Soziale Verteidigung Grönlands

Voraussetzungen, Strategien und Methoden eines gewaltfreien Widerstands – im Rahmen einer (hypothetischen) Besetzung Grönlands.

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7 Kommentare

  1. Wenn die USA ein paar Förderlizenzen vergeben, hat Grönland ruckzuck >500.000 Einwohner. Die 57.000 Grönländer sind dann marginalisiert, die interessieren nicht mehr.
    Internationale Unterstützung ist auch eher zweifelhaft. Den europäischen Atlantikern ist die NATO wichtiger als Grönland.
    Und mit Russland und China ist Europa im Clinch.

    1. Das stimmt.

      Wie er den Gedanken nicht aufgreift, was in den USA passierte mit den Indianern und wie sie klein gemacht wurden, trotz gewaltlosem und gewaltsamem Widerstand. Siedlerkolonialismus ist für ihn auch kein erwähnenswertes Wort.

  2. Gut, diesmal habe ich die Karrierebeschreibung gelesen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Egon_Spiegel

    Nur römisch-katholischer Theologe laut wiki, aber hier auch Diplom-Politologe, Professor und als Akademiker auch mal im Ausland gewesen.

    Dänemark selbst hat Erfahrungen im gewaltfreien Widerstand aus der Zeit der nationalsozialistischen Besatzung. Ähnlich Norwegen (1940-1945), später die Tschechoslowakei (1968), jüngst die Ukraine in ihren besetzten Gebieten.

    Gibt es auch eine Quelle zu diesem Widerstand in den von Russen besetzten Gebieten in der Ukraine?

    Übrigens weiß ich schon, wie die Amerikaner den Widerstand der indigenen Einwohner von Grönland brechen werden, falls sie den leisten.

    American Holocaust: The Conquest Of The New World

    https://academic.oup.com/book/47439

    Wenn von den 57.000 ein Paar fehlen wie in Gaza, kommt bestimmt kein Deutscher, um nachzuzählen. Passiert ja in Gaza auch nicht. Oder wenn da mal einer zählt in Zukunft, dann nur die legalen, israelischen Siedler. Die Indigenen können doch relativ wenig machen, wenn wir und die Amerikaner sich nicht ändern.

  3. Trump will Grönland aber nicht besetzen, sondern kaufen. Im Augenblick sind 100 000 Dollar pro Einwohner im Gespräch. Wenn sich die Einwohner auf die o. g. Weise verteidigen, wird das Angebot wohl auf eine Million Dollar pro Person erhöht. Das ergibt also 56 000 Millionen. Eine Milliarde hat 1000 Millionen. 56 Milliarden sind in diesem Zusammenhang nicht sehr viel. Die EU könnte sich auf einen Überbietungskampf einlassen. Ich bin wirklich gespannt, wie das ausgeht. Trump will auch den Gazastreifen kaufen, d. h. den Wiederaufbau finanzieren. Annektieren wird er ihn wohl nicht, sondern verschenken. Und Venezuela hat er schon gekauft. Ich denke, es sind Bestechungsgelder geflossen, und die Ölförderung wird wieder in Gang gebracht. Wenn das erst mal läuft, sagen die Venezolaner nicht mehr nein, und die USA haben einen neuen Bundesgenossen.

    1. Die Frage ist, welche Venezolaner nicht nein sagen. Die 10.000, die dann ausschließlich von den Öleinnahmen profitieren oder die 28,5 Millionen, denen nichts davon zu Gute kommen wird?

      Das ist nämlich bei der Geschichte der Yankee-Invasionen und -Einflussnahmen in Südamerika schon immer die Gretchenfrage gewesen.

      Ok, die Frage war nur rhetorischer Natur.

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