
»Aus der Armut der Einen kann auch nur die Armut der Anderen berechnet werden«
Was braucht ein Mensch, um würdig leben zu können? Deutlich mehr, als der Staat ihm zugesteht, sagt Lutz Hausstein – und erklärt, warum die Berechnung des Existenzminimums die Armut fortschreibt.

Anthropic: Verbot für „missbräuchliches oder grausames Verhalten“ gegenüber KI-Modellen
Anthropic sorgt sich um das „Wohlergehen“ seiner KI-Modelle wie Claude, weil man unsicher über den „möglichen moralischen Status“ jetzt und in Zukunft von diesen sei. […]

Ist die Corona-Aufarbeitung nur eine Alibiveranstaltung, Tom Lausen?
Corona ist vorbei – aber die Fragen nach den politischen Entscheidungen während der Pandemie sind längst nicht beantwortet. Wer trug damals die Verantwortung? Auf welcher […]

Ein ungewöhnliches TV-Experiment bei „Euronews“
Der zu einem großen Teil von der EU finanzierte Sender wagte am Samstag Revolutionäres: Über mehrere Stunden hinweg brachte er Live-Impressionen von den Jugendprotesten in […]

Unser wertebasierter Standort
Die wertebasierte Außen- und Wirtschaftspolitik hat einen empfindlichen Knacks erhalten. Audi hat diesem Traumtanz ein Ende bereitet. […]

Brasilien: Lula mit einem blauen Auge davongekommen
Am Sonntag hat der amtierende Präsident Lula da Silva die Stichwahl knapp gewonnen, viele Staatschefs haben gratuliert, nur Donald Trump nicht. Das verspricht nichts Gutes, […]

Handwerker des Todes
3126 Menschen hat Johann Reichhart bis 1945 hingerichtet, darunter die Geschwister Scholl. Auch nach dem Krieg setzt er seine Henkerstätigkeit fort – diesmal im Namen […]

Ein Wunschkonzert aus dem Hause Springer
Eine Momentaufnahme aus der Staatspropaganda gegen extremistisches Fehlverhalten, verfremdet als Bürgerwunsch, den die Vierte Gewalt in aller Freiheit ermittelt. […]

Norwegens Staatsfonds vor dem Kurswechsel: Wenn Atomwaffen zum ethischen Investment werden
Norwegens milliardenschwerer Staatsfonds könnte bald in westliche Rüstungskonzerne investieren, die an der Fabrikation von Atomwaffen beteiligt sind. Eine Regierungskommission empfiehlt, die Ausschlussregeln zu lockern. […]

Sparkasse Karlsruhe: Sparen Sie sich die falschen Kontakte!
Die Sparkasse Karlsruhe begründet die Kontokündigung des Journalisten Flavio von Witzleben unter anderem mit dessen Kontakt zu einem EU-Sanktionierten. Der Fall wirft eine grundsätzliche Frage […]

„Historische Mobilisierung“ in Frankreich als Antwort auf autoritäre Verbote
Macron hat versucht, die Demonstrationen am Wochenende praktisch zu verbieten. Doch die Menschen ließen sich trotz Verbot, Militärs und einem massiven Polizeiaufgebot ein Grundrecht nicht […]

Sie sagen Frieden und meinen Krieg
Merz, Wadephul und der Waffenstillstand. […]

Die Verwaltung des Leids
Sind Depressionen, ADHS, Neurodivergenz primär medizinische Probleme? […]

Doppelsieg der Demokraten?
Historisch gesehen hat es nach dem Krieg bei den bisher 20 Midterm-Wahlen in USA in 18 Fällen Verluste für die amtierende Partei gegeben. Im Repräsentantenhaus […]

Gab es 2023 erneut eine Möglichkeit, den Krieg in der Ukraine zu beenden?
In der Financial Times wurde eine wundersame Story über den Ukraine-Krieg veröffentlicht. Danach habe es nach 2022 auch 2023 die Chance gegeben, den Krieg noch […]

Es ist eine Hysterie!
Der Kampf gegen rechts ist längst mehr als nur eine politische Auseinandersetzung. Er reicht bis in den Alltag hinein, befördert Kontaktschuld und Gesinnungsprüfungen – kurz: […]

Im Spannungsfeld von Gewaltfreiheit und Gewalt
Orientierungspunkte zur Gewaltfreien Sozialen Verteidigung (GSV). […]


> Andere Arme können sich aus Geldmangel nur unregelmäßig ein Mittagessen leisten.
Liegt aber eher daran das sie nicht mit Geld umgehen können. Ich, berufstätig, komme mit 200,- für Essen im Monat aus. Dabei ist sogar ein hoher Anteil Bio dabei, ca 50%. Man siehts im Supermarkt, je ärmer die Leute sind je schlechter das Essen und je mehr Fastfood. Ich kenne Bürgergeld Empfänger die können dir nicht sagen was was kostet weil sie nicht auf den Preis achten. Und nun? Macht dann einer den Vorschlag für Einkaufskurse, wirds als neoliberal geframed.
Was im Artikel nicht genannt wird, das es Zuschüsse gibt. Unter anderem für Soziales, dabei werden Veranstaltungsbesuche bezahlt.
Unterm Strich denke ich das Geld ist ausreichend. Hätte aber auch kein Problem das um 150,- zu erhöhen. Bei 1000,- sind wir schon bei der Gruppe der Wenigverdienenden. Da fragen die sich wofür soll ich noch arbeiten.
Dann sollen doch alle mehr verdienen. Dann steigen aber auch die Kosten, sprich Inflation. Und am Ende sind wir nur auf einem höheren Niveau.
> Ein riesiges Konjunkturprogramm. Das nicht nur positive Effekte für Leistungsempfänger hätte, sondern auch für Niedriglöhner bis hinein in den mittleren Einkommenssektor wirksam wäre, und einen Wirtschaftsaufschwung nach sich ziehen würde.
Für China vielleicht, Wenigverdienende bestellen eher bei Aliexpress. Deutsche Firmen profitieren nicht automatisch. Der Mindestlohn wurde ständig erhöht, trotzdem verschwindet die deutsche Wirtschaft im Ausland.
Aktuell haben wir aber eh andere Probleme. Geld wird mit riesiegen Händen ausgegeben. 200 Mrd zusätzliche Schulden pro Jahr. Damit bleibt immer weniger für Soziales. Die Aufwendungen für Zinszahlungen steigen rapide. Sprich Kürzungen werden in den nächsten Jahren als unumgänglich vermarktet werden. Und das von den nichtpolpulistischen nichtneoliberalen Parteien. 😉
Nach meiner Scheidung habe ich die Welt als alleinerziehender Vater kennen lernen dürfen.
Auch wenn ich mich jetzt in gut situierten Verhältnissen befinde, habe ich diese Zeit vor 30 Jahren nicht vergessen.
Als Raucher habe ich die Kippen aufbewahrt um, wenn am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig blieb, diese wieder aufzudröseln und erneut zu rauchen. Ich hatte eine Hose und ein paar Schuhe, die ich dann anzog, wenn ich aus der Wohnung musste. Ich habe nur jeden zweiten Tag gegessen, um Geld zu sparen für Zoo-Besuche u.ä., die Haare hebe ich mit dem Hundetrimmer gemacht, um den Friseur einzusparen.
In dieser Zeit erlebte ich den Staat als übergriffig, gängelnd, schlichtweg als Feind. Zumal ich als ausgebildete und qualifizierte Pflegefachkraft sofort eine Stelle hätte finden können, mein Sohn war aber erst vier und von der Scheidung traumatisiert. Ich musste mehrfach gegen die Behörde klagen, die immer wieder auf mangelnder Arbeitswilligkeit herum ritt und die Gelder strich. Der Staat ist nicht mein Freund, wurde mir klar und der Briefkasten auch nicht.
Keine schönen Zeiten und wie gesagt, ich habe das nicht vergessen!
Meine verstorbenen Frau hat mir ihr gesamtes Vermögen hinterlassen, mehrere Mietshäuser, die ich nicht verkaufen darf und beträchtliches Vermögen in der Schweiz, welches zum Erhalt der Häuser zu verwenden ist.
Ich habe dann mit dem ganzen Pulver die Häuser renovieren lassen und dann eben die Mieten NICHT erhöht.
Ich passe die Mieten nur bei Neuvermietungen an, ansonsten bin ich bedeutend unter dem Spiegel, da sind alte Rentnerinnen dabei, denen seid 25 Jahren die Mieten nicht erhöht wurden, ich lasse die in Ruhe, die haben nichts.
Wenn dann jemand die Nebenkosten nicht zahlen kann, lasse ich die auch schon mal unter den Tisch fallen, denn ich kenne die Verhältnisse der Mietparteien sehr genau, wer wirklich nicht kann, den lass ich in Ruhe.
Ich bekomme eine gute Rente, meine Frau auch, wir können uns nicht beklagen.
Mit dem was übrig bleibt, mache ich irgendwas, das anderen Menschen direkt hilft.
In der Familie, da gibt es auch Leute mit Kindern, die vorne und hinten nicht klar kommen.
Rentner, die im Müll wühlen, gängiges Straßenbild in Gelsenkirchen, drück ich grundsätzlich immer was in die Hand.
Ich spende nicht, kann die Welt nicht retten, aber zumindest dort etwas tun, direkt vor Ort, wenn ich die Dinge SEHE!
Die Augen kann ich nicht verschließen. ich habe selber zu lange an der hintersten Zitze gesaugt, um nicht zu wissen wie das ist. Der Staat kassiert zwar ordentlich ab bei mir, darüber hinaus bin ich aber kein Zwangsabonnent mehr!
DAS ist das wichtigste für mich!
Denn damals fühlte ich mich ständig marginalisiert, erniedrigt, abhängig. sich als Bittsteller fühlend, nicht als jemand, dem etwas zusteht. DAS war für mich das Schlimmste!
Dieses Gefühl, quasi ein Nichts zu sein, nicht mehr zu empfinden, ist das Wertvollste an der ganzen Geschichte!
“ Hausstein: Ich bin auf diese Zusammenhänge schon in meiner Studie von 2015 recht ausführlich eingegangen. Höhere Sozialleistungen würden auch höhere Löhne in den niedrigeren Lohnbereichen nach sich ziehen.“
Nein, leider nicht.
– Gestrichenes Lohnabstandsgebot und ein frisiertes Existenzminimum als Hebel für den Niedriglohnsektor –
Das sogenannte Lohnabstandsgebot war früher als sozialrechtliches Prinzip im SGB XII definiert. Es sicherte, dass das Einkommen aus Erwerbstätigkeit immer deutlich über dem aus Sozialleistungen liegt. Im Jahr 2011 wurde dieses Prinzip
vom Bundesverfassungsgericht kassiert. Das Gericht entschied, dass die Höhe der Grundsicherung ausschließlich am existenznotwendigen Bedarf orientiert werden muss, nicht am Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Das bedeutet, dass mit einer Erhöhung der Grundsicherung keine Löhne mehr nach oben geschoben werden können.
Rechnet man das Existenzminimum klein,
drückt man die Löhne zum Erhalt eines
perversen Niedriglohnsektors. Steigen Mieten und Lebenshaltungskosten, ist der verbliebene Lohnabstand Makulatur.
Das ist Marktesoterik, keine Sozialpolitik !