Angst vor Kriegsgegnern: Protest gegen Asow wird von Geheimdienst, Militär, Polizei und Regierung unterdrückt

Der Tumult vor dem Asow-Haus in Petropavlivska Borshchagovka, in dem Deserteure gefangen gehalten und geschlagen worden sein sollen, wird zu einem nationalen Skandal und offenbart den Riss zwischen den Kriegsbefürwortern und Kriegsgegnern. Alles soll russische Propaganda sein, es tobt ein Informationskrieg über die richtige Deutung.

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4 Kommentare

  1. Das sind also die „westlichen Werte“ die in der Ukraine verteidigt werden. Das die ukrainische Regierungsbehörden und Medien die eigenen Schweinereien verdecken wollen, das ist noch nachvollziehbar. Das aber auch westliche Strukturen da mitspielen, das lässt tief blicken. Denn entweder haben die gar nicht berichtet ( bis auf Ausnahmen) oder gleich die Position der ukr. Regierung übernommen. Brüder und Schwestern im Geiste, möchte man da sagen…

  2. „Zudem wurde die 22-jährige Valeria Ladyka zu 59 Tagen Haft verurteilt, weil sie versucht habe, den Bus der Nationalgarde umzuwerfen“

    Alle Achtung vor den Superkräften junger Ukrainerinnen. Da hatte die Nationalgarde wohl die Hosen voll.

    1. „Superkräfte junger Ukrainerinnen.“

      Über ihre Anwälte haben sie und ein paar andere, die involviert waren und verhaftet wurden, zu Protokoll gegeben, dass sie gar nicht wussten, was sich am Tatort abspiele, worum es gehe und einem Aufruf von pro-russischen Seiten im Internet befolgt seien:

      „Wir kamen dort an und gerieten in die Menschenmenge. Alle riefen irgendetwas – vielleicht habe ich auch etwas gerufen. Vielleicht war ich nur ein bisschen lauter. Ich habe den Bus für 20 Sekunden aufgehalten, bin dann wieder weggegangen und habe mich an nichts anderem beteiligt. Wir wussten nicht, dass sich dort eine militärische Einrichtung befand. Hätte ich gewusst, was dort passiert, wäre ich niemals dorthin gegangen. Ich bereue es wirklich.“

      Das sind wahren Helden der Kiewer Rus!

  3. Eigentlich ist der Fall ziemlich aufgeklärt. Asow hat Frontsoldaten festgenommen und in ein Verließ verbracht, in dem es den Soldaten noch schlechter geht als an der Front. Soweit von Asow selbst zugegeben. Dass das Regiment hierfür keinerlei Berechtigung hat, wird schon gar nicht mehr erwähnt. Die machen, was sie wollen. Polizei und Justiz haben nicht die geringste Chance, das in einem Prozess zu klären. Auch diese 130 Beteiligten hat Asow ermittelt. Es wird auf das hinauslaufen, was in Odessa 2014 passiert ist. Die Täter kamen unbehelligt davon, bestraft wurden die Angehörigen, die Aufklärung verlangten. Diese C14-Organisation wurde schon im Jahr 2018 beschrieben und zwar nicht von Russen, sondern vom Atlantic Council.
    https://www.atlanticcouncil.org/blogs/ukrainealert/ukraine-s-got-a-real-problem-with-far-right-violence-and-no-rt-didn-t-write-this-headline/

    “Ukraine is sinking into a chaos of uncontrolled violence posed by radical groups and their total impunity. Practically no one in the country can feel safe under these conditions.” Das schon damals, lange vor dem Krieg.

    Die Russen haben nun eigentlich alles bestätigt bekommen, was sie immer behaupten. Ausgerechnet Thomas Röper will hier aber einen Machtkampf zwischen verschiedenen Parteien sehen. Wobei auf der einen Seite Budanow und Asow stehen und unbekannte Akteure auf der anderen. Also ich weiß nicht. Auch dieser Röper kann irren.

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