Das Konzentrationslager Salaspils

Das NS-Konzentrationslager Salaspils bei Riga, das während des Zweiten Weltkriegs im von den Nazis besetzten Lettland errichtet wurde, war das größte im Baltikum. Im Lager waren Kriegsgefangene, Zivilisten und Kinder interniert. Salaspils' Vergangenheit sorgt bis heute bei lettischen Geschichtsrevisionisten für Unmut.

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6 Kommentare

  1. Lettland ist 2004 der EU beigetreten. Schon damals gab es diesen Aufmarsch der SS-Division. Da aber wurde den Letten durchaus Bescheid gegeben, dass so etwas zu unterbleiben habe. Seinerzeit. Aber mit der Verschärfung des Konflikts mit Russland, verschwand das ziemlich plötzlich. Wenn sie gegen Putin sind, übersehen wir das. Woran Putin keine Schuld hatte. Das war die Demokratie und Menschenrechte verteidigende EU.
    Hinzu kommt, dass Lettland einem Prozentsatz von etwa 40 Prozent der ethnischen Russen keine vollen Bürgerrechte garantiert. Seit 2025 dürfen sie nicht einmal bei Kommunalwahlen teilnehmen.
    Apardheit in der EU? Kann man durchaus so sehen.

    1. Lettische Staatsbürger dürfen wählen, Nicht-Staatsbürger hingegen nicht. Dieser Rechtsstatus beruht nicht auf der ethnischen Herkunft.

      1. „Dieser Rechtsstatus beruht nicht auf der ethnischen Herkunft.“

        Auf welcher Grundlage denn dann?
        In der EU sind ethnische Minderheiten geschützt. Sie dürfen ihre Sprache sprechen, haben Anspruch auf politische Vertretung, auf Unterricht in ihrer Muttersprache…. in den zur EU gehörenden Baltenstaaten sind sie „Nichtbürger“. Mit welchen „Recht“?

        1. Wie der Thread-Ersteller richtig angibt, besitzt die Mehrheit der ethnischen Russen in Lettland die lettische Staatsbürgerschaft und genießt alle Bürgerrechte. Verwechseln Sie „ethnische Minderheit“ nicht mit „Nicht-Staatsbürgern“. Unter den verschiedenen ethnischen Minderheiten Lettlands gibt es sowohl Staatsbürger als auch Nicht-Staatsbürger. Die Zahl der Nicht-Staatsbürger nimmt jährlich ab.

  2. Ich habe schon manches Mal, verharrend vor einem „Stolperstein“, um Namen und Daten zu lesen, überlegt, warum man so wenig über das KZ bei Riga erfährt, in das nach meinem Eindruck aus den Inschriften sehr viele Menschen verschleppt wurden. Nun die Information über den Horror, der dort stattfand. Nicht ohne wohlwollende Unterstützung einheimischer Nazifreunde, offenbar. Die im Nachhinein verkappte“ Freiheitskämpfer“ gewesen sein sollen, hört hört, weshalb sie auch heute noch alljährlich ungehindert Umzüge veranstalten dürfen. Das ist „Vergangenheitsbewältigung“ in Reinform. Nur noch gruselig .

  3. Wenn mich nicht alles täuscht wird an die
    SS-LegionärsVeteranen vom BRD-Sozialstaat Rente gezahlt.
    Dürfte ne Menge Geld sein für estnische und lettische Verhältnisse.

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