Krieg im Mittelmeer

Wie Flüchtlinge und Seenotretter ungebrochen von Regierungen und EU-Organen bekämpft werden - Für die Machtapparate zählen Individuen nicht.

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7 Kommentare

  1. Auf einen solch langen Artikel im Kommentarbereich nur kurz und auch noch schnell, ohne viel Zeit zum Formuliern zu haben, zu reagieren, hinterläßt viel ungelöste Fragen. Ich versuche es trotzdem.

    Zunächst, wäre ich Bürger in einer verelendeten Gegend, würde ich wahrscheinlich auch versuchen, nach Europa zu flüchen. Ich bin mir natürlich bewußt, dass diese verelendeten Gegenden vor allem deshalb existieren, weil es auf der einen Seiten den Imperialismus und auf der anderen Seite die dortigen korrupten inländischen Eliten gibt, die viel Geld für ihre Schweizer Konten brauchen.

    Die Darstellung all dieser Probleme im Mittelmeer macht mich so traurig und wütend, wie Fernsehwerbung mit hungrigen Kindern, die mit traurigen Augen um Spenden bitten. Was tun? Eine perfekte Lösung habe ich auch nicht.

    Aber wenn ich an die finanziellen Mittel denke, die im Mittelmeer für Flugzeuge und Schiffe dieser Helfer aufgebracht werden, dann frage ich mich, was würde es hier bewirken, wenn all diese Mittel hier eingesetzt würden, um zum Beispiel eine Kampagne für die Einhaltung der Menschwürde in Europa zu führen. Konkret: Die Familie des deutsch-türkischen Journalisten Dogru, der von der EU sanktioniert wird und dessen Kinder mitten in Berlin in massive Not geraten. Mit so massiver Unterstützung könnten dann Hunderte und Tausende mit Spenden und sonstwas helfen und sich dementsprechend mit ihrer Hilfesleistung strafbar machen wie seinerzeit die Frauen, die sich mit eigenen Abtreibungen offenbarten zu einer Zeit, als de §218 noch voll gültig war.

    Kampf gegen unsere eigenen Eliten und ihre Kumpanei mit den korrupten Eliten in den elenden Gebieten würde den Menschen dort und uns hier helfen.

    Die Flüchtlinge hier aufnehmen löst die Probleme weder dort noch hier. Zum Elend dort kommt es nur zum Elend hier.

    Ich habe viel Sympathie für in der Wohlfahrt Tätige und bewundere die Aufopferung, die manche dort zeigen. Aber ihre Tätigkeit löst die Probleme nicht, nur die Probleme Einzelner. Im Extremfall verirren sie sich vollständig und retten sterbende Wale. Darüber freuen sich die Medien, die die Köpfe aller Hilfswilligen noch tiefer in Verirrung treiben.

  2. Auf einen solch langen Artikel im Kommentarbereich nur kurz und auch noch schnell, ohne viel Zeit zum Formuliern zu haben, zu reagieren, hinterläßt viel ungelöste Fragen. Ich versuche es trotzdem.

    Zunächst, wäre ich Bürger in einer verelendeten Gegend, würde ich wahrscheinlich auch versuchen, nach Europa zu flüchen. Ich bin mir natürlich bewußt, dass diese verelendeten Gegenden vor allem deshalb existieren, weil es auf der einen Seiten den Imperialismus und auf der anderen Seite die dortigen korrupten inländischen Eliten gibt, die viel Geld für ihre Schweizer Konten brauchen.

    Die Darstellung all dieser Probleme im Mittelmeer macht mich so traurig und wütend, wie Fernsehwerbung mit hungrigen Kindern, die mit traurigen Augen um Spenden bitten. Was tun? Eine perfekte Lösung habe ich auch nicht.

    Aber wenn ich an die finanziellen Mittel denke, die im Mittelmeer für Flugzeuge und Schiffe dieser Helfer aufgebracht werden, dann frage ich mich, was würde es hier bewirken, wenn all diese Mittel hier eingesetzt würden, um zum Beispiel eine Kampagne für die Einhaltung der Menschwürde in Europa zu führen. Konkret: Die Familie des deutsch-türkischen Journalisten Dogru, der von der EU sanktioniert wird und dessen Kinder mitten in Berlin in massive Not geraten. Mit so massiver Unterstützung könnten dann Hunderte und Tausende mit Spenden und sonstwas helfen und sich dementsprechend mit ihrer Hilfesleistung strafbar machen wie seinerzeit die Frauen, die sich mit eigenen Abtreibungen offenbarten zu einer Zeit, als de §218 noch voll gültig war.

    Kampf gegen unsere eigenen Eliten und ihre Kumpanei mit den korrupten Eliten in den elenden Gebieten würde den Menschen dort und uns hier helfen.

    Die Flüchtlinge hier aufnehmen löst die Probleme weder dort noch hier. Zum Elend dort kommt es nur zum Elend hier.

    Ich habe viel Sympathie für in der Wohlfahrt Tätige und bewundere die Aufopferung, die manche dort zeigen. Aber ihre Tätigkeit löst die Probleme nicht, nur die Probleme Einzelner. Im Extremfall verirren sie sich vollständig und retten sterbende Wale. Darüber freuen sich die Medien, die die Köpfe aller Hilfswilligen noch tiefer in Verirrung treiben.

  3. Orwell: „Wie Flüchtlinge und Seenotretter ungebrochen von Regierungen und EU-Organen bekämpft werden“

    Normal: Wie Europäer ungebrochen von „Nicht“regierungsorganisationen und EU-Organen bekämpft werden.

    „Migration“ vulgo Einschleppung tötet.

  4. Ich freue mich schon auf die vielen Kommentare, in denen über die „Fluchtursachen“ gerätselt wird. Es ist immer wunderbar, wie kreativ und ausdauernd um den Elefanten im Wohnzimmer herum geschrieben wird. Apropos: In welchem afrikanischen Land werden Verbrennungsmotoren konstruiert und gebaut? Und die Werkstoffe dafür?? Ich sehe da gleich 3 synchrone Außenbordmotoren.

  5. Thomas Moser bringt es auf den Punkt:
    „Was haben Menschen … gemein? … Sie haben gemein, dass sie nichts gelten. Dass sie keine Rechte haben. Dass nicht zählt, was sie wollen. Dass sie Objekte sind und nicht sich gehören, sondern dem Staat, der wiederum einer mächtigen Minderheit gehört. Für die Macht- und Regierungsapparate zählen Individuen nicht. In Zeiten des Krieges sind sie nur Manövriermasse oder Störenfriede.“
    Und zu Rettern: „Was sie nicht ahnten: Seither werden sie beschimpft und bekämpft von Politikern in der Europäischen Union oder von Medien in der EU.“
    Damit beschreibt er treffend die herrschenden „Eliten“ und Medienkonzerne.

    Wie wäre es ergänzend mit einem Blick in die Geschichte?

    Wenn man die Bilder von Grosz sieht
    https://recherche.smb.museum/detail/962197/st%c3%bctzen-der-gesellschaft
    und die Texte von Tucholsky liest
    https://www.textlog.de/tucholsky/erzaehlungen-prosa/justitia-schwoft
    und sich anhört, was weitere Künstler, Dichter und Denker des vergangenen Jahrhunderts sagten,
    https://beruhmte-zitate.de/zitate/724302-rosa-luxemburg-freiheit-ist-immer-die-freiheit-der-andersdenkende/
    dann könnte man zu dem Schluss kommen, dass sie unsere Gegenwart vorweggenommen beschrieben hätten. Das hatten sie nicht, sie beschrieben ihre Gegenwart. Was auf sie folgte, ist Geschichtsbewussten bekannt. Was sagt uns das für das Kommende?

    Zum Abschluss: Bei den Mitforisteronen, die in guten wie in schlechten Zeiten stets mit von der Partie waren, möchte ich mich bedanken und zwar mit einem Erinnerungsvideo von uns:
    https://www.youtube.com/watch?v=uAzwji5Cfmk&list=RDuAzwji5Cfmk&start_radio=1

    Der Redaktion des OM möchte ich ebenfalls danken, mit dem Hinweis auf einen bei den Buchkomplizen erhältlichen Titel:
    https://www.buchkomplizen.de/index.php?cl=details&libriid=9781529034554&listtype

    Gehabt euch wohl und benehmt euch gut, ciao.

    1. „Gehabt euch wohl und benehmt euch gut, ciao.“

      So beendet doch auch die Abschiebehelferin Charlotte Corday aka Nina Hörig immer ihre Erzeugnisse.

  6. Zur Linderung der Probleme 8n dieser Welt hätte ich einen Haushaltsposten anzubieten, der locker weltweit Billionen einbringt. Wir schaffen überall das Militär ab, entwickeln und produzieren keine Waffensysteme mehr. Dann gibt es auch keine Kriege mehr. Und somit entfällt einer der Hauptfluchtursachen. Dann beseitigen wir die Ausbeutungspolitik, die die Länder des globalen Südens knechtet, und dann entfällt der zweite wichtigste Grund. Und mit dem freigewordenen Geld verbessern wir die Lebenssituation der Menschen. Und damit entfällt der dritte Grund.

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