Nietzsche

Nietzsche galt als Philosoph „gefährlichen Denkens“. Das war er auch, aber nicht wegen seiner Vereinahmung durch die Nazis. Deren Regime samt seiner Führer wären ihm gewiss zu verpöbelt gewesen.

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8 Kommentare

    1. Pure Bestrafung für „falsche Worte“.
      Diese unsäglichen Rückzahlungen von „Coronahilfen“, die den staatlicherseits verfügten Einnahmeverlust durch Geschäftsverhinderung kompensieren sollten, ist ohnehin ein weiteres übles Kapitel von Corona. Kaum einer der damaligen Hilfenbezieher konnte die Einnahmeausfälle von damals durch spätere Mehreinnahmen kompensieren. Im Theaterbetrieb ohnehin nicht. Das Publikum, das damals nicht kommen durfte, konnte ja später nicht zweimal zur selben Veranstaltung kommen.
      Staatliche Kulturberiebe hatten auch damals ihre Töpfe, private zahlten drauf. Und jetzt werden Behörden aktiv, die Gelder von den Privaten einzutreiben, die keine Chance hatten, wieder auf einen grünen Zweig zu kommen. Und natürlich wird hinter den Kulissen dieser Hebel auch als Bestrafungsinstrument gegen Einrichtungen herangezogen, die „unbotmäßig“ nicht mit den Wölfen heulen, denn meines Wissens gibt es keine Pflicht, das Geld zurückzuverlangen. Da ist behördlicherseits viel Ermessensspielraum. Und der wird bei Hallervorden eben ausgenutzt. Im negativen Sinn.

      https://kanzlei-herfurtner.de/rueckzahlung-corona-soforthilfe/

  1. Es ist interessant, dass große Denker in einigen Feldern sehr rückständig sind, wie Nietzsche in Bezug auf Frauen. Wie viel davon dem damaligen Zeitgeist geschuldet ist, wer weiß, sicher vieles seiner Erfahrungen. Ich kann das bestätigen. Ich habe viel überwinden müssen, um ein einigermaßen normales Verhältnis zu Frauen zu bekommen, bei den negativen Erfahrungen mit Frauen in meiner Jugend. Zudem noch das ambivalente Verhältnis meiner Mutter zu mir, dessen Gründe ich erst kurz vor ihrem Tode erfuhr. Ich sollte abgetrieben werden, weil ich zur Zeit kam. Das hat sicher mich lange sehr geprägt, ohne dass ich auch nur ahnte, warum. Wer weiß, welches Trauma Nietzsche aus seiner Kindheit übernahm. Zumal das Männerbild seiner Zeit gleich eine Auseinandersetzung mit seinen Ängsten kaum zuließ, es einen Akt der Überwindung kostete, es doch zu tun, Daher sollte niemand sich über die Vorfahren erheben, in der Meinung, man selber sei besser. Ich darf nur an das Verhalten während Corona erinnern, wo einige der „Besseren“ sich aufführen, als gälte nur ihre Meinung und alle anderen lägen falsch. Derartige Entgleisungen sind schnell geschehen. Ich plädiere daher für Demut und weniger Verurteilung. „Urteilt nicht, damit Ihr nicht verurteilt werdet“.
    Wie man sieht, ich greife auch nur einen Aspekt heraus. Aber ist das nicht normal?

    1. Das ist normal, so funktioniert menschliches Lernen. Zudem muss man alles in seiner Zeit verorten. Weshalb ich auch dieses neuerliche (woke) rumpopeln an alten Texten hasse.

      Die Frage ist wie man mit Texten umgeht:

      > Nietzsches Diktum: „Die schlechtesten Leser sind die, welche wie plündernde Soldaten verfahren: sie nehmen sich einiges, was sie brauchen können, heraus, beschmutzen und verwirren das übrige und lästern auf das Ganze“

      Errinnert mich irgendwie an Faktenchecker, sorry.

      1. Der Witz ist nur, daß die „Faktenchecker“ dasselbe über die Schöpfer der von ihnen „zu checkenden Fakten“ aussagen. Selbstreflexion ist völlig aus der Mode gekommen. Und damit das Zugestehen, daß auch Andere recht haben können, daß sogar aus den selben Fakten unterschiedliche Schlüsse gezogen werden können, und überhaupt darauf aufbauend andere Meinungen erlaubt sind.

  2. Der letzte Paragraph ist überflüssig, denn er gehört nicht zur Philosophie Nietzsches, eher zu seiner Biographie.
    Und leider ist in Nr.11 die bei Zuckermann unvermeidliche ewige Wiederkehr der unsäglichen Behauptung von einer der Aufklärung innewohnenden Dialektik zu verzeichnen.
    Aber was ist mit „Sentimentalität“ denn anderes gemeint, als ein Vegetarier zu sein wie olle Hitler, Adolf, – Hunde zu lieben und gleichzeitig Millionen Menschen abzuschalten. Oder wie heute: Den nachhaltigen Umweltschutz hochzuhalten, Co2 zu sparen und einen Krieg zu führen, der Hunderttausenden das Leben kostet.

  3. In der BRD (für Wessis: das war euer Teil Gesamtdeutschlands!) wurde Nietzsche zitiert, in der DDR Marx und Lenin.
    Die wenigstens, die es taten, wußten wirklich, was sie damit sagten. Es ging nur um ein Bekenntnis zu einer bestimmten elitären Denkweise. Also die Selbsterhöhung über den „tumben Pöbel“.

  4. „Die schlechtesten Leser sind die, welche wie plündernde Soldaten verfahren: sie nehmen sich einiges, was sie brauchen können, heraus, beschmutzen und verwirren das übrige und lästern auf das Ganze“

    Wie sonst kann man Nietsche lesen, einiges ist brauchbar, das übrige ist verwirrt und als Ganzes ungeniessbar.

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