
So langsam ist es einfacher zu zählen, wo es auf der Welt keinen Krieg gibt: nirgendwo, wenn man sich die politischen Regionen der Welt anschaut und von Ost-Asien und Süd-Ost-Asien, Australien und Neuseeland absieht (und wenn man den Krieg zwischen Thailand und Kambodscha nicht mehr zählt)
Die Aufräumarbeiten machen Amerika nicht nur größer, sondern wieder größer. Sie haben mit der Umbenennung des Golfes von Mexico in Golf von Amerika ihren scheinbar harmlosen Anfang genommen hatten. Nach Südamerika mit Venezuela sind als nächste angekündigt Kuba und Grönland, nun ist mit dem Iran der Mittlerer Osten dran. Nein, das stimmt ja gar nicht, weil der Krieg, mit dem Palästina dem Erdboden gleichgemacht worden ist, mit dem der Libanon vom Einfluss der Hisbollah, weil auch iranischer Arm im Libanon, bereinigt worden war und dem Krieg im August 2025 gegen den Iran, ging es ja auch schon da gegen den Iran. Also muss man sagen, der Iran ist wieder dran, oder anders formuliert, eigentlich ist die ganze Welt dran. Und zwar dauernd. Und worum geht es jetzt in dem neuen – und in dem alten – Krieg gegen den Iran?
Es gäbe diese Welt, in der man die Kriege nicht mehr zählen kann, nicht, wenn nicht es nicht rund um die Welt so viele Leute gäbe, die diese oder jene Kriegsziele kritisieren, Krieg aber goutieren, wenn er nur die Richtigen trifft. So wie viele Gegner des islamischen-politischen Systems im Iran, das mit seinen Staatsbürgern so brachial umgeht, wie es alle Staaten tun, wenn sie dessen Machtmonopol attackieren. Deswegen mit dem Krieg gegen den Iran die Hoffnung zu verbinden, er könne womöglich deren politischen Führer auf dieselbe Weise massakrieren, wie diese es mit ihren unbotmäßigen Untertanen machen, zeugt davon, wieviel Erfolg staatliche Überzeugungsarbeit geleistet hat. Wenn Bürger die staatliche Existenz von Menschen so sehr mit ihrer Existenz identifizieren, dass sie den Irrsinn, das Töten von Leuten im Dienst für ihre politische Gewalt als Mittel zur Sicherung der Existenz von Bürgern anzusehen, nicht mehr bemerken.
Solche fanatisierten Staatsanhänger können kriegsführende Staaten bestens gebrauchen, damit sie neben ihrer propagandistischen Hilfsfunktion für die Kriegshetze gegen andere verfeindete Staaten sich die weiteren Kommandos für alle möglichen weiteren Dienste bei ihren angebeteten Herrschaften abholen können – falls sie ihre Kriegsdienste überlebt haben. Und wenn sie dann Pech haben und sich die staatlichen Definitionen von Freund und Feind ändern, werden sie auch schon mal selber Opfer ihrer eigenen angebeteten Dienstherren. Die Kurden haben mehrfach vorgeführt bekommen, wie das geht.
Wer diesen Krieg nicht mag, aber trotzdem immerhin seine Abneigung gegen die islamische Staatsratio des Irans mit diesem Krieg bedient sehen möchte (wie übrigens viele Iraner selbst – siehe die Demo in München) und mit ihm auf eine anderen Staatsratio setzt, der sollte sich diesen Irrtum besser abschminken und sich vielleicht mal ansehen, wie die Kurden für ihre Dienste für die USA belohnt worden sind. Um einen Angriff auf den islamischen Staat Iran geht es dabei null, wie man schon daran sehen kann, dass die Übernahme Syriens durch die bis dahin von den USA bekämpften Islamisten, zu einer für die USA aussichtsreichen Zusammenarbeit geführt hat. Ganz zu schweigen von all den islamischen Staaten, mit den die USA bestens zusammenarbeiten.
Die Vereinigten Staaten
Auch wenn das in den Medien so vorgestellt wird und von den beteiligten politischen Parteien so im Vordergrund ihrer diplomatischen Verhandlungen diskutiert worden ist: Es geht nicht mal darum zu verhindern, dass der Iran Atomwaffen hat. Da gibt es andere Staaten, die haben Atomwaffen oder haben sie entwickelt, bei denen das die USA nicht stört. Es geht also um viel mehr als Waffen. Die Verhandlungen über Atomwaffen waren eher der Dreh, den Iran und den Rest der Welt glauben zu machen, da gäbe es etwas zu verhandeln, sodass man den, wie man nun erfahren darf, monatelang vorbereiteten Krieg mit einem prima Überraschungseffekt starten konnte. Die öffentliche westliche Meinungswelt fällt im unverbesserlichen Glauben an den guten Westen, der immer nach friedlichen Lösungen mit dem bösen Iran sucht, darauf rein und fragt sich, warum mitten in den Verhandlungen ein Krieg angefangen wird, anstatt mit Verhandlungen zu versuchen, was mit diesen genauso wie in Venezuela nicht geht: das Abtreten staatlicher Souveränität an einen anderen Staat, also seine staatliche Selbstaufgabe.
Verstehen kann man diesen Krieg ganz gut als Fortgang dessen, was mit der Umbenennung des Golfes von Mexiko in Golf von Amerika angefangen hat, dann nach Grönland führte, zwischendurch bei Kuba gelandet ist und nun wieder im Nahen Osten fortgeführt wird. In Sachen Krieg hat es mit dem Krieg in Palästina seinen Anfang genommen und damit seine kriegerische Vorgehensweise mit dem mittelalterlich anmutendem gezielten Töten von Menschen, sogenannte Zivilisten eingeschlossen, vorgeführt. Und wenn man dann versteht, warum es so ist, dass Venezuela plötzlich von den USA als Staat betrachtet wird, mit dem sie jetzt ein prima Verhältnis haben, kommt man der Frage nach dem Warum – auch – dieses nächsten Krieges gegen den Iran schon näher.
Was hat Venezuela gemacht? Venezuela hat seine staatliche Souveränität in eine Sorte formeller Souveränität verwandelt, indem es sich seine Staatsratio von den USA diktieren lässt und zu der diktierten Staatsratio gehört zuoberst, den Zugriff der konkurrierenden Weltmächte Russland und China auf Venezuela aus seinem Staatsprogramm herauszustreichen. Deswegen interessiert auch das schöne Öl nur insofern, dass es nicht nach Russland oder China geht und das dortige ökonomische Wachstum schmiert. Der Rest interessiert die USA nicht weiter, da können sie auch mit ihrem Bolivarismus weitermachen wie bisher. Diese Umwandlung Venezuelas in einen den Interessen der USA für seine Neusortierung der Welt gehorchenden Staat ist nun eingerichtet und geht seinen Gang mit dem schrittweisen Rausdrängen aller politischen, ökonomischen und militärischen Interessen Russlands und Chinas aus Venezuela und aus Lateinamerika insgesamt. Mal sehen, was dort als nächstes dran ist. Klar, Kuba und mit Kuba sicherlich die Welt der Karibik.
Wenn man also auch den Krieg gegen den Iran als Aktivität begreift, die Welt neu im Sinne der Zurückdrängung der Weltmachtambitionen Russlands und Chinas und, was in Europa gerne verharmlost wird, auch Europas zu sehen, versteht ihn besser. Make Amerika greater again eben. Und wenn man den Spruch der USA, nicht mehr Weltpolizist sein zu wollen auch mal wieder ganz europäisch nicht missversteht, die USA wollten sich aus Teilen der Welt zurückziehen, dann wird klar, worum es im Krieg gegen den Iran geht. Das glatte Gegenteil, als was in Europa gerne interpretiert wird. Nicht mehr Weltpolizist zu sein, heißt US-amerikanisch, nicht mehr der Dienstleister anderer Staaten zu sein, als den die USA sich als Weltmachtpololist verstehen, sondern nichts als die Interessen der USA bedienen. Und das Interesse ist, das Weltmachtmonopol gegen andere Staaten mit Weltmachtambitionen zu verteidigen, also gegen Russland, China und, wieder nicht zu vergessen, die EU. Diese wertegeleitete EU hat übrigens als Antwort darauf mal eben schnell an allen Gerichtsverfahren vorbei das Mercosur-Abkommen in Kraft gesetzt hat. Wie Trump, der in Zeiten des Gerangels um Weltmachtfragen auch diese lästige Gewaltenteilung nicht mag, bei dem das dann aber ganz im Unterschied zur EU von den Europäern als Schritt in den Autokratismus gebrandmarkt wird.
Wie man neben dem, was sie in Venezuela praktisch machen, auch den von den USA veröffentlichten Statements über ihre weltpolitischen Pläne, inklusive der Vorstellung der Strategien, diese umzusetzen, entnehmen kann, geht es den USA darum, für die Rückeroberung ihres angegriffenen Weltmachtmonopols in allen Regionen der Welt alle Erfolge der konkurrierenden Weltmächte Russland und China rückgängig zu machen. Warum daher den USA der vom Iran in diesen Scheinverhandlungen zugestandene Verzicht auf Atomwaffen nicht reicht, wird dann ersichtlich: Es geht um das Zurückdrehen des Iran von einer den USA nicht wie Israel gehörigen Regionalmacht im Mittleren Osten, die nicht nach der Pfeife der USA tanzt und die ihre politischen Freunde in Russland und China hat, zu einer regionalen Mittelmacht unter der Kontrolle Israels und damit der USA. Nach Syrien soll damit das militärisch konkurrierende Russland im Nahen und Mittleren Osten, das gerade seine militärischen Potenziale im Krieg in der Ukraine bindet und verschleißt, zurückgedrängt werden. Und es geht um das Abwürgen der geschäftlichen Quellen der ökonomischen Weltmacht China, das einen gewaltigen Teil seines Öls aus dem Iran erhält wie bis dato aus Venezuela.
Iran
Der moderne Iran ist eine Kreatur des erfolgreichen Kampfes eines Staates für eine von den USA unabhängige Souveränität. Es waren die antikapitalistischen Gruppen im Iran, die diesen Kampf gegen seine Unterordnung unter die USA zusammen mit den islamischen Gruppen gemeinsam beendet hatten, bis die religiösen Gruppen nach dem Rausschmiss der USA die Oberhand im Iran gegen die antiimperialistischen Kräfte erreichten und die seitdem das Land regieren. Es waren diese religiösen Herrscher, die den Iran zu einer regionalen Macht im Gerangel kapitalistischer Staaten um die regionale Vorherrschaft dirigiert haben. Dieser religiös aufgeladene Konflikt um die regionale Herrschaft von kapitalistischen Staaten haben Israel und den Iran in diese religiös fanatisierte Staatsmachtkonkurrenz darüber getrieben, wer in der Region über die anderen Staaten die Oberhoheit hat. Mit solchen Staaten, mit ihrem durch die Mentalität „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ angereicherten Nationalismus, lassen sich Kriege mit der bestmöglichen Brutalität führen, auch die, die sie im Auftrag der USA führen.
Die ganze Verteufelung des iranischen Staates als „Mullah-Regime“ mittels der von diesem Staat gekillten aufständischen Bürger, sind an Heuchelei nicht mehr zu überbieten. Was im Falle Palästinas abgenickt worden ist, wird hier zur Rechtfertigung der Korrektur dieser 50 Jahre zurückliegenden Niederlage der USA im ideologischen Dienst ihres aktuellen Aufräumprogramms zur Wiederherstellung des alten Weltmachtmonopols gegen Russland, China und Europa. Die Iraner werden von den USA zum Aufstand gebombt, um einen den USA hörigen Staat zu erkämpfen. Es kann durchaus auch ein Mullah-Staat sein, Hauptsache er steht unter dem Kommando der USA wie seinerzeit.
Russland
Damit wären wir bei Russland. Auch wenn Russland nach Syrien mit Iran der nächste Staat in der Region verloren gehen könnte, wenn es den USA gelingt, sich diesen ähnlich wie Venezuela zu seinem Vasallen zu machen, kritisiert Russland den Krieg nur mit Ermahnungen über das Völkerrecht, wissend dass die USA das sowieso nicht interessiert. Russland will so den Staaten einer verbleibenden weltpolitischen Allianzen wenigstens signalisieren, dass sie sich gewiss sein können, dass Russland das Vorgehen der USA nicht teilt, es sich aber andererseits mit den USA auch nicht verderben möchte, weil es die USA für den Kampf benötigt, als Weltmacht durch die USA und Europa mittels seines Krieges anerkannt zu werden.
China
An China kann man studieren, was der Haken daran ist, als kapitalistischer Staat den politischen Zugriff auf die Welt für den Ausbau zu einer Weltmacht rein ökonomisch zu betreiben und zu glauben, den militärischen Zugriff auf die anderen Souveräne aufschieben zu können. Imperialismus soft mit Seidenstraßen rund um die Welt ganz im Sinne des alten Slogans von DengXiao Ping ‚Hide your strength, bide your time‘.
Das geht so lange gut, wie die konkurrierenden Weltmächte das wie in Afrika und Lateinamerika durchgehen lassen, weil sie ihren militärischen Zugriff auf Weltteile, die von China für seine ökonomische Ausbeutung der Welt hergerichtet werden, nicht infrage gestellt sehen. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die USA bemerkt haben, dass China sein Wachsen zu einer ökonomischen Weltmacht nutzt, um nicht nur die ökonomischen Quellen der Weltmacht USA zu unterwandern, sondern diese ökonomische Macht auch nutzt, um sich auch militärisch zu einer Weltmacht weiterzuentwickeln. China musste zu diesem Zweck umsteuern und seinen ökonomischen Zugriff auf die Staatenwelt durch Aufrüstung ergänzen, um im unvermeidlichen Streitfall mit anderen Weltmächten um die Ausbeutung des Reichtums zu kämpfen. Ohne die Drohung mit Gewalt geht da gar nichts. Und weil China im Iran noch nicht so weit ist wie die USA mit ihren unzähligen militärischen Stützpunkten, macht es China ähnlich wie Russland und protestiert ganz heftig.
Europa
Dumm gelaufen: Im Zuge der Neuordnung der Welt hatte Europa sich gerade in Sachen Naher Osten ein bisschen von der USA/Israel-Connection distanziert, um sich eine unabhängigere Position in der Region aufzubauen. Das hat der Krieg gegen den Iran den Europäern vermasselt.
Sie haben nun das Dilemma, dass der Krieg gegen den Iran eine Parteinahme zwischen Freund und Feind verlangt. Und weil sie sich nicht einfach wie bisher auf die Seite der Vereinigten Staaten schlagen möchten, da diese sich nicht mehr für die Interessen Europas benutzen lassen wollen, löst Europa das Problem so, dass es in seiner Positionierung sich so ein bisschen auf die Seite der USA stellt, indem es den Iran dafür kritisiert, dass er diesen Krieg nicht einfach über sich ergehen lässt und stattdessen einfach macht, was man als Kriegspartei eben macht. Mit dieser halben Parteinahme für und der halben Distanzierung von den USA versucht Europa, sich wenigstens die Option zu erhalten, mit der arabischen Welt nach dem Krieg wieder zu versuchen, seine eigenen, von den USA unabhängigen Connections aufzubauen.
Die Golfstaaten
Die arabischen Staaten in der Region sind, weil sie sich auf die Unterstützung der USA für ihre regionalen Ambitionen verlassen haben, konzessionierte Souveräne, über deren Politik die USA nach Maßgabe ihrer weltpolitischen Projekte bestimmen. Aktuell geht das so, dass die USA deren Einwände, den Krieg der USA gegen ihre Nachbarn Iran von ihren Staaten aus zu führen, locker ignorieren, als wären diese Souveräne US-amerikanische Flugzeugträger, bloße Abschussrampen für den Krieg der USA.
Im Falle Omans darf dieser Souverän das Spielchen von Verhandlungen mimen. Für alle mit dem Effekt, dass diese Staaten zur Beteiligung an einem Krieg gezwungen werden, der nicht nur nicht der ihrige ist, sondern den sie explizit nicht wollten. Aber vielleicht auch das nur, um den umgebenden Staaten zu signalisieren, dass der Krieg gegen den Iran nicht ihre Sache ist, und um der Welt zeigen, was sie sind: konzessionierte Souveräne der USA.
Israel
So ist das, wenn man als Antwort auf erfahrene staatliche Gewalt die Idee verfolgt, das Beste wäre, um sich gegen solche Gewalt zu schützen, selber so einen Staat in der Staatenwelt zu platzieren. Also wird alles Erfahrene nicht negiert, sondern kopiert und zur Perfektion gebracht, was diese politischen Konstruktionen staatlicher Gesellschaften so auszeichnet, allen voran den mit allen Sorten von Gewaltmitteln ausgestatteten Gewaltmonopolisten. Je mehr Gewaltmittel desto besser. Die Daten für den Militärdienst in Israel sagen alles, auch über die Lebensschwerpunkte israelischer Staatsbürger.
Dass die Etablierung eines solchen auf Gewalt ausgerichteten politischen Gebildes nur mit exzessiver Gewalt durchzusetzen und nicht ohne die Anerkennung der existierenden Staaten zu realisieren ist, die in der Staatenwelt über das Wohl und Wehe dieser politischen Subjekte entscheiden, liegt auf der Hand. So hat sich der Staat Israel vor allem in die Obhut des Weltmachtmonopolisten USA begeben und zahlt die Rechnung für seine Anerkennung mit den politischen Diensten, die die USA von ihm haben wollen und wegen derer sie die Gründung dieses Staates befördert haben. Als lokale Ordnungsmacht soll Israel für die USA in dieser Weltgegend mit vielen natürlichen Ressourcen für die Ordnung sorgen, die die USA dort haben wollen.
Dafür darf dann dieser Staat Israel staatliche Träume, die immer zu kleine Herrschaft zu vergrößern, wahr machen, aber nur in dem Rahmen, der dem staatlichen Dienstherrn passt. So die jüngste Zurechtweisung Israels, als es seinen Krieg gegen die Palästinenser einfach nicht wie von den USA für ihren Friedensplan vorgesehen so beenden wollte, weil sie ihre Vision der Vergrößerung ihrer Staatsmacht näherkommen sahen.
Jetzt dürfen sie wieder gegen den Iran mit ihren speziellen Kriegstechniken, insbesondere dem Killen des politischen Personals der angegriffenen Staaten, vorgehen und ergänzen so ihre ca. 75-jährige Geschichte, in der sich dieses Land vor allem als Kriegsmaschinerie im Dauerkriegszustand mit kurzen Unterbrechungen für die Vorbereitungen des nächsten Krieges betätigen darf. Mit diesem Krieg kann die Vision von Großisrael wieder ein bisschen weiterverfolgt werden, bis die USA ihnen sagen, wann wieder Schluss damit ist, um sich dann wie immer zwischen diesen Kriegen auf das nächste Go zum nächsten Krieg vorbereiten.
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Jessasmaria, gibt’s da niemanden, der mal drüberliest über solche Beiträge, bevor sie veröffentlicht werden?
dachte ich mir auch…….
Ich denke, es geht darum, Russland alle Unterstützer zu nehmen, weil es nicht bereit ist, in der Ukraine Frieden zu schließen.
Klar, steigende Ölpreise arbeiten total gegen Putin und wenn jetzt China kein Öl aus dem Iran bekommt wo wird Winnie Pooh wohl das Öl jetzt kaufen?
Wechsel mal deinen Youtube-Onkel.
Du bist nicht satisfaktiosfähig,
Vielleicht, aber das wird nicht mehr funktionieren, wie vieles andere auch nicht mehr.
Wir sehen hier ein sterbendes System. Wladimir Putin wird nicht zu den Verlierern gehören.
Pepe Escobar erklärt es in diesem Interview mit Nima sehr schlüssig.
https://www.youtube.com/watch?v=YAvEpfOLfew&t=40s
Nichts wird mehr sein, wie es einmal war.
Wahrscheinlich hat der Mossad einfach eine Familienpackung Kompromat über Trump, vielleicht isses auch selbe wie vom KGB.
https://x.com/JulianRoepcke/status/2030230746925842523
Wer den Typen ernst nimmt, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Trump will wohl auch China eins auswischen. Aber die Chinesen werden nicht so dumm sein, sich im Iran zu engagieren. Die holen sich lieber Taiwan, was ja schon lange fällig ist.
Das dachte er vielleicht, daß er China eins auswischen kann. Fehlanzeige !
Das Interview mit Pepe Escobar, daß ich etwas weiter oben gepostet habe, erklärt alle Zusammenhänge.
Meine Einschätzung ist, daß die USA komplett am Ende der Fahnenstange angekommen sind und
sich nur noch mit Lügen über Wasser halten zu können. Berichten zu Folge sieht Tel Aviv mittlerweile
in Teilen ähnlich aus wie Gaza.
Trump behauptet, das iranische Militär sei „zerstört“ worden, und lehnt eine Rolle Russlands ab
https://www.youtube.com/watch?v=ySNyF4-mjs8
Ich denke China wird einfach geduldig abwarten, bis sich das Problem Taiwan von alleine in Wohlgefallen auflöst. Wann man Taiwan einfach nur in Ruhe lassen würde (vor allem die USA mischen sich da ja kräftig ein), gibt es m.E. eigentlich nur eine Richtung wie sich das in Anbetracht eines wirtschaftlich dominanten China entwickeln wird: Taiwan wird irgendwann die Wiedervereinigung anstreben.
Eine direkte militärische Intervention Chinas sehe ich nur, wenn aktiv versucht wird, Taiwan aus China herauszuschlagen, z.B. indem man das Land weiter massiv aufrüstet und zu einer Unabhängigkeitserklärung drängt. Das wäre dann tatsächlich noch so eine „selbsterfüllende Prophezeiung“ … wie die iranischen Atomwaffen, die nun ein gutes Stück wahrscheinlicher geworden sind.
Auch dieser Krieg ist ein Baustein im USA-BlackRock-Spiel „Great Reset“!
„Sehr geehrter N. N.,
Danke zunächst für Ihre Rückmeldung. Ihre Aussage, meine Bemerkung sei „hingerotzt“, nun ja, kein Kommentar. Ihre implizite Bewertung samt Stil stehen für sich. – Sie haben allerdings recht, denn ich habe Lust am Widerspruch, auch wenn er in diesen Zeitläuften unterbunden werden soll wie in alten, tot geglaubten Zeiten. Jedenfalls lasse ich mich von Bevormundungsversuchen welcher Art auch immer nicht einschüchtern.
Aber ich helfe Ihnen selbstverständlich gerne nach: Die übergeordnete und viel wichtigere Frage lautet doch, weshalb die BRD u. a. mit den USA noch immer keinen Friedensvertrag geschlossen hat nach 1945 oder schließen durfte ( Aspekt Völkerrecht ). Denn aus der Beantwortung dieser Frage ergibt sich die Beantwortung Ihrer Frage zwangsläufig. Und deshalb ist Ihre Fragestellung nicht nur müßig, sondern sie greift viel zu kurz! Stichwort Souveränität Deutschlands.
Wesentliche, weitere Aspekte dieses Kontextes, die bei Ihrer Fragestellung ebenfalls unter den Tisch fallen:
• Atlantik-Brücke e. V. ( dessen in Jahrzehnten gewachsenes Netzwerk auch und vor allem in der deutschen Politik wie in den Medien … )
• BlackRock ( Netzwerke / Überkreuzverflechtungen Konzerne u. a. m. / Herr Merz u. a. Individuen, Merz und Trump sind allerbeste BlackRocker ).
Sodann stellt sich die Frage nach dem „Great Reset“, welcher ja wohl unübersehbar nach dem 24.02.2022 von den USA massiv weiter ins Werk gesetzt wurde und weiter wird – u. a. mit Hilfe von BlackRock ( z. B. in der Ukraine im Zusammenhang mit deren Wiederaufbau ). Aber das ist ein Fass, welches ich jetzt nicht aufmache.
Im Lichte dieser meiner wenigen Ausführungen dürfte möglicherweise eventuell sogar Ihnen einleuchten, dass die Parole „Ami Go Home“ geradezu infantilst anmutet. Sie erinnert mich an die Parolen der sog. „Omas gegen Rechts“ und anderer NGOs.
Ich hoffe, Sie können mir irgendwie folgen.
„Die schnellstmögliche Herbeiführung eines größtmöglichen Allgemein- / Weltwohles muss das oberste Ziel allen Denkens und Handelns in ziviler Bürgergesellschaft, Politik, Staat, Wirtschaft und Wissenschaft sein.“ ( RW ) – Davon sind wir jedoch sehr weit entfernt!
In diesem Sinne grüßt
Roland Weinert [ drs. phil. ]
Magister Artium ( Universität zu Köln, Köln, D )
Master of Business Administration ( Universität St. Gallen, St. Gallen, CH )“
Die im Titel angekündigte Antwort wird nicht gegeben. Stattdessen endloses, mehr oder weniger inspiriertes Gerede über die Weltlage und einzelne Staaten. Und auch bei Kuhn schimmert der feste Glaube an u.s.-amerikanische Unbesiegbarkeit durch, eine Art Defätismus. Nicht angebracht.
„[…]So hat sich der Charakter der Kriege der neuen Ära in letzter Zeit verändert
06. März 2026 Von: Dmitri Trenin in Militär, Politik, Wirtschaft
(Red.) Der bekannte russische Politologe Dmitri Trenin hat eben einen hochaktuellen Artikel zum Thema geschrieben, wie sich der heutige Krieg gegenüber früheren Kriegen verändert hat – vor allem, aber nicht nur auf dem Schlachtfeld. Das müssten nicht zuletzt auch die Schweizer Spitzenpolitiker zur Kenntnis nehmen, die immer noch – von ursprünglich 36 bestellten, aber zu teuer gewordenen, jetzt noch – 30 US-amerikanische F-35-Kampfjets kaufen wollen, was schlicht rausgeschmissenes Geld ist. (cm)
Es gibt eine gängige Redewendung: „Generäle bereiten sich immer auf vergangene Kriege vor”. Das bedeutet nicht, dass Generäle oder Militärangehörige generell klinisch unfähig sind, „über den Horizont hinauszuschauen“ und die Trägheit zu überwinden. Tatsache ist aber, dass zwar die Natur des Krieges als bewaffneter Kampf mit dem Ziel, dem Gegner den eigenen Willen aufzuzwingen, im Laufe der gesamten Menschheitsgeschichte unverändert geblieben ist, aber die Art und Weise dieses Kampfes sich ständig verändert. Tatsächlich verändert jeder große Krieg das Aussehen des Kampfes, und jede neue Epoche verändert seinen Charakter – aber nur, damit der nächste Krieg seine eigenen Korrekturen vornehmen kann.
Der digitale Krieg
Vor unseren Augen vollzieht sich im Zuge der Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten ein Übergang vom mechanisierten Krieg, der für das gesamte 20. Jahrhundert charakteristisch war, zum digitalen Krieg. Diese Veränderungen wurden in einem kürzlich erschienenen Artikel von Yu. N. Baluyevsky und R. N. Pukhov[1] eingehend analysiert. Das neue Zeitalter der Informationssysteme hat logischerweise dazu geführt, dass die Integration von Funktionen wie Aufklärung, Zielerfassung, Zielweisung und Zielvernichtung in Echtzeit auf dem Schlachtfeld entscheidende Bedeutung erlangt hat. Das auffälligste Phänomen in diesem Zusammenhang war die sogenannte Drohnenrevolution, die die Formen der Kriegsführung grundlegend verändert hat.
Das Aufkommen eines breiten Streifens der totalen Zerstörung – 20 bis 30 km von der Frontlinie entfernt –, in dem jede technische Einheit und sogar einzelne Soldaten garantiert durch FPV-Drohnen zerstört bzw. getötet werden können, hat das ehemals wichtigste taktische Prinzip der Konzentration der Kräfte für einen Angriff auf den Feind mit dem Ziel eines Frontdurchbruchs außer Kraft gesetzt. Jetzt gilt das Gegenteil, die Verteilung der Truppen wird zur Regel. Die manövrierende Kriegsführung mit Panzerangriffen wird durch das Eindringen kleiner Gruppen – bestehend aus zwei bis drei Personen – ersetzt, um den Feind aus seinen Stellungen zu vertreiben. Was als Frontlinie bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit eine „Grauzone” des Kampfes, in der sich die Gegner streifenförmig positionieren. Die Belagerung kleiner Festungsstädte kann unter solchen Bedingungen Monate dauern.
Drohnen mit einer Reichweite von bis zu 100-300 km verwandeln das operative Hinterland der gegnerischen Seite in Zonen ständiger Gefahr. Die fast vollständige, nur durch die Wetterbedingungen eingeschränkte Transparenz des Kriegsschauplatzes macht es fast unmöglich, ein weiteres wichtiges taktisches Prinzip anzuwenden – den Überraschungseffekt.
Der berühmte „Nebel des Krieges” hat sich praktisch aufgelöst – mit Ausnahme von Fällen, in denen tatsächlicher Wetternebel die Aktionen der Truppen vor dem allsehenden Auge der Drohnen verbirgt.[…]“
Quelle und kompletter Text:
https://globalbridge.ch/so-hat-sich-der-charakter-der-kriege-der-neuen-aera-in-letzter-zeit-veraendert
Anmerkungen:
Nehmen Sie sich Zeit diesen etwas längeren Text zu lesen von dem ich hier nur einen Teil übernommen habe.
Den Rest des Artikels finden Sie auf globalbridge.ch – eine Sicht aus Russland aus der (noch) neutralen Schweiz 😉
Der Artikel ist sehr interessant, und aufschlußreich, was die modernsten, und zukünftigen, Kriege des 21. Jahrhunderts – auch der der USA und Israels aktuell gegen den Iran – angeht 😉
Gruß
Bernie
„Und es geht um das Abwürgen der geschäftlichen Quellen der ökonomischen Weltmacht China, das einen gewaltigen Teil seines Öls aus dem Iran erhält wie bis dato aus Venezuela.“ Venezuela hat keinen „gewaltigen Teil seines Öls“ aus Venezuela bekommen. So um die 5% wenn ich das recht in Erinnerung habe.
Was das Verhältnis Israel – USA betrifft, sehe ich das genau anders herum. Man darf sich da nicht von den derzeit noch vorhandenen Grenzen der staatlichen Ausdehnung täuschen lassen. Zionisten bestimmen längst die Politik der USA und ihrer Vassallen, sie sind dort sozusagen (deep-)staatstragend, und das wird auch von einigen amerikanischen gebildeten Leuten so vermittelt, aber es interessiert dort nicht. Trotzdem darf mittlerweile angezweifelt werden, dass die ganze Schoße noch Jahrzehnte weitergeht wie bisher. Die Produktivität, die Bildung und die Rohstoffe haben nun eine andere Adresse als noch vor 20 Jahren, Öl hin oder her, es gibt noch andere wichtige Dinge. Es ist ersichtlich ein Umsichschlagen eines niedergehenden Imperiums, angefangen mit dem Rückzug aus Afghanistan um in der Ukraine loszuschlagen, und weil das nicht wie kalkuliert klappt, schlägt man wie wild woanders um sich. Das kann noch eine Weile so gehen, aber die große Land- und Technologiemasse Eurasien wird der Zio mit seinen amerikanischen und europäischen Marionetten nicht besiegen können. Und insbesondere Südamerika und Ozeanien sollten sich genau überlegen, mit welcher Politik sie eine Zukunft haben.
Heute nur mal Formkritik.
Der Kuhn schreibt so durcheinander, wie er in seinen Vorträgen redet, z. B. bei 99 zu eins.
Da kann man wirklich kaum folgen. Jedes 2. Wort ist „Äh“, „Ähem“ usw. Ein aufgeräumter Kopf sieht anders aus.
Den hiesigen Text hatte ich schon an anderer Stelle versucht zu lesen, Kuhn hatte ihn vorher bereits auf seiner eigenen Seite publiziert. Musste abbrechen.
Und hier mein 6. Nick. 😉
Einer der besten Texte zu dieser Thematik, den ich bisher in letzter Zeit gelesen hatte: https://overton-magazin.de/top-story/merz-macron-starmer-iran-muss-seine-willkuerlichen-militaerschlaege-unterlassen/#comment-362826
@ Autor : inhaltlich äußerst interessanter Artikel, aber sprachlich völlig missglückt.
Das mag ich an Soziologen: ihr lineares, eindimensionales Weltbild. Von Zyklen noch nie was gehört und Oswald Spengler war eh nur ein Spinner. Und an Astrid Lindgreen sollen sie auch Lizenzgebühren zahlen.
Die US- Eliten wollen ihre ehemaliges Imperium auflösen. Zu kostspielig ist es, die Hegemonie über Teile der Welt aufrecht zu erhalten. Und zu destruktiv im inneren. In Westasien sind viele Klientelstaaten mir viel Geld, deren Sicherheitsmodell die Anwesenheit die USA voraussetzen. Einfach abziehen geht nicht. Zu schwer würden die Folgen sein.Z.B. Abzug des Kapitals aus den USA…
Also muss ein verlorener Krieg inszeniert werden, in dessen Folge die USA ihre Truppen nach Hause holen. Vor acht Monaten hat Israel die USA angefleht, einen Waffenstillstand mit dem Iran zu vermitteln, da Israel unter den iranischen Raketen irreparablen Schaden erlitt. Und der Vorrat an Abfangraketen fast aufgebraucht war. Die Produktionsrate in den USA ist nicht so hoch, das in den verbleibenden Monaten die Lager wieder aufgefüllt würden. Da ist ein Krieg gegen den Iran fast Wahnsinn. Aber nur, wenn das Ziel „Sieg“ ist. Die Feudalstaaten auf der arabischen Halbinsel sehen, das die USA ihre Sicherheit nicht gewährleisten können. Warum also die Yankees dort halten? Nutzloses entsorgt man….Israel ist auch so weit geschwächt, das es nicht in der Lage ist, direkt den Arabern seinen Willen aufzuzwingen. Es muss ein Deal her, der die Interessen der beiden Seiten ausgleicht. Da bietet sich Russland an.
Nach der Auflösung der letzten Reste des Imperiums wird es kein weiteres Imperium geben. Russland will nicht, da zu kostspielig. China kann nicht wegen seiner zivilisatorischen Wurzeln, der fehlenden strategischen Tiefe, der Abhängigkeit vom Import von Energie und Lebensmitteln. China will seiner Bevölkerung einen gewissen Wohlstand sichern. Daher Handel mit Allen, die dazu bereit sind.
In Europa will De aus der EU ein Imperium machen. Kann es aber nicht, da weder Kontrolle über Ressourcen noch Basistechnologien ein vollwertiges Imperium möglich macht. Nach langem geopolitischen umherirren, bleibt nur eine Allianz mit Russland als einzige sinnvolle Option.
Das Kriegsziel der USA ist es, den Krieg zu verlieren!