„Es ist kein Komplott durch die militärische Seite…“ – Corona und die Bundeswehr

Das offizielle Wortprotokoll der Sitzung vom 23. April steht bisher nach wie vor nicht auf der Homepage des Bundestags. Wir haben ein eigenes kommentiertes Protokoll erstellt.

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Ein Kommentar

  1. Danke für den äußerst aufschlussreichen Artikel und die Anmerkungen bzw. Kommentare. zwischen den Zeilen bzw. Absätzen.

    Wenn Politiker der Regierungsparteien von „besondere[n] Kompetenzen“ sprechen, die die Bundeswehr mit sich bringt und „dass wir als Land gut da durchgekommen“ sind, bei diesem PR-Geschwurbel wird mir echt schlecht. Und wenn ein hochdekorierter und besserverdienender Generaloberstabsarzt von „Patientengut“, redet, das das Gesundheitssystem „belastet“, dann kommt mir das Mittagessen wieder hoch.

    Ein Begriff wie „Patientengut“ ist positiv konnotiert (oder ist ein „Gut“ etwas Negatives bzw. Schlechtes?), eine „Belastung“ hat zweifelsfrei eine negative Bedeutung. Diese Begriffe kann man nicht auf einer Ebene miteinander verbinden. Der werte Herr Generaloberstabsarzt der Bundeswehr kann das offenkundig schon.

    Nur so am Rande: So ein „Generaloberstabsarzt“ in diesem unserem „demokratischen und sozialen Bundesstaat“ (vergleiche Artikel 20 Grundgesetz, hier steht das demokratische und soziale auf einer Ebene) wird mit B9 besoldet und das auf Kosten aller Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, also auch von diesem „belastenden Patientengut“ und sogar den Obdachlosen oder sind Obdachlose in Deutschland etwa von der Umsatzsteuer befreit?

    In Euro und Cent sind das derzeit brutto 14.021,03 Euro monatlich bzw. rund 168.250 Euro jährlich (Stand 04/2026; Annahmen: Familienzuschlag Stufe 2, vh 1 Kind, ESt III/1, ohne Amts- und besondere Zulagen, keine KiSt, Steuertabelle 2025). Da Generaloberstabsärztinnen und Generaloberstabsärzte nach einer „besonderen“ Tabelle besteuert werden, sind das netto (mind.) rund 120.830 Euro jährlich.

    Die Beiträge zur privaten KV gehen da zwar noch weg, aber dafür müssen viele, die zu diesem „Patientengut“ gehören, ein paar Jahre lang hart arbeiten und ein Obdachloser in der Fußgängerzone sehr lange betteln, aber sehr sehr sehr lange.

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