Kleenex im Kanzleramt, KI-generiert

Der Kanzler mit den feuchten Augen

Friedrich Merz weint wieder – und die Öffentlichkeit soll darin Menschlichkeit und Stärke erkennen. Doch ein Bundeskanzler ist nicht gewählt worden, um Gefühle vorzuführen, sondern um ein Amt auszufüllen. Helmut Schmidt wusste noch, worin der Unterschied besteht.

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18 Kommentare

  1. Mir kann der Kanzler heulen, soviel er will. Ich finde es unerträglich, dass unsere Medien es fordern, dass er es tun muss. Das verdammt nochmal ist nicht ihre Aufgabe, moralischer Sittenwächter dr Nation zu sein. Ich glaube sogar, dass die Tränen echt sind, denn gewisse Situation erzeugen sie. Nur extrem gering empathische Menschen können sich dem entziehen. Aber die Tränen sind Heuchelei, wenn an anderen Politikfeldern der gleiche Kanzler brutal Konzerninteressen durchsetzt (Rente, Pflege, Steuern, Aufrüstung).

  2. Merz erinnert immer mehr an den Ritter von der traurigen Gestalt… Als „NormalbürgerIn“ versucht man doch auch, seine Gefühle in den Griff zu bekommen und nicht bei jeder Kleinigkeit zu weinen (auch als Frau).

  3. Es ist doch immer wieder schön, wie wir an unseren Politikern hängen.
    Da schleppt einer unser Geld ins Ausland weg, damit es auf Umwegen die Rüstungspapiere stärkt,
    und wir sorgen uns um seine Tränen.
    Welchen Mist er auch macht, der Mann soll das gefälligst mit Würde tun.

    1. Psst, nicht so laut.Denn wenn man lang und breit über „besondere“ vergossene Tränen schreibt,umgeht man zwar (un)gekonnt, aber für Viele zufriedenstellend das tatsächlich Schreibensnotwendige und -werte.

    2. Psst, nicht so laut.Denn wenn man lang und breit über „besondere“vergossene Tränen schwadroniert,umgeht man zwar (un)gekonnt, aber für Viele zufriedenstellend das tatsächlich Schreibensnôtwendige und-werte.

  4. Als Chef des Landes mit der größten Bildungsungerechtigkeit aller OECD-Staaten hat der Kanzler allen Grund zu flennen, wenn er eine Schule betritt.
    Ich habe aber einen Vorschlag, wie Merz seine vermurksten Baustellen auf einen Schlag los wird. Rücktritt und Neuwahl wäre keine Lösung, es war vorher nicht viel Besseres und es wird auch nichts Besseres hinterher kommen.
    Nach mindestens 5 Jahrzenten kontinuierlichen Versagens scheint es mir als einzige Möglichkeit das Land aufzuteilen. Der Westen sollte dem funktionsfähigen Staat Luxemburg angeschlossen werden, der Südwesten der Schweiz und der Südosten Österreich. Nördlich des Limes kenne ich mich weniger aus, aber Großreich Dänemark könnte eine Option sein.
    Freilich wird man in den angeschlossenen Gebieten über den Zeitraum einer ganzen Generation auf die Beteiligung an Wahlen verzichten. Die Gefahr, dass dort jeweils eine Bundesrepublik 2.0 entstünde, wäre zu groß. Zunächt müssten Bildung und die Erfahrung des „guten Lebens“ manifestiert werden. Die Selektion von Bildungswegen nach Klassenzugehörigkeit, anstatt Begabungen, hat nicht nur zur dem statistisch erwartbaren Versagen in den MINT-Fächern geführt, es hat auch musische und Geisteswissenschaftliche Laufbahnen denen eröffnet, die hierfür wiederum völlig ungeeignet waren.

    1. Apropos!

      Der Schulpreis ging ja an diese Schule, und zwar unter anderem mit einer interessanten Begründung bezüglich deren Lehrtätigkeit:

      „Begründet wurde die Entscheidung mit dem »reflektierten Umgang mit Digitalität und Daten«. Die Schule nutzt laut Jury etwa Daten zur Steuerung von individuellen Förderprozessen und verwendet Künstliche Intelligenz in »beeindruckender Virtuosität« als Lernwerkzeug. “

      https://www.zeit.de/bildung/2026-09/deutscher-schulpreis-2026-preisverleihung-merz

      Also ich habe da gewaltige Bauchschmerzen.

  5. Die Tränen des Reichskanzlers sind nicht das Problem. Auch die fehlenden Reichsinsignien sind es nicht, Gott behüte!

    Die Würde des Amtes? Nach Helmut mit den Schwarzen Koffern und dem Grossen Ehrenwort? Nach Schlächter Gerhard, der sich am Wahlabend betrank? Nach Mutti Beimer und Olaf dem Grinser?

    Das Problem sind nicht Tränen, das Problem ist die Politik. Das Problem ist Korruption. Das Problem ist das Wirtschaftssystem, das korrumpiert.

    1. Ich glaube ja auch nicht, dass dem Mérz die Tränen kommen, wenn er die Rente kürzt, die Gesundheitsvorsorge zusammenstreicht, Arbeiter und Angestellte entrechtet oder Behinderte unter den Bus wirft.

      Naja, vielleicht kommen ihm die Freudentränen ob der gesparten Kosten, die demnächst bei seinen Kumpanen auf den Konten liegen.

  6. Bei Merzens Tränen liegt vermutlich ein Fall von Selbst-Suggestion vor, wie bei Kleinkindern, die sich ein bisschen wehtun, anfangen zu heulen und sich da hineinsteigern, während der körperliche Schmerz schon wieder nachlässt.

    Als Erwachsener kann man diese Selbst-Suggestion durchaus üben, damit es nicht wie Schauspielerei aussieht. Ich nehme ihm nicht ab, dass sie spontan über ihn hereinbricht.

  7. Tja, jede Menge Leute haben Grund zum heulen.
    Bei denen sagt man dann, hab dich nicht so.
    Die Suizidrate in Deutschland ist im steigen.
    Die Regierung, regieren die wirklich oder tun die nur so, sagt weiter wie bisher.
    Inkompetenz gepaart mit Wehleidigkeit ergeht sich in Selbstmitleid und Weltenschmerz.
    Das ist der aktuelle Zusand in Deutschland.

  8. Dann soll er sich mal richtige Tränen anschauen all der Mütter mit ihren sterbenden Kinder im Arm .Black Rock Merz kann da am Besten seinen Anteil zur Schau stellen.

  9. „Da hat es der Bundeskanzler abermals getan: Geweint – diesmal bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises in Berlin.“

    Ja, aber bitte keine falschen Schlüsse ziehen! Vielleicht wurde ihm ja kurz zuvor zugeflüstert, dass zum Beispiel irgendwo auf der Welt ein reicher Steuerhinterzieher verhaftet wurde?

    1. Alexander: Ich halte es auch für sehr wahrscheinlich, dass da ein anderer Grund vorlag.
      Es könnte sein das ihm die tränen kamen, weil man mangels Kerosin seine Flugzeuge
      nicht mehr für den Norfall volltanten konnte. Oder das ihm Elendski zu wenig Koks mit
      gegeben hatte, trotz der überreichten Milliarden. Wer weiß?

  10. Friedrich Merz beteuert einerseits seine Hingabe gegen Rechtsextremismus und gegen Antisemitismus, anderseits hat er kein Problem damit, dass Stepan Bandera, der Leiter der von ihm gegründeten OUN-B, die für die Massaker in Lviv an den Juden verantwortlich war, in der Ukraine als Held gefeiert wird.

    So ein Verhalten kann unmöglich ehrlich sein, deshalb stellt sich die Frage, wieso Merz bereit ist den Wohlstand des deutschen Volkes für die Aufrüstung und die Finanzierung der Ukraine aufs Spiel zu setzen.

    Dass er tatsächlich glaubt, dass Russland Nato-Länder angreifen würde, sollte die Ukraine gezwungen sein im Konflikt gegen Russland nachzugeben, halte ich für ausgeschlossen, so dumm ist Merz nicht

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