Trump-USA: Platon ist für Philosophiestudenten zu woke

Im stramm rechts regierten Texas wurde einem Philosophieprofessor von der Texas A&M University verboten, einen Kurs über „Rassen- und Genderideologie und die Lektüre von Platon" zu halten.

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24 Kommentare

  1. Aber anti-woke gilt doch bei den „Erwachten“ in den Alter_naiven Medien als vorbehaltslos gut?
    Zumindest hat man den Erlöser, der mit orangem Lichtschwert alles Woke zerschlägt, immer wieder dafür abgefeiert – freilich ohne zu realisieren, dass das Lichtschwert lediglich ein oranger Laserpointer ist, der permanent nur auf Trump himself zeigt.
    Einige, die langsam verkatert aus ihrer Verklärung des Gottgleichen erwachen, erkennen stückweise, dass Trump mit seiner MAGA-Sekte nur die carotingelbe Seite derselben Medaille ist, die sich die „demokratischen“ Ideologen der letzten Regierungen aus dem anderen Lager so gerne um den Hals hängten.
    Merke: immer hübsch beobachten.. und ja nie glauben, die AfD, die grossteils immer noch in trumpscher Verzückung deliriert, würde es dereinst anders handhaben.

  2. tldr: Zensur ist die Kunst, die eigene Unsicherheit und (Freiheits)Angst mit ordentlich Moralin als Wahrheit zu verkaufen. Willkommen in der algophoben Gegenwartsgesellschaft – hier wie auf der anderen Seite des großen Teichs. 🤷‍♂️

  3. Soweit ich sehe, richtet sich das Verbot (?) doch gar nicht gegen Platon, sondern gegen einen Kurs über Genderismus. Ob da Platon oder irgendein anderes Märchen gelesen wird, spielt doch keine Rolle.

    Dass die Theorie, es habe Kugelmenschen gegeben, die von einer höheren Macht in homo- und heterosexuelle Menschen mit jeweils der Hälfte der ursprünglichen Extremitäten und Köpfe geteilt wurden, evolutionsbiologisch nicht haltbar ist, dürfte doch hoffentlich Konsens sein?

      1. Da Heute ein guter Tag ist werde ich ne Erklärung versuchen: Es handelt sich um eine rein Metaphysische (romantische) Erklärung warum sich 2 Menschen (Geschlecht egal) zu einander hingezogen fühlen bzw. warum sich der Mensch alleine allein fühlt.

        Hat also mit Evolution nichts zu tun.

  4. Muss ausgerechnet das Thema „Rassen- und Genderideologie und die Lektüre von Platon“, behandelt werden, ginge nicht auch „Klimawandel und CO²-Emission und die Lektüre von Platon“?
    Ich musste übrigens in der Schule Platon lesen und erkannte, dass ich nichts weiß.

  5. Es war sowas von absehbar, dass das Pendel jetzt gewaltig in die entgegengesetzte Richtung ausschlägt, nachdem man es mit der woken Ideologie dermaßen auf die Spitze getrieben hat. Beides ist scheiße! Man muss aber auch erkennen, dass beide Seiten daran die Schuld tragen. Es ist ja nicht so, dass man vorher nicht auch gegen Professoren vorgegangen ist, die es beispielsweise wagten zu behaupten, es gäbe nur zwei Geschlechter.

    Bevor man das nicht erkennt, wird dieser Bullshit immer weiter gehen.

    1. Völlig richtig. Die Wokisten haben es einfach dermaßen übertrieben.. Jetzt schlägt das Pendel zurück, möglicherweise auch zum Teil in übertriebener Form.
      Hab mal was gelesen über einen gemäßigten demokratischen Politiker gelesen. Der hatte in der Öffentlichkeit gesagt, dass ihm nicht wohl ist, dass seine Tochter im Sport gegen Männer antreten muss. Sofort haben mehrere seiner Mitarbeiter gekündigt. Und eine Uni mit der er eine Praktikantenvereinbarung hatte, hat diese aufgekündigt.
      Ich denke mal sogar dass der Wokismus sehr zu Trumps Wahl beigetragen hat. Viele, die nicht so auf ihn ansprachen, haben ihn gewählt , weil er diesen Irrsinn beenden will.

  6. Man kann sicher den antiwoken und rassistischen Ausschlag unter Trump kritisieren, in alternativen Medien allemal. Aber alle, die sich derzeit hinter die meisten europäischen Regierungen und Organisationen stellen, haben keinerlei Recht, sich darüber zu echoffieren, solange die noch einmal eine Stufe schlimmer agierenden Zionisten und Banderisten mit unseren Steuergeldern vollgepumpt und als Verteidiger der Freiheit gefeiert werden. Das die USA ein Rassenproblem hatten und haben, ist nun wirklich keine Neuigkeit, auch wenn es Sinn macht, immer wieder einmal darauf hinzuweisen, für Neuankömmlinge das indoktrinierte Jungvolk, was sich eventuell hierher verläuft.

  7. Das macht doch nichts. Ich bin 2 x ins Amiland gereist. Ist schon länger her. Jeder Haushalt hatte da in jedem Zimmer 24/7
    einen Fernseher laufen. Ich gehe davon aus daß sich daran nicht viel geändert hat. Vermutlich halten die meisten da Platon für eine Zahnpastamarke.

  8. Fantastisches Bild, Feuerbach hat jeden Raum genutzt um noch Kleinigkeiten unterzubringen und das Bild lebendig zu machen. Auch interessant wie sich die Vergangenheit die noch ältere Vergangenheit vorgestellt hat. Und der Höhepunkt sind Platons (oder Sokrates?) 6 Finger 😉

    A ja fast vergessen die Yankees können sterben gehn.

  9. Schwul, lesbisch und hetero hat doch eigentlich nichts mit 64 Geschlechtern zu tun. Es bleibt bei Platon bei 2 nur Geschlechtern.
    Was soll daran woke sein?
    Oder geht unter Trump auch gegen den Eros an sich, wenn er nicht dem Gelderwerb dient? Studenten sollen schließlich auf der Uni lernen worauf es später einmal ankommt.

  10. Der ideologische Kern des Wokismus liegt meiner Meinung nach in der Leugnung des Beobachtbaren. Ich habe selbst erlebt, wie mir der Hinweis, dass sich kleine Kinder, Jungen und Mädchen, sehr für die Beschaffenheit des anderen Geschlechts interessieren und es ersichtlich eine kindliche Sexualität gibt, den Vorwurf eintrug, pädophil zu sein.
    Der Wokismus in seiner extremsten Form, der die Existenz des männlichen und weiblichen Genoms/Geschlechts leugnet und aus der Verkleidung oder operativen Umwandlung den Schluss zieht, dass es diese Zweiheit nicht gäbe, zielt darauf, die Schere an einer der fundamentalsten Beobachtungen des Menschen anzusetzen. Wer diese Wokismus Erzählung verinnerlicht, wird auch für alle anderen Schandtaten benutzbar sein – das hat uns die Erfahrung ja auch schon gelehrt. Dieser Zusammenhang ist wichtig, denn er erlaubt einem die Vehemenz, mit der von oben nach unten diese Wokismus-Ideologie durchgesetzt werden soll, zu verstehen.
    Jetzt zu Trump und dem Anti Wokismus: Sicher könnte der Anti-Wokismus dem alten Hass gegen die Homosexualität einen neuen Auftrieb verschaffen – aber dafür ist der irrationale Wokismus selbst mit verantwortlich!
    Die Platon-Erzählung, vergleicht man sie mit der Schöpfungsgeschichte des Christentums, ist dieser in ihrer Humanität und der Ablehnung des antisexuellen Schuldgefühls „himmel“weit überlegen, sehr wahrscheinlich kommt das Antiplatonische auch aus dieser finsteren christlichen Ecke. Im Übrigen fehlt im Artikel leider der wichtigste Punkt zu Platon: Weil sie früher eins waren, streben die jetzt geteilten Wesen immerfort zueinander und versuchen, ihre frühere Einheit als Kugelwesen wieder zu erlangen. Soviel zum Trieb, zum Verlangen…
    Folglich: Müsste ich mich zwischen zwei Alternativen entscheiden: den Wokismus würde ich nie und nimmer wählen.

    1. Routard

      Ich habe selbst erlebt, wie mir der Hinweis, dass sich kleine Kinder, Jungen und Mädchen, sehr für die Beschaffenheit des anderen Geschlechts interessieren und es ersichtlich eine kindliche Sexualität gibt, …

      Es gibt keine kindliche Sexualität.
      Das, was sie beobachten, ist nicht das Interesse am „anderen Geschlecht“, sondern das Interesse an Unterschieden. Sexualität hat eine Funktion, die ich hier nicht zu erörtern brauche. Den Nymphen (Wasserlarven der Eintagsfliege) wird auch keine Sexualität nachgesagt, weil es sie nicht gibt und für diese Entwicklungsphase schlicht irrelevant ist.

      Wenn es eine kindliche Sexualität geben würde, dann müsste sich das auch im überwiegenden Interesse einiger Kinder an gleichgeschlechtlichen Merkmalen niederschlagen. Das aber wurde noch nicht beobachtet. Warum wohl nicht?

      Beobachtbar ist übrigens auch das Verhalten der Kinder beim Anblick von Sex zwischen Erwachsenen: es wird als überwiegend gewalttätig empfunden und massiv abgelehnt.

      1. Ich habe mir angewöhnt, mit Menschen, die die Existenz kindlicher Sexualität ablehnen, nicht zu diskutieren. Sie mögen ihre Gründe haben, meist ähnlich denen der Wokisten (s.o.). Andere Speise, aber ein Topf.

      2. Zitat: „Es gibt keine kindliche Sexualität.“
        Damit hast Du dich ja nun mal völlig von allen wissenschaftlichen Erkenntnissen verabschiedet.
        Schon nach ein paar Monaten fangen Babys an zu Masturbieren und das zieht sich durch die gesamter Vorpubertäre Phase.

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