
Der Tod von Würde und Aiwanger
Hubert Aiwanger starb überraschend mit 55 Jahren. Seine Todesursache ist bislang ungeklärt. Doch manche wissen bereits, was sie aus seinem Tod machen wollen. Über ein zunehmend würdeloses Land.

Mehr Licht Meer Brot
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Europa übt den Atomkrieg: Frankreich und Großbritannien nähern sich militärisch an
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Genug gebückt, Herr Poschardt?
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Joe Lonsdale will von der boomenden medizinischen Forschung profitieren und mit einer Zuchtanlage für 30.000 Makaken eine "zuverlässige inländische Versorgung mit Versuchstieren aus dem Primatenbereich" […]


Ist gerade nicht der einzige:
https://kurier.at/politik/inland/fpoe-nationalrat-norbert-nemeth-tot/403202979
„Was für ein gottloser Umgang mit dem Tod eines Menschen!“
Wenn es keinen Gott gibt, ist auch gottloser Umgang irrelevant.
https://de.wikipedia.org/wiki/Damnatio_memoriae
Ich finde diese Praxis durchaus gut, siehe Henry Kissinger. De mortuis nil nisi bene brauchen besonders die, die schlechte Menschen waren.
Man müsste es für Satire halten,wenn es nicht real und darum umso trauriger wäre.
-Soziale Netzwerke nennen wir diesen Ort des Sittenverfalls. Was bitte ist sozial an einer Einrichtung, in der jeder seinen unqualifizierten, kleinkarierten und grotesken Unsinn als ganz heißen Shit anpreisen darf?“
Sehr, sehr gute Frage.Aber was will man tun, wenn man selbst diesen Gaul reitet?
-Aber wir¹ kommen vom Thema ab.“
Stimmt, darauf besser nicht tiefer eingehen, denn es könnte u.U. zum Nachdenken anregen, wenn innerhalb weniger Stunden ein Einzelereignis als hotShit verwurstet wird, aber das Dasein/Entwicklung/Zukunft vom Gros nie=Teufel/Weihwasser.
¹(Wir?PluralisMajestatis?)
Man sollte aber schon diskutieren, ob Skeptische Spekulation wegen (womöglich nur subjekti-) moralisch- ethischer Einwände wie „Würde eiens Verstorbenen“ in den Hintergrund gedrängt werden darf oder sollte. Denn was ist das höhere Gut oder die höhere Pflicht für einen Staatsbürger : Wegen des (guten) Andenkens an einen Verstorbenen „einfach die (politisch- ethische) Klappe zu halten“ – oder die politisch- moralische Pflicht zur investigativen Wahrheissuche* ? Ganz besonders wenn man mal davon ausgeht dass Spekulation welcher Art auch immer dem Verstorbene kaum mehr schaden kann – allenfalls „seinem Ansehen“. Aber auch nur wenn man an eine
„unsterbliche Seele „glaubt.
Ganz real und weitgehend unbestritten schädlichfür die Gemeinschaft ist aber das Unterdrücken skeptischer Nachfragen zu einem Sachverhalt , der dann doch nicht so ganz alltäglich ist, wei derAutor des Artikels oben meint.
Und dazu gehört nun mal auch eine manchmal zu vorschnelle Neugier und die Bereitschaft, auch spekulative Gedankengänge zuzulassen. Allerdings ohne diese dann von Kritik abzuschirmen oder vor Kritik zu immunisieren.
Ich möchte jetzt nicht so weit gehen, auch den Hinweis auf „Pietät“ als Immunisierungsversuch zu werten.
*(Ich kenne die Problematik hinter dem Pauschalbergriff „Wahrheit“)
Es gibt durchaus Menschen, deren Ableben man feiern kann.
Ein bayerischer Provinzpolitiker gehört da sicherlich nicht dazu.
Es ist allerdings bezeichnend, dass es doch dazu kommt, was dann durchaus auf die Verrohung der Gesellschaft zurückzuführen ist.
Dass diese Verrohung auch und gerade bei den ach so achtsamen „Demokraten der Mitte“ zu beobachten ist, widerlegt zuallererst einmal deren eigenes Selbstbild. Menschen, die ausserhalb dieser „Mitte“ stehen, überrascht das nicht.
Ceterum censeo intellegentiam artificialem vestram in cloacam demergendam esse.
Exakt so ist das.
Deshalb werde ich hier auch meine Gefühle nicht beschreiben, als der Tod von Lindsay Graham gemeldet wurde. Schäme ich mich dafür? Nein, auf keinen Fall.
Aiwanger war ein kleines Licht und ganz sicher nicht jemand, dem man den Tod wünschen sollte.
Die Mafia ist auch ein soziales Netzwerk, wobei die Omertà einigen SM Teilnehmern ganz gut zu Gesicht stünde.
Interessanter ist doch, dass RdL den Tod Aiwangers auch nur als Aufhänger verwendet, um sich über Sittenverfall und Niedertracht auszulassen, ohne den Verstorbenen substanziell zu erwähnen.
Na, man sagt wohl einfach:
»Thoughts & Prayers«
Als nicht Teilnehmer an sozialen Medien, bin ich durch den Artikel aber jetzt doch sehr neugierig geworden. Was wird denn so gemunkelt?
Und dann eine erst gemeinte Frage: Ist ein letztes Nachtreten nicht auch eine Form der Verabschiedung? Ist das „De mortuis nil nisi bene dicendum est.“ überhaupt noch zeitgemäß und wird man einer streitbaren Person überhaupt damit gerecht, wenn man sie in Frieden beerdigt? Wenn man an die Grabbeilagen denkt, die das Leben nach dem Tode versüßen sollen, dann gehört es sich bei streitbaren Personen womöglich auch, etwas von dem geliebten Zwist mit ins Grab zu legen.
Hallo Herr De Lapuente!
Ein sehr guter Text inkl. Inhalt und Ton. Allein, was erwarten Sie von einer Kultur( Nation ), in welcher z. B. ÖRR ihre klammheimliche Freude über Tode politisch anders Denkender zum Ausdruck und zur Schau stellen? Was erwarten Sie von einer Kultur( Nation ), in welcher Menschen schon wieder mit Tieren vergleichen und gleichgesetzt werden? Was erwarten Sie von einer Kultur( Nation ), in welcher ein Toter Wal – oder muss ich Wälin / Walin … sagen? – mehr Mainstream- und Bevölkerungsaufmerksamkeit erhält als Armut, Wohnungsknappheit, wirtschaftlicher / sozialer Totalrückbau, Obdachlose, Menschenhandel qua LeihgebärerInnenschaft, Drogentote – oder muss ich DrogentotInnen / Drogentot:-*innen sagen? -, Weltkriegsgefahr, neuer Militarismus samt Geschichtsrevisionismus und Geschichtsvergessenheit …?
Schließlich will ich noch ein Zitat vom Kabarettisten Christoph Sieber anschließen:
„Dass wir das aushalten, auf Kosten eines Großteils der
Menschen auf diesem Planeten zu leben, die Umwelt zu vernichten,
Rohstoffe zu verbrauchen, Kriege um Rohstoffe zu Führen.
Und das wir das alles am Ende ausblenden können oder sogar noch als
gerecht empfinden.
Das ist die große Leistung des Systems.“
Ein zunehmend würdeloses Land. Wie wahr.
Aber man muss sich den Aiwanger nun doch etwas genauer anschauen, bzw. würdigen. Seine zentrale Aufgabe war es, dem Söder die AfD vom Hals zu halten. Er hat Bayern so etwas wie eine Brombeerkoalition erspart. Immerhin.
Stets hat er versucht, sein Konzept auf den Rest der Republik auszudehnen, oder gar in ganz Europa. Was nicht gelang. Die Freien Wähler sind sehr eng an die Person Aiwanger gebunden und es ist auch in Bayern fraglich, ob sie da einen Nachfolger finden.
Zu meinem Erstaunen hat er sich plötzlich für Windkraft stark gemacht. Gleichzeitig aber über die Wärmepumpen geschimpft. Im Rest der Republik wäre das als Unlogik gesehen worden. Die aber ist disjunkt von der Bayernlogik.
Wird jetzt die AfD stark? Eher nicht, die passt einfach nicht zu Bayern. Eher die Bayernpartei.
Im Mahlstrom der Zeit ist die Kakofonie der „sozialen Medien“ (was für eine Satire) nur ein kurzes Aufblitzen der niederen Geister & Trolle, die diese Medienlandschaft bewohnen