Konfuzius ersucht Laotse um Rat; Skulpturen in Quanzhou, Fujian ; Foto von Robert Fitzthum

Schauriger Mythos und Realität: das chinesische Sozialkreditsystem

Das chinesische Sozialkreditsystem (SKS) wird im neoliberalen Westen oft als einheitliches, orwellsches, dystopisches Überwachungssystem aller Bürger dargestellt wird. Trifft das überhaupt zu?

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7 Kommentare

  1. Überhaupt keinen Satz zu den Gefahren eines politischen Missbrauchs? Immerhin bedeutet das System auch eine ungeheure Machterweiterung für die Regierung.

    1. …ungeheure Machterweiterung für die Regierung.

      Ja, genau so wie jedes Gesetzbuch auch in Verbindung mit Melderegister, polizeiliches Führungszeugnis, Flensburg. Dazu kommt Chip auf Versicherungskarte, SCHUFA, Kirchen- & Parteizugehörigkeit, Datenvorratsspeicherung, Bestellverlauf bei Amazon oder Temu, Browserverlauf, CCTV usw. Nicht zu vergessen, was die Nachbarn so sagen.
      Wenn man Steine auf Glashäuser wirft, sollte man auch das eigene nicht auslassen – und vielleicht vorher fragen, wozu so ein Glashaus auch sonst noch gut sein kann? Und dann fragen: „Brauche ich das überhaupt?“

  2. „Also: die schaurige Furcht im ohnehin nicht betroffenen Westen ist erstens unnötig und zweitens zu früh. Und die antichinesische Gehirnwäsche, die zu diesem Thema im Westen betrieben wurde und wird, sei es von Politikern, sei es von Journalisten oder sogenannten Menschenrechtsorganisationen, wirft kein gutes Licht auf die Beteiligten.“

    Das Resümee würde genauso von einem chinesischen Regierungsvertreter, der der Einheitspartei KP angehört, ausfallen. Gehirn gewaschen und auf Parteilinie.
    Einen Überwachungsstaat gibt es in der Welt des Autors nicht. Aber vielleicht ein Staat von dem man wirtschaftlich abhängig ist.

    1. @Ottono

      Also gilt alles, dass ein chinesischen Regierungsvertreter äußert, automatisch unwahr und bloß Propaganda?

      Ein sehr bequemer Standpunkt, der einem davor bewahrt, auf die Äußerung argumentativ einzugehen..

  3. Und nun ein kurzer Werbespot (fürDummmmies):
    •Das System, das in der westlichen Überwachungsparanoia und Technikfeindlichkeit oft als Überwachungssystem zur Kontrolle des Verhaltens von Privatpersonen missverstanden wird,…
    •Also: die schaurige Furcht im ohnehin nicht betroffenen Westen ist erstens unnötig und zweitens zu früh.

  4. Wenn man die Kommentare liest wundert man sich wie tief die Leute doch noch im MS Narrativ stecken, obwohl sie hier lesen. Anstatt sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, wird die Angst Karte gezogen.

    Wenn man sich die deutschen Städte anschaut, muss ich sagen ist ein Sozialkredit System durchaus sinnvoll. Die gegenseitige soziale Kontrolle die es hier vor 50 Jahren mal gab, ist mittlerweile komplett weg.

    Der Artikel legt gut dar das das im Gegensatz zum deutschen Narrativ eben kein 1984 ist. Das Sachen auch immer mißbraucht werden können ist klar, aber das kann bei allem passieren von Schufa, Datenvorratsspeicherung … wie @El-G richtig schreibt.

  5. Also ziemlich genau das, was die deutsche Schufa ebenfalls macht. Sodann, wenn ich im Zug fahre, dann bin ich ja so etwas wie eine öffentliche Person. Wenn ich mich da so benehme, dass andere sich gestört fühlen, dann darf das schon mal negative Folgen haben. Hingegen, wenn es ein kleines Plus gibt für ehrenamtliches Engagement, da habe ich nun wirklich gar nichts dagegen.
    Was mich stören würde, wäre ein Herumschnüffeln des Staates in meinem Privatleben. Das findet nicht statt, lese ich aus dem Artikel heraus.
    Die Leute sollen sich besser benehmen. Im Westen wurde versucht, das durch Sprachregeln zu erwirken. Was gescheitert ist. Das hier funktioniert und ist ethisch vertretbar.

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