Trump „liebt“ die Inflation, die EZB erhöht frühzeitig den Leitzins

Ein zentrales Wahlversprechen von Trump war, die Inflation zu senken. Die ist heute aber höher als in seinem Wahlkampf 2024. Die hohe Rate dürfte ungemütlich für den US-Präsidenten werden, da auch die US-Notenbank bald an einer Leitzinserhöhung nicht vorbeikommt, sollte die Straße von Hormus geschlossen bleiben.

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8 Kommentare

  1. Frage ans Forum:

    Wenn Trump sich positiv über die Inflation äußert dann macht ihnen das zu einen Linksliberalen oder nicht ?

    1. Ich würde eher in diese Richtung argumentieren: Wenn Trump sich positiv über die Inflationsrate äußert, dann sollten sich 90 Prozent der Bürgerinnen und Bürger ernsthaft Sorgen machen über die Inflation. Die anderen 10 Prozent profitieren von der Inflation. Selbstverständlich gibt es bei der Inflation nicht nur Verlierer, sondern auch Gewinner und das sind nicht die Mittelschicht, die Armen und die Obdachlosen.

      Das ist wie beim Krieg. Da glauben auch viele, dass der Krieg für alle schlecht wäre und für die breite Masse bzw. meisten Bürgerinnen und Bürger ist das auch so. Es gibt aber auch Leute, die vom Krieg profitieren und je länger ein Krieg dauert wie z. B. der Krieg in der Ukraine, desto länger profitieren die Aktionäre, Manager und Lobbyisten der Rüstungsindustrie davon. Das sind aber auch diejenigen, die nicht an die Front gehen, dort kämpfen und sterben. Das sind auch keine Masochisten. So bescheuert sind die nicht, denn dann hätten sie ja nichts mehr von diesen Milliardengewinnen.

  2. Zu dem was u.a. in der West-Bank passiert (Sonntag 21.06.2026) :
    Die Siedler und das Militär blockieren in der Ashkara-Gegend im Süden von Hebron die Zufahrt (es wird Dreck oder Müll aufgehäuft um die Strasse zu blockieren). Die Siedler lassen in Susya und She’b Al-Butm in Masafer Yatta, südlich von Hebron ihre Schafe auf die Felder der Palästinenser. Die Siedler zünden in Burqa, östlich von Ramallah die Felder an. Die Siedler nehmen in Qaryut, südlich von Nablus einem Palästinenser sein landwirtschaftliches Feld weg (der Traktor wird raufgefahren und er darf das Feld nicht betreten). Ein Siedler versucht in Abu Falah, östlich von Jerusalem ein Kind zu überfahren (Blutergüsse). Die Sielder greifen in Al-Masoudiye, nordwestlich von Nablus einen Palästinenser an und verursachen einen Unfall (evtl. wurde das Kraftfahrzeug von der Strasse gedrängt). Die Siedler haben in Turmus Ayya ein Zuhause und eine Familie belagert und verhinderten Versuche, sie zu erreichen oder ihnen zu helfen. Die Siedler greifen in Al-Rashayda, südöstlich von Bethlehem an (und verletzen mehrere Palästinenser). Die Siedler begeben sich in die Sha’ab Al-Lawz Gegend, westlich von Al-Mughayyir und nördlich von Ramallah. Ein Siedler stiehlt in der Al-Aqaba-Gegend in Deir Jarir, östlich von Ramallah ein Kraftfahrzeug. Die Siedler greifen auf der Strasse nach Ramallah, (Al-Ma’rajat-Strasse) an (evtl. Belästigung). Die Siedler beschädigen in der Tubas-Gegend die Wasserzufuhr und stehlen Wasserleitungen.

    Es wurde vor zwei Wochen Saber Al-Amital, 21, ohnmächtig in seiner Gefängniszelle aufgefunden (nach Angaben vom Anwalt „schwere Verletzungen und Blutergüsse“, gesund vor der Festnahme) und ist verstorben (evtl. 110 Tote in den Gefängnissen).
    Das Militär begibt sich nach Nablus. Das Militär schiesst in Al-Kassarat-Gegend in der Nähe vom Qalandia-Flüchtlingslgaer nördlich von Jerusalem mit Leuchtlichtern. Das Militär zerstört in der Al-Junaid Gegend westlich von Nablus die Gedenkstätte zweier getöteter Palästinensers (Mohammed Abu Bakr, 23 und Yousef Shtayyeh). Die beiden gehörten zum Lion’s Den (Höhle der Löwen, von den Vereinigten Staaten sanktioniert) und wurden vom Militär am 22.02.2023 erschossen (10 Palästinenser wurden erschossen, mindestens 55 wurden verletzt). Zu dem Zeitpunkt hatte das Militär in der West-Bank bereits 94 Palästinenser, darunter 17 Kinder getötet.

    Das Militär begibt sich südlich von Jericho in das Aqabat Jabr-Flüchtlingslager, nach Nablus, nach Qaffin nördlich von Tulkarm (eine Verhaftung). Das Militär wirft in Rashayda in Betlehem mit Tränengas auf friedlich demonstrierende Palästinenser. Das Militär begibt sich nach Faqqu’a, nordöstlich von Jenin und nach Deir Ballut, westlich von Salfit.
    Das Militär schliesst die Altstadt von Hebron für Palästinenser und Journalisten damit keiner sieht wie die Siedler umherlaufen. Es wurden im Libanon in den vergangenen 48 Stunden mehr als 84 Menschen getötet.

    Zu dem was in Gaza passiert:
    Das Militär greift im Al-Shati-Flüchtlingslager nordwestlich von Gaza-Stadt an (ein Toter, Verletzte). Das Militär bombardiert in Al-Mawasi (und tötet Akram Mohammed Abu Madi und Julia Al-Balawi, 8, sie spielte draussen am Zelt des Grossvaters als die Bombe einschlug). Das Militär nimmt in der Nähe des Abu Hamid-Kreisverkehrs in Khan Younis sieben Palästinenser fest. Das Militär beschiesst (Al-Tahliya-Kreisverkehr) östlich von Khan Younis (1 Verletzter). Das Militär begeht einen Luftangriff westlich von Khan Younis auf das Al-Israa-Lager (3 Verletzte, darunter ein Schwerverletzter). Das Militär schiesst und verletzt im Al-Firdous-Lager eine Palästinenserin. Seit einigen Tagen gibt es nicht zu allen Toten eine Altersangaben. Die landwirtschaftliche Nutzfläche wird verbrannt. Die Wohngebäude werden zerstört. Es werden die Unternehmen nach Anzahl der zerstörten Wohngebäude bezahlt (The Guardian).

    Seit dem Waffenstillstand im Oktober wurden mehr als 1.021 Palästinenser ermordet. Es gibt mehr als 3.249 Verletzte.

    Mitmachen bei der Einforderung der Menschenrechte für Palästina.
    Tun Sie bei der Unterschriftenaktion mitmachen und an andere rumschicken.
    https://eci.ec.europa.eu/055/public/?lg=de

  3. Flassbeck würde energisch widersprechen.

    Wenn die Inflation nicht aus einer übermäßigen Erhöhung der Nachfrage herrührt, hat es keinen Sinn, diese mittels Zinserhöhungen abzuwürgen. Und das ist seit Monaten (Jahren) der Fall, da nicht die Nachfrage aufgrund zu niedriger Preise „heißläuft“, sondern das Angebot wichtiger Rohstoffe (vor allem Öl und Gas) verknappt wird, und daher bei gleichzeitig sinkender Nachfrage (!!!!) die Preise steigen. Teils künstlich durch die unseligen Sanktionen gegen Russland, teils als Folge irrsinniger Kriege (Iran/Straße von Hormus). Oder auch wegen des irren KI-Booms, der die Preise für Speicher (Arbeitsspeicher, Massenspeicher für PCs und Server) in ungeahnte Höhen trieb. Jetzt verteuert man die für Endkunden noch weiter…..

    Ist das vernünftig? Flassbeck würde energisch widersprechen….

    1. @Heinz
      Danke für diesen Hinweis, das macht mir Hoffnung!

      Die durch Rohstoffverknappung ausgelöste Preissteigerung rein rechnerisch in den Griff bekommen zu wollen, indem man durch steigende Zinsen die Immobilienpreise drückt, ist in etwa so sinnvoll, wie die rechte Hand in den Kühlschrank zu legen, weil man sich die linke Hand verbrannt hat; im Schnitt mag das rechnerisch ’ne angenehme Durchschnittstemperatur ergeben, bringt nur leider nichts.

      1. Danke!

        Sowas kommt aber eben heraus, wenn man die wirtschaftliche Realität nur noch durch die Preisbrille betrachtet. Wenn die Preise übermäßig steigen, muß die Nachfrage gedrosselt werden. So einfach kann die Welt aussehen, wenn man sie durch die monetäre Brille betrachtet. Also ohne Blick auf die jeweilige Ursache. Daß das bei existenziell wichtigen Ausgaben (Energie, Lebensmittel etc.) unmöglich ist, es sei denn, man will hungernde und frierende Menschen haben, „damit die Inflation gebremst wird“, weil sie sich Lebensmittel und Energie nach weiteren, zinsbedingten Preiserhöhungen gar nicht mehr leisten können, geht in die Köpfe der Neoklassiker halt nicht rein.

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