Kunstfreiheit

Rudolph Bauer: »Ich werde weiterhin kämpferisch bleiben«

Hausdurchsuchung, Anklage, Gerichtsverfahren – Sozialwissenschaftler und Künstler Rudolph Bauer hat in den vergangenen Jahren erlebt, wie aus politischer Kunst ein Strafverfahren werden kann.

mehr lesen

7 Kommentare

  1. Wenn Merkel von der Staatsraison schwadroniert, ist die DDR schuld.
    Was für ein Bullshit.

    Als ob der Adenauersche Ranzstaat nicht selbst im Kern autoritär wäre.

    1. Das eine schließt doch das andere nicht aus. Außerdem hat ein Nachfolger und Parteikollege Adenauers, ein gewisser Helmut Kohl von der CDU, die DDR 1990 für 100 Euro „Begrüßungsgeld“ gekauft.

      Für die westlichen Banken, Versicherungen, Großkonzerne und ihre Aktionäre war das ein Bombengeschäft. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 gab es für wertewestliche Kapitalisten kein besseres Geschäft, um Profite zu kapitalisieren und Verluste auf die Allgemeinheit zu verteilen. Viele ehemalige DDR-Bürger haben bis heute nicht verstanden, wie der Kapitalismus funktioniert. Die meisten Bürger der BRD aber auch nicht.

      1. Viele ehemalige DDR-Bürger haben bis heute nicht verstanden, wie der Kapitalismus funktioniert.

        Da muss ich widersprechen. DDR-Bürger haben anfangs den Verheißungen und Versprechungen des Westens geglaubt – bis sie dann aus Erfahrungen feststellten, dass die angebliche Propaganda der DDR über den Westen doch keine Propaganda war.

  2. Danke für das Interview.

    Es tut sehr gut von Menschen zu lesen,
    die die Dinge beim Namen nennen.

    Der vorauseilende Gehorsam der Justiz,
    das totalitäre Klima der Ausgrenzung
    Andersdenkender bis in die Familien hinein,
    die Einschüchterungen von Ärzte und Experten,
    die bewusst einseitige, verzerrende und
    somit lügenhafte Berichterstattung der Medien,
    die mangelhafte Aufklärung über einen
    gravierenden ärztlichen Eingriff als
    millionenfacher Straftatbestand, die
    ungesühnte Bereicherung und Manipulation
    durch Politiker. Was fehlt?

    Achso, und wenn auch noch
    Überlegungen kommen, „Ungeimpfte“
    mit gelben Stickern zu markieren (sic!)
    und man sich dann an die NS Zeit erinnert fühlt,
    das ist dann „Volksverhetzung“?

    Und es geht genau in dem Stile weiter.
    Ja. Covid-19, Putin-22. Exakt!

    Mein tiefer Respekt gebührt Herrn Bauer.
    Für den Rest kann man nur Mitleid empfinden,
    weil Verachtung noch zu schade scheint.

  3. Diesem Mann ist vom Staate her unrecht getan worden. Die Hausdurchsuchung, die martialisch auftrtenden Polizisten. Unser Staat schiesst hier zu unrecht mit Kanonen auf einen Spatz. Aber unrecht hat er schon, wenn er sagt: „Kunst ist frei. Dieser Grundsatz ist im Geltungsbereich der bundesdeutschen Verfassung unumstößlich“ Man kann nicht verbotene Symbole nutzen und sich mit der Kunstfreiheit rechtfertigen. Es ist sinnvoll das manche Sybole verboten sind. Vielleicht wird auch dabei etwas übertrieben, aber am grundsätzlichen Verbot mancher Sybole ist nichts auszusetzen, ich halte solche Verbote sogar für nötig. Ich möchte auch nicht das auf Demonstrationen Fahnen von Terrororganisationen gezeigt werden, oder eben per sozialen Medien. Auch dabei könnte man sich auf die Kunstfreiheit berufen, aber das funktioniert zurecht nicht. Trotzdem ist darüber zu sprechen warum unser Staat einen so recht harmlosen Menschen in dieser Weise behandelt. Auch das ist grundfalsch. Wofür eine Hausdurchsuchung? Der Ermittlungsrichter der diese Hausdurchsuchung angeordnet hat sollte sich dafür rechtfertigen müssen, was er damit eigentlich bezweckt hat, und wenn die absolut unschlüssig ist eben auch wegen Schikane belangt werden.

    1. … ich halte solche Verbote sogar für nötig.

      Meinen Sie das in dem Sinne, dass eine Gemeinschaft „das Tabu“ benötigt, als innere Grenze sozusagen, die nicht überschritten werden darf und so Zusammenhalt erzeugt?

    2. Wofür eine Hausdurchsuchung? Zur Einschüchterung natürlich, um ein Exempel zu statuieren. Schüchtere einen ein, damit alle anderen Angst haben und apathisch bleiben.

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen