Mann mit Deutschland-Fahne in der Hand weint.

Deutschland, ein Schauermärchen

Deutschland im Niedergang. Das Schlimmste ist durchgestanden, wenn die, die sich noch an bessere Zeiten erinnern können, nicht mehr sind.

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10 Kommentare

  1. Nicht nur mit dem Land, sondern auch mit den Menschen geht es bergab. Die Leute blinken nicht mehr vor dem Abbiegen, sondern erst während des Abbiegens. Das zeigt, dass einfachste Regeln, die man früher beachtete, ohne es gelernt zu haben, heutzutage nicht mehr verstanden werden. Der Sicherheitsabstand wird auch nicht mehr eingehalten. Wenn man auf der Überholspur fährt, wird es deshalb schwierig, nach rechts abzubiegen. Wenn man sich also notgedrungen in die Lücke quetscht, hupen sie auch noch. Und ich hatte mich gewundert, warum die Überholspur so leer ist. Ich mach’s auch nicht mehr. Wenn man jemandem einen Auftrag gibt, z. B. etwas zu erledigen, kommt keine Rückmeldung mehr. Termine werden nicht mehr abgesagt. Das alles gilt für Durchschnittsbürger und nicht nur für verlotterte Drogenkonsumenten. Sie sind natürlich nicht fähig, rationale Entscheidungen zu treffen. Wenn sie Streit mit einem Kollegen haben, kündigen sie die Stelle, und treten im günstigsten Fall einen neue an, wo sie weniger verdienen und Streit mit zwei Kollegen bekommen. Im ungünstigen Fall werden sie arbeitslos. Solange sie nicht krank sind, finden sie Einsparungen im Gesundheitswesen gut. Wenn sie dann krank werden, schimpfen sie. Es ist ihnen ganz wichtig, die Demokratie in der Ukraine vor den Russen zu retten, aber Sozialabbau lehnen sie ab. Man soll die Reichen höher besteuern. Ich erinnere mich an einen Sozialarbeiter, der den Solidaritätszuschlag für Besserverdienende gut fand, aber dann entsetzt feststellen musste, dass er dazu gehörte. Ihre durch Eheprobleme und Schulden ausgelösten Ängste schieben sie auf Klimawandel und CO² Anstieg. Ein wichtiger Faktor für die Akzeptanz der illegalen Migration besteht darin, dass sie Minderwertigkeitsgefühle gegenüber ihren intelligenteren und tüchtigeren Eltern haben, und aus der Begegnung mit Migranten aus Ländern, deren Einwohner auch einen reduzierten IQ und eine geringe Qualifikation besitzen, einen narzisstischen Gewinn durch ein Überlegenheitsgefühl ziehen, und deshalb zum Schluss kommen, der Mohammed ist doch ganz nett. Und ja, wenn sie mit einem Politiker unzufrieden sind, wählen sie einen anderen, bloß weil der verspricht, es besser zu machen, ohne seine Konzepte zu verstehen.

    1. Tja, Anpassung ist heute nun mal wichtiger als Intelligenz. Das weiß schon jede Erzieherin in einem nach der Industrienorm (!) ISO 9000 zertifizierten Kindergarten. Das weiß ich aus zuverlässiger Quelle, bin fast vom Stuhl gefallen …

      Und statt dass man in der Schule lernt, Zusammenhänge zu begreifen, ist Bulemielernen angesagt, ohne Sinn, ohne Ziel, ohne Zusammenhänge. Verblödung pur.

      Wen wundert`s also.

  2. Anfang der 90er Jahre hatte ich im Osten Berlins beruflich mit einem „alten“ Bremer Sozialdemokraten zu tun. Wir hielten sowas wie eine lockere Freundschaft und diskutierten oft über die Zerschlagung der DDR und die Folgen für „den Westen“ und die ganze BehErDeeh. Sein Fazit: Wir, der Westen, haben nicht gesiegt, wir sind nur übrig geblieben.

    1. @Uwe WH
      Es war im Westen bereits 1989 vorherzusehen. Die ersten Ganoven beluden in Hamburg bereits Sattelzüge mit billigen Gütern (DVD-Playern etc.) um kurz nach der Grenzöffnung die Ossis zu „beglücken“, äh zu beschei..en.
      Zugleich machten sich auch die Versicherungsvertreter bereit um in den Osten einzufallen.

      1. Anfang der 90er gab es im runderneuerten DDR-Fernsehen (bevor es zerstückelt und Wessis zum Fraß vorgeworfen wurde) eine Kabarettsendung mit dem Titel „Der Scharfe Kanal“. Da wurde schon ein Merksatz geprägt, der die ganze Situation sehr treffend beschrieb:

        „40 Jahre lang haben sie uns über den Sozialismus belogen. Wer konnte denn da ahnen, daß sie uns über den Kapitalismus die Wahrheit gesagt haben?“

  3. @“Guten Morgen, Tristesse!“
    So wie sich das Wetter heute am Morgen zeigt (düster und regenerisch) und man die Meldungen in den Medien liest kann ich dem nur voll zustimmen.

    »Wir leben über unsere Verhältnisse.« Oder aber: »Wir müssen den Gürtel enger schnallen.« Seit 20 Jahren tun wir das nun – den Gürtel enger schnallen. Immer enger.“

    Ja und zwar so eng bis wir keine Luft mehr bekommen und sterben und Merz unsere Rente auch noch einstreichen kann.

    Gleichzeitg wollten sich Merz, seine Minister und die Staatssekretäre ihre Gehälter 20% erhöhen wodurch Merz auf einen Schlag wohl ca. 65000 Euro mehr verdient hätte.

    „Das Problem ist nur, dass es in diesem Land noch viel zu viele Menschen gibt, die von einem anderen Leben, einem anderen Land wissen. Sie lebten schließlich dort. In einer anderen Republik – und damit sind ausnahmsweise nicht die Ostdeutschen gemeint, die gewissermaßen in ein neues Leben herübergezogen wurden und die sich daher wie in einem fremden Land vorkommen, sich fast wie Migranten fühlen. Nein, auch der Westdeutsche hat sein Land verloren – es war sicherlich eine kleine und spießbürgerliche Republik, in der er lebte.“

    Stimmt, plötzlich bin ich in einem anderen Land aufgewacht und bin (noch nicht) vollkommen orientierungslos.
    Rechte demonstrieren angeeblich für Fieden, Linke für Aufrüstung und Krieg, keiner weiss mehr was links und rechts ist.

    Wer ist verantwortlich für die diese Verwirrung? Wer hat sie angestiftet und steckt dahinter?
    Von wem wurden die Linken unterwandert oder übernommen? Cui bono?

    Ich erkenne dieses Land nicht mehr wieder! Jüngere Generationen sind zu bedauern.
    Ja ich weiss, Fragen über Fragen

  4. Natürlich biegt der geschätzte Autor am Ende rechts ab. Weil eine spätkapitalistische Gesellschaft, die in der Ära der zersetzenden Verteilungskämpfe angekommen ist, und die es komplett versäumt hat, sich gegen die Vereinnahmung der politischen und medialen Macht durch Kapitalinteressen zu schützen, ganz bestimmt ihre Probleme dadurch lösen wird, dass die zur Verfügungsmasse degradierten Menschen sich auf „Fleiß, Ordnungssinn und Pünktlichkeit“ besinnen.

  5. Früher galten Reformen mal als etwas zur Verbesserung der Lebensverhältnisse, heute dienen sie nur zur Verschlechterung der Lebensverhältnisse!

    Das große Minusgeschäft
    – Tabaksteuer für die Benzinpreisbremse von 14 oder 17 Cent für 8 Wochen, genau bis zur Hauptreisezeit in den Sommerferien. Ein Schelm wer Böses dabei denkt 🙂
    – Senkung der Einkommenssteuer durch Erhöung der Mehrwertsteuer finanziert, wieviel Euro macht die Senkung der Einkommenssteuer aus?
    – Abschaffung des Ehegatten-Splitting
    – Selbstversicherung in der Krankenkasse für die Ehefrau oder den Ehemann = 225 – 260 Euro Mehrbelastung
    Internes Arbeitspapier und Bewertung des Paritätischen PDF 4 MB

    Weitere 70 Kürzungen im Sozialbereich sollen folgen aber das ist noch nicht daas Ende der Fahnenstange
    https://www.der-paritaetische.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/doc/paritaetischer_drohender-kahlschlag-2026.pdf

    Hier geht es auch um Chinas Wirtschaftspolitik und darum wie sich Politiker in China zum Wohle des Volkes bewähren müssen
    Danny Haiphong mit Professor Zhang Weiwei ab Minute 30
    https://www.youtube.com/watch?v=p3w-NWo_dGs

  6. Sehr geehrter Herr De Lapuente,
    Sie sind als Satiriker total gut. Ich schätze Ihre Artikel sehr.
    Und doch meine ich:
    Ist es nicht an der Zeit, den vielen Negativentwicklungen anders zu begegnen als bisher? Bei aller Kritik an: fehlt – mir zumindest – eine positive Vision. Und ich glaube, wir müssen das Positive verstärken, indem wir unsere Aufmerksamkeit dahin lenken, wo etwas funktioniert, wo etwas gut läuft, wo etwas gelingt – bei vollem Bewusstsein, was alles falsch läuft. Für Sie und die Leserschaft von Overton klingt das vermutlich total naiv. Aber manchmal ist Naivität auch sinnvoll, man denke nur an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Wer sich daran orientiert, kommt m.E. nicht umhin, angesichts von Trumps Selbst-Inszenierung als Jesus laut und deutlich zu sagen:“ Der hat sie doch nicht alle.“ Laut und ungeniert, auch in der Öffentlichkeit, meinetwegen auch in e-mails an die US-Botschaft.
    Und sonst: müssen wir auch würdigen, was funktioniert. Dass der Müll abgeholt wird. Dass die Post ausgetragen wird. Dass viele Züge eben doch auch pünktlich und zuverlässig fahren. Dass in Nullkommanix Ersatzverkehr auf die Beine gestellt wird, wenn U-Bahnen ausfallen. Dass zig Supermärkte eben immer auch Billigangebote haben. Dass es engagierte Ärzte, Krankenpfleger, -schwestern gibt.
    Dass es hilfsbereite Menschen gibt. Dass Menschen sich engagieren. Die Tatsache, dass es das alles gibt, hat etwas damit zu tun, dass viele Menschen sich eben doch an ganz anderen Werten orientieren als denen, die die Politik zu bestimmen scheinen.
    Ich verstehe das nicht als Katzbuckeln vor der Obrigkeit. Im Gegenteil: Man muss meiner Meinung nach Politschwätzern /-innen durch Verweigerung von Aufmerksamkeit begegnen und sich dahin wenden, wo Menschen aufgrund ihrer inneren Überzeugungen sich für Frieden, Hilfe, Unterstützung von Schwachen, ein gelingendes Zusammenleben, den Erhalt von Natur einsetzen. Und die unterstützen:
    durch Aufmerksamkeit.

  7. Sehr geehrter Herr De Lapuente,
    Sie sind als Satiriker total gut. Ich schätze Ihre Artikel sehr.
    Und doch meine ich:
    Ist es nicht an der Zeit, den vielen Negativentwicklungen anders zu begegnen als bisher? Bei aller Kritik an: fehlt – mir zumindest – eine positive Vision. Und ich glaube, wir müssen das Positive verstärken, indem wir unsere Aufmerksamkeit dahin lenken, wo etwas funktioniert, wo etwas gut läuft, wo etwas gelingt – bei vollem Bewusstsein, was alles falsch läuft. Für Sie und die Leserschaft von Overton klingt das vermutlich total naiv. Aber manchmal ist Naivität auch sinnvoll, man denke nur an das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“. Wer sich daran orientiert, kommt m.E. nicht umhin, angesichts von Trumps Selbst-Inszenierung als Jesus laut und deutlich zu sagen:“ Der hat sie doch nicht alle.“ Laut und ungeniert, auch in der Öffentlichkeit, meinetwegen auch in e-mails an die US-Botschaft.
    Und sonst: müssen wir auch würdigen, was funktioniert. Dass der Müll abgeholt wird. Dass die Post ausgetragen wird. Dass viele Züge eben doch auch pünktlich und zuverlässig fahren. Dass in Nullkommanix Ersatzverkehr auf die Beine gestellt wird, wenn U-Bahnen ausfallen. Dass zig Supermärkte eben immer auch Billigangebote haben. Dass es engagierte Ärzte, Krankenpfleger, -schwestern gibt.
    Dass es hilfsbereite Menschen gibt. Dass Menschen sich engagieren. Die Tatsache, dass es das alles gibt, hat etwas damit zu tun, dass viele Menschen sich eben doch an ganz anderen Werten orientieren als denen, die die Politik zu bestimmen scheinen.
    Ich verstehe das nicht als Katzbuckeln vor der Obrigkeit. Im Gegenteil: Man muss meiner Meinung nach Politschwätzern /-innen durch Verweigerung von Aufmerksamkeit begegnen und sich dahin wenden, wo Menschen aufgrund ihrer inneren Überzeugungen sich für Frieden, Hilfe, Unterstützung von Schwachen, ein gelingendes Zusammenleben, den Erhalt von Natur einsetzen. Und die unterstützen:
    durch Aufmerksamkeit.

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