Aerial view of Rhine River near Frankfurt

Ein Land, auf das man keinen Anspruch haben darf?

Viel Empörtes wurde über einen Satz berichtet, den AfD-Mann Siegmund sagte. Demnach wolle sich seine Partei »unser Land« zurückholen. Was an dieser Parole – übrigens oft auch von Linken skandiert – falsch sein soll, kann man bestenfalls herbeikonstruieren – aber nicht begründen.

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3 Kommentare

  1. Mein Land.LOL. Deutschland ist nicht mein Land. Mir gehört nicht einmal ein einziger Quadratmeter. Ich bin nur ein verdammter Mieter.
    Die Bonzen können von „mein Land “ schwadronieren. Wir anderen sind Landlos.

  2. Den Schlandlappen-Patrioten wird niemals deutlich werden, dass ihnen, von „ihrem Land“ nicht das Schwarze unter den Fingernägeln gehört.

    Die genetisch manifestierte Territorialität,
    des Menschen, wie bei vielen Säugetieren vorhanden, zu instrumentalisieren, gehört
    zu bekannten Werkzeugen aus der Kiste
    von Faschisten. Am Lebensraum im Osten arbeitet Brüssel derzeit in der Ukraine.

  3. Wie auch die ersten Kommentare sagen: Das Problem besteht weniger darin, dass Siegmund das eigene Land zurückhaben möchte. Das Problem besteht in der Identifikation derjenigen, die das Land „weggenommen“ haben. Das sind nämlich nicht „die Migranten“ (und auch nicht „die Wessis“).
    Migration verursacht Probleme, keine Frage, und diese Probleme müssen angegangen werden (wenngleich der Migrantenanteil in Sachsen-Anhalt eher überschaubar ist). Auch der Anschluss der DDR hat zweifellos große Probleme verursacht (wie man nirgends besser als in Sachsen-Anhalt sieht). Zurückzufordern ist das Land, in dem man gut und gerne lebt, dennoch von anderen – und hier wird’s haarig: Wo immer man die Expropriateure vermutet – ob man von Kapitalismus, Eliten oder was auch immer redet – es handelt sich um verdammt mächtige Leute und Strukturen.

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