40 Prozent der russischen Ölexportkapazitäten sollen durch Drohnenangriffe ausgefallen sein

Screenshot von einem Video, das die Folgen eines Drohnenangriffs auf den Hafen Ust-Luga zeigen soll.

Der Drohnenkrieg verändert das Schlachtfeld, wie die weit ins Territorium des Gegners reichenden Angriffe von Russland und die Ukraine zeigen. Es gibt zwar noch eine Todeszone, aber der Unterschied zwischen Front und Hinterland verschwindet.

Es hat sich ein neuer Stellungskrieg zwischen Russland und der Ukraine entwickelt, was sich auch zwischen Iran und Israel zeigt. Beide Kriegsparteien senden täglich Wellen von Hunderten von Drohnen in das gegnerische Land. Sie können weit in es vordringen, das Schlachtfeld punktuell erweitern und die ganze Gesellschaft bedrohen und verunsichern, indem etwa die Energieinfrastruktur beschädigt wird und die Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung ausfällt. So große Länder wie Russland oder die Ukraine können nicht alle Drohnen abwehren. Der ukrainische Präsident Selenkij setzt auf solche weitreichenden Angriffe, um Russland zu zermürben. Russland ebenso. Im Augenblick sieht es so aus, dass Russland und die Ukraine in diesem Drohnenkrieg einander Paroli bieten.

Zur Abwehr könnte die Ukraine täglich 2000 Abfangdrohnen produzieren, wenn ausreichend Geld vorhanden wäre. Im Augenblick sieht es so aus, dass die Ukraine nicht militärisch verliert, sondern weil das Geld ausgeht. Dringend benötigte Kredite der Weltbank und des IWF sind gefährdet, weil die Rada funktionsunfähig ist und die erforderlichen Gesetze nicht beschließen kann. Ungarn blockiert weiter den 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU. Mit der globalen Aufmerksamkeit auf den Krieg gegen den Iran und die ökonomischen Schockwellen, die von ihm ausgehen, hat die Ukraine derzeit tatsächlich schlechte Karten. Trump übt weiter Druck aus, den Krieg zu beenden, indem die Ukraine den nicht von Russland eingenommenen Teil des Donbass übergibt. Die Warnung aus der EU, dass damit der Aggressor belohnt wird, verhallt, weil der Westen mit den USA und Israel sich nicht anders verhält.

Überfall auf die Ukraine mit 1000 Drohnen

Russland hat am Dienstag innerhalb von 24 Stunden mit fast 1000 Drohnen neben Poltawa, Kiew, Mykolajiw und Winnyzia auch Lwiw und andere Ziele in der Westukraine angegriffen. Mehr als 500 flogen ihre Angriffe unüblicherweise am helllichten Tag. Nach ukrainischen Angaben wurden von diesen 556 Drohnen 541 abgeschossen. Nur 15 Einschläge seien tagsüber erfolgt. Es seien alle vorhandenen Luftabwehrmittel eingesetzt worden, u.a. bemannte Flugzeuge, Luftabwehrdrohnen, elektronische Kampfsysteme und bodengestützte Luftabwehrverbände.

Auffällig war, dass Angriffswellen der Drohnenschwärme auch tagsüber erfolgten und dass sie die Westukraine erreicht haben und dort im Stadtzentrum von Lwiw oder Iwano-Frankiwsk eingeschlagen sind. Nach dem Bericht des Bürgermeisters von Lwiw gab es einige Einschläge. Auf einer Pressekonferenz sagte er, er habe „viele Fragen an alle“, da die Stadt ständig militärische Abwehrmaßnahmen, darunter auch Anti-Drohnen-Systeme, beschaffe und dafür den Löwenanteil ihres Budgets ausgebe.

Folgen eines Drohneneinschlags in Lwiw. Bild: Facebook-Account des Bürgermeisters

Robert Brovdi („Magyar“), der Kommandeur der unbemannten Systeme der ukrainischen Streitkräfte, griff den Bürgermeister daraufhin an, was die Sensibilität des Themas hervorhebt: „Bis heute gab es im März keinen Tag, an dem nicht mindestens hundert Shahed/Geranium-Drohnen über die Ukraine kreisten. Es gab und wird Tage geben, an denen es 400 bis 500 sind, so wie heute. … Warum fliegen diese Drohnen der Russischen Föderation bis nach Lemberg? Herr Bürgermeister der geliebten Stadt des Löwen! Entschuldigen Sie bitte, aber hören Sie bitte mit Ihrem abendlichen Vorwurf oder der Beschwerde eines Kunden auf: „Ich habe sehr viele Fragen an alle, wir werden mit den Militärs sprechen, wir kaufen jeden Tag…“ 15 von 556 Shaheds haben heute ihr Ziel erreicht. … Ganz im Ernst – es gibt auf dem Planeten Erde keine solche Luftabwehr, die mit den Händen der Soldaten tief in den Formationen und Verteidigungslinien von der Front bis zu den friedlichen Städten 95–97 % der angreifenden Drohnen vernichtet.“

Ob die Zahl der abgeschossenen oder abgewehrten Drohnen stimmt, kann bezweifelt werden, zumal Schäden von mehr als 15 Einschlägen gemeldet wurden. Wie in aller Regel lässt sich nicht sagen, ob die Drohnen ihr Ziel erreicht haben oder ob sie abgeschossen wurden, so dass herabstürzende Teile die Schäden verursachten. Die ukrainische Luftabwehr scheint allerdings durchlässiger zu werden. Tagsüber wären die Drohnen eigentlich leichtere Ziele. Dass einige Stadtzentren in der Westukraine während des Tages erreicht wurden, zeigt die Schwierigkeit, Schwärme von Drohnen an vielen Orten gleichzeitig und nacheinander abzuwehren. Auf der anderen Seite soll erstmals eine FPV-Abfangdrohne eine der langsam fliegenden Shahed zerstört haben.

Präsident Selenskij hat die angeblich einzigartige, im Krieg erworbene Expertise der Ukraine bei der Drohnenabwehr gegenüber den USA und den von Iran angegriffenen Ländern des Nahen Osten propagiert und diesen angeboten. Er offerierte auch Abfangdrohnen, die man im Überschuss habe. Präsident Trump wies das Angebot bekanntlich brüsk zurück. Nach Selenskij sollen allerdings mehr als 200 Ukrainer als Berater zur Drohnenabwehr in Saudi-Arabien, Katar und Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in Kuwait tätig sein. Als Gegenzug erwartet er Patriot- und andere Abfangraketen. Aber wenn trotz der angeblich so guten Abfangdrohnen und dem Aufbau eines ukrainischen Iron Dome russische Drohnen bei Tageslicht über weite Strecken fliegen können, ist es mit der Kontrolle nicht so weit her. Vermessen ist wahrscheinlich schon der Glaube, die Ukraine könne einen dem israelischen Iron Dome vergleichbares Abwehrsystem zum Schutz des ungleich größeren Landes bauen.

Ukraine greift Ölterminals und Raffinerien an

Ähnliches gilt selbstverständlich auch für Russland, das sich zunehmend Angriffen von weitreichenden Drohnen tief in das Land hinein ausgesetzt sieht. Auch die Ukraine schickte in der Nacht vom Mittwoch und Donnerstag Hunderte von Drohnen nach Russland. 389 seien abgeschossen worden. Auch am Mittwoch wurden 120 ukrainische Drohnen registriert, von denen einige Schäden verursachten. Die Luftabwehr ist auch hier löchrig.

In der Nacht zum Montag wurde im Ölexporthafen der Stadt Primorsk in der russischen Region Leningrad vier Tanks mit Treibstoff in Brand gesetzt (Satellitenbild). Auch der Ölexporthafen Ust-Luga ist getroffen worden, große Rauchwolken konnte man bis nach Finnland sehen. Überdies gab es einen Angriff auf die 1400 km von der Grenze entfernte Ölraffinerie Baschneft-Ufaneftechim im russischen Baschkortostan, der ebenfalls einen Brand verursacht hat. Nach Reuters sollen durch die Angriffe 40 Prozent der Ölexport-Kapazität Russlands ausgefallen sein, da auch der Schwarzmeerhafen Novorossiysk noch nicht in voller Leistung nach einem Drohnenangriff Anfang des Monats arbeitet und die Druschba-Pipeline durch die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei noch nicht wieder geöffnet wurde.

Und am Donnerstag sollen mehr als 20 Drohnen die Ölraffinerie Kirishinefteorgsintez, eine der größten des Landes, in der Region Leningrad schwer beschädigt haben. Der Gouverneur bestätigte den Angriff, sprach aber nur vage von Schäden in einem Industriegebiet. Luftalarm gibt es mittlerweile in der Region Leningrad regelmäßig.

Im Dezember wurden bereits einige Tanker auf dem Schwarzen Meer von Drohnen angegriffen. Nun wurde in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag ein türkischer Öltanker, der unter der Flagge von Sierra Leone unterwegs war und in Novorossiysk mit einer Million Barrell Rohöl beladen wurde, wahrscheinlich von einem unbemannten Boot angegriffen, sagte der türkische Transportminister Abdulkadir Uraloğlu. Es sei ein gezielter Angriff gewesen, der den Maschinenraum zerstören sollte.

Besonders anvisiert werden die nahe der Grenze liegende Stadt und die Region Belgorod. Hier werden nicht nur militärische Ziele angegriffen, sondern auch zivile Gebäude und die Energieinfrastruktur. Es werden auch immer wieder Zivilisten getötet oder verletzt – zufällig, aber auch gezielt. Am Mittwoch beispielsweise ein 18-jähriger Motorradfahrer und eine Autofahrerin. In der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch wurde die Energieinfrastruktur durch Drohnen massiv beschädigt. Viele Menschen können nicht mehr mit Strom, Wasser und Wärme versorgt werden. Die russische Bevölkerung lebt wie die ukrainische jenseits der Front sicht- und erlebbar im Krieg.

Nun sollen in der Region Belgorod die Menschen in der Grenznähe durch gepanzerte Fahrzeuge mit elektronischer Abwehr und Drohnendetektoren mit Lebensmitteln und Post versorgt werden. Andere Fahrzeuge wurden vom Gouverneur verboten. Alle Geschäfte in der Grenzregion sollen mit Schutzvorrichtungen gesichert werden.   Gebäude sollen mit Anti-Drohnen-Netzen und Sandsäcken geschützt werden. Straßen werden oft mit Netzen vor kleinen Drohnen geschützt. Man kann sich vorstellen, wie die Menschen dort leben. Todesfälle würden sich ereignen, weil die Menschen keinen Zugang zu Warnungen über das Internet haben, das wegen der Drohnen ausgeschaltet wird. Die meisten tödlichen Angriffe ereigneten sich, während sich die Betroffenen in Autos befanden oder in deren Nähe waren, auf dem Weg zur oder von der Arbeit oder in ihren Häusern und Gärten. Alles, was sich bewegt, kann im russischen oder ukrainischen Grenzgebiet zum Ziel werden, wo Drohnenpiloten Jagd auf Menschen machen.

Eine Todeszone und das Verschwinden der Front

Zwar gibt es noch eine Front in diesem Krieg mit einer wachsend breiten, von Überwachungs- und Kamikazedrohnen kontrollierten Todeszone, in der kaum Bewegungen auch von einzelnen Fahrzeugen oder Soldaten mehr möglich ist. Drohnen ermöglichen die gezielte Tötung von einzelnen, das Schlachtfeld ist zum Mordfeld, zu einem killing field, geworden, in dem auch am Boden vermehrt mit Waffen ausgestattete oder für den Transport von Verwundeten oder Nachschub gerüstete Bodenroboter eingesetzt werden.

Aber während der Stellungskrieg im Ersten Weltkrieg noch weitgehend das Hinterland verschonte, ist mit dem Luftkrieg im Zweiten Weltkrieg das ganze Land und damit die ganze Gesellschaft zum Schlachtfeld geworden, was Drohnen, Raketen und weitreichende Artilleriesysteme auf eine neue Ebene heben. Bombardements wie die der Alliierten von deutschen Städten oder insbesondere der Abwurf von Atombomben waren massive, blinde Zerstörungen mit Massenvernichtungswaffen, mit Drohnen, Präzisionsraketen und Artillerie lassen sich hingegen relativ genau Ziele treffen. Das hat die Ausschaltung der iranischen Führung deutlich vor Augen geführt. Es ist kein Kampf von Mann gegen Mann, sondern von Maschine gegen Mann, auch wenn es noch einen human in the loop gibt.

Vor allem können neben militärischen Einrichtungen im Hinterland mit Anlagen der Energieinfrastruktur und des Transports (Brücken, Eisenbahn, Häfen) wichtige Lebensadern für Militär, Wirtschaft und Gesellschaft zerstört werden. Russland versucht schon seit einiger Zeit die Ukraine durch solche Angriffe lahmzulegen, die Ukraine hat mittlerweile aufgeholt und kann Russland empfindlich treffen, was für den Kreml gerade jetzt mit den hohen Gas- und Ölpreisen katastrophal ist, um die Kriegs- und Staatskasse wieder zu füllen. Eine flächendeckende Luftabwehr gegen Drohnen so großer Länder wie Ukraine und Russland ist kaum möglich oder nur zu einem hohen Preis.

Tymofii Yurkov, der mit seiner Firma Conta Drone für die ukrainischen Streitkräfte Drohnenabwehr mit elektronischer Kriegsführung entwickelt und herstellt, geht davon aus, dass durch Jammen nicht das ganze Land, aber die meisten Drohnen über Städten abgewehrt werden könnten: „Meiner Ansicht nach sollte jedes Gebäude, das höher als zehn Stockwerke ist, mit ein bis drei elektronischen Kampfsystemen ausgestattet sein. Diese sollten in der Lage sein, jegliche Funkverbindungen zu unterdrücken: WLAN, GSM, 5G, 4G, 3G und 2G. … Das gezielte Ausschalten einer Gruppe von UAVs oder einzelner Drohnen, einschließlich solcher, die Mobilfunk nutzen, ist durchaus realistisch. Grob gesagt würden also mehrere tausend Systeme der neuesten Generation, wie sie von unserem Unternehmen und unseren Kollegen hergestellt werden, ausreichen, um alle vorhandenen UAVs des Feindes zu stören, mit Ausnahme derjenigen, die über Starlink operieren. In Geld ausgedrückt bedeutet das Hunderte Millionen Dollar. Für Kiew wären das etwa 300 bis 400 Millionen Dollar.“ Starlink arbeite mit extrem hohen Frequenzen. Um diese zu stören, sei eine teure Ausrüstung erforderlich.

Florian Rötzer

Florian Rötzer, geboren 1953, war Gründer des Online-Magazins Telepolis und von 1996 bis 2020 dessen Chefredakteur. Seit 2022 ist er Redakteur beim Overton Magazin. Er ist Autor mehrerer Bücher. In diesen Tagen erschien sein Buch In der Wüste der Gegenwart, das er zusammen mit Moshe Zuckermann geschrieben hat.
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10 Kommentare

  1. Das passierte in der West-Bank (Mittwoch den 25.03.2026):
    Die Siedler verüben in Al-Najma, östlich von Qalqilya einen Brandanschlag auf einen landwirtschaftlichen Raum. Das Militär verhaftet im Balata-Flüchtlingslager, östlich von Nablus, einige Palästinenser.
    Die Siedler dringen in Taibe mit Schlagstöcken und Schafen in einen Hinterhof eines Palästinensers um einen Anspruch zu begründen (meine Schafe – mein Land, meine Schafe auf meinem Land).
    Es findet eine Umwandlung der okkupierten palästinensischen Gebiete in Teil eines Landes statt. Das Kriegsverbrechen der Vertreibung wird begangen, da Siedler nicht andere Siedler von deren Land vertreiben. Das Militär wirft in Balata, östlich von Nablus in Wohnungen die Möbel um.
    Das Militär nimmt in Tel, südwestlich von Nablus und im Al-Fawwar-Flüchtlingslager drei Palästinenser fest (darunter einen Lehrer). Das Militär erschiesst in Jerusalem, Qassem Amjad Shkeirat, 21, aus Jabal Mukaber nach seiner Festnahme [1].
    Die Siedler sind vom Militär geschützt als sie Schafe auf palästinesisches Land in Masafer Yatta bringen. Die Siedler haben in der Khalla Amira und Rujoum Ali Gegend, in Masafer Yatta, die Palästinenser angegriffen und verletzt (Krankenhaus). Eine grosse Anzahl von Militärs hat dann die Gegend gestürmt und Blendgranaten gezündet sowie Tränengas auf die Palästinenser geworfen.
    Das Militär hat in Al-Zawiya, südlich von Jenin, ein Haus, ein Automobilhaus und ein Ladengeschäft für landwirtschaftliches Gerät zerstört. Der Bürgermeister Jamal Abu Al-Wafa (Besitzer des Hauses und des Automobilhauses) hatte vor 2 Jahren ein Weiterbau-Verbot erhalten. Die meisten Ladengeschäfte in der Nähe des Ladengeschäftes sollen ebenfalls nicht Weiterbauen oder zerstört werden. Die Siedler stürmen landwirtschaftliche Nutzfläche in der Tel-Gegend in Sinjil, nördlich von Ramallah. Das Militär schiesst in Beit Furik, östlich von Nablus und verletzt einen Palästinenser. Das Militär begibt sich nach Beit Amrin, nordwestlich von Nablus. Die Siedler und das Militär schiessen und verfolgen mehrere Kraftfahrzeuge mit palästinensischen Arbeitern. Ein Kraftfahrzeug überschlägt sich brennt aus (Yusri Majid Abu Qubaita, 31, stirbt). Die Siedler haben nach Angriffen ein zusätzliches Haus als Eigentum weil der Eigentümer gegangen ist (Yatmawi-Gegend, Beita, südlich von Nablus, vertrieben). Das Militär zerstört in der Nähe von Nabi Elias, östlich von Qalqilya, einen palästinensischen Freizeitpark weil in Area C gebaut (Schwimmbad mit Wasserrutschen und Tischen zum Sitzen). Die Verluste durch die Zerstörung des „Mansour Land“-Parks werden auf 1.5 Mio. Dollar beziffert (8.000 Quadrameter).
    Die Siedler zünden in Sa’ir, nordöstlich von Hebron, zwei Bulldozer an. Gehörten der Shalald Familie. Die Siedler haben in Ajja, südlich von Jenin 23 Olivenbäume zerstört oder beschädigt.
    Die Siedler zäunen in der al-Hadidiya-Gegend, im Jordan-Valley (Khirbet al-Hadidiya) hunderttausende von Quadratmeter ein. In den vergangenen zwei Jahren wurden hunderttausende von Quadratmeter im Jordan-Valley eingezäunt. Das Militär hat in der West-Bank vierzig Palästinenser festgenommen.

    Das Militär nimmt in Silwan, Jerusalem zwei zusätzliche Wohnungen in Besitz für Siedler-Organisationen (Palästinenser aus Wohnungen geworfen die z.T. seit dreiundsechzig Jahren dort lebten, mindestens 11 Familien an dem Tag). Es sollen aus Silwan aus Al-Bustan 150 Familien und aus Baten al-Hawa 90 Familien aus ihren Wohnungen raus (insgesamt 2.200 Menschen).
    Die Siedler verletzten bei einem Angriff in Khallet Amira, in Masafer Yatta, südlich von Hebron, einen Palästinenser. Das Militär zerstört einen Teil eines Brunnens der weite Flächen im Norden Qalqilyas bewässert. Die Palästinenser sollen von ihrem Land vertrieben werden. Die Siedler verbrennen in Kafr Qaddum, östlich von Qalqilya ein Zuhause. Die Siedler und das Militär begeben sich nach Huwara, südlich von Nablus und die Siedler laufen vermummt mit ihrer Fahne entlang.

    Das passierte u.a. in Gaza:
    Das Militär beschiesst vom Meer aus Zelte von Vertriebenen an der Küste von Khan Younis (evtl. Al-Mawasi). Bei einem Angriff des Militärs auf eine Gruppe von Menschen die sich in der Nähde des Friedhofs von Az-Zawayda, Gaza-Mitte, aufhielten wurden vier getötet und mehrere verletzt.
    Es gibt mehrere Verletzte darunter auch Kinder. Das Militär tötet zwei Palästinenser.
    Bei einem Angriff auf die südwestliche Gegend von Deir Al-Balah, Gaza-Mitte, es gibt mindestens einen Toten und mehrere werden verletzt. Bei einem Angriff auf ein Lager in Deir Al-Balah werden mehrere verletzt.
    Das Militär hat im Al-Maghazi-Flüchtlingslager, Gaza-Mitte, die Panzer und Bulldozer bewegt und eine palästinensische Familie sieht sich unter Beschuss (Einschusslöcher in den Wänden und Plastikabdeckungen). (Wahrscheinlich werden die Wohngebäude zerstört). Das Militär beschiesst die östlichen Gegenden von Khan Younis und Gaza-Stadt (evtl. werden die Wohngebäude zerstört).

    Zwei Experten der Vereinten Nationen verlangen dass der Direktor der Kamal Adwan Hospitals, Hussam Abu Safiya freigelassen wird. [2] Das Militär hatte das Hospital beschossen und zerstört. Ihn hatte man dabei aufgenommen wie er zu einem Militärfahrzeug ging anstatt reinzugehen und ihn festzunehmen. Gezeigt wurde ein Händedruck aber dann wurde er geschlagen. Er hat auch Körpergewicht verloren und der Anwalt hat sich über seinen Zustand beschwert.

    In der vergangenen Woche wurden 321 Lastwagen von den Hilfslieferungen von den Vereinten Nationen reingelassen. Anstatt fünfhundert oder sechshundert am Tag.

    Über den Völkermord sprechen. Jede Stimme zählt.
    Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
    https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de

    [1] Ein Bild von Qassem Amjad Shkeirat: https://ibb.co/VYz62MvJ
    [2] https://www.ohchr.org/en/press-releases/2026/03/un-experts-demand-immediate-release-dr-abu-safiya-after-reports-severe

  2. Der russische Militärblogger Alexander Kharchenko schreibt dazu:
    https://tgstat.ru/en/channel/@bayraktar1070/7164
    So,so, 2022 hätte das aktuelle russische Militärpotential für einen Durchmarsch bis zum Dnepr gereicht.
    Heute ist Ende im Gelände.
    Haben der Buhdin und seine Jünger nicht immer gesagt, die Zeit arbeite für sie?
    Heute verlieren sie den Drohnenkrieg gegen die „Faschisten“.
    Schwacher Trost für Buhdin und seine bezahlten und unbezahlten Trolle: auch Trug, Towarisch und Busenfreund Donald steht militärisch am Abgrund. Auch wegen dieser Scheixxdrohnen.

  3. Ich verstehe nicht, dass Russland nicht in der Lage ist, die wichtigsten Einrichtungen zu schützen und Enthauptungsschläge durchzuführen. Stattdessen werden die restlichen Einwohner terrorisiert. Ich weiß nicht was das soll, mehr als die Hälfte sind doch schon abgehauen. Ich glaube, Russland wurde stark überschätzt, auch von mir.

    1. Es gibt keinen 100% Schutz vor Drohnen und Raketen und Raffinerien sind riesig und explosibel.
      Was die Enthauptungsschläge angeht da verwechselst du die Seiten.
      Verstehst du wirklich nicht, oder bist du nur ein Troll?

  4. Solche Sätze wie:
    „Trump übt weiter Druck aus, den Krieg zu beenden“
    sollten unterbleiben. Solche Behauptungen entbehren jeder realen Basis und sie verhindern grundlegend das Verständnis.

    Sowohl der Krieg in der Ukraine als auch der im Iran folgt dem US-Interesse eine weltweite Kontrolle der Energieressourcen zu erlangen.

  5. Solch einen Drohnenkrieg kann die Ukraine nur führen, weil sie darin mit westlichem Material, Geld und westlichen militärischen Spezialisten unterstützt wird.
    An der Front kommt sie kaum bis gar nicht voran,

    Das Problem in der Ukraine:
    Selbst wenn der Krieg an der Frontlinie beendet sein wird, dann wird es in der Ukraine vermutlich immer noch nationalistische Milizen geben, die ihren Drohnen- und Autobombenkrieg in Russland fortführen wollen.
    Genau das haben ja auch die historischen Bandera-Anhänger gemacht, die nach der Kapitulation ihres Verbündeten, Nazi-Deutschlands, 1945, noch weitere 9 Jahre (soweit ich gelesen habe wohl auch mit Unterstützung westlicher Geheimdienste) in der Sowjet-Ukraine Anschläge verübt haben, solange, bis ihr Anführer Stepan Bandera, der von seinem Unterschlupf in München aus operierte, von einem Sowjet-Agenten getötet wurde.

    Die Ukrainer werden nur dann eine friedliche und ökonomisch auskömmliche Zukunft haben, wenn sie ihre Bandera-Fanatiker entmachten und einen Friedensvertrag unter den Bedingungen Russlands abschliesen.
    Je eher das geschieht, desto mehr Menschenleben werden gerettet werden.

    Die Mehrheit der jetzt noch im Donbass lebenden Ukrainer wird keinesfalls mehr unter die Herrschaft Kiews zurück wollen, von dessen Milizen und Militär sie seit 2015 ununterbrochen beschossen wurden und werden.

    1. Das erklärt auch, weshalb Russland gar kein Interesse daran hat, die Ukraine zu erobern. Russland kann sowieso den Krieg nicht beenden, solange der Westen das nicht will. Also macht man langsam und schont die eigenen Kräfte.

  6. Der Krieg der NATO gegen Russland scheint also in die entscheidende Phase zu gehen und, wie absehbar, wird die NATO verlieren.

    Die letzten Meldungen entlang der Front zeigen, dass die russischen Befreiungskräfte auch jetzt auf ganzer Linie vorrücken und dabei sind, die Ziele der Antiterroroperation umsetzten.

  7. Also die Ukraine könnte 2000 Abwehrdrohnen produzieren und hat eine einzigartige Expertise auf diesem Gebiet. Und die dummen Russen können ihre Industrie und vor allem ihre Raffinerien nicht schützen.
    Das passt nicht zusammen und es entspricht auch nicht der Entwicklung entlang der Front.

    Was wir haben, ist die Wiedergabe von britisch/ukrainischer Propaganda, die wie die Angriffe im russischen Hinterland auf ein westliches Publikum ausgerichtet ist.
    Wir wissen in Wahrheit wenig bis nichts über die Auswirkungen der Drohnenangriffe. Ziele im Westen Russlands sind mit Drohnen zu erreichen, sollten aber über entsprechende Abwehr verfügen. Anlagen, die im Osten liegen, von denen es laut Karte etliche gibt, dürften relativ sicher sein.

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