland kommen konnte.“ (Janßen)

„Natürlich ist uns unsere journalistische Verantwortung bewusst, da Maßhalten zu müssen. Ein ganz schwieriger Tango, den die Gesellschaft da tanzt, den die Redaktionen da tanzen.“ (Müller)

„Man konnte zu Beginn der Pandemie schwer voraus sehen, wie groß das wird. Wir fanden es richtig, gegen das Virus Maßnahmen zu ergreifen. Und wir waren ziemlich breit alle der Meinung, dass wir nicht in einer Impfdiktatur leben.“ (Stenzel)

„Und da war natürlich erst mal eine große Hoffnung auf die Impfung. Wenn wir sehr früh damit angefangen hätten, Angst zu schüren vor der Impfung, dann hätte ich mich, glaub ich, schlecht gefühlt.“

 

Ganz nebenbei aber wesentlich: Die drei Protagonisten bleiben im offiziellen Corona-Narrativ. Sie hinterfragen es nicht und unterlassen Recherchen.

„Da war kein Zwang, das haben wir alle ein Stück weit freiwillig gemacht“

Das ist bei Volker Rekittke anders. Er erinnert an den täglichen Bodycount des Robert-Koch-Instituts, wo bei Corona-Toten seltsamerweise nicht unterschieden wurde zwischen „an und mit Corona verstorben“. Aufgrund dieser Vermischung kann heute niemand sagen, wie viele Menschen  tatsächlich wegen der Krankheit gestorben sind. Vielleicht soll das so sein, um die Begründung aufrechterhalten zu können, die Maßnahmen seien alternativlos gewesen. Als Rekittke die ersten impfkritischen Artikel schrieb, habe er einen Shitstorm geerntet, inklusive Nazivergleich. („Und das mir als altem Linken.“) Im Tagblatt habe eine Liste ausgelegen, wo sich diejenigen eintragen konnten, die ihre dritte Impfung hatten. Nach Intervention des Betriebsrates verschwand die Liste. Er selber sei zweimal geimpft, habe auf die dritte Impfung dann aber verzichtet.

Der Redakteur sagt dann noch etwas Grundsätzliches zum Verhalten in jener Zeit: „Da war kein Zwang, das haben wir alle ein Stück weit freiwillig gemacht. Heute muss man sagen: das ist gruselig.“

Vielleicht war es ja die Angst, die geschürt wurde und die auch die Medienschaffenden in einen Panikmodus versetzten. Rekittke: „Das hat viel verklebt. Wir hätten in den Abwägemodus schalten müssen, das ist bis heute nicht gelungen. Man vertraute den medizinischen Autoritäten, die uns vorgegeben haben, was zu tun ist.“

Sein Kollege Ulrich Janßen sieht das etwas anders. Seine „Hochachtung“ vor den Wissenschaftlern sei durch die Pandemie in keinster Weise erschüttert worden: „Ich hatte den Eindruck, dass die reflektiert sind und auch um die Vorläufigkeit ihres Wissensstandes wissen.“ Und wieder der Kollege Rekittke: „Wir haben uns teilweise ganz schön gebattled.“ Kollege Janßen ergänzt: „Durch die Diskussion mit meinem Kollegen Volker hat es mich natürlich interessiert, welche möglichen Folgen kann dieser Impfstoff haben?“ Genau das unterscheidet das Tübinger Tagblatt von den allermeisten Medien in Deutschland. Den Dissens und damit Pluralität ins Blatt zu bekommen, hat bei ihm funktioniert. Sich auf informiertem Niveau zu streiten, habe in der Pandemie bei den allermeisten Medien nicht mehr stattgefunden. Stattdessen wurden Kritiker von Moderatoren „runtergelevelt“. Dafür gibt es sogar einen Begriff: „Shadow banning“, die Einschränkung in der Reichweite, eine Art versteckte Zensur.

Medien haben blind Propaganda gemacht für die staatlichen Maßnahmen

Der kritische Journalist Rekittke unterscheidet sich von seinen Kollegen vor allem in der Arbeitsweise. Er hat nicht aufgehört zu hinterfragen und zu recherchieren und besitzt einen Fundus zahlloser Ungereimtheiten und ungeklärter Sachverhalte der Corona-Epoche. Zum Beispiel eine Erklärung Tausender von Wissenschaftlern vom Oktober 2020, die auf die Kollateralschäden von Lockdowns hinweisen: Nur wenig Tote vermieden, dafür  sehr viele Kollateralschäden, wahrscheinlich viel mehr Tote durch die Lockdowns. Rekittke: „Das ist irgendwie bekannt, aber irgendwie diskutiert man nicht darüber. Was folgt denn daraus für’s nächste Mal? Ich sehe nicht, dass in Deutschland eine breite Diskussion über viele dieser Fehler stattfindet, auch über das einsame Sterben der alten Menschen.“

Sandra Müller dagegen sieht keine Veranlassung für Selbstkritik: „Über all das ist schon in den Anfangszeiten wahnsinnig viel berichtet worden. Wenn man die Gesamtheit der Medienangebote in Deutschland nimmt, ist über all diese Themen berichtet worden. Es ist eigentlich die gesamte Spannbreite vertreten in der Berichterstattung, so dass dieser Vorwurf, es sei immer nur über eine Seite berichtet worden, nicht stimmt.“

Volker Rekittke fragt sie: „Wann kam der erste Bericht im SWR über Impfnebenwirkungen? Ich glaube, das war Ende 2022. Also das war erst ein Jahr später, nachdem wir darüber berichtet haben.“

Müller: „Zahlen habe ich jetzt nicht da. Ich bin sicher, dass auch über Impfnebenwirkungen im SWR berichtet wurde.“

Rekittke: „Ich habe gefragt, wann.“

Müller: „Das kann ich Ihnen leider auswendig nicht sagen.“

 

Die SWR-Redakteurin macht aber ein kleines Zugeständnis. Wenn ein Virus mit einer solchen Gefährlichkeit, oder „mutmaßlichen Gefährlichkeit“, im Raum steht, haben alle das Bedürfnis eine Wahrheit geliefert zu bekommen, nach der sie ihr Verhalten ausrichten können. Und dann wörtlich: „Man hat in der Anfangsphase vielleicht zu schnell eine Klarheit formuliert, die gar nicht da war.“

Im Klartext: Medien haben blind Propaganda gemacht für die staatlichen Maßnahmen. Und die macht man lange nach der unsicheren „Anfangsphase“ noch heute, zum Beispiel indem unverändert die Corona-mRNA-Impfung empfohlen wird, allen Berichten über teils dramatische Folgen zum Trotz. In Tübingen gibt es eine Selbsthilfegruppe von Medizinern und Post-Vac-Patienten, die in einer öffentlichen Erklärung mit Datum vom 30.5.2023 fordern, die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Covid19-Impfstoffe auszusetzen.

Ist Corona vorbei? Volker Rekittke berichtet an dem Abend noch von einer aktuellen Recherche. Von einem Bestattungsunternehmen in Tübingen, das die Transporte aus dem Uniklinikum durchführt, erfuhr er folgendes: Die Transporte von tot geborenen Kindern oder solchen, die kurz nach der Geburt starben, nahmen deutlich zu. Im Herbst 2021 seien es vielleicht zwei Transporte im Monat gewesen, seit einiger Zeit fahren die Bestatter aber zwei- bis dreimal in der Woche zur Frauen- und Kinderklinik und holen tote Babys. Das Klinikum gebe keine Zahlen heraus, nur eine allgemeine Auskunft, dass die Mortalitätsraten angestiegen seien. Er habe sich die Übersterblichkeit im Landkreis Tübingen angeguckt: „Wir hatten ja im ersten Pandemiejahr 2020 weder in Tübingen noch in Deutschland eine signifikante Übersterblichkeit. Es fing an 2021 und stieg massiv 2022 an. Das kann man runterbrechen auf die lokale Ebene.“ Man könne streiten, ob das mit der Impfung zusammenhängt. Rekittke: „Aber das sind alles Risikosignale, denen man nachgehen muss. Und das ist bis heute nicht genügend aufgearbeitet.“ – Beifall.

Die Kritik der etablierten Medien an der Regierung war, dass sie nicht härter durchgriff

Das Problem der regierungstreuen Medien ist: Sie wollen es gar nicht wissen, also fragen sie gar nicht nach. Sie können gar nicht wissen wollen, ob es möglicherweise negative Auswirkungen der Corona- und Impf-Politik gibt, weil sie sich und ihr unprofessionelles Verhalten sonst selber in Frage stellen müssten. Durch ihre kritiklose Unterstützung der Regierungsmaßnahmen haben sie sich gelähmt – und damit Journalismus-untauglich gemacht.

Doch auch das kann man sich natürlich nicht eingestehen. Oliver Stenzel von Kontext sagt trotzig: „Kritik ist ja kein Selbstzweck. Ich wundere mich manchmal ziemlich, dass die Medien während Corona grundsätzlich als regierungsnah oder sogar regierungshörig bezeichnet werden. Das halte ich, vorsichtig ausgedrückt, für nicht sehr zutreffend. Es gab Kritik, dass die Regierung zu wenig macht. Dann gab es die Kritik, dass die Regierung nicht genügend Vorsorge getroffen hat. Kritik an der Regierung gab es durchaus.“ Sandra Müller vom SWR pflichtet ihm bei und liest ein paar Kommentartitel vor, die im SWR gelaufen sind: „Corona-Chaos statt Entscheidungen“, „Planlos in der Pandemie“, „Halbherzige Umsetzung der Corona-Regeln“, „Regierung sorgt für Verwirrung“, „Corona-Politik in Baden-Württemberg ein Zick-Zack-Kurs“. Müller: „Alles Kommentare zur Corona-Politik des Landes. Wenn das regierungsnah ist, weiß ich nicht… Unser Angebot war in allen Details und in aller Vielfalt und dagegen sollte man nicht wettern, sondern darüber sollte man sich freuen.“

Der klassische Taschenspieler-Trick. Die Kritik der etablierten Medien an der Regierung war, dass sie nicht härter durchgriff oder strengere Regeln erließ. Also eine Kritik pro Corona-Regime und nicht kontra. Die Radio-Reporterin nennt dann noch die Namen Drosten, Kékulé und Streeck, die alle zu Wort gekommen seien und umgeht geräuschlos, dass Wissenschaftler wie Wodarg, Bhakdi, Arne Burkhardt oder Martin Haditsch erst gar nicht eingeladen wurden. Sie dreht das Problem um und kritisiert, dass es in der Öffentlichkeit eine große Erwartungshaltung gebe. In den Medien solle immer das gesagt werden, was der eigenen Ansicht entspreche. Damit hat sie nun den Ball, um nicht zu sagen, den Schwarzen Peter erfolgreich der Bevölkerung zugeschoben und kann vermeiden, über das eigentliche Problem zu sprechen: Die Erwartungshaltung der Politik, dass die Medien, vor allem die öffentlich-rechtlichen, deren Sprachrohre zu sein haben.

„Der Druck war so groß“

Nun meldet sich Ulrich Janßen vom Tagblatt zu Wort und gibt eine erstaunliche Erklärung ab: „Der Druck war so groß, die Angst war bei vielen Leuten so groß, dass wir eigentlich alle der Meinung waren: Wir müssen die Politik der Bundesregierung auch ein bisschen unterstützen und können das nicht einfach in Frage stellen.“ Mit dieser Erklärung legt der Redakteur offen und selbstkritisch Rechenschaft ab. Das unterscheidet ihn von den beiden anderen Kollegen. Er reflektiert seine Arbeit. Möglicherweise ist das auch Ergebnis dessen, dass in der Tagblatt-Redaktion gegensätzliche Positionen vertreten werden konnten. Widerspruch nützt.

Janßen geht noch weiter und sagt: „Wir müssen uns klarmachen, dass es einen Medienmainstream geben kann und dass auch wir da hineinrutschen können. Weiß gar nicht, ob das bei Corona passiert ist, mir ist es aber aufgefallen bei der Ukraine-Berichterstattung. Dort gab es einen Mainstream und es war schwierig, eine abweichende Meinung zu äußern.“

Die SWR-Frau Müller bleibt unbelehrbar: „Es ist nicht so sehr fehlendes Vertrauen in Medien als eine veränderte Erwartungshaltung des Publikums. Wenn sich die nicht ändert, haben wir alle als Medienschaffende verloren. Das führt nur zur Verbabbelung der Welt“, sagt sie. Das ist deutlich. Nach Ansicht der Redakteurin des öffentlich-rechtlichen Mediums liegt es am Publikum, nicht an den Medien. Die haben alles richtig gemacht. Selbst wenn eine Redaktion Fehler macht, geht das auf das Publikum zurück, weil es immer so schnell informiert werden möchte. „Wir sind weg von einem menschlich verzeihenden Umgang miteinander“, sagt die SWR-Vertreterin und meint damit, dass das Publikum den Medien nicht verzeihe. Sie merkt gar nicht, dass das gerade für den umgekehrten Fall zutrifft. Sowohl das Corona-Regime als auch die Corona-Medien verzeihen bis heute denen nicht, die gegen die Corona-Politik opponierten, und sprechen weiterhin abfällig von Corona-Leugnern oder Querdenkern. Sie merkt nicht einmal, dass die Unversöhnlichkeit im eigenen Haus praktiziert wird, wie im Fall von Ole Skambraks.

Deutlicher kann man die Entzweiung zwischen öffentlich-rechtlichem Medium und Teilen der Öffentlichkeit nicht ausdrücken. Darin liegt die tiefe Spaltung, in der sich die Gesellschaft befindet, und das erklärt zugleich auch den respektlosen und manipulativen Umgang von SWR-Redaktionen mit Menschen, die gegen die Corona-Politik auf die Straße gingen oder immer noch gehen. Bei denen kann es sich nur um undankbare Querulanten oder Reichsbürger handeln.

Wer meint, er habe nichts falsch gemacht, muss die Fehler woanders suchen. Die SWR-Kollegin Müller kann gar nicht mehr anders, als so zu denken. Deshalb kann sie auch mit dem Ruf nach Aufarbeitung nichts anfangen. Wer nichts falsch gemacht hat, muss auch nichts aufarbeiten. Sie vertritt nun den Kurs der sprachlosen Normalisierung des Ausnahmezustandes.

Zum wiederholten Mal gibt Volker Rekittke auf dem Podium des Club Voltaire Beispiele für die stigmatisierenden und ausgrenzenden Corona-Verordnungen, zum Beispiel die Beschimpfungen von Ungeimpften bis hoch zum Bundespräsidenten. Oder durch den Tübinger Oberbürgermeister Palmer, der ein Bußgeld von 5000 Euro oder Beugehaft für Impfverweigerer ins Spiel brachte. Als der Tagblatt-Redakteur wiederholt die Forderung nach Aufarbeitung erhebt, stellt die SWR-Vertreterin das zum x-ten Mal in Frage: „Was meinst du denn mit aufarbeiten?“, fragt sie ihn: „Über all diese Beispiele ist doch berichtet worden. Das ist alles abgebildet als gesellschaftliche Bewegung und alles in Echtzeit in der Medienberichterstattung vorgekommen. Was meinst du damit, dass die Medien das nicht ernst genommen haben?“

Framing

Nun bringt der Kollege ein Beispiel aus dem SWR selber: „Es ist zum Teil ganz übel geframt worden, auch in Berichten der Öffentlich-Rechtlichen. Da gab es eine Demo in einer Stadt hier in Baden-Württemberg, wo der SWR…, ich habe mir den SWR-Beitrag angeguckt, wo Leute, die gegen die Corona-Maßnahmen, Impfpflicht usw., demonstriert haben, viele Wochen, übrigens auch in Reutlingen mit vielen tausend Leuten – das ist überwiegend alles rechts geframt worden.“

Sandra Müller schüttelt den Kopf.

Rekittke sagt: „Doch. Ich kann Ihnen den Beitrag schicken.“

Müller: „Ich würde mir den gerne anschauen.“

Rekittke: „In diesem SWR-Beitrag war das sogar ganz besonders perfide, weil die Kollegen, die den gemacht haben am Ende mit Behauptungen operiert haben.“

 

Der Schlusssatz des Beitrags im TV-Magazin „Zur Sache Baden-Württemberg“ über die Demonstration lautete im Original: „Wie viele hier tatsächlich Reichsbürger sind und den Staat abschaffen wollen: Schwer zu sagen. Nur bei einem sind sich die Beobachter sicher: Sie marschieren mit.“

Die SWR-Reporter arbeiteten in dem Bericht sogar, sorry, mit bewussten Fälschungen. Eine Demonstrantin wird gezeigt, die die einzige gewesen sei, die sich von den Reichsbürgern distanziert habe. Sie sagt: „Da distanziere ich mich. Wir laufen in Frieden.“ Nicht nur war das die Haltung der gesamten Demonstration, das SWR-Team hat die Antwort obendrein manipuliert, indem es sie mit einer falschen Frage verknüpft hat. Tatsächlich hatte der Kollege die Frau gefragt, ob sie Gruppen kenne, die Geld sammelten, um Waffen zu beschaffen. Diese Frage hat er im Beitrag verschwiegen und damit die Öffentlichkeit getäuscht (Corona-Proteste: Der SWR und seine eigenen Verschwörungsfantasien).

Auf der Tübinger Diskussionsveranstaltung sagt Volker Rekittke dazu: „Das sind die Schlusssätze dieses SWR-Beitrags über die Demo. Und das sind Berichte, die unserem Wahrhaftigkeitsanspruch nicht genügen, meiner Meinung nach.“ – Starker Beifall. – „Da ist noch Vieles aufzuarbeiten, ich könnte noch ne halbe Stunde reden.“

Der Livestream wurde an dieser Stelle beendet. Vor Ort in der Tübinger Altstadt ging die Diskussion aber noch weiter, nun vor allem seitens des Publikums.

Auch nach Corona sind die meisten Medien noch im Corona-Modus und verteidigen  ihre Unterwerfung unter die Corona-Politik, die für sie ja keine war. Nennt sich Ideologie und wird gebraucht, um ruhig schlafen zu können. Aber auch, um gleich den nächsten Ausnahmezustand mittragen zu können – den deutschen Kriegskurs in der Ukraine.

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54 Kommentare

  1. Ja alle staatstragenden Einheiten haben Angst vor der gerechtfettigten Klage gegen unrecht!
    Nur wenn alle staatstragenden zur Verantwortung gezogen werden sollte, wer zahlt am Ende die Rechnung, die ursprünglich schon auf die nächste Generation auferlegt wurde?
    Ich gebe einen Tipp aus der realen Situation :
    Nehmt denjenigen das Geld, die daran verdienten, denn der Westen konfisziert Kapital aus Russland und möchte das für die Ukraine einsetzen…

    Auf gut deutsch, das wird so oder so passieren, nur mit ausgefeilten Worten. Die Enteignung ist voll im Gange und jeder verschwendete Tag kostet mehr.

    1. „Corona war nur eine Übung“

      Ich kann mir denken, dass manche der Leute, deren Leben durch die Maßnahmen aus der Bahn geworfen oder auf den Kopf gestellt wurde, das anders sehen.

      Ich frage mich immer, was aus den Journalisten wurde, die früher bei autoritäre Anwandlungen auf die Barrikaden gingen. Es gab früher schon die Journalisten, die bei rechts-liberalen und rechten Medien arbeiteten, die Geschmack daran fanden, die Bürger als Kinder zu behandeln, die sich fügen müssen.

      Aber es gab früher eben auch in den Leitmedien und den öffentlich rechtlichen Journalisten, die sich nicht kritiklos bevormundenden Maßnahmen fügten und gefälschte Argumente repetierten oder gar noch verschärften.

      Das scheint auch kein deutsches Problem zu sein, sondern man beobachtet das auch in den USA. Dort scheint es so zu sein, dass die Leute bei Substack informiert werden, welche Artikel bei New York Times und Washington Post so viel Substanz enthalten, dass sich das Lesen lohnt.

  2. Aufarbeitung begrüße ich durchaus, aber es wird einen wichtigen Punkt nicht ändern: Das was nun mal in dieser Zeit passiert ist! Es war ein Blick in einen totalitären Abgrund, der bei vielen Menschen einen bleibenden -in Teilen sogar traumatisierenden- Eindruck hinterlassen hat. Dahinter kann die Gesellschaft nicht wieder zurück. Ich selbst konnte dem ganzen Wahnsinn recht gut ausweichen, da ich für viele Maßnahmen nicht erreichbar war und sie in Teilen auch einfach ignoriert habe, aber ich kenne genügend Geschichten von Menschen, wo es das gesamte soziale Umfeld bis tief in die Familien hinnein zerrissen hat. Wie will man das aufarbeiten? Wer eine solche Erfahrung einmal in dieser Intensität erlebt hat, der ist gezeichnet.

    Ich selbst habe auch schon vorher mit vielem in diesem Land gefremdelt, aber nach Corona betrachte ich diese Gesellschaft tatsächlich als meinen Feind. Das bedeutet nicht, dass ich einzelne Menschen als Feinde betrachte, aber das Kollektiv wird mein Vertrauen nie wieder zurückerlangen. Wenn es hart auf hart kommt, dann sondert mich diese Gesellschaft aus, komplett ohne Mitleid… und mit einer großen Schippe Hass oben drauf.

    Was das große Thema Medien betrifft: Die Medienlandschaft war schon sehr weit vor der Corona Zeit gekippt. Ich sehe auch nicht wie das noch mal repariert werden kann. Wo sollen die Menschen herkommen, die es anders machen wollen? Die paar, die sich dem Kampf stellen, fliegen früher oder später raus. Man schaue sich doch einfach in den „alternativen“ / ich nenne sie lieber „freien“ Medien um. Da wimmelt es nur so von ehemaligen Mitarbeitern / Journalisten / Redakteuren aus den diversen Medienhäusern und Öffentlich Rechtlichen Rundfunkanstalten. So wird es wohl auch weiterhin bleiben. Wenns schlecht läuft, dann wird der Gesetzgeber ihre Reichweite weiter einschränken können, aber glauben die wirklich, dass die Menschen, die sie verloren haben, dann wieder zurückgekrochen kommen und sich wieder vom alten Einheitsbrei berieseln lassen?

    1. Ich empfinde das 100% wie Sie: „… aber das Kollektiv wird mein Vertrauen nie wieder zurückerlangen“.
      Meine Bereitschaft, an Veränderung in dieser Gesellschaft mitzuwirken ist abgestorben. Das liegt auch an Typen wie Artur_C, mit denen ich gestern noch zusammengearbeitet habe, die nicht das kleinste Fünkchen Selbstkritik üben. Der „linke Widerstand“ hätte nicht widersprochen, wenn es um Zwangsimpfung und Internierung für Ungeimpfte gegangen wäre. Das ist für mich die Katastrophe, denn dort habe ich mich zugehörig gefühlt. Das ist vorbei: ich bin menschlich von Vielen total enttäuscht und nicht nur politisch einsam geworden.

      Es fällt schwer, nicht gegen die Wand zu rennen.

      1. Das kann ich gut verstehen mit der politischen Einsamkeit. Ich sehe mich seit Corona auch nicht mehr links. Ich bin es wahrscheinlich sogar auch nicht mehr, vielleicht war ich es auch nie. Ohne Freiheitsrechte ist für mich jegliche politische Richtung wertlos. Und eine Linke, die Freiheit für Kollektivismus aufgibt, das hatten wir bereits so oft in der Geschichte. Das wird auch in Zukunft immer wieder in einer Diktatur enden und damit gegen die Menschen gerichtet sein. Da gehe ich mit allem, was ich aufzubieten habe, in die Opposition.

    2. @Yossarian, und @his_frogness: Ich bin nach der Erfahrung an der gleichen Stelle wie ihr beiden angekommen, und, was soll ich sagen, mein nicht beruflich bedingtes Umfeld besteht überwiegend aus ähnlichen Leuten. Die Trennlinie ist dabei nicht geimpft/ungeimpft, sondern (ggf. widerwillig gebeugter) Humanist oder das Gegenteil davon.

    3. Leider ein auch für mich sehr gut nachvollziehbarer Beitrag. Aber „…, aber das Kollektiv wird mein Vertrauen nie wieder zurückerlangen.“ geht mir doch in seiner Absolutheit etwas zu weit. Eine vernünftige Aufarbeitung könnte schon dazu beitragen, dass ich eine Wiederholung zumindest für weniger wahrscheinlich halte als ich das aktuell tue. Und schon aktuell halte ich es in Bezug auf Politik und Medien zwar ebenfalls für sehr unwahrscheinlich, dass ich denen je wieder vertrauen werde, aber in Bezug auf die Gesellschaft sehe ich doch Tendenzen, die mir noch einen Rest von Hoffnung lassen:

      1. Wirklich jeder unter denen mit denen ich gesprochen habe, die irgendwann (sei es nun beim Thema Syrien wie ich, bereits früher oder erst beim Thema Corona) zu der Einsicht gelangt sind, dass zumindest die Mainstream Medien primär dem Zweck dienen, sie zu indoktrinieren statt zu informieren, und dass zumindest die Politiker der größeren Parteien ganz überwiegend nicht ihre Interessen vertreten sondern Interessen Anderer gegen Sie durchsetzen, sind danach dauerhaft für den Mainstream verloren. Bei jedem neuen Thema werden das mehr!

      2. Wirklich alle meine Gesprächspartner mit Erfahrung mit autoritären Gesellschaften (DDR, Sowjetunion) haben die entsprechenden Tendenzen bei uns wiedererkannt und lehnen sie entschieden ab. Es scheint in dem Bereich also durchaus Lernfähigkeit zu geben. Erschütternd ist allerdings, dass die Betreffenden eine Besserung des gesellschaftlichen Zustandes hier und heute für weit unwahrscheinlicher halten als das damals der Fall war.

      3. Während Corona habe ich leider auch im Gespräch mit Einzelnen ab und an feststellen müssen, dass keinerlei Offenheit, die eigene Meinung zu hinterfragen oder sich Gegenargumente auch nur anzuhören, mehr vorhanden war. Dieses Problem von Politik und Medien spiegelte sich auch in der Gesellschaft wieder. Das ist mittlerweile erfreulicherweise anders. Sei es nun beim Thema Ukraine oder bei einem Rückblick auf die schlimmsten Auswüchse während der Corona Zeit – meist ist mein Gesprächspartner ohnehin schon selber kritisch, aber selbst die, die es nicht sind, sind zumindest nicht mehr auf einem totalitären Trip. Allerdings befürchte ich, dass meine Gesprächspartner nicht unbedingt repräsentativ sind, wären sie es, müsste die erfreulicherweise auch gesamtgesellschaftlich zu beobachtende Tendenz zur Abkehr von den großen Parteien und Medien weit ausgeprägter sein, als es derzeit zu beobachten ist.

      4. Zumindest in den USA scheint die Unzufriedenheit mit dem Status quo und die Bereitschaft sich dagegen zu positionieren auch bei wirklich einflussreichen und schwer aus dem Diskurs auszuschließenden Personen wie RFK junior oder Elon Musk angekommen zu sein.

      Ist es wahrscheinlich, dass das ausreichen wird, den gegenwärtigen Weg der westlichen Welt ins Totalitäre zu korrigieren? Wohl nicht. Aber ist die Wahrscheinlichkeit wirklich bereits bei 0? Das mag ich nicht glauben!

    4. Sehr gut dargestellt. Mir geht es genauso. Gerade die Deutschen mit ihrer Geschichte hätten es eigentlich besser wissen müssen, aber wenn sie in Panik sind, setzt wieder diese „Heil“ Stimmung ein, bei der man den Abweichler gemeinschaftlich diskriminiert, ausgrenzt, ihn Repressionen aussetzt und sich in Vernichtungsfantasien hereinsteigert, die dann vom Staat und seinen Organen auch so durchgeführt werden.
      Und das immer wieder für das „Gute“. Die Deutschen willen halt immer alles „Richtig“ machen.

  3. Onöööö! Mit oder an? Der schwer verletzte Motorradfahrer, der dann im Krankenhaus stirbt. Bei dem macht man einen Coronatest und wenn der positiv ist, zählt er zu den Coronatoten. Wissen Sie, was Sie da behaupten? Dass der gesamte Gesundheitsbereich und insbesondere die Ärzte bundesweit gleichgeschaltet waren. Versuchen Sie mal, die gleichzuschalten. Da können Sie sich auf etwas gefasst machen. Die können sich wehren.
    Selbst wenn das so wäre: es war immer nur ein sehr kleiner Anteil der Bevölkerung erkrankt. Somit wäre mit oder an nahe beieinander. Wenn.
    Dieser Janßen hat recht: in Bezug auf den Ukrainekonflikt ist die Presse seit 2014 in erschreckender Weise gleichgeschaltet. Nichts davon bei Corona: da war erst eine Haltung, wir tun nichts. Dann kamen die Meldungen mit 14 Prozent Todesrate aus Bergamo. Dann die AfD „Lockdown jetzt!“. Ab da ein munteres Durcheinander von Meinungen, von Gleichschaltung keine Rede. Panikmache ist ein geradezu manisch wiederholtes Falschnarrativ, das diese Sekte immer wieder wiederholen muss. Ein Ritual zur Aufrechterhaltung des Korpsgeistes.
    Ach Gottchen, den Bakhdi soll man einladen? Der genau wusste, dass es höchstens 3.000 Tote geben würde? Hat sich der jetzt entschuldigt, bei 167.000? Und dann gibt er seine Naziphrasen von sich, von der übelsten Sorte. Da sieht man, mit wem der zusammen gesessen hat. Natürlich war das Ganze ein Rekrutierungsprogramm der Nazis und Reichsbürger. Den haben sie gekapert.
    Last not least: Herrn Mosers akribische Arbeit bei der Aufklärung der NSU-Morde würde dringend gebraucht. Nur waren das ja Provinzfeuerwerker im Vergleich zu dem, was wir jetzt haben: gleich zwei Reichbürger oder Nazitruppen, die einen Staatsstreich planten, die „Vereinigten Patrioten“ und die „Patriotische Union“. Da wäre dringend Moser’sche Aufklärungsarbeit notwendig, um zu wissen, was da los ist. Aber er verweigert die Arbeit, weil das Querdenker sind und die hält er für Freiheitskämpfer.

    Es fällt schwer, nicht gegen die Wand zu rennen.

    1. „Wissen Sie, was Sie da behaupten? Dass der gesamte Gesundheitsbereich und insbesondere die Ärzte bundesweit gleichgeschaltet waren. Versuchen Sie mal, die gleichzuschalten. Da können Sie sich auf etwas gefasst machen. Die können sich wehren.“

      Ein Freund von mir arbeitet an einer großen Klinik und war fast 2 Jahre lang durchweg der Meinung, dass Corona eine außerordentliche Gefahr sei, alle Maßnahmen gerechtfertigt sind bzw. eigentlich noch weiter gehen müssten.
      Dann kam der Ukraine Krieg und das Thema wurde bis in die internen Besprechungen hineingetragen. Da fühlte er sich dann doch nicht mehr ganz so wohl, weil er fand, dass das nichts mit seinem Beruf zu tun habe. Auf meine Frage, ob er da nicht was gegen sagen könne, kam die Antwort: Nein, damit riskiere ich meinen Job. Da wehrt sich niemand, weil jeder weiß, dass er in einem System arbeitet, wo ein hoher Konformitätsdruck herrscht. Das ganze Ausbildungssystem basiert bereits auf einem Autoritätssystem, was dir von Anfang an mitgibt, dass du dich unterzuordnen hast. Selbst als niedergelassener Arzt hast du die Ärztekammern im Nacken, die dich schnell wieder einfangen, wenn du meinst allzu frei dein Ding durchziehen zu wollen.
      Mittlerweile äußert der besagte Freund übrigens auch Bedenken gegenüber den Corona Maßnahmen. Rückblickend sieht er tatsächlich, dass sehr vieles deutlich zu weit ging. In seinem Beruf wird er das aber sicher so nicht äußern.
      Aber glaube du mal weiter an unser tolles Medizinsystem, wo Vernunft herrscht, wo Mediziner aufbegehren, wenn etwas vermeintlich schief läuft. Mich hatten die schon vor Corona verloren, ganz allein durch unglaublichen Pfusch am Bau… und der Bau war dummerweise ich.

    2. „Der schwer verletzte Motorradfahrer, der dann im Krankenhaus stirbt. Bei dem macht man einen Coronatest und wenn der positiv ist, zählt er zu den Coronatoten. Wissen Sie, was Sie da behaupten? Dass der gesamte Gesundheitsbereich und insbesondere die Ärzte bundesweit gleichgeschaltet waren.“

      Doch. Genau so wars. Das hatte aber nichts mit Gleichschaltung der Ärzte zu tun. Das lag daran, dass das statistisch nicht erfasst werden sollte und konnte.

      Es gab hier also nur Tote mit oder oder ohne positive Corona-Test. Auf die Ursache selbst kam es nicht an. Wurde oft genug von Leuten wie Wodarg oder auch Pathologen bemängelt und führte dann zum Ruf der Schwurbler und Querdenker. Das ist alles bekannt und belegt. Auch in BT-Ausschüssen.

      Und btw.: Geimpfte, die innerhalb von 14 Tagen nach der Impfung erkrankten, infiziert wurden oder starben, galten natürlich für die Statistik jeweils vorsorglich noch als ungeimpft. Die konnten also auch schon deshalb nicht kurzfristig an Impffolgen gestorben sein. Weil ja für die Statistik noch ungeimpft.

  4. Das war der Zweck der Übung, beweisen dass es geht.

    Keine weiteren Fragen euer Ehren …

    Auf hätte und könnte gehe ich nicht ein, konnte seinerzeit jeder KZ-Wächter anführen …

    Und was die Herren und Damen unter „dass es geht“ verstehen unterscheidet sich wahrscheinlich von meiner Beurteilung. Ich beziehe das auf die Gleichschaltung, die Einstimmung auf Krieg, auf Totalitarismus, Propaganda, Leni Riefenstahl & Hollywood.

  5. Was soll man aufarbeiten? Die Toten sind tot, die Geschädigten geschädigt. Es ist halt Lebensrisiko. Wenn der Feind bei uns einmarschiert, müssen Sie auch an die Front zum Sterben. Der Mensch lebt nicht zum Spaß. Oder?

    1. Ohne „Aufarbeitung“ geht der Mist nicht etwa wieder von vorne los sondern ab dem Zumutungslevel mit dem man durchgekommen ist.
      Mir würde aber reichen, die Haupt(un)verantwortlichen mit einer lebenslangen mmRNA Impfpflicht alle drei Monate zu beglücken.Was die allen anderen aufzwingen woll(t)en können die dann ja erstmal selber vorleben. Ist doch alles angeblich nebenwirkungsfrei.

  6. Wer unbedingt in der verlogenen Scheinwelt namens Mainstream bleiben will hat trotzdem keine Ausrede. Allein schon die alle paar Wochen geänderte willkürliche Festlegung von angeblicher Wirksamkeit(und Wirksamkeitsdauer) und angeblicher Unbedenklichkeit sowie die Lüge einer angeblich umfassenden Prüfung und Immunisierungsfunktion der mmRNA Bespritzung waren sehr schnell auch über die EMA und andere offizielle Stellen erkennbar.

    Nun gibts ja die entlarvende Ausrede, man hätte nicht alles wissen können, die aber weder erklärt noch entschuldigt wieso sich dann die Horde der Nichtwissenkönnenden grundsätzlich als unfehlbare Alleinbescheidwisser dargestellt hat und mit ihrem angeblich überlegenen Wissen die sinnlosesten und grausamsten Massnahmen erzwang.

    Wer sich die Mühe machte die grob 250 Seiten „Produktprüfungs“bericht der EMA durchzuarbeiten, in denen man sechs mal sinngemäss findet, das weder eine eigene Prüfung vorgenommen noch eingeleitet wurde und man die Erzählung des Herstellers übernimmt hat den Mist in einem Schriftstück verfügbar. Falls man sich auf scholzisches Kurzzeitgedächtnis rausreden will reicht also neben diesem Text auch funktional eindeutiger Schwachsinn wie die dysfunktionale Klorona Placebowarnapp oder die fragwürdige Entwertung des Genesenenstatus, den man im Gegensatz zu Österreich auch ohne Freitesten nach Zeitfrist des PCR Befundes bekam.
    Also reichlich Verdachtsmomente die zur Recherche führen müssten doch statt Recherche wurde sich für Hetzkampagnen und Propaganda entschieden.

    1. „Nun gibts ja die entlarvende Ausrede, man hätte nicht alles wissen können, die aber weder erklärt noch entschuldigt wieso sich dann die Horde der Nichtwissenkönnenden grundsätzlich als unfehlbare Alleinbescheidwisser dargestellt hat und mit ihrem angeblich überlegenen Wissen die sinnlosesten und grausamsten Massnahmen erzwang.“

      Und man konnte es im übrigen bei den „Impfungen“ durchaus wissen. Die Technik war alt, die offenen Probleme bekannt. Dafür brauchte man kein Fachwissen, wahrscheinlich war das anfänglich sogar selbst bei der Wikipedia noch nachlesbar. Wer dennoch glauben wollte, dass die Probleme in einer vermeintlichen Pandemie nun innerhalb von einem halben Jahr gelöst wurden (was man vorher in 20 Jahren nicht geschafft hat), der musste schon ganz besonders intensiv wegschauen. Kann man machen, aber wenn man darüber hinaus dann noch diejenigen massiv mit Dreck beschmeißt, die eben doch gewisse Zweifel hatten, dann wird es ekelhaft und der Grad an Ekelhaftigkeit kannte wirklich kaum noch ein Limit. Und das wird stehen bleiben!

  7. Ui ein paar seltsame Leute machen irgendwas mit „Aufklärung“, wissen selber nicht nicht mal was Ihr eigentlicher Job ist und warum gerade sie die größte Gefahr für die freiheitliche Demokratie sind nur um am Ende es vielleicht ein wenig gruselig zu finden. Die Reaktion zu Bergamo sagt alles. Die einzige Richtige wäre gewesen „das war Fake News um Panik zu schüren und wir haben einen scheiss Job gemacht. In Zukunft wird man es sich dreimal überlegen, ob man derartige Quellen nutzt.“ nichts dergleichen.

  8. In der Coronazeit wurde per Ukas alles beschlossen und nach einander ohne Kritik abgearbeitet. Totalitäre Hybris die nicht ein Leben gerettet hat, oder kennt hier jemand, Einen/Eine dem die Maßnahmen daß Leben gerettet haben?

    „Flaten the curve“ heißt wohl auf deutsch den Verstand ausschalten und Bedingungslos Gehorsam leisten.

  9. Passend zum Artikel liege ich seit Freitag mit einer schönen Corona flach. Richtig heftig dieses mal verglichen mit der ersten Omicron-Infektion.
    Ich rate euch Alten daher zur Impfung gegen die neueren Varianten. Ein Luxus, der diesmal nicht allen angeboten wird.

    phz

    1. Na, Herr Panzerhaubitze, wie oft sind sie denn geimpft? Haben sie evtl. eine wichtiger Booster Auffrischung verpasst?
      Ich arme Sau habe seit 3 Jahren noch nicht mal einen Schnupfen. Irgendwas habe ich wohl falsch gemacht.

    2. Hat Dir die Impfung daß Leben gerettet, oder warum muß Du uns unbedingt mitteilen wie gut diese mRNA Technologie ist?

      Gute Besserung PzH2000

    3. Passend zum Artikel liege ich seit Freitag mit einer schönen Corona flach. Richtig heftig dieses mal verglichen mit der ersten Omicron-Infektion.“

      Meinen allerherzlichsten Glückwunsch.

      „Ich rate euch Alten daher zur Impfung gegen die neueren Varianten. Ein Luxus, der diesmal nicht allen angeboten wird.“

      Damit „die Alten“ ebenfalls den Luxus genießen dürfen heftig flach zu liegen, wie der hirntote Gentherapie-Test-Dummy Panzerhaubitze?

      1. Ich fürchte, der Denkanstoß im letzten Satz ist Perlen vors Schwarzwild, und das meine ich nur als wahrgenommene Tatsache, nicht als implizite Beleidigung der 155 mm Kanone.

        1. Tja. Das mit Tatsachen, Wahrnehmungen und Denkanstößen ist für manche schon sehr überfordernd!

          Wenn der arme „Erkrankte“ KEIN Impfabo hat, wäre er/es lediglich ein „Schwurbler, Leugner, Blinddarm der …“ usw.😱
          Gäbe es eines, bewiese er/es damit die „hohe Effizienz/Wirksamkeit“.
          Ja, was soll es denn nun sein, was der Geschundene mitteilen möchte?😂

    4. —————– Ironie Anfang —————
      Liebe PZH 2000 (welch ein sensibler Name!),

      es tut Ihnen bestimmt gut, wenn sie (überhaupt noch) im Kommentarbereich wahrgenommen werden.

      Ich versuch´s auch mal:
      Gestern hatte ich Kreuzschmerzen, die mich zu längerem Bettliegen zwangen. (Ist heute bereits wesentlich besser.)
      ——————Ironie Ende —————–

      (Das muss man heutzutage auch noch dazu schreiben.)

  10. Im ersten Satz schon tendenziöse Formulierung – ‚Corona-Regime‘ kann man verteidigen, als neutral, ‚Regime‘ ist aber im deutschen Sprachgebrauch eindeutig pejorativ konnotiert und in diesem Kontext speziell belastet, da ja in Gegner-Kreisen oft von ‚Corona-Diktatur‘ fantasiert wurde, was in Mosers Formulierung mit anklingt. Wer mangelndes aufeinander Eingehen beklagt, straft sein angebliches Anliegen mit diesem Intro gleich Lügen.

    1. Wenn eine Regierung friedliche Proteste kriminalisiert und niederknüppeln lässt (ja, genau so, ich habs selbst mit angesehen) dann ist Regime noch eine diplomatische Ausdrucksweise dafür.

    2. Olaf Scholz hat es selber so am 24.11.2021 im heute journal genannt. Kann man z. B. Bei Norbert Häring nachlesen, wo der Text transkribiert steht. Er sagte:
      „Es darf niemals jemand geben, der sagt, irgendwas geht nicht. Wenn es nötig ist, muss es getan werden. Dazu gehört ja auch zum Beispiel in dem Regime, das jetzt gesetzlich neu scharf gestellt worden ist, die Möglichkeit, Kontaktbeschränkungen zu verhängen, wenn das erforderlich ist. Also da ist ein ganz großes Waffenarsenal, und es geht jetzt darum, es nicht nur zu zeigen, sondern auch zu nutzen, wo es notwendig ist.“

      1. Ich glaube da ist „Regime“ korrekt als Begriff für die Maßnahmen benutzt worden, und nicht in der sonst üblichen Doppelzüngigkeit der Volksinformation für „Regierung die wir nicht mögen“.

        1. Das Wort Regime kennen die meisten (mich eingeschlossen) wohl nur in dem Zusammenhang mit Regierung. Diese Deutung muss man bei dem Wort auch immer mitdenken. Von daher halte ich deine Interpretation für wage. Ich denke eher, er hatte mal wieder ausgesprochen auf was es hinauslaufen soll, wie mit den Versuchskanninchen. Wobei sie keine Kanninchen für diejenigen waren, die gewartet haben, sondern für die Pharma-Industrie.
          Winfried Kretschmann hat auch offen von einem Pandemie-Regime gesprochen, um härtere Maßnahmen zu beschließen.

  11. Die Corona Politik war lobbygesteuert, menschenverachtend,
    rechtswidrig und ineffektiv für den Schutz der Bevölkerung.
    Die mediale Flankierung war (zentral gesteuert, wie geleakte Dokumente beweisen)
    effekthaschend, tendentiös und menschenverachtend.
    Daran ist nichts zu beschönigen. Die beschriebenen Vorgänge und Reaktionen
    von Verantwortlichen im militärisch-medialen Komplex strotzen in meinen Augen vor
    gespielter Ahnungslosigkeit und Arroganz.

    Das Virus ist aus einem Labor in Wuhan entsprungen, welches in Forschungsauftrag
    handelte. Die Fakten sind bekannt, werden aber genau so wenig behandelt
    wie die Fragen nach den Verantwortlichkeiten mit entsprechenden drakonischen
    Strafen und Sanktionen für die Verantwortlichen, um zumindest die verursachten materiellen
    Schäden zu kurieren.
    Stattdessen werden weiterhin die Fragenden an den Pranger gestellt.

    Die Rezeption in der Gesellschaft auf nicht enden wollende Tabubrüchen im
    politisch-medialen und medizinischen Komplex zeigt nicht nur ihre Unfähigkeit
    zur Entwicklung, sie zeigt dabei, dass sie ihren eigenen, nurmehr beschleunigten Verfall
    nicht mehr modifizieren geschweige aufhalten kann.

    Ein Gutes hatte es: Es hat mir persönlich Grenzen des menschlich Tolerablen
    unmissverständlich aufgezeigt.

  12. „Dreihundert neue Patienten mit schweren Impfschäden konnte ich neben meiner bisherigen Praxisklientel notdürftig behandeln. 200 davon sind auf meiner Homepage dokumentiert, ebenso auch meine Berichte an die Behörden und das Verfassungsgericht. Weit über dreitausend, oft flehend oder sogar weinend vorgetragene Hilfsanfragen mussten meine Helferinnen absagen. Die verzweifelten Schilderungen der Betroffenen trieb ihnen nicht selten Tränen in die Augen. Auch Kurzvideos von neurologischen Zitteranfällen und ähnlichem wurden uns zugespielt. Aber unsere Kapazität war bei bestem Willen längst überfordert.“

    Dr. med. Erich Freisleben, Allgemeinmediziner/Hausarzt, Berlin

    Quelle: https://assets.nicepagecdn.com/b48f9422/3298035/files/Redetext9.9.Endversion.pdf

    1. obs derlei „arzt“ auch für ungeimpfte geschädigte gibt? also hierherum nirgens…..

      achtung: lang….

      1. kommentarstrang:

      Andreas
      25. Jan. 2021

      [audio src="https://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2021/01/23/corona_und_die_spaetfolgen_genesen_aber_nicht_gesund_drk_20210123_0905_54afcbbd.mp3" /]
      Das Thema ist im Staatsfunk angekommen. Wie es sich anhört, wird das ein neues Geschäftsfeld für Rehakliniken. Interessant, aber vielleicht zu volkstümlich für den Blogwart ;-). Ich, als Betroffener, hab es mit Gewinn gehört.

      j.
      26. Jan. 2021

      interessanter wär:
      gibts schon schadenersatzklagen gegen arbeit“geber“ und/oder ärzte ?

      j.
      26. Jan. 2021

      editha+ :
      „ich, als betroffene, …..“ krieg „herz“, wenn ich das höre, weshalb ichs nicht über die ersten 15 minuten hinaus konsumiere…
      zuspättesterei (=neg) + rausgezögerter antikörpertest (=neg) = nichtbehandlung nebst beschimpfungen führen bei „stundenkonto-lohnarbeitenden“ eben dazu, daß du mit minusstunden dein tatsächlich-kranksein „bezahlst“, so also abarbeiten mußt irgendwann + -wie, was dein arbeit“geber“ dir eingebrockt hat und von nichtbehandelnden ärzten gedeckt wurde…

      Andreas
      26. Jan. 2021

      Über nichtbehandelnde Ärzte kann ich ein Lied singen. Läuft darauf hinaus, dass du die erste Zeit telefonisch von der Sprechstundenhilfe „behandelt“ wirst (nehm se Paracetamol). Nach 1,5 Wochen hat er mich dann doch persönlich zum Test vorgelassen, den er aber versemmelte (Test ohne Ergebnis, also weder Pos. noch Negativ). Dann so Sprüche wie, gegen Corana kann man eh nix machen und dann noch die beste aller Fragen: „Was soll ich ihnen denn verschreiben?“. Für meine Lunge hat er sich übrigens nicht interessiert.
      Muss aber sagen, dass es am Ende alles doch noch eine Wende zum Guten gab, die Ärztin in der Corona Ambulanz, die ich am ersten Weihnachtsfeiertag aufsuchte, war sehr kompetent (allerdings: 4 Stunden anstehen mit anderen Walking Dead) und auch die Vertretungsärztin legte sich sehr ordentlich ins Zeug in Sachen Diagnostik (Röntgen, Blutbild, demnächst noch mal CT). Für mich waren ihre Ratschläge (ja, ursächliche Behandlung ist nicht) sehr hilfreich. Ich sollte mich bewegen! Das war für mich fast wie Weihnachten, nach wochenlanger Isolation. Eine reine Wohltat. Die Blutwerte sind wieder im grünen Bereich, die Lunge eventuell noch nicht, aber mir geht es gut (dreimal Holz) und ich fühle mich gesund. In der Radiosendung wurde auch von verbreiteter Antibiotikagabe gesprochen, die die Leute fertig macht. Nachdem fest stand, dass es sich um eine virale Lungenentzündung handelte, war das Thema bei mir sofort vom Tisch. Ich hab das Zeug zwar in der Apotheke geholt, jedoch mit der Maßgabe, dass ich es erst nehmen soll, wenn sie (die Ärztin) ihr ok gibt.

      j.
      26. Jan. 2021

      bei mir liefs den „epithel“-weg , husterei weniger….aber eben „alles andere“ , leber, niere, herz, adern, nerven….. tachykardie 2 1/2 gemessene monate, dauererhöhte temp. dieselbe zeit, danach hab ich nicht mehr gemessen…
      übrig ist noch nervenschmerz (hab mir dagegen begleitende nerventropfen gekauft) und herzprobs….aber kein arzt mehr!….für die hiesige ambulanz gabs nur zugang mit pos. pcr oder positivem antikörpertest und da beides AKTIV hinausgezögert wurde….naja…kein landen in der mhh, die im sommer noch die longcovidvorreiter mimten…
      ich versuchte es (an blutwerte+weitere untersuchungen) über „rheuma“, da offensichtlich ordentlich heftiges autoimmungeschehen…. keinerlei hilfe, null….
      du hast glück, weil jetzt erst, ich eben „pech“ , weilö „mitten im sommer“…
      tg+ich putzen auf nem großen campingplatz, stell dir den sommer dort vor 😉 …..

      j.
      28. Jan. 2021

      https://www.tagesschau.de/faktenfinder/covid-folgen-101.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

      j.
      28. Jan. 2021

      letzter kommentar !

      „…
      I argue, that nobody wants to pay for following complications … one has to pay it (investigations) by itself …

      https://libyancivilwar.blogspot.com/2020/09/covid-19-and-unexplained-rise-in.html?showComment=1599406749803#c1573255843648999685

      covidiocy
      https://libyancivilwar.blogspot.com/2021/01/us-mortality-in-covid-19-pandemic-and.html

      2. der „artikel“ (privatisierter blog)

      Zur Verdeckung der Corona – Katastrophe
      9. Jan. 2021

      Im letzten thematischen Eintrag habe ich anhand einer irischen Studie auf die hohe Prävalenz von Langzeitfolgen bei asymptomatisch Infizierten und Patienten mit geringer oder mäßiger Symptomatik hingewiesen, sowie zusätzlich auf zwei Studien, die nahe legen, daß „Long Covid“, wie das Syndrom in den USA und im UK genannt wird, in engem Zusammenhang mit autoimmunologischen Komplikationen zu sehen ist.

      Im UK sind bereits vor Monaten eigene Klinikabteilungen für das Syndrom geschaffen worden, aber davon erfuhr ich nur zufällig, im Rahmen einer öffentlichen Anklage einer Gewerkschaftsvertreterin des medizinischen Personals, die ich seinerzeit nicht dokumentiert habe. Einer der Gründe für die Maßnahme war der katastrophale Anteil erkrankten Klinikpersonals im Großraum London.

      Auch in den USA sind etliche Studien dazu veröffentlicht worden, die ich nicht dokumentiert habe, weil sie aufgrund gewisser Eigenarten des US-Gesundheitssystems und seiner Forschungsstätten, sowie bis dato kaum vermeidlicher sogenannter „methodischer Mängel“ auf der Grundlage der Ideologie der „evidenzbasierten Medizin“, angreifbar waren und angegriffen wurden.
      Eine bedingte Ausnahme davon war eine texanische Studie, die auch in Deutschland einige Aufmerksamkeit bekommen hat.

      San Antonio/Texas – Das multisystemische inflammatorische Syndrom (MIS-C), an dem einige wenige Kinder nach einer – häufig asymptomatischen – Infektion mit SARS-CoV-2 erkranken, kann zu schweren Schäden am Herzmuskel und den Koronargefäßen führen, die nach Einschätzung von Experten in EClinicalMedicine (2020; DOI: 10.1016/j.eclinm.2020.100527) eine lebenslange Betreuung erforderlich machen könnten.
      Ärzteblatt v. 7. September

      Italienische, britische und schweizerische Mediziner hatten bereits im April Alarm geschlagen, worauf ich auf TP (und irgendwo im Blog dokumentiert) hingewiesen hatte – mit den erwartbaren Reaktionen. Die Texaner hatten im Vergleich mit den Europäern den Vorteil, auf das gewaltige Datenreservoir der Staaten zurück greifen zu können und konnten daher feststellen:

      Auffällig ist, dass die Infektion mit SARS-CoV-2 bei vielen Patienten asymptomatisch verlief. Sie lag in der Regel auch einige Wo­chen zurück. Die meisten Kinder hatten zu Beginn des MIS-C bereits Antikörper gegen SARS-CoV-2, was dafür spricht, dass sie die Infektion mit dem Coronavirus bereits über­standen hatten, als sie (erneut) erkrankten.

      Die datentechnisch verstreuten Einzelfälle in Europa ließen zu, daß man sich in der Alten Welt bequem auf die korrupten Maßstäbe „evidenzbasierter Forschung“ zurück ziehen konnte, denn: „Die Pathogenese der MIC-S ist nicht bekannt.“
      Infolgedessen hat zwar die Deutsche Welle seinerzeit die texanischen Ergebnisse mit dem Titel COVID-19: Schlimme Folge-Erkrankungen bei Kindern quittiert, sah sich jedoch veranlaßt, ihn im Text wie folgt abzuwickeln:

      Kausaler Zusammenhang?
      „Auch wenn der Nachweis einer direkten Kausalität bisher nicht geführt werden konnte, ist der zeitliche Zusammenhang, lokale Cluster, aber auch ein positiver Virusnachweis von SARS-CoV-2 bei einigen dieser Kinder auffällig“, heißt es auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie. „Den Daten zufolge müssen die Kinder zuvor keine der klassischen Corona-Atemwegssymptome gezeigt haben, um an MIS-C zu erkranken – was beängstigend ist”, wird Dr. Alvaro Moreira in einer Mitteilung der Universität zitiert.

      Situation in Deutschland
      Die DGPI sammelt seit Monaten bundesweit die Daten aller Kinder, die stationär mit Symptomen einer entzündlichen Erkrankung aufgenommen wurden. Momentan liegt die Zahl bei 200. Bei 40 Kindern konnte MIS-C nachgewiesen werden. Der COVID-Test aber fiel bei 92 Prozent negativ aus.
      Eine Infektion mit MIS-C muss also nicht notwendigerweise eine Folge von COVID-19 sein. „Wir haben jetzt weltweit viele COVID-Fälle und entsprechend gibt es natürlich auch viele Patienten, die COVID-positiv sind. In ganz Deutschland waren bei über 200.000 nachgewiesenen Fällen gerade mal 200 Kinder, die ins Krankenhaus mussten (…) Einen kausalen Zusammenhang zwischen MIS-C oder dem Kawasaki-Syndrom und SARS-CoV-2 hält der Mediziner Haas für unwahrscheinlich.

      Weitergehen, Leute, es gibt nichts zu sehen, wir haben alles im Griff.
      Von einer analogen, methodischen Abwicklung des Themas durch die MHH – Hannover wird weiter unten die Rede sein, doch zunächst zu einigen jüngeren Forschungsergebnissen.
      Großteil der Corona-Patienten leidet unter Langzeitfolgen

      … titelte die Deutsche Welle heute unter Berufung auf eine chinesische Studie.

      Demnach leiden etwa zwei Drittel der im Krankenhaus behandelten Patienten auch sechs Monate nach der akuten Erkrankung noch unter einem oder mehreren Folgesymptomen.
      Die Wissenschaftler nahmen 1733 Infizierte unter die Lupe, die zwischen dem 7. Januar und dem 29. Mai 2020 aus dem Jin Yin-tan Hospital in der chinesischen Stadt Wuhan entlassen wurden.
      Die Untersuchten waren im Mittel 57 Jahre alt … [Etwa 2 /3 der Untersuchten] waren [seinerzeit] auf eine Versorgung mit Sauerstoff angewiesen gewesen.

      Die Autoren der Studie weisen ausdrücklich auf die Relevanz ihrer Ergebnisse für Patienten mit schwächerer Symptomatik hin und empfehlen entsprechende Folgestudien.

      Mindestens eine solche Studie gibt es, die franzöische Ausgabe des „Sputnik“ wies gestern darauf hin.

      Belgische und holländische Wissenschaftler berichteten im Journal of Clinical Medicine über ihre Untersuchung des Genesungsprozesses von an Covid-19 Erkrankten, in der sie Symptome einer chronischen Erkrankung fanden.
      Die Autoren konzentrierten sich auf Patienten, die an einer milden Form von Covid-19 gelitten hatten. Sie untersuchten die Daten von 1.837 von ihnen (Durchschnittsalter 47 Jahre), die mindestens drei Monate lang nach der Behandlung über gesundheitliche Probleme klagten. Es stellte sich heraus, dass fast die Hälfte von ihnen ärztlicher Betreuung bedurfte und jeder Dritte behandlungsbedürftig geblieben war. Darunter gab es auch Fälle von Nieren- und Herzversagen.

      Bei 98 % der Patienten hielt die Müdigkeit an, 90 % litten unter Muskelschwäche, 88 % hatten Schlafprobleme und 87 % berichteten über verschiedene Schmerzen und Beschwerden. Viele der Patienten, die leichte Formen von Covid-19 hatten, klagten über verminderte Produktivität … Gleichzeitig hatten 86 % der Patienten keine gesundheitlichen Probleme mehr, aber nur 6 % der Studienteilnehmer empfanden sich als wiederhergestellt, 64 % nannten ihren Zustand mäßig und 30 % beschrieben ihn als schlecht.

      „In der Untergruppe der nicht hospitalisierten Patienten ist der Einfluss von Covid-19 auf das tägliche Leben der Patienten sehr erheblich, und es ist notwendig, der Entwicklung optimaler Therapeutik für diese mehr Aufmerksamkeit zu schenken“,

      schließen die Autoren und merken dazu an, daß, im Unterschied zu schweren Fällen, für Patienten, die einen Krankenhausaufenthalt vermieden haben, keine Rehabilitation verfügbar ist. In naher Zukunft würden diese Patienten für die Gesundheitssysteme aller Länder zum zusätzlichen Problem, warnen sie.

      Wer heute im JCM nach der Studie sucht, wird sie nicht finden, aber das liegt gewiß nicht daran, daß russische „Desinformationspresse“ sie erfunden hätte, sondern an einem Phänomen, das meinen Lesern auch in späteren Einträgen wieder begegnen wird: Resultate klinischer und nicht-klinischer Forschung, die aus politischen oder anderen Gründen unerwünscht sind, werden auffällig oft spät oder gar nicht veröffentlicht. Es bleibt monatelang bei einer Vorankündigung nebst Kontaktadresse für zertifiziertes universitäres oder klinisches Personal.

      Der o. zit. Artikel der DW weist in einem zweiten Abschnitt ebenfalls auf eine Notwendigkeit und Dringlichkeit hin, Spätfolgen von Covid-19 bei asymptomatischen oder relativ schwach symptomatischen Patienten mehr Aufmerksamkeit zu schenken und beruft sich dazu auf Jördis Frommhold, Chefärztin der Abteilung für Atemwegserkrankung und Allergien in der MEDIAN Klinik Heiligendamm.

      Die meisten der 300 Menschen, die bisher eine Reha in Heiligendamm gemacht haben, sind zwischen 30 und 65 Jahre alt und kommen nun nicht mehr richtig auf die Beine und zurück ins Arbeitsleben.

      „Menschen, die nach einem milden Verlauf unter verzögert auftretenden Folgesymptomen leiden, wissen oft gar nicht, wohin sie sich wenden sollen“, sagt Frommhold. Hausärzte können oft nicht helfen und Nachsorgeangebote gibt es oft nur für diejenigen, die einen schweren Verlauf erlebt haben.

      Nimmt man die deutsche Presselandschaft zum Maß, könnte es so scheinen, als begännen Kliniker und Forscher Anfang des Jahres 2 „nach Corona“ bei diesem Thema nahezu bei Null. Dem ist nicht so. Auf den bekannten, wenngleich nicht aufgeklärten Zusammenhang von „Long Covid“ und spezifischen, dem Erreger zuzuordnenden Eigenarten und immunologischen Komplikationen habe ich bereits hingewiesen. Ich füge ohne Kommentar noch zwei Verweise auf eine spezifische Spätfolge an, die nicht nur für sich selbst steht, sondern eine Spur zu dem Gesamtkomplex des Syndroms „Long Covid“ legt: Neu auftretender Pulmonaler Überdruck und Rechtsherzschwäche bei Patienten, die vor ihrer Erkrankung cardiologisch und pulmonal unauffällig waren.

      Evidence of Pulmonary Hypertension after SARS-CoV-2 Infection in Subjects without Previous Significant Cardiovascular Pathology, gestern veröffentlicht.

      Coagulation Parameters: An Efficient Measure for Predicting the Prognosis and Clinical Management of Patients with COVID-19, vom Oktober.

      Schon im April hatten schweizerische, italienische und holländische Ärzte Alarm geschlagen, daß Microthromben, Thrombosen der tiefen Beinvenen und weitere Störungen des Blutkreislaufes und der Blutbildung ein gravierendes Problem selbst bei asymptomatischen Patienten sein können – von amerikanischen Forschungen zu schweigen – und empfahlen vorbeugende Behandlungen mit hoch wirksamen Dosen Heparin oder anderen Gerinnungshemmern, wann immer der medizinische Status der Patienten ein Restrisiko innerer Blutungen einzugehen erlaube. Ich habe seinerzeit darüber berichtet.
      In der klinischen Behandlung wurde dies mehr oder minder Standard, soweit mein unzureichender Einblick mir dies Urteil erlaubt. Außerhalb der Klinik, nichts, nada, obgleich in der gegenwärtigen Phase der Epidemie die überwiegende Mehrheit der Covid-19 Patienten, die unter schweren Symptomen leiden, aber auf eine Sauerstoffgabe – noch! – nicht angewiesen sind, auf häusliche Behandlung festgelegt werden. Diese Patienten sind in Bezug auf „Long Covid“ mit Sicherheit eine Hochrisikogruppe.
      Gatekeeper

      Es ist auch nicht so, daß „Long Covid“ in Deutschland erst in jüngster Zeit Aufmerksamkeit erhalten hätte.

      Mit Datum vom 30.07.2020 lesen wir beim Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL):

      MHH erforscht Spätfolgen der Corona-Infektion.
      Die COVID-Ambulanz der Medizinischen Hochschule Hannover begleitet offiziell genesene Betroffene, um mehr über die Spätfolgen der Erkrankung zu erfahren. Für die Studie unter Leitung der DZL Wissenschaftler Dr. Isabell Pink und Prof. Dr. Marius Hoeper werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht.
      Genesen, aber nicht gesund: Einige Menschen, die an COVID-19 erkrankt waren, leiden noch Wochen und Monate nach der akuten Erkrankung an deren Folgen. Zu den Symptomen gehören Müdigkeit, verminderte körperliche Belastbarkeit, Konzentrationsschwäche, Atemprobleme und Geschmacks- oder Geruchsverlust. „Diese Spätfolgen zeigen sich nicht nur bei Patientinnen und Patienten, die schwer betroffen waren und stationär behandelt wurden, sondern auch bei solchen mit mittlerem oder mildem Krankheitsverlauf“, erklärt Professor Dr. Marius Hoeper, kommissarischer Direktor der Klinik für Pneumologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

      In einer anderen Veröffentlichung hören wir am 24.7. von Dr. Hoepner:

      Über die Langzeitfolgen einer Infektion mit dem Coronavirus ist insgesamt noch wenig bekannt. Bisherige Forschungen und klinische Beobachtungen haben jedoch gezeigt, dass SARS-CoV-2 praktisch jedes Organ befallen und dort Schäden verursachen kann. „Wir nehmen an, dass COVID-19 das Immunsystem nachhaltig verändert“, erläutert Professor Hoeper. Durch die Studie „IRMI 19“wollen er und sein Team neue Erkenntnisse über die Spätfolgen der Virusinfektion gewinnen. „Wir gehen davon aus, dass es zwischen den beobachteten Immunphänomenen und den anhaltenden Beschwerden Zusammenhänge gibt, die wir besser verstehen möchten, natürlich auch in der Hoffnung, diese in Zukunft behandeln zu können.“ Aufschlüsse darüber sollen Immunprofile im Langzeitverlauf bringen.

      Das Letzte was man über das Projekt „IRMI 19“ im Netz findet, ist eine Beschreibung im Zusammenhang mit der Akquise von Fördergeldern vom Dezember 2020:

      The IRMI-19 study evaluates patients with confirmed SARS-CoV-2 infection and Covid-19 disease, now considered to be recovered but still suffer from long-term effects. The aim is to investigate correlations between changes in the immune system and individual clinical COVID-19 courses that continue to cause symptoms even after the acute infection. The aim of the project is to obtain a more precise picture of the disease course and to better characterize the long-term consequences in order to develop therapeutic interventions, e.g. with drugs supporting immune regulation, and alleviate symptoms. Patients are included who want to participate in a pulmonary function diagnosis and a fitness test, i.e. a 6-minute walk test, give a blood sample for the definition of their immune profile and answer a questionnaire. We expect clinically relevant information on the pathophysiology of the long-term effects through medical consultation, an individualized outpatient rehabilitation program if necessary and further diagnostics if recommended in case of abnormal findings.

      Nichts sonst. Was ist geschehen?
      Im Juli war Prof. Dr. Hoepner kommissarischer Leiter der Pneumologie der MHH. Er ist für den Job bestens und spezifisch qualifiziert:

      Der Leitende Oberarzt der Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover forscht auf dem Gebiet der pulmonalen Hypertonie, also dem Lungenhochdruck, zu dem er über 300 Publikationen veröffentlicht hat. Prof. Hoeper ist u.a. Mitglied des Editorial Board des international renommierten American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine und Mitglied des Advisory Board von Lancet Respiratory Medicine, Circulation, European Respiratory Journal und Journal of the American College of Cardiology. Im Jahr 2014 wurde er durch die European Respiratory Society für seine Arbeiten auf dem Gebiet der pulmonalen Hypertonie mit dem Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.

      Doch er wurde in seiner Stellung nicht bestätigt. Ein Prof. Dr. med. Tobias Welte übernahm die Abteilung und seither tritt die Assistenzärztin Dr. med. Isabell Pink als Alleinverantwortliche für die Nachsorgeambulanz in Erscheinung. Auch Dr. Pink ist eine Koryphäe im fraglichen Fachgebiet, das zeigt eine Google-Recherche sofort – aber sie ist jung und kann in der seit Generationen soldatisch geprägten Hierarchie im Gesundheitswesen allenfalls die Autorität eines Beta-Weibchens geltend machen.
      Weder Hoeper noch Pink haben seit dem Juli Zwischenergebnisse veröffentlicht, was heutzutag ungewöhnlich ist, aber selbstredend „unschuldige“ Gründe haben kann. Eine Stellungnahme von Dr. Welte auf der MHH – Website vom 15. Dezember erzählt jedoch eine andere Geschichte (mit meinen kommentierenden Satzzeichen):
      Wie können diese [Post-Covid] Beschwerden behandelt werden?

      Prof. Welte: Die organischen Erkrankungen etwa an Lunge und Herz können gut speziell therapiert werden. Für die neurologischen (!) Symptome – das Fatigue-Syndrom (!!) und auch Verlust des Geschmacks- und Geruchssinn – gibt es keine spezielle Therapie. An der MHH wird versucht, je nach Art der Beschwerden gezielt mit Physiotherapie, Atemtherapie und neurokognitivem (!) Training zu helfen.
      Die Betroffenen werden in der Post-COVID-Ambulanz regelmäßig über Wochen und Monate vorstellig und dabei beobachten die Ärzt_innen ganz deutlich, dass die Beschwerden im Verlauf weniger werden und es den Menschen immer besser geht.

      Gibt es eine Erklärung für diese neurologischen Symptome?

      Prof. Welte: Das Fatigue-Syndrom ist nicht neu. Das ist im Zusammenhang mit anderen Infektionskrankheiten wie dem Pfeifferschen Drüsenfieber, bei neurologischen Krankheiten und auch im Bereich der Lunge bekannt. Vermutlich spielt die Störung des Nervenmuskelgewebes eine Rolle beim Auslösen dieses Syndroms.
      Die Geruchsstörung ist hingegen bereits sehr gut analysiert …
      (Das Steckenpferd des Professors skippe ich, TG)

      Wie viele Menschen leiden unter Langzeitfolgen?

      Prof. Welte: Grob geschätzt tritt bei zwei bis drei Prozent (?) der COVID-19-Erkrankten ein ausgeprägtes (?!) Post-COVID-Syndrom auf. Vermutlich wird es weit mehr Menschen geben, die nach der Erkrankung leichte (!) Einschränkungen haben. Aber diese melden sich nicht, weil sie im Alltag nicht darunter leiden.

      Grundsätzlich kann jeder einmal Erkrankte solche Langzeitfolgen entwickeln. Ob es der Einzelne sehr stark oder gar nicht merkt, hängt auch von seiner ursprünglichen körperlichen Verfassung und Fitness vor der Erkrankung ab. Ein Leistungssportler bemerkt selbst eine geringe Einschränkung seiner Fitness sehr schnell und deutlich. Jemand, der eher bewegungsarm im Alltag ist, bemerkt die Folgen nicht so schnell. Das könnte der Grund dafür sein, dass vor allem jüngere, fitte Menschen eher leiden, obwohl sie nicht häufiger erkranken.

      Ich weigere mich, das näher zu kommentieren …

      ++++++++++++

      (im moment ists wieder arg „adernplatzerei“+“nerven-/gelenkschmerzen“……. = aushalten, tg zum hausarzt-killer schicken, sobald der ausm urlaub, privatrezept, 65,- vorkasse bestellen, dann irgendwann nächste woche ivermectin „haben“ und übernächste woche wieder für eins, zwei, drei, vier….wochen „gesund“= schmerzfrei, wach, lachen, abalbern, „frohgemut“, tatkraft usw….=normal….und dann – spätestens- der nächste hust-schnupf und wieder von vorn alles………hausarztwechsel unmöglich, da ALLE im umkreis (mind.) von 15km „aufnahmestop“……impfgeschädigte+infektions-+nichtbehandelnsgeschädigte am „selben strang“ ziehend im sich-erwehren? 😆 😆 😆 …….neee, das haben die (medien)kampagnen aller seiten dieses bürgerkriegs verhindert/verunmöglicht, eben, weil 99,9% BÜRGER —-> https://michael-kuhn.net/2021/01/10/corona-12-die-merkwurdigkeiten-der-gemeinschaftsaktionen-von-burgergesellschaften-und-ihrem-staat-gegen-ein-virus/ )

    1. overton bedient alle narrative, kleiner fascho, auch deins (sollteste, fallsde weiter zurückgeblättert hast, auch aufgefunden haben 😉 ) , das steht schon im „Wer wir sind“ 😉 ……naja, mich nich, aber ich kauf da halt auch nich 😉 …

    2. Ein berechtigter und korrekter Einwand. Der auch dann noch ein solcher bleibt, wenn einem die Nase des absendenden Einwenders nicht passt. Ein trauriges Beispiel unter Tausenden. Himmelschreiende Ignoranz, Naivität oder Dummheit von Befrager und Befragten, über deren Motive nur spekuliert werden kann. Und das noch Ende 2021!

  13. Typischer Abwiegelungs-Artikel. Bericht über angebliche Pro-Contra-Diskussion. Also, klappt doch alles mit Demokratie und Freiheit?

    Nein! Wir sehen uns dem größten organisierten Verbrechen der Geschichte gegenüber. Dem größten kapitalistischen Raubzug aller Zeiten. Mit Verstümmelten, Ermordeten, Toten ohne Ende. Mit mafiösen Methoden und Strukturen. Und mit dem massiven Einsatz von Verhaltenswissenschaften zur entwürdigenden, entmündigenden, antidemokratischen, antirechtsstaatlichen Menschen-Steuerung und Gängelung und Bedrückung.

    Dies hier sagt ein durchaus staatsnaher und „Corona-gläubiger“ Rechtsgelehrte, der Ex-Verfassungsrichter Papier:

    in „Die Außerkraftsetzung der Grundrechte während der Corona-Pandemie“
    auf ()https://www.nachdenkseiten.de/?p=104495

    „Explizit vertritt Papier die Ansicht: „Nach dem Motto zu verfahren, die Not kenne kein Gebot oder der Zweck, der gute Zweck oder der vermeintlich gute Zweck heilige jedes Mittel, scheint auch in diesem Land bisweilen hintergründig die Politik zu bestimmen. So äußerte der Bundeskanzler Olaf Scholz während der Pandemie, bei der Pandemiebekämpfung gäbe es keine roten Linien. Meine Damen und Herren, in einem freiheitlichen Verfassungsstaat sollten solche Überlegungen selbst in Notzeit, selbst in Krisenzeiten eindeutig zurückgewiesen werden. Es steht ja völlig außer Zweifel, dass die Grundrechte des Grundgesetzes auch in Zeiten von Krisen oder Notzeiten gelten oder gelten müssen.“ “

    Tatsache ist: der, wer den Notstand mit (auch nur teilweiser) Aufhebung der normalen Rechtsnormen erklären kann, ist einem Willkürherrscher näher als sonst was. Und eine Gesellschaft, die sich das mittels psychologischer Manipulation „verkaufen“ lässt, ist völlig wehrlos.

    Das „Not kennt kein Gebot“ ist antidemokratisch, antirechtsstaatlich, antiaufklärerisch (im Kantschen Sinne, denn die „Not“ wird ja einfach einseitig, „von oben herab“ erklärt) und mit diesem Zweifachen Schwert – Definitionsmacht über einen angeblichen „Notzustand“ (https://www.grin.com/document/319790 : „Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet“ (Schmitt 1996: S.13). Diese Definition des Ausnahmezustands trifft der Staatsrechtler Carl Schmitt in seiner Schrift „Politische Theologie“. Schmitt verweist mit seiner prägnanten Definition darauf, dass der Ausnahmezustand kein Tatbestand ist, den die Rechtsordnung bestimmt, sondern dass er nur in Abhängigkeit von der Entscheidung des Souveräns über ihn existiert, gerade weil er eine Ausnahme vom Normalzustand darstellt, die nicht in Gesetzen geregelt werden kann.) und beliebiges Ignorieren und zumindest zeitweiliges Auslöschen von Recht, Normen, Gesetze ist Tür und Tor für Willkürherrschaft sperrangelweit geöffnet.

    Dies alles wird in der Diskussionsrunde im Club Voltair und hier in diesem Artikel unverschämtest verharmlost und marginalisiert. Und das solche völlig verarschbaren und manipulierbaren (oder verarschenden und manipulierenden) Leute in Redaktionsstuben, und offensichtlich die überwältigende Mehrheit bilden, (das Verhältnis auf der Bühne war sicher nicht repräsentativ für den Berufsstand, es werden wohl eher 100 Corona-Prediger auf 1 Skeptiker kommen) sitzen ist das deutliche Zeichen für den völligen Verfall der „4. Macht“ als Korrektiv gegen Machtanmaßung und Willkürherrschaft.

  14. Mich kotzt der Tenor der ganzen Debatte an. Ja, es hat Einschränkungen der Freiheit gegeben. Und nein, die waren nicht willkürlich, gar eine Probe für faschistisches Regieren. Denn die Pandemie hat es tatsächlich gegeben. Und ich bin froh, dass ich noch lebe, was ich durchaus auch darauf zurückführe, dass durch die Maßnahmen das Ansteckungsrisiko zwar nicht beseitigt – was eine Ding er Unmöglichkeit gewesen wäre – aber doch entscheidend verringert wurde.
    Keine Einschränkungen durchzusetzen, hätte eine ungebremste exponentielle Ausbreitung der Infektionen bedeutet. Das wäre eine ungleich größere Zumutung gewesen als die Corona-Maßnahmen.
    Da wundere ich mich schon, wie es möglich ist, dass sich Overton als links bezeichnen kann, wenn dort ein solcher Quatsch publiziert und in meist mindestens ebenso dümmlicher Weise kommentiert wird.
    Links sein heißt in meinem Verständnis, nach gesellschaftlichen Gründen und Zusammenhängen zu fragen. Das ist etwas grundsätzlich anderes als immer nur alles danach zu bewerten ob es mir als Individuum passt. Die Pandemie ist kein individuelles Problem, sondern – der Begriff Infektion sagt es ja – ein gesellschaftliches.
    Da kann – und müsste – man dann durchaus die staatlichen Maßnahmen darauf hin begutachten, welche gesellschaftlichen Prioritäten dabei im Vordergrund stehen. Das hätte am Ende zu einer Analyse geführt, die man tatsächlich als links und kritisch bezeichnen kann.
    Wenn Overton den Anspruch erhebt, kritisch und links zu sein, dann hat Overton an dieser Stelle erbärmlich versagt.

    1. Danke für Ihren Kommentar. Zeigt er doch die intellektuelle Verfassung eines typischen Linken.

      Ich frage mich immer wieder, wieso es dem Globalen Kapital gelungen ist, die „Linken“ in ihr Projekt des Globalen Faschismus‘ (Mussolinischer Definition)* als „nützliche Idioten“ einzuspannen. Ihr Beitrag zeigt exemplarisch auf, dass offensichtlich einer der wesentlichen Mechanismen dabei ist, das gewünschte Narrativ als „wissenschaftlich“ zu tarnen. „Wissenschaftlich“ ist besonders deshalb erfolgreich, weil sich auch der Marxismus als „wissenschaftlich“ definiert.

      Nur ist Wissenschaft im Gegensatz zu Ideologie und Religion nichts Festgeschriebenes sondern ein Prozess der Wahrheitsfindung, der ohne Debatte alternativer Hypothesen nicht möglich ist. Da aber der Mensch, vermutlich, eine genetische Veranlagung zum Spirituellen hat und genetisch ein Opportunist ist, gibt es auch unter Linken nur wenige, die diese Denkfallen kennen und zu vermeiden suchen. Und so werden die Sprachregelungen der Herrschenden auch von ihren vermeintlichen Kritikern verteidigt.

      Dabei gibt es eine allgemeine Grundregel, für die man keine besondere Intelligenz benötigt: Die herrschende Meinung ist die Meinung der Herrschenden. Und die ist selten gut für das gemeine Volk.
      Und es gilt die auf alles zu verallgemeinernde Lebensweisheit: Gute Geschäfte muss man suchen, schlechte werden einem hinterher getragen. Was in dem Fall Wissenschaft heißt: Suche die Originalquellen, finde bei ihnen heraus, welcher Position widersprochen wird, lies sie und bilde ein eigenes Urteil.

      * Wenn man die Vokabel „Faschismus“ nicht mag, kann man auch gerne Neofeudalismus sagen. Es läuft auf das Gleiche hinaus.

      1. @ „wissenschaftlich“: Die andere Vokabel mit der man die Linken lockt ist „solid arisch“ – pardon, „solidarisch“. Daß es sich dabei um Solidarität mit notleidenden (*) Pharmakonzernen handelt ist dabei schon jenseits der intelektuellen Kapazität.

        (*) Die Not, die da gelitten wird ist jene, daß jede Rendite zu wenig ist.

    2. Komisch nur, das Schweden noch nicht ausgestorben ist. Alle Massnahmen waren zum Grossteil reine Willkür. Es ist oft genug die Zielsetzung benannt worden, Ungespritzte möglichst umfassend auszugrenzen und zu drangsalieren. Was ausser Willkür soll der ganze Terror denn sonst gewesen sein ?
      Sei es der Maskenmumpitz, der vom hochgezogenen Schal bis zur Staubschutzmaske mutierte und im Lackmustest wegen Kadavergehorsam versagte (ich hab mal spasseshalber eine Halbmaske mit Aktivkohlefilter getragen und durfte erst rein, als ich diesen tatsächlich wirksamen Biofilter durch die sinnlose Staubschutzmaske ersetzte) sei es der ganze 1,2,3G Terror der auf den Lügen basierte, das die Bespritzung irgendwie immunisieren würde bzw. die fiktive Virenlast Bespritzter geringer sei.
      Auch der Maskenzwang im Freien, die Schockdowns und die anderen Kriegsrechtsmassnahmen wie Ausgangssperren und Diktatur bis ins Privatleben waren nicht nur Willkür pur sondern haben das Märchen von der angeblich so wirksamen Spritzerei sehr deutlich widerlegt.

      1. An dir (oder wenn es Ihnen lieber ist: Ihnen – ich bin ja wegen sowas schon einmal in einem Forum gerügt worden) ist offenbar ein super Virologe verlorengegangen. Du weißt ja tausendmal besser Bescheid als die besten Virologen der Welt! Chapeau!
        Aber pass bloß auf, dass du nicht Opfer einer Verschwörung wirst!

        1. Moin
          Wenn Angst die Seele frisst tut das nicht weh.
          Selbst merkt man es nicht einmal.
          -Gruß

          PS den übergang zu persönlicher diffamierung aufgrund argumentativer leere sollten sie noch einige male üben – das können sie doch noch besser, gelle

          PPS wer sind denn die besten der besten der besten in der zunft der virologen?
          und wer entscheidet das?

        2. Solange mir bei egal welcher Anrede klar ist, das ich gemeint bin reicht mir das. Im unwahrscheinlichen Fall von Diskussionsbereitschaft weise ich darauf hin, das ich offen erkennbare Widersprüche der Willkürmassnahmen aufgezeigt habe. Dazu bedarf es keines Studiums.
          Man muss auch nicht zwingend Chefkoch sein um eine Kakerlake in der Suppe zu kritisieren.

    3. Man muss sich im Klaren sein, dass es 99% dieser „rhytidiadelphusse“ überhaupt nicht gibt. Es sind PR-Agenten die in Solomon-Asch-Manier uns suggerieren sollen, dass es tatsächlich solche völlig verstrahlten, verrückten und verbogenen Menschen gäbe – ja, dass sie vielleicht sogar die Mehrheit bilden könnten.

      Nee so krank im Kopf wie diese PR-Agenten uns weiß machen wollen ist praktisch fast keiner.

    4. Schon mal gesehen wie heutzutage ein Polizeieinsatz gegen die „Letzte Generation“ abläuft? Wieviel Seidenhandschuhe da ausgepackt werden damit die armen Klimakinder ja nicht beschädigt werden? Da wurden zu Corona-Zeiten ganz andere Seiten aufgezogen. So starke das sich plötzlich sogar die UNO für Deutschland interessierte und den UN-Sonderberichterstatter für Folter nach Berlin schickte … Oder es Platzverweise mit Gebühren im Fünfstelligen Bereich gab – heute scheint das angeblich nicht mehr möglich zu sein, damit die Kinderchen
      „Narrenhände beschmieren Tisch und Wände“ (Struwwelpeter)
      in aller Ruhe die Berliner Weltzeituhr, das Kanzleramt und andere Denkmäler beschmieren können.

  15. Und wir waren ziemlich breit alle der Meinung, dass wir nicht in einer Impfdiktatur leben.“ (Stenzel)
    Wie ‚Breit‘ muss man sein, um das zu übersehen!?
    ‚Oh, das tut mir leid, das habe ich nicht gewusst‘, scheint mir historisch gesehen als Argument ein wenig in Verruf geraten!
    Die bittere Rechnung wird kommen und da werden fadenscheinige Erklärungen nicht ausreichen, für Keinen der medialen Trittbrettfahrer! Den Einen hat der Zinnober zu Geld und Ansehen verholfen. Abgesehen von den Opfern der gruseligen Inszenierung, wieviele hat es ihre Existenz gekostet?
    Und was haben wir daraus gelernt? Weitermachen!

  16. Der Beitrag und die Kommentare sind ein hervorragendes Beispiel für Hysterese, Pfadabhängigkeiten und die daraus resultierenden Wechselwirkungen zwischen Legislative, Exekutive, der Medienfreiheit (fka Presserfreiheit) bzw. dem Massenmedium als vierte Gewalt und die Erosion der Demokratie durch Einflussannahme: Wissenschaftler als Forschungsmittelbeschaffende, Lobbyisten als Politikberater und andere Kapitalinteressen durch Beteiligungen oder Nepotismus die in und auf alle demokratischen Organe wirken.

    Innerhalb einer Aufmerksamkeitsöknomie entstehen so Zielkonflikte zwischen allen Beteiligten die ausschliesslich Einzel- oder Partikularinteressen befriedigen (Drehtüreffekt). Der Bedarf von Politiker:innen an Beratungsunternehmen oder die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen zur Entscheidungsfindung im legislativen Prozess ist enorm und nicht zu unterschätzen.

    Das Beobachtungssystem der gesamten Gesellschaft versagt an dem Punkt, an dem es aufhört zu sagen was ist und sich Interessen andient die Berichterstatter in (politische) Aktivisten verwandelt. Aktivismus anstatt Journalismus, Monetarisierung durch Werbeinnahmen belohnt diesen journalistischen Aktivismus, die Aufmerksamkeitsökonomie verstärkt ihn. Im Ergebnis wird die Gesellschaft polarisiert. shockiert, dis- oder falsch informiert.

    Das Problem sind nicht die Medien, sondern die Medienschaffenden, anreizbasierte Vergütungsmethoden, Versuche politischer Einflussnahme und ein Mangel an Transparenz in allen Bereichen, vor allem journalistischer Berufsethik – auch auf dem Overton Magazin. Einem durch die VGWort und über ein Affiliateprogramm durch Buchverkäufe finanziertes Online Medium. Wenn Journalisten über sich selbst berichten werden aus Bürgern nur Zuschauende, -hörende bestenfalls Kommentierende.

    TL;DR: Es geht darum Bücher zu verkaufen und Traffic (Datenvolumen zu generieren) unter dem Vorwand einen breiteren Meinungskorridor zu erzeugen und Debattenaneignung zu vermeiden.

    1. Gut gesagt.

      Billiger „Content“ (durch unsere Kommentare) und hoher „Traffic“ (ständige Neuheit der Seite, auch vor allem durch unsere Kommentare) – (und am Ende banal: pures Geld) – sind die Zielgrößen dieser Veranstaltung wie auch bei TP. Und die Geheimdienste und PR-Agenturen mischen fleißig mit. Insgesamt ist das ganze eine „linke“ Solomon-Asch-Konformitätsbildungs-Veranstaltung mit Profitnebenschiene.

  17. Im TV gucke ich mir eigentlich nur noch Landschaftsdokus und Musikvideos an, auf jeden Fall nicht mehr die Propaganda-Talkshows und sonstige einseitige Nachrichten-Manipulation. Es wäre Zeitverschwendung und man muss sich nur unnötig aufregen.
    Bis die vor allem grün-woken Belehrer und Ideologen wieder aus den Redaktionen verschwunden sind, wird wohl noch einige Zeit dauern. Durchaus möglich, dass sie leider auch den ÖRR mit in den Abgrund ziehen, weil er zunehmend an Akzeptanz verliert.

  18. Es gibt diese PR-Internet-Trolle wie dieses „rhytidiadelphus“ et al. hier, und es gibt die anonymen Auftragsschreiber die mehr und mehr den Journalismus mit purer PR fluten. Also beschönigen, lügen, zurechtbiegen, täuschen und betrügen was das Zeug hält.

    Wer das alles immer noch nicht wahr haben will (außer die Lohnschreiber die den Schein zu waren haben) hier etwas interessantes von einer Art „Whistleblower“:

    ()https://www.manova.news/artikel/der-fake-journalismus

    „“
    von Julien Fomenta Rosat

    Von: Alice
    Betreff: Bestellung Woche 16012017

    Hallo, ich habe einen Artikel, den ich für die nächste Woche bei dir bestellen möchte, 60 Euro, sag mir, ob das für dich in Ordnung ist.
    Ein Artikel über den NATO-Beitritt Montenegros, der immer mehr Polemik auslöst. Der Artikel sollte neutral und journalistisch sein und gleichzeitig entwickeln, dass Montenegro zu korrupt und Opfer zu vieler Verbrechen ist, um der NATO beizutreten. Russland darf nicht erwähnt werden.

    So, vielen Dank noch einmal!
    Alice

    Diese Art von E-Mails mit einem professionellen und freundschaftlichen Tonfall erhielt ich mehrmals pro Woche.
    Fünfhundertfünfundneunzig. Fast zwei pro Woche, einschließlich der Ferien. Zu allen möglichen Themen, manchmal sogar zu Themen, von denen ich nichts wusste: Energie, internationale Politik, neue Technologien, Gesundheit, Wirtschaft — und so weiter und so fort.

    Das war natürlich kein Journalismus. Aber abgesehen von einem kurzen Hochstapler-Syndrom hatte ich keine Gewissenskonflikte: Solange man von mir nicht verlangte, jemandem direkt zu schaden oder einen berüchtigten Verbrecher zu verherrlichen … Irgendwie musste ich ja meine Brötchen verdienen. Wenn ich es nicht tat, würde es außerdem jemand anderes tun.

    Wie ist es so weit gekommen? Dass ich mit über dreißig Jahren nun Fake-Artikel schreibe, um anderen das Ego zu streicheln oder den Interessen der Reichen und Mächtigen zu dienen? Das war eindeutig nicht mein Plan, als ich von der Journalistenschule abging .

    Ich bin mal Wirtschaftsberater, Expertin für Energiegeopolitik, Journalist und Schriftsteller aus Gabun, Beraterin für erneuerbare Energien und alternative Lösungen, ehemalige Krankenschwester in leitender Position und nun Beraterin im Gesundheitswesen, Lehrer für Geschichte und Geografie mit Spezialisierung auf afrikanische Fragen, Beauftragter für versicherungstechnische Studien, Unternehmer und Chefredakteur, Juristin mit Spezialisierung auf Internetrecht, Berater für neue Technologien, internationaler Bilanzprüfer …

    Alle meine Artikel landen auf spezialisierten, alternativen Nachrichtenseiten oder auf den Blogs anerkannter Medien — Mediapart, Huffington Post, Les Échos —, jenen Plattformen, deren Redaktionen den Inhalt an jeden delegieren, der möchte. Wenn ich schon dabei bin, schreibe ich auch Kolumnen, die von Politikern und Wirtschaftsführern unterzeichnet sind.“
    Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien unter dem Titel „Moi, journaliste fantôme au service des lobbies“ zuerst am 19. Mai 2022 in der Papierausgabe des Fakir Nummer 103 und online auf fakirpresse.info. Er wurde von Elisa Gratias übersetzt und vom Manova-Korrektoratsteam lektoriert.

    „“

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