Lawrow erinnert an Putins Warnung vor einem Angriff auf Russland: „Der Krieg wird völlig anders und sehr kurz sein“

In Russland ebenso wie in Deutschland wird die Gefahr, die jeweils vom anderen ausgeht, beschworen und mit Aufrüstung beantwortet. Krieg über die Ukraine hinaus liegt zunehmend in der Luft.

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28 Kommentare

  1. Wir wir sehen wissen sie anscheinend nur sehr wenig.
    Die völlig absurde Geschichte mit der Drohne von Leipzig war von vornherein eine „False Flag Operation“!
    Hier also zu unterstellen wir wüßten es nicht ist längst widerlegt.

  2. Ach Gott, wieder das Wessi-Syndrom am laufenden Band. Dabei wird Wadenbeißer & Co immer eine gewisse Glaubwürdigkeit zu gemessen.
    Daß die lügen, dass sich die Balken biegen, wird natürlich ausgeschlossen. Es sind ja auch glaubwürdige Wessis.
    Auch wenn es zynisch ist, manchmal wünsche ich mir Haselnüsse hierher, mit Kernen, damit die unerträgliche Arroganz zum Nachdenken gezwungen wird.

    1. Trump würde das so machen. Wie erfolgreich solche Mittel sind, sieht man am Iran. Die Drohnen auf Russland werden dazu führen, dass der Ukraine nicht viel an Strom, Gas und Sprit bleibt.

      Die Wort- und Gestenprovokationen aus Westeuropa haben zum Großteil damit zu tun, dass sie seit nun schon Jahren anhaltend realisieren, dass anders als gedacht, der Krieg Russland nicht schwächer, sondern stärker macht. Ich denke, russische Chefplaner sind der Meinung, dass sie sich da durchaus ein bisschen Nachsicht mit den Tunichtguten erlauben können und vor den Augen der Welt noch zusätzlich gewinnen.

      Im Herzen hat sich die um US-Beistand bettelnde Europäer-Nato nicht geändert, nur dass sie inzwischen die öffentlichen Bittgesuche an Trump vermeidet. Auch die Ideen für EU-Finanz- und Wirtschaftssanktionen gehen aus, stattdessen geschlossene Kulturhäuser und Konsulate. Nicht nur die Börsen sind leer, sondern auch die Köcher für politische Verschärfungen. Die Kredite fließen in Panzer, die in vielen Jahren geliefert werden.

      Dass der westliche militärische Komplex mit ernsthaften Gegner nicht mehr umgehen kann, zeigt die USA am Iran. Das Maximum, was geht, ist alle paar Wochen aus großer Entfernung wieder was kaputt machen.

      Ich denke, dass die Briten nach wie vor mit ihren Drohnen und Storm Shadows in Sachen Provokationen führend sind und sehr wahrscheinlich auch die ersten sein werden, wenn sich Russland irgendwann doch noch zu einer symmetrischen Antwort genötigt sieht.

      Dass Russland, was die verschiedenen Attacken auf ihre Frachter angeht, den Ball lieber flach hält, kann man kaum übersehen. Sie wollen den Krieg gewinnen und sich nicht in fruchtlose Nickeligkeiten verstricken lassen. So lange die Westeuropäer sich mit Siegen auf dem Gebiet selbst zufriedenstellen können, ist auch deren kleine Welt noch nicht untergegangen.

  3. Die wechselseitigen Drohungen sind unterdes konkreter. Wadenbeiss hatte schon auf der ersten PK angekündigt, die deutsche Marine werde vermehrt und entschiedener gegen die sog. „russische Schattenflotte“ vor gehen. Die russische Regierungssprecherin Sacharowa hatte daraufhin gemäß „Welt“ eine schon vorher ans UK ausgelieferte Drohung wiederholt: „Feindselige Handlungen und Angriffe auf den russischen Schiffsverkehr“ würden eine „nachdrückliche und vernichtende“ Antwort erfahren.

    Ich weiß nicht, wie Florian auf die Idee kommt, in solchem Zusammenhang einen Nuklearangriff auf die Ukraine ins Spiel zu bringen. Putin hat erst kürzlich, im Umfeld einer Brics-Konferenz, von Neuem eingeräumt, es sei „schrecklich“ – sinngemäß – einen Krieg gegen Leute zu führen, die einem „Brudervolk“ angehörten, aber das sei leider „unumgänglich“.
    Deshalb halte ich es für halbwegs ausgemacht, das kinetische Äquivalent zu Sacharowas Rhetorik wäre eine Oreshnik auf den Hafen von Eckernförde, den einzigen deutschen Tiefwasserhafen an der Ostsee, und ich wollte auch unterstellen, das soll die Bundesregierung wissen. Um im Falle des Falles zu demonstrieren, es gebe keine Abwehrmöglichkeit.

    1. Nicht nur die BuRe soll das wissen.
      Auch die deutsche Bevölkerung.
      Damit am Ende niemand auch noch auf die Idee
      kommen kann, von einem russischen Überfall
      zu faseln. Das würden momentan ja schon
      nur noch Zuschauer der Tagesschau glauben…

  4. Es ist keinesfalls nur Lawrow und Rußland, die ernsthafte Zweifel an der Geschichte vom russischen Massaker hegen, auch alle erntzunehmenden internationale Analysten stimmen dem zu.

    1. Den einzigen (allerdings auch nur fast) durchschlagenden Beweis, den ich mal TV zu sehen gekommen hatte , Wochen wenn nicht Monate später nach dem echt geilen Ikebana-Projekt mit Leichen. zu ‚Butcher‘, Vorstadt von Kiew, waren ein Paar wenige Beulen von Einschussversuchen auf einer total neu aussehenden Wellblechwand – 2,5×2,5 m angelehnt stehend, die von einer eigens aus Frankreich (?) angereisten Spezialtruppe gerade – maximal elektrisiert ob des Objekts – inspiziert wurden. Man werde …. nun, wird wohl immer noch was auch immer.

  5. „Meines Wissens hat Russland keine eigenen Beweise für die Inszenierung, abgesehen von einigen Merkwürdigkeiten, vorgelegt.“

    Russland steht als Beschuldigter nicht in der Pflicht, die Inszenierung bzw. seine Unschuld zu beweisen – die Beweislast obliegt nach uralter juristischer Sitte dem Ankläger. Abgesehen von den „Merkwürdigkeiten“ hat sich Russland aber auch immer um Transparenz bemüht: es wurde sofort eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt, die dann von Grossbritannien abgelehnt wurde. Und wie im Artikel erwähnt, wartet Russland immer noch auf eine Namensliste der Getöteten von Butscha.

    Ich erinnere mich noch an die Bilder mit den entlang der Strasse kameragerecht akkurat aufgereihten Leichen. Sorry, das stinkt nach Inszenierung! Ich kann auch beim besten Willen kein Motiv für die Russen erkennen, so ein Massaker zu begehen, insbesondere da man sich ja einem Friedensschluss nahe wähnte (der Abzug der Russen stand im Zusammenhang damit).

  6. Butcha: Wir wissen eigentlich ganz genau – aus ukrainischen Quellen – das nach dem russischen Abzug das aus Asow gebildete „Regiment Safari“ zur „Säuberung“ Butchas von Kollaborateuren eingesetzt wurde. Wir wissen auch – aus ukrainischen Quellen – dass die Annahme von russischen Proviantpaketen als „Kollaboration“ gewertet wurde. Wir sahen dann – aus ukrainischen Quellen – Bilder von Ermordeten mit weißen Binden und russischen Proviantverpackungen. Noch Fragen?

    Ansonsten hat sich die gesammelte deutsche und europäische Führungsriege in dieser Angelegenheit der Volksverhetzung, der Beteiligung an einem Umsturz gegen eine demokratisch gewählte Regierung sowie der Anstiftung und Beihilfe zu einem Angriffskrieg und zu Kriegsverbrechen schuldig gemacht.

    1. Wer sich auf die Suche nach „Kollaborateuren“ und „Saboteuren“ macht, dokumentiert sein eigenes Freund/Feind-Denken und was es real mit einer geeinigten ukrainischen Bevölkerung auf sich hat.

      Dazu schweigen die Medien.

  7. Nächster Start-Versuch, nachdem gerade nach dem Tippen von „Nicht mehr ob sondern nur noch Wann&Wo“ zurück auf ‚Los“ verklappt wurde. Wenn das mal kein Zeichen ist! Da wird offensichtlich schon mitgelesen – von wem auch immer! Und allei der Buchstaben-Salat wie eben „Scott Ritter oder Stanislaw Krapivnik bei Prof. Diesen“ scheint wohl Entsetzen und Panik auszulösen.

    Ach übrigens, besagter Krapivnik dürfte heute – nur mal so nebenbei und mittenmang – die Anwohner in der Nähe des Eu-Parlaments ziemlich nervös zurückgelassen haben, hätten sie denn die Diesen-Mail bekommen.

  8. Dem Typen der erklärte: „die Russen werden immer unsere Feinde bleiben“, dem glaube ich kein Wort.
    Egal was der sagt, kommt bei mir sofort die Assoziation „Lügner“.
    Und was die Behauptung dieser Person betrifft, Russland wolle keine Verhandlungen, so erinnere ich mich an das Hickhack vor einigen Monaten. Nachdem Präsident Putin auf Reporterfragen den Namen Schröder als für Russland akzeptablen Verhandlungspartner erwähnte, kamen sofort Gegenstimmen. Nur ein von Allen EU- Mitgliedern gewählter Verhandler sei angemessen. Die Namen Stubb( Finnland),de Wever( Belgien) …wurden genannt. Dann meldete sich die blonde Estin zu Wort und beanspruchte diese Aufgabe für sich. Obwohl ihr klar sein musste, das sie aufgrund ihres fanatischen Russenhasses und Rassismus in Moskau nicht akzeptiert werde wird.
    Dann hat die NATO ihre Psy- Op „40 Tage maximaler Terror gegen russische zivile Ziele“ gestartet. Und seit Mitte Juni war keine Rede mehr von Verhandlungen. Denn, so die westliche Propaganda, mit den Angriffen auf Ziele tief in Russland werde „Putin in die Knie gezwungen“….
    Der „Wertewesten“, insbesondere die EU, will keine Verhandlungen. Die „Europäer“ glauben immer noch an den Endsieg und versuchen weiter zu eskalieren. Der „Drohnenvorfall“ von Leipzig weist Alle Merkmale einer „False Flag“ – Aktion auf…

  9. Herr Rötzer thematisiert zurecht, dass die deutsche Bundesregierung hier gleich doppelt schief gewickelt liegt.
    Zum einen ist das Atomwaffenpotenzial Russlands keine Fiktion, sondern real. Meiner Einschätzung nach sind wir von dessen Einsatz noch ein Stück entfernt, aber es passieren auch ab und zu tragische und im Ergebnis desaströse Zufälle.
    Zum anderen verhökert Wadephul gerade die ukrainischen Wehrpflichtigen, die sich vor dem Krieg und dem Sinnlossterben nach Deutschland geflüchtet haben. Was eine menschliche Katastrophe darstellt. Anti-Krieg und „Nie Wieder!“ in Deutschland war dann wohl mal, wenn es das jemals überhaupt war.
    Die Nennung dieses Vorgangs auf Telepolis hat mir übrigens gerade eben mal wieder 3 Tage Sperre eingetragen, nur so nebenbei, weil Herr Rötzer mit TP ja mal verbunden war. Kriegsgegner zu sein, kommt in der Forenmoderation dort offensichtlich nicht (mehr) gut an und die sind ja eigentlich ein Alternativmedium. Das lässt tief blicken auf die Einstellung des Durchschnitts, mit dessen zumindest im Westen gut abgehangenen antirussischen Weltbild, das sich als viel dominanter erweist, als die Angst vor einem Krieg.

    1. Herr Rötzer dürfte doch sicher eine ungefähre Ahnung haben, nach welchen Kriterien im Telepolis Forum moderiert wird.
      Ich würde mir einen Artikel dazu wünschen… 🙂

      1. Wieso sollte er die heutigen Kriterien vom tp-Forum kennen? Die haben sich nach seinem Abgang massiv verändert. Das habe ich am eigenen Leib erfahren…

        1. Sie haben wohl recht.
          Ich hab grad noch mal nachgeschaut – er hat Telepolis tatsächlich viel früher verlassen als ich dachte.

          1. Auch sein Nachfolger, Harald Neuber, unter dem diese Wandlung bei Telepolis erfolgte, ist inzwischen weg. Er arbeitet aktuell (oh Schreck) für die Berliner/Ostdeutsche Allgemeine Zeitung….

            Unter ihm gab es diesen schrägen Zustand, daß man als Forist gesperrt wurde, wenn man dieselben Ansichten äußerte, wie die Autoren in ihren TP-Artikeln. Im Artikel setzte man sich bspw. solidarisch für die Nachdenkseiten ein, die damals vom „Zentrum Liberal Moderne“, mit Staatsgeldern finanziert, diffamiert wurden (Projekt „Gegneranalyse“). Im Forum aber waren Links zu den NDS oder Zitate von dort ausdrücklich untersagt.

  10. Die Russen können sagen was sie wollen, denen hört niemand zu. Unserer Pokerspieler interessiert dies leider nicht. Falls diese europäischen Hasardeure sich stark genug fühlen, lassen ein „Gleiwitz“ inszenieren.
    Oder, die traumatisierten nordischen Verbündeten werden mit unserer Unterstützung den „Russischen Bähren“ solange piesacken bis der den ersten Schritt unternimmt.
    Die Fenster für eine friedlich Beilegung des Krieges ist geschlossen. Falls die Großmächte doch noch eine Einigung erzielen, armes gebeuteltes Deutschland. Die Terroristen der Ukraine werden die Deutschen haftbar machen.

  11. „Wir wissen ganz genau, und Sergej Lawrow weiß natürlich auch, dass Russland diese Sache in Leipzig gemacht hat – und dass wir darauf reagiert haben, darauf reagieren mussten.“

    Viele Deutsche wissen es aber nicht und glauben, dass da manipuliert wurde. Und solange nicht Butter bei die Fische gepackt wird, glaube ich ihm auch nicht. Wer hindert ihn daran, die Beweise auf den Tisch zu legen? Was ist eigentliche die Funktion eines Politikers, zumal eines Aussenministers?

    Bis zum Beweis des Gegenteils glaube ich, dass „diese Sache in Leipzig“ – drei nicht funktionsfähige Angriffsdrohnen – der Stimmungsmache in Deutschland diente.

    1. Mit der Offenbarung des Sturmgeschützes ehem. vor einem halben Jahrhundert – ein gewisser Rubin, Berthold sei sowas wie der 007 von Franz Josef Strauss gewesen – hatte meine „Mutmaßung“, der Vorfall zu Leipzig hätte ein bestimmtes ‚Gschmäckle‘ geradezu unterfüttertt. Mit den neuen Infos von heute auf https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/whistleblower-widerspricht-der-offiziellen-version-des-drohnenvorfalls-von-leipzig-2 – na ja, ‚Gschmäckle‘ ist da so langsam leicht untertrieben. With no further comment! Einfach nur mal lesen!

  12. MH 17, Buschta, Verschleppung ukrain. Kinder usw, usw… angeblich alles inszeniert, alles gelogen, keine Beweise.

    „Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten –, dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.“ G. Orwell „1984“

  13. Die nächsten 12 Monate werden entscheidend sein.
    Der Bundesregierung und mit ihr den Blockparteien schwimmen die Felle davon und sie werden von Wahl zu Wahl mehr abgestraft. Die Wirtschaftsdaten werden immer katastrophaler und US-Dienste gehen davon aus, dass der Ukraine binnen eines Jahres die Soldaten ausgehen werden und dann ein Zusammenbruch der Front droht.
    Merz & Co läuft also die Zeit davon insbesondere bzgl des Projekts Rohstoffraum Ost.
    Die gesamte Ukrainepolitik steht vor einem totalen Scherbenhaufen und es droht der „etablierten“ Politikclique ein unfassender Verlust ihrer Machtbasis.
    Als einzige Rettung bliebe da nur noch der Spannungsfall und dann Bündnisfall.

    1. „Die nächsten 12 Monate werden entscheidend sein.“

      Ich glaube was in Deiner Kalkulation (und der von den „US-Diensten“) noch nicht mit drin ist, ist die offensichtlich zwischenzeitlich (möglicherweise vor einigen Wochen) erfolgte Anweisung der russischen politischen Führung an den Generalstab, die Kiewer Junta jetzt mit militärischen Mitteln in die Kapitulation zu zwingen.

      Das kürzlich begonnene mächtige Dauerbombardement (nicht nur) der Hauptstadt, die Reduzierung aller Art von Infrastruktur, die Unterbindung des Außerhandels und die Ankündigung der Zerstörung der verbliebenen Energieerzeuger und -lieferanten bedeutet nach meinem Verständnis, dass sich die Frage im Westblock nach dem „Wie weiter?“) nicht erst in einem knappen Jahr stellt wird, sondern innerhalb der nächsten ein bis zwei Monate.

      Denn wenn beispielsweise große Teile der verbliebenen Bevölkerung, vor allem Rentner und Krüppel, nach Deutschland evakuiert werden sollen, dann scheinen mir Frühling oder Sommer 2027 doch ein wenig spät.

      Dass „die Blockparteien von Wahl zu Wahl mehr abgestraft werden“ ist Spekulation. Allerdings denke auch ich, dass nun die Demokratieschützer energisch auf den Plan treten werden um „unsere Demokratie“ zu schützen. Und wie kann man „unsere Demokratie“ besser schützen als durch das Verbot von Wahlen, Demonstrationen und freier Meinungsäußerung?

      Je schneller die Restukraine auf der schiefen Ebene Richtung Zusammenbruch rutscht, das sehe ich genauso wie Du, desto energischer wird „unsere Demokratie“ vor Andersdenkenden geschützt werden. Die Weichenstellung dafür dürfte bereits in den nächsten Wochen unübersehbar werden – jedenfalls für jene die nicht permanent die Augen schließen…

    2. Jein…. Abgesehen von Sachsen Anhalt haben die Kriegstreiberparteien nach wie vor die Mehrheit bei den Wählern. Das haben die Medien gut im Griff. Stürzt die Regierung Merz, kommt das nächste Kriegskabinett ans Ruder. Und daß die AfD wirklich eine „Friedenspartei“ ist…. darf zumindest bezweifelt werden.

  14. Vielen Dank dem Autor für sein unermüdliches Warnen vor der weiteren Eskalation des Krieges der Nato gegen Russland und für seine immer wieder unübersehbar gezeigte Abneigung gegenüber dem Militarismus, nicht zuletzt dem deutschen Militarismus.

    Die Kriegsziele der Nato so wie ich es lese ist, Russland ständig und immer tiefer im Krieg zu halten und perspektivisch den russischen Staat und seine Möglichkeiten durch beständige Eskalation auf allen Eben zu überstrapazieren und gleichzeitig zu Gegenangriffen auf Nato-Territorium zu nötigen.

    Zu den russischen Kriegszielen gehören, nicht nur die Restukraine, sondern vor allem auch die Nato zu entwaffnen, den Nato-Staaten für ihren Krieg Kosten aufzuerlegen die sie irgendwann nicht mehr bewältigen können und die restukrainische Junta zur Kapitulation zu zwingen. Mit letzterem dürfte die politische Führung Russlands vor einigen Wochen den Generalstab beauftragt haben.

    Was „Butscha“ und „Leipzig“ (und so manch anderes) betrifft sind nicht nur diejenigen die von der Verantwortung Russlands überzeugt sind, sondern auch diejenigen die sie für möglich halten schlicht nicht ernst zu nehmen. Entweder sie verfolgen damit politische, finanzielle und/oder sonstige Ziele oder es fehlt ihnen jegliches Verständnis für internationale Konflikte.

    „… Russland sei „in diesem Krieg lange nicht so erfolgreich (…), wie man es sein wollte“ (Wadepfuhl). Das ist wahr, ist aber damit nicht die Möglichkeit gegeben, dass Russland doch als Warnung zum Einsatz einer taktischen Atomwaffe in der Ukraine greifen könnte? (Rötzer)“

    Die Fehleinschätzung der realen militärischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse zwischen Nato/EU und Russland in Europa ist weit verbreitet. Ein bei Ahnungslosen beliebtes Vorgehen besteht darin Flugzeuge, Schiffe, Panzer, BIP und anderes zusammenzuzählen und gegenüberzustellen und zu dem Schluss zu kommen, Russland bleibe „im Ernstfall“ nur der Einsatz von Atombomben um einer Niederlage zu entgehen. Doch diese Methode auf den US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran rückwärts angewandt sollte dann ergeben, dass der Iran über erheblich mehr Flugzeuge, Schiffe, Panzer und ein deutlich höheres BIP als seine Feinde zusammen verfügt.

    Ist das wirklich so?

    Eine weitere unter militärisch Ahnungslosen beliebte Überlegung ist, Russland könne mangels Alternativen taktische Atomwaffen (was immer das sein soll) über der Restukraine abwerfen. Auch denjenigen die das für möglich halten ist nach viereinhalb Jahren Krieg wirklich nicht zu helfen.

    Die russische politische und militärische Führung verfügte und verfügt zu jedem Zeitpunkt des Krieges, den die Nato gegen ihr Land führt, über eine Vielzahl von Optionen. Wir dürfen sich sein, dass alle diese Optionen durchkalkuliert und regelmäßig überprüft und neu bewertet werden. Wir dürfen weiter sich sein, dass sich die russische Führung für diejenigen Optionen entscheidet, deren Kalkulation die meisten oder die wichtigsten der eigenen kurz-, mittel- und langfristigen Ziele zu einem möglichst vertretbaren Preis zu erreichen verspricht.

    Eine Option besteht darin, der restukrainischen Junta und ihrem „Staat“ noch vor dem Winter alles zu nehmen was für ein Überleben unabdingbar ist wie Energie oder Außenhandel, so dass den „Verbündeten“ die Aufgabe zufallen wird, die (möglicherweise immens) steigenden Kosten für den Erhalt einer Simulation von Staatlichkeit zu stemmen und die verbliebene Bevölkerung von rund 20 Millionen Menschen – darunter mehr als die Hälfte Rentner und Krüppel – zu versorgen, sei es in der Restukraine oder hier bei uns.

    Eine weitere Option besteht darin, sollte Deutschland das Rennen als der Hauptfeind Russlands gegen formidable Konkurrenten wie Kleinbritannien, Frankreich oder Polen gewinnen, einen von diplomatischen Schritten flankierten militärischen Gegenangriff auf unser Land zu starten. Die Kündigung des Zweiplusviervertrages die bereits auf Putins Schreibtisch liegt (alle anderen gesetzlich vorgesehenen Instanzen haben dem bereits zugestimmt) und die Aktivierung der Feindstaatenklausel aus der UN-Charta drängen sich dabei förmlich auf.

    Für den militärischen Teil gibt es wiederum eine Reihe von Optionen. Nicht nur die Rüstungsbetriebe wären in der Zielauswahl, sondern ebenso Energieversorgung, Rechenzentren, Verkehrsknotenpunkte und andere wichtige Infrastrukturobjekte sowie die Schaltstellen der Macht. Nach dem Versenden von 50 oder wegen mir auch 300 modernen Raketen abzüglich von 0 bis 2 %, die die Bundeswehr sicher unschädlich machen würde, bin ich sicher, dass die Situation im Lande eine andere sein wird als zuvor.

    Und wenn die Machthaber unseres Landes sich dann nicht wie unterlegene Hunde blitzschnell auf den Rücken werfen, dann kommt für die weitere Kalkulation auch noch die atomare Option dazu.

    Eine Atombombe von der Größe der Hiroshimabombe auf Berlin und wir sind fertig als Land: Eine sechsstellige Zahl von Toten und eine sechsstellige Zahl von Schwerverletzen wäre die Folge. Alle Krankenhäuser des Landes wären dann wie Thomas Gast vor einigen Monaten schaurig-überzeugend ausgeführt hat überfüllt. Wir haben dafür nicht die Betten, wir haben dafür nicht das Personal, wir haben nicht die Blutkonserven, wir haben nicht das Verbandsmaterial und möglicherweise auch nicht das Klopapier.

    Eine zweite Atombombe auf München vielleicht noch dazu? Und denjenigen Hardcore-Kriegstreibern, die jetzt sagen, das ist nur Panikmache, so viele Atombomben habe Russland überhaupt nicht sei gesagt: „Doch haben sie, sogar noch etwas mehr. 5500 in etwa und 4000 davon einsatzbereit…“

    Der Krieg der Nato geht nicht nur gegen Russland, sondern auch gegen uns alle hier in Deutschland und seinen Nachbarländern: Gegen die Russlandfreunde und anderen Oppositionellen genauso wie gegen Mitläufer und fanatische Russlandhasser und andere Kriegstreiber wie gegen „Neutrale“ und komplette Vollidioten.

    Von der westlichen Politik eine Kursänderung zu erhoffen ist meines Erachtens vollkommen realitätsfremd. Wenn wir, die Bevölkerung der EU-Staaten unseren Machthabern nicht gehörig aufs Dach steigen, dann wird alles seinen Gang gehen – soweit, bis die atomare Option auf dem Tisch liegt.

  15. Ich hatte neulich mal ChatGPT gefragt, wieso die Bundesregierung zwar massiv für einen Krieg gegen Russland rüstet, die nukleare Komponente aber dabei völlig außen vor lasse. Nach einigem Reden um den heißen Brei, kam dann die Antwort: Deswegen, weil man gegen Atombomben ohnehin nichts tun könne und daher auch entsprechende Vorbereitungen sinnlos seien. Das entbehrt zumindest nicht einer gewissen Logik. 😬

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