Alarm: Witwen- und Witwerrente sind in Gefahr!

Bild: Marco Verch/ccnull.de/CC BY-2.0

Die Empfehlungen der Alterssicherungskommission wurden emphatisch begrüßt und die Koalitionsspitzen versprachen, sie als „Gesamtkunstwerk“ eins zu eins umzusetzen. Sehr gut analysiert das „Gesamtpaket“ Reiner Heyse: Das Renten-Gesamtkunstwerk: Spalten bis die Schwarte kracht?

Die 11. Empfehlung (S.33) der Kommission

„empfiehlt, Reformoptionen zu prüfen, welche die Hinterbliebenenversorgung an die geänderten gesellschaftlichen Normen und Rahmenbedingungen anpassen“.

Begründet wird die Empfehlung damit, dass die jetzige Hinterbliebenenrente aus einer Zeit stamme, in der die Alleinverdienerehe das dominante Familienmodell in Westdeutschland war. Die jetzt geltende Einkommensanrechnung, könne „Anreize setzen, die einer Aufnahme bzw. Ausweitung der Erwerbstätigkeit entgegen stehen“.

Das ist der springende Punkt: Alle Empfehlungen der Kommission zielen darauf, soziale Regelungen zu streichen oder zu verteuern, die die Unterwerfung unter die Lohnarbeit behindern. Durch die 11. Empfehlung sollen vor allem Frauen gezwungen werden, durch Streichung eines wichtigen sozialen Schutzmechanismus sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen.

Die Kommission formuliert so verschleiert, dass ihre Absicht schwer zu erkennen ist. Doch das Thema ist nicht neu. Die meisten Sparvorschläge, die die Kommission macht, wurden schon im Jahresgutachten des Sachverständigenrats von 2023/2024 mit dem Titel „Wachstumsschwäche überwinden – in die Zukunft investieren“ aufgelistet. Unter dem Kapitel “Steigerung der sozialversicherungspflichtigen Erwerbsarbeit“ (S.365/66) wurde die Reformoption „Witwen-/Witwerrente“ aufgeführt.³

Dort wird ausgeführt: Die erwartete Rentenzahlung „reduziert…im Alter die Anreize zur eigenen Vorsorge und damit zur Erwerbstätigkeit bereits vor Überschreitung des Freibetrags. … Eine Reform der Witwen-/Witwerrente könnte das Rentensplitting zum Standard machen.“

Was ist der Unterschied zur  jetzt noch gültigen Hinterbliebenenrente zum Rentensplitting?

 Für die große Witwenrente, die ab dem 47 Lebensjahr gezahlt wird, gelten zwei Regelungen. Für Ehen, die vor 2002 geschlossen wurden, erhält die Hinterbliebene 60 Prozent der Rente des Verstorbenen; für später geschlossene Ehen noch 55 Prozent.  Für eigene Renten und Hinzuverdienste gilt ein Freibetrag. Im Jahr 2026  beträgt er 1.122,53 Euro.

Um den Unterschied zwischen dem Rentensplittingmodell und den aktuellen gesetzlichen Regelungen darzustellen, ziehe ich die durchschnittlichen Rentenzahlungsbeträge aus dem Rentenbestand heran, die zuletzt für das Jahr 2024 bekannt gemacht wurden (Rentenversicherung in Zeitreihen, Oktober 2025, S. 192/93.) Ich betrachte hierbei nur die Witwenrenten. Sie machen über 80 Prozent der Hinterbliebenenrenten aus. Da die Frauenrenten in den alten Bundesländern deutlich niedriger sind als in den neuen Bundesländern, wird zuerst die Situation der alten Bundesländer dargestellt.

Hier gilt:

Männer erhalten im Durchschnitt  1.392 Euro Rente

Frauen  erhalten im Durchschnitt      876  Euro Rente

Stirbt der Ehemann, erhält die Witwe 60 Prozent bzw. 55 Prozent der Rente des Verstorbenen. Ihre eigene Rente bleibt bestehen, weil sie unter dem Freibetrag liegt.

876 Euro (eigene Rente) + 835,20 Euro (60 Prozent der Rente des Ehemanns) = 1.711,20 Euro Rente.

876 Euro + 765,60 Euro (55 Prozent der Rente des Ehemanns) = 1.641,60 Euro Rente.

Vergleich mit der vorgeschlagenen Splittingrente

 Bei der Splittingrente werden die Renten der Ehepaare addiert und durch zwei geteilt. Jeder Einzelne erhält die Hälfte als persönliche Rente.

Mann: 1.392 Euro Rente; Frau 876 Euro Rente. Zusammen: 2.268 Euro Rente. Die gemeinsame Rente wird geteilt. Jeder hat eine persönliche Rente von 1.134 Euro. Im Todesfall behält jeder seine persönliche Rente von 1.134 Euro. Die Hinterbliebenenrente entfällt.

Die Splittingrente ist also für den Durchschnitt der Frauen in den alten Bundesländern bei 60 Prozent 577,20 Euro niedriger als die Witwenrente.

Bei 55 Prozent sind es 507,60 Euro weniger.

Noch stärker ist die Differenz bei den Renten der Frauen in den neuen Bundesländern. Die durchschnittliche Witwenrente beträgt 2.034,92 Euro (60 Prozent) und 1.963 Euro (55 Prozent). Die Differenz zur Splittingrente, die 1344,50 Euro beträgt, ist im ersten Fall 690,42 Euro und im zweiten Fall 618,47 Euro.

Natürlich wären auch die Männer als Hinterbliebene betroffen, denn die Splittingrente ist in den meisten Fällen deutlich niedriger als die durch Beiträge erworbene Rente des Mannes. Die Renten des Mannes würden auf diesem Wege teilenteignet. Bei der Durchschnittsrente im oben angegebenen Beispiel würde die Enteignung 258 Euro betragen

Durch diese Zahlen wird deutlich, wie skandalös es ist, die jetzige Hinterbliebenenrente durch die Splittingrente ersetzen zu wollen.

Wes Geistes Kind sind die, die solche Vorschläge machen?

 Die Hinterbliebenenrente ist keine reine Leistung der Rentenversicherung. Sie ist auch eine Fürsorgeleistung und soll bewirken, dass die Hinterbliebenen ihr Leben ohne tiefe materielle Einbußen fortsetzen können. Deswegen wird ein Teil aus Bundesmitteln finanziert. Die Splittingrente ist ausschließlich eine Leistung aus Beiträgen der Versicherten zur Rentenversicherung. Seit 01.01.2002 besteht die Möglichkeit zwischen Splittingrente und Witwen-/Witwerrente zu wählen. Fast niemand tut das. Das ist die eindeutige Absage an die Splittingrente.

Die Splittingrente dient aber auch zur Abgrenzung zwischen Leistungen der Rentenversicherung und den Bundeszuschüssen zur Rentenversicherung. Die RV übernimmt nur die Splittingrente. Den die Splittingrente überschießenden Teil zur Witwenrente wird der Rentenversicherung durch Bundeszuschuss erstattet. 2024 war der Erstattungsbetrag 18,7 Mrd. Euro. Der ökonomische Zweck, den die Vertreter der Splittingrente verfolgen, ist, den Bundeszuschuss weg zu bekommen und dadurch den Bundeshaushalt zu entlasten.

Dabei spielen sie sich als Vorreiter der Frauenemanzipation auf. Es sind vor allem die Professorinnen Veronika Grimm, Monica Schnitzer und Ulrike Malmedier, die zwei Drittel des „Weisenrats“ stellen, die das Splittingmodell verfolgen. Nach ihnen ist die Versorgungsehe nicht mehr zeitgemäß. Für sie sind Frauen heute so „befreit“, dass sie wie Männer arbeiten können. Vor allem, dass 47 Prozent der Arbeitenden Frauen in Teilzeit beschäftigt sind, stört sie.

Dass die Teilzeit der Frauen notwendig ist, weil für die Reproduktion einer Familie heute ein einziges Einkommen aus Arbeit nicht mehr reicht, stört sie nicht. Dass die Art der Arbeit der Frauen sich außerdem nach wie vor aus den Bedingungen einer von Männern beherrschten Gesellschaft ergeben, können sie nicht sehen. Neben der Lohnarbeit bleibt die häusliche Arbeit, die Erziehungsarbeit und die pflegerische Versorgung alter gebrechlicher Menschen überwiegend in der Hand der Frauen. Weder wird diese Arbeit von Männern in großem Umfang übernommen, noch vollständig in gesellschaftlich bezahlte Arbeit umgewandelt.

Die aus familiären Zwängen befreite Ehefrau, die die Professorinnen sich erträumen, gibt es nicht. Die Berufe, die Frauen in der Regel heute hauptsächlich ausüben, ergeben sich aus dem traditionellen Rollenbild der Frauen. Im Erziehungswesen vor allem jüngerer Kinder, in Pflegeberufen und medizinischen Dienstleistungen sind Frauen weit überrepräsentiert. Das spiegelt sich auch in der Bezahlung. Frauen haben in der Regel die niedriger bewerteten Jobs und werden im Durchschnitt auch noch geringer bezahlt als Männer.

Der Anteil von Frauen an armen Menschen ist deutlich höher als bei Männern. Alleinerziehende mit Kindern sind die größte Armutsgruppe. Im Rentenalter setzt sich die Benachteiligung noch weiter fort. Die Propagierer der Splittingrente bleiben auch die Antwort darauf schuldig, woher die massenhaften gut bezahlten Arbeitsplätze herkommen sollen, die den Frauen gute Renten sichern könnten. Die Zeichen der Zeit stehen eher auf steigender Arbeitslosigkeit und auch die anstehenden technischen Veränderungen bewirken ein Schrumpfen der Nachfrage nach lebendiger Arbeit und einen Abbau von Arbeitsplätzen.

Die Witwenrente, wie sie heute noch gesetzlich besteht, bildet gegen Altersarmut einen gewissen Schutz. Erinnern wir uns: Die durchschnittliche Witwenrente in den alten Bundesländern betrug 1.711,20 Euro.  Das ist nicht besonders viel Geld. Die alte Wohnung sollte doch wohl bestehen bleiben können. Wenn die und die dazu  gehörenden Kosten für Energie und Kommunikation bezahlt sind, bleibt nicht sehr viel zum Leben über. Gehört das etwa auch zum Märchen von den reichen Alten?

Unsere „Weisen“ wollen diesen Frauen noch ein Drittel nehmen. Das ist unverantwortlich. Zugutehalten könnte man ihnen, dass sie aus ihrer eigenen  privilegierten Lebenslage heraus urteilen. Das jedoch wäre fernab jeder Wissenschaftlichkeit.

Tobias Weißert

Tobias Weißert
Nach Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft war ich lange Jahre als Lehrer und Ausbilder in der Erwachsenenbildung tätig. Ich unterrichtete hauptsächlich Sozial-und Wirtschaftskunde. Seit nahezu 60 Jahren bin ich politisch aktiv und habe mich intensiv mit politischer Theorie beschäftigt. In dem großen Ausbildungsbetrieb war ich Sprecher der gewerkschaftlichen Vertrauensleute und lange Jahre Betriebsratsvorsitzender. Heute bin ich unter anderem im Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne politisch tätig.
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23 Kommentare

  1. Mich trieb gerade die Frage um warum die „Witwenrente“ – und vor allem wann – die zum ersten Mal eingeführt wurde.

    https://www.bmas.de/DE/Soziales/Rente-und-Altersvorsorge/Gesetzliche-Rentenversicherung/Geschichte-Gesetzliche-Rentenversicherung/geschichte-gesetzliche-rentenversicherung.html

    „[…]Mit der Reichsversicherungsordnung von 1911 wurden die drei Sozialversicherungsgesetze schließlich formal zusammengefasst. Mit der Reichsversicherungsordnung wurde auch die Hinterbliebenenversorgung für Witwen und Waisen eingeführt; damals allerdings für Witwen nur für den Fall der Invalidität. Für die Angestellten trat mit dem Versicherungsgesetz für Angestellte im selben Jahr eine eigene Altersversicherung in Kraft. Die Angestelltenversicherung erhielt bis 1945 keine Reichszuschüsse.[…]“

    Interessant 😉

    Dann kam gleich nach der Einführung der 1. Weltkrieg…..

    Den Rest kann sich jeder selber denken 😉

    Gut nach einem 3. Weltkrieg, sollte den jemand überleben, Witwe oder Witwer (weniger wahrscheinlich, da ja Soldaten meist männlich sind, auch heute noch/wieder), wird es wohl keine staatliche Struktur mehr in Deutschland geben, aber man sollte es wenigstens einmal gelesen haben warum die Witwenrente ursprünglich eingeführt, und nach den Kriegen verbessert wurde ….. 😉

    Zynische Grüße
    Bernie

  2. Weitere Folgen wären eine starke Zunahme der „Hilfe zur Pflege“ in der Grundsicherung der Sozialhilfe (SGB XII) bei Pflegegrad. Die müssen die Kommunen als Träger der Sozialhilfe zahlen. Da außerdem das Wohngeld gekürzt werden soll wird es eine starke Zunahme der Grundsicherung generell geben. Durch das Aufbrauchen von jeglichem Vermögen über der Grenze von 10.000 Euro wird es eine massive Verarmung geben. Die Professorinnen wird es aber nicht treffen.

  3. Friedrich Merz ist ein Kanzler, für dem die Erhaltung des Sozialstaats die niedrigste Priorität hat während die Schädigung Russlands die höchste Priorität hat.

    Einem Politiker, der so denkt, dem kommt eine Erklärung wie.»Der Sozialstaat ist nicht mehr finanzierbar« leicht über die Lippen.

    Wie es jetzt aussieht kommt er – trotz seinem Rekord an Unbeliebtheit in der deutschen Bevölkerung – damit durch, weil die Mainstream-Medien nicht daran denken die Bürger darüber aufzuklären, dass er damit nicht nur sozialen Abbau in bisher nicht bekanntem Maß betreibt, sondern dass er damit auch die Sicherheit und sogar das Leben der deutschen Bürger aufs Spiel setzt.

  4. Bei 400.000 offenen Stellen, wenn man den gesamten Minijobbereich mal weglässt, die zudem nur durch jüngere abgedeckt werden können, können kaum alle Älteren Jobs bekommen, das ist rechnerisch unmöglich. Somit heißt das Ergebnis nur: Altersarmut. Basta! Und im gleichen Zeitraum nehmen die Vermögen der Superreichen extrem zu. Es findet in allen Bereichen eine gigantische Umverteilung von unten nach oben statt. Und die ist letztlich irgendwann der Grund für eine gesellschaftliche Explosion. Dann werden die Reichen von heute genauso jammern wie die Adeligen 1789. Oder … es findet ein großer Krieg statt, der die Armen zu Hunderten von Millionen töten wird. Komisch, warum wird nochmal aufgerüstet?

  5. „Erhaltung des Sozialstaat“

    Die Deutschen wollen doch keinen Sozialstaat. Die Deutschen wissen nicht mal, was ein Sozialstaat ist. Den Deutschen ist der
    Staat insgesamt und das eigene Land .vollkommen scheissegal.
    Den Begriff „Sozialstaat“ verwenden nur die BSW-ler als Kampfbegriff gegen die Regierung, damit diese die Ukraine-Unterstützung -im deutschen Interesse- einstellt. That’s all.

    1. @cromwell

      Nope, that’s not all, das ist nicht alles, da hat jemand etwas vergessen, da fehlt noch etwas ganz Entscheidendes.

      Im Art. 20, 1 Grundgesetz von 1949 heißt es explizit: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und SOZIALER Bundesstaat.“ Und im Art. 14,2 GG steht: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Dann waren die Väter und Mütter des Grundgesetzes offenkundig Anhänger des BSW.

      Denn was definitiv nicht 🚫 im Grundgesetz von 1949 steht ist: Externe Staaten wie z. B. die Ukraine sollen auf Kosten der deutschen Steuerzahler und zu Lasten des deutschen Sozialstaates jahrelang mit Milliarden und teuren Waffen unterstützt werden, um einen Stellvertreterklrieg für die USA gegen Russland zu führen.

      NEIN, das steht nicht im Grundgesetz, denn das Grundgesetz ist ein Gesetz des Friedens und der Diplomatie. Oder wo steht das im Grundgesetz? Das Grundgesetz von 1949 ist schließlich das rechtsstaatliche Fundament dieser Demokratie und das Ergebnis einer gescheiterten Demokratie, des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkrieges.

      Ich bin mir sicher, dass 90 Prozent der Bürger in Deutschland einen starken Sozialstaat wollen mit armutsfesten Renten, bezahlbaren Mieten, einer intakten Infrastruktur, sicheren Brücken, guten Schulen, einer guten Krankenversorgung und einer sozial gerechten Besteuerung. Es sind die oberen 10 Prozent und vor allem das obere eine Prozent, die das nicht wollen, weil die selbst immer reicher werden wollen. Wer reich oder sogar „superreich“ ist und im Geld und Vermögen schwimmt, der braucht nämlich keinen Sozialstaat.

      Die blaue Alternative 🌀 will auch keinen Sozialstaat, die AfD will einen neoliberalen und sozialdarwinistischen Staat, die AfD will Besserverdiener, Reiche und vor allem Superreiche noch reicher machen, die Armen zahlreicher und die Mittelschicht ausquetschen wie eine Zitrone.

      Oder warum stimmt die 🌀 AfD immer gegen jede lausige Erhöhung des Mindestlohnes. Die AfD war sogar gegen die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes. Auf der anderen Seite kuschelt die 🌀 Alice von der blauen AfD mit dem reichsten Oligarchen auf dieser Welt, einem gewissen Elon Musk, und schmiert ihm in einem Interview kiloweise Honig um den Mund. Aber in dieser Hinsicht unterscheidet sich die AfD nicht von CDU/CSU, FDP, SPD und den pseudo-grünen Bellizistinnen und Bellizisten.

    1. @Sonja
      „Das ist einfach eine Rentenkürzung für Verheiratete. Der mit der höheren Rente wird bestohlen! Bestrafung für Familien?“

      Die Witwen- oder Witwerrente ist eine versicherungsfremde Leistung zu Lasten der Beitragszahler und müßte aus den Steuersäckl bezahlt werden. Somit ist die Witwen- oder Witwerrente Diebstahl!
      Nicht jede/r Witwe oder Witwer bekommt diese Rente, siehe DRV.
      Das heißt aber nicht das ich gegen die Witwen- oder Witwerrente bin, sie müßte aber aus den Steuereinnahmen finanziiert werden. Das Steuersäckl ist aber dank Aufrüstung und Kriegsunterstützung für die Ukraine leer und hoch verschuldet

      Was kaum jemand dem Schirm auf hat ist die Abkopplung von der Lohnentwicklung durch die Wiedereinführung des Nachaltigkeitsfaktors, das betrifft auch die Bestandsrentner.
      Der Nachhaltigkeitsfaktor wurde im Jahr 2005 in die Rentenanpassungsformel eingeführt und bis jetzt ausgesetzt
      Leider ist dieser Artikel darauf nicht eingegangen und so läuft alles stillschweigend weiter!
      Die Politikerdiäten werden jedoch weiter von der Lohnentwicklung profitieren!

      Das bedeutet, es wird zukünftig nur eine sehr geringe oder gar keine Rentenerhöhung mehr geben, den Rest frißt die Inflation auf!
      https://www.youtube.com/watch?v=eOXrKUdC6uw

      Nachhaltigkeitsfaktor – Ist weniger Mehr nun mehr oder weniger?
      https://www.youtube.com/watch?v=2KVhlDRLeCw

  6. Professorinnen zerschlagen das soziale Netz, das es bis jetzt Frauen noch erlaubt, auch wenn der „Alte“ verstorben ist, den bisherigen Lebensstandard (zB Beibehaltung der Wohnung) weitgehend aufrecht zu erhalten.
    Das abzuschaffen ist zutiefst Frauenfeindlich!
    Das sind die gleichen Karriere-Frauen, die sich dafür einsetzen, dass weibliche Vorstände unbedingt das gleiche Gehalt bekommen, wie ihre männliche Kollegen (wogegen nichts einzuwenden ist), die aber die Armut der Frauen der unteren Mittelschicht und Unterschicht vollkommen kalt lässt.

    Ziel sei es, die Frauen möglichst alle in sozialversicherungspflichtige Erwerbsarbeit zu bringen.
    Das halte ich für absolut kinderfeindlich.
    Welche Frau, die nur einen Beruf mit mittlerem oder geringem Einkommen ausüben kann, wird sich dann noch Kinder leisten können, wenn sie im Alter deshalb Armut zu erwarten hat.
    Viele Frauen möchten auch Zeit haben, sich ihren Kindern zu widmen (zB bis sie drei Jahre alt sind). Das Abschieben von Kindern im Alter von 1 Jahr in Betreuungseinrichtungen tut den Kindern nicht gut. Schon jetzt zeigen nahezu 50% der eingeschulten Kinder Verhaltensauffälligkeiten.
    Bei einer Geburtenrate von von nur 1,3 pro Frau braucht es dringend Anreize für Frauen, Kinder zu bekommen und groß zu ziehen.
    Die Abschaffung der Witwenrente wird das Gegenteil erreichen.

    1. Wie alles im faschistoiden Neoliberalismus dient alles nur einer kleinen Schicht von Reichen und Superreichen. Auch der Ukrainekrieg und alle vom Wertewesten angerührten Konflikte…

  7. Mir kommt eher der Gedanke, dass der Staat schon die Toten des 3. Weltkriegs einpreist. Das Thema wird nicht nur in Deutschland diskutiert.

  8. Ich erwarte schon in der nächsten Woche massendemonstrationen gegen die rentenpläne der aktuellen bundesregierung. Na ja, wenn ich nächste Woche dann nächsten Monat oder zu Weihnachten oder…

    1. Wie oft hat der DGB schon den „Heißen Herbst“ versprochen der immer kalt blieb?
      Der Michel trottet mit der Allparteien-Koalition des Kapitals, aus CDU/CSU, SPD, GRÜNE, FDP, AFD und Schein-Linke weiter in den Untegang.

      Der DGB mit seiner Nähe zur SPD wird nichts gegen diese Regierungskoalition tun, naja, vielleicht ein wenig jammern zu Ablenkung.

      Fazit: Wir müssen alles selber tun!

  9. Also mir ist immer noch nicht klar warum die Leute in solch Situation nicht einfach eine Bank ueberfallen. Wenn es gut geht, gibt es Geld, das sollte helfen. Wenn es schlecht laueft wird man erwischt, bekommt aber regelmaessiges Essen, Kleidung, warme Unterkuft, Kranken-/Pflegeversicherung, moeglicherweise sogar noch eine taegliche Beschaeftigung die man aber auch ablehen kann. Das alles koennte man sich sonst nicht leisten bei 18,77 EURO am Tag. Dagegen kostet ein Tag „wenn man erwischt wird“ 200 EURO. Macht 181,23 EURO die man dem Staat schenkt.

  10. Ich las, das in Plauen 10.000 Leute gegen die „Sozial“-Pläne der auf der Straße waren und den Rücktritt der Regierung forderten. Ein Anfang?
    Hier müssten mehr, mehr, am Besten möglichst alle auf die Straße!
    Die Menschen in der DDR haben es doch damals auch geschafft, theoretisch sind Massenproteste möglich.
    Theoretisch!
    In praxi ist nichts davon zu sehen.
    Wenn die soziale Schieflage, die Hyperrüstung und die vom Westen herbei geführte Kriegsgefahr nicht ausreichen, dann frage ich mich, was noch kommen muss, damit der Michel ein „Es reicht!!“ ruft.
    Obwohl natürlich nur aus tariflichen Gründen gestreikt werden darf, gibt es theoretisch noch die Möglichkeit des Generalstreiks, auch dafür gäbe es Beispiele.
    Der Kapp-Putsch vor 106 Jahren hat die Putschisten nach wenigen Tagen durch den Generalstreik erledigt, die Frauen Islands haben ihre Rechte auch erstreikt, es ist nicht unmöglich.
    Aber unsere staatstragenden Gewerkschaften sind zu impotent, um solches auf die Beine zu stellen.
    Ich glaube schon, das die Oligarchen Furcht vor dem eigenen Volk haben, daher das Initiieren gesellschaftlicher Spaltung, Verengung des Meinungskorridors, staatliche Propaganda, Sanktionen.
    Bis jetzt scheint es für die Oligarchie zu funktionieren, Änderung nicht in Sicht.
    Freiwillig wird die Parteienoligarchie das Feld nicht räumen, ich halte dieses P*** auch für Gewaltbereit gegen die eigene Bevölkerung, warum sonst die ständigen Vorstöße, die Bundeswehr endlich im Innern einsetzen zu können, nicht nur bei Katastrophen?
    Ob Plauen ein Anfang war?
    Ich wage es nicht zu hoffen!

  11. An die Redaktion:

    zum wiederholten Male ist ein Kommentar von mir gestrichen worden, obwohl er den kommentarregeln entsprach.
    Das war es für mich hier, die finanzielle Unterstützung des Magazins werde ich ebenfalls einstellen.
    Dies ist mein letzter Kommentar!

    1. @Wallenstein
      So langsam geht`s mir auch auch Senkel, ein Teil meine Kommentare werden ignoriert und verschwinden kommentarlos. Wenn wenigsten einen Grund angegeben würde, auch mit einer standardisierten Rückmeldung wäre ich schon zufrieden.

      1. @Wölfchen: Ich muss Ihnen und @Wallenstein absolut recht geben, das Forum ist eine Katastrophe geworden und eben nicht nur wegen der sinnfreien Regeln (100 Zeichen, 5 Beiträge etc.), sondern auch wegen dieser permanenten und überhaupt nicht nachvollziehbaren Löschungen bzw. des Verschwindens von Beiträgen.
        Obwohl ich Overton immer noch sehr schätze, weiß ich wirklich nicht, ob es sich lohnt, sich das auf Dauer noch anzutun, zumal überhaupt keine Erklärung seitens der Redaktion erfolgt.

        1. @Wallenstein, Wölfchen, jemp1965, Redaktion

          Dieses Procedere ist zweifelsohne verbesserungsfähig. Ja, da muss meinereiner zustimmen.

          Es ist verständlich, dass sich die Redaktion vor Spammern, Links zu P…oseiten, Gewaltaufrufen, Holocaust-Leugnern usw. schützen will, aber das lässt sich sicherlich zum Vorteil aller Beteiligten besser organisieren und handeln. Die Redaktion könnte die Kommentatoren auch vorab in einem Artikel aufrufen, Vorschläge zu machen, wie man das machen möchte.

  12. Dazu fällt mir nur eines ein: Ihr ließet und laßt noch immer die Feministen gewähren und fahrt nun die Ernte ein. Da will ich keine Beschwerden hören.

  13. Nun, das ist die falsche Vorgehensweise denn wo soll denn dann der „Aufwuchs“ für die Wehr herkommen? Ehrlicher wäre es von all diesen verlogenen Heuchler*Innen das Mutterkreuz wieder einzuführen!
    Die Frauen die kein Professorinnen Gehalt einfahren und im Übrigen als Professorin auch ein ganz anderes Zeitmanagement haben als zb eine Krankenschwester, werden somit noch weniger Kinder bekommen, da sie es sich einfach nicht leisten können. Es ist einfach unglaublich. Es sollte Allgemeinwissen sein, daß ein Kleinstkind und auch ein Kleinkind nur überlebt wenn sich jemand (idealerweise die Eltern) intensiv kümmert. Davon abgesehen daß es fragwürdig erscheint einen Säugling im Alter von 8 Wochen in eine „Kita“ abzuschieben, schafft die deutsche Politik es ja auch nicht qualifizierte Einrichtungen in ausreichender Kapazität auf die Beine zu stellen und zwar seit 35 Jahren nicht. Dilettantismus wo das Auge hinblickt. Diese Frauen, die so etwas schwafeln, haben all die Aufgaben einer Mutter an eine ärmere Frau (womöglich aus Lateinamerika) outgesourct. Bloß keinen „Karriereknick.“ So wie die EU Führerin einst sagte: „alles nur eine Frage der Organisation.“ Ergo des Geldes.
    Was die Frauenbewegung erreicht hat? Frauen haben es heute mit einer Dreifachbelastung zu tun. Erwerbsarbeit (denn sonst droht die Altersarmut), Familienarbeit und Hausarbeit. Von wegen „Vereinbarung“ von Beruf und Familie. Lachhaft!
    Und jetzt wird die Temperatur des Kochtopfes in dem der Frosch sich befindet weiter erhöht.

  14. Die Kritik an diesen Rentenkürzungen greift allerdings zu kurz. Seit der „geistig-moralischen Wende“ des CDU-Bundeskanzlers Helmut Kohl in den 1980er Jahren wird in (West-)Deutschland aka BRD beim Sozialstaat „gespart“ oder treffender formuliert: gekürzt ✂️, um die „Leistungsträger“, also die oberen 10 Prozent der Bevölkerung, zu entlasten, damit die „Leistungsträger“ immer noch reicher und „leistungsfähiger“ werden.

    Mal wird bei den
    ━ Arbeitslosen „gespart“, dann bei den
    ━ Obdachlosen und Wohngeldempfängern, dann bei den
    ━ Behinderten und den
    ━ Studierenden aus einem armen Elternhaus, mal sind die
    ━ Bürgergeld-/Hartz IV-Empfänger und die
    ━ Asylbewerber dran. Im nächsten Jahr wird bei den
    ━ Kranken „gespart“, dann wieder bei den
    ━ Arbeitslosen, dann bei den
    ━ Geringverdienern und hin und wieder auch bei den
    ━ Rentnerinnen und Rentnern.

    Wir leben schließlich in der Marktwirtschaft und der Vorstandsvorsitzende der Marktwirtschaft, Prof. Dr. Markus Besserverdiener-Söder, sagt: Das Kapital 💰 muss sich lohnen 💰💰. Sozialausgaben sind überflüssige Kosten, die den freien Markt 🗽behindern, den Konzerngewinn belasten und die Gewinnausschüttungen/Dividenden an die Eigentümer mindern.
    Diese sozialen Kosten müssen radikal verringert ⬇️ oder ganz abgeschafft werden 0️⃣ , denn nur eine von diesen lästigen Kosten befreite Marktwirtschaft macht alle Bürgerinnen/Bürger so reich wie Elon Musk, J. P. Morgan, Hugo Stinnes, Peter Thiel, Andrew Carnegie, Alfred Hugenberg, Donald Trump, Friedrich Flick, Susanne Klatten, Fritz Thyssen, Dieter Schwarz, die Familie Quandt und Jeff Bezos.

    Viele Wählerinnen und Wähler in 🇩🇪 glauben das und wählen CDU, CSU, FDP, SPD, Freie Wähler, Grüne, AfD und woke und regenbogenfarbene Pseudo-Linke.

    Merke:
    Sozialausgaben und Steuern mindern den Konzerngewinn,
    die Rendite sinkt – für den Konzernvorstand macht das wenig Sinn.
    Auch der Profit und die Dividende für die Aktionäre wird kleiner am Ende,
    das ärgert die Eigentümer des Konzerns und sie wollen eine Kostenwende.
    (Rainer Reimer, Reimstadt am Rhein, Reimland 2026)

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