Angriffe auf Rechenzentren: „Wir werfen für eine gewisse Zeit die ukrainische Armee ins 20. Jahrhundert zurück“

Das angeblich von der russische Armee bombardierte Be-Mobile-Rechentrum in Kiew. BIld: Be-Mobile

Die russischen Truppen haben ein großes Rechenzentrum in Kiew bombardiert. Auch der Iran hat bereits einige in der Golfregion angegriffen. Rechenzentren, die oft nicht gegen Luftangriffe geschützt sind, erweisen sich als eine Achillesferse für die moderne Kriegsführung. Mit deren Ausschaltung fällt auch Künstliche Intelligenz aus.

Im Zweiten Weltkrieg haben die Alliierten Deutschland durch den Luftkrieg geschwächt (morale bombing). Dabei wurden von großen Flugzeuggeschwadern Flächenbombardements mit Spreng- und Brandbomben vor allem auf die dicht bebauten Innenstädte und Industrieanlagen geführt. Der Einsatz von Atombomben gegen Hiroshima und Nagasaki machte noch einmal deutlich, dass es ohne Unterscheidung von zivilen und militärischen Zielen um großflächige und wahllose Vernichtung des Gegners ging.

Zwar gab es bereits am Ende des Zweiten Weltkriegs erste ferngelenkte, aber noch relativ ungenaue Bomben. Erst in den 1960er Jahren begann die Entwicklung von Präzisionsraketen (smart bombs), die im Ukraine-, aber auch im Iran-Krieg, verbunden mit ferngelenkten FPV-Drohnen und auch bereits ersten autonomen Drohnen, eine neue Kriegsführung auch hinter der Front ermöglichen. Der Gap zwischen Beobachten, Identifizieren und Zerstören wird mit der ferngesteuerten oder autonomen Munition aufgehoben und in Echtzeit überführt.

Im Iran wurde demonstriert, wie sich gezielt Personen aus der Führungsschicht töten und militärische Ziele zerstören lassen. Im Ukraine-Krieg werden einzelne Soldaten gejagt und getötet oder einzelne Fahrzeuge angegriffen, dokumentiert oft durch Beobachtung von weiteren Drohnen. Im Hinterland werden gezielt Gebäude oder Anlagen auch mitten in Städten angegriffen. Neben militärischen Zielen geht es um die Energie- und Versorgungsinfrastruktur, was wie das „morale bombing“ auch oder vor allem die Zivilbevölkerung einschüchtern soll. Schäden an Wohnhäusern werden oft durch abgeschossene Drohnen oder Raketen verursacht.

Im Iran und in der Ukraine geht es auch um Atomtechnik. Im Iran um die Verhinderung eines Atomwaffenprogramms, in der Ukraine auch um den Verzicht und etwaige Wiederbeschaffung von Atomwaffen, vor allem aber um die AKWs, die auf beiden Seiten zum Ziel von Angriffen werden könnten, was eine nukleare Katastrophe zur Folge haben könnte.

Offensichtlich wurde, dass die Kriegsführung völlig von der digitalen Vernetzung abhängt. Ohne Starlink und Plattformen wie Brave1, Data Room, Maven Smart System  oder MetaConstellation (Palantir) wäre die ukrainische Armee aufgeschmissen. Das Abkappen der russischen Streitkräfte von Starlink hat schnell Wirkung gezeigt, bis schnell ein russisches Pendant entwickelt wurde. Obgleich mehrere Staaten wie die USA, China und Indien vorgeführt haben, wäre es durchaus möglich, Satelliten auch vom Boden aus abzuschießen, aber um den Gegner ernsthaften Schaden zuzufügen, müssten viele Satelliten zerstört oder durch Explosion einer Atombombe in großer Höhe durch einen Nuklearen Elektromagnetischen Impuls (NEMP) ausgeschaltet werden.

Empfindlicher ist das Militär jedoch, wenn die Rechenzentren bzw. die Clouds zum Ziel von Angriffen werden. Sie sind der Kern der militärischen digitalen Infrastruktur und nur zum Teil in Bunkern tief im Granitfels oder durch dicken Stahlbetonmäntel geschützt. Das Pentagon lagert große Teil seiner Saten in Rechenzentren aus, die kommerziell etwa von Amazon, Google oder Microsoft betrieben werden. Erstmals haben iranische Truppen in diesem Jahr vom US-Militär genutzte Rechenzentren von AWS und Oracle in den Vereinten Arabischen Emiraten und Bahrain angegriffen und teilweise beschädigt. Gedroht wurde im März damit, auch andere Rechenzentren in Israel und der Golfregion anzugreifen.

„Rechenzentren sind mittlerweile entscheidendes Terrain“

Im Journal des Modern War Institute at West Point wurde Anfang September ein Bericht mit Verweis auf das Präludium im Nahen Osten über den Krieg gegen Rechenzentren veröffentlicht, die zu strategischen Zielen von hohem Wert werden. Schon jetzt gebe es mehr als zehntausend Rechenzentren weltweit, der KI-Boom sorgt dafür, dass schnell weitere, teils riesige Anlagen (digital megacampuses) gebaut werden, die abhängig von Energie- und Wasser-Infrastruktur sind. Die Verlagerung in den Weltraum, die Elon Musk vorschlug, dürfte vorerst ein Hirngespinst bleiben.

„Verteidigungsplaner müssen verstehen“, so die Autoren, „wie die KI-Infrastruktur das physische Einsatzgebiet verändert und welche geopolitischen und operativen Auswirkungen dies mit sich bringt. Rechenzentren sind mittlerweile entscheidendes Terrain, und militärische Befehlshaber müssen nicht nur überlegen, wie sie diese am besten nutzen können, um Chancen zu schaffen, sondern auch, wie sie sie im Konfliktfall verteidigen können.“ Besonders die riesigen Rechenzentren werden zu attraktiven Zielen. Ihr Ausfall wäre nicht nur eine Katastrophe für das Militär, sondern auch für die Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft.

Russland hat das Rechenzentrum Bi-Mobile in Kiew angegriffen

Am 11. September wurde das ukrainische Rechenzentrum Bi-Mobile in Kiew mit Präzisionsraketen und Kampfdrohnen angegriffen. Nach russischen Angaben wurde es auch vom ukrainischem Militär benutzt. VZ schreibt: „Experten rechtfertigen die Angriffe auf das Kiewer Rechenzentrum mit der Notwendigkeit, die gegnerische Befehlskette entlang der Kontaktlinie zu unterbrechen. Der Militärexperte Jurij Knutow erklärte, dass ähnliche Rechenzentren in der Ukraine mit dem Maven Smart System, einem von der amerikanischen Firma Palantir Technologies entwickelten System für künstliche Intelligenz, zusammenarbeiten. ‚Die Systeme erhalten Informationen über Kampfeinsätze sowie Daten aus abgehörten Telefongesprächen bestimmter ziviler Mobiltelefone, Geheimdienstberichte und Informationen über Sabotagegruppen‘, sagt er.“

Eingespeist würden auch Daten von europäischen Ländern: „Die Datenzentren verarbeiten die Informationen und erstellen mithilfe von KI-Technologien eine Zusammenfassung. Anhand dieser aggregierten Daten erteilt das Kommando den ukrainischen Einheiten an der Front Zielanweisungen und trifft Entscheidungen über Truppenkonfiguration und -verlegung.“ Knutov über die Folgen des Angriffs: „Für eine gewisse Zeit, während der Feind das System wiederherstellt, werfen wir die ukrainische Armee ins 20. Jahrhundert zurück.“ Nebenbei wird als Kollateralschaden aber auch die zivile Datenverarbeitung beeinträchtigt oder unterbrochen.

Erwartet wird, dass das russische Militär weitere Rechenzentren angreift, viele sind in Kiew oder in der Nähe der Stadt. In Kiew soll es mehr als ein Dutzend großer Rechenzentren geben. Sollte die russische Armee den Großteil der größeren Rechenzentren ausschalten, würden die ukrainischen Truppen wahrscheinlich erheblich geschwächt werden.

Ausschaltung von Starlink

Sollte Russland dann auch noch Starlink blockieren, wäre die Ukraine wohl nicht mehr verteidigungsfähig. Nach einem Bericht des American Foreign Policy Council (AFPC), der sich auf eine Simulation beruft, könnte eine in 400 km gezündete Atomwaffe mit einer Sprengkraft zwischen 500 Kilotonnen bis 2 Megatonnen einen Großteil des Satellitennetzes lahmlegen. 11.000 Satelliten würden binnen einer Woche funktionsunfähig. Der Einsatz einer Atomwaffe im Weltall bleibt allerdings unwahrscheinlich. Es würde jede rote Linie überschritten, auch wenn die Explosion das Leben auf der Erde kaum beeinträchtigen würde.

Russland baut beispielsweise mit Volna Kupol Garant ein mobiles System, um Starlink auszuschalten. Geblendet werden die Empfangsantennen der Satelliten mit einem starken Signal, so Tass. Dadurch sollen die Systeme an Bord ausfallen und die Bodenterminals funktionsunfähig werden: „Schon wenige Geräte können eine ganze Region lahmlegen. Werden Dutzende Geräte gleichzeitig aktiviert, könnte dies zu einer vorübergehenden Störung des Starlink-Betriebs führen.“ Angeblich wurde im August mit der Massenproduktion begonnen. Erste Systeme sollen bereits seit Juni im Einsatz sein und erfolgreich arbeiten. Ein System soll 15-25 Quadratkilometer an Fläche abdecken können. Vermutlich sollen damit zunächst wichtige militärische und wirtschaftliche Objekte vor Drohnen geschützt werden.

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher, zuletzt In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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20 Kommentare

  1. Im Iran wurde zuallererst vom Wertewesten demonstriert, wie präzise man eine Mädchenschule samt minderjähriger Insassinnen anzünden kann. „Drecksarbeit“ bezeichnete das dann ein bekannter deutscher Rechtsextremer. Die Justiz findet das auch nicht weiter schlimm.
    Derartige gezielte Angriffe auf Zivilisten sind von den aktuellen Feinden des Westens nicht bekannt.

    Mag sich jeder anständge Mitbürger seinen Teil denken…

    1. „Derartige gezielte Angriffe auf Zivilisten sind von den aktuellen Feinden des Westens nicht bekannt.“

      Der ist richtig gut! Haben Sie noch mehr davon?

  2. die „KI“, die die Kommentare überprüft, die „KI“, die die Kommentare überprüft, die „KI, die die Kommentare überprüft … alles selbst geschrieben, nichts kopiert. ich brächte es nie übers Herz, eine „KI“ zu beleidigen, zu verunglimpfen oder zu impfen.

  3. Schaut man sich die „Nachrichten der Qualitätsmedien“ dieser Tage an, bekommt man vermittelt, daß Russland neuerdings vor allem Passagierzüge angreift…. Und sowieso „Wohngebiete in Kiew“.

    Nein, sie greifen ganz gezielt kriegswichtige Infrastruktur an! So Waffenlager und Kommunikationszentren der Luftabwehr. Es wird wirklich eng für Kiew. und die EU hält die versprochene Gelder aus dem 90-Milliarden-„Kredit“ zurück, weil sie von Selenski Zusagen zur Aufteilung des Kuchens auch an die EU (nicht nur an die USA) haben will. Im Haushalt der Ukraine klafft derweil ein Loch von 49 Milliarden… Euro, nicht Hriwna! Und der Winter kommt bald…..

  4. Da lernen wir doch wieder etwas dazu.
    Ich frage mich schon lange, wie man in unserer technisierten Welt Krieg führen will – also richtigen Krieg.

  5. Egal, demnächst wird der Liter über 10€ Kosten, entsprechend gibt’s keine Kritische Infrastruktur die noch irgendwie Läuft. Und wenn es dunkel bleibt nützt die schnellste KI auch nichts mehr.

  6. Oh Gott, man darf doch keine Rechenzentren angreifen. jetzt wo wir ohne KI nicht mehr leben können.
    Wo soll das nur Enden. Wirklich brutal diese Russen … das ist doch inhuman, barbarisch….

  7. KI-Rechenzentren werden von Oligarchen
    und ihren schäbigen Politknechten
    benötigt, um nicht die Kontrolle über die
    Massen zu verlieren.

    Die Rüstungsindustrie hat bald On-Boardsysteme. Der Militärsatellit wertet
    seine Aufnahmen aus und schickt nur die Ergebnisse nach unten.

    Kannst du auch ! Alten Spielecomputer mit Wasserkühlung und reichlich RAM nehmen, offenes LLM drauf und die Titelmelodie von 007 “ Goooldfinger..“ singen….

    Open Source LLM Vergleichstabelle 09/26

    https://computingforgeeks.com/open-source-llm-comparison/

  8. Solange es operierende Netzwerkknoten gibt, kann die Ukrsine auch sonstwo rechnen lassen.
    Es braucht keine lokalen RZs auch wenn diese eine geringere Latenz haben.

    1. dann haben auch andere Zugriff auf diese Daten und ob das im Sinne der Ukraine liegt, auch oder gerade Verbündeten gegenüber, darf durchaus bezweifelt werden.

  9. „Wir werfen für eine gewisse Zeit die ukrainische Armee ins 20. Jahrhundert zurück“

    Frage an den Chef des Ladens: Wer ist „wir“? Sie und die Freunde des russ. Regimes, vielleicht?

    Also ich distanziere mich jedenfalls von den russischen Angriffskriegern.

    Ähm, noch was:

    “ Im Ukraine-Krieg werden einzelne Soldaten gejagt und getötet oder einzelne Fahrzeuge angegriffen…“

    Warum erzählen sie eigentlich nur die halbe Wahrheit?

    1. @schwarzblau 💬 Zitat: „Warum erzählen sie eigentlich nur die halbe Wahrheit?“ – Ein kluger und weiser Mann sagte vor vielen Jahren einmal: „Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?“

      Warum reden Sie und Ihre Freunde vom „russ. Regime“, aber nicht vom „US-amerikanischen Regime“ oder dem „EU-Regime“ oder vom „Selenskyj-Regime“?

      Mit „REGIME“ bezeichnet man eine Herrschaftsordnung, in der eine kleine „Elite“, die durch eine starke politische Machtkonzentration 👑 und ökonomische/finanzielle Vermögenskonzentration 💰 gekennzeichnet ist und diese Macht- und Vermögenskonzentration erhalten oder vergrößern will. Dazu verwendet diese „Elite“ verschiedene Methoden und Strategien unter anderem:

      ● die Einschränkung demokratischer Mitbestimmung 🗳️ ⚒️ ✊ 👥,
      ● die Kontrolle zentraler staatlicher Institutionen 🏛️ 🏦 ⚖️ 🏫 🎓
      ● die Einschränkung von Meinungs- und Pressefreiheit 🔇 🗣️🚫
      ● staatliche Propaganda und durch private Konzernmedien 📢📰 📺,
      ● mediale Überwachung der Bürger 👁️.

      Das geht dann bis zur direkten Repression, der politischen Verfolgung Andersdenkenker und gegebenenfalls gewaltsamer ⚔️ Unterdrückung der Opposition.

      Zur Einschränkung von Meinungs- und Pressefreiheit gehört aber nicht nur die offene und direkte Zensur = staatliche Verbote (das würde in Deutschland gegen das Grundgesetz verstoßen), sondern auch

      ● Selbstzensur opportunistischer Journalisten,
      ● vorauseilender Gehorsam von Beamten,
      ● Cancel Culture durch staatlich finanzierte NGOs,
      ● Framing, Nudging, Informationsselektion, Shadow Banning,
      ● Erzeugung von Konformitätsdruck,
      ● berufliche Sanktionen, Berufsverbote und vieles mehr.

      Im „demokratischen“ Deutschland und im „demokratischen“ Europa werden 2026 Journalisten/Bürger ohne offizielle Anklage, ohne gerichtliches/rechtsstaatliches Verfahren und ohne rechtskräftiges Urteil durch Sanktionen der EU-Exekutive mit der deutschen Regime-Chefin Ursula von der Leyen für vogelfrei erklärt. Oder sollten Sie noch nie etwas von Hüseyin Doğru und Jacques Baud gehört haben❓

      Und dann gab es vor ein paar Jahren eine „Journalistin“ bei der ARD, eine „Fachfrau für Medizin, Virologie, Biologie, Chemie, Soziologie, Demokratie, Rechtswissenschaften und Statistik“ und „Expertin für Meinungsmache und Propaganda“, die kritische Bürger und Denker in Deutschland mit den Worten: 💬

      „Na, herzlichen Dank an alle Ungeimpften. Dank Euch droht der nächste Winter im Lockdown.“
      „Alle Impfverweigerer müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, an der derzeitigen Situation mit schuld zu sein.“
      „Und sie müssen sich fragen, welche Mitverantwortung sie haben an den wohl tausenden Opfern dieser Corona-Welle.“

      diffamierte, denunzierte, diskredierte, delegitimierte, stigmatisierte, sozial ausgrenzte und zum gesellschaftlichen Sündenbock für die Pandemie erklärte. Diese kleine Ex-ARD-Journalistin und „Fachfrau“ (siehe oben) mit dem Namen Sarah Frühauf ist die Karriereleiter ganz steil nach oben gefallen und seit 2025 Referatsleiterin im Bundesinnenministerium von Alexander Dobrindt (CSU).

      Wenn man mit dem Finger auf andere zeigt 👉, aber gleichzeitig den Misthaufen 💩 im eigenen Land ignoriert 🙈 🙉 🙊, das nennt man Propaganda. Aber die gibt es ja bekanntlich nur im „russ. Regime“ und beim „Kinamann“.

      1. „Warum reden Sie und Ihre Freunde vom „russ. Regime“, aber nicht vom „US-amerikanischen Regime“ oder dem „EU-Regime“ oder vom „Selenskyj-Regime“?“

        Weil das nun mal Fakt ist. Da beisst die 🐁 keinen Faden ab. (Sie haben ja die Merkmale selbst aufgezählt.)

        Und vom „US-amerikanischen Regime“ oder dem „EU-Regime“ oder vom „Selenskyj-Regime“ reden Sie und Ihre Freunde ja schon bis es einem zu den Ohren rausquillt. Da muss ich die staatliche russische Sichtweise nicht auch noch nachplappern.

        Und wenn Sie und Ihre Freunde einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des russischen REGIMES – falls der nicht gleich geleugnet wird – nur als „Splitter“ sehen, dann darf man diese Meinung – von mir aus – haben. Aber man sollte nicht davon ausgehen, dass die einfach mal so unwidersprochen stehen bleibt.

  10. “Cloud bombing“

    Der Artikel zeigt sehr gut auf, wie begrenzt und nur zum kurzfristigen Vorteil militärisches Denken angelegt ist – ein Denken, das die gesamte westliche Sichtweise und Handlungsrichtung prägt. Das „dezentrale Internet“ wurde vom Militär entwickelt, im „Cloud-Computing“ weiterentwickelt, um genau die beschriebenen lokalen Verwundbarkeiten zu eliminieren, und inzwischen hat das Militär das völlig ausgeblendet und betreibt zentrale Rechenzentren, die jetzt geschützt werden sollen. Die Antworten, die das Militär liefern wird, sind dabei schon klar: Die Wolken einbuddeln und das an möglichst vielen Orten, um Redundanzen zu erzeugen. Ist zwar teuer, aber egal.

    »Wehrhaftigkeit« ist jedenfalls zwingend notwendig: Wehrhaftigkeit gegen militärischen Schwachsinn, der maßlos Ressourcen verschwendet, militärische Denkweisen, deren Halbwertszeit unter dem von angedetschten Obst liegen, und vor allem gegen jegliches Militär selbst und sonstige institutionalisierte Mordlust (wenn eine Uniform und Lametta sooo wichtig ist, geht doch in Karnevalsvereine). „Cloud bombing“, Wolken bombardieren, kannst’e dir nicht ausdenken so einen Quatsch…

  11. Dann werden halt KI-Rechenzentren ausserhalb der Ukraine genutzt. Es ist ja nicht so, dass die Daten noch mit einen LKW in die Ukraine transportiert werden müssten.

    1. Die Daten der NATO- Zentrale in Wiesbaden- Erbenheim, Clay Barracks, kommen auch ohne ukr. Rechenzentren an die Drohnenleitstellen.
      Aber die ukr. Rechenzentren dienen ja vor allem den Callcentern, wo in großem Umfang Telefon- und Internetbetrug stattfindet. Und zwar weltweit. Und die eine lukrative Einnahmequelle für das Selensky- Regime darstelle

      1. 😂😂😂 Na prima, dann hört jetzt weltweit der Internetbetrug auf. Putin sei Dank. Ich liebe diesen Weltpolizisten.
        Aber warum stand von dieser Heldentat nichts im Artikel? 🤔🤔🤔

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