
Angesichts der Sperrung der Straße von Hormus und der steigenden Öl-, Benzin, Kerosin und LNG-Preise hat die Internationale Energieagentur (IEA) einige Empfehlungen gegeben, die an die Zeit der Ölkrise in den 1970er Jahren erinnern, als es etwa in Deutschland zu autofreien Sonntagen, Tempolimits auf Autobahnen und Landstraßen, der Einführung der Sommer- und Winterzeit und dem Setzen auf Atomenergie kam und die Grenzen des Wachstums beschworen wurde.
Man macht es dramatisch: „Der Krieg im Nahen Osten führt zu einer schweren Energiekrise, einschließlich der größten Versorgungsunterbrechung in der Geschichte des globalen Ölmarktes. Sollte es nicht zu einer raschen Lösung kommen, werden die Auswirkungen auf die Energiemärkte und die Volkswirtschaften immer gravierender werden“, sagte IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol.
Auf Drängen der IEA wurden von den Mitgliedsstaaten bereits 400 Millionen Barrel Rohöl aus den Erdölreserven auf den Markt gespült, allerdings ohne nachhaltigen Effekt. Es fehlen die täglich 20 Millionen Barrel, die durch die Straße von Hormus transportiert werden. Die von IEA vorgeschlagenen Maßnahmen – ein 10-Punkte-Plan – zur Reduzierung des Ölverbrauchs seien schnell umzusetzen und würden vor allem den Straßenverkehr betreffen, der für 45 Prozent des globalen Öl-Verbrauchs verantwortlich sei.
Dass der von Israel und den USA begonnene Krieg selbst für steigenden Ölverbrauch sorgt und die Schließung der Straße von Hormus sowie die Zerstörung von Öl- und Gasinfrastruktur zur Folge hat, wird nicht thematisiert.
An erster Stelle wird hingegen die Wiedereinführung der Arbeit im Home Office vorgeschlagen. Das wurde im großen Stil während Corona praktiziert, aber im großen Stil von vielen Unternehmen wieder zurückgefahren. Die deutsche Politik hatte das gar nicht ins Auge gefasst, sondern denk nur an Möglichkeiten, die Preise für Verbraucher zu senken, beispielsweise dass nur noch einmal am eine Preiserhöhung an den Tankstellen möglich sein soll oder Pendler noch mehr Geld erhalten. Einige EU-Staaten haben hingegen bereits zeitlich begrenzte Preisdeckel beschlossen.
Dann wird eine Geschwindigkeitsreduzierung um mindestens 10 km/h vorgeschlagen. Die Bundesregierung könnte dies zum Anlass nehmen, auf Autobahnen endlich ein sowieso vernünftiges Tempolimit einzuführen, wie es die europäischen Nachbarländer schon längst gemacht haben. Aber das wird sich die schwarz-rote Regierung nicht trauen und Deutschland den Rasern und dem unbegrenzten Spritverbrauch überlassen. Sprit sparen lässt sich auch durch eine entsprechende Fahrweise, vor allem durch langsameres Fahren, was sich immer schon praktizieren ließe. Aber warum hat man sich seinen SUV gekauft? Fahrgemeinschaften sind schon fast so etwas wie ÖPNV, da steht man doch lieber selbstbestimmt alleine als mit anderen im Stau. Und ob Car Sharing im großen Stil wirklich eine Lösung wäre? Optimierung des Güterverkehrs würde eigentlich schon im Interesse der Unternehmen liegen und sollte daher keine größeren Einsparungen ermöglichen.
Weitere Vorschläge scheinen zwar prinzipiell sinnvoll, aber kaum kurzfristig umsetzbar zu sein wie der Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr. Dem sollte nachgeholfen werden, indem der Zugang mit Autos zu den Innenstädten nur abwechselnd möglich sein soll. Aber bei solchen Empfehlungen müsste der ÖPNV erst einmal weiter ausgebaut werden.
Dann heißt es: „Eine Reduzierung des Flugverkehrs, sofern Alternativen bestehen, kann die Nachfrage nach Flugbenzin erheblich senken. Maßnahmen, die darauf abzielen, die Nutzung von Flüssiggas vom Verkehrssektor auf unverzichtbare Anwendungsbereiche wie das Kochen zu verlagern, können dazu beitragen, bedürftige Haushalte zu schützen.“ Das ist eine seltsame Argumentation. Empfohlen wird der Umstieg von Gas auf „alternative, saubere Kochlösungen“, also wohl Strom, der aber auch produziert werden muss, oder gar auf Holzfeuer als unschädlicherer, erneuerbarer Brennstoff? Und die Industrie soll doch weniger LNG verbrauchen und stattdessen etwa Naphta verwenden.
Alles in allem ein schnell aus dem Hut gezauberter 10-Punkte-Plan, der eigentlich eher Elemente für eine langfristige Senkung des Öl- und Gasverbrauchs enthält, die aus Gründen des Klimaschutzes, der Verminderung der Abhängigkeit und auch ohne den Iran-Krieg zu erwartenden Preissteigerungen ratsam wäre. Der einfachste Weg, schnell aus der Energiekrise zu kommen, wäre freilich eine Beendigung des völkerrechtswidrigen Kriegs, indem Druck auf die USA und Israel ausgeübt wird. Sie sind verantwortlich für den Preisanstieg und müssten eigentlich zur Kasse gebeten werden.
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Nicht vergessen, Ziel ist es uns alles zu nehmen.
Die herrschende Klasse ist mittlerweile so gut aufgestellt, so das sie uns ganz offen anträgt uns total zu überwachen, zu manipulieren, die Behausungen, die Autos, überhaupt den Individualverkehr, respektive das Reisen, das Bargeld, mit Krieg und/oder Inflation und am Ende uns zu töten und einen kleinen Rest zu versklaven. (Human Ressources).
Das ist der Plan.
Ja,ja, die wollen uns aufessen
Der Schlusssatz ist genau das was man eigentlich in jedem Medium zum Thema lesen müsste. Liest man aber nicht und da ist es wie in der Wissenschaft: Man kann aus dem was nicht vorhanden ist, mehr erkennen, als aus dem was da ist.
Apropo Öl und Gas:
Wir denken immer an die Tankstellen wenn die Benzinpreise steigen, aber irgendwie vergessen wir, dass wir eine
!!! reine, beinahe alles umfassende, Erdölgesellschaft !!!
geworden sind.
Daher meine Frage:
Wieso erwähnt hier eigentlich niemand die aus Öl hergestellten Produkte, die sich für die Normalverbraucher/-innen ja auch verteuern dürften?
Kein geringerer als der medial ausgegrenzte Daniele Ganser wies da schon vor Jahren drauf hin in seinem Buch „Europa im Erdölrausch- Die Folgen einer gefährlichen Abhängigkeit“
Gruß
Bernie
Ergänzung:
Das die Lebensmittelpreise steigen dürfte wohl jedem klar sein, da der Mainstream ja darüber berichtet, dass die Düngemittelpreise steigen, aber was ist mit Arznei- und Drogerieprodukten für Otto-Normalverbraucher/in sowie sämtlichen Kosmetikprodukten oder Spiele für Kinder z.B.?
Da wird derzeit noch vornehm geschwiegen, aber der Verbraucher stellt jetzt schon beim Einkauf fest, dass Drogerieprodukte teurer geworden sind 🙁
Gruß
Bernie
Die Spritpreise fallen direkt ins Auge, Das ist wie die Preise für Butter und der Preis für eine Tafel Schokolade 🙂
Die gestiegenen Preise allgemein werden erst so richtig wahrgenommen, wenn sich der Geldbeutel zu schnell leeren tut. 😉
Dass in jedem Fertig- und Halbfertigprodukt eine Menge teure Energie steckt, wird ja dem Otto Normalverbraucher nicht unbedingt verklickert. 😉
@Bernie
Wenn Sie sich in Ihrer Wohnung umsehen, währen wohl 90 % von allem weg, gäbe es kein Erdöl oder Erdgas.
Auch in vielen anderen Bereichen, wie der Landwirtschaft z.B. werden Unmengen von Produkten verwendet, die letztlich aus Erdöl hergestellt werden. Pharmazie, Kosmetik, moderne Elektronik u.s.w.
Das eigentlich witzige ist, dass ein „Ausstieg“ aus dem Verbrauch faktisch nicht möglich ist.
(Außer wir setzten uns wieder in Höhlen ums Lagerfeuer)
Aber um der Wahrheit Genüge zu tun, sollten man auch auf folgendes hinweisen.
Etwa 80% eines Barrels Erdöl werden für die Energiegewinnung (Treibstoff, Heizöl) genutzt.
Nur die restlichen 20% sind die „unsichtbaren“ Zutaten unserer Konsumwelt.
Das passierte in der West-Bank (Freitag den 20.03.2026):
Das Militär hat in Osarin, südlich von Nablus mehrere Palästinenser aus einem Friseurladen heraus mitgenommen.
Die Siedler sind in Raba, südlich von Jenin, auf Feldern.
In Dura, südlich von Hebron blockiert das Militär z.B. die Strasse und die Einwohner können nicht umherfahren. Es werden mehrere Wohngebäude durchsucht. Das Militär schlägt zwei Palästinenser, und ein kleines Mädchen. Die drei werden mit Blutergüssen in ein Krankenhaus gebracht.
Das Militär steht in Batn al-Hawa, Silwan auf der Strasse und lassen keinen vorbei.
Das Militär begibt sich nach Beit Furik, östlich von Nablus. Ein Kind wird geschlagen, das Smartphone nimmt man ihm ab (vier Militärs am Tatort).
Das Militär begibt sich nach Beita, südlich von Nablus.
Das Militär begibt sich nach Hebron, im Süden der West-Bank.
Das Militär begibt sich nach Huwwara, im Nablus Gouvernorat, durchsucht mehrere Wohngebäude (Sachen werden auf den Boden geworfen, evtl. Schaden).
Das Militär hat in Beit Haninia, nördlich von Jerusalem ein Wohngebäude durchsucht und den Imam umstellt. In dem Dorf Osarin durften sich die Einwohner nicht frei bewegen.
Das Militär begibt sich nach Al-Mazra’a Al-Sharqiya, östlich von Ramallah.
Das Militär schiesst in Beit ‘Awa, westlich von Dura, auf einen Palästinenser. Es gibt einen Verletzten und Hammouda Hasan Al-Masalma wird mitgenommen.
Die Siedler brechen ein und verwüsten in Al-Lubban Ash-Sharqiya eine Mädchen-Schule (die Tür des Haupteingangs wird eingetreten).
Es ist Eid al-Fitr, ein muslimischer Feiertag. Es wurde die Al-Aqsa Mosque in Jerusalem geschlossen (seit Beginn des Iran-Konflikts). Die Palästinenser können dort nicht beten. Die Palästinenser beten in der Nähe der Moschee. Das Militär wirft Tränengas und Schallgranaten auf die Palästinenser.
Das passierte u.a. in Gaza:
Das Militär schiesst in Beit-Lahia, Gaza-Nord, einen Minderjährigen an. Der Schwerverletzte wird in ein Krankenhaus gebracht. Es wurde zu wenig Benzin reingelassen. Die Fortbewegungskosten sind hoch viele gehen zu Fuss.
Es finden Gebete an der Al-Saraya Kreuzung in Gaza-Stadt, in Hamad City, Gaza-Süd, auf den Trümmern der Wohngebäude, auf dem Friedhof und in Deir-al-Balah, Gaza-Mitte, statt. Die Kinder werfen Luftballons in die Höhe.
„Über eine Million Kinder in Gaza benötigen psychologische und psychosoziale Unterstützung, so der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA).“
Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
Eine Unterschriftenaktion auf EU-Ebene bei der jede Stimme zählt.
https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de
Die Umfragen zeigen immer noch eine deutliche Mehrheit für Parteien, die hinter der Staatsräson stehen. Möglicherweise trifft mich die derzeitige und die kommende Teuerung als Wenigfahrer und Wenig-Stromverbraucher weniger als Andere. Mein Mitleid und meine Hilfsbereitschaft beschränkt sich daher auf einen relativ kleinen Kreis von Leuten, vorrangig Verwandten. Es ist geliefert wie bestellt. Eine übergroße Mehrheit der Deutschen hat Israel in seinem Größenwahn und seinem Rassismus bestärkt, und das sind nun mal die Folgen, vorerst. Auch wenn das Teufelsduo USA und Israel, zusammen mit den Willigen, als vermeindliche Sieger aus der Situation herausgehen sollten, wird nichts mehr so sein wie vorher. Es geht dann gegen andere, die Zionisten streben nicht nur nach der vollständigen Herrschaft zwischen Nil und Tigris, sondern nach vollständiger Weltherrschaft. Nicht nur Muslime sind da im Weg, sondern auch zunehmend Christen und andere, Aussagen und Aktionen von der Mörderbande um Netanjahu bestätigen das.
Das Kartellrecht, ein zahnloser Tiger, funktioniert hauptsächlich bei und gegen Staatsbetrieben. Die haben angeblich eine dominierende Marktstellung und verzichten auf eine Klage. Das ist denn auch einfach und bringt Applaus.
Die von Frau Reiche angedachte Maßnahme wird keine Senkung der Spritkosten bringen. Eine Steuersenkung, wenn überhaupt, nur kurzfristig.
immer diese Halbheiten😉.
Die Regelung, dass nur noch täglich um 12:00 die Neuen Preise festgelegt werden dürfen sind ohne flankierende Maßnahmen bestimmt nicht wirksam. Eine wichtige Maßnahme um das Kartellrecht zu stärken ist das unbedingte Stillschweigen des Verkäufers über seine beabsichtigte Preisgestaltung. Das heißt, dass der Verkäufer vor 12:00 keine Mitteilung, wo und wie auch immer, abgeben darf. Sollte eine Mail oder ähnlich durchgereicht werden, gibt´s eine Abmahnung und im Wiederholungsfalle eine saftige Geldbuße, die sich an den Verkaufserlösen orientiert. Nur so wird ein „Schuh“ draus.
Schon heute könnte der Staat, das Kartellamt, eine nicht geringe Forderung gegenüber den Mineralölgesellschaften stellen, nur eine Frage: „Wo stehen die Server dieser Halunken? und wer bedient diese? wer hat Zugriff?“ Natürlich muss die liebe Beweisumkehr (bei starkem Anfangsverdacht) auch im kriminalitätsfalle angewandt werden. In politischen Prozessen gibt`s da keine Skrupel😉
Ein Einpunkte Plan von mir, schliesst alle Börsen, dann hat der normal Bürger seine Ruh.
Was die Zehnpunkte angeht, hohles Geschwätz da die IEA selbst vom Westen kontrolliert wird. Also die Politik benutzt ihr Instrument, um aber selbst nicht angegriffen zu werden…
Mistgabeln raus und ausmisten…