
In Petropavlivska Borshchagovka in der Nähe von Kiew wurde am 2. November ein von Asow betriebenes „Gefängnis“ durch eine Aktion aufgedeckt, in dem vermutlich eingefangene Deserteure eingesperrt und misshandelt wurden. Es kam zu Tumulten. Der Vorfall erhält in der Ukraine große Aufmerksamkeit, weil es um die umstrittenen Zwangsmobilisierungen geht. Ich habe bereits berichtet, aber die Ereignisse und die Reaktionen verdienen weitere Aufmerksamkeit, auch nachdem Mainstreammedien wie die Süddeutsche sich nur auf „ukrainische investigative Medien“ berufen, die eine „russische Desinformationskampagne“ sehen wollen. Wenn das von der ehemaligen Pressesprecherin Julia Mendel, die von Selenskij sanktioniert und gerade wegen Hochverrat angeklagt wurde, im Rahmen einer AfD-Veranstaltung gesagt wird, kann es sich nur um falsche russische Propaganda handeln, ohne dass man den Vorwürfen nachgehen müsste. Tatsächlich gibt es nicht nur Proteste gegen Zwangsmobilisierungen, sondern auch Folter- oder Misshandlungsvorwürfe.
Behörden und regierungstreue Medien wollen Russland dafür verantwortlich machen und damit den Verdacht, für Missstände und Menschenrechtsverletzungen verantwortlich zu sein, vom „heiligen“ Freiwilligenverband Asow fernhalten. Dass in Russland der Vorfall ausgeschlachtet wird, wird so gedeutet, dass es nicht nur der prorussischen Propaganda dient, sondern angeblich auch von Russland gesteuert war, auch wenn es dafür keine Belege gibt.
Valentyna Moloda, Inhaberin einer Klinik für plastische und ästhetische Chirurgie, war mit einem gekauften ehemaligen Sanitätsfahrzeug vorgefahren, hatte moniert, nicht einem Mann (Andrei Kuleschow), der geschlagen worden war und in dem Gebäude festgehalten wurde, nachdem er vergeblich eine Anzeige beim Staatlichen Ermittlungsbüro erstattet hatte, und drei anderen zur Hilfe kommen zu können und schließlich Polizisten auf Knien angefleht, sie ins Gebäude zu lassen. Das hat sie auch auf TikTok mit Live-Bildern verbreitet. Dass sich schnell viele auf Polizei und Militär wütende Nachbarn und Angehörige einfanden, zeugt von der geladenen Stimmung im Land. Vieles bleibt bislang im Dunklen, Beteiligte werden von der Polizei eingesperrt oder eingeschüchtert. Dass die Aufmerksamkeit auf das Gebäude durch eine geplante Aktion und mit übertriebenen Behauptungen durch eine geplante Aktion geschaffen wurde, ändert allerdings nichts daran, dass Kritik an der Praxis von Asow und anderen Militäreinheiten berechtigt gewesen sein kann.
Vor dem Haus versammelte sich eine wütende Menge, die auch gegen die untätige Polizei vorging und trotz späterer Anwesenheit von Soldaten der Nationalgarde Polizeifahrzeuge und einen Bus beschädigte, nachdem die aus dem Haus in ihn gebrachten Männer befreit wurden. Der Eindruck musste entstehen, dass die Eingesperrten möglichst schnell weggebracht werden sollten. Die Polizei hatte die kursierende Darstellung, dass in dem Gebäude 40 Männer illegal festgehalten würden, als falsch bezeichnet. Tatsächlich waren es vermutlich weniger.
Vier der Eingesperrten wurden ins Krankenhaus gebracht, unbeantwortet blieb, warum dies nicht schon früher geschehen ist, wenn alles mit rechten Dingen gelaufen sein soll. Auch der 14-jähriger Oleksiy Pekur, der sich angeblich aus Neugier an den Protesten beteiligt hatte, auf die Mauer stieg, einen Stein von der Mauer warf und dann in die Hände der mit Schaufeln bewaffneten Asow-Bewacher fiel, wurde verprügelt und musste mit einem Krankenwagen abtransportiert werden. Er hat seine Version der Geschichte erzählt.
Natürlich fanden die Bilder über seinen Zustand, als er wie betäubt das Haus verließ, große Aufmerksamkeit. Verwunderlich ist daher nicht, dass er mitsamt seinem Vater nicht nur auf der berüchtigten Website Myrotvorets (Friedensstifter) als Feind der Ukraine bzw. „Abschaum“ landete. Nach einem Journalisten, der mit dem Vater in Kontakt stehen will, soll die Polizei Anklage gegen den Jungen erhoben haben: „Die Polizeibehörde von Butscha wirft dem Jungen einen Angriff auf einen Polizisten vor, obwohl das Kind zu diesem Zeitpunkt in der Schule war. Der Arzt hat keine korrekte Diagnose gestellt, sondern nur etwas hingeschrieben, um sich aus der Affäre zu ziehen – wer weiß, warum! Der Junge wird als Angreifer auf einen Polizisten hingestellt, obwohl alle gesehen haben, in welchen Zustand ihn Budanow und diejenigen, die sich um seinen Zustand „gekümmert“ haben, gebracht haben.“
Warum für die Menschen „Folterkeller“ bei den Freiwilligenverbänden nicht abwegig oder nur russische Propaganda sind
Der schnell herangeeilte Kommandeur der Nationalgarde Oleksandr Pivnenko bestätigte jedoch, dass sich Soldaten im Haus befanden, die desertiert waren, die also dort wahrscheinlich eben nicht freiwillig waren, aber auch nicht offiziell angezeigt wurden, sondern von Asow gewissermaßen unter der Hand eingefangen und festgehalten wurden, um sie wieder in den Einsatz zu zwingen. Nach dem Kommandanten hätten sich weitere 18 Soldaten im Gebäude aufgehalten, denen nichts fehle und die hätten telefonieren können. Die Angaben, wie viele Leute sich im Gebäude aufhielten, variiert enorm. Dabei bleibt im Dunklen, warum Asow solche Häuser betreibt.
Nach dem für das Gebäude zuständigen Kommandeur der Militäreinheit 3121 des 1. Korps der Asowschen Nationalgarde, Pawlo Kurtschenko, sollen sich 26 mobilisierte Soldaten neben dem Personal in dem Haus befunden haben. Nur zwei seien nach dem Nationalen Kriegsheimkehrerkommando (NWHC) zurückgekommen, zu den anderen fehlen Angaben. Er erklärt die Verletzungen der vier Männer so, dass Asow natürlich keinerlei Schuld trifft: „Das erste Opfer ist Andrij Kuleschow. Laut dem Kommandeur befand sich Kuleschow nach dem NWHC in Quarantäne zur Eingewöhnung in dem Haus. Das zweite Opfer ist Iwan Jareshko. Dieser mobilisierte Soldat stand unter Drogeneinfluss und griff die Anwesenden im Haus an. 3. Der Dritte ist Oleksandr Pawljutschenko . Laut Kommandant Kurtschenko verletzte er sich während seines Wehrdienstes (BZVP) am Rücken, als er bei einem Luftangriff in einen Schutzraum ging. Im Krankenhaus verstieß der Soldat wiederholt gegen die Dienstvorschriften, weshalb er zwangsweise entlassen und zu diesem provisorischen Einsatzort gebracht wurde. Der Vierte ist Oleksandr Perminow. In einer Militäreinrichtung rief der Mobilisierte andere zur Flucht auf und beging später selbst einen Terroranschlag, woraufhin er vom Militär festgenommen wurde.“
So die Geschichte, die aber auch enthält, dass Männer, die angeblich Probleme machen und diszipliniert/bestraft werden sollen, in einem von Asow angemieteten Haus festgehalten wurden. Das ist zumindest die Funktion der „Gruben“, die es schon länger gibt. Die Praktiken reichen hin zur Folter. Das wurde kürzlich auch beim 425. Sturmregiment „Skala“ aufgedeckt. 25-26 Rekruten, also Zwangsmobilisierte, seien dort seit Ende 2025 in den Ausbildungslagern, nicht im Kampfeinsatz, gestorben. Berichtet wurde von Schlägen, Misshandlungen, Einsperren und verspäteter medizinischer Hilfe. Rekruten würden zu Tode geprügelt. So gelang Alexander Semjonow die Flucht aus dem Stützpunkt seines Regiments in ein Krankenhaus in Kropywnyzkyj. Dort wurden schwere Verletzungen am Kopf, gebrochene Fingern, eine Schnittwunde am Rücken und zerkratzte Händen dokumentiert (Ukrainischer Regimentskommandeur: „Schießt auf die eigenen Leute, schießt auf alle, die unbefugt fliehen“).
Das ist ein Grund, warum Ukrainer es nicht abwegig finden, wenn von der Entdeckung eines „Folterkellers“ gesprochen wird und verletzte Soldaten zu sehen sind. Schließlich war das kein Einzelfall, ähnliches wurde von einer ukrainischen Journalistin im 225. Separaten Sturmregiment aufgedeckt. Die Informationen über brutale Praktiken bei den Zwangsmobilisierungen, in den Rekrutierungszentren und den Einheiten mitsamt den korrupten Strukturen der Bereicherung sind den Menschen in der Ukraine bekannt und sorgen bei denen für wachsende Wut, die nicht beteiligt sind oder davon profitieren (Preise im Mobilisierungsmarkt, um nicht eingezogen zu werden, Ukrainische Wirklichkeit: „Unser Ausbildungszentrum gleicht einem echten Gefängnis“).
Das Haus müsse schnell geräumt werden, gab der Kommandeur vor, bevor eine russische Rakete komme. Die Beschlagnahmung der Handys der Soldaten sei eine Sicherheitsmaßnahme, da viele Handys den Standort verdächtig machen. Die Verletzungen würden auf einen Drogenabhängigen zurückgehen, der sich mit anderen im Haus geschlägert habe, so die Version, die verbreitet wurde. Er sei AWOL (SZCh) gegangen, wollte aber nicht mehr zurück an die Front.
Niederschlagung der Protestierer, nicht Aufklärung über das Asow-Haus
Der frühere GUR-Chef und jetzige Leiter des Präsidialamts Budanow, der auch am Abend schnell kam, was die Bedeutung des Vorfalls herausstreicht, räumte ein, es gäbe viele solcher Häuser – die als geheime Gefängnisse oder „Gruben“ zur Disziplinierung von Soldaten dienen, muss man hinzufügen. Und er gab wie auch Asow-Kommandeur Proponenko die Richtung vor, wie der Vorfall zu behandeln ist: als russische Desinformationskampagne, um Asow und das Militär zu decken und die Aufklärung intern versanden zu lassen. Regierungstreue Medien spielen mit. Nach Budanow kam, gut möglich im Auftrag von Asow, ein Trupp vermummter Männer, um die Protestierenden gewalttätig zu vertreiben. Es fielen Schüsse. Der Ex-GUR-Offizier Ivan Pylypchuk will sie organisiert haben.
Nebenbemerkung: Budanows Äußerungen vor dem Haus gingen als Video durch die Medien. Er hatte russisch gesprochen. Das fand die fanatische ukrainische Beauftragte für den Schutz der Staatssprache, Elena Ivanovskaya, nicht in Ordnung, weil das so große Aufmerksamkeit und in der Öffentlichkeit stattfand. Budanow erhielt deswegen von ihr eine Geldstrafe. Ich hatte kürzlich über sie berichtet: Ukrainische Sprachkommissarin: „Die Sprache des öffentlichen Raums ist die Staatssprache. Punkt“.
Entsprechend schnell wurde gegen die mutmaßlichen Organisatoren des Protests und die Teilnehmer vorgegangen. Es geht offiziell nicht mehr um das, was in dem Haus geschah, sondern um die Repression gegen die Protestierer der „geplanten Kampagne mit externer Einmischung“, so das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat. Kritik ist unerwünscht, meint der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte: „Der Respekt gegenüber den Soldaten ist keine Belohnung dafür, dass sie fehlerfrei sind. Er ist die Norm in einer Gesellschaft, die um ihre bloße Existenz kämpft.“ Und Army Inform, eine Publikation der ukrainischen Armee, hebt den moralischen Finger, ohne zu fragen, woher die Wut kommen könnte: „In der Region Kiew gab es bereits echte Folterkammern. Sie wurden von den russischen Streitkräften zurückgelassen. Die ukrainischen Truppen haben ihnen ein Ende gesetzt. Doch in Petropawliwska Borschtschahivka reichte eine unbestätigte Geschichte über eine Folterkammer‘ aus, um einen Teil der Menge dazu zu veranlassen, ihre Verteidiger anzugreifen.“

So wurde Tetiana Kirieieva für 60 Tage in Haft genommen, die dem Mann ihrer Schwester, der sich in dem Haus befand, helfen wollte, medizinisch behandelt zu werden. Ebenfalls in Haft genommen wurde Valentyna Moloda, die wiederum von Kirieieva gebeten wurde, ihr zu helfen. Sie gab sich als Ärztin aus und kam mit einem Sanitätsfahrzeug und bat um Zugang zum Haus, während mehr und mehr Demonstranten sich einfanden. Auch der Fahrer ihres Fahrzeugs sitzt mittlerweile im Gefängnis. Kirieieva, die schon mal eine Friedenskundgebung organisieren will, wird natürlich verdächtigt, für Russland zu arbeiten. Vorgeworfen wird ihnen „die Behinderung der rechtmäßigen Tätigkeit der Streitkräfte und der unbefugten Verbreitung von Informationen über die Stationierung ukrainischer Militärformationen“. Darauf steht eine Freiheitsstrafe von fünf bis acht Jahren.
Zudem wurde die 22-jährige Valeria Ladyka zu 59 Tagen Haft verurteilt, weil sie versucht habe, den Bus der Nationalgarde umzuwerfen, was sie allerdings abstreitet. Sie kann gegen Zahlung einer Kaution entlassen werden, nicht aber der 18-jährige Iwan Parschonkow, der ebenfalls in Untersuchungshaft genommen wurde, weil er angeblich mit einem Hammer auf ein Polizeifahrzeug eingeschlagen hat.
Überdies hat die Nationalpolizei mit dem Inlandsgeheimdienst SBU 130 Personen identifiziert, die möglicherweise an den Unruhen auf der Petropavlivska Borshchahivka beteiligt waren. 27 seien an illegalen Handlungen beteiligt gewesen, 24 hätten sich „aggressiv verhalten, die Bevölkerung aufgehetzt und gezielt Konflikte mit Polizeibeamten und Angehörigen der ukrainischen Nationalgarde provoziert“. Polizisten sind in deren Wohnungen gegangen und haben sie vermutlich gezwungen, ihre Teilnahme an den Ereignissen vom 2. November zu bestätigen.

Angst vor den Kriegsgegnern
Das harte Vorgehen gegen die Protestierer belegt die Angst, die im Militär, bei den Sicherheitsbehörden und in der Regierung vor einem möglichen Aufbegehren der Bevölkerung, die den Krieg beenden wollen. Swjatoslaw Palamar, Stellvertretender Kommandeur von Asow, sah sich genötigt, in der Ukrainska Pravda angesichts des Vorfalls in Petropavlivska Borshchagovka und der Aufdeckung einer kriminellen Vereinigung um Callcenter und damit verbundener Korruption, in die der Generalstaatsanwalt, der SBU-General Serhij Duka und weitere Mitglieder von Sicherheitsbehörden verwickelt sind, einen Kommentar über die „interne Krise“ zu schreiben: „Die größte Gefahr für einen Staat liegt nicht immer an seinen Grenzen. Manchmal beginnt sie im Inneren. … Betrachten wir die letzten Tage. 3. November – ein Versuch, das Asow-Korps zu diskreditieren. 4. November – Korruptionsenthüllungen, allerdings inszeniert, was das Vertrauen in staatliche Institutionen erneut infrage stellte. 5. November – Informationsangriffe und Anschuldigungen gegen die Freiwilligenbewegung. … Das Militär steht zunehmend im Gegensatz zur Zivilbevölkerung.“
Auch der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates Ihor Klymenko, der auch in den Korruptionsfall verwickelt sein könnte, bezeichnete mit Bezug auf das Asow-Haus die Mobilisierung als eines der heikelsten Themen, das „die Gesellschaft schnell entflammt“. Ihm geht es dabei nicht um Aufklärung, sondern darum, solche Ereignisse zu verhindern: „Vor diesem Hintergrund tauchen Gruppen wie die der ‚Ärztin‘ (Valentina Moloda, 49-jährige Inhaberin einer Schönheitsklinik – Anm. d. Red.) auf. Das sind Leute, die einfach nur Geld verdienen wollen. Sie bekommen einen Auftrag und führen ihn aus. Es handelt sich um recht gut organisierte Gruppen. Der Staat muss unbedingt besser darin werden, solche Provokationen zu erkennen und zu verhindern, insbesondere während eines Krieges.“
Der Vorfall ist für die Ukraine bezeichnend, wo die Kriegsbefürworter auch wegen der grassierenden und brutalen Zwangsmobilisierungen mit den Friedensbefürwortern zunehmend im Clinch liegen. Symptomatisch ist, dass der Neonazi Yevhen Karas, seit 2025 Kommandeur des 413. Regiments für Unbemannte Systeme “Raid” und früher Führer der rechtsradikalen Gruppe C14 (jetzt Stiftung zum Schutz der Zukunft) und Maidan-Militanter, rief nach dem Vorfall dazu auf, sich zu organisieren und solche Proteste von Kriegs(dienst)gegnern in Zukunft wohl auch mit Gewalt zu bekämpfen, so muss man verstehen, wenn er ein Foto anfügte, dass ihn zur Maidan-Zeit mit einem Baseballschläger zeigt. Man müsse handeln, wenn der Staat nicht in der Lage ist, Ordnung herzustellen: „Es ist Zeit aufzuwachen. Während an der Front die Hölle los ist, breitet sich im Hinterland ein Virus ungehindert aus. Gestern griffen sie zu direkter Gewalt gegen alle Militärangehörigen. Kosaken, ihr fragt euch jetzt alle: „Wo, wann, was tun wir?“ – Ihr könnt nicht länger schweigen. Die gestrigen Ereignisse haben gezeigt: Wenn man etwas gut machen will, muss man es selbst tun. Respekt an das Militär, das sofort die Ordnung wiederhergestellt hat. Wir müssen schneller, entschlossener und koordinierter reagieren. Wollt ihr euch an der Reaktion auf die Gräueltaten dieser korrupten TikTok-Affen beteiligen und euch selbst, euer Land und eure Kameraden schützen?“
Wes Geistes Kind Yevhen Karas ist, der den Vierzehnjährigen u.a. als „Schimpansen“ bezeichnet, der ausgepeitscht gehört, lässt sich in einem Video mit zwei Kumpanen sehen.
Ähnliche Beiträge:
- Wladimir Sergijenko: Warum auch Kiew nicht alles macht, um die „Verteidiger von Mariupol“ zu retten
- Asow-Kommandeure haben Wohnungen in einem der teuersten Wohnkomplexe in Kiew erworben
- Der ukrainische Widerstand in Mariupol bröckelt weiter
- Totgeschwiegenes Thema: Wen unterstützt der Westen, wenn er vorbehaltslos „die Ukraine“ unterstützt
- Asow-Regiment: Journalisten sollen Abbuße leisten



Das sind also die „westlichen Werte“ die in der Ukraine verteidigt werden. Das die ukrainische Regierungsbehörden und Medien die eigenen Schweinereien verdecken wollen, das ist noch nachvollziehbar. Das aber auch westliche Strukturen da mitspielen, das lässt tief blicken. Denn entweder haben die gar nicht berichtet ( bis auf Ausnahmen) oder gleich die Position der ukr. Regierung übernommen. Brüder und Schwestern im Geiste, möchte man da sagen…
„Zudem wurde die 22-jährige Valeria Ladyka zu 59 Tagen Haft verurteilt, weil sie versucht habe, den Bus der Nationalgarde umzuwerfen“
Alle Achtung vor den Superkräften junger Ukrainerinnen. Da hatte die Nationalgarde wohl die Hosen voll.
„Superkräfte junger Ukrainerinnen.“
Über ihre Anwälte haben sie und ein paar andere, die involviert waren und verhaftet wurden, zu Protokoll gegeben, dass sie gar nicht wussten, was sich am Tatort abspiele, worum es gehe und einem Aufruf von pro-russischen Seiten im Internet befolgt seien:
„Wir kamen dort an und gerieten in die Menschenmenge. Alle riefen irgendetwas – vielleicht habe ich auch etwas gerufen. Vielleicht war ich nur ein bisschen lauter. Ich habe den Bus für 20 Sekunden aufgehalten, bin dann wieder weggegangen und habe mich an nichts anderem beteiligt. Wir wussten nicht, dass sich dort eine militärische Einrichtung befand. Hätte ich gewusst, was dort passiert, wäre ich niemals dorthin gegangen. Ich bereue es wirklich.“
Das sind wahren Helden der Kiewer Rus!
Zusammengefaßt: Die ukrainische Polizei hat die Leute verhaftet und ihnen mit langen Gefängnisstrafen gedroht, wenn sie nicht umgehend behaupten, auf russische Rattenfänger hereingefallen zu sein….
Sehr überzeugend! ungefähr so authentisch wie die Geständnisse unter der Heiligen Inquisition. Da sind wir wieder angekommen.
Eigentlich ist der Fall ziemlich aufgeklärt. Asow hat Frontsoldaten festgenommen und in ein Verließ verbracht, in dem es den Soldaten noch schlechter geht als an der Front. Soweit von Asow selbst zugegeben. Dass das Regiment hierfür keinerlei Berechtigung hat, wird schon gar nicht mehr erwähnt. Die machen, was sie wollen. Polizei und Justiz haben nicht die geringste Chance, das in einem Prozess zu klären. Auch diese 130 Beteiligten hat Asow ermittelt. Es wird auf das hinauslaufen, was in Odessa 2014 passiert ist. Die Täter kamen unbehelligt davon, bestraft wurden die Angehörigen, die Aufklärung verlangten. Diese C14-Organisation wurde schon im Jahr 2018 beschrieben und zwar nicht von Russen, sondern vom Atlantic Council.
https://www.atlanticcouncil.org/blogs/ukrainealert/ukraine-s-got-a-real-problem-with-far-right-violence-and-no-rt-didn-t-write-this-headline/
“Ukraine is sinking into a chaos of uncontrolled violence posed by radical groups and their total impunity. Practically no one in the country can feel safe under these conditions.” Das schon damals, lange vor dem Krieg.
Die Russen haben nun eigentlich alles bestätigt bekommen, was sie immer behaupten. Ausgerechnet Thomas Röper will hier aber einen Machtkampf zwischen verschiedenen Parteien sehen. Wobei auf der einen Seite Budanow und Asow stehen und unbekannte Akteure auf der anderen. Also ich weiß nicht. Auch dieser Röper kann irren.
Der Autor schreibt :
„Berichtet wurde von Schlägen, Misshandlungen, Einsperren und verspäteter medizinischer Hilfe. Rekruten würden zu Tode geprügelt.“
Warum lassen die Asow-“Helden“ die Männer, die sich weigern zu kämpfen, nicht einfach gehen ? Weil sie mit Lust misshandeln/foltern/töten !