Ahmadineschad

Wollte der Iran Israel angreifen?

Die falsche Behauptung, Iran wolle Israel vernichten: Eine historische Begründung für den heutigen Irankrieg.

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5 Kommentare

  1. Danke, Herr Hübschen für den aufklärenden Artikel.
    Israel schafft sich selbst seine Begründungen um Krieg mit dem Iran zu führen.

    Ich bin mir allerdings nicht so sicher, dass nicht auch Kanzler Merz missverstanden wurde.
    „Eine faktische Teilannexion des Westjordanlands darf es nicht geben“ kann auch als Aufforderung verstanden werden, das Westjordanland komplett zu besetzen. Wenn man berücksichtigt, dass die BRD auch fleißig Waffen liefert, dann dürfte diese Deutung wohl zutreffend sein.

  2. Die Artikel von Herrn Hübschen sind finde ich in den letzten Monaten deutlich besser geworden und mittlerweile von erfreulicher Klarheit, so dass sie nun im Begriff sind, zu einer echten Empfehlung auf Overton zu werden.

    Anscheinend – meine Theorie – ist es bei unseren kritischen oder in Teilen kritischen Ex-Militärs ähnlich wie bei guten Weinen oder Käse, nämlich dass sie einfach eine gewisse Zeit zur Reifung brauchen.

    Auch Harald Kujat und Erich Vad haben sich über die letzten Jahre hinweg immer tiefer in die Komplexität der internationalen Geopolitik und Kräfteverhältnisse eingearbeitet und dabei – vermute ich mal – im „Quellenstudium“ und Austausch mit anderen – auch russischen oder russlandnahen – Fachleuten mehr und mehr ihre ursprüngliche Begrenzung aufgegeben.

    Kujat und Vad hatten zwar bereits 2022/23 viel Richtiges gesagt, doch damals noch in einem wie ich finde stark nato-zentrierten Gesamtzusammenhang was längere Aussagen – zumindest für mich – oft schwer erträglich gemacht hat. Mittlerweile gehören beide absolut zu den Schwergewichten im deutschsprachigen Raum, was die Einschätzung der internationalen Lage betrifft.

    Bei Jürgen Hübschen scheint eine ähnliche Entwicklung stattgefunden zu haben, was möglicherweise auch daran liegen könnte, dass es im Militär oder in n militärnahen Kreise ein anderes Ehrgefühl geben dürfte als in der Politik und dass möglicherweise auch der eigene Ekel über das was „der ehemalige eigene Verein“ zum Schaden (fast) aller in den letzten Jahren so abzieht, mehr und mehr dazu verleitet kritische Positionen nicht nur zu denken, sondern auch auszusprechen mit allen möglichen Konsequenzen.

    Jürgen Hübschen hat ganz sicher keinerlei Vorteil davon, wenn er darauf verweist, dass die jahrzehntealte antiiranische Hasspropaganda innerhalb des Westblocks vor allem eins ist, nämlich Propaganda.

    Warum schreibt er dann darüber? Ich unterstelle mal, weil es ihm ein Bedürfnis ist, innerhalb der eigenen begrenzten Reichweite genau das zu betonen.

    Vielen Dank dafür!

    1. Liebe Redaktion,

      was ist denn bei Eurem Kommentarbereichsupdate mit der bisherigen 20-minütigen Korrekturoption geworden??

      Ich hätte da nämlich ein überflüssiges um nicht zu sagen nutzloses n zwischen „in“ und „militärnahen“ in Absatz 5 das ich gerne löschen würde.

      Beste Grüße
      Vrbamrda

  3. Auch dieser Krieg wurde mit einer Lüge begonnen. Darin habrn westliche kapitalistische Staaten ja bereits Übung. Golf von Tomkin, KZs in Jugoslawien, 9/11, Massenvernichtungswaffen und Brutkastenlüge, und früher schon: Maine und Operation Northwood, das jedoch als Krieg nicht mehr dienen konnte, weil Kennedy es ablehnte. Mit False Flag- Operationen kennen sich insbesondere Israel und die USA bestens aus. Aber auch Deutschland kann das gut. Ich sage nur Emser Depesche, Eintritt in den ersten Weltkrieg wegen angeblicher Bombardierung Nürnbergs, angeblicher Überfall Polens und der angeblich bevorstehende Überfall der UdSSR…
    Wer westlichen Politikern noch ein Wort glaubt, ist naiv.

  4. Danke auch von mir.
    Ergänzend möchte ich noch mitteilen, Ahmadinedschad war ein Reformer, wenn auch ein hintergründiger, und zu seinen Motiven zählte eine spirituelle „Lesart“ des Schiitismus mit deutlichen aus den ruralen Traditionen Persiens tradierten zoroastrischen Zügen. Er pflegte überdies persönliche, freundschaftliche Kontakte mit Rabbinern aus dem Lager der antizionistischen jüdischen Traditionalisten.

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