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Überlegungen zu einem bewegenden Protestsong von Joan Baez aus den 1970er Jahren

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3 Kommentare

  1. Ehrlich gesagt, habe ich die Texte von Joan Baez nie gehört!
    In den 70ern habe ich die aufgelegt, wenn ich mit Mädels rum gemacht habe.
    In der Schule haben wir allerdings den Text in der Oberstufe analysiert, da hat man sich im Unterricht mit
    so etwas noch beschäftigt.

  2. Derweil aktuell in Deutschland https://etosmedia.de/politik/die-uniklinik-koeln-cancelt-veranstaltung-zur-humanitaeren-hilfe-in-gaza-im-namen-der-neutralitaet/
    https://etosmedia.de/politik/berufsverbot-fuer-staatsraeson-lehrer-julian-hundt-in-zwangsurlaub-fuer-kritik-an-israels-verbrechen/
    https://etosmedia.de/politik/ulm-5-prozess-eine-staatsfarce/
    “ Leandra Rollo, Daniel Tatlow-Devally, Crow Tricks, Vi Kovarbasic und Zo Hailu – die Ulm 5, wie sie genannt werden – brachen im September 2025 in die Ulmer Zentrale von Elbit Systems ein, wo sie Zubehör zerstörten und die Wände besprühten.

    Die Aktion der Ulm 5 erfolgte nachts, es kam kein Mensch zu Schaden. In ihren Aussagen betonen die Fünf, dass sie, wie viele Zehntausende andere auch, zwei Jahre lang staatlich sanktionierte Formen des Protestes wahrnahmen, um gegen den Völkermord in Gaza vorzugehen. Erst nachdem sie all diese rechtlichen Wege ausgeschöpft hatten, griffen sie nach eigenen Angaben zu radikaleren Methoden, nämlich dem direkten Vorgehen gegen den deutschen Ableger von Israels größter Rüstungsfirma Elbit Systems.

    Dass die Staatsanwaltschaft (mit kräftiger Unterstützung der Bild-Zeitung) versucht, daraus ein Narrativ über „gefährliche Extremist*innen“ zu spinnen, ist lächerlich, aber nicht verwunderlich. Die vorsitzende Richterin Katrin Lauchstädt trägt dieses Narrativ durch die groteske Dauer und repressiven Auflagen der Verhandlung mit.

    Symbol Stammheim und die Inszenierung eines Feindbilds

    Zunächst ist dafür der Prozessort zu betrachten: Stuttgart-Stammheim, ein Symbol wie kein anderes in Deutschland für linken Terror. In Stammheim waren Mitglieder der RAF inhaftiert, der Gerichtssaal wurde extra für den RAF-Prozess unter Hochsicherheitsbedingungen ausgebaut. Andere Gerichtssäle wären für den Ulm 5-Prozess verfügbar gewesen. Es ist klar, dass Stammheim wegen seines Symbolcharakters gewählt wurde. Es ist die Bühne des Sicherheitsspektakels.

    Seit dem Auftakt am 27. April stolpert der Prozess von einer turbulenten Szene in die nächste, zwischen Staatsanwaltschaft und Richterin auf der einen und Verteidigung auf der anderen Seite. Der Großteil der Auseinandersetzungen entzündet sich an der Frage der Sitzordnung. Das Gericht besteht darauf, die Ulm 5 hinter Sicherheitsglas und in Handschellen vorzuführen. Dies führt einerseits dazu, dass vertrauliche Kommunikation zwischen den Angeklagten und ihrer Verteidigung unmöglich wird, da nur über eine Mikrofonanlage gesprochen werden kann. Andererseits inszeniert es die Ulm 5 als gefährliche Verbrecher*innen, deren alleinige Präsenz im selben Raum nur durch physische Sicherheitsmaßnahmen zumutbar ist.“
    Unsere achso tolle Vergangenheitsbewältigung erweist sich lediglich als Wechsel des Feindbildes und des mithin zu Verfolgenden, aber im Falle Russlands feiert das alte Feindbild fröhliche Urständ.

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