Zeitungsstand

Eine ganz kurze Geschichte der Verrohung

Die Süddeutsche Zeitung (SZ) verlässt die Plattform X. Grund: Die dortige Verrohung sei nicht mehr erträglich. Die SZ ist daran so unschuldig, wie jede andere Tageszeitung, versteht sich.

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14 Kommentare

  1. In einem Selbstexperiment habe ich vor Jahre mal einen Account bei Twitter angelegt und mir das ganze für genau 3 Monate angesehen. Danach war mich klar, dass ich und die „sozialen“ Medien nie zusammen kommen werden.

    1. Die verhetzen im Auftrag der herrschenden Klasse, um die tatsächlichen Verhältnisse zu vernebeln und die Wut der Menschen auf die falsche Fährte zu locken. Ein altbewährtes Mittel des Erhalts der Herrschaft.

      1. Die Römer erkannten das bereits „divide et impera“
        Es eignen sich innere Feinde – Langzeitarbeitslose, Rentner (kosten zu viel), alte weiße Männer, Menschen, die ihre Kultur beibehalten wollen (Rechte), Autofahrer, AfD/BSW – Anhänger,
        sowie, und fast noch besser äußere Feinde – die Russen! (wollen bald angreifen), China.

  2. Hass und Hetze gegen Russen, Iraner, Palästinenser und alle die sich den westlichen Kolonialherren nicht unterwerfen wollen von der Regierung und den Medien praktiziert und gefördert und dann regt sich die SZ auf, meint es wäre unerträglich?
    Hat die SZ jemals die Regierung dafür kritisiert oder hat sie ihre eigene Berichterstattung geändert?
    NEIN! Sie ist selbst Teil dieses Netzwerks!

    Damit kann die SZ allenfalls ein paar Omas die gegen Rechts sein wollen aber selbst Rechts sind beeindrucken

  3. Bei X schau ich nur selten mal vorbei, bei FB oder YT öfter mal. Die sogenannten „Mainstream-Medien“ haben ja auch dort oftmals ihre Beiträge, die man zum Teil auch unzensiert kommentieren kann. Aber oft ist auch die Kommentarfunktion von vornherein deaktiviert, weil sie wissen, dass sie Gegenwind aushalten müssten in Anbetracht ihrer einseitigen „Vorträge“.
    Dass sich SZ aus X verabschiedet, hat meines Erachtens weniger mit einer „Verrohung“ der dort aktiven Mitglieder zu tun, sondern ich vermute eher damit, dass die Plattform von Musk übernommen wurde, der ja seit er auf Trumps Seite steht auch zum Feindbild der global-liberalen Propagandapresse a’la SZ, NZZ, Spiegel, FAZ, FR, TAZ, sowie dem gesamten deutschen TV-Spektrum zählt.
    Als Tesla und Musk noch schön grün-woke waren und somit die Propaganda der „menschengemachten Klimakatastrophe“ mit dem Ausweg „E-Mobilität“ unterstützten, war noch alles gut mit Musk.

  4. Der Artikel ist ein Paradebeispiel für „Nachrichten“ aus der medialen Filterblase. Interessiert keine Sau, ob die SZ oder sonstwer seinen Account bei X-, FB oder sonstwo schliesst. Warum nicht? Na weil es scheissegal ist. Das fällt in die selbe Kategorie wie der „Skandal“ um Ulmen uva.. Alles Themen die völlig irrelevant für die Menschen sind, ausser natürlich denen, die in der medialen Filterblase wohnen, die diese Themen hervorbringt. So erspart man es sich Artikel über Themen bringen zu müssen, in die man sich für einen guten Artikel erst einarbeiten müsste.

  5. „Man könnte sagen, mit Beginn des neuen Jahrhunderts, mit der Etablierung einer neuen Sozialgesetzgebung, die einherging mit der Stigmatisierung von Armut und Arbeitslosigkeit, hat man die Bundesrepublik in eine mentale Schieflage gebracht.“

    Die Stigmatisierung (erweitert um Alte, Rentner, Denkende und und und) war nicht überseh- und hörbar; dennoch machten sich ohne Not eher mehr als weniger diese zu Eigen.
    Auch im aktuellen Zeitgeist erfreut sich dieses Prinzip breitflächig wachsender Beliebtheit.

    Allerdings ist das Forcieren nur eine Seite der Medaille.
    Die andere ist es, sich (overtonisch alternativ) konsequent, aber laut auszuschweigen, trotzdem tatsächlich relevante Themen zuhauf auf der Straße liegen und regelrecht um Beachtung betteln.
    Finde den Unterschied!

  6. In Deutschland haben wir wieder eine gleichgeschaltete Gesinnungs-( Terror- )Presse – flankiert von den Staats-Regieungs-ÖRR -, die wohl in ihrer Art erschreckend einzigartig in der EU bzw. den sog. ‚westlichen Demokratien‘ ist. Diese Presse kriegt es in der Summe nicht einmal mehr hin, beispielsweise Nachricht, Meinung / Kommentar ( man nennt derlei politisch ‚richtig‘ „Haltung“ / „Einordnung“ ) und Glosse voneinander zu trennen. Evidenz basierte Erkenntnisse? Immer mehr Fehlanzeige. Es wird auf die ‚Expertise‘ von NGOs / Denkfabriken … ‚vertraut‘, also auf Ideologie.

    Das Lügen durch Weglassen erreicht olympionikische Höhen. Hinzu tritt ein widerlicher politischer Fanatismus. Sodann die Verhunzung der deutschen Sprache … Das Denken im Falschen soll zementiert werden ( Stichwort Geschlechter- und Gender-Gaga-LGBTQ… ).

    Niemals habe ich die Gleichschaltung vieler Medien in Deutschland so stark wahrgenommen wie seit August 2015 bzw. dem 24.02.2022. Fürchterlich und grauenhaft. Hinweise auf Analogien der Nazizeit sind deshalb hilfreich und angebracht.

    Literaturhinweise
    Victor Klemperer: LTI. Notizbuch eines Philologen ( 1947 )
    Ders.: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933 – 1945
    Hannes Heer ( Hg. ): Im Herzem der Finsternis. Victor Klemperer als Chronist der NS-Zeit
    Cornelia Schmitz-Berning: Sprache und Sprachlenkung im Nationalsozialismus ( https://www.bpb.de/themen/parteien/sprache-und-politik/42752/sprache-und-sprachlenkung-im-nationalsozialismus/ )
    Horst Dieter Schlosser: Sprache unterm Hakenkreuz: Eine andere Geschichte des Nationalsozialismus

    Fazit: Die SZ braucht kein Mensch! Hofberichterstattung gedungener Lohnschreiberlinge ist ebenfalls überflüssig. Leider wiederholt sich Geschichte in Deutschland in Teilen. Mediale Hinrichtungen haben wir bereits zuhauf, gepaart mit pseudodemokratischem Empörungsmanagement gegen anders Denkende – früher sprach man von Verstößen gegen das „gesunde Volksempfinden“. Da musste dann die SA zuschlagen. Heute schlagen u. a. NGOs zu. – Und ja, die Selbstzensur feiert Auferstehung: „Im Giftschrank der ARD Sechs „Tatort“-Ausgaben dürfen nicht wiederholt werden“ ( https://www.focus.de/kultur/kino-tv/sechs-tatort-folgen-duerfen-nicht-mehr-wiederholt-werden_e54af148-055a-4b47-874e-5fb286fecd1b.html ).

    Gebot der Stunde: Medienboykott sämtlicher Mainstream- / Regierungsmedien!
    Ich selbst habe im Jahre 2000 sämtliche Zeitungsabos abbestellt und schaue seitdem kein Fernsehen mehr. Dennoch nehme ich für mich in Anspruch, gut über die Zeitläufte informiert zu sein.

  7. Querdenker, Putin-Versteher, Verschwörungstheoretiker, Kontaktschuld, etc. Egal welche Verrohung, die SZ war immer vorne mit dabei.

    Jetzt noch mehr „virtue signalling“ durch effektheischenden Rückzug von Twitter. Interessiert das ausser den indoktrinierten Sedierten, die weiterhin die SZ lesen, eigentlich noch Jemand?

    Gehen die jetzt zu „truth social“? Würde zu deren „Berichterstattung“ passen 😉

  8. Ich denke, die Verrohung ist sowieso lediglich vorgeschoben,. Viel relevanter dürfte der Umstand relevant sein, daß man auf solchen Plattformen einer tatsächlichen Diskussion am nächsten ist und das paßt den Medienunternehmen überhaupt nicht. Nicht umsonst haben die ja praktisch alle ihre Kommentarfunktionen eingestampft, die wollen keine Diskussion, die wollen Recht haben und wo sie keines haben, wollen sie trotzdem so tun, als hätten sie es. Sie beanspruchen die universelle und absolute Deutungshoheit und dulden nicht nur keinen Widerspruch, sie wollen ihn hinter den Horizont verbannt wissen. Und das gibt es bei X zumindest derzeit nicht.

  9. Die kritischen Stimmen, die die Grenzöffnung der Merkel-Administration fassungslos begleiteten (…)

    Merkel hat die Grenzen nicht geöffnet. Seit dem Schengener Abkommen waren die Grenzen bereits offen. Merkel hat sich geweigert, sie zu schließen.
    Ob es das besser macht, sei dahingestellt. Jedenfalls macht es einen Unterschied zu den Krakeelern von rechts.

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