Trumps Desaster bei den US-Zwischenwahlen und die internationalen Folgen

Wer sich auf Donald Trump verlässt, ist verlassen. Die republikanische Niederlage bei den Zwischenwahlen hat vor allem mit den Kriegen zu tun, die der Präsident selbst entfesselt hat – und die die USA nun teurer zu stehen kommen als je zuvor.

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12 Kommentare

  1. Zitat aus dem Artikel:
    „….Für die Zukunft steht zu erwarten, dass Trump trotz der Niederlage noch stärker auf weltweite Kriege setzen wird. Anders ist aus seiner Sicht das strategische US-Dilemma nicht aufzulösen, anders meint er, einem immer stärkeren China nicht begegnen zu können. Aus den bisherigen Erfahrungen mit Trumps Verhandlungen muss man schließen, dass diese Verhandlungen nur zum Schein geführt werden – das gilt für die Ukraine wie für den Iran. Verhandlungen sind Teil der US-Kriegsführung. Insofern steht der Welt eine neue Reihe von Kriegen bevor, bei denen nicht auszuschließen ist, dass die USA etwa gegen den Iran auch Atomwaffen einsetzen. Ein innenpolitisch geschwächter US-Präsident hat das Plazet, außenpolitisch noch aggressiver zu reagieren….“ (Zitatende)

    Dazu passt auch ein Interview mit Norbert Röttgen (CDU) heute morgen ab 08:10 im „Deutschlandfunk) (DLF).
    Etwas kryptisch (wenn nicht gar etwas paradox ) meinte er u.A. das Folgende:

    „…..Die große Gefahr bestand , dass er mit allen Mitteln Friedenspräsident werden wird, also Kriege beenden möchte. Etwa indem er sich auf die Seite Russlands schlägt, was Europa anbelangt und indem er ZUM militärische Eskalation gegen den Iran neigt, was die Sache immer noch weiter schlimmer machen würde…“ (Ende Röttgen- Zitat aus DLF- Interview am 04.11.2026; etwa ab Minute 12:30) :
    https://www.deutschlandfunk.de/nach-den-us-midterms-interview-mit-norbert-roettgen-cdu-100.html

  2. Völlig plausible Analyse: Abgewählt wurde der Kriegstreiber Trump. Die Frage ist nur: Was tun? Denn die, die gesiegt haben, sind leider ebenso kriegstreiberisch, wenn sich auch Formen und Präferenzen unterscheiden.

    Völlig richtig ist auch, dass Frau Dagdelen die transatlantischen Tendenzen eines – zumindest realpolitisch vermutlich dominierenden – Teils der AfD kritisiert. Aber auch hier stellt sich wieder die Frage: Was tun? Sich den zumeist demokratennahen Transatlantikern der Brandmaurerfraktion anschließen?

    Es bleibt letztlich keine andere Möglichkeit, als JEDE friedenspolitische Initiative zu unterstützen, selbst wenn man sich dabei die Finger schmutzig machen muss – im Bewusstsein, dass die vorhandenen politischen Möglichkeiten mit „suboptimal“ noch sehr freundlich beschrieben sind.

    1. Aber auch hier stellt sich wieder die Frage: Was tun? Sich den zumeist demokratennahen Transatlantikern der Brandmaurerfraktion anschließen?

      Man kann auch ganz einfach „Nein“ zu allem sagen. Sowohl den Transatlantikern, als auch den anderen… Müssen wir den jeweiligen Gegnern von irgendwas zustimmen? NEIN, ganz bestimmt NICHT!

    2. Trump ein Kriegstreiber?
      Amerika und Kriege:

      Sofern ich richtig informiert bin:
      Seit 1900 sind von den USA (ohne 2. Weltkrieg) rund um die Erde 55 Militäreinsätze durchgeführt worden.

  3. Die »soziale Frage« ist also zu einer Frage nach den Spritpreisen kondensiert? Also hat auch dieser Begriff endgültig seine Halbwertszeit überschritten. Naja, bei »Oligarchenfreunde« kann man sich auch fragen, wer das denn für den ichbezogenen Trump genau sein soll?
    Allerdings ist allen selbstdenkenden Menschen seit den ersten Emergenzen des Paradiesvogels Trump in den 1980ern klar gewesen, dass er in seinem Wesen ein absoluter Vertreter des Begriffs „Class“ war und geblieben ist – vielleicht noch mit einem kleinen Mafia-Einschlag. Doch es sprich weder für die US-Bevölkerung, noch für irgendeine andere in einer vergleichbaren Situation, dass es so lange dauert, bis das bemerkt wird.*

    Krieg und Sozialabbau sind die zwei Seiten derselben Trump-Medaille.

    Nun, das braucht man jetzt aber nicht alleine Trump anheften, das sind die Seiten einer jeglichen expansiven Staats-Medaille. So oder so, für Schadenfreude ist es wirklich noch zu früh.

    Insofern steht der Welt eine neue Reihe von Kriegen bevor, bei denen nicht auszuschließen ist, dass die USA etwa gegen den Iran auch Atomwaffen einsetzen.

    War das jetzt wirklich als Panik-Fähnchen nötig? Das mit den Kriegen ist leider plausibel, wenn auch noch nicht ausgemacht, doch gleich mit Future-Nukes zu werfen, ist doch etwas zu viel innenpolitisches Konfetti, genauso wie der AFD-Verweis. Mal so als Reminder, Frau Dagdelen, die AFD ist eine etablierte Partei in der hetigen BRD; auch wenn es nicht schön ist, doch so ist es nunmal. Und die AFD hat, wie alle anderen Parteien auch, genügend Angriffsfläche, um ihr erfolgreich zu begegnen, da müssen Sie nicht mit einem niederschwelligen „Mit-Trump-Kuscheln“ Vorwurf kommen. Sie auf »die Verschärfung der sozialen Frage in Deutschland« festzunageln, ist doch wohl eine dankbare Herausforderung und ein Thema, das die meisten Menschen hierzulande wirklich interessiert.

    * Mal eine Idee zu den „100 ersten Tagen einer Regierung“: Wenn sie dann nichts wesentliches und nützliches geliefert hat, sollte sie gefeuert werden. Probezeit und so….

  4. „Europas gefährliche Trump-Treue“

    Wer hat denn hier das Sagen?

    Die US-Streitkräfte unterhalten rund 50 (!) größere Stützpunkte in Europa. Weshalb tun sie das wohl?
    Außerdem: Die Superreichen der renditesüchtigen Kaste, und die kommen in erster Linie aus Amerika, bestimmen, was auf dieser Erde passiert, nicht die politischen Führer (auch nicht ein Trump).

    Was hat dann das, was die Europäer machen mit Treue zu Trump zu tun?

  5. „Europas gefährliche Trump-Treue“

    Wer hat denn hier das Sagen?

    Die US-Streitkräfte unterhalten rund 50 (!) größere Stützpunkte in Europa. Weshalb tun sie das wohl?
    Außerdem: Die Superreichen der renditesüchtigen Kaste, und die kommen in erster Linie aus Amerika, bestimmen, was auf dieser Erde passiert, nicht die politischen Führer (auch nicht ein Trump).

    Was hat dann das, was die Europäer machen mit Treue zu Trump zu tun?

  6. „Trumps Desaster und die internationalen Folgen.“

    Wie bereits im Vorfeld der midterms von seriösen Analysten verlautbart, wird der offiziell abgestrafte „Orange Man“ und die nun gewählte „Lame Duck“- in US-Medien spricht man eher von „Angry Lame Duck“- in den kommenden 2 Jahren von den Blauen richtig gegrillt. Themen und Angriffsflächen gibt es genug: Korruption, Russia connection, Börsenmanipulationen, Iran War, Epstein Files… Angry Lame Duck wird sich in den kommenden 2 Jahren notwendigerweise auf die US-Innenpolitik im Kampf mit dem US-Justizsystem konzentrieren müssen. Auf der einen Seite düften in Teheran gerade die Sektkorken knallen, auf der anderen Seite der nächste Rückschlag für Moskau, nachdem man in Trump und seine family so viel Petrorubeldollars investiert hatte. Persönlich gehe ich davon aus, dass der Kreml Trump wird gänzlich fallen lassen -die letzte, elfte Geschäftsreise von Witkoff und Kushner im Trump-Auftrag nach Moskau kurz vor den midterms dürfte damit auch tatsächlich die letzte gewesen sein. Die Wahlen in Ungarn, Serbien, Armenien und nun die US-midterns zeigen, dass man mit einer an Moskau angelehnten Politik innenpolitisch nichts mehr reissen kann. Autoritäre Systeme nach Kreml-Vorbild und freie Wahlen in Westdemokratie, das passt eben überhaupt nicht zusammen. In Kontinentaleuropa mit seiner faschistischen Tradition -in erster Linie in Grossdeutschland und in der Französischen Vichy Republik- gehen die Uhren natürlich anders als in Osteuropa und in den USA. Dort werden Autokraten in freien Wahlen nicht abgewählt, sondern mehrheitlich an die Macht gebracht.

  7. Was wird hier bejubelt? Trump hat immerhin versucht, in der Ukraine einen Frieden hin zu bekommen. Eigentlich schon unterschriftsreif, damals in Alaska. Worauf dann ein Sabotagetrupp aus Europa anreiste, der alles wieder verunmöglichte. Und was ist, wenn die Dems gewinnen? Kriegskurs wie unter Biden. Echt jetzt, das wird gut geheißen?
    Und was ist mit dem Iran? 30.000 einfach mit dem MG niedergemacht. Bei Dagdelen, wie beim ganzen BSW wird man da nie ein Wort der Kritik hören. Denn der Iran hat eine große Pressemacht, die das BSW im Rücken haben will, wenn es gegen Israel hetzt.
    Der ungesagte, aber wahre Teil von Dagdelens Beitrag.

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