Sind die digitalen Medien ein Trojanisches Pferd, das die Menschen so verblödet, dass KI diese Leere auffüllen kann?

Moshe Zuckermann und Florian Rötzer im Gespräch über Themen Ihres Buches, das gerade erschienen ist. Trump und die Eartlosigkeit der Intellektuellen, die Herrschaft der Stärkeren und das Ende der Aufklärung, die Künstliche Intelligenz und der Rückgang in den Naturzustand ...

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Ein Kommentar

  1. Florian Rötzer: „(…)Vielleicht ist das Nationalstaatsprinzip auch nicht die richtige Grundlage, um eine internationale Ordnung aufzubauen. Und es scheint ja auch das zu sein, woran sie in Wirklichkeit zerbricht.“

    Die Infragestellung des Nationalstaatsprinzips führt zu einer Neuen Wahrheit.
    Niemand braucht Großmächte, um Frieden auf Erden zu schaffen. Die sind es die uns und die kleinen Staaten bedrohen.

    Hören wir dazu Hans-Jürgen Geese, der in seiner wöchentlichen Kolumne von Neuseeland auf die Welt schaut:

    „Der Nationalstaat ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Eine Erfindung. Eine wirklich blöde Erfindung. England wurde nie als Nationalstaat gegründet. Frankreich wurde nie als Nationalstaat gegründet. Genau so wenig wie Schweden oder Dänemark. Japan kam doch nie auf die Idee, eines Tages Japan zu gründen.

    Aber Deutschland tat das 1871. Aus wahnwitzigen Gründen. Es war der Beginn einer nicht enden wollenden Welle von Katastrophen. Ohne die Gründung des Staates Deutschland wäre es nie zum Ersten Weltkrieg und zum Zweiten Weltkrieg gekommen. Die Schlesier würden noch immer in Schlesien leben. Und die Pommern in Pommern. Von einer kurzen Periode im frühen Mittelalter abgesehen, gehörte Pommern seit mindestens 800 Jahren zum deutschen Kulturraum. Alles geopfert einem Wahnsinn.

    Im Mittelalter bestand das römische, deutsche Reich (oder Heiliges Römisches Reich deutscher Nation) aus hunderten von großen und kleinen und kleinsten unabhängigen Städten, von unabhängigen Staaten, von unabhängigen Fürstentümern, Herzogtümern, Rittertümern, Klöstern und bischöflichen Latifundien. Und keiner kam auf die irrsinnige Idee, das alles zusammenzuwerfen und es einem durchgeknallten, verrückten Politiker in einer Stadt Berlin anzuvertrauen. Die hätten Sie damals für wahnsinnig erklärt. Denn das ist doch völlig absurd. Das ist so absurd, dass wir nach nunmehr 153 Jahren, endlich, endlich, ganz, ganz langsam, einsehen, dass das ein riesiger Fehler war. Heute, nach 153 Jahren, ist Deutschland ein von Amerika besetztes und von Amerika völlig kontrolliertes Land. Meinen Sie, das war genau das, was der Bismarck damals im Sinne hatte? Käme Bismarck heute zurück, was meinen Sie was der uns empfehlen würde?“

    Quelle: https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20242/der-traum-von-zehntausend-staaten/

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