Texas: Bibel als Pflichtlektüre an Schulen

Amerikanische Schulen sind schon seit Langem nicht nur kulturell, sondern auch religiös umkämpfte Räume. In Texas wird die Lektüre der Bibel an öffentlichen Schulen künftig verpflichtender Bestandteil des Unterrichts. Es ist ein weiterer Schritt hin zu einer Aushöhlung der Trennung von Staat und Religion.

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8 Kommentare

  1. Sie nähern sich deutschen Verhältnissen mit dem Religionsunterricht an, wenn es auch hier mit Ethik eine pseudo-nichtreligiöse Alternative gibt.

    Mit den vor allem in Bayern verbreiteten Konkordatslehrstühlen in Philosophie, Pädagogik und Geisteswissenschaften ausserhalb(!) theologischer Fakultäten, bei denen es Vetorechte des Vatikans bei der Besetzung gibt (betrifft etwas mehr als 70 Lehrstühle in der BRD) hat Texas noch einiges aufzuholen. Der staatliche Einzug der Kirchensteuer fehlt noch.

    1. Gibt es denn in Deutschland schon an der öffentlichen Grundschule Religionsunterricht? – Ich meine mich dunkel erinnern zu können, dass es den erst an weiterführenden Schulen gab. Und dann war es auch so, dass dieser – sofern die Eltern nicht wollten oder die Schüler dann 14 geworden sind (und keinen Religionsunterricht mehr wollten) – dann doch nicht wirklich Pflicht war, wobei es je nach Schule oder Bundesland dann doch dafür Ersatzunterricht (Stichwort: Ethik-Unterricht) geben könnte (allerdings auch dieses nicht in jedem Bundesland).

      Dieses sind klare Unterschiede zu dem was Texas vorhat.

      ps. In der Grundschule gab es nur die Möglichkeit einmal in der Woche an einem Schulgottesdienst teilzunehmen (wenn die Eltern bzw. Schüler denn wollten).

  2. 1. Religionen
    2. Kapitalismus
    3. Überbevölkerung
    Das sind ™1974 die wahren und größten Probleme der Menschheit!

    1. Nein, das wahre und wichtigste Probleme der Menschheit ist der Weltfußball!
      Spaß beiseite, die hundert Zeichen eben!
      Stimme den drei Punkten vollkommen bei! 👍👍👍

      1. Fußball ist ganz sicher ein Teil des Problems. kommt bei mir aber erst an 23. Stelle, weil er nur ein Symptom darstellt.

  3. Ich kann dem durchaus positive Seiten abgewinnen!
    Zum Einen kann es für die Schüler gar nicht schlecht sein, sich mit dem „Buch Hiob“ zu befassen, denn bei der Politik, die deren Hochmögende betreiben, ist die Situation des Protagonisten für etliche ein direkter Blick in die eigene Zukunft!
    Kann also nicht schaden!
    Zum anderen könnte man, v.a. wenn eine texanische Einheit betroffen ist, bei Protesten vor amerikanischen Kasernentoren dann das Mittel der Bibelverbrennung einsetzen, ich mein, muss es denn immer der Koran sein?
    Auf jeden Fall kann man mal wieder sehen, welch wunderbare Hirnvernebelungmaschine die christliche Religion doch sein kann! Da brauch man sich hinter dem fundamentalistischen Islam nicht zu verstecken!
    Denn, wo der Islamist seine Bombe zündet, ist natürlich ein furchtbare Katasthrophe entstanden; wenn dies jedoch ins Verhältnis gesetzt wird zu evangelikalen Generalen und sogar Präsidenten ( Bush jr. z.B. ), die vom Armageddon faseln und nen Atomkrieg gewinnen wollen, da haben wir, auch religiös, ganz andere Dimensionen!
    Wenn solche Leute, wie bei den Blues-Brothers, „im Auftrage des Herrn“ unterwegs sind, dann sind die noch weit gefährlicher als ohne hin schon!

  4. spätestens wenn es auch wieder öffentliche Steinigungen gibt,
    würde ich das ganze ernst nehmen und Stellung dagegen beziehen.
    Ohne gute Eltern sind ethische Grundeinstellungen doch nur schwer erziehbar.
    Da ist ein eventuell belastendes Schulfach zum Glauben doch zu ertragen.

  5. So neu ist es nicht, dass die Politik sich Unterstützung in der Religion sucht. Hier ist es nun die Ideologie des post-neoliberalen (oder populistischen) Imperialismus.

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