Braucht Deutschland die NATO wirklich?

Ukrainische Soldaten bei der Übung Hedgehog 2025. Bild: EDF/Ardi Hallismaa

 

Das anmaßende militärpolitische Selbstvertrauen Washingtons hat die NATO zu einem umständlichen und wenig effektiven Bündnis degradiert. Doch statt die längst überfälligen Reformen umzusetzen, nutzen die Amerikaner den Block weiterhin als Instrument, mit dem sie Deutschland missbrauchen, während sie gleichzeitig mit ihrem Austritt drohen. Brauchen wir diese Organisation in ihrer jetzigen Form überhaupt?

Der Fisch stinkt vom Kopf

Die Militäroperation der Trump-Administration gegen das Regime der Ayatollahs im Iran hat einen lange schwelenden Konflikt offenbart. Die NATO und ihre Speerspitze, die USA, sind nicht auf moderne Kampfhandlungen vorbereitet und können keine schnellen und entscheidenden Erfolge auf dem Schlachtfeld erzielen. Was einst nur Experten wussten, beobachten nun alle in Echtzeit – und man sollte sich der Realität nicht verschließen, auch wenn sie unbequem ist.

Es handelte sich dabei keineswegs um eine Überraschung. Der seit fünf Jahren andauernde Konflikt in der Ukraine hat bereits die Frage aufgeworfen, warum Kiew, das durch Geld, Technik, Waffen, Generalstäbe und Aufklärungs- und Nachrichtendienste der NATO-Mitgliedstaaten unterstützt wird, weiterhin Territorium unter dem Druck russischer Truppen im Donbass verliert. Denn die Russen verfügen nicht über Starlink, sind in der Satellitenaufklärung deutlich unterlegen und haben erst vor Kurzem gelernt, die Kombination aus Aufklärung und Artillerieangriff einzusetzen. Doch viele unserer eigenen Waffensysteme erwiesen sich als unzuverlässig. Andere passten sich die Russen schnell an, konnten ihre Verluste begrenzen und in einigen Bereichen sogar technologisch aufholen.

Der amerikanische Papiertiger

Die seit über einem Monat andauernden Angriffe auf den Iran waren für viele ein Schock. Die Amerikaner berichten großspurig von der Zerstörung der iranischen Flotte und Luftwaffe – und damit haben sie recht. Von iranischen Marine- und Luftstreitkräften kann man inzwischen allerdings nur noch träumen. Von einer Kontrolle des US-amerikanisch-israelischen Luftraums und des Seegebiets kann jedoch keine Rede sein.

Nun sind Marine- und Luftdrohnen auf der Bühne, mit denen Teheran erfolgreich und effektiv amerikanische Stützpunkte und Militärs in der Region angreift. Zwei Flugzeugträger wurden weiträumig zurückgezogen und meiden die Zone der Straße von Hormus. Die Iraner behaupten, einen davon beschädigt zu haben. Ob das stimmt oder nicht, ist unklar. Fest steht jedoch, dass der Flugzeugträger „Gerald R. Ford“ (USS CVN-78) und mit ihm die gesamte Flugzeugträgerkampfgruppe zur Reparatur nach Split (Kroatien) verlegt werden mussten. Die offizielle Begründung lautet: ein Feuer in der Wäscherei an Bord.

Wenn man dazu noch die Raketen aller Reichweiten addiert, mit denen der Iran regelmäßig Israel und die Golfstaaten beschießt, wird das Bild für die USA und die NATO düster. Die iranischen Drohnen haben die USA fast dazu gezwungen, ihre gesamten Luftabwehrraketen zu verbrauchen. Washington ist genötigt, sogar Patriot-Systeme aus Europa zu verlegen. Doch auch das löst ihr Problem nicht. Die USA können ihre Macht nicht mehr so einfach ins Ausland bringen wie früher. Günstige Drohnen haben einige der wichtigsten nicht-nuklearen Trümpfe ihrer Militärdoktrin, nämlich Flugzeugträgerkampfgruppen, effektiv neutralisiert.

Die NATO ist verwundbar

Der Konflikt im Iran hat für die NATO als militärische Organisation eine plötzliche und kritische Schwäche in den Verteidigungsfähigkeiten offenbart. Die Streitkräfte der Bündnisstaaten sind auf die Bedrohung durch Drohnen nicht vorbereitet. Dies wurde durch die Übung „Hedgehog 2025″ bestätigt. Operatoren aus der Ukraine, die an der Übung teilnahmen, zerschlugen zwei mechanisierte Bataillone schnell und ohne eigene Verluste.

Washington hat schon immer die Führung in der Produktion von Drohnen übernommen und alle Fragen im Zusammenhang mit ihrer Integration in die Architektur moderner Streitkräfte vollständig dominiert. Daher liegt die Verantwortung für das Versäumnis, das Aufkommen von Kampfdrohnen bei potenziellen Gegnern rechtzeitig zu erkennen und sich auf ihre Abwehr vorzubereiten, in erster Linie bei den hochrangigen Generälen der USA mit einem Stern oder mehr (OF 6-8).

Doch für die Fehler Washingtons müssen andere NATO-Staaten wie Deutschland bezahlen. Sie sind de facto schutzlos gegen mögliche Angriffe mit Drohnen, und die Amerikaner lassen sie nicht an ihre eigenen Entwicklungen im Bereich der Verteidigung und Offensive heran.

Dekaden bedingungsloser US-Führung in der NATO haben dazu geführt, dass sich das Bündnis jetzt in einer sehr verwundbaren Position befindet.

Was bisher als modernste Militärtechnik präsentiert wurde, hat den Praxistest nicht bestanden. Panzer, Selbstfahrlafetten, Flugzeuge und Artilleriesysteme fallen häufig aus und erfordern kostspielige Reparaturen, die im Falle amerikanischer Waffen nur in den USA durchgeführt werden können.

Die Erfahrungen aus den Kampfhandlungen in Afghanistan, dem Irak und Syrien, die Washington als fortschrittlich darstellte, waren selbst auf den aktuellen Konflikt im Iran nicht übertragbar. Die Armeen der USA und anderer NATO-Staaten wissen nicht, wie man modernen Krieg führt. Der taktische Rückstand der militärischen Ausbildung der NATO ist offensichtlich.

Über all dem schwebt die absolute Bedrohung durch Angriffsdrohnen, mit der sich weder in Washington noch im NATO-Hauptquartier jemand auseinandersetzen will. Doch selbst Gegner wie der Iran, die Hisbollah, die Houthi-Rebellen im Jemen oder mexikanische Drogenkartelle setzen sie aktiv als wirksames Mittel zur Zerstörung ein.

Abhängigkeit von den USA

Die Europäer sind in fast allen Konflikten den Amerikanern gefolgt: Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien. Aber Europa und Berlin haben aus diesen Kämpfen keinen großen Vorteil gezogen. Es gab nur einen endlosen Strom von Vorwürfen, der mit dem Amtsantritt Trumps immer schmerzhafter wurde.

Deutschland ist im militärischen Bereich nach wie vor stark von den USA abhängig. Die Bundeswehr ist in der Verteidigung von toxischer Tech-Abhängigkeit geprägt. Es gibt keine eigene militärische Satellitenkonstellation und keinen eigenen Starlink-Zugang (formal kann man die Satelliten von Eutelsat Communications nutzen, aber das liegt immer im Ermessen der Franzosen und Engländer). Auch eigene Kommunikationssysteme fehlen. Die Luftwaffe setzt auf amerikanische F-35 und die Luftabwehr ist um amerikanische Patriot-Systeme herum aufgebaut. Amerikanische HIMARS werden zum Schlüsselelement schlagkräftiger Artilleriesysteme und nicht die in Deutschland unter US-Lizenz hergestellten MLRS. Zusätzlich soll auch der amerikanische Typhon angeschafft werden.

Für Verbündete ist daran nichts auszusetzen. Doch Washington verhält sich seinen NATO-Partnern schon lange nicht mehr wie Partnern. Uns wird lediglich angeboten, die amerikanischen Rüstungskonzerne mit unserem Geld und unseren Aufträgen zu finanzieren und die Rechnung für amerikanische Partys in jeder Ecke der Welt zu bezahlen. Bei Nichtzustimmung droht das Weiße Haus mit dem Austritt aus der NATO und lässt uns mit unseren Problemen allein zurück.

North Atlantic Treaty Rudel

Die langjährige militärische Dominanz der USA hat sich negativ auf die Kampffähigkeit der NATO ausgewirkt und dem Bündnis seine Flexibilität genommen. Alle haben dies lieber ignoriert und sind dem amerikanischen Leader blind gefolgt.

Doch Allmacht führt immer zu Missbrauch. Washington respektiert seine Verbündeten nicht mehr. Darüber hinaus hat es beschlossen, uns ausrauben und zwingen zu können, unsere Militärbudgets für seine eigenen Zwecke auszugeben. Es kann sogar jedes Territorium an sich reißen, das es will, zum Beispiel Grönland.

Ein solches Verhalten ist typisch für die Interaktionen innerhalb eines Rudels, aber keineswegs für die zwischen zwei Partnern. Und es geht hier nicht um die Persönlichkeit Trumps. Der derzeitige US-Präsident hat mit seiner Eigenart lediglich formalisiert, worauf sich alles seit Jahrzehnten zubewegt hat.

Wie kann man über Sicherheitsgarantien Europas durch die USA sprechen, wenn Washington gezeigt hat, dass es bereit ist, seine Verbündeten im entscheidenden Moment allein zu lassen? Vor unseren Augen entziehen die Amerikaner Europa ihre Patriot-Systeme, um sie in ihrem Konflikt im Nahen Osten einzusetzen – und lassen Deutschland faktisch ungeschützt zurück.

Mehr Verteidigung mit weniger USA

Brauchen wir die NATO wirklich? Eindeutig ja. Das Bündnis ist das Fundament der europäischen Sicherheit, eine bewaffnete Garantie für unsere Unabhängigkeit und politische Handlungsfähigkeit. Allerdings muss das Bündnis vor der Unberechenbarkeit der USA und ihrer Führung geschützt werden. Die bedingungslose Abhängigkeit von den militärischen Fähigkeiten der Amerikaner hat die Organisation bereits technologisch zurückgeworfen. Europa muss seine militärische Souveränität zurückgewinnen und in eigene Fähigkeiten investieren. Nur so kann es seine Sicherheit langfristig gewährleisten.

Es ist an der Zeit, auf eigenen Füßen zu stehen. Wenn die USA aus der NATO austreten wollen, sollten sie das tun. Ohne die USA wäre das Bündnis weniger anfällig für Widersprüche und besser in der Lage, gemeinsame Interessen zu verfolgen. Deutschland und Europa müssen sich endlich auf eigene Anstrengungen konzentrieren – sowohl militärische als auch diplomatische.

Anders gesagt – und das zeigt sich gerade vor unseren Augen – werden Deutschland und Europa, wenn sie sich im Bündnis auf die Amerikaner verlassen, im entscheidenden Moment mit ihren Problemen allein zurückgelassen.

Uwe Müller

Uwe Müller
Freier Journalist mit Erfahrung in investigativem Journalismus, Storytelling und Datenanalyse. Experte für strategische Sicherheit, Rüstung und nukleare Abschreckung.
Mehr Beiträge von Uwe Müller →

Ähnliche Beiträge:

20 Kommentare

  1. Ohne die USA ist die NATO überflüssig! Denn die NATO diente einzig dem Zweck, die europäischen Vasallen des transatlantischen Imperiums zu kontrollieren. Und auch zu verhindern, das diese hemmungslos Krieg führen und dem( ehemaligen) Hegemon USA Ärger machen. Ohne die USA würde die NATO längst gegen ihren Hauptfeind Russland Krieg führen. Eine NATO unter Kontrolle der Deutschen, Briten, Polen und Franzosen wäre schon längst zur Operation „Barbarossa ll“ angetreten!
    Der Autor ist der Propaganda erlegen, die NATO wäre ein „Verteidigungsbündnis“. Das war sie nie. Sondern ein Zusammenschluss von Staaten mit dem Zweck, imperiale Interessen durchzusetzen.

  2. Ich mach es kurz: „Auf Ismay geht die Äußerung hinsichtlich der Funktion der NATO für Europa „to keep the Soviet Union out, the Americans in, and the Germans down“ zurück“.

    Hastings Ismay war der erste Generalsekretär der Nato. CIA-Akten beweisen, dass dieser lockere Spruch der Wahrheit entsprach. Ich denke, das ist bis heute so.

    Den Artikel kann man sich komplett sparen, denn nur Masochisten möchten klein gehalten werden. Oder eben die Antideutschen. Also! Kein vernünftiger Deutscher braucht die NATO.

  3. Ich bin noch nicht durch, durch den Artikel… kommt noch…

    Meine Gedanken dazu:
    Wenn man sich anschaut wer in beiden Weltkriegen die Finger mit im Spiel hatte… Zum zweiten Weltkrieg hat Harry S. Truman gesagt (übersetzt), dass er es toll findet beide Seiten aufeinander zu hetzen, damit sie sich gegenseitig in möglichst großer Zahl abmurksen. Das wurde später von einem gewissen Herrn Friedman von stratfor, einem „Berater“ des US-Militärs, noch einmal in aktuellere Worte gekleidet. Das Ziel ist das Gleiche.

    Wofür ist also die NATO da? Bestimmt nicht zum Schutz Deutschlands oder Europas. Man muss schon echt einen großen Schatten haben, wenn man glaubt, dass das Freunde sind und wenn man dann noch glaubt, dass das, was sie einem anbieten, zum eigenen Nutzen ist.

    Das Ziel der USA war und ist immer gewesen die Völker dieser Erde aufeinander zu hetzen. Die NATO macht da keine Ausnahme.

    Dass die USA nun „drohen“ aus der NATO auszusteigen und dass sie Artikel 5 eh nie wirklicih ernst gemeint haben… na welcher Idee mag das wohl folgen? Richtig. Jetzt haben sie in Europa die Lunte gelegt (der von den USA begonnene Ukrainekrieg) und hoffen darauf, dass die Europäer den Krieg nun irgendwann wirklich selbständig fortführen und auch eskalieren, damit der Spruch von Harry S. Truman wieder zur Geltung kommt. Natürlich müssen die USA dann leider aus der NATO austreten. Wäre ja doof, wenn dann noch jemand kommt und daraus irgendwelche Ansprüche, Forderungen, Rechte ableitet. Die USA wollen ja nur Europa und Russland im Krieg versinken sehen und nicht sich selber die Finger dabei schmutzig machen, am Ende gar vielleicht auch noch selber zu einer direkten Zielscheibe werden. So war all das nicht gedacht. Deswegen wollte Trump auch einen „Frieden“ mit Russland aushandeln. Nicht, weil er wirklich Frieden wollte, sondern weil er die USA aus der Schusslinie nehmen wollte. Der Plan war ja nur den Krieg anzufangen, aber die richtige Hölle losbrechen… das sollen die Europäer machen, explizit ohne die USA. Die USA haben die Schlachtbank nur vorbereitet. Sie wollen aber nicht Teil des Ganzen sein.

    Dass Trump immer wieder auch widersprüchliche Aussagen trifft… ok… das gehört dazu… Die Europäer wollen ja nicht so recht ohne die USA in den Krieg ziehen. Also muss Trump es immer wieder auch so aussehen lassen, dass alles ganz anders ist… Kurz… dass er sich mal als Bestandteil des Ganzen sieht, hat nur damit zu tun, dass er noch nicht so weit ist, dass die Europäer den Krieg auch wirklich selber wollen, ohne die USA. Es ist so eine Art Abnabelungsprozess. Mal sagt man „jaja. Wir führen den Krieg gemeinsam“. Dann heißt es wieder „nö, macht das mal schön alleine“. Unterm Strich – wie gesagt – wollen die USA die Europäer nur in diesen Krieg stürzen, ihn aber nicht selber führen oder in irgendeiner Weise den Kopf dafür hinhalten…

    Sorry… wer die NATO befürwortet, der befürwortet Krieg, Elend, Mord und Totschlag. Es ist an der Zeit einen Schlussstrich darunter zu ziehen und endlich wieder pragmatisch sinnvolle Beziehungen zu Russland aufzubauen. Man muss sich nicht mögen, es reicht, wenn man sich nicht gegenseitig an die Gurgel springt, weil das die USA so wollen und das auch Sinn und Zweck der NATO ist. Und außerdem mag ich diesen rassistischen Hass gegenüber Russland nicht… wie gesagt… wer Russland hasst… bitte sehr. Ich teile das aber nicht. Und ich lehne auch ab, dass mir (oder meinem Umfeld) irgendwer versucht (auch mit allerlei Lügen und Halbwahrheiten) diesen Hass aufzuzwingen.

  4. Der Artikel geht in Teilen von einer technologischen
    Dominanz der NATO den Russen gegenüber aus, was man nach gegenwärtigem Stand nur
    belächeln kann. Die Russen sind in den
    Bereichen Raketentechnik, Hyperschallwaffen
    und im Kampf mit verbundenen Systemen
    ebenbürtig wenn nicht überlegen.

    Die Eskalationsdominanz liegt in der Ukraine
    trotz eines Kampfes gegen die gesamten
    NATO Sigint Fähigkeiten und die gesamte
    Nato Wirtschaftskraft weiter bei Russland.

    Die Schlussfolgerungen des Autors sind
    dementsprechend recht substanzlos.

  5. Das ist ein lustiger bis fragwürdiger Artikel. Die vielen Schwachstellen aufzuführen, ist sinnlos.

    Wie von etlichen Mitforisten ausgeführt: Der Zweck der NATO ist es, Deutschland unten zu halten. Und außerdem die Infrastruktur für die Militäreinsätze der USA vorzuhalten und, wenn möglich, auf die idiotischen Mitgliedsländer zu verteilen. Alles andere sind Lügen.
    Wer sagt, wir brauchen die NATO, will sich an Kriegsverbrechen beteiligen und wen möglich bereichern.

  6. „Vor unseren Augen entziehen die Amerikaner Europa ihre Patriot-Systeme, um sie in ihrem Konflikt im Nahen Osten einzusetzen – und lassen Deutschland faktisch ungeschützt zurück.“

    Europa befindet sich ja auch nur in einem gefühlten Krieg, nicht in einem wirklichen. Die Amerikaner ziehen übrigens auch ihre Patriot-Systeme und THAAD-Systeme aus Korea und so weiter ab. Beklagen können sich viel mehr die Alliierten der Amerikaner am Golf – die haben zwar Patriot-Systeme, bekommen aber keine Raketen mehr. Auch nicht schön, mitten im Krieg!

    „Brauchen wir die NATO wirklich? Eindeutig ja.“ Eindeutig nein, denn die NATO ist ein Instrument des großen imperialen Weltdiktators und dient dazu, Amerika drin, Russland raus und Deutschland unten zu halten. Und diese Aufgabe hat die NATO immer erfüllt.

    Die Deutschen werden auch nicht „missbraucht“. Das kann ja gar nicht sein, weil wir uns als „führende Diener“ des Imperiums verstehen und (fast) jeden Blödsinnskrieg begeistert mitmachen.

  7. Zur Zeit des kalten Krieges galt es zwischen der Sowjetunion und den USA als ausgemacht, dass der Verursacher zweier Weltkriege, Deutschland, als Schauplatz des dritten herhalten würde. Die Sowjetunion gibt es nicht mehr, die USA schon. Sollte es also Trump nicht schaffen den Gorbatschow zu geben, dann hat, sobald die Ukraine ausgeblutet ist, nach einer Pause zur Aufrüstung, Deutschland zusammen mit den Polen den nächsten Proxy-Krieg der USA gegen Russland zu stemmen. Sollte anschließend noch was übrig sein, ist Resteuropa dran, das ist der einzige Zweck der NATO.

  8. Dass die NATO gegründet wurde, um the americans in (Europa), the russians out (keine wirtschaftlichen Beziehungen) and the germans down zu halten wurde doch schon zur Zeit der Gründung von einem bekannten britischen Militär perfekt auf den Punkt gebracht.
    Und genau so funktioniert die NATO auch, zusätzlich noch als Handlanger für Washingtons imperialistische Kriegsgelüste weltweit.
    Von daher: der Misthaufen gehörte schon parallel zur Auflösung des Warschauer Pakts weg, ist längst überfällig.
    Europa wäre auf jeden Fall sicherer ohne NATO.

  9. „Brauchen wir die NATO wirklich? Eindeutig ja…. Europa muss seine militärische Souveränität zurückgewinnen und in eigene Fähigkeiten investieren. Nur so kann es seine Sicherheit langfristig gewährleisten. Es ist an der Zeit, auf eigenen Füßen zu stehen.“

    Das ist die aktuelle Position der AfD: NATO-Mitgliedschaft bis zum vollständigen Aufbau eines unabhängigen europäischen Militärbündnisses unter der Führung Deutschlands. Mit der AfD in der Regierung wird es für die Deutschen besonders teuer. Die AfD muss man sich eben in erster Linie leisten können,

    1. Die CDU / Grüne / SPD muss sich Deutschland aber auch leisten können. Denn auch ohne die AfD ist der bestellte oder noch zu bestellende Militär-Schei_dreck schon teuer genug.

  10. Es gibt nur eine Partei den den Austritt aus NATO und EU will, das ist die DKP.
    Auch die Abschaffung der CO2-Abgabe ist eine der Forderungen.

  11. Unabhängigkeit und Sicherheit erreicht man indem man mit allen Staaten einen freundlichen Umgang pflegt. Und falls man meint dafür Militär zu benötigen, dass man dieses auf Verteidigungsfähigkeiten beschränkt.

    Die Politik der BRD macht genau das Gegenteil.
    Deshalb:
    Schluss mit der Aufrüstung.
    Schluss mit der Unterstützung des Krieges in der Ukraine.
    Schluss mit der Nato.

    Der Artikel propagiert jedoch genau das Gegenteil. Er propagiert Aufrüstung und den Krieg mit Russland.

  12. Wie kann man über Sicherheitsgarantien Europas durch die USA sprechen, wenn Washington gezeigt hat, dass es bereit ist, seine Verbündeten im entscheidenden Moment allein zu lassen? Vor unseren Augen entziehen die Amerikaner Europa ihre Patriot-Systeme, um sie in ihrem Konflikt im Nahen Osten einzusetzen – und lassen Deutschland faktisch ungeschützt zurück.

    Wieso ist das jetzt ein „entscheidender Moment“…? Sind wir aktuell Luftangriffen ausgesetzt oder drohen akut welche? Überhaupt unterlässt es der Autor sorgfältig mal den Gegner – oder besser Feind – zu benennen. Vielleicht wäre uns mit einer vernünftigen Sicherheitsarchitektur Europas unter Berücksichtigung der Sicherheitsinteressen aller (und selbstverständlich auch Russlands) besser gedient als mit dieser verf*ckten NATO und ihren Kriegstreibern? Aber das geht ihm sichtlich über die Hutschnur, das lässt seine Konditionierung offenbar nicht zu.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert