
Impotenz und andere sexuelle Probleme durch und nach Antidepressiva-Konsum.
Im ersten Teil haben wir uns mit historischen und gegenwärtigen Trends von Depressionen beschäftigt. Das Störungsbild ist vor allem von einer Antriebslosigkeit und depressiven Verstimmung geprägt. Dazu können andere Schwierigkeiten kommen, wie Schlafstörungen, Gewichtsveränderungen und Konzentrationsprobleme. Wir sahen, dass Depressionen auffällig häufig und in den letzten Jahren immer öfter diagnostiziert werden.
Im zweiten Teil ging es um die Wirkungsweise der häufig gegen Depressionen verschriebenen Psychopharmaka. Da diese oft auch bei anderen Störungsbildern – zum Beispiel Angst-, Ess- und Zwangsstörungen – verschrieben werden und ihre Wirkung nicht spezifisch anti-depressiv ist, führt die Bezeichnung „Antidepressiva“ eigentlich in die Irre. Daher empfehlen inzwischen führende Fachleute aus der Pharmakologie die Bezeichnungen „Serotonin-“ oder „Noradrenalin-Verstärker“.
Obwohl von diesen Mitteln in Deutschland inzwischen mehr als 1,8 Milliarden Tagesdosen pro Jahr verschrieben werden – genug für die tägliche Behandlung von 5 Millionen Menschen –, ist ihr therapeutischer Effekt bescheiden. Im Vergleich zum Placebo geht es oft nur um eine leichte Verbesserung, wenn überhaupt. Neuere Studien deuten darauf hin, dass bei einer Behandlung von Depressionen mit Psychotherapie die Gabe von Psychopharmaka keinen zusätzlichen Nutzen bringt. Auch das sahen wir im zweiten Teil.
Was diese Substanzen im Körper machen, ist immer noch nicht richtig verstanden. Ihre Wirkung scheint am ehesten eine Kombination von aktivierenden und emotional dämpfenden Effekten zu sein. Demgegenüber stehen Nebenwirkungen wie die emotionale Abstumpfung, Übergewicht, vor allem bei jüngeren Menschen sogar eine erhöhte Suizidalität und die häufig genannten sexuellen Funktionsstörungen.
Mit Letzteren werden wir uns in diesem Teil ausführlicher beschäftigen. Zunächst möchte ich aber noch einen Depressionsexperten aus der Psychiatrie zur Unterstützung meiner kritischen Sichtweise zitieren.
Psychiatrischer Depressionsexperte
Viele dürften von ihrem Arzt oder ihrer Ärztin andere Informationen über die Wirkung der „Antidepressiva“ erhalten haben. Daher ist es hilfreich, hier einen anerkannten Depressionsexperten zu Wort kommen zu lassen. Passenderweise war Gregor Hasler, Psychiatrieprofessor an der Universität Freiburg (Schweiz), am 7. Juni zu Gast im Podcast „Swisslectures“. In der Folge ging es darum, „Was die Wissenschaft wirklich über Antidepressiva weiss.“ Ein vielsagender Auszug zur Wirkung der Psychopharmaka war:
Hasler: „Im Akutfall will der Hausarzt oftmals einfach dämpfen und der Patient findet das auch gut.“ Moderator: „Also es dämpft alles in diesem Fall.“ Hasler: „Es dämpft ein bisschen alles und dann ist der Patient ruhiger und ruft nicht immer an. Aber für den Patienten kann das im Akutfall…“ Moderator: „Eine einfache Lösung für den Hausarzt.“ Hasler: „Genau. Man sieht allgemein, Hausärzte lieben dämpfende Medikamente und aktivierende vermeiden sie. Sonst wird der Patient noch lebendig und [er lacht] will noch mehr Sitzungen! – Nein, ich will das auch nicht lächerlich machen. Ich sage nur, im Akutfall kann die Dämpfung gut sein, aber du hast recht, wenn man dann langfristig das macht, ist das nicht gut.“ … In den USA würde man häufiger aktivierende Substanzen verschreiben. „Das hat auch mit Kulturen zu tun. Aber schon, das sieht man auch bei anderen Medikamenten, einfach die Dämpfung ist typisch etwas, was man in Heimen, also Nicht-Experten, die dämpfen zu einem Großteil die Patienten.“ (Gregor Hasler, Swisslectures vom 7. Juni 2026, ca. 25:30 und 30:30 Minuten)
Während also Betroffenen oft erzählt wird, sie hätten eine Erkrankung im medizinischen Sinn, nämlich Depressionen, die mit einer Stoffwechselstörung im Gehirn zusammenhänge, zeichnet Hasler ein anderes Bild: Die „Antidepressiva“ würden primär zur (emotionalen) Dämpfung verschrieben. Das hätte für die Arztpraxen und Pflegeheime den Vorteil, dass Patientinnen und Patienten nicht zu oft anrufen beziehungsweise nicht zu viele Sitzungen wollen.
Die Diagnose würde oft nach nur zehn Minuten gestellt, denn mehr Zeit habe man beim Hausarzt meist nicht. Doch auch nicht alle Betroffenen würden gerne eine Stunde lang über sich selbst reden, wie es vielleicht bei einem psychiatrischen Termin der Fall wäre.
Angst oder Depressionen?
Psychiatrieprofessor Hasler wundert sich zudem, warum die häufig als Antidepressivum verschriebenen Serotonin-Verstärker überhaupt als Mittel gegen Depressionen angesehen würden und nicht als Angstlöser. Eine Antwort auf seine Frage findet sich mit einem Blick auf die Geschichte der Psychopharmaka und ihrer Vermarktung: Denn schon in den 1950ern und 1960ern kam es mit den neu entdeckten Benzodiazepinen wie Librium (Chlordiazepoxid) und Valium (Diazepam) zu einem starken Anstieg der Medikamentenverschreibungen. Diese wurden vor allem wegen ihrer angstlösenden und schlaffördernden Wirkung genommen. 1965 gab schon ein Viertel der Amerikanerinnen und Amerikaner an, eines der Mittel ausprobiert zu haben.

Diese Verschreibungspraxis kam jedoch zunehmend in die Kritik. Man würde damit Patientinnen und Patienten vor allem ruhigstellen. Und außerdem habe man das Abhängigkeitspotenzial unterschätzt. Auch heute noch muss man bei der inzwischen viel größeren Breite an verfügbaren Benzodiazepinen und den ähnlichen Z-Drugs nach nur wenigen Wochen mit einer Medikamentenabhängigkeit rechnen. Bei Entwicklung einer Toleranz für die Wirkstoffe muss zudem die Dosierung immer weiter erhöht werden.
Als in den 1980ern die neuen Serotonin-Verstärker auf den Markt gebracht wurden, wollte die Pharmaindustrie diese ausdrücklich von den (damals kritisierten) Angstlösern unterscheiden. Deswegen strebte man zunächst die Zulassung als Antidepressivum an. Es hat funktioniert. Aber wie wir im zweiten Teil sahen und oben auch der Psychiatrieprofessor einräumte, sind sie gar keine spezifischen Antidepressiva.
USA: MAHA-Bewegung
Die allgemeineren Nebenwirkungen dieser Substanzen wurden schon erwähnt. Dabei verwies ich auch kurz auf das Risiko der sexuellen Funktionsstörung bei den Serotonin- und Noradrenalin-Verstärkern. Das Thema rückte jetzt in den USA durch Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. vermehrt ins Rampenlicht. In der ihm typischen, platten Weise behauptete er, von den „Antidepressiva“ komme man genauso schwer wieder los wie von Heroin.
Dabei muss man wissen, dass Kennedy selbst schwer heroinabhängig war. 1963 wurde erst sein Onkel, der US-Präsident John F., und 1968 sein Vater Robert F. Kennedy ermordet. Dieser war damals US-Senator. Laut Kennedy Juniors Angaben nahm er ab dem Alter von 15 Jahren Heroin, also ab 1969. Erst 14 Jahre später, nach einer Verurteilung und Therapie, habe er damit aufhören können.
Seine harte Kritik an den „Antidepressiva“ fällt jedenfalls in der pharmakritischen MAHA-Bewegung (Make America Healthy Again, dt. Macht Amerika wieder gesund) auf fruchtbaren Boden. So bekamen Betroffene zum Beispiel mit sexuellen Funktionsstörungen jüngst mehr Aufmerksamkeit.
Sexuelle Nebenwirkungen
Ein treffendes Beispiel ist die erst 23-jährige Studentin Lauren Friedman. Auf einer MAHA-Tagung im Mai berichtete sie von ihrer eigenen Erfahrung. Durch die Behandlung mit einem Serotonin-Verstärker sei ihre Klitoris völlig taub geworden. Auch im Inneren fühle sie nichts mehr.
Tatsächlich ist schon lange bekannt, dass Serotonin- und Noradrenalin-Verstärker zu sexuellen Störungen führen können. Dazu zählen eine Abnahme der Lust, genitale Taubheit, eine Verzögerung oder völliger Verlust des Orgasmus, bei Frauen eine Abnahme der Feuchtigkeit und bei Männern eine Erektionsstörung.
Bei den ursprünglichen Studien für die Medikamentenzulassung schätzte man die Häufigkeit solcher Nebenwirkungen auf unter 5 Prozent. Der pharmakritische britische Psychiatrieprofessor David Healy war damals an solchen Studien beteiligt. Er behauptet, die Forschenden seien explizit dazu angehalten worden, die Behandelten nicht nach sexuellen Nebenwirkungen zu fragen. Inzwischen schätzt man deren Häufigkeit durch Serotonin- oder Nordadrenalin-Verstärker auf 80 oder sogar noch mehr Prozent; das wusste man in der Fachwelt schon vor 20 Jahren.
In der gegenwärtigen Diskussion geht es vor allem um die bleibende Störung der Sexualität, die nach dem Absetzen der Medikamente nicht verschwindet oder dann vielleicht sogar erst auftritt. Hierzu gab es bereits 1991 erste Berichte, also schon kurz nach der Zulassung der Serotonin-Verstärker. Das Thema wurde so prominent, dass dafür ein neuer Begriff geprägt wurde: Post-SSRI Sexual Dysfunction (PSSD, dt. Sexuelle Dysfunktion nach Serotonin-Verstärker).
PSSD: bleibende sexuelle Störung
Das Problem wird dadurch verkompliziert, dass sexuelle Schwierigkeiten auch Teil einer depressiven Störung sein können. Immerhin sind Antriebslosigkeit und der Verlust von Freude häufige Symptome. Umgekehrt könnte aber gerade die Sexualität für einige Betroffene einer der letzten Bereiche sein, in denen sie Glücksgefühle erfahren. Dann können Lust- und Erektionsprobleme für Menschen, die es ohnehin schon schwer haben, vernichtend sein.
Erstaunlicherweise gibt es erst seit Kurzem Studien dazu, was diese sexuellen Nebenwirkungen für die Betroffenen bedeuten – vor allem dann, wenn sie dauerhaft bleiben. Diese Untersuchungen kommen aber nicht aus der Psychiatrie, wo man die Psychopharmaka verschreibt, sondern aus der Pädagogik, Psychologie und Sexualmedizin.
Im nächsten Teil der Serie beschäftigen wir uns damit, was diese Forschung zeigt und was aus der medizinischen Fachwelt in jüngerer Zeit zum Thema PSSD berichtet wird.
Achtung! Bei der Änderung oder dem Absetzen von Psychopharmaka oder deren Dosierung kann es zu unerwünschten Wirkungen kommen. Besprechen Sie die Möglichkeiten und Risiken im Voraus mit Ihrem behandelnden Arzt oder der Ärztin.
Der Artikel wurde zuerst auf dem Blog „Menschen-Bilder“ des Autors veröffentlicht.
Zum Thema s.a. sein Buch: Perspektiven aus der Depressions-Epidemie: Was Depressionen sind und wie man sie behandelt.
Quellen
- Csoka, A. B., & Shipko, S. (2006). Persistent sexual side effects after SSRI discontinuation. Psychotherapy and Psychosomatics, 75(3), 187.
- Healy, D. (2020). Antidepressants and sexual dysfunction: a history. Journal of the Royal Society of Medicine, 113(4), 133-135.
- Parry, H. J. (1968). Use of psychotropic drugs by US adults. Public Health Reports, 83(10), 799-810.
- Peeples, L. (2026). The baffling science of SSRIs: how do they really work?. Nature, 656(8129), 812-814.
- Studt, A., Gannon, M., Orzel, J., Vaughan, A., & Pearlman, A. M. (2021). Characterizing post-SSRI sexual dysfunction and its impact on quality of life through an international online survey. International Journal of Risk & Safety in Medicine, 32(4), 321-329.
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Wer so am Ende ist, dass Antidepressiva indiziert sind, hat doch eh keinen Bock auf Sex mehr. Insofern ist es doch kein Problem, wenn die zugehörige Sensorik vorübergehend stillgelegt ist.
Kommt ja wieder, wenn man das Zeug absetzt. Bleibende Schäden sind mir in dieser Hinsicht nicht bekannt.
Den Artikel nicht gelesen? Da steht es doch und mir sind auch Patienten bekannte, die bleibenden Schäden erlitten haben.
Anders herum wird ein Schuh daraus: Für manche Betroffene dürfte das Sexuelle noch einer der wenigen Bereiche sein, in denen sie Freude erfahren können.
Haben Sie nicht gelesen, dass inzwischen allein in Deutschland genug „Antidepressiva“ für die tägliche Behandlung von 5 Millionen Menschen verschrieben werden? Denen pauschal ein Recht auf Sex abzusprechen, finde ich ganz schön dehumanisierend.
Und zu Ihrem letzten Satz kann ich nur empfehlen, den Artikel noch einmal zu lesen. Im nächsten Teil wird das noch ausführlicher erklärt. Aber ich kann Sie nicht dazu zwingen, die bekannten Fakten zur Kenntnis zu nehmen.
Ich hoffe persönlich, dass Sie mit dieser Haltung nicht im medizinischen Bereich arbeiten.
Es gibt kein Recht auf Sex
Und ja , auch keines auf Liebe, auch wenn das einige gerne hätten :-p
Leute Leute, viele leben in einer völlig anderen Welt als meine ..
Da „Sex“ auch allgemein „Sexualität“ und „sexuelle Betätigung“ bedeuten kann, finde ich Ihren Beitrag genauso daneben wie den Ursprungsbeitrag.
Das wirkt auf mich wie jemand, der sich für einen Gutmenschen hält, während er tatsächlich Menschen, die schon in einer schweren Lage sind, einen wichtigen Teil ihrer Menschlichkeit abspricht.
Um das klarzustellen: Sexualität fällt in den Kernbereich des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts, Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG. (Aus der Tatsache, dass man seine eigene Sexualität ausleben darf, folgt ja nicht, von jemand anderem sexuelle Dienste einfordern zu dürfen; aber wenn man „chemisch kastriert“ ist, wie es manche Betroffene nennen, kann man seine Sexualität eben nicht mehr ausleben. Was ist daran jetzt so schwer zu verstehen?)
..und die zusätzlichen Probleme daraus u.a.in der Partnerschaft zählen nicht?
„keinen Bock auf Sex ,stillgelegte Sensorik“ und das bei einer 23 jährigen jungen Frau -macht nichts?
„Bleibende Schäden sind mir in dieser Hinsicht nicht bekannt.“
Ich würde ihnen keine Schäden anvertrauen und wünsche ihnen in der Hinsicht nie irgendwelche Probleme!
Früher fing man mit Liegestütze an , heute mit Tabletten ..
Meiner Meinung nach deutet gerade die Sehnsucht auf Lust an, das Medikamente dieser Art bei den davon betroffenen der falsche Weg sind.
Aber warum die Fehler bei sich selber suchen, Kritiker solcher Entwicklungen sind die besseren Blitzableiter, zumindest aber Medienzeitalter.
Ziemlich gut erkannt. Fast 40 Jahre Beta-Blocker, erneut jahrelang ‚Anti-Depressiva‘ bzw. ‚Anti-Angst-Pillen‘. Diesmal nehme ich meine „Froschpillen“ und ja – ich fühle mich tatsächlich besser.
Was lernen wir daraus? Nicht jede Pille einwerfen, die der Arzt einem auf den Tisch legt.
Wäre mir auch zu teuer, ständig Zuzahlungen zu leisten, für Medikamente, die dann doch nicht wirken oder wegen Nebenwirkungen abgesetzt werden müssen.
Dazu kommt, dass Patienten in schwierigen Lebenssituationen Depressionen regelrecht eingeredet werden, obwohl sie oft nur eine Verstimmung, Belastungsstörung etc. haben.
Nur denke ich, dass Patienten mit psychischen Erkrankungen so ziemlich die Letzten sein werden, die in der Lage sind selbstbewusst und überlegt über die Einnahme von Medikamenten zu entscheiden oder gar mit dem Arzt zu diskutieren.
Eine Depression ist schon etwas anderes als schlecht drauf oder traurig zu sein und Patienten suchen nach Hilfe und bekommen dann diese Medikamente. Die zurückzuweisen oder nicht einzunehmen bedeutet für sie, in dem Zustand zu verharren, der sie zum Arzt brachte. Etwas anderes als das Rezept werden die Meisten nicht bekommen und es ist schwer vorzustellen, dass sie sich dagegen entscheiden, wenn sie ernsthaft erkrankt sind.
Danke! Du hast die ‚Komplexität‘ des Problems gesehen. Keiner von uns hat sich psychische Probleme ausgesucht, aber es kommt manchmal halt vor.
Die Artikelüberschrift lautet :
“ 23-Jährige klagt über Antidepressiva: „Meine Klitoris ist total taub“ “
Mensch könnte über die Befreiung vom Geschlechtstrieb auch froh sein !
Es stimmt, dass einige der Patientinnen und Patienten – wohl am ehesten diejenigen, die ihr sexuelles Verlangen nie ausleben können und darunter leiden – die Dämpfung des Sexuellen als Entlastung erfahren.
Aber das ist eine tiefst persönliche Entscheidung, die jede und jeder nur für sich selbst treffen kann. Und dazu gehört, dass man die Personen im Voraus umfassend und ausführlich über dieses Risiko informiert. Wer dann sagt, das Risiko auf sexuelle Funktionsstörungen, Übergewicht, Abhängigkeit und andere Nebenwirkungen wiege nicht so schwer, soll die Psychopharmaka halt nehmen.
@Stephan Schleim:
Ja nun … wenn die Lebenserwartung ohnehin nur noch ein bis zwei Jahre beträgt – mit verdammt viel Glück oder vielleicht auch Pech fünf -, nimmt man das Zeug, ohne noch lange über mögliche sexuelle Funktionsstörungen oder Übergewicht nachzugrübeln. Allein schon, um mit der Erkrankung und dem schnell nahenden Ende überhaupt irgendwie klarzukommen.
Meine „Waffe“ der Wahl: Mirtazapin.
Stephan Schleim schreibt :
„Es stimmt, dass einige der Patientinnen und Patienten – wohl am ehesten diejenigen, die ihr sexuelles Verlangen nie ausleben können und darunter leiden – die Dämpfung des Sexuellen als Entlastung erfahren.“
Das kommt sicherlich vor, ist m.M.n aber zu allgemein gefasst : Wir Deutschen sind extrem verleiblicht : betrachten Sie die Paradiesvorstellung der von „uns“ hervorgebrachten Religion : Mit dem höchsten Gott – dem „Führer“ – an einem Tisch sitzen, und gemeinsam mit diesem fressen, saufen und raufen ( und ob in der Fantasie der alten Deutschen der Aufgabenbereich der sagenhaften Walküren auf reine „Transportdienstleistungen“ beschränkt war, wage ich auch zu bezweifeln ); vergleichen sie diese Paradiesvorstellung – Paradiesvorstellung im Sinne des letzten Ziels – mit der der Buddhisten : Aufgehen im Nichts des Nirvana ! Wir sind Primitivlinge !
Wer sich als Deutscher, Personen vom Schlage eines Jesus von Nazareth, eines Siddhartha Gautama, eines Mahatma Gandhi oder einer Simone Weil zum Ideal gewählt hat, dem bleibt letztlich nur die chemische Keule um von Verleiblichung auf Vergeistigung umzuschalten !
Zweischneidiges Problem. werter Stephan!
Mit 23 Lenzen seine Sexualität zu verlieren, ist mehr als traurig. Andererseit ist es doch oft auch die ‚Last mit der Lust‘ bzw. der starken emotionalen Bindung, die Menschen depressiv und/oder ängsllich macht. Das alles hat doch sehr stark mit Verlust(-ängsten) zu tun, die man teils bereits in der Kindheit entwickelt.
Zurück zum Eingangsthema: Ich bin lieber für meine Frau und unsere Katze da, als unbedingt noch Sex zu wollen. Da nehme ich meine Pillen gern, damit ich ein stabiler ‚Beziehungspartner‘ bleibe. MEINE Entscheidung, bei klarem Verstand!
bg
Frank Benedikt
Ja, natürlich – bei einer 23-jährigen Person würde ich das auch anders sehen. Heute hatten ja viele in dem Alter noch nicht einmal Sex und merken dann auf einmal, dass „nichts mehr geht“.
Man muss hier Einzelfälle und allgemeine Aussagen voneinander unterscheiden. Im Einzelfall kann es so sein, dass für eine Person der Verlust der Sexualität vernichtend ist; und eine andere fühlt sich vielleicht endlich davon befreit. Das ist aber eben keine ärztliche, sondern immer eine tiefst persönliche Entscheidung, so wie sich das bei Ihnen anhört.
Das setzt aber immer eine informierte Einwilligung voraus. Und diese setzt eine ausführliche Aufklärung über die Risiken und Nebenwirkungen voraus.
Davon abgesehen, zu ihrer Lösung: Ich denke (oder hoffe), dass viele im Laufe des Lebens feststellen, dass Sex nicht nur „Penetration“ bedeutet und dass es auch andere Formen der Intimität gibt. Aber wenn einem die Lust abhanden gekommen ist oder man an bestimmten Stellen nichts mehr spürt, dann sind die Möglichkeiten wahrscheinlich doch sehr eingeschränkt.
Danke herzlich für die erhellende Antwort, Herr Schleim!
Nach rund 40 Jahren mit SEX bevorzuge ich halt nun Kuscheln/Zärtlichkeit. Liebe ist eh ein „Kopfding“, auch wenn in meinem Kopf auch immer noch lustvolle Gedanken stattfinden 🙂
Wichtiger ist aber, daß man zu seinem/seiner Partner:in hält! Meiner Frau wurde letztes Jahr eine Brust amputiert (Krebs), was sie mit bewundernswerter Tapferkeit ertragen hat. Seitdem versuche ich, ihr zu zeigen, daß sie immer noch die Frau ist, die ich liebe, und daß das gar nichts an unserem Verhältnis geändert hat. DIe wahren Abenteuer sind im Kopf (-> André Heller).
MfG
Frank Benedikt
nun ja, dürfte auch nicht auf dem Beipackzettel unter „Nebenwirkungen“ mit angebenden sein ..
Ich finde es gut und richtig das Sie das öffentlich macht, damit die Parma- Lobby endlich mehr Druck bekommt.
Kd schreibt :
„nun ja, dürfte auch nicht auf dem Beipackzettel unter „Nebenwirkungen“ mit angebenden sein .. „
Doch, ist es : ich nehme dank Merz, Kiesewetter. StraZi usw. mittlerweile 3 Sorten Psychopharmaka; Zitat Beipackzettel ; „Häufig ( Kann 1 von 10 Behandelten betreffen ) – erektile Dysfunktion ( Impotenz )„ ; das Problem ist, dass viele Deutsche total verleiblicht sind, also zu träge zum Lesen sind; aber Sie haben recht : gerade deshalb sollten die Ärzte ihre „teutschen“ Patienten unbedingt über diese Nebenwirkung aufklären !
Wollen Sie witzig sein oder kennen Sie die deutsche Sprache schlecht?
taub = (in Bezug auf Körperteile) ohne Empfindung; wie abgestorben (Duden)
Darum geht es. Vielleicht haben Sie auch schon einmal den Begriff „Taubheitsgefühl“ gehört.
griaß God, Herr Doktor . – Wie kann man nur einen Artikel so aufmachen? Auf Kriegsfuß mit der deitschn Sprach
und auch ohne Sprachgefühl ?
Ohne den Flüssigkeitsaustausch macht das Leben doch gar keinen Sinn mehr.
Denn darum geht es der herrschenden Klasse, nämlich, uns allen was noch Spaß macht zu vermiesen, respektive zu unterdrücken.
Finde ihren Kommentar nicht gerade geistreich! Oft genug wird der Sexualität in Richtung Fküssigkeitsaustausch ein Riegel vorgeschoben und da braucht es keine Depression! Ganz oft ist es einfach das Alter in Verbindung mit Gesundheit. Manchmal ein Unfall und immer öfter Krebs! Trotzdem kann das Leben noch Sinn machen!
Sie gestatten , dass ich mit 60 + sage:
„Sex ist nicht alles und kann anders sein“!
@Nana:
In der Palliativmedizin in der Onkologie gehört es damit zu und wird da nicht allzu lange drüber diskutiert!
Aus eigener Erfahrung: Meine Sexualität ist ziemlich deutlich gedämpft, aber nicht komplett tot…
Darüber wird in der Psychoonkologie sogar viel gesprochen wenn man es will und braucht!
Ich sag ja“ Sex kann ganz anders sein und trotzdem befriedigen“
Betablocker und andere Blutdrucksenker haben auch Auswirkungen auf die Libido,was von Ärzten leider oft nicht ausreichend kommuniziert wird!
Das die Studien nicht aus der Psychiatrie sondern der Pädagogik,Psychologie und Sexualmedizin stammen stimmt mich nachdenklich!
Denken Psychiater eigentlich noch ernsthaft über Nutzen und Risiken der Medikamente nach,klären sie darüber auf? Wieviel Zeit können sie sich für ihre Patienten nehmen,denn wie schwer wird es wohl Betroffenen fallen, sexuelle Probleme anzusprechen? Hut ab für den Mut der jungen Frau so offen zu sein!
Danke für den ‚reminder‘ 🙂 Aus eigener Erfahrung weiß ich nur zu gut, welche Auswirkungen Betablocker und Anti-Depressiva auf die Libido bzw. bei Männern auf die ‚Standhaftigkeit‘ haben. Allerdings würde ich ohne wohl schon längst tot sein und mit dieser Entscheidung habe ich mir wertvolle (für mich!) Lebenszeit ‚erkauft‘, kann manchen Menschen noch helfen oder gar ihr Leben erhellen. Ein Pakt mit dem Teufel ‚Pharma‘? Ja, aber ich bin noch ganz gerne *hier*, in diesem Leben. DIe Welt kann(!) so schön sein, mit netten Menschen sogar unvergleichlich, und sich austauschen zu können ist ein Geschenk, das wir alle dankbar nutzen sollten.
bg
F.B.
P.s.: Statt mit meinem üblichen Punk/Hardrock/Blues verbringe ich nun den Nachmittag mit Heller, Danzer, Ambros et al. 😀
Jedem neuen Arzt sollte als erstes zu seiner Meinung zu Covid und Impfungen auf den Zahn gefühlt werden. Äussert sich dieser mit dem noch immer üblichen Geplapper, empfehle ich: Nix wie raus!
Man sieht wieder, wenn es um Profit geht, wird selbst die Gesundheit geopfert, das Leben letztlich sowieso, was man an der Rüstung sieht.
Man sieht wieder, wenn es um Profit geht, wird selbst die Gesundheit geopfert, das Leben letztlich sowieso, was man an der Rüstung sieht.
> Demgegenüber stehen Nebenwirkungen wie die emotionale Abstumpfung,
Hab ich auch schon erlebt. Die Persönlichkeit des Menschen hat sich regelrecht verändert. Die Person bekam diese Pillen wegen Problemen auf der Arbeit.
Einer schrieb „Denken Psychiater eigentlich noch ernsthaft“ hier. Ich denke wir habens nicht mit Einzelfällen zu tun, sondern einer Verschreibungsindustrie. Die zudem davon gestützt wird das Ärzte nur kurze Patientenkontakte bezahlt bekommen im gesetzlichen Kassenbereich. Ein Punktesystem das im Gesundheitssystem Anfang der 90er eingeführt wurde.
in meiner jahrzehntelangen Berufspraxis als Pflegefachkraft in Krankenhäusern und Altenheimen, ist mir die Verschreibungspraxis bezüglich Psychopharmaka schon lange sauer aufgestoßen!
Grundsätzlich habe ich nichts gegen diese Medikamente, v.a., wenn man die psychiatrische Praxis VOR Entwicklung von Psychopharmaka betrachtet. Das Problem ist, das diese Wirkstoffe z.T. wie Bonbons von den Hausärzten verschrieben werden.
Ein Psychiater hat mir mal erklärt, das in Grunde kein Mensch wirklich weiß, wie das Zeug funktioniert, denn die Funktion des Hirnstoffwechsels ist immer noch weitesgehend ein unbekanntes Land. Es ist bekannt, das die Medikamente funktionieren, aber nicht, WIE diese Medikamente genau funktionieren.
Verschrieben wird das Zeug allerdings recht munter, v.a. bei alten Menschen. ich habe unzählige Senioren in den stationären Einrichtungen mit massiver Medikamentenabhängigkeit kennenlernen müssen.
Der Personalmangel und die fachlichen Defizite des Pflegepersonal sind eine der Ursachen.
Beim Umgang mit dementiellen Veränderungen sind bei primären Demenzen, die die überwiegende Mehrheit bilden (-bekannt: z.B. M. Alzheimer-), sind nicht-medikamentöse Techniken wie Vallidation, 5- und 10-Minutenaktivierung etc. weitgehend unbekannt. Daher tendieren Pflegekräfte schnell dazu, Ärzte anzusprechen um für medikamentöse Ruhigstellung zu sorgen, was i.a.R. auch problemlos funktioniert.
Die im Artikel beschriebene Verschreibungspraxis tut ihr übriges dazu.
Das solcher Art Tausende Senioren in unserem Land medikamentös „abgeschossen“ werden. ist Usus, täglich!
„In meiner jahrzehntelangen Berufspraxis als Pflegefachkraft in Krankenhäusern und Altenheimen…“
Klingt für mich nach einem ziemlich freudlosem Leben, letztendlich auch für Sie selbst. Ich habe bislang ein freundliches Leben erfahren und würde mich daher nicht an ein paar weitere und freudlose Jahre in der von Ihnen beschriebenen Welt unter Psychopharmaka – oder gar lebenserhaltenen, maschinellen Massnahmen – klammern, wenn es für mich spürbar an der Zeit sein wird zu gehen. Vielleicht geht es mir bis dato auch gerade deshalb noch so gut, weil mein Leben ein freundliches ist und ich mich nie der Pharmaindustrie anvertraut habe; auch einkalkulierend, vielleicht ein paar Jahre weniger Lebenszeit zu haben. Denn meine Ende wird genau zu einem Zeitpunkt erfolgen, an dem ich keine Freuden mehr verspüre und mich nicht mehr von Pharma, Ärzteschaften, etc. unabhängig bewegen bzw. leben kann – im Sinne von „ein Leben“ führen und nicht im Sinne von überleben.
Ich kann nicht beurteilen, wieweit Psychopharmaka Senioren im Übermaß verschrieben werden, hatte das bisher vor allem bei Kindern und Jugendlichen mit „Funktionsstörungen“ des Sozialverhaltens vermutet.
Bei meinem Aufenthalt in der stationären Geriatrie eines Krankenhauses bekam ich eher eine Unterversorgung mit Schmerzmitteln mit und eine stark verzögerte Suche nach den Ursachen der Schmerzen. Und das bei einer frisch operierten Hüftprothesen-Patientin. Nach zwei Wochen legte endlich eine Röntgenaufnahme die Schmerzursache bloß und eine weitere OP musste veranlasst werden.
Auf der einen Seite ein Zuviel an Medikamenten gegen psychische „Funktionsstörungen“ mit fatalen Nebenwirkungen, auf der anderen Seite zu wenig Schmerzmedikamente, vor allem für Demenzpatienten in Pflegeheimen, aber auch in Krankenhäusern. Schlimmstenfalls erkennen die Pflegepersonen im Heim nicht, dass ein aus dem Bett gefallener Patient sich einen Oberschenkelhals-Bruch zugezogen hat, der schlimme Schmerzen verursacht.
Wenn diese Medikamente solche gravierenden Nebenwirkungen haben ist die Verschreibung ohne Laborkontrolle von Serotoninspiegel ,Hormonspiegel… verantwortungslos!
Im Bekanntenkreis wurde bei einem Freund ein massiver Testosteronmangel festgestellt.
Alle Symtome ,auch psychische waren vorhanden. Eklatant der Muskelabbau unter Brustbildung mit 50+.Er hat die Untersuchung eingefordert und privat bezahlt.Seid dem er Testogel verwendet , über den Urologen verschrieben geht es besser. Regelmässige Kontrollen und Therapie zahlt die Kasse.
PSA und Vit. D ließ er gleich mitmachen und auch die Werte waren nicht okay!
Lasst euch checken zumal die Kosten niedrig sind!
Es gibt ja „Diagnosehandbücher“ also Richtlinien zur Stellung von Diagnosen. Die sogenannten DRG‘s.
Irgendwann mal wurde die Diagnose „Depression“ gestellt wenn eine Person über 6 Monate niedergedrückt war, oder kurz gesagt Symptome einer Depression aufwies! Der Zeitraum würde dann immer weiter verkürzt! Mittlerweile wird vermutlich eine Depression nach einer halben Stunde diagnostiziert! Möge sich jeder seine Gedanken dazu machen!
Es ist seit einiger Zeit mehr oder weniger Konsens dass Antidepressiva Placebos mit schweren Nebenwirkungen sind.
Ein krankes System bringt kranke Menschen hervor! Hilft da Anti-Depressiva wirklich wenn nur das Symptom und nicht die Ursache bekämpft wird?
@Otto0815: „Ein krankes System bringt kranke Menschen hervor! Hilft da Anti-Depressiva wirklich wenn nur das Symptom und nicht die Ursache bekämpft wird?“
Volle Zustimmung!!
Dieses ganze Serotoninwiederaufnahme-Hemmer-Dreckszeug ist für mich primär ein Bombengeschäft für die Pharmaindustrie und sonst nichts. Ich habe es jahrelang versucht ohne irgendeine Verbesserung, im Gegenteil, bestenfalls litt ich an bleierner Müdigkeit und war noch eingeschränkter in meiner Leistungsfähigkeit. Was ich schon immer so „genial“ bei diesen Medikamenten finde, ist, dass im Beipackzettel als eine der primären Nebenwirkungen (das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!) Depressionen genannt werden und dann folgt noch der Hinweis, dass man etwas 2 Wochen warten muss, bis eine verbessernde Wirkung eintritt.
Wow, wie geil ist das denn?? Man ist völlig am Boden, hat vielleicht sogar Suizidgedanken, aber hey, gedulde Dich mal noch wenigstens zwei Wochen, bevor Du aus dem Fenster springst, Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut!!
Mir half auch dieses Psychotherapeuten-Gelaber nicht, was ebenso ein einträgliches Geschäftsmodell ist.
Damit stelle ich natürlich keineswegs in Abrede, dass es Menschen gibt, denen die oben genannten Mittel helfen. aber für alle, bei denen sich die Krankheit wie bei mir regelrecht in der Seele festgefressen hat und nicht im klassischen Sinne heilbar ist, helfen dauerhaft nur geeignete Drogen, um das Leben wieder erträglich zu machen, so wie etwa ein Diabetiker lebenslang sein Insulin braucht.
Herr Schleim hatte mir gegenüber in einem früheren Beitrag zu diesem Thema z.B. erwähnt, dass gute Erfolge mit einer Ketamin-Therapie in anderen Ländern erzielt wurden, aber ich weiß natürlich nicht, ob die im Land des Drogenprohibitions-Fetischismus, Deutschland, überhaupt zulässig ist.
IN EINEM FORUM, IN DEM KOMMENTA-RE, ALS NICHT PASSEND GELÖSCHT WERDEN, WEIL SIE DAS THEMA GEGEN DEN STRICH BÜRSTEN, IST EINE FREIE DISKUSSION UNMÖGLICH. HIER WIRD DEBATTE SIMULIERT.
„IN EINEM FORUM, IN DEM KOMMENTA-RE, ALS NICHT PASSEND GELÖSCHT WERDEN, WEIL SIE DAS THEMA GEGEN DEN STRICH BÜRSTEN, IST EINE FREIE DISKUSSION UNMÖGLICH. HIER WIRD DEBATTE SIMULIERT“
Blitzmerker.
„Freie Diskussion“ gabs mal vor zig Jahren, in kleinen Bereichen des noch nicht vollständig kontrollierten WWW. Ist schon lange vorbei.
„Blitzmerker. „Freie Diskussion“ gabs mal vor zig Jahren, in kleinen Bereichen des noch nicht vollständig kontrollierten WWW. Ist schon lange vorbei.“
Jene Kommentatoren, welche meinen, etwas zum jeweiligen Thema betragen zu können, hier aber nicht weiterkommen, weil sie von Algorithmen behindert werden, sollten ihre Konversation besser in eigens geschaffene Telegram-Gruppen verlegen. Dort wird nichts moderiert oder gar zensiert. Diejenigen, die sich verstehen, können sich ohne Beschränkungen austauschen und naseweisen, klugscheissenden Rotzlöffeln kann man schnell den Stecker ziehen. Das müssen die Interessenten eben nur selbst organisieren anstelle sich hier weiterhin erziehen zu lassen.
„Blitzmerker. Freie Diskussion gabs mal vor zig Jahren, in kleinen Bereichen des noch nicht vollständig kontrollierten WWW. Ist schon lange vorbei.“
Warum weicht ihr nicht einfach auf Telegram-Gruppen aus?
@ Theo & co : schon mal das Geseiere über den notwendigen demokratischen Diskurs vernommen? Wie nötig der sei.
„Schon mal das Geseiere über den notwendigen demokratischen Diskurs vernommen? Wie nötig der sei.“
Seit einer gefühlten Ewigkeit schon. Aber ich halte mich auf Abstand zu den Verlautbarern.