Deutscher Bundestag

Wer Politik nicht aushält, sollte sie nicht ewig machen müssen

Nach dem Rückzug von Bärbel Bas wurde viel darüber gejammert, wie rau es in der Politik zugehe. Aber das war nie anders. Was dagegen helfen könnte: Eine Begrenzung der Lebensmandatszeit.

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7 Kommentare

  1. Mandate für 8 oder 12 Jahre? Soweit ich weiß, werden in Deutschland Mandate für vier oder fünf oder im Falle von Bürgermeister 7 Jahre vergeben. Dann gibt es jeweils Neuwahlen.

    1. Es geht nicht um die Verlängerung des Abstandes zwischen zwei Wahlen, sondern um eine Begrenzung der maximalen Verweildauer eines Abgeordneten in einem Parlament. 8 Jahre Lebensmandatszeit bedeutet dann, der Mandatsträger kann nur einmal wiedergewählt werden, danach muss er sich einen anderen Job suchen.

    2. Amtszeit für Schöffen beträgt auch nur 2 mal 5 Jahren und danach ist Schluss! Genau das gleiche muss auch für Politische Mandate gelten, danach können die Parteien auch ihre Berufspolitiker/*Innen aus der eigenen Parteikasse selbst Maximal weiter versorgen.

  2. Schon zur 1. Mai-Veranstaltung 2026 des DGB, wo Baas, selber Duisburgerin, in Duisburg die Hauptrede gehalten hat, hat man sie schon von Seiten der CDU und AfD heftig attakiert. Obwohl sie den Koalitionsvertrag kannte, den sie mit dem Autokraten Klingbeil unterschrieben hatte, war sie noch so naiv, den Menschen auf der Demonstration einige Versprechen zu machen. Da waren viele Thyssenkruppleute dabei, die Firma, die mit Hilfe der IG-Metall 15000 Arbeitsplätze wegrationalisieren will. Massenweise bestellt man schon die 59-jährigen in die Personalabteilung ein, dass sie einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, um dann in eine ungewisse Zukunft zu gehen. Auf der anderen Seite verlangen die Kapitalisten ein Renteneintrittalter von 70 Jahren.

    Merz und seine Vasallen wollen im Auftrag der Finanzindustrie sugzessive das Sozialsystem in Deutschland zerschlagen. Was er mit der SPD begonnen hat, ist nur der Anfang. Geplant war wohl, dass Jens Spahn dann mit der AfD weitermacht. Das wird Bärbel Baas wohl bewußt geworden sein, dass sie nur noch als Alibi-Funktion herhalten soll. Sie hat längst begriffen, dass die Politik in den Konzernetagen gemacht wird anstatt im Parlament. Baas braucht zum Leben keine 2 Flugzeuge oder eine Villa am Tegernsee. Sie ist unter ärmlichen Verhältnissen groß geworden, wie viele andere auch, deren Wahlkreis sie vertritt. Mit ihrem Rücktritt hat sie wieder viel Symphathie und Glaubwürdigkeit zurückgewonnen, ob man ihre Begründung dafür abnimmt oder nicht.

  3. “ In den Anfangsjahren der Bundesrepublik war die Diät eher bescheiden — viele Abgeordnete betrachteten ihr Mandat als Ehrenamt mit Aufwandsentschädigung. Erst mit der Professionalisierung des Parlaments in den 1970er-Jahren näherte sich die Vergütung dem heutigen Niveau an.“ KI

    Vielleicht, … ne bin mir sicher, solten wir dahin zurück.

  4. „Auf der anderen Seite verlangen die Kapitalisten ein Renteneintrittalter von 70 Jahren.“

    Nein, unsere korrupten Politiker, welche das Rentensystem zur Finanzierung ihrer teuren Hobbys angezapft haben, verlangen das. Die Kapitalisten können mit 70jährigen nichts anfangen, die bringen keine Leistung mehr und haben ständig Arzttermine.

    Die Kapitalisten kann man nicht abwählen (muß man auch nicht), aber Politiker kann man abwählen.

  5. Am meisten an diesem Artikel hat mich die Aussage

    »am schlimmsten sind übrigens – so sagte mir Joana Cotar einst in einem Interview, sie beschrieb es aber auch in ihrem Buch – die Gegner in der eigenen Partei«

    beeindruckt, es waren die eigenen Gegner in ihrer Partei, die Sarah Wagenknecht am stärksten sabotierten.

    Bei der Bundestags-Wahl 2013, schnitt die Linke als drittstärkste Partei – vor den Grünen – ab, die FDP scheiterte an der 5% Hürde und die AfD war noch gar nicht im Bundestag vertreten. (Diesen Erfolg verdankte die Linke Sarah Wagenknecht).

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