Iran: Politik und Nostalgie

Seit den landesweiten Protesten von 2022 und der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ ist die Debatte über die Führung der Exilopposition und die Rolle im Ausland lebender politischer Akteure erneut zu einem zentralen Thema politischer Diskussionen geworden. In diesem Kontext wurde Reza Pahlavi, der Sohn des letzten Schahs des Iran, ins Spiel gebracht.

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10 Kommentare

  1. Oh, ja, der kommt gerade wie gerufen…
    Meine Fresse, würde mich aber nicht wundern, vielleicht bekommen wir ja dann auch wieder ein paar Jubelperser. 😉

  2. Aurorin: „Die politische Theoretikerin Hannah Arendt … weist darauf hin, dass politische Macht dann entsteht, wenn sie aus kollektivem Handeln, aktiver Beteiligung und öffentlicher Zustimmung hervorgeht und nicht allein aus Namen, Symbolen oder medialer Darstellung.“

    Hat Hannah Arendt da nicht etwas vergessen? Wahrscheinlich sogar das Entscheidende. Nämlich das Kapital, Reichtum entscheidet über politische Macht, zumindest im liberalen Kapitalismus. Aber vermutlich war der Kapitalismus zu Arendts Zeiten noch nicht so liberal wie heute.

  3. Ein un-glaub-licher Vorgang. So einen Typen zu präsentieren. Das allerletzte Aufgebot.

    Ich sage nur: Benno Ohnesorg und Studentenniederknüppelein im NAZI-Adenauer-Nachkriegsdeutschland.

    Leben wir in einer Zeit der Restauration …?

  4. Na gut, der Artikel bietet einiges an Information und zumindest so scheinender Analyse.
    Das Fazit ist klar: Reza Pahlavi hat keine wirkliche Verbindung zur iranischen, innländischen Wirklichkeit und wäre deswegen als evt. Nachfolger der jetzigen Regierung schlecht gewählt um ihn gegen das Regime in Stellung zu bringen.
    Mmh, hätte wer was Anderes gedacht?
    Versuchen wird man es evt. trotzdem. Auf diese Versuche wird aber nicht näher eingegangen.

    Aber der Artikel ist so neutral geschrieben, so kontur- und emotionslos, dass er schon sehr nach Maschine riecht.
    Er ist mindestens hybrid, also von KI formuliert, und dann vom Menschen weiter angepasst.
    Oder ist da jemand anderer Meinung?
    Muss das sein?

  5. Trotzdem wirft die letzte Revolte im Iran Fragen auf, die der Autor übergeht:

    Stimmt es, das israelische Agenten Motorradgangs bildeten, Autos und Polizeigebäude anzündeten und mit Gewehren in die Massen schossen, um die Leute aufzuhetzen? Das ist doch das Modell des Maidan!

    Stimmt es das kurdische Milizen in Teheran einrückten Gewalttaten verübten usw? Diese kurdischen Milizen werden bekanntlich von den USA unterstützt. Deshalb sind diese Leute für mich Agenten des Imperiums die niemand braucht.

    Stimmt es, das die iranische Arbeiterklasse den Unruhen weitgehend fern blieb und den Streikaufrufen des neuen Schah nicht folgte?

    Solange die iranische Bewegung diese volksfeindlichen, proimperialistischen Kräfte nicht in ihre Schranken weißt und sie aktiv bekämpft, ist für mich die Revolte nur Mittel zum Zweck US-zionistische Herrschaft über den Iran zu erlangen.

    Außerdem möchte ich wissen, welche Länder mit welche Drohungen Trump in letzter Minute von einen Angriff auf den Iran abhielten?

    Außerdem verlegen die USA gerade einen Flugzeugträger nach Middle East. Die Gefahr eines Angriffs auf den Iran ist also noch nicht gebannt.

    Für mich stellt sich die Frage, ist der Autor bereit mit der Waffe seine Heimat gegen die imperialistische Aggression zu verteidigen? Oder ist er nur ein dummer, feiger Schwätzer, der vom Ausland aus gegen sein Volk arbeitet?

  6. Schön, dass er den Iranern die Person Reza
    Pahlavie nicht als Alternative empfiehlt.
    Es nützt alles nix, von aussen können die Mullahs nicht vom Sockel gestossen werden, ohne dass die Region in Flammen aufgeht,
    vielleicht sollte der Westen es mal mit dem
    Zuckerbrot anstatt mit der Peitsche versuchen. Sanktionen aufheben, dem Land ermöglichen, dass es sich entwickeln darf und kann, das wird die Gesellschaft stärken,
    vielleicht den Vertrag, den Trump in die Tonne getreten hat wieder aktivieren.
    Die Ölindustrie bleibt staatlich und der Nuklearsektor beschränkt sich auf die Stromerzeugung etc. das dürfen die Saudis doch auch und wer weiss was die mit den Pakistanis für Verträge abschliessen, am Ende haben die Saudis noch die Atombombe…..!

  7. Nun ja, die von aussen gesteuerten Unruhen im Iran sind zusammengebrochen, primär, weil sie Starlink abschalten konnten.

    Der geplante US-Angriff auf den Iran wurde gestern abgesagt, nicht zuletzt wohl, weil die geheimdienste Israels, GBs und USA infolge der Starlink-Abschaltung den Kontakt zu ihren Schergen im Iran verloren haben, und damit die mit dem Angriff koordinierte innnere Störung Irans ausgefallen wäre.

    Auf MoA wurde ausgiebig darüber diskutiert, auch dass der Mossad anscheinend viele irakische Kurden als Unruhestifter und Mörder in den Iran geschleust haben – die meisten sind nun wohl gefangen oder tot.
    Nicht vergessen: der US/Israelische Angriff im 2025 traf auf eine abgeschaltete Luftwabwehr, weil eingeschleuste Geheimdienstkräfte überall die Luftabwehr mit Drohnen usw ausgeschaltet hatten.
    Und trotz alledem entging Israel (leider) nur knapp der vollständigen Vernichtung.
    Zwar ist noch möglich, dass die USA nach dem Ende des Handels, also heute nacht oder Samstag, zuschlagen _ so wie letztes Mal, aber diesmal würden Sie auf eine aktive Luftwabwehr treffen.
    Wir werden sehen.

    Zum kleinen Schah, dem Sohn des Schlächters, gibts ansonst nichts zu sagen, wozu auch.
    Die Konter-Revolution ist abgesagt, also kann er wieder im Exil seinen täglichen Vergnügungen nachgehen – genügend geraubtes iranisches Geld dürfte von seinem Vater immer noch da sein.
    Aber das Thema Schah ist so oder so gegessen, und nur Leute, welche nun wirklich keine kulturelle und geschichtliche Ahnung haben, konnten dieser Personalie ernsthaft etwas abgewinnen.

    Ganz generell muss man sagen, dass man sowieso immer schlecht beraten ist, auf die sogenannte Diaspora zu hören – sei es die kubanische, venezuolanische oder auch iranische Diaspora – egal welche.
    Meist sind die ja gegangen, weil sie ihre Pfründe mit dem letzten Machtwechsel verloren haben, sind oft hasserfüllt und wollen nichts anderes als ihre Pfründe zurück, egal, wieviele Tote es dabei gibt.

    Eines der typischen Bonmots von solchen Schimären: „Bitte, Trump, bombardiere mein Land !“
    Kann man sich nicht vorstellen, sowas ….

    1. die Golfstaaten + Ägypten, Saudi Arabien haben Trump davor gewarnt, den Iran zu bombardieren das wäre mit Sicherheit ein Blutbad geworden.
      Der Iran hat die letzten Monate 2025 aufgerüstet und angedroht, im Falle eines US-Angriffes, die US-Stützpunkte im Nahen Osten mit Raketen anzugreifen.
      Israel hat Trump gebeten, den Angriff zu verschieben, denke mal, der iranische Angriff auf die Mossadzentrale ist noch nicht verdaut.

  8. Als der Drecksack seines Vaters das Terroregime anführte, gab es hier noch ein Nachrichtenmagazin namens Spiegel.
    Ich erinnere mich an so manchen Artikel in dem die „Regierungsweise“ beschrieben wurde. Dressierte Bären die Frauen vergewaltigten war nicht die einzige Abscheulichkeit!
    Ob sein Sohnemann anders ist, weß ich nicht, aber der Apfel fällt bekannterweise nicht weit vom Stamm.

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