
Zu den Osterfeiertagen werden wieder in vielen Städten jeweils einige hundert bis wenige tausend Menschen auf die Straße gehen: Sie demonstrieren im Rahmen der traditionellen „Ostermärsche“ für Frieden und gegen Aufrüstung. Wer Kriege warum vorbereitet und führt, prangern sie allerdings nicht an. Ein offener Brief an die Demonstranten mit einigen bescheidenen Hinweisen:
Liebe Ostermarschierer,
nun geht ihr wieder auf die Straßen in Deutschland und wendet Euch gegen Krieg und Aufrüstung. Das ist angesichts Ansagen der herrschenden Politik, Deutschland müsse kriegsfähig werden, und der sie dabei unterstützenden führenden Medien erst einmal zu begrüßen. Dass die Bundesregierung es nicht nur beim Wunsch belässt, wisst Ihr auch: Sie rüstet so auf wie nie, mit Milliarden Euro-Ausgaben für die Bundeswehr und der Stationierung von neuen US-amerikanischen Mittelstreckenraketen.
Warum macht Deutschland das? Einer Eurer Aufrufe, zum Ostermarsch Rhein-Ruhr, typisch für viele weitere, erklärt das so:
„Begründet wird diese enorme Aufrüstung mit einem angeblich bevorstehenden Angriff durch Russland. Doch schon heute ist die NATO Russland militärisch deutlich überlegen, wie eine Studie renommierter Friedensforscher im Auftrag von Greenpeace 2024 eindeutig nachwies. Darüber hinaus sind keine Angriffspläne Russlands bekannt.“
Ihr bezweifelt die Behauptung der Bundesregierung, Deutschland und Europa würden in nächster Zeit von Russland angegriffen werden. Zu Recht, hierfür gibt es keinen Beleg, und es ergibt aus russischer Sicht auch keinen Sinn. Dieser Erzählung sitzt Ihr nicht auf, sie ist Propaganda.
Liebe Ostermarschierer,
Fest steht aber: Die deutschen Politiker kalkulieren offen mit Krieg, wollen der Bevölkerung auf allen ihren Kanälen Kriegswilligkeit einbläuen.
Nur: Welchen Zweck verfolgen sie? Was treibt die politische Elite dazu, warum kalkuliert sie einen Krieg? Das ist die entscheidende Frage, wenn man sich der Kriegshetze und -vorbereitung entgegenstellen will. Was kommt da von euch? Um die Antwort darauf drückt Ihr Euch herum.
Dabei tun die Politiker offen kund, welches leichenträchtige Programm sie mit ihren Staatsbürgern vorhaben: Dieser Staat will mit der EU die Atom- und Großmacht Russland auf dem Ukraine-Schlachtfeld besiegen, will in Europa zur stärksten konventionellen Militärmacht aufsteigen. Und im Hinblick auf die allerletzte Waffe, die Atombombe, macht man sich auch bereits Gedanken. Kein Geheimnis, und Ihr beklagt das auch als eine „Politik der militärischen Stärke und Konfrontation“, „anstatt im Dialog Rüstungskontrolle und die Gewährleistung gegenseitiger Sicherheitsgarantien zu erarbeiten“. Ihr meint das offenbar als zwei gegensätzliche Strategien – die eine führe zum Krieg, die andere zum Frieden. Euer wohlmeinender Ratschlag an die Herrschaften in Berlin und anderswo: Weniger rüsten, mehr reden!
Dabei sind „rüsten“ und „reden“ im Alltag der Konkurrenz der Staaten keine Gegensätze. Man redet miteinander über die für einen selbst möglichst besten Handelsbedingungen und Geschäftsgelegenheiten der Wirtschaft im fremden Land, über Bündnisse gegen andere unliebsame Nationen, über die Benutzung von billigen Arbeitskräften und die Ausfuhr wichtiger Rohstoffe. Und die Weltmächte reden miteinander über Rüstung. Jedenfalls haben sie es getan, bis die USA die Verträge zur Begrenzung der Waffenarsenale kündigten und nun wieder Mittelstreckenraketen in Deutschland aufstellen wollen.
Die Rüstungskontrollgespräche von einst hatten nicht Frieden zum Zweck. Sondern sie dienten dem aktuellen Vergleich der Potenzen der Gegenseite. Dabei kann dann auch herauskommen, dass eine Waffengattung für beide Seiten in ihrer Konfrontation verzichtbar ist und man sie sich deshalb spart. Beispielsweise zogen in Europa die USA und die Sowjetunion 1987 ihre Mittelstreckenraketen ab – unter ungebrochener Aufrechterhaltung ihres Potenzials, sich wechselseitig vernichten zu können.
Liebe Ostermarschierer,
der „Dialog Rüstungskontrolle“ setzt natürlich voraus, dass Staaten über eine ausgewachsene Rüstung verfügen. Sonst gäbe es ja nichts zu bereden. Aber warum benötigt jeder Staat, der in der Welt etwas darstellen will, diese Gewalt? Wegen der „Sicherheit“, und dafür braucht es „gegenseitige Sicherheitsgarantien“, ist von Euch zu vernehmen.
Was ist mit dieser „Sicherheit“ gemeint? Die eurer Familie, die eures Jobs, die eurer Wohnung oder eures Hauses? Nein, hier geht es um Höheres: die Sicherheit von Staaten, ihrer Grenzen und ihrer exklusiven Gewalt über Wirtschaft und Volk. Diese Sicherheit ist offenbar permanent bedroht – von allen anderen Staaten, die ihrerseits um ihre Sicherheit besorgt sind. Wenn aber alle sich nur um ihre Sicherheit kümmern und ihrerseits niemanden angreifen wollen – wie kann es dann ständig zu Kriegen kommen? Das kann schon rein logisch nicht stimmen.
Ihr habt davon gewiss schon oft gehört: Staaten wie Deutschland müssen sich nach Aussagen ihrer führenden Figuren stets „verteidigen“, sie haben „Interessen“. Die gelten weltweit, entsprechend sind sie überall von anderen Staaten gefährdet, die diese „Interessen“ nicht akzeptieren. So „verteidigt“ Israel sein Interesse an einem vergrößerten Staat ohne Palästinenser, indem es diese Palästinenser in Gaza, im Westjordanland und im Libanon bekämpft und vertreibt. Die USA haben kein Interesse daran, dass der Iran eine Atombombe bauen und einsetzen kann. Die Vereinigten Staaten „verteidigen“ ihr Interesse an einem botmäßigen iranischen Staat, der sich von den falschen Freunden in China und Russland gefälligst verabschieden soll. Und Deutschland „verteidigt“ gemeinsam mit den Staaten der Europäischen Union sein Interesse, Russland im Ukraine-Krieg zu besiegen und damit den Konkurrenten um die Vorherrschaft in Europa.
Auf den so oft bemühten Begriff der „Sicherheit“ bezogen: Staaten konkurrieren ständig um Reichtum und sie flankierende Macht. „Sicher“ kann sich deshalb niemand fühlen. Alle schaffen sich so viele Waffen wie möglich an, um damit Widerstände gegen ihre Interessen zu unterbinden.
Die Armeen sind allerdings nur das letzte Mittel, wenn ökonomischer Druck und diplomatische Erpressungen nicht fruchten. „Friedliche“ Abkommen zur Benutzung von Arbeitskräften, der Ausbeutung von Rohstoffen, dem ungestörten Export gewinnträchtiger Waren ins Ausland und der gegenseitigen Versicherung, Freunde statt Feinde zu sein, sind die Regel. Bis zum Beweis des Gegenteils – also dass die Freunde ins feindliche Lager gewechselt sind, sie gegen die Vereinbarungen verstoßen oder gar beides. Dann wird es zwischen diesen Staaten, vorsichtig gesagt, ungemütlich.
Liebe Ostermarschierer,
trotz allem setzt Ihr weiter auf eine „neue europäische Friedensordnung gegenseitiger Sicherheit, friedliche Koexistenz mit Russland und auch mit China“. Die Staaten sollen bitte schön lieb zueinander sein und das mit der Aufrüstung und der Kriegsvorbereitung lassen. Verzeiht die etwas sarkastische Formulierung. Aber zu einer solchen Forderung kann man nur kommen, wenn man die Gründe für die Gegensätze der Staaten auf dieser Welt ignoriert. Weiß man um sie, siehe oben, sind diese Herrschaften auch die falschen Adressaten. Denn sie verfolgen ja ganz gezielt ihre aus ihrer Sicht berechtigten Interessen, die sie gegen Widerstände verteidigen.
Ein Appell an die Regierenden, das aufzugeben, muss deshalb ungehört bleiben. Deutlich vernehmbarer und vor allem konsequent wäre, ihnen die Gefolgschaft aufzukündigen. Mithin diesem deutschen Staat mitzuteilen: Wir machen bei Eurer Kriegsvorbereitung nicht mit! Weder gehen wir weiter brav arbeiten für Euren Reichtum, der Eure Aufrüstung finanziert. Noch stehen wir bereit, für Eure Ziele zu töten und zu sterben. Denn Eure Interessen sind nicht unsere Interessen! Mit Eurer „Sicherheit“ haben wir nichts zu tun. Verteidigt sie doch alleine!




Lieber „Björn Hendrig“, nimm doch einfach an einem Ostermarsch teil – und rede dort mit den anderen Teilnehmern. Dort sind Deine „bescheidenen Hinweise“ sicher willkommen.
Mir wäre ein Revolutionsmarsch ja auch sympathischer; am Ostermarsch nehmen aber die Leute teil, die sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner – Kein Krieg! – einigen können. Und das sind dann – angesichts der realen Kriegsvorbereitungen – auch noch nicht genug Leute. In solcher Situation den „Ostermarschierern“ mangelndes Realitätsverständnis zu assistieren, heißt eigentlich: „Was sollen denn Eure blöden Ostermärsche, das greift doch eh alles viel zu kurz.“
Das ist genau die Unterstützung, die jetzt gebraucht wird.
Hendrig hat doch erklärt, dass die Durchsetzung deutscher Interessen ohne beständige Kriegsplanung nicht zu haben ist. Das SICHERHEIT der dafür gebrauchte ideologische Titel ist, den sich alle im Bundestag vetretenen Parteien auf ihre Fahnen schreiben müssen und es auch tun. Und einen Appell (Ostermarsch) an diese Parteien hälst du für ein taugliches Mittel?
„1960 wurden in der Bundesrepublik Deutschland die ersten Ostermärsche aus dem pazifistischen Aktionskreis für Gewaltlosigkeit heraus angeregt, ..“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Ostermarsch)
Seit dem 🚩 16. März 2020 🚩braucht man nicht mehr Marschieren das Thema hat sich komplett erledigt. Ihr habt im Home-Office auf Zustimmen geklickt und ihr werdet nicht’s mehr besitzen und glücklich sein.
„Darüber hinaus sind keine Angriffspläne Russlands bekannt.“
„Ihr bezweifelt die Behauptung der Bundesregierung, Deutschland und Europa würden in nächster Zeit von Russland angegriffen werden. Zu Recht, hierfür gibt es keinen Beleg,…“
Einmal mehr – völlig unabhängig von meiner Meinung zu einer Angriffs-Wahrscheinlichkeit:
Welche Art von „Belegen“ meint man denn? Die oben verneinten Angriffspläne? Würden die beizeiten im Amtsblatt veröffentlicht? Oder erwartet man eine Erklärung Putins auf X oder ein Video auf TikTok?
Diese Formulierungen finden sich ständig und überall in den Alter_Naiven Medien. Was soll das?
Das soll heißen, dass es keine Erkenntnisse aller US-Geheimdienste gibt, die Russen würden den Westen angreifen. Schenkt man, aus verständlichen Gründen, den US-Geheimdiensten keinen Glauben, versucht man es mit dem gesunden Menschenverstand.
Die Russen sind nicht auf der Suche nach Lebensraum im Westen, im Gegenteil, sie haben eher zu wenige Einwohner für das gigantische Territorium. Sie müssen auch keine Rohstoffe irgendwo erobern, weil sie selbst genug davon haben. Und abschließend wäre es auch noch ein unkalkulierbares Himmelfahrtskommando, wenn man annimmt, dass der Angreifer bei Mann und Material mindestens 3-fach überlegen sein müsste. So blöd ist Putin nicht.
Sollte dich das nicht überzeugen, solltest du dringend Rat suchen.
Thema verfehlt.
Der Angriff Russlands wird einfach behauptet.
Wie damals die Pandemie ohne Krankheit.
Die Russen müßten ja mit dem Klammerbeutel gepudert sein, wenn sie sich dieses Europa ans Bein binden wollten.
Eigene Rohstoffe? Fehlanzeige, müßte aus RU billigst geliefert werden.
Hochtechnologie? Noch mehr Fehlanzeige
Autoindustrie? War einmal, jetzt nicht mehr….
Bildung, Fachkräfte usw? Vergiß es, die Abiturienten können einen Text nicht mal lesen, geschweige analysieren. Bei Mathe siehts nicht besser aus.
Geld? Befindet sich alles in der Ukraine.
Dafür hat Europa aber eine desolate Infrastruktur zu bieten, was Schulen, Straßen, Bahnverkehr, Brücken und sonst noch alles betrifft.
In diese EU soll Putin einmarschieren wollen? Echt jetzt?
Obwohl der Otto-normal-europäer wahrscheinlich heimlich genau für diesen Rettungsanker betet…..
Wenn sogar sämtliche US-Geheimdienste keinerlei Anzeichen und Informationen haben, dass Russland einen Angriff auf West/Mitteleuropa planen könnte, dann darf man ruhig von diesen Belegen ausgehen, dass sie korrekt sind.
Auch US-Geheimdienste können irren und auch US-Geheimdienste sagen nicht immer die Wahrheit, das stimmt.
Aber: jetzt kommt Logik ins Spiel – Russland bzw. Putin hätte nicht den allerwinzigsten logisch begründbaren Anlass, einen Angriff auf die EU oder NATO zu starten. Nicht den geringsten, wie andere bereits geantwortet haben.
Und eins ist auch belegt und nachgewiesen: Putin handelt immer rational und wohlüberlegt. Auch wenn einige Schwachköpfe in den Medien oder in der Politik irre daherschwafeln und Putin irgendetwas irrationales, heimtückisches, dummes oder was weiß ich unterstellen wollen, so sprechen diese lediglich von ihrem eigenen geistigen Zustand, aber sicher nicht vom Strategen Putin.
Der „Westen“ spiel Monopoly, Russland spielt Schach.
Aber warum erzählt man den Leuten fünfmal am Tag, dass „Putin uns angreifen wird“?
Warum hausierte Bill Gates jahrelang mit der Behauptung, dass eine Pandemie kommt?
Weil man Menschen „programmieren“ kann. Und irgendein Kriegsgrund ist schnell arrangiert. MH-17? Irgendwas mit Nowitschok? Sender Gleiwitz?
Guter Text, fast alles wichtig und richtig.
Bloß bei den beiden ersten Sätzen hätte ich Bedenken:
„nun geht ihr wieder auf die Straßen in Deutschland (…) Das ist angesichts Ansagen der herrschenden Politik (…) erst einmal zu begrüßen.“
Wieso solche Demonstrationen „auf den Straßen“ „zu begrüßen“ sein sollen, leuchtet mir gar nicht ein. Das würde mir selbst dann nicht einleuchten, wenn die Demonstranten Hendrigs richtige Überlegungen in ihre Parolen einbeziehen würden.
Denn was ist eine Demonstration? Da zeigen Leute, dass sie entweder eine andere Meinung als die Regierung haben oder dieselbe Meinung wie die Regierung.
Letzteres heißt dann Regierungsparade, die mit und ohne formelle Einbestellung der Jubelperser durch die Regierung initiiert werden kann. Bekannte Regierungsparaden der jüngeren Vergangenheit fanden/finden etwa anlässlich des „Kampfs gegen Rääächtzs“ statt und der aktuellen Ulmen-Erfandes-Inszenierung.
Alle Demonstrationen sind staatlicherseits nur unter der Voraussetzung statthaft, dass sie friedlich und folgenlos für das Handeln der Herrschenden bleiben.
Mehr noch: Die Herrschenden haben deshalb sogar großes Interesse daran, dass BRD-Insassen ihren Dampf auf solchen Demonstrationen ablassen. Das ist den Herrschenden so wichtig, dass sie sich das sogar in ihr Grundgesetz geschrieben haben (Art. 8): Alle Deutschen haben das Recht, sich friedlich und ohne Waffen usw usf.
Wenn sich nun also wieder Ostermarschierer treffen, um gegen Aufrüstung und für Frieden zu demonstrieren, dann steht bereits vorab fest, dass die Regierung keine einzige Patrone weniger produzieren lässt, als sie nach ihrer vom Ostermarsch völlig unabhängigen Berechnung für nötig hält und keinen Tag länger auf ihre geplanten Kriege verzichtet, als sie es aufgrund ihrer vom Ostermarsch völlig unbeleckten Planung vorsieht.
Da das so ist und die Regierung dem Ostermarsch dennoch zu seinem grundgesetzlich garantierten Recht auf folgenloses Dampfablassen verhilft, kann es sich beim Ostermarsch eben auch nur um eine Regierungsparade handeln, selbst wenn die Parolen hier GEGEN das Regierungshandeln gerichtet sind.
Und genau so wird die Regierung bzw. das staatliche Gewaltmonopol den Ostermarsch auch verstehen. Ganz nach dem Motto:
„Wir zwingen euch zum Abschlachten und Abgeschlachtetwerden in unseren Krieg. Ihr dürft sogar folgenlos dagegen demonstrieren. Na wenn das kein weiterer Grund ist, unser schönes Grundgesetz demnächst auch an der Ostfront zu verteidigen!“
Deshalb ist eine Teilnahme am Ostermarsch keinesfalls „zu begrüßen“, wie Hendrig meint. Weil der Ostermarsch (ganz automatisch) auch nur denjenigen zur Ehre gereicht, gegen deren Handeln er gerichtet ist.
Viele halten das System hier noch für eine Demokratie, einen Rechtsstaat usw. Was man halt so erzählt.
Trump führt Kriege, um zu gewinnen. Laut ntv Text soll er bereit sein, für einen Frieden mit dem Iran die Blockade der Straße von Hormus in Kauf zu nehmen. Da die USA zu den Öl und Gas exportierenden Ländern gehören, wäre sogar das ein Gewinn für sie. Die Frage, wozu die BRD aufrüstet, wird gar nicht beantwortet, da die Regierenden sehr wohl wissen, dass die BRD sich einen direkten Krieg mit Russland nicht leisten und Russland nicht besiegen kann. Es geht darum, den Stellvertreterkrieg in der Ukraine fortzusetzen, bis man den Notstand erklären und die BRD in eine Diktatur verwandeln kann. Im Verteidigungsfall, der schon durch russische Vergeltungsschläge einträte, z. B. einen Raketenangriff auf einen Rüstungskonzern, können nach Art. 115h GG keine Wahlen stattfinden. Dann ist die Diktatur der Blockparteien perfekt. Die Befehls- und Kommandogewalt über die Bundeswehr geht vom Bundesminister der Verteidigung auf den Bundeskanzler über. Kommt es deshalb infolge von Protesten zum inneren Notstand, wird mit Sicherheit die AfD verboten. Letztlich geht es darum, auf diktatorische Weise einen Staatsbankrott zu Lasten der Bevölkerung durchzuführen.
Die Friedensbewegung müsste also gegen die faschistischen Pläne der Bundesregierung demonstrieren, etwa „gegen Notstand und Faschismus“.
Da hat einer zuviel Panzerschokolade im Studium konsumiert mit den heutigen Spätfolgen!
Dir würde ein bisschen Panzerschokolade nicht schaden, um dich aus dummer Trägheit aufzuwecken.
„Ein Appell an die Regierenden, das aufzugeben, muss deshalb ungehört bleiben. Deutlich vernehmbarer und vor allem konsequent wäre, ihnen die Gefolgschaft aufzukündigen. Mithin diesem deutschen Staat mitzuteilen: Wir machen bei Eurer Kriegsvorbereitung nicht mit! Weder gehen wir weiter brav arbeiten für Euren Reichtum, der Eure Aufrüstung finanziert. Noch stehen wir bereit, für Eure Ziele zu töten und zu sterben. Denn Eure Interessen sind nicht unsere Interessen! Mit Eurer „Sicherheit“ haben wir nichts zu tun. Verteidigt sie doch alleine!“
Völlige Zustimmung! Ostermärsche, oder generell Demos, bei denen Schilder hochgehalten werden und Kundgebungen stattfinden sind ja schön und gut, um anhand der Teilnehmerzahl den Machthabern ein bisschen zu zeigen, was ihre Wähler so denken, aber sie sind auch nicht wirklich etwas, das Wirkung zeigt. Dass die Meinung der Bürger – der Wähler – den Machthabern völlig am Allerwertesten vorbei geht, hat ja nicht nur das dümmliche B-Bock schon offen kundgetan. Nein, sie zeigen es uns tagtäglich durch ihr Handeln oder auch Nicht-Handeln – siehe Energiekosten durch den Irankrieg, vorher durch Handeln, indem sie Russlandsanktionen verhängten.
Es gab einmal die Doku-Serie von „Sea Shepherd“, bei der Paul Watson die Aussage machte, dass er sich gezwungen sah, aktiv zu handeln und etwas zu tun, das etwas bewirkt, als er mit dem Schiff auf Jagd nach Walfängern ging. Er konnte es nicht mehr ertragen, gegen das Abschlachten von Walen mit „devotem Schilder-Hochhalten zu begegnen“, denn das interessierte genau gesagt „keinen Arsch“, weil es nichts bewirken kann.
So ist das auch mit unseren selbsternannten „Eliten“, die für Krieg trommeln und hetzen – man etwas gegen sie tun, das etwas BEWIRKT und da gehört, auch von den Propaganda-Mainstream-Medien meist ignoriertes Schilderhochhalten nun mal nicht dazu.
Ein völlig überflüssiger Artikel. Als ob wir nicht längst alle wüßten, dass die permanenten verzweifelten Appelle einer sehr kleinen Minderheit die Machthaber völlig unbeeindruckt lassen. Auch wenn die Teilnehmer der Friedens- und Ostermärsche um einen Faktor von 100 wachsen würde: kein Effekt. Man muss nur an die riesigen Demonstration in UK und anderswo erinnern, bevor Blairs Soldaten mit denen von Bush gegen Irak zogen.
Nur: was könnte einen wirklichen Effekt haben? Man komme nicht mit Revolution! Wer bitte schön sollte denn eine solche veranstalten können? Traurig feststellen zu müssen: nichts geht mehr.
Natürlich werden sie das tun – die Alternative wäre nicht weniger als eine komplette Revolution. Nicht dass ich dafür nicht zu haben wäre, aber wenn ich mich so umsehe, sieht’s nicht gerade danach aus…
Die 0.2 % Träumer und Idealisten stören keinen, die Abnutzung der Strasse ist gering. Pazifistische Parteien bleiben in Deutschland unter 2%.
Eine Revolution ist ganz und gar abwegig. Dafür beantragt der Deutsche erst die Revolutionserlaubnis beim Amt für Zivilschutz und wartet geduldig zehn Jahre auf Antwort !
Das Denken ist dem Deutschen und gar abhanden gekommen, ein Gewissen ist im Regelgall nicht vorhanden.
Da bleibt nur das Schicksal des Tyrannosaurus Rex: Aussterben.
Wie @H.L. richtig sagt, sind die russischen Angriffspläne auf Europa eine Behauptung der Regierung(en) und MSM . Es ist nicht notwendig, diese Behauptung mit Geheimdiensterkenntnissen zu kontern, sondern Beweise für diese Behauptungen einzufordern. Das passte durchaus auf ein Transparent der Ostermarschierer.
Es hilft nichts, gut gemeinten Hinweise an Ostermarschierer zu richten oder solche Aufforderungen hier bei OM zu publizieren: Diese einfache und harmlose Forderung nach Beweisen, Belgen oder wenigstens Plausibilität muss ihren Weg in die breite Öffentlichkeit finden.
Mal so als Tipp für einen niederschwelligen Claim:
„Während die Russen in ihrem unverkauften Öl ersaufen, saugen bei uns die Zapfsäulen die Brieftaschen leer!“