Johann Wadephul

Was Wadephul in Helsinki nicht sehen wollte

Der Außenminister bestaunt finnische Bunker. Dabei läge die wichtigste Lehre Helsinkis nicht unter der Erde, sondern in der Diplomatie.

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5 Kommentare

  1. Reichsarbeitsdienst, Brücken-, Autobahn- und Schienennetzausbau waren schon immer notwendige Voraussetzungen zum weiteren Drang nach Osten.
    Natürlich auch damals als notwendige Maßnahmen zur Abwehr der russisch- sowjetischen Gefahr erklärt.

  2. Westlich Politiker leben und wirken doch schon seit Jahrzehnten in einer Bunkermentalität. Wovor sie sich immer wegducken und verstecken wollen, ist doch nicht nur ein äußerer Feind (Russland, China, Iran, Covid etc.), sondern ist schon immer der innere Feind gewesen (die eigene Bevölkerung, die eigene Belang- & Bedeutungslosigkeit). Jegliche Selektionsprozesse in politischen und wirtschaftlichen Strukturen sind darauf ausgerichtet, ausschließlich die Fantasiefreien und Visionslosen an die Schalthebel und Weichen der Macht zu spülen, um so das System der Herrschaft zu erhalten.

    Das funktioniert so gut, dass es Karikaturen wie Wadephul sind – denen sogar die Idee von Diplomatie abhanden gekommen ist – welche alle anderen „anführen“. Diese Leute »vertrauen« nicht ihren Instinkten oder Einschätzungen, sondern nur ihrer verliehenen Funktion und die kann gleichfalls in einem Bunker bespielt werden, auch wenn da nichts und niemand mehr ist, das noch zu bespielen wäre.

    Es ist wiederholter Irrsinn, von solchen Menschen Einsicht zu erwarten oder gar einzufordern.

  3. Wenn Moskau kein Vetorecht über europäische Politik zusteht, warum nimmt die EU dann wie selbstverständlich das Recht in Anspruch, selbst weltweit anderen Ländern vorschreiben zu wollen, was sie zu tun und zu lassen haben?

  4. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll!
    Diese Geschichte entbehrt nicht einer gewissen Komik; unsere Infrastruktur ist mittlerweile derartig hinüber, das der Ausdruck „marode“ einen Euphemismus darstellt.
    Die Bahn ist eine Katastrophe, öffentliche Bauvorhaben sind stets teurer als geplant und dauern ewig und drei Tage, siehe Stuttgart oder den Hauptstadtflughafen.
    Dann sollen hier Bunker gebaut werden?
    Für Millionen von Menschen?
    Hier?
    Nun, da werden unsere Urenkel selbst die Fertigstellung kaum erleben!
    Aber andererseits, Bunkerbau als Synonym für unterirdische Außenpolitik hätte zwar durchaus Sinn, würde mit dieser Intention allerdings eher dem Bereich der Kunst zuzuordnen sein!

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