Deutsche und ukrainische Flagge

Deutschland-Ukraine: Warum diese Partnerschaft?

Deutschland vereinbart eine strategische Partnerschaft mit der Ukraine. Warum eigentlich?

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10 Kommentare

  1. Wie kann eine demokratischer Staat ein Abkommen schliessen mit einem illegalen Präsident?
    Wer sein Geld wegwerfen möchte, um etwas zu erreichen das dieser nicht erreichen kann, dann ist die praktizierte Propaganda für ein ganz anderes Ziel bestimmt.
    Denn in der EU existieren genügend Staaten die genauso günstig produzieren können, wie die Ukraine.
    Also die Ukraine oder was von dieser übrig bleibt, hat ihre Ressourcen faktisch schon an Russland abgetreteten.
    Demnach geht es dem deutschen Staat nicht um die üppigen Ressourcen, sondern um ein nicht erwähntes Ziel, ausser Geld heraus zu pumpen, was real nicht verfügbar ist. Die G20 Staaten haben vom IMF eine Bewertung erhalten, Russland ist auf Platz 1 mit ihren Staatsschulden gegenüber den anderen g20 Staaten.
    Deutschland rangiert mit angeblichen 62%. Der beste verschuldete Staat Japan mit ca 200% hält Platz 1 und wird gefolgt von Griechenland, Italien, Frankreich, UK, Kanada, USA…

    Deutschland hat kein Interesse an der übrig bleibenden Ukraine, sondern besitzt ein Interesse daran sich in ihrem Umfeld durchzusetzen. natürlich auf den Kosten, die der Bürger zu verkraften muss.

  2. Also der Ukraine zu helfen der man im WW2 übelst mitgespielt hat finde ich eine gute Sache.
    Russland hat seine Lektion aus dem WW2 leider nicht gelernt.

    1. Teile und herrsche. Als ob es für die Nazis ein Unterschied gewesen wäre, ob der Jude in Litauen, Weißrussland, Ukraine oder Russland wohnte. Ähnliches gilt für die Kriegsgefangenen, die bei minimalsten Rationen und schwerer Arbeit langsam verhungerten.

    2. welche Lektion soll Russland denn aus dem WK 2 lernen?
      Deutschland hat die „Sowjet-Union“ überfallen, mit über 20 Millionen Opfer
      schon vergessen?

  3. Wenn Deutschland Frankreich überfallen will, dann passiert das aus geographischen Gründen immer über Holland und Belgien. Wenn Deutschland Russland überfallen will, geht das immer über die Ukraine. Das wissen die Franzosen und die Russen mittlerweile auch.

  4. Der Autor schreibt:

    Neben diesen Problemen des ukrainischen Partners gibt es auch auf der deutschen Seite Entwicklungen, die den Sinn einer solchen Partnerschaftsvereinbarung kaum nachvollziehbar machen. Deutschland hat mit Stand August 2025 die Ukraine zivil und militärisch mit etwa 45 Milliarden Euro unterstützt

    Diese Daten kann man auch dem allseits bekannten Statistikportal entnehmen. Die Daten auf diesem Portal (sie basieren auf Informationen des IfW Kiel) wurden bis zum Stand August 2025 alle 2 Monate aktualisiert (die meisten alten Stände findet man noch auf archive.org). Seit diesem Zeitpunkt gab es aber keine Aktualisierungen mehr. Ich habe den Eindruck, dass in diesem Punkt (wer leistet wie viel) keine Transparenz erwünscht ist.
    Außerdem ist noch anzumerken, dass zu den o.g. 45 Mrd. noch der deutsche Anteil an den EU-Hilfen kommt, damals rund 99 Mrd.

  5. Des „Rätsels“ Lösung: Kampf um Prägrogative in der EU

    1. Voraussetzung:
    Das „Rätsel“ hört schon auf, eines zu sein, sobald ein Beobachter darauf verzichtet, seine Ideale, Vorstellungen und Wünsche von „tauglicher“ nationaler Politik zum „eigentlich“ gültigen Maßstab derselben zu erklären.

    Wenn das geleistet ist, fällt als erstes die scheinbare Überflüssigkeit des Abkommens ins Auge. Ist diese „Partnerschaft“ nicht längst seit drei Jahren in dutzenden von Abkommen mit EU-Einzelstaaten und der EU-Bürokratie selbst hergestellt, validiert und irreversibel gemacht mit mehreren hundert Mrd Euronen an Subsidien?
    Ja, ist sie.

    Aber die EU-Bürokratie hat noch keine Hoheit über die Außenpolitiken der Mitgliedsstaaten und ist deshalb auf diplomatischer Ebene kein Subjekt des Geschehens.
    Das ist nicht der Grund, aber der Anlaß der Bundesregierung, als ein diplomatisches Subjekt stellvertretend für EU-Kommission und -Rat zu handeln und die EU-Außenpolitik damit nominell zu dominieren.

    Freilich ist diese Dominanz nicht ausschließlich nominell, im Zuge der Verwirklichung der verschiedenen Abkommen und der damit ermutigten und materiell beförderten Fortsetzung des Russlandkrieges der EU legt die Bundesregierung ihr gesamtes ökonomisches, militärisches und diplomatisches Gewicht innerhalb der EU in die Waagschale zugunsten ihrer Ziele und Zwecke des Russlandkrieges.

    Jetzt werden viele Modelle spontan sagen: Wenn das so ist, dann mantelt sich Deutschland „also“ zum prominentesten und mächtigsten Kriegstreiber in der EU gegen Russland auf.
    Falsch!
    Das kann so sein, muß aber nicht! Das ist der „Witz“ am in erster Instanz ABSTRAKTEN Kampf um Macht und Einfluß sowohl in der EU, wie im gesamten ehemaligen sogenannten „Amerikanischen Imperium“.

    Ich hatte dazu kürzlich auf die neue Achse in der EU verwiesen, die nominell gar nicht der EU angehört, die militärstrategische Partnerschaft zwischen Frankreich und dem UK, mit der Macron die deutsche Dominanz zu kontern sucht: https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/waehrend-alle-auf-den-iran-schauen-verschiebt-sich-die-welt-im-hintergrund/#comment-380875 .
    Dazu sollte man wissen, das UK hat mit dem 2022 begonnenen NATO-Feldzug der RF, ergänzt um die deutsche „Zeitenwende“, sein geopolitisches Primärziel erreicht: a) jegliche Partnerschaft zwischen Russland und Deutschland speziell, und EU und Russland allgemein, dauerhaft zu unterbinden. b) eine militärische Speerspitze des Russlandkrieges zu bilden, mit der es unverrückbar ein mittelbares EU-Mitglied bleibt, mit allen wirtschaftlichen Vorteilen, die das hat.
    Es ist also nicht so, daß UK oder Deutschland „morgen“ DEN GROSSEN KRIEG beginnen wollen, sie wollen nur ein entscheidendes Wort in der Eskalationshoheit der EU im Russlandkrieg haben, über das EU-Kommission und -Rat auf der Grundlage ihrer Finanzhoheit innerhalb der EU verfügen.

    C’est tout, soweit ich jetzt auf die Schnelle überblicke.

  6. Die guten alten Zeiten, in denen die deutsche Schreibtisch-Generalität die Staatsaufgabe des Militärs und der Armee im Bau von Mädchenschulen und Wasserbrunnen in Afrika gesehen hat, sind in der herbeigesehnten multipolaren Weltordnung vorbei, lieber Herr Kujat, lieber Herr Hübschen…

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