23-Jährige klagt über Antidepressiva: „Meine Klitoris ist total taub“

Impotenz und andere sexuelle Probleme durch und nach Antidepressiva-Konsum.

mehr lesen

15 Kommentare

  1. Wer so am Ende ist, dass Antidepressiva indiziert sind, hat doch eh keinen Bock auf Sex mehr. Insofern ist es doch kein Problem, wenn die zugehörige Sensorik vorübergehend stillgelegt ist.

    Kommt ja wieder, wenn man das Zeug absetzt. Bleibende Schäden sind mir in dieser Hinsicht nicht bekannt.

    1. Anders herum wird ein Schuh daraus: Für manche Betroffene dürfte das Sexuelle noch einer der wenigen Bereiche sein, in denen sie Freude erfahren können.

      Haben Sie nicht gelesen, dass inzwischen allein in Deutschland genug „Antidepressiva“ für die tägliche Behandlung von 5 Millionen Menschen verschrieben werden? Denen pauschal ein Recht auf Sex abzusprechen, finde ich ganz schön dehumanisierend.

      Und zu Ihrem letzten Satz kann ich nur empfehlen, den Artikel noch einmal zu lesen. Im nächsten Teil wird das noch ausführlicher erklärt. Aber ich kann Sie nicht dazu zwingen, die bekannten Fakten zur Kenntnis zu nehmen.

      Ich hoffe persönlich, dass Sie mit dieser Haltung nicht im medizinischen Bereich arbeiten.

  2. Was lernen wir daraus? Nicht jede Pille einwerfen, die der Arzt einem auf den Tisch legt.

    Wäre mir auch zu teuer, ständig Zuzahlungen zu leisten, für Medikamente, die dann doch nicht wirken oder wegen Nebenwirkungen abgesetzt werden müssen.

    Dazu kommt, dass Patienten in schwierigen Lebenssituationen Depressionen regelrecht eingeredet werden, obwohl sie oft nur eine Verstimmung, Belastungsstörung etc. haben.

  3. Die Artikelüberschrift lautet :
    “ 23-Jährige klagt über Antidepressiva: „Meine Klitoris ist total taub“ “

    Mensch könnte über die Befreiung vom Geschlechtstrieb auch froh sein !

    1. Es stimmt, dass einige der Patientinnen und Patienten – wohl am ehesten diejenigen, die ihr sexuelles Verlangen nie ausleben können und darunter leiden – die Dämpfung des Sexuellen als Entlastung erfahren.

      Aber das ist eine tiefst persönliche Entscheidung, die jede und jeder nur für sich selbst treffen kann. Und dazu gehört, dass man die Personen im Voraus umfassend und ausführlich über dieses Risiko informiert. Wer dann sagt, das Risiko auf sexuelle Funktionsstörungen, Übergewicht, Abhängigkeit und andere Nebenwirkungen wiege nicht so schwer, soll die Psychopharmaka halt nehmen.

      1. @Stephan Schleim:
        Ja nun … wenn die Lebenserwartung ohnehin nur noch ein bis zwei Jahre beträgt – mit verdammt viel Glück oder vielleicht auch Pech fünf -, nimmt man das Zeug, ohne noch lange über mögliche sexuelle Funktionsstörungen oder Übergewicht nachzugrübeln. Allein schon, um mit der Erkrankung und dem schnell nahenden Ende überhaupt irgendwie klarzukommen.

        Meine „Waffe“ der Wahl: Mirtazapin.

  4. Ohne den Flüssigkeitsaustausch macht das Leben doch gar keinen Sinn mehr.
    Denn darum geht es der herrschenden Klasse, nämlich, uns allen was noch Spaß macht zu vermiesen, respektive zu unterdrücken.

    1. Finde ihren Kommentar nicht gerade geistreich! Oft genug wird der Sexualität in Richtung Fküssigkeitsaustausch ein Riegel vorgeschoben und da braucht es keine Depression! Ganz oft ist es einfach das Alter in Verbindung mit Gesundheit. Manchmal ein Unfall und immer öfter Krebs! Trotzdem kann das Leben noch Sinn machen!
      Sie gestatten , dass ich mit 60 + sage:
      „Sex ist nicht alles und kann anders sein“!

      1. @Nana:
        In der Palliativmedizin in der Onkologie gehört es damit zu und wird da nicht allzu lange drüber diskutiert!
        Aus eigener Erfahrung: Meine Sexualität ist ziemlich deutlich gedämpft, aber nicht komplett tot…

        1. Darüber wird in der Psychoonkologie sogar viel gesprochen wenn man es will und braucht!
          Ich sag ja“ Sex kann ganz anders sein und trotzdem befriedigen“

  5. Betablocker und andere Blutdrucksenker haben auch Auswirkungen auf die Libido,was von Ärzten leider oft nicht ausreichend kommuniziert wird!
    Das die Studien nicht aus der Psychiatrie sondern der Pädagogik,Psychologie und Sexualmedizin stammen stimmt mich nachdenklich!
    Denken Psychiater eigentlich noch ernsthaft über Nutzen und Risiken der Medikamente nach,klären sie darüber auf? Wieviel Zeit können sie sich für ihre Patienten nehmen,denn wie schwer wird es wohl Betroffenen fallen, sexuelle Probleme anzusprechen? Hut ab für den Mut der jungen Frau so offen zu sein!

  6. Jedem neuen Arzt sollte als erstes zu seiner Meinung zu Covid und Impfungen auf den Zahn gefühlt werden. Äussert sich dieser mit dem noch immer üblichen Geplapper, empfehle ich: Nix wie raus!

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarregeln : Bleiben Sie sachlich, respektvoll und beim Thema. Wir behalten uns vor, insbesondere Kommentare zu entfernen, die Beleidigungen, Spam oder persönliche Angriffe enthalten.

Pro Beitrag sind maximal 5 Kommentare (inklusive Antworten auf andere Kommentare) zulässig.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bitte schreiben Sie mindestens 100 und höchstens 10000 Zeichen.

0 / 10000 Zeichen