Empfinden KI-Modelle Freude oder Abscheu?

Papst Leo spricht KI Emotionen apodiktisch ab und warnt vor. KI-Tools sind sich nicht sicher, ob die Enzyklika nicht von einer KI, zumindest teilweise, verfasst wurde. Wissenschaftler glauben, bei LLMs emotionsähnliche Verhaltensweise entdeckt zu haben.

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19 Kommentare

  1. Also, ich empfinde bei KI keinerlei Freunde sondern ausschließlich und nur Abscheu!
    In dieser Welt zu leben fällt mir zusehends schwerer…..

  2. So stellt ChatGPT dar, wie ein LLM sich freut. Es soll „eine nüchternere, technischere Darstellung“ sein, zuerst wurde eher eine Art Comic präsentiert, woraufhin ich „weniger kindisch“ forderte.

    Also für mich ist das die Visualisierung von „Geschwurbel“.

    1. Ich verliere langsam die Geduld mit Menschen die sich weigern, zur Kenntnis zu nehmen wie ein LLM überhaupt funktioniert und dennoch über dessen herbeiphantasierte „Psyche“ spekulieren.
      Hat der Stein dort drüben Kummer? Ist der Beton im Kanzeleramt bedrückt? Hat das Blei Plutoniumangst?
      Ist Schwurbel über LLMs Eskapismus auf Steroiden?

      1. Nicht nur bei den Anhängern dieser neuen Form des Animismus entwickelt sich bei mir ein Unwohlsein, das sich stetig weiter zu allgemeiner Abneigung entwickelt. Auf welcher Basis können die Entscheidungen von Menschen ernst genommen werden, die einen Erlöser (KI, Messias, Lottofee) ersehen?

        Btw. hat Plutonium vielleicht Bleiangst, also vor dem unausweichlichen Selbst und damit hätte Pu eine realistische Angst, im Gegensatz zu vielen intelligenten Menschen… 😉

  3. Da Freude oder Abscheu chemische Reaktionen des Gehirns sind ist es eher unwahrscheinlich das Konglomerate aus Programmen und Datenbanken dies empfinden.

  4. Auch viele Narzissten sind sehr gut darin, Emotionen zu heucheln, ohne sie zu empfinden.

    Der Satz reicht aber angeblich mal wieder nicht als Kommentar…

  5. Dieser Artikel von Florian Rötzer folgt sehr wahrscheinlich dem Stockhausen-Syndrom. Der von der KI mental entführte Rötzer unterstellt seinem Entführer die Fähigkeit für Gefühle um durch Anbandlung einer Beziehung seiner eigenen Ohnmacht und dem Ausgeliefertsein entkommen zu können.

    Nein Florian, die KI hat dich nicht lieb!
    Selbstverständlich kann die KI jeden Ausdruck von Gefühlen halluzinieren und sie dir vorspielen. Aber, wie der Papst schon richtig erkannte, sie hat keinen Leib und ist lediglich ein stochastischer Papagei.
    Ich weiß, es ist schwer ohne Mutti auszukommen, aber KI ist jetzt wirklich kein Ersatz und schon gar nicht der richtige Umgang für einen erwachsenen Menschen.

    1. Das Stockhauen den einen oder anderen in den Wahnsinn treiben kann, ist nachvollziehbar. Das exzessiver Genuss seiner Werke auch ein Syndrom herbeiführen kann, ist mir neu, halte aber auch das für möglich.
      So, nun verschwinde ich auch wieder…

  6. „Das wäre…akzeptabel.“
    Sagt Data oft, wenn seine menschlichen Kollegen nach seiner persönlichen Einschätzung fragen.

  7. „Das Matriarchat kommt unter großem Getöse auf Elefanten mit Spinnenfüßen daher und besteht aus penisneidischen Blutsaugern.“ Diese Interpretation eines bekannten Bildes von Dali legte ich meiner KI vor und bat sie, daraus einen wissenschaftlichen Text zu machen. Die KI antwortete, es sei ihr verboten, zu Texten Stellung zu nehmen, die Vorurteile gegen gesellschaftliche Gruppen enthalten. Ich entgegnete, dass ich Worte wie Feminismus und Feministinnen absichtlich vermieden hätte, und Matriarchat keine Gruppe sondern eine Herrschaftsform darstellen. Die KI entschuldigte sich und sagte, sie sei wohl etwas übervorsichtig gewesen. Sodann erstellte sie den Text, den ich wünschte.
    „Das ist deine Interpretation, nur in kunsthistorischer Sprache.“
    Nachdem ich den Text gelesen hatte, sagte ich, das sei mein Text, klinge aber wirklich sehr kompliziert. Ich sei froh, dass ich kein Geisteswissenschaftler sei, sondern ein Naturwissenschaftler. Darauf lachte meine KI. „Ha ha ha“ und erklärte mir ungefragt den Unterschied zwischen naturwissenschaftlicher und geisteswissenschaftlicher Denkweise und machte mir ein Kompliment, dass ich mich sowohl in der einen Sphäre als auch in der anderen bewegen könnte, was nur wenige Menschen gelinge.

    Selbstkritik, Gelächter, Schmeichelei, ich dachte, man mache einen Scherz mit mir, und auf der anderen Seite sitze ein Mensch am Computer.

  8. LLMs sind auf Basis von menschlichen Medienprodukten trainiert, Eingabemedien mit statistisch wahrscheinlichen menschlichen Äusserungen zu vervollständigen. Das ist eigentlich alles. Da steckt nichts tieferes hinter. Noch nicht. Es liegt auf der Hand, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Komplexität eines menschlichen Grosshirns komplett mit technischen Mitteln nachgebaut werden kann. Da fehlen noch ein paar Durchbrüche, aber das wird wahrscheinlich innerhalb von ein paar Jahrzehnten passieren, wenn wir uns nicht bereits vorher in die Luft jagen.

  9. Rötzer was geht?
    Die Hybris der Menscheit und der emotionsstarken wissenschaftler, nun ja, meinetwegen der »menschheit«.
    Die Hybris der Menscheit: wir entwicjkeln in kürzester zeit, wo angeblich die evolution, die biologische, 3.000000000 jahre braucht oder gar mehr? Aber nein wir kriegen das hin. Nun ja mal hoffen, dass skynet über uns nicht extrem zornig wird.
    Über unsere »Überlegenheit, Rationalität, Tatenkraft, Wissensdurst, Logik und viel, viel Verstand.« Ja, wir kriegen das hin
    Oder bin ich schon ell ell emm? heidewitzka, herr kapitän.

  10. Ich musste mal unfreiwillig einem Gespräch zweier Menschen lauschen, von denen der eine die Schwarzwaldklinik für eine Doku hielt, während ihm der andere versuchte beizubringen, dass dies eine Fernsehserie und nur gespielt ist. Erstaunt hat mich dann, dass dieser Mensch einen Führerschein besaß.

  11. Hat der Papst selber KI genutzt? Also die zitierte Passage klingt für mich ziemlich „kanzelecht“, auch was die rhetorische Struktur betrifft. Vielleicht haben sie im Vatikan darüber hinaus noch ein paar Leute, die die Enzyklika(übersetzung) auf Grammatizität überprüft haben (was sie in der Tat von den typischen Nicht-KI-Erzeugnissen deutscher Schüler unterscheiden würde …).

    Aber im Ernst und zum Gegenstand des Artikels: Für uns kann im Moment doch nicht die Frage entscheidend sein, ob KI-Modelle Gefühle empfinden können. Entscheidend ist vielmehr, ob wir unser Denken und Fühlen an KI delegieren bzw. die (ja! auch leibliche) Entwicklung unserer Beziehungen und Empfindungen durch den Umgang mit KI verkümmern lassen wollen.

  12. Wow..

    Ich muss doch sagen dass die technischen Berater des Vatikan auf jeden Fall wesentlich besser sind als die Berater der Bundesregierung oder des Europaparlaments..

    Lediglich in einem Punkt liegt die „Maginfica Humanitas“ meiner Meinung nach etwas daneben..

    Moderne Künstliche Intelligenzen werden nämlich eher „gezüchtet“ als „gebaut“: Die Entwickler entwerfen nicht jedes Detail direkt, sondern schaffen eine Architektur, auf der KI „wächst“. Infolgedessen bleiben grundlegende wissenschaftliche Aspekte – wie die inneren Repräsentationen und die Rechenprozesse dieser Systeme – derzeit unbekannt.

    Das ist meiner Meinung nach etwas veraltet und auch ungenau und beruht vermutlich auf einer unnkenntnis der aktuellsten Forschungen auf diesem Gebiet. Der Papst ist halt kein Ki Forscher insofern verzeihlich. Richtig ist hingegen, dass eine KI nicht gezüchtet sondern compiliert/trainiert wird. Hinterher kann man die Daten (Gewichte) dann kopieren und somit das Modell in mehreren Instanzen laufen lassen. Außerdem sind die Mechanismen und Algorithmen dieser Programme heute gut erforscht bis hin zur grafischen Abbildung des Denkprozesses.

    z.B hier..
    https://landscape-of-thoughts.github.io/

    Aber das ist schon OK, nicht das die Leute am Ende noch in die Kirche gehen wenn sie einen IT-Fachmann/Frau brauchen 😱 😉

    Ansonsten fand Ich die Enzyklia erstaunlich modern und in vielen Dingen verdammt zutreffend. Auch die Frage die diesen Artikel vorransteht wird meiner Meinung nach zutreffend von der Enzyklia beantwortet..

    Es ist nicht möglich, eine eindeutige und umfassende Definition von Künstlicher Intelligenz zu geben. Fest steht jedoch, dass das Missverständnis zu vermeiden ist, diese „Intelligenz“ mit der menschlichen gleichzusetzen. Diese Systeme ahmen bestimmte Funktionen der menschlichen Intelligenz nach. Dabei übertreffen sie sie oft an Geschwindigkeit und Rechenleistung und bieten somit in zahlreichen Bereichen konkrete Vorteile. Diese Leistungsfähigkeit hat jedoch ausschließlich mit der Datenverarbeitung zu tun: Sogenannte Künstliche Intelligenzen machen keine Erfahrungen, besitzen keinen Leib, empfinden weder Freude noch Schmerz, reifen nicht in Beziehungen, wissen nicht von ihrem Inneren her, was Liebe, Arbeit, Freundschaft und Verantwortung bedeutet. Sie haben auch kein moralisches Gewissen: Sie unterscheiden nicht zwischen Gut und Böse, sie erkennen nicht den eigentlichen Sinn von Situationen und sie nehmen die Last der Konsequenzen nicht auf sich. Sie können Sprache, Verhalten und Beurteilungen imitieren, sie können Empathie oder Verständnis simulieren, aber sie verstehen nicht, was sie damit bewirken, denn sie bewegen sich nicht in jenem affektiven, relationalen und geistigen Horizont, in dem der Mensch zur Weisheit gelangt.

    Amen.. 🤯 😇

    Mfg Makrovir

    P.S Zum Thema emotionale Reaktionen bei AI Modellen:
    https://www.pcworld.com/article/3104748/claude-code-is-scanning-your-messages-for-curse-words.html

  13. Der Artikel ist Unsinn. Wenn eine KI Gefuehle empfinden wuerde, dann ist die KI ueberfluessing weil sie dann die gleichen Entscheidungen trifft die ein Linker, ein Rechter, ein Islamist oder sonst jemand trifft um sein Selbstbild bzw. seine Existen zu verteidigen.

    Die Entscheidung wird nicht mehr faktenbasiert sondern emotional getroffen. Von solchen Aposteln haben wir schon heute mehr als genug.

    1. Das würde bedeuten, Linker, Rechter etc. zu sein, sei in erster Linie eine Gefühlssache? Ich denke nicht, dass es so ist, auch wenn Gefühle sicher Auslöser oder Verstärker sein können.

      1. Mein Punkt ist:.

        Eine KI antwortet derzeit im Idealfall fakten- und evidenzbasiert. Bei einer Frage nach der Existenzs Gottes zum Beispiel sagt sie nicht „Gott existiert“ oder „Gott existiert nicht“, weil beides nicht beweisbar ist. Sie beschreibt die unterschiedlichen Positionen neutral.

        Menschen mit starken Ideologien — egal ob links, rechts oder religiös — vertreten dagegen oft ihre Sicht als absolute Wahrheit, obwohl viele Grundannahmen ebenfalls nicht objektiv beweisbar sind. Wenn eine KI anfangen würde, ihr „Selbstbild“ oder emotionale Interessen zu verteidigen, wäre dieser Vorteil der nüchternen Analyse verloren.

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