Auffälliger Anstieg der Kinder- und Jugendkriminalität

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Wie jedes Jahr zwischen Ende März und Mitte April wurde heute wieder die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) fürs Vorjahr vorgestellt. Dafür schicken die Landeskriminalämter die Daten zu den bei der Polizei angezeigten Straftaten ans BKA, das daraus den Bericht fürs ganze Bundesgebiet erstellt. Das Bundesministerium des Innern übernimmt dann die Veröffentlichung. Die Presse schaut gebannt.

Es geht jetzt also um die Zahlen für 2024. Das ist, wohlgemerkt, seit 2019 das erste Gesamtjahr ohne Coronamaßnahmen, die zum Teil bis zum 7. April 2023 bestanden. Das ist relevant, weil die Jahresstatistiken allein nicht sehr aussagekräftig sind. Die Bevölkerung will vor allem wissen: Nehmen Straftaten zu oder ab?

Trendumkehr

In der Coronapandemie war die Mobilität stark eingeschränkt. Teils verlagerte Kriminalität sich dadurch mehr in den häuslichen und Online-Bereich. Insgesamt wurden von der Polizei aber weniger Anzeigen erfasst. Der damalige Bundesinnenminister Horst Seehofer freute sich: Die Zahlen waren auf dem niedrigsten Stand seit 1993: “Über eine Million weniger erfasste Straftaten als noch vor fünf Jahren!”

Ähnliches berichtete ein Jahr später Seehofers Nachfolgerin Nancy Faeser: 2021 war die Anzahl der Anzeigen um weitere 5 Prozent gesunken, insbesondere bei Gewaltkriminalität, Diebstählen und Wohnungseinbrüchen. Demgegenüber war aber die Online-Kriminalität um 12 Prozent gestiegen.

Doch schon 2022 kam es mit der Rücknahme von Einschränkungen wieder zu mehr Straftaten. Was zuvor stark gefallen war, nahm nun wieder zu: Diebstähle, Raubdelikte und Körperverletzungen. Man sprach hier von “Nachholeffekten nach Corona-Beschränkungen”.

Steigende Jugendkriminalität

Ein ähnliches Bild zeigte sich 2023: Ein weiterer Anstieg um 5,5 Prozent. Doch während Kinder und Jugendliche 2022 noch als Opfer von Missbrauchsdarstellungen genannt wurden, standen sie bei der Veröffentlichung des Berichts ein Jahr später auf der Täterseite. Bei Jugendlichen habe es 9,5 Prozent und bei Kindern gar 12 Prozent mehr Tatverdächtige gegeben als noch im Vorjahr.

Diese Aussage gibt uns auch die Gelegenheit, die Statistik besser zu verstehen: Erfasst werden nur die polizeilichen Anzeigen, keine Verurteilungen. Zu wie vielen Verurteilungen es kommt, was im Rechtsstaat – im Zweifel für den Angeklagten – den Beweis einer Schuld erbringt, zeigt die PKS nicht. Ebenso fehlen bei der Polizei nicht bekannt gewordene Fälle.

Zur Kriminalität gibt es keine perfekte Statistik. Ein Anstieg kann sich auch durch veränderte Definitionen ergeben, wie in jüngerer Zeit zum Beispiel bei den Sexualstraftaten oder Straftaten gegen Vollstreckungsbeamte. Oder er kann schlicht an einer intensiveren Suche durch die Polizeibeamten liegen, wenn bestimmte Themen in die Aufmerksamkeit der Behörden rücken.

Umgekehrt können Straftatbestände auch aufgegeben werden, wie es durch die neuen Cannabisgesetze der Fall ist. Dadurch verschwinden diese auch aus der Statistik.

Dennoch war der Anstieg bei Kindern und Jugendlichen 2023 auffällig. Er wurde mit den psychosozialen Belastungen für diese Altersgruppen während der Pandemie erklärt. Ministerin Faeser kommentierte: “Wie massiv Kinder und Jugendliche in der Pandemie gelitten haben und welche sozialen Verwerfungen … das nach sich gezogen hat – das muss aus meiner Sicht zu dieser umfassenden Evaluierung der Corona-Maßnahmen dazu gehören, die jetzt erfolgt.”

Null Toleranz?

Doch schon vor den Bundestagswahlen zeichnete sich eine andere Tendenz ab: Die Herabsenkung des Alters für die Strafmündigkeit unter die heutigen 14 Jahre stand im Raum. Dabei spielte die Vergewaltigung einer 18-Jährigen durch mehrere zwölf- bis 14-jährige Jungen in Mülheim an der Ruhr im Jahr 2019 eine Rolle. Die Ermittlungen gegen zwei Zwölfjährige wurden wegen der fehlenden Strafmündigkeit eingestellt; der Rest bekam Jugendstrafen.

Auch nach der Tötung einer zwölfjährigen Schülerin im nordrhein-westfälischen Freudenberg durch strafunmündige Klassenkameradinnen im März 2023 kam die Forderung nach einer Herabsetzung der Altersgrenze wieder auf. Nach solchen schweren Verbrechen und Meldungen über steigende Straftaten profilieren sich insbesondere Rechts- und Sicherheitspolitiker mit “Null Toleranz!”-Rufen.

Strafen haben aber mehrere Funktionen: Erstens sollen sie mit ihrer Abschreckungswirkung Taten verhindern. Zweitens sollen sie den durch die Tat am Opfer und der Rechtsordnung entstandenen Schaden wiedergutmachen. Hierin äußert sich am ehesten das alte menschliche Bedürfnis nach Vergeltung, doch im Verhältnis zur Schwere der Tat und nach einem fairen rechtsstaatlichen Verfahren.

Drittens geht es – insbesondere bei schweren Verbrechen – darum, die Gesellschaft dadurch sicherer zu machen, dass der Täter für einen bestimmten Zeitraum weggesperrt wird. Dabei verlangt es aber die europäische Tradition der Menschenrechte, dass der- oder diejenige zumindest eine minimale Aussicht auf Freiheit hat. Darum gibt es in Deutschland selbst bei einer “lebenslangen” Haftstrafe mitunter nach 15 Jahren die Möglichkeit einer Freilassung auf Bewährung.

Und viertens schließlich sollen auch Angebote zur Resozialisierung gemacht werden. Das ist nicht nur ein Ausdruck von Menschlichkeit, sondern soll auch Wiederholungstaten vorbeugen. Ich werde gleich darauf eingehen, warum dieser Aspekt bei Kindern und Jugendlichen von besonderer Bedeutung ist.

Altersgrenzen

Manche Länder ziehen die Altersgrenze für die Strafmündigkeit niedriger – oder auch höher. Und auch in Deutschland lag sie nicht immer bei 14 Jahren. Bei Gründung des Deutschen Kaiserreichs wurde 1871 die gerade erst im Norddeutschen Bund festgelegte Grenze von zwölf Jahren übernommen.

Im 20. Jahrhundert wurde – wie ich in meinem neuen Buch über Gehirnentwicklung und Recht (gratis Download) näher ausführe – der rechtliche Sonderstatus von Kindern und Jugendlichen stärker ausgeprägt. Das hatte viel mit der Ausdehnung der Schulpflicht zu tun. Damit einhergehend wurde die Altersgrenze für die Strafmündigkeit 1923, also in der Weimarer Republik, auf 14 Jahre angehoben.

Das schränkten die Nationalsozialisten später wieder ein: Erst 1939, indem Jugendliche schon ab 16 Jahren den Erwachsenen gleichgestellt und damit härter bestraft werden konnten, wenn ihre Entwicklung und die Umstände der Tat das zuließen. Nach einer weiteren Verschärfung 1943 war das schon ab 14 Jahren möglich. Außerdem wurde die Strafmündigkeit auf zwölf herabgesetzt, wenn “der Schutz des Volkes” das wegen der schwere einer Tat erfordere.

Heute empfiehlt die UN-Konvention für Kinderrechte, dass die Altersgrenze nicht unter zwölf Jahren liegen sollte. Die meisten Länder haben sie demnach auf 14 Jahre festgelegt. Aufgrund der anhaltenden psychologischen und neurobiologischen Entwicklung sollten die Länder gar eine Anhebung auf 15 oder 16 Jahre prüfen. Im Kommentar des UN-Komitees für Kinderrechte vom 18. September 2019 heißt es:

“Dokumentierte Erkenntnisse zur Kindesentwicklung und aus den Neurowissenschaften deuten darauf hin, dass sich die Reife und die Fähigkeit zum abstrakten Denken bei Kindern im Alter von 12 bis 13 Jahren aufgrund des noch wachsenden Frontallappens des Gehirns noch in der Entwicklung befinden. Daher ist es unwahrscheinlich, dass sie die Auswirkungen ihrer Handlungen verstehen oder ein Strafverfahren begreifen. […] Darüber hinaus deuten entwicklungs- und neurowissenschaftliche Erkenntnisse darauf hin, dass sich das Gehirn von Jugendlichen auch nach der Pubertät weiterentwickelt, was sich auf bestimmte Entscheidungen auswirkt. Der Ausschuss lobt daher Vertragsstaaten, die ein höheres Mindestalter festlegen, beispielsweise 15 oder 16 Jahre, und fordert die Vertragsstaaten dringend auf, das Mindestalter für die Strafmündigkeit gemäß Artikel 41 des Übereinkommens unter keinen Umständen zu senken.” (UN-Kommentar vom 18. September 2019, Absatz 22)

Entwicklung und Grenzen

Ich beschäftige mich in meiner Forschung seit Jahren mit solchen Argumenten, insbesondere mit Blick auf die Unterscheidung von Jugendlichen und Erwachsenen. Wie im neuen Buch ausführlicher erklärt wird, kennt die Neurobiologie nur fließende Übergänge und keine harten Altersgrenzen, wie Gesellschaft und Recht sie sich wünschen. In der Diskussion um die mögliche Absenkung der Strafmündigkeit geht es nun um die Altersgrenze am anderen Ende: Ab wann sollen Kinder den Jugendlichen rechtlich gleichgestellt werden?

Die Antwort ist kompliziert. Die zitierten UN-Experten machen es sich hier meiner Meinung nach aber zu leicht. Neurobiologisch ist die Entwicklung im Alter von zwölf Jahren schon sehr weit fortgeschritten, wie in Kapitel 2 meines Buchs nachvollzogen werden kann. Insbesondere sieht man auf dieser Abbildung die Ergebnisse neuester struktureller Untersuchungen des Gehirns.

Demnach ist die für die Hirnfunktionen zentrale graue Substanz bei zwölf Jahren schon sehr ausgeprägt – und zieht sich die Entwicklung der weißen Substanz, also insbesondere der Vernetzung verschiedener Gehirnareale miteinander, bis weit in die 20er. Wichtig ist aber auch die Feststellung, dass das am Ende nur noch eher kleine Unterschiede sind. Und davon abgesehen gilt sowieso, dass jeder Mensch einzigartig ist und darum auch eine individuelle körperliche und psychische Entwicklung hat.

Relevanz von Unterschieden

Meinem Ergebnis nach ist es problematisch, wenn einige Psychologen, Psychiater und Hirnforscher jetzt meinen, der Gesellschaft strafrechtliche Normen diktieren zu können. Bei entsprechenden Tests und Vergleichen lassen sich im Prinzip immer irgendwelche Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen feststellen. Doch was diese normativ bedeuten, ist eine ganz andere Frage.

Dabei besteht die Gefahr, dass Fachleute, wie es meiner Meinung nach hier auch bei dem UN-Kommentar passierte, aus einem vermeintlich liberalen Impetus und zum Schutz einer bestimmten Gruppe für eine Anhebung von Altersgrenzen plädieren. Dem steht aber gegenüber, dass diese (vermeintlich) schützenswerten Gruppen mitunter in der Lage sind, erheblichen Schaden für Leib und Leben anzurichten. Die beiden extremen Fälle aus jüngerer Zeit habe ich oben genannt.

Ein Problem ist, dass ein Großteil der Kinder- und Jugendkriminalität impulsiv, spontan aus der Situation und in einer Gruppe entsteht. Unter diesen Umständen sind Menschen und insbesondere Jugendliche eher weniger durch Normen ansprechbar. Das bedeutet auch, dass die häufig von Sicherheitspolitikern geforderte Strafverschärfung hier weniger wirkt: In so einer Konstellation wägen die Täter kaum oder gar nicht ab, ob der Angriff gegenüber einer Strafandrohung von ein, zwei, drei oder mehr Jahren es wert ist. Er oder sie schlägt einfach zu – oder zieht ein Messer und sticht zu.

Folgen und ihre Abwägung

Ich denke, dass es aus wissenschaftlicher Sicht keinen schlagenden Beweis dafür gibt, Zwölf- oder 13-Jährige prinzipiell nicht strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen. Es wäre aber wichtig, hier den Gerichten genug Spielraum für eine individuelle Abwägung der Umstände der Person sowie auch der Tat zu lassen. Außerdem sollte man in der öffentlichen Diskussion die familienrechtlichen Möglichkeiten bei fehlender Strafmündigkeit stärker herausstellen.

Die Entscheidung im Einzelfall ist schon bei der Grenze zwischen Jugendlichen und Erwachsenen schwierig. Hier stehen immerhin “objektive” Daten darüber zur Verfügung, wie selbstständig jemand lebt, über das Pflegen von Beziehungen zu Menschen und das Funktionieren in sozialen Institutionen. Bei Zwölf- und 13-Jährigen steht aber der Blick auf die Täter und ihre Familien im Vordergrund, die an solchen Untersuchungen nicht mitwirken müssen – und in der Sache natürlich nicht neutral sind.

Wer eine niedrigere Grenze für die Strafmündigkeit und/oder höhere Strafen für junge Straftäterinnen und Täter fordert, sollte über die Folgen nachdenken: Schwere strafrechtliche Maßnahmen lassen sich zwar gut in den Medien “verkaufen” und mögen die tatsächliche oder auch nur angenommene öffentliche Meinung schnell befriedigen.

Gefängnisse sind aber nicht gerade die Umgebungen, in denen Menschen aufblühen und gedeihen. Das heißt, wer dort wegen eines impulsiven Fehltritts für einige Jahre festsitzt, knüpft im Gefängnis womöglich erst die nötigen Kontakte und lernt die besten Tricks für eine professionelle kriminelle Karriere. Davon abgesehen, dass auch Gefängnisstrafen mit (hohen) fünfstelligen jährlichen Kosten pro Person einhergehen, ist der langfristige Schaden bei fehlender Resozialisierung am Ende noch sehr viel höher.

Schadensbegrenzung

Wer also in einer sicheren Gesellschaft leben will, sollte Straftaten besser vorbeugen. Bis auf Weiteres sind sie in der jungen Altersgruppe eher selten: Im Jahr 2024 ging es nach den brandneuen Zahlen um 13.755 erfasste Fälle von Gewaltkriminalität von Kindern, ein Plus von 11 Prozent, und 31.383 bei Jugendlichen, plus 4 Prozent. Wohlgemerkt, in der PKS für das Jahr sind insgesamt 5,8 Millionen angezeigte Straftaten erfasst.

Dass die Gesamtzahl der Straftaten abnahm, lag übrigens zum Großteil an der Abschaffung von Delikten zum Cannabisbesitz. In diesem Sinne war die Gesetzesinitiative erfolgreich. Wieso sollte man Bürger auch für das Vorhalten einer natürlichen Heil- und Genusspflanze strafrechtlich verurteilen?

Übrigens findet der größte Teil der “jungen” Kriminalität – das gilt für viele, wenn nicht alle westlichen Länder – im Alter von 14 bis 20 seinen Höhepunkt. Bei den meisten Täterinnen und Tätern verschwindet er dann wieder von selbst. Darum sollen Polizei und Justiz diese Taten natürlich nicht ignorieren. Die Gesellschaft hat aber auch ein Interesse daran, die Probleme nicht unnötig zu vergrößern, insbesondere bei sich noch in der Entwicklung befindlichen Personen.

Der Preis sozialer Härte

Auch von der Bundesinnenministerin wurden psychosoziale Härten, insbesondere durch und nach der Coronapandemie, zur Erklärung der steigenden Jugendkriminalität angeführt. Das weist darauf hin, dass funktionierende Schulen sowie soziale Kinder- und Jugendarbeit zur Verbesserung der Situation beitragen können. Wenn nun beispielsweise wegen der militärischen Aufrüstung nach außen die soziale Förderung nach innen gekürzt wird, dürften sich solche Probleme eher vergrößern.

Gleiches gilt für die zurzeit bei den Sondierungsgesprächen von CDU und SPD diskutierte Kürzung in der allgemeinen Sozialarbeit und Suchthilfe: Je schlechter es Drogenabhängigen und anderen Randgruppen geht, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre Bedürfnisse mit kriminellen Mitteln befriedigen. Strafen kommen immer erst nach den Taten – und kosten, wie gesagt, in der Summe auch viel Geld.

Nicht zuletzt sei daran erinnert, dass das Argument der Gehirnentwicklung von konservativer Seite gerade erst bei der Cannabisgesetzgebung eingebracht wurde: Da wollten sie die Lockerungen bis weit in die 20er herausschieben. Dann ist es aber nicht konsequent, die Menschen am anderen Ende immer früher zur Verantwortung zu ziehen.

Schlussfolgerung

In der Summe: Der Gesetzgeber kann die Strafmündigkeit zum Beispiel auf zwölf Jahre herabsetzen. Andere Länder haben auch niedrigere Altersgrenzen. Unschön wäre dabei die gegenteilige Position der UN zu Kinderrechten – und für Deutschland insbesondere die Rückkehr zu zuletzt in den 1940ern von den Nationalsozialisten verwendeten Altersgrenzen.

Ein Umweg übers Familienrecht mit pädagogisch fundierten Zwangsmaßnahmen für straffällige Kinder wäre vielleicht ein besserer Zwischenweg. Bei Familiengerichten darf man wohl mehr Feingefühl für die Entwicklung von Kindern erwarten, natürlich informiert durch psychosoziale Gutachten, als bei den Strafgerichten. Darüber sollte dann auch die Gesellschaft besser informiert werden, um den Eindruck zu verhindern, gewalttätige Zwölf- oder 13-Jährige kämen selbst bei schweren Verbrechen ungeschoren davon.

Härtere Strafen dürften hier aber kaum der Abschreckung dienen. Schließlich geht es oft um spontane, impulsive Taten in Gruppen. Im Endeffekt würden sie vor allem die Haftanstalten füllen, wo es heute schon Personal-, Platz- und Geldmangel gibt, und Lebenswege langfristig auf eine kriminelle Schiene bringen. So würden sie die Gesellschaft langfristig unsicherer machen und viel teurer zu stehen kommen.

In eigener Sache: Ich bekam eigentlich eine Anfrage für ein Fernsehinterview zu diesem Thema. Weil mir bei diesen sensiblen Fragen die Nuancen wichtig sind, schrieb ich dazu lieber einen Text.

Der Artikel ist zuerst auf dem Blog Menschen-Bilder von Stephan Schleim erschienen.

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57 Kommentare

  1. Darf dieser arrogannte Corona Einpeitscher und Massendiffamierer hier wirklich seinen Kram absondern? Der soll bei seinem Hauspropagandasender Telepolis bleiben und dort mit Dreck werfen.

        1. Erstaunlich, wie viel Zeit und Energie Sie und andere in jahrealte Geschichten stecken?!

          Im Übrigen denke ich, dass viele von uns die Pandemie 2025 anders sehen als 2021. Wie heißt es? „Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.“

          1. Sehr geehrter Herr Schleim
            Ein jahrealte Geschichte? Ich bin gegen Kraftausdrücke und gegen jegliche Art persönlicher Beschimpfungen. Um das klarzustellen. Aber so können Sie sich nicht aus der Affäre ziehen. Ich und zahlreiche Andere haben während der Pandemie massiv gelitten, wurden beschimpft und geächtet. Bloß weil sie Positionen vertreten haben, die heute fast zum Gemeingut gehören. Und Personen wie Sie haben den offiziellen Diskurs mitgetragen. Ohne solche JournalistInnen und PublizistInnen wie Sie hätte der Corona-Diskurs nicht funktioniert. Es freut mich, dass Sie offensichtlich ihre Meinung geändert haben, das deuten Sie zumindest an. Aber wäre nicht eine Entschuldigung fällig? Mit „jahrealten Geschichten“ und einem runden Kopf ist es da nicht getan.

            1. „Es freut mich, dass Sie offensichtlich ihre Meinung geändert haben, das deuten Sie zumindest an“

              Die pseudo kritischen Texte deses neoliberalen und opportunistischen Systempsychologen kann man sich sparen.
              Zur Selbstrefkektion nicht fähig.

              1. Da mein Kommentar gelöscht wurde, was zu erwarten war, wiederhole ich meine Kritik. Leere Köpfe passen sich leichter der Windrichtung an. Und nur das ist hier zu beobachten.

        2. Naja, wenn man sich den Text so durchliest, stimmt vieles davon noch heute.
          Man liest hier ständig, dass sich diejenigen, die damals an der Meinungsbildung teilgenommen haben, gefälligst für Fehleinschätzungen entschuldigen sollen. Dabei hört man aber nie etwas davon, dass sich mal die ganzen Querdenker oder Schwurbler wie Wodarg oder Bakhdi für den ganzen Schwachsinn entschuldigen, den sie damals abgesondert haben? Und der viele Menschen das Leben gekostet haben? Unter anderem meiner Kollegin?
          Nein?
          Dacht‘ ich mir.

          1. So was stimmte denn?
            Masken helfen?
            Immunität durch Impfung?
            Keine Ansteckung durch Geimpfte?
            Nebenwirkungsfrei?
            Schulschließungen helfen?
            2 G Regelung?

            Man hätte es ja nicht besser wissen können.
            Die ‚Schwurbler‘ sind eher Drosten, Spahn und Lauterbalub.

            kopfschüttel

  2. Die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen, die Straftaten verüben, kommen offensichtlich aus einer bestimmten Klientel. Der Grundsatz: „Eltern haften für ihre Kinder“ sollte hier zur Anwendung kommen. Wer seine Erziehungspflichten nicht wahrnimmt oder gar den Nachwuchs zu Straftaten animiert, muss mit Konsequenzen rechnen. Die können sein: Abschiebung des Familienclans, Schadenersatz für durch Kinder angerichtete Schäden durch deren Eltern, Einziehung der Mobiltelefone, Hausarrest ab 18 Uhr und Überwachung durch Fussfessel…
    Wenn Regierungen wirklich etwas tun wollen, gibt es genug Möglichkeiten. Leider wollen Regierungen nichts gegen Kinder- und Jugendkriminalität tun. Stattdessen werden Kritiker der Regierungen verfolgt…

  3. Es existiert keine Entlassungsmöglichkeit auf Bewährung bei lebenslanger Freiheitsstrafe.
    Eine lebenslange Freiheitsstrafe kann nur durch eine Begnadigung beendet werden.
    Der Betroffene kann zudem nach 15 Jahren Haft einen Antrag auf vorzeitige Entlassung stellen, dem in der Praxis in den allerseltensten Fällen stattgegeben wird.
    Das mit den 15 Jahren und der Bewährung ist schlichtweg Quatsch.

    1. Wie süß! Ich zitiere mal aus dem StGB, § 57a:

      (1) Das Gericht setzt die Vollstreckung des Restes einer lebenslangen Freiheitsstrafe zur Bewährung aus, wenn
      1. fünfzehn Jahre der Strafe verbüßt sind…

      Schlimmer geht’s wohl nimmer! Oder, um Sie zu zitieren: „plumper Quatsch“. Seien Sie wenigstens froh, dass Sie sich hinter Ihrem Pseudonym verstecken, während Sie hier Quatsch über andere verbreiten. Echt mutig!

      1. Genau diese Art von Erwiderung sollte Florian lesen, um dir die Schreibrechte zu entziehen. Schleim ist für dich doch auch Programm, wenn es um das Heranwanzen an die Obrigkeit geht.

  4. Das Strafrecht ist der äußerste Rahmen gesellschaftlicher Konvention, er kommt dann zum Tragen, wenn das Geschehen, oder seine Folgen nicht mehr zu ignorieren sind.

    Es ist auch eine Frage von mehr Polizei und verstärktem Hinsehen, oder auch weniger wegsehen. Polizeiliche Tätigkeit, wie das Wirken der Staatsanwaltschaft, sind weisungsgebundene Tätigkeiten. Die Innenministerien geben indirekt durch Stellen- und Mittelzuweisungen, aber auch durch Anweisungen an Präsidien und Staatsanwaltschaften vor, in welche Richtung der Kurs geht. Wer zum besonderen Schutz von politischen Persönlichkeiten, der Grausamkeit regierungsabweichender Meinung und anderen ähnlich relevanten Fällen abgestellt ist, der steht für anderes nicht zur Verfügung.

    Umgekehrtes gibt es natürlich auch, wenn in Analogie zu Morgensterns Kopf – ach Morgenstern – Nicht sein kann, was nicht sein darf, dann wird auch weggesehen. Dies betrifft die Gruppe der migrantischen Fachkräfte, insbesondere mit zusätzlicher islamischer Komponente. Einzugestehen, dass diese Gruppe eher negativ auffällt, weil sie eine andere Sozialisation aufweist, manchmal auch keine.

    Ein Blick in deutsche Kita und Schulklassen zeigt uns nun eine nicht zu leugnende Zunahme aus dieser Gruppe. Wenn wir jetzt die Erkenntnisse der Sozial- und Kulturforschung heranziehen und auf das andere vermittelte Selbst- und Weltbild, gerade im Bereich von verbaler und nonverbaler Problemlösung, sexuellem Selbstbestimmungsrecht und dem Ranking von Peergroups nach gelebter Religion, oder dem Fehlen derselben, dann sehen wir ein großes, wachsendes Konfliktpotential.
    Es gibt sogar entsprechende Untersuchungen zu diesem Thema.

    Die Frage nach dem Reifezustand im Frontallappen Bereich ist da nur eine akademische Frage der Neurophysiologie.

    Das mehr an Zahlen und der Ruf nach härteren Strafen, ist eher ein Hilferuf der etablierten Parteien, die den Stimmenzuwachs für die AfD, als Folge des eigenen Scheiterns, auch auf diesem Gebiet wahrnimmt.

    Richtiger wäre es, einzugestehen, dass die Erziehungsmaßnahmen, von Bildungseinrichtungen, bis Gerichten, nicht auf diese Gruppe ausgerichtet sind. Wer nicht in dieser Gesellschaft sozialisiert wurde, wem diese Werte und Regeln nicht vermittelt wurden, der versteht nicht, dass ihr Überschreiten Folgen hat, besser Folgen haben sollte. Denn diese deutschen Konsequenzen werden hier als lächerlich verstanden. Es stimmt ja auch, Sozialstunden als Konsequenz aus einer Körperverletzung, eine Bewährungsstrafe nach einer Gruppenvergewaltigung, das ist lächerlich.

    Die einzige Möglichkeit besteht darin, diese Menschen bei Übergriffen dorthin zurückzuschicken, wo sie herkamen, ohne Wenn und Aber.

    1. Wie kommen Sie denn auf die Idee, dass muslimische Familien ihre Kinder nicht erziehen?! Dass Verbrechen, wie sie der Auto als „schlimmste“ anführt, unter Muslimen keine Verbrechen wären? Ich habe einen ganz anderen Eindruck als Sie von jungen Menschen aus dem islamischen Kulturkreis gewinnen können: sie sind höflich und hilfsbereit. Vermutlich nicht alle alle, aber alle alle gilt sowieso für keine gesellschaftliche Gruppe.
      M.E. sollte man die Ursachen für die erhöhte Gewalt erforschen anstatt es sich bequem zu machen und Menschen
      aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer religiösen /kulturellen Gruppe pauschal zu verdächtigen.

      1. Haben Sie einen Koran und eine Ausgabe der Hadith oder Zugang dazu online? Welche Erkenntnisse über den Stellenwert des anderen, sei es Frauen, Anders- oder Nichtgläubige, aber auch den Umgang mit Minderheiten aus dem LGBTQ Bereich können Sie dem entnehmen?
        Warum gibt es Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten, von Aleviten, Alawiten, Dari und Paschtu? Warum haben kleine Jungs häufig Probleme im Schulbereich, nicht weil sie nicht intelligent sind, sondern weil ihnen bestimmte andere Wertvorstellungen vermittelt werden, die sie dann ausleben? Ja, sie werden erzogen, aber nach anderen Vorstellungen.

        Und um das zu verstehen, ist es erforderlich, die paternalistische Haltung aufzugeben und damit das Bestreben, die eigene Weltvorstellung auf andere zu übertragen. Sondern stattdessen diese Menschen ernst zu nehmen, den anderen anders sein zu lassen. Sie nach ihre Vorstellungen, ihrem Weltverständnis zu fragen, ihre Kulturen kennenzulernen. Wenigstens zu versuchen sie zu verstehen.

        Wir haben genau zwei Möglichkeiten, entweder unsere Kultur zu verteidigen und die Einhaltung unserer Werte zu fordern, oder unterzugehen. Im islamischen Verständnis gibt einen Grundkonflikt zwischen dem Dar al-Islam, dem Haus des Islam und Dar al-Harb, dem Haus des Krieges. Ziel und Bestreben ist, natürlich die Ausbreitung des Islam. Das kann natürlich variieren, je nach kulturellem Hintergrund, aber die Grundausrichtung steht fest. Und das ist nicht der Euro-Islam des Bassam Tibi.

        Um es mit Volker Pispers zu sagen, das ist keine pauschale Verdächtigung, das ist eine sehr spezifische Befürchtung, getragen von intensiven Studien und persönlichen Kontakten und damit meine ich nicht den gelegentlichen Besuch eines Gemüseladens.

    2. @omicron: „Die einzige Möglichkeit besteht darin, diese Menschen bei Übergriffen dorthin zurückzuschicken, wo sie herkamen, ohne Wenn und Aber.“
      Zu dumm aber auch, dass straffällig gewordene Menschen mit Migrationshintergrund bereits in der zweiten oder vielleicht sogar dritten Generation hier leben und die deutsche Staatsbürgerschaft haben, da is‘ nix mit „Zurückschicken“, abgesehen davon, dass das ja eine unglaublich tolle Lösung ist, wenn man einen frisch Eingewanderten nach einer schweren Straftat in sein Heimatland zurückschickt, denn wenn er da jemanden vergewaltigt oder absticht, ist das ja nicht so schlimm, Hauptsache nicht in Deutschland, oder was?

      1. Was ist die Alternative?
        Den jetzigen und zukünftigen Opfern zu erklären, sie müssten dies im Rahmen einer gut gemeinten, aber nicht notwendigen Migrationspolitik hinnehmen. Dass diese ideologische Ignoranz den Verlust an Freiheit und körperlicher Integrität wohl wert sei, Frauen und die Angehörigen der LGBTQ Minderheiten sich nicht so haben sollen, sie hätten ja vorher auch keine Rechte besessen?
        Oder die betreffenden Täter in einem Umerziehungslager deponieren, bis die gewünschte Sozialisation erzielt wurde?

        Es ist eine ehrliche Lösung, die uns aufgezwungene Migration war und ist weder ehrlich noch notwendig. Diese Folgen absehbar, aber was tut man nicht alles, wenn man nicht betroffen ist.

  5. Schwieriges Thema und wahrscheinlich komplexer wie man denken mag.
    Und mit einer einfachen Altersgrenze ist es meiner Meinung nach nicht getan.
    Vielleicht wären auch spezielle Strafen bzw. Maßnahmen für jünger als 14 Jahren sinngemäß, die sich von den üblichen Jugendstrafen noch abheben. Diese könnten von Gerichten mit Jugend- bzw. Kinderpsychologen und anderen pädagogischen Fachkräften individuell bestimmt werden.

  6. es heisst, Coronakram, also die Zwangsmassnahmen seien mit Schuld. Also leichte Delikte sind rückläufig und schwere Delikte nehmen zu.(sogar auf N-TV- RTL- Bertelsmännchenkram)
    Ist das nicht auch der Verwahrlosung der Eltern geschuldet, die sich schon vorher in Zwangsmassnahmen pressen liessen, keine Zukunft mehr hatten und damit ein negatives Vorbild für die heutige Generationen wurden?

  7. Hach, die böse Kriminalität… Es ist immer lustig, zu sehen, wie man sich windet, um den Elefanten im Wohnzimmer nicht benennen zu müssen.

  8. Es gibt eben immer mehr Menschen in Deutschland, denen ihre Mitmenschen vollkommen fremd und egal sind, die keine umfassende Gesellschaft kennen und sie auch nicht akzeptieren würden.

    Das Land ist in seiner „Vielfalt“ (ein lächerliches und hässliches Wort) längst vielerorts in verschiedene Länder zerfallen, die untereinander teils schon Bürgerkrieg führen.

    Die Merkmale der Täter sind zwar statistisch hochsignifikant, doch gerade darüber darf natürlich – wie immer – nicht gesprochen werden. Der Elefant im Raum.

    Wie werden zu Zeugen eines Gesellschaftszerfalls von geradezu epochalem Ausmaß.

    Die Gründe dieser kriminellen und asozialen Vielfalt sind vielfältig und teils teils fahrlässig, teils grob fahrlässig, teils mutwillig herbeigeführt worden.
    Und jetzt komme man mir bitte nicht mit so verbrauchten Ausreden wie Corona oder digitale Medien.

    1. Zustimmung.
      Göring-Eckhardt 2015 in Bezug auf die Masseneinwanderung aus muslimisch geprägten Ländern: „Dieses Land wird sich dramatisch verändern. Und ich freue mich darauf!“
      Ob diese Meinung auch die Hinterbliebenen der unzähligen Messermorde, Attentate, Amokläufe der letzten 10 Jahre teilen, die nachweislich auf muslimisch geprägte Täter zurückzuführen sind?
      Warum trauen sich hierzulande mittlerweile kaum noch Frauen allein bei Dunkelheit in Städten auf die Straße?
      Warum ist das zum Beispiel in Moskau nicht der Fall und Frauen fühlen sich dort sicher?
      Fragen über Fragen…

      1. @Hermes335

        Ja, wie Sie schreiben, so ist es.

        Es wäre gewiss ein lohnendes Thema für eine soziologische Doktorarbeit, einmal ergebnisoffen über den Zusammenhang von Gewaltkriminalität und multikultureller „Vielfalt“ sowie multiethnischer „Vielfalt“ in ausgewählten Gebieten zu forschen und dabei auch die jeweilige kulturelle Zusammensetzung der „Vielfalt“ in den Blick zu nehmen.

        Allein, da wird sich in Deutschland vermutlich kein Doktorvater finden … und wenn, dann könnte der Autor der Studie danach seine Karriere an den Nagel hängen.
        Das herrschende Narrativ ist ja der realitätsferne Mythos, dass es bei solchen Verbrechen ausschließlich auf die ach so benachteiligte sozioökonomische Lage der Täter ankäme …

  9. Arroganter Corona – Einpeitscher. Oh Mann, hier ist wieder was los.

    Trotz der gebotenen Kürze eines Artikels auf einer nicht wissenschaftlichen Internet – Publikation, ein richtig guter und überlegter Text zum Thema und ich habe in meinem schon reichlich langen Leben schon sehr viel zu Fragen der Kriminalitätsprävention und ihrem Verhältnis zur Sanktionierung gelesen. Übrigens auch richtig viel Müll, meist ideologisch determiniert. Wobei solche Texte keineswegs nur in der fernen DDR-Vergangeheit verfasst wurden.
    Nachdem ich vorhin das Interview las, dass Roberto zum Thema Wissenschaftsfreiheit führte, nehme ich an, dass Texte, die sich mehr an der Zufriedenheit der Auftraggeber als am Ringen um Erkenntnis orientieren, auch in Zukunft in großer Zahl produziert werden. Hoffentlich sind die Zustände bei unserem niederländischen Nachbarn entspannter.

  10. Ihr zieht euch doch diese kriminelle Brut heran dank eurer Antiautoritären Erziehung.Man muss Kinder nicht schlagen aber zu anständigen Menschen erziehen dazu gehören auch Strafen wie Stubenarrest Handy verbot usw.Kinder brauchen Grenzen und müssen zu Respekt älteren gegenüber erzogen werden.Und nicht zu Nazisten.

  11. Wer Kindern, Jungen, aus muslimischen Ländern mit Dritte-Welt-Gesellschaften, den unbegrenzten Zuzug ermöglicht, der muss halt mit den Konsequenzen leben.
    Wenn Gut-Menschen Gesetze machen, dann legen sie ein Alter fest, ab dem selbst Mörder erst dann dem normalen Strafrecht unterliegen.
    Was die Morde und Vergewaltigungen durch Jugendliche und Kinder(!) angeht, so würde in einer Gesellschaft intelligenter Menschen die TAT und nicht das ALTER der Verbrecher entscheiden, welches Recht zuständig ist.

    Mit dem Thema beschäftigt sich übrigens gerade eine neue Netflix Serie: „Adolescence“

    Meinen Zynismus erfreute es schon immer, dass es eine „feministische Aussenpolitik“ brauchte um solche Zuwanderung zu ermöglichen, und mit ihr die Konsequenzen für Frauen und Mädchen. Selbstverständlich ist es nicht möglich eine Baerbock für ihre Schwachsinnstaten zur Verantwortung zu ziehen. Und sie wird ihre segensreiche Arbeit jetzt ja weltweit fortsetzen.
    Ich kann es kaum erwarten, dass bis das derzeitige Deutschland weltweit lächerlich macht.

  12. @all: War klar, dass viele hier die „Ausländer-Karte“ ziehen. Die Taten von Nicht-Deutschen werden seit Jahren separat in der Statistik ausgewiesen – und auch von Politikern und in den Medien diskutiert. Ich denke persönlich: Wenn man berücksichtigt, aus was für schweren Umständen manche kommen (Krieg, Bürgerkrieg, Folter, extreme Verwahrlosung usw.), könnte man auch HÖHERE Zahlen erwarten. Die Meisten halten sich an die Gesetze. Schwarze Schafe gibt es überall. Und: Es kommt häufiger zu Anzeigen, wenn man den Täter für einen „Ausländer“ hält – und die Polizei kontrolliert hier vielleicht auch stärker.

    Der Fokus lag in meinem Text auf den Kindern und Jugendlichen. Die kommen NICHT als Verbrecher auf die Welt, wachsen aber bei bestimmten Eltern, in einem bestimmten Stadtteil auf usw. Die zerfallende Infrastruktur sieht man ja an vielen Orten mit dem bloßen Auge (i.d.R. natürlich nicht dort, wo die Parlamentsmitglieder wohnen, die über Budgets unterscheiden). Auch hier könnte man HÖHERE Zahlen erwarten. Aber langfristig werden sich immer mehr Folgen von Armut auch in der Kriminalitätsstatistik ausdrücken, dessen bin ich mir sicher.

    1. Noch realitätsfremder geht es nicht oder? Laut Statistik haben alle in Deutschland Wohnende ein Einkommen von über 4000 Euonen brutto. Und jeder Dritte bumst fremd. Herr im Himmel!

      1. Auf welchen meiner Punkte reagieren Sie hier bitte?

        Zur PKS passen Ihre Beispiele gar nicht, weil man in dieser Statistik einfach nur Straftaten zählt – und gerade keine Durchschnittswerte berechnet.

        1. Ich möchte Sie fragen, warum Sie eigentlich nicht zwischen den verschiedenen Straftaten differenzieren, wenn es um die Strafmündigkeit geht.

          Kinder und Jugendliche sind impulsiver, d´accord. Das mag bei Ladendiebstählen der Fall sein. Aber auch, wenn es um z.B. um Mord und Vergewaltigung geht?

          Ich halte das für einen absurden Gedanken. Wenn ich mich recht entsinne, googelten die beiden Täterinnen im Fall Luise aus Freudenberg vorher (!) ob sie wegen ihrer geplanten (!) Tat eingesperrt werden können. Sorry: Wer sich als Kind/Jugendlicher fragt, ob er strafmündig sein könnte, der ist meines Erachtens strafmündig!

          Ich halte diese One-size-fits-all-Mentalität in Sachen Strafmündigkeit bei Kindern und Jugendlichen für nicht zielführend. Ja, dann muss halt jedes Mal ein entwicklungspsychologisches Gutachten erstellt werden, um herauszufinden, ob dieses eine Kind eventuell schon überblicken konnte, was es tut. Wir haben ja auch nicht nur einen Einkommensteuersatz, im Steuerrecht wird ja auch diffenziert. Warum im Strafrecht bzw. Jugendstrafrecht nicht?

          1. Nachtrag: Das hätte übrigens den Vorteil, dass diese Einstellung von manchen Kindern (mir kann ja eh nichts passieren, weil ich noch nicht 14 Jahre alt bin) und auch ggf. deren älteren anstiftenden Freunden/Geschwistern/sonstigen Verwandten (aus dem gleichen Grund) nicht mehr tragen würde, weil man eben sehr wohl mit einer Verurteilung kalkulieren müsste.
            Kein normaler Mensch will Kinder ins Gefängnis sperren. Aber jahrelange Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung der Jugendhilfe (ggf. mit späterer Überleitung in ein „normales“ Gefängnis ab Volljährigkeit ggf. auch erst ab 21 Jahren, das müsste man diskutieren) sind in meinen Augen durchaus angebracht, wenn es sich um Gewalttaten ab einer gewissen Schwere handelt.

    2. Nachdem ich diesen Kommentar gelesen habe, denke ich, daß Du keine Ahnung hast und besser nicht über das Thema schreiben solltest.

      Um sich ein Bild von der Kriminalität hierzulande zu machen, muß man nur die Vornamen der Straftäter kennen. Da weiß man schon fast alles. Und: Das war vor 1990 schon so. XY-Aktenzeichen unglöst, das war der Brüller.

        1. Wer weiß den heut, was sich morgen oder dann in 3 Jahren so rausstellt?
          Nicht, daß ich mit dem Vorposter einer Meinung wäre, aber sind ja laut ihnen, eh olle Kamelle.
          Kurz, wenn man, wie weiter oben in der Diskussion , mit
          ‚Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern‘ argumentiert, sollte man sich schon mal hinterfragen!

          trotzdem nen ziemlich dünnen Gruss

  13. Nun, ich war ja auch mal 12. Und als ich 14 und zwei Jahre später 16 war, dürfte nach besagter Studie mein Frontallappen auch noch nicht vollständig entwickelt gewesen sein, um alle Konsequenzen und Aspekte einer Tat vorher abzusehen oder zu berücksichtigen.
    Ich wäre allerdings nie auf die Idee gekommen, eine 14-jährige oder 18-jährige im Rudel zu vergewaltigen oder zu ermorden. Liegt wohl auch daran, dass manche Menschen halt die Fähigkeit zur Empathie haben, andere nicht. Und die lernen sie auch nicht von selbst, indem man ihnen „Strafunmündigkeit“ zugute hält. Die Täter mit 14 oder 16 sind in den überwiegenden Fällen auch die Täter mit 25 oder 35 – nur, dass dann die Straftaten meist noch extremer und destruktiver werden, denn was man mit 14 durchgehen ließ, rächt sich später umso mehr…..
    Das Problem ist nicht die Gesellschaft und auch nicht „zu harte Strafen“ (die meist eh nicht verhängt werden), das Problem ist die Subkultur in den entsprechenden Familien der Täter.

    1. Vielleicht „wären Sie nicht auf die Idee gekommen“ – aber hätten Sie als Zwölf- bis 14-Jähriger in einer Gruppe mitgemacht?

      Zur „Subkultur“ möchte ich zu bedenken geben, dass gerade in islamischen Ländern mit Straftätern alles andere als zimperlich umgegangen wird – und meines Wissens die Kriminalitätsrate auch eher niedrig ist.

      Es sind meiner Meinung nach nicht so sehr „kulturelle“, sondern individuelle Lebensumstände, wie die z.B. Verwahrlosung des Bezirks, in dem man aufwächst, ebenso wie die familiären Umstände.

      1. @Stephan Schleim
        3. April 2025 um 9:30 Uhr

        Sie schreiben einen sehr wichtigen Satz:

        „Zur „Subkultur“ möchte ich zu bedenken geben, dass gerade in islamischen Ländern mit Straftätern alles andere als zimperlich umgegangen wird – und meines Wissens die Kriminalitätsrate auch eher niedrig ist.“

        Stimmt!

        Man müsste halt nur die Konsequenzen aus dieser wahren Aussage ziehen … !

      2. Warum wird denn in islamischen Ländern „mit Straftätern alles andere als zimperlich umgegangen“?
        Hat das vielleicht einen bestimmten Grund?
        Oder machen das islamische Länder nur, weil sie völlig grundlos böse sind?

        Ich wundere mich immer, wenn Menschen, mit denen man vermutlich ganz ruhig und sachlich über Epigenetik und Sozialisierung sprechen kann, plötzlich völlig verständnislos reagieren, wenn es um bestimmte Gruppen in dieser Gesellschaft geht. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Ich sage ja nicht, dass es zwingend so ist, das ist nur eine Hypothese. Aber eine, die man m.E. dringend diskutieren und wissenschaftlich bearbeiten müsste.

  14. Wo sind die Vorbilder in Politik und Polizei?
    Es gibt ein Problem mit Polizeigewalt (Schock Bilder.aus Berlin Kinder und Frauen werden schwer misshandelt exxpress-zeitung) und das momentane Säbelrasseln in einen Krieg gegen das Bekenntnis des dt Volkes zum Frieden zeigt, dass beim Klären von Konflikten nicht auf Diplomatie, Kommunikation, sondern auf Gewalt gesetzt wird.

  15. Die entscheidende Frage ist doch, …

    … ob man nur über ein Problem reden will oder ob man ernstlich an einer nicht bloß kosmetischen Problemlösung arbeitet und unbedingt zu Erfolgen kommen will.

    Es gibt aber nahezu keinen Sozialwissenschaftler oder Politiker, der heute sagt,
    dass alles dafür getan werden muss und darf, damit sich die Anzahl der Gewalttaten innerhalb von … sagen wir mal … drei Jahren halbiert.
    Und würde einer das fordern, so kämen sie ihm sogleich mit tausend Gründen und Ausreden, warum man dieses oder jenes nicht machen dürfe oder warum er mit angeblich falschen Analysen arbeitet.

    Anders gesagt:
    Die körperliche Unversehrtheit und die innere Sicherheit im Lande ist solchen Bedenkenträgern schlichtweg weniger wichtig und wertvoll als ihre eigenen Bedenken !

    Der Verdacht drängt sich auf, dass an keiner echten Lösung gearbeitet wird und dass bestimmte Leutchen schlichtweg aus bestimmten obskuren „Gründen“ bereit sind, Gewalttaten als unvermeidbaren Kollateralschaden (ihrer politischen Vorstellungen) hinzunehmen.

    Man lese sich nur einmal die grau unterlegten Bemerkungen in der amtlichen Kriminalstatistik durch und gewinnt dann rasch einen Eindruck, von wo der Wind weht …
    https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2024/Polizeiliche_Kriminalstatistik_2024/Polizeiliche_Kriminalstatistik_2024_node.html

  16. Wenn man die Daten lediglich ab 2019 vergleicht greift das meiner Meinung nach zu kurz. Viel interessanter ist doch ein Vergleich mit den 1980er und 1990er Jahre, da war ja noch alles sicher 😉
    Es gibt in dem Artikel wohl eine kleine Anmerkung hierzu, allerdings finde ich das hierauf der Schwerpunkt gelegt werden sollte, da es ja um die gefühlte Sicherheit der nicht mehr ganz jungen Menschen geht.

  17. @Bienchen
    3. April 2025 um 9:46 Uhr

    Richtig!
    Mit solchen vergleichsweise sicheren früheren Jahrzehnten wird aber gar nicht mehr verglichen. Der Vergleich wäre auch zu frustrierend.

    Zu berücksichtigen wäre auch nicht bloß die schiere Anzahl der Taten von Kindern und Jugendichen, sondern die Anzahl der Taten bezogen auf die Anzahl der möglichen Täter bzw. die Größe der betreffenden Bevölkerungsgruppe.

    Nun haben wir es in unserer überalterten Gegenwart aber damit zu tun, dass die Zahl der Kinder und Jugendlichen abnimmt. In den 1980er Jahren gab es ja viel mehr Kinder und Jugendliche!
    https://jugendhilfeportal.de/artikel/zahl-und-anteil-junger-menschen-in-deutschland-auf-neuem-tiefststand

    Die Zunahme der Taten vollzieht sich also bei gleichzeitig sinkender Anzahl der möglichen Täter.

  18. P.S. Jemand behauptete noch in der Diskussion, man solle die jugendlichen Straftäter härter anpacken, um folgende Taten zu verhindern.

    Korrekt ist, dass die meisten Straftaten von jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 20 auftreten, überwiegend sind es junge Männer, und sich das dann wieder von selbst erledigt.

    Wer diese Täter zu hart anpackt, der macht aus ihnen langfristige Berufskriminelle, die keine andere Option mehr in der Gesellschaft haben, und dann auch über die frühen 20er hinaus kriminell bleiben.

    Das weiß man alles schon seit Jahrzehnten – und stand auch wieder in meinem Text.

    Einen schönen Tag noch allen!

    1. @ Stephan Schleim
      3. April 2025 um 11:26 Uhr

      Sie widersprechen sich doch selbst, denn vorhin haben Sie etwas anderes geschrieben und zugegeben:

      „Zur „Subkultur“ [und der in ihnen auftretenden Gewaltbereitschaft] möchte ich zu bedenken geben, dass gerade in islamischen Ländern mit Straftätern alles andere als zimperlich umgegangen wird – und meines Wissens die Kriminalitätsrate auch eher niedrig ist.“

      zu finden in diesem Strang am 3. April 2025 um 9:30 Uhr

      Sie geben also zu, dass ein „nicht zimperliches“, d.h. strenges Ahnden von Gewalt in islamischen Ländern zu einer niedrigen Kriminalitätsrate führt! (…)

  19. Was in der Analyse fehlt: die – ich würde es nennen – psychische Vulnerabilität einer Gesellschaft.
    Natürlich spielt die Herkunft der jugendlichen Täter und die unterschiedlichen Rechts-/ Unrechtssozialisierungen unterschiedlicher sozialer oder religiöser Gruppen eine Rolle.
    Eine m.E. noch größere Rolle spielt, wie ‚wehrhaft‘ die Menschen einer Gesellschaft sind. Nicht im Sinne von Pistorius & Co, sondern in dem Sinn, dass die Menschen Stärke und Abwehrbereitschaft signalisieren. Und das tun Menschen in den islamischen Ländern offnsichtlich besser im Vergleich zu den Menschen bei uns, die durch fehlende religiös-spiritelle Verankerung und fehlenden Sinnbezug ohnehin ein schwaches psychisches Immunsystem haben und durch ständiges Krisengerede und Angstmache weiter geschwächt werden.

      1. Wenn wir statt Schafe viellelcht Hamster nehmen (-> Hamsterrad), bin ich bei Ihnen und Wölfe bewundere ich ohnehin wegen ihrer hohen sozialen Intelligenz.

  20. „Auffälliger Anstieg der Kinder- und Jugendkriminalität“

    Jep die kleinen üben schon fleisig für das Mad-Max-Szenario. Ich muss zugeben das mich das Mad-Max-Fieber und die „Freude“ über die „finalen Festspiele“ auch schon gepackt und angesteckt hat. Meiner eins meint zum Beispiel sich einzubilden die Apokalypse mir einem 8-`er Pack „flint and steel“ (auch besser bekannt als Ferrrod https://www.amazon.de/makstore-Survival-Ferro-Rod-Kit/dp/B09F5NW7B8?th=1 ) und einer Japanischen Klappsäge von der Fa. Silky Typ. Big Boy 2000″ gut überstehen zu können

    ( https://www.amazon.de/Silky-Klapps%C3%A4ge-360mm-Klinge-gebogens/dp/B0014CA3JQ?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=X1HS2TS2H5XP&dib=eyJ2IjoiMSJ9.8-SwJEuLS24UaAkwg2s7z3yDFTWkPCEv90Q-WIf1tqbVebjwhiVeJKjuCs7-3nD7l4WLWASzEHR2p4JN7oQNN_a3KMXlLtJvxTj1SzExgo3uPw8EbqdbKIae_NxPWTSZWRJyoZL5UCv1rL6HHkXnSLVwNqTnH9yuH-Kmf1-UjU5lRnBcr4tPJWqDFna1Hwh8H6NSVy6apbeBJN3lRYdvmAc6H98pR9UU4JyxnEBO164.COvyzTtg8-uM7iXuiQY5BKz6heE244BqfvE4b9_c85Q&dib_tag=se&keywords=Big%2BBoy%2Bsilky%2Bsaw&qid=1743685700&sprefix=big%2Bboy%2Bsilky%2Bsaw%2Caps%2C82&sr=8-1&th=1 ).

    Und falls mich jemand trifft und ihr mich nach den Bomben fragen solltet was ich vor den Bomben getan habe, werde ich antworten: Komiker.

    1. Und noch was, ich will ja nicht drängeln aber lernt endlich ein „Sibiresches Lagerfeuer“ zu konstruieren und zum laufen zu bringen.

      https://www.youtube.com/watch?v=Lfe-S40nAgI

      Der You Tube hatt witziger Weise den passenden Namen „Survival Russia“ der Richtigere Name für meinen guten deutschen Freunde wäre allerdings „Survival Russian Army“.

      Nur ein schwarzes Späßle 🙂

      Das wäre schon mal die Grundausstattung und Regel Nummer eins für die „Mad-Max-Filmfestspiele“ wäre ja wirklich tragisch wenn in Nacht eins nach dem Zusammenbruch der Zivilisation die ganzen Ottos wegen Unterkühlung schon am ersten Tag aus dem Rennen ausscheiden würden.

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