
Wer widerspricht, verliert?
Diskurs – Andersdenken – Dissidenz. Über „Mut zum Widerspruch. Dissidenten der Alternativlosigkeit berichten“.

Künstliche Intelligenz und Atomwaffen: Droht ein automatisiertes Wettrüsten?
Die Rüstungsspirale der Großmächte übersteigt Raketen, Panzern oder Kampfjets. Künstliche Intelligenz mutiert zum Machtfaktor. Brisant wird dies dort, wo sie auf atomare Abschreckung trifft. Verändert […]

Fürsorglicher Imperialismus
Amerikaner und europäische Geschichte. […]

Geht dem „Kriegsministerium“ wegen des Iran-Kriegs das Geld aus?
Trump fordert für das Pentagon ein Budget von 1,5 Billionen US-Dollar und zusätzlich 67 Milliarden, um die Kosten des Iran-Kriegs abzudecken. Doch damit stößt Trump […]

Hohler Protest – Wenn gegen eine bestimmte Partei demonstriert wird, aber Regierungstäter verschont bleiben
Anmerkungen zum Klimbim am ersten Juli-Wochenende in und um Erfurt, mit dem politische Zusammenhänge vernebelt werden. […]

Wie Faschisten die Vergangenheit umschreiben, um die Zukunft zu kontrollieren
Erinnerungskultur, Kritik und Freiheit sind in Gefahr. […]

Ein „Gesamtkunstwerk“ als Schuss in den Ofen
Schein-Kapitaldeckung im „Gesamtkunstwerk“ zur Rente – diese Regierung hat jeden Maßstab verloren. […]

Fehlende Demut westlicher „Spitzenpolitiker“
Zwischen Führung und Hybris: Warum Demut in der Politik heute wichtiger ist denn je. […]

Politisches Urteil gegen Le Pen erneut mit Geschmäckle
In Frankreich wurde die Verurteilung wegen Veruntreuung der Chefin des rechtsradikalen RN zwar bestätigt, aber Marine Le Pen ist bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen Frankreich nun […]

Was tun, wenn ein Signal einer extraterrestrischen Intelligenz empfangen wird?
Umstritten ist bei SETI-Forschern, ob auf ein Signal einer außerirdischen Intelligenz geantwortet werden soll Die Internationale Akademie für Weltraumfahrt (IAA) hat die Protokolle überarbeitet und […]

NATO-Gipfel in Ankara: Mit Erpressung zur Erneuerung des Vasallenverhältnisses
Während Erdogan Hunderte Kritiker verhaften lässt, feiert die NATO die US-Angriffe auf den Iran und stellt die Weichen für den direkten Krieg gegen Russland. Unter […]

Reden wir uns gerade in den Krieg, Herr Ensel?
Im Gespräch mit Leo Ensel geht es um die Macht der Sprache, politische Narrative und die Frage, wie Begriffe unser Weltbild formen. […]

Das Geld der Anderen
537.996 Euro kostet ein Bundestagsabgeordneter den Steuerzahler – pro Jahr. Dazu kommen kostenlose Reisen, üppige Privilegien und ein Politikapparat, der Milliarden verschlingt. Warum ändert sich […]

Attentäterin von Monaco wurde in Kiew von einem Mitarbeiter des Militärgeheimdienstes ermordet
Der Mordanschlag auf den ukrainischen Oligarchen Yermolayev hängt mit dem Militärgeheimdienst GUR zusammen, der auch die Ermittlungen führt. Ein GUR-Offizier hat angeblich gestanden, bei einem […]

Warum Minijobs bei ihrem Erfinder in Ungnade fallen
Einzelhandel, Gastronomie und Hotelgewerbe werden nervös: Ihre für sie nützlichen Minijobs sind in Gefahr! Hingegen warnen Junge Union und Gewerkschaften unisono vor Altersarmut wegen geringfügiger […]

Wie die Bundesliga den deutschen Fußball kaputtgemacht hat
Nach dem WM-Aus des DFB wurde viel darüber gesprochen, wie kaputt das Land ist. Was aber wirklich zutrifft: Das deutsche Fußballgeschäft ist von der Weltklasse […]

Atomschlag gegen Deutschland
170.000 Kampfdrohnen, steigende Eskalation und die wachsende Gefahr einer nuklearen Konfrontation – eine Analyse der aktuellen Entwicklung. […]


Seit ich 1969, 14jährig, in die SDAJ eingetreten war, mich dem antikommunistischen bürgerlichen Konsens und dem Kriegskurs gegen die Sowjetunion widersetzend, bin ich politischer Verfolgung ausgesetzt gewesen.
Mir kommen die Tränen.
Etwa ein Jahr später gab es aufgrund meines Aktivismus eine Akte beim MAD über mich, höchstens zwei Jahre später eine beim Verfassungsschutz, was mir und meinem besten Freund dadurch bemerklich wurde, daß sein Vater, ein Kommunalbeamter, eine telephonische Mahnung erhielt, er solle aufpassen, mit wem sein Sohn Umgang pflege.
Mir kommen die Tränen.
Anläßlich pubertär-jugendlicher Insubordinationen, die ich mir besser verkniffen hätte, setzte sich ein prominenter Lehrer meines Gymnasiums ein Jahr später mit einem politisch / weltanschaulich begründeten Relegationsverlangen durch.
Mir kommen die Tränen.
Die Relegation entsprach der Agenda des 1972 verfügten „Radikalenerlass“, auch wenn er keine direkte Rolle darin hatte. Damit war klargestellt, daß mir eine Fülle von Berufswegen und Karrieregelegenheiten versperrt bleiben würden, selbst wenn ich zu „gemäßigteren“ Ansichten und Urteilen gelangt wäre, oder solche fingiert hätte.
Darüber habe ich gelacht.
Mein Abitur habe ich trotzdem gebaut und mich an der FU-Berlin u.a. an der romanistischen Fakultät eingeschrieben, wo meine Zwischenprüfungsarbeit einerseits mit „1a“ und „nahezu druckreif“ bewertet, aber zugleich als „weltanschaulich und methodisch inakzeptabel einseitig“ beurteilt worden ist, ihre Zurückweisung angedroht, aber per „Gnadenerweis“ für mein erwiesenes „Talent“ nicht umgesetzt worden ist.
Ja, ich wurde ein bißchen wütend.
Doch nicht aus Wut habe ich das Studium daraufhin aufgesteckt und bin in die Industrie gegangen, sondern weil mir eine vielleicht mögliche akademische Karriere die Lasten nicht wert gewesen sind, mit einem Rucksack und Koffer ohne jeden finanziellen Rückhalt nach Frankreich zu wechseln, wo mein Zeug begann, unter dem Label „historisch kritische Methode der Literaturwissenschaft“, akademische Traktion zu entfalten.
Ich habe es nie bedauert.
Die Modelle, von denen im Text die Rede ist, dürften mehrheitlich die antikommunistische Agenda und Repression der BRD aktiv oder passiv gestützt haben. Bin ich deshalb schadenfroh? Gehässig?
Nein, bin ich nicht.
Verlange ich andererseits, diese Modelle sollten sich heute an die eigene Nase fassen und rekapitulieren, was sie jahrzehntelang geduldet und indossiert haben, statt jämmerlich auf der Geltung von Idealen und Illusionen zu bestehen, die seit 2020 obrigkeitsstaatlich auch für ihre Geistesverfassung bemerklich einkassiert und abgerissen worden sind?
Nein, verlange ich nicht. Sie haben ihr Leben gelebt, ich meines.
Aber ich finde, sie sollten aufhören, ihre Umwelt mit ihrer Unbelehrbarkeit zu traktieren und dafür auch noch Zuwendung, Rennomée und Moneten einzuwerben
Nein, nicht, weil das irgendein Verstoß gegen irgendwas wäre, sondern weil es belastend für nachwachsende Generationen und daneben nach schlicht ästhetischen Maßstäben häßlich ist.
Ja, ich weiß, Daniele Ganser ist kein solches Modell – Kunststück, ist er doch Schweizer, kein Deutscher.
Und manch einer der im Artikel Aufgeführten mag persönlich anders „‚drauf“ sein, als meine Polemik es gezeichnet hat.
Gut, dann sollen sie ihre Konsequenzen privat ziehen und in ihrem persönlichen und professionellen Umfeld umsetzen / verfolgen, wie sie Lust drauf haben, statt ihr Schicksal für öffentliche Querdenker – Kampagnen herzugeben. Oder gar zu monetarisieren.