Budanow: „Rus ist die Ukraine, und wir sollten es sein, die über Russland herrschen.“

Auch auf der Konferenz trat Budanov mit einer Wyschywanka auf.

Auf einer Konferenz zur Desinformation in Kiew verbreitet Ex-Geheimdienstchef und jetziger Leiter des Präsidialbüros unwidersprochen nationalistische Fieberträume. Der Kampf gegen Desinformation gebiert Ungeheuer. Allerdings gab es das Gespenst von der Großukraine schon länger.

Dass auf der Kyiv Stratcom Forums 2026 nicht nur über Desinformation gesprochen wird, sondern solche, die man überall gerne als Strategische Kommunikation bezeichnet, auch verbreitet, verwundert nicht – gerade in einem Land, das Krieg führt. Dann sind Nebelwerfer der „kognitiven Kriegsführung“ wichtig, um den fog of the war zu verbreiten, der die eigene Bevölkerung und die Streitkräfte bei Laune halten und die Gegner ängstigen soll. Am Forum finden sich angeblich „führende Experten der Kommunikation, Cybersicherheit und des Kampfes gegen Desinformation“ ein, um zu diskutieren, wie die „kognitive Resilienz der Ukraine und Europas“ gefördert werden kann.

Kirill Budanov, der frühere Militärgeheimdienstchef, den Selenskij zum Leiter des Präsidialbüros gemacht hat, um schnell den der Korruption beschuldigten Vorgänger und Freund Jermak zu entsorgen, hat offenbar sein Bestes gemacht, um zahlreiche Stories unter die Medien und darüber unters Volk zu bringen. Als Geheimdienstchef hat er schon oft angebliches Wissen verbreitet, das sich nicht bewahrheitet hat, beispielsweise über den kranken Putin, der bald sterben wird, oder von Putins Doppelgängern, die den kranken oder toten Putin ersetzen (Ukrainischer Militärgeheimdienstchef zweifelt, ob Putin noch lebt).

Jetzt überlegt Budanov, wie sich Russland zerlegen ließe. Das ist ein Ziel, das ihm und anderen Nationalisten am Herzen liegt, da sie auch die Idee eines multinationalen oder multiethnischen Staates ablehnen (Der ukrainische Geheimdienstchef und die Eroberung russischer Gebiete, Separatistische Kampagne zur Auflösung des russischen Vielvölkerstaats). Die Völker sich ablösen können, „sobald eine Führungspersönlichkeit auftaucht und in Russland eine Destabilisierung einsetzt. Ja, derzeit ist all das möglich. Und zwar aufgrund dieser beiden Aspekte. Erstens: eine innere Destabilisierung oder Schwäche, was für sie im Grunde genommen dasselbe ist. Und zweitens: die Präsenz einer nationalen Führungspersönlichkeit, die vor Ort ist.“

Er musste allerdings einräumen, dass solche Führungspersönlichkeiten nicht vorhanden sind. Veränderte Regierungen im Kreml würden aber die russische Aggression nicht abbauen. Strategisches Ziel müsse es sein, Russland in mehrere Länder zu zerlegen, da nur die Auslöschung der imperialen Ambitionen Russlands die Sicherheit der Welt garantieren wird. Die ist offenbar nur durch Russland gefährdet, nicht durch die USA, Israel, China, die EU und schon gar nicht durch die Ukraine.

Ein anderer Punkt war, dass er von der Gefangenschaft der zu Zombies gewordenen Russen in einem medialen Gefängnis, einem „digitalen Getto“, und von „Gehirnwäsche“ sprach. Man wird an Platons Höhle erinnert. Ganz anders als in der ebenfalls gereinigten Medienlandschaft der Ukraine seien die Russen in einer Medienisolation mit der Verbannung ausländischer Medien und den Internetrestriktionen wie in Nordkorea eingeschlossen. Das mache man, um unpopuläre Maßnahmen zu treffen, spekulierte er. Zunächst wohl vor allem, um die Opposition klein zu halten. Wie die mediale Programmierung funktioniert, stellt er sich ganz einfach vor:

„Was die Russen derzeit in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine tun, ist die Manipulation des menschlichen Bewusstseins. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die systematische Verbreitung derselben Botschaft über einen Zeitraum von 40 Tagen ausreicht, damit sie sich tief im Denken eines Menschen verankert. Der Feind versucht, die ukrainische Identität in den eroberten Gebieten vollständig auszulöschen, und wir müssen dem mit einem neuen Modell der strategischen Kommunikation mit unseren Menschen in den besetzten Gebieten entgegenwirken.“

Der Kreml habe die kognitive Kriegsführung perfektioniert, wahrscheinlich ist es wichtig, dies so hervorzuheben, um die eigene Bevölkerung, die sich zunehmend gegen die Mobilisierung auflehnt, und die wankenden europäischen Unterstützer durch angeblich neue Bedrohungen bei der Stange zu halten: „In der kognitiven Kriegsführung sind sie stark, sehr stark, und man sollte sie nicht unterschätzen. Sie verfügen auf diesem Gebiet über äußerst fundierte historische Erfahrung, die zu den besten der Welt zählt. Nur wenige können in dieser Hinsicht mit ihnen mithalten“, sagte er.

Es geht darum, die Menschen zu manipulieren. Das machen die Russen, deswegen müssen es die Ukrainer nach ihm auch machen: „Wenn sie anfangen zu sagen, dass angeblich ‚die Geschichte anders verläuft; wir sind stark, die Besten der Welt‘ oder ‚wir haben schon immer existiert, ihr habt nie existiert, wir haben euch angeblich erschaffen, geben euch etwas Gutes usw‘, wird dies von vielen Menschen weltweit sehr ernst genommen. Solange die Ukraine der ganzen Welt nicht bewiesen hat, dass sie ein Subjekt und kein Objekt ist, glaubten die meisten Menschen auf der Welt daran.“

Gerade wurden die Überreste des ersten Nationalhelden, der Nationalist, Nazi-Kollaborateur und OUN-Führer Melnyk heim in die Ukraine geholt, um für die in der verklärten Vergangenheit hängen gebliebenen Nationalisten eine Kultstätte zu errichten (Ukraine holt ihre Nationalhelden heim). Das war ein Anliegen Budanovs, der auf dem Forum sagte:

„Wir müssen endlich das Ausmaß des mentalen Krieges erkennen, den der Feind gegen uns führt. Viel zu lange haben wir freiwillig einen großen Teil unseres Erbes aufgegeben. Russland hat unsere Geschichte einfach für sich selbst privatisiert und umgeschrieben. Daher muss die Wiederherstellung der historischen Wahrheit, unserer Helden und des Selbstbewusstseins der Ukrainer zu einer vorrangigen Aufgabe werden.“

Das sieht Budanov ganz buchstäblich und konstruiert die Geschichte nach dem russischen Vorbild: „‘Rus‘ ist die Ukraine, und wir sollten es sein, die über Russland herrschen. Die Russen haben uns unsere Geschichte gestohlen.“ Man kann erahnen, warum man im Kreml durchaus Angst vor den ukrainischen Nationalisten hatte, die mit der Hilfe des Westens gegen Russland antreten wollten und von einer Großukraine mit Teilen Russlands und Polens träumten. Deswegen die Vorstellung, Russland zu zerbrechen.

Die imperialen Phantasien scheinen Budanow überwältigt zu haben oder er meinte, er könne jetzt die dem ukrainischen Nationalismus zugrundeliegenden Bestrebungen offen aussprechen: „Rus ist Ukraine. Rus ist viel mehr. Die Ukraine ist die Wiege all dessen, sogar dessen, wogegen wir kämpfen. Wir haben ihnen freiwillig den größten Teil unserer Geschichte überlassen, und sie haben sie privatisiert. Wir sind Rus. Und wir müssen über all das herrschen.“ Wollen die europäischen Regierungen weiterhin Milliarden in solche Fieberträume stecken und diese in die EU aufnehmen?

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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36 Kommentare

  1. „Wollen die europäischen Regierungen weiterhin Milliarden in solche Fieberträume stecken und diese in die EU aufnehmen?“
    JA, wollen sie…..
    Friedrich will der Ukraine den Status eines „assoziierten Mitglieds“ der Europäischen Union zu gewähren, mit Sitz in Brüssel aber „noch ohne“ Stimmrecht.
    Wer glaubt das denn, Frau vdLeyen macht alles was ihr Sonnyboy haben will, die Liste der Sanktionen gegen Russland ist überwiegend auf die Kiewer Junta
    zurückzuführen.

    1. „Sind nur noch Irre unterwegs?“
      JA, definitiv!!
      bin ich froh, dass meine restlichen Lebenjahre überschaubar sind und ich keine Enkelkinder habe.

    2. Wir haben es zugelassen, dass durch die neoliberal-neokonservative Konterrevolution pathogen narzisstische Kranke an die Schalthebel des Wertewestens kommen konnten. Wenn kein Wunder passiert, werden wir die angerührte „Suppe“ komplett auslöffeln müssen.

      1. Ich habe es nicht zugelassen, ich war nur zu alleine um was wirksames dagegen machen zu können.
        Die meisten Menschen um mich rum meckern wenn mal was teuer wird oder nicht funktioniert, machen sich aber 0, in Worten null Gedanken über Ursachen und Folgen. und wählen immer wieder die von denen sie regelmäßig betrogen werden. Was soll man tun.

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          1. @Gottfried

            Sind das jetzt die geistreichen Kommentare, welche Overton gerne hätte, um dem Forum den Anschein von Seriösität zu geben?

  2. F.R.: „Wollen die europäischen Regierungen weiterhin Milliarden in solche Fieberträume stecken und diese in die EU aufnehmen?“
    Ja, Ja, Ja, so Kanzler Merz, er will einen besonderen Status für die Ukraine in der EU. Dabei verfügt die Ukraine längst über einen Sonderstatus, wie auch der 90 Milliarden Euro schwere Hilfskredit zeigt. Besonders brisant ist, dass der Vorschlag von Merz auch militärische Beistandspflichten gegenüber der Ukraine umfasst. Damit würde die EU der Ukraine faktisch Sicherheitsgarantien geben – noch bevor sie Vollmitglied wäre.
    Wahnsinn!

    1. @Christian Cornelius
      Für Merz im Krieg sterben, was kann schöner sein auf Erden?
      Ich kann Dir sagen was schöner ist als der ganze Militaristenmist.
      Hundertausend und eine Sache, die ich viel lieber mache.
      NEIN SAGEN!

    2. @Christian Cornelius
      Für Merz im Krieg sterben, was kann schöner sein auf Erden?
      Ich kann Dir sagen was schöner ist als der ganze Militaristenmist.
      Hundertausend und eine Sache, die ich viel lieber mache.
      NEIN SAGEN!

    3. Die Ukraine scheint mittlerweile zum 17. Bundesland Deutschlands geworden zu sein.
      Wenn sie dann noch irgendwann zu den „Demokratiefreunden“ in die EU kommt, dann kann sie noch mehr profitieren:
      1. in Deutschland vom Länderfinanzausgleich – wahrscheinlich auf Jahrzehnte hin und
      2. in der EU als Staat, in den die ganzen Gelder für die Infrastruktur und sonstiges fliessen.
      Polen und die baltischen Länder müssten sich dann vielleicht jedoch daran gewöhnen, weniger Geld zu bekommen, aber sie können sich ja dann – wenn sie genug Geld aus der EU (und damit vor allem wohl aus Deutschland) abgesaugt haben – von der EU verabschieden: denn für die Ukraine wollen sie bestimmt nicht zahlen: dafür ist doch Deutschland da…..

  3. Wollen die europäischen Regierungen weiterhin Milliarden in solche Fieberträume stecken und diese in die EU aufnehmen?

    „Fieberträume“ sind das keineswegs, Budanov weis sehr wohl wovon er spricht. Es geht um eine von einige Angelsachsen fantasierte Aufteilung Russlands in kleinere, besser kontrollierbare Einheiten, wovon die Ukraine etwas abhaben möchte. Deshalb werden Ansprüche vorsorglich angemeldet.

    Für Finnland war dies vermutlich sogar der Grund der Nato beizutreten. Es würde mich nicht wundern wenn im Westen bald ein Gerangel (oder ein Hauen und Stechen) beginnt um die potentielle Beute Russland.

  4. Wann wird wohl jemand auf die Idee kommen, daß das, was heute noch Ukraine heißt, eigentlich zu Deutschland gehört, denn schließlich sind alle größeren Städte (einzige Ausnahme Donezk, das war ein Waliser) dort von Katharina der Großen gegründet worden und diese war schließlich……

    1. Hitler nutzte den Arierquatsch um die Deutschen in den Krieg zu führen und Budanow singt das Lied von der Rus um den letzten Ukrainer in den Fleischwolf zu treiben. Und danach wird BlackRock das Land besitzen, denn die Seele von Budanow hat sie ja schon gekauft.

      Die Ukraine erlässt gerade ein Gesetz bäuerliche Familienbetriebe zu verbieten. Landwirtschaft geht dann nur noch als Kapitalgesellschaft.

  5. Einfach mal die letzte Sendung Lanz mit Kiesewetter und Vad schauen, dann wird schnell klar, dass die europäischen Regierungen diesem Regime weiterhin dutzende Milliarden geben werden.

    Auch interessant ist das:
    https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/autoren-westend-verlag-100.html

    Ein Dududarfstnicht mitrechtenredenbranbrief für den Westend-Verlag, also auch Overton, unterzeichnet vom Genossen G.Gysi, der sich ebenso wie seine Partei vorbereitet als Steigbügelhalter der grünen, schwarzen, roten Militaristen zu dienen. Unvergessen sein verliebtes „Atemlos“- Geträllere mit Rheinmetall-Strack-Zimmermann.

    Da gibt es sicher Zusammenhänge. Mal schauen, wann der Verlag und damit Overton einknicken.

  6. Die Träume sind tatsächlich feucht. Russland hat eine 1000 jährige Geschichte und jeder Politiker kann, wenn das Land angegriffen wird, mit einiger Wahrscheinlichkeit auf einen entsprechenden nationalen oder auch nationalistischen Rückhalt bauen. Die Ukraine ist selbst ein Beispiel dafür. Putin scheint das falsch eingeschätzt zu haben und Trump erfährt auch gerade, dass Wunschdenken wenig einbringt.

  7. Wenn wir also im Mainstream lesen, die Ukraine gewönne langsam die Oberhand, wenn dort die Rede ist vom neuen Selbstbewusstsein der Ukraine, dann könnte es sich nicht um Wahrheiten handeln, sondern um Erzählungen im Rahmen einer Gegenoffensive in der Strategischen Kommunikation?

    Na ja, kann ja sogar sein, dass der Michel das irgendwann glaubt. Super, nun wendet sich langsam das Blatt, die Ukraine gerät auf die Siegerstraße, gegen eine Atommacht. Dann ist das für ihn okay, wenn da noch ein paar Milliärdchen nachgeschoben werden. Lohnt sich langfristig. Kann aber auch sein, dass solche Geschichten irgendwann mit der Realität kollidieren. Das kann aber noch dauern. Und sollte Russland sich gegen neue Provokationen aktiv wehren, dann greift Russland an und die Narrativschlacht ist gewonnen, verloren von denjenigen, die sagten, Russland wäre nicht imperialistisch unterwegs. Überall wird man lesen: „Wie konntet ihr bloß auf diese Naivlinge hereinfallen!“ Da das im Sinne der Strategischen Kommunikation äußerst effektiv wäre, vermute ich, dass die Provokationen immer weitergehen werden. Mit Stahlhelmen hat’s angefangen, kaum zu glauben.

    Die Billigung oder gar Leugnung des Nationalismus in der Ukraine ist bedenklich, vielleicht haben irgendwelche in der EU aber selbst ein klein wenig Spaß am frischen Imperialismus, werfen sehnsüchtige Blicke gen Osten, wo fremde Menschen auf, äh, unseren Rohstoffen sitzen, im Sinne von Volker Pispers: »Die hocken auf unserem Öl!«.

  8. „Wir müssen endlich das Ausmaß des mentalen Krieges erkennen, den der Feind gegen uns führt. Viel zu lange haben wir freiwillig einen großen Teil unseres Erbes aufgegeben. Russland hat unsere Geschichte einfach für sich selbst privatisiert und umgeschrieben. Daher muss die Wiederherstellung der historischen Wahrheit, unserer Helden und des Selbstbewusstseins der Ukrainer zu einer vorrangigen Aufgabe werden.“

    Und wenn man die OUN-Helden heimholt, wird man dann auch von ihren Untaten dieser Personen gegen die ukrainischen Minderheiten berichten? Lässt man die unter den Tisch fallen oder schreibt man die Geschichte um?

  9. Oh, mein spezieller Freund Kiril Budanow. Seiune Fans können ihn übrigens ins Ziummer hängen, er hat da eine gewisse Ähnlichkeit mit einer historischen Person:
    https://www.pravda.com.ua/eng/news/2024/08/05/7469011/
    Da hat er noch sein Aquarium hinter sich, mit einem Frosch. Ein Frosch will nur ganz selten schwimmen und das gefällt ihm gar nicht. Budanow ist Tierquäler und seine Besucher sollten das sehen. Das zur Einordnung.

    Budanow war bis vor Kurzem Chef des Militärgeheimdienstes. Aber es war immer zu sehen, dass seine Bedeutung weit größer war. Bei allen spektakulären Militäroperationen war er Befehlshaber. Die Harakiri-Angriffe mit Leopard-Panzern, der Einmarsch auf russisches Gebiet und die Flussüberquerung bei Krinky. Erfolgreich waren diese Operationen nie, sie haben riesige Verluste nach sich gezogen, ohne dass ein Landgewinn erzielt wurde.
    Was er da sagt, soll den Westlern imponieren. Ein zerschlagenes Russland, aus dem man steuerfrei das Öl abtransportieren kann und wo endlich Blackrock operieren darf. Nur wird sich Russlsand ganz gewiss nicht so leicht zerlegen lassen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion brachen sofort Kriege zwischen den ehemaligen Mitgliedsstaaten aus. Dasselbe wäre nach einem Fall Russlands zu erwarten. Budanow ist für die Russen eine willkommende Argumentationshilfe.
    Er hat weder militärisches noch politisches Talent. Aber eben das Gewaltmonpol, mit den Naziregimentern, deren Kopf er ist. Genau solche Leute kommen in der Ukraine nach oben.

  10. 750 – Die Waräger gründeten ihre erste Siedlung Ladoga im „Europäischen Russland“, was heute geografisch an der Russischen Grenze zu Finnland, in der direkten Nachbarschaft zu St. Petersburg, zu finden wäre. Mehr als nur eine Siedlung, war Ladoga auch der direkte Weg für die Drachenboote in die großen Flüsse der Slawischen Lebensräume.
    859 – Die Waräger unter dem Stammesfürsten Rjurik (Rurik) werden im Slawischen Raum ansässig und gründen ihre erste Hauptstadt, das nördliche Nowgorod. Der Süden wird weiterhin von Khasar beherrscht und kontrolliert.
    Zeitgleich wird von den Warägern unter den Stammesfürsten Askold und Dir die Khasarische Stadt Kiew erobert und besetzt. Sie gründen dort das Fürstentum Kiew. Kiew liegt direkt am Dnepr, womit die dortigen Waräger einen ständigen Zugriff auf das Landesinnere, aber auch in das Schwarze Meer erhielten.

  11. Hitler nutzte den Arierquatsch um die Deutschen in den Krieg zu führen und Budanow singt das Lied von der Rus um den letzten Ukrainer in den Fleischwolf zu treiben. Und danach wird BlackRock das Land besitzen, denn die Seele von Budanow hat sie ja schon gekauft.

    Die Ukraine erlässt gerade ein Gesetz bäuerliche Familienbetriebe zu verbieten. Landwirtschaft geht dann nur noch als Kapitalgesellschaft.

    1. Trux schreibt :
      „Die Ukraine erlässt gerade ein Gesetz bäuerliche Familienbetriebe zu verbieten. Landwirtschaft geht dann nur noch als Kapitalgesellschaft.“

      Und die Ukrainer ?: Sie wehren sich nicht ! Die Oligarchenbrut feiert in den Karpaten das Leben, während der gemeine Mann an der Front verreckt, und die Ukrainer wehren sich nicht ! Der gemeine Mann wird auf der Straße eingefangen und an die Front geprügelt, während die Olgarchenbrut ihre Blagen freikauft / im Ausland chillen lässt, und die Ukrainer wehren sich nicht !
      Warum ist das so ? Entweder haben die ukrainischen Normalbürger große Angst vor ihrer eigenen Obrigkeit, oder sie nehmen diese himmelschreienden Ungerechtigkeiten hin, weil sie dies als ihre patriotische Pflicht ansehen; wie dem auch sei, Respekt und Hochachtung flößt dieses Verhalten nicht ein, dafür allerdings jede Menge Mitgefühl.

      1. Tja, das war doch schon immer das Geschäft mit den Kriegen. Woher sonst stammt das Wort „Bauernfänger“. Die Ukrainer die die Möglichkeit dazu hatten, haben schon längst die Beine in die Hand genommen.
        Und wie viel Respekt sollte man vor den Deutschen haben. Sie werden vom BlackRock Kanzler nach Strich und Faden ausgeplündert und kommen dann als nächstes in den Fleischwolf.
        Ob Öl, Gas oder Landbesitz, der US-Dollar steht kurz vor dem Kollaps und der Hegemon tauscht die Kontrolle die er bisher über die Währung ausübte, durch den direkten physischen Besitz der lebenswichtigen Ressourcen. Dazu kommt, dass die meisten Menschen, bei entsprechender Automatisierung, keinen Wert mehr haben um Reiche noch reicher zu machen. Bill Gates ist zum größten Landbesitzer geworden. https://consortiumnews.com/2026/05/11/an-armed-robbery-of-the-worlds-energy-supply/

  12. Ach Unsinn, im Kreml hat niemand Angst vor den ukrainischen Nationalisten. Diese beziehen ihre Stärke fast ausschliesslich aus westlichen Quellen. Das Problem ist also der offenbar tief verwurzelte westliche Hass auf Russen, die ukrainischen Nationalisten bzw. Faschisten sind nur ein kleiner Teil davon.

  13. Budanov findet Bandera gut, bzw. Stellt sich mit diesen auf eine Stufe. Mehr muss man nicht wissen. Ein brauner Wind weht aus dem Osten. Und damit meine ich nicht die östlichen Bundesländer.

  14. Wer sich gefragt hat, wie ein Prequel von Mad Max oder Fallout aussehen könnte, hat jedenfalls die Antwort. Vielleicht werden die ganzen Budanovs, Kiesewetters und Strack-Zimmermanns ja eines Tages in Realverfilmungen einen ähnlichen Kultstatus erreichen wie heutzutage Dr. Strangelove.

  15. Die moderne russische Geschichtsschreibung hat die europäischen Wurzeln der russischen Staatlichkeit verworfen. Die gegenwärtige russische Führung hegt eine Abneigung gegen das korrupte Europa. Sie bevorzugt das Erbe der Horde, die einst China und das heutige Russland beherrschte.

    Während die gegenwärtige russische Führung in den Weiten der Steppe nach eigenen Traditionen sucht, hält die gegenwärtige ukrainische Führung unbeirrt an ihrer europäischen Vergangenheit und ihrer europäischen Zukunft fest.

    Und in den Äußerungen von K. Budanow wird dieses Bekenntnis zu Europa und der europäischen Tradition deutlich.

    1. Roman schreibt :
      „Und in den Äußerungen von K. Budanow wird dieses Bekenntnis zu Europa und der europäischen Tradition deutlich.“

      Eine gesamteuropäische Tradition gibt es nicht ! es gibt eine englische, eine französische, eine spanische, eine teutsche, usw. Tradition, und alle diese Traditionen sind blutdurchtränkt; insbesondere die teutsche Tradition ist zutiefst abstoßend; diese hat im letzten Weltkrieg der Ukraine einen Blutzoll von 6-7 Millionen Menschen abgefordert, und mit diesen Traditionen wollen Sie sich auf Biegen und Brechen gemein machen ? Was ist los mit Ihnen ?

      1. Wo in meinem Kommentar haben Sie gelesen: „mit diesen Traditionen wollen Sie sich auf Biegen und Brechen gemein machen“? Die sowjetische Tradition, die von der aktuellen russischen Führung öffentlich gepriesen wird, ist Ihnen wohl auch viel attraktiver: 6-7 Millionen Menschen sind in der Ukraine verhungert. Was ist los mit Ihnen ?

        1. Roman schreibt :
          „Was ist los mit Ihnen“

          ich wünsche mir, dass das Gemetzel in der Ukraine möglichst bald endet; ich kann einfach nicht nachvollziehen, dass ein Volk solche Opfer bringt, nur um in die Völkergefängnisse EU und Nato reinzukommen.

    2. Aha.
      Russen = Mongolische Horden
      Ukrainer = ureuropäische Kulturnation

      Das ist ja übelstes Framing.

      Dabei steckt in den Ukrainern schon immer mehr Steppe und mehr Horde als in den Russen.
      Ganz einfach weil sie näher an und in der Steppe sind, und weil das Gebiet (bis auf den äußersten Westen) längere Zeit von Turkvölkern oder Horden beherrscht wurde als Russland.

      Aber solche Unterteilungen sind eh Schwachsinn, da es DIE Ukrainer gar nicht gibt. Deren Herkunft und Kultur ist von Westen nach Osten über mehrere Stadien hinweg sehr verschieden. Von einer einheitlichen ukrainischen Kultur kann man daher gar nicht sprechen.

      1. So erklärt die russische herrschende Klasse heutzutage ihre Vormachtstellung; man höre sich nur Herrn Karaganow an, dessen Aussagen in den Veröffentlichungen auf dieser Website paraphrasiert werden. Niemand erwähnt dort die mongolischen Wurzeln der herrschenden Klasse. Der Schwerpunkt liegt auf dem Niedergang Europas und dem Fortbestand seiner eigenen großen eurasischen Tradition.
        Ihrer Logik folgend gäbe es nicht nur keine „Ukrainer“, sondern aus denselben Gründen auch keine „Russen“.

        Normalerweise zweifelt die russische Regierungspropaganda nie an der Existenz von „DIE Russen“, aber „Die Ukrainer“ sind in dieser Erzählung entweder anwesend oder abwesend, oder vielleicht eine Erfindung des österreichisch-ungarischen Generalstabs.

  16. Naja die westliche oder auch faschistische Propaganda ist meistens ziemlich plump..

    Sie besteht vor allem darin die eigenen Verbrechen den anderen in die Schuhe zu schieben..

    Man presst die eigene Bevölkerung bis aufs Mark aus und schaufelt sich schamlos den Gewinn in die Taschen in einem System was eigentlich nur den Reichsten dient..
    Aber die „Anderen“ wollen euch den „Reichtum“ stehlen..

    Man verabschieded Gesetze die persönliche Freiheiten einschränken und die die Redefreiheit abschaffen und verbannt Menschen mit anderer Meinung..
    Aber die „Anderen“ wollen euch die „freie Meinungsäußerung“ nehmen..

    Man fängt die eigene Bevölkerung mit Bussen ein um sie in einem sinnlosen Krieg zum sterben an der Front wieder abzuladen..
    Aber die anderen wollen euch die „Freiheit“ nehmen..

    Ihr seht das diese Propaganda immer einem ähnlichen Schema folgt. Diese Methoden der Desinformation sind schon seit langem Bekannt und sie werden ständig benutzt um euch zu manipulieren und euch dazu zu bringen nach deren Pfeife zu tanzen..

    Literaturtipp: Edward Bernays – Propaganda
    https://www.gutenberg.org/ebooks/78634

    Schaut zum Beispiel mal hier wer da wieder herumschreit und einseitige und unreflektierte Propaganda der ukrainischen Nazis verbreitet..
    https://www.volksverpetzer.de/aktuelles/holodomor/

    Das sind die gleichen Leute die auch schon bei Corona die Pharmalobby vertreten haben und alle Leute mit anderer Meinung am liebsten gleich eingesperrt hätten. Damit haben sie einer vernünftigen Konsensbildung innerhalb der Bevölkerung im Weg gestanden und somit im interesse der Nutznießer der P(l)andemie gehandelt..
    Meiner Meinung nach ging das schon eindeutig in Richtung Volksverhetzung vor wenigen Jahren und wie man sieht hat das Portal ja inzwischen ein neues Tätigkeitsfeld gefunden..

    Mfg Makrovir

  17. Im technologischen Zeitalter sitzen angeblich zwei Nationen vorn, die Ukraine und Russland.
    Wenn man die Wettbewerbe ernst nimmt, hat Russland die Nase vorn.
    Was aber weder Russland noch die Ukraine begreift, ist der Tatbestand, nicht Technologie bestimmt, sondern der menschliche Verstand!
    Technologie ist ein Vehikel, kann aber nicht den Menschen ersetzen!
    Die tägliche Propaganda, verbreitet Ängste, aber nicht die Realitäten.
    Der Westen und seine Kontrahenten, besitzen ein Problem, die Realität!
    Verdummung findet statt in jedem Staat, aber jeder Staat, muss die Realität berücksichtigen.

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