Entwicklung zu Höherem, mit falschen Zielen

Der homo sapiens, also der weise Mensch, wie er sich selber genannt hat, hat sich zum homo non sapiens, zum unvernünftigen Menschen, gewandelt, der seine Grenzen nicht erkennen will, obwohl er sie erkennen kann.

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16 Kommentare

  1. Geschädigt sind viele, zum Beispiel Insekten, Vogelarten, der natürliche Pflanzenwuchs und das umstrittene Klima, weil es so eng mit der Wärme- und Energiebalance auf dem Planeten zusammenhängt.

    Geschädigt sind auch die weit überwiegende Zahl der Menschen selbst, der Menschen, hinter denen keine Finanzmacht steht.

  2. Es geht nur ohne Staat, weil der Staat das Gewaltmonopol hat und diese auch nutzt.
    Denn, kein Staat der Welt hat das Wohl seiner Bürger im Sinn.
    Und wie schon zig Mal erwähnt, kann man den Kapitalismus nicht kontrollieren oder beschneiden.
    „Geld“ und Schulden sind etwas völlig abstraktes und Staatsschulden werden sowieso nie zurückgezahlt.

    1. Ja, wer wohl den Staat erfunden hat… Man sollte ihn auf ewiglich verdammen. Ich denke, dass wir uns auf jeden Fall einig sind: das war ein ganz schlimmer Bursche.

  3. Der Autor schreibt :
    „Heute stehen wir an einem Punkt, wo erkennbar wird, dass unser Wertesystem zu keinem höheren Ergebnis führt, als dass immer mehr Geld verbraucht, erzeugt, ausgeliehen und verbraten wird.“

    Aber die Leute haben doch unterschiedliche Wertehierarchien !: Ich gebe zu : Maximaler Lustgewinn scheint bei der Mehrzahl der Menschen an erster Stelle zu stehen, aber es gibt auch eine Minderheit für die es das erstrebenswertest ist, möglichst wenig persönliche Schuld anzuhäufen ( wohl wissend, das ein körperliches Wesen wie der Mensch nicht vollständig schuldlos leben kann ). Wichtig wäre eine gesellschaftsübergreifende Erkenntnis, dass Menschen mit völlig verschiedenen Wertehierarchien, unterschiedliche Gesellschaftssysteme brauchen, um sich selbst verwirklichen zu können .

  4. „Wer die falschen Trends nach oben stoppen will, muss die Finanzmacht kontrollieren und beschneiden und sie der Macht des Staates unterwerfen.“

    Im Kapitalismus führt die Kapital-Monopolisierung zur Macht-Monopolisierung, die mit der Zeit den Staat einfach übernimmt. Eigentlich befinden wir uns bereits in einer Zeit, in der diese Entwicklung immer offensichtlicher wird:

    Das Kapital kontrolliert die Medien, damit die öffentliche Meinung, damit die sogenannten „freien Wahlen“ und damit die Politik, welche ganz natürlich nicht mehr die Finanzmacht kontrolliert, sondern sich dieser mehr und mehr zum Erfüllungsgehilfen macht und hilft ihre Macht zu steigern.

    BlackRock Aufsichtsrat Vorsitzender a.d. Merz als Kanzler ist vermutlich eines der schönsten Beispiele. Seine Politik und Kriegstreiberei erklärt sich ALLEIN durch die Interessen des Hochkapitals und nicht durch soetwas wie Staatswohl oder Gemeinwohl, denn in seinem angestrengten Grossen Europäischen Krieg wird das Gemeinwohl ganz offensichtlich zerstört.

    q.e.d.

    Solch ein Staat, wie wohl alle westlichen kapitalistischen Demokratien, ist also nicht mehr in der Lage die Finanzmacht effektiv zu kontrollieren. Es bliebe nur die Revolution von Unten anstatt der Kontrolle von Oben, doch das erscheint mit dem typischen modernen Menschen, der sein Leben bevorzugt auf einige Quadratzentimeter Bildschirm reduziert und sich von einigen farbigen Pixeln emotional und geistig beglücken lässt, nicht wirklich realistisch.

    Sehe ich das zu düster?!?

  5. „Erneuerbaren Energien“.

    Dieser Begriff ist für mich untrennbar mit der Ethik der Nachhaltigkeit verknüpft. Das Grundprinzip ist auch gar nicht mal so jung, sondern wurde bereits 1713 für die Forstwirtschaft von Hans Carl von Carlowitz schriftlich formuliert. In Kürze:

    „Im Wald ist nur so viel Holz zu schlagen wie permanent nachwächst.“

    Dass der Wald anderenfalls stirbt, erschließt sich eigentlich recht leicht und legt die Befolgung dieser Regel nahe. Sollte man meinen ….

    Wenn aber äusserst endliche Ressourcen wie fossile Energieträger benutzt werden, von Wäldern, die es in dieser Form und Grösse gar nicht mehr gibt, so wird klar, dass das Nachhaltigkeitsprinzip mit diesen Ressourcen nicht umsetzbar ist.

    Mit Solar- oder Windkraft hingegen lässt es sich umsetzen und steht somit auch nachfolgenden Generationen zur Verfügung. Es wird also nicht auf Kosten folgender Generationen gelebt. Das ist die Ethik hinter der Nachhaltigkeit und somit der „Erneuerbaren Energie“.

  6. „Erneuerbaren Energien“.

    Dieser Begriff ist für mich untrennbar mit der Ethik der Nachhaltigkeit verknüpft. Das Grundprinzip ist auch gar nicht mal so jung, sondern wurde bereits 1713 für die Forstwirtschaft von Hans Carl von Carlowitz schriftlich formuliert. In Kürze:

    „Im Wald ist nur so viel Holz zu schlagen wie permanent nachwächst.“

    Dass der Wald anderenfalls stirbt, erschließt sich eigentlich recht leicht und legt die Befolgung dieser Regel nahe. Sollte man meinen ….

    Wenn aber äusserst endliche Ressourcen wie fossile Energieträger benutzt werden, von Wäldern, die es in dieser Form und Grösse gar nicht mehr gibt, so wird klar, dass das Nachhaltigkeitsprinzip mit diesen Ressourcen nicht umsetzbar ist.

    Mit Solar- oder Windkraft hingegen lässt es sich umsetzen und steht somit auch nachfolgenden Generationen zur Verfügung. Es wird also nicht auf Kosten folgender Generationen gelebt. Das ist die Ethik hinter der Nachhaltigkeit und somit der „Erneuerbaren Energie“.

  7. „Es wird ganz allgemein, vom Wertesystem bestimmt und dieses System ist um so fragwürdiger, je zugespitzter, einseitiger und ferner von der Realität es seine Ziele setzt.“
    Ich hatte schon (voreilig) gedacht, der Autor meine damit den Wert der Warenproduktion, der das dominierende Produktionsverhältnis darin ist, aber denkste
    Er beteiligt sich immer noch fleißig an der Verwischung der Grenzen des Wertbegriffes und kann so nicht auf die vom Innen der Produktionsweise geschaffene, autarke und autonome Bestimmung aller anderen gesellschaftlichen Verhältnisse, einschließlich der, die er abhandelt, kommen.
    Schade.

    1. Beim artikelautor läuft letztendlich alles immer wieder auf das geldsystem hinaus, das an allem schuld sein soll. Erinnert mich irgendwie immer ein wenig an die Unterscheidung zwischen „schaffenden Kapital“ und „raffenden Kapital „

  8. „Wer die falschen Trends nach oben stoppen will, muss die Finanzmacht kontrollieren und beschneiden und sie der Macht des Staates unterwerfen.“

    Im Kapitalismus führt die Kapital-Monopolisierung zur Macht-Monopolisierung, die mit der Zeit den Staat einfach übernimmt. Eigentlich befinden wir uns bereits in einer Zeit, in der diese Entwicklung immer offensichtlicher wird:

    Das Kapital kontrolliert die Medien, damit die öffentliche Meinung, damit die sogenannten „freien Wahlen“ und damit die Politik, welche ganz natürlich nicht mehr die Finanzmacht kontrolliert, sondern sich dieser mehr und mehr zum Erfüllungsgehilfen macht und hilft ihre Macht zu steigern.

    BlackRock Asset Management Deutschland Aufsichtsrat Vorsitzender a.d. als Deutscher Kanzler ist vermutlich eines der schönsten Beispiele. Seine Politik und Kriegstreiberei erklärt sich ALLEIN durch die Interessen des Hochkapitals und nicht durch soetwas wie Staatswohl oder Gemeinwohl, denn durch seine konsequente Diplomatieverweigerung und alleiniger Militarisierung und Hochrüstung hat er den direkten Weg in den Grossen Europäischen Krieg das Gemeinwohl gewählt, der das Gemeinwohl zweifelsfrei gänzlich zerstören wird.

    q.e.d.

    Solch ein Staat ist also nicht mehr in der Lage die Finanzmacht effektiv zu kontrollieren. Es bliebe nur die Kontrolle von Unten anstatt der Kontrolle von Oben, doch das erscheint mit dem typischen modernen Menschen, der sein Leben bevorzugt auf einige Quadratzentimeter Bildschirm reduziert und sich von einigen farbig hüpfenden Pixeln emotional und geistig beglücken lässt, nicht wirklich realistisch.

    Sehe ich das zu düster?!?

  9. An der Frage, ob der Mensch wirklich die „Krone der Schöpfung“ ist, hat sich schon so mancher Philosoph abgearbeitet. Ich finde sie jedenfalls sehr interessant. Da stehen Jahrtausende voller grausamer Behandlungen anderer Menschen und schändlicher Missachtung der Natur gegen das Ringen um Wahrheit (Religion, Philosophie) und Schaffung von Schönheit (Kultur, Kunst, Musik). Wer jemals schon von Musik tief ergriffen worden ist – sagen wir mal von Bach oder Beethoven – wird wohl bejahen, dass im Menschen an sich etwas Besonderes, Höheres steckt. Ketzerisch könnte man aber fragen, ob diese höheren Gefühle die desaströse Bilanz des menschlichen Wirkens in der Geschichte rechtfertigen können. Douglas Adams meinte ja mal, das Desaster fing an, als unsere Vorfahren sich anschickten, von den Bäumen herunterzuklettern…

    Es gibt übrigens noch einen anderen Kandidaten für die „Krone der Schöpfung“ als die Spezies, deren Gehirn sich aus irgendwelchen Gründen irgendwann mal explosionsartig vergrösserte. Das ist der tropische Regenwald mit seiner enormen Biodiversität, die aufzubauen die Evolution Millionen von Jahren gekostet hat. Für die sogenannte Tiefenökologie steht der Mensch eben nicht an der Spitze der Schöpfung. Er ist nur ein Teil von ihr, und erstrebenswert ist nicht in erster Linie eine Welt die den Menschen das Leben so angenehm wie möglich macht, sondern eine Welt, die möglichst vielen Organismen eine Existenz und eine evolutionäre Weiterentwicklung ermöglicht.

    Ich persönlich sympathisiere mit der Tiefenökologie. Aber ich höre auch sehr gerne Beethoven.

    1. Auf jeden Fall gibt es im tropischen regenwald viele Bäume und die haben ja naturgemäß baumkronen. Somit hast du, rein quantitativ betrachtet auf jeden Fall recht.

  10. „Heute stehen wir an einem Punkt, wo erkennbar wird, dass unser Wertesystem zu keinem höheren Ergebnis führt, als dass immer mehr Geld verbraucht, erzeugt, ausgeliehen und verbraten wird. Jetzt vornehmlich für Rüstung und Kriegsmaterial, denn das ist der Weg, wie Millionen, Milliarden und Billionen am schnellsten auftauchen und wieder verschwinden. Die Geldflut, die das System durch Schuldenaufnahme erzeugt, stürzt wie eine Wasserflut genau dahin, wo es am schnellsten abwärts geht.“

    War das jemals anders im westlichen Kapitalismus?
    Zum Kriegsführen hat man sich schon vor dem 1. WK mit „Kriegsanleihen“ verschuldet. Und auch in Hitler-Deutschland hat die Regierung sich und und ihre Kriege mit gigantischen Schulden finanziert. Neu ist das also nicht, sondern die Frage ist eher, warum sich das heutzutage wiederholt, trotz der zig Millionen Toten in WK I und WK II.

    „Höhere Werte“ im kulturellen Sinne setzen ein Minimum an Bildung voraus. Diesbezüglich hat unsere Gesellschaft aber schon in den 1970er spätestens 1980er Jahren ihren Zenit überschritten.
    Es war dann auch später auch nicht mehr die Rede vom „homo sapiens“ sondern vom „homo ökonomikus“. Merkel machte dann später „Bildung“ zur „Chefsache“. Das war dann der Todesstoß für jede echte Bildung in Deutschland. Dann forderte Merkel noch „mehr Brutto vom Netto“. (Wirklich). So sahen schon damals die „Werte“ aus.

    Und noch viel früher:
    „Weißt du nicht mein Sohn, mit welch‘ geringem Verstande die Welt regiert wird?“
    Julius III. (1487 – 1555), eigentlich Giovanni Maria Ciocchi Del Monte, Papst von 1550 bis 1555.

    Der Unterschied zu früher ist, dass einige heutige Länder Waffen haben, die ganze Kontinente in eine unbewohnbare Wüste verwandeln können.
    Ich fürchte, ich werde das noch erleben müssen, jetzt, wo die Schrecken von Hiroshima und Nagasaki vergessen sind.

    1. Tatsächlich ist das nicht zu neu. Schon die spanischen Könige (oftmals gleichfalls Kaiser) verschuldeten sich, bei schwacher binnenwirtschaft, für ihre Kriege über beide Ohren.

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