Bernie Sanders scheint gegenwärtig der beliebteste Politiker in den USA zu sein

 

Alexandria Ocasio-Cortez und Bernie Sanders auf einer „Fight Oligarchy“ Kundgebung am 20. März. Bild: Gage Skidmore/CC BY-SA-2.0

 

Die Demokratische Partei in den USA hat abgewirtschaftet, was den Wahlerfolg 2024 teilweise erklärt.  Man wird sich daran erinnern, dass bei den Präsidentschaftswahlen Bernie Sanders gute Chancen hatte, als US-Präsident von breiten Wählerkreisen gewählt zu werden. Die Partei wollte aber den Linken nicht haben und trickste herum, um Hillary Clinton zu nominieren, die dann prompt gegen Donald Trump verlor. Jetzt tourt der 86-Jährige etwa zusammen mit der 36-jährigen linken demokratischen Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez (AOC) auf einer Anti-Oligarchen-Kampagne (Fightin Oligarchy) durch die USA und erfährt großen Zuspruch.

Man kann davon ausgehen, dass Donald Trump, selbst ein Milliardär, der sich mit Oligarchen umgeben und mit Elon Musk den reichsten mit der Aufgabe betreut hat, den Staat zu verschlanken und alles Woke auszuradieren, langfristig ein Bein gestellt hat. Die radikalen Konservativen, die etwa Steve Bannon repräsentiert, kritisieren die Herrschaft der Oligarchen, die nicht den Interessen des Volkes dienen. Nach Umfragen ist Elon Musk ziemlich unbeliebt, noch schlechter fährt die Republikanische Partei. Allerdings sind die demokratischen Politiker Gavin Newsom, Gouverneur von Kalifornien, und der Senator Chuck Schumer noch weit unbeliebter – und die Demokratische Partei rangiert ganz unten.

Von ihr wird offenbar nichts mehr erwartet, auch die Sympathisanten der Demokraten sind nach Umfragen enorm enttäuscht. 2009 lag nach von Politico zitierten Umfragewerten bei ihnen die Zustimmung noch über 50 Prozent. Das ging dann bis 2015 nach unten, um im Laufe der ersten Amtszeit von Trump wieder anzusteigen und einen Rekordwert von 74 Prozent zu erreichen, bis unter Biden/Harris der Absturz erfolgte und die Zustimmung bei -9 Prozent liegt. 40 Prozent stimmen der Kongressarbeit der demokratischen Abgeordneten noch zu, 49 Prozent sind nicht zufrieden. Vor einem Jahr waren noch 71 Prozent zufrieden und nur 21 Prozent unzufrieden.

Die Republikanische Partei hingegen hatte ihren Tiefpunkt 2013, die Zustimmung stieg bis Trump wieder an, um mit seiner ersten Präsidentschaft abzusinken. Die Biden/Harris-Präsidentschaft wirkte dann als Booster, jetzt liegt die Zustimmung bei einem Rekordwert von 64 Prozent.

Die Demokraten haben den Fehler gemacht, darin gleichen sie der SPD, dass sie auf die politische Mitte der Bestandwahrer setzten, während die Menschen unzufrieden sind und nach der Devise Weiter so ist die Katastrophe, eine Systemveränderung verlangen. Biden hat als Alternative zu Trump versagt, Harris wurde zu spät nominiert, war aber zu systemkonform. Wenn eine Systemveränderung niemand wirklich bietet – in Deutschland auch nicht Die Linke und das BSW – werden diejenigen gewählt, denen man einen Crash-Kurs und die erwünschte Negativität zutraut, in den USA eben die um Trump gruppierten Republikaner, in Deutschland zunehmend die AfD und in anderen Ländern ebenfalls rechten Parteien.

Linke hätten aber durchaus eine Chance, wie man an Sanders sieht, wenn sie ihr Fähnchen nicht in den Wind hängen und nicht den Konzernen und Reichen nach dem Mund reden, sondern eine linke sozialstaatliche, antikapitalistische und antimilitaristische Politik vertreten und es sich trauen, als linke Populisten aufzutreten.

Politico zieht aus dem Absturz der Demokraten die Konsequenz: „Die Zahlen sind eindeutig: Die Demokraten sind mit dem Status quo in ihrer Partei nicht mehr zufrieden und stehen am Rande einer innerparteilichen Revolte im Stil der Tea Party.“ Ob eine linke Politik wirklich die Demokraten stärken würde, ist fraglich, erwartet wird jedoch, dass die Partei und ihre Abgeordneten entschiedener in Opposition zu Trump gehen. Nach Umfragen sieht die große Mehrheit der Sympathisanten der Demokraten die Demokratie in Gefahr und kritisiert, dass zu wenig Widerstand geleistet wird.

Der Datenjournalist Elliott Morris hat  YouGov/Economist-Umfragen der letzten drei Monate ausgewertet, um zu sehen, wer bei den Demokraten/Parteien populär ist und ein möglicher Kandidat für 2028 sein könnte. Er griff willkürlich ein paar Personen heraus, um deren Nettowahrscheinlichkeit zu ermitteln, also den Anteil der Erwachsenen, die sagen, dass sie die Person/Partei für gut halten, minus des Anteils, der sagt, dass sie die Person/Partei für schlecht halten.

Nach seiner Berechnung liegt Bernie Sanders mit +7 Punkten ganz vorne, gefolgt von der demokratischen Senatorin Elissa Slotkin (+1), die von 2019 bis 2025 für Michigan Abgeordnete im Repräsentantenhaus war, zuvor hatte sie für die CIA und dann als Beraterin für Nahostpolitik unter Obama gearbeitet. Sie ist eine konservative Demokratin, eher das Gegenteil von Sanders. JB Pritzker, Geschäftsmann aus der reichen Pritzker-Familie und der demokratische Gouverneur von Illinois, liegt mit 0 an dritter Stelle der Beliebtheit. Er gilt als progressiv. Dann kommen die linke Alexandria Ocasio-Cortez mit −3 und der ebenfalls als progressiv geltende Pete Buttigieg mit -5, der bekennender Homosexueller ist, als potentieller Präsidentschaftskandidat der Demokraten gehandelt wurde, 2020 Konkurrent insbesondere von Sanders und unter Biden als Verkehrsminister tätig war.

Trump ist dann der erste Republikaner mit −5, Vance folgt mit −8, Musk mit −12, er ist damit ebenso unbeliebt wie die Republikanische Partei. Ganz unten rangieren die Demokraten Gavin Newsom und Chuck Schumer, die Demokratische Partei ist noch unbeliebter.

Wäre nach dieser Beliebtheitsskale also Sanders der im Augenblick beste Präsidentschaftskandidat der Demokraten? Es ist besonders beliebt bei jungen Wählern, aber auch bei Menschen mit geringem Einkommen, Bei Frauen, bei gemäßigten und unabhängigen Wählern, bei Latinos und bei Schwarzen. Bei den Wählern der Demokraten steht er hoch im Kurs.Ist er der Anti-Trump-Politiker?

Sanders ist 83 Jahre alt, 5 Jahre älter als der 78-jährige Donald Trump, von dem es heißt, er könne durch Verfassungsänderung versuchen, ein drittes Mal anzutreten. 2028 würde es dann wieder einen Wahlkampf der Greise geben. Kaum vorstellbar, auch dass Sanders so lange wirklich fit bleiben könnte. Aber wer weiß.

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79 Kommentare

  1. „Fight Oligarchy“
    Das schöne an der Trumpregierung ist das die überhaupt keinen Spaß verstehen was hier unter Antiamerikanismus in den Medien läuft. Gibt’s hier nicht genügend eigene Probleme mit den nicht gewählten Europäischen Eliten?

  2. Habt ihr mitbekommen das Sanders beim Kennedy Verhör damit geprahlt hat alleine letztes Jahr um die 200 Millionen Dollar Korruptionsmittel/Parteispenden in seinem Scheinberuf abkassiert zu haben?

    Und das live im Fernsehen.

        1. Du hast Probleme mit dem Verständnis englischsprachiger Texte?

          Man kann gerne über das journalistische Niveau einiger Beiträge hier diskutieren, allerdings wäre eine fachlich und sachlich korrekte Argumentation hilfreich.

          Demagogische Verzerrungen von geschmierten Anti-Impf-Lobbyisten gehören sicher nicht dazu.

      1. Kommt da jetzt noch eine Antwort Herr Rötzer? Ich sag Ihnen jetzt mal was, ich beschäftige mich mein ganzes Leben lang hauptsächlich mit kriminellen Ok? la cosa nostra, capische? Und ich hab noch nie einen so kriminellen Saustall wie westliche Staatszentralen erlebt. Eines kann ich Ihnen jedenfalls sagen Herr Rötzer, bei der ‚Ndrangheta muss man für 200 Millionen Dollar lange für Pullover stricken.

        1. Du hast ja tatsächlich Schwierigkeiten, die englische Sprache zu verstehen. Sanders erklärt da, dass er „„wie Sie für das Amt des Präsidenten kandidiert (habe). Ich habe Millionen und Abermillionen von Spenden erhalten. Sie kamen nicht von den Führungskräften; nicht ein Cent an PAC-Geldern von der Pharmaindustrie. Sie kamen von den Arbeitern.“

          Also hör bitte auf, die Lügen dieses RFK jr – Freaks hier zu verbreiten.

          1. Ach ja, mein Englisch ist einfach nur zu schlecht. Auf welche Aktion wettet unsere gehende Kristallkugel (und wissenschaftliches und mathematisches Dauerwunder) pelosi den als nächstes?Wettet es werden wieder nur Gewinner sein?

        2. Was soll denn dieser Blödsinn? Die Quelle ist kein Beleg für Ihre Behauptung.
          Sie ist ein Beleg dafür, dass dieser Kennedy BEHAUPTET, Bernie Sanders würde Spenden „der Pharmaindustrie“ erhalten. Belege dafür legt er nicht vor. Warum verbreiten Sie so einen Stuss? Sanders sagt hier, dass Spenden von Beschäftigten aus der Pharmaindustrie kamen. Ist das dasselbe, als wenn diese von den Firmen oder ihrer Inhaber kommen?

  3. Die sind doch gar nicht links. Die tun nur so weil es gerade opportun ist. Schaut mal nach bei meinem Lieblings-Lefty Jimmy Dore

    1. @Wunderlich
      „Bernie Sanders steht fest an der Seite der Ukraine. Mehr braucht man nicht wissen.“

      Ab mit ihm in den Flitzbus und flink an die Front. Flitzbus ist bestimmt auch an Zweigstellen in den USA interessiert.

      „Für alle europäischen Sofa-Strategen, die den Kriegsbeginn nicht abwarten können, bietet Flitzbus nun kostenlose — da vom Sondervermögen subventionierte — Fahrten an die ukrainische Kampflinie an.

      Wofür die Wehrpflicht wieder einsetzen?

      Schließlich scheint es bereits aktuell ausreichend Freiwillige zu geben! Zumindest erwecken zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens diesen Eindruck, wenn sie in Talk-Sendungen und auf X für ein Wiedererstarken der Kriegstüchtigkeit plädieren.

      Warum dann nicht mit gutem Beispiel vorangehen, dachte man sich bei Flitzbus.

      Und so bietet das Reiseunternehmen für vorauseilend Kriegswillige kostenlose Fahrten an die ukrainische Kampflinie an.

      In allen Großstädten Deutschlands stehen von jetzt an FrontFlitz-Busse für freiwillige Demokratie- und Freiheitsverteidiger bereit, um die als #Fightfluencer bezeichneten Heldenreisenden an die Verteidigungslinien zu bringen.

      Wird das vom Sondervermögen subventionierte Angebot angenommen? Manova war vor Ort an den zentralen Omnibus-Bahnhöfen (ZOB) Deutschlands. Eine Satire — zumindest bis jetzt.“

      Quelle: https://www.manova.news/artikel/flink-an-die-front

          1. Ja, herrlich diese Satire! Ob unsere Regierung diese Geschäftsidee wohl unterstützen würde? Welches Ministerium bzw. welche Geschäftsstelle wäre da zuständig? Dieselbe, welche damals all die Testcenter für Covid so grosszügig finanziert hat? Im Gegensatz zur Satire von Manova würden sich in der aktuellen Realitität sicher genügend olivgrüne Interessenten finden, da bin ich ziemlich sicher! Und sei es nur dem Trump zum Trotz…

    2. Würde Bernie Sanders fest an der Seite der Ukraine stehen, würde er sich für Diplomatie und Verhandlungen einsetzen und keinesfalls für Waffenlieferungen oder schlimmeres!

      Wer für die Ukraine einsteht, sollte alles dafür tun, dass Selenskij und die Asow-Nazis hinter Gittern verschwinden.

  4. Ok, aber dann wird man doch auch sagen müssen, dass die linken Persönlichkeiten, die da ganz oben auf der Skala stehen, garantiert nicht wegen ihrer Mitgliedschaft bei den Demokraten so beliebt sind, sondern eher trotzdem, und dass ihnen vermutlich für die Misere der Demokraten deshalb keine Schuld gegeben wird, weil sie bei den Demokraten eben nicht viel zu melden haben.

    Sanders ist vielleicht auch gerade deshalb beliebt, weil er so alt ist, und gar nicht mehr als jemand gesehen wird, der die Machtfrage stellen könnte, halt ein netter Opa.

    Das mit dem radikalen Wandel hatte jedenfalls bei Corbyn in GB eigentlich gut funktioniert, was den Wählerzuspruch für Labour unter seiner Führung anging, aber die Parteischickeria hatte da ja ziemlich brachial zurückgeschlagen. Und jetzt wirkt die britische Linke wie ausradiert.

    Ich würde den linken Demokraten der USA ein ähnliches Schicksal prophezeien, wenn sie so was versuchen sollten. Diese Frau Slotkin da auf Platz zwei wirkt doch wie ein perfektes Pendant zu Keith Starmer. Es ist eher erstaunlich, dass es für Trump und seine Truppe möglich war, die Republikaner zu kapern – der kam ja von den Demokraten rüber, wie auch m. W. Musk eher dort angesiedelt war, und natürlich sind Gabbard und Kennedy da auch zu nennen.

    Aber ich glaube auch einfach nicht, dass „die Leute“ einen „Systemwechsel“ wollen. Weder dort, noch bei uns, wo die bürgerlichen Parteien (also für mich aktuell Union, FDP, AfD) zusammen konstant bei 50+% landen, eigentlich die meiste Zeit seit Gründung der BRD.

    Nein, der richtige Ansatz wäre natürlich, das bestehende System wieder zum Funktionieren zu bringen zu versuchen. Das versprechen sich „die Leute“ von den Rechtspopulisten, da bin ich mir ziemlich sicher. Auch der im Westen inzwischen vermutlich mehrheitsfähige anti-woke Impuls rührt doch genau von so einer Mentalität her.

    Und deshalb wäre für mich auch im Prinzip das BSW bei uns auf dem richtigen Weg, wenn, ja wenn …

    1. Kapitalismus, lässt sich nicht zähmen, wie oft denn noch, muss ich das bekunden?
      Wir sind ja, genau deswegen soweit gekommen, weil die Leute immer noch an den Trickle-Down Effekt glauben wollen.

      1. hatte mal ein wenig geklappt, nur fehlt jetzt ein Ostblock als Alternative.
        Das Schaufenster am Donnerstag ist weg. Aber man muss ja nicht aufgeben. Umsturz ist so viel anstrengender..😉

      2. Ja – oder z.B. auch an den kurz bevorstehenden Lottogewinn. Letztlich finden die meisten Leute Milliardäre halt doch toll (zumal, wenn es sich um Landsleute handelt). Da fehlt es an Selbstbewusstsein und Urteilsvermögen. Ich sage nur: „Leistungsträger“ oder „Arbeitgeber“… haha.

  5. Alexandria Ocasio-Cortez wird ja immer als der Hoffnungsträger der Demokraten gesehen. Ich hab mir grad mal ein Video von ihr angesehen „AOC: Why Helping Ukraine Is ‚The Key In Defending Democracy Geopolitically‘ „. Mit den beiden wäre der Krieg in der Ukraine weitergegangen bis in die Endlosigkeit. Sie lässt sich da von „Experten“ einseifen, wie hier die Linken. Traurig aber wahr.

    Wir sollten anfangen die Ergebnisse zu messen nicht die Sonntagsreden. Die Linken hätten das Billionen Paket verhindern können, im Bundestag wie im Bundesrat !

    1. Und für Sanders gilt das genauso: der hatte 2016, als er für Hillary zurükzog, auch kein Problem damit, ihre bellizistische außenpolitische Agenda mitzutragen.

      Das ist ja das Krasse an deren politischen Verhältnissen: die einen sind Innenpolitiknazis mit ner etwas vernünftigeren Außenpolitik, und die anderen sind Außenpolitiknazis mit ner etwas vernünftigeren Innenpolitik.

      Aber sowieso: solange die Arbeiterklasse der USA kein Problem damit hat, die Uniform anzuziehen, und Tod und Verderben über die Welt zu bringen, sind mir ihre Probleme mit ihrer Krankenversicherung reichlich egal.

      1. Die Arbeiterklasse der USA hat oft gar keine andere Wahl als zu den Streitkräften zu gehen. Deswegen gibt es dort ja auch so fette Versorgung mit Bildung während und nach der Dienstzeit, Krankenversorgung für Veteranen und viele andere Vorteile, die sie sonst nie im Leben anders erhalten könnten.

  6. Jaja, immer das Gleiche. Hier ein Heilsbringer, da ein Heilsbringer – und am Ende machen sie doch alle das Gleiche. Was soll die Verarschung. Wir leben längst in einer Diktatur, wo der Diktator regelmäßig ausgetauscht wird. Die einzige Wahl, die man bisher noch hat (und die verschwindet bald) ist die Wahl des Landes (jedenfalls für Deutsche). Ansonsten darfst du zwar wählen, aber es ändert sich nichts.

    1. Vollkommen richtig! Mit der Wahl gibst Du die Entscheidungsbefugnis ab.

      Es handelt sich um reine Stellvertretementalität nach dem Motto: „Die werden es für uns richten“

  7. Bernie & AOC Go On Tour, INNOCENTS Deported To NIGHTMARE Prison, Lutnick SHILLS For Tesla

    https://youtu.be/n-wQWV4Bjt0?t=833

    Wie diese beiden Herren titeln: Die Berichterstattung kommt 10 Jahre zu spät. Jetzt ist er keine Gefahr mehr Präsident der USA zu werden oder die Vorwahlen der Esel-Dems zu gewinnen. Er ist pro-Israel, pro-Waffenfabriken in seinem Wahlkampfkreis und pro-Ukrainekrieg. Er hat seine Wähler, Spender und vor allem Helfer nicht einmal, sondern gleich 2x beschissen und ihre übriggebliebenen Spenden an Clinton und Biden weitergegeben. Er hat nie den Betrug und die unfairen Mittel gegen ihn und seine Wähler in der Vorwahl der Dems versucht angemessen aufzuarbeiten, sondern klebte einfach nur an seinem Senatorensitz. Joe Biden ist sein Freund.

    Klar, dass man das dann bei Overton und in den NATO-News verbreiten muss, dass es da eine Demo gab mit Sanders gegen Trump. Das ist genauso wichtig für die Propaganda wie die Demo der angeblich Hunderten gegen die Hamas. Viel, viel wichtiger als die Frage wie viele von diesen unwerten, palästinensischen Untermenschen noch in Gaza übrig sind oder wie viele palästinensische Geiseln, äh pardon gefangene Terroristen, JA AUCH DIE KINDER, in israelischen Gefängnissen sind, wo es überhaupt keine Folter gibt.

    Dass es im Jemen eine 1 Mio. Demo gegen den Genozid in Gaza gab dieser Tage wieder und all die Demos gegen den Genozid weltweit, muss man nicht berichten, sind ja unwerte Opfer und Menschen mit falscher Meinung.

    Zu diesem Zeitpunkt ist jeder Artikel, der Sanders nicht als Scharlatan entlarvt, reine Zeitverschwendung und entweder Unwissenheit oder Manipulation. Die Demo war Manipulation. Vieles, was da gerade in USA als Opposition von den Democrats kommt, ist leicht durchschaubar. So wie gestern das Leak vom Zionisten und Trump-Hasser Goldberg. Die wollen zurück an die Fleischtöpfe der Macht. Dafür ist ihnen jedes Mittel recht.

    Das ist genauso wie das Anti-Kriegs-Gequatsche von Trump, und seine teils von Sanders geklaute Wahlkampfrhetorik. Wirklich ein Artikel wert wäre wie Tulsi Gabbard gerade als CIA-Chefin auftritt und das mit ihren früheren Aussagen vergleichen.

    Wie hieß noch einmal die Grüne, die mit di Masi im Untersuchungsausschuss wegen Cum-Ex ermittelte und dann in die Regierung von Scholz berufen wurde? Vorher – nachher?

    Aber solche Artikel sind wirklich Zeitverschwendung. Overton braucht doch nicht dieses schöne NATO-Rating wie Telepolis, oder? Wie hieß das noch einmal? Von den due dissidence-Typen, die eben beide betrogene Wahlhelfer von Sanders waren:

    Ein weiterer Artikel wert wäre wie cringe, also zum Fremdschämen AOC ist:

    AOC Promotes Manicures as a Form of Resistance in Cringey Instagram Video

    https://www.youtube.com/watch?v=hJa511k6KE4

    AOC CONFRONTED by Anti-War Protestors at Town Hall Event

    https://www.youtube.com/watch?v=9-soEtfWOjU
    AOC Event Goes OFF THE RAILS as Protests ERUPT

    https://www.youtube.com/watch?v=7ikPZicNK94

    OC GASLIGHTS Critics Over Military Recruitment Event

    https://www.youtube.com/watch?v=Nh-NKSFDydM

    Bowman, AOC, Bernie a BUST at Bronx Rally, Jose Vega DENIED Entry, Teamsters Prez to SPEAK at RNC

    https://www.youtube.com/watch?v=OwmBfl4_WM4

    Wobei das so wie mit Baerbock ist, warum ständig auf ein totes Pferd schlagen? Hat ein Autor nichts besseres zu tun mit seiner Lebenszeit?

  8. Dies ist Sanders Abschiedskampagne.
    * * *
    Sanders´ Frau war ca. 2016 wohl in einen Veruntreuungsskandal verwickelt, für den Gelder abgezweigt wurden am College wo sie leitend tätig war, damit Mißbrauchsfälle „geregelt“ werden konnten. Bernie hätte ja 2016/17 die Chance gehabt, die Partei umzukrempeln, indem er Arbeiter und normale Menschen als Wähler und neue Basis etabliert. Nach Clintons Niederlage galt er als der starke Mann. In einer Partei, die spätestens seit Obama, ein korruptes Vehikel von abgehobenen Eliten geworden war.

    Diesen Schritt aber tat Sanders nie. Frage war stets, warum.

    Dem Gerücht zufolge unterließ Bernie die Entmachtung der Clintons und Obamas, im Gegenzug wurden die Ermittlungen gegen seine Frau und das College eingestellt.

    AOC ist eine Opportunistin vor dem Herren. Erst im Juli hatte sie Jill Stein als unfähige, undemokratische Verräterin tituliert und mit anderen Dems dafür gesorgt, dass die GREENS in vielen Bezirken nicht gewählt werden konnten.

    AOC soll – angeblich – ähnlich wie Kamala Harris, ohne vorbereitetes Skript bei Diskussionen oder spontanen Aufrtitten in Schwierigkeiten kommen.
    Das kann ich nicht beurteilen. Es würde micht überraschen, aber man weiß nie.

    Unabhängig davon, ob die 4 langen Jahre bis 2028 für JD Vance gut laufen oder nicht – eine authentische Erneuerung der Dems wird es nicht geben.

    Hier schreibt FORBES über die Milliarden, die hinter den Wahlkämpfen der letzen Jahre standen.
    „The Billions Behind The 2024 Presidential Election“
    https://archive.is/PQhZR

    Warum um Himmels Willen sollte sich also irgendwas an der Gemengelage ändern? Wenn überhaupt, werden die Ungleicheit und die Konzentration des Kapitals zunehmen.

    Für weitere Lektüre siehe zudem Chris Hedges. Da sinkt einem das Herz in die Hose und ich glaube er benutzt den Begriff Faschismus zu oft. Aber in der Sache – wenn es bisher mies war, wird es nur noch beschissener.
    https://chrishedges.substack.com/

    1. In unserem Käseblatt wurde in einem Bericht bereits über die Möglichkeit eines Pu wird.tsches gegen Trump spekuliert.
      Bleibt abzuwarten was in der nächsten Zeit passieren

    1. Guter Vergleich! Wobei Gregor Gysi noch wesentlich unglaubwürdiger ist. Sanders ist immerhin schon mal einer recht intriganten Durchmogelei der albernen Frau Clinton zum Opfer gefallen (also kandidatentechnisch). Gysi hingegen war 2002 mal kurz Finanzsenator in Berlin, merkte dann, dass er da mit seinen ewigen gut klingenden, aber folgenlos bleiben-müssenden Sprüchen nicht wirklich weiterkam. Also hat er sich wegen ein paar Bonusmeilen rausgewunden. Seither wieder das übliche Gelaber von ihm, irgendwie will er halt immer noch einen diffusen Ost-Beitrag für das teure Vaterland miteinbringen und was man halt so sagt.

    2. kann man nicht direkt vergleichen, um 3 Ecken passt es vielleicht.
      Gysi war mal links, damals.
      Sanders war stets nur amerikanisch links.

      1. Ja mei, man muss halt mit den Gegebenheiten
        vor Ort
        arbeiten.

        Ich glaube mal,
        Sanders hat mehr von dem verwirklicht,
        wovon er sprach/spricht.

        Immerhin – danke Wikipedia! –
        war er in den 80ern Bürgermeister von Burlington/Vermont (größte Stadt des Bundesstaates, mit gut 40.000 Einwohnern…). Da wird wohl auch heute noch sein Wirken von damals recht positiv bewertet.
        Gysi hat nie dergleichen gemacht, nur Gelaber, im Laufe der Jahrzehnte wurde es immer noch pausenclownesker. Immer irgendwas mit „Osten/Augenhöhe/Dt. Einheit gestalten“.
        Blieb aber (zum Glück) alles beim Alten.

  9. Die Demokratische Partei, also Sanders Partei liegt bei 23%. Aber muss natürlich nur die Richtigen so eine Umfrage gestalten lassen…
    Sich in die eigene Tasche zu lügen reicht zwar den meisten Menschen nicht, aber in der Realität bei reicht es bei denen nun mal trotzdem nicht weiter. Den meisten Amerikanern die denken, also einer Minderheit, ist klar, dass Trump zZt der richtige Mann am richtigen Platz ist. Dass gegen die ausufernde Bürokratie des gegenwärtigen System, NICHTS und niemand ausser einem Trump ankommt, sollten gerade die Deutschen in ihrem eigenen Land wiedererkennen erkennen können und zur Kenntnis nehmen.
    Aber Denken überfordert die Deutschen, da haben sie lieber Krieg.

  10. ist Sanders(der einzige und letzte Demokrat seit Carter) so beliebt weil er ständig umkippte und Abschaum( muss man positiv sehen: der Schaum in der Badewanne ist das Beste im Bad von Giftmüll) unterstützte? ich frage für einen Demokraten.
    darauf eine grüne Julia.(u§a)

  11. Bevor die Dems geschlossen hinter AOC & Berni rücken würden, bräche die Partei wohl auseinander. Ich vermute mal, dass die Angst davor größer war, als mit den Beiden an der Spitze bei der Wahl zu scheitern.

  12. Sanders und AOC spielen eine wichtige systemstabilisierende Rolle in de USA. Figuren wie sie sind in der Lage, mit ihrer angeblich progressiven Agenda die weit verbreitete Unzufriedenheit innerhalb von sich selbst als links definierenden Teilen der Bevölkerung wieder in den politischen Mainstream einzuspeisen und damit zu neutralisieren. Dabei tragen sie stets alle obszönen Verbrechen der Partei der Demokraten mit, wenn auch mit den üblichen „Bauchschmerzen“, ganz ähnlich wie man es auch hierzulande von den linksliberalen Heuchlern so gut kennt.
    Für die synthetische Linke habe ich wegen dieser heimtückischen Doppelrolle noch wesentlich mehr Verachtung übrig, als für bekennde Mörder wie Biden oder Trump.

    1. Gut auf den Punkt gebracht. Ich wollte ihn grad mit Emmanuel Goldstein (1984) vergleichen, aber das wäre zuviel der Ehre.

      Dass sie auf PR-Tour (Worte) gehen statt aktiv eine Politik gegen Oligarchie/Neoliberalismus zu gestalten/anzuführen (Taten), sagt eigentlich alles was man über die beiden wissen muss.

  13. Ob Herr Sanders tatsächlich so beliebt ist, wissen nur diejenigen, welche diese “Umfrage” erstellt haben. Fest steht jedoch, er ist einer der korruptesten Politiker in Washington – er bekommt am meisten Schmiergeld von der Pharma-Industrie, mehr als all sein Kollegen.

    1. Das stimmt nicht!

      Das war eine falsche Unterstellung in der RFK-Anhörung von RFK.

      https://www.youtube.com/watch?v=tFE8md196zo

      Die Korrektur kam von Lee Fang. Die Spenden werden auf opensecrets.com veröffentlicht.

      https://x.com/lhfang/status/1887343542294777916

      RFK ist übrigens auch ein notorischer Lügner, gerade wenn es um Israel geht. Allerdings wurden auch gegen ihn von seiner ehemaligen Partei heftige Verleumdungskampagnen gefahren.

      Bezeichnend ist, wie die US-MSM und die Republican Influencer darüber berichteten, wie New York Post, skynews (Murdock-TV, wenn ich mich recht erinnere) oder valuetainment (der Besitzer hat sein Geld mit „Direktmarketing“ von Versicherungen gemacht, halbseiden nannte man so was mal) etc.

      https://www.youtube.com/results?search_query=bernie+sanders+donations

      Leute, ihr müsst echt aufpassen. Ihr dürft KEIN WORT glauben, was die jeweilige Partei (und deren Influencer) über die Gegenseite sagen. Das ist auch ein gutes Beispiel, selbst wenn sich Jemand wie der OP eigentlich weit besser informiert als es in den deutschen Medien passiert, immer noch falsch informiert werden kann.

  14. Frau Ocasio-Cortez ist eine sehr clevere Politikerin. Das zeigte sich auch, als sie sch in Miami auf einer Party ohne Maske vergnügte, während sie mit dafür gesorgt hatte, dass in ihrem Wahlkreis in New York ihren Wählern die Maskenpflicht aufgezwungen wurde, bis hin zum Double Masking.

    Weniger clever zeigen sich bis heute ihre Wähler.

  15. Das Foto sagt schon (fast) alles – die üblichen kämpferischen Gesten – ein ungemein unbeugsam bis ins Alter wirkend wollender Bernie Sanders… Tipp: next time vielleicht zum erhobenen Handschlag (Alt, männlich, weiß übergibt an…) noch ein paar gereckte Fäuste, die das Revolutionäre noch mehr unterstreichen? Dann wäre endgültig das Niveau eines Grünen-Selfies erreicht.

  16. Dieses Balkendiagramm verrät mir, daß Statistik bunt und obsolet ist..
    wie Politik als gestaltendes Element auch. Warum denn nicht endlich mal ne gute alte „TopTen“ der Verkaufszahlen der größten Hit’s aus dem Politik-Event-Show-buisness an die Konsumentenmasse.. ? ..was soll diese alberne „Seriösität“ – akademischen Hochstaplertum – Beschäftigungsmaßnahmen für aufgeblasene Wichtigtuer!
    Auch in der Unterhaltungsbranche „Politik“ geben lediglich Umsätze/Profite/Investitionssicherheiten/… die Richtung vor – ergo – „Make Entertainment Great Again“ ;*)

  17. „Ob eine linke Politik wirklich die Demokraten stärken würde“ … hm, mal überlegen, linke Politik heißt Politik, die möglichst viele Menschen zufrieden stellt und sich nicht darauf beschränkt, gegen die Interessen der breiten Masse die Mächtigen nicht zu verärgern. Wenn eine solche Politik keinen Erfolg hätte, könnte Demokratie guten Gewissens in den Mülleimer. Es sei denn natürlich, es ist in Wirklichkeit gar keine linke Politik und genau DAS ist das Problem der Demokraten!

  18. Nur noch 27% der US-Bevölkerung verbindet mit der „Demokratischen Partei“ der USA irgendetwas positives. Dieser Wert wird weiter sinken, wenn die Dokumente zum „Russiagate“ – Hoax der Dems unter H.Clinton von 2016 veröffentlicht und ausgewertet wurden.
    Es ist absehbar, das nach der Periode Trump/Vance die Dems nicht mehr existieren werden.
    Da hilft es nicht, wenn AOC ihren sexy Hintern schwenkt. Die Leute wollen Lösungen für ihre Probleme und keine Woken Worthülsen.
    B.Sanders war nie etwas anderes als ein „ Honeypot“ , der die progressiven Kräfte der USA an die Dems binden und sie so neutralisieren sollte. Das hat ihm ja zumindest materiell nicht geschadet…

  19. Sanders ist ein „Gaslighter“ vom Feinsten, der Border Collie der Demokraten der die (zu recht verzweifelten) Wähler wieder den Demokraten in die Arme treiben soll. 2016 und 2020 haben gezeigt dass er absolut kein Interesse hat wirklich etwas zu verändern…..Medicare for all, Oligarchy, Student Debt foregiveness, alles vergessen wenn die Wahlen vorbei sind… ich hoffe dass die Wähler sich nicht wieder von ihm in die Irre führen lassen.
    Videos von Jimmy Dore, Due Dissidence und Hard Lens Media sind zu weiteren Details zu empfehlen.

  20. Der „Linke“, Bernie Sanders:

    Anfang Februar hatte die New York Times Bernie Sanders Fragen zur Außenpolitik gestellt. Er verneint die Frage, ob er militärische Gewalt zum Schutz der Ölversorgung einsetzen würde, oder um einen Regimewechsel durchzuführen.

    Ganz auf der Linie der Neoliberalen und Neocons der Demokratischen Partei wiederum, beantwortet er die Frage, ob er eine militärische „humanitäre Intervention“ befürworten würde mit „Ja“. Hier ist er sich selbst treu, denn die „humanitäre Intervention“, die Bombardierung Jugoslawiens unter Präsident Clinton, hatte auch Sanders unterstützt.

    2011 war er Mitinitiator der Senatsresolution, die den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen aufforderte, Maßnahmen zu ergreifen „zum Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen vor Angriffen, einschließlich der möglichen Einrichtung einer Flugverbotszone über libyschem Gebiet“. Die Flugverbotszone ermöglichte einer multilateralen Kriegskoalition unter Führung der USA die Aggression gegen Libyen, mit den bekannten verheerenden Folgen nicht nur für das Land und seine Bevölkerung, sondern auch für Afrika.

    Syriens Präsident Assad steht für Sanders ganz oben auf der Liste der schlimmsten Diktatoren weltweit, er sei ein Kriegsverbrecher, der Chemiewaffen gegen sein Volk einsetze und er müsse von der Macht entfernt werden. Dazu sollten Russland und Iran ermutigt werden, ihre Unterstützung für Assad zu beenden.

    An die chinesische Regierung stellt er einen ganzen Katalog mit innenpolitischen Forderungen und war im Kongress Mitinitiator von Resolutionen die „Menschenrechtsverletzungen“, „Massenverhaftungen“ und „Umerziehung“ von Uiguren und anderen muslimischen Volksgruppen verurteilen. Seit Jahren schon unterstützt er den Dalai-Lama und fordert die Zulassung einer US-diplomatischen Vertretung in Tibet. Er unterstützt außerdem ein Waffenembargo gegen China.

    Sanders unterstützt die NATO, ist gegen eine zusätzliche Erweiterung der Mitgliedschaft und fordert von den europäischen Verbündeten die Einhaltung ihrer Zusage zur Erhöhung ihrer Militärausgaben auf 2% ihres BIP.

    Beunruhigend ist Folgendes: Auf die Frage der New York Times „würden Sie militärische Gewalt in Betracht ziehen, um einem iranischen oder nordkoreanischen Atom- oder Raketentest zuvorzukommen?“ antwortet Sanders mit „Ja“. Es geht hier also nicht darum, einer unmittelbaren Bedrohung vorzubeugen, sondern um einen Präventivschlag gegen einen Waffen-TEST Nordkoreas und Irans, den beiden Ländern, die seit Jahren den Sanktionen und Bedrohungen durch die USA ausgeliefert sind. Dafür würde Sanders einen Krieg zwischen den Großmächten riskieren? Oder weiß er gar nicht, was er hier sagt? Auch das wäre schon beunruhigend, würde er Präsident werden.

    Aus:
    STANDPUNKTE • Was nun, Bernie?
    Anmerkungen zum Wahlkampf und den außenpolitischen Positionen von Bernie Sanders
    Ein Standpunkt von Doris Pumphrey.
    Veröffentlicht am: 14. März 2020
    https://web.archive.org/web/20200315171714/https://kenfm.de/standpunkte-%E2%80%A2-was-nun-bernie/

    Jeremy Scahill über Bernie Sanders Militär- und Außenpolitik:

    Aber Bernie Sanders kam im Bezug auf diese Themen stets leicht davon. Kürzlich wurde er bei einem demokratischen „Town-Hall-Meeting“ gefragt, ob er die „Kill-List“ befürwortet. Der Begriff „die Kill-List“ fiel in einem Interview mit ihm. Und er sagte, dass er sie in der Art und Weise wie Obama sie verwendet befürworte. Wissen Sie, Bernie Sanders kritisiert Hillary Clinton ständig dafür, eine Regime-Change-Kandidatin zu sein – und da hat er recht. Er zieht sie auch für ihre Allianz mit Leuten wie Henry Kissinger zur Verantwortung. Aber geben wir uns keinen Illusionen hin: Bernie Sanders unterstütze und unterzeichnete in den Neunzigern ein Gesetz, das von Donald Rumsfeld, William Kristol und diesen berüchtigten Neokonservativen geschrieben worden war, die mit demokratischer Unterstützung für das Desaster der Irak-Invasion verantwortlich waren. Bernie Sanders unterzeichnete das Schlüsseldokument, das Gesetz, das im Zuge des „Project for a New American Century“ geschaffen worden wurde und das von Bill Clinton verlangte, einen Regimewechsel im Irak is Landesgesetz zu verankern. Bernie Sanders stimmte für dieses Gesetz, welches – noch mal – von Donald Rumsfeld und den Neokonservativen aufgesetzt worden war.

    Bernie Sanders hat anschließend das brutalste Regime von Wirtschaftssanktionen in der Geschichte der Welt unterstützt, welches hunderttausende Iraker das Leben kostete. Er unterstützte die Bombardierung im Irak unter Präsident Clinton, die unter dem Vorwand der sogenannten No-Fly-Zonen durchgeführt wurden, die am längsten andauernde Bombenkampagne seit Vietnam. Bernie Sanders war für Regime-Change. Bernie Sanders unterzeichnete ein neokonservatives Gesetz, welches die Irak-Invasion ermöglichte, indem es den Umsturz des Regimes von Sadam Hussein als US-Gesetz kodifizierte.

    Aus:
    VIDEO: Jeremy Scahill spricht über Militär- und Außenpolitik von Bernie Sanders und Hillary Clinton.
    https://www.actvism.org/articles/fakten-sanders-clinton/

    Sie ist erst 25 Jahre alt, hat lange Zeit ein unscheinbares Dasein gefristet, findet aber seit Kurzem immer mehr Anhänger: Die Modern Monetary Theory (MMT), die von verschiedenen Seiten als neue Heilslehre im Finanzbereich angepriesen wird.

    Ihre Grundthesen stehen in der Tradition des Keynesianismus, einer Wirtschaftslehre, die die Rolle des Staates in Krisensituationen betont. Die MMT geht aber noch einen Schritt weiter und verquickt die Rolle des Staates mit der der Zentralbank.
    (…)
    Warum berufen sich dann Politiker wie Bernie Sanders und Alexandria Ocasio-Cortez trotzdem auf die MMT? Aus einem einfachen Grunde: Sie gehören der Demokratischen Partei an, die in den USA seit Jahrzehnten die Interessen des großen Geldes vertritt, sich aber vor allem in Wahlkampfzeiten gern als Vorkämpfer des kleinen Mannes präsentiert.

    Zu diesem Zweck schlüpfen Sanders und Co. in die Rolle von Systemkritikern und werfen mit anti-kapitalistischen Parolen nur so um sich. Als Anhänger der MMT aber fordern sie in Wirklichkeit eine Fortsetzung genau der Geldpolitik, die die Vermögenskonzentration in immer weniger Händen und die Verarmung breiter Teile der arbeitenden US-Bevölkerung gewaltig vorangetrieben hat.

    Daher sollte sich niemand darüber wundern, in welcher Gesellschaft sich Sanders und Co. mit ihrer Unterstützung der MMT befinden: Es gibt mehrere prominente US-Hedgefonds-Manager, die sich ebenfalls dazu bekennen.

    Aus:
    Tagesdosis 6.5.2019 – Modern Monetary Theory: Pseudo-Wissenschaft trifft auf Polit-Opportunismus
    Ein Kommentar von Ernst Wolff.
    https://web.archive.org/web/20190507105658/https://kenfm.de/tagesdosis-6-5-2019-modern-monetary-theory-pseudo-wissenschaft-trifft-auf-polit-opportunismus/

    And last but not least, big (Reset) Pharma:

    Issues
    An Emergency Response to the Coronavirus Pandemic
    In terms of potential deaths and the impact on our economy, the crisis we face from coronavirus is on the scale of a major war, and we must act accordingly. We must begin thinking on a scale comparable to the threat, and make sure that we are protecting working people, low-income people, and the most vulnerable communities, not just giant corporations and Wall Street.

    Bernie
    (…)
    – Cover all health care treatment for free, including coronavirus testing, treatment, and the eventual vaccine. Under this proposal, Medicare will ensure that everyone in America, regardless of existing coverage, can receive the health care they need during this crisis. We cannot live in a nation where if you have the money you get the treatment you need to survive, but if you’re working class or poor you get to the end of the line. That is morally unacceptable.
    (…)
    – Prevent price gouging by pharmaceutical companies. As soon as a coronavirus vaccine is developed it must be sold for free. Further, all prescription drugs that are developed with taxpayer dollars must be sold at a reasonable price. This agency shall use the federal government’s authority to take away patents from pharmaceutical companies that are gouging consumers and allow generic companies to manufacture prescription drugs at a substantially reduced cost. The pharmaceutical industry must be told in no uncertain terms that the medicines that they manufacture for this crisis will be sold at cost. This is not the time for profiteering or price gouging.

    https://berniesanders.com/issues/emergency-response-coronavirus-pandemic/

    Top 20 Member Recipients of Money from Pharmaceuticals / Health Products, 1990-2024
    IMPORTANT: This money comes from employees or PACs affiliated with the industry, not from the companies themselves.
    Sanders, Bernie (I-VT) $1,965,000
    https://www.opensecrets.org/industries/summary?cycle=All&ind=H04&recipdetail=M&sortorder=U

    Also wohl eher, links blinken und rechts abbiegen. Die Dems brauchen ein neues (altes) Rennpferd beim blödsinnigen Lauf zum Trog der Mächtigen. Und sehr viele laufen mit.

    1. Danke für die Mühe.
      Man muss natürlich auch sehen, Sanders hätte mit progressiven Positionen, die wir hier in Europa – auch nicht mehr lange – teilen, keine Chance gehabt überhaupt sich Gehör zu verschaffen. Die Medien hätten ihn gekillt.

      1. O.k., aber was sollte man dann noch ernsthaft gut an ihm finden? Sein (Nicht-)Styling ist ja ähnlich verheerend wie das von Jeremy Corbyn (merke: wenn man schon praktisch-politisch nichts Gescheites hinbringt, kann man seinen Protest wenigstens durch „Ihr kriegt immer nur die zauseligste Version meiner selbst zu sehen“ ausdrücken).

    2. Sanders steht ganz in der Tradition der außenpolitisch missionierenden Demokraten, wie auch der europäischen Linksliberalen (wie SPD, Grüne, Linke). Deren universaler Anspruch ihrer Ideologie, der liberalen Demokratie, ist das Problem – und Ursache vieler Konflikte in der Welt.

    3. Kurz zusammengefaßt: es gibt keine Linken in der US-Politik (und nicht nur dort). Um politisch eine Rolle spielen zu können braucht es Geld, viel Geld. Und woher soll das für Linke wohl kommen? Und da ist noch nichts über Unterwanderung und andere Aktivitäten der „Dienste“ gesagt.
      Also: laßt alle Hoffnung fahren auf die Erfolge „linker“ Politiker. Dafür zeigt China der westlichen Welt gerade, wie Kapitalismus auch gehen könnte. DAS ist heute die politische Konkurrenz.

      1. Sicher für die kernigsten Kapitalbejubler hüben durchaus auch etwas hart, dass eine KP (zumal nicht aus der „weißen“ „Ersten Welt“!) so erfolgreich auf dem oft sehr trügerisch-launischen Terrain des Marktes ist (mal sumpfig, mal mit Untiefen, dann wieder auf knochentrockenem Boden).

  21. Sanders und links?? Überhaupt, die US-Demokraten und links??
    Wirklich ein guter Witz!

    Und seit Sanders sich als antirussischer Kriegstreiber geoutet hat, ist er bei mir komplett unten durch, dadurch sind für mich seine Verlautbarungen zu Klima- und Umweltschutz, dem Krieg in Gaza etc. nur noch verlogenes Gesabbel,

  22. Wie peinlich, das hier einer der größten Imperialisten der USA – Bernie Sanders – hochgeschrieben wird!

    Sanders ist außenpolitisch genauso schlimm wie Killery Clinton und außerdem – wie oben gezeigt – korrupt.

    Was Europäer nicht verstehen ist, in den USA gab es nie sowas wie eine Sozialdemokratie. Sozialdemokratische Gedanken wie eine Krankenversicherung nach deutschen Vorbild galten und gelten dort als unamerikanisch, mit oder ohne Sanders. Das akademische Milieau, das Sanders unterstützt, ist reich genug seine Krankenversicherung und die Studiengebühren selbst zu bezahlen. Die Eltern kaufen ihre Kinder frei, wenn sie nach einer propalästinensischen Demo an der Uni verhaftet wurden. Dieses Milieau ist den olivgrünen deutschen Milieau in etwa vergleichbar.

    Sanders ist – wie oben ausgeführt – prozionistisch und unterstützt die Ukraine! Ein solcher Typ ist nur für verblödete Linke akzeptabel. Wer solche Leute unterstützt, braucht sich nicht wundern wenn sich die Leute von den Linken angewidert abwenden.

    Ich glaube mittelfristig wird sich der Trumpismus durchsetzen und auch auf Europa übergreifen. Die Linke hat verloren und verweigert Selbstkritik.

    Die Rechten in den USA haben genügend jüngere Nachfolger für Trump. Ich denke da an J.D, Vance. Er ist noch sehr jung und aufgrund seiner Herkunft bei der vergessenen weißen Arbeiterklasse, nicht nur aus den Rust Belt, sehr beliebt. Er ist für viele – es sind nicht nur Weiße – Werktätige die Verkörperung des amerikanischen Traums…..vom Sohn einer Drogensüchtigen zum Vizepräsidenten. Natürlich hat das Marine Corps einen harten Ami aus ihn gemacht ……der amerikanische Traum eben…..

    Nur am Rande, der Trumpismus führt aus Gründen des Selbsterhalts eine außenpolitische Frontbegradigung durch. Trump möchte zumindest den Krieg in der Ukraine beenden, Sanders nicht. In Bezug auf Palästina will Trump den Konflikt verschärfen, was Scheiße ist. Aber – anders als die Demokraten – will er zumindest einen Krieg beenden.

    1. Am US-amerikanischen Exzeptionalismus und Hegemoniestreben hat sich nichts geändert. Trump macht da nur eine kleine Korrektur, da sich die US-Demokraten in eine ideologische Sackgasse verirrt hatten (wo die Europäer immer noch feststecken).

      Was Vance betrifft: Die Beliebtheit eines Politikers ist für seinen Erfolg wenig ausschlaggebend, wenn er nicht die Interessen des großen Geldes vertritt. Spätestens nach erfolgreicher Wahl muss er entsprechend handeln. Diese Lektion musste Selenski bei seinen Nazis und Oligarchen lernen und Kanzler Scholz bei Präsident Biden, der wiederum nur eine Puppe des Tiefen US-Staates war. Aber auch der ist nicht das letzte Glied in der hierarchischen Macht-Struktur des liberalen Westens.

  23. Weiß der Herr Rötzer denn nicht, dass in den USA nicht die Beliebtheit eines Politikers die Präsidentschaft bestimmt, sondern das große Geld? Es sollte doch inzwischen bekannt sein, dass die USA eher etwas zwischen Oligarchie und Plutokratie sind als eine Demokratie im Sinne von Volksherrschaft. Demokratie nur als Fassade und als Spektakel dient um das Volk ruhig zu halten.

    Dass Sanders beliebt ist, ist nicht neu. Das war auch schon zur Präsidentschaftswahl von vor 9 Jahren so, aber da hatte das große Geld Frau Clinton als Kandidatin der Demokraten durchgedrückt, sodass überraschend Trump die Präsidentschaft gewann.

    1. Sanders war in akademischen Kreisen beliebt, die Arbeiterklasse kannte ihn nicht!
      Die Linke – wenn es sowas in den US überhaupt gibt – war dort immer eine auf das akademische Milieau beschränkte Erscheinung. Der Trumpismus ist aber in der Arbeiterklasse sehr populär, auch wenn das Linken nicht gefällt.
      Und Sanders ist genauso korrupt wie andere US-Politiker auch.

      1. Ja natürlich, in den USA ist die Korruption institutionalisiert, was man dann auch noch Demokratie nennt.

        Beliebtheit und Popularität eines Politikers wird zum guten Teil von den Medien gesteuert. Zum anderen kann das große Geld auch einen weniger beliebten Kandidaten durchdrücken. Sollte trotzdem ein „falscher“ Kandidat gewählt werden, so wird er nach erfolgter Wahl lernen müssen wer die eigentliche Macht innehat und entsprechend handeln. Sollte er jedoch absolut lernresistent sein, bleibt immer noch die Methode John F. Kennedy.

        Für die US-Arbeiterklasse gibt’s das Blablabla Friede, Freude, Eierkuchen, aber gehandelt werden muss für die Interessen des großen Geldes. Das System ist korrupt, das sich Demokraten und Republikaner teilen. Ein nicht korrupter Politiker hat darin keine Chance.

    2. „Dass Sanders beliebt ist, ist nicht neu. Das war auch schon zur Präsidentschaftswahl vor 9 Jahren so, aber da hatte das große Geld Frau Clinton als Kandidatin der Demokraten durchgedrückt, sodass überraschend Trump die Präsidentschaft gewann.“

      Ich meine mittlerweile das hatte nie etwas mit Beliebtheit zu tun. Washington ist mittlerweile so kriminell geworden das sogar dieser schwerst-korrupte Scharlatan dort schon als linke Kraft gilt. Lächerlich ist das alles.

  24. „Man kann davon ausgehen, dass Donald Trump, selbst ein Milliardär, der sich… langfristig ein Bein gestellt hat.“

    Langfristig? Langfristig hat er es hinter sich! Er geht auf die 80 zu… Biden hat es bereits zu Lebzeiten hinter sich, wie allseits bekannt ist.
    Sanders ist bereits 83, wenn auch nicht 86 wie am Anfang des Artikels zu lesen ist.

    Leute in diesem Alter haben gar keinen Anlass, langfristig zu denken und dementsprechend zu handeln und sind somit ein Sicherheitsrisiko. Speziell Milliardäre, welche wohl kaum durch soziale Kompetenz zu ihren Milliarden gekommen sind!

    Das heisst natürlich nicht, das jüngere Exemplare ohne privaten Geldspeicher automatisch für derartige Führungsaufgaben qualifiziert wären…

  25. Einige schießen hier etwas mit ihrer Sanders-Kritik über das Ziel hinaus, bzw. fallen auf Influencer der Republicans rein.

    Sanders kann man schon einiges vorwerfen, nämlich dass er seine Wähler verraten hat, aber nicht, dass er Großspenden von Big Pharma annahm. Sein Wahlprogramm damals in 2016 und 2020 war schon „links“ für US-Verhältnisse, eher auf die Innenpolitik gemünzt. Deshalb wurde er auch so vehement sabotiert von der Partei-Spitze und deren Großspendern.

    https://x.com/lhfang/status/1887343542294777916

    Das mit dem Spenden von Big Pharma war ein Vorwurf von RFK in seiner Anhörung, nachdem Sanders ihm auch eine Lappalie oder etwas Unwahres vorwarf, wo er Geld veruntreut haben soll. Nehmen wir einfach mal an, dass RFK das falsch gelesen hatte bei opensecrets.com . RFK ist manchmal wie jeder Politiker auch ein übler Lügner.

    Robert F. Kennedy Jr | Rabbi Shmuley Boteach | Fighting Antisemitism and Championing Israel

    https://www.youtube.com/watch?v=INtUFFcrODU&pp=ygUTcmZrIHNobW91ZXkgYm90ZWFjaA%3D%3D

    vs

    https://www.youtube.com/watch?v=Vxautp3TldY&pp=ygUSYWFyb24gbWF0ZSBib3RlYWNo

    1. RFK ist natürlich niemals in derselben Liga wie Sanders.
      Trotzdem ist aber gerade das die Krux.
      Wenn nicht mal Sanders außenpolitisch durchblickt…
      Viele Linke haben Trump den Vorzug gegeben – entweder als Wähler oder zumindest als kommentierend Beitragende, weil niemand in der Demokr. Partei – auch Sanders nicht – den Kriegskurs in Europa zu beenden bereit oder in der Lage war. Also bevor die Welt in die Luft fliegt – selbst wenn nur versehentlich – dann doch lieber der gelbe Mann.
      Andererseits gilt wohl immer noch, 2016/20/24 hätte Sanders eine Wahl gewonnen.

  26. Bernie Sanders hat sich in Wirtschaftsfragen von Stephanie Kelton beraten lassen.

    Diese glaubt, dass die Regierung einfach nur mehr Geld drucken müsse.

    Etwa Yanis Varoufakis befürwortet ebenfalls die Lockerung der Schuldenbremse.

    Anders sieht dies Volker Pispers. Er sagt: „Die Schuldenbremse – Ein Versprechen ohne Substanz!“

    Darüber hinaus sagt Bernie Sanders:
    „Es ist an der Zeit, alle medizinischen Schulden zu streichen und allen eine Gesundheitsversorgung als Menschenrecht und nicht als Privileg zu garantieren.“
    Ähnlich forderte er es, die 1,6 Billionen US-Dollar an ausstehenden Studentenkrediten zu löschen.
    Zudem gibt es Bernie Sanders‘ „Green New Deal“, einen 16,3 Billionen Dollar schweren Klimaplan für die kommenden 15 Jahre.

    Ernst Wolff wiederum sagt:
    Der Green New Deal wird weder das Klima, noch die Umwelt retten.

    Theoretische Grundlage des New Deal sei die Wirtschaftslehre des Keynesianismus gewesen. Sie besagt, dass der Staat in Krisenzeiten in das Geschehen eingreifen soll, um vor allem über Infrastrukturprojekte Arbeitsplätze zu schaffen, so den Konsum anzuheizen und die Wirtschaft durch erhöhte Nachfrage wieder in Gang zu bringen.

    https://nex24.news/2019/08/kommentar-der-green-new-deal-wird-weder-das-klima-noch-die-umwelt-retten/

    Ich schließe mich der Argumentation von Ernst Wolff an.

    Wir benötigen insofern, am besten weltweit, eine Alternative zum derzeitigen Kreditgeldsystem der Banken.
    Wenn Deutschland als einziges Land den Kapitalismus abschafft, dann würde dies bei uns für Armut sorgen.

    1. Ich finde das schade, wenn MMTler immer falsch zitiert werden. Das ist dann ein Strohmann, mehr nicht. Um MMTler zu kritisieren, muss man ihre Theorie verstehen, also Bücher von ihnen lesen, ihre Theorie korrekt wiedergeben.

      MMTler sagen z.B. nicht, dass ein Land grenzenlos Kredite aufnehmen kann oder dass alle Länder so agieren können wie die USA. Wenn man also Stefanie Kelton erwähnt, müsste man erst ihre Theorie darstellen oder von Randall Wray.

      Leider läuft das gerade in Deutschland, wo man so versessen darauf ist, Schuldner als die Bösen darzustellen, komplett falsch, selbst jetzt, wo Merz eigentlich MMT anwendet, allerdings nicht so, wie das MMTler wollen. Wer MMT verstanden hat, der versteht, dass man das leider auch für Waffen anwenden kann, nicht nur für Schulen oder Krankenversorgung.

      Darüber müsste eigentlich die Diskussion gehen und dass Monetarismus noch nie gestimmt hat.

      1. Hier noch ein Beitrag von Ernst Wolff zur MMT:

        Wie eine neue Geldtheorie den Armen helfen soll – aber nur die Inflation anheizt
        https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/506690/wie-eine-neue-geldtheorie-den-armen-helfen-soll-aber-nur-die-inflation-anheizt

        Hierzu meine ich:
        Unser Geld- und Bankensystem ist schwierig zu verstehen.
        Es kann deshalb nicht funktionieren, weil die öffentlichen Haushalte viel zu oft mit Steuerverschwendung Konjunktur machen.
        Sie „leihen“ sich das benötigte Geld von den Banken, obwohl diese doch ihre Kredite aus dem Nichts verleihen.

        Dabei sind es viel zu oft alle Bürger, in deren Namen die Politik Schulden macht, damit Geld in Umlauf gelangt.
        Das Problem dabei ist der Umstand, dass der heutige Wirtschaftswettbewerb zum großen Teil mit der Macht von Superreichen und Konzernen gewonnen wird.

        Die breite Bevölkerung hat also mit der Zeit immer mehr Schulden, weil es auch immer mehr Geld in der Welt gibt.
        Beim heutigen Schuldgeldsystem ist der Schuldenabbau aber nur bei dem unwahrscheinlichen Ereignis möglich, dass vor allem auch die extrem reichen Geldbesitzer ihr vieles Geld später wieder ausgeben.

        Wegen der extremen Ungleichheit wird dies aber nie passieren bzw. es kommt dann auch nicht zum Rückgang der Geldmenge.
        Es ist eben auch nicht damit zu rechnen, dass die Superreichen und die Konzerne ihr gesamtes Geld später wieder ausgeben.

  27. Bernie Sanders…. Hm… War das nicht der Typ,. den die „Demokraten“ seit mehreren Wahlperioden mit aller Macht als ihren Kandidaten verhindert haben? Vor allem in den Jahren, als Hitlery und Sleepy-Joe unbedingt kandidieren mußten?
    Und der noch auf dem Ernennungsparteitag… oder eher der Seeligsprechung Hitlerys gute Mine zum Betrug des DNC machte, die sogar Staaten, in denen er gewonnen hatte, der Kuh zusprachen?

  28. es ist schon erstaunlich wie hoch der grad an verblödung sein muss, wenn man über jahrzehnte beständig diejenigen wählt oder ihnen hinterherläuft, die sobald gewählt genau das NICHT machen, was man und wovon man gesprochen hat, anstatt einfach mal eine dritte person zu wählen bzw. nicht die person sondern die vertretene programmatik.
    mit sanders und aoc geht es ungebrochen weiter. kein unterschied zu trump. aber ist ja im schland genauso, weder die üblichen parteien noch die afd sind tatsächlich alternativen udn „die linke“ ist in kürze da wo die grünen vor zehn jahren schon waren…

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