CIA bestätigt ukrainischen Drohnenangriff, allerdings auf ein militärisches Ziel in Novgorod

Vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichte Karte der Drohnenflüge und -abschüsse. Bild: mod.ru

 

Nach anonymen Quellen aus dem US-Geheimdienst CIA hat die Ukraine, wie WSJ berichtete,  zwar mit Drohnen Russland in der Region Novgorod angegriffen, aber der Angriff war angeblich nicht auf die Präsidentenresidenz gerichtet gewesen (Drohnenangriff auf Putins Residenz?). Wenn die Informationen stimmen sollten, angeblich hat CIA-Chef John Ratcliffe US-Präsident darüber unterrichtet, könnte der Kreml den Angriff ausgenutzt haben, um die Verhandlungsposition von Kiew zu schwächen und entsprechende Reaktionen für die Verhandlungen und Vergeltungsschlägen zu rechtfertigen.

Was die Informanten jedenfalls bestätigten, ist ein ukrainischer Angriff in der Nacht vor dem Treffen von Selenskij mit Trump. Und nach Angaben sei eine in größerer Entfernung vom Präsidentenpalast gelegene militärische Einrichtung das Ziel gewesen. Die CIA widerlegt damit die ukrainische Darstellung, dass Moskau einen Angriff nur behauptet und die Ukraine nichts gemacht habe. Selenskij hatte es als „erfundene Geschichte“ oder „Falschmeldung“ bezeichnet, die ukrainische Behörde zur Bekämpfung von Desinformation hat nach den CIA-Informationen Desinformation verbreitet: „Trotz der Behauptungen über ‚91 Drohnen‘ und einen ‚gezielten Angriff‘ hat die russische Seite keinerlei überzeugende Beweise vorgelegt. Es gibt keine Videoaufnahmen von Luftverteidigungsoperationen im Bereich der Residenz, keine Aufzeichnungen von Drohnenabstürzen an den angegebenen Orten, und selbst die eigenen Zahlen sind widersprüchlich und haben sich wiederholt geändert. Dies ist eine typische Kreml-Desinformationskampagne. … Die Geschichte des angeblichen ‚Angriffs auf Valdai‘ ist ein Versuch, einen Informationsvorwand für einen im Voraus geplanten Terroranschlag gegen die Ukraine zu liefern, Druck auf den diplomatischen Prozess auszuüben und eine falsche Rechtfertigung für künftige Angriffe auf ukrainische Städte zu schaffen.“

Arestovich, der ehemalige Präsidentenberater von Selenskij, der nach seinem Rausschmiss ins Exil gegangen ist, hatte bereits gestern darauf hingewiesen, dass es sich um einen Angriff „auf eine Spezialanlage der Russischen Föderation, die für die Führung der russischen Streitkräfte im Falle eines Atomkriegs ausgelegt ist“. Von hier aus würden „Russlands Atomstreitkräfte gesteuert“.

Nach der vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichten Karte der Drohnenflüge  und -abschüsse kann ein anderes Ziel durchaus möglich gewesen sein. Was diese „Spezialanlage“ ist und wo sie sich befinden soll, hat Arestovich nicht gesagt. Von der CIA war auch nicht zu vernehmen, zumindest berichteten die Medien nichts davon, was für eine militärische Anlage das Ziel gewesen könnte.

Sollte es jedoch eine mit strategischen Waffen zusammenhängende Anlage sein, wäre ein solcher Angriff eigentlich noch provokativer als der Versuch, die Präsidentenresidenz ins Visier zu nehmen, zumal nicht bekannt ist, wo sich Putin aufgehalten hat. Anders als in vielen westlichen Medien dargestellt, könnte die Kreml-Version auch ein Versuch gewesen sein, die Gefährlichkeit herunterzuspielen und Einrichtungen des nuklearen Arsenals außen vor zu halten. Bei einem Angriff darauf, müsste der Kreml massiv zurückschlagen und eventuell überlegen, Atomwaffen einzusetzen, oder Druck zu erhalten, dies zu machen.

Die ukrainischen Streitkräfte haben im Juni 2025 bereits strategische Bomber angegriffen und gezeigt, dass sie ein hohes Risiko eingehen. Mit der Operation „Spinnennetz“ wurden u.a. strategische Bomber auf den Stützpunkten Belaja in der Region Irkutsk und Olenja in Murmansk mit Minidrohnen, die zuvor nach Russland geschmuggelt wurden, angegriffen und beschädigt (Der asymmetrische ukrainische Drohnenangriff auf strategische Bomber weckt Ängste).

Arestovich geht davon aus, dass Selenskij und die europäischen Staaten, den Krieg nicht beenden wollen, sondern darauf setzen, dass Trump in den Midterm-Wahlen an Macht verliert. Agiert werde hauptsächlich gegen Trump, da man davon ausgehe, dass Russland aufgrund wirtschaftlicher Probleme geschwächt werde und Trumps Zeit angezählt sei. Zwei Jahre müsse die Ukraine den Krieg deswegen noch fortführen und durchhalten: „Trump ist ein viel größerer Störfaktor für sie. Er ruiniert ihnen im Grunde alles. Er verändert die Weltordnung, und sie sind Nutznießer der alten Ordnung. Es ist klar, wofür die Leute kämpfen – für ihren Anteil am Kuchen.“

Zudem hätten sich die Europäer zu sehr in „Infrastrukturprogramme und Militärprojekte“, dass „sie die Ukraine unbedingt noch ein oder zwei Jahre zum Kämpfen brauchen. Es ist zu viel Geld im Spiel; es lässt sich nicht stoppen oder kürzen. Sie wollen, dass alles in Gang kommt, damit alle davon profitieren können.“

Das russische Verteidigungsministerium bleibt allerdings dabei, dass die Präsidentenresidenz das Ziel der versuchten Drohnenangriffe gewesen sei. Man habe die  Navigationseinheit einer der ukrainischen Drohnen ausgewertet, wurde heute mitgeteilt: „Die Entschlüsselung der Flugdrohnen-Routendaten zeigt, dass der ukrainische Drohnenangriff am 29. Dezember 2025 auf eine der Einrichtungen der Residenz des russischen Präsidenten in der Region Nowgorod abzielte. Diese Daten werden der amerikanischen Seite über die etablierten Kanäle übermittelt.“

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, hat nach dem Studium der Philosophie als freier Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Medientheorie und -ästhetik in München und als Organisator zahlreicher internationaler Symposien gearbeitet. Von 1996 bis 2020 war er Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis. Von ihm erschienen sind u.a. „Denken, das an der Zeit ist“ (Suhrkamp 1988), „Die Telepolis“ (1995), „Vom Wildwerden der Städte“ (Birkhäuser 2006), „Smart Cities im Cyberwar“ (Westend 2015), „Sein und Wohnen“ (Westend 2020) oder „Lesen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ (Bielefeld 2023)
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35 Kommentare

    1. Daran ist doch nichts geheim, fand sich alles in NATO-Verlautbarungen und verstreuten Pressemitteilungen über die logistische Kriegsvorbereitung in Deutschland, namentlich die Ertüchtigung der Infrastruktur für Truppenbewegungen.

  1. Das ist bestenfalls egal und schlimmstenfalls verheerend.
    Egal ist es, weil Russland entsprechend seiner Aussagen reagieren wird (müssen). Wenn ein Angriff auf die Residenz des Präsidenten verlautbart wird, muss und wird auch eine entsprechende Reaktion erfolgen. Somit ist – unter diesem Aspekt – die Realität irrelevant.
    Verheerend könnte es sein, wenn tatsächlich ein anderes Ziel angegriffen wurde – nämlich – wie Arestovich behauptet hat, die Kommandozentrale Russlands für den Fall eines nuklearen dritten Weltkriegs. In diesem Fall wäre die Welt wohl nur knapp einem massiven, gegen die Ukraine, vermutlich gegen Großbritannien und möglicherweise auch gegen Deutschland gerichteten nuklearen Zweitschlag entgangen.

    1. @ xblob: Das ein Drohnenangriff erfolgte, scheint ja jetzt bestätigt zu sein. Das dieser
      Angriff ohne Sateliten- oder wie die Deutschen sie haben, Bodenstrukturkarten nicht
      möglich war, ist auch klar. Wenn sich bewahrheitet, dass ein westliches Land, entweder
      wohl Deutschland, England oder Frankreich, diesen Angriff auch noch geplant hat und
      das tatsächlich auf die erwähnte Komandozentrale, dann sind wir im Krieg. Dort wo die
      Drohnen gestartet wurden werden im Moment sicherlich russische spezialeinheiten versuchen
      herauszubekommen wer der Auftraggeber war. Indizien könnten auch die Flugbahnen
      ergeben. Sind die Dinger nach Satelitendaten oder nach Bodendaten geflogen? Da sie sehr
      tief geflogen sind, könnten am ehesten die Bodendaten zu Grunde gelegen haben. Dann
      sehe es für Deutschland recht schlecht aus. Russland wird jetzt reagieren müssen, sonst
      kann Putin seinen Stuhl räumen. Das ist wahrscheinlich auch der Sinn dieser Aktion gewesen.
      Ich gehe davon aus, dass die Antwort gerade intensiv zwischen der russischen und der US-
      Regierung diskutiert wird. Eines ist so ziemlich klar: Die Ammis werden ihren Arsch retten und
      einen der drei möglichen Kandidaten zum Abschuss frei geben (müssen!). Das Jahr 2026 könnte
      für die Deutschen sehr beschissen beginnen.

  2. Wenn Russland nicht will das seine strategischen Bomber vernichtet werden sollte es diese vielleicht nicht gegen die Ukraine einsetzen.

    1. Sie wurden nicht gegen die Ukraine eingesetzt. Sie standen auf dem Flugfeld, offen, so wie in internationalen Vereinbarungen ausgemacht. Falls Sie kein Bot sind, können Sie den Unterschied der Kriegsführung erkennen, wenn sie vergleichen wie es in Gaza aussieht und wie in Kiev.

      1. Selten dämlicher Vergleich. Die Palästinenser können sich schlicht nicht wehren. Die Ukraine schon, wenn auch mit limitierten Mitteln, und polieren mit diesen den Orks von Zeit zu Zeit die Faschistenfre**e.

    2. Tut Russland auch nicht.

      Das ist eine der üblichen Kiewer Lügen.

      Die strategischen Bomber stehen unter anderem deswegen im Freien und nicht in Hangars (siehe den Angriff vor Monaten), damit der Gegner USA per Satellit nachschauen kann, ob sie noch alle da sind. Das ist Teil der internationalen Verträge noch aus Sowjetzeiten. Sollten die Amis nämlich feststellen, daß da welche fehlen, müßten sie von einem gerade stattfindenden Atomwaffeneinsatz ausgehen, und das wäre der Beginn des Atomkrieges. Und deshalb werden DIESE Bomber auch nicht in die Ukraine geschickt.

      Könnte man wissen, wenn das Hirn nicht mit den Kiewer Lügen überlastet wäre. Und wir erleben hier ja gerade das Auffliegen einer neuen Lüge Kiews, oder?

      1. Ich fürchte, die Sorte versteht erst, dass sie irgendeinem Denkfehler erlegen sind , wenn sie am Horizont den Atompilz sehen. Hat aber den Vorteil, dass sie nicht sehr lange bereuen müssen.

  3. Es gibt viel Spekulation, und die Wahrheit wird ja bekanntlich…..,Aber eins ist Fakt: Wäre die derzeitige Ukraine militärisch so aufgestellt, wie sie es wünscht, gäbe es Europa in dieser Form bereits nicht mehr. Genauso wie die Zweibeiner um Netanjahu offen äußern, Palästinenser vernichten zu wollen, tun es auch die Banderisten in Bezug auf ethnische Russen, in und außerhalb der Ukraine. Für meine Empfindung heißen die aktuellen Hitlers ‚Selenskyj‘ und ‚Netanjahu‘, und alle Unterstützer dieser beiden Zweibeiner kann ich nur als …. empfinden. Und dieses Meinungsbild resultiert nicht aus russischen Quellen, sondern aus dem westlichen Mainstream und der alternativen Medien, die ich beide im Internet verfolge. Beide Regimes sollten weg, wenn Frieden einkehren soll, was ggf. gar nicht gewünscht ist, Suizid ist ja mittlerweile eine angesehene Lösung.

  4. Also der Feind der westlichen Ansichten nach, ist Putin seit seinem Erscheinen auf der Bildfläche, der Zerstörer vom westlichen Gebilde.
    Sind diese dauernd besoffenen Russen nicht in der Lage, seine Residenz zu beschützen?
    Die Russen besitzen angeblich das beste Militär dieser Welt. Nach Aussagen vom ‚Führer Putin‘, hat Russland ein 10 jährigen Vorsprung seiner militärischen Technologie.
    Und auf einmal ist die ‚Ukraine‘ in der Lage dem russischen Präsidenten und sein Haus zu attackieren….
    Wow, da besitzen einige Leute, das unmögliche ins mögliche zu deuten.

    Was soll diese Propaganda bewirken?
    Einen absoluten propagandischten Illusionen,.

    Präsidenten können aufgespießt werden, aber nicht ein. Führer, der zu realisierten neuen Welt.
    Das ist eine Aktion für dumme Menschen…

    1. „Einen absoluten propagandischten Illusionen.“ Solche und ähnlich verpfuschte Sätze formuliert Diskutant Pro1. Das ist das Schöne an der neuen Welt der sozialen Medien: Auch solche Leute fühlen sich zu öffentlichen Beiträgen berufen, die in Sachen Grammatik und Rechtschreibung einen Standard an den Tag legen, für den man bereits einen achtjährigen Knaben besorgt ansehen würde.
      Wie kommt jemand mit derart blamablen Defiziten zu solchem Sendungsbewusstsein? Ganz einfach: Er plappert das nach, was die westlichen Propagandisten ihm vorgegeben haben – und damit befindet er sich in seiner Denkungsart doch irgendwie auf der maximalen Höhe geistiger Autoritäten. Die aufgeschnappten Worthülsen halbwegs sinnvoll und fehlerarm zu verbinden, ist da schon gar nicht mehr wichtig. Auf seine Weise und unfreiwillig wird er damit der inhaltlichen Stimmigkeit bei seinen Vor-Rednern auch gerecht. Form und Inhalt stimmen in diesem Text perfekt überein!

      1. @Ein Nörgler: Sie haben wirklich Recht. Nur die letzten Sätze von PRO1: “ Einen absoluten
        propagandischten Illusionen. Präsidenten können aufgespießt werden, aber nicht ein.
        Führer, der zu realisierten neuen Welt.“ Das PRO1 dumm ist glaube ich nicht unbedingt.
        Er ist der deutschen Sprache nicht mächtig. Das könnte darauf hindeuten, dass er oder sie
        aus dem Ausland sendet. Er oder sie könnte sich dann wenigstens eine vernünftige
        Übersetzungsapp zulegen.

  5. „Zwei Jahre müsse die Ukraine den Krieg deswegen noch fortführen und durchhalten: „Trump ist ein viel größerer Störfaktor für sie. Er ruiniert ihnen im Grunde alles. Er verändert die Weltordnung, und sie sind Nutznießer der alten Ordnung. Es ist klar, wofür die Leute kämpfen – für ihren Anteil am Kuchen.“

    Das, was Asterowich da erzählt, passt nicht zu Trumps Charakter. Wenn der Sieg über Russland so einfach zu bekommen wäre, sässe er längst mit im Boot. Er hätte dann keinen Ärger mit dem deep State und der Presse, würde die Wahl gewinnen und sich nach zwei Jahren die Siegerkrone in Bidens verlorenen Krieg aufsetzen.

    Er sitzt aber nicht mit im Boot, nicht aus den ihm untergeschobenen ideologischen Gründen oder charakterlichen Fehlern, sondern weil den USA finanziell und militärisch die Luft ausgeht. Der US MIK kann nicht ausreichend Waffen liefern, um einen oder zwei Kriege längere Zeit durchzuführen. Dies jedoch wollen die europäischen Krieger und die Selenskijs nicht wahrhaben.

    Und hey – es gibt ja auch noch den globalen Konkurrenten China, der sich derweil unbelastet weiter rüsten kann.

  6. Wie geistig minderwertig muss man denn noch sein, wenn man diese Angriffe der Ukro-Kamikaze gegen Anlagen der RF, die zur Verteidigung im Fall eines nuklearen Angriffs genutzt werden sollen, von Seiten der Wertewestlichen Minderbemittelten nicht schärfstens verurteilt und sämtliche Korruptionszahlungen nach Kiew sofort einstellt?
    Im Prinzip hat Russland damit das unbestreitbare Recht, gegen die Verantwortlichen schärfstens vorzugehen, denn diese Provokation dient einzig und allein dem Zweck, die gesamte Weltgemeinschaft ins Verderben zu reissen, ähnlich Hitlers Denke, dass die Deutschen es dann eben nicht wert seien zu überleben, als die Geisterdivisionen und die Wunderwaffen ausblieben und er sein eigenes, sicheres Ende ankommen sah mit dem Einmarsch der Roten Armee in Berlin.

    1. Man muß ja tatsächlich sogar davon ausgehen, daß westliche „Verbündete“ diesen Angriff logistisch unterstützt und mit vorbereitet haben, und an der direkten Ausführung mittelbar beteiligt waren. Und diesmal wohl sogar ausschließlich europäische, die ein Interesse daran hatten, die Verhandlungen in Washington zu torpedieren.

      Vor diesem Hintergrund ist nochmal das Verhalten Selenskis auf der abschließenden PK am 28.12. zu bemerken. Der wußte schon, daß gerade der Angriff gestartet wurde.

      1. 15:15 Uhr

        Moskau gibt Details zum Angriff ukrainischer Streitkräfte auf Putins Residenz bekannt

        Die russischen Geheimdienste haben eine Datei mit dem Flugauftrag aus einer der Drohnen extrahiert, die in der Nacht zum 29. Dezember die Residenz von Präsident Wladimir Putin angegriffen haben, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Die Behörde erklärte:

        „Die Entschlüsselung der Routing-Daten ergab, dass das Endziel des Angriffs ukrainischer Drohnen am 29. Dezember 2025 eine der Einrichtungen der Residenz des russischen Präsidenten im Gebiet Nowgorod war.“

        Die Daten werden über die üblichen Kanäle an die amerikanische Seite weitergeleitet.

        14:51 Uhr
        Medwedew: Russlands Vergeltung für Angriff in Chorly wird Täter und Auftraggeber treffen

        Die Vergeltung für den Terroranschlag im Gebiet Cherson in der Neujahrsnacht muss sowohl die Täter als auch die Auftraggeber treffen. Dies erklärte der ehemalige Präsident und derzeitige stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates Russlands, Dmitri Medwedew, in seiner Antwort auf eine Frage der Nachrichtenagentur TASS.

        Nach dem Angriff ukrainischer Drohnen auf das Dorf Chorly betonte der Politiker, dass es „genug der Höflichkeiten“ sei, wobei er höchstwahrscheinlich die ukrainischen Streitkräfte meinte. Er versprach, dass die Vergeltung Russlands für diesen Anschlag im Zuge des Vorstoßes der russischen Armee „unausweichlich und schnell“ sein werde.

        Medwedew merkte an, dass die ukrainischen Streitkräfte „vorsätzlich und grausam“ gegen die Zivilbevölkerung des Gebietes Cherson vorgegangen seien. Er bezeichnete die Aktionen des ukrainischen Militärs als „Grausamkeit, Niedertracht und Zynismus“. Der Politiker verglich diesen Angriff auf Chorly mit dem Massaker im Dorf Chatyn in Weißrussland, das 1943 von den Nazis verübt worden war.

        https://freedert.online/international/131481-liveticker-ukraine-krieg/

  7. „… könnte der Kreml den Angriff ausgenutzt haben, um die Verhandlungsposition von Kiew zu schwächen … “

    Wie jetzt? Die Koalition der Willigen vollzieht eine Militäroperation im russischen Hinterland und die Russen schwächen, mit der Veröffentlichung dieser Tatsache, die Verhandlungsposition Kiews? Diese Lögik bewegt sich jetzt aber auf Sandkastgenniveau der Kita Storchennest.

    Es ist offensichtlich, dass die Koalition der Willigen mit den Ukrainern alles unternehmen werden, um Trump zu „überstehen“. Eine trügerische Hoffnung. Trump handelt ja nicht aus absoluter Antipathie gegenüber Selenski so antieuropäisch. Solten die Demokraten den nächsten Präsidenten stellen, steht der vor den gleichen Problemen wie Trump bei seiner Amtsübernahme. Welche Probleme das sind? – https://www.youtube.com/watch?v=oUPXM8KiwG4
    Die Demokraten werden einen Teufel tun aber nicht wieder zur Bidenpolitik zurück kehren. Sie werden für keinen Mä(e)rz für die Koalition der Willigen bringen. Die werden selbst in die ukrainische Grube steigen müssen. Und dann aber ohne die Ukrainer.

  8. Die Aussage von Ratcliffe kann den Informations-Nebel rund um die Attacke nicht aufklären, im Gegenteil.

    Zitat Rötzer: „Nach der vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichten Karte der Drohnenflüge und -abschüsse kann ein anderes Ziel durchaus möglich gewesen sein.“ – naja, dieses anderen Ziel kann dann aber höchstens ein paar Kilometer von der Valdai-Residenz entfernt sein. Wenn man die Flugwege der vielen Drohnen in der Grafik extrapoliert, schneiden die sich zwar nicht gerade in einem Punkt, aber doch in einem eng umgrenzten Bereich.

    Das wäre dann also eine von den Russen geheimgehaltene – aber anscheinend gar nicht so geheime – Militär-Einrichtung in unmittelbarer Nähe der Valdai-Residenz. Und die muss auch verdammt wichtig gewesen sein, wenn sie so geheim war und die Ukrainer sich solch eine Mühe machten, sie zu treffen. Diese Anlage soll sich aber „nach Angaben“ „in grösserer Entfernung“ befunden haben – geht’s noch einen Tick nebulöser?

    Aber immerhin liefert der WSJ-Artikel (den ich nicht lesen darf) auch handfeste Information, er bestätigt nämlich die Existenz der Drohnen und deren Flugbahnen. Ratcliffe hätte hier die Gelegenheit gehabt, den russischen Angaben zu widersprechen, was er nicht gemacht hat und einer indirekten Bestätigung gleichkommt. Behauptungen, die Russen hätten alles erfunden, sind spätestens jetzt nicht mehr ernst zu nehmen.

    1. Gestern gab Generalmajor Alexander Romanenkow, Chef der Flugabwehrraketentruppen der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte, Einzelheiten zur Abwehr des ukrainischen Angriffs bekannt.

      Die urainischen Streitkräfte setzten für den Angriff Drohnen in extrem niedrigen Flughöhen ein. Die Angriffe erfolgten aus den ukrainischen Regionen Sumy und Tschernihiw. Das russische Verteidigungsministerium präsentierte eine der abgeschossenen Drohnen. Diese trug eine sechs Kilogramm schwere Sprengladung.
      Bei einer technischen Untersuchung gelang es russischen Spezialisten, die heruntergeladene Flugmissionsdatei einer Drohne zu extrahieren. Die Entschlüsselung ergab, dass das Ziel der feindlichen Geräte die russische Präsidentenresidenz in der Region Nowgorod war.
      Moskau wird der amerikanischen Seite die entschlüsselten Daten der ukrainischen Drohne übergeben.

      https://ren.tv/news/v-rossii/1394964-minoborony-rf-peredast-ssha-dannye-s-drona-letevshego-na-rezidentsiiu-putina

  9. Das russische Verteidiungsministerium hat jetzt eine abgeschossene Drohne untersucht und deren Zieldaten entschlüsselt, und das Ziel soll in der Tat ein Gebäude der Valdai-Residenz gewesen sein. (Sputnik).

  10. Falls es stimmt, dass das Ziel der Angriffe diese Kommando – Zentrale war, weiß ich nicht, ob es die beste Idee der russischen Propaganda war, ihn kleinzureden. Aber ich muss nicht deren Entscheidungen überprüfen. Es dürfte aber klar sein, dass es sich um eine Aktion handelte, die nicht ohne die Amerikaner möglich war. Wenn die Amis erneut strategische Knotenpunkte der atomaren Abschreckung angreifen, zeigt dies klar, dass genau diese „Abschreckung“ nicht mehr funktioniert. Keine Ahnung, wie sie aus dieser Falle wieder rauskommen können, ohne die Nukes zu zünden. Diese Präsidenten – Datscha – Nummer vertieft das Problem eher, als dass es es löst.
    Ob Russland glaubt, dass in Verhandlungen mit den Amis etwas erreicht werden kann, weiß ich nicht. So wie sie agieren, vermutlich nicht und das wäre wohl noch unzweckmäßiger.
    Trump ist einfach ein notorischer Lügner und es gibt keinen Grund für die Russen zu glauben, das sie die einzigen sind, die von ihm nicht belogen werden. Eigentlich ist es die rattige CIA, die auf die Bremse tritt , indem sie die Wahrheit sagen. Versuche mal, dass es bei denen noch Leute gibt, die sich der Folgen solcher Aktionen bewusst sind.

  11. Ukrainischer Drohnenangriff auf Feiernde in der Neujahrsnacht tötet mehr als 24 Menschen

    „Drei Drohnen haben ein Café und ein Hotel an der Schwarzmeerküste in Chorly angegriffen. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt, 24 Menschen wurden getötet. Die Zahlen werden noch präzisiert. Viele verbrannten bei lebendigem Leib. Ein Kind kam ums Leben.“

    Laut Saldo hat das Kiewer Regime die Menschen gezielt verbrannt: Eine der Drohnen war mit einer Brandmischung ausgestattet. Der Regionalchef betonte:

    „Dieses Verbrechen steht auf einer Stufe mit dem Anschlag auf das Gewerkschaftshaus in Odessa.“
    https://freedert.online/russland/266277-ukrainischer-drohnenangriff-auf-feiernde-in-neujahrsnacht-toetet-24-menschen/

  12. Gegen eine vollgültige NATO-„Operation Valdai“ spricht der Umstand, daß sie komplett abgewehrt worden ist. Angriffe auf das „russische Hinterland“ sind u.a. deshalb relativ erfolgreich, weil die NATO-Aufklärung Etliches an Daten über Bewegung und Einsatzbereitschaft mobiler Abwehranlagen liefern kann, jedenfalls verlautete das mehrfach aus russischen Quellen, die auf bezeichnende Umgehungsmanöver verwiesen haben.
    Deshalb habe ich den Verdacht, NATO hat einerseits das „Go“ für die Operation geliefert, andererseits die russische Gegenspionage „gespickt“. So wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Auf der politischen Ebene wäre ein voller Erfolg erzielt, zumal der Gegenseite alle Zweifel an der Machtlosigkeit der Administration Trump ausgeräumt sind, auf der militärischen Ebene das Risiko einer direkten und heftigen Reaktion minimiert.

    Nicht vergessen, da sind Profis am Werk!

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