Plagiat, Symbolbild

»Plagiate werden immer leichter«

Plagiierte Doktortitel, entwertete Promotionen und eine Politik ohne echte Rücktrittskultur: Warum geraten gerade Spitzenpolitiker immer wieder wegen ihrer Dissertationen in die Kritik?

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8 Kommentare

  1. „Und dann kommen noch die (wenigen) politischen Aktivisten hinzu, die Diskussion und kritische Auseinandersetzungen zu boykottieren versuchen.“

    Woran scheitert denn deren Versuch, zur Diskussion nicht hinzugehen?
    Oder ist vielleicht eher „sabotieren“ gemeint? Vielleicht auch „zu einem Boykott aufrufen“?
    Nur mal als terminologische Anregung, wegen Genauigkeit, Wissenschaft und so.

    1. Das Gespräch oder gar die Diskussion ist tot.
      Selbst im privaten Gespräch.
      Ein ehemaliges Kollegenpaar, beide promovierte Naturwissenschaftler, mit denen ich noch vor 3 – 6 Jahren gut diskutieren konnte, über Politik (Krieg in Syrien), Umwelt, Klima, …
      Heute geht das nicht mehr.
      Es kommen nur noch plakative Behauptungen, die als Wahrheiten „verkündet“ werden.
      Sie: Schlimm, was Frau Reiche macht. Wir könnten längst bei weit über 80 % Erneuerbare bei der Stromerzeugung sein.
      Ich: Es gibt Probleme der Netzstabilität bei der Einspeisung Erneuerbarer, bei vel Wind und Sonne muss jetzt bereits abreguliert werden, was Kosten verursacht: Deutschland hat mit die höchsten Strompeise in der EU.
      Sie (Grüne): Erneuerbare sind das Günstigste für die Stromerzeugung!

      Man sieht, es wird nicht auf das Gesagte eingegangen, sondern orthogonal dazu ein Mantra verkündet.

      So wie auch die grüne Fraktionsvorsitzende im Spiegel verkündete, die ganze Welt würde Deutschland um die „Energiewende“ beneiden und zu kopieren suchen.

      Diese Mantras werden hart gegen die Realität gesetzt. Vor letzterer verschließt man fest die Augen.

  2. Ich, als Dr. Klöbner, bin unangreifbar. An mir beißt sich jede/r Plagiatsjäger_in die Beißer_innen aus. Nicht mal ein Weber, geschweige denn eine Weberin, würde fündig.

  3. Wer braucht eigentlich diese Unzahl an Texten, die außer 3 Hanseln kein Mensch liest?
    Ein Großteil der Wissenschaft dient meinem Empfinden nach vor allem der Selbstbefriedigung, sei es nun Reputation oder Anhäufung von letztlich irrelevantem Wissen.

  4. Nun soll ja der Doktor oder die Doktorin etwas Neues finden oder erschaffen. Dem bisherigen Wissen soll etwas hinzu gefügt werden und es soll schon von diesem Kandidaten kommen. Daran kann man eigentlich nicht rütteln. So ist man aus dem Mittelalter heraus gekommen. So muss das bleiben.
    Nun werden die Altvorderen da auch nicht unbedingt korrekt gewesen sein. Schaute man sich die Arbeiten von Kant, Gauß und Leibnitz an, so fände man sicher auch eine Stelle, wo ein Zitat nicht als solches gekennzeichnet ist. Aber am Ende musste dann das Neue herauskommen. So sollte auch heute verfahren werden.
    Aber das nun wurde offensichtlich neoliberal aufgeweicht. Gut, dass das in die Kritik gerät.

  5. Weil alles schon mal gesagt wurde.
    Weil es kaum neue wissenschaftlichen Erkenntnisse mehr gibt,, da eh nur noch zielgerichtet geforscht wird.
    Weil die meisten Erzählungen eine Lüge sind.

  6. Klar werden Plagiate immer leichter.
    Es ist ja auch viel leichter, von jemandem abzuschreiben, als sich eigene Gedanken zu machen (viele können das ja auch gar nicht).
    Der akademische Betrieb ist sowieso schrecklich und verlogen.
    Es gibt keine Geistesgrößen mehr.
    Die Zeiten von Adorno, Horkheimer, Marcuse, Fromm und Benjamin sind lange vorbei.
    Schon einen Habermas finde ich grauenhaft.

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