Warum kuscht Deutschland vor Kiew?

Das hat sich Eric Gujer, Chefredakteur der NZZ, gefragt. Er konstatiert u.a. einen moralischen Manichäismus gegenüber Freunden und Feinden: „Zum einen sind die Ukrainer die Guten, und die Guten können nichts Schlechtes tun. Der Moralismus in der deutschen Aussenpolitik lässt für Grautöne wenig Platz."

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23 Kommentare

    1. Murg schreibt :
      „Lt. https://www.transparency.de/cpi/cpi-2025 ist Russland korrupter als die Ukraine.“

      Ich kann Ihre schwarz-grüne Sichtweise nicht nachvollziehen :
      Wir „bestrafen“ Russland für seine Korruptheit mit nie dagewesenen Sanktionen und Waffenlieferungen, die dazu genutzt werden um Russen zu töten;
      die ebenfalls schwerstkorrupte Ukraine wird von uns mit milliardenschweren Geld- und Waffengeschenken gesponsert;
      finde den Unterschied !

        1. Murg schreibt :

          „Ist das jetzt irgendwas kindisches mit ich mache immer alles anders als X oder Y?“

          Dann müssen wir wohl – ganz kindisch – bei Adam und Eva anfangen , nun denn :

          Russland und die Ukraine haben ein Korruptionsproblem; wie sollte die BRD mit diesen Phänomenen umgehen ?

  1. „Man lässt die Ukrainer kämpfen und sterben, bis man so weit aufgerüstet ist, es mit den Russen aufnehmen zu können.“ – Korrektur: bis man glaubt, es mit den Russen aufnehmen zu können.
    Und ganz fest glauben muß man das wohl, denn die Ergebnisse des ausgeschütteten Füllhorns von Sondervermögen manifestieren sich derzeit eher in verschwundenem Geld, wie das eben so üblich ist, in der Kleptokratie.

    1. Es ist gut, wenn die Ukrainer sterben, solange das eigene Kanonenfutter noch nicht bereit ist. Frieden mit Russland wollen die deutschen Blackrock-Eliten auf keinen Fall. Sondern endlich die Revanche.

      Beim dritten Mal klappts bestimmt. Da hilft nur Augen zu und ganz feste dran glauben!

  2. Ach Gottchen. Was für eine dämliche Frage.
    Wer war den der letzte Arbeitgeber von Herr Schmerz? Black Rock. Wer hat am meisten Geld in die Ukraine investiert? Black Rock. Wer will diesen korrupten Staat wieder aufbauen um noch mehr Geld zu verdienen? Black Rock.
    Merz hat ja nicht gekündigt sondern Black Rock seine Dienste als Bundeskanzler Deutschlands zur Verfügung gestellt.

  3. Warum Deutschland gegenüber der Ukraine kuscht? Die Ziele des Westens, die NATO bis an die Grenzen Russland auszudehnen müssen erreicht werden. Nur so kann die Dekolonisierung Russlands gestartet werden. Die Unterstützung des Krieges war kein Fehler und wird weitergehen bis zum Untergang einer Seite. Unser Kanzler hat ja den Untergang Russlands bei Miosga beschrieben. Pro Tag verliere der Russe über 1000 Soldaten und die Wirtschaft schmiert in einem solchem Tempo ab, welches man nicht beschreiben kann. Ob er daran glaubt oder?

    1. Ich denke nicht, daß die NATO damit zufrieden wäre, nur bis _an_ die Grenzen Russlands vorzustoßen.

      Obiges waren schon 99 Zeichen 😉

  4. Es ist nicht nur Deutschland, das vor der Ukraine kuscht, sondern vor allem die EU und die Nato tun das, die ihren neuen Mitgliedern im Osten Stärke und Zuverlässigkeit zeigen müssen. Deshalb halten sie verzweifelt am Krieg fest, denn eine Niederlage in der Ukraine könnte in den Ostländern die Illusion zerstören, von EU und Nato Schutz und Wohlstand zu bekommen, und zum Abfall von diesen Institutionen führen, zumal dann offensichtlich würde, dass diese den Karren nicht aus dem Dreck ziehen, sondern im Gegenteil sie mit in den Dreck ziehen.

    1. Genau UK, Frankreich, die Skandinavier, die Balten, Polen und auch Südeuropa sind auch alle auf Pro-Ukraine-Kurs. Und Ungarn vielleicht jetzt auch.

      Und die Schweiz hat mehr Russlandsanktionen in Kraft als die meisten europäischen Länder. Und die NZZ ist/war auch immer auf Kurs. Stellt sich die Frage, warum nun diese kritischen Töne?

    2. Na ja, den männlichen Nachwuchs in einem sinnlosen Krieg verheizen und sich Agrarland und Rohstoffvorkommen unter den Nagel reißen, sind jetzt keine so prallen Aussichten.

  5. Liebe Leute, warum versteht ihr nicht, dass es nicht um die Ukraine geht, sondern um eine geopolitische Neuordnung durch Megareiche, für die Russland und China auf dem Speisezettel stehen. Diese Leute haben ihre Statthalter in der EU, in der UNO, in der NATO Jahrzehnte lang aufgebaut, platziert, durch NGOs sekundiert. Jetzt wollen sie es wissen.
    Trumps Amtszeit ist nur eine Atempause, ein Interregnum, danach wird es richtig losgehen, die EU ist ihr Ausweich, ihre Parallelaktion, wenn man so will.
    Herr Rötzer neigt dazu, Konflikte isoliert zu betrachten, auch was den Iran betrifft, war das und ist das sein Fehler – von Israel ganz zu schweigen.

  6. Kuschelbilder am laufenden Band…..🤮
    nun hört endlich auf, den Komiker aus Kiew zu umarmen, das ist mittlerweile so was von peinlich, am Ende weiss der nicht mehr ob er männlich, weiblich oder diverse ist, wenn die EU implodiert kennt ihn keiner mehr, hat ihm das noch keiner gesteckt?

  7. „Kuscht“ Deutschland bzw. die deutsche politische Klasse vor den USA und der Ukraine?

    Ich möchte da widersprechen, denn die Wortwahl „kuscht“ suggeriert ja, dass man nur aus Ängstlichkeit und eigentlich wider eigenes Wollen etwas Bestimmtes tut.
    Dem ist aber nicht so.
    Herr Gujer in der Schweiz kann sich vermutlich selbst heute noch nicht ausreichend vorstellen, in welch hohem Maße der gesamte politisch-mediale Komplex in Deutschland seit vielen Jahrzehnten über transatlantische Netzwerke auf die US-Linie der Präsidenten vor Trump eingeschworen ist.

    Von daher „kuscht“ die deutsche Regierung auch gar nicht, sondern sie tut bloß weiterhin das, wovon sie selbst – als hiesige Vertretung von US-Interessen – überzeugt ist.
    Sie versteht sich eben als hiesige Vertretung der Eine-Welt-Ideologie der US-Demokraten sowie der Neocons und handelt so, wie sie auch handeln würde, wenn der US-Präsident Biden, Harris oder Clinton hieße.
    Dass das kläglich ist, wissen wir.

    Ein Adenauer, ein Willy Brandt und auch noch ein Helmut Schmidt und Helmut Kohl waren in der Lage, auch innerhalb der westlichen Bündnisverpflichtungen explizit deutsche Interessen zu vertreten. Alle Regierungen nach Schröder konnten und können das nicht mehr. Und nun haben sie sich so vollständig daran gewöhnt, dass ihnen alles andere als gefährliche Ketzerei gilt. Im Grunde ist „1945“ erst jetzt vollständig geworden, denn die Regierung ist noch nicht mal mehr in der Lage, spezifisch deutsche Interessen auch bloß zu denken.

  8. Die Verlogenheit – ‚kuschen‘ vor der usa – ist Mittel zum Zweck, der Zweck ist Revanche. Eine solche kann man naturgemäss nicht öffentlich als Movens angeben, so gibt man eben das an, was man seit ’45 angibt – die moralische Reinheit, die man sich durch tonnenweise Asche aufs deutsche Haupt für den Holocaust – und nur für diesen, die übrigen Schlächtereien des Zweiten Weltkrieges hat man immer schon unter den Tisch fallen lassen – , u. a. in der ARD-Tagesschau ca. alle zwei Tage aufs Neue zelebriert. Die deutsche Vergangenheit wird bewältigt, live im Staatssender. Nie wieder, nie wieder, nie wieder… während man seinen einstigen Opfern zusieht, wie sie genozidal zugange sind. Nihil nise bene de Israeli… und rüstet auf, auf vielseitigen Wunsch der restlichen EU-Staaten, die antirussische Hysterie, die man massgeblich selbst angefacht hat, tüchtig verstärkend. Die Ukrainer – Mittel zum Zweck, sie müssen für den deutschen Wiederaufstieg über die Planke, man unterstützt sie zutode.

  9. „Warum kuscht Deutschland vor Kiew?“
    Deutschland kann gar nicht vor Kiew kuschen.
    „Kiew“ ist überhaupt kein entscheidungsfähiges Objekt in diesem Krieg, sondern eine seit dem Maidan-Putsch 2014 von US/NATO eingesetzte Kriegsmaschine zwecks Schwächung/Ruinierung/ Niederwerfung Russlands.
    Deutschland kuscht da ausschließlich vor seiner eigenen und selbstgebastelten Notlage, nämlich ohne einen NATO-Sieg über Russland komplett abzukacken, oder dieses wenigstens mittels „Kriegswirtschaft“ und „Dauerkrieg“ noch eine Weile in die Länge zu ziehen.
    Ja, Deutschland kackt ab. Ist aber nicht das schlimmste, was der Welt passieren könnte.

  10. Tut mir Leid, aber ich sehe keine andere Ursache für die Russophobie vieler deutscher Politiker, als den Wunsch, es Russland für die Niederlage in Stalingrad endlich heim zu zahlen.

    Wie sonst ist der Wunsch von Kiesewetter »Russland muss verlieren lernen wie Deutschland 1945« zu erklären
    oder von Fischer und Lambsdorff: »Russland dort treffen, wo es wirklich wehtut!«
    oder von Christian Lindner: »Wir konzentrieren uns auf die Maximierung des Schadens für die russische Wirtschaft«
    oder von Joachim Gauck: »der Ukraine so viel und so schnell und so moderne Waffen wie nur möglich zu liefern, um Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen«.

  11. Darüber hinaus kann man sich auch fragen, warum in Deutschland(s Regierungen) unendliches Verständnis für die Idiosynkrasie Israels (und den resultirenden ,Massnahmen‘ gegen seine Gegner und Feinde) besteht, aber andererseit Null Toleranz gegenüber Russlands Befindlichkeiten und deren Massnahmen gegenüber Azov und weitere rechts-nationalistische Bandera Konsorten.
    Letzte wurden ja (dankenswerter weise) hinreichend thematisiert (hier bei Overton!).

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