„Wir müssen den Russen zeigen, dass wir ihre kleine Festung in Kaliningrad durchdringen können“

Litauens Außenminister macht ebenso deutlich wie der Generalinspekteur der Bundeswehr, dass nach der propagierten Bedrohung durch Russland, die die massive Aufrüstung legitimieren soll, allmählich auf Bedrohung Russlands umgeschaltet werden soll.

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27 Kommentare

  1. Die Aggressivität der Europäer – ja, der Europäer, leider nicht nur der Militärköpfe in der nato und den Kriegsministerien, sondern auch beträchtliche Teile der Bevölkerungen – kennt offenbar kaum noch Grenzen. Noch hält sich Russland zurück, hat noch kein nato- bzw. EU-Land angegriffen, obwohl die Öffnung des baltischen Luftraums für ukrainische Drohnen als Kriegsgrund reicht und obwohl die vom Westen orchestrierten Angriffe in die Tiefe des russischen Raumes ganz eindeutig rote Linien überschreiten – und nichts am Kriegsverlauf auf ukrainischem Boden ändern. Gleichzeitig ist bekannt, dass Russland Hyperschallraketen besitzt, die praktisch unabwehrbar sind. Russland wird keine Invasion Europas starten, aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass z. B. nato-Stützpunkte mit einer Oreschnik angegriffen werden. Das Endresultat würde dann gewiss nicht die fantasierte Zerstörung Russland werden.

    1. Eine wird immer vergessen: Deutschland ist in diesem Reigen ein Sonderfall!
      Der II. Weltkrieg ist für Deutschland noch gar nicht vorbei. Es gibt ein Waffenstillstands-
      vertrag und den 2 + 4 Vertrag. Beide erlauben Deutschland keine millitärische Aggression
      und keine Natostützpunkte im Gebiet der ehemaligen DDR. Wenn Russland die Drohnen-
      fabriken in Deutschland zerstört, wird kein Land der Erde den Deutschen zu Hilfe eilen.
      Im Gegenteil müßten die anderen „Siegermächte“, die USA, England und Frankreich sogar
      den Russen helfen, diese deutsche Aggression zu bändigen. So steht es geschrieben.

  2. «Die Explosion fand in einer Höhe von etwa 4000 m statt. Der Feuerball der Explosion berührte den Erdboden nicht, obwohl er etwa die Flughöhe des Trägerflugzeuges erreichte. Ursache war die vom Boden zurückgeworfene Druckwelle, die den Feuerball flach und nach oben drückte. Dadurch und durch die reduzierte Auslegung der Bombe hielt sich die radioaktive Verstrahlung in Grenzen. Der charakteristische kurze Strahlungsblitz der eigentlichen thermonuklearen Explosion im Bereich unter 1 Millisekunde sowie der kurz darauf folgende Strahlungsimpuls des Feuerballes im Sekundenbereich wurden von vielen Beobachtungsstandorten aus registriert und vermessen. Trotz bewölkten Himmels war die Wärmestrahlung in 270 km Entfernung spürbar und der Blitz war in 1000 km Entfernung sichtbar. In Norwegen und Finnland zerbrachen Fensterscheiben.[9]»

    Zitiert aus dem Wikipedia-Artikel über die AN602-Wasserstoffbombe, die über Russland zu Testzwecken gezündet wurde.

    Diejenigen, die Russland etwas “zeigen” wollen, können sich ja mal überlegen, was passiert, wenn die Russen zeigen, dass eine solche Bombe über Litauen oder über Deutschland gezündet werden kann.

  3. Man [ Mann und Frau und Kind und xyz ] weiß nicht so reicht, was die EU reitet, dass sie Russland schwächen will. – Die
    EU ist tot, schreiben Sie doch besser von der Leyen-Union. Das trifft es .

    1. „Man weiß nicht so recht, was die EU-Staaten reitet, unbedingt Russland schwächen zu wollen, anstatt nach einer Friedensordnung unter Berücksichtigung der jeweiligen geopolitischen Sicherheitsinteressen zu suchen.“
      Doch, man weiß es. Man darf sich nur nicht vom Spiel vor dem Vorhang täuschen lassen, dann sieht man auch, was dahinter gespielt wird.
      Wenn ich vorhabe, wie z B bezüglich Rußland, jemanden zu überfallen, muß ich eine Gefahr von dort konstruieren, damit es wieder heißen kann: Ab 05: 45 Uhr wird zurückgeschossen! Da stehen wir wieder.
      „…. obwohl das Kräfteverhältnis, sieht man von Atomwaffen ab, und die Schwierigkeiten alleine mit der Ukraine dem widersprechen sollte.“
      Das ist eine Milchmädchenrechnung, die keinem genaueren Hinsehen standhält. Rußland wie die SU ist seit Jahrzehnten intervallartiger Bedrohung der Eroberung durch den Westen ausgesetzt und war in der gesamten Zeit gezwungen, sein Militär auf den notwendigen Verteidigungstand zu halten und haz das auch im Wesentlichen geschafft. Die NATO-Kräfte im Gegensatz dazu wurden, wie auch die der USA im (heimlichen) Wissen, keiner Gefahr ausgesetzt zu sein, nicht zur Verteidigung organisiert, sondern zu allem Möglichen, das operativ anstand. Sie sind militärisch desorganisiert für einen großen Krieg.
      Es ist höchstwahrscheinlich, daß im Kriegsfall das blanke Chaos eintreten würde, man sich selbst über den Haufen schießt bzw die störende Bevölkerung.
      Wer immr noch anhand des langsamen Vorgehens Rußlands in der Ukraine auf die Unfähigkeit zum raschen und durchschlagenden Angriff schlußfolgert, hat nicht verstanden, was da abläuft und warum.

  4. Fight to Night ? cool, echt cool. Wer hat dem Manne, dem Militär, diesen Gedan-kenpanzer, vulgo thinktank, zusammen –
    geschraubt ?

  5. Der Franzose will mit dem Polen einen nuklearen Angriff auf St.Petersburg über der Ostsee üben.
    Die Propaganda in Polen ist ganz aus dem Häuschen vor Vorfreude. Die Tatsache, das es dann weder Polen noch Frankreich geben wird, ist denen nicht mehr beizubringen. Die sind so von fanatischem Hass zerfressen, das sie für die Tötung einiger Millionen russischer Menschen die Auslöschung ihrer Länder in Kauf nehmen…

  6. SCHON WIEDER EINEN KOMMENTAR
    FÚRS SCHWARZE LOCH IM ANDRO -MEDANEBEL VERFASST ? ? WAS IST DAS FÜR EIN SCHEISS PROGRAMM ?

  7. Was soll eigentlich die ständige Löschung vergleichsweise harmloser Kommentare? Das macht hier langsam keinen Spaß mehr. So fing es bei Telepolis auch an. Und man sieht ja, was dort aus dem Kommentarbereich geworden ist.

  8. Wir leiden darunter, daß besonders die Balten meinen, ihre alten Rechnungen mit der Sowjetunion jetzt mit unsrer Hilfe begleichen zu müssen.

  9. Die Diehl “Defence” GmbH & Co. KG befindet sich in:
    Alte Nußdorfer Straße 13, 88662 Überlingen.
    Die Martin-Buber-Jugendherberge (240 Betten in 60 Zimmern)
    befindet sich in:
    Alte Nußdorfer Str. 26, 88662 Überlingen.
    In wie weit es Sinn machen könnte, diese Jugendherberge ab sofort zu meiden vermag ich nicht zu beurteilen.
    Schönen Abend

  10. Diese plötzliche Zunahme von Atomdrohungen durch die verehrten Forumsteilnehmer, zeigt doch recht eindrucksvoll, dass die Entwicklungen an der Front und im russischen Hinterland, dem Forum nicht verborgen bleibt.

    Da hilft auch keine Augen-zu-und-durch-Mentalität durch die Vorzeigepropagandisten des Kremls.

    Die Wahrheit liegt auf dem Platz.

    1. Der Kommentator Ottono sollte sich mal das Interview mit John Mearsheimer und
      das mit Sergeij Karaganov zu Gemüte führen, anstatt hier herumzuschwurbeln . yeah !

    1. Wer ist schon ein Russenfreund, wenn die Russen dein Heimatland überfallen.

      Da wird man nicht viele finden. Und wenn dann findet man sie hier.

  11. …inklusive der Vernichtung der eigenen Bevölkerung, samt Nichten, Schwagern, der eigenen Ehefrau und
    ihrer dicken Kinder. Wie konnte sich zeitgleich in etlichen Ländern ein komplett geisteskranker Machtapparat entwickeln.
    Es bleibt die Hoffung, dass die drei Elefanten sich gegenseitig versichert haben Europa über die Klinge gehen zu lassen, ohne dass diesmal wieder die ganze Welt in Flammen aufgeht.

  12. zu den Balten
    Focus berichtet heute dass Nato-Kampfjets über Estland eine ukr drohne abgeschossen haben

    In Lettland ist die Ministerpräsidentin zurückgetreten , nach dem zwei ukr Drohnen abgestürzt sind und auch
    eine Explosion verursacht haben.

    Pistorius hat für die Bundeswehr einen Beförderungsstopp für Unteroffiziere verkündet.
    Find ich gut. Das wird den Aufbau der „kriegstüchtigkeit“ beeinträchtigen.

  13. Es ist nicht ganz klar, was sich die Russen von „Kaliningrad“ vulgo Ostpreußen versprechen. 1945 hatten sie den stärksten Gegner aller Zeiten in seine Schranken gewiesen, was sie wohl zu einem gewissen Hochmut verleitete. Sich Ostpreußen als Kriegsbeute anzueignen, kann man ja noch verstehen. Nicht zu verstehen ist jedoch, warum sie die Hälfte davon an Polen verschenkten, denn Polen war nie Freund der Russen, giG. Und ebenso unverständlich ist, daß sie 1945 ihre Position der Stärke nicht nutzten, um das „Baltikum“ ihren regionalen und strategischen Interessen entsprechend zu gestalten, heute würde kein Hahn mehr danach krähen, ein paar Grenzverschiebungen mehr oder weniger nach dem gewaltigen Krieg. Diese beiden Fehler kommen die Russen noch teuer zu stehen – und uns auch.

  14. Genau diese Art von Rhetorik ist es, die einen Krieg wahrscheinlicher macht, auch wenn vielleicht niemand offen sagt, dass er ihn will.

    Wenn ein Außenminister eines NATO-Staates öffentlich davon spricht, man müsse den Russen zeigen, dass man ihre „kleine Festung“ Kaliningrad durchdringen könne, dann ist das keine verantwortungsvolle Sicherheitspolitik mehr. Kaliningrad ist russisches Staatsgebiet, militärisch hochsensibel und strategisch zentral. Moskau kann solche Aussagen nicht einfach ignorieren, ohne selbst innen- und außenpolitisch Schwäche zu signalisieren.

    So entsteht eine Eskalationsspirale: Die eine Seite nennt es Abschreckung, die andere Seite versteht es als Angriffsvorbereitung. Darauf folgen Gegenmaßnahmen, Drohungen, Manöver, Aufrüstung, hybride Aktionen — und irgendwann reicht ein Fehler, ein Missverständnis oder ein übereifriger Akteur, um aus Rhetorik Realität werden zu lassen.

    Für mich ist genau diese sogenannte Abschreckungslogik Teil des Problems. Frieden entsteht nicht dadurch, dass man der anderen Seite immer lauter erklärt, wie schnell man ihre Stellungen zerstören könnte. Das mag kurzfristig nach Stärke klingen, ist langfristig aber politischer Sprengstoff. Gerade gegenüber einer Atommacht ist diese Denkweise brandgefährlich.

    Wer Frieden in der Region sichern will, muss aus dieser Logik heraus. Es braucht Diplomatie, Gesprächskanäle, Sicherheitsgarantien, Verhandlungen und die Bereitschaft, der Gegenseite zumindest wieder eine offene Hand zu reichen. Nicht aus Naivität, sondern weil es realpolitisch kaum eine andere Möglichkeit gibt, langfristig Stabilität zu schaffen.

    Das Problem ist doch gerade, dass sich westliche Politiker immer tiefer in eine Sprache hineinreden, aus der sie kaum noch ohne Gesichtsverlust herauskommen. Wer ständig von Sieg, Stärke, Durchdringen, Kapitulation und militärischer Überlegenheit spricht, macht Diplomatie irgendwann zur Schwäche. Und genau das ist der eigentliche Wahnsinn.

    Wer Frieden will, redet anders. Wer so redet, zündelt im Munitionslager — und nennt es Sicherheitspolitik.

    1. @ n.b. 22 Uhr 11 : in der 1999 vereinbar-ten ‚Charta von Paris‘ ist das schön ver –
      einbart. Das sollten sich die Kriegstreiber
      wieder zu Gemüte führen

  15. Sollte die NATO nervös und unruhig werden und versuchen, in bzw. aus den baltischen Staaten starke Provokationen gegen das russische Oblast Kaliningrad zu inszenieren, was sehr wahrscheinlich und hauptsächlich von Großbritannien und seinen Vasallen gesteuert sein dürfte, dann wird Russland das schwerlich ignorieren können. Die britische Absicht, Kaliningrad zu übernehmen, stammt u.a. aus dem Jahr 1996, als sie es ebenfalls versuchten. Aber niemand sah damals Putin kommen, der den Plan vereitelte. Jetzt versuchen es die Dumm-Tommies es erneut. Ernsthafte Konsequenzen ihrer Bestrebungen scheinen die wohl nicht einzuplanen.

  16. Bislang hatte ich gedacht, dass Russland versucht würde, als Antwort auf die Angriffe aufs russische Hinterland minimal invasiv ein paar Drohnenfabriken bei uns zu zerstören. Bis ich dieses Video gesehen habe

    https://www.youtube.com/watch?v=M0fQsI6L6Lo

    Polyanski ist der russische Botschafter bei der OSZE und was er da in ruhigem Ton gesagt hat, lässt es mir kalt den Rücken herunter laufen. Wie ich sein Statement interpretiere (und im Unterschied zur Karaganow hat er tatsächlich ein offizielles Amt inne, und damit auch die Aufgabe eines offiziellen Sprachrohrs der Regierung) , wird Russland versuchen, uns mit einem Hiroshima-Moment aufzuwecken, höchstwahrscheinlich nicht nuklear, aber doch so fürchterlich in einer plötzlichen, massiven shock-and-awe-Aktion, dass es uns zum Einlenken zwingt, so wie die USA das mit Japan gemacht haben. Womit wir rechnen müssen: Zerstörung aller großen Flughäfen, Güterbahnhöfen, über den Rüstungstransporte laufen, Autobahndrehkreuzen, Sprengung von großen Speicherkraftwerken, Gasspeichern usw., Rückgang der Wirtschaftsleistung von 10 oder 20% von einem Tag auf den anderen. Ob die Regierung den Rückhalt der Bevölkerung hat, eine solche Krise durchzustehen ???? Der Iran ist einiges gewöhnt, aber wir? Unser Bundeskanzler heißt im Moment nicht Helmut Schmidt. Wenn wir auf den Aufschrei der internationalen Gemeinschaft hoffen, könnten wir eine böse Überraschung überleben. Die USA und Israel haben solche Aktionen mit ihrem massiven Angriff gegen den Iran jetzt „gesellschaftsfähig“ gemacht. Wenn wir schreien, wird der Rest der Welt mit den Schultern zucken und sage: Eure Freunde machen das doch auch. Wir haben dadurch genug eigene Probleme unsere Leute zu ernähren, weil uns der Dünger fehlt. Seht zu wie ihr klarkommt.

    Wenn Russland ein paar Drohnenfabriken zerstört, wird das uns nicht zum Einlenken bringen. Nur die volle Dröhnung, das große Besteck wird das vollbringen. Ich habe im Moment das gleiche Scheiß-Gefühl, dass ich im Dezember 2021 hatte. Der Westen hatte gerade alle russischen Vorschläge zur Beilegung des Ukraine-Konflikts vom Tisch gewischt, Putin und Lawrow sitzen sich mit versteinerten Gesichtern an diesem riesigen langen Tisch im Kreml gegenüber. Putin fragt Lawrow, ob eine diplomatische Lösung noch möglich sei. Lawrow antwortet „Es gibt immer einen diplomatischen Weg“ – aber sein Blick sagt etwas ganz anderes. Das war natürlich inszeniert, aber die Botschaft war klar. Zwei Monate marschierte Russland in die Ukraine ein. Genau das war die Absicht der NATO-Staaten. Genau damit hatte man gerechnet. Russland ist am 24.2.2022, an einem Donnerstag einmarschiert. Am 28.2.2022, also am folgenden Dienstag, waren bereits sämtliche Sanktionen gegen russische Medien in Kraft, mit allen Paragraphen, mit jedem Punkt und Komma. Die Brüsseler Bürokratie mit 26 Mitgliedsstaaten hätte das niemals an einem Wochenende beschlossen. Das lag fix und fertig in der Schublade. Ob heute die Antwort auf einen massiven Angriff auf die EU – und ganz besonders Deutschland – auch fix und fertig ist, da habe ich große Zweifel.

    Wir sollten eine weitere Eskalation, die diesmal gerade Deutschland mit voller Wucht treffen wird, unter allen Umständen vermeiden. Deswegen schreibe ich mir gerade die Finger wund, obwohl ich eigentlich überhaupt keine Nachrichten mehr verfolgen wollte. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Ich weiß ja nicht, was der BND den ganzen Tag so treibt, jetzt wäre auf jeden Fall der richtige Moment, um den Bundeskanzler darüber zu informieren, wie verdammt ernst die Lage ist. Polyanski spricht in dem Interview ein gut zu verstehendes Englisch, da findet sich beim BND sicher jemand, der diese Sprache spricht.

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