Mariupol – „russifiziert“ oder „nach Russland zurückgekehrt“?

Die deutschen Medien berichteten in den letzten Jahren nur noch sehr wenig über Mariupol. Es wurde behauptet, Russland versuche Mariupol mit Wiederaufbaumaßnahmen „zu russifizieren“. Im Januar 2026 fuhr ich nach Mariupol. Nur wer beide Seiten eines Konflikts beleuchtet, bekommt ein realistisches Bild. Teil 1

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25 Kommentare

  1. Ich freue mich sehr über diesen authentischen Bericht von Ulrich Heyden. 👍💪✌
    Die Russen sind einfach Klasse.
    Всё хорошо, что хорошо кончается.

  2. Danke für den Bericht, er war sehr informativ.
    Die Wiederaufbauleistung ist beendruckend, vor allem, wenn man sie ins Verhältnis setzt zu Deutschland, wo die Ampel versprochen hatte, dass pro Jahr 400000 Wohnungen gebaut werden.
    Vermutlich ist der Standard der neu gebauten Wohnungen unter den deutschen Vorgaben, aber wer eine Wohnung sucht, wird versorgt zu niedrigen Preisen, weil keine Investoren daraus Gewinne ziehen.

    Wann landet der Autor eigentlich auf der EU Sanktionsliste? Solche Texte stellen doch alle westlichen Narrative in Frage!

    1. „Vermutlich ist der Standard der neu gebauten Wohnungen unter den deutschen Vorgaben, aber wer eine Wohnung sucht, wird versorgt zu niedrigen Preisen, weil keine Investoren daraus Gewinne ziehen.“

      Wenn man das den Vorbesitzern klaut geht schon so einiges, das hat beim Föhrer mit den Wohnungen und Häusern der Juden auch gut funktioniert.

      1. O.k., Sie haben von den (eben noch) sechs Kommentaren drei geschrieben. Kann man machen und durchaus berechtigt auch das Verdammen des russischen Angriffskrieges (wobei man auch hier fragen kann, ob es nicht zumeist einer ist, der angreift, Krieg „bricht“ ja nicht einfach „aus“, auch wenn man das in anderen Fällen öfter mal liest, z.B. in Bezug auf die beiden Weltkriege, ne, da war halt Deutschland der Aggressor, aber das kehrt man lieber ein wenig unter den Formulierungsteppich. Und auch wenn das nicht sonderlich neu oder originell ist, möchte ich doch nochmal ganz vorsichtig anfragen, was dann Jugoslawien 1999 war, Afghanistan 2001, Irak 2003, Libyen 2011 and so on – hat da niemand angegriffen? Gut, ja, das ist natürlich nur whataboutism, außerdem waren das ja immer die hehrsten Beweggründe/edelsten Motive, die zu diesen, äh, Luftschlägen und Militäraktionen geführt haben, bewaffneter Brunnenbau, militärisch abgesicherte Mädchenschulen, Verhinderung eines Völkermords, in 90 Minuten einsatzfähige MV-Waffen und natürlich der sehr erfolgreiche Freiheitskampf des lybischen Volkes, das heute sogar zwei Staaten zum Leben hat, Frieden und Freiheit dort allerorten).
        Ob die Putler-Gleichung aufgeht? M.E. eher nicht, man kann auch einfach sagen, dass ein Angriffskrieg verbrecherisch ist. In Deutschland gibt es immer Leute, die besonders eifrig dabei sind, überall auf der Welt den Faschismus von heute auszumachen, nur ein ca. 357000 km großes Staatsgebiet scheint solcher Umtriebe unverdächtig (vielleicht gerade, WEIL hier vor 85 Jahren…? Je größer und monströser das Verbrechen, desto glaubwürdiger und gründlicher auch die Läuterung? Vor so einem Denken möchte ich warnen, eher scheint es logisch zu sein, GERADE hier immer genau hinzuschauen).
        Jetzt haben Sie übrigens nur noch 3/7, vielleicht etwas ärgerlich, unter die 50% zu fallen (zumal durch einen läppischen Beitrag wie den meinen).

      2. @ceeh
        woher haben Sie die Information, dass die Wohnungen den Vorbesitzern geklaut wurden? Waren Sie mit den Journalisten von arteTV oder vom ZDF oder ARD vor Ort, haben Sie mit den Leuten gesprochen? Oder wollen Sie am Ende im Forum nur plöbeln? Keine Panik, der Donbass geht vollständig an Russland
        und damit sind die Menschen einverstanden, die, die es nicht sind, können jederzeit ihr Glück in der Westukraine oder in Deutschland suchen.

    1. Die (missbräuchliche) Verwendung des Begriffs „Faschist“ ist immer ein sehr guter Gradmesser, wie es um die geistige Leistungsfähigkeit und die gesellschaftliche und historische Bildung bestellt ist …

      Hier also: 0.

  3. >Bis zur russischen Vollinvasion im Februar 2022 war die ukrainische Hafenstadt Mariupol ein bedeutendes Wirtschaftszentrum. Bei der Belagerung wurden Schätzungen zufolge mehr als 80.000 Menschen getötet, noch mehr flohen, mehr als 80 Prozent der Wohnungen wurden zerstört. Seit September 2022 ist Mariupol vollständig unter russischer Verwaltung. Der versprochene Aufbau geht derweil kaum voran. Geflohene Besitzer werden enteignet, die besten Objekte sichern sich die russischen Besatzer.<

    https://www.dekoder.org/de/article/mariupol-immobilien-wiederaufbau-entschaedigung/

    1. Da hat sich der Putin den Föhrer zum Vorbild genommen, der hat Mariupol auch ordentlich zerkloppt.
      Das muss dieser Antifaschismus sein von dem immer alle reden wenn man sich wie der Föhrer aufführt

  4. Russische Propagada ist immerhin ein Ausgleich zur allgegenwärtigen ukrainischen, aber wirklich besser finde ich sie auch nicht.

    1. Das ist keine Propaganda.
      Der Ulrich ist Integer.
      Außerdem, habe ich auch andere Quellen die das bestätigen, nur halt nicht so im Detail.

  5. Ich finde den Bericht auch interessant, und informativ, zumal mal eine Stimme aus Russland zu Wort kommt die noch nicht von der EU sanktioniert wurde wie Thomas Röper, Alina Lipp und andere.

    Ich lese Herrn Heyden auch immer wieder gerne, auch weil er, völlig anders als andere schon seit dem Ende der UDSSR in Russland lebt. Übrigens mir stellt sich ja bei Deutschen in Russland, außerhalb der Deutschen Botschaft, immer wieder die Frage wie die es verkraften von der eigenen Heimat ausgegrenzt, oder sanktioniert zu werden nur weil man sich entschieden hat – als immer noch deutscher Staatsbürger, oder auch nicht – aus Russland zu berichten.

    Ist die Russophobie schon so ausgereift, dass Deutsche, die schon seit Jahrzehnten in Russland leben, und arbeiten, egal als was als „Vaterlandsverräter“ gelten?

    Ich habe übrigens in meiner Familie – über meine verheiratete Nichte – selber einen Bezug zu „Russlanddeutschen“.
    Ihr Mann ist in Deutschland geboren, und aufgewachsen. Dennoch leidet er an dem Krieg in der Ukraine, denn sein Vater hat seine Schwiegermutter – noch bevor der Krieg akut wurde – aus Mariupol rausgeholt. Die Oma ist hier verstorben – ohne ihre Heimat Mariuopol je wieder gesehen zu haben. Sie hatte keinen Lebenswillen mehr – so der Enkel über die uralte Oma aus Mariupol.

    Wie schon oben gesagt der Krieg spaltet auch Deutsche, und es ist echt traurig dies mitansehen zu müssen.

    Ich hoffe Herr Heyden berichtet noch lange neutral aus Mariupol, denn im Unterschied zu manch anderem Berichterstatter ist Herr Heyden, der ursprünglich aus Norddeutschland stammt, eher eine ruhige Natur, und glänzt nicht durch angebliche russische Kriegspropaganda….aber das kann nicht jeder so sehen, dass verstehe ich durchaus. Insbesonders diejenige nicht, die schon so von „Russenhass“ zerfressen sind, dass die nicht einmal merken wie ihre Voruteile auf andere hier wirken.

    Wie schon gesagt, ich sehe beide Seiten, und finde es gut, dass es noch andere Stimmen aus Russland gibt als die üblichen russophoben Verdächtigen im Wertewesten.

    Gruß
    Bernie

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