Helmut Hetzel; Foto und Copyright by Marcia van Bijnen

»Die goldenen Zeiten der Auslandskorrespondenten waren die Zeiten, bevor es das Internet gab«

Vier Jahrzehnte Auslandskorrespondenz: Helmut Hetzel hat erlebt, wie sich der Journalismus verändert hat. Ein Gespräch über Haltung statt Recherche, den verengten Meinungskorridor und den Blick auf Deutschland von außen.

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2 Kommentare

  1. »Wenn chinesische Freunde mich dort besuchen wollten, mussten sie einen Besuchsantrag stellen, sich einer Kontrolle unterwerfen. Waren sie endlich bei mir im Appartement angelangt, waren sie ängstlich. Sie trauten sich nicht, frei zu reden.«

    Wenn chinesische Freunde von Herr Hetzel sich nicht trauten frei mit ihm zu reden, wieso besuchten besuchten sie ihn dann?

    Könnte es vielleicht sein, dass Herr Hetzel nicht ganz unvoreingenommen ist?

  2. Danke Internet! Dank diesem können wir jetzt vieles, daß uns vorher unüberprüfbar vorgesetzt wurde, selbst (in gewissen Grenzen)nachvollziehen.
    Bzw. ist man nicht mehr auf immer ein und diesselben Medienkonzerne angewiesen, die ja mit ihrer Berichterstatung schon immer auch polit. Ziele verfolgten/Narrative bestimmen wollte- auch zu den Hochzeiten des hier beschrieben Auslandjournalismus. Auch ein Herr Hetzel betrieb Haltungsjournalismus, mußte bestimmten Narrativen folgen und den Erwartungen der Auftraggeber gerecht werden. Es gibt keinen haltungsfreien Journalismus- nirgends. Gab es nie, wird es nie geben. Selbst wenn sich der Journalist einzig der absoluten Wahrheit verpflichtet sieht und dementsprechend berichtet, bezieht er Stellung, vertritt er eine Haltung, macht er sich mit einer Sache gemein.

    “ Eine grün-links gefärbte Meinungsgewalt, die aber nur eine Minderheit der Bevölkerung repräsentiert, hat den öffentlichen Diskurs in den moralischen Würgegriff genommen in Deutschland.“

    Aha, na dann erklären Sie mal, wie das mit den aktuellen Medienkampagnen gegen Linke zusammenpasst. Kann er nicht. Und so entpuppt sich der ganze Artikel bzw. Interview mal wieder nur als Parteiwerbung für die AfD.

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